Die bevorstehenden Liederabende der Oper Frankfurt:


Zanda Švēde
© Barbara Aumüller ~ szenenfoto.de

Mittwoch, 18. Dezember 2019, 19.30 Uhr: Lieder im Holzfoyer mit Zanda Švēde, Mezzosopran und Hilko Dumno (Klavier)
Lieder von Erich Wolfgang Korngold, Richard Strauss und Richard Wagner

Die Gattung des Kunstliedes zählt zu den unverzichtbaren Bestandteilen im Repertoire einer jeden Sängerin und eines jeden Sängers. Dieser Tatsache im Programm der Oper Frankfurt gebührend Rechnung zu tragen, ist ein stetes Anliegen von Intendant Bernd Loebe, seit er 2002/03 die Leitung des Hauses am Willy-Brandt-Platz angetreten hat. Neben der äußerst erfolgreichen Liederabend-Serie im Opernhaus hat die Oper Frankfurt daher seit der Spielzeit 2014/15 eine Reihe ins Programm genommen, in der sich vorwiegend Mitglieder des Ensembles und des Opernstudios präsentieren: Lieder im Holzfoyer. Diese Soireen im intimen Rahmen dauern ohne Pause maximal eine Stunde. Die zweite Veranstaltung der Serie in der Spielzeit 2019/20 findet nun statt mit der lettischen Mezzosopranistin Zanda Švēde am Mittwoch, dem 18. Dezember 2019, um 19.30 Uhr im Holzfoyer.

Die seit der Spielzeit 2018/19 dem Ensemble der Oper Frankfurt angehörende Künstlerin präsentiert – begleitet von Hilko Dumno am Klavier – Sechs einfache Lieder op. 9 (1913) von Erich Wolfgang Korngold (1897-1957), Fünf Lieder op. 15 (1886) von Richard Strauss (1864-1949) und die Wesendonck-Lieder WWV 91 (1857/58) von Richard Wagner (1857-1858).

Mit den Titelpartien von Bizets Carmen und Händels Xerxes stellte sich Zanda Švēde in der vergangenen Saison in Frankfurt vor. Zu Beginn der laufenden Spielzeit debütierte sie mit Zenobia (Radamisto) in einer weiteren Händel-Partie. Zudem singt sie Sonjetka (Lady Macbeth von Mzensk), Die Frau Försterin / Eule (Das schlaue Füchslein), Friedrich (Mignon) und Carmen. Diese Partie verkörperte sie bereits an der Seattle Opera, der Lyric Opera of Kansas City und der Lettischen Nationaloper in Riga. Die an der Jāzeps Vītols Latvian Academy of Music in Riga ausgebildete Künstlerin gastierte an der Lyric Opera of Chicago, der North Carolina Opera, der Palm Beach Opera und der Seattle Opera. An der San Francisco Opera, deren Merola Opera Program sie als Adler-Stipendiatin angehörte, sang sie u.a. Suzuki (Madama Butterfly), Maddalena (Rigoletto), Tisbe (La Cenerentola) und Lena in der Uraufführung von Marco Tutinos La Ciociara. Zanda Švēdes Repertoire umfasst außerdem Endimione (Cavallis La Calisto), Olga (Eugen Onegin), Grimgerde (Die Walküre) sowie die Hauptpartien in Massenets Cléopâtre und Piazzollas María de Buenos Aires.

Karten für diese Serie zum Preis von € 17 / ermäßigt € 13 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter oper-frankfurt.de oder im telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.


Dienstag, 14. Januar 2020, 19.30 Uhr, Opernhaus: Maria Bengtsson (Sopran), Sarah Tysman (Klavier)
Die schwedische Sopranistin ist nach ersten Engagements an der Volksoper Wien und an der Komischen Oper Berlin längst auf den bedeutenden Bühnen und in den renommierten Konzerthäusern von London über Paris, Berlin und München bis Mailand und Wien zu Hause. In Frankfurt hat sie einige ihrer größten Erfolge gefeiert: Als Daphne, Marschallin und Arabella hat sie ihren untrüglichen Sinn für die musikalischen Frauenportraits von Richard Strauss bewiesen, aber auch als Lady Harriet in Flotows romantisch-komischer Oper Martha hat sie das Publikum hingerissen – spätestens mit dem Lied von der »Letzten Rose«. Nun kehrt Maria Bengtsson gleich mit einem ganzen Liedprogramm nach Frankfurt zurück. Man darf gespannt sein, welchen Werken sie den Zauber ihrer silberglänzenden Stimme und die zarte Emotionalität ihrer stets sensiblen Interpretationen zuteil werden lässt. Begleitet wird sie von ihrer bewährten künstlerischen Partnerin Sarah Tysman, mit der sie kürzlich eine Strauss-CD vorgelegt hat.

Auf dem Programm stehen Lieder von Ture Rangström, Edvard Grieg, Jean Sibelius, Franz Schubert und Richard Strauss.


Dienstag, 21. Januar 2020, 19.30 Uhr, Holzfoyer: Lieder im Holzfoyer mit Anthony Robin Schneider, Bass
(Vorverkauf ab 15. November 2019)


Dienstag, 4. Februar 2020, 19.30 Uhr, Opernhaus: Jiddische Operettenlieder
Alma Sadé (Sopran), Helene Schneidermann (Mezzosopran), Barrie Kosky (Klavier)
Yiddish Operetta Lieder
»Farges mikh nit« – »Vergiss mich nicht«. Mit ihrem virtuosen Liederabend lassen die Sopranistin Alma Sadé, die Mezzosopranistin Helene Schneidermann und Barrie Kosky am Klavier die vergessene Gattung der Jiddischen Operette wiederauferstehen – geistreich, melancholisch, komisch und tief berührend. Die Lieder atmen die Geschichte ihrer Autor* innen und Komponisten, welche überwiegend im Zuge der großen Emigrationsströme seit den 1880er Jahren aus Osteuropa in die USA ausgewandert waren: Sie erzählen von Sehnsucht und Einsamkeit, von Heimat und Liebe, von Glück und Lebenslust. Vom jiddischen Broadway in der New Yorker 2nd Avenue aus fanden diese Stücke während ihrer Glanzzeit in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht nur Eingang in den jüdischen Alltag, sondern beeinfl ussten auch das amerikanische Musical und die Filmmusik.


Dienstag, 25. Februar 2020, 19.30 Uhr, Opernhaus: Florian Boesch (Bassbariton), Malcolm Martineau (Klavier)
Erlebt man Florian Boesch als Wozzeck oder Saul (in szenischer Fassung), vermutet man zunächst nicht, dass dieser ungemein kraftvolle Sängerdarsteller häufiger in den großen Konzertsälen der Welt auftritt als auf Opernbühnen. Bezeichnend, dass er die Liedprofessur an der Musik-Universität seiner Heimatstadt Wien innehat. Recitals mit dem Schwerpunkt Schubert – die großen Zyklen hat er allesamt auf zum Teil preisgekrönten Tonträgern vorgelegt – stehen im Kalender gleichberechtigt neben der Interpretation großer Oratorien, von Händels Messias über Haydns Die Schöpfung bis zu Mendelssohns Elias. Besonders mit dem Concentus musicus Wien verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit. Für Mahler- Orchesterlieder arbeitet er gern mit Teodor Currentzis zusammen; am Klavier ist, neben Roger Vignoles, Malcolm Martineau sein bewährter Partner. Eine stets persönliche, leidenschaftliche, mitunter dramatische Deutung ist es, die den Bassbariton als Liedsänger so besonders macht. Höchste Zeit für sein Debüt an der Oper Frankfurt!


Montag, 16. März 2020, 19.30 Uhr, Holzfoyer: Lieder im Holzfoyer mit Claudia Mahnke, Mezzosopran
(Vorverkauf ab 15. Januar 2020)


Dienstag, 31. März 2020, 19.30 Uhr, Opernhaus: Gaëlle Arquez (Mezzosopran), Susan Manoff (Klavier)
Das Publikum der Oper Frankfurt feierte Gaëlle Arquez bereits als Debussys Mélisande, Bizets Carmen, Bellinis Adalgisa und Monteverdis Nerone (L’incoronazione di Poppea) sowie in den Händel-Partien Xerxes, Medea (Teseo) und Zenobia (Radamisto). Unverwechselbar verleiht sie jeder Rolle nicht nur einen glaubwürdigen Charakter, sondern auch eine anmutige und kraftvolle Stimme, die, wie sie selbst sagt, »schon immer dazwischen hing«. Denn begonnen hat Gaëlle Arquez ihre Ausbildung am Pariser Konservatorium als Sopranistin. Längst sind es die großen Mezzosopranpartien, mit denen die gebürtige Französin an den Opernhäusern von Amsterdam, Berlin, Brüssel, London und Wien Beifallsstürme erntet. »Deutschland – und Frankfurt im Speziellen – hat mich als Ort, um Musik zu machen, schon früh interessiert. An der Oper Frankfurt fühle ich mich seit meinem ersten Engagement wie in einer Familie«, sagt die Exklusivkünstlerin des Labels Deutsche Grammophon, das 2017 ihr von der Kritik hochgelobtes Debütalbum Ardente flamme veröffentlichte. Nun kehrt Gaëlle Arquez für ihren ersten Frankfurter Liederabend zu uns zurück.


Dienstag, 21. April 2020, 19.30 Uhr, Holzfoyer: Lieder im Holzfoyer mit Konstantin Krimmel, Bariton
(Vorverkauf ab 15. Februar 2020)


Dienstag, 28. April 2020, 20.00 Uhr, Holzfoyer: Soiree des Opernstudios
(Vorverkauf ab 15. Februar 2020)


Dienstag, 12. Mai 2020, 19.30 Uhr, Opernhaus: Peter Mattei (Bariton), Lars David Nilsson (Klavier)
Mit einer Stimme von »unmenschlichem Schönklang« (FAZ) und der besonderen Wahrhaftigkeit seiner Bühnenpräsenz ist der elegante Bariton Peter Mattei etwa als Rossinis Figaro, Mozarts Don Giovanni, Tschaikowskis Eugen Onegin oder Wagners Amfortas regelmäßig an den wichtigsten internationalen Opernhäusern, aber auch in renommierten Konzertsälen zu Gast. Unvergessen sind seine Frankfurter Darstellungen von Brittens Billy Budd und den vier Bösewichten in Hoffmanns Erzählungen. Wer sie erlebt hat, kann nachvollziehen, wieso der zum Königlich Schwedischen Hofsänger ernannte Peter Mattei, der jedem Ton und jeder Silbe seine volle Aufmerksamkeit schenkt, als großer Lyriker seines Stimmfachs gilt. 2018 widmete er sich in einer Recital-Serie zum ersten Mal Schuberts Winterreise. Nun wird er dem Weg und den Empfindungen jenes namenlosen Wanderers auch in Frankfurt nachspüren.


Dienstag, 9. Juni 2020, 19.30 Uhr, Holzfoyer: Lieder im Holzfoyer mit Božidar Smiljanić, Bassbariton
(Vorverkauf ab 15. April 2020)


Dienstag, 23. Juni 2020, 19.30 Uhr, Opernhaus: John Osborn (Tenor), Beatrice Benzi (Klavier)
John Osborn brilliert in einer Vielzahl von Partien des Belcanto- und des französischen Fachs, wobei die sichere Extremhöhe eine Grundvoraussetzung ist. Der schnelle Karrierestart war für den in Sioux City/Iowa geborenen Tenor ein Geschenk. Mit nur 21 Jahren debütierte er an der MET in New York. Jahr für Jahr erarbeitete er sich ein beachtliches Repertoire, das neben Edgardo (Lucia di Lammermoor) oder Elvino (La sonnambula) und Offenbachs Hoffmann auch führende Tenorpartien in seltener gespielten italienischen und französischen Opern umfasst. Nach seinem ergreifenden Rollendebüt als Werther 2014 kehrte er in der Spielzeit 2018/19 als Arturo in der Neuproduktion von Bellinis I puritani an die Oper Frankfurt zurück und verführte das Publikum erneut mit seiner ausgefeilten Gesangskunst und faszinierenden Spitzentönen.


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