arte und 3sat übertragen in ihren umfangreichen Programmen regelmäßig Dokumentationen über Künstler und Kulturereignisse, dazu Konzerte (von Klassik über Pop & Rock bis Heavy Metal), Musicalfilme, Opern-, Tanz- und Theatervorstellungen.
Diese Seite informiert über bevorstehende interessante Ausstrahlungstermine auf 3sat aus dem Kulturbereich.


Sonntag, 27.09. / 20:15 Uhr / Live: Köln. Glanz. Oper! Feierliche Wiedereröffnung mit dem „Rosenkavalier“
Im Streaming: 27. September 2026, 20.15 Uhr bis 26. September 2027

Programm:
– Richard Strauss: „Der Rosenkavalier“
Libretto: Hugo von Hofmannsthal
Chor: Chor der Oper Köln, Knaben und Mädchen der , Kölner Dommusik
Orchester: Gürzenich-Orchester Köln
Musikalische Leitung: Andrés Orozco-Estrada
Regie: Marie-Ève Signeyrole
Erstausstrahlung

Nach jahrelanger Sanierung kehrt die Oper Köln in ihr Haus am Offenbachplatz zurück. Zur Wiedereröffnung steht Richard Strauss‘ berühmter „Rosenkavalier“ auf dem Programm.

Andrés Orozco-Estrada leitet die Premiere musikalisch mit dem Gürzenich-Orchester Köln. Die französische Regisseurin Marie-Ève Signeyrole entwickelt einen neuen Blick auf die Geschichte um die Feldmarschallin, den Grafen Octavian, Sophie und Baron Ochs.

3sat zeigt zeigt die Premiere in voller Länge und blickt hinter die Kulissen dieses Neustarts der Oper Köln.

Darsteller:
Feldmarschallin Fürstin Werdenberg: Magdalena Hinterdobler
Baron Ochs auf Lerchenau: Patrick Zielke
Octavian: Bianca Andrew
Herr von Faninal: Christian Miedl
Sophie: Giulia Montanari

Montag, 28.09. / 01:55 Uhr / Frontmen – Die größten Rockstars aller Zeiten: Ozzy Osbourne – Black Sabbath
Film von Steve Tappin und Dee Hendry
Im Streaming: 28. September 2026, 22.00 Uhr bis 26. Dezember 2026
(Erstsendung: 20.06.2024)

Er schuf mit Black Sabbath ein eigenes Genre und wurde zur Ikone des Heavy Metal: Ozzy Osbourne faszinierte über Jahrzehnte mit Exzessen, Abstürzen und spektakulären Comebacks.

Die Dokumentation zeichnet den Weg des legendären Frontmanns nach – von seiner schwierigen Kindheit über den Aufstieg mit Black Sabbath bis zu seiner Entlassung wegen Alkohol- und Drogensucht. Freunde und Weggefährten erinnern sich an seinen außergewöhnlichen Lebensweg.

Ehemalige Kollegen, darunter Black-Sabbath-Manager Jim Simpson, schildern ihre Erlebnisse mit dem Musiker und helfen dabei, seine bewegte Karriere zu rekonstruieren. Der Film zeigt nicht nur die Höhen und Tiefen seines Lebens, sondern auch die entscheidende Rolle seiner Ehefrau Sharon, die ihn vor dem Absturz bewahrte und den Grundstein für seine erfolgreiche Solokarriere legte. So entsteht das vielschichtige Porträt eines der schillerndsten und einflussreichsten Rockstars der Musikgeschichte.


Samstag, 03.10. (Tag der Deutschen Einheit) / 3sat-Thementag: Deutsche Geschichten

Sonntag, 04.10. / 10:05 Uhr / erLesen
(Erstsendung: 23.09.2026)

Mit Biss und Charme begrüßt Heinz Sichrovsky Prominente und Autorinnen und Autoren zum Literaturgespräch.

Im Büchermagazin wird über Lieblingslektüre, aktuelles Tagesgeschehen, Historisches und auch sehr Persönliches gesprochen.

Sonntag, 04.10. / 11:30 Uhr / Stimme der Demokratie: Der Pianist Igor Levit
Film von Andrea Roth
(Erstsendung: 05.10.2025)

Igor Levit ist nicht nur ein weltweit gefeierter Pianist und Künstler: Er setzt sich auch gegen Antisemitismus und für die Demokratie ein. Dafür erhielt er 2020 das Bundesverdienstkreuz.

Während der Coronazeit gab er Hauskonzerte und spielte für Umweltaktivisten.
Doch nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat er das Grundvertrauen in die deutsche Gesellschaft verloren.

Er kritisiert die fehlende Solidarität mit jüdischen Menschen und den massiv angestiegenen Antisemitismus in Deutschland. Das hat Igor Levit in eine Krise gestürzt. Dabei, sagt er, sei der Hass auf Juden nicht nur eine Bedrohung für ihn selbst, sondern für die Existenzgrundlage dieser Bundesrepublik: „Mein Leben ist ab jetzt ein anderes, als es vorher war. Und auch die Auseinandersetzung mit meiner eigenen jüdischen Identität ist ab jetzt eine andere als sie vorher war. Wohin und zu was das führt, verhandle ich noch mit mir.“

Levit ist nachdenklicher geworden, ist auf der Suche nach dem, was ihn als Bürger in der Demokratie antreibt, was er bewirken kann und möchte. Und wie er sich selbst als jüdischer Mensch in der Gesellschaft positioniert.

Der Film begleitet Igor Levit auf dieser Suche: im Gespräch im bayerischen Blaibach mit Michel Friedmann zum Thema „Liebe“, mit Weggefährten wie der jüdischen Autorin Laura Cazes und der Bundesministerin Karin Prien. Eine Suche nach seiner jüdischen Identität und nach dem, was Demokratie ausmacht.

Sonntag, 04.10. / 11:45 Uhr / Kulissengespräch Barbara Rett mit Igor Levit
(aus der ORF-Reihe „Erlebnis Bühne“)
(Erstsendung: 21.04.2023)

Sie sind das neue „Dream-Team“: Stardirigent Christian Thielemann und Starpianist Igor Levit haben im Dezember 2023 erstmals gemeinsam im Musikverein musiziert.

Dabei haben sie Johannes Brahms in den Mittelpunkt eines kleinen Zyklus gestellt. – Barbara Rett hat Igor Levit zu einem Kulissengespräch geladen und mit ihm darüber gesprochen, wie man in einer künstlerisch so außergewöhnlichen Partnerschaft aufeinander zugeht.

Sonntag, 04.10. / 12:00 Uhr / Leben, Leid und Tod ~ Der Maler Albin Egger-Lienz und die Schrecken des 1. Weltkriegs
Film von Patrick Pleisnitzer
Erstausstrahlung

In der Zwischenkriegszeit gestaltete Albin Egger-Lienz die von Clemens Holzmeister entworfene Kriegergedächtniskapelle und ließ sich zusichern, dass er selbst dort beerdigt werden dürfe.

Die gesamte Ausmalung der Kapelle verzierte der österreichische Maler nicht mit verherrlichender Heldenmystik, sondern zeigte den Schrecken und die Ernüchterung des Kriegs. Sein Gemälde „Der Auferstandene“ sorgte gar für einen Skandal.

Christus wird hier als rohe, wuchtige Halbfigur vor dem leeren Sarg mit einer Kreuzfahne gezeigt, was Zeitgenossen als klobig, wenig feierlich und fast profan empfanden. Dekan Gottfried Stemberger lehnte das Werk vehement ab, und es kam zu erbitterten Streitereien zwischen dem Maler und der katholischen Kirche. Nach vielfachen Protesten und einem Brief des Dekans an den Vatikan verfügte das Heilige Offizium in Rom schließlich ein Verbot sämtlicher Gottesdienste für die Kapelle.

In seinen letzten Lebensjahren wurde Egger-Lienz zum Ehrendoktor der Universität Innsbruck und zum Ehrenbürger von Lienz ernannt, musste nach seinem Tod im Jahr 1926 jedoch am örtlichen Friedhof beigesetzt werden. Die Familie pochte auf die Einhaltung der Verträge und konnte einen Kompromiss mit dem Bischof von Innsbruck erreichen: In einer Nacht-und-Nebel-Aktion wurde der Leichnam des berühmten Malers exhumiert und 1983 in der Kriegergedächtniskapelle beigesetzt, wo er noch heute ruht.

Zum besseren Verständnis beleuchtet der Film die wichtigsten Stationen des Künstlers in Osttirol, Südtirol, Ötztal, Trentino, Hall in Tirol, Wien und Weimar. Der nicht unumstrittene – weil vor allem von den Nationalsozialisten politisch missbrauchte – und oft fälschlich interpretierte – weil tief religiöse, aber von der Kirche unbeachtete – Künstler hat erst viele Jahrzehnte nach seinem Tod die verdiente Anerkennung erhalten.

Albin Egger-Lienz zählt heute zu den bedeutendsten Künstlern der Jahrhundertwende und hat mit seinen innovativen Techniken einen bedeutenden Beitrag für die Moderne geleistet. Auch die Kirche hat inzwischen ihren Frieden mit dem Künstler geschlossen.

Redaktionhinweis: Zum 100. Todestag des Malers im Jahr 2026 zeigt 3sat das Porträt des österreichischen Malers, dessen Gesamtwerk von den Themen Vergänglichkeit, Leben, Leid und Tod geprägt war.

Sonntag, 04.10. / 12:30 Uhr / Druckfrisch ~ Neue Bücher mit Denis Scheck
(Erstsendung: 13.09.2026)

Orientierung im Bücherdschungel verspricht Denis Scheck. Scheck besucht Schriftsteller, stellt Neuerscheinungen vor und spart dabei weder an Lob noch an Kritik.

Seine bissigen und humorvollen Kommentare zu den Büchern der Spiegelbestenliste aus der Kölner Bücherhalle sind beliebt und gefürchtet. Im persönlichen Gespräch entlockt er Autoren aktueller Bestseller interessante Hintergründe zu
ihren Werken.


Samstag, 10.10. / 19:20 Uhr / BÖSE – Der Joker (1/3)
Reihe von Kim Uhlich und Lisa-Marie Schnell
Im Streaming: 1. Oktober 2026, 06.00 Uhr bis 1. Oktober 2031
Erstausstrahlung

Joker, Hannibal Lecter und Joe Goldberg zählen zu den faszinierendsten Bösewichten der Popkultur. Warum ziehen uns Figuren in den Bann, die für Chaos, Gewalt und Manipulation stehen?

Die dreiteilige Reihe „BÖSE“ folgt den Spuren ikonischer Schurken durch Film, Literatur und Psychologie. Sie erkundet, warum uns das Böse fasziniert, welche menschlichen Bedürfnisse sich hinter diesen Figuren verbergen – und was das über uns erzählt.

Ob anarchischer Zerstörer, brillanter Manipulator oder obsessiver Liebender: Ikonische Bösewichte beeindrucken uns, weil sie Grenzen überschreiten, die wir selbst niemals überschreiten würden. Und doch erkennen wir in ihnen etwas zutiefst Menschliches: die Sehnsucht nach Freiheit, den Wunsch nach Kontrolle oder die Angst vor Verlust.

In atmosphärischen Reenactments begegnet eine forensische Psychologin den berühmtesten Schurken der Popkultur in unterschiedlichen Lebensphasen: dem jungen Joker, dem Studenten Hannibal Lecter und dem gealterten Joe Goldberg. In fiktiven Begegnungen versucht sie zu verstehen, wie diese Figuren denken und welche Bedürfnisse sie antreiben – ohne zu ahnen, wer ihr tatsächlich gegenübersitzt.

Neben Film und Serie wirft die Reihe auch einen Blick auf Literatur, Mythologie und Psychologie. So werden Joker, Hannibal Lecter und Joe Goldberg nicht nur als legendäre Antagonisten sichtbar, sondern auch als moderne Archetypen des Bösen.

Redaktionshinweis: Die beiden weiteren Folgen der dreiteiligen Reihe „BÖSE“ zeigt 3sat an den kommenden Samstagen jeweils um 19.20 Uhr.

Samstag, 10.10. / 20:15 Uhr / Becoming Taylor Swift (1/2): Ruhm und Rivalen
Film von Guy King
Im Streaming: 10. Oktober 2026, 10.00 Uhr bis 14. Januar 2029
Erstausstrahlung

Taylor Swift: Von der Country-Sängerin zum Weltstar. Ihr Aufstieg ist unaufhaltsam: Ruhm, Millionen von Fans auf der ganzen Welt – bis sie Kritik und Hass erfährt.

„Becoming Taylor“ zeigt ihr Erwachsenwerden im Blitzlicht der Paparazzi, ihre Erfolge und bitteren Rückschläge. Nach einem öffentlichen Streit zieht sie sich 2016 aus der Öffentlichkeit zurück. Wie erobert sie ihre Karriere zurück?

Taylor Swift ist die derzeit erfolgreichste Musikerin der Welt und setzt neue Rekorde. Millionen von jungen Frauen sehen in ihr nicht nur ein Popidol. Was ist das Geheimnis ihres Erfolgs? Unveröffentlichte Tonaufnahmen und seltenes Archivmaterial geben neue Einblicke in das Leben von Taylor Swift und ihre Geschichte.

Frühe Weggefährten, Chronisten und Swifties rekonstruieren ihren Weg vom Country-Nachwuchstalent zu einem der größten und einflussreichsten Popstars der Musikgeschichte. Wie kann es sein, dass eine ganze Generation eine Pop-Milliardärin als eine von ihnen betrachtet? Die ihre Gefühle, ihre Träume und Traumata versteht, teilt und in poetisch-gefühlvolle Songs verwandelt?

Samstag, 10.10. / 21:00 Uhr / Becoming Taylor Swift (2/2): Rückkehr und Rebellion
Film von Guy King
Im Streaming: 10. Oktober 2026, 10.00 Uhr bis 14. Januar 2029
Erstausstrahlung

Mit Taylor Swifts Comeback 2017 beginnt eine neue Ära. Die Popsängerin erzählt ihre Version der Geschichte und trotzt Kritikern. Ausverkaufte Konzerttouren und zahlreiche Auszeichnungen folgen.

Taylor Swift erfindet sich mit der „Reputation“-Ära neu: selbstbewusst und rebellisch. Sie kämpft für die Vermarktungsrechte an ihren ersten sechs Alben und schreibt Musikgeschichte: Die „Eras-Tour“ 2024/2025 ist die erfolgreichste Konzerttour aller Zeiten.

Taylor Swift ist die derzeit erfolgreichste Musikerin der Welt und setzt neue Rekorde. Millionen von jungen Frauen sehen in ihr nicht nur ein Popidol. Was ist das Geheimnis ihres Erfolges?

Wie kann es sein, dass eine ganze Generation eine Pop-Milliardärin als eine von ihnen betrachtet? Die ihre Gefühle, ihre Träume und Traumata versteht und teilt und in poetisch-gefühlvolle Songs verwandelt? Genau das will die zweiteilige Dokumentation beantworten.

Unveröffentlichte Tonaufnahmen und seltenes Archivmaterial geben neue Einblicke in das Leben von Taylor Swift und ihre Geschichte. Frühe Weggefährten, Chronisten und Swifties rekonstruieren ihren Weg vom Country-Nachwuchstalent zu einem der größten und einflussreichsten Popstars der Musikgeschichte.

Samstag, 10.10. / 21:45 Uhr / Buchzeit – Die Literaturgala
Von der Frankfurter Buchmesse
Im Streaming: 10. Oktober 2026, 10.00 Uhr bis 9. Oktober 2028
Erstausstrahlung

Nach dem Erfolg des Vorjahres findet auch 2026 im Rahmen der Frankfurter Buchmesse eine „Literaturgala“ mit renommierten Schriftstellern statt, moderiert von Thea Dorn und Denis Scheck.

Zu Gast: Die Schriftstellerin Eva Menasse, der Schriftsteller Lutz Seiler, der schwedische Autor Alex Schulman, der Schriftsteller und aktuelle Mainzer Stadtschreiber Sven Regner, der Naturschützer und Autor Peter Wohlleben und die Sachbuchautorin Andrea Wulf.

Die Gala wird am Freitag, den 9. Oktober 2026, um 20.00 Uhr auf der Literaturbühne von ARD, ZDF und 3sat vor Publikum aufgezeichnet.

Redaktionshinweis: 3sat zeigt „Buchzeit – Die Literaturgala“ im Rahmen der diesjährigen Frankfurter Buchmesse (7.-11.10.). Außerdem zeigt 3sat mit „dein buch. Das Beste von der Frankfurter Buchmesse“ zwei 90-minütige Zusammenfassungen der Highlights von der Literaturbühne von ARD, ZDF und 3sat: Teil eins am Sonntag, 11. Oktober, um 11.30 Uhr und Teil zwei um 2.35 Uhr. Außerdem sendet 3sat am Sonntag, 11. Oktober, um 18.00 Uhr eine Ausgabe von „Buchzeit“ von der Frankfurter Buchmesse.

Bereits am Montag, 5. Oktober, berichtet „Kulturzeit“ von der Verleihung des Deutschen Buchpreises und ist bis Freitag, 9. Oktober, täglich vor Ort.

Das Standprogramm der Literaturbühne von ARD, ZDF und 3sat mit Talkrunden und Einzelgesprächen wird täglich live gestreamt auf 3sat.de.

Samstag, 10.10. / 03:35Uhr / Whitney Houston: The Concert for a New South Africa
Kings Park Stadium, Durban, Südafrika, 1994
Im Streaming: 10. Oktober 2026, 10.00 Uhr bis 24. November 2026
Regie: Marty Callner

1994 reist Whitney Houston für drei Konzerte nach Südafrika. Anlass sind der Sieg Nelson Mandelas bei der Präsidentenwahl und das Ende der Apartheid. 200.000 Fans feiern die Diva.

30 Jahre danach kommt der Konzertfilm in die Kinos und begeistert weltweit. Hoffnung auf politischen Wandel und Houstons Hits mischen sich zu einem Gänsehautkonzert. „Es tut so gut, nach Hause zu kommen. Hallo, meine Lieben!“, ruft Whitney Houston dem Publikum zu.

Samstag, 10.10. / 05:05Uhr / Sheryl Crow: Live at the Franklin Theatre
Franklin, Tennessee, USA, 2024
Im Streaming: 10. Oktober 2026, 10.00 Uhr bis 24. November 2026
Regie: Skip Masters

Am 23. März 2024 präsentiert Sheryl Crow ihr neues Album „Evolution“ in einem Clubkonzert in einem Vorort von Nashville. Sie wollte kein Album mehr machen und „endlich ihren Mund halten“.

„Was in der Welt passiert, die politischen Führer, die wir wählen, und das Gift, das wir versprühen, wenn wir anderer Meinung sind, ist furchteinflößend. Ich hoffe, dass wir wieder zu Vernunft kommen“, kommentiert die neunfache Grammy-Gewinnerin ihre Rückkehr.

Sonntag, 11.10. / 06:05 Uhr / Eric Clapton: Crossroads Guitar Festival 2023
Crypto.com Arena, Los Angeles, USA, 2023
Im Streaming: 11. Oktober 2026, 10.00 Uhr bis 25. November 2026
Regie: Martyn Atkins

Im September 2023 lädt Eric Clapton zu seinem sechsten „Crossroads Guitar Festival“. Alle Einnahmen fließen an das 1997 von Clapton gegründete Rehabilitationscenter für Drogenabhängige.

Wie immer vereint Clapton jung und alt auf der Bühne und schafft spannende und unerwartete Formationen. Mit dabei sind Sheryl Crow, Joe Bonamassa, Marcus King, Gary Clark Jr., Sierra Hull, Molly Tuttle, John Mayer, H.E.R., Daniel Santiago, Pedro Martins und andere.

Sonntag, 11.10. / 10:15 Uhr / Literaturclub
(Erstsendung: 06.10.2026)

„Literaturclub“ diskutiert die neuesten literarischen Entdeckungen und gibt Orientierungshilfe im Buchmarkt.

In der Gesprächssendung werden jeweils vier bis fünf Neuerscheinungen besprochen.

Sonntag, 11.10. / 11:30 Uhr / dein buch. Das Beste von der Frankfurter Buchmesse 2026
Im Streaming: 11. Oktober 2026, 11.00 Uhr bis 10. Oktober 2028
Erstausstrahlung

Auf der Literaturbühne von ARD, ZDF und 3sat treffen sich während der Frankfurter Buchmesse (7.-11.10.2026) die wichtigsten Schriftsteller aus Sachbuch und Belletristik vor Publikum. Teil 1.

Zusammen mit den Moderatoren der Kultursendungen „aspekte“, „ttt“, „Das Literarische Quartett“, „Druckfrisch“ und „Kulturzeit“ stellen Autorinnen und Autoren in Einzelgesprächen und Talkrunden ihre Romane und Sachbücher vor.

Außerdem werden der oder die Träger/in des Deutschen Buchpreises 2026 und der Gewinner oder die Gewinnerin des renommierten „aspekte“-Literaturpreises für das beste deutschsprachige Prosadebüt 2026 vorgestellt.

Sonntag, 11.10. / 18:00 Uhr / Buchzeit
Talk über literarische Neuerscheinungen von der Frankfurter Buchmesse 2026
Im Streaming: 11. Oktober 2026, 06.00 Uhr bis 11. Oktober 2031
Moderation: Katrin Schumacher
Erstausstrahlung

Jeden Herbst wird Frankfurt zum Hotspot der internationalen Literaturszene. Die Buchmesse öffnet am 7. Oktober 2026 ihre Pforten – und wie immer ist auch „Buchzeit“ in 3sat mit dabei.

Das „Buchzeit“-Team stellt neue Romane vor und gibt persönliche Lesetipps. Auf der Literaturbühne von ARD, ZDF und 3sat diskutieren Sandra Kegel, Kai Sina und Kais Harrabi über ausgewählte Titel. Moderiert wird die Runde von Katrin Schumacher.

Vier herausragende Neuerscheinungen aus dem internationalen Herbstprogramm der Verlage stehen im Mittelpunkt der Talksendung. Allen gemeinsam ist der Blick auf Menschen an Wendepunkten ihres Lebens, an denen Liebe und Freundschaft, die Vergangenheit und persönliche Verantwortung neue Bedeutung gewinnen.

In diesem Jahr ist Tschechien Gastland der Frankfurter Buchmesse – und mit Jaroslav Rudiš ist einer der prominentesten Gegenwartsautoren des Landes in „Buchzeit“ vertreten. In seinem neuen Roman „Wo die Toten sprechen“ schickt er drei Freunde auf einen ebenso skurrilen wie berührenden Roadtrip zu den Friedhöfen Mitteleuropas und erkundet, was uns in Europa zusammenhält.

Emma Cline zählt zu den wichtigsten Stimmen der jüngeren amerikanischen Gegenwartsliteratur. In ihrem aktuellen Roman „In die Schweiz“, auf der Longlist des Booker Prize 2026, schreibt sie über einen Mann, dessen Gedächtnis durch eine fortschreitende Erkrankung zunehmend zerfällt. Auf seiner letzten Reise in die Schweiz verschwimmen für ihn Gegenwart und Erinnerung. Es stellt sich die Frage, was von einem Menschen bleibt, wenn die eigene Identität zu verblassen beginnt.

In „Das tickende Herz“ schickt Büchner-Preisträger Lutz Seiler seinen Protagonisten auf eine außergewöhnliche Reise von Berlin quer durch Europa bis in die kasachische Steppe. Entstanden ist ein vielschichtiger Roman über Liebe, Sehnsucht, Zugehörigkeit und die Frage, wie eng persönliche Lebenswege mit den Umbrüchen ihrer Zeit verbunden sind.

Mit „Schiffbruch“ legt der französische Schriftsteller und Philosoph Vincent Delecroix einen ebenso eindringlichen wie hochaktuellen Roman vor, der in der französischen Ausgabe 2025 auf der Shortlist des International Booker Prize stand. Ausgehend von einer realen Flüchtlingstragödie im Ärmelkanal erkundet Delecroix Fragen von Schuld, persönlicher Verantwortung und den moralischen Herausforderungen einer Gesellschaft gegenüber Menschen in Not.


Samstag, 17.10. / 19:20 Uhr / BÖSE – Hannibal Lecter (2/3)
Reihe von Kim Uhlich und Lisa-Marie Schnell
Im Streaming: 1. Oktober 2026, 06.00 Uhr bis 1. Oktober 2031
Erstausstrahlung

Joker, Hannibal Lecter und Joe Goldberg zählen zu den faszinierendsten Bösewichten der Popkultur. Warum ziehen uns Figuren in den Bann, die für Chaos, Gewalt und Manipulation stehen?

Die dreiteilige Reihe „BÖSE“ folgt den Spuren ikonischer Schurken durch Film, Literatur und Psychologie. Sie erkundet, warum uns das Böse fasziniert, welche menschlichen Bedürfnisse sich hinter diesen Figuren verbergen – und was das über uns erzählt.

Ob anarchischer Zerstörer, brillanter Manipulator oder obsessiver Liebender: Ikonische Bösewichte beeindrucken uns, weil sie Grenzen überschreiten, die wir selbst niemals überschreiten würden. Und doch erkennen wir in ihnen etwas zutiefst Menschliches: die Sehnsucht nach Freiheit, den Wunsch nach Kontrolle oder die Angst vor Verlust.

In atmosphärischen Reenactments begegnet eine forensische Psychologin den berühmtesten Schurken der Popkultur in unterschiedlichen Lebensphasen: dem jungen Joker, dem Studenten Hannibal Lecter und dem gealterten Joe Goldberg. In fiktiven Begegnungen versucht sie zu verstehen, wie diese Figuren denken und welche Bedürfnisse sie antreiben – ohne zu ahnen, wer ihr tatsächlich gegenübersitzt.

Neben Film und Serie wirft die Reihe auch einen Blick auf Literatur, Mythologie und Psychologie. So werden Joker, Hannibal Lecter und Joe Goldberg nicht nur als legendäre Antagonisten sichtbar, sondern auch als moderne Archetypen des Bösen.

Samstag, 17.10. / 20:15 Uhr / Julia Fischer auf Schloss Neuschwanstein
Im Streaming: 17. Oktober 2026, 06.00 Uhr bis 17. April 2027

Programm:
– Peter Tschaikowsky: Violinkonzert D-Dur op. 35
Orchester: Deutsche Kammerphilharmonie, Bremen
Musikalische Leitung: Omer Meir Wellber
Regie: Andreas Morell
Erstausstrahlung

Weltklasse-Geigerin Julia Fischer spielt Tschaikowskys Violinkonzert im Innenhof von Schloss Neuschwanstein. Musik und Architektur verschmelzen so zum außergewöhnlichen Klangerlebnis.

Gemeinsam mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und Dirigent Omer Meir Wellber interpretiert Julia Fischer ein Meisterwerk des Violinrepertoires. In der beeindruckenden Kulisse des Schlosses entfaltet Tschaikowskys Violinkonzert seine ganze emotionale Kraft.

Die international gefeierte Geigerin Julia Fischer, eine der bedeutendsten Violinistinnen ihrer Zeit, steht im Mittelpunkt des Abends. Ihre Interpretationen zeichnen sich durch musikalische Präzision, Ausdruckstiefe und künstlerische Reife aus. Mit Tschaikowskys Violinkonzert widmet sie sich einem Werk, das zu den beliebtesten und anspruchsvollsten Konzerten der Violinliteratur zählt. Seine mitreißenden Melodien und die emotionale Spannweite zwischen überschäumender Lebensfreude und tief empfundener Melancholie machen es zu einem Herzstück des Konzertabends.

Begleitet wird Julia Fischer von der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, einem der renommiertesten Orchester Europas, die für ihre prägnante Klangkultur und ihre energiegeladenen Interpretationen international geschätzt wird. Am Pult steht der charismatische Dirigent Omer Meir Wellber. Er zählt mit seiner inspirierenden Art zu den spannendsten Künstlerpersönlichkeiten der Gegenwart.

Samstag, 17.10. / 21:00 Uhr / Oper unter Sternen – mit Jonas Kaufmann und Pretty Yende auf Schloss Neuschwanstein
Im Streaming: 17. Oktober 2026, 06.00 Uhr bis 17. April 2027

Orchester: Bodensee Philharmonie
Musikalische Leitung: Jochen Rieder
Regie: Andreas Morell

Es sind Stimmen, die berühren: Jonas Kaufmann und Pretty Yende begeistern im Märchenschloss Neuschwanstein mit einem unvergesslichen Abend und großen Opernmomenten von Verdi bis Wagner.

Die Sopranistin Pretty Yende und Startenor Jonas Kaufmann sind ein Dreamteam der Opernszene und zwei der größten Stimmen unserer Zeit. Beide Künstler begeistern an den renommiertesten Opernhäusern und stehen für stimmliche Strahlkraft und Bühnenpräsenz.

König Ludwig II. von Bayern war besessen von Wagners Oper „Lohengrin“. Seine Begeisterung für die Arie „In fernem Land“ aus der Gralserzählung diente als Inspiration für sein Märchenschloss in Bayern und eröffnet diesen besonderen Konzertabend.

Von germanischen Opernwelten führt das Konzertprogramm über die tiefe menschliche Leidenschaft der italienischen Humanità in Verdis „La Traviata“ zu Wiener Schmäh, heiterer Ironie und unsterblicher Liebe in Welterfolgen von Emmerich Kálmán und Franz Lehár.

Jonas Kaufmann und Pretty Yende präsentieren diese ganze Palette großer Opern- und Operettenemotionen vom charmanten Augenzwinkern bis zum mitreißenden Gefühlsausbruch. Die Abendstimmung der Alpenlandschaft und die unvergessliche Atmosphäre unter freiem Himmel verschmelzen bei diesem Konzert zu einem besonderen Musikerlebnis.

Samstag, 17.10. / 22:00 Uhr / Hape Kerkeling – Total normal
Dokumentarfilm von Andre Schäfer, Hartmut Kasper
und Eric Friedler, Deutschland 2024

Im Streaming: 17. Oktober 2026, 06.00 Uhr bis 14. Januar 2027
Länge: 89 Minuten

Hape Kerkeling hat Fernsehgeschichte geschrieben: mit Kultfiguren, verblüffenden Aktionen und immer neuen Rollen. Eine Reise durch Leben, Karriere und deutsche TV-Geschichte.

Die Dokumentation folgt Hans-Peter Kerkeling zu den prägenden Stationen seines Lebens: vom Ruhrgebiet über Amsterdam bis auf den Jakobsweg. Weggefährten, Freunde und Kritiker erzählen von seinem außergewöhnlichen Werdegang.

Als Königin Beatrix fuhr er vor Schloss Bellevue vor, als Horst Schlämmer machte er Wahlkampf: Hape Kerkeling hat sich immer wieder neu erfunden und Fernsehgeschichte geschrieben. Der Film ist eine Reise zu Freunden und Feinden sowie eine unterhaltsame Tour durch die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Zu Wort kommen unter anderen Campino, Anke Engelke, Günther Jauch, Angelika Milster, Rosa von Praunheim, Tahnee, Isabel Varell, Otto Waalkes, Julius Weckauf und Judy Winter.

Samstag, 17.10. / 23:30 Uhr / Die Frau des Nobelpreisträgers
(The Wife)
Spielfilm, Großbritannien/Schweden/USA 2017
Im Streaming: 17. Oktober 2026, 06.00 Uhr bis 23. Oktober 2026
Regie: Björn Runge
Länge: 91 Minuten

Der amerikanische Schriftsteller Joe Castleman bekommt mitten in der Nacht einen langersehnten Anruf: Die Schwedische Akademie hat ihn als Literaturnobelpreisträger ausgewählt!

Seine Frau Joan sieht darin auch die Anerkennung ihres Lebenswerks an seiner Seite, für das sie einst als hochbegabte Nachwuchsautorin eigene Ambitionen zurückgestellt hat. Schließlich beginnt Joan, ihr gemeinsames Leben mit Joe infrage zu stellen.

Zusammen mit Joan und Sohn David, der sich bei seinem ersten Roman schwertut, in die übergroßen Fußstapfen des weltberühmten Vaters zu treten, reist Joe Castleman nach Stockholm, um die begehrte Auszeichnung in Empfang zu nehmen. An ihre Fersen heftet sich der aufdringliche Nathanial Bone, der eine unautorisierte Biografie über den Schriftsteller schreiben will.

Der investigative Autor weiß um die zahlreichen Affären des gefeierten Literaten, hat aber eine noch größere Enthüllungsstory im Auge. Mit gezielten Sticheleien versucht er, Joan ein Familiengeheimnis zu entlocken, das die Literaturwelt schon bald erschüttern würde. Nach außen hin bleibt Joan wie gewohnt loyal. Doch während die Vorbereitungen für die Verleihung des Nobelpreises laufen, beginnt sie, ihr gemeinsames Leben mit Joe infrage zu stellen.

Für ihre herausragende schauspielerische Leistung wurde Glenn Close 2019 für den Oscar als „Beste Hauptdarstellerin“ nominiert und erhielt den Golden Globe Award 2019 in der gleichen Kategorie. Nuanciert verkörpert sie Joan Castleman, die es nach Jahrzehnten im Schatten ihres von Jonathan Pryce gespielten Mannes leid ist, dass ihr Anteil an seinem Werk untergeht. Regisseur Björn Runge inszeniert die Titelfigur in dem Kinodrama jedoch nicht als Opfer, sondern zeigt das Innenleben einer literarischen Symbiose, bei der ihr immer weniger vom Erfolg bleibt. Bei den Rückblenden wird Joan von Annie Starke dargestellt, der Tochter von Glenn Close.

Darsteller:
Joan Castleman: Glenn Close
Joe Castleman: Jonathan Pryce
David Castleman: Max Irons
Nathanial Bone: Christian Slater
Der junge Joe: Harry Lloyd
Die junge Joan: Annie Starke
Elaine Mozell: Elizabeth McGovern
Walter Bark: Johan Widerberg
Linnea: Karin Franz Körlof
Hal Bowman: Richard Cordery

Sonntag, 18.10. / 11:20 Uhr / Elfriede Jelinek – Die Sprache von der Leine lassen
Dokumentarfilm von Claudia Müller, Deutschland 2021
Im Streaming: 18. Oktober 2026, 06.00 Uhr bis 16. November 2026
Länge: 97 Minuten

Ein vielschichtiges Porträt der Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek: Der Dokumentarfilm verknüpft Werk, Biografie und Zeitgeschichte und nähert sich ihrer Kunst auf besondere Weise.

Historische Ereignisse, politische Debatten und literarische Texte treten in Dialog. Von 1969 bis ins Jahr 2004 begleitet der Film die Autorin und macht ihren künstlerischen Schaffensprozess nachvollziehbar. Biografie und Werk werden eng miteinander verwoben.

Elfriede Jelinek ist in Archivaufnahmen zu sehen und in der Gegenwart ausschließlich aus dem Off zu hören. Neue Aufnahmen von für ihr Werk bedeutenden Orten sowie sparsam eingesetzte Interviews ergänzen das assoziative Porträt, das das umfangreiche Schaffen der Autorin aus Lyrik, Prosa, Hörspielen, Theaterstücken, Essays, Libretti, Drehbüchern und Übersetzungen beleuchtet.

Der Dokumentarfilm „Elfriede Jelinek – Die Sprache von der Leine lassen“ wurde unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis 2023 und dem Österreichischen Filmpreis 2023 als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Sonntag, 18.10. / 18:30 Uhr / Museums-Check mit Markus Brock ~ Haus der Geschichte, Bonn Gast: Florian Schroeder
Im Streaming: 18. Oktober 2026, 06.00 Uhr bis 17. Oktober 2031
Erstausstrahlung

Was erzählen ein Ford Transit, Wanderschuhe oder ein Baumhaus über Deutschland? Mit über 3800 Exponaten macht das neu gestaltete „Haus der Geschichte Bonn“ Zeitgeschichte lebendig.

An interaktiven Stationen wird die Geschichte sinnlich erlebbar gemacht. Zu Gast im „Museums-Check“ bei Markus Brock ist der Kabarettist und Autor Florian Schroeder. Die beiden gehen auf Entdeckungsreise durch die deutsche Geschichte von 1945 bis in die Gegenwart.

Im Dezember 2025 hat das „Haus der Geschichte Bonn“ seine umfassend neu gestaltete Dauerausstellung „Du bist Teil der Geschichte, Deutschland seit 1945“ eröffnet. Im Mittelpunkt stehen die großen gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit: Demokratie, Klimawandel, Migration und Zusammenhalt.

Digitaler, inklusiver und stärker am Alltag der Menschen orientiert, machen die ausgewählten Objekte Geschichte begreifbar – angefangen von der Puppenwiege aus der Nachkriegszeit über den Ford Transit einer Einwandererfamilie bis hin zum Baumhaus als Zeichen für Umweltproteste. An vielen Stationen können Besucherinnen und Besucher selbst aktiv werden, etwa auf originalen Bundestagsstühlen über politische Fragen abstimmen und die eigene Sicht auf die deutsche Geschichte einbringen.

1994 wurde das „Haus der Geschichte Bonn“ eröffnet, kontinuierlich kommen neue Objekte und Dokumente hinzu, seien es Fanartikel der Fußball-WM oder die Wanderstiefel, die ein Feuerwehrmann während der Flutkatastrophe im Ahrtal trug. Die Sammlung umfasst rund eine Million Objekte und bewahrt auch im unterirdischen Depot die deutsche Geschichte für die Nachwelt.

Wechselnde Sonderausstellungen greifen aktuelle Trends und relevante Themen auf. Die Schau „Nach Hitler. Die deutsche Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus“ beleuchtet bis Ende Januar 2027 die unterschiedlichen Blicke der Generationen auf die NS-Diktatur und zeigt, warum die Aufarbeitung weiterhin von großer Bedeutung für die Demokratie ist.

Florian Schroeder gehört zu den prägenden Stimmen des politischen Kabaretts in Deutschland. Er analysiert mit scharfem Witz und Sachkenntnis gesellschaftliche Entwicklungen – auf der Bühne, im Fernsehen, im Radio und in seinen Büchern. In seinem Bühnenprogramm „Endlich glücklich“ befasst er sich mit der allgegenwärtigen Krisenstimmung, setzt ihr bewusst Zuversicht entgegen und macht Mut zum Glücklichsein.


Samstag, 24.10. / 3satThementag: Filmdynastie Hörbiger

Samstag, 24.10. / 11:05 Uhr / Die Hörbigers – Eine Schauspieldynastie: Vergangen, nicht vergessen
Film von Christian Reichhold
(aus der ORF-Reihe „zeit.geschichte“)
(Erstsendung: 25.12.2015)

Ihre Gesichter zählen zu den bekanntesten der deutschsprachigen Theater- und Filmgeschichte: Paul Hörbiger, Paula Wessely und Attila Hörbiger.

Im ersten Teil von Christian Reichholds Dokumentation erinnern sich ihre mittlerweile selbst berühmten Nachkommen an diese – aus heutiger Sicht – nicht unumstrittenen Publikumslieblinge.

Paul Hörbiger drehte neben Klassikern wie „Hallo Dienstmann“, „Hofrat Geiger“ und „Der dritte Mann“ nicht nur 300 weitere – heute oft auch zurecht vergessene – Filme, sondern pflegte auch ein Privatleben, das genug Stoff für einen eigenen Film geboten hätte. Attila Hörbiger, der seinem älteren Bruder zunächst von Theater zu Theater folgte, machte schließlich selbst Karriere – und zählte als Ehrenmitglied des Burgtheaters zu den größten Bühnenkünstlern seiner Zeit. Paula Wessely schließlich hätte 1934 mit „Maskerade“ beinahe eine Weltkarriere gemacht, ließ sich dann aber in die Propagandamaschinerie des Dritten Reichs einspannen, anstatt nach Hollywood zu gehen.

Bisher nie veröffentlichte Privatfilme geben Einblicke in das Familienleben der Hörbigers abseits der Bühne. In selten gezeigten Interviews blicken „die Wessely“ und das ungleiche Brüderpaar Paul und Attila auf ihre Karrieren zurück. Elisabeth Orth, Christiane und Maresa Hörbiger erinnern sich an ihre Kindheit in der „Hörbiger-Villa“ in der Wiener Himmelstraße, die nach mehr als einem dreiviertel Jahrhundert im Familienbesitz 2015 verkauft wurde. Christian Tramitz („Der Schuh des Manitu“) erzählt von sehr persönlichen Erlebnissen mit seinem Großvater, Paul Hörbiger. Zu Wort kommen außerdem die Autoren Gerhard Tötschinger und Georg Markus, sowie André Heller und Mavie Hörbiger.

Samstag, 24.10. / 11:55 Uhr / Die Hörbigers – Eine Schauspieldynastie: Bewahrung des Feuers
Film von Christian Reichhold
(aus der ORF-Reihe „zeit.geschichte“)
(Erstsendung: 26.12.2015)

Chance und Bürde – beides birgt der große Name Hörbiger. Während Christiane und Maresa damit leben und arbeiten, wählte Elisabeth Orth den Mädchennamen ihrer Großmutter als Künstlernamen.

Im zweiten Teil von Christian Reichholds Dokumentation erinnern sich die drei Töchter von Paula Wessely und Attila Hörbiger an ihre Kindheit im „Hörbiger-Haus“ und an ihre Anfänge als Schauspielerinnen. Die wurden ihnen nämlich nicht leicht gemacht.

Elisabeth wollte zunächst Filmcutterin werden, für Christiane hatten die berühmten Eltern eine Laufbahn als Konditorin im Sinn, und Maresa tendierte zuerst zum Journalismus, dann Richtung Oper, ehe auch die jüngste der drei Töchter ihre Ausbildung zur Schauspielerei begann. In sehr persönlichen Gesprächen beleuchtet die „Zweite Generation“ nicht nur die Sonnenseiten ihrer Familiengeschichte, sondern auch die kritischen, ja, lebensgefährlichen Situationen, vor allem in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie berichtet auch von den völlig unterschiedlichen Arbeitsweisen ihrer Eltern, die sie als Kinder hautnah miterlebten, und von ihrer späteren Zusammenarbeit mit einem stets wohlwollenden Vater und einer zumeist besorgten Mutter, die auf der Bühne mitunter sogar zur Konkurrentin werden konnte.

Im Alter hochgeehrt erlebten Paula Wessely und Attila Hörbiger noch mit, wie ihre Kinder – jedes auf seine Weise – Karriere machten: Elisabeth und Maresa vor allem auf der Bühne, Christiane beim Film („Schtonk“ bekam sogar eine Oscar-Nominierung) und beim Fernsehen. Einblicke ins Privatleben gibt zum Beispiel ein Film über die Hochzeit von Christiane Hörbiger mit Wolfgang Glück im Jahr 1962, sowie ein Bildbericht über die Beerdigung von Paul Hörbiger, der 1981, knapp vor seinem 87. Geburtstag starb.

Samstag, 24.10. / 12:45 Uhr / Die Hörbigers – Eine Schauspieldynastie: Wir spielen immer …
Film von Christian Reichhold
(aus der ORF-Reihe „zeit.geschichte“)
(Erstsendung: 27.12.2015)

Im letzten Teil von Christian Reichholds Dokumentation über die Hörbigers kommt die mittlerweile erfolgreiche „Dritte Generation“ zu Wort.

Paul Hörbigers Enkel Mavie Hörbiger und Christian Tramitz sowie Maresas Sohn Manuel Witting, Christianes Sohn Sascha Bigler und Elisabeth Orths Sohn Cornelius Obonya, der wie sein Großvater Attila als „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen begeistert, blicken zurück.

Sie erinnern sich an Begegnungen mit ihren Großeltern und an die Reaktionen in der Familie, als diese von ihren Berufswünschen erfuhr. Vor allem das Verhältnis der angehenden Schauspieler zu ihren Großeltern, das zwischen Ehrfurcht, Angst und Respekt pendelte, bietet interessante Einblicke in ihre Anfänge.

Bis auf Mavie mussten (oder durften) alle von ihnen ohne den großen Namen Hörbiger ins Berufsleben starten. Während „die Jungen“ die Karriereleiter empor kletterten, absolvierten Paula Wessely und Attila Hörbiger ihre letzten Auftritte, ehe sie sich von der Bühne des Lebens verabschiedeten. Christiane Hörbiger und Maresa Hörbiger, die nach dem Tod der Wessely aus dem Hörbiger-Haus das „Theater zum Himmel“ machten, stehen ohne Vorbehalt zu ihrem Mutterstolz, während Elisabeth Orth, inzwischen Ehrenmitglied und Doyenne des Burgtheaters, mit dem Wort „Stolz“ zwar hadert, die Leistungen ihres Sohnes Cornelius Obonya aber als „phänomenal“ bezeichnet.

Mittlerweile spielt auch schon die „Vierte Generation“: Paul Sedlmeir, 1981 im Todesjahr seines Großvaters geboren und daher nach ihm benannt, wird bereits für Hauptrollen in TV-Krimis engagiert. Cornelius Obonya, Manuel Witting und Mavie Hörbiger stellen sich schließlich auch der Frage, wie sie reagieren würden, sollten ihre Kinder dereinst den Wunsch äußern, selbst Schauspieler zu werden.

Sonntag, 25.10. / 3satThementag: Österreich wild & schön

Montag, 26.10. / 01:00 Uhr / SWR3 New Pop Festival 2026: Gentleman
Im Streaming: 29. Oktober 2026, 01.00 Uhr bis 14. November 2026
(Erstsendung: 27.09.2026)

Gentleman kehrt zurück zum „SWR3 New Pop Festival“: 27 Jahre nach seinem ersten Auftritt feiert Deutschlands erfolgreichster Reggae-Künstler ein emotionales Homecoming in Baden-Baden.

Mit Hits wie „Superior“ und „Intoxication“ und seinem neuen Album „Gratitude“ im Gepäck bringt er wieder die Vibes Jamaikas nach Europa. Ein besonderer Moment für einen Künstler, für den sich mit dem „New Pop Festival“ ein Kreis schließt, wie er selbst sagt.

Montag, 26.10. / 01:45 Uhr / SWR3 New Pop Festival 2026: Clueso & SWR Big Band
Im Streaming: 26. Oktober 2026, 01.45 Uhr bis 24. November 2026
(Erstsendung: 04.10.2026)

Clueso trifft auf die SWR Big Band – und daraus wird ein ganz besonderes Konzert beim „SWR3 New Pop Festival 2026“ – einmalig und kein „Deja vu“.

Seit über 20 Jahren begeistert der Erfurter mit Hits wie „Chicago“, „Gewinner“ und „Flugmodus“. Für den Auftritt im Festspielhaus werden seine Songs neu arrangiert – mit Trompeten, Saxofonen und dem Sound der Big Band. Ein Abend voller Musik und besonderer Momente.

Montag, 26.10. / 02:30 Uhr / SWR3 New Pop Festival 2026: Charlotte Cardin
Im Streaming: 26. Oktober 2026, 02.30 Uhr bis 24. November 2026
(Erstsendung: 27.09.2026)

Charlotte Cardin live beim „SWR3 New Pop Festival 2026“: In Frankreich ist sie längst ein gefeierter Popstar, jetzt kommt sie nach Baden-Baden.

Mit ihrer außergewöhnlichen Stimme, am Klavier oder an der Gitarre begeistert die Kanadierin das Publikum – auf Französisch und Englisch, zwischen Pop, Soul, Rock und Dance. Im Theater Baden-Baden zeigt Charlotte Cardin, dass gerade ein Weltstar durchstartet.

Montag, 26.10. / 03:50 Uhr / SWR3 New Pop Festival 2026: Fayan
Im Streaming: 26. Oktober 2026, 03.15 Uhr bis 24. November 2026
(Erstsendung: 04.10.2026)

FAYAN bringt positive Energie zum „SWR3 New Pop Festival 2026“. Mit seinem Hit „Verliebt in mich“ feiert der Sänger Selbstliebe und Akzeptanz.

Für den Künstler aus Oberkirch wird der Auftritt in Baden-Baden zum Heimspiel. Inspiriert von Hip-Hop und Künstlern wie Peter Fox, macht FAYAN mit motivierenden Songs über persönliches Wachstum, Dankbarkeit und Selbstbestimmung Mut – und die Fans feiern FAYAN.

Montag, 26.10. / 04:00 Uhr / SWR3 New Pop Festival 2026: ADMT
Im Streaming: 26. Oktober 2026, 06.00 Uhr bis 24. November 2026
(Erstsendung: 11.10.2026)

ADMT ist zurück beim „SWR3 New Pop Festival 2026“! Nach seinem Auftritt im Jahr 2025 kommt der britische Singer-Songwriter für ein ganz besonderes Theaterkonzert nach Baden-Baden.

Nahbar, humorvoll und immer offen für Interaktion mit seinen Fans, schafft ADMT eine Atmosphäre wie unter besten Freunden. Seit seinem „New Pop“-Auftritt ging es für ihn steil nach oben – mit Debütalbum, eigener Tour und als Support für Louis Tomlinson.

Montag, 26.10. / 04:45 Uhr / SWR3 New Pop Festival 2026 – Best of Open Air Bühne
Mit BOY LOCO, Nectar Woode, Argyle und Tiffany Aris
Im Streaming: 26. Oktober 2026, 04.50 Uhr bis 2. November 2026
(Erstsendung: 18.10.2026)

Drei Tage lang wird Baden-Baden zum Treffpunkt der Musikszene. Beim SWR3 New Pop Festival stehen vielversprechende neue Acts auf den Live-Bühnen der Stadt.

Besonders nahbar sind die Konzerte auf der Open-Air-Bühne: Boy Loco verbinden folkige und elektronische Klänge, Nectar Woode begeistert mit gefühlvollen Songs, und Argyle singt über Freiheit, Hoffnung und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben.

Tiffany Aris aus Hamburg hat bereits Songs für Tokio Hotel und Alle Farben geschrieben. Bei ihren eigenen Auftritten setzt sie auf poppige Sounds und extravagante Outfits. Nectar Woode kann zudem auf prominente Unterstützung verweisen: Mit Sir Elton John nahm sie eine gemeinsame Ballade auf.

Dienstag, 27.10. / 21:50 Uhr / Pop Secrets Stories: Der Bruce Springsteen Film – Das Erfolgsrezept hinter den Musik-Biopics
Im Streaming: 27. Oktober 2026, 06.00 Uhr bis 25. November 2026
(Erstsendung: 26.10.2025)

Biopics sind das Kino-Genre der Stunde. Doch warum spielen ausgerechnet die angesagtesten Hollywoodstars plötzlich Bob Dylan, Bruce Springsteen oder die Beatles?

Timothée Chalamet als Bob Dylan, Jeremy Allen White als Bruce Springsteen und bald Paul Mescal und Harris Dickinson als Beatles-Legenden. Sie sehen ihren Vorbildern oft kaum ähnlich und singen nicht einmal selbst. Warum also dieser Trend?

Diese Folge von „Pop Secret Stories“ geht der Frage nach, weshalb Hollywood für Musikikonen vor allem die größten Stars der Gegenwart besetzt und was das über das Geschäft mit Bio-Pics verrät.


Regelmäßige Kultursendungen auf 3sat:

Montags – freitags, 19:20 Uhr: Kulturzeit
Das 3sat Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
3sat
“Kulturzeit” ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat.
“Kulturzeit” mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.

Dienstags, 21:45 Uhr: kinokino ~ Das Filmmagazin
Was läuft aktuell im Kino? Welches sind die neuesten Hits auf der Leinwand? „kinokino“ stellt die wichtigsten Neustarts und Themen aus der Filmwelt vor.
Das Magazin zeigt Porträts und Interviews mit Schauspielern und Regisseuren. Welche Filme lohnen sich? Welche sollte man lieber meiden? „kinokino“ kritisiert die Tops und Flops und berichtet von den spannendsten Festivals.

Samstags, 09:05 Uhr: Kulturplatz
Das Kulturmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen, SRF
Hinein ins pralle Leben: “Kulturplatz” greift auf, was die Menschen beschäftigt, welche Fragen sie sich stellen. Und zeigt, dass die Kultur Antworten gibt.
“Kulturplatz” findet mitten im Leben statt: im Supermarkt, am Musikfestival, im Wald. Denn Kultur ist viel mehr als Musik, Literatur und Kunst. Kultur durchdringt unser Leben. Wo jemand nachzudenken beginnt, da entsteht Kultur.
Diesem Credo ist “Kulturplatz” verpflichtet. Die Sendung will für Kultur begeistern und behält dabei die wichtigsten Akteure und Ereignisse des Kulturbetriebes im Blick. “Kulturplatz” spürt Trends auf und präsentiert Neuentdeckungen.

Freitags, nach Mitternacht: lebensArt
ORF
Peter Schneeberger und Clarissa Stadler präsentieren Inhalte, die nicht nur vom Kulturkalender, sondern auch von gesellschaftlichen und kulturpolitischen Entwicklungen bestimmt werden.
Neue und andere Sichtweisen erleichtern den Zugang zu Literatur und Musik, Film und Theater, Architektur und Bildender Kunst. Das Kulturmagazin ist feuilletonistisch, hintergründig und reflexiv.


Diese Übersicht wird stets mehrere Wochen vor den jeweiligen Sendeterminen erstellt. Aktuelle Programmänderungen sind u. U. nicht berücksichtigt. Diese finden sich auf 3sat.de.

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