TV-Tipps 3sat:

arte und 3sat übertragen in ihren umfangreichen Programmen regelmäßig Dokumentationen über Künstler und Kulturereignisse, dazu Konzerte (von Klassik über Pop & Rock bis Heavy Metal), Musicalfilme, Opern-, Tanz- und Theatervorstellungen.
Diese Seite informiert über bevorstehende interessante Ausstrahlungstermine auf 3sat aus dem Kulturbereich.


Kalenderwoche 25:

Montag, 17.06. / 00:55 Uhr / Heimatsound Concerts – Dicht & Ergreifend aus dem Passionstheater Oberammergau
(Erstsendung: 12.10.2023)

Beim „Heimatsound Festival 2023“ spielten zum achten Mal die bekanntesten Vertreter der alpenländischen Musikszene im Passionstheater in Oberammergau. Dieses Mal dabei: Dicht & Ergreifend.

Die bayerische Hip-Hop Band gilt als eine der krassesten Livebands der Republik. Seit Jahren werden ihre Konzerte als Spektakel gefeiert, egal ob es das Megaevent in der Olympiahalle war oder ihr Tête-à-Tête mit den Münchner Symphonikern.

Auf ihrem dritten Studioalbum „Es werde dicht“, mit dem die Musiker 2023 auf Tour sind, bleiben sie ihrem Signature-Sound treu, und gleichzeitig spürt man eine leichtfüßige Experimentierfreude, die ganz frische Elemente in den Dicht-&-Ergreifend-Kosmos zaubert. Somit ist auch dieses Album rotzig, abwechslungsreich und ehrlich wie seine beiden Vorgänger, ein tanzbares Statement der „Dichtis“.

Montag, 17.06. / 02:15 Uhr / Heimatsound Concerts – Voodoo Jürgens aus dem Passionstheater Oberammergau
(Erstsendung: 19.10.2023)

Beim „Heimatsound Festival 2023“ spielten zum achten Mal die bekanntesten Vertreter der alpenländischen Musikszene im Passionstheater in Oberammergau. Dieses Mal dabei: Voodoo Jürgens.

Geschichten von Außenseitern, Gaunern, Verlierern und abgehängten Antihelden – ihnen gibt der Wiener Liedermacher eine Stimme. Neu ist, dass Voodoo diesmal mehr als früher Persönliches preisgibt.
Lyrisch war er nie präziser, die Musik changiert dabei gekonnt.

Mal ist sie zart und anrührend, dann wieder feurig mitreißend. Seine Band, die Ansa Panier, ist längst als beste Liveband in Österreich bekannt. Sein aktuelles Album „Wie die Nocht noch jung wor“ zeigt einen Künstler auf seinem ersten Zenit. Es ist zeitlos, mutig, selbstbewusst und voll rauer Emotion. Das ist kein Austropop: Das ist Wiener Soul!

Montag, 17.06. / 03:15 Uhr / Heimatsound Concerts – Django 3000
aus dem Passionstheater in Oberammergau
(Erstsendung: 06.02.2020)

Beim „Heimatsound Festival 2019“ spielten zum siebten Mal die bekanntesten Vertreter der alpenländischen Musikszene im Passionstheater in Oberammergau. Mit dabei: Django 3000.

Sie stammen aus dem oberbayerischen Chiemgau und gelten mittlerweile als Bayerische Kultband über die Grenzen Bayerns hinaus. Alles begann 2011, als Django 3000 ein Video zu dem Titel „Heidi“ auf einer Internetplattform hochluden.

Mit Gipsy-Sound und bajuwarischer Mundart überzeugte die Band um das Trio Kamil Müller, Florian R. Starflinger und Jan-Philipp Wiesmann ihr Publikum. Nach sieben Jahren Dauerparty, nach Erfolgsalben wie „Hopaaa!“ und „Bonaparty“, nach dem deutschlandweiten Siegeszug ihrer legendären Partykracher ist es nur logisch, innezuhalten, Richtung Horizont in die aufgehende Sonne zu blicken – und zu schauen, wohin die Reise weitergeht.

Das fünfte Studioalbum „Django4000“ beschreibt den neuen Kurs ganz wunderbar. Mit Musik, die rockiger als bisher daherkommt, „geradeausiger“, weniger verspielt – und die doch die Wurzeln der Freistaat-Gitanos nie verleugnet.

In Oberammergau, beim „Heimatsound Festival 2019“, haben sie ihr Publikum mit auf ihre Reise genommen.

Montag, 17.06. / 04:15 Uhr / Heimatsound Concerts – Dreiviertelblut
aus dem Passionstheater in Oberammergau
(Erstsendung: 24.10.2019)

Beim „Heimatsound Festival 2019“ spielten zum siebten Mal die bekanntesten Vertreter der alpenländischen Musikszene im Passionstheater in Oberammergau. Mit dabei: Dreiviertelblut.

Sie gehören mittlerweile zum festen Bestandteil des „Heimatsound Festival“. Bereits zum dritten Mal spielen Sebastian Horn und Gerd Baumann in Oberammergau. Alles nahm 2012 seinen Anfang, als die beiden sich zu dem Duo Dreiviertelblut zusammentaten.

2013 folgte ihr Debütalbum „Lieder vom Unterholz“. In gepflegter Regelmäßigkeit entstehen seitdem immer wieder neue gemeinsame Werke – und das, obwohl die beiden noch in zahlreichen weiteren musikalischen Projekten eingebunden sind.

Gerd Baumann ist preisgekrönter Komponist von Filmmusiken sowie Professor an der Hochschule für Musik und Theater in München. Sebastian Horn ist als Frontmann der Kultband Bananafishbones unterwegs. Umso größer die Freude, dass sie auch 2019 das „Heimatsound Festival“ gehörig gerockt haben.

Montag, 17.06. / 05:15 Uhr / Heimatsound Concerts – Der Nino aus Wien
aus dem Passionstheater in Oberammergau
(Erstsendung: 30.01.2020)

Beim „Heimatsound Festival 2019“ spielten zum siebten Mal die bekanntesten Vertreter der alpenländischen Musikszene im Passionstheater in Oberammergau. Mit dabei: Der Nino aus Wien.

Bodenständiger Folk-Rock mit Wiener Idiom: Der Nino aus Wien entwickelt seit Jahren eine ganz eigene Sprache in seinen Liedern. Er gibt sich als Bohemien, der eng mit seiner Heimatstadt verbunden ist. Nun legt er sein zehntes Album, „Der Nino aus Wien“, vor.

Darauf zeigt er sich in seiner Eigenwilligkeit gereift. Für das Wiener Wochenmagazin „Falter“ ist er immer noch „der beste Liedermacher seiner Generation“. Oder auch der „Bob Dylan vom Praterstern“. Der Nino aus Wien hat viel vor – nach dem Amadeus Award 2016, Nummer-Eins-Hits in den FM4-Charts wie „Praterlied“ und erfolgreichen Konzerten im ganzen deutschen Sprachraum hat er einen großen Zukunftswunsch: „Ein halbes Jahr im Süden, das wär‘ cool, und dort ein Album schreiben, oder einen Gedichtband?“

Beim „Heimatsound Festival“ war er jedenfalls vorher noch und hat sein Publikum bezaubert.

Mittwoch, 19.06. / 22:25 Uhr / SCHULD nach Ferdinand von Schirach (1/6): Der Andere
Reihe nach dem gleichnamigen Bestseller, Deutschland 2014
Drehbuch: Nina Grosse
Regie: Maris Pfeiffer

Ein Ehepaar lässt sich auf ein erotisches Abenteuer ein, entdeckt sich dabei neu. Doch dann taucht ein Problem auf: Ein Machtspiel der beiden lässt sie eine Grenze überschreiten.

Sie schläft mit einem anderen, den er nicht erträgt, trotzdem schaut er tatenlos zu. Nach einem fürchterlichen Streit beschließt das Paar, das Abenteuer aufzugeben. Aber der andere taucht erneut auf. Und diesmal handelt der Ehemann.

Nach der Krimireihe „VERBRECHEN“ setzt die Reihe „SCHULD“ nach dem gleichnamigen Bestseller von Ferdinand von Schirach dessen Kurzgeschichten in eine Reihe besonderer Kriminalfilme um. Moritz Bleibtreu spielt den Anwalt Friedrich Kronberg, der seine Mandanten verteidigt, indem er die Rechtslage zu deren Gunsten auslegt. Die Reihe macht deutlich, dass abhängig von den Umständen jeder zum Mörder werden kann.

Redaktionshinweis: 3sat zeigt den zweiten Teil der sechsteiligen Reihe „SCHULD nach Ferdinand von Schirach“ am Mittwoch, 26. Juni, um 22.25 Uhr. Die Teile drei bis fünf sind am Mittwoch, 3. Juli, ab 22.25 Uhr in 3sat zu sehen. Der sechste und letzte Teil folgt am Mittwoch, 10. Juli, um 22.25 Uhr.

Darsteller:
Friedrich Kronberg: Moritz Bleibtreu
Thorsten Paulsberg: Devid Striesow
Lissy Paulsberg: Bibiana Beglau
Rüdiger Timmer: Matthias Matschke
Richterin: Anna Stieblich


Kalenderwoche 26:

Samstag, 22.06. / 19:00 Uhr / Stradivari – Mythos und Markt ~ Die dunklen Seiten des Klangwunders
Film von Claudius Gehr
Erstsendung: 02.09.2023

Die Stars der Musikszene preisen Stradivari-Geigen als Klangwunder, Anleger investieren Millionen in Sammlerobjekte. Doch stets war ihre Geschichte begleitet von kriminellen Machenschaften.

Stars wie Anne-Sophie Mutter und David Garrett schwören auf Instrumente aus der Werkstatt Antonio Stradivaris. Beide sprechen exklusiv über ihre besondere Beziehung zu ihrem Instrument. Doch die Dokumentation befasst sich auch mit den dunklen Seiten des Klangwunders.

Nicht nur ihre besondere Konstruktion oder die Dichte ihres Holzes, auch das Alter der Instrumente soll für den perfekten Klang von Bedeutung sein. Von den circa 1100 Instrumenten, die Antonio Stradivari vor rund 300 Jahren in Cremona geschaffen hat, sind schätzungsweise noch 600 erhalten. Und sie sind heiß begehrt: Die Preisspirale für echte Stradivaris schraubt sich unaufhörlich in die Höhe und bewegt sich zurzeit im zweistelligen Millionenbereich.

Im besten Falle werden Stradivaris von Virtuosinnen und Virtuosen wie Anne-Sophie Mutter und David Garrett gespielt. Doch viele der Meisterstücke liegen als Anlageobjekte in Safes verschlossen. Natürlich weckt ihr finanzieller Wert auch die Begehrlichkeit von Kriminellen. So sind vermutlich die meisten Geigen, in denen das Label „Stradivari“ klebt, eine Fälschung. Die Dokumentation stellt die kriminelle Energie um die Stradivaris am Beispiel zweier spektakulärer Kriminalfälle in Deutschland und Paraguay dar.

Eine zusätzliche Schattenseite der Preisexplosion der Stradivaris: Jungen Musikerinnen und Musikern bleibt der Zugang zu den kostbaren Instrumenten oft versperrt, was zum echten Karrierehindernis werden kann. Nach dem Motto: ohne große Karriere keine große Geige, aber ohne große Geige auch keine große Karriere. Junge Talente sind auf das Wohlwollen von Mäzeninnen und Mäzenen angewiesen, sie müssen sich in eine Abhängigkeitssituation begeben. Die junge Schweizer Bratschistin Hana Gubenko gibt Einblicke, wie die Preisspirale alter klassischer Instrumente ihren und den Berufsalltag anderer junger Musikerinnen und Musiker belastet.

Der New Yorker Geigenbauer Samuel Zygmuntowicz hat eine Alternative zu den alten italienischen Klassikern entwickelt: eine moderne, zeitgemäße Geige, die klanglich ebenbürtig sein soll, aber nur den Bruchteil einer Stradivari kostet.

Die Dokumentation „Stradivari – Mythos und Markt“ führt nach Deutschland, Österreich, Italien, in die Schweiz, die USA und nach Paraguay.

Samstag, 22.06. / 20:15 Uhr / Die Berliner Philharmoniker in der Waldbühne
Programm:
– Modest Mussorgsky:
„Eine Nacht auf dem kahlen Berge“
(Bearbeitung von Nikolai Rimsky-Korsakow)
– Sergej Prokofjew:
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 Des-Dur op. 10
Mit Yuja Wang (Klavier)
– Maurice Ravel:
„Pavane pour une infante défunte“ (Orchesterfassung)
– Maurice Ravel:
„Daphnis et Chloé“, Suite Nr. 2
– Maurice Ravel: „Boléro“
Orchester: Berliner Philharmoniker
Musikalische Leitung: Kirill Petrenko
Erstausstrahlung

Die Berliner Philharmoniker beenden ihre Konzertsaison traditionell in der Waldbühne. 2024 verabschieden sie sich mit dem Chefdirigenten Kirill Petrenko und der Starpianistin Yuja Wang.

Eine sternenklare Nacht und die „Berliner Luft“, zauberhafte Musik und eine ganz besondere Konzertatmosphäre mit Picknick-Charme: Das ist die Rezeptur zu einem besonderen, sommerlichen Musikerlebnis. Die musikalische Palette reicht von Prokofiev bis Ravel.

Redaktionshinweis: Als nächster Beitrag des „3satFestspielsommers“ folgt am Samstag, 29. Juni, um 20.15 Uhr das Livekonzert der „Sommernachtsgala Grafenegg 2024“.

Samstag, 22.06. / 22:250 Uhr / Italo Disco – Der Glitzersound der 80er
Film von Alessandro Melazzini
(Erstsendung: 18.05.2023)

Italo Disco: „Vamos a la Playa“ oder „Dolce Vita“ – Songs wie Postkarten aus der Vergangenheit. Sie erzählen von ewigen Sommern an den Stränden von Rimini, Ligurien oder der Amalfiküste.

Gemeinsam ist ihnen der Glitzersound der 1980er-Jahre. In seiner Dokumentation schildert Alessandro Melazzini die Entstehung und Entwicklung eines facettenreichen Genres, das, oft zu Unrecht verpönt, einen damals ungekannten Musikstil vorantrieb.

Sonntag, 23.06. / 3satThementag: Liebeslustig

Donnerstag, 27.06. / 10:00 Uhr / 48. Tage der deutschsprachigen Literatur ~ Live aus Klagenfurt
Ingeborg-Bachmann-Preis 2024 – Lesungen und Diskussionen
Moderation: Peter Fässlacher, Cécile Schortmann

Die „48. Tage der deutschsprachigen Literatur“ finden vom 26. bis zum 30. Juni 2024 in Klagenfurt statt. 3sat überträgt den Lesewettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis 2024 live.

14 Autorinnen und Autoren stellen sich mit bisher unveröffentlichten Texten der Jury. Am Sonntag, 30. Juni, werden der 48. Ingeborg-Bachmann-Preis sowie vier weitere Preise vergeben. Peter Fässlacher und Cécile Schortmann führen durch die Livesendungen.

In der Jury gibt es einen Neuzugang: Insa Wilke beendet ihre Tätigkeit, stattdessen wird die Schweizerin Laura de Weck erstmals in Klagenfurt mit dabei sein. Den Vorsitz übernimmt der Leiter des Grazer Literaturhauses, Klaus Kastberger.

Die anderen Jurymitglieder sind die Herausgeberin des Magazins „Literarische Welt“, Mara Delius, die Feuilleton-Chefin der Wochenzeitschrift „Die Furche“, Brigitte Schwens-Harrant, der Publizist Philipp Tingler, die Kulturwissenschaftlerin, Journalistin und Schriftstellerin Mithu Sanyal sowie der Literaturwissenschaftler und Kritiker Thomas Strässle.

Redaktionshinweis: 3sat überträgt die Lesungen und Diskussionen um den Ingeborg-Bachmann-Preis von Donnerstag, 27. Juni, bis Samstag, 29. Juni, jeweils ab 10.00 Uhr in voller Länge live. Alle Lesungen und Diskussionen aus dem ORF-Landesstudio Kärnten sind nicht nur vollständig auf 3sat, sondern auch als Livestream sowie als Abrufvideo auf 3sat.de zu sehen. Hintergrundinformationen sowie die Texte zum Nachlesen finden sich auf https://bachmannpreis.orf.at/.

Die Eröffnung der „48. Tage der deutschsprachigen Literatur“ findet am Mittwoch, 26. Juni, mit der Auslosung der Lesereihenfolge statt und kann als Livestream unter bachmannpreis.ORF.at mitverfolgt werden. Am Sonntag, 30. Juni, ab 11.00 Uhr zeigt 3sat die Preisverleihung, die auch in diesem Jahr wieder eine Sendelänge von 75 Minuten hat.

Über die Social-Media-Kanäle www.facebook.com/Bachmannwettbewerb, www.x.com/tddlit und, in diesem Jahr neu dabei: www.threads.net/Bachmannwettbewerb, können die „Tage der deutschsprachigen Literatur“ mit Kommentaren, Bildern, News und Videos mitverfolgt werden. Das offizielle Hashtag zum Mitdiskutieren und Mittwittern lautet auch diesmal wieder: #tddl.

Auch auf Instagram – www.instagram.com/Bachmannwettbewerb – kann man die Veranstaltung verfolgen und so während des gesamten Wettbewerbs einen exklusiven Blick hinter die Kulissen erhalten.

Freitag, 28.06. / 10:00 Uhr / 48. Tage der deutschsprachigen Literatur ~ Live aus Klagenfurt
Ingeborg-Bachmann-Preis 2024 – Lesungen und Diskussionen
Moderation: Peter Fässlacher, Cécile Schortmann

Die „48. Tage der deutschsprachigen Literatur“ finden vom 26. bis zum 30. Juni 2024 in Klagenfurt statt. 3sat überträgt den Lesewettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis 2024 live.

14 Autorinnen und Autoren stellen sich mit bisher unveröffentlichten Texten der Jury. Am Sonntag, 30. Juni, werden der 48. Ingeborg-Bachmann-Preis sowie vier weitere Preise vergeben. Peter Fässlacher und Cécile Schortmann führen durch die Livesendungen.

In der Jury gibt es einen Neuzugang: Insa Wilke beendet ihre Tätigkeit, stattdessen wird die Schweizerin Laura de Weck erstmals in Klagenfurt mit dabei sein. Den Vorsitz übernimmt der Leiter des Grazer Literaturhauses, Klaus Kastberger.

Die anderen Jurymitglieder sind die Herausgeberin des Magazins „Literarische Welt“, Mara Delius, die Feuilleton-Chefin der Wochenzeitschrift „Die Furche“, Brigitte Schwens-Harrant, der Publizist Philipp Tingler, die Kulturwissenschaftlerin, Journalistin und Schriftstellerin Mithu Sanyal sowie der Literaturwissenschaftler und Kritiker Thomas Strässle.


Kalenderwoche 27:

Samstag, 29.06. / 09:35 Uhr / erLesen Spezial Bachmannpreis
Moderation: Heinz Sichrovsky
(Erstsendung: 25.06.2024)

Die „48. Tage der deutschsprachigen Literatur“, Österreichs wichtigster Literaturwettbewerb, finden vom 26. bis zum 30. Juni 2024 in Klagenfurt statt.

Heinz Sichrovsky empfängt bereits vor den ersten Lesetagen drei teilnehmende Autorinnen und Autoren und spricht mit ihnen in einer „erLesen Spezial“-Ausgabe zum Bachmannpreis über Literatur, Kultur und Gesellschaft.

Samstag, 29.06. / 10:00 Uhr / 48. Tage der deutschsprachigen Literatur
Ingeborg-Bachmann-Preis 2024 – Lesungen und Diskussionen

Moderation: Peter Fässlacher, Cécile Schortmann

Die „48. Tage der deutschsprachigen Literatur“ finden vom 26. bis zum 30. Juni 2024 in Klagenfurt statt. 3sat überträgt den Lesewettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis 2024 live.

14 Autorinnen und Autoren stellen sich mit bisher unveröffentlichten Texten der Jury. Am Sonntag, 30. Juni, werden der 48. Ingeborg-Bachmann-Preis sowie vier weitere Preise vergeben. Peter Fässlacher und Cécile Schortmann führen durch die Livesendungen.

In der Jury gibt es einen Neuzugang: Insa Wilke beendet ihre Tätigkeit, stattdessen wird die Schweizerin Laura de Weck erstmals in Klagenfurt mit dabei sein. Den Vorsitz übernimmt der Leiter des Grazer Literaturhauses, Klaus Kastberger.

Die anderen Jurymitglieder sind die Herausgeberin des Magazins „Literarische Welt“, Mara Delius, die Feuilleton-Chefin der Wochenzeitschrift „Die Furche“, Brigitte Schwens-Harrant, der Publizist Philipp Tingler, die Kulturwissenschaftlerin, Journalistin und Schriftstellerin Mithu Sanyal sowie der Literaturwissenschaftler und Kritiker Thomas Strässle.

Samstag, 29.06. / 20:15 Uhr / Sommernachtsgala Grafenegg 2024
Aufzeichnung, Juni 2024
Mit Regula Mühlemann (Sopranistin), Pene Pati (Tenor)
und Martynas Levickis (Akkordeon)
Musikalische Leitung: Marta Gardolinska
Bildregie: Heidelinde Haschek
Moderation: Teresa Vogl

Die „Sommernachtsgala Grafenegg“ läutet seit 2007 die sommerliche Festivalsaison ein und ist dank der Fernsehausstrahlungen auch ein mediales Aushängeschild von Grafenegg.

Auch 2024 haben sich wieder Solistinnen und Solisten von Weltrang angesagt: Mit der Sopranistin Regula Mühlemann kehrt nach großen Erfolgen bei den Salzburger Festspielen und an der Wiener Staatsoper eine Bekannte nach Grafenegg zurück.

Der samoanische Tenor Pene Pati hingegen feiert sein Debüt am Wolkenturm. Erstmals wird auch Martynas Levickis mit dem Akkordeon den klassischen Orchesterklang erweitern.

Am Pult des Tonkünstler-Orchesters steht diesmal die junge polnische Dirigentin Marta Gardolińska.

Redaktionshinweis: Am Samstag, 6. Juli, um 20.15 Uhr setzt 3sat den „3satFestspielsommer“ mit dem „Eröffnungskonzert Rheingau Musik Festival 2024“ fort. Am Sonntag, 7. Juli, um 20.15 Uhr überträgt 3sat live das Eröffnungskonzert vom „Schleswig-Holstein Musik-Festival 2024“.

Samstag, 29.06. / 21:55 Uhr / For the Drama (1/3): Verrat
Fernsehserie, Deutschland 2024
Erstausstrahlung

Gabriel und Rosa sind die Zweitbesetzung der „Fledermaus“-Operette von Johann Strauß. Und gerade dabei, sich zu trennen. Ihre Beziehungskrise kracht mitten in die Proben.

Rosa hat beruflich große Pläne und beginnt eine Affäre. Gabriel will herausfinden, mit wem und fühlt sich von den vielen Veränderungen überrollt. Als Rosa feststellt, dass sie schwanger ist, eskaliert die Situation.

Während alle auf die große Premiere hinarbeiten, versuchen die beiden, irgendwo zwischen Maskenraum und Orchestergraben ihre Beziehung zu retten.

Die Miniserie „For the Drama“ ist als „Real-Life-Fiction“ während der realen Proben zur Neuinszenierung der berühmten Operette „Die Fledermaus“ durch Barrie Kosky an der Bayerischen Staatsoper entstanden. Sie verbindet ein fiktionales Beziehungsdrama mit dokumentarischen Bildern der schillernden Opernwelt sowie der intensiven Arbeit hinter den Kulissen.

Durch Cameo-Auftritte und Interviewsequenzen werden wichtige Akteurinnen und Akteure der Operetten-inszenierung Teil der fiktionalen Welt hinter der Bühne. Auch inhaltlich knüpft die Serie an die Motive von Johann Strauß‘ Operette an: Es geht um eine verlorene Liebe, Verrat und Rache, um enttäuschte Erwartungen, das Herausfordern festgefahrener Rollen und folgenschwere Entscheidungen. Durch eine Mischung aus Script und Improvisation haben Cast und Crew in diesem Setting eine authentische Trennungsgeschichte entstehen lassen.

Darsteller:
Rosa: Marie Nasemann
Gabriel: Eidin Jalali
Sophie: Vivien König
Alf: Wilson Gonzalez Ochsenknecht
und Avi Jakobs

Samstag, 29.06. / 22:25 Uhr / For the Drama (2/3): Rache!

Samstag, 29.06. / 22:55 Uhr / For the Drama (3/3): Liebe?

Samstag, 29.06. / 23:25 Uhr / Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke
Zusammenfassung der Verleihung, Juni 2024
Erstausstrahlung

Am 29. Juni 2024 wird im Münchner Cuvilliéstheater der „Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke“ verliehen. – 3sat zeigt die Zusammenfassung der Preisverleihung.

Mit der verliehenen Auszeichnung werden Filmkünstler gewürdigt, die sich mit ihren Werken für Toleranz, Humanität und Aufklärung einsetzen.

Sonntag, 30.06. / 11:00 Uhr / 48. Tage der deutschsprachigen Literatur
Ingeborg-Bachmann-Preis 2024 – Preisverleihung
Moderation: Peter Fässlacher, Cécile Schortmann

Zum 48. Mal wird in Klagenfurt der Ingeborg-Bachmann-Preis vergeben. Am 30. Juni 2024 wählt die Jury unter Vorsitz von Klaus Kastberger aus 14 Autorinnen und Autoren den Preisträger.

Außerdem entscheidet die Jury auch über die Vergabe des mit 7500 Euro dotierten 3sat-Preises. Peter Fässlacher und Cécile Schortmann führen als Moderatoren-Duo durch die Livesendungen.

Sonntag, 30.06. / 18:00 Uhr / Buchzeit
Talk über literarische Neuerscheinungen

Mit Barbara Vinken (Professorin für Romanische Literatur), Sandra Kegel (Leitung Feuilleton „FAZ“) und Katrin Schumacher (Redaktionsleitung MDR Literatur) Moderation: Gerd Scobel
Erstausstrahlung

Der Sommer steht vor der Tür und lädt zum Lesen ein. Und dazu, viel Zeit mit der Familie zu verbringen. Das „Buchzeit“-Team stellt deshalb neue Romane über Familien vor.

Familie: ein Stoff mit unendlicher Bandbreite, der die Literatur seit jeher beschäftigt. Gert Scobel diskutiert mit der Literaturprofessorin Barbara Vinken und den Literaturkritikerinnen Sandra Kegel und Katrin Schumacher vier aktuelle Bücher zu diesem Thema.

Familien können Geborgenheit, Halt und Liebe schenken – wenn es gute Familien sind. Es gibt aber auch die zerstörerischen, dystopischen Familienkonstellationen, in denen schon Kinder fürs Leben geschädigt werden. Und es gibt Familien mit engen Bindungen, einem scheinbar sicheren Fundament, die auseinandergerissen werden. Das Gefüge kippt, und was einmal gut war, wird plötzlich böse.

Eilis glaubt, ein glückliches Familienleben mit Mann und Kindern auf Long Island zu führen. Als Teil einer vitalen italienischen Großfamilie. Da erfährt sie, dass ihr Mann Tony ein uneheliches Kind erwartet, das sie zudem noch großziehen soll. Schockiert und verletzt bricht Ellis zu einer Reise in ihre Heimat Irland auf. Und trifft dort auf ihre Jugendliebe. „Long Island“ ist der Titel dieses Gefühlsdramas vom irischen Erfolgsschriftsteller Colm Tóibín.

Hiroko Oyamada zählt zu den wichtigsten Stimmen der japanischen Gegenwartsliteratur. Für ihren Roman „Das Loch“ wurde sie mit dem „Akutagawa Prize“, dem bedeutendsten Literaturpreis Japans, ausgezeichnet. Als Asas Mann beruflich von der Großstadt aufs Land versetzt wird, gibt sie ihren Job auf und zieht mit ihm in sein Heimatdorf, in das Haus neben den Schwiegereltern. Keine einfache Familienkonstellation für die junge, völlig verunsicherte Frau.

Annes Vater war ein gewalttätiger Alkoholiker, das Familienleben ein ständiger „Bürgerkrieg“. Aber ihr Vater war auch unkonventionell, ein Autodidakt mit philosophischen Interessen und unbändigem Humor. Als er im Sterben liegt, begleitet Anne ihn, nimmt Abschied, organisiert die Beerdigung und wickelt sein Leben ab. Darüber kommt sie ihrem Vater immer näher, während ihr Bruder ihn über den Tod hinaus verachtet: „Bevor ich es vergesse“ ist das literarische Debut von Anne Pauly. Es wurde in Frankreich mit dem Publikumspreis als bestes Buch des Jahres ausgezeichnet.

Der alte Flakbunker, ein gewaltiger Betonklotz im Berliner Humboldthain, hat Bruno schon als Kind fasziniert. Jetzt wählt er genau diesen Ort für eine Familienzusammenführung. Jahrelang hatte er keinen Kontakt mit seiner Frau und seinem Sohn Julius. Den einzigen Ausweg aus seiner Verstrickung in ein Netz aus permanenten Lügen hatte er damals darin gesehen, Frau und Kind von einem Tag auf den anderen zu verlassen. Nun sucht er die Annäherung. Doch die Begegnung verläuft anders als geplant und endet in einer Katastrophe. „Humboldthain“ ist der Titel dieses Romans von Inka Parei.

Sonntag, 30.06. / 21:00 Uhr / Das große Kleinkunstfestival 2023: Berlin-Preis
Moderation: Ralf Schmitz
(Erstsendung: 14.01.2024)

„Das große Kleinkunstfestival“ ist eine der wichtigen Preisverleihungen für Kabarett, Comedy und Varieté in Deutschland. 2023 wird Rainald Grebe mit dem Berlin-Preis ausgezeichnet.

Zum ersten Mal moderiert Ralf Schmitz den extrem lustigen Abend. Unter anderem mit Ingo Appelt, Dieter Hallervorden, Rainald Grebe, Viggo Venn.

Ralf Schmitz tritt als neuer Gastgeber in große Fußstapfen beim 23. Kleinkunstfestival und – soviel sei verraten – er meistert es höchst formidabel. Schirmherr Dieter Hallervorden überreicht persönlich den Berlin-Preis an Rainald Grebe – äußerst verdient. Der internationale Varieté-Star Viggo Venn macht den gesamten Saal gelb und Dieter Hallervorden zum Zweiten spielt drei seiner legendären Sketche nach. Ein einmaliges Erlebnis.

Sonntag, 30.06. / 21:45 Uhr / Das große Kleinkunstfestival 2023: Berlin-Preis Ehrenpreis
„Das große Kleinkunstfestival“ ist eine der wichtigen Preisverleihungen für Kabarett, Comedy und Varieté in Deutschland. 2023 wird Ina Müller mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet.

Zum ersten Mal moderiert Ralf Schmitz den extrem lustigen Abend. Unter anderem mit Rüdiger Hoffmann, Christoph Sieber, Tutty Tran und Ina Müller.

Schirmherr Dieter Hallervorden überreicht persönlich den Ehrenpreis an Ina Müller. Und die bedankt sich nicht nur mit Worten, sondern auch mit einem Klassiker ihres reichhaltigen Lied-Repertoires.

Der internationale Varieté-Star Tape Face hat erst jetzt das amerikanische Pendant von „Deutschland sucht den Superstar“ begeistert und einen hervorragenden 5. Platz erspielt. Rüdiger Hoffmann erzählt urkomisch von der elterlichen Qual bei musikalischen Schulaufführungen und der Senkrechtstarter Tutty Tran lotet die Grenze des Sagbaren aus. Ähnlich wie Christoph Sieber, der sich aber der Spezies Mann nähert, mit all seinen Unzulänglichkeiten.

Sonntag, 30.06. / 22:30 Uhr / Das große Kleinkunstfestival 2023: Publikumspreis
Moderation: Ralf Schmitz
(Erstsendung: 28.01.2024)

„Das große Kleinkunstfestival“ ist eine der wichtigen Preisverleihungen für Kabarett, Comedy und Varieté in Deutschland. 2023 wird Alex Stoldt mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Zum ersten Mal moderiert Ralf Schmitz den extrem lustigen Abend. Fünf hoffnungsvolle Comedians treten um den begehrten Publikumspreis an. Im Einzelnen sind dies: Joël von Mutzenbecher, Kalle Zilske, Fee Brembeck, Alex Stoldt und David Stockenreitner.

Der Wettbewerb um den begehrten Publikumspreis war so spannend wie seit Jahren nicht, ein wahres Kopf-an-Kopf-Rennen. Und das war abzusehen, haben die Nachwuchsstars den Saal zuvor zum Lachen und Kochen gebracht.

Montag, 01.07. / 00:55 Uhr / Heimatsound Concerts – Pam Pam Ida
(Erstsendung: 26.10.2023)

Das Heimatsound Festival brachte 2023 einige der bekanntesten Bands der Szene auf die Bühne des Passionstheaters in Oberammergau. 3sat zeigt ein Konzert der oberbayerischen Band „Pam Pam Ida“.

„Pam Pam Ida“ ist vielleicht das einzige Band-Projekt im bayerischen Dialektkosmos, das sich weniger der Partyunterhaltung oder gefühliger Hymnen verpflichtet fühlt, sondern richtig gern neue Wege im Popdschungel beschreitet.

Mit ihrem neuen Album „Trilogie“ fasst die Band um Sänger Andreas Eckert drei zuvor veröffentlichte Kurzalben zusammen und geht mit neuer Musik auf Tour. Unter dem Motto „Koa Moang“ fragen sie ihre Fangemeinde: „Könnt Ihr feiern, als gäbe es kein Morgen? Und könnt Ihr trotzdem alles dafür tun, dass es ein Morgen gibt?“ „Pam Pam Ida“ macht es den Fans sehr leicht, beides mit ja zu beantworten.

Montag, 01.07. / 01:55 Uhr / Lieder auf Banz
mit Bodo Wartke, Heinz Rudolf Kunze, Steiner & Madlaina,
Karat, Roland Hefter, Pe Werner, Jan Plewka und
Hannes Ringlstetter & Band
(Erstsendung: 14.08.2023)

Die malerische Kulisse von Kloster Banz im Hintergrund, stimmgewaltige Sänger auf der Bühne und tausende begeisterte Fans beim Picknick auf der Klosterwiese – all das steht für „Lieder auf Banz“.

3sat zeigt eine Zusammenfassung des Programms von 2023, unter anderem mit Hannes Ringlstetter & Band, Heinz Rudolf Kunze, Steiner & Madlaina, Roland Hefter, Pe Werner und Jan Plewka, der Sänger der Deutschrockgruppe Selig. Das Highlight im Banz-Jahr 2023 ist Karat.

Die Band, die zu den erfolgreichsten in der DDR gehörte, ist bis heute ein Phänomen im deutschsprachigen Rock geblieben, ihr Song „Über sieben Brücken musst du gehen“ ist längst ein Klassiker.

Abgerundet wird das Festival traditionell mit den Auftritten der Gewinnerinnen und Gewinnern des Nachwuchspreises der Hanns-Seidl-Stiftung. Die Moderation übernimmt wie gewohnt Bodo Wartke.

Dienstag, 02.07. / 23:50 Uhr /Machtmissbrauch in der Oper – Sängerinnen erheben ihre Stimme
Reportage von Samira Zingaro
(aus der SRF-Reihe „Reporter)
(Erstsendung: 22.05.2024)

„Reporter“ rückt Menschen sowie deren Schicksale und Abenteuer ins Zentrum, deren Geschichte in der Schweiz und weltweit gesellschaftliche oder politische Trends illustriert.

Die Inhalte sind weit gefächert. Gezeigt werden neben den großen Abenteuern auch die kleinen Sensationen des Alltags. „Reporter“ pflegt die klassische Reportage: Lineare Dramaturgien, subjektives Erzählen, der Reporter als Augenzeuge, authentische Emotionen.

Mittwoch, 03.07. / 22:25 Uhr / SCHULD nach Ferdinand von Schirach (3/6): Ausgleich
Reihe nach dem gleichnamigen Bestseller, Deutschland 2014
Drehbuch: Jobst Christian Oetzmann
Regie: Maris Pfeiffer

Ein Mann fängt an, seine Frau zu misshandeln. Über Jahre schlägt und vergewaltigt er sie, demütigt sie systematisch. Sie erträgt es stillschweigend aus Angst um die gemeinsame Tochter.

Doch dann droht er ihr offen den Missbrauch der Tochter an. Er wird kurz darauf erschlagen aufgefunden. Sie gesteht die Tat, was es für Friedrich Kronberg umso schwerer macht, die drohende Verurteilung zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe abzuwenden.

Darsteller:
Friedrich Kronberg: Moritz Bleibtreu
Alexandra: Anna Maria Mühe
Thomas: Benjamin Sadler
Felix: Ludwig Trepte
Richter Falk: Samuel Finzi
Staatsanwalt Kaulbach: Uwe Preuss
Saskia (9 Jahre): Lina Hüesker
Alexandras Mutter: Gitta Schweighöfer
Alexandras Großvater: Achim Hübner

Mittwoch, 03.07. / 23:10 Uhr / SCHULD nach Ferdinand von Schirach (4/6): Die Illuminaten
Reihe nach dem gleichnamigen Bestseller, Deutschland 2014
Drehbuch: André Georgi
Regie: Hannu Salonen

Eine Gruppe von Jugendlichen in einem Internat denkt sich immer neue Methoden aus, um einen Außenseiter zu traktieren, der eigentlich nur eins will: dazugehören.

Der Junge, ein künstlerisches Genie, ist bereit, dafür auch Grenzen zu überschreiten. Im Rahmen eines mysteriösen Rituals kommt er beinahe ums Leben. Seine Kunstlehrerin rettet ihn – womit ihm gleichzeitig die letzte Lebenshoffnung genommen zu sein scheint.

Darsteller:
Friedrich Kronberg: Moritz Bleibtreu
Johannes Deittert: Jörg Hartmann
Marguerite Verdier: Teresa Harder
Henry: Max Hegewald
Lukas: Jannik Schümann
Ben: Johannes Nussbaum
Francesca: Ceci Chuh
Max: Merlin Rose
Philipp: Til Schindler
Anna Kremer: Lisa Maria Potthoff

Mittwoch, 03.07. / 23:50 Uhr / SCHULD nach Ferdinand von Schirach (5/6): DNA
Reihe nach dem gleichnamigen Bestseller, Deutschland 2014

Friedrich Kronberg: Moritz Bleibtreu
Nina: Alina Levshin
Thomas Deggert: Misel Maticevic
Herrmann: Rainer Reiners
Hauptkommissar: Dirk Borchardt
Sally: Lilly Liefers
Dennis: Aaron Kissiov
Staatsanwalt: Frank Leo Schröder
Untersuchungsrichter: Jürgen Haug

Freitag, 05.07. / 11:30 Uhr / Einfach Mensch: Kreativ Leben
Film von Robin Serwe und Laura Mehlin
Erstausstrahlung

Musikalisch kommt in der Klassikwelt niemand an ihm vorbei: Felix Klieser. Ohne Arme geboren, tritt er heute mit seinem Horn auf den großen Bühnen Deutschlands und der Welt auf.

Felix Klieser benutzt seine Füße wie andere ihre Hände und bedient die Hornventile mit seinem linken Fuß. Ein Instrument zu lernen sei immer das Überwinden von Hindernissen, sagt er. Mit seinem ersten Album gewinnt er 2014 den ECHO-Klassik.

Dass der Musiker aus Göttingen heute als Hornist Weltkarriere macht, hätte lange jeder als unmöglich bezeichnet.

Mika Mai, 14, ist sehbeeinträchtigt und musiziert dank seines absoluten Gehörs ganz ohne Noten. Trotz mehrerer lebensbedrohlicher Operationen verfolgt er seine Leidenschaft zielstrebig. Schon als Kleinkind spielt Mika mehrere Instrumente. Mit elf Jahren schafft er es in die Juniorband des Landesjugendjazzorchesters Hessen, 2023 besteht er die Aufnahmeprüfung fürs Pre-College-Ausbildungsprogramm an der Musikakademie „Dr. Hoch’s Konservatorium“ in Frankfurt.

Mika hat bereits 14 Hirnoperationen überstanden, die letzte Ende 2023. Trotzdem ist Mika ein unglaublich lebensfroher und glücklicher Teenager, der gern Videospiele spielt und Zeit mit seinen Freunden verbringt. Mikas größter Wunsch ist Gesundheit – und dass er mit der Musik irgendwann seinen Lebensunterhalt verdienen kann.


Kalenderwoche 28:

Samstag, 06.07. / 19:20 Uhr / Galeriendämmerung?
Wie junge Künstler mit Instagram den Kunstmarkt aufmischen
Film von Tita von Hardenberg
(Erstsendung: 25.05.2024)

Lange verachtete die etablierte Kunstwelt erfolgreiche Instagram-Künstler als plakative Deko-Maler mit Dollarzeichen in den Augen. Doch das feste Gefüge des Kunstmarkts gerät ins Wanken.

Immer mehr Quereinsteiger schaffen es vom Instafame zur seriösen Kunstkarriere. Was heißt das für die Gatekeeper der Szene, die bisher bestimmten, wer ein großer Name wird und wer unbekannt bleibt? Braucht es noch Galerien?

Die französische Künstlerin Johanna Dumet hat einen kometenhaften Aufstieg hinter sich: Noch vor zehn Jahren finanzierte sie ihre Farben und Pinsel mit Putzjobs. Dann stellte sie ihre Arbeiten auf Instagram und generierte dort rasch 44.000 Follower, die ihr die Bilder regelrecht aus den Händen rissen. Heute wird die Quereinsteigerin von gleich drei Galerien allein in Berlin vertreten und verkauft zu fünfstelligen Preisen. Noch gehört Dumet zu den wenigen Ausnahmen, die den Sprung aus den sozialen Medien in den etablierten Kunstmarkt geschafft haben, aber viele drängen nach, und der elitäre Betrieb wird durchlässiger.

Waren es bisher die Galeristen, die bestimmten, welche Newcomer Karriere machen, nehmen heute immer mehr junge Künstler ihre Verkäufe und Vermarktung selbst in die Hand. Macht Social Media die Galerien überflüssig? „Warum soll ich 50 Prozent meiner Einkünfte an eine Galerie abtreten, obwohl ich die ganze Arbeit mache?“, sagt Künstlerin und Ex-Tennisstar Elisa Klinkenberg. Sie hat mit ihrer Kunst und diversen Markenkooperationen ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut. Werden solche Geschäftsmodelle den Kunstmarkt übernehmen?

Elke Buhr, Chefredakteurin des Fachmagazins „Monopol“ glaubt nicht an den dauerhaften Erfolg der Quereinsteiger: „Ein Künstler wird erst durch die Anerkennung der Fachwelt relevant. Galerien, Sammler und Museen werden weiterhin bestimmen, wer dazugehört.“ Auch alteingesessene Galeristen wie Gerd Harry „Judy“ Lybke, der Neo Rauch und die „Leipziger Schule“ entdeckt und groß gemacht hat, will nichts von der Macht der Follower hören. Im Gegenteil: Allzu großer Verkaufserfolg auf Instagram könne ein Talent sogar verbrennen, meint der erfahrene Kunsthändler. Denn es inflationiere die Kunstwerke und entwerte sie damit auf Dauer.

Dennoch: Die Branche ist im Wandel, und nie zuvor waren Kunstschaffende so autonom. Auch weil eine neue Sammlergeneration auf den Markt drängt, die sich nicht an die alten Spielregeln hält und Kunst auch online erwirbt. Steht der elitäre Kunstmarkt vor einer Zeitenwende?

Tita von Hardenberg begibt sich an die Umbruchsstellen des Kunstmarkts, um dessen Zukunft zu erforschen. Sie besucht Sammler, die umdenken, Galerien, die mit Minimalpreisen locken, und angesagte Kunstevents, bei denen sich im Rahmen wilder Partys Autodidakten und Establishment treffen. Ist das die schrankenlose Zukunft des Kunstmarkts?

Samstag, 06.07. / 20:15 Uhr / Eröffnungskonzert Rheingau Musik Festival 2024
Kloster Eberbach, Basilika, Eltville am Rhein, Juni 2024

Mit Christian Tetzlaff (Violine)
Programm:
– Antonín Dvorák: Violinkonzert a-Moll op. 53
– Bedrich Smetana: Sinfonische Dichtung „Má vlast“
(„Mein Vaterland“) Nr. I-IV
Orchester: hr-Sinfonieorchester
Musikalische Leitung: Alain Altinoglu
Erstausstrahlung

Wie in jedem Jahr eröffnet das hr-Sinfonieorchester auch 2024 mit seinem Chefdirigenten – seit 2021 Alain Altinoglu – in guter Tradition das „Rheingau Musik Festival“.

Auf dem Programm stehen diesmal zwei Meisterwerke der tschechischen Musik: der Orchesterzyklus „Má vlast“ – „Mein Vaterland“ – von Bedřich Smetana sowie Antonín Dvořáks Violinkonzert mit Christian Tetzlaff als Solisten.

Im beeindruckenden Klang-Raum der Basilika von Kloster Eberbach entsteht dabei immer eine besondere musikalische Atmosphäre.

Samstag, 06.07. / 21:45 Uhr / Wo die wilden Kerle wohnen
Aus dem MusikTheater an der Wien, 2024

Mit Jasmin Delfs (Sopranistin) und
Katrin Wundam (Mezzosopranistin)
Orchester: Wiener Symphoniker
Musikalische Leitung: Stefan Zilias
Inszenierung: Nikolaus Habjan
Erstausstrahlung

Der Regisseur und Puppenspieler Nikolaus Habjan inszeniert die Fantasy-Oper „Wo die Wilden Kerle wohnen“ nach dem gleichnamigen Kinderbuchklassiker im „MusikTheater an der Wien“.

Oliver Knussens Komposition begeistert seit der Uraufführung 1980 Groß und Klein. Am Pult der Wiener Symphoniker steht Stephan Zilias. Die lyrische Koloratursopranistin Jasmin Delfs singt und spielt den Jungen Max, der sich auf die Reise zu einer fernen Insel macht.

Die Geschichte basiert auf dem Bestseller von Maurice Sendak – einem Bilderbuch mit wenig Text: Nach einem Streit mit seiner Mutter macht sich Max auf eine Reise, statt sich an den verordneten Hausarrest zu halten. Auf wundersame Weise verwandelt sich das Schlafzimmer des Jungen in eine Dschungellandschaft. Von dort gelangt der Protagonist auf eine von Monstern bewohnte Insel. Mit diesen „wilden Kerlen“ erlebt er spannende Abenteuer. Bald läst sich Max, nicht weniger wild als diese Inselbewohner, zu ihrem König krönen. Obwohl er sein Leben als Oberhaupt der wilden Kreaturen für eine Weile genießt, befällt ihn doch Einsamkeit, sodass er beschließt, wieder nach Hause zurückzukehren.

Stefan Zilias, Generalmusikdirektor der Staatsoper und Chefdirigent des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover, dirigiert diese Oper mit ihrer sehr abenteuerlichen Partitur, meisterhaft gespielt von den Wiener Symphonikern. Neben der lyrischen Koloratursopranistin Jasmin Delfs ist die österreichische Mezzosopranistin Katrin Wundsam in der Doppelrolle als Max‘ Mutter und als Tzippie im Einsatz.

Samstag, 06.07. / 22:35 Uhr / Tableaux Vivants – lebende Gemälde
Film von Cornelia Krafft
(Erstsendung: 04.09.2023)

„Tableaux vivants“, französisch für „lebende Bilder“, sind Nachstellungen historischer wie aktueller Kunstwerke. Dabei verkörpern Akteure Figuren von Gemälden oder Skulpturen.

Die darstellenden Personen, auch Laien, treten in ein Gemälde – meist auf eine Bühne. Sie werden so zum Bestandteil eines Kunstwerks. Filmemacherin Cornelia Krafft begibt sich auf eine bildstarke Reise durch die Kulturgeschichte und -gegenwart.

Die lebend „eingefrorenen“, stillen Szenen sind normaler Weise mit Kostüm, Make-up, Licht und Requisiten theatralisch in Szene gesetzt und verbinden somit die Aspekte der Darstellenden wie Bildenden Künste. Die Demokratisierung der Kunst findet also endlich statt: Jeder ist Künstler – jeder kann Teil eines Kunstwerks sein -, und jeder kann Kunst besitzen.

Als Vorlage dienen Gemälde, Skulpturen und auch Fotografien aus der gesamten Sakral- und Kunstgeschichte. Seit dem 18. Jahrhundert werden derartige lebende Bilder in ununterbrochener Tradition von Aristokratie und Bourgeoisie, bei höfischen oder bürgerlichen Festen, Militärparaden, Bühnen- und Gesellschaftstänzen inszeniert.

Sonntag, 07.07. / 10:05 Uhr / Literaturclub
(Erstsendung: 25.06.2024)

„Literaturclub“ diskutiert die neuesten literarischen Entdeckungen und gibt Orientierungshilfe im Buchmarkt.

In der Gesprächssendung werden jeweils vier bis fünf Neuerscheinungen besprochen.

Sonntag, 07.07. / 11:20 Uhr / Ein Dorf im Spielfieber: 100 Jahre Welttheater Einsiedeln
Film von Nicole Salathé und Richard Herold
Erstausstrahlung

100 Jahre nach der Premiere von Calderóns „Das große Welttheater“ auf dem Klosterplatz von Einsiedeln wirft Lukas Bärfuss mit der zeitgenössischen Neufassung existenzielle Fragen auf.

Wofür lohnt es sich zu leben? Wofür zu sterben? Welche Rolle spiele ich im Leben? Rund 500 Laien sind bei dem Spiel – vor und hinter den Kulissen – mit dabei, vom Enkel bis zur Großmutter. Ein Spiel, das Generationen verbindet und den Zusammenhalt im Dorf stärkt.

Das Klosterdorf Einsiedeln zeichnet eine barocke Theatertradition aus. Auf dem Klosterplatz wurde aber erstmals 1924 Theater gespielt, obwohl dieser einst sogar nach speziellen akustischen Gesichtspunkten gestaltet wurde. Die Wahl des Stücks fiel auf „Das große Welttheater“ des spanischen Dramatikers Pedro Calderón de la Barca in der Übersetzung von Joseph von Eichendorff.

Die Aufführung: weniger Kunstgenuss als vielmehr seelische Erhebung. Am Stückende gab es keinen Applaus, das Spielvolk stimmte zusammen mit dem Publikum „Großer Gott, wir loben Dich“ an. In den 1960er-Jahren sorgte das Mysterienspiel aber je länger je mehr für Unmut. Kritisiert wurde die nicht mehr zeitgemäße, gottgewollte hierarchische Ordnung. Eine rigorose Neuausrichtung wagte die Welttheater-Gesellschaft aber erst 2000 mit Autor Thomas Hürlimann und Regisseur Volker Hesse, auch wenn Calderóns Grundgedanken integraler Bestandteil blieben.

Nun hat sich Lukas Bärfuss den Stoff vorgeknöpft. Das Kloster gab den Segen zu seinem Stück, das selbst vor Kindsmissbrauch in der Kirche nicht Halt macht. Über ein halbes Jahr lang wurde geprobt. Das „Spielvolk“ war mit Feuereifer dabei. Freizeit, Ferien wurden dem Spiel geopfert. Gemeinsam haben Einsiedlerinnen und Einsiedler Großes geschaffen. Gemeinsam wagen sie einen schonungslosen Blick auf das menschliche Leben. Von der Jugend bis zum Tod.

Der Film rollt die 100-jährige Geschichte auf, gräbt im Archiv, birgt Anekdoten, erinnert sich mit Menschen, die seit Jahren zum „Spielvolk“ gehören an Skurriles und Unvergessliches und begleitet Alte und Junge, vom Schicksal heimgesuchte und Lebenshungrige bis zum großen Auftritt.

Sonntag, 07.07. / 12:15 Uhr / Fotoikonen Österreichs – Die Wahrheit hinter den Bildern
Film von Patrice Fuchs
(aus der ORF-III-Reihe „zeit.geschichte“)
(Erstsendung: 10.06.2023)

Die Dokumentation beschäftigt sich anhand von 15 Fotoikonen mit der Bebilderung der österreichischen Geschichte und deren weniger offenbaren Wahrheiten.

Bildbearbeitung und Bildmanipulation spielten auch im 20. Jahrhundert eine Rolle. Auch in Österreich wurden Bilder gezielt verändert, um eine österreichische Identität zu stiften, politische Meinung zu bilden und die Berichterstattung zu verfärben.

Viele der bedeutenden Fotoikonen Österreichs erzählen mehr als nur eine – offensichtliche – Geschichte. Bilder wie die des brennenden Stephansdoms, welcher ein Sinnbild für das Leid und die Zerstörung durch den Nationalsozialismus darstellen sollte, ersetzen die Wahrheit mit einem dramatischeren Narrativ und förderten so den Aufbau der nationalen Identität.

Auch die Gründungsfotos der ÖVP und der SPÖ gehören zu den Fotoikonen der Nachkriegszeit. Doch beide sind „fake“. Sie wurden erst Monate nach der Gründung der Großparteien angefertigt – also bewusst inszeniert -, als sich herausstellte, dass die Volkspartei das konservative Lager vertreten würde.

Sonntag, 07.07. / 18:00 Uhr / kinokino extra: Filmfest München 2024
Film von Antje Harries, Florian Kummert, Daniel Ronel und Heiko Rauber
Erstausstrahlung

Das „Filmfest München“ feiert sein 41. Jubiläum, und „kinokino“ feiert mit. Vom 28. Juni bis zum 7. Juli 2024 werden wieder Filme an Orten in der ganzen Stadt gezeigt.

In besonderen Open-Air-Locations und alteingesessenen Kinos präsentiert das Festival wie gewohnt Weltpremieren aus Deutschland und internationale Film-Highlights. „kinokino extra“ präsentiert das Beste von Deutschlands größtem Sommerfestival.

„kinokino extra“ stellt die Höhepunkte des Festivals vor, darunter die Preisträgerinnen und Preisträger des Förderpreises „Neues Deutsches Kino“ und das Gewusel auf dem Kinderfilmfest, präsentiert und kuratiert von „Checker Tobi“ Krell. Außerdem spricht „kinokino extra“ mit etablierten Filmschaffenden sowie mit jungen Talenten und Stars des deutschen und internationalen Kinos.

Zu sehen sind Interviews mit nationalen und internationalen Gästen, etwa mit Schauspielerin Jessica Lange, die beim Filmfest mit dem „CineMerit Award“ für ihre besonderen Verdienste um die Filmkunst geehrt wird. „kinokino“ trifft die zweifache Oscargewinnerin, die ihre Filmkarriere als Frau in der Faust des verliebten Affen King Kong begonnen hat.

Darüber hinaus spricht „kinokino“ mit dem neuen Festivalleiter Christoph Gröner und der künstlerischen Co-Leitung, Julia Weigl, über die Zukunft und Themenschwerpunkte des Filmfests.

Sonntag, 07.07. / 18:30 Uhr / Museums-Check mit Markus Brock
Völklinger Hütte Gast: Daniel Sträßer
(Erstsendung: 06.08.2023)

Die Völklinger Hütte ist weltweit das einzige vollständig erhaltene Eisenwerk aus der Blütezeit der Industrialisierung.

Sie ist Welterbe der UNESCO und ein beeindruckender Ort, an dem sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf vielfältige Weise begegnen. Zu Gast im „Museums-Check“ ist der Schauspieler Daniel Sträßer.

Oft mimt er ernste, gequälte Charaktere wie Kommissar Adam Schürk im saarländischen „Tatort“. Begonnen hat er seine Karriere am Wiener Burgtheater, wo er unter anderem die Titelrolle in „Romeo und Julia“ spielte. 2014 gab Sträßer sein Filmdebüt in „Der letzte Tanz“. Dass er auch komödiantisches Talent hat, bewies er im Kinofilm „Alles in bester Ordnung“ (2022).

Geboren in Völklingen, kennt Daniel Sträßer die Völklinger Hütte noch aus Kindertagen. Zusammen mit Markus Brock erkundet er das weitläufige Areal, das heute Schauplatz für Ausstellungen, Festivals und Konzerte ist.

Bis 1986 wurde in den Hochöfen der Völklinger Hütte Stahl produziert. Ihre wechselvolle Geschichte seit 1873 spiegelt exemplarisch die rasante Entwicklung der Industriellen Revolution. Wie hart die Arbeitsbedingungen dort waren, kann man beim Durchwandern der historischen Anlagen erahnen und in Fotos und Filmen erfahren. Im sogenannten „Paradies“, wo sich die Natur Teile des Geländes zurückerobert, stößt man auf verbliebene Kunstwerke der Internationalen Urban Art Biennale, die regelmäßig in der Völklinger Hütte stattfindet.

Zwei Sonderausstellungen sind aktuell zu sehen. Kongeniale Kulisse für die Werkschau von Julian Rosefeldt ist die 6000 Quadratmeter große Gebläsehalle mit ihren gigantischen Maschinen und Schwungrädern. Der Berliner Künstler ist für seine visuell opulenten Filminstallationen international bekannt. Gezeigt werden sieben seiner Arbeiten.

Die gefeierte Installation „Euphoria“ stellt die kritische Frage, warum der Kapitalismus bis heute alternativlos erscheint. Die bildstark umgesetzte Textcollage ist eine Art Film-Oper, in der Obdachlose philosophieren oder ein animierter Tiger mit der Stimme von Cate Blanchett einen menschenleeren Supermarkt verwüstet. Bis 3. September 2023 läuft die Schau „When we are gone“.

Die Sonderausstellung „The story of Planet A“ ist in der Erzhalle, wo einst wertvolle Rohstoffe gelagert wurde, bis 26. November 2023 zu sehen. Der Künstler Jens Harder erzählt die 14 Milliarden Jahre alte Geschichte unseres Planeten in einer eindrucksvollen Comic-Trilogie, vom Urknall bis zur fernen Zukunft. Als Vorlage für seine colorierten Zeichnungen recherchierte er passende Motive, von frühen Höhlenmalereien bis zu zeitgenössischer Kunst oder Werbung. Entstanden ist ein gigantisches Bildmosaik. Rund 70 großformatige Drucke von Comic-Seiten und ausgewählte Original-Zeichnungen des Comic-Künstlers sind ausgestellt.

Sonntag, 07.07. / 20:15 Uhr / Eröffnungskonzert Schleswig-Holstein Musik Festival 2024
Mit Emanuel Ax (Klavier)
Programm:
– Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert
Nr.25 C-Dur KV 503
– Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll
Orchester: NDR Elbphilharmonie Orchester
Musikalische Leitung: Alan Gilbert

Grammy-Preisträger Emanuel Ax, einer der größten Pianisten seiner Zeit, eröffnet den Abend mit einem von Mozarts späten Meisterwerken, dem Klavierkonzert Nr. 25.

Das NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Alan Gilbert setzt das Programm anschließend mit Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 5 fort – denn natürlich darf bei diesem Auftakt ein Bezug zum diesjährigen Städteschwerpunktthema Venedig nicht fehlen.

Nachdem das Adagietto aus der Sinfonie 1971 im Visconti-Film „Tod in Venedig“ verwendet wurde, gewann das gesamte Werk ungemein an Popularität.

Melancholisch-verklärt geben die schwelgenden Streicherlinien hier tiefere Einblicke in das Seelenleben des Protagonisten Gustav von Aschenbach, als es die Bilder allein vermögen. Dass die fiktive Figur Aschenbach bereits in Thomas Manns literarischer Vorlage bewusst Züge Gustav Mahlers trägt, macht Viscontis filmische Zusammenführung von Bild und Musik nur noch stimmiger.

Ob das Publikum beim Hören Venedigs Paläste und Lagunen vor Augen haben wird oder seine ganz eigenen Bilder – Mahlers farbige Musik zwischen sphärischer Realitätsentgleitung, Ländleridylle und kantiger Bläsermotivik lädt in ihrer emotionalen Tiefe zu verschiedensten Assoziationen ein, spricht aber gleichzeitig auch immer ganz für sich.

Redaktionshinweis: Am Samstag, 13. Juli, um 20.15 Uhr setzt 3sat den „3satFestspielsommer“ mit „Klassik am Odeonsplatz 2024“ fort.

Dienstag, 09.07. / 23:55 Uhr / Musizierende brechen ein Tabu – Karriere auf Kosten der Gesundheit
Reportage von Lukas Schnyder
(aus der SRF-Reihe „Reporter“)
(Erstsendung: 29.05.2024)

Sie stehen unter Leistungsdruck und sind einem harten Konkurrenzkampf ausgesetzt: Professionelle Musikerinnen und Musiker zahlen einen hohen Preis, um von ihrer Musik leben zu können.

Im Gegensatz zum Spitzensport ist ihre Gesundheit im Berufsleben oft ein Tabu.
Die Schweizer Violinistin Anaïs Chens leidet unter einer fokalen Dystonie, dem Musikerkrampf. „Reporter“ begleitet die 43-Jährige auf ihrem Weg zwischen Diagnose und Karriere.

Anaïs Chens Finger machen nicht mehr mit. Jahrelang ging bei der Schweizer Violinistin alles gut. Doch nun steht die Karriere der international renommierten Künstlerin für Alte Musik auf dem Spiel.

Gegenüber „Reporter“ bricht sie ein Tabu und zeigt ungeschönt, was es bedeutet, wenn bei einer Profi-Musikerin die Gesundheit nicht mehr mitspielt. Wird Chens es schaffen, auf die Bühne zurückzukehren?


Kalenderwoche 29:

Samstag, 13.07. / 19:20 Uhr / Das Geheimnis der Meister – Van Gogh
Film von Jaap van der Werff und Finbarr Wilbrink
(Erstsendung: 03.01.2019)

In dieser Folge spüren die Experten anhand eines Selbstbildnisses dem vibrierenden Licht des Südens nach, den wilden Strichen des Meisters Vincent van Gogh.

Ein Computertrick zeigt das Selbstporträt schließlich als eine Fotografie des Meisters. Selbst die brutale Zerstörung des Gemäldes durch Messerschnitte eines psychisch Gestörten wiederholen die Meisterdetektive, um das Bild originalgetreu zu rekonstruieren.

In der Reihe „Das Geheimnis der Meister“ geht ein Experten-Team unter der Leitung des Künstlers und Moderators Jasper Krabbé auf Spurensuche: Es rekonstruiert bedeutende Werke der niederländischen Malerei.

Bei dieser Spurensuche nach den originalen Farben, dem Pinselstrich, der Lichtstimmung und Farbgebung – kurz: nach dem Ausdruck des berühmten Bildes – lernt man das Werk ganz neu kennen.

Redaktionshinweis: Weitere Folgen von „Das Geheimnis der Meister“ zeigt 3sat an den kommenden fünf Werktagen jeweils um 19.20 Uhr.

Samstag, 13.07. / 20:15 Uhr / Klassik am Odeonsplatz 2024
München, Juli 2024
Mit Anja Kampe (Sopran) und Michael Volle (Bariton)

Programm:
– Richard Wagner: Walkürenritt und Schlussszene des dritten Akts aus „Walküre“.
– Johannes Brahms: Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Orchester: Symphonieorchester des BR
Musikalische Leitung: Sir Simon Rattle

Die Feldherrnhalle wird bei „Klassik am Odeonsplatz“ zur Opernbühne, wenn Sir Simon Rattle mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks seiner Wagner-Leidenschaft frönt.

Rattle präsentiert Highlights aus dem populärsten Teil der „Ring“-Tetralogie, der „Walküre“, die einen klassischen Vater-Tochter-Konflikt zum Inhalt hat. Mit dem bekanntesten Wagner-„Hit“, dem „Walkürenritt“, sorgt Rattle gleich zu Beginn für ausgelassene Stimmung.

Um dann direkt die herzerweichende Schlussszene folgen zu lassen – da übermannt den Göttervater Wotan das Mitleid mit seiner rebellischen Lieblingstochter Brünnhilde, so dass er die von ihm verhängte Strafe der Menschwerdung durch einen Feuerwall abmildert: Nur ein furchtloser Held wird sie erobern. Anja Kampe und Michael Volle zählen sicher zu den derzeit überzeugendsten Darstellern dieser beiden Rollen, sodass man sich auf ein wahres Wagner-Gipfeltreffen freuen darf.

Mit der sommerlichen zweiten Symphonie des Wagner-Antipoden Johannes Brahms sorgt Rattle nach der Pause für Kontrast. In typischer Selbstironie schrieb Brahms 1877 an seinen Verleger: „Die neue Symphonie ist so melancholisch, dass Sie es nicht aushalten. […] Die Partitur muss mit Trauerrand erscheinen.“ Genau das Gegenteil ist der Fall: Die idyllische D-Dur-Symphonie ist mit ihrer liedhaften Melodik die lieblichste und freundlichste der vier Symphonien von Brahms.

Redaktionshinweis: Am Mittwoch, 17. Juli, um 9.55 Uhr überträgt 3sat im Rahmen des „3satFestspielsommers“ live die „Eröffnung Bregenzer Festspiele 2024“. Am Samstag, 20. Juli, um 20.15 Uhr setzt 3sat den „3satFestspielsommer“ mit einem Konzert von „Klassik am Odeonsplatz 2024“ fort. Im Anschluss daran, um 21.55 Uhr überträgt 3sat ein Konzert von „Klassik am Traunsee 2024“.

Samstag, 13.07. / 21:45 Uhr / Frida Kahlo – Wilde Tage in Coyoacán
Film von Angelika Lizius
(Erstsendung: 25.07.2010)

Frida Kahlo (1907-1954), die berühmte Malerin, zeigte sich meist in der Tracht der Tehuana-Frauen und wird in ihrer Heimat Mexiko wie eine Heilige verehrt.

In Nordamerika und Europa erklärte die Frauenbewegung die selbstbewusste und freiheitsliebende Künstlerin zur Galionsfigur, in Paris feierte man sie schon zu Lebzeiten als Stilikone und herausragende surrealistische Malerin.

Frida Kahlo nannte sich „La gran ocultadora“ – die große Geheimnisvolle. Auf den ersten Blick erzählen die Bilder Frida Kahlos, vor allem die Selbstporträts, von ihrem Leben: von ihren körperlichen Schmerzen, die sie seit ihrer Kindheit und ihrem schweren Unfall ertragen musste, von der Einsamkeit, die sie quälte, wenn sie immer wieder monatelang bewegungslos im Bett zubrachte, von der leidenschaftlichen Beziehung zu Diego Rivera, dem gefeierten mexikanischen Wandmaler, und von ihrer Liebe zur Natur.

Frida Kahlos Gemälde sind jedoch weit mehr als Ausdruck ihrer Emotionen: Sie sind mit all den bewusst eingesetzten Symbolen auch Beweis ihrer Lust an der Verschlüsselung, der Verschleierung, und zeugen von ihrer profunden Kenntnis der mexikanischen, der europäischen und auch der fernöstlichen Kultur.

In der Casa Azul – dem Blauen Haus – spürt man heute noch die Präsenz von Frida Kahlo. Dort wurde sie geboren, dort verbrachte sie den Großteil ihres Lebens, und dort starb sie im Alter von nur 47 Jahren. Das Haus – heute Museum – eröffnet dem Besucher das Universum der Malerin: ihr Studio, in dem sie die meisten Bilder malte, die beiden Schlafzimmer, in denen sie so lange das Bett hütete, der prachtvolle Garten, in dem sie Künstler, Intellektuelle und kommunistische Aktivisten aus der ganzen Welt empfing, die Küche, in der Frida den Tisch für ihre illustren Gäste wie ein Kunstwerk schmückte.

Die mexikanische Kunsthistorikerin Raquel Tibol kannte Frida noch persönlich. Sie erinnert sich an eine Frau voller Widersprüche – stark und verletzlich zugleich, extrovertiert und einsam, fröhlich und depressiv, emotional und intellektuell.

Redaktionshinweis: 3sat zeigt „Frida Kahlo – Wilde Tage in Coyoacán“ zum 70. Todestag der mexikanischen Malerin am 13. Juli.

Samstag, 13.07. / 22:30 Uhr / Häuser der Kunst: Schloss Derneburg – Georg Baselitz
Film von Natascha Geier
(Erstsendung: 23.04.2023)

Schloss Derneburg ist seit fast 1000 Jahren ein Ort, an dem Kunst und Kultur entstehen. Dort lebte und arbeitete einer der bedeutendsten deutschen Maler: Georg Baselitz.

Er schuf dort große Gemälde, Drucke, Skulpturen. Seit 2006 gehört Derneburg dem Sammlerehepaar Andrew und Christine Hall. Sie verwandeln das Schloss in Europas größtes privates Museum für zeitgenössische Kunst, die „Hall Art Foundation“.

In ehemaligen Atelier von Baselitz hängt heute internationale, zeitgenössische Kunst. Das Ziel: ein Gesamtkunstwerk mit Boutiquehotel, Restaurant und Kunstbibliothek.

Georg Baselitz ist einer der bedeutendsten Maler und Bildhauer unserer Zeit. Kontrovers und kraftvoll ist seine Kunst, er selbst gilt als sperriger Charakter. Das gehört zu seiner Selbstinszenierung. So wie der Auftritt als Malerfürst mit Schloss. Über 30 Jahre war Baselitz Herr über die Derneburg in Niedersachsen.

Die ehemalige Klosteranlage aus dem 12. Jahrhundert hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich und war zuletzt ein Altenheim, bevor der Künstler sie erwarb. Dort wurde der Maler zum Bildhauer, schuf seine ersten Skulpturen aus Bäumen des umgebenden Walds.

Sonntag, 14.07. / 3satThementag: Krimifieber

Montag, 15.07. / 19:20 Uhr / Das Geheimnis der Meister: Caspar David Friedrich
Film von Vanessa Auktor und Nicole Zepter
Erstausstrahlung

Caspar David Friedrich würde 2024 seinen 250. Geburtstag feiern. Der Natur hat er sich als Maler auf eine ganz neue Weise genähert. Eines seiner Hauptwerke: „Kreidefelsen auf Rügen“.

In der Reihe „Das Geheimnis der Meister“ begibt sich ein Team von Expertinnen und Experten auf eine detektivische Spurensuche. Mithilfe modernster Technik recherchieren sie die Entstehungshintergründe, und ein Kunstmaler versucht sich an der perfekten Kopie.

In jeder Folge der Reihe wird ein Meisterwerk der Malerei ganz genau unter die Lupe genommen: Welche Farben wurden verwendet, welche Charakteristiken hat der Pinselstrich, wie sind Lichtstimmung und Farbgebung? Was wurde übermalt oder retuschiert? Verbirgt sich gar ein Bild unter dem Bild?

Durch die Rekonstruktion werden nicht nur der Entstehungshintergrund der Werke, sondern auch die Lebensumstände der Künstlerinnen und Künstler durchleuchtet. Welche tragischen Ereignisse oder Glücksmomente haben die Werke beeinflusst, welche Strömungen in Kunst, Kultur und Politik der Entstehungszeit spiegeln sie wider?

Caspar David Friedrich wird 1774 in Norddeutschland, in Greifswald geboren. Eher zufällig kommt er zur Malerei, als sein Vater ihn zu einem Zeichenlehrer schickt. Er geht als der große deutsche Romantiker in die Kunstgeschichte ein. Dabei waren seine Werke bis 1900 fast vergessen. Museen zeigten seine Bilder nicht. Erst 1906 wurde der Künstler in der „Deutschen Jahrhundertausstellung“ in Berlin wiederentdeckt.

In seinen Werken ist nichts dem Zufall überlassen. Er verschiebt die Perspektive in die Tiefe und arbeitet mit Elementen wie Bäumen und Ästen, um den Raum einzufassen. Ein nahezu mathematischer Aufbau der Komposition.

Am Ende hängen Original und Rekonstruktion nebeneinander im Museum, und das Publikum kann selbst entscheiden, ob die Kunstdetektivinnen und -detektive einen guten Job gemacht haben. Konnten sie dem Meisterwerk seine Geheimnisse entlocken? Ist eine überzeugende Kopie gelungen?

Dienstag, 16.07. / 19:20 Uhr / Das Geheimnis der Meister: Paula Modersohn-Becker
Film von Vanessa Auktor und Nicole Zepter

Paula Modersohn-Beckers „Selbstbildnis am 6. Hochzeitstag“ steht beispielhaft für ihre Modernität. Reduziert in Form und Farbigkeit lässt es tief in die Seele der Künstlerin blicken.

In der Reihe „Das Geheimnis der Meister“ begibt sich ein Team von Expertinnen und Experten auf eine detektivische Spurensuche. Mithilfe modernster Technik recherchieren sie die Entstehungshintergründe, und ein Kunstmaler versucht sich an der perfekten Kopie.

In jeder Folge der Reihe wird ein Meisterwerk der Malerei ganz genau unter die Lupe genommen: Welche Farben wurden verwendet, welche Charakteristiken hat der Pinselstrich, wie sind Lichtstimmung und Farbgebung? Was wurde übermalt oder retuschiert? Verbirgt sich gar ein Bild unter dem Bild?

Durch die Rekonstruktion werden nicht nur der Entstehungshintergrund der Werke, sondern auch die Lebensumstände der Künstlerinnen und Künstler durchleuchtet. Welche tragischen Ereignisse oder Glücksmomente haben die Werke beeinflusst, welche Strömungen in Kunst, Kultur und Politik der Entstehungszeit spiegeln sie wider?

Paula Modersohn-Beckers Werk besteht aus Porträts, Kinderbildnissen, Landschaften, Stillleben und zahlreichen Selbstporträts. Fotografien oder ihr Spiegelbild dienen ihr dabei als Vorlage. Die Mumienporträts der alten Ägypter ändern ihren Blick auf die Porträtmalerei grundlegend. Durch starke Vereinfachung erschafft sie Gesichter, die fast maskenhaft und dennoch tiefgründig und berührend wirken, so auch in ihrem „Selbstbildnis am 6. Hochzeitstag“ von 1906.

Am Ende hängen Original und Rekonstruktion nebeneinander im Museum und das Publikum kann selbst entscheiden, ob die Kunstdetektivinnen und -detektive einen guten Job gemacht haben. Konnten sie dem Meisterwerk seine Geheimnisse entlocken? Ist eine überzeugende Kopie gelungen?

Mittwoch, 17.07. / 09:45 Uhr / Mosaik-Kunst in Italien – Werke für die Ewigkeit
Film von Björn Kölz und Gernot Stadler
Deutsche Bearbeitung: Henriette Maslo-Dangl
(Erstsendung: 09.12.2021)

Die italienische Stadt Spilimbergo in der Region Friaul-Julisch-Venetien, auf einem Plateau im Umland des naturbelassenen Flusses Tagliamento gelegen, ist bekannt für ihre Mosaik-Schule.

Kunstbegabte aus aller Welt können hier in drei Jahren zu Mosaikmeistern ausgebildet werden. Die Mosaik-Gestaltung hat in Spilimbergo eine lange Tradition. Schon im 16. Jahrhundert gingen die Künstler zum nahegelegenen Tagliamento, um Steine für ihre Werke zu sammeln.

Beim Schneiden der Steine wurden und werden damals wie heute wunderschöne Farbschattierungen sichtbar.

Die Mosaik-Schule wurde 1922 in Spilimbergo gegründet. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie nur von Männern besucht. Heute hingegen sind etwa 70 Prozent der Studierenden weiblich. Anfangs wird in erster Linie die Handhabung natürlicher Materialien wie etwa Stein und Fels gelehrt, später dann jene von künstlichen Stoffen wie buntem Glas.

Für den Schuldirektor Stefano Lovison wohnt der Mosaik-Kunst ein Zauber inne, der ihre Werke von denen vieler anderer Kunstsparten, wie zum Beispiel der Zeichenkunst oder der Malerei, unterscheidet: „All diese Kunstrichtungen unterliegen einem natürlichen Verfall. Ein Mosaik nicht – es hält für die Ewigkeit. Wer also in ein Mosaik investiert, investiert gewissermaßen in sich selbst und in die Ewigkeit.“

Mittwoch, 17.07. / 09:55 Uhr / Eröffnung Bregenzer Festspiele 2024 (Live: 3satFestspielsommer)
Liveübertragung des Festaktes aus dem Festspielhaus in Bregenz
Live-Kommentatorin: Eva Teimel
Regie: Joachim Mark
Moderation: Martina Köberle

Die 78. Bregenzer Festspiele werden vom österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen und den Wiener Symphonikern feierlich eröffnet. Eva Teimel kommentiert die Eröffnung live.

Das Spiel auf dem See „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber ist der erste Höhepunkt bei den Bregenzer Festspielen. Einen Tag später feiert der Opernthriller „Tancredi“ von Gioachino Rossini im Haus Premiere.

Außerdem gibt Moderatorin Martina Köberle im Rahmen der Eröffnungsübertragung in Live-Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern interessante Einblicke hinter die Kulissen der Bregenzer Festspiele 2024.

Mittwoch, 17.07. / 19:20 Uhr / Das Geheimnis der Meister: Paul Klee
Film von Vanessa Auktor und Nicole Zepter
Erstausstrahlung

Paul Klees experimenteller Umgang mit Farbe und Form, etwa in seinem Werk „Der Goldfisch“, machen ihn zu einem der einflussreichsten Vertreter der Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts.

In der Reihe „Das Geheimnis der Meister“ begibt sich ein Team von Expertinnen und Experten auf eine detektivische Spurensuche. Mithilfe modernster Technik recherchieren sie die Entstehungshintergründe, und ein Kunstmaler versucht sich an der perfekten Kopie.

In jeder Folge der Reihe wird ein Meisterwerk der Malerei ganz genau unter die Lupe genommen. Welche Farben wurden verwendet, welche Charakteristiken hat der Pinselstrich, wie sind Lichtstimmung und Farbgebung? Was wurde übermalt oder retuschiert? Verbirgt sich gar ein Bild unter dem Bild?

Durch die Rekonstruktion werden nicht nur der Entstehungshintergrund der Werke, sondern auch die Lebensumstände der Künstlerinnen und Künstler durchleuchtet. Welche tragischen Ereignisse oder Glücksmomente haben die Werke beeinflusst, welche Strömungen in Kunst, Kultur und Politik der Entstehungszeit spiegeln sie wider?

Paul Klee lehrt ab 1921 als Meister am Bauhaus, erst in Weimar und dann in Dessau. Das Bauhaus, 1919 von dem Architekten Walter Gropius gegründet, ist eine bis heute wegeweisende Kunsthochschule: ein Ort, an dem die Grenzen zwischen Kunst und Handwerk aufgehoben und auch gesellschaftliche Normen infrage gestellt wurden. Paul Klee erschuf dort viele seiner bekanntesten Werke, wie auch seinen geheimnisvoll leuchtenden „Goldfisch“.

Am Ende hängen Original und Rekonstruktion nebeneinander im Museum und das Publikum kann selbst entscheiden, ob die Kunstdetektivinnen und -detektive einen guten Job gemacht haben. Konnten sie dem Meisterwerk seine Geheimnisse entlocken? Ist eine überzeugende Kopie gelungen?

Donnerstag, 18.07. / 11:45 Uhr / Robert Stolz – Musik für Generationen
Film von Markus Mörth
(aus der ORF-Reihe „Österreich-Bild“)

(Erstsendung: 22.01.2023)

Viele Werke des österreichischen Komponisten Robert Stolz (1880-1975) sind bis heute bekannt und beliebt. Doch seine Geschichte kennen nur wenige. Der Film erzählt sie.

Der Komponist und Dirigent aus Graz verhalf nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten vielen Juden zur Flucht aus Deutschland und emigrierte aufgrund seiner ablehnenden Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus in die USA.

Sowohl am Broadway als auch in Hollywood war Robert Stolz mit seinen Arbeiten erfolgreich. Nach dem Krieg kehrte der damals 66-Jährige nach Wien zurück und machte eine große Karriere bis ins hohe Alter.

Donnerstag, 18.07. / 19:20 Uhr / Das Geheimnis der Meister: Max Liebermann
Film von Vanessa Auktor und Nicole Zepter
Erstausstrahlung

Max Liebermann ist einer der herausragendsten Künstler des deutschen Impressionismus. Sein Werk „Die Rasenbleiche“ von 1882 birgt ein Geheimnis: Wie wurde aus dem Genre- ein Landschaftsbild?

In der Reihe „Das Geheimnis der Meister“ begibt sich ein Team von Expertinnen und Experten auf eine detektivische Spurensuche. Mithilfe modernster Technik recherchieren sie die Entstehungshintergründe, und ein Kunstmaler versucht sich an der perfekten Kopie.

In jeder Folge der Reihe wird ein Meisterwerk der Malerei ganz genau unter die Lupe genommen. Welche Farben wurden verwendet, welche Charakteristiken hat der Pinselstrich, wie sind Lichtstimmung und Farbgebung? Was wurde übermalt oder retuschiert? Verbirgt sich gar ein Bild unter dem Bild?

Durch die Rekonstruktion werden nicht nur der Entstehungshintergrund der Werke, sondern auch die Lebensumstände der Künstlerinnen und Künstler durchleuchtet. Welche tragischen Ereignisse oder Glücksmomente haben die Werke beeinflusst, welche Strömungen in Kunst, Kultur und Politik der Entstehungszeit spiegeln sie wider?

Max Liebermann wird 1847 in Berlin geboren. Anfangs als „Armeleutemaler“ verspottet, wird er später als Wegbereiter der Moderne gefeiert. „Die Rasenbleiche“ malt er in dem niederländischen Dorf Zweeloo. Bereits zu Beginn der 1870er-Jahre ist Max Liebermann mehrmals zu Studienzwecken dort. Sein Gemälde zeigt den Garten hinter einem Gasthaus. Die Wäscherinnen fügt er später in seinem Atelier hinzu. Ausgestellt wird „Die Rasenbleiche“ zum ersten Mal 1883 im „Salon de Paris“.

Am Ende hängen Original und Rekonstruktion nebeneinander im Museum und das Publikum kann selbst entscheiden, ob die Kunstdetektivinnen und -detektive einen guten Job gemacht haben. Konnten sie dem Meisterwerk seine Geheimnisse entlocken? Ist eine überzeugende Kopie gelungen?

Freitag, 19.07. / 19:20 Uhr / Das Geheimnis der Meister: Angelika Kauffmann
Film von Vanessa Auktor und Nicole Zepter
Erstausstrahlung

Angelika Kauffmann ist eine der gefragtesten Porträtmalerinnen ihrer Zeit. Das Abbild ihrer Freundin und Dichterin Teresa Bandettini von 1794 ist beispielhaft für ihren Stil.

In der Reihe „Das Geheimnis der Meister“ begibt sich ein Team von Expertinnen und Experten auf eine detektivische Spurensuche. Mithilfe modernster Technik recherchieren sie die Entstehungshintergründe, und ein Kunstmaler versucht sich an der perfekten Kopie.

In jeder Folge der Reihe wird ein Meisterwerk der Malerei ganz genau unter die Lupe genommen. Welche Farben wurden verwendet, welche Charakteristiken hat der Pinselstrich, wie sind Lichtstimmung und Farbgebung? Was wurde übermalt oder retuschiert? Verbirgt sich gar ein Bild unter dem Bild?

Durch die Rekonstruktion werden nicht nur der Entstehungshintergrund der Werke, sondern auch die Lebensumstände der Künstlerinnen und Künstler durchleuchtet. Welche tragischen Ereignisse oder Glücksmomente haben die Werke beeinflusst, welche Strömungen in Kunst, Kultur und Politik der Entstehungszeit spiegeln sie wider?

Geboren 1741 im schweizerischen Chur, zieht Angelika Kauffmann im Alter von elf Jahren mit ihren Eltern nach Italien. Vielfach begabt, ist sie hin und hergerissen zwischen Musik und Malerei. Später im Leben verbindet sie eine innige Freundschaft mit Johann Wolfgang von Goethe. Angelika Kauffmann ist bereits zu ihren Lebzeiten eine gefeierte und geschätzte Künstlerin. Ein Jahr nach ihrem Tod 1807 wird ihre Büste im Pantheon in Rom neben der von Raffael aufgestellt.

Im Laufe ihrer Karriere entwickelt sie eine revolutionäre Form des Porträts, das Attitüden-Porträt. Eine Kombination aus klassischem Abbild und der Figur in Bewegung, wie ihr Gemälde der Teresa Bandettini.

Am Ende hängen Original und Rekonstruktion nebeneinander im Museum und das Publikum kann selbst entscheiden, ob die Kunstdetektivinnen und -detektive einen guten Job gemacht haben. Konnten sie dem Meisterwerk seine Geheimnisse entlocken? Ist eine überzeugende Kopie gelungen?


Regelmäßige Kultursendungen auf 3sat:

Montags – freitags, 19:20 Uhr: Kulturzeit
Das 3sat Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
3sat
“Kulturzeit” ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat.
“Kulturzeit” mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.

Dienstags, 21:45 Uhr: kinokino ~ Das Filmmagazin
Was läuft aktuell im Kino? Welches sind die neuesten Hits auf der Leinwand? „kinokino“ stellt die wichtigsten Neustarts und Themen aus der Filmwelt vor.
Das Magazin zeigt Porträts und Interviews mit Schauspielern und Regisseuren. Welche Filme lohnen sich? Welche sollte man lieber meiden? „kinokino“ kritisiert die Tops und Flops und berichtet von den spannendsten Festivals.

Samstags, 09:05 Uhr: Kulturplatz
Das Kulturmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen, SRF
Hinein ins pralle Leben: “Kulturplatz” greift auf, was die Menschen beschäftigt, welche Fragen sie sich stellen. Und zeigt, dass die Kultur Antworten gibt.
“Kulturplatz” findet mitten im Leben statt: im Supermarkt, am Musikfestival, im Wald. Denn Kultur ist viel mehr als Musik, Literatur und Kunst. Kultur durchdringt unser Leben. Wo jemand nachzudenken beginnt, da entsteht Kultur.
Diesem Credo ist “Kulturplatz” verpflichtet. Die Sendung will für Kultur begeistern und behält dabei die wichtigsten Akteure und Ereignisse des Kulturbetriebes im Blick. “Kulturplatz” spürt Trends auf und präsentiert Neuentdeckungen.

Freitags, nach Mitternacht: lebensArt
ORF
Peter Schneeberger und Clarissa Stadler präsentieren Inhalte, die nicht nur vom Kulturkalender, sondern auch von gesellschaftlichen und kulturpolitischen Entwicklungen bestimmt werden.
Neue und andere Sichtweisen erleichtern den Zugang zu Literatur und Musik, Film und Theater, Architektur und Bildender Kunst. Das Kulturmagazin ist feuilletonistisch, hintergründig und reflexiv.


Diese Übersicht wird stets mehrere Wochen vor den jeweiligen Sendeterminen erstellt. Aktuelle Programmänderungen sind u. U. nicht berücksichtigt. Diese finden sich auf 3sat.de.

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