
(© Rui Camilo)
Liederabend Dagmar Manzel (Gesang)
Dienstag, 2. Juni 26
Sie ist eine der profiliertesten Schauspielerinnen unserer Zeit, auf der Bühne wie in Film und Fernsehen; und seit zwanzig Jahren ist sie auch im Musiktheater eine Größe: An Barrie Koskys Komischer Oper wurde sie zum Operetten- und Musicalstar. 2017 hat sie zuletzt einen Liederabend an der Oper Frankfurt bestritten. Für die Neuinszenierung der Fortner-Vertonung von Lorcas Bluthochzeit kehrt sie zurück – und ist erneut mit einem Recital zu erleben. Sehnsucht ist der Abend überschrieben und beleuchtet das Thema von verschiedenen Seiten. Es geht um die Sehnsucht nach dem persönlichen großen und kleinen Glück und auch die Sehnsucht nach besseren Zeiten. Für unerfüllte Sehnsüchte hat Émile Cioran folgenden Trost parat: »In einer Welt ohne Melancholie würden die Nachtigallen anfangen zu rülpsen …« Mit der Unterstützung einer kleinen Kombo exquisiter Musiker*innen kombiniert Dagmar Manzel Texte und Lieder von den Zwanziger Jahren bis heute, nach dem von Friedrich Hollaender besungenen Motto: »Wenn ich mir was wünschen dürfte.«
Die Liederabende in der Spielzeit 2026/2027 an der Oper Frankfurt:
Die Liederabend-Reihe vereint erneut Namen etablierter Sängerinnen mit denen vielversprechender Nachwuchskünstlerinnen:
- Louise Alder (Sopran) / Mauro Peter (Tenor) / Joseph Middleton (Klavier): Dienstag, 8. September 26
- Kelsey Lauritano (Mezzosopran) / Alden Gatt (Klavier): Dienstag, 3. November 26
- Kristina Mkhitaryan (Sopran) / Sasha Yankevych (Klavier): Dienstag, 15. Dezember 26
- Johannes Martin Kränzle / (Bariton) / Hilko Dumno (Klavier): Dienstag, 12. Januar 27
- Ismael Jordi (Tenor) / Rubén Fernández Aguirre (Klavier): Dienstag, 9. März 27
- Xabier Anduaga (Tenor) / Maciej Pikulski (Klavier): Dienstag, 20. April 27
- Christina Nilsson (Sopran) / Magnus Svensson (Klavier): Dienstag, 18. Mai 27
- Huw Montague Rendall (Bariton) / Carrie-Ann Matheson (Klavier): Dienstag, 1. Juni 27
Louise Alder (Sopran) / Mauro Peter (Tenor) / Joseph Middleton (Klavier)
Dienstag, 8. September 26
Die Oper Frankfurt bedeutete für die britische Sopranistin den idealen Ausgangspunkt für eine große internationale Karriere: Von 2014 bis 2019 war Louise Alder Ensemblemitglied und sang hier führende Partien wie Gilda (Rigoletto), Susanna (Le nozze di Figaro), Sophie (Der Rosenkavalier), Atalanta (Xerxes) und Cleopatra (Giulio Cesare in Egitto). Mit Dankbarkeit erinnert sie sich an diese Zeit, in der sie sich wie in einer Familie gefühlt hat. Ihre Gastengagements führten sie seitdem in weitere Opernmetropolen, u.a. an die Wiener Staatsoper, ans Theater an der Wien, ans Opernhaus Zürich, ans Royal Opera House Covent Garden in London, an die Bayerische Staatsoper und zum Glyndebourne Festival.
2019 und 2025 gab Louise Alder zwei faszinierende Liederabende an der Oper Frankfurt. Mit ihrem Kollegen Mauro Peter, der sich ebenso intensiv dem Liedgesang widmet, kehrt sie nun als Interpretin von Hugo Wolfs Italienischem Liederbuch an die Oper Frankfurt zurück. Der Schweizer Tenor gastiert seit 2012 an den führenden Konzert- und Opernhäusern auf der ganzen Welt.
Kelsey Lauritano (Mezzosopran) / Alden Gatt (Klavier)
Dienstag, 3. November 26
Kelsey Lauritano leuchtet mit ihrer Bühnenpräsenz als Ensemblemitglied unseres Hauses in zahlreichen Partien. In der vergangenen Spielzeit überzeugte sie mit bedeutenden Rollendebüts – etwa als Dorabella in Così fan tutte, als Mercédès in Barrie Koskys Carmen – und glänzte zudem mit ihrer gefeierten Interpretation des Cherubino und nicht zuletzt als Hannah in Weinbergs Die Passagierin. Kelsey Lauritano besticht durch eine Mischung aus technischer Präzision und entwaffnender emotionaler Unmittelbarkeit.
Ihr Repertoire spannt einen weiten Bogen vom Barock bis zur Moderne. Internationale Erfolge führten sie bereits an das Opernhaus Zürich und die Bayerische Staatsoper, während sie in den USA zuletzt als Prinz Orlofsky (Die Fledermaus) am Opera Theatre of Saint Louis begeisterte. Dass sie auch das leichte Fach beherrscht, bewies sie mit Gala-Konzerten, die den Klassikern der Metro-Goldwyn-Mayer-Musicals gewidmet waren. In diesem Liederabend erleben wir eine Künstlerin, die die intime Form des Konzerts nutzt, um die ganze Palette ihrer »wundersamen Kraft« (Opera News) zu entfalten.
Kristina Mkhitaryan (Sopran) / Sasha Yankevych (Klavier)
Dienstag, 15. Dezember 26
Die in Moskau ausgebildete armenische Sängerin hat sich in den letzten Jahren an den führenden Opernhäusern der Welt etabliert: München, Berlin, Amsterdam, Wien, London, Madrid, Rom, New York … Ihr ausdrucksvoller Sopran ist ideal für die Partien des lyrisch-dramatischen Fachs, von Donizettis Maria Stuarda über Massenets Manon und Bizets Leïla (Les pêcheurs de perles), Verdis Violetta Valery (Traviata) und Puccinis Liù (Turandot) bis hin zu Tschaikowskis Tatjana (Eugen Onegin).
Ihre starke Bühnenpräsenz wissen Regisseure wie Claus Guth, Christof Loy und Ted Huffman zu schätzen. Höchste Zeit, dass die Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe – u.a. der Queen Sonja International Competition in Oslo (2013) und Plácido Domingos Operalia (2017) – sich in Frankfurt vorstellt! Begleitet von dem ukrainischen Pianisten Sasha Yankevych, auch als Dirigent erfolgreich und derzeit Kapellmeister am Theater Bremen, interpretiert sie russische Volkslieder sowie Romanzen von Tschaikowski, Rachmaninow, Rimski-Korsakow, Glière, Slonimski, Wlassow, Spendiarian und anderen.
Johannes Martin Kränzle / (Bariton) / Hilko Dumno (Klavier)
Dienstag, 12. Januar 27
Schuberts Winterreise zählt zu den komplexesten und dichtesten Solowerken. Mit Johannes Martin Kränzle leiht ihr nicht nur ein stets nach Wahrhaftigkeit strebender Ausnahmekünstler seine Stimme, sondern vor allem ein Mensch, dessen eigene Erfahrungswelten mit jenen Gefühlsextremen des literarischen Ich in Resonanz treten – und das seit rund vier Jahrzehnten und durch unterschiedlichste Lebensphasen hindurch.
Gemeinsam mit seinem langjährigen Klavierpartner Hilko Dumno hat Johannes Martin Kränzle Schuberts prominenten Liederzyklus 2025 neu eingespielt (erschienen bei Hänssler). Nun bringt der Bariton die kontrastreiche Seelenwanderung als ein Psychogramm in 24 Bildern auf jener Bühne zu Gehör, auf der er als ehemaliges Ensemblemitglied die unterschiedlichsten Partien und 2004 auch die Winterreise in einer szenischen Lesart von Udo Samel interpretierte.
In Frankfurt begann eine beispiellose Karriere, die Johannes Martin Kränzle an sämtliche renommierten Opern- und Konzertbühnen der Welt führt. Es bedeutet uns viel, ihn endlich wieder auf unserer großen Bühne zu erleben.
Ismael Jordi (Tenor) / Rubén Fernández Aguirre (Klavier)
Dienstag, 9. März 27
Der legendäre spanische Tenor Alfredo Kraus prägte als Vorbild, Mentor und Freund die künstlerische Entwicklung von Ismael Jordi. Er studierte Gesang in Madrid, wo er von Königin Sofía die Auszeichnung »Bester Schüler von Alfredo Kraus« erhielt. Nach seinem Debüt als Ernesto (Don Pasquale) in seiner Heimatstadt Jerez de la Frontera interpretiert er seit 2002 überwiegend Hauptpartien in Donizettis Opern (u.a. Lucia di Lammermoor, Lucrezia Borgia, Maria Stuarda und La favorite) an den führenden Opernhäusern der Welt.
Als zweiter Schwerpunkt seiner Karriere führten ihn die Partien der französischen Romantik wie Roméo, Faust und Werther nach Madrid, Athen, Montréal, Seoul und Málaga. Darüber hinaus wurde Ismael Jordi als Alfredo (La traviata) in Paris, London und New York, als Duca (Rigoletto) in Rom und Bilbao gefeiert. Auftritte in hochkarätig besetzten Zarzuela-Produktionen komplettieren sein breitgefächertes Repertoire. Er fühlt sich geehrt, an die Oper Frankfurt zurückzukehren, wo Alfredo Kraus vor vielen Jahren zu den Publikumslieblingen gehörte, und widmet den Liederabend seinem Mentor.
Xabier Anduaga (Tenor) / Maciej Pikulski (Klavier)
Dienstag, 20. April 27
Xabier Anduaga ist einer der Shooting-Stars der heutigen Opernwelt. In San Sebastián geboren, erobert der spanische Tenor derzeit die großen Bühnen im Sturm. Allein in der Spielzeit 2025/26 war er als Werther am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, als Elvino (La sonnambula) an der Metropolitan Opera in New York, als Alfredo (La traviata) an der Opéra national de Paris und der Wiener Staatsoper, als Tonio (La fille du régiment) an der Bayerischen Staatsoper sowie als Herzog (Rigoletto) an der Deutschen Oper Berlin zu erleben.
Zuvor feierte er an Häusern wie dem Royal Opera House Covent Garden in London, dem Teatro San Carlo in Neapel und dem Teatro Real in Madrid ebenso große Erfolge. Sein weiches Timbre, das mühelos in den verschiedensten Farben schillern kann, brachte Xabier Anduaga zudem zahlreiche renommierte Auszeichnungen ein, darunter einen International Opera Award als »Best Young Singer 2021«. Wie schön, dass sich dieses Ausnahmetalent nun endlich auch dem Frankfurter Publikum vorstellt!
Christina Nilsson (Sopran) / Magnus Svensson (Klavier)
Dienstag, 18. Mai 27
Kraft, Wärme, eine strahlende Höhe und emotionalen Tiefgang – Christina Nilssons Stimme hat einfach alles, um sich unmittelbar in die Herzen des Publikums zu singen. Kein Wunder also, dass die junge schwedische Sopranistin mittlerweile regelmäßig an internationalen Spitzenhäusern wie der Metropolitan Opera in New York, dem Royal Opera House Covent Garden in London, dem Opernhaus Zürich und der Bayerischen Staatsoper gastiert.
An der Oper Frankfurt begeisterte sie in den Titelpartien von Verdis Aida und Strauss’ Ariadne auf Naxos genauso wie als Elisabeth in der gefeierten Neuinszenierung von Wagners Tannhäuser. Weitere wichtige Partien von Christina Nilsson umfassen Tosca, Elisabetta (Don Carlo), die Gräfin (Le nozze di Figaro) sowie Eva in den Meistersingern von Nürnberg, die sie im Sommer 2025 bei den Bayreuther Festspielen verkörperte. Im Rahmen unseres Liederabends bietet sich nun die Gelegenheit, die schwedische Kammersängerin nochmal von einer ganz neuen Seite kennenzulernen!
Huw Montague Rendall (Bariton) / Carrie-Ann Matheson (Klavier)
Dienstag, 1. Juni 27
2024 wurde er mit dem Oper! Award als »Bester Nachwuchskünstler« ausgezeichnet. Seither hat er viele große Bühnen erobert: das Royal Opera House Covent Garden in London, die Lyric Opera of Chicago, die Opéra national in Paris, die Festivals in Aix-en-Provence, Salzburg und Glyndebourne … In der laufenden Spielzeit stehen Haus- und Rollendebüts an der Wiener Staatsoper, dem Gran Teatre del Liceu in Barcelona und der Opéra de Monte-Carlo an, in Partien wie Graf Almaviva (Le nozze di Figaro), Belcore (L’elisir d’amore), Dandini (La Cenerentola) und Pelléas (Pelléas et Mélisande).
Auch als Liedsänger hat der junge britische Bariton sich bereits einen Namen gemacht. In Leeds sang er Schuberts Die schöne Müllerin, sein Debüt-Album Contemplation wurde 2025 mit einem Gramophone Classical Music Award ausgezeichnet. In Frankfurt debütiert Huw Montague Rendall mit einem Programm, das den Bogen von Ralph Vaughan Williams’ Songs of Travel über Mahlers Lieder eines fahrenden Gesellen bis hin zu Schönbergs frühen Liedern op. 2 spannt; außerdem: Three Love Songs von Jonathan Dove und David Rendall.
