TV-Tipps 3sat:

arte und 3sat übertragen in ihren umfangreichen Programmen regelmäßig Dokumentationen über Künstler und Kulturereignisse, dazu Konzerte (von Klassik über Pop & Rock bis Heavy Metal), Musicalfilme, Opern-, Tanz- und Theatervorstellungen.
Diese Seite informiert über bevorstehende interessante Ausstrahlungstermine auf 3sat aus dem Kulturbereich.


Kalenderwoche 09:

Montag, 26.02. / 02:10 Uhr / SWR3 New Pop Festival 2023: Kamrad
(Erstsendung: 25.09.2023)

Kamrad ist einer der spannendsten neuen deutschen Künstler und eröffnet das „SWR3 New Pop Festival 2023“.

Kamrad kommt mit zwei Riesenhits zum diesjährigen Festival: Durchgestartet ist der charismatische Singer-Songwriter mit seinem Singlehit „I Believe“. Zurzeit ist sein Nummer-1-Airplay-Hit „Feel Alive“ nicht aus dem Radio wegzudenken.

Montag, 26.02. / 02:55 Uhr / SWR3 New Pop Festival 2023: Loi
(Erstsendung: 02.10.2023)

Die Mannheimer Künstlerin Loi schrieb schon früh eigene Lieder, trat bei Wettbewerben auf und rührte das Publikum dabei regelmäßig zu Tränen.

Auf TikTok fand sie dann ihre virtuelle Bühne und wurde weltweit bekannt. So zum Beispiel in Brasilien, wo ein Influencer ihre Single „I Follow“ unter eines seiner Videos legte und sie so einen Hit landete.

Beim „SWR3 New Pop Festival 2023“ bringt sie ihren Feel-Good-Pop ins Theater, mitsamt ihrem bislang größten Erfolg „Gold“ und der aktuellen Single „News“.

Montag, 26.02. / 03:40 Uhr / SWR3 New Pop Festival 2023: Mayberg
(Erstsendung: 16.10.2023)

Mayberg gilt mit seinem leichten Gitarrenpop und seinen Texten als der Star der deutschen Newcomer-Szene. Sein aktuelles Album „MINI“ klingt wie ein Soundtrack seiner Generation.

Seine Fans singen bei seinen Konzerten oft vom ersten Ton an jedes Wort mit. Seine Songs haben inzwischen millionenfache Streams, allen voran „Endlos_demo“.

Mayberg ist ein recht entspannter Typ Anfang 20, der eigentlich Luis Raue heißt und von seiner Heimatstadt Kassel nach Leipzig gezogen ist. Groß geworden ist er mit der Musik von Milky Chance. Die fand Mayberg so cool, dass er sowas selbst machen wollte. Noch vor der Coronapandemie hatte er einige kleine Auftritte, singt erst auf Englisch, dann auf Deutsch, legt später aber vor allem auf TikTok richtig los.

Montag, 26.02. / 04:25 Uhr / SWR3 New Pop Festival 2023: Only The Poets
(Erstsendung: 23.10.2023)

Die Indie-Rockband Only The Poets hat 2023 bereits mehrere Konzerte binnen einer Stunde ausverkauft. Mit Hits wie „Every Song I Ever Wrote“ und „JUMP!“ überzeugen sie auch in Baden-Baden.

Der Fan-Zuwachs kam unter anderem zustande, nachdem die vier Musiker aus Reading 2021 als Support-Act von Louis Tomlinson und in diesem Jahr mit Lewis Capaldi unterwegs waren.

Montag, 26.02. / 05:10 Uhr / SWR3 New Pop Festival 2023: Raye
(Erstsendung: 25.09.2023)

Der absolute Shootingstar des Jahres 2023 ist Raye. Ihre Stimme kennt man von diversen Dance-Hits wie „Stay“ von David Guetta und „You Don’t Know Me“ von Jax Jones.

Anfang 2023 hat sie ihr Debutalbum „My 21st Century Blues“ veröffentlicht. Musikalisch bewegt sich Raye zwischen Retrostil und modernem Sound, mit Einflüssen aus R&B, Rap, Dance, Soul und Pop.

Dienstag, 27.02. / 05:55 Uhr / Startrampe COVERED: PANTHA und Paula Carolina
(Erstsendung: 22.09.2023)

„Startrampe COVERED“ zeigt einzigartige Coverversionen – gespielt von den besten neuen Acts. Dazu ihre Geschichten: Warum hat der Song das Leben der Künstler verändert?

Wie steht er im Verhältnis zur eigenen Musik? Dieses Mal dabei sind PANTHA mit dopen Trap Beats und Paula Carolina mit tanzbarem „Neue Neue Deutsche Welle“-Sound.

PANTHA zählt zu den wichtigsten neuen Musik-Acts aus Deutschland. Die Mannheimerin steht für einen darken Sound in der Popmusik und landete auf der Hotlist „New Music 2023“ – eine Liste, die den spannendsten Musiknachwuchs präsentiert. „Einmal um die Welt“ von Rapper Cro, damit assoziiert PANTHA aka Sophie Sebald Leichtigkeit und gute Laune.

Aufgewachsen in einem Klassik-geprägten Elternhaus, ist Sophie Sebald schon in jungen Jahren mit Musik in Berührung gekommen. Diese dient ihr als Stimmungskompass, denn PANTHA lässt sich oft von ihren eigenen Emotionen herumschleudern. Der Klassik-Einfluss scheint auch in ihren Songs hier und da durch. So findet sich beispielsweise im Track „Instabil“ die Melodie von Johann Sebastian Bach in der Hookline wieder. Zusammen mit dopen Trap Beats singt PANTHA entwaffnend ehrlich über eigene und allgemein menschliche Inkonsequenz.

Paula Carolina zählt zu den angesagtesten Artists in der „Neuen Neuen Deutschen Welle“. Die Künstlerin hat sich inzwischen zu einer wichtigen Stimme der LGBTQI+ Community etabliert und thematisiert in ihrer Musik unter anderem Geschlechterstereotypen oder gleichgeschlechtliche Liebe. Während ihre musikalischen Anfänge eher durch ruhige Liedermacher-Popsongs geprägt waren, schlägt Paula mittlerweile deutlich lautere und frechere Töne an. Musikalisch fühlt sie sich nun angekommener denn je und begeistert ein stetig größer werdendes Publikum.

Mit ihrem Cover des NDW-Klassikers „Bruttosozialprodukt“ hat sie einen Song mit gesellschaftspolitischer Sprengkraft gewählt. Etwas, womit sich Paula auch identifizieren kann. Denn sie findet: Wenn man schon das Privileg hat, vor vielen Menschen aufzutreten, dann sollte man auch eine Botschaft nach außen tragen. Im „Startrampe COVERED“-Interview erinnert sich Paula Carolina an ihre Schul- und Teenagerzeit und erzählt, wieso sie nicht immer so selbstbewusst war wie heute.

Donnerstag, 29.02. / 3satThementag: Die Zukunft der Erde


Kalenderwoche 10:

Samstag, 02.03. / 19:20 Uhr / Unsichtbar? – Schauspielerinnen ab 50
Film von Rebecca Büttner und Eva Münstermann
(Erstsendung: 16.12.2023)

Mit 50 Jahren gehen die Lichter aus: Diese Erfahrung machen viele Schauspielerinnen. Die Dokumentation „Unsichtbar?“ behandelt die Bedeutung des Alters für Frauen in der Filmindustrie.

Nur acht Prozent der Frauenrollen im deutschen Fernsehen sind über 50. Dabei macht diese Gruppe 20 Prozent der Bevölkerung aus. Warum werden Frauen in den Medien irgendwann unsichtbar? Die junge Schauspielerin Anna-Lena Schwing geht der Frage auf den Grund.

Es geht um das Älterwerden in einer Branche, in der das Alter keine Qualität, sondern ein Makel ist. Und es geht auch um ihre eigene Zukunft: Was erwartet mich, wenn ich älter werde? Wie jung muss ich bleiben, um gefragt zu sein? Welchen Aufwand muss ich dafür betreiben? Wo, wann und warum biegen Schauspielerinnen-Karrieren ab aufs Abstellgleis?

Auf ihrer Suche nach Antworten besucht Anna-Lena Schwing Filmproduktionen, ist bei Preisverleihungen und anderen gesellschaftlichen Events dabei und führt persönliche Interviews mit Kolleginnen, Wissenschaftlerinnen und Ärztinnen.

Schauspielerinnen stehen unter einem enormen Druck, möglichst jung zu wirken. Über chirurgische oder kosmetische Eingriffe zu sprechen, ist in Deutschland jedoch immer noch ein Tabu. Was unternehmen Frauen, um ihr Alter zu kaschieren? Sind chirurgische Eingriffe inzwischen normal?

Auch KI und ihr Einfluss auf das Altern in der Unterhaltungsindustrie wird immer bedeutsamer. Was bedeutet das für Zukunft der Branche? Spielt das wirkliche Alter von Schauspielerinnen bald keine Rolle mehr? Ist nur noch die eigene Marke wichtig, die frau verkörpert? Oder wird der Druck, jung auszusehen, dadurch noch größer, weil es überhaupt keine älteren Gesichter mehr auf der Leinwand gibt?

In Hollywood scheint trotz Jugendwahns die Altersdiversität größer zu werden. Wie ist die Lage wirklich am wichtigsten Standort des Filmbusiness? Die Schauspielerin Michelle Yeoh, 60, sagte nach ihrem Oscargewinn: „Ladys, lasst euch von niemandem einreden, dass ihr eure besten Jahre schon hinter euch habt. Gebt niemals auf.“ Auch dort scheint einiges in Bewegung zu sein für die Frauen ab 50.

Samstag, 02.03. / 21:45 Uhr / Suiten für eine verwundete Welt ~ Mit dem Cello gegen die Zerstörung der Natur
Mit Tanja Tetzlaf (Cello)
Programm:
– Johann Sebastian Bach: Cello-Suiten
Erstausstrahlung

Für das Filmprojekt „Suiten für eine verwundete Welt“ reist die Cellistin Tanja Tetzlaff an Orte, an denen der Klimawandel bereits Realität ist.

In dieser Kulisse interpretiert sie Cellosuiten von Johann Sebastian Bach.
Der Klimawandel zeigt auch in Europa bestürzende Auswirkungen. Erschüttert von der Bedrohung und Zerstörung will Tanja Tetzlaff mit ihrem Projekt die Natur um Verzeihung bitten.

Sonntag, 03.03. / 10:20 Uhr / Literaturclub
(Erstsendung: 27.02.2024)

„Literaturclub“ diskutiert die neuesten literarischen Entdeckungen und gibt Orientierungshilfe im Buchmarkt.

In der Gesprächssendung werden jeweils vier bis fünf Neuerscheinungen besprochen.

Sonntag, 03.03. / 12:30 Uhr / Druckfrisch ~ Neue Bücher mit Denis Scheck
(Erstsendung: 25.02.2024)

Orientierung im Bücherdschungel verspricht Denis Scheck. Scheck besucht Schriftsteller, stellt Neuerscheinungen vor und spart dabei weder an Lob noch an Kritik.

Seine bissigen und humorvollen Kommentare zu den Büchern der Spiegelbestenliste aus der Kölner Bücherhalle sind beliebt und gefürchtet. Im persönlichen Gespräch entlockt er Autoren aktueller Bestseller interessante Hintergründe zu ihren Werken.

Sonntag, 03.03. / 18:30 Uhr / Museums-Check mit Markus Brock
Gast: Vince Ebert
Deutsches Museum, München

(Erstsendung: 02.04.2023)

Das Deutsche Museum in München ist eines der größten naturwissenschaftlich-technischen Museen und will das weltbeste werden. Dafür wird das Traditionshaus umfangreich saniert.

Zur Hälfte ist das Mammutprojekt realisiert, 19 neu gestaltete Ausstellungsbereiche sind geöffnet – vom Buchdruck bis zur Raumfahrt über Chemie bis hin zur Gesundheit. Zum „Museums-Check“ begrüßt Markus Brock den Kabarettisten und Physiker Vince Ebert.

Das Deutsche Museum möchte ein Ort sein, an dem über Gegenwart und Zukunft diskutiert wird. 1903 gegründet, eröffnete 1925 das Ausstellungsgebäude auf der Münchner Museumsinsel. Doch Naturwissenschaft und Technik sind in stetem Wandel, weshalb das Museum die große Zukunftsinitiative gestartet hat. „Wir wollen das modernste naturwissenschaftlich-technische Museum der Welt werden“, sagt Generaldirektor Wolfgang M. Heckl.

20.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche sind bereits renoviert und modernisiert. Aufregend und interaktiv soll dort Wissen vermittelt werden, mit digitaler Technik und Exponaten zum Anfassen und Ausprobieren. In der Abteilung „Raumfahrt“ simuliert ein virtueller Fahrstuhl den Aufstieg durch die Erdatmosphäre in den Weltraum. Die Geschichte der „Luftfahrt“ wird anhand vieler Original-Exponate veranschaulicht wie der „Messerschmitt Me 262“, dem ersten in Serie gebauten Düsenflugzeug.

Im Ausstellungsbereich „Kryptologie“ dreht sich alles um die geheime Kommunikation, von der Antike bis heute. Dort erfährt man, wie die berühmte Enigma, die Chiffriermaschine der Nazis, funktionierte. Eine Zeitreise ins Mittelalter kann man in historischen Laboratorien der Abteilung „Chemie“ machen und in spektakulären Chemie-Experimente hautnah erleben. Und wer einen Blick ins Innere des Auges werfen möchte, kann im Ausstellungsbereich „Gesundheit“ in einen begehbaren Kopf steigen.

Vielen bekannt ist Vince Ebert aus der ARD-Reihe „Wissen vor acht – Werkstatt“, für die er naturwissenschaftliche Phänomene spielerisch erklärt. Sein kabarettistisches Talent machte er nach dem Physikstudium zum Beruf. Seit 2001 ist Vince Ebert mit seinen Bühnenshows auf Tournee, die ihn bis nach New York führte. Nebenbei schreibt er Kolumnen und Bücher. 2022 erschien „Lichtblick statt Blackout“ mit kritisch-humoristischen Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit.

Montag, 04.03. / 02:15 Uhr / SWR3 New Pop Festival 2023: Dermot Kennedy
Baden-Baden, September 2023

2019 kam Dermot Kennedy als Newcomer zum „New Pop Festival“, 2023 kehrt der 31-jährige Sänger und Songwriter als Superstar zurück und spielt das SWR3-„Homecoming“-Konzert.

Erst kürzlich hat der Ire den legendären Madison Square Garden in New York mit mehr als 20.000 Fans ausverkauft. In seiner Karriere sammelte er bislang fünf Milliarden Streams und ist der erfolgreichste irische Künstler dieses Jahrhunderts.

Unter anderem mit „Paradise“, „Giants“, „Power Over Me“ und „Better Days“ hatte er weltweite Top-Hits in den Charts.

Montag, 04.03. / 03:00 Uhr / SWR3 New Pop Festival 2023: Mimi Webb
Baden-Baden, September 2023

Die Überfliegerin mit der heiseren Stimme – das ist Mimi Webb. Als Teenagerin besuchte auch sie die renommierte „BRIT School“ und das „British Institute of Modern Music“.

2020 schaffte sie mit ihrer Debütsingle „Before I Go“ einen viralen Hit bei TikTok, mit „Amelia“ brachte sie 2023 ihr persönliches Coming-of-Age-Album heraus. Beim „SWR3 New Pop Festival“ gibt sie ein energetisches Konzert zum Mitsingen, Mittanzen und Mitfühlen.

Montag, 04.03. / 03:45 Uhr / SWR3 New Pop Festival 2023: Cian Ducrot
Baden-Baden, September 2023
Er studierte als Stipendiat am Londoner „Royal College of Music“ Querflöte, schwenkte dann aber auf Popmusik um: Cian Ducrot. In seinen Songs erzählt er ungemein persönliche Geschichten.

„Part Of Me“ handelt von seinem besten Freund, der sich vor Jahren das Leben nahm. „I’ll Be Waiting“ beschreibt, wie er als kleiner Junge auf seinen unzuverlässigen Vater wartete, und „Heaven“ ist eine rührende Liebeserklärung an seinen großen Bruder.

Cian Ducrot war unter anderem im Vorprogramm vom Ed Sheeran auf Tour, seine mehr als 1,2 Millionen Follower auf Instagram lieben besonders seine Flashmob-Videos mit verschiedenen Chören.

Montag, 04.03. / 04:00 Uhr / SWR3 New Pop Festival 2023: James Arthur
Baden-Baden, September 2023

James Arthur wurde 2012 über Nacht berühmt, als er das Finale der britischen TV-Casting-Show „The X-Factor“ gewann: Seine Debüt-Single „Impossible“ stieg von 0 auf Platz 1 in die UK-Charts ein.

Sie verkaufte sich innerhalb weniger Wochen über eine Million Mal. Seitdem gab es für den sympathischen Briten mit der samtweichen Stimme nur einen Weg: steil nach oben. „A Year Ago“ ist sein aktueller Hit, der sicherlich auch beim „New Pop Festival“ ein Highlight wird.

Auch bei DJs und Projekten wie Sigala („Lasting Lover“), Martin Jensen („Nobody“), Marshmello („You Can Cry“), Lost Frequencies („Questions“) und Rudimental („Sun Comes Up“) ist James Arthur gern gesehener und gefragter Feature-Gast.

Montag, 04.03. / 05:15 Uhr / SWR3 New Pop Festival 2023: Olivia Dean
Baden-Baden, September 2023

Elton John ist zuversichtlich, dass sie ein großer Star werden wird: Olivia Dean. Die Londonerin studierte an der renommierten „BRIT School“, wie auch ihr Vorbild Amy Winehouse.

Ihre Songs sind Tagebuch-Einblicke, die von Herzschmerz und Selbstliebe erzählen. Eine Sängerin mit absoluter Ausnahmestimme und einer erstklassigen Band. Dies können ihre Fans beim „SWR3 New Pop Festival 2023“ live erleben.


Kalenderwoche 11:

Samstag, 09.03. / 20:15 Uhr / Rudolf Buchbinder spielt Beethoven
Grafenegg, August 2023
Orchester: Sinfonieorchester Kiew
Musikalische Leitung: Luigi Gaggero
Bildregie: Jakob Pitzer

Der künstlerische Leiter des „Grafenegg Festival“, Rudolf Buchbinder, spielt mit dem Sinfonieorchester Kiew und dessen Chefdirigenten Luigi Gaggero Beethovens fünftes Klavierkonzert.

Das ukrainische Sinfonieorchester, das als Stimme für seine Heimat in der Welt erklingen möchte, schließt mit der zweiten Sinfonie des Vaters der klassischen ukrainischen Musik, Levko Revutsky, aus den Jahren 1926/27 an. Derzeit hat das Orchester seinen Sitz in Gera.

Samstag, 09.03. / 21:40 Uhr / Anne-Sophie Mutter – Vivace
Film von Sigrid Faltin
(Erstsendung: 25.06.2023)

Die deutsche Stargeigerin Anne-Sophie Mutter wurde mit 13 Jahren von Herbert von Karajan entdeckt. Seitdem hat sie eine beispiellose Weltkarriere gemacht. Am 29. Juni 2024 wird sie 60 Jahre alt.

„Wenn Sie mich kennenlernen wollen, müssen Sie mich auf der Bühne erleben“: Fragen nach ihrem Privatleben schätzt sie nicht. Wie porträtiert man eine solche Frau? Filmemacherin Sigrid Faltin machte mit ihr und Dackeldame Bonnie eine Bergwanderung in Österreich.

Befragt, wen sich Anne-Sophie Mutter als Gesprächspartner wünscht, sagt Mutter spontan: Tennisstar Roger Federer. Sie erzählt, warum sie sich mit Leistungssportlern identifiziert und warum sie bedauert, mit dem Klavierspielen aufgehört zu haben. Auch der frühe Tod ihres Mannes und ihr Leben als alleinerziehende Mutter sind Thema.

Ein ungewöhnlicher Film über Anne-Sophie Mutter, der sie nicht nur als eine der größten Musikerinnen ihrer Zeit zeigt, sondern auch als sportliche, politisch und sozial engagierte Frau.

Sonntag, 10.03. / 3satThementag: Blätterrauschen


Kalenderwoche 12:

Samstag, 16.03. / 19:20 Uhr / Die Welt der Memes ~ Viral, humorvoll, politisch
Film von Angela Scheele
(Erstsendung: 13.01.2024)

Memes sind aus den Sozialen Medien nicht mehr wegzudenken. Doch welche kulturelle und gesellschaftliche Funktion erfüllen Memes als virales Phänomen der Gegenwart?

Memes sind online teilbare Bilder oder kurze Filme, die ein bestimmtes Gefühl oder einen aktuellen Sachverhalt humorvoll auf den Punkt bringen. Sie können von jedem Menschen auf jede Art produziert, neu kombiniert und zusammengesetzt werden.

Viele halten Memes für eines der wichtigsten Kommunikationsmittel unserer Zeit. Die humoristischen Bilder, Gifs, Kurz-Clips oder Tweets fluten das Internet. Sie bringen aktuelle Themen auf den Punkt, werden oft tausendfach geteilt und immer wieder in einen neuen Kontext gebracht. Das „Desaster Girl“ ist ein Klassiker unter den Memes: 2005 fotografiert ein Amerikaner seine kleine Tochter vor einem brennenden Haus. Sie lächelt in die Kamera. Das Foto verbreitet sich rasend schnell unter dem Motto „diabolisch lächelndes Kind angesichts einer Katastrophe“. Bis heute wird es in unterschiedlichen Kontexten verbreitet, etwa wenn Christian Lindner die Koalitionsverhandlungen platzen lässt oder das Coronavirus verharmlost wird.

In den letzten Jahren haben Memes eine Blitzkarriere vom lustigen Internet-Quatsch zum wirkmächtigen Kommunikationsmittel vollzogen. Jeder kann sie erstellen und posten. Wer viele Followerinnen und Follower hat, beeinflusst die Meinung von Hundertausenden. Memes sind dabei nicht nur Massenunterhaltung, sondern gleichzeitig auch Machtinstrument – so wie beim Kampf um die US-Präsidentschaft: Donald Trump wird von einer regelrechten „Meme-Armee“ unterstützt, und Joe Biden finanziert mit dem Verkauf von Meme-Merchandise sogar einen Teil seines Wahlkampfs. Auch in Deutschland nutzen Parteien Memes, um schnell Inhalte zu transportieren. Oder auch einfach, um Humor zu beweisen, wie Bundeskanzler Olaf Scholz, der „gespannt auf die Memes“ ist, die durch seine Bilder mit Augenklappe entstehen.

Marius Notter hostet mit seinem Account „Alman_memes2.0“ einen der erfolgreichsten deutschen Meme-Kanäle auf Instagram. Über 570.000 Menschen folgen seinen manchmal banal-lustigen, manchmal bissig-gesellschaftskritischen Posts über deutsche Eigenarten, soziale Ungerechtigkeiten, Politiker-Unsinn und Boomer-Wahnsinn. Damit ist er ein wichtiges Sprachrohr der jüngeren Generation und weiß, was die Community beschäftigt. Marius Notter erzählt, woher die Faszination für Memes kommt, wie Memes gemacht werden und wie er seine Community wahrnimmt. Außerdem erstellt er eigens für die Kulturdokumentation ein Meme zum Thema Fernsehen: Geht es viral, oder bleibt es eine lahme Ente?

Memes basieren auf der Mitmachlogik des Internets. Wo liegen die Chancen und Abgründe digitaler Bildkulturen? Sie sind demokratisch, weil ihnen eine offene und gleichberechtigte Kommunikationsform zugrunde liegt. Sie können für positive Zwecke genutzt, aber auch für menschenfeindliche Aktionen missbraucht werden. Werden durch den massiven Einsatz von Memes komplexe Problemstellungen zu sehr auf einfache Antworten reduziert? Und geht durch die Politisierung und Kommerzialisierung der Memes auch der Zauber des Unsinns verloren? Die 3sat-Kulturdokumentation „Die Welt der Memes“ geht diesen Fragen rund um das virale Internetphänomen auf den Grund und zeigt neben der gesellschaftlichen Funktion auch, welche Rolle die bildende Kunst und der Comic als Vorläufer der Memes hat.

Samstag, 16.03. / 20:15 Uhr / Cristian Măcelaru dirigiert Tschaikowsky und Dvořák
Mit der Solistin Julia Fischer (Violine und Klavier)
Programm:
– Josef Suk: Fantasie op. 24
– Pjotr Iljitsch Tschaikowski: Serenade op. 26
– Antonín Dvorák: Sinfonie Nr. 7
Orchester: WDR Symphonie Orchester
Musikalische Leitung: Cristian Măcelaru
Erstausstrahlung

In der Kölner Philharmonie präsentieren Julia Fischer und das WDR Sinfonieorchester mit Chefdirigent Cristian Măcelaru Werke von Tschaikowsky, Suk und Dvořák.

Auf dem Programm stehen zum einen die „Fantasie“ von Josef Suk, dem Schwiegersohn Antonín Dvořáks, der mit seinem Stück gleich zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine ganz eigene Weiterführung dieser Konzertgattung vorstellte.

Ganz ohne Ambitionen neue Kapitel aufzuschlagen schrieb hingegen Peter Tschaikowsky seine „Sérénade“, gedacht als kleiner Beitrag für ein Konzert auf der Pariser Weltausstellung. Dvořáks 7. Sinfonie lenkt den Blick auf eine unbekanntere Seite des böhmischen Nationalmeisters, der in diesem Werk bewusst die Einflüsse der tschechischen Folklore vermied.

Dieses Konzert bietet tiefgehende Einblicke in die Romantik Osteuropas – mit der Geige als Hauptdarstellerin.

Samstag, 16.03. / 21:45 Uhr / Vienna in Hollywood – Pioniere der Filmmusik
Film von Barbara Weissenbeck
(Erstsendung: 11.12.2023)

Österreich ist weltweit als Musikland bekannt. Dabei denken die meisten an berühmte Komponisten wie Mozart, Beethoven und Strauss. Kaum jemand verbindet damit aber Filmmusik.

Dabei mischt Österreich auch in diesem Genre mit. Österreichs Pioniere der Filmmusik erhielten eine klassische Ausbildung und schufen symphonische Werke, bevor sie nach Hollywood aufbrachen und dort Ruhm erlangten.

Die Filmemacherin Barbara Weissenbeck spannt den Bogen von den Anfängen der Filmmusik als musikalische Begleitung von Stummfilmen über die 1933 komponierte Musik zu „King Kong“ durch den Österreicher Max Steiner bis hin zur Krise der Filmmusik in den 1990er-Jahren. Steiner, gern als „Vater der Filmmusik“ bezeichnet, brach 1929 nach Hollywood auf. Er komponierte an die 200 Soundtracks, wurde für 24 Oscars nominiert und gewann drei davon.

Aber auch andere Giganten des Genres, die wegen ihrer jüdischen Herkunft ins Exil gehen mussten, kommen in der Dokumentation zu Ehren: Erich Wolfgang Korngold, Hanns Eisler, Schüler von Arnold Schönberg und Erich Zeisl. Zudem beleuchtet der Film die Situation im damals nicht mehr existierenden Österreich, ausgehend von der Errichtung der Synchronhalle im Jahr 1938 in Wien, in der sämtliche Propagandafilme des NS-Regimes musikalisch vertont wurden.

Samstag, 16.03. / 22:30 Uhr / Austria in Hollywood – Komponieren für die Traumfabrik
Film von Barbara Weissenbeck
(Erstsendung: 11.03.2024)

Erich Wolfgang Korngold, Hanns Eisler und Hans Julius Salter: Vom Naziregime vertrieben, konnten diese Komponisten in Hollywood Fuß fassen und wurden zu Pionieren der Filmmusik.

Immer noch knüpfen die großen Filmstudios in den USA an deren von symphonischer Musik geprägten epochalen Soundtracks an. Eine junge Generation österreichischer Musikerinnen und Musiker setzt deren Werk fort. Der Film von Barbara Weissenbeck stellt sie vor.

Adam Lukas übersiedelte 2019 nach Los Angeles und wurde von Hans Zimmer, einem der erfolgreichsten Hollywoodkomponisten, unter Vertrag genommen. Mit zahlreichen Preisen wurde die Arbeit des jungen Kärntners ausgezeichnet, darunter mit dem Emmy für „Outstanding Music Composition“.

Die Wienerin Lily Marlovits ist ein Kind ihrer Zeit: Über TikTok und YouTube erreichte ihre Musik auch die US-Westküste. Sie gilt als aufgehender Stern in Hollywood.

Der Linzer Paul Haslinger absolvierte eine klassische Musikausbildung in Wien. Heute produziert er Musik für Hollywoodfilme wie auch für Computerspiele.

Samstag, 16.03. / 03:40 Uhr / Ein Moment in der Geschichte (1/3): Cäsars Ermordung
Film von Natalia Lucic
(aus der ZDF-Reihe „Terra X“)
(Erstsendung: 06.12.2020)

Cäsars Ermordung läutete eine Zeitenwende ein: Sie besiegelte das Ende der römischen Republik. „Terra X“ hält die Zeit an und ermittelt, warum der mächtigste Mann Roms sterben musste.

Sein Tod gilt als eines der berühmtesten Attentate der Geschichte. Zu den Verschwörern zählen Cäsars Vertraute. Wie konnte das geschehen, wie wurde der Tyrannenmord gerechtfertigt? Präsentiert wird die Sendung von „Terra X“-Moderator Mirko Drotschmann.

Auf einem Wagen stehend zieht Cäsar in Rom ein. Es ist das Jahr 45 vor Christus, und Cäsar ist auf seinem politischen Höhepunkt angekommen. Aus den Bürgerkriegen ist er als Konsul, oberster Priester, Sittenrichter und Oberbefehlshaber über das Heer hervorgegangen. Der Senat ernennt ihn zum „dictator perpetuus“ – zum Diktator auf Lebenszeit. Doch den Fürsprechern der alten Ordnung, der „res publica“, dem republikanischen Rom, ist der machthungrige Diktator ein Dorn im Auge. Nie wieder soll in Rom ein König regieren.

Die Senatoren sehen durch die Alleinherrschaft Cäsars ihre Macht schwinden. Denn die römische Republik ist keine Demokratie, sondern ein System, in dem die Aristokraten regieren. Und so planen sie ein Mordkomplott: Unter der Führung von Gaius Cassius Longinus und mit der Unterstützung von Marcus Iunius Brutus – der ein Vertrauter Cäsars ist – treffen rund 60 Verschwörer die Entscheidung, den Tyrannen während einer Senatsversammlung zu ermorden. Warum verraten ihn ausgerechnet seine engsten Vertrauten? Cäsar gilt als eitel und überheblich, nicht aber als dumm. Hat Cäsar von der Verschwörung gewusst?

Am Vorabend der „Iden des März“, des 15. März 44 vor Christus, warnt ihn der Seher Spurinna vor einem Anschlag mit den Worten: „Hüte dich vor den Iden des März.“ In der Nacht plagen seine Frau Calpurnia Albträume, sie sieht ihren Mann erdolcht. Und noch am Morgen, auf dem Weg zur Senatssitzung, ignoriert er eine schriftliche Warnung, die ihm ein Mann zusteckt. Im Saal angekommen, zücken die Verschwörer ihre Dolche und töten den Herrscher mit 23 Stichen. Warum ignorierte Cäsar die Warnungen? Wieso verzichtete er bewusst auf seine Leibwächter?

„Ein Moment in der Geschichte“ hält mit VFX-Technologie die entscheidenden Momente an und versucht, den historischen Mordfall zu lösen. Erzählt wird mithilfe von Dokumenten, Experteninterviews und szenischen Rekonstruktionen. Präsentiert wird die Sendung von „Terra X“-Moderator Mirko Drotschmann: Er bewegt sich durch die eingefrorenen Szenen, begegnet den Akteuren und erklärt die Geschichte so genau wie nie zuvor.

Samstag, 16.03. / 04:20 Uhr / Ein Moment in der Geschichte (2/3): Der Sturm auf die Bastille
Film von Alisa Ruprecht
(aus der ZDF-Reihe „Terra X“)
(Erstsendung: 13.12.2020)

Der Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789 gilt als symbolischer Auftakt für die Französische Revolution. „Terra X“ hält die Zeit an und findet heraus, warum.

Denn so heroisch war die Erstürmung des Pariser Staatsgefängnisses nicht, und es gab viele Tote. Aber es sind die einfachen Leute, die einen weltbewegenden Prozess in Gang setzen. „Terra X“-Moderator Mirko Drotschmann stellt sie vor und erläutert die Zusammenhänge.

In Frankreich steigen die Brotpreise, die Menschen hungern, während der königliche Hof in Luxus schwelgt. Die intellektuelle Elite, beflügelt von Ideen der Aufklärung, fordert ein Mitspracherecht bei der Regierung. Als der König die Generalstände einberuft, fordern die Bürger des dritten Standes eine politische Gleichstellung mit Adel und Geistlichkeit. Sie erklären sich zur Nationalversammlung und beginnen, an einer Verfassung zu arbeiten.

Als der König den beliebten Finanzminister Jacques Necker entlässt und das Militär aufmarschieren lässt, kommt es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Der junge Anwalt Camille Desmoulins, einer der Protagonisten in diesem Film, ruft die Pariser zu den Waffen. Es ist die Initialzündung für die Revolution. Hunderte aufgebrachte Menschen stürmen zur Bastille, um das in der Festung gelagerte Pulver zu plündern. Der Kommandant der Festung, Bernard-René Jordan de Launay, ist mit der Situation überfordert. Als er auf die Belagerer schießen lässt, eskaliert die Situation. Die Bastille wird zum Symbol für die Willkürherrschaft des Königs.

In „Ein Moment in der Geschichte“ sind es die einfachen Leute, die bei dem Sturm auf die Bastille auf einmal in den Vordergrund rücken und Geschichte machen: Da ist der Wagenbauer Louis Tournay, der die erste Zugbrücke herunterlässt, der Ex-Offizier Pierre Augustin Hulin, der den Kommandanten der Bastille zur Aufgabe zwingt. Gegen Abend kapituliert die Besatzung der Bastille. Mehr als 90 Tote und Dutzende Verwundete sind das Ergebnis des Kampfes. Der Kommandant der Bastille wird trotz Zusicherung freien Geleits geköpft. Der Sturm auf die Bastille an sich war keine Ruhmestat. Aber sie war ein entscheidender Wendepunkt in der Geschichte: Nur wenige Wochen später verabschiedet die Nationalversammlung die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte. Was mit dem Sturm auf die Bastille beginnt, endet in einer völligen Neuordnung Europas.

Erzählt wird die Geschichte mithilfe von Dokumenten, Experteninterviews und szenischen Rekonstruktionen. „Ein Moment in der Geschichte“ friert prägende Ereignisse mit VFX-Technologie im entscheidenden Augenblick ein. Moderator Mirko Drotschmann bewegt sich durch die Szenerie, begegnet den Akteuren und erklärt die Geschichte so genau wie nie zuvor.

Samstag, 16.03. / 05:05 Uhr / Ein Moment in der Geschichte (3/3): Die Völkerschlacht bei Leipzig
Film von Natalia Lucic
(aus der ZDF-Reihe „Terra X“)
(Erstsendung: 20.12.2020)

Die Völkerschlacht bei Leipzig 1813 war ein Wendepunkt in der Geschichte Europas. „Terra X“ hält die Zeit an, um Momente im Leben einzelner Beteiligter näher zu betrachten.

Im Augenmerk stehen nicht die Feldherren, sondern die Alltagshelden einer der größten Schlachten der Weltgeschichte. Präsentator der Sendung ist Mirko Drotschmann, der sich als Historiker und YouTube-Experte „Mr. Wissen ToGo“ in der Materie auskennt.

Über eine halbe Million Soldaten kämpfen vom 16. bis 19. Oktober 1813 bei Leipzig um den Sieg. Dabei standen sich die Truppen der Verbündeten, im Wesentlichen Russland, Preußen, Österreich und Schweden, und die Truppen Napoleon Bonapartes gegenüber. Am Ende verlor der Franzosen-Kaiser in der „Völkerschlacht“ die Herrschaft über Europa.

Der Sieg über die französischen Besatzer begünstigte im deutschen Sprachraum die Entstehung eines Nationalgefühls. Vier Tage lang kämpften mehr als 500 000 Soldaten aus ganz Europa auf den Schlachtfeldern, 100 000 Menschen starben, Zehntausende wurden schwer verletzt, eine ganze Region versank in Schutt und Asche.

Der Film erzählt einerseits den Hintergrund und die historische Dimension dieser Schlacht. Andererseits erzählt er die Schicksale von ganz normalen Menschen, die an dieser Schlacht teilgenommen haben. Fünf Geschichten, die beispielhaft für die Menschen damals stehen.

Da ist der patriotisch gesinnte Student August, der von der Bildung einer deutschen Nation träumt. Dagegen ist der preußische Soldat Friedrich ein einfacher Bauer, der in Leipzig nur kämpft, weil er eingezogen wurde. Und dem sächsischen Soldaten Johann kommen Zweifel, ob sein König gut daran getan hat, sich auf die Seite Napoleons zu schlagen. Vom Elend der Dorfbevölkerung und dem Leid der Verwundeten und Sterbenden in den Behelfslazaretten Leipzigs erzählen ein junges Mädchen und eine Krankenschwester.

Mittels VFX-Technologie wird die Zeit angehalten, um Momente der Geschichte näher zu betrachten. „Terra X“-Moderator Mirko Drotschmann bewegt sich durch die Szenerie, begegnet den Akteuren und erklärt die Geschichte so genau wie nie zuvor.

Sonntag, 17.03. /
3satThementag Märchenhaft

Sonntag, 17.03. / 07:05 Uhr / Magie der Märchen: Frau Holle und ihre versunkene Welt
Film von Ingo Helm und Volker Schmidt-Sondermann
(aus der ZDF-Reihe „Terra X“)
(Erstsendung: 04.10.2020)

Die Autoren betreten die mythische Welt der Frau Holle und decken auf, wie die germanische Sagenfigur ins Märchen kam.

Der Brunnen als Tor in die fantastische Welt der Frau Holle. Sie belohnt die Fleißigen, bestraft die Faulen. Wie kein anderes Märchen offenbart die Erzählung, wie nachhaltig die bürgerliche Moralvorstellung des 19. Jahrhunderts das Frauenbild damals geprägt hat.

Frau Holle lässt es schneien, wenn sie die Betten aufschüttelt – das haben wohl viele schon einmal gehört und sich gewundert, wie das sein kann. In dem Märchen stecken aber noch mehr Geheimnisse, die nicht auf den ersten Blick zu entschlüsseln sind. Eines davon ist der Brunnen – ein mit vielfachen Bedeutungen aufgeladener Ort. Am Brunnen sitzen in der germanischen Mythologie die Nornen, die für die Menschen den Schicksalsfaden spinnen. Im Märchen der Brüder Grimm ist er das Durchgangstor in eine andersartige, fantastische Welt.

Doch auch in der realen Welt spielt der Brunnen eine zentrale Rolle. Brunnen sorgen seit jeher für das lebensnotwendige Wasser. Und über Jahrhunderte trafen sich am Brunnen vor allem die jungen Frauen. Der Ort war eine Börse für Gerüchte und ein Fokus des sozialen Lebens.

„Frau Holle“ ist vor allem eine Geschichte über zwei junge Frauen, die Goldmarie und die Pechmarie. Es ist das einzige bekannte Märchen, in dem nur Frauen auftreten. Wie sahen ihre Lebenswelten aus, ihre Lebensentwürfe und Optionen?

Darum geht es auch in dieser Dokumentation. Das Märchen entstand in der Form, wie wir es kennen, in der Biedermeierzeit. Die Geschichte von der fleißigen Goldmarie und der faulen Pechmarie sollte eine Art „moralische Leitlinie“ für die „sittsame Frau“ sein. Für Dienstmädchen gab es später sogar ein Handbuch mit präzisen Verhaltensregeln. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung des Bürgertums landeten immer mehr junge Frauen vom Land in den Haushalten der wohlhabenden Städter. Im Märchen ist der Schauplatz das magische Reich von Frau Holle. Dort treffen zwei Welten aufeinander – die von der übermächtigen Frau Holle und die von zwei ganz normalen Mädchen, die auf die Probe gestellt werden.

Frau Holle selbst hat ihren ersten Auftritt erst ziemlich spät in dem Märchen. Sie ist eine rätselhafte Figur. Wer eigentlich dahintersteckt, darüber streiten sich schon seit Langem die Forscher. Einigkeit besteht nur darin, dass sie mit uralten weiblichen Gottheiten zusammenhängt. Die altrömische Diana, die germanische Freya – viel spricht dafür, dass Frau Holle mit diesen und anderen in eine Reihe zu stellen ist.

Und eine Erklärung gibt es selbst dafür, dass die Erinnerung an diese mythische Figur sonst weitgehend verschwunden ist: Die Mönche, die vor mehr als tausend Jahren im heutigen Deutschland das Christentum verbreiteten, haben gründliche Arbeit geleistet. Auch in der damals neuen Religion gibt es eine weibliche Figur, die im Volk bald große Verehrung genießt: die Mutter Maria. Im fränkischen Amorbach und in Würzburg kann man sehen, wie Stätten der Anbetung heidnischer Göttinnen umgewidmet und an ihrer Stelle Kapellen für die Muttergottes gebaut wurden. Nur im Alpenland hat eine späte Ausprägung des heidnischen Kultes überlebt: im „Perchtenlauf“, der bis heute immer zum Jahreswechsel große Zahlen von Besuchern anzieht.

Sonntag, 17.03. / 07:45 Uhr / Magie der Märchen: Hänsel und Gretel auf der Spur
Film von Ingo Helm und Volker Schmidt-Sondermann
(aus der ZDF-Reihe „Terra X“)
(Erstsendung: 11.10.2020)

Märchen sind weit mehr als versponnene Geschichten. Die Dokumentation nimmt das Märchen „Hänsel und Gretel“ unter die Lupe und entschlüsselt seinen historischen Kern.

„Hänsel und Gretel“ gilt als das deutscheste und bekannteste aller Grimm-Märchen. Der Film folgt den mutigen Kindern auf ihrem gefährlichen Weg durch den Wald und spürt auf, welche Alltags-, Tatsachen- und Geschichtskerne in dem Märchen verborgen sind.

Die Geschichte von „Hänsel und Gretel“ beginnt mit einem Schock: Zwei Kinder werden von ihren Eltern im Wald ausgesetzt. Es herrscht große Not, eine große Teuerung und als Folge eine Hungersnot. Erfahrungen, die sich den Menschen tief ins Gedächtnis eingeprägt und sich im Märchen niedergeschlagen haben.

Das Märchen erzählt von einer Holzhackerfamilie – arm und missachtet wie viele andere in diesem einst weitverbreiteten Beruf. Menschen vom unteren Ende der sozialen Stufenleiter haben Krisen und Notzeiten naturgemäß am härtesten erfahren. Die Kinder von Holzfällern mussten mitarbeiten. Sie wussten alles über den Wald, aber Aufstieg durch Bildung – von dieser Möglichkeit waren sie weit entfernt. Überall herrschte Mangel. Das Märchen erzählt von den verzweifelten Versuchen, diesem Mangel zu entkommen. So enthält jedes der Märchen-Motive Nachrichten aus der Wirklichkeit. Mit wenigen Strichen wird die Lebenswelt der Kinder skizziert. Der Wald, in den sie gehen, steht für alles Bedrohliche. Dort gibt es wilde Tiere und unbekannte Gefahren. Aber der Wald kann auch zum Zufluchtsort werden. Und in der Zeit der Romantik, die auch Jacob und Wilhelm Grimm geprägt hat, wird der Wald idealisiert zum Reich der Fantasie.

Das Hexenhäuschen aus Kuchen und Zucker, die Hexe selbst und ihre Hinterlist, all das kann jedes Kind mühelos verstehen. Spannend wird es, wenn der Film herausfindet, was die konkrete Bedeutung der Hexen ist: einsame, alte Frauen, die am Waldrand wohnten und zum Opfer von Hexenverfolgungen wurden, die erst kurz vor der Lebenszeit der Brüder Grimm ein Ende fanden. Und dann gibt es im Märchen noch einen Schock: Die Hexe will Hänsel fressen. Gab es so etwas wirklich? Die meisten Berichte über Kannibalismus, die in den Archiven liegen, sind übertrieben, sind Fake News, die zum Beispiel während des Dreißigjährigen Krieges verbreitet wurden, um den Gegner zu verleumden oder um das eigene Elend deutlich zu machen. Aber die Angst, dass es wirklich passieren könnte, reichte oft schon aus, um die Menschen in Atem zu halten. „Terra X“ rekonstruiert, wie es wirklich war.

Ist dieses Thema zu brutal für Kinder, also ganz unangebracht im Märchen? Nein, denn Kinder können das Geschehen im Märchen aus sicherer Distanz beobachten und nacherleben. Sie lernen dabei, wie andere Kinder große Gefahren und höchste Not meistern. Am Ende gewinnen sie – wie Hänsel und Gretel – Selbstvertrauen und Sicherheit. Auch diese Art von Ermutigung gehört zur Magie der Märchen. Die Märchen-Forscherin Sabine Wienker-Piepho sagt: „Märchen sind keine Ponyhof-Geschichten. Märchen gehen richtig zur Sache, da geht es wirklich um das Allerschlimmste. Aber – und das macht einen Großteil ihres Erfolges aus – in aller Regel finden sie ein gutes Ende.“

Sonntag, 17.03. / 08:30 Uhr / Die goldene Gans
Frei nach dem Märchen der Brüdern Grimm, Deutschland 2013
Drehbuch: Thomas Brinx, Anja Kömmerling
Regie: Carsten Fiebeler
Länge: 88 Minuten

Niemand im Dorf schätzt den Dummling, den kleinen Bruder der beiden verschlagenen und eigennützigen Tischlerbrüder. Doch der Dummling sieht mehr als die anderen.

Allein der Dummling erkennt, dass es nicht Arroganz ist, die Prinzessin Luise nicht lächeln lässt, sondern Traurigkeit. Er ist auch der einzige, der einem geheimnisvollen Bettler etwas zu essen gibt. Dafür wird er mit einer goldenen Gans belohnt.

Die Gans will der Dummling nun der traurigen Prinzessin schenken. Doch er hat nicht mit der Habgier der Dörfler gerechnet: Ein paar goldene Federn wenigstens will jeder haben. Doch alle, die nach der Gans greifen, bleiben kleben. Und so zieht der Dummling bald eine kuriose Menschenschlange hinter sich her auf seinem Weg ins Schloss.

Dort ist das Lachen seit dem Tod der Königin verstummt. Der König ist in Melancholie versunken. Die strenge Tante Edeltraut lässt Prinzessin Luise von einem Lächelmeister unterrichten, denn Luise soll mit Prinz Amandus verlobt werden, und dafür muss sie lächeln können. Als das misslingt, bleibt nur noch ein Ausweg: Der König verspricht Luises Hand dem Ersten, der sie zum Lachen bringt.
Darsteller:

Till (Dummling): Jeremy Mockridge
Prinzessin Luise: Jella Haase
König Eduard: Ingo Naujoks
Prinz Amandus: Arndt Schwering-Sohnrey
Edeltraud: Ulrike Krumbiegel
Peter: Till Florian Beyerbach
Paul: Roland Schreglmann
Liesel: Anna Böttcher
Bettler: Adolfo Assor
Lotte: Teresa Weißbach

Sonntag, 17.03. / 10:30 Uhr / Frau Holle
Frei nach dem Märchen der Brüder Grimm, BRD 1984
Drehbuch: Lubomir Feldek, Juraj Jakubisko
Regie: Juraj Jakubisko
Länge: 89 Minuten

Wieder hat die böse Frau Hippe zugeschlagen und einen ganzen Wanderzirkus unter einer Schneelawine begraben. Nur der kleine Jakob überlebt. Frau Holle, die zugesehen hat, rettet den Jungen.

Frau Holle nimmt Jakob mit in ihre Zauberwelt über den Wolken. Dort weiht sie ihn in die Geheimnisse des Wettermachens ein. Jakob lernt schnell. Eines Tages erblickt er in Frau Holles Glaskugel die kleine Elisabeth auf der Erde und macht sich auf den Weg zu ihr.

Elisabeths Mutter ist gestorben, und Jakob will dem Mädchen beistehen. Doch er muss erst viele Hindernisse überwinden, bevor er endlich zu ihr gelangt.

Darsteller:
Frau Holle: Giulietta Masina
Frau Hippe: Valerie Kaplanová
Stiefmutter: Soňa Valentová
Vater: Pavol Mikulík
Jakob: Tobias Hoesl
Elisabeth: Petra Vanciková

Sonntag, 17.03. / 11:30 Uhr / Rumpelstilzchen
Frei nach dem Märchen der Brüder Grimm, Österreich 2006
Drehbuch: Thomas Teubner
Regie: Andi Niessner
Länge: 82 Minuten

Wer kennt es nicht, das Rumpelstilzchen, das der schönen Müllerstochter im Schlossturm dreimal hilft, Stroh zu Gold zu spinnen. Und jedes Mal verlangt es ein wertvolles Pfand.

Erst ihren Ring, dann ihre Kette und dann ihr erstes Kind, wenn sie Königin ist. Doch als das Rumpelstilzchen das Kind holen will, verteidigt es die Königin mit ihrer ganzen Liebe. Gemeinsam mit dem König und ihren guten Freunden schlägt sie das Böse in die Flucht.

Darsteller:
Rumpelstilzchen: Katharina Thalbach
Marie: Marie-Christine Friedrich
König Michael: Sebastian Fischer
Heinrich von Schotter: Erich Schleyer
Müller: Fritz Egger
Müllersbursche Peter: Gregory Borlein
Hinz: Andreas Schmidt
Kunz: Sven Pippig
Oswin: Georg Friedrich

Sonntag, 17.03. / 12:50 Uhr / Die sechs Schwäne
Frei nach dem Märchen der Brüder Grimm, Österreich 2012
Drehbuch: Inés Keerl
Regie: Karola Hattop
Länge: 90 Minuten

Die Müllerstochter Constanze scheut kein Opfer, um den schrecklichen Fluch des Vaters von ihren sechs Brüdern zu lösen: Die nämlich fristen als Schwäne ein hoffnungsloses Dasein.

Zu Menschen werden sie nur dann wieder, wenn die Schwester sechs Jahre lang schweigt und ihnen Hemden aus Brennnesseln webt. Constanze zögert keine Sekunde. Als sich allerdings Prinz Markus in sie verliebt, steht das Gelingen ihres Planes auf dem Spiel.

Gerade feiert Constanze ihren 18. Geburtstag, als sie unversehens auf ein streng gehütetes Geheimnis stößt. Ein Leben lang hatte ihr niemand einen Hinweis auf Geschwister gegeben. Nun aber entdeckt sie staunend, dass es sechs Brüder geben muss, die durch ein unbedachtes Wort des Vaters am Tage der Geburt ihrer Schwester in schneeweiße Schwäne verwandelt worden sind. Constanze ist fassungslos.

Sie ist es umso mehr, als plötzlich und wie von Zauberhand geführt, die sechs Schwäne erscheinen. Sie beichten ihrer Schwester, dass nur sie allein den Fluch bezwingen könne: Sechs Jahre lang dürfe Constanze kein einziges Wort sprechen und müsse dabei Hemden aus Brennnesseln nähen. Die Hemden vermögen es endlich, die Schwäne wieder in Brüder zu verwandeln.

Die Schwester überlegt keine Sekunde. Augenblicklich verlässt sie den Hof und den reumütigen Vater, begibt sich mutig in die dunklen Wälder und beginnt, einsam und stumm, ihr schmerzhaftes Tagwerk. Als sie eines Tages auf den Prinzen des Landes trifft, wandelt sich ihr Leben erneut. Der Prinz verliebt sich so unsterblich in die rätselhafte Fremde, dass er trotz aller mütterlichen Widerstände Constanze heiratet.

Während das Mädchen versucht, ihre Liebe zu schützen und doch gleichzeitig ihrem Versprechen nachzukommen, das Garn für die Hemden zu spinnen, wächst sich die Missgunst der alten Königin mehr und mehr aus. Die nämlich legt ein Gespinst aus Intrigen und Verleumdungen um das unschuldige Mädchen und nennt sie, kaum hat Constanze ihr erstes Kind geboren, unverhohlen eine Hexe. Hexen aber müssten auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden.

Vor Kulissen in Thüringen (die Neuenburg an der Unstrut, Burg Querfurt und Kloster Memleben) spielen Sinja Dieks (Constanze), André Kaczmarczyk (Prinz Markus), Julia Jäger (Königin Sieglinde) an der Spitze eines vielköpfigen Ensembles, das diesem Märchen gleichermaßen Charme, Dramatik und Unverwechselbarkeit verleiht.

Darsteller:
Constanze: Sinja Dieks
Königin Sieglinde: Julia Jäger
Prinz Markus: André Kaczmarczyk
Heinrich: Anton Algrang
Otto Henning Peker
Benjamin: Arved Friese
Wilhelm: Bjarne Meisel
Michael: Paul Alhäuser
Tilmann: Jonas Hämmerle
Peter: Timon Straka
Alfons: Timon Wloka

Sonntag, 17.03. / 14:20 Uhr / Jorinde und Joringel
Märchenfilm, Deutschland 2011
Drehbuch: Nicolas Jacob, Olaf Winkler
Regie: Bodo Fürneisen
Länge: 59 Minuten

Jorinde und Joringel träumen von einer gemeinsamen Zukunft. Doch da Joringel nur als Knecht am Hof von Jorindes Vater arbeitet, hält der ihn für einen Taugenichts und Tunichtgut.

Er will etwas Besseres für seine Tochter. Als er ihnen die Hochzeit verbietet, fliehen die Liebenden. Der einzige Weg vor den suchenden Eltern führt durch den Zauberwald. Den allerdings meiden die Menschen, da eine mächtige Zauberin dort ihr Reich hat.

So währt das Glück der Fliehenden nur kurz, denn wie viele Mädchen vor ihr, wird Jorinde von der Zauberin entführt und in eine Nachtigall verwandelt. Joringel ist verzweifelt. Alles scheint verloren, denn noch nie gelang es jemandem, in das Reich der Zauberin einzudringen.

Joringel will es trotzdem versuchen und macht sich auf den Weg zum landauf, landab gefürchteten Raubritter. Der besitzt eine gefährliche Waffe: die Zauberblume. Sie sichert ihm Macht und Reichtum. Joringel aber braucht diese Blume, um seine Geliebte zu befreien. Der Ritter würde dem Jungen alles geben, nur nicht die Blume. So bleibt Joringel nichts anderes übrig, als sie zu stehlen. Doch so leicht gibt sich der Raubritter nicht geschlagen: Mit seinen beiden Halunken nimmt er die Verfolgung des Jungen auf.

Die Zauberin lässt ihrerseits nichts unversucht, um Jorinde endgültig von ihrem Geliebten zu trennen. Sie bringt Joringel in Situationen, in der er vielen Versuchungen widerstehen muss. Außerdem scheinen ihr der Ritter und seine Zauberblume nicht unbekannt zu sein.

Joringel gelingt es durch die Kraft der Blume, in das Reich der Zauberin einzudringen. Er findet unter vielen Nachtigallen seine Jorinde und kann sie befreien. Doch hat die Liebe von Jorinde und Joringel eine Zukunft? Die Zauberblume hat ihnen die Jugend gestohlen.

Darsteller:
Jorinde: Llewellyn Reichman
Joringel: Jonas Nay
Zauberin: Katja Flint
Ritter: Uwe Kokisch
Wirt: Veit Stübner
Wirtin: Naomi Krauss
Lahmer Halunke: Roman Leitner-Shamov
Eifriger Halunke: Volker „Zack“ Michalowski

Sonntag, 17.03. / 15:20 Uhr / Die Galoschen des Glücks
Märchenfilm, Deutschland 2018

Drehbuch: Anja Kömmerling
Regie: Friederike Jehn
Länge: 59 Minuten

Großherzogin Ottilie und ihre Diener stecken mitten in den Vorbereitungen des Geburtstags von Prinzessin Aurora. Das Schloss wird gewienert, die Küche dampft.

Alle Gemächer werden herrschaftlich hergerichtet. Küchenjunge Johann verspürt den Wunsch, zu denen „da oben“ zu gehören. Dabei bemerkt er nicht, dass er geliebt wird, nämlich von Lisbeth, der Kammerzofe von Prinzessin Aurora, einer burschikosen Schönheit.

Die lustigen Köchinnen Frau Sorge und Frau Glück verbringen den ganzen Tag am dampfenden Herd, rupfen Hühner und schälen Kartoffeln. Was niemand weiß: Nebenberuflich sind sie Feen und verfügen über gewisse Zauberkräfte.

In ihrer Obhut befinden sich – unbenutzt und leicht eingestaubt – seit vielen Jahren: die Galoschen des Glücks. Natürlich sind ihnen Johanns Wunsch und die heimliche Liebe Lisbeths nicht entgangen. Und auch nicht, dass die beiden gut zueinander passen würden, wenn nur Johann nicht so blind wäre.

Als Prinzessin Aurora zur Geburtstagsfeier im Schloss erscheint, ist es für Johann Liebe auf den ersten Blick. Aber sie ist für ihn unerreichbar. Durch einen Zufall zieht er sich die Galoschen des Glücks an, und sofort geht sein Wunsch in Erfüllung. Aus dem einfachen Johann wird Prinz Ludwig. Dieser weiß zwar nicht um die Zauberkraft der Galoschen, versucht aber, sich Aurora als Adliger zu nähern. Mit Erfolg. Da aber Ludwig zwar nun das Aussehen eines Prinzen hat, nicht jedoch das Wissen über die Benimmregeln und Rituale des Adels, droht er aufzufliegen. Ausgerechnet Lisbeth versucht, ihn immer wieder davor zu bewahren.

Frau Sorge und Frau Glück bemerken bald, dass etwas schiefgegangen ist. Aber wie erklären sie Lisbeth, die häufig nach Johann fragt, die Situation? Je länger sich Ludwig in der Welt der feinen Leute befindet, umso mehr merkt er, wie wenig er mit ihr gemeinsam hat. Auroras oberflächliches Gerede und ihr arrogantes Verhalten machen sie ihm immer unsympathischer. Seltsamerweise kommt ihm nun häufig Lisbeth in den Sinn. Doch bevor er sich über seine wahren Gefühle klar werden kann, geschieht die Katastrophe.

Prinz Ludwig wird als Hochstapler entlarvt und soll im Kerker enden. Retten können ihn nur die Galoschen des Glücks. Doch die haben inzwischen den Besitzer gewechselt und dem Diener Oskar einen Wunsch erfüllt. Ludwig kann nur hoffen, dass er sie zurückbekommt, damit er als Johann Lisbeth von seiner Liebe überzeugen kann.

Darsteller:
Johann/Ludwig: Jonas Lauenstein
Lisbeth: Luise von Finckh
Frau Glück: Inka Friedrich
Frau Sorge: Annette Frier
Prinzessin Aurora: Josefine Voss
Großherzogin Ottilie: Corinna Kirchhoff

Sonntag, 17.03. / 16:20 Uhr / Prinz Himmelblau und Fee Lupine
Märchenfilm, Deutschland 2016

Drehbuch: Anette Schönberger
Regie: Markus Dietrich
Länge: 60 Minuten

Nach dem Wunsch seiner Mutter soll Prinz Himmelblau eine Prinzessin heiraten. Auf keinen Fall darf diese magische Kräfte besitzen. Doch dann trifft Prinz Himmelblau die Fee Lupine.

Die entzückende Fee lebt mit ihrem Pony Alfonse und ihrer Schwester Elli bei den Feen mitten im Königreich. Als die Königin sie mit ihrem magischen Fernglas entdeckt, ist sie entsetzt und greift ein.

Da die Zeit drängt und sie sich keinen besseren Rat weiß, lässt sie die Hexe Confidante aus dem Turmverlies holen. Confidante sitzt dort seit zwei Jahren, weil sie versucht hatte, die Königin mit Hexenkunst vom Thron zu befördern. Sie soll nun verhindern, dass sich Himmelblau und Lupine verlieben.

Confidante, verkleidet als Krämerin, sucht Himmelblau und Lupine auf – und belegt sie mit einem doppelten Fluch: Ist der eine wunderschön, hat er einen schlechten Charakter. Der andere dagegen ist an dem Tag hässlich, aber von reinem Herzen. Und so soll es wechseln, Tag für Tag. Was niemand weiß: Confidante plant insgeheim, selbst Himmelblaus Frau zu werden und die Macht im Königreich an sich zu reißen.

Zunächst scheint Confidantes finsterer Plan aufzugehen. Himmelblau und Lupine haben mit dem Fluch schwer zu kämpfen. Sie erkennen sich in ihrer jeweils verfluchten Form nicht wieder. Sie können sich nicht leiden, werden besorgt beäugt von Elli und Fred. Doch am Ende kann ihre Liebe den Fluch besiegen – mit ein wenig Hilfe von Pony Alfonse und der geballten guten Macht aller Feen beim nächtlichen Showdown mit der Hexe im Feenwald.

Darsteller:
Fee Lupine: Ruby O. Fee
Prinz Himmelblau: Jonathan Berlin
Confidante: Friederike Kempter
Königin: Mechthild Großmann
Schwester Elli: Sarina Radomski
Knappe Fred: Patrick Güldenberg
Erster Lakai: Enno Hesse

Sonntag, 17.03. / 17:15 Uhr / Prinzessin Maleen
Märchenfilm, Deutschland 2015
Drehbuch: Su Turhan
Regie: Matthias Steurer
Länge: 59 Minuten

Prinzessin Maleen liebt den wenig standesgemäßen Landgrafen Konrad. Ihr Vater aber hat andere Pläne: Fürst Theodor will zunächst einen Feldzug bestehen, zu dem ihn Baron Raimund getrieben hat.

Danach soll Maleen Raimund ehelichen. Maleen jedoch steht zu Konrad. Als sie uneinsichtig bleibt, lässt der Fürst sie in einen Turm sperren. In sieben Jahren bei Wasser und Brot soll sie Konrad vergessen.

Nach sieben Jahren wieder in Freiheit gelangt, findet Maleen ein trauriges Land vor: Fürst Theodor hat Krieg und Leben verloren, sein Schloss liegt in Trümmern. Die heimatlose Maleen macht sich auf die Suche nach dem Geliebten. Auch Graf Konrad hat sieben Jahre auf seine Liebste gewartet. Als er den Gefängnisturm leer und frische Gräber davor findet, muss er annehmen, dass Maleen in den Wirren des Kriegs umgekommen ist.

So entschließt er sich schweren Herzens, die Edle Walpurga von Schwarztal zu freien. Ihr eilt zwar der Ruf voraus, eine schwierige Person zu sein, aber sein Gut ist am Ende, und die Mitgift käme gerade recht.

Auf dem Weg durch das verwüstete Land kommt Maleen auf Konrads Gut. Da die Hochzeit zwischen Konrad und Walpurga vorbereitet werden muss, darf sie als Magd bleiben.

Die Edle ist keine Schönheit, ihr Gesicht entstellt, sodass schon einige Brautwerber Reißaus genommen haben. Das soll diesmal nicht passieren. Die Edle will die Hochzeit auch nur, um ihr Erbe zu retten, das sonst an ihren Bruder fiele. Mit ihrer Zofe heckt sie einen teuflischen Plan aus: Sie zwingt die „Magd“ Maleen, an ihrer statt vor den Altar zu treten. Unter dem Schleier wird der Bräutigam die „falsche“ Braut nicht erkennen. Und nach der Trauung will sie den Nichtsahnenden vergiften.

Maleen ergibt sich in ihr Schicksal und schreitet mit Konrad, der sie nicht erkennt, zum Traualtar. Dabei spricht sie – scheinbar zusammenhanglos – zu einem Brennnesselbusch und der Kirchentreppe.

Als Graf Konrad Walpurga, seine vermeintliche Gemahlin, nach der Trauung danach fragt, kann diese keine Antwort geben – und der ganze Schwindel fliegt auf. Die Edle und ihre Zofe werden vom Hof gejagt. Das echte Brautpaar kann ein zünftiges Hochzeitsfest feiern.

Darsteller:
Prinzessin Maleen: Cleo von Adelsheim
Landgraf Konrad: Peter Foyse
Fürst Theodor: Günther Maria Halmer
Baron Raimund: Götz Otto

Sonntag, 17.03. / 18:15 Uhr / Das singende, klingende Bäumchen
Märchenfilm, Deutschland 2016

Drehbuch: Gabriele Kreis
Regie: Wolfgang Eißler
Länge: 59 Minuten

Um die Liebe der hochmütigen Prinzessin Tausendschön zu erringen, macht sich ein Prinz auf die Suche nach dem singenden, klingenden Bäumchen und findet es bei einem bösen Zwerg.

Dieser hat eine Bedingung: Bis zum Abend muss das Bäumchen singen, was nur glückt, wenn die Königstochter ihn wirklich liebt. Da sie aber hartherzig ist, wird der Prinz in einen Bären verwandelt.

Er entführt die gefühllose Schöne in den Zaubergarten, wo sie zur Strafe für ihre stets unsinnigen und boshaften Befehle ihrer Schönheit beraubt wird. Nun endlich kann sie ihr Herz öffnen und verliebt sich sogar in den Bären. Der Zwerg allerdings sieht seine Pläne durchkreuzt und lockt die Prinzessin aus dem Zauberwald. Bald durchschaut sie das böse Spiel und scheut keine Gefahr, um zu dem Bären zurückzukehren. Dabei kann sie auf die Hilfe ihrer neuen Freunde, der Tiere, vertrauen.

Darsteller:
Prinzessin: Jytte-Merle Böhrnsen
Prinz: Lucas Prisor
Waldgeist: Oli Bigalke
König: Heinz Hoenig
Knecht: Denis Schmidt
Zofe: Gro Swyntje Kohlhof
Amme: Steffi Kühnert
Kräuterfrau: Christel Bodenstein

Sonntag, 17.03. / 19:15 Uhr / Der Froschkönig
Märchenfilm, Deutschland 2008

Drehbuch: Uschi Reich, Friederike Köpf
Regie: Franziska Buch
Länge: 59 Minuten

Zu ihrem 18. Geburtstag soll Prinzessin Sophie den reichen Prinzen Friedrich heiraten, um das marode Königreich ihres Vaters zu retten. Doch Sophie widersetzt sich.

Mit Friedrich von Thun als König, Sidonie von Krosigk („Bibi Blocksberg“) als Prinzessin und Richy Müller als Eisernen Heinrich schuf Franziska Buch einen opulenten Märchenfilm, der dank moderner Computeranimationen auch den Froschkönig realistisch abbildet.

Ausgerechnet das Vermächtnis ihrer geheimnisumwitterten verstorbenen Mutter – eine goldene Kugel – bringt Bewegung in die Lebenspläne, die der gestrenge König für seine jüngste Tochter Sophie gemacht hat. Das Geschenk soll Sophie helfen, der Stimme ihres Herzen zu folgen. Und das tut sie auch: Als die Kugel ins Wasser fällt, rettet sie der Froschkönig und verschafft sich zum Lohn frech Zugang zu Tisch und Zimmer der schönen Prinzessin. Als der Frosch in ihr Himmelbett springt, entfaltet die Kugel ihre ganze Wirkung: Sophie erlöst den Froschkönig und tritt ihrem Vater entschlossen entgegen.

Darsteller:
Prinzessin Sopie: Sidonie von Krosigk
König Carasto: Friedrich von Thun
Heinrich: Ricky Müller
Prinz Floris (Froschkönig): Alexander Merbeth
Prinz Friedrich: Moritz Schulze
Anna: Marie-Luise Stahl
Helene: Susanne Wekerle

Sonntag, 17.03. / 20:15 Uhr / Dornröschen
Märchenfilm, Deutschland 2009
Film von Robin Getrost und Uschi Reich

Drehbuch: Robin Getrost, Uschi Reich
Regie: Oliver Dieckmann
Länge: 59 Minuten

Der junge Fynn kommt als Stallbursche an den Hof des Königs. Doch um seine Herkunft liegt ein Geheimnis. Und vom ersten Tag an erfüllt ihn eine Bestimmung: die Befreiung Dornröschens.

Gedreht wurde dieses Märchen in märchenhaften Kulissen: Schloss Lichtenstein im Landkreis Reutlingen gilt als „Märchenschloss Württembergs“, und die Burg Hohenzollern im Zollernalbkreis ist der Inbegriff einer mittelalterlichen Ritterburg.

Fynns Onkel erzählt ihm die Geschichte der Prinzessin: Wie sie als Baby von der Schicksalsfee Maruna verflucht wurde und sich an ihrem 15. Geburtstag an einer Spindel stach. Aus dem 100-jährigen Schlaf, in den sie mit ihren Eltern und dem Hofstaat fiel, will Fynn die verwunschene Königstochter erlösen. Auch wenn noch so viele Prinzen vor ihm bereits an dieser Aufgabe gescheitert sind – Fynn ist so bezaubert von dem Bildnis des schönen Dornröschens, dass er heimlich den Schwertkampf lernt und sich von seinem Onkel, dem Stallmeister, zum Ritter ausbilden lässt. Der lehrt ihn, dass ein Ritter seinen Feind erst erkennen muss, bevor er ihn angreift. So schafft es Fynn, mit Geduld und List die tödliche Dornenhecke des Schlosses zu überwinden.

Darsteller:

Dornröschen: Lotte Flack
Stallbursche Fynn: François Goeske
Böse Fee Maruna: Hannelore Elsner
König: Martin Feifel
Königin: Anna Loos
Fynns Onkel: Michael Hanemann

Sonntag, 17.03. / 21:15 Uhr / Die drei Königskinder
Märchenfilm, Deutschland 2019
Drehbuch: Barbara Mierach, Silja Clemens
Regie: Frank Stoye
Länge: 59 Minuten

Lotte, Fritz und Theo sind Königskinder, doch sie wissen es nicht. Sie wurden einst – im regelmäßigen Abstand von zwei Jahren – von ihren liebevollen Pflegeeltern aus einem Fluss gerettet.

Die Kinder verleben eine glückliche Kindheit in der bodenständigen Gärtnersfamilie. Doch Lotte, die Jüngste, lässt eine Frage keine Ruhe: Weshalb haben ihre Eltern sie wohl ausgesetzt? Aus Not – oder weil sie unerwünscht waren?

Dass ihre eigene Großmutter dahintersteckt und die beiden Jungs ihre leiblichen Brüder sind, ahnt sie nicht. Ein Kräuterweib erzählt Lotte, dass nur der Vogel der Wahrheit ihre Frage beantworten könne. Dafür müsse sie es allerdings mit dem Zauberberg aufnehmen. Die beiden großen Brüder versuchen, für Lotte den Zauberberg zu bezwingen, doch sie werden versteinert.

Wird es Lotte gelingen, ihre Brüder zu erlösen und der Wahrheit auf die Spur zu kommen?

Darsteller:
Lotte: Hedda Erlebach
Theo: Maximilian Ehrenreich
Fritz: Caspar Krzysch
Eliza: Adele Neuhauser
Corbinian: Rüdiger Vogler
Emmi: Sonsee Neu
Hans: Adam Bousdoukos

Sonntag, 17.03. / 22:15 Uhr / Die weiße Schlange
Frei nach dem Märchen der Brüder Grimm,
Deutschland/Österreich 2015

Regie: Stefan Bühling
Länge: 91 Minuten

Der junge Bauernsohn Endres führt durch die Grimm’sche Geschichte um Aufstieg und Fall, um Macht und Liebe, in deren Mittelpunkt eine geheimnisvolle weiße Schlange steht.

Es ist ein dunkles Geheimnis, das der ebenso weise wie gefürchtete König verbirgt. Ist er tatsächlich in der Lage, die Sprache der Tiere zu verstehen? Endres, sein neuer Diener, kommt ihm mithilfe der Prinzessin Schritt für Schritt auf die Spur.

Bauernjunge Endres möchte vom Leben mehr haben als trockenes Brot und immerwährende Armut. Die Umstände sind glücklich, und so findet er bei Hof eine Anstellung als Leibdiener des Königs Konrad. Schnell jedoch merkt Endres, dass sein Herr vor aller Welt ein Geheimnis verbirgt. Die goldene Schüssel, die er ihm täglich serviert, enthält eine weiße Schlange, deren Verzehr befähigt, die Tiere zu verstehen. Skrupellos nutzt Konrad zum eigenen Vorteil aus, was Maus, Hund oder Adler ihm arglos zutragen.

Wissen ist Macht, und so vermag es Konrad beispielsweise, das Wetter zu prophezeien und sich damit von seinen Untertanen eitel als weiser König feiern zu lassen. Erfährt er dagegen von einer unentdeckten Silberader, so zögert er keinen Augenblick, den rechtmäßigen Eigentümer des Landes in den Kerker zu werfen.

Schritt für Schritt erschließt sich Endres das streng gehütete Geheimnis, und mehr und mehr wächst ihm in der Prinzessin Leonora eine geliebte Vertraute und Mitwisserin zu. Als Endres fälschlich beschuldigt wird, den Ring der Königin gestohlen zu haben, und mit dem Tode bedroht wird, setzt er alles auf eine Karte. Er isst den Rest der weißen Schlange, versteht so seinerseits die Tiersprache und findet auf diese Weise den Ring: Eine Ente hatte ihn verschluckt. Am Königshof bleiben kann er nunmehr aber nicht.

Auf der Flucht vor dem König, dessen Macht ohne Schlangenmahlzeit äußerst gefährdet ist, entdeckt Endres das Geheimnis einer zweiten weißen Schlange und gewinnt, in Gemeinschaft mit der von ihrem Vater und dessen Schergen Arnold längst restlos enttäuschten Königstochter, Kraft und Größe, Konrad endgültig von dessen Thron zu stoßen.

Das Drehbuch von Max Honert und die Regie von Stefan Bühling erzählen eine Reise des Helden zu sich selbst sowie die Reise zweier Liebender zueinander. Liebende, die ursprünglich alles andere als füreinander geschaffen scheinen.

„Die weiße Schlange“ wurde für die International Emmy Kids Awards 2016 nominiert in der Kategorie TV Movie.

Der Regisseur Stefan Bühling wurde für den Metropolis Regiepreis 2016 in der Kategorie Beste Regie Kinder-/Jugendfilm nominiert.

Darsteller:
Endres: Tim Oliver Schultz
König Konrad: Reiner Schöne
Königin Beatrix: Jutta Fastian
Prinzessin Leonora: Frida-Lovisa Hamann
Arnold: Dominik Raneburger

Sonntag, 17.03. / 23:45 Uhr / Die Teufelsfeder
Märchenfilm, Tschechien 2018
Drehbuch: Robert Geisler, Tomás Hodan
Regie: Marek Najbrt
Länge: 92 Minuten

Die Schreibfeder, die in der Hölle die Sünden notiert, muss ersetzt werden. Der Teufel beauftragt damit seinen Sohn. Doch das rächt sich. Denn Bonifatius ist ebenso naiv wie gutmütig.

Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die neue Feder schnell einem Betrüger in die Hände fällt, der sich mit ihr zum Herrn aufschwingt und der schönen Wirtshaus-Tochter nachstellt. Das möchte Bonifatius aber auf keinen Fall zulassen.

In der Hölle stellt die Teufelsfeder unerwartet ihren Dienst ein. Deswegen soll Bonifatius, der völlig aus der Art geschlagene Sohn des Höllenfürsten, dafür sorgen, dass das Schreibgerät durch die schwarze Feder eines Hahnes ersetzt wird – eine gute Gelegenheit, dabei die Menschen kennenzulernen. Doch Bonifatius bleibt auch auf Erden seinem arglosen, schüchternen und hilfsbereiten Charakter treu.

Schnell fällt er deshalb auf den Schneider herein, der ihm die Feder raubt, um mit dem Wissen über die Sünden der Mitmenschen zum erpresserischen Vertreter des Königs aufzusteigen. Vor allem den äußerst windigen und auf seinen eigenen Vorteil bedachten Bürgermeister führt der gerissene und faule, aber umso gierigere Schneider an der Nase herum.

Während der Schneider seine Macht auch noch über die Stadt und deren Bewohner auszuweiten versucht, entwickelt Bonifatius Gefühle, die er aus der Hölle nicht kennt: Er hat sich in die ebenso schöne wie resolute Tochter des Wirtes, Margarete, verliebt. Darüber hinaus ist sie auch noch die Einzige, die von jeder Verfehlung frei geblieben ist und ebenso Gefallen an diesem fremden jungen Mann findet, der so ganz anders zu sein scheint als alle anderen.

Darsteller:
Bonifatius: Jan Cina
Margarete: Judit Bárdos
Schneider: Jan Budař
Luzifer: Ondřej Vetchý
Bürgermeister: Tomáš Jeřábek

Sonntag, 17.03. / 05:35 Uhr / Magisches Deutschland
Film von Gisela Graichen und Peter Prestel
(aus der ZDF-Reihe „Terra X“)
(Erstsendung: 26.04.2015)

Die Natur war unseren Ahnen heilig. Ihre Kulte vollzogen sie an besonderen Orten unter freiem Himmel. Spuren dieser vor- und frühgeschichtlichen Kulte sind in ganz Deutschland zu finden.

Die heiligen Haine der Kelten und Germanen liegen inmitten dichter Wälder, auf hohen Felsen oder am Rand von Flüssen und Mooren. Oft wurden sie mit christlichen Gebäuden überbaut. Wissenschaftler sind diesen heiligen Plätzen mit modernster Technik auf der Spur.

Zu allen Zeiten haben die Menschen höheren Wesen Opfer dargebracht, als Dank oder als Bitte. Man gab Geschenke und erwartete eine Gegenleistung. Je größer die Bitte oder der Dank, desto größer auch das Opfer.

Bei seiner Reise durch Deutschland findet der Schleswiger Archäologe Dr. Timo Ibsen selbst Spuren von Menschenopfern und Kannibalismus. Viele der uralten, heiligen Stätten werden auch heute wieder als „Kraftorte“ aufgesucht: von den Opfermooren Norddeutschlands zu den Felsturm-Heiligtümern des Altmühltals, von den Kannibalenhöhlen des Kyffhäusergebirges bis zu den heiligen Quellen der Kelten und Römer in der Pfalz und den Vogesen.

Es ist eine Reise durch die Jahrtausende, von der Steinzeit bis zum Beginn der Christianisierung. Eine Reise zu unseren Ursprüngen, mit denen sich heute immer mehr Menschen beschäftigen.

Montag, 18.03. / 02:10 Uhr / PULS Open Air 2023:
Best of 1 mit Edwin Rosen, PANTHA, Dilla und Ennio
(Erstsendung: 11.08.2023)

Beim „PULS Open Air 2023“ lag der musikalische Fokus auf Neuentdeckungen und den spannendsten Acts aus Bayern, Deutschland und der ganzen Welt.

Im „Best of 1“ gibt es Highlights von Edwin Rosen, PANTHA, Dilla und ENNIO.

Edwin Rosen ist Begründer eines Genres, er hat viele andere Künstlerinnen und Künstler mit seinem Stil geprägt, spielt ausverkaufte Shows, bei denen jeder bis in die letzte Reihe die Texte mitsingen kann. Der Hype um den Stuttgarter ist real, und der 24-Jährige hat mit seiner „neuenneuendeutschenwelle“ eine kleine Revolution losgetreten. Sphärische Beats und smarte Bassläufe treffen auf seinen emotionalen Gesang. Das hat Unmengen an 1980er-Vibes – und ist so gekonnt gemacht, dass seine Songs Gänsehaut verursachen und man sich easy in seiner musikalischen Welt verliert.

Blumige Andeutungen, sanftherzige Texte, ein Meer an Metaphern – all das sucht man bei PANTHA vergeblich: Hier sind die Lyrics auf die Fresse, brachial und direkt, ohne Schnörkel – und damit tritt die 23-Jährige den Beweis an, dass deutscher Pop edgy und verdammt eingängig zugleich sein kann. Damit wirbelt PANTHA die deutsche Musiklandschaft gerade ordentlich durcheinander. Ihr Sound: „Dark Pop“, Beat-lastig, Hip-Hop-Elemente, aber auch gern mal eine von Johann Sebastian Bach inspirierte Klassikmelodie.

Mit ihrem Pop-Techno-Gemisch transportiert Dilla eine Leichtigkeit, die ihresgleichen sucht. Aus den Anfängen als Spaßprojekt ist schnell etwas Relevantes entstanden: ein Soundtrack zum Sorgen abstellen, zum Feiern, zum einfach mal den ganzen Mist vergessen, der einen täglich belastet. Das ist tanzbar ohne Ende und zaubert zwangsläufig ein Lächeln ins Gesicht.

Noch ziemlich am Anfang seiner Karriere, aber ausgestattet mit Unmengen Potenzial: Ennio Frankl war schon unter dem Namen „Emotional Club“ unterwegs, da allerdings eher elektronisch und auf Englisch singend. Zahlreiche Shows und Festivals hat der Münchner damit gespielt. Nun startet er mit seinem Vornamen als Künstlernamen neu – falls man bei einem 19-Jährigen überhaupt von einem Neustart sprechen kann. Der Stilwechsel steht ihm in jedem Fall sehr gut: Mit „Blaulicht“ hat ENNIO einen Indie-Hit für Tanzfläche und Herz rausgehauen. Ein treibender Beat, eine grandiose Bassline – und darüber seine charismatische Stimme, die an Henning May erinnert.

Montag, 18.03. / 03:10 Uhr / PULS Open Air 2023:
Best of 2 mit Alli Neumann, Lie Ning und 01099
(Erstsendung: 18.08.2023)

Beim „PULS Open Air 2023“ lag der musikalische Fokus auf Neuentdeckungen und den spannendsten Acts aus Bayern, Deutschland und der ganzen Welt.

Der zweite Teil zeigt die Highlights von Alli Neumann, Lie Ning und 01099.

Ihren Sound nennt Neumann „Alternativen Pop“ – und das trifft es gut. Ihre Songs sind unangepasst, man hört Blues– und Jazz-Einflüsse, und über allem thront ihre einnehmende und dominante Stimme. Sie wird mit Nena und Nina Hagen verglichen, auch wenn sie das selbst gar nicht so gern hört. Ihre erste EP „Hohes Fieber“ hatte ganz schön vorgelegt – nach einer weiteren EP folgte mit „Madonna-Whore-Komplex“ 2021 ihr Debütalbum, das bei Four Music erschien. Mit „Zeit“, einem Song, den sie mit Trettmann aufgenommen hat, erreichte sie die Charts.

Der Begriff „Multitalent“ wird oft bemüht, aber wahrscheinlich traf er nie besser zu als bei Lie Ning: Er ist Tänzer, Model, Fotograf, Schauspieler, Regisseur – aber vor allem auch einer der beeindruckendsten Sänger hierzulande. Der Berliner macht Synthiepop, der nach Vertrautheit und großer Welt zugleich klingt und der von seiner einnehmend samtigen Stimme lebt. Die entschleunigten Hip-Hop-Beats könnten besser nicht zu seinem Gesang passen, in der Gesamtschau entsteht ein fast hypnotisch wirkendes Gesamtkunstwerk.

Während schon Hip-Hop-Formationen der 1980er-Jahre wie N.W.A. und Compton’s Most Wanted bis hin zu den Berliner Rappern der Neuzeit klargemacht haben, wie wichtig die Verbundenheit zur eigenen Hood ist, gingen die vier sächsischen Musiker sogar noch einen Step weiter und gaben sich kurzerhand den Namen der Postleitzahl ihrer Gegend: 01099. Doch jetzt einfach nur oldschool den Weg des Gangster-Rappers zu gehen, wäre wohl zu langweilig. Ihre Alben „Morgensonne“ und „Altbau“ zeigen ihre Vielschichtigkeit und haben ordentlich Dynamik in die deutsche Hip-Hop-Welt gebracht.

Montag, 18.03. / 04:10 Uhr / Startrampe COVERED: Diana Goldberg und Damona
(Erstsendung: 17.08.2023)

„Startrampe COVERED“ zeigt einzigartige Coverversionen – gespielt von den besten neuen Acts. Dazu ihre Geschichten: Warum hat der Song das Leben der Künstler verändert?

Wie steht er im Verhältnis zur eigenen Musik? In dieser Folge mit Diana Goldberg, die es mit The Weeknd raus aus dem Klassikkorsett geschafft hat, und Damona, die zu den aufregendsten Durchstarterinnen im modernen Gitarrenpop gehört.

Mit ihren Songs sammelt Diana Goldberg Millionen von Streams und ist auch live auf der Bühne in ganz Deutschland unterwegs. Doch ihr musikalischer Werdegang hätte auch anders verlaufen können. Mit fünf Jahren begann sie mit dem Klavierunterricht und gewann den zweiten Platz des renommierten „Jugend musiziert“-Wettbewerbs.

Durch eine Coverband und ihre Interpretationen von Songs wie „I Feel It Coming“ von The Weeknd und „Where is The Love“ von The Black Eyed Peas entdeckte sie ihre Liebe zur Popmusik. Daraufhin entschied sie sich, eigene Songs zu schreiben und ihre Gedanken sowie Gefühle auszudrücken. In ihrer „Startrampe COVERED“-Session bringt Diana Goldberg beide musikalischen Welten zusammen, indem sie „I Feel It Coming“ mit klassischen Piano-Elementen verbindet.

Die erst 17-jährige Damona heißt eigentlich Anja Seelos und ist in einer bayerischen Provinz aufgewachsen. Ihre musikalische Reise begann bei „The Voice Kids“, wo sie 2020 mit ihrem Cover von „The Hanging Tree“ die Juroren Max Giesinger und Deine Freunde begeisterte. Ihr aktuelles Management wurde auf Anja aufmerksam, als sie ein Cover von den Ärzten auf TikTok hochlud. Mit Videos zu ihrer Musik, aber auch zu Themen wie Diversität, Gleichberechtigung und Pride-Rechten hat sie inzwischen knapp zwei Millionen Follower auf TikTok generiert.

Ihr musikalischer Stil ist so klar wie die Aussagen ihrer Songs: modern. Unverbraucht. Weiblich. Stark. In ihrer „Startrampe COVERED“-Session hat Damona „Teenagers“ von My Chemical Romance ausgewählt, denn dieser Song kritisiert Stereotypen und Vorurteile gegenüber Jugendlichen, während er gleichzeitig Gewalt und Mobbing thematisiert. Da auch sie in ihrer bayerischen Provinz mit ihrem äußeren Erscheinungsbild mit Ablehnung zu kämpfen hatte, identifiziert sie sich mit dem Song stark.

Montag, 18.03. / 04:35 Uhr / Startrampe COVERED: Kasi und Zimmer90
(Erstsendung: 24.08.2023)

„Startrampe COVERED“ zeigt einzigartige Coverversionen – gespielt von den besten neuen Acts. Dazu ihre Geschichten: Warum hat der Song das Leben der Künstler verändert?

Wie steht er im Verhältnis zur eigenen Musik? Dieses Mal dabei sind Kasi mit beschwingt-melancholischen Indiepop-Elementen und legerem Rap und Zimmer90 mit weichem Disco-Sound.

Indiemusiker Kasi performt seine eigene Interpretation von „Die Sonne in deinem Zimmer“ von Edwin Rosen als „Startrampe COVERED“-Session. Intensiv, ehrlich und mitreißend – Kasis Musik vereint beschwingt-melancholische Indiepop-Elemente mit legerem Rap und formlosen Gesangsmelodien.

Kasi heißt eigentlich Jacob-Kasimir Herbst und ist in Frankfurt geboren. Seine musikalische Sozialisation begann früh durch seinen Vater mit Bands wie Die Ärzte und Blink-182. 2008 hat die Musik von Peter Foxs Album „Stadtaffe“ Kasi einen Einblick in ein ganz neues Genre gewährt. Das war Kasis erster Kontakt zur neuen deutschen Musik und zum Deutschrap.

Seit 2022 in Freiburg ansässig, hat er sowohl für die Liebe als auch für sein Studium den Umzug gewagt. Dort hat er im Frühjahr 2022 seinen Freund Antonius kennengelernt, der seitdem als Producer fester Bestandteil der Band ist. Zusammen haben sie im Juli 2022 ihre erste Single „Boys Don’t Cry“ veröffentlicht und direkt ein Signing erhalten. Insgesamt hat Kasi schon fünf Songs veröffentlicht.

Kasi ist jemand, der Authentizität sucht. Seine Musik vereint Rap, Gitarrensounds und Gesang, und er lässt bewusst Widersprüche zu. Seine Identitätssuche zwischen Weltschmerz und Leichtigkeit macht ihn zu einer der spannendsten Neuentdeckungen der deutschen Musikszene. Seine Kunst ist geprägt von der Konfrontation mit Kontrasten und dem Streben nach Echtheit.

Zimmer90 aus Stuttgart erobern mit ihrem weichen Disco-Sound die Herzen ihrer Fans. Der Kern der Band besteht aus Finn und Joscha, die zusammen mit ihrem Drummer Michi Zimmer90 ins Leben gerufen haben. Der Bandname symbolisiert den fiktiven Raum, der entsteht, wenn sie zusammen Musik machen – ein Ort, an dem alle willkommen sind. Mit ihren Songs liefern sie den perfekten Soundtrack für romantische Indiefilme, inspiriert von Disco, Alternative, Indie und Pop. Die musikalischen Einflüsse fließen in eine verträumte, frische und leichte Klangwelt, die Fans von Jeremias, Parcels und Jungle begeistern dürfte.

Ihre erste Single „Movin'“ sammelte bereits über vier Millionen Streams auf Spotify ein. Zudem wurde die Single „Fall Back“ beim Pariser Label Kitsuné veröffentlicht. Dieses Label ist bekannt für sein gutes Musikgespür und nahm beispielsweise bekannte Acts wie Phoenix und Parcels unter Vertrag.

Montag, 18.03. / 05:00 Uhr / Startrampe ~ Unterwegs mit Ennio und Paula Hartmann
Film von Katrin Focke
(Erstsendung: 25.05.2023)

„Startrampe“ stellt in dieser Sendung zwei Artists vor, die gerade richtig mitmischen in der deutschen Popmusik: Ennio und Paula Hartmann.

Ausverkaufte Touren, Streams in Millionenhöhe und Features mit den Größten im Musikgame. In dieser Sendung gibt es Musik vom selbsternannten „König der Nachbarschaft“ aus München: Ennio. Und von der vielleicht gefragtesten Stimme Deutschlands: Paula Hartmann.

Die beiden kennen und mögen sich, standen schon mehrmals gemeinsam auf der Bühne. Und sie waren beide beim „PULS Open Air 2023“ dabei.

Die Texte von Paula Hartmann wirken wie überbelichtete Schwarz-Weiß-Fotografien von durchzechten, nie enden wollenden Nächten. Ihr Debütalbum „Nie Verliebt“ wird nicht nur von Kritikern und Musikfans gefeiert, mit Casper hat die Berlinerin beim Song „Kein Happy End“ auch einen berühmten Feature-Gast an Bord.

Auch bei Ennio geht es ums Ausbrechen, um lange Nächte, Eskapismus und eine gewisse Tristesse. Ums Erwachsenwerden. Während Ennio aber immer wieder aus diesem Loch auszubrechen scheint, gräbt sich Paula Hartmann noch tiefer rein. Man merkt live, wie sehr die beiden den Nerv der Zeit, aber auch ihrer Generation treffen.

Montag, 18.03. / 05:30 Uhr / Startrampe ~ Unterwegs mit Lie Ning und Ätna
Film von Katrin Focke
(Erstsendung: 01.06.2023)

Popmusik aus Deutschland ist so spannend wie vielleicht noch nie. Diese „Startrampe“-Folge präsentiert Ätna aus Dresden und Lie Ning aus Berlin.

Zwei Elektropop-Acts, die sich auf umfassende Weise künstlerisch ausleben – in ihrer Musik, den Videos und den Outfits.

Ätnas Liveshows sind ein wilder Ritt: fette Musik, schrille Outfits, strange Gimmicks, bunte Farben. Nichts steht lange auf einem Platz, Demian Kappenstein und Inéz Schaefer sind ständig in Bewegung und stimmen auch mal einen Gymnastikball-Workout an. Die Liste der Artists, mit denen die studierten Jazzmusiker bereits Features gemacht haben, ist lang und prominent – darunter Solomun, Marteria und Peter Fox.

Ähnlich stilsicher und auf einer anderen Ebene energetisch gibt sich in dieser „Startrampe“-Folge der Berliner Künstler Lie Ning: Er schafft es, seine deepe, aber tanzbare Musik mit einer avantgardistischen Bildebene zu paaren – ohne dabei artsy oder verkopft zu wirken. Der prachtvolle Königssaal der Bayerischen Staatsoper ist das perfekte Ambiente für seinen intensiven und souligen Elektropop.

Freitag, 22.03. / 20:15 Uhr / Kästner und der kleine Dienstag
Fernsehfilm, Deutschland/Österreich 2017
Drehbuch: Dorothee Schön
Regie: Wolfgang Murnberger
Länge: 99 Minuten

Eine wahre Geschichte über die Freundschaft von Erich Kästner zu einem Jungen, der in der berühmten UFA-Verfilmung von „Emil und die Detektive“ von 1931 als Kinderdarsteller mitwirkte.

Berlin 1929: Der Schriftsteller Erich Kästner genießt den Erfolg seines ersten Kinderbuches. Eines Tages steht ein siebenjähriger Fanpost-Schreiber vor seiner Tür. Mit Hans‘ Verehrung kann der kinderlose Lebemann Kästner zunächst wenig anfangen.

Schon bald erkennt er jedoch, dass ihm die blühende Fantasie des klugen Jungen bei neuen Geschichten nützlich sein könnte. Seinem berühmten Autor auf diesen Wegen nahe zu sein, wird zum größten Glück von Hans, der ohne Vater aufwächst. Als „Emil und die Detektive“ von der UFA verfilmt wird, geht für ihn ein Traum in Erfüllung: Er darf den „kleinen Dienstag“ spielen – und hat fortan seinen Spitznamen weg.

Die ungewöhnliche Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt, als der Pazifist Kästner von den Nazis geächtet und aus dem Jungen ein „Primaner in Uniform“ wird. Dennoch nimmt ausgerechnet der „kleine Dienstag“ sein Idol beim Wort, sich trotz des Terrors treu zu bleiben.

Darsteller:
Kästner: Florian David Fitz
Hans jung: Nico Ramon Kleemann
Hans alt: Jascha Baum
Wolfi Stern (jung): Juls Serger
Wolfi Stern (alt): Oskar Bökelmann
Lotte Löhr: Katharina Lorenz
Trude Löhr (jung): Charlotte Lorenzen


Kalenderwoche 13:

Samstag, 23.03. / 20:15 Uhr / Lucerne Festival 2023
KKl Luzern, August 2023
Mit Wiebke Lehmkuhl (Gesang)
Programm:
– Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll
Chor: Damen des Chores des, Bayerischen Rundfunks, Luzerner Kantorei
Musikalische Leitung: Paavo Järvi
Erstausstrahlung

Seit 2003 begeistert das Lucerne Festival Orchestra die Musikwelt. Vor allem mit seinen grandiosen Mahler-Interpretationen sorgte es von Anbeginn für Aufsehen.

Die Dritte Sinfonie spielte dabei eine besondere Rolle: Mahlers Dritte ist die ideale Sinfonie, um das 20-jährige Jubiläum des Orchesters einzuläuten — und um den paradiesischen Sommer 2023 zu eröffnen.

2007 gestaltete das Orchester unter der Leitung seines Gründers Claudio Abbado zwei legendäre Aufführungen des gewaltigen Werks; 2014 erklang das ergreifende Finale dann im Gedenkkonzert für den verstorbenen Maestro und trieb vielen, die dabei waren, die Tränen in die Augen.

Denn Mahler präsentiert hier eine Schöpfungsgeschichte und schildert das Werden der Welt: Am Anfang stehen die anorganische Natur, Gestein und Gebirge. Dann gesellen sich Pflanzen, Tiere und schließlich auch der Mensch hinzu, dem jedoch nicht die Krone gebührt. Die höchste Daseinsform ist für Mahler nämlich die Liebe, die er am Ende mit einem berührenden, hymnischen Thema in Klänge setzt. „Was mir Gott erzählt“, wollte Mahler den Schlusssatz ursprünglich nennen: Musik als Verheißung.

Samstag, 23.03. / 22:00 Uhr / Paganinis sagenhafte Saiten
Film von Herbert Eisenschenk
(Erstsendung: 20.11.2022)

Die Auftritte des Komponisten und Geigenstars Niccolò Paganini in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts müssen tief beeindruckt haben.

Mit seiner dämonischen Egozentrik wurde Paganini berühmt und sehr reich. Noch reicher machte ihn der geheime Inhalt einer Holzkiste, die ihn, gut verborgen, im Inneren seiner privaten Kutsche auf seinen Reisen durch Europa begleitete. Darin waren italienische Saiten.

Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts galten italienischen Saiten bezüglich ihrer Schwingungs- und Klangeigenschaften als einzigartig. Sie ließen, aufgezogen auf Streichinstrumenten, eine unvergleichliche Klangmagie entstehen, die noch nicht imitiert werden konnte. Diese Saiten, unter größter Geheimhaltung und unter Kontrolle des Vatikans in abgelegenen Bergdörfern der Abruzzen erzeugt, waren schwierig zu bekommen.

Der Vatikan bestimmte über nahezu drei Jahrhunderte, welches Land und welche Musiker „saitenwürdig“ erschienen. Künstler aus protestantischen Ländern standen auf der schwarzen Liste und waren deshalb auf Paganinis Schmuggelware angewiesen.

Die Dokumentation erzählt die aus bestem Kriminalstoff gewobene Geschichte dieser „göttlichen Saiten“, die sich bis in heutige Tage fortsetzt. Besonders zwei Männer aus Italien stehen dabei im Fokus: Mimmo Peruffo, ein Laute spielender Chemiker aus Vicenza, der dort auch eine Saitenmanufaktur betreibt. Und Claudio Ronco, ein venezianischer Cellist und Spezialist für Alte Musik.

Den beiden Musikern ist es zu verdanken, dass die berühmten, aus Lammdärmen gefertigten Saiten heute annähernd so hergestellt werden können, wie sie ursprünglich in den Bergdörfern der Abruzzen vor 500 Jahren entstanden. Trotzdem bleibt immer noch ein Rest von Geheimnis bestehen, wie zu Zeiten des „Teufelsgeigers“ Niccolò Paganini.

Samstag, 23.03. / 01:20 Uhr / Sarah Connor: Herz Kraft Werke – Live
Barclaycard Arena, Hamburg, Deutschland, 2019
Regie: Sven Haeusler

Im Herbst 2019 startet Sarah Connors „Herz Kraft Werke“-Tour, die am 29. Oktober 2019 in Hamburg Station macht und dort vor 11.000 Fans für eine DVD-Produktion in Szene gesetzt wird.

„Öffnet Eure Herzen“, ruft die Sängerin und präsentiert mit ihrer Band, einem Gospelchor und einem Streicherensemble, eine Gänsehaut-Show mit großen deutschen und englischen Hits. 2022 geht die Tour weiter, um die pandemiebedingten aufgefallenen Konzerte nachzuholen.

„Charme und große Gefühle“ attestiert das „Hamburger Abendblatt“ Deutschlands erfolgreichster Sängerin, die nach ihrem Album „Muttersprache“ (2015) auch mit „Herz Kraft Werke“ (2019) auf Platz 1 der Charts steht. „laut.de“ schreibt: „Stimmlich in bester Verfassung, beweist Sarah Connor allen Zweiflern, dass sie es auch knapp 20 Jahre nach der Veröffentlichung ihrer Durchbruch-Single ‚Let’s Go Back to Bed – Boy!‘ immer noch draufhat. Dabei unterstützt sie eine Liveband, die in puncto Know-how ebenfalls aus dem Vollen schöpft und der Sängerin wahlweise poppige, soulige oder jazzige Hochglanzklänge zur Seite stellt.“

Und Blogger Timo Wolters stellt fest: „Spätestens mit dem Wechsel vom englischsprachigen Pop und Schmalz hin zur deutschsprachigen Liedermacherin läutet Sarah Connor einen zweiten Frühling ihrer Karriere ein, nachdem sie sich lange vor allem um die Familie gekümmert hat. Die Sängerin hat in Hamburg ihr Publikum fest im Griff und führt ihr Profimusikerteam souverän durch die Songs. Man nimmt ihr ab, dass sie selbst überwältigt ist. Eine durchweg überzeugende Performance, eine klare und deutliche Attitüde sowie eine visuell und akustisch gelungene Konzertaufzeichnung.“

Dass Sarah Connor auch ernste Themen anpackt, beweist sie mit dem Song „Vincent“, der am 5. April 2019 als Single veröffentlicht wird und die Themen Liebe, Pubertät und Homosexualität behandelt. Der Tageszeitung „taz“ erklärt Connor, „dass Vincent der wichtigste Song sei, den sie bisher gemacht habe“. Das Albumcover ist passend zum Song mit Regenbogenfarben umrandet, das weltweit anerkannte Symbol der „LGBTQI+“-Community. Und wenn Sarah Connor in ihrem Song „Ruiniert“ davon singt, dass „Panzer und Despoten“ und „AfD-Idioten“ ihr Herz nicht zu erobern vermögen, zeigt sie keine Scheu auch vor brisanten politischen Themen.

Samstag, 23.03. / 02:20 Uhr / Birdy: Live at Wiltons Music Hall
London, Großbritannien, 2021
Regie: Ed Coleman

Am 15. April 2021 präsentiert die britische Sängerin Birdy, Echo-Preisträgerin des Jahres 2014, die Songs ihres neuen Albums „Young Heart“ in der historischen Wiltons Music Hall in London.

Auf den Titelsong „Young Heart“ ihres vierten Albums ist Birdy besonders stolz. Sie nimmt den Gesang und das Klavier selbst allein zu Hause auf. In der Wiltons Hall wird Birdy von einem achtköpfigen Streicherensemble, Klarinette und Horn begleitet.

Insgesamt ist Birdy mit ihrem neuen Album sehr zufrieden: „Die Platte ist definitiv die anspruchsvollste, die ich je geschrieben habe, aber auch meine liebste.“

Geboren 1996 als Jasmine van den Bogaerde in England, lernt die Großnichte des Schauspielers Dirk Bogarde mit sieben Jahren Klavier spielen und schreibt schon früh eigene Songs. In Deutschland wird Birdy im Dezember 2012 bekannt. Sie tritt im Finale der Casting-Show „The Voice of Germany“ auf und schafft es in die deutschen Hitparaden.

Samstag, 23.03. / 03:20 Uhr / AC/DC: Live at Donington
Donington Park, Leicestershire, Großbritannien, 1991
Regie: David Mallet

Am 17. August 1991 spielen AC/DC im Rahmen des „Monster of Rock“-Festivals als Headliner im britischen Donington vor 72.500 Fans. Starregisseur David Mallet filmt mit 26 Kameras.

Kanonen, die legendäre Höllen-Glocke, die riesige aufblasbare Rosie und alle Hits haben AC/DC im Gepäck, die in der Besetzung mit Brian Johnson, Gesang, Angus Young, Gitarre, Malcolm Young, Gitarre, Cliff Williams, Bass, und Chris Slade am Schlagzeug auftreten.

Metallica heizen als Vorgruppe ein, und AC/DC bringen die Fans mit ihren Hits von „Back in Black“ bis „Highway to Hell“ zur Ekstase. Peter Bracke vom Onlinemagazin „bluray.highdefdigest“ schreibt dazu: „Die Headbanger aus Down Under begründen ihre Karriere auf immer dem gleichen Song und präsentieren in ihren Liveshows jedes Hardrock-Klischee. Befeuert durch Brian Johnsons markerschütternden Sirenengesang und den präzisen Riffs von Angus Young, der in einer Schuljungen-Uniform steckt, präsentiert sich das gesamte AC/DC-Mysterium als eine jugendliche sexuelle Fantasie in einem unendlichen Blitzkrieg akustischer Aggression. Im Vergleich mit vielen anderen hochgerüsteten Metal-Bands sind AC/DC wie ein blauer Arbeitskittel: keine aufwändige Lightshow, keine größeren Pyroeffekte, keine Videoprojektionen. Es geht nur um die Musik und die Interaktion mit den Fans.“

Die Online-Ausgabe des „Rolling Stone“ merkt süffisant an: „Warum AC/DC live so lustig sind? Weil um einen herum die Hölle losbricht, sobald sie kommen. Es wird gegrölt und geklatscht und Luftgitarre gespielt. Es gibt Riffs, Riffs und Riffs und einen schreienden Sänger, geschmackloses Bühnendekor und Proll-Gesten und Rock, Rock, Rock. Das alles kann nur dann Ekstase ohne Ekel sein, wenn man den Kopf ausschaltet, und das geht vorm Fernseher recht schlecht.“ Das sehen die Fans allerdings ganz anders, die den Donington-Mitschnitt der Australier auf Amazon mit 4,5 von 5 Sternen bewerten.

Dass der Bandname auf ein Schild auf einer Nähmaschine zurückgeht, ist allgemein bekannt. Dass die Band in Australien auch „Acca Dacca“ genannt wird, weniger. Man nimmt an, dass dieser Spitzname auf die Vorliebe der Australier zurückgeht, möglichst viele Begriffe in eine Slang-Version umzuwandeln. Margaret, die Schwester von Malcolm und Angus, hat nicht nur das Nähmaschinenschild entdeckt, sondern auch die Idee dazu gehabt, dass Angus seine alte Schuluniform auf der Bühne tragen solle, weil er sie sowieso immer nach der Schule anbehielt. Im Schulranzen konnte Angus dann auch den Funksender verstecken, den er für die kabellose Übertragung seiner Gitarre brauchte.

Samstag, 23.03. / 04:20 Uhr / Isle of Wight Festival 2022
Seaclose Park, Newport, Großbritannien, 2022
Regie: Liz Claire, Ed Coleman

Vom 16. bis zum 19. Juni 2022 feiert Großbritannien die Rückkehr der Festivals: In Newport präsentieren sich die Topstars der englischen Musikszene im Rahmen des „Isle of Wight Festival“.

Die englische Presse ist sich einig: Das „Isle of Wight Festival“ ist das beste Inselfestival der Welt! Im Juni 2022 rocken unter anderen Lewis Capaldi, Pete Tong, Muse, Kasabian, Mavis Staples, Shaggy sowie Nile Rodgers & CHIC. 90.000 Fans werden erwartet.

Das „Isle of Wight Festival“ findet auf einer vorgelagerten Insel vor der Südküste Englands statt und gehört zu den zehn beliebtesten Festivals in Europa mit freiem Eintritt für Kinder unter 13 Jahren. Auf die Insel kommen die Fans zum „Europäischen Woodstock“ nur mit der Fähre von Portsmouth, Southampton, Lymington und Southsea. Ihr Ziel ist Newport.

1968 startet das Festival auf einer Farm vor 10.000 Fans und kann 1969 bereits Bob Dylan als Gast begrüßen. Geschätzte 250.000 Fans kommen und freuen sich auf den amerikanischen Songpoeten, der das kurz zuvor stattfindende Woodstock-Festival links liegen lässt und lieber auf die Insel kommt. 1970 sind bereits geschätzte 600.000 Fans auf der Insel und übertreffen damit das Woodstock-Festival. Das ist dem britischen Parlament dann doch zu groß, und das Festival wird erst einmal gestoppt. Erst 2002 kommt das „Isle of Wight-Festival“ zurück, bis COVID-19 die 2020er-Ausgabe stoppt. 2022 geht es wieder weiter, England verfährt nach dem britischen Motto „Keep calm and carry on“.

Festivalchef John Giddings, der bereits 2021 das mehrfach ausgezeichnete Event mit einem umfangreichen Hygienekonzept über die Bühne bringt, ist sich sicher: „Man muss die Dinge wieder zusammensetzen und das Leben leben. Wir müssen in die Wirklichkeit zurückkehren und lernen, damit zu leben und uns zu schützen.“

Samstag, 23.03. / 05:20 Uhr / The Prodigy: World´s on Fire
Warrior’s Dance Festival, National Bowl, Milton Keynes,
Großbritannien, 2010
Regie: Paul Dugdale

Am 24. Juli 2010 stehen The Prodigy vor 65.000 Fans im englischen Milton Keynes. Es ist ihr eigenes Festival, dass sie von 2009 bis 2013 selbst veranstalten und dabei als Headliner auftreten.

Milton Keynes wird zu ihrem größten Auftritt, den sie als ersten Konzertmitschnitt veröffentlichen. The Prodigy wird mit elektronischer Tanzmusik Anfang der 90er-Jahre populär und erweitert später den Sound mit Elementen des Alternative Rock und des Punk-Rock.

Musikalischer Kopf, DJ und Keyboarder der Band ist Liam Howlett, der auf den Namen The Prodigy kommt: Vorbild ist der analoge monophone Synthesizer Moog Prodigy, der von 1979 bis 1984 von Moog Music gebaut wird und bis heute ein legendäres und viel genutztes Tasteninstrument ist. Der im März 2019 verstorbene Tänzer und Sänger Keith Flint ist aufgrund seines Punk-Stylings der auffällige Frontmann, der ab Anfang der 90er-Jahre von Keith „Maxim“ Palmer als MC, Master of Ceremonies, unterstützt wird.

1994 gewinnen The Prodigy den MTV Music Award in der Kategorie „Best Dance Act“ und schaffen nach den Singles „Firestarter“ und „Breathe“ 1997 den internationalen Durchbruch.

Sonntag, 24.03. / 11:00 Uhr / dein buch – Das Beste von der Leipziger Buchmesse 2024
Moderation: Katty Salié, Yara Hoffmann
Erstausstrahlung

Auf der Literaturbühne von ARD, ZDF und 3sat treffen sich während der Leipziger Buchmesse die wichtigsten Schriftsteller aus Sachbuch und Belletristik vor Publikum. – Das Beste von den Lesungen.

Zusammen mit den Moderatoren der Kulturmarken der beteiligten Sender, „aspekte“, „ttt“, „Das Literarische Quartett“, „Druckfrisch“, „Kulturzeit“, „buchzeit“ und „Unter Büchern“, stellen Autoren in Einzelgesprächen und Talkrunden ihre Romane und Sachbücher vor.

Zu Gast auf der gemeinsamen Literaturbühne von ARD, ZDF und 3sat sind neben den Preisträgerinnen und Preisträgern des Leipziger Literaturpreises und des „Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung“ auch zahlreiche Schriftstellerinnen und Schriftsteller des diesjährigen Gastlands Niederlande und Flandern.

Zuschauerinnen und Zuschauer des „Literarischen Quartetts“ diskutieren mit Thea Dorn über Bücher aus dem Programm der Sendung.

ARTE und DLF-Kultur sind mit eigenen Slots auf der gemeinsamen Literaturbühne von ZDF, ARD und 3sat vertreten und unterstreichen so die herausragende Bedeutung der Literatur im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

„dein buch – Das Beste von der Leipziger Buchmesse 2024“ ist nicht nur das Motto auf der gemeinsamen Literaturbühne, sondern auch der Titel der gemeinschaftlich produzierten TV-Sendung, die die Höhepunkte des Bühnenprogramms bündelt.

Redaktionshinweis: Den zweiten Teil von „dein buch – Das Beste von der Leipziger Buchmesse 2024“ zeigt 3sat am Montag, 25. März, um 1.25 Uhr. Außerdem folgt um 18.00 Uhr eine Ausgabe von „Buchzeit“ von der Leipziger Buchmesse.

Das Standprogramm der Literaturbühne von ARD, ZDF und 3sat auf der Leipziger Buchmesse 2024 mit Talkrunden und Einzelgesprächen wird täglich live gestreamt auf ardkultur.de, buchmesse.zdf.de, 3sat.de.

Sonntag, 24.03. / 12:30 Uhr / Vertrieben 1938 – Erinnerungen an das Volksopernensemble
Film von Adriana Thunhart
(Erstsendung: 18.12.2023)

Am 14. Dezember 2023 feierte die Volksoper Wien ihren 125. Geburtstag. Anlässlich dieses Jubiläums fand die Uraufführung von „Lass uns die Welt vergessen – Volksoper 1938“ statt.

Damit wurde all jenen Mitgliedern des Hauses gedacht, die von den Nazis verjagt, verfolgt oder ermordet wurden. Die Dokumentation widmet sich dieser dunklen Periode und taucht in die Geschichte der Volksoper ein.

Bereits in den ersten Monaten des Jahres 1938 dringt das politische Geschehen in die Volksoper ein. Und zwar während der Proben zur Operette „Gruß und Kuß aus der Wachau“ von Jara Beneš. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten im März 1938 bringt für die Volksoper und deren Mitglieder gravierende Veränderungen mit sich: Entlassungen auf allen Ebenen des Hauses folgen. Menschen, die aufgrund ihrer jüdischen Wurzeln verfolgt wurden, mussten ihre Karrieren in Wien beenden und das Land verlassen. Aber nicht allen gelang die Flucht.

In der Operette „Lass uns die Welt vergessen – Volksoper 1938“ setzt sich die Wiener Volksoper mit der eigenen Geschichte auseinander. Sie wirft einen Blick in den Spiegel der Vergangenheit und stellt sich der Frage, was Intoleranz und Faschismus mit den an der Volksoper tätigen Menschen gemacht hat.

Sonntag, 24.03. / 18:00 Uhr / Buchzeit: Talk über literarische Neuerscheinungen von der Leipziger Buchmesse
Moderation: Gert Scobel
Erstausstrahlung

Bücherfrühling in Leipzig. Gert Scobel diskutiert mit den Literaturexpertinnen Barbara Vinken, Sandra Kegel und Katrin Schumacher über ausgewählte neue Romane.

In Zeiten von Krisen können Bücher für Klarheit sorgen, Gegenentwürfe und Bewältigungsstrategien liefern oder einfach nur eine gute Zeit bereiten. Lesen hilft!

„Buchzeit“ hat die Frühjahrsproduktion der Verlage vorsortiert: Vier Romane werden auf der gemeinsamen Literaturbühne von ARD, ZDF und 3sat vorgestellt und diskutiert. Dazu gibt es persönliche Lesetipps vom Expertenteam.

„Tanz des Verrats“ heißt der neue Roman des französischen Literaturstars Mathias Enard: Während eines Kongresses auf der Havel wird eines bedeutenden Mathematikers gedacht, eines Kommunisten und KZ-Überlebenden. Paul Heudeber ist auf mysteriöse Weise verstorben. Seine ehemalige große Liebe Maja nimmt an der Veranstaltung teil. Einst war sie ohne ihn in den Westen geflohen. Da erreichen plötzlich erste Informationen über den Angriff auf das World Trade Center den Kongress, und die Veranstaltung bekommt eine ganz andere Wendung. Ein Roman über eine große Liebe, über Verrat, Gewalt und den Trost durch die Mathematik.

2023 wurde die amerikanische Autorin Joy Williams durch die Übersetzung ihrer „Stories“ auch in Deutschland bekannt. Nun erscheint ihr Debütroman „In der Gnade“ aus dem Jahr 1973 erstmals auf Deutsch. Die junge Kate flieht darin vor der unnachgiebigen Autorität ihres Predigervaters aus Neuengland in den amerikanischen Süden. Dort erfindet sie sich neu, beginnt ein Studium, wird schwanger und zieht mit ihrem Mann in einen kleinen Wohnanhänger in einen Wald. Doch die Vergangenheit lässt sich nicht so einfach abschütteln.

„Wo der spitzeste Zahn der Karawanken in den Himmel hinauf fletscht“: So lautet der Titel des Debütromans von Julia Jost. In einem Kärntner Dorf am Fuß der Karawanken beobachtet die elfjährige Erzählerin den Umzug ihrer Familie. Die Mutter will hoch hinauf, in ein besseres Leben. Unter einem Lastwagen versteckt, beginnt das Mädchen zu erzählen – von ihren Ängsten, ihren Beobachtungen, von der bedrückenden Enge, die nicht nur durch die Berghänge entsteht, sondern auch durch die scheinbar vorgegebenen starren Ordnungen, die zwischen Beichtstuhl und Stammtisch verhandelt werden.

Der Stillstand kommt plötzlich. Alle elektronischen Systeme steigen aus. Kein Flugzeug mehr am Himmel, kein Mensch mehr online. Die Gesellschaft auf Null gefahren. Journeyman zieht zu seiner Schwester nach Maine auf ihren Biobauernhof. Sie führen ein zurückgezogenes, friedliches leben als Selbstversorger. Doch dann taucht unerwartet sein alter Freund Todbaume mit einem atombetriebenen Tunnelbagger auf und bedroht ihre Idylle: „Der Stillstand“ ist der neue Roman des amerikanischen Erfolgsautors ErfolgsAU.

Karfreitag, 29.03. / 09:40 Uhr / Riccardo Muti dirigiert: Giuseppe Verdis Requiem
Festspielhaus Baden-Baden, April 2019

Programm:
– Giuseppe Verdi: „Requiem“

Chor: Chor des Bayerischen Rundfunks
Chorleitung: Howard Arman
Orchester: Berliner Philharmoniker
Musikalische Leitung: Ricardo Muti

Die „Messa da Requiem“ ist Giuseppe Verdis persönlichstes Werk. Er setzte die volle Palette seiner kompositorischen Mittel ein, um den in sich gefangenen Menschen darzustellen.

Seine Ängste vor dem Tod ebenso wie seinen Wunsch nach Erlösung. Der große Opernkomponist schrieb seine Todesmesse 1868 unter dem Eindruck des Todes seines Komponistenkollegen Gioachino Rossini. Die Uraufführung fand 1874 in der Mailänder Kirche San Marco statt.

Keimzelle des groß angelegten Requiems ist der damals entstandene Satz „Libera me“: „Rette mich, Herr, vor dem ewigen Tod …“. Alle weiteren Sätze sind nach dem Tod des italienischen Romanciers Alessandro Manzoni 1873 entstanden. Verdi und Manzoni waren in respektvoller Freundschaft verbunden. Beide setzten sich für das „Risorgimento“ ein, die italienische Nationalbewegung für die Vereinigung der damals in viele kleine Fürstentümer zersplitterten italienischen Halbinsel.

Die Komposition „Messe da Requiem“ fällt ins zeitliche Umfeld von Verdis Oper „Aida“, deren Uraufführung 1871 im Opernhaus in Kairo ein großer Erfolg war. Somit erscheint Verdis Requiem als ein Werk der späten Reifezeit. Mit einem Augenzwinkern wird das Stück oft als Verdis „beste Oper“ bezeichnet, denn es bietet einen überbordenden dramatisch-musikalischen Reichtum, der seinen Opern in nichts nachsteht.

Nach den berühmten Totenmessen von Mozart („Requiem“), Berlioz („Grande Messe des Morts“) und Brahms („Ein deutsches Requiem“) ist Verdis „Messa da Requiem“ vielleicht der Höhepunkt dieser Werkform.

3sat zeigt eine Aufzeichnung vom 20. April 2019 bei den Osterfestspielen im Festspielhaus Baden-Baden, gesungen in lateinischer Sprache.

Darsteller:
Mezzosopran: Elīna Garanča
Sopran: Vittoria Yeo
Tenor: Francesco Meli
Bass: Ildar Abdrazakov


Regelmäßige Kultursendungen auf 3sat:

Montags – freitags, 19:20 Uhr: Kulturzeit
Das 3sat Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
3sat
“Kulturzeit” ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat.
“Kulturzeit” mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.

Dienstags, 21:45 Uhr: kinokino ~ Das Filmmagazin
Was läuft aktuell im Kino? Welches sind die neuesten Hits auf der Leinwand? „kinokino“ stellt die wichtigsten Neustarts und Themen aus der Filmwelt vor.
Das Magazin zeigt Porträts und Interviews mit Schauspielern und Regisseuren. Welche Filme lohnen sich? Welche sollte man lieber meiden? „kinokino“ kritisiert die Tops und Flops und berichtet von den spannendsten Festivals.

Samstags, 09:05 Uhr: Kulturplatz
Das Kulturmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen, SRF
Hinein ins pralle Leben: “Kulturplatz” greift auf, was die Menschen beschäftigt, welche Fragen sie sich stellen. Und zeigt, dass die Kultur Antworten gibt.
“Kulturplatz” findet mitten im Leben statt: im Supermarkt, am Musikfestival, im Wald. Denn Kultur ist viel mehr als Musik, Literatur und Kunst. Kultur durchdringt unser Leben. Wo jemand nachzudenken beginnt, da entsteht Kultur.
Diesem Credo ist “Kulturplatz” verpflichtet. Die Sendung will für Kultur begeistern und behält dabei die wichtigsten Akteure und Ereignisse des Kulturbetriebes im Blick. “Kulturplatz” spürt Trends auf und präsentiert Neuentdeckungen.

Freitags, nach Mitternacht: lebensArt
ORF
Peter Schneeberger und Clarissa Stadler präsentieren Inhalte, die nicht nur vom Kulturkalender, sondern auch von gesellschaftlichen und kulturpolitischen Entwicklungen bestimmt werden.
Neue und andere Sichtweisen erleichtern den Zugang zu Literatur und Musik, Film und Theater, Architektur und Bildender Kunst. Das Kulturmagazin ist feuilletonistisch, hintergründig und reflexiv.


Diese Übersicht wird stets mehrere Wochen vor den jeweiligen Sendeterminen erstellt. Aktuelle Programmänderungen sind u. U. nicht berücksichtigt. Diese finden sich auf 3sat.de.

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