Die ausstehenden Liederabende der Oper Frankfurt in der Saison 2018/19:

Mo. 12.11.2018: Soiree des Opernstudios (Holzfoyer)

Unter dem Titel Soiree des Opernstudios der Oper Frankfurt wird die Reihe abendlicher Konzerte mit den jungen Sängerinnen und Sängern im Foyer auch in der Spielzeit 2018/2019 fortgesetzt.

Mitwirkende am 12. November 2018:
Bianca Andrew, Florina Ilie, Jaeil Kim, Iain MacNeil, Julia Moorman, Michael Petruccelli, Anatolii Suprun
Felice Venanzoni, Michał Goławski, Klavier

Das Opernstudio wird ermöglicht durch die Deutsche Bank Stiftung, die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main sowie den Frankfurter Patronatsverein – Sektion Oper

www.oper-frankfurt.de


Di. 20.11.2018: Hanna-Elisabeth Müller (Sopran), Juliane Ruf (Klavier):

Mit ihrem sensationellen Debüt als Zdenka in Richard Strauss’ Arabella bei den Salzburger Osterfestspielen erlebte Hanna-Elisabeth Müller ihren internationalen Durchbruch und wurde von der Zeitschrift Opernwelt als Nachwuchskünstlerin des Jahres ausgezeichnet. In dieser Partie war sie kurz darauf auch an der Semperoper in Dresden und bei den Münchner Opernfestspielen zu erleben. Als Sophie gab sie 2015 in einer Neuinszenierung von Strauss’ Der Rosenkavalier in Amsterdam ihr Rollendebüt. 2017 begann für Hanna-Elisabeth Müller mit einem spektakulären Auftritt als Einspringerin bei den Eröffnungskonzerten der Hamburger Elbphilharmonie mit Beethovens 9. Sinfonie. 2017/18 war die junge Sopranistin u.a. bei den Berliner Philharmonikern unter Yannick Nézet-Séguin zu Gast. Die Grundlagen der steilen Karriere von Hanna-Elisabeth Müller wurden im Liedgesang gelegt. Es bedeutete ihr ein sicheres Terrain im Rahmen einer hervorragenden Ausbildung bei Rudolf Piernay in Mannheim. Mit ihrer festen Klavierpartnerin Juliane Ruf tritt sie regelmäßig in wichtigen Liedzentren wie beim Heidelberger Frühling, in der Kölner Philharmonie, im De Singel Antwerpen und beim Festival Rheinvokal auf. An der Oper Frankfurt debütiert sie u.a. mit Liedern ihrer ersten Solo-CD Traumgekrönt von Richard Strauss, Alban Berg und Arnold Schönberg.

www.oper-frankfurt.de


Di.  18. Dezember 18: Luca Salsi (Bariton), Beatrice Benzi (Klavier):

Luca Salsi hat Operngeschichte geschrieben. Eines Tages stand er gleich für zwei Hauptpartien auf der Bühne der Metropolitan Opera in New York. Dass der italienische Bariton Nerven aus Stahl hat, weiß die Opernwelt spätestens seit seinem fulminanten Einspringen für den erkrankten Plácido Domingo als Don Carlo in Verdis Ernani im Jahr 2015: Nur eine halbe Stunde nach dem Anruf des Opernhauses stand Luca Salsi, ohne nochmals einen Blick in die Noten geworfen zu haben, im Don Carlo-Kostüm einer ihm völlig unbekannten Inszenierung auf der Bühne. Und das, obwohl er dort noch am selben Tag seinen eigenen Auftritt als Enrico in Lucia di Lammermoor zu absolvieren hatte. Nun wird der auf den wichtigsten internationalen Opern- und Festspielbühnen gern gesehene Gast für sein Debüt an der Oper Frankfurt seine Fähigkeit zur haarscharfen Charakterzeichnung in die wohl intimste Form des Konzertes einfließen lassen und mit seinem vielfarbigen, vollen Bariton nicht Helden oder Bösewichten eine Stimme geben, sondern Liedern Leben einhauchen.

www.oper-frankfurt.de


Di. 22. Januar 19: Ludovic Tézier (Bariton), Maria Prinz (Klavier):

»Ein Tenor bist du sicher nicht, aber du könntest ein guter Bariton werden.« Mit dieser weisen Voraussicht ließ die Gesangslehrerin den Parsifal-Traum ihres Schülers zerplatzen. In dem Wunsch Sänger zu werden, ließ sich der junge Ludovic Tézier jedoch nicht verunsichern. Seit seinem ersten Opernerlebnis in Marseille zählt Parsifal zu den Lieblingsopern des Franzosen — auch wenn er die Titelpartie wohl nie singen wird. Vor allem aber ist er einer der international begehrtesten Verdi-Interpreten. Seine Paraderollen wie Rigoletto, Rodrigo (Don Carlo), Iago (Otello), Don Carlo di Vargas (La forza del destino) und zuletzt Simon Boccanegra führen ihn an die bedeutenden Bühnen der Opernwelt — seine Interpretationen in Werken von Mozart, Donizetti, Tschaikowski und Puccini sind jedoch nicht minder geschätzt. Eine lyrische Tenor-Partie hat er aber doch im Repertoire: Massenet’s Werther — allerdings in der Fassung für Bariton. Im Bereich des Kunstliedes spielen die Stimmfachgrenzen eine weit geringere Rolle. So lässt uns Ludovic Tézier bei seinem Debüt an der Oper Frankfurt mit seinem warmen, geschmeidigen und fokussierten Bariton vielleicht auch die ein oder andere Nummer hören, die ursprünglich für die hohe Männerstimme komponiert wurde.

www.oper-frankfurt.de


Di. 26. März 18: Stéphanie d’Oustrac (Mezzosopran), Pascal Jourdan (Klavier):

Mut und Enthusiasmus sind die zwei wesentlichen Ingredienzien, die es laut Stéphanie d’Oustrac braucht, um sich immer wieder neu auf das Bühnenleben der unterschiedlichsten Figuren einzulassen. Ob Bizets Carmen, Mozarts Sesto, Berlioz’ Béatrice, Charpentiers Médée, Debussys Mélisande oder Massenets Charlotte — die Französin mit dem strahlenden Lächeln legt ihre ganze Passion in ihren warmen Mezzosopran, um eine glaubhafte, einzigartige Verkörperung zu erreichen. An Bühnen wie der Pariser Opéra National, der Mailänder Scala, dem Opernhaus Zürich, La Monnaie in Brüssel, dem Teatro Real in Madrid oder der Nationale Opera Amsterdam sowie bei den Festivals in Salzburg, Glyndebourne und Aix-en-Provence beeindruckt Stéphanie d’Oustrac ebenso mit ihrer intensiven Darstellung. Von William Christie entdeckt und gefördert, verbindet sie auf dem Gebiet der Barockmusik eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Dirigenten und seinen Arts Florissants. Die Liebe zu ihrer Muttersprache und zur Poesie lebt sie im französischen Kunstlied aus. Dort fühlt Stéphanie d’Oustrac sich wie eine Goldschmiedin, die an den Mélodies von Debussy, Duparc oder Fauré so lange feilt, bis sie schimmern und glänzen. Seit beinahe zwanzig Jahren ist der Pianist Pascal Jourdan ihr Partner beim Ziselieren der musikalischen Juwelen. Für ihr Debüt an der Oper Frankfurt haben sie sicher ein paar Schätze aus ihrem gemeinsamen Album Invitation au voyage dabei.

www.oper-frankfurt.de


Di. 09.04.2019: Soiree des Opernstudios

Unter dem Titel Soiree des Opernstudios der Oper Frankfurt wird die Reihe abendlicher Konzerte mit den jungen Sängerinnen und Sängern im Foyer auch in der Spielzeit 2018/2019 fortgesetzt.

Das Opernstudio wird ermöglicht durch die Deutsche Bank Stiftung, die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main sowie den Frankfurter Patronatsverein – Sektion Oper.

www.oper-frankfurt.de


Di. 23.04.2018: Edita Gruberová (Sopran), Peter Valentovic (Klavier): 23. April 19

Mit den schwierigsten Partien des Belcanto hat sie sich in die Herzen des Publikums gesungen: Edita Gruberová gilt seit den 1960er Jahren als »Wunder« in der internationalen Opernwelt. Mit der intensiven, leidenschaftlichen Gestaltung ihrer Rollenporträts hat sich die aus Bratislava stammende Sängerin von der slowakischen Provinz in die ersten Häuser »gesungen«. Sie hat Maßstäbe gesetzt: Gefürchtete Koloraturpartien wurden zu Markenzeichen, ihre Interpretationen hat Generationen von Fans sowie Kritiker begeistert. Als »Königin des Belcanto« oder als »Slowakische Nachtigall« wurde sie gefeiert, die Süddeutsche Zeitung erfand sogar den Titel »Primadonna assoluterova« für sie. Ihre Auftritte in Werken von Donizetti wie Lucia di Lammermoor, Anna Bolena, Maria Stuarda oder Roberto Devereux gelten als ebenso unerreicht wie ihre Zerbinetta in Ariadne auf Naxos. Mit ihren Partien und Liederabenden möchte Edita Gruberová »weit über die Bühne hinaus wirken«. Ihre Popularität hat sie stets genutzt, um selten gespielte Werke neu zu entdecken. Nach ihrem ersten umjubelten Liederabend an der Oper Frankfurt 2015 kehrt eine glänzende Diva unserer Zeit mit einem neuen Programm zurück.

www.oper-frankfurt.de


Di. 07.05.2018: Michael Porter (Tenor), Axel Bauni (Klavier)

Seit 2015 ist der amerikanische Tenor Ensemblemitglied der Oper Frankfurt, nachdem er hier zuvor das Opernstudio absolviert hat. Schon während seiner Ausbildung in Indiana war er Intendant Bernd Loebe bei einem Vorsingen aufgefallen. Mittlerweile hat Michael Porter sich ein breites Repertoire erarbeitet. Mozart-Rollen wie Pedrillo, Ferrando und Ottavio gehören ebenso dazu wie Remendado (Carmen), Steuermann (Der fliegende Holländer) und Brighella (Ariadne auf Naxos). Im Barock-Repertoire ist er in Dido and Aeneas zu erleben gewesen und als Mose in Zelenkas Il serpente di bronzo. In der Uraufführung von Arnulf Herrmanns Der Mieter wirkte er ebenso mit wie in Tonguecat, das bei den Münchner Opernfestspielen uraufgeführt wurde. Als besonders klangschön ist seine Interpretation des Matrosenliedes in Erinnerung, das er als Hylas in Berlioz’ Les Troyens sang. Eine persönliche Vorliebe hat Michael Porter für die Musik von Benjamin Britten, in dessen Billy Budd er als Novice auftrat. Britten darf auch im Programm des Liederabends nicht fehlen. Wer Michael Porter im Holzfoyer mit Ralph Vaughan Williams’ On Wenlock Edge erlebt hat, wird sich auf seinen Liederabend im Großen Haus freuen.

www.oper-frankfurt.de


Di. 18.06.2019: Michael Spyres (Tenor), Mathieu Pordoy (Klavier):

Als Vasco da Gama (L’Africaine) hat er bei seinem Debüt an der Oper Frankfurt im Februar 2018 nicht nur ferne Welten erobert, sondern auch die Herzen des Publikums: Der amerikanische Tenor ist einer der Wenigen, die die schwierige Partie bewältigen. Und wie! Von der New Yorker Met, der Wiener Staatsoper, der Opéra National de Paris und dem Royal Opera House Covent Garden in London bis zu den Münchner Opernfestspielen: Michael Spyres ist auf den großen Bühnen der Welt zu Hause.

In seinem Liederabend beweist er Neugierde auf das nicht ganz so Bekannte. Unter dem Stichwort »Foreign Affairs« versammelt er Liedkompositionen auf Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Norwegisch, Russisch und Jiddisch, in denen ein Text, eine Figur oder ein Sujet Länder- und Sprachgrenzen hinter sich gelassen hat. Ein englisches Volkslied von Haydn gehört ebenso dazu wie Berlioz’ französische Version von Goethes Fischer. Mit Rossini besingt er Romeo, mit Tschaikowski Don Juan und mit Verdi den Exilanten. Der jüdisch-amerikanische Komponist Leo Low ist ebenso vertreten wie der Musicalsong All the Things You Are von Jerome Kern. Eine willkommene Gelegenheit für den Ausnahmetenor, seine Vielseitigkeit auch im Liedgesang unter Beweis zu stellen!

www.oper-frankfurt.de