Theater Regensburg stellt Programm der kommenden Saison vor

Theater Regensburg stellt Programm der kommenden Saison vor (Foto: Sylvain Guillot)

Am 20. März 2026 hat das Team des Theater Regensburg seine kommende Spielzeit der Öffentlichkeit vorgestellt. FREIHEITEN lautet das programmatische Motto, das sich durch alle Produktionen der Saison 2026/27 zieht.

24 Premieren, darunter sieben Uraufführungen und eine Europäische Erstaufführung, insgesamt 24 Konzerte, davon acht Philharmonische Konzerte, einige Wiederaufnahmen sowie ein vielseitiges Programm aus Extras und Sonderveranstaltungen bietet das mehrfach preisgekrönte Haus in der kommenden Saison.

Es wird auch wieder einen Sommernachtsball geben und zum Saisonabschluss verlässt das Philharmonische Orchester für das Event KLASSIK IM JAHNSTADIUM den vertrauten Konzertsaal.

Das Theater Regensburg begreift FREIHEITEN nicht als „stabilen Zustand“ oder bequemen Besitzstand, so Intendant Sebastian Ritschel, „sondern Freiheit ist fragil, vielfältig und setzt uns alle in aktive Verantwortung, die in Zeiten brüchiger Gewissheiten Mut zur Haltung erfordert. Auf der Bühne wird nicht beschönigt, sondern sichtbar gemacht: Es werden FREIHEITEN behauptet und begrenzt, Illusionen entlarvt und neue Möglichkeiten gedacht. Theater öffnet den Raum, die Vielschichtigkeit von Freiheit auszuhalten und auszuloten zugleich.“

Im Schauspiel, neu unter der Leitung von Barabara Bily, wird dabei unter anderem der Freiheitsbegriff in der deutschen Geschichte untersucht mit Rainer Werner Fassbinders DIE EHE DER MARIA BRAUN, Hans Falladas KLEINER MANN – WAS NUN?, Bert Brechts DER AUFHALTSAME AUFSTEIG DES ARTURO UI, Christa Wolfs DER GETEILTE HIMMEL und Elfriede Jelineks ULRIKE MARIA STUART. Aber auch Komödiantisches hält der Spielplan bereit.

Das Musiktheater schaut auf die Freiheit des Individuums und der Lebensgestaltung, etwa in Szymanowskis Oper KRÓL ROGER, Jacques Offenbachs fantastischer Oper LES CONTES D’HOFFMANN oder dem Broadway-Musical LEMPICKA, das dem Leben der Künstlerin Tamara de Lempicka nachgeht und erstmals in Europa zu erleben sein wird.

Das Spannungsfeld von Grenzen und Freiheiten hat das Junge Theater spartenübergreifend im Blick, etwa mit dem Tanzabend HIER KOMMT KEINER DURCH oder dem Schauspiel JENSEITS DER BLAUEN GRENZE, um dann im Community Theater mit DOING DEMOCRACY eine weitere Uraufführung auf die Bühne zu bringen.

Die Tanzcompany unter der kommissarischen Leitung von Leander Veizi wird sich mit ROMEO, JULIA &, einem Tanzabend von Dan Pelleg und Marko E. Wiegert, sowie der Uraufführung DARK von Brian Scalini den Freiheiten von Begegnung, Berührung und Begrenzung widmen.

Auf eine erfolgreiche Saison blickte der kaufmännische Vorstand Dr. Matthias Schloderer zurück und zugleich in eine Zukunft des Wachstums: „Wir konnten im Abo weiter wachsen und werden sogar ein neues Abo auflegen, um der Nachfrage nachzukommen“ betonte er. „Die Weichen für die erste Saison als Bayerisches Staatstheater sind gestellt. Mit großer Dankbarkeit und Demut werden wir die zusätzlichen Mittel dafür einsetzen, um die Transformation des Hauses weiter voranzutreiben und unseren Kulturauftrag in der Gesellschaft mit Verve zu erfüllen. So können wir jeden Tag mehr Personen für die phantasievolle Kraft des Theaters begeistern.“

Die Spielzeit FREIHEITEN beginnt am 19. September 2026 mit dem Theaterfest und der Eröffnungsgala.

Das neue Spielzeitbuch ist im Theater kostenfrei erhältlich und auf der Homepage des Theaters unter theaterregensburg.de einsehbar.