Die bevorstehenden Liederabende der Oper Frankfurt:


Barrie Kosky
(© Jan Windszus Photography)

Dienstag, 4. Februar 2020, 19.30 Uhr, Opernhaus: Jiddische Operettenlieder
Alma Sadé (Sopran), Helene Schneidermann (Mezzosopran), Barrie Kosky (Klavier)
Yiddish Operetta Lieder
»Farges mikh nit« – »Vergiss mich nicht«. Mit ihrem virtuosen Liederabend lassen die Sopranistin Alma Sadé, die Mezzosopranistin Helene Schneidermann und Barrie Kosky am Klavier die vergessene Gattung der Jiddischen Operette wiederauferstehen – geistreich, melancholisch, komisch und tief berührend. Die Lieder atmen die Geschichte ihrer Autor* innen und Komponisten, welche überwiegend im Zuge der großen Emigrationsströme seit den 1880er Jahren aus Osteuropa in die USA ausgewandert waren: Sie erzählen von Sehnsucht und Einsamkeit, von Heimat und Liebe, von Glück und Lebenslust. Vom jiddischen Broadway in der New Yorker 2nd Avenue aus fanden diese Stücke während ihrer Glanzzeit in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht nur Eingang in den jüdischen Alltag, sondern beeinfl ussten auch das amerikanische Musical und die Filmmusik.


Dienstag, 25. Februar 2020, 19.30 Uhr, Opernhaus: Florian Boesch (Bassbariton), Malcolm Martineau (Klavier)
Erlebt man Florian Boesch als Wozzeck oder Saul (in szenischer Fassung), vermutet man zunächst nicht, dass dieser ungemein kraftvolle Sängerdarsteller häufiger in den großen Konzertsälen der Welt auftritt als auf Opernbühnen. Bezeichnend, dass er die Liedprofessur an der Musik-Universität seiner Heimatstadt Wien innehat. Recitals mit dem Schwerpunkt Schubert – die großen Zyklen hat er allesamt auf zum Teil preisgekrönten Tonträgern vorgelegt – stehen im Kalender gleichberechtigt neben der Interpretation großer Oratorien, von Händels Messias über Haydns Die Schöpfung bis zu Mendelssohns Elias. Besonders mit dem Concentus musicus Wien verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit. Für Mahler- Orchesterlieder arbeitet er gern mit Teodor Currentzis zusammen; am Klavier ist, neben Roger Vignoles, Malcolm Martineau sein bewährter Partner. Eine stets persönliche, leidenschaftliche, mitunter dramatische Deutung ist es, die den Bassbariton als Liedsänger so besonders macht. Höchste Zeit für sein Debüt an der Oper Frankfurt!

Das detaillierte Programm des Liederabends kann hier vom Server der Oper Frankfurt als PDF-Dokument downgeloadet werden.


Montag, 16. März 2020, 19.30 Uhr, Holzfoyer: Lieder im Holzfoyer mit Claudia Mahnke, Mezzosopran und Hilko Dumno, Klavier
(Vorverkauf ab 15. Januar 2020)


Dienstag, 31. März 2020, 19.30 Uhr, Opernhaus: Gaëlle Arquez (Mezzosopran), Susan Manoff (Klavier)
Das Publikum der Oper Frankfurt feierte Gaëlle Arquez bereits als Debussys Mélisande, Bizets Carmen, Bellinis Adalgisa und Monteverdis Nerone (L’incoronazione di Poppea) sowie in den Händel-Partien Xerxes, Medea (Teseo) und Zenobia (Radamisto). Unverwechselbar verleiht sie jeder Rolle nicht nur einen glaubwürdigen Charakter, sondern auch eine anmutige und kraftvolle Stimme, die, wie sie selbst sagt, »schon immer dazwischen hing«. Denn begonnen hat Gaëlle Arquez ihre Ausbildung am Pariser Konservatorium als Sopranistin. Längst sind es die großen Mezzosopranpartien, mit denen die gebürtige Französin an den Opernhäusern von Amsterdam, Berlin, Brüssel, London und Wien Beifallsstürme erntet. »Deutschland – und Frankfurt im Speziellen – hat mich als Ort, um Musik zu machen, schon früh interessiert. An der Oper Frankfurt fühle ich mich seit meinem ersten Engagement wie in einer Familie«, sagt die Exklusivkünstlerin des Labels Deutsche Grammophon, das 2017 ihr von der Kritik hochgelobtes Debütalbum Ardente flamme veröffentlichte. Nun kehrt Gaëlle Arquez für ihren ersten Frankfurter Liederabend zu uns zurück.


Dienstag, 21. April 2020, 19.30 Uhr, Holzfoyer: Lieder im Holzfoyer mit Konstantin Krimmel, Bariton
(Vorverkauf ab 15. Februar 2020)


Dienstag, 28. April 2020, 20.00 Uhr, Holzfoyer: Soiree des Opernstudios
(Vorverkauf ab 15. Februar 2020)


Dienstag, 12. Mai 2020, 19.30 Uhr, Opernhaus: Peter Mattei (Bariton), Lars David Nilsson (Klavier)
Mit einer Stimme von »unmenschlichem Schönklang« (FAZ) und der besonderen Wahrhaftigkeit seiner Bühnenpräsenz ist der elegante Bariton Peter Mattei etwa als Rossinis Figaro, Mozarts Don Giovanni, Tschaikowskis Eugen Onegin oder Wagners Amfortas regelmäßig an den wichtigsten internationalen Opernhäusern, aber auch in renommierten Konzertsälen zu Gast. Unvergessen sind seine Frankfurter Darstellungen von Brittens Billy Budd und den vier Bösewichten in Hoffmanns Erzählungen. Wer sie erlebt hat, kann nachvollziehen, wieso der zum Königlich Schwedischen Hofsänger ernannte Peter Mattei, der jedem Ton und jeder Silbe seine volle Aufmerksamkeit schenkt, als großer Lyriker seines Stimmfachs gilt. 2018 widmete er sich in einer Recital-Serie zum ersten Mal Schuberts Winterreise. Nun wird er dem Weg und den Empfindungen jenes namenlosen Wanderers auch in Frankfurt nachspüren.


Dienstag, 9. Juni 2020, 19.30 Uhr, Holzfoyer: Lieder im Holzfoyer mit Božidar Smiljanić, Bassbariton
(Vorverkauf ab 15. April 2020)


Dienstag, 23. Juni 2020, 19.30 Uhr, Opernhaus: Joshua Guerrero (Tenor), Sarah Tysman (Klavier)

Besetzungsänderung! Joshua Guerrero (Tenor) und Sarah Tysman (Klavier) übernehmen den Liederabend am 23. Juni 2020 von John Osborn (Tenor) und Beatrice Benzi (Klavier), die den Abend aus terminlichen Gründen nicht geben können.

Der aus Las Vegas stammende Tenor gab mit der Rolle des Des Grieux in Puccinis Manon Lescaut sein Deutschland-Debüt an der Oper Frankfurt. Vor allem an nordamerikanischen Opernhäusern feiert der junge Sänger bereits große Erfolge. An der Los Angeles Opera debütierte er 2016 als Macduff in Macbeth – an der Seite von Plácido Domingo in der Titelrolle. 2017 sang er an der San Diego Opera und im darauffolgenden Jahr an der Washington National Opera die Partie des Alfredo (La traviata), gastierte an verschiedenen internationalen Häusern als Graf von Mantua (Rigoletto) sowie seit 2019 als Rodolfo (La Bohème). Letztgenannte Partie wird ihn 2020 auch an die Komische Oper Berlin führen. 2018 debütierte Joshua Guerrero zudem als Pinkerton in Madama Butterfly beim Glyndebourne Festival und sang diese Partie daraufhin auch in Santa Fe. Als Edgardo (Lucia di Lammermoor) gastierte er an der Florida Grand Opera in Miami sowie als Arcadio (Florencia en el Amazonas von Daniel Catán) an der Houston Grand Opera. Als Konzertsänger in Beethovens 9. Sinfonie brachte ihn eine Tournee mit dem Simón Bolivar Orchestra unter Gustavo Dudamel wiederum nach Europa. Unter dessen Leitung sang er auch Haydns Schöpfung mit dem Los Angeles Philharmonic. Für die CD-Aufnahme von Coriglianos The ghosts of Versailles wurde er 2016 mit dem Grammy Award ausgezeichnet.


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