Die bevorstehenden Liederabende der Oper Frankfurt:


Jakub Józef Orliński
(© Jiyang Chen)

3. September 2019, 19.30 Uhr, Opernhaus: Jakub Józef Orliński (Countertenor), Michał Biel (Klavier)
Er ist mit sicheren Schritten auf dem Weg, einer der großen Countertenöre unserer Zeit zu werden. Mit seiner betörenden Stimme hat der junge polnische Künstler Frankfurt einen unvergesslichen Rinaldo geschenkt. Überaus virtuos und glaubhaft führte er durch die emotionalen Höhen und Tiefen dieses verzweifelt liebenden Kriegers und überraschte mit atemberaubendem Körpereinsatz. Breakdance und Barock sind bei Jakub Józef Orliński alles andere als ein Widerspruch – sie sind die Freiheit des Hier und Jetzt. Kein Wunder, dass die Opernwelt auf dieses energiegeladene Talent blickt. Sein erstes Solo-Album Anima sacra stellte er gemeinsam mit dem Ensemble Il pomo d’oro auf einer ausgedehnten Europa-Tournee vor. Seit dem Studium in New York tritt er regelmäßig mit dem polnischen Pianisten Michał Biel auf. Dass dabei nicht nur barockes Repertoire auf dem Programm steht, sondern auch der ein oder andere Sprung Richtung Gegenwart vollführt wird, lässt einen großartigen Frankfurter Liederabend erwarten.


26. September 2019, 19.30 Uhr, Holzfoyer: Lieder im Holzfoyer mit Kirsten MacKinnon, Sopran
(Vorverkauf ab 1. Juli 2019)


29. Oktober 2019, 19.30 Uhr, Opernhaus: Pretty Yende (Sopran), Michele D’Elia (Klavier)
Ihre Geschichte klingt wie ein Opernmärchen: Geboren in einer südafrikanischen Kleinstadt, hörte Pretty Yende mit 16 Jahren das berühmte Blumenduett aus Delibes Lakmé in einem Werbespot und war seitdem davon besessen, eines Tages selbst zu singen. Sie hatte Glück, gewann ein Stipendium für ein Studium in Kapstadt und eroberte in Rekordgeschwindigkeit die Bühnen dieser Welt. Als erste Künstlerin überhaupt gewann sie 2009 erste Preise in sämtlichen Kategorien des Belvedere-Gesangswettbewerbs in Wien; bei Plácido Domingos Operalia-Wettbewerb 2011 war sie ebenfalls Gewinnerin aller Kategorien. 2010 wurde sie in die Akademie der Mailänder Scala aufgenommen und gab ihr Debüt als Berenice (L’occasione fa il ladro). Mit ihrem sensationellen Debüt 2013 in einer anderen Rossini-Partie, als Comtesse Adèle (Le comte Ory) an der MET in New York gelang der internationale Durchbruch. Ihr klarer lyrischer Sopran klingt blitzsauber, strahlend in den Höhen und virtuos in den Koloraturen.


12. November 2019, 20.00 Uhr, Holzfoyer: Soiree des Opernstudios
(Vorverkauf ab 15. September 2019)


26. November 2019, 19.30 Uhr, Opernhaus: Stanislas de Barbeyrac (Tenor), Alphonse Cemin (Klavier)
Wenn sich Stanislas de Barbeyrac für einen Komponisten entscheiden müsste, dessen Musik er auf eine einsame Insel mitnehmen würde, dann wäre es die von Francis Poulenc: »Das ist meine Musik, das sind meine Harmonien! « Die Partie des Chevalier de la Force aus Dialogues des Carmélites hat der Franzose bereits in Amsterdam, Brüssel und München gesungen. Und auch in Liederprogrammen darf Poulenc nicht fehlen. Letztere sind jedoch bei der Vielzahl an Opernengagements beinahe eine Rarität. Seine bedachte Rollenauswahl und der Sinn für den richtigen Zeitpunkt zahlen sich aus: Nach zwei Jahren im Opernstudio der Opéra National de Paris ist der Tenor auf den Bühnen in Wien, München, Berlin, Salzburg, London und New York angekommen. Partien von Mozart und Gluck bilden derzeit noch die Basis seines Repertoires – jüngste Rollendebüts als Debussys Pelléas und Verdis Alfredo lassen ahnen, dass Werther, Don José oder auch Berlioz’ Faust und Lohengrin sich bereits am Horizont abzeichnen. Ein spannendes Debüt an der Oper Frankfurt.


18. Dezember 2019, 19.30 Uhr, Holzfoyer: Lieder im Holzfoyer mit Zanda Švēde, Mezzosopran
(Vorverkauf ab 15. Oktober 2019)


14. Januar 2020, 19.30 Uhr, Opernhaus: Maria Bengtsson (Sopran), Sarah Tysman (Klavier)
Die schwedische Sopranistin ist nach ersten Engagements an der Volksoper Wien und an der Komischen Oper Berlin längst auf den bedeutenden Bühnen und in den renommierten Konzerthäusern von London über Paris, Berlin und München bis Mailand und Wien zu Hause. In Frankfurt hat sie einige ihrer größten Erfolge gefeiert: Als Daphne, Marschallin und Arabella hat sie ihren untrüglichen Sinn für die musikalischen Frauenportraits von Richard Strauss bewiesen, aber auch als Lady Harriet in Flotows romantisch-komischer Oper Martha hat sie das Publikum hingerissen – spätestens mit dem Lied von der »Letzten Rose«. Nun kehrt Maria Bengtsson gleich mit einem ganzen Liedprogramm nach Frankfurt zurück. Man darf gespannt sein, welchen Werken sie den Zauber ihrer silberglänzenden Stimme und die zarte Emotionalität ihrer stets sensiblen Interpretationen zuteil werden lässt. Begleitet wird sie von ihrer bewährten künstlerischen Partnerin Sarah Tysman, mit der sie kürzlich eine Strauss-CD vorgelegt hat.


21. Januar 2020, 19.30 Uhr, Holzfoyer: Lieder im Holzfoyer mit Anthony Robin Schneider, Bass
(Vorverkauf ab 15. November 2019)


04. Februar 2020, 19.30 Uhr, Opernhaus: Jiddische Operettenlieder
Alma Sadé (Sopran), Helene Schneidermann (Mezzosopran), Barrie Kosky (Klavier)
Yiddish Operetta Lieder
»Farges mikh nit« – »Vergiss mich nicht«. Mit ihrem virtuosen Liederabend lassen die Sopranistin Alma Sadé, die Mezzosopranistin Helene Schneidermann und Barrie Kosky am Klavier die vergessene Gattung der Jiddischen Operette wiederauferstehen – geistreich, melancholisch, komisch und tief berührend. Die Lieder atmen die Geschichte ihrer Autor* innen und Komponisten, welche überwiegend im Zuge der großen Emigrationsströme seit den 1880er Jahren aus Osteuropa in die USA ausgewandert waren: Sie erzählen von Sehnsucht und Einsamkeit, von Heimat und Liebe, von Glück und Lebenslust. Vom jiddischen Broadway in der New Yorker 2nd Avenue aus fanden diese Stücke während ihrer Glanzzeit in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht nur Eingang in den jüdischen Alltag, sondern beeinfl ussten auch das amerikanische Musical und die Filmmusik.


25. Februar 2020, 19.30 Uhr, Opernhaus: Florian Boesch (Bassbariton), Malcolm Martineau (Klavier)
Erlebt man Florian Boesch als Wozzeck oder Saul (in szenischer Fassung), vermutet man zunächst nicht, dass dieser ungemein kraftvolle Sängerdarsteller häufiger in den großen Konzertsälen der Welt auftritt als auf Opernbühnen. Bezeichnend, dass er die Liedprofessur an der Musik-Universität seiner Heimatstadt Wien innehat. Recitals mit dem Schwerpunkt Schubert – die großen Zyklen hat er allesamt auf zum Teil preisgekrönten Tonträgern vorgelegt – stehen im Kalender gleichberechtigt neben der Interpretation großer Oratorien, von Händels Messias über Haydns Die Schöpfung bis zu Mendelssohns Elias. Besonders mit dem Concentus musicus Wien verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit. Für Mahler- Orchesterlieder arbeitet er gern mit Teodor Currentzis zusammen; am Klavier ist, neben Roger Vignoles, Malcolm Martineau sein bewährter Partner. Eine stets persönliche, leidenschaftliche, mitunter dramatische Deutung ist es, die den Bassbariton als Liedsänger so besonders macht. Höchste Zeit für sein Debüt an der Oper Frankfurt!


16. März 2020, 19.30 Uhr, Holzfoyer: Lieder im Holzfoyer mit Claudia Mahnke, Mezzosopran
(Vorverkauf ab 15. Januar 2020)


31. März 2020, 19.30 Uhr, Opernhaus: Gaëlle Arquez (Mezzosopran), Susan Manoff (Klavier)
Das Publikum der Oper Frankfurt feierte Gaëlle Arquez bereits als Debussys Mélisande, Bizets Carmen, Bellinis Adalgisa und Monteverdis Nerone (L’incoronazione di Poppea) sowie in den Händel-Partien Xerxes, Medea (Teseo) und Zenobia (Radamisto). Unverwechselbar verleiht sie jeder Rolle nicht nur einen glaubwürdigen Charakter, sondern auch eine anmutige und kraftvolle Stimme, die, wie sie selbst sagt, »schon immer dazwischen hing«. Denn begonnen hat Gaëlle Arquez ihre Ausbildung am Pariser Konservatorium als Sopranistin. Längst sind es die großen Mezzosopranpartien, mit denen die gebürtige Französin an den Opernhäusern von Amsterdam, Berlin, Brüssel, London und Wien Beifallsstürme erntet. »Deutschland – und Frankfurt im Speziellen – hat mich als Ort, um Musik zu machen, schon früh interessiert. An der Oper Frankfurt fühle ich mich seit meinem ersten Engagement wie in einer Familie«, sagt die Exklusivkünstlerin des Labels Deutsche Grammophon, das 2017 ihr von der Kritik hochgelobtes Debütalbum Ardente flamme veröffentlichte. Nun kehrt Gaëlle Arquez für ihren ersten Frankfurter Liederabend zu uns zurück.


21. April 2020, 19.30 Uhr, Holzfoyer: Lieder im Holzfoyer mit Konstantin Krimmel, Bariton
(Vorverkauf ab 15. Februar 2020)


28. April 2020, 20.00 Uhr, Holzfoyer: Soiree des Opernstudios
(Vorverkauf ab 15. Februar 2020)


12. Mai 2020, 19.30 Uhr, Opernhaus: Peter Mattei (Bariton), Lars David Nilsson (Klavier)
Mit einer Stimme von »unmenschlichem Schönklang« (FAZ) und der besonderen Wahrhaftigkeit seiner Bühnenpräsenz ist der elegante Bariton Peter Mattei etwa als Rossinis Figaro, Mozarts Don Giovanni, Tschaikowskis Eugen Onegin oder Wagners Amfortas regelmäßig an den wichtigsten internationalen Opernhäusern, aber auch in renommierten Konzertsälen zu Gast. Unvergessen sind seine Frankfurter Darstellungen von Brittens Billy Budd und den vier Bösewichten in Hoffmanns Erzählungen. Wer sie erlebt hat, kann nachvollziehen, wieso der zum Königlich Schwedischen Hofsänger ernannte Peter Mattei, der jedem Ton und jeder Silbe seine volle Aufmerksamkeit schenkt, als großer Lyriker seines Stimmfachs gilt. 2018 widmete er sich in einer Recital-Serie zum ersten Mal Schuberts Winterreise. Nun wird er dem Weg und den Empfindungen jenes namenlosen Wanderers auch in Frankfurt nachspüren.


09. Juni 2020, 19.30 Uhr, Holzfoyer: Lieder im Holzfoyer mit Božidar Smiljanić, Bassbariton
(Vorverkauf ab 15. April 2020)


23. Juni 2020, 19.30 Uhr, Opernhaus: John Osborn (Tenor), Beatrice Benzi (Klavier)
John Osborn brilliert in einer Vielzahl von Partien des Belcanto- und des französischen Fachs, wobei die sichere Extremhöhe eine Grundvoraussetzung ist. Der schnelle Karrierestart war für den in Sioux City/Iowa geborenen Tenor ein Geschenk. Mit nur 21 Jahren debütierte er an der MET in New York. Jahr für Jahr erarbeitete er sich ein beachtliches Repertoire, das neben Edgardo (Lucia di Lammermoor) oder Elvino (La sonnambula) und Offenbachs Hoffmann auch führende Tenorpartien in seltener gespielten italienischen und französischen Opern umfasst. Nach seinem ergreifenden Rollendebüt als Werther 2014 kehrte er in der Spielzeit 2018/19 als Arturo in der Neuproduktion von Bellinis I puritani an die Oper Frankfurt zurück und verführte das Publikum erneut mit seiner ausgefeilten Gesangskunst und faszinierenden Spitzentönen.


oper-frankfurt.de