TV-Tipps 3sat:

arte und 3sat übertragen in ihrem umfangreichen Programmen regelmäßig Dokumentationen über Künstler und Kulturereignisse, dazu Konzerte (von Klassik über Pop & Rock bis Heavy Metal), Musicalfilme, Opern-, Tanz- und Theatervorstellungen.
Diese Seite informiert über bevorstehende interessante Ausstrahlungstermine auf arte aus dem Kulturbereich.


Kalenderwoche 21:

Samstag, 21.05. / 20:15 Uhr / Starke Stücke: humanistää! eine abschaffung der sparten
Nach Ernst Jandl
Volkstheater Wien, April 2022
Musiker: Igor Gross und Lukas Lauermann

Mit Elias Eilinghoff, Evi Kehrstephan, Gitte Reppin, Bettina Lieder, Hasti Molavian, Nick Romeo Reimann, Julia Franz Richter, Uwe Rohbeck und Samouil Stoyanov

Dramaturgie: Matthias Seier
Bühnenbild: Patricia Talacko
Kostüme: Andreas Auerbach
Musikalische Leitung: Jera H. Petriček, Peer Baierlein
Inszenierung: Claudia Bauer
Fernsehregie: Andreas Morell
Erstausstrahlung
3sat

Ein Feuerwerk der Sprache, eine Feier der Poesie, ein Abend von und für Ernst Jandl: „humanistää! eine abschaffung der sparten“ ist Musiktheater, Lautgedicht und Dada-Performance zugleich.

Regisseurin Claudia Bauer verwebt dafür am Volkstheater in Wien zwei tatsächlich für die Bühne geschriebene Texte von Ernst Jandl, „Die Humanisten“ und „Aus der Fremde“, dazu gesellen sich noch zahlreiche seiner Gedichte.

Daraus entwickelt sich mithilfe eigens komponierter Musik ein repetitives Sprachfeuerwerk. Es geht um die Sprache selbst, um das Sprechen, um Kultur, Heimat und die wackelige Konstruiertheit dieser Begriffe. Die Regisseurin greift dafür zu zahlreichen Mitteln der Verfremdung.

Gespielt wird zunächst in einem winzigen Zimmerchen. Ernst Jandl und Friederike Mayröcker Alter Egos erscheinen, sie tragen Silikonmasken, gesprochen werden die irrwitzigen Dialoge von anderen Schauspielerinnen und Schauspielern vom Rand. Die kleine Bühne entpuppt sich als Spiegelung eines viel größeren Raumes, Bühne in der Bühne, Spiel im Spiel.

Im Rhythmus von Jandls Sprache entstehen Momente von fast zärtlicher Innigkeit, die sich mit Szenen absurder Komik und Blödelei abwechseln. Ein ständiges Zweifeln und Verzweifeln an der Sprache, am Wert des Wortes für die Kommunikation, treibt diese Figuren um. Gefangene in Jandls Wortgebäude, distanziert vom Sprechakt und der Bedeutung ihrer Aussagen und trotzdem unglaublich nah dran am Kern, an dem was es heißt, Mensch zu sein.

Claudia Bauer erschafft mehr als eine Hommage, „humanistää! eine abschaffung der sparten“ ist eine Wiederentdeckung Ernst Jandls für die Bühne, ein Abend wie ein Rausch aus Sprache und Musik.

Redaktionshinweis: Mit „humanistää! eine abschaffung der sparten“ zeigt 3sat das letzte von insgesamt drei „Starken Stücken“ aus zehn bemerkenswerten Inszenierungen, die von einer Jury ausgewählt und zum diesjährigen Berliner Theatertreffen eingeladen wurden.

Alle drei „Starken Stücke“ sind ab Freitag, 6. Mai, für 120 Tage in der 3sat-Mediathek verfügbar.

Samstag, 21.05. / 22:15 Uhr / Konzertabend Jazzpreis 2022
Aus dem Metropol Theater Bremen, April 2022
Line-up: Fola Dada, Nubya Garcia, Jazzrausch Bigband und Sylvie Courvoisier
Moderation: Hadnet Tesfai
Erstausstrahlung
ARD/RB/3sat

Am 27. April 2022 wird zum zweiten Mal der Deutsche Jazzpreis verliehen. Unter insgesamt 81 Nominierten werden in 31 Kategorien internationale und nationale Künstler ausgezeichnet.

In diesem Jahr findet die Preisverleihung erstmals im Bremer Metropoltheater statt. Beim anschließenden Konzertabend sind die Nominierten Fola Dada, die Jazzrausch Bigband, Nubya Garcia und Sylvie Courvoisier mit dabei. Durch den Abend führt Moderatorin Hadnet Tesfai.

Die Stuttgarter Sängerin Fola Dada geht in der Kategorie „Vokal“ ins Rennen. Als studierte Jazzsängerin machte sie sich unter anderem als Stimme der SWR BigBand einen Namen. Bass-Legende Hellmut Hattler hat sie ebenfalls für seine Band auserkoren, und mit ihrer eigenen Band verwirklicht Fola Dada ihre Liebe zum Soul-, Jazz- und Reggae.

Die Jazzrausch Bigband – nominiert in der Kategorie „Großes Ensemble des Jahres“ – ist eine 20-köpfige Big Band aus München, die als Hausband des Münchner Clubs „Harry Klein“ genreübergreifend unterwegs ist. Bei ihr paaren sich klassische Jazzmuster mit Technorhythmen und Einflüssen aus Hip-Hop und Soul.

Aus London reist die Saxofonistin Nubya Garcia nach Bremen, die in der Kategorie „Blasinstrument International“ nominiert ist. Die Engländerin gilt als eine der wegweisenden Jazzmusikerinnen der heutigen Zeit, die karibische Rhythmen mit ausufernden Improvisationen kombiniert. Sie wird von ihrem Quartett begleitet.

Einen noch weiteren Anreiseweg hat die in New York lebende Pianistin Sylvie Courvoisier vor sich, die in der Kategorie „Piano/Keyboards international“ für den Deutschen Jazzpreis nominiert ist. Gebürtig kommt sie aus der Schweiz und spielt schon seit ihrem sechsten Lebensjahr Klavier. In ihrer Musik treffen introvertierte Momente auf experimentelle Klangwelten.

Samstag, 21.05. / 23:45 Uhr / Bayerischer Filmpreis 2021
Zusammenfassung der Livesendung vom 20. Mai 2022
Moderation: Christoph Süß
Erstausstrahlung
ARD/BR/3sat

Am Freitag, 20. Mai 2022, trifft sich im Prinzregententheater München die Prominenz aus Film, Fernsehen und Politik zur Verleihung des Bayerischen Filmpreises 2021.

Der Preis zählt zu den höchstdotierten und begehrenswertesten Auszeichnungen der deutschen Filmbranche. 3sat zeigt eine Zusammenfassung der Livesendung. Durch den Abend führt Christoph Süß.

Samstag, 21.05. / 03:00 Uhr / The Cure: Anniversary – Live in Hyde Park
Hyde Park, London, Großbritannien, 2018
Regie: Tim Pope
3sat

Am 7. Juli 2018 feiern The Cure im Londoner Hyde Park ein Bühnenjubiläum: Fast auf den Tag genau vor 40 Jahren spielt die Band am 9. Juli 1978 zum ersten Mal in einem Club in Sussex.

In London begeistert die Band um den charismatischen Sänger und Gitarristen Robert Smith 65 000 Zuschauer mit einem Trip durch 40 Jahre Bandgeschichte: „Friday I’m in Love“, „Boys Don’t Cry“ und „Lullaby“ sind nur einige der unvergänglichen Meisterwerke.

Inszeniert hat das Konzert Tim Pope, der die meisten Videos der ikonischen Band gestaltet hat und 1986 Regie im preisgekrönten Film „The Cure in Orange“ führt. Im Interview sagt Pope, der die Band seit 1981 begleitet: „Ich war am Tag vor der Show in einem sehr beengten Studio bei den Proben und saß in der Mitte der Gruppe, als sie die Songs durchgingen. Ich wusste, dass die einzige Möglichkeit, den Leuten die wahren Cure zu zeigen, darin bestand, nicht nur die großartige, epische Dimension ihrer Bühnenshow einzufangen, sondern auch die enge, intime Seite dieser Band zu zeigen, die einfach zusammen Musik macht. Nie hat Robert so gut gesungen, nie haben The Cure leidenschaftlicher, straffer und kraftvoller gespielt.“

Und Robert Smith resümiert nach dem Konzert: „Dies war wirklich die perfekte Art, um 40 Jahre der Band zu feiern. Es war ein großartiger Tag, den keiner von uns jemals vergessen wird.“

1976 im südenglischen Crawley als „Malice“ gegründet, nennt sich die Band ab 1978 „The Cure“. Identifikationsfigur, Bandleader, Komponist und Sänger ist Robert Smith, der mit toupierten Haaren und geschminktem Gesicht die Blicke auf sich zieht. 1979 erscheint das Debütalbum „Three Imaginary Boys“ mit der Single „Boys Don’t Cry“, die in den USA zu einem kleinen Hit wird. Die englische Musikzeitschrift „Melody Maker“ stellt fest: „The 80’s start here“. Die immer düster werdenden Songs gipfeln 1982 im Album „Pornography“, einer Reise „den Berg hinab, direkt in ewig-dunkle Schatten“, schreibt Musikjournalist Adam Sweeting.

1988 heiratet Robert Smith seine langjährige Freundin Mary Poole und erreicht 1989 mit dem Album „Disintegration“ Platz drei der britischen Album-Charts. Smith widmet die Single „Lovesong“ seiner Frau als Hochzeitsgeschenk und erreicht damit Platz zwei in den US-Singlecharts: The Cure sind auf dem Höhepunkt des weltweiten Ruhms und präsentieren 1992 mit „Friday I’m in Love“ einen regelrechten Gute-Laune-Sommerhit. Robert Smith sagt dazu: „Es ist schon paradox, dass die Leute uns unter Gothic-Band abgespeichert haben. Das sind wir ganz und gar nicht. Ich bin der Typ der lieber ‚Friday I’m in Love‘ singt als ‚Shake Dog Shake‘.“

Im Hyde Park wird Robert James Smith vom Bassisten Simon Gallup, Keyboarder Roger O’Donnell, Schlagzeuger Jason Cooper und Gitarrist Reeves Gabrels begleitet, die im März 2019 in die Rock and Hall of Fame aufgenommen werden.

Samstag, 21.05. / 04:00 Uhr / INXS: Live Baby Live
Wembley Stadium, London, Großbritannien, 1991
Regie: David Mallet
3sat

Im Juli 1991 begeistern INXS im Rahmen ihrer „Summer XS Tour“ 74 000 Fans im Londoner Wembley Stadium. Sänger Michael Hutchence hat die Fans im Griff. Keiner ahnt, dass er 1997 sterben wird.

„Hutchence war der archetypische Rock-Showman. Er strahlte mit seinen wallenden Locken und seiner geschmeidigen, unbändigen Bühnenperformance eine offenkundig sexuelle und männliche Coolness aus“, schreibt Musikwissenschaftler Ian McFarlane über den Sänger.

1977 gründen die drei Farriss-Brüder die Band „The Vegetables“ in Sydney: Tim spielt Gitarre, Andrew Keyboard und Jon Schlagzeug. Dazu kommen Michael Hutchence als Sänger, Garry Gary Beers am Bass und Kirk Pengilly als Gitarrist und Saxofonist. Ab 1979 nennt sich die Band INXS und veröffentlicht 1980 das gleichnamige Debütalbum.

Internationale Aufmerksamkeit erreichen INXS 1987 mit ihrem Album „Kick“ und Hits wie „New Sensation“, „Devil Inside“ und „Need You Tonight“. Die Band stürmt die Hitparaden und wird 1988 mit dem „MTV Video Music Award“ für „Need You Tonight“ ausgezeichnet.

INXS sind im Sommer 1991 auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Ihr im September 1990 veröffentlichtes Album „X“ mit Hits wie „Suicide Blonde“, „By My Side“ und „Disapper“ erreicht weltweit Top-Platzierungen, Hutchence gewinnt bei den Brit Awards die Kategorie „Best International Artist“, und INXS werden dort mit dem 1. Platz in der Bandkategorie ausgezeichnet.

Im August 1992 nimmt die Katastrophe im Leben von Michael Hutchence seinen Anfang: Im Streit mit einem Taxifahrer stürzt der Sänger zu Boden und zieht sich einen Schädelbruch zu, der einige Tage unbehandelt bleibt. Die Folgen sind schwerwiegend: Michael Hutchence verliert seinen Geruchs- und Geschmackssinn und gerät in eine Depression, verbunden mit einer erhöhten Aggressionsbereitschaft.

Mitte der 1990er-Jahre verliebt sich Hutchence in Paula Yates, die zu dieser Zeit noch mit Live-Aid-Organisator und Sänger Bob Geldof verheiratet ist. Schnell bekommen die Medien Wind davon und hetzen das Paar – worauf Hutchence einen Fotografen attackiert. Im Mai 1996 lassen sich Yates und Geldof scheiden. Am 22. Juli bringt Yates das mit Hutchence gemeinsame Kind, Heavenly Hiraani Tiger Lily, zur Welt.

Im April 1997 gehen INXS auf Welttournee zur Bewerbung ihres neuen Albums „Elegantly Wasted“. Im November und Dezember gastieren INXS in Australien. Paula Yates plant mit dem Baby und ihren drei Kindern nach Australien zu reisen, doch Bob Geldof kann das mit rechtlichen Mitteln verhindern. Am Morgen des 22. Novembers 1997 wird Michael Hutchence tot im Ritz-Carlton Hotel in Double Bay, Sydney, aufgefunden. Schauspielerin Kym Wilson ist die letzte, die den Sänger nach einer Partynacht lebend sieht. Die Autopsie ergibt, dass Hutchence unter Einfluss von Alkohol und Drogen Selbstmord begangen hat. Er wird am 27. November in Sydney beigesetzt, Nick Cave singt dazu seinen Song „Into My Arms“ und verbietet dem Fernsehen die Übertragung.

Paula Yates stirbt am 17. September 2000 an einer Überdosis Heroin. Sie wird von der vierjährigen Tochter mit Michael Hutchence gefunden, die später von Bob Geldof adoptiert wird. INXS werden 2001 in die ARIA Hall of Fame Australiens aufgenommen und lösen sich 2012 auf.

3sat präsentiert die Höhepunkte des Konzertfilms in einer bild- und tonoptimierten Fassung. 17 Kameras am Boden und eine Kamera im Helikopter fangen das historische Konzert auf 35 Millimeter Film ein. Gitarrist Tim Farriss sagt dazu: „Wir waren doch nur sechs Typen aus Australien, die den Wembley-Stadium-Auftritt wie einen weiteren Gig in einem Pub angingen. Wir kamen mit unserer Beschallungsanlage, ein paar Lampen und spielten uns den Arsch ab. Keine Rampen, keine Chorsänger, keine Pyrotechnik, kein Konzertflügel und so weiter. Nur wir sechs, und das Publikum war aus dem Häuschen. Das war alles was wir brauchten.“

Samstag, 21.05. / 05:15 Uhr / Toto: 40 Tours Around the Sun
Ziggo Dome, Amsterdam, Niederlande, 2018
Regie: Nigel Dick

3sat

„Für mich sind Toto die besten Musiker auf dem Planeten“, sagt Gitarrist Eddie Van Halen. 1978 erscheint ihr Debütalbum. 2018 feiern sie 40 Jahre mit einem Best-of-Album und einer Welttournee.

Am 17. März 2018 gastieren Toto in Amsterdam und begeistern mit ihren Hits 18 000 Fans. Kritiker Jan Vogel schreibt in „laut.de“: „Bühne frei für eine Band mit Pop-Rock-Kulturerbe-Format, die trotz Radio-Tauglichkeit große songwriterische Finesse offenbaren.“

Die Bühne ist schlicht, es gibt keine Projektionen, keine Inszenierungen, keine Pyrotechnik, nur Musik. Im Publikum versammeln sich mehrere Generationen, ein neunjähriger hält ein Plakat hoch, er sei Drummer und Toto-Fan. Der Kult lebt, man ist in die Jahre gekommen, aber die Band präsentiert ein Programm mit Songs für die Ewigkeit: „Hold the Line“, „Rosanna“, „Georgy Porgy“ und viele andere mehr, zum Teil akustisch arrangiert. Der Titel für die Jubiläumstour bezieht sich auf Totos ersten eigenen Song von 1976, „Miss Sun“.

Gitarrist Steve Lukather stellt dazu fest: „David, Steve, Joseph und ich freuen uns über den langjährigen Erfolg der Band und sind gleichzeitig etwas ehrfürchtig. Die Tour zum 40. Geburtstag wird für uns und alle Fans die dabei sind, eine Besondere werden.“

Die x-fachen Grammy-Gewinner gehören allerdings auch zu den meist gehassten Bands in der Progressive-Szene. Auf ihren Instrumenten Weltmeister, sind sie für einige nur schnöde Hit-Lieferanten fürs Radio. Einig sind sich aber die meisten, das Toto zu den ganz wenigen Bands gehören, die die Perfektion ihrer Studioaufnahmen 1:1 live auf der Bühne wiedergeben können.

Sonntag, 22.05. / 10:05 Uhr / Literaturclub
(Erstsendung: 19.04.2022)
SRF

„Literaturclub“ diskutiert die neuesten literarischen Entdeckungen und gibt Orientierungshilfe im Buchmarkt.

In der Gesprächssendung werden jeweils vier bis fünf Neuerscheinungen besprochen.

Sonntag, 22.05. / 12:15 Uhr / Passionsspiele Oberammergau
Film von Helge Freund
(Erstsendung: 09.05.2022)
ARD/BR

Oberammergau: Für viele ist der Name dieses Ortes ein Synonym für die bekanntesten Passionsspiele der Welt. Coronabedingt mussten die Vorstellungen 2020 um zwei Jahre verschoben werden.

Doch nun ist es wieder soweit, und mehr als 2000 Oberammergauer Laiendarsteller bereiten sich auf ihren Auftritt vor. Unter der Anleitung von Volkstheater-Intendant Christian Stückl wird aus einem beschaulichen Ort in den Ammergauer Alpen ein überdimensionales Theater.

Neben der künstlerischen Arbeit ist für die Oberammergauer der zu erwartende Zuschauerandrang eine große Herausforderung. Täglich von Mai bis Oktober 5000 Gäste zu bewirten und auch zu beherbergen, das braucht Planung. Zwischen den Hoteliers, der Gemeinde und der Passionsspiel GmbH gibt es viel abzustimmen.

Ihren Ursprung haben die Passionsspiele im Mittelalter. Die Oberammergauer legten angesichts der grassierenden Pest vor 400 Jahren ein Gelübde ab: Blieben sie verschont, wurden sie ab jetzt regelmäßig ein Passionsspiel aufführen. Und so war es: Die Pest verschonte das Dorf. Seit 1634 spielen deshalb die Einheimischen alle zehn Jahre die Leidensgeschichte Christi nach. Mitspielen dürfen nur geborene Oberammergauer oder Menschen, die seit 20 Jahren in dem Ort leben.

„Der Passion“, wie die Einheimischen seit jeher sagen, gehört quasi zur DNA der Oberammergauer. Hier ist alles „vorm Passion“ – oder eben danach. Ein Fernsehteam hat den Ort in den letzten Jahren „vorm Passion“ begleitet – auch durch die schweren Jahre der Pandemie. Der dabei entstandene Film zeigt, wie nun die Vorbereitungen für die 42. Passionsspiele wieder aufgenommen werden und welche Bedeutung der Leidensweg Christi für Oberammergau hat.

Montag, 23.05. / 01:45 Uhr / Rockpalast Crossroads: Grant Haua
Grant Haua (Gitarre, Gesang), Neal Black (Gitarre, Background-Gesang), Abdel Benachour (Bass) und Natan Goessens (Schlagzeug)
Erstausstrahlung
ARD/WDR/3sat

Es ist Soul. Es ist Blues. Es ist pur und unverfälscht: Es ist Grant Haua. Der Neuseeländer ist gesegnet mit einer außergewöhnlichen Stimme sowie virtuosen Fähigkeiten an der Gitarre.

Außerdem überzeugt Haua mit Stilsicherheit im Songwriting, das „von temporeichen Rockern über halbakustische Balladen bis zu klassischem Blues Rock eine breite Palette bietet“ (Good Times). Richtungslos oder austauschbar ist es indes nicht, Haua weiß, was er da tut.

Grant Haua hat ein ganz simples Ziel: „Ich bin nur ein Typ mit einer Gitarre. Die Freude des Publikums zu sehen, das ist der wahre Lohn. Und manchmal leider auch der einzige.“ Das zeugt von Understatement.

Denn jahrelang war Haua zusammen mit Michael Barker (John Butler Trio) als „Swamp Thing“ im Duo sehr erfolgreich unterwegs, spielte praktisch alle Festivals in Australien und Neuseeland, enterte die heimischen Charts und heimste immense Meriten der Musikkritik ein. Sein Solodebüt erschien 2010, erst 2021 veröffentlichte er sein zweites Solo-Werk „Awa Blues“, in dem der Maori seine Kultur und Herkunft mit seelenvollem Blues verwebt.

Darauf „begeistert er mit ungeschliffenen Songdiamanten, einem vor Spontaneität nur so sprühenden Sound und fesselnden Geschichten“, schreibt das Magazin „Stereo“. Seine markante Stimme mag anfangs dominieren, weswegen „Hauas Ausdrucksvielfalt auf der Gitarre sich nicht unmittelbar offenbart. Dabei spielt er mit leichtgängigem ‚Fingerpicking‘ und gefühlvoll eingesetzter Slide-Technik in der Oberliga der Blues-Virtuosen“, urteilt „Audio“. Das dürfte auch live ein sehr besonderer Auftritt werden.

Montag, 23.05. / 03:00 Uhr / Rockpalast Crossroads: Zervas & Pepper
Paul Zervas (Gesang, Akustik-Gitarre), Kathryn Pepper (Gesang, Keyboards), Charlie Piercey (Gitarre, Keyboards), Sam Andrews (Gitarre), Andy Brown (Bass) und Erik Stams (Schlagzeug)
Erstausstrahlung
ARD/WDR/3sat

Das walisische Duo Zervas & Pepper liebt es, Songs zu schreiben, die ihre Gefühlswelt und Träume einfangen und wiedergeben.

Kathryn Pepper und Paul Zervas haben den „Laurel Canyon Sound“ der 1970er-Jahre verinnerlicht und ihm eine zeitgemäße Note verpasst. Das ist sonnendurchfluteter Folkrock, der nie Tiefe vermissen lässt.

Wer sich in den Koordinaten zwischen der ätherischen Schönheit einer Joni Mitchell, dem harmonischen Schönklang von Buffalo Springfield, der Leichtigkeit von Fleetwood Mac oder der Eleganz der Doobie Brothers wohlfühlt, der wird sich hier wiederfinden.

Sanfte Flower-Power-Hymnen für sommerliche Ausflüge – allerdings eher an der amerikanischen Westcoast, denn im heimischen Wales. Cosmic-Americana-Folk reinsten Wassers, auch David Crosby outete sich bereits als Fan: „I think you guys are excellent!“

Montag, 23.05. / 04:15 Uhr / Rockpalast Crossroads: Smokemaster
Jerome „Jay“ Holz (Gitarre), Tobias Schmidt (Bass), Björnson Bear (Gitarre, Gesang), Lukas Bönchen (Schlagzeug) und Tobias Tack (Orgel, Synthesizer)

Erstausstrahlung
ARD/WDR/3sat

Smokemaster ist eine Psychedelic-Rockband aus Köln. Ihre Bandbreite reicht von sphärischen, getragenen Parts à la Pink Floyd bis hin zu überbordenden Jams wie man sie von Colour Haze kennt.

Da geht es teils fast verträumt und ausladend zu, ehe sich drohende Riff-Gewitter zusammenbrauen, die sich dann in tosendem Rock ’n‘ Roll entladen oder in repetitivem Krautrock aufgehen.

Eine warme Baritonstimme trägt und akzentuiert derweil auch die Passagen, die sich in kunstvoll-epischem Postrock auflösen. Da gibt es reichlich Reminiszenzen an die 1960er- und 1970er-Jahre, da wird georgelt und an der Gitarre soliert wie zu den Anfängen eigenständiger Spielarten des psychedelischen Rock. Das Quintett lädt konsequent zur musikalischen Zeitreise ein.

Donnerstag, 26.05. (Christi Himmelfahrt) / 3satThementag: Abenteuer Lateinamerika


Kalenderwoche 22:

Samstag, 28.05. / 20.15 Uhr / Anne-Sophie Mutter und New York Philharmonic in der Turbinenhalle Peenemünde
Aufzeichnung, 21. Mai 2022

Mit Anne-Sophie Mutter (Violine)

Programm:
– Joan Tower: „1920/2019“
– André Previn: Violinkonzert „Anne-Sophie“
– Béla Bartók: Konzert für Orchester

Orchester: New York Philharmonic
Musikalische Leitung: Jaap van Zweden
Erstausstrahlung
3sat

Im Rahmen des „Usedomer Musikfestival“ 2022 geben Anne-Sophie Mutter und das New York Philharmonic unter Chefdirigent Jaap van Zweden im Kraftwerk Peenemünde ein Konzert für den Frieden.

Es ist ein besonderer Ort: Dort ließ das NS-Regime die Raketen entwickeln, mit denen im Zweiten Weltkrieg London beschossen wurde. Heute ist die ehemalige Turbinenhalle ein Ort der Erinnerung und Versöhnung. – 3sat zeigt eine Aufzeichnung vom 21. Mai.

„Mit großem Respekt habe ich all die Jahre verfolgt, wie es dem Usedom Musikfestival immer wieder gelingt, mit seinem musikalischen Programm auch politische Zeichen zu setzen“, sagt Anne-Sophie Mutter. „Zeichen, die für den Frieden, die Versöhnung und die Völkerverständigung stehen“.

Zurzeit scheint dies nötiger denn je: Das New York Philharmonic versteht sich als „Friedens-Botschafter“. Angesichts des Kriegs und des Sterbens in der Ukraine sagt Chefdirigent Jaap van Zweden: „Die einzige Lösung ist, aufzuhören und sich gegenseitig zuzuhören – und Musik zu hören, denn Musik kann viele Wunden heilen.“

Am 21. Mai erklingt in der Turbinenhalle Peenemünde die Musik zweier Komponisten, die vor dem Naziregime fliehen mussten: Béla Bartók und André Previn. Previn, einer der vielseitigsten und erfolgreichsten Komponisten, Dirigenten und Pianisten des 20. Jahrhunderts, war von 2002 bis 2006 mit Anne-Sophie Mutter verheiratet. Für sie schrieb er sein Violinkonzert „Anne-Sophie“. „1939 emigrierte die Familie in die USA und ließ sich in Los Angeles nieder“, erzählt Anne-Sophie Mutter. „Dennoch blieb Deutschland für André Previn sein Leben lang Heimat – eine Heimat, die er trotz allem liebte. Ich glaube, es hätte ihn sehr glücklich gemacht, wenn er sein Violinkonzert in der ehemaligen Turbinenhalle des Kraftwerks Peenemünde hätte hören können. Denn auch er war – genauso wie ich – überzeugt von der versöhnenden Kraft der Musik.“

Béla Bartók komponierte sein „Konzert für Orchester“ 1943 in den Vereinigten Staaten, gezeichnet von Krankheit und unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen. Dennoch gehört es zu seinen eingängigsten und erfolgreichsten Werken.

Samstag, 28.05. / 21.55 Uhr / Die „Goldene Note“
Mit Leona König
(Erstsendung: 21.05.2022)
ORF

Zum sechsten Mal veranstaltet der „Internationale Musikverein zur Förderung hochbegabter Kinder“ (IMF) unter der Leitung von Leona König 2022 den Klassik-Musikförderpreis „Goldene Note“.

Begleitet vom „Big Island Orchestra Vienna“ und unter dem Dirigat von Martin Gellner treten die neun Finalistinnen und Finalisten im Alter zwischen elf und 15 Jahren solo sowie gemeinsam mit den Künstlern der internationalen Star-Jury auf. 3sat zeigt das große Finale.

Diesmal präsentieren die herausragendsten jungen Talente für Klavier, Cello, Violine und Bläser ihr Können.

Sonntag, 29.05. / 11:30 Uhr / Blue Note Records – Beyond the Notes
Dokumentarfilm von Sophie Huber, Schweiz 2018
Länge: 87 Minuten
SRF

Die beiden Wörter stehen für Jazz schlechthin: „Blue Note“, das ist Art Blakey, Thelonious Monk und Miles Davis. Und „Blue Note“ ist Herbie Hancock, Norah Jones und Robert Glasper.

Sophie Hubers Dokumentarfilm beschwört den Geist des New Yorker Labels, das Jazzgeschichte schrieben. „Blue Note“ ist über 80 Jahre alt und lebendige Legende. Heute leitet Starproduzent Don Was die Plattenfirma, die schon immer einzigartig war.

Die Gründer Alfred Lion und Francis Wolff, getrieben von der Liebe zum Jazz, ließen ihren Musikern freie Hand. Ihre Fotografien der Aufnahmesessions wurden auf den Albumhüllen zu Ikonen für Coolness und Jazz.

In Sophie Hubers Dokumentarfilm „Blue Note Records – Beyond the Notes“ erinnern sich prägende Köpfe der Jazzgeschichte wie Herbie Hancock und Wayne Shorter an die großen Zeiten. Und heutige Pioniere wie Robert Glasper oder Hip-Hopper Terrace Martin machen klar: Jazz und Hip-Hop sind nur zwei Spielarten eines Sounds aus dem schwarzen Amerika, der sich auch politisch versteht und einmischt.

Sonntag, 29.05. / 18:15 Uhr / Kulturzeit extra: Tom Cruise & Co in Cannes
Die 75. Filmfestspiele von Cannes 2022

Film von Teresa Corceiro, Gudula Moritz und Nicolette Feiler-Thull
Erstausstrahlung
3sat

Das wichtigste Filmfestival der Welt lockt mit Superstars: Mit dabei ist Tom Cruise, der die Weltpremiere von „Top Gun 2“ feiern wird – 30 Jahre nach seinem bisher einzigen Auftritt in Cannes.

„Kulturzeit extra“ berichtet, wie in Cannes Glamour und große Filmkunst auf die Schatten der Politik treffen: Zu Putins Überfall auf die Ukraine hat das Filmfestival sich bereits positioniert – und alle offiziellen Filmteams aus Russland ausgeladen.

Ausdrücklich willkommen dagegen sind die Werke systemkritischer Filmschaffender aus Russland, die traditionell Teil des Programms von Cannes sind, wie in den letzten Jahren Filme des russischen Regisseurs Kirill Serebrennikow, der bis vor Kurzem in Russland unter Hausarrest stand. Auch ukrainische Filmschaffende werden in Cannes ihre Filme präsentieren. Themen wie Kriegsangst, Horror oder das Streben nach nationaler Einheit spielen bei den ukrainischen Filmemacherinnen und Filmemachern schon seit der Annexion der Krim durch Russland und dem Krieg im Donbass eine entscheidende Rolle.

Schon immer versteht sich das Festival von Cannes, das einst als Symbol der Demokratie und der freien Welt gegen die von Mussolini gegründeten Filmfestspiele von Venedig initiiert wurde, auch als Bühne für die Weltpolitik. Jenseits der Politik werden viele Schwergewichte aus Hollywood erwartet. Neben Tom Cruise, dem auch eine besondere Hommage gewidmet ist, hat sich Tom Hanks angesagt. Er spielt im neuen Elvis-Biopic von Baz Luhrmann den Manager der Rock-’n‘-Roll-Ikone.

Noch sind weitere Filme und Starauftritte an der Croisette ein gut gehütetes Geheimnis, doch die Erwartungen der internationalen Filmwelt sind riesig an das Festival aller Festivals, das im Mai nach drei Jahren endlich wieder an seinem angestammten Platz sein 75. Jubiläum begehen wird.

Große Namen – von Anthony Hopkins über Tilda Swinton, Idris Elba, Viggo Mortensen und Léa Seydoux – werden gehandelt. Für Deutschland könnte Fatih Akin mit seinem neuen Film „Rheingold“ am Start sein. „Kulturzeit extra“ blickt auf die besonderen Momente des Filmfestivals und spricht mit den Filmemacherinnen und Filmemachern der Stunde.


Kalenderwoche 23:

Samstag, 04.06. / 19.00 Uhr / Pop around the Clock – Summer Edition: Sarah Connor ~ Herz Kraft Werke – Live

Barclaycard Arena, Hamburg, Deutschland, 2019
Regie: Sven Haeusler
Erstausstrahlung
3sat

Im Herbst 2019 startet Sarah Connors „Herz Kraft Werke“-Tour, die am 29. Oktober 2019 in Hamburg Station macht und dort vor 11.000 Fans für eine DVD-Produktion in Szene gesetzt wird.

„Öffnet Eure Herzen“, ruft die Sängerin und präsentiert mit ihrer Band, einem Gospelchor und einem Streicherensemble eine Gänsehautshow mit großen deutschen und englischen Hits. 2022 geht die Tour weiter, um die pandemiebedingten aufgefallenen Konzerte nachzuholen.

„Charme und große Gefühle“ attestiert das „Hamburger Abendblatt“ Deutschlands erfolgreichster Sängerin, die nach ihrem Album „Muttersprache“ (2015) auch mit „Herz Kraft Werke“ (2019) auf Platz 1 der Charts steht. „laut.de“ schreibt: „Stimmlich in bester Verfassung, beweist Sarah Connor allen Zweiflern, dass sie es auch knapp 20 Jahre nach der Veröffentlichung ihrer Durchbruch-Single ‚Let’s Go Back to Bed – Boy!‘ immer noch drauf hat. Dabei unterstützt sie eine Liveband, die in puncto Know-how ebenfalls aus dem Vollen schöpft und der Sängerin wahlweise poppige, soulige oder jazzige Hochglanzklänge zur Seite stellt.“

Und Blogger Timo Wolters stellt fest: „Spätestens mit dem Wechsel vom englischsprachigen Pop und Schmalz hin zur deutschsprachigen Liedermacherin läutet Sarah Connor einen zweiten Frühling ihrer Karriere ein, nachdem sie sich lange vor allem um die Familie gekümmert hat. Die Sängerin hat in Hamburg ihr Publikum fest im Griff und führt ihr Profimusikerteam souverän durch die Songs. Man nimmt ihr ab, dass sie selbst überwältigt ist. Eine durchweg überzeugende Performance, eine klare und deutliche Attitüde sowie eine visuell und akustisch gelungene Konzertaufzeichnung.“

Dass Sarah Connor auch ernste Themen anpackt, beweist sie mit dem Song „Vincent“, der am 5. April 2019 als Single veröffentlicht wird und die Themen, Liebe, Pubertät und Homosexualität behandelt. Der Tageszeitung „taz“ erklärt Connor, „dass Vincent der wichtigste Song sei, den sie bisher gemacht habe“. Das Albumcover ist passend zum Song mit Regenbogenfarben umrandet, das weltweit anerkannte Symbol der „LGBTQI+“-Community. Und wenn Sarah Connor in ihrem Song „Ruiniert“ davon singt, dass „Panzer und Despoten“ und „AfD-Idioten“ ihr Herz nicht zu erobern vermögen, zeigt sie keine Scheu auch vor brisanten politischen Themen.

Redaktionshinweis: In der „Pop around the Clock – Summer Edition“ zeigt 3sat Pop- und Rockmusik vom Feinsten und bringt Konzerte internationaler Stars nach Hause ins Wohnzimmer. Die nächste Ausgabe der „Pop around the Clock – Summer Edition“ präsentiert 3sat am Samstag, 30. Juli, ab 18.30 Uhr.

In der 3sat-Mediathek stehen die Konzerte zur zeitunabhängigen Nutzung als Videos on Demand (VoD) bereit. Dort werden außerdem ausgewählte Musikvideos und die Musik-Einbringungen der 3sat-Partnersender ZDF, ARD, ORF und SRF gebündelt.

Samstag, 04.06. / 20:00 Uhr / Pop around the Clock – Summer Edition: Rita Ora ~ At the Eiffel Tower
Paris, Frankreich, 2021
Regie: Beki Mari
3sat
Erstausstrahlung

Im August 2021 inszeniert Beki Mari den Popstar Rita Ora vor der spektakulären Kulisse der Pariser Eiffelturms. Das Special wird im September 2021 im Netz gezeigt und begeistert aufgenommen.

„Ich danke allen, die #RitainParis heute anschauen“, twittert die Sängerin, Songschreiberin und Schauspielerin, die ihre Show im Umfeld der „Paris Fashion Week 2021“ präsentiert. Dem Anlass entsprechend trägt sie Kleider von Fendi, Miu Miu, Lanvin und Alexandre Vauthier.

„Das war ein denkwürdiges Ereignis, und ich musste mich schon mal kneifen. An einem solch legendären Ort aufzutreten ist eine Ehre – und noch dazu in maßgeschneiderten Kostümen, das ist einfach traumhaft“, wird die Sängerin zitiert. In Paris präsentiert sie unter anderem ihre Hits wie „Anywhere“, „Lonely Together“ und „Let You Love Me“.

Produzent Manuel Molina schwärmt: „Das ist ein wunderbarer Auftakt für unsere neue Musikserie: Ein Livestarkonzert an einem ikonographischen Ort!“ Zehn Prozent aller Einnahmen gehen an die „Soccer Aid for UNICEF“, ein jährlich stattfindendes Wohltätigkeitsfußballspiel zweier Mannschaften. Seit 2013 engagiert sich Rita Ora beim Kinderhilfswerk „UK Committee for UNICEF“, 2019 wird sie zur Botschafterin der „UNICEF UK“ ernannt.

Geboren 1990 in Pristina, dem heutigen Kosovo, wandert Rita Oras Familie wenige Monate nach ihrer Geburt in das Vereinigte Königreich aus und lässt sich in London nieder. Nachdem ein Talentscout einen ihrer frühen Auftritte sieht, wird die junge Sängerin kurzerhand nach Amerika eingeflogen: Rita unterschreibt einen Vertrag mit keinem Geringeren als Hip-Hop-Größe Jay-Z, dem das Label gehört. Er rät seinem neuen Schützling, sich Zeit zu lassen, sodass es ganze drei Jahre bis zur Veröffentlichung ihres Debütalbums dauert.

2012 erreicht sie mit „Ora“ Platz 1 der englischen Charts und begeistert ihre Fans mit Anleihen an Rihanna. Jessie J. Beyoncé erklärt sich zum Fan, Adidas bittet um Entwürfe für gleich drei Kollektionen, und Madonna soll auch angerufen haben.

Doch als ihre wichtigste Inspiration nennt Rita Ora immer wieder Gwen Stefani, deren Style von Rita Ora immer wieder gekonnt zitiert wird. In dem Madonna-Video „Bitch I’m Madonna“ tritt Ora neben Beyoncé, Katy Perry, Miley Cyrus und Nicki Minaj auf. Ihr Terminkalender ist proppenvoll, sie macht Werbung für Pepsi und Coca-Cola und wird 2015 in die Jury der englischen Ausgabe von „X Factor“ berufen.

Das schnelle Leben von Termin zu Termin geht nicht spurlos an Rita Ora vorbei: Im November 2013 bricht die 22-Jährige in der Hitze Miamis bei einem Fotoshooting für Madonnas „Material Girl“-Kollektion zusammen. Wegen eines Hitzekollapses und einer Dehydrierung wird sie im Krankenhaus behandelt.

Im Mai 2017 kommt Rita Ora mit „Your Song“ zurück in die Charts. Sie spielt im Kinohit „Fifty Shades of Grey“, ersetzt Kylie Minogue als Jurorin bei der englischen Ausgabe von „The Voice“ und überrascht die deutsche Jury von „The Voice“ mit Yvonne Catterfeld, Samu Haber, Mark Forster sowie Michi Beck und Smudo mit einem Inkognito-Auftritt bei den „Blind Auditions“.

Im Februar 2022 positioniert sich Rita Ora in der Frage der Diskriminierung von Frauen in der Musikindustrie. Der Zeitschrift „Elle“ sagt sie: „Die meisten Frauen in der Musikindustrie haben die Erfahrung gemacht, dass man ihnen sagt, was angemessen ist und was nicht, mich eingeschlossen. Die Zeit und die Erfahrung haben mich gelehrt, wie wichtig es für Frauen ist, sich gegenseitig im Kampf gegen Themen wie Altersdiskriminierung zu unterstützen. Unsere Stimmen zählen mehr denn je, und wir haben die Macht, das Bild zu verändern.“

Rita Ora, die mit dem Filmemacher und Comedian Taika Waititi liiert ist, sagt weiter: „Unabhängig davon, wer man ist oder was man tut, neigen wir alle dazu, hart mit uns ins Gericht zu gehen, wenn wir Fehler machen. Deshalb ist es so wichtig, sich daran zu erinnern, dass wir nur Menschen sind und dass wir nur aus der Vergangenheit lernen und mit einer neuen Perspektive nach vorne blicken können.“

Samstag, 04.06. / 20:40 Uhr / Pop around the Clock – Summer Edition: The Black Eyed Peas ~ Live from Sydney to Vegas
Sydney Super Dome, Sydney, Australien, 2005
Regie: Nick Wickham
Erstausstrahlung
3sat

Am 3. Oktober 2005 bebt der Sydney Super Dome: Im Rahmen ihrer „Monkey Business Tours“ begeistern die Black Eyed Peas auf dem Höhepunkt ihres Schaffens das entfesselte Publikum.

Die weltweite Tour beginnt am 3. Juni 2005 in Las Vegas und endet am 29. Dezember 2006 in Paradise südlich von Las Vegas. Die „Schwarzaugenbohnen“ bringen große Hip-Hop-Hits wie „Let’s Get It Started“, „Hey Mama“, „Pump It“ und natürlich „Where Is the Love?“.

Gegründet 1989 von den Sängern Allan Pineda Lindo, genannt „apl.de.ap“, und William Adams mit dem Spitznamen „will.i.am“, schließt sich 1997 Jaime Gómez, später „Taboo“ genannt, der Band an, die 2003 mit Sängerin Stacy „Fergie“ Ferguson komplett ist: Ein Quartett, dass Musikgeschichte schreiben wird, hat sich gefunden.

Das dritte Album „Elephunk“ aus dem Jahr 2003 wird mit Gold ausgezeichnet und präsentiert den weltweiten Superhit: „Where Is the Love?“. Dieser erreicht weltweit die Spitzenpositionen der Hitparaden und wird mit zwei Grammy-Nominierungen in der Kategorie „Record of the Year“ bedacht.

Die Black Eyed Peas sind auf dem Höhepunkt ihrer Kreativität und steigern 2005 mit dem Album „Monkey Business“ den Erfolg noch einmal: Fünf Grammy-Nominierungen und letztendlich zwei Preise katapultieren die Peas an die Spitze der Popwelt. 2017 verlässt Fergie die Band. Sie wird durch die philippinische Sängerin Jessica Reynoso ersetzt, genannt „J. Rey Soul“.

Hip-Hop, gemixt mit Latin, Funk, Pop und Rock – das ist der Stil der Peas, die die Szene mit einer besonderen Eigenart überraschen: Liveband statt Sampling ist die Zauberformel, mit der die Peas jedes Konzert von kühlen, voraufgezeichneten Backing-Tracks befreien und den Rock ’n‘ Roll auf der Bühne feiern. „Das überfordert die meisten eingefleischten Westcoastler“, schreibt „laut.de“ über die Peas. Auch mit dem typischen Bad-Guy-Image hat die Band nichts zu tun: Sie singen über wahre Liebe und wollen Freude und Optimismus mit ihren tanzbaren Beats transportieren. Das Ganze nennen sie „Electro Static Funk“.

Samstag, 04.06. / 21:40 Uhr / Pop around the Clock – Summer Edition: Avicii ~ Tribute Concert – In Loving Memory of Tim Bergling
Friends Arena, Stockholm, Schweden, 2019
Regie: Panos Ayassotelis

Am 20. April 2018 schockiert die Nachricht vom Tod des Musikers Avicii die Musikwelt. Im Rahmen eines Gedenkkonzerts am 5. Dezember 2019 in Stockholm nehmen Fans und Stars Abschied.

Sandro Cavazza, Aloe Blacc, Zak Abel, Johanna Söderberg, Audra Mae, Vargas & Lagola, MishCatt und Rita Ora sind nur einige der Mitwirkenden des Konzerts der Tim Bergling Foundation, die alle Erlöse an Stiftungen für mentale Gesundheit und Suizidprävention spendet.

Avicii alias Tim Bergling wird am 20. April 2018 nach seinem Selbstmord in Maskat, Oman, tot aufgefunden. Seine Familie hat sich zum Ziel gesetzt, im Rahmen ihrer Stiftung über die Behandlung psychischer Erkrankungen und über Suizidprävention aufzuklären. Im Juni 2019 erscheint das posthume Studioalbum „Tim“. Gleichzeitig beginnen die Vorbereitungen zum Gedenkkonzert. Eine 30-köpfige Band und viele Weggefährtinnen und Weggefährten machen den Traum von Tim Bergling wahr: Schon immer wollte Avicii seine im Studio produzierte Musik live mit einer großen Band aufführen. Die 50 000 Eintrittskarten sind innerhalb von 30 Minuten ausverkauft.

Im Publikum mit dabei sind Prinzessin Sofia und Carl Philip von Schweden und feiern die Musik und das Andenken des schwedischen DJs, Remixers und Musikproduzenten, der als „Gott“ in Sachen Produktion von elektronischer Tanzmusik galt.

Samstag, 04.06. / 23:10 Uhr / Pop around the Clock – Summer Edition: Kings of Leon ~ Live at O2
O2 Arena, London, Großbritannien, 2009
Regie: Nick Wickham
Erstausstrahlung
3sat

Am 30. Juni 2009 geben die Brüder Caleb, Jared und Nathan Followill sowie deren Cousin Matthew ein Konzert in London. Auf dem Programm stehen die großen Hits der Band aus Tennessee.

Gegründet im Jahr 2000 in Nashville, stürmt das Familienunternehmen „Kings of Leon“ mit Musik zwischen Southern Rock und Alternative Rock 2008 und Hits wie „Sex on Fire“ sowie dem mit drei Grammys ausgezeichneten Hit „Use Somebody“ die internationale Hitparade.

Der Vater der drei Brüder, Leon Followill, ist in den 1960er-Jahren noch als Hippie unterwegs, bis er sich zum Christentum bekehrt und als Wanderprediger wirkt. Er ist mit einer Kirchenmusikern verheiratet und lebt mit seiner Familie 14 Jahre aus dem Kofferraum, ständig unterwegs zwischen Oklahoma City und Memphis.

Die Kirche prägt die Jugend der drei Brüder, die allesamt früh Instrumente für sich entdecken: Caleb spielt Gitarre, Nathan Schlagzeug und Jared Bass sowie Tasteninstrumente. Zusammen mit ihrem Cousin, dem Gitarristen Matthew, hören sie die Musik von Neil Young, Led Zeppelin, Tom Petty und den Rolling Stones – bis ihnen eine Platte der White Stripes in die Hände fällt. Es ist wie ein Erweckungserlebnis. Die Band geht ohne Plattenvertrag unter dem Namen „Kings of Leon“, der auf den Großvater zurückgehen soll, auf Tour.

In England werden die „Kings“ 2009 zur Verleihung der „New Media Awards“ eingeladen, wo sie von Noel Gallagher zu hören bekommen: „Die Kings of Leon sind meine verdammte Lieblingsband.“ Dort erlebt die Band auch zum ersten Mal den Rock-and-Roll-Lifestyle und erinnert sich: „In der Hotellobby waren jede Nacht von ein bis fünf Uhr morgens 200 Leute. Groupies krochen aus Schränken und zogen ihre Röcke an. Es war echt verrückt. Irgendwelche Kerle schnupften Koks vom Kaffeetisch in der Lobby, Leute kotzten aus den Fenstern, warfen Gläser nach den Köpfen anderer.“

Das Debütalbum erscheint 2003 und wird zunächst nur in Europa wahrgenommen. Doch mit ihrem vierten Album „Only By the Night“ stößt die Band 2008 die Tür zum Mainstream-Rock auf und macht die Familie zur internationalen Rocksensation.

Im Juli 2011 gerät die Band in Turbulenzen: Sänger Caleb verlässt offenbar angetrunken die Bühne im texanischen Dallas, die US-Tour wird abgebrochen, und die Band verordnet sich eine Pause. Die Gerüchte, Caleb verbringe die folgenden Monate im Entzug, dementiert er, aber er sagt auch, dass er „immer noch trinke, nur nicht mehr so viel“. 2013 macht die Band weiter und veröffentlicht im März 2021 das achte Album „When You See Yourself“.

Samstag, 04.06. / 00:10 Uhr / Pop around the Clock – Summer Edition: Casper ~ Alles war schön und nichts tat weh
MaHalla, Berlin, Deutschland, 2022
Regie: Casey Campbell, Beat Gottwald, Chris Schwarz
Erstausstrahlung
3sat

Am 25. Februar 2022 erscheint das Casper-Album „Alles war schön und nichts tat weh“. Ein Regieteam inszeniert es als Livestream: Die betörenden Bilder und Geschichten in Musik verzaubern.

„laut.de“ schreibt: „Es ist wie eine Kurzgeschichtensammlung. Jeder Song skizziert seine eigene Szene, zwischen Hip-Hop und Post-Rock und Electronica. Drama, Katastrophe und das alles ohne Atemraum. Als würde man die ‚Sad Moments Compilation‘ eines Films sehen.“

Auch der „Musikexpress“ ist begeistert: „Die deutsche Indie-Rap-Institution ist ganz bei sich wie niemals zuvor. In einer Tour de Force rappt sich Casper quer durch scheinbar alle verfügbaren psychischen Untiefen. Weniger schwere Gitarren, mehr Streicher und eine neue Eingängigkeit präsentieren den nachdenklichsten und tiefgründigsten Casper, den es je gab.“

Samstag, 04.06. / 00:55 Uhr / Pop around the Clock – Summer Edition: zdf@bauhaus ~ Hits of Bauhaus
Bauhaus Dessau, Aula der Bauhaus-Universität Weimar
Erstausstrahlung
3sat

3sat präsentiert einen Zusammenschnitt mit den Hits und Höhepunkten aus den letzten Jahren und fast 120 Folgen „zdf@bauhaus“.

Mit dabei sind Amy Macdonald, Rea Garvey, Alvaro Soler, Milow, Adel Tawil, PUR, Mighty Oaks, Alice Merton, Glasperlenspiel, Lena und viele andere.

Das geschichtsträchtige Bauhaus in Dessau und die Aula der Bauhaus-Universität Weimar sind gleichzeitig Bühne und Produktionsort für die Konzertreihe „zdf@bauhaus“. Internationale Künstler geben in einem intimen Rahmen exklusive Konzerte vor Live-Publikum.

Samstag, 04.06. / 01:50 Uhr / Pop around the Clock – Summer Edition: Katie Melua ~ From the Rivoli Ballroom
Rivoli Ballroom, London, Großbritannien, 2020
Regie: Charlie Lightening
Erstausstrahlung
3sat

Am 17. Dezember 2020 präsentiert die mehrfach ausgezeichnete georgisch-britische Sängerin Katie Melua in London ihr neues „Album No. 8“ sowie Hits ihrer Karriere in einem Streamingkonzert.

„Ich könnte kaum glücklicher sein, dass ich mit meiner Band und Crew die neuen Songs und ein paar der schönsten Stücke aus meinem Backkatalog aufführen werde“, berichtet Katie Melua. „Meine Wahl fiel auf den wunderschönen ‚Rivoli Ballroom‘ im Herzen Londons.“

1913 eröffnet, ist das Gebäude ein berühmter Tanzsaal, der schon als Kulisse für Katies Single „A Love Like That“ (2020) dient. Begleitet wird Katie Melua vom Bassisten Tim Harries, dem Keyboarder Mark Edwards, dem Gitarristen und Katies Bruder, Zurab Melua, dem Schlagzeuger Joe Yoshida und der Kontrabassistin und Chorsängerin Nina Harries.

2003 wird Katie Melua mit ihrem Debütalbum „Call Off the Search“ international ein Star. Das Album der 19-Jährigen wird sechsfach mit Platin ausgezeichnet. Auch das „Album No. 8“, das im Oktober 2020 erscheint, begeistert Fans und Kritiker. Die „Times“ bemerkt „Nuancen von Dusty Springfield, Minnie Riperton und anderen Stars des goldenen Zeitalters der späten 1960er- und frühen 1970er-Jahre“, während die „Sunday Times“ die Single „A Love Like That“ als „geschmeidige, sepulkrale Pop-Noir in seiner einnehmendsten Form“ beschreibt. „The Daily“ lobt „die Melodien, die bedächtigen Rhythmen und das sanfte Gleichgewicht der akustischen Instrumente mit reich orchestrierten Streichern, die Meluas Selbstkompositionen begleiten“.

1984 in Georgien geboren, zieht die Familie 1993 nach Belfast: Der Vater, ein Herzchirurg, nimmt dort eine neue Anstellung an. In London besucht Katie Melua die „Brit Performing Arts & Technology School“ und nimmt mit 15 Jahren an einem Nachwuchswettbewerb teil. Produzent Mike Batt wird auf das junge Talent aufmerksam, nimmt sie unter Vertrag. „Mit Katie habe ich eine fantastische Entdeckung gemacht. Ich hatte Auditions für Sänger abgehalten, um jemanden zu finden, der Jazz und Blues auf eine interessante Weise singen konnte. Ich habe aber nicht damit gerechnet, jemanden zu finden, der so einzigartig ist und offensichtlich auf dem Weg ist, etwas ganz Großes zu werden“, schwärmt Batt.

2012 heiratet Katie Melua den ehemaligen britischen Motorradrennfahrer, Pianisten und Sänger James Toseland. Im Oktober 2020 wird die Trennung des Paares bekanntgegeben.

Samstag, 04.06. / 02:35 Uhr / Pop around the Clock – Summer Edition: Birdy ~ Live at Wiltons Music Hall
London, Großbritannien, 2021
Regie: Ed Coleman
3sat

Am 15. April 2021 präsentiert die britische Sängerin Birdy, Echo-Preisträgerin des Jahres 2014, die Songs ihres neuen Albums „Young Heart“ in der historischen Wiltons Music Hall in London.

Auf den Titelsong „Young Heart“ ihres vierten Albums ist Birdy besonders stolz. Sie nimmt den Gesang und das Klavier selbst allein zu Hause auf. In der Wiltons Hall wird Birdy von einem achtköpfigen Streicherensemble, Klarinette und Horn begleitet.

Insgesamt ist Birdy mit ihrem neuen Album sehr zufrieden: „Die Platte ist definitiv die anspruchsvollste, die ich je geschrieben habe, aber auch meine liebste.“

Geboren 1996 als Jasmine van den Bogaerde in England, lernt die Großnichte des Schauspielers Dirk Bogarde mit sieben Jahren Klavier spielen und schreibt schon früh eigene Songs. In Deutschland wird Birdy im Dezember 2012 bekannt. Sie tritt im Finale der Casting-Show „The Voice of Germany“ auf und schafft es in die deutschen Hitparaden.

Pfingstsonntag, 05.06. / 09:20 Uhr / Lucerne Festival 2020

Solisten des Lucerne Festival Orchestra spielen Mozart und Beethoven
(Erstsendung: 16.10.2021)
SRF

Ludwig van Beethovens heiteres Septett aus dem Jahr 1799 verbindet in temperamentvoller Weise musikalische Logik mit eingängigen Melodien und ebnete den Weg für diese Musikgattung.

Genau in dieser Art des musikalischen Austauschs sind die Solisten des „Lucerne Festival Orchestra“, die sich dem Musizieren im Geiste der Freundschaft verschrieben haben, Meister ihres

Fachs. Sichtbar wird dies auch in ihrer Interpretation des „Nannerl“-Septetts.

Wolfgang Amadeus Mozart hat das Werk 1776 vermutlich für den Namenstag seiner Schwester Maria Anna geschrieben: kunstvoll verspielte Musik, die eine festliche Stimmung verbreitet – fast wie prickelnder Champagner.

Pfingstmontag, 06.06. / 09:20 Uhr / Dido & Aeneas
Eröffnungskonzert Barocktage Melk, Juni 2022
ORF

Dido: Wallis Giunta
Aeneas: Michael Schade
Belinda: Hohanna Wallroth
Sorceress: Katharina Magiera

Chor: Smaragd, Kammerchor, des Anton Bruckner Instituts
Orchester: Concentus Musicus Wien
Musikalische Leitung: Stefan Gottfried
Regie: Alexander Hauer

Zur Eröffnung der „Internationalen Barocktage Stift Melk“ unter der künstlerischen Leitung von Michael Schade hält 2022 die Antike Einzug in die Stiftskirche.

Mit Henry Purcells brillanter Oper „Dido and Aeneas“, einem der zentralen Werke der Musikgeschichte, nimmt sich das Festival des Liebens und Leidens eines Paares an, dem ein gemeinsames Glück nur einen kurzen Augenblick lang gegönnt ist.

Das Schicksal der Liebenden mündet schließlich in einen der ergreifendsten Momente, die je komponiert wurden.

Der Concentus Musicus Wien unter seinem Dirigenten Stefan Gottfried und eine Riege herausragender Sängerinnen und Sänger lassen den Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

Freitag, 10.06. / 11:45 Uhr / CIVIS Medienpreis 2022 ~ TV-Gala für Integration
Moderation: Anna Dushime
(Erstsendung: 06.06.2022)
ARD/WDR

Europas bedeutendster Medienpreis für Integration und kulturelle Vielfalt CIVIS wird am 3. Juni 2022 verliehen.

Anna Dushime moderiert die Verleihung.

Auch dieses Jahr sind prominente Laudatoren an Bord, darunter der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck. Annähernd 800 Beiträge aus 20 EU-Staaten und der Schweiz waren im Rennen um den renommierten CIVIS Medienpreis. 23 Produktionen sind nominiert.

Die Produktionen setzen sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise mit hochaktuellen Themen wie Flucht, Arbeitsmigration, Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus beziehungsweise dem Kampf dagegen sowie mit Heimat und Identität auseinander.

Der CIVIS Medienpreis wird in den vier Bereichen VIDEO, AUDIO, YOUNG C. und CINEMA verliehen. CIVIS zeichnet seit über 30 Jahren Programmleistungen im Film, Fernsehen, Radio, Internet und Kino aus, die das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft fördern.


Kalenderwoche 24:

Samstag, 11.06. / 20:15 Uhr / Art is a State of Mind (1/6): Aufbruch
Dokumentarfilm von Aljoscha Pause, Deutschland 2022
(Originalfassung mit deutschen Untertiteln)
Länge: 68 Minuten
Erstausstrahlung
3sat

Mit Kunst das Bewusstsein verändern und dem etablierten Kunstmarkt den Kampf ansagen, das ist das erklärte Ziel von Networker, Kurator und Künstler Bernhard Zünkeler.

Die Dokumentarfilm-Serie folgt Bernhard Zünkeler über neun Jahre beim Aufbau eigener Art-Labs und Künstlerkollektive und beim Etablieren eines globalen Netzwerks mit Gleichgesinnten zwischen Los Angeles, Havanna und Berlin.

Der Wirtschaftjurist Bernhard Zünkeler kündigt seinen hoch dotierten Job bei einer großen Bank, um sich seiner wahren Passion zu verschreiben: der Kunst.

Wer Kunst wirklich leben will, muss ins absolute Risiko gehen, so das Credo Zünkelers. Dabei ist sein Ziel nicht nur die eigene Selbstfindung, sondern nichts Geringeres, als mit Kunst die Welt zu verändern, überkommene Denkmuster abzulegen und dem Kunstmarkt, der Kunst primär als Geldanlage versteht, seine Vision einer gesellschaftlich wirksamen Kunst entgegenzusetzen.

In der ersten Episode der sechsteiligen Dokumentarfilm-Serie „Art is a State of Mind“ kündigt Zünkeler seinen Job als Arbeitgeberanwalt, der für eine Großbank Entlassungsgespräche führen musste, und versucht, sich in der Kunst neu zu erfinden. In Los Angeles gründet er das Kunstlabor ESMoA, mit dem er kommunale Prozesse beeinflussen möchte. Er reist nach Havanna, um dort mit einheimischen Künstlern ein Netzwerk zu etablieren. Doch vor Ort gibt es Ärger mit dem kubanischen System.

Aljoscha Pause („Being Mario Götze“, „Inside Borussia Dortmund“, „Wie ein Fremder“) hat bereits mit seinen bisherigen dokumentarischen Arbeiten einen speziellen Zugang und einen sensiblen Umgang mit radikal kreativen Menschen unter Beweis gestellt. Und so lebt auch „Art is a State of Mind“ von den Begegnungen mit außergewöhnlichen Künstlern: von kubanischen Dissidenten über Berliner Kreative bis zu ehemaligen Gangmitgliedern aus South Central Los Angeles. Dabei stellt er mit Bernhard Zünkeler die Fragen, was Kunst heute sein kann und was sie sein muss: Wie viel Radikalität, wie viel Eigensinn, wie viel Gemeinsinn und welches Bewusstsein sind notwendig? Für das Glück eines Einzelnen und für die kollektiven Herausforderungen unserer Zeit.

Redaktionshinweis: Alle fünf Jahre wird in Kassel die documenta veranstaltet. Für 100 Tage versammelt die größte Kunstschau der Welt alle Tendenzen der zeitgenössischen Kunst. Die diesjährige documenta (18.6.-25.9.) wird erstmals in ihrer Geschichte von einem Künstlerkollektiv kuratiert: der zehnköpfigen Gruppe ruangrupa aus Indonesien.

3sat begleitet das Kunstereignis in seinem Programm und zeigt eine Woche vor Eröffnung die Dokumentarfilm-Serie „Art is a State of Mind“ in Erstausstrahlung. Am Freitag, 17. Juni, um 19.20 Uhr stellt „Kulturzeit extra“ das Konzept der documenta fifteen sowie ihre außergewöhnlichen Standorte vor. Am Sonntag, 7. August, um 18.30 Uhr besucht Markus Brock die documenta im „Museums-Check“. Den Abschluss bildet „Kaminer Inside: documenta“ am Samstag, 27. August, um 22.05 Uhr.

Samstag, 11.06. / 21:25 Uhr / Art is a State of Mind (2/6): On the road
3sat
Dokumentarfilm von Aljoscha Pause, Deutschland 2022
(Originalfassung mit deutschen Untertiteln)
Länge: 63 Minuten
Erstausstrahlung

Bernhard Zünkeler installiert mit einem kubanischen Künstler einen Radiosender im Death Valley und deklariert Berlin als „Weltfreiheitshauptstadt“.

Samstag, 11.06. / 22:25 Uhr / Art is a State of Mind (3/6): Auszeit
Dokumentarfilm von Aljoscha Pause, Deutschland 2022
(Originalfassung mit deutschen Untertiteln)
Länge: 55 Minuten
Erstausstrahlung
3sat

Bernhard Zünkeler stößt an seine Grenzen: Nicht jeder Mitarbeiter ist bereit, seinen radikalen Weg mitzugehen. Zünkeler entschließt sich zu einer Auszeit in der kanadischen Wildnis.

Mit neuer Kraft unternimmt er einen weiteren Versuch, auch in Kuba eine künstlerische Keimzelle zu gründen.

Samstag, 11.06. / 23:20 Uhr / Art is a State of Mind (4/6): Berlin – L.A.
Dokumentarfilm von Aljoscha Pause, Deutschland 2022
(Originalfassung mit deutschen Untertiteln)
Länge: 68 Minuten
Erstausstrahlung
3sat

Bernhard Zünkeler will die Schnittstellen zwischen Kunst und Wissenschaft neu vermessen. Er sucht Kooperationsmöglichkeiten mit Frank Heppner, dem Leiter der Neuropathologie an der Charité.

Auch bei seinen Gesprächen mit der Schriftstellerin Cornelia Funke und in seiner neuen Ausstellung in Los Angeles widmet sich Zünkeler seinem nun zentralen künstlerischen Forschungsprojekt: einem Koordinatensystem der Kreativität.

Samstag, 11.06. / 00:30 Uhr / Art is a State of Mind (5/6): Havanna
Dokumentarfilm von Aljoscha Pause, Deutschland 2022
(Originalfassung mit deutschen Untertiteln)
Länge: 54 Minuten
Erstausstrahlung
3sat

Bernhard Zünkeler reist mit Drucker-Legende Jim Reid und dem Graffiti-Künstler Big Sleeps von Los Angeles nach Havanna.

Gemeinsam versuchen sie, in Kuba ein künstlerisches Hauptquartier zu installieren und endlich das von Zünkeler skizzierte Dreieck zwischen Berlin, Los Angeles und Havanna zu vollenden.

Samstag, 11.06. / 01.25 Uhr / Art is a State of Mind (6/6): Das Kollektiv
Dokumentarfilm von Aljoscha Pause, Deutschland 2022
(Originalfassung mit deutschen Untertiteln)
Länge: 47 Minuten
Erstausstrahlung
3sat

In Havanna tritt die fundamentale Krise der kubanischen Gesellschaft immer stärker zutage. Bernhard Zünkeler reagiert mit künstlerischen Aktionen.

Auch in Berlin beschäftigt Zünkeler die Frage, was Kunst sein kann und muss: für das Glück des Einzelnen und für die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Mit den „Freeters“ will er nun in Deutschland ein Künstlerkollektiv etablieren.

Die Dokumentarfilm-Serie „Art is a State of Mind“ von Aljoscha Pause folgt Bernhard Zünkeler über neun Jahre beim Aufbau eigener Art-Labs und Künstlerkollektive und begleitet ihn beim Etablieren eines globalen Netzwerks mit Gleichgesinnten zwischen Los Angeles, Havanna und Berlin.

Aljoscha Pause („Being Mario Götze“, „Inside Borussia Dortmund“, „Wie ein Fremder“) hat bereits mit seinen bisherigen dokumentarischen Arbeiten einen speziellen Zugang und einen sensiblen Umgang mit radikal kreativen Menschen unter Beweis gestellt. So lebt auch „Art is a State of Mind“ von den Begegnungen mit außergewöhnlichen Künstlern: von kubanischen Dissidenten über Berliner Kreative bis zu ehemaligen Gangmitgliedern aus South Central Los Angeles.

Dabei stellt der Filmemacher zusammen mit Bernhard Zünkeler die Fragen, was Kunst heute sein kann und was sie sein muss: Wie viel Radikalität, wie viel Eigensinn, wie viel Gemeinsinn und welches Bewusstsein sind notwendig? Für das Glück eines Einzelnen und für die kollektiven Herausforderungen unserer Zeit.

Samstag, 11.06. / 02.15 Uhr / Bob Dylan
Videomusik – Musikvideos
Gestaltung: Michael K. Constantin
(aus der ORF/3sat-Reihe „clip“)
(Erstsendung: 19.05.2001)
ORF

Michael K. Constantin hat die schönsten Hits von Bob Dylan für die Reihe „clip“ zusammengestellt, darunter „Things Have Changed“, für den der Künstler 2001 einen Oscar erhielt.

„Seine Stimme klingt, als käme sie über die Mauern eines Tuberkulose-Sanatoriums“, schrieb das renommierte US-Nachrichtenmagazin „Time“ über den am 24. Mai 1941 in Duluth/Minnesota geborenen Robert Allen Zimmermann alias Bob Dylan.

Sein Name, abgeleitet vom walisischen Lyriker Dylan Thomas, ist untrennbar mit der US-Bürgerrechtsbewegung und der Folk-Musik verknüpft.

Samstag, 11.06. / 03.15 Uhr / Muse: Drones World Tour
Ziggo Dome, Amsterdam (Niederlande), Mediolanum Forum Mailand (Italien), Mercedes-Benz Arena Berlin, (Deutschland), 2016
Regie: Tom Kirk, Jan Willem Schram
3sat

Von Mai 2015 bis August 2016 gehen Muse auf Welttournee. In Amsterdam, Mailand und Berlin lässt die Band die Konzerte aufzeichnen. Nach aufwendigem Schnitt kommt der Film im Juli 2018 ins Kino.

Eine runde Bühne ist Mittelpunkt der Show, die mit ausgeklügelter Lichttechnik und schwebenden Drohnen für Staunen sorgt. Videoeffekte verfeinern das Gesamtkunstwerk des Trios um Frontmann Matt Bellamy, Bassist Chris Wolstenholme und Drummer Dominic Howard.

Zur Inszenierung sagt Sänger, Pianist und Gitarrist Matt Bellamy: „Die Symbiose zwischen Mensch und Technik hat mich schon immer interessiert. Drohnen scheinen eine sehr interessante moderne Metapher dafür zu sein. Du möchtest die Leute dazu anregen, dass sie selbst die Frage nach der Rolle der Technologie in unserem Leben stellen und ob es eine gute oder eine schlechte Sache ist.“

Muse gehören zu den letzten großen Rockbands der Welt. Ihre Musik erinnert an Pink Floyd, Queen und Metallica, ihre Konzerte loten die Grenzen der Bühnentechnik aus. Die „New York Times“ beschreibt die Muse-Live-Erfahrung unlängst als „eine unendliche Steigerung, die auf einen Höhepunkt nach dem anderen zusteuert – das ist, was ein Muse-Konzert mit allen verfügbaren Mitteln leisten will. Mehr Entertainment, mehr Musik, mehr Pathos kann man wirklich nicht verlangen.“

Samstag, 11.06. / 04.40 Uhr / Muse: Simulation Theory
O2 Arena, London, Großbritannien, 2019
Regie: Lance Drake
3sat

Mit „Simulation Theory“ bringen Muse das Genre des Musikfilms auf eine neue Ebene: Livekonzert und eine Science-Fiction-Geschichte verschmelzen zu einem optischen und akustischen Erlebnis.

Im September 2019 inszeniert Regisseur Lance Drake zwei Muse-Konzerte in der Londoner O2-Arena und verbindet in der Nachbearbeitung die Konzertteile mit einer Rahmenhandlung: Wissenschaftler untersuchen die Ursache einer weltweit auftretenden paranormalen Anomalie.

Im August 2020 kommt der Film in die Kinos. Regisseur Drake sagt dazu: „Ziel der Simulation Theory war es, den Umfang der elektrisierenden Liveshow festzuhalten und ihre Verbindung zur DNA der Welt, die wir in den vergangenen drei Jahren in unseren Musikvideos aufgebaut haben, zu erweitern. Unheimlicherweise begann die alternative Realität des Films, sich in unser eigenen zu spiegeln.“

Das Thema des gleichnamigen Albums, das im November 2018 erscheint, ist die Simulationshypothese, entwickelt im Jahre 2003 vom Philosophen Nick Bostrom. Er nimmt an, dass die meisten gegenwärtigen Menschen Simulationen sind und keine real existierenden Menschen. Menschen leben demnach in einer Computersimulation, die eine Vorgängergeneration erschaffen hat. 2019 gehen Muse damit auf Welttournee. „Aus Fantasie wird Wirklichkeit“, umschreibt Sänger und Gitarrist Matthew Bellamy das Thema der Tour, des Films und des Albums, dessen Cover, designt von Paul Shipper, an „Star Wars“- und „Avengers“-Plakate erinnert.

„Filmstarts.de“ schreibt dazu: „Muses bislang theatralischste Tournee verwischt die Grenzen zwischen Erzähl- und Konzertfilm, virtuell und realistisch und führt den Betrachter durch ein übernatürliches Spektakel, das die Welt um uns herum infrage stellt“.

Sonntag, 12.06. / 10:05 Uhr / lesenswert ~ Denis Scheck im Gespräch mit Lucy Fricke und Christian Gerhaher
(Erstsendung: 09.06.2022)
ARD/SWR

Ein Treffen in Berlin: Denis Scheck spricht mit Lucy Fricke über ihren neuen Roman „Die Diplomatin“ sowie mit Christian Gerhaher über sein „Lyrisches Tagebuch“.

Lucy Frickes Romanheldin Fred ist Botschafterin in Uruguay und dem Auswärtigen Amt seit vielen Jahren mit großem Idealismus und Ehrgeiz verschrieben. Doch jetzt, mit Ende 40, wird sie von der Einsamkeit und einem ernüchternden Lebensgefühl eingeholt.

Kurz darauf scheitert Fred zum ersten Mal in ihrer Karriere, wird abberufen und als Konsulin nach Istanbul versetzt, wo die Atmosphäre spürbar bedrohlicher wird. Resignation, staatliche Willkür, das ewige Warten auf Verhandlungen und undurchsichtige Verbindungen führen dazu, dass die Diplomatin ausgerechnet an eines den Glauben verliert: die Diplomatie.

Christian Gerhaher ist einer der erfolgreichsten Lied-, Konzert- und Opernsänger der Gegenwart. In seinem Buch „Lyrisches Tagebuch. Lieder von Franz Schubert bis Wolfgang Rihm“ finden sich herausragende Werke der Liedgeschichte, die ihn selbst immer wieder erstaunen und berühren, sowie Berichte außergewöhnlicher Erfahrungen seines Lebens als Sänger. Dabei gewährt Gerhaher tiefe Einblicke in seine künstlerische Arbeitsweise: Musik und Text bilden für ihn eine spannungsreiche Einheit, die sich immer wieder neu formt. Ein Buch über Gelingen und Misslingen, die technische Seite des Singens und das besondere Verhältnis zwischen Sängerinnen und Sängern und Publikum.

Sonntag, 12.06. / 11:30 Uhr / Druckfrisch ~ Neue Bücher mit Denis Scheck
(Erstsendung: 22.05.2022)
ARD/MDR

Orientierung im Bücherdschungel verspricht Denis Scheck. Scheck besucht Schriftsteller, stellt Neuerscheinungen vor und spart dabei weder an Lob noch an Kritik.

Seine bissigen und humorvollen Kommentare zu den Büchern der Spiegelbestenliste aus der Kölner Bücherhalle sind beliebt und gefürchtet. Im persönlichen Gespräch entlockt er Autoren aktueller Bestseller interessante Hintergründe zu ihren Werken.

Sonntag, 12.06. / 11:00 Uhr / Lang Langs Goldberg-Variationen
Film von Andreas Morell
(Erstsendung: 12.09.2020)
3sat

Weltstar und Publikumsliebling: Lang Lang bezaubert sein Publikum mit spielerischer Virtuosität und jungenhaftem Charme. Mit Bachs Goldberg-Variationen begibt er sich auf ungewohntes Terrain.

Die Goldberg-Variationen sind eine gigantische pianistische Herausforderung:
filigrane und vielschichtige Barockmusik statt Tastenakrobatik. Der Film begleitet Lang Lang bei der intensiven Auseinandersetzung mit den Klangwelten Johann Sebastian Bachs.

Lang Lang füllt die großen Bühnen in Asien, Europa und Amerika und zieht sein Publikum auch am Bildschirm und über Tonträger in seinen Bann. Mit Mitte 30 ist er inzwischen eine gereifte Persönlichkeit. Er hat gerade sein Leben neu sortiert und kommt aus einer kreativen Pause wieder zurück in die mediale Öffentlichkeit.

Zum Liszt-Jahr 2011 konnte man Lang Lang in dem Film „The Art of Being a Virtuoso“ noch als jungenhaften, spielerischen Tastenlöwen erleben. Vier Jahre später zeigte „Mission Mozart“ eine neue Facette von Lang Lang: einen Interpreten, der gemeinsam mit Nikolaus Harnoncourt einen über jeden Zweifel erhabenen Mozart präsentiert und der im Dialog mit dem Altmeister jegliche Pose ablegt.

Der Film „Lang Langs Goldberg-Variationen“ präsentiert nun einen neuen Lang Lang: erfahrener, überlegter, nachdenklicher. Und mit den Goldberg-Variationen ein sperriges Solo-Repertoire – Barockmusik mit ganz eigener Klangsprache, so ganz anders als die Bravourstücke, an die man bei Lang Lang zunächst denkt. Der pianist brütet unzählige einsame Stunden über dem Werk, aber er sucht als neugierige und emphatische Persönlichkeit auch den Austausch, zeigt sich als moderne Künstlerpersönlichkeit, die ihre Interpretationen auch im Dialog entwickelt. Und an diesem Dialog lässt er die Zuschauer teilhaben.

Auf Lang Langs sehr persönlicher Reise zu „seinen“ Goldberg-Variationen hat der Musiker wichtige Begleiter: Das ist zunächst seine mütterliche Freundin und Ratgeberin Zhu Ya Fen, die er in Shenzhen trifft. Seine über 80-jährige erste Klavierlehrerin erinnert ihn daran, wer er ist und was ihm in seiner Interpretation wirklich wichtig sein sollte. Für ihn ist sie so etwas wie der Ruhepol, zu dem er immer wieder zurückkehren kann.

In Paris tritt Lang Lang mit seinem Freund und Entdecker Christoph Eschenbach auf und nutzt die Gelegenheit, mit dem Pianisten in dessen Pariser Appartement eine Goldberg-Session einzulegen. Schließlich arbeitet Lang Lang mit dem Cembalisten und Hammerklavierexperten Andreas Staier – der nicht nur der beste Kenner der historischen Aufführungspraxis der Goldberg-Variationen, sondern auch ein leidenschaftlicher Klangsucher ist – in mehreren Treffen jede einzelne Variation durch, die in einem dreitägigen Workshop in Köln ihr Finale finden.

Auf die Phase des Ergründens und Erarbeitens folgt der Realitätscheck: Lang Lang stellt sich mit „seinen“ Goldberg-Variationen dem Publikum der größten Konzertsäle und geht auf weltweite Konzertreise. Vom Tournee-Start im Kurhaus Wiesbaden im März 2020 bis zum Konzert in der Leipziger Thomaskirche, in der Bachs Geist omnipräsent ist, muss er zeigen, ob sich das anspruchsvolle und intime Werk mit den großen Konzertsälen verträgt – und wie er mit den enormen Erwartungen zurechtkommt, die an ihn gestellt werden. Erst nach dieser Konzertreise nimmt Lang Lang das Werk für Tonträger auf – und die Arbeit im Studio wird zur letzten Bewährungsprobe einer künstlerischen Auseinandersetzung.

Lang Langs Weg zu den Goldberg-Variationen illustriert mit vielfältigen Einblicken die Entwicklung des Künstlers: eine sehr persönliche Geschichte mit Hoch-, Tief- und Wendepunkten.

Redaktionshinweis: 3sat zeigt „Lang Langs Goldberg-Variationen“ zum 40. Geburtstag des chinesischen Pianisten Lang Lang am 14. Juni.

Donnerstag, 16.06. (Fronleichnam) / 19:20 Uhr / Zurück in die Ukraine – Die Heimkehr des Fotografen Juri Kosin
Film von Andrzej Klamt
(Erstsendung: 28.05.2022)
3sat

Der ukrainische Fotograf Juri Kosin erlebte den Ausbruch des Kriegs in seiner Stadt Irpin bei Kiew. Er dokumentierte das Geschehen ebenso wie seine Flucht einige Wochen später.

Nun kehrt er in seine Heimat zurück. Kosin weiß nicht, auf welche Situation er in Irpin treffen wird, aber er weiß, dass die Welt dort nicht mehr dieselbe sein wird. Filmemacher Andrzej Klamt begleitet diese schwierige Heimkehr.

Das Gebiet um Kiew gilt wieder als sicher. Die russischen Truppen haben sich aus dem Norden der Ukraine zurückgezogen. Hinterlassen haben sie Orte des Grauens.

Direkt neben Irpin liegt Butscha, wo Zeugnisse schrecklicher mutmaßlicher Kriegsverbrechen gefunden wurden. Auf welche Bilder der Zerstörung wird Juri Kosin bei seiner Heimkehr treffen, was werden ihm Freundinnen und Freunde, seine Nachbarn, andere Künstler berichten? Juri Kosin, der Fotograf, wird mit seinen Bildern das Grauen des Kriegs in seiner Heimat dokumentieren.

Die jüngste Geschichte der Ukraine begleitet der renommierte Fotograf, Kurator und Dozent schon lange. Manche seiner Bilder sind zu Ikonen geworden: ein Lenin-Denkmal, das auf einem offenen Lastwagen abgefahren wird, Impressionen aus der Todeszone von Tschernobyl, Bilder vom Kiewer Majdan 2014.

Nun sind es Zeugnisse eines unmenschlichen Kriegs gegen sein Land, die er mit seinen Fotografien festhält, Bilder brutaler Zerstörung, unendlichen Leids und davon, wie die Menschen innerhalb dieses Albtraums so etwas wie Alltag zu leben versuchen.

Wie kein Krieg zuvor ist dieser auch ein Krieg um die Deutungshoheit von Bildern geworden. Abbildungen vom Kriegsgeschehen, vor allem aber auch von Kriegsverbrechen haben direkte Auswirkungen auf politisches Handeln gezeigt. Bilder werden zum Mittel von Kriegsstrategien.

Über die Möglichkeiten, aber auch Gefahren der Wirkungsmacht von Bildern denkt Juri Kosin intensiv nach – und tauscht sich darüber mit anderen Künstlerinnen und Künstlern aus.

Donnerstag, 16.06. (Fronleichnam) / 21:45 Uhr / 3satFestspielsommer: Sommernachtskonzert Schönbrunn 2022
Live zeitversetzt
Mit Gautier Capuçon (Violoncello)

Programm:
– Ludwig van Beethoven: Ouvertüre Nr. 3 zu „Leonore“, op. 72
– Mykola Lysenko: Valse „La Séparation“
– Arturs Maskats: Tango für symphonisches Orchester
– Camille Saint-Saëns: Konzert für Violoncello Nr. 1, op. 33
– Gioacchino Rossini: Ouvertüre zu „La gazza ladra“
– Georges Enescu: Rumänische Rhapsodie Nr. 1, op. 11/1
– Bedrich Smetana: Ouvertüre zu „Die verkaufte Braut“
– Antonin Dvorák: Slawischer Tanz in e-Moll, op. 72/2

Orchester: Wiener Philharmoniker
Musikalische Leitung: Andris Nelsons
Erstausstrahlung

Vor der Traumkulisse von Schloss Schönbrunn laden die Wiener Philharmoniker zum Sommernachtskonzert. Angesichts des Kriegs in der Ukraine ist die Mission: Völkerverständigung durch Musik!

Dem berühmten Orchester liegt es sehr am Herzen, die verbindende Kraft der Musik in den Vordergrund zu stellen. Den paneuropäischen Gedanken stärken die Wiener Philharmoniker durch die besondere Programmauswahl. Solist des Abends ist Cellist Gautier Capuçon.

Redaktionshinweis: Mit dem „Sommernachtskonzert Schönbrunn 2022“ startet der diesjährige „3satFestspielsommer“. Bis September zeigt 3sat herausragende Konzerte und Opern-Highlights der großen Klassikfestspiele im deutschsprachigen Raum.

Als nächster Beitrag des „3satFestspielsommers“ folgt am Samstag, 18. Juni, um 20.15 Uhr eine Aufzeichnung der Oper „Tosca“ aus der „Dutch National Opera“ in Amsterdam.


Kalenderwoche 25:

Samstag, 18.06. / 20:15 Uhr / 3satFestspielsommer: Tosca
Oper von Giacomo Puccini aus der Niederländischen Oper Amsterdam
3sat

Floria Tosca: Malin Byström
Mario Cavaradossi: Joshua Guerrero
Il barone Scarpia: Gevorg Hakobyan
Cesare Angelotti: Martijn Sanders
Il Sagrestano: Donato Di Stefano
Spoletta: Lucas van Lierop

Bühnenbild: Rufus Didwiszus
Kostüme: Klaus Bruns
Chor: Niederländische Oper, Nieuw Amsterdams Kinderkoor
Orchester: Philharmonisches Orchester, der Niederlande
Musikalische Leitung: Lorenzo Viotti
Regie: Barrie Kosky
Erstausstrahlung

„Tosca“ – ein Opernthriller über Manipulation, Machtmissbrauch und Mord. Opernregisseur Barrie Kosky inszeniert für die Niederländische Oper in Amsterdam und holt „Tosca“ in die Gegenwart.

Puccini komponierte seine berühmte Oper „Tosca“ bereits 1900 in einem sehr futuristischen und cineastischen Stil. So stürmte er mit seiner Erzählweise musikalisch wie inhaltlich ins 20. Jahrhundert und erschuf eines der bekanntesten Werke der Operngeschichte.

Als einer der weltweit gefragtesten Regisseure seiner Zeit bringt Barrie Kosky Opern auf die größten Bühnen und begeistert das Publikum mit seiner eigenen Bildsprache. Auf etablierte Bühnenelemente wie sakrale Kirchenräume, glamouröse samtene Vorhänge oder glitzernde Perlenketten wird komplett verzichtet. Stattdessen erscheint die Bühne in einem abstrakten, zeitgenössischen Stil.

Kosky möchte die „Tosca“ von allen Sehgewohnheiten der Operngeschichte befreien: „Ich wünsche mir, dass das Publikum sich fühlt, als sehe es die ‚Tosca‘ zum ersten Mal.“ Für den deutsch-australischen Opernregisseur ist die „Tosca“ aber auch ein erinnerungsreiches Vergnügen: Im Alter von elf Jahren verliebte er sich tief in Puccinis Oper: „Ich war davon besessen. Ich habe die Oper zu Hause auf dem Klavier gespielt und mitgesungen. Im zweiten Akt habe ich die Tosca gesungen, Scarpia und Cavaradossi. Meine armen Eltern.“

Der Schweizer Dirigent Lorenzo Viotti teilt mit Barrie Kosky die stark empfundene Verbindung zu Puccini: Zusammen mit dem Philharmonischen Orchester der Niederlande taucht er leidenschaftlich in die Tiefe der Partitur ein. So schafft Viotti eine „Tosca“ mit neuen, erlebnisreichen Nuancen, mit viel Kraft, aber auch überraschend langsamen und stillen Momenten. Sein Debüt mit dem Philharmonischen Orchester der Niederlande hatte Lorenzo Viotti im September 2019, seit der aktuellen Saison ist er Chefdirigent des Orchesters.

Nach ihrem sensationellen Rollendebüt der Salome im Jahr 2017 an der Niederländischen Oper kehrt die schwedische Sopranistin Malin Byström nach Amsterdam zurück und übernimmt die Titelrolle der „Tosca“. Der mexikanisch-amerikanische Tenor Joshua Guerrero garantiert mit seiner Erfahrung im italienischen Repertoire eine leidenschaftliche Umsetzung des Künstlers Mario Cavaradossi. Der armenische Bariton Gevorg Hakobyan übernimmt die Rolle des verängstigenden Polizeichefs Scarpia.

Redaktionshinweis: 3sat setzt den diesjährigen „3satFestspielsommer“ am Samstag, 25. Juni, um 20.15 Uhr mit dem Konzert der „Berliner Philharmoniker live in der Waldbühne 2022“ fort.

Sonntag, 19.06. / 3satThementag: Der Traum vom Süden / 3sat

Montag, 20.06. / 06:20 Uhr / Kulturzeit extra: Auf der documenta 15
Kunst zwischen Lumbung und Hallenbad Ost
Moderation: Cécile Schortmann
(Erstsendung: 17.06.2022)
3sat

Eine völlig neue Art von Ausstellung: Mit ruangrupa kuratiert erstmalig ein Künstlerkollektiv die documenta. Was erwartet die Besucher auf der weltweit größten Schau zeitgenössischer Kunst?

„Kulturzeit extra“ stellt das Konzept der documenta fifteen sowie ihre außergewöhnlichen Standorte vor. In der documenta-Tram nimmt Cecile Schortmann die Zuschauer mit ins Schwimmbad-Ost, zu den Hübner-Hallen und an das Fulda-Ufer.

Mit der Chefredakteurin des Kunstmagazins „Monopol“ Elke Buhr ordnet „Kulturzeit extra“ das Besondere der diesjährigen documenta ein und gibt einen Ausblick auf das, was 100 Tage lang in Kassel auf die Kunstwelt zukommt.

Mit ruangrupa übernimmt erstmals ein Kollektiv die künstlerische Leitung der documenta. Wer sind diese neun Künstlerinnen und Künstler aus dem indonesischen Jakarta? Welche Ideen treiben sie an, wie arbeiten sie? Und welche Kunst entsteht dabei? „Kulturzeit extra“ stellt ruangrupa vor und begleitet sie bei ihrer Arbeit.

Wer ruangrupa verstehen will, muss sich erst mal mit ihren Begriffen, etwa „lumbung“, „nongkrong“ oder „majelis“, befassen. Was bedeuten die Reisscheune (lumbung) oder das Prinzip des Abhängens (nongkrong) für ihre Vorstellung von Kunst?

„Kulturzeit“ erklärt in dieser extra-Ausgabe, aber auch schon im Vorfeld in der werktäglichen Magazin-Sendung die sieben wichtigsten Begriffe in einem documenta-Lexikon.

Montag, 20.06. / 01:55 Uhr / Friends of Mark Forster
(Erstsendung: 22.01.2022)
ARD/MDR

Mark Forster ist einer der erfolgreichsten deutschen Musiker. In „Friends of …“ widmet er einen Abend seinem bisher noch nicht live vor Publikum präsentierten neuem Album „Musketiere“.

Neben seinen eigenen Songs, die er im Carl-Maria-von-Weber-Theater in Bernburg spielen wird, hat er ausschließlich weibliche Newcomerinnen für seine Duette eingeladen. Mit dabei sind: Leony, Alli Neumann, Elisa Valerie und Mathea. Es moderiert Sissy Metzschke.

Montag, 20.06. / 03:40 Uhr / Startrampe: Gemeinsam lauter mit RIIVA und Franniethefirst
(Erstsendung: 23.07.2021)
ARD/BR

Zeitgeistiger Hip-Hop trifft auf emotionalen R&B-Pop. Der Rapper Franniethefirst und die Sängerin RIIVA kommen beide aus Franken.

„Startrampe“-Host Fridl Achten lädt die beiden fränkischen Acts zu einem Heimspiel ins E-Werk in Erlangen ein. Mit Franniethehfirst teilt Fridl diverse Interessen wie die Liebe zu Rap, Kochen und Videospiele.

Fridl unterhält sich mit dem Rapper über dessen Kindheit in der Provinz und dessen amerikanischen Wurzeln. Außerdem liefert Franniethefirst mit seinem Jugendfreund SNC eine energetische Live-Session ab.

Mit der Musikerin RIIVA besucht Fridl Achten die alte Musikschule in Fürth und lässt sich den Begriff „Bold Femininity“ erklären – übersetzt „tapfere Weiblichkeit“. So heißt die erste EP von RIIVA. Texte über „female empowerment“ und Gleichberechtigung sind ihre Herzensangelegenheit. Bedeutungsvolle Lyrics kombiniert mit mystisch anmutendem Pop-Elektro-Sound und R&B-Vibes – das trifft komplett den Zeitgeist.

Kultur- und Musikschaffende trifft die Coronakrise besonders hart – keine Konzerte, keine Liveauftritte, keine Festivals, kaum Einnahmen. Um auf diese existenzbedrohende Situation aufmerksam zu machen und der heimischen Kultur- und Musikszene eine Bühne zu bieten, schließen sich „PULS“, BAYERN 3, Bayern 2 und die BR KulturBühne zur Support-Initiative „GEMEINSAM LAUTER“ zusammen. Künstlerinnen und Künstler sowie Bands spielen exklusive Live-Sessions in bayerischen Clubs, und heimische DJs tragen die Clubkultur digital in die Wohnzimmer.

Montag, 20.06. / 04:10 Uhr / Gemeinsam lauter – Anna Reusch und Charnaux
(Erstsendung: 18.06.2021)
ARD/BR

Anna Reusch legt zusammen mit Charnaux für die Support-Initiative „GEMEINSAM LAUTER“ im Institut für Spaß und Gesellschaft in Passau auf. Für die Kunst und gegen den Frust.

Die gebürtige Hessin hat als Jugendliche mit dem Auflegen angefangen und war als DJ längst so etabliert, dass sie davon leben konnte – bis Corona kam. Als DJ muss man im Corona-Lockdown vom Ersparten leben, weil die staatlichen Hilfen nicht ankommen.

Kultur- und Musikschaffende trifft die Coronakrise besonders hart – keine Konzerte, keine Liveauftritte, keine Festivals, kaum Einnahmen. Um auf diese existenzbedrohende Situation aufmerksam zu machen und der heimischen Kultur- und Musikszene eine Bühne zu bieten, schließen sich „PULS“, BAYERN 3, Bayern 2 und die BR KulturBühne zur Support-Initiative „GEMEINSAM LAUTER“ zusammen. Künstlerinnen und Künstler sowie Bands spielen exklusive Live-Sessions in bayerischen Clubs, und heimische DJs tragen die Clubkultur digital in die Wohnzimmer.

Donnerstag, 23.06. / 10:00 Uhr / Live aus Klagenfurt: 46. Tage der deutschsprachigen Literatur
Ingeborg-Bachmann-Preis 2022 – Lesungen und Diskussionen
Moderation: Cécile Schortmann, Christian Ankowitsch
ORF

Nach zwei Spezialausgaben des legendären Literaturwettbewerbs ohne Publikum in den Jahren 2020 und 2021 darf es dieses Jahr in Klagenfurt wieder von Menschen wimmeln.

Vom 23. bis zum 25. Juni stellen sich die 14 Autorinnen und Autoren der siebenköpfigen Jury. Auch das Publikum kann wieder vor Ort mitfiebern. Am Sonntag, 26. Juni, werden ab 11.35 Uhr der 46. Ingeborg-Bachmann-Preis sowie vier weitere Preise vergeben.

Im neuen Licht erstrahlen wird die Preisverleihung. Mehr Glanz und Glamour, mehr Spannung und mehr Bachmann-Feeling, damit sollen nicht nur das einzigartige Wettlesen an sich, sondern insbesondere die Teilnehmenden entsprechend gewürdigt werden. Dafür wurde nicht nur die Sendezeit auf 75 Minuten verlängert, auch das Abstimmungsprozedere wurde reformiert. So wird nun erstmals der Ingeborg-Bachmann-Preis als Höhepunkt am Ende der Sendung verliehen.

Als Moderatorenduo führen Christian Ankowitsch und Cécile Schortmann durch die Livesendungen. In den Mittagspausen werden aktuelle Themen mit Live-Gesprächen vertieft.

Unverändert gegenüber dem Vorjahr bleibt die Jury: Den Vorsitz führt Literaturkritikerin Insa Wilke. Die anderen Jurymitglieder sind die Schriftstellerin Vea Kaiser, die Herausgeberin des Magazins „Literarische Welt“, Mara Delius, die Feuilleton-Chefin der Wochenzeitschrift „Die Furche“, Brigitte Schwens-Harrant, der Leiter des Grazer Literaturhauses, Klaus Kastberger, der Publizist Philipp Tingler und der Literaturkritiker Michael Wiederstein.

Redaktionshinweis: 3sat überträgt die Lesungen und Diskussionen um den Ingeborg-Bachmann-Preis von Donnerstag, 23., bis Samstag, 25. Juni, jeweils ab 10.00 Uhr in voller Länge live. Am Sonntag, 26. Juni, ab 11.35 Uhr zeigt 3sat die Preisverleihung.

Alle Lesungen und Diskussionen aus dem ORF-Landesstudio Kärnten sind nicht nur vollständig auf 3sat, sondern auch als Livestream sowie als Abrufvideo auf 3sat.de zu sehen. Hintergrundinfos sowie die Texte zum Nachlesen finden sich auf https://bachmannpreis.orf.at/.

Über die Social-Media-Kanäle facebook.com und twitter.com können die „Tage der deutschsprachigen Literatur“ mit Kommentaren, Bildern, News und Videos mitverfolgt werden. Der offizielle Hashtag zum Mitdiskutieren und Mittwittern lautet: #tddl.

Auch auf Instagram instagram.com kann man die Veranstaltung verfolgen und so während des gesamten Wettbewerbs einen exklusiven Blick hinter die Kulissen erhalten.

Freitag, 24.06. / 10:00 Uhr / Live aus Klagenfurt: 46. Tage der deutschsprachigen Literatur
Ingeborg-Bachmann-Preis 2022 – Lesungen und Diskussionen
ORF

Nach zwei Spezialausgaben des legendären Literaturwettbewerbs ohne Publikum in den Jahren 2020 und 2021 darf es dieses Jahr in Klagenfurt wieder von Menschen wimmeln.

Vom 23. bis zum 25. Juni stellen sich die 14 Autorinnen und Autoren der siebenköpfigen Jury. Auch das Publikum kann wieder vor Ort mitfiebern. Am Sonntag, 26. Juni, werden ab 11.35 Uhr der 46. Ingeborg-Bachmann-Preis sowie vier weitere Preise vergeben.

Im neuen Licht erstrahlen wird die Preisverleihung. Mehr Glanz und Glamour, mehr Spannung und mehr Bachmann-Feeling, damit sollen nicht nur das einzigartige Wettlesen an sich, sondern insbesondere die Teilnehmenden entsprechend gewürdigt werden. Dafür wurde nicht nur die Sendezeit auf 75 Minuten verlängert, auch das Abstimmungsprozedere wurde reformiert. So wird nun erstmals der Ingeborg-Bachmann-Preis als Höhepunkt am Ende der Sendung verliehen.

Als Moderatorenduo führen Christian Ankowitsch und Cécile Schortmann durch die Livesendungen. In den Mittagspausen werden aktuelle Themen mit Live-Gesprächen vertieft.

Unverändert gegenüber dem Vorjahr bleibt die Jury: Den Vorsitz führt Literaturkritikerin Insa Wilke. Die anderen Jurymitglieder sind die Schriftstellerin Vea Kaiser, die Herausgeberin des Magazins „Literarische Welt“, Mara Delius, die Feuilleton-Chefin der Wochenzeitschrift „Die Furche“, Brigitte Schwens-Harrant, der Leiter des Grazer Literaturhauses, Klaus Kastberger, der Publizist Philipp Tingler und der Literaturkritiker Michael Wiederstein.


Kalenderwoche 26:

Samstag, 25.06. / 10:00 Uhr / Live aus Klagenfurt: 46. Tage der deutschsprachigen Literatur
Ingeborg-Bachmann-Preis 2022 – Lesungen und Diskussionen
ORF/3sat

Nach zwei Spezialausgaben des legendären Literaturwettbewerbs ohne Publikum in den Jahren 2020 und 2021 darf es dieses Jahr in Klagenfurt wieder von Menschen wimmeln. Vom 23. bis zum 25. Juni stellen sich die 14 Autorinnen und Autoren der siebenköpfigen Jury. Auch das Publikum kann wieder vor Ort mitfiebern.
Am Sonntag, 26. Juni, werden ab 11.35 Uhr der 46. Ingeborg-Bachmann-Preis sowie vier weitere Preise vergeben.
Im neuen Licht erstrahlen wird die Preisverleihung. Mehr Glanz und Glamour, mehr Spannung und mehr Bachmann-Feeling, damit sollen nicht nur das einzigartige Wettlesen an sich, sondern insbesondere die Teilnehmenden entsprechend gewürdigt werden. Dafür wurde nicht nur die Sendezeit auf 75 Minuten verlängert, auch das Abstimmungsprozedere wurde reformiert. So wird nun erstmals der Ingeborg-Bachmann-Preis als Höhepunkt am Ende der Sendung verliehen. Als Moderatorenduo führen Christian Ankowitsch und Cécile Schortmann durch die Livesendungen.
In den Mittagspausen werden aktuelle Themen mit Live-Gesprächen vertieft. Unverändert gegenüber dem Vorjahr bleibt die Jury: Den Vorsitz führt Literaturkritikerin Insa Wilke. Die anderen Jurymitglieder sind die Schriftstellerin Vea Kaiser, die Herausgeberin des Magazins „Literarische Welt“, Mara Delius, die Feuilleton-Chefin der Wochenzeitschrift „Die Furche“, Brigitte Schwens-Harrant, der Leiter des Grazer Literaturhauses, Klaus Kastberger, der Publizist Philipp Tingler und der Literaturkritiker Michael Wiederstein.

Samstag, 25.06. / 20:15 Uhr / 3satFestspielsommer: Die Berliner Philharmoniker live in der Waldbühne 2022
Saisonabschlusskonzert

Mit Daniil Trifonov (Klavier)

Programm:
– Anatoli Ljadow: „Kikimora“ op. 63
– Sergej Rachmaninov: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 c-Moll op. 18
– Modest Mussorgsky: „Bilder einer Ausstellung“

Orchester: Berliner Philharmoniker
Musikalische Leitung: Kirill Petrenko

Die Berliner Philharmoniker beenden ihre Konzertsaison traditionell in der Waldbühne. Unter der Leitung von Kirill Petrenko spielen sie unter anderem Werke von Rachmaninow und Mussorgsky.

Eine sternenklare Nacht und die „Berliner Luft“, zauberhafte Musik und eine ganz besondere Konzert-Atmosphäre mit Picknick-Charme: Das ist die Rezeptur zu einem besonderen, sommerlichen Musikerlebnis.

Große Emotionen können die rund 20.000 Zuschauer in der Freilichtarena beim fulminanten zweiten Klavierkonzert von Sergej Rachmaninow erleben. Der Pianist Daniil Trifonov gibt damit sein Debüt bei einem Waldbühnenkonzert.

Mit kraftvollen Farben beenden die Berliner Philharmoniker dann ihre Saison. Für den Abschluss wird der Chefdirigent Kirill Petrenko die „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgsky dirigieren.

Redaktionshinweis: 3sat setzt den diesjährigen „3satFestspielsommer“ am Samstag, 2. Juli, um 20.15 Uhr mit dem Eröffnungskonzert vom „Lucerne Festival 2021“ fort. Am Sonntag, 3. Juli, um 20.15 Uhr übertragt 3sat live das Eröffnungskonzert des „Schleswig-Holstein Musik Festival 2022“.


Samstag, 25.06. / 22:45 Uhr / Der Fürst Pückler Park Bad Muskau – Welterbe mit grünem Daumen
Film von René Römer
(Erstsendung: 31.08.2021)

Im seinem nordöstlichsten Zipfel ist Sachsen ein Welterbe-trächtiges Zauberreich. Dort liegt der deutsch-polnische „Fürst Pückler Park“ in Bad Muskau in der Lausitzer Landschaft.

Hermann Ludwig Heinrich Graf von Pückler-Muskau hat in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf einem von der Neiße durchäderten Tal seine Vision von einem englischen Landschaftspark in einem 850 Hektar großen Refugium umgesetzt.

Der größte Park seiner Art in Zentraleuropa sollte wie eine natürliche Ideallandschaft aus Wiesen, Hügeln, Teichen, Wegen, Brücken und Baumgiganten erscheinen – und war doch geniales Menschenwerk. Pückler ließ bis zu 25 Meter hohe Bäume verpflanzen. Heute hat eine freistaatliche Stiftung die Hege und Pflege des „Pückler Parkes“ unter sich, „beackern“ die Stiftungsgärtner ein grünes Vermächtnis, das jährlich 300.000 Besucherinnen und Besucher in seinen Bann schlägt.

Das weinrote Muskauer Schloss wurde bei Kriegsende von Marodeuren abgefackelt, präsentiert sich inzwischen aber liebevoll saniert und mit spannender Ausstellung zum skandalträchtigen Fürsten Pückler, der sich couragiert in der Völkerschlacht bei Leipzig schlug, das Vertrauen des Zaren genoss, mit einem Heißluftballon aufstieg und angeblich weiße Hirsche vor seine Kutsche spannte.

Ständig war dieser Pückler klamm und auf der Suche nach einer Braut mit reicher Mitgift, verfasste über seine amourösen und sonstigen Abenteuer Bestseller und frönte seiner „Parkomanie“. Die insbesondere habe ihn ruiniert, lautet ein gängiges Klischee, sodass er sich auf den Alterssitz in Branitz zurückziehen und verkleinern musste, sich aber trotzdem PR-trächtig in einer Erdpyramide bestatten ließ.

Die Dokumentation schwelgt in den von Pückler erdachten Blickachsen, zeigt, wie man seine Lieblingsfrucht, die Ananas, noch immer in Gewächshäusern zieht, wie 250 Jahre alte Bäume behütet werden wie ein Schatz – und erzählt, wie ein echtes Fürst-Pückler-Eis entsteht. Außerdem räumt der Film mit vielen Legenden über den Fürsten auf, der ein fähiger Soldat war, ein Dandy und Don Juan der Oberlausitz, ein Schuldenmacher und Aufschneider. Vor allem aber ein genialer Landschaftsgärtner.

Sonntag, 26.06. / 11:35 Uhr / 46. Tage der deutschsprachigen Literatur
Ingeborg-Bachmann-Preis 2022 – Preisverleihung

Zum 46. Mal wird in Klagenfurt der Ingeborg-Bachmann-Preis vergeben. Am 26. Juni 2022 wählt die Jury unter Vorsitz von Insa Wilke aus 14 Autorinnen und Autoren den Preisträger.

Außerdem entscheidet die Jury auch über die Vergabe des mit 7500 Euro dotierten 3sat-Preises. Christian Ankowitsch und Cécile Schortmann führen als Moderatoren-Duo durch die Livesendungen.

Redaktionshinweis: Die Preisvergabe in voller Länge ist auch als Livestream auf 3sat.de zu sehen. Die Preisträger sind auf der 3satText-Seite 599 zu finden.

Sonntag, 26.06. / 18:00 Uhr / Buchzeit ~ Aus der Cadoro, Mainzer Zentrum für Kunst und Wissenschaft
Moderation: Gert Scobel
Erstausstrahlung

Der Sommer steht vor der Tür – und mit ihm die Ferienwochen. Zeit für gute Bücher! Das Team der „Buchzeit“ empfiehlt Lektüre für den Reisekoffer oder den heimischen Büchertisch.

Die Literaturexpertinnen Barbara Vinken, Sandra Kegel und Katrin Schumacher diskutieren mit Gert Scobel über Bücher und so manche existenzielle Frage des Lebens an sich. – Eine Sendung aus der CADORO, dem Mainzer Zentrum für Kunst und Wissenschaft.

Was bedeutet es, in Russland mit zwei Vätern als Eltern aufzuwachsen, die homosexuell sind? „Die Lüge“ heißt der Roman des jungen russischen Schriftstellers Mikita Franko, der eindringlich schildert, was es für Auswirkungen hat, wenn alternative Lebensentwürfe nur im Verborgenen stattfinden können.

Ihr ganzes Leben lang hat sie Sport gemacht. Jetzt, wo das gesundheitlich nicht mehr möglich ist, trainiert ihr pensionierter Mann plötzlich für einen Marathon. Der Beginn einer Nagelprobe für diese Ehe. „Die Letzten werden die Ersten sein“ heißt der jüngste Roman der Erfolgsautorin Lionel Shriver, der auch unseren modernen Fitnesswahn thematisiert und unsere Probleme damit, den Verfall unserer Körper zu akzeptieren.

Der Jurist und Autor Roth zieht sich zum Schreiben eines Buches nach Niendorf an die Ostsee zurück. Dort ist nicht viel los, ein fettleibiger und ständig alkoholisierter Strandkorbverleiher gehört zu seinen wenigen sozialen Kontakten. Immer mehr gerät er in die Fänge dieses aufdringlichen Mannes und verändert sich selbst darüber völlig. Ein „Sommer in Niendorf“ heißt dieser Roman von Heinz Strunk.

Eine Tochter liest in den Tagebüchern ihres Vaters und erfährt dadurch, wie er wirklich lebte und dachte: Der Botaniker Michel Adanson verliebte sich auf einer Expedition in den Senegal in eine farbige Heilerin, die sich im Dschungel vor der Versklavung versteckte. Diese Liebe änderte seinen Blick auf die Kolonialmacht radikal. „Reise ohne Wiederkehr oder Die geheimen Hefte des Michel Adanson“ heißt dieser neue Roman von David Diop.

Donnerstag, 30.06. / 22:55 Uhr / Agatha Christie und der Orient
Film von Sabine Scharnagl
(Erstsendung: 05.01.2022)

Im Herbst 1928 bestieg Agatha Christie in London den Orient-Express, um allein nach Bagdad zu reisen. Ein spontane Entscheidung, die den Rest ihres Lebens bestimmen sollte.

Basierend auf erstmals veröffentlichten Aufnahmen aus dem Privatarchiv der Nachkommen Christies zeichnet die Dokumentation „Agatha Christie und der Orient“ die Anfänge und lebenslange Liebe der Schriftstellerin zum Orient nach.

Agatha Christie war bereits eine erfolgreiche und bekannte Krimiautorin, als sie ihre Reise in den Mittleren Osten antrat. Eine gescheiterte Ehe lag hinter ihr. Es war an der Zeit, sich selbst neu zu finden und zu erfinden. Es war der Anfang einer Liebe zu einer Region der Welt, die ihr ganzes Leben lang andauern sollte.

Zum ersten Mal sah Agatha Christie die britischen Ausgrabungen in Mesopotamien und freundete sich mit dem großen Archäologen Leonard Woolley und seiner Frau Katharine an. Als sie im darauffolgenden Jahr zurückkam, lernte sie auch den jungen Archäologen Max Mallowan kennen. Noch vor Ablauf eines Jahres waren die beiden verheiratet. Es begann eine literarisch-archäologische Partnerschaft, die nicht glücklicher hätte sein können.

In den nächsten Jahrzehnten, nur unterbrochen vom Zweiten Weltkrieg, begleitete Agatha Christie ihren Mann jedes Jahr auf seinen Grabungskampagnen zunächst im Irak und später in Syrien. Sie dokumentierte die Ausgrabungen fotografisch und nutzte die Zeit zur Arbeit an ihren Büchern. Viele ihrer Krimis reflektieren ihre Erlebnisse: „Mord in Mesopotamien“ oder auch „Sie kamen nach Bagdad“.

Max Mallowan grub zunächst in Tell Arpachiyah im Irak, doch entschied er sich dann für einen Wechsel nach Syrien, nachdem sich die politische Situation im Irak verschärft hatte. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs unternahm er Grabungen in Chagar Bazar und Tell Brak. Agatha Christie war nicht nur immer an seiner Seite, sie hielt diese Zeit mit unzähligen Fotoaufnahmen fest – und, für die damalige Zeit höchst ungewöhnlich, sie brachte sich die Handhabung einer Filmkamera bei und dokumentierte alles, was sie an den Grabungen und in der Umgebung interessierte: Max, seine Kollegen, die irakischen Helfer und sogar die Hunde im Lager der Archäologen.

Auch bei diesen Filmaufnahmen und Fotos zeigte sie sich als die scharfe und humorvolle Beobachterin von Menschen und Situationen, die sie auch in all ihren Büchern ist. Diese Aufnahmen aus dem Privatarchiv der Nachkommen Christies werden der Filmautorin Sabine Scharnagl zur Verfügung gestellt und damit zum ersten Mal veröffentlicht.

Von 1949 bis 1963 führte Max Mallowan Ausgrabungen in Nimrud im heutigen Irak, 30 Kilometer entfernt von Mossul, durch. Auch hier war Agatha immer an seiner Seite, genoss die Freiheit und den Mannschaftsgeist unter den Archäologen. Ein Leben so ganz anders als das Leben, das die damals schon weltberühmte Schriftstellerin in England hatte.

Ihre glückliche Zeit als die Frau eines Archäologen beschrieb Agatha Christie in dem Buch „Come, Tell Me How You Live“, das im kriegsgebeutelten London des Zweiten Weltkriegs entstand – wie sie selbst sagt, als eine Erinnerung an die glückliche und friedliche Welt im Nahen Osten zwischen den Kriegen.


Regelmäßige Kultursendungen auf 3sat:

Montags – freitags, 19:20 Uhr: Kulturzeit
Das 3sat Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
3sat
“Kulturzeit” ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat.
“Kulturzeit” mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.

Samstags, 09:05 Uhr: Kulturplatz
Das Kulturmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen, SRF
Hinein ins pralle Leben: “Kulturplatz” greift auf, was die Menschen beschäftigt, welche Fragen sie sich stellen. Und zeigt, dass die Kultur Antworten gibt.
“Kulturplatz” findet mitten im Leben statt: im Supermarkt, am Musikfestival, im Wald. Denn Kultur ist viel mehr als Musik, Literatur und Kunst. Kultur durchdringt unser Leben. Wo jemand nachzudenken beginnt, da entsteht Kultur.
Diesem Credo ist “Kulturplatz” verpflichtet. Die Sendung will für Kultur begeistern und behält dabei die wichtigsten Akteure und Ereignisse des Kulturbetriebes im Blick. “Kulturplatz” spürt Trends auf und präsentiert Neuentdeckungen.

Freitags, nach Mitternacht: lebensArt
ORF
Peter Schneeberger und Clarissa Stadler präsentieren Inhalte, die nicht nur vom Kulturkalender, sondern auch von gesellschaftlichen und kulturpolitischen Entwicklungen bestimmt werden.
Neue und andere Sichtweisen erleichtern den Zugang zu Literatur und Musik, Film und Theater, Architektur und Bildender Kunst. Das Kulturmagazin ist feuilletonistisch, hintergründig und reflexiv.


Diese Übersicht wird stets mehrere Wochen vor den jeweiligen Sendeterminen erstellt. Aktuelle Programmänderungen sind u. U. nicht berücksichtigt. Diese finden sich auf 3sat.de.

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