arte und 3sat übertragen in ihren umfangreichen Programmen regelmäßig Dokumentationen über Künstler und Kulturereignisse, dazu Konzerte (von Klassik über Pop & Rock bis Heavy Metal), Musicalfilme, Opern-, Tanz- und Theatervorstellungen.
Diese Seite informiert über bevorstehende interessante Ausstrahlungstermine auf 3sat aus dem Kulturbereich.


Montag, 23.03. / 02:00 Uhr / dein buch – Das Beste von der Leipziger Buchmesse 2026
Im Streaming: 23. März 2026, 02.00 Uhr bis 22. März 2027
Moderation: Katty Salié, Yara Hoffmann
Erstausstrahlung

Auf der ARD/ZDF/3sat-Literaturbühne der Buchmesse Leipzig treffen sich an vier Tagen die wichtigsten Autoren aus Sachbuch und Belletristik und stellen ihre aktuellen Bücher vor.

Fast 70 Autorinnen und Autoren sind zu Gast auf der gemeinsamen Literaturbühne von ARD, ZDF und 3sat, darunter die Trägerinnen und Träger des Preises der Leipziger Buchmesse und des „Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung“.

Literaturstars wie Bodo Kirchhoff und Lukas Rietzschel diskutieren in Gesprächen mit Thea Dorn ihre neuen Romane. „Literaturpapst“ Denis Scheck stellt seinen persönlichen Literaturkanon vor. Peggy Mädler und Judith Hermann sprechen über ihre aktuellen Erscheinungen.

Montag, 23.03. / 03:35 Uhr / The Hooters beim SWR Sommerfestival 2025 in Speyer
Im Streaming: 23. März 2026, 06.00 Uhr bis 22. März 2028
(Erstsendung: 13.09.2025)

Unter dem Motto „45 Alive“ feiern The Hooters beim „SWR Sommerfestival 2025“ in Speyer ihre 45-jährige Bandgeschichte mit unvergesslichen Klassikern.

Ihre Welthits wie „All You Zombies“, „Johnny B.“ und „Satellite“ platzieren sich bis heute regelmäßig in den Charts. Mit einer einzigartigen Mischung aus Ska, Reggae und Rock begeistert die aus Philadelphia stammende Band ihre Fans bei der Jubiläumstour.

Das 2023 veröffentlichte Album „Rocking & Swing“ markiert eine Rückkehr der Hooters zu ihren musikalischen Wurzeln der frühen 1980er-Jahre. Auf diesem Album sind auch erstmalige Aufnahmen einiger früher Songs zu finden, die sie in den Anfängen auf Clubkonzerten live performed hatten.

The Hooters teilten während ihrer Bandgeschichte schon die Konzertbühnen mit Stars wie U2, The Police, Bryan Adams und Peter Gabriel.

Montag, 23.03. / 05:25 Uhr / SWR Big Band – Heimspiel #17.1
Im Streaming: 23. März 2026, 06.00 Uhr bis 22. März 2028
(Erstsendung: 24.08.2025)

„Mehr als nur Freunde“ – das bezeichnet die Beziehung zwischen der SWR Big Band und Sammy Nestico (1924-2021). Die Musiklegende war unter anderem für das Count Basie Orchestra tätig.

Außerdem schrieb er für Barbara Streisand und Frank Sinatra und hatte mit Quincy Jones eine gemeinsame Big Band. Der Arrangeur kam mit 80 Jahren zum ersten Mal für eine CD Produktion nach Stuttgart. Dort lernte Nestico die SWR Big Band kennen und lieben.

Im Lauf der Jahre sind fünf CDs entstanden – die jüngste, mit der sich die Big Band posthum vor Sammy verneigt, heißt „More Than Just Friends“. Sie enthält sowohl ausgesuchte Werke aus dem Nestico-Repertoire als auch bis dato unveröffentlichte Stücke, die Sammy exklusiv für die Band geschrieben hatte. Seine Musik swingt, hat Soul, Funk und Blues und ist extrem gut hörbar.

Im Stuttgarter Römerkastell präsentierte die SWR Big Band die Songs als Premiere unter Leitung ihres Lead-Posaunisten Marc Godfroid.

Freitag, 27.03 . / 21:45 Uhr / Ku’damm 59 (1/3): Nicki und Freddy machen Musik
Fortsetzung der Familiengeschichte, Deutschland 2018
Buch: Annette Hess
Regie: Sven Bohse

Berlin, 1957: Monika erreicht hochschwanger die Wohnung der Schöllacks. Sie hat ihre Bleibe verloren und möchte in ihrem alten Zuhause unterkommen. Doch Mutter Caterina weist sie ab.

Als ledige Schwangere wird Monika auch im Krankenhaus kritisch beäugt. Als sie aus dem Delirium eines Kindbettfiebers erwacht, hat Caterina alles geregelt und Dorli bei Pflegeeltern untergebracht: Monikas Schwester Helga und deren Ehemann Wolfgang.

Zwei Jahre später. Dorli ist der Kitt für die Ehe von Helga und Wolfgang, denn sie hilft, seine Homosexualität zu kaschieren. Monika darf ihre Tochter zwar regelmäßig besuchen, aber Helga verlangt, dass sie dem Kind gegenüber als „Tante“ auftritt, und schränkt Monikas Besuchsrecht immer stärker ein. Doch Monika kämpft um ihre Tochter.

Gleichzeitig nimmt Monikas und Freddys Karriere Fahrt auf. Auch Caterina hat daran ihren Anteil, schließlich vermarktet sie das Duo „Nicki und Freddy“ erfolgreich als Managerin und verschafft ihnen eine Rolle in einem Heimatfilm. Dabei lernt Caterina den Regisseur Kurt Moser kennen, der einen bleibenden Eindruck bei ihr hinterlässt.

Auch Monika muss sich ihren Gefühlen stellen, als Joachim Franck aus seinem Auslandsaufenthalt nach Berlin zurückkehrt und die beiden sich am Filmset begegnen.

Monikas jüngere Schwester Eva ist hingegen unglücklich in ihrer Ehe mit Professor Fassbender. Fassbender ist nicht nur notorisch eifersüchtig – er lebt auch seine patriarchale Macht aus, wo er nur kann.

Darsteller:
Monika Schöllack: Sonja Gerhardt
Caterina Schöllack: Claudia Michelsen
Helga von Boost: Maria Ehrich
Eva Fassbender: Emilia Schüle
Joachim Franck: Sabin Tambrea
Freddy Donath: Trystan Pütter

Freitag, 27.03 . / Ku’damm 59 (2/3): Der Skandal
Fortsetzung der Familiengeschichte, Deutschland 2018
Buch: Annette Hess
Regie: Sven Bohse

Monika und Joachim lieben sich noch immer, und Monika möchte ihr Leben mit ihm verbringen. Doch Joachim macht Monika ein Geständnis, das eine Beziehung der beiden verhindert.

Verzweifelt stürzt sich Monika in ihre Filmkarriere – auch, damit ihre Tochter Dorli später einmal stolz auf sie ist. Doch schon bald spürt Monika, dass sie in der aufgesetzten Welt des Filmgeschäfts nicht glücklich werden kann, und sorgt für einen Skandal.

Währenddessen werden Fassbenders Methoden, Eva seine Macht spüren zu lassen, immer sadistischer. Eva flieht aus ihrer Ehe und mietet mithilfe ihrer Schwester Monika eine eigene Wohnung an. Doch schnell merkt sie, wie eng die Grenzen sind, in denen sie sich als alleinlebende Frau bewegen kann.

Helga hat inzwischen herausgefunden, dass sich Wolfgang ernsthaft in einen Kollegen verliebt hat. Als sie Zuflucht bei ihrer Mutter Caterina sucht, ist diese jedoch mit sich selbst beschäftigt, denn Kurt Moser hat sein wahres Gesicht gezeigt.

Freitag, 27.03 . / 23:30 Uhr / Ku’damm 59 (3/3): Im Urwald
Fortsetzung der Familiengeschichte, Deutschland 2018
Buch: Annette Hess
Regie: Sven Bohse

Monika gründet mit Freddy eine Blues-Band und absolviert erfolgreich die ersten Auftritte. Da wird Eva plötzlich mit einer schlimmen Kopfverletzung bewusstlos in ihrer Wohnung aufgefunden.

Doch nicht der eifersüchtige Fassbender wird festgenommen, sondern Joachim. Denn Eva ist sich sicher, dass Joachim in ihrer Wohnung war. Monika fragt sich, ob Joachim wirklich so eine Tat begehen könnte, und begibt sich auf die Suche nach einem Alibi.

Dabei trifft sie auf Ninette und findet heraus, warum Ninette Joachim ein Alibi verweigert. Wird Monika Joachim helfen können?

Helga steht indessen vor einem Scherbenhaufen. Wolfgang, der in seinem Kollegen Hans Liebknecht seine erste richtige Liebe gefunden hat, möchte sie verlassen – und das, obwohl sie ihm gerade ein gesundes Kind geboren hat. Helga kann und will seine Entscheidung nicht akzeptieren.

Caterina trifft zudem nach Kurt Mosers skandalösem Verhalten eine konsequente Entscheidung.

Freitag, 27.03 . / 05:45 Uhr / Marie Diot: Musik & Quatsch
3satFestival Mainz, September 2024
Im Streaming: 28. März 2026, 10.00 Uhr bis 27. März 2028
Regie: Volker Weicker

Eine Mischung aus Indie-Pop, Chanson und sehr viel Spaß – das verspricht Marie Diot. Ein Abend voller Freude, auf den sich das Publikum beim „3satFestival“ freuen kann.

Gemeinsam mit dem Multiinstrumentalisten Fabian Großberg berührt sie regelmäßig das Publikum mit ihrem Programm „Musik & Quatsch“. Dabei begeistern sie mit Charme, aber auch Ironie und Wortwitz. Ihre Lieder und Melodien versprühen Melancholie und Gelassenheit.

Das Programm „Musik & Quatsch“ verspricht genau das, was im Titel steht: Musik und Quatsch! Mit Geschichten aus dem Leben und den richtigen Worten präsentiert Marie Diot sich stets gelassen. Dabei zeigt sich die Liedermacherin gemeinsam mit Fabian Großberg sowohl musikalisch als auch thematisch vielseitig. Sie bewegen sich geschickt zwischen Melancholie und Albernheit, Indie-Pop und Chanson und verbinden alles mit ihrem einzigartigen Stil. Genau diesen Stil bringen sie für 30 Minuten mit auf die „3satFestival“-Bühne.


Samstag, 28.03. / 19:20 Uhr / Max Ernst – Der Surrealist und das Trampeltier
Film von Daniel Guthmann und Christian Buckard
Im Streaming: 27. März 2026, 10.00 Uhr bis 28. April 2026
Erstausstrahlung

Der Maler Max Ernst: Freigeist, Frauenliebling, Antifaschist. Zum 50. Todestag am 1. April 2026 erzählt der Film die spannende Geschichte des revolutionären Wegbereiters des Surrealismus.

Die rätselhaft-magischen Bildwelten Max Ernsts (1891–1976) faszinieren und verstören zugleich. Geprägt von seinen Erfahrungen mit Krieg und Faschismus spiegeln sie eine künstlerische Haltung, die bis heute nichts von ihrer Dringlichkeit verloren hat.

Im Juni 1940 befindet sich Max Ernst in einer bedrohlichen Situation: Während die deutschen Truppen immer weiter in Richtung Südfrankreich vorrücken, ist er mit anderen deutschen und österreichischen Staatsbürgern als vermeintlich „feindlicher Ausländer“ in einem Internierungslager bei Aix-en-Provence inhaftiert. Für den Hitler-Gegner Max Ernst, dessen Werke von den Nationalsozialisten als „entartete Kunst“ diffamiert werden, wäre es gefährlich, in ihre Hände zu fallen.

Von diesem Moment aus erzählt der Film rückblickend das Leben des epochalen Künstlers bis zu seinem US-amerikanischen Exil in den 1940ern. Im ersten Weltkrieg hatte Max Ernst selbst als Soldat in den Kampf ziehen müssen. Die traumatisierende Fronterfahrung wird zu einem Schlüsselerlebnis in seiner Biografie. Von diesem Zeitpunkt an ist Max Ernst immer auch ein politischer Künstler. Ein Künstler, der die alte Gesellschaftsordnung zerstören will. Zusammen mit den Pariser Surrealisten um André Breton zettelt er eine kulturelle Revolution an, deren Erschütterungen über die Kunstwelt hinaus gehen.

Mit seinem 1937 entstandenen Werk „Der Hausengel“ – dem „Trampeltier, das alles, was ihm in den Weg kommt, zerstört und vernichtet“, thematisiert Max Ernst die menschliche Zerstörungslust. Die Figur des Trampeltiers ist eine Allegorie auf die Diktatoren seiner Zeit, die heute aktueller denn je ist.

Mit Archivmaterial, Elementen der Graphic Novel und hochrangigen Interviewpartnern zeichnet der Film ein lebendiges Porträt des Malers in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Redaktionshinweis: 3sat zeigt „Max Ernst – Der Surrealist und das Trampeltier“ zum 50. Todestag des Malers und Grafikers am 1. April.

Samstag, 28.03. / 20:15 Uhr / Mozart-Requiem
Stadttheater Wiener Neustadt, 2025
(aus der ORF-Reihe „Erlebnis Bühne“)

Mit Christina Gansch (Sopran), Kate Lindsey (Mezzosopran), Matthew Newlin (Tenor) und Alexander Grassauer (Bass)
Chor: Konzertchor Interpunkt
Orchester: Tonkünstler-Orchester Niederösterreich
Musikalische Leitung: Andreas Ottensamer
Bildregie: Dániel Kapi

Ein festlicher Abend mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich im Stadttheater Wiener Neustadt: Unter der Leitung von Andreas Ottensamer erklingen ein Meisterwerk von Mozart.

Zur Aufführung kommt das ergreifende Requiem in d-Moll KV 626, Mozarts unvollendetes Vermächtnis, das durch Franz Xaver Süßmayr vollendet wurde. Ein Abend, der von der unvergleichlichen Musik Mozarts und Strahlkraft des vielseitigen Orchesters getragen wird.

Mit den Solistinnen und Solisten Christina Gansch, Kate Lindsey, Matthew Newlin, Alexander Grassauer sowie dem Konzertchor Interpunkt und den Tonkünstlern entfaltet sich ein Klangereignis voller Dramatik, Hoffnung und Transzendenz.

Samstag, 28.03. / 21:05 Uhr / Mozart und die Violine
Film von Alexander Hellbrügge
(aus der ORF-Reihe „Erlebnis Bühne“)
(Erstsendung: 14.09.2025)

Roberto González-Monjas ist als Dirigent und als Geiger international gefragt. In beiden Rollen widmet er sich mit dem Mozarteumorchester Salzburg sämtlichen Violinkonzerten Mozarts.

Der Film begleitet die Musiker und ihren Chefdirigenten bei diesem Projekt. Er beleuchtet Hintergründe der Werke und Mozarts Salzburger Zeit und spannt einen Bogen zur Geschichte der drei Institutionen mit dem Namen Mozarteum: Orchester, Stiftung, Universität.

Sonntag, 29.03. / 10:05 Uhr / Kaminer Inside: Schloss Neuschwanstein
Film mit Wladimir Kaminer
Im Streaming: 29. März 2026, 10.00 Uhr bis 27. August 2026
(Erstsendung: 28.08.2021)

Ein Schloss wie aus einem Traum: Auf einen zerklüfteten Felsen in 1000 Metern Höhe gebaut, gilt Neuschwanstein als berühmtestes Märchenschloss der Welt.

Der Schriftsteller Wladimir Kaminer besucht Schloss Neuschwanstein und wandelt auf den Spuren seines Bauherrn, König Ludwig II. von Bayern. Aufgrund der Coronapandemie war das Schloss lang geschlossen – eine einmalige Gelegenheit für Kaminer, es zu erkunden.

Der „Kini“ ließ seine idealisierte Vorstellung einer alten deutschen Ritterburg ab 1869 errichten. In der Abgeschiedenheit der Bergwelt plante er, den Werken seines Freundes und Idols Richard Wagner den idealen Raum zu geben. Die Bühnenbilder zu den Opern des Komponisten und die Wartburg waren seine Inspirationsquellen. Doch bei aller Romantik wollte Ludwig II. nicht auf den Komfort verzichten, den seine Zeit bereits zu bieten hatte. So ist Neuschwanstein hinter den Kulissen mit für das 19. Jahrhundert modernster Technik ausgestattet: einer Zentralheizung, einem Telefon und einer Toilette mit automatischer Wasserspülung.

Aufgrund der Coronapandemie war Neuschwanstein monatelang geschlossen – eine einmalige Gelegenheit für Wladimir Kaminer, das Schloss so zu erleben, wie es sich Ludwig II. gewünscht hatte: als Rückzugsort, vollkommen allein, ohne die Tausenden Besucherinnen und Besucher, die normalerweise durch die Gänge strömen. Denn Neuschwanstein gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Welt, jedes Jahr pilgern 1,5 Millionen Gäste ins beschauliche Schwangau, um Ludwigs Märchenbau live zu erleben.

Das hat Spuren hinterlassen: Touristinnen und Touristen tragen Staub und Schmutz in das Schloss. Außerdem bringen sie mit der Atemluft, ihrem Schweiß und mit regennasser Kleidung viel Feuchtigkeit hinein. Die Folge: Textilien schimmeln, die Wandfarben verblassen, das Parkett ist kaputt. Für mehr als 20 Millionen Euro wird Neuschwanstein jetzt erstmals seit 130 Jahren restauriert. Ein Mammutprojekt: 93 Räume und mehr als 2300 Einzelobjekte, Gemälde, Möbel, Textilien, Fenster, Türen und Wände werden aufgearbeitet.

Wladimir Kaminer lässt sich die nötigen Restaurationsarbeiten erklären, erkundet das Allerheiligste des Königs, begegnet hingebungsvollen Fans des Monarchen und begibt sich auf die Spuren von dessen rätselhaftem Tod.

Sonntag, 29.03. / 10:50 Uhr / Kaminer Inside: Deutsche Märchenstraße
Film von Nadja Kölling
Im Streaming: 29. März 2026, 10.00 Uhr bis 28. März 2028
(Erstsendung: 04.10.2025)

Wladimir Kaminer radelt entlang der Deutschen Märchenstraße – auf den Spuren von Grimms Märchen, Schneewittchen, dem Rattenfänger von Hameln und Baron Münchhausen.

Von Marburg bis Bremen entdeckt Wladimir Kaminer die Ursprünge deutscher Märchen. Er trifft Märchenfiguren, Forschende und Sagengestalten und fragt: Was ist wahr, was erfunden? Eine Reise durch Mythen, Geschichte und deutsche Kulturlandschaft.

In der neuen Folge von “Kaminer Inside“ nimmt Wladimir Kaminer die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine märchenhafte Reise entlang der Deutschen Märchenstraße. Mit dem Fahrrad erkundet er Orte, an denen Grimms Märchen lebendig werden: In Marburg trifft er Märchenerzählerin Karin Kirchhain und fragt: Wie wurden die Märchen überhaupt gesammelt – und was sagen sie uns heute noch über Ängste, Träume und gesellschaftliche Normen?

Bei Bad Wildungen steigt Waldimir Kaminer in ein altes Kupferbergwerk hinab. Gemeinsam mit Heimatforscher Eckhard Sander macht er sich auf die Spur von Schneewittchen und den sieben Zwergen, die vermutlich menschliche Vorbilder hatten.

In Hameln lässt er sich von dem modernen Rattenfänger Brian Boyer verzaubern und erfährt: Der Rattenfänger ist eigentlich gar keine Märchenfigur – wie viel von seiner Geschichte ist also wahr?

Im geheimnisvollen Reinhardswald erfährt Kaminer von Jägerin Andrea Robrecht, wo Hänsel und Gretel oder Dornröschen ihren Ursprung haben könnten und warum der Wald eine so wichtige Rolle in vielen Märchen spielt.

In Bodenwerder folgt Wladimir Kaminer den Spuren des legendären Baron Münchhausen, der mit seinen unglaublichen Geschichten Wahrheit und Fantasie verschwimmen ließ.

„Kaminer Inside: Deutsche Märchenstraße“ ist eine Entdeckungsreise durch deutsche Kulturgeschichte, Mythen und Sagen, voller überraschender Begegnungen, starker Emotionen und zeitloser Fragen: Was erzählen uns Märchen über uns selbst – und warum brauchen wir sie heute mehr denn je?

Sonntag, 29.03. / 11:35 Uhr / Last Dance
Spielfilm, Schweiz 2022
Regie: Delphine Lehericey
Länge: 83 Minuten

Nach dem Tod seiner Frau springt der 75-jährige Germain für sie in einem modernen Tanzensemble ein. Seine Kinder ahnen nichts von seinem Engagement, was zu manchem Missverständnis führt.

Berührende Tragikomödie von Delphine Lehericey.

Germain und Lise sind seit vielen Jahren verheiratet. Das Rentnerpaar genießt den Ruhestand und sieht seine beiden Kinder und deren Familien regelmäßig. Doch Lise hat neben der Familie eine andere große Leidenschaft: Sie widmet sich dem modernen Tanz in einem Ensemble der renommierten spanischen Choreografin La Ribot. Letztere arbeitet mit professionellen Tänzern und Amateuren zugleich.

Eines Tages stirbt Lise unerwartet. Germaine ist erschüttert über den Verlust seiner großen Liebe. Doch die Eheleute haben sich einst ein Versprechen gegeben: Der überlebende Partner soll das Projekt weiterführen, das der Verstorbene nicht mehr beenden konnte. Germain beschließt, Lises Platz bei der Tanztruppe einzunehmen und wird bei Ribot vorstellig. Wie Germain um seine geliebte Frau trauert, berührt die Choreografin. Prompt stellt sie das Programm um und rückt den traurigen Witwer ins Zentrum ihrer Choreografie. Germain erfährt dabei Unterstützung des jungen Tänzers Samir.

Derweil machen sich Germains Kinder Carole und Mathieu Sorgen um ihren Vater. Diesem aber wird die geradezu aufdringliche Fürsorge zu viel. Er verschweigt ihnen seine neue Beschäftigung. Seine Geheimniskrämerei aber führt zu einigen Missverständnissen und bringt sein Leben mehr durcheinander, als ihm lieb ist.

Darsteller:

Germain: François Berléand
Samir: Kacey Mottet Klein
La Ribot: Maria Ribot
Mathieu :Jean-Benoît Ugeux
Marjanne: Déborah Lukumuena
Catherine: Astrid Whettnall

Sonntag, 29.03. / 05:40 Uhr / Die Fremde(n) – Ingeborg Bachmann zum 50. Todestag
Film von Barbara Frank
(aus der ORF-Reihe „Österreich-Bild“)
Ton: Robert Lachowitz
Kamera: Heribert Senegacnik
(Erstsendung: 08.06.2023)

Sie war das Gegenbild der deutschen Hausfrau, erste Medienautorin überhaupt und wurde durch ihren frühen Tod zum Mythos: Ingeborg Bachmann. Sie starb am 17. Oktober 1973 mit nur 47 Jahren.

Todesursache waren Entzugserscheinungen nach einem Brandunfall in ihrer römischen Wohnung. Rund 50 Jahre später stellt sich die Frage, wie (sehr) sich die Bedingungen des Schreibens für Frauen verändert haben.

Und ob die Literatur Ingeborg Bachmanns noch heute Einfluss auf Autorinnen wie Anna Baar oder Tara Meister nimmt. Außerdem entsteht an der Ingeborg-Bachmann-Forschungsstelle des Literaturarchivs Salzburg die erste Gesamtausgabe der Werke und Briefe der Autorin. Sichtbar wird dabei die Verbindung von Leben und Schreiben einer großen Autorin, die auch eine große Philosophin war.

Karfreitag, 03.04. / 09:05 Uhr / Sir Simon Rattle dirigiert die Matthäuspassion
Aufzeichnung, November 2021
Im Streaming: 3. April 2026, 06.00 Uhr bis 1. Juli 2026

Mit Magdalena Kožená (Mezzosopran), Mark Padmore (Tenor), Andrew Staples (Tenor), Georg Nigl (Bariton) und Roderick Williams (Bariton)

Programm:
Johann Sebastian Bach: „Matthäus-Passion“
Chor: Chor des Bayerischen Rundfunks
Orchester: Symphonieorchester des , Bayerischen Rundfunks

Der künftige Chefdirigent Sir Simon Rattle führt mit Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks Bachs monumentale „Matthäus-Passion“ auf.

Den „Mount Everest der Musik“ nannte der amerikanische Regisseur Peter Sellars Bachs „Matthäus-Passion“ einmal. Nun erklimmt Simon Rattle diesen Gipfel
der abendländischen Musik mit dem Chor und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Auch die erlesene Riege der Gesangssolisten lässt die Erwartung steigen. Camilla Tilling, Magdalena Kožená, Mark Padmore und weitere sind mit von der Partie.

Eine zentrale Rolle kommt dabei dem Evangelisten zu, der das Passionsgeschehen nicht nur erzählt, sondern als Zeuge innerlich selbst beteiligt und berührt ist. Mit dem britischen Tenor Mark Padmore übernimmt einer der charismatischsten Evangelisten unserer Tage den Part – für das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks ein freudiges Wiedersehen mit einem langjährigen künstlerischen Freund und ehemaligen Artist in Residence.


Samstag, 04.04. / 19:20 Uhr / Kunst für die Ewigkeit: Jan Vermeer
Film von David Bickerstaff
Im Streaming: 28. März 2026, 10.00 Uhr bis 28. März 2029
Erstausstrahlung

Still, klar, zeitlos: Jan Vermeer verwandelt Alltagsmomente in ikonische Kunst. Was steckt hinter der besonderen Ruhe und der Faszination seiner berühmten Bilder?

In Delft entstehen Vermeers ruhige Szenen aus dem Alltag: Menschen beim Lesen, Musizieren, Schreiben oder bei der Hausarbeit. Seine Gemälde erzählen stille Geschichten voller Licht und Detailreichtum – eine zeitlose Schönheit, die Betrachter bis heute fesselt.

Jan Vermeer (1632–1675) wächst in Delft auf, einer kleinen Handelsstadt in den Niederlanden, deren Architektur, Licht und Alltagsleben seine künstlerische Welt prägen. Schon früh zeigt sich sein außergewöhnliches Gespür für Komposition, Farbe und Perspektive, das ihn zu einem der bedeutendsten Maler des Goldenen Zeitalters macht. Umgeben von den Gassen, Kanälen und dem besonderen Licht der Stadt entwickelt er einen Blick für feine Details, subtile Farbabstufungen und die stille Wirkung von Szenen, die sonst unbemerkt blieben.

In seinen Werken verwandelt Vermeer alltägliche Szenen in eindringliche Momentaufnahmen von zeitloser Schönheit. Licht fällt auf sorgfältig inszenierte Szenen, die scheinbar zufällige Augenblicke festhalten, und gibt selbst kleinsten Details eine unvergleichliche Präsenz. Berühmte Werke wie „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ und „Die Milchmagd“ gelten heute als Ikonen der Malerei und zeigen, wie Vermeer Licht, Farbe und intime Beobachtung zu einem harmonischen Ganzen verschmelzen lässt.

Obwohl Vermeer früh stirbt, hinterlässt er ein Werk von großer Klarheit und stiller Kraft. Seine Bilder beeindrucken durch ihre ruhige Intensität und feinsinnige Erzählkraft, und sie werden bis heute weltweit bewundert. Sie machen Vermeer einem bedeutenden Künstler des niederländischen Barocks.

Redaktionshinweis: 3sat zeigt vier weitere Folgen von „Kunst für die Ewigkeit“ an den kommenden Samstagen jeweils um 19.20 Uhr. Es folgen Vincent van Gogh, Edward Hopper, Gustav Klimt und Raffael.

Samstag, 04.04. / 20:15 Uhr / Der Rosenkavalier
Oper von Richard Strauss
Aus dem Opernhaus Zürich, September 2025
Libretto: Hugo von Hofmannsthal
Musikalische Leitung: Joana Mallwitz
Inszenierung: Lydia Steier

Ostersonntag, 05.04. / 09:05 Uhr / Monteverdi: Marienvesper aus dem Dom zu Worms
Aufzeichnung, Schwetzinger Festspiele 2024
Im Streaming: 5. April 2026, 06.00 Uhr bis 4. Mai 2026
Orchester: La fonte musica
Musikalische Leitung: Michele Pasotti

Die Marienvesper gilt als Summa und Vermächtnis von Monteverdis geistlicher Musik. Vor der malerischen Kulisse des Schwetzinger Doms gastiert das Ensemble La fonte musica mit dem Sakralwerk.

Monteverdis Marienvesper bewegt sich an der Schwelle: Sie bezieht auch Formen weltlicher Musik mit ein, und sie verbindet den Rückblick auf eine große Tradition der Vokalmusik mit dem Ausblick auf einen neuen Stil und eine neue Zeit.

Das Ensemble La fonte musica, gegründet, um Musik des ausgehenden Mittelalters und der Renaissance zeitgerecht zu interpretieren, geht damit historisch an seine vorderste Grenze, dorthin, wo sich die Renaissance zum Barock hin öffnet, gleichsam ins Quellgebiet der Neuzeit.

Ostermontag, 06.04. / 09:55 Uhr / Glocken – Klang zwischen Himmel und Erde
Film von Helge Reindl
(Erstsendung: 22.12.2011)

Glocken gibt es schon seit mindestens 3600 Jahren: Sie rufen zum Gebet und verkünden den Frieden. Die Dokumentation geht den kulturgeschichtlichen Wurzeln der Klangkörper auf den Grund.

Glocken wurden zu Kriegsgerät verschmolzen und danach Symbol des Wiederaufbaus. Sie vermelden Freude ebenso wie das Sterben eines Menschen. In China wurden Glocken als Folterinstrumente eingesetzt, für Christen sind sie Verkünder von Zeit und Vergänglichkeit.

Es ist nicht der Wohlklang allein, der die Wahrnehmung des Glockenklangs bestimmt, wie die Professoren Bernhard Tschofen, Roland Girtler und August Schmidhofer erläutern. Die Musikhistorikerin Birgit Lodes aus München berichtet von Richard Wagners Plänen, Glocken in seinen Werken einzusetzen, und verrät, wie menschliche Stimmen eine Glocke im Konzert nachahmen können.

Ostermontag, 06.04. / 11:25 Uhr / Wien grüßt Triest – Das Osterkonzert der Wiener Symphoniker
Aus dem Teatro Stabile del Friuli Venezia
Giulia Politeama Rossetti, Triest, April 2025

Mit Tara Stafford (Sopranistin), Michael Spyres (Tenor) und Christoph Stradner (Cellist)

Johann Strauss (Sohn):
– Ouvertüre zur Operette „Eine Nacht in Venedig“ (Bearbeitung: E. Korngold)
– Blumenfest-Polka op. 111
– „Wo die Zitronen blüh’n“, Walzer op. 364
– „Als flotter Geist“, Auftrittslied des Barinkay aus der Operettte „Der Zigeunerbaron“
– „Gruß an Wien“, Polka française op. 225
– Romanze Nr. 2 für Violoncello und Orchester op. 255

Josef Strauss:
– „Auf Ferienreisen!“, Polka schnell op. 133
Pjotr Iljitsch Tschaikowski: – Polonaise aus den aus den lyrischen Szenen „Eugen Onegin“ op. 24
– Entr’acte und Walzer aus den lyrische Szenen „Eugen Onegin“ op. 24
– Capriccio Italien op. 45

Johann Strauss (Sohn):
– „Figaro-Polka“ op. 320

Franz Lehár:
– „Freunde, das Leben ist lebenswert!“, Auftrittslied des Octavio aus der Operette „Giuditta“
– „Rosen aus dem Süden“, Walzer op. 388

Orchester: Wiener Symphoniker
Musikalische Leitung: Petr Popelka
Regie: Marco Manin

Das traditionelle Osterkonzert der Wiener Symphoniker ist 2025 international unterwegs: mit dem Osterfestival „Primavera da Vienna“ im Theater Politeama Rossetti in Triest.

Die Wiener Symphoniker begrüßen den Frühling mit einem Bouquet an schwungvollen Melodien. Auf dem Programm stehen Werke des Jahresregenten Johann Strauss, außerdem werden Stücke von Franz Lehár, Pjotr Iljitsch Tschaikowski und Erich Korngold präsentiert.

Die musikalische Leitung dieses Frühlingsreigens übernimmt der Chefdirigent der Wiener Symphoniker, Petr Popelka. Sopranistin Tara Stafford, Tenor Michael Spyres und Cellist Christoph Stradner konnten als Solisten gewonnen werden.

Ostermontag, 06.04. / 19:20 Uhr / Albrecht Dürer – Superstar
Film von Christian Stiefenhofer
(aus der ZDF-Reihe „Terra X“)
Im Streaming: 6. April 2026, 10.00 Uhr bis 5. April 2028
(Erstsendung: 08.09.2019)

Albrecht Dürers Kunst kennt fast jeder: „Betende Hände“, „Der Feldhase“, die Selbstbildnisse. Das Genie aus Nürnberg hat die Kunst für immer verändert. Wer war dieser Superstar?

Dürer, der ehrwürdige alte Meister: Dieses Klischee aus dem Schulbuch trügt. „Terra X“ zeigt, wie innovativ und sogar revolutionär Dürer war: mit seinen Dämonen, seiner Nacktheit und seinem Witz. Konventionen waren ihm egal. Ein moderner Künstler.

Diese „Terra X“-Dokumentation zeigt die Welt, aus der Dürer kommt: das aufstrebende Nürnberg um 1500. Eine deutsche Weltstadt, aber eng und von Seuchen geplagt. Bei seinem Vater, einem Goldschmied, geht der Zwölfjährige in die Lehre. Der muss ihn bald ziehen lassen, denn schnell zeigt Albrecht, was seine Berufung ist: Er wird Maler. Wie ein Fotograf es heute tun würde, bannt er alles, was ihn interessiert, auf Tausende Papierseiten. In Venedig lernt er, es mit den italienischen Meistern aufzunehmen. Und dann zeigt der junge Maler der Welt, was er kann. Im „Selbstbildnis“ von 1500 malt er sich wie Jesus Christus, und nun folgt ein Paukenschlag auf den anderen.

Zusammen mit Dürer-Spezialisten geht „Terra X“ in die wichtigsten Museen nach München, Nürnberg und Wien. Archive wurden geöffnet, kostbare Unikate gezeigt. Was ist ihr Geheimnis? Mit modernster Animationstechnik wird die unendlich feine Machart der Werke erforscht. Mit dem bloßen Auge nicht erkennbar, aber dennoch von Dürer ausgemalt: das silbrige Fell des „Feldhasen“, das Horrorszenario der „Apokalyptischen Reiter“. Und „Terra X“ untersucht die zeitlose Relevanz von Albrecht Dürers Monogramm „AD“ – es ist das erste Logo, das erste Markenzeichen der Geschichte.

Die Dokumentation schildert in Reenactments, wie Dürer immer „Der Erste“ war: Er schuf das erste Akt-Selbstbildnis, dann das erste weibliche Aktporträt, und er arbeitete als Erster fürs große Publikum – von manchen seiner Holzschnitte verkaufte er Tausende Exemplare. Damit steht er am Beginn unseres Bilder-Zeitalters und ist mit seinen ikonenhaften Meisterwerken auch heute allgegenwärtig. Ein Meister also, der zeitlos jung und revolutionär geblieben ist.


Samstag, 11.04. / 19:20 Uhr / Kunst für die Ewigkeit: Vincent van Gogh
Film von David Bickerstaff
Im Streaming: 28. März 2026, 10.00 Uhr bis 28. März 2029
Erstausstrahlung

Vincent van Gogh zählt zu den bedeutendsten Künstlern des Postimpressionismus. Warum sprühen seine Bilder vor Farbe, Energie und Gefühl – und was verraten sie über seine innere Welt?

In den Niederlanden, in Paris und Südfrankreich entstehen van Goghs bewegte Landschaftsbilder, Porträts und Alltagsszenen. Mit kräftigen Farben, expressivem Pinselstrich und intensiver Emotionalität verwandelt er scheinbar Gewöhnliches in lebendige Kunst.

Vincent van Gogh (1853–1890) wächst in den Niederlanden auf, in einem Umfeld geprägt von Religion, Naturbeobachtung und familiärer Fürsorge. Schon früh zeigt sich sein feines Gespür für Farbe, Form und Ausdruck – auch wenn er erst spät zur Malerei findet. Zwischen den weiten Landschaften der Niederlande, der pulsierenden Geschäftigkeit in Paris und dem Licht Südfrankreichs entwickelt van Gogh seinen unverwechselbaren Stil.

Seine Gemälde sind von Energie, Intensität und Leidenschaft geprägt. In Landschaften, Porträts oder Stillleben setzt er kräftige Farben, expressive Pinselstriche, ungewöhnliche Perspektiven und pastosen Farbauftrag ein, um jeder Szene eine starke emotionale Präsenz zu geben. Felder, Sonnenblumen, Olivenhaine, aber auch Menschen – van Goghs Darstellungen spiegeln die Tiefe seiner Wahrnehmung und seine innere Gefühlswelt wider. Werke wie „Sternennacht über der Rhône“, „Sonnenblumen“ und „Olivenbäume“ zeigen, wie Farbe und Form zu einer Sprache der Emotion werden.

Obwohl sein Leben von Krankheit und inneren Kämpfen geprägt war, hinterlässt Vincent van Gogh in kurzer Zeit ein Werk von enormer Kraft und Ausdrucksstärke. Seine Bilder berühren durch ihre unmittelbare Intensität, inspirieren Künstlerinnen und Künstler weltweit und machen ihn zu einem der einflussreichsten Maler der Moderne – ein Künstler, dessen Leidenschaft für Farbe, Licht und Leben bis heute nachhallt.

Samstag, 11.04. / 20:15 Uhr / Hubert von Goisern: Die Konzerthighlights
aus dem Salzburger Festspielhaus
Aufzeichnung, Oktober 2025

Musik: Hubert von Goisern

So intensiv, packend und energetisch hat man Hubert von Goisern selten auf der Bühne erlebt. – 3sat zeigt die Highlights des Konzerts aus dem Salzburger Festspielhaus vom Oktober 2025.

Hubert von Goisern begeistert mit bekannten Hits wie „Heast as nit“, „Brenna tuats guat“ und „Juchitzer“. Gleichzeitig sorgt er mit neuen Songs wie „Brauner Reiter“ und „Dunkelrot“ für fesselnde Momente.

Samstag, 11.04. / 21:30 Uhr / Die Küblböck-Story – Eure Lana Kaiser (1/3): Born in Bavaria
Film von Tristan Ferland Milewski
(Erstsendung: 27.08.2025)

Gefeierter Star, Identifikationsfigur einer ganzen Generation – und für viele bis heute ein Vorbild: Die Doku-Serie erzählt die berührende Lebensgeschichte von Lana Kaiser.

Sie wurde als „Daniel Küblböck“ durch die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ berühmt.

Die 2000er-Jahre markierten mit „Deutschland sucht den Superstar“ den Beginn einer neuen TV-Ära und zeitgleich den Beginn der Karriere von Lana Kaiser, damals bekannt als Daniel Küblböck.

Der Film zeigt den damals für nicht-heterosexuelle Menschen häufig schwierigen Zeitgeist und begleitet ein Leben im Rampenlicht mit allen Höhen und Tiefen einer medialen Instant-Karriere. Der Teenager aus Niederbayern brach unerschrocken Regeln und wurde dafür geliebt – aber auch gehasst.

Wie schafft man es, als so junger Mensch immer wieder aufzustehen? Um das zu verstehen, werden Lanas schwierige Kindheit ebenso beleuchtet wie weitere prägende Erfahrungen, die zu ihrem Antrieb wurden.

Samstag, 11.04. / 22:15 Uhr / Die Küblböck-Story – Eure Lana Kaiser (2/3): Liebe Nation
Film von Tristan Ferland Milewski
(Erstsendung: 27.08.2025)

Im Mittelpunkt der zweiten Folge steht der Hype rund um Lana Kaiser, ehemals Daniel Küblböck, und die Zeit nach dem DSDS-Ruhm. Fast alles, was der Star anfasste, wurde zum Kassenschlager.

Lana markierte mit unzähligen Fans, aber genauso vielen Hatern, den Beginn des Social-Media-Zeitalters. Selbstbewusst queer erfand sich Lana immer wieder neu, trotzte der Kritik, wandelte ihr Image und sorgte mit geschulter Jazz-Stimme für Furore.

Gefeierter Star, Identifikationsfigur einer ganzen Generation – und für viele bis heute ein Vorbild: Die dreiteilige Doku-Serie „Die Küblböck-Story – Eure Lana Kaiser“ erzählt die berührende Lebensgeschichte von Lana Kaiser, die als Daniel Küblböck durch die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) berühmt wurde.

Samstag, 11.04. / 22:55 Uhr / Die Küblböck-Story – Eure Lana Kaiser (3/3): Ich gehöre nicht jedem
Film von Tristan Ferland Milewski
(Erstsendung: 31.08.2025)

Lana fand ihre Wahlheimat auf Mallorca und durch eine Erwachsenenadoption ihre neue Familie. Das Glück schien perfekt, als sie auch noch ihrer großen Liebe begegnete.

Doch die Schauspielausbildung in Berlin, die ein Neuanfang abseits des Musik-Business sein sollte, lief nicht wie geplant, und sie entfernte sich von Freund:innen und Familie. Die dritte Folge der Doku-Serie nähert sich sensibel dem letzten Kapitel in Lanas Leben.

Dabei lässt sie wilde Spekulationen rund um ihr Verschwinden 2018 aus. Aus heutiger Perspektive betrachtet zeigt sie Lana in einem neuen Licht: als eine Person, die ihrer Zeit voraus war und vielen Menschen Türen geöffnet hat.

Gefeierter Star, Identifikationsfigur einer ganzen Generation – und für viele bis heute ein Vorbild: Die dreiteilige Doku-Serie „Die Küblböck-Story – Eure Lana Kaiser“ erzählt die berührende Lebensgeschichte von Lana Kaiser, die als Daniel Küblböck durch die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) berühmt wurde.

Samstag, 11.04. / 02:50 Uhr / Sting: My Songs – Live at Château de Chambord
Château de Chambord, Frankreich 2022
Im Streaming: 11. April 2026, 10.00 Uhr bis 26. Mai 2026
Regie: Alexandre Buisson

Am 28. Juni 2023 macht die „My Song“-Tour von Sting Station in Frankreich. Vor der prächtigen Kulisse des Loire-Schlosses Château Chambord präsentiert der Musiker seine größten Hits.

„Message in a Bottle“, „Every Breath You Take“, „Roxanne“, „Fields of Gold“, „Wrapped Around Your Finger“, „So Lonely“ und „Fragile“ sind nur einige der Songs, mit denen Sting das Publikum an diesem lauen Sommerabend begeistert. Mit dabei ist Stings Sohn Joe Sumner.

Samstag, 11.04. / 04:05 Uhr / Peter Gabriel: Secret World – Live.
Palasport Nuovo, Modena, Italien 1993
Im Streaming: 11. April 2026, 10.00 Uhr bis 26. Mai 2026
Regie: François Girard

Am 16. und 17. November 1993 lässt Peter Gabriel zwei Konzerte seiner 150 Konzerte umfassenden „Secret World“-Tour aufzeichnen. François Girard bannt das Spektakel auf 16mm-Film.

„Ich wollte einfach viel fürs Auge bieten. Zunächst dachte ich an Videoleinwände, doch dann sah ich eine U2-Show mit dieser Idee und musste mir etwas Neues ausdenken“, erinnert sich Peter Gabriel. Es wird ein poetisches Schauspiel, dass bis heute Maßstäbe setzt.

Samstag, 11.04. / 05:20 Uhr / Carole King: Home Again – Live in Central Park
New York, USA 1973
Im Streaming: 11. April 2026, 10.00 Uhr bis 26. Mai 2026
Regie: George Scott

Am 26. Mai 1973 feiern geschätzte 100.000 Fans die Songschreiberin und „You’ve Got a Friend“–Sängerin Carole King im Rahmen eines Gratiskonzerts im New Yorker Central Park.

1942 in Manhattan geboren, feiert Carole King mit ihrem Freiluftkonzert die triumphale Rückkehr in ihre Heimatstadt. „Als ich auf die Bühne kam, hatte ich große Angst. Dann sah mich das Publikum, sie klatschten und winkten. Da war viel Liebe“, erinnert sich King.

Sonntag, 12.04. / 10:20 Uhr / erLesen
(Erstsendung: 01.04.2026)

Mit Biss und Charme begrüßt Heinz Sichrovsky Prominente und Autorinnen und Autoren zum Literaturgespräch.

Im Büchermagazin wird über Lieblingslektüre, aktuelles Tagesgeschehen, Historisches und auch sehr Persönliches gesprochen.

Sonntag, 12.04. / 10:50 Uhr / Literaturclub
(Erstsendung: 07.04.2026)

„Literaturclub“ diskutiert die neuesten literarischen Entdeckungen und gibt Orientierungshilfe im Buchmarkt.

In der Gesprächssendung werden jeweils vier bis fünf Neuerscheinungen besprochen.

Sonntag, 12.04. / 12:05 Uhr / Anna-Eva Bergmann: Verwandlung des Lichts
Film von Simone Hoffmann
Im Streaming: 12. April 2026, 06.00 Uhr bis 8. Juli 2026
(Erstsendung: 07.05.2023)

Die Norwegerin Anna-Eva Bergman war eine der wichtigsten Malerinnen der skandinavischen Moderne. Doch wie viele Künstlerinnen ihrer Zeit wurde auch sie von der Kunstgeschichte vernachlässigt.

Aus dem Schatten ihres Mannes, des berühmten abstrakten Malers Hans Hartung, trat sie zeitlebens nie heraus. Als die Künstlerin 1987 starb, hinterließ sie ein lichtdurchdrungenes Werk, hochempfindliche Gemälde mit Blattmetall, Gold und Silber.

Es lädt zur Kontemplation, zur Meditation ein. Monumentale Gemälde, in denen das Gegenständliche mit dem Abstrakten verschmilzt und die nordische Sonne neben dem mediterranen Horizont existiert: die zwei Extreme, die ihr ganzes Leben prägten.

Die Dokumentation begleitet die Suche Bergmans als Künstlerin. Indem sie ihre eigenen Texte verwendet, zeigt sie den schwierigen Weg ins Innere. In einem nahezu alchemistischen Wandlungsprozess erschafft Bergman in Norwegen Schritt für Schritt ihr eigenes künstlerisches Universum. Aus der Auseinandersetzung mit den Landschaften und der Kultur ihrer Heimat zieht sie die Inspiration für ihr ganz persönliches Ausdrucksmittel: Blattmetall, Gold und Silber. Am Ende ihres Wegs steht ein Werk, das von den archaischen Landschaften und Mythologien Norwegens, von philosophischen, spirituellen, meta- und astrophysikalischen Fragen geprägt ist. Und heute aktueller denn je scheint, wirft es doch die Frage nach dem Platz des Menschen im Universum auf.
Inzwischen erfährt Anna-Eva Bergman eine längst überfällige Wiederentdeckung.

Freitag, 17.04. / 12:10 Uhr / Neele tanzt ihr Leben
Film von Anne Thiele
Im Streaming: 17. April 2026, 06.00 Uhr bis 16. Mai 2026
(Erstsendung: 25.09.2025)

Neele Buchholz ist Schauspielerin und Tänzerin. Fernsehfilme, Kinoproduktionen und Bühnenauftritte, die 33-Jährige ist erfolgreich. Dabei hat Neele besondere Herausforderungen zu bewältigen.

Neele hat das Down-Syndrom. Dennoch will sie als selbstständige Künstlerin arbeiten. Schon früh beschloss sie, nicht den „üblichen“ Weg für Menschen mit Down-Syndrom zu gehen – und für 1,50 Euro in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung arbeiten.

„Da habe ich gesagt: Nein, ich will das nicht, weil das langweilig ist“, erinnert sich Neele. Für ihre Entscheidung für den Tanz- und Schauspielberuf erhält sie große Unterstützung von ihren Eltern. Nach neun Jahren Festanstellung bei einem Tanztheater in Bremen bekam sie eine Rolle in der ARD-Erfolgsserie „Eldorado KaDeWe“ an der Seite von Valerie Stoll, Lia von Blarer und Oliver Polak. Anschließend wagte sie den Schritt in die „echte“ Selbstständigkeit.

„Ich brauche Zeit, aber die wollen [Dinge] immer schnell, schnell, schnell haben“, beschreibt Neele die Schwierigkeiten, denen sie jetzt bei Castings und beim Lernen von Texten begegnet. Der Druck, ständig Arbeit zu haben und genug Geld zu verdienen, ist groß, denn ohne ein regelmäßiges Einkommen werden ihre Arbeitsassistenzen nicht weiter finanziert. Hinzu kommt, dass es in der Schauspielbranche nicht genügend Zugangsmöglichkeiten und Entgegenkommen für Menschen mit Behinderung gibt.

Doch Neeles Vision reicht weiter: Sie plant, eine eigene Firma zu gründen, um ihre Assistenzkräfte besser bezahlen zu können und eigene Räumlichkeiten für Proben und Teamsitzungen zu haben. Erschwert werden ihre Pläne durch eine neuerliche Erkrankung, die auch für Neeles Selbstständigkeit zur harten Probe wird.

Der Film erzählt die Geschichte einer Frau, die sich bewusst gegen den vorgezeichneten Weg entscheidet und beweist, dass es auch unter schwierigen Bedingungen möglich ist, seinen eigenen Weg zu finden und zu gehen.


Samstag, 18.04. / 19:20 Uhr / Kunst für die Ewigkeit: Edward Hopper
Film von Phil Grabsky
Im Streaming: 28. März 2026, 10.00 Uhr bis 28. März 2029
Erstausstrahlung

Edward Hopper gilt als Meister der stillen Szenen. Seine Gemälde fangen Einsamkeit, Licht und Stimmung ein und zeigen die Welt mit intensiver, nachdenklicher Kraft.

Leere Räume, hartes Licht, große Stille: Edward Hopper zeigt den amerikanischen Alltag wie Szenen aus einem Film. Seine Bilder erzählen von Einsamkeit, Spannung und dem Ungesagten zwischen Menschen. Macht das seine Werke so fesselnd?

Edward Hopper (1882–1967) wächst in den Vereinigten Staaten auf, in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen. Industrie, Urbanisierung und das Leben in wachsenden Städten prägen die amerikanische Gesellschaft Anfang des 20. Jahrhunderts. Schon früh zeigt Hopper sein ausgeprägtes Gespür für Architektur, Lichtführung und Komposition. Reisen nach New York und andere Städte eröffnen ihm neue Perspektiven, während er zugleich das ruhige Leben kleiner Städte und Vororten aufmerksam beobachtet.

Hoppers Werke fangen Einsamkeit, Ruhe und subtile Dramatik des Alltags ein. Restaurants, Straßen, Wohnungen und Tankstellen werden zu Bühnen für Menschen, die oft allein oder in gedämpfter Interaktion gezeigt werden. Das Spiel von Licht und Schatten, klare Formen und präzise Perspektiven verleihen seinen Szenen eine fast filmische Intensität. Bilder wie „Nighthawks“ und „Chop Suey“ zeigen, wie Hopper scheinbar gewöhnliche Orte in kraftvolle Bildräume verwandelt.

Eine zentrale Rolle in seinem Leben spielt seine Frau Josephine Nivison Hopper, selbst Malerin und Zeichnerin. Sie unterstützt ihn nicht nur organisatorisch, sondern bringt seine Karriere richtig in Gang und prägt seine künstlerische Laufbahn entscheidend mit. Josephine war Modell für viele seiner Figuren, Muse, Kritikerin und kreative Partnerin. Sie beeinflusst Hoppers Blick auf die amerikanische Alltagswelt, die Zusammenarbeit mit ihr macht einen wesentlichen Teil seines Schaffens aus.

Trotz der scheinbaren Schlichtheit strahlen Hoppers Bilder tiefe Beobachtungsgabe und emotionale Intensität aus. Sie ziehen Betrachtende in ihren Bann, lassen die Gedanken wandern und machen Hopper zu einem der wichtigsten Maler des 20. Jahrhunderts. Seine Arbeiten – ergänzt und begleitet von Josephines Beitrag – prägen das Bild der modernen amerikanischen Malerei bis heute.

Samstag, 18.04. / 20:15 Uhr / Gioachino Rossini: Gelegenheit macht Diebe
(L’occasione fa il ladro)
MusikTheater an der Wien in der Kammeroper, 2025
Orchester: Wiener Kammer Orchester
Musikalische Leitung: Pedro Beriso

Gioachino Rossinis (1792-1868) musikalischer Scherz „Gelegenheit macht Diebe“ ist eine doppelte Verwechslungskomödie, bei der durch falsches Spiel die wahre Liebe siegt.

Anders als in Mozarts „Così fan tutte“ tauschen sowohl die Herren als auch die Damen die Rollen. Virtuose Arien, witzige Instrumentaleffekte und rasante Ensembles zeichnen diese frühe Komposition des später weltweit bekannt gewordenen Rossinis aus.

Ganz am Beginn steht eine eindrucksvolle Gewittermusik, die in der Kammeroper mit Lichteffekten imposant dargestellt wird. Unter der musikalischen Leitung von Pedro Beriso spielt das Wiener Kammerorchester.

Darsteller:
Berenice: Inna Demenkova
Conte Alberto: Alberto Robert
Don Parmenione: Roberto Lorenzi
Ernestina: Petra Radiöpvoc
Don Eusebio: Ilyà Dovnar
Martino: Lazar Parežanin

Samstag, 18.04. / 21:40 Uhr / Josef Frank – Stil & Blüten
Film von Rudolf Klingohr
(Erstsendung: 14.07.2025)

Josef Franks farbenfrohe Stoffdekors sind Designklassiker. Sie werden heute noch in hoher Auflage gedruckt und wurden vielfach plagiiert. Seine Möbel sind zeitlos.

Franks Bedeutung für den sozialen Wohnbau ist immens. Vor 140 Jahren wurde Josef Frank in Baden bei Wien geboren. 1933 emigrierte er nach Schweden, Stockholm sollte seine Haupt-Wirkungsstätte werden. Bis heute legt die Firma Svenskt Tenn seine Entwürfe auf.

Als eines seiner architektonischen Hauptwerke gilt die Villa Beer in Wien. Das Haus, in dem auch Marcel Prawy lebte, wurde nach jahrelangem Leerstand saniert und wird 2025 als Museum eröffnet.
Samstag, 18.04. / 22:25 Uhr / Gregory Porter
54. Internationale Jazzwoche Burghausen 2025
Im Streaming: 18. April 2026, 06.00 Uhr bis 17. Mai 2026
Mit Gregory Porter, Emanuel Harrold,
Chip Crawford, Tivon Pennicott und Ondrej Pivec

Seine Stimme gehört zu den geschmeidigsten der aktuellen Jazzszene, dabei ist Gregory Porter stilistisch ganz weit aufgestellt zwischen Soul, Pop und Jazz.

Der Sänger, Jahrgang 1971, aus Sacramento in Kalifornien, kann mit seinen Tönen ebenso auf leise Art betören wie auf mitreißende Art entflammen. Seine Sounds sind nie harmlose Liedchen, immer brodelt es leicht unter der Oberfläche.

Und immer scheint eine Botschaft des liebevollen und respektvollen Miteinanders durch. So auch bei seinem Stargastspiel bei der „54. Internationalen Jazzwoche Burghausen“ Ende März 2025. Porter riss das Publikum von den Stühlen und rührte einige vielleicht sogar zu Tränen mit seinen warmen samtigen Tönen. Manche seiner großen Hits gab er mit seiner seit Jahren eingespielten Band zum Besten.

Gekleidet in feinem Zwirn und mit der für ihn typischen Ballonmütze, gab er den Crooner, aber auch den engagierten musikalischen Botschafter in schwierigen Zeiten. Ein absolutes Highlight der „Jazzwoche Burghausen“ im Jahr 2025.

Sonntag, 19.04. / 10:05 Uhr / Mein Périgord
Film von Günter Schilhan
(Erstsendung: 06.05.2015)

Martin Walker hat seiner Wahlheimat, dem französischen Périgord, ein literarisches Denkmal gesetzt. Nun führt er an die Schauplätze seiner Bruno-Romane.

Der 1947 in Schottland geborene Schriftsteller wurde erst in Frankreich zum Krimiautor. 1999 ließ er sich mit seiner Familie in einem kleinen Ort im Périgord nieder. Dort spielen seine erfolgreichen Kriminalfälle rund um den Dorfpolizisten Bruno.

Sie behandeln die reiche Geschichte und die kulinarischen Spezialitäten des Périgord. Inspiriert von den Bewohnern und der langen historischen Vergangenheit der Region schrieb Walker 2008 seinen ersten Kriminalroman: „Bruno – Chef de Police“.

Sonntag, 19.04. / 12:25 Uhr / Druckfrisch ~ Neue Bücher mit Denis Scheck
Im Streaming: 19. April 2026, 12.30 Uhr bis 18. April 2027
(Erstsendung: 29.03.2026)

Orientierung im Bücherdschungel verspricht Denis Scheck. Scheck besucht Schriftsteller, stellt Neuerscheinungen vor und spart dabei weder an Lob noch an Kritik.

Seine bissigen und humorvollen Kommentare zu den Büchern der Spiegelbestenliste aus der Kölner Bücherhalle sind beliebt und gefürchtet. Im persönlichen Gespräch entlockt er Autoren aktueller Bestseller interessante Hintergründe zu ihren Werken.

Sonntag, 19.04. / 18:30 Uhr / Museums-Check mit Markus Brock: Museum für Kommunikation, Berlin
Im Streaming: 19. April 2026, 06.00 Uhr bis 18. April 2031
Gast: Jasna Fritzi Bauer
Erstausstrahlung

Rohrpost, Telegramm, Smartphone – die Kommunikation ist in stetigem Wandel. Das Museum für Kommunikation in Berlin macht diesen Wandel mit seiner herausragenden Sammlung sinnlich erlebbar.

Zugleich hinterfragt die ständige Ausstellung die Veränderungen kritisch. Zu Gast bei Markus Brock im „Museums-Check“ ist Jasna Fritzi Bauer. Kommunikation ist für die Schauspielerin schon von Berufs wegen ein wichtiges Thema.

Die Dauerausstellung präsentiert mit 2000 Objekten 40.000 Jahre Kommunikationsgeschichte – vom Faustkeil bis zum iPad. Zu den Highlights des Museums zählen das erste Telefon von Philipp Reis und die legendäre Chiffriermaschine Enigma. Die Besucherinnen und Besucher können an interaktiven Stationen Kommunikation mit allen Sinnen erleben, etwa ein Telegramm morsen oder Nachrichten in einem Fernsehstudio präsentieren.

Das Museum will aber nicht nur die Kommunikationsgeschichte vermitteln: „Medienkompetenz ist wichtiger denn je“, sagt Museumsdirektorin Anja Schaluschke. Auch zum bewussten Umgang mit Medien und Kommunikation möchte das Museum mit Veranstaltungen und Sonderausstellungen beitragen.

Die Schau „Apropos Sex“ zeigt bis zum 6. September 2026, wie über Sexualität gesprochen und gedacht wurde und wie sich das im Lauf eines Jahrhunderts verändert hat – von Büchern über schulische Aufklärung bis hin zur heutigen Allgegenwärtigkeit von Sex in den Medien, die die Ausstellung differenziert beleuchtet.

Die Sonderausstellung „niemals radlos. Das Fahrrad bei der Post“ nimmt das Publikum bis 23. August 2026 mit auf eine Zeitreise von den Anfängen des Fahrrads bis hin zu seiner zentralen Rolle im Postbetrieb.

Hervorgegangen ist das im Jahr 2000 eröffnete Museum für Kommunikation aus dem ehemaligen Postmuseum, das dort 1872 gegründet wurde.

Die Wahl-Berlinerin Jasna Fritzi Bauer überzeugt auf der Theaterbühne genauso wie vor der Kamera. Seit 2021 ermittelt sie als Kommissarin Liv Moormann im Bremer „Tatort“. Jasna Fritzi Bauer kennt das Museum für Kommunikation gut und stellt Markus Brock beim Rundgang die Museumsroboter ROBerta und ROBert vor.

Montag, 20.04. / 01:55 Uhr / Pop mal anders – Jeremias & Orchester
Orchester: WDR Funkhausorchester
Erstausstrahlung

Mit ihrem Indie-Sound zwischen Funk, Disco, Retrosound und Hits wie „HDL“, „Mit mir“ und „Grüne Augen lügen nicht“ erobert die Band Jeremias Playlists und Herzen.

Beim Konzert „Pop mal anders: Jeremias & Orchester“ holt das WDR Funkhausorchester unter der Leitung von Leslie Suganandarajah die Newcomer auf die Bühne der Kölner Philharmonie. Moderiert wurde das Konzert von Simon Beeck.

Montag, 20.04. / 03:05 Uhr / Zartmann ft. WDR Funkhausorchester – Live-Session Schönhauser EP
Erstausstrahlung

Der deutsche Rapper Zartmann hat etwas gemacht, das für ihn selbst eine Premiere war: Er hat mit dem 50-köpfigen WDR Funkhausorchester performt, im Großen Sendesaal des WDR Funkhauses.

Tickets für die exklusive Sektor-Session gab es nicht zu kaufen, nur zu gewinnen. Rund 500 Fans konnten dabei sein und Zartmanns „schönhauser EP“ live erleben.

Montag, 20.04. / 03:25 Uhr / hr-Bigband: Pop goes Big! mit Frida Gold
Im Streaming: 20. April 2026, 06.00 Uhr bis 19. April 2027
Erstausstrahlung

Die Geschichte der Band Frida Gold beginnt 2008, als die Band einen passenden Namen sucht und sich von einem Song inspiriert fühlt.

Mit ihrem Indie-Pop mit Disco- und Electroeinflüssen schaffen sie schon mit ihrem Debüt „Juwel“ 2010 den Durchbruch in der deutschen Szene. Die Mischung stimmt: Sängerin Alina Süggeler hat Charisma, und Bassist Andi Weizel versteht etwas vom Sound für die Band.

Montag, 20.04. / 04:45 Uhr / hr-Bigband im Konzert: feat. FEE.
Im Streaming: 20. April 2026, 06.00 Uhr bis 19. April 2027
Erstausstrahlung

„Fee und Punkt“, das sagte sich Felicitas „Fee“ Mietz bereits 2010, als sie aus einem Bandprojekt ausstieg, das mit einem Plattenvertrag eigentlich nach dem Sechser im Lotto anmutete.

Aber FEE. wollte ihr eigenes Ding machen und nichts Überproduziertes darstellen müssen. Der Erfolg gab und gibt ihr recht: Die junge Musikerin hat mit „Nachtluft“ in Coronazeiten ein Album veröffentlicht, das komplett im eigenen Schlafzimmer entstanden ist.

Da passt wohl keine ganze Big Band rein, aber im hr-Sendesaal gibt es genügend Platz. Die Leitung des Abends hat Rainer Tempel, der auch die Arrangements für diese besondere Projektidee geschrieben hat.

Montag, 20.04. / 05:30 Uhr / Nürnberg Pop Festival 2024 ~ Dream Wife
(Erstsendung: 20.03.2025)

Gast beim „Nürnberg Pop Festival 2024“ ist Dream Wife. Die Band startete ursprünglich als reine Kunstaktion an der Uni in Brighton, doch das Projekt der „Fake Girl Band“ war nicht zu stoppen.

Mittlerweile haben Alice Go, Rakel Mjöll und Bella Podpadec mit „Social Lubrication“ bereits ihr viertes Albumveröffentlicht und unzählige Livebühnen zum Beben gebracht. Starke Texte verpackt in hochenergetischen Tanzbodenkrachern.

Dream Wife erinnern an längst vergangene Goldene Zeiten des Indie Rock, spielen dabei aber lustvoll mit allerhand Referenzen von Pop bis Punk.

Freitag, 24.04. / 22:20 Uhr / Verleihung des 62. Grimme-Preises 2026
Aus dem Theater Marl
Im Streaming: 25. April 2026, 00.30 Uhr bis 25. April 2027
Regie: Nicole Wiedenbeck
Moderation: Linda Zervakis
Erstausstrahlung

Der Grimme-Preis zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen für Fernsehproduktionen im deutschsprachigen Raum. Jedes Jahr werden die kreativsten Köpfe und bewegendsten Geschichten gefeiert.

Am 24. April 2026 blickt die Medienwelt nach Marl, wo die 62. Grimme-Preisverleihung stattfindet. 3sat überträgt die Highlights der Verleihung voller bewegender Momente und strahlender Gewinnerinnen und Gewinner exklusiv in einer 120-minütigen Zusammenfassung.

Der Grimme-Preis würdigt Sendungen, die die Möglichkeiten des Mediums Fernsehen auf herausragende Weise nutzen und innovative Impulse setzen. Neben Sonderpreisen werden Grimme-Preise in den Kategorien Fiktion, Information & Kultur, Unterhaltung und Kinder & Jugend vergeben. Herzlichen Glückwunsch an alle diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinner:

In der Kategorie „Fiktion“ gehen die Preise an folgende Produktionen: „Die Affäre Cum-Ex“; „Die Nichte des Polizisten“; „Tatort – Dunkelheit“; „Tschappel“;
Spezial: Unterwegs im Namen der Kaiserin für die zeitgemäße Dekonstruktion des Sisi-Hypes durch eine radikale Ästhetik.

In der Kategorie „Information & Kultur“ werden ausgezeichnet: „Das leere Grab“, „Hass.Hetze.Hoffnung“, „Petra Kelly – Act Now!“, „Sudan: Ein Krankenhaus im Schatten des Krieges“.

In der Kategorie „Unterhaltung“ werden in diesem Jahr ausgezeichnet: „Gerry Star“,
„MAITHINK X – Die Show (2025)“, „smypathisch – die show“.

In der Kategorie „Kinder & Jugend“ geht der Grimme-Preis 2026 an: „Grüße vom Mars“, „Ellbogen“, Spezial: Die Darsteller von „Der talentierte Mr. F“

Der Grimme-Preis für die „Besondere Journalistische Leistung“ geht an Golineh Atai für ihre ruhig erzählten und analytisch herausragenden Berichte aus der arabischen Welt.

Den Publikumspreis der Marler Gruppe gewinnt die Produktion „Lenas Hof“. „KRANK Berlin“ erhält den Preis der Studierendenjury.

Mit der „Besonderen Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbands“ wird Frank Elstner ausgezeichnet.

Die Preisverleihung wird moderiert von Linda Zervakis, musikalisch begleitet von Helmut Zerlett und Band. 3sat sendet die Zusammenfassung – ein absolutes Muss für alle, die die Highlights des Grimme-Preises 2026 erleben möchten. Freuen Sie sich auf einen unvergesslichen Abend mit vielen Emotionen, spannenden Geschichten und einzigartigen Momenten!

Redaktionshinweis: Am Montag, 19. April, um 11.05 Uhr zeigt 3sat den Dokumentarfilm „Der talentierte Mr. F.“ von Igor Plischke. Für die Protagonisten und die Idee der Dokumentation ging ein Grimme-Spezialpreis in der Kategorie „Kinder & Jugend“ an Julius Drost, Moritz Henneberg und Nikita Fedosik.


Regelmäßige Kultursendungen auf 3sat:

Montags – freitags, 19:20 Uhr: Kulturzeit
Das 3sat Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
3sat
“Kulturzeit” ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat.
“Kulturzeit” mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.

Dienstags, 21:45 Uhr: kinokino ~ Das Filmmagazin
Was läuft aktuell im Kino? Welches sind die neuesten Hits auf der Leinwand? „kinokino“ stellt die wichtigsten Neustarts und Themen aus der Filmwelt vor.
Das Magazin zeigt Porträts und Interviews mit Schauspielern und Regisseuren. Welche Filme lohnen sich? Welche sollte man lieber meiden? „kinokino“ kritisiert die Tops und Flops und berichtet von den spannendsten Festivals.

Samstags, 09:05 Uhr: Kulturplatz
Das Kulturmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen, SRF
Hinein ins pralle Leben: “Kulturplatz” greift auf, was die Menschen beschäftigt, welche Fragen sie sich stellen. Und zeigt, dass die Kultur Antworten gibt.
“Kulturplatz” findet mitten im Leben statt: im Supermarkt, am Musikfestival, im Wald. Denn Kultur ist viel mehr als Musik, Literatur und Kunst. Kultur durchdringt unser Leben. Wo jemand nachzudenken beginnt, da entsteht Kultur.
Diesem Credo ist “Kulturplatz” verpflichtet. Die Sendung will für Kultur begeistern und behält dabei die wichtigsten Akteure und Ereignisse des Kulturbetriebes im Blick. “Kulturplatz” spürt Trends auf und präsentiert Neuentdeckungen.

Freitags, nach Mitternacht: lebensArt
ORF
Peter Schneeberger und Clarissa Stadler präsentieren Inhalte, die nicht nur vom Kulturkalender, sondern auch von gesellschaftlichen und kulturpolitischen Entwicklungen bestimmt werden.
Neue und andere Sichtweisen erleichtern den Zugang zu Literatur und Musik, Film und Theater, Architektur und Bildender Kunst. Das Kulturmagazin ist feuilletonistisch, hintergründig und reflexiv.


Diese Übersicht wird stets mehrere Wochen vor den jeweiligen Sendeterminen erstellt. Aktuelle Programmänderungen sind u. U. nicht berücksichtigt. Diese finden sich auf 3sat.de.

Alle Angaben ohne Gewähr.