arte und 3sat übertragen in ihren umfangreichen Programmen regelmäßig Dokumentationen über Künstler und Kulturereignisse, dazu Konzerte (von Klassik über Pop & Rock bis Heavy Metal), Musicalfilme, Opern-, Tanz- und Theatervorstellungen.
Diese Seite informiert über bevorstehende interessante Ausstrahlungstermine auf 3sat aus dem Kulturbereich.


Donnerstag, 14.05. (Christi Himmelfahrt) / 3satThementag: prächtig & mächtig

Donnerstag, 14.05. (Christi Himmelfahrt) / 06:10 Uhr / Maria Theresia – Monarchin und Musicalheldin
Film von Heidelinde Neuburger-Dumancic
(Erstsendung: 02.11.2025)

Mitreißende Songs, kühne Sprünge und ein neuer Blick auf eine Ikone: Die Dokumentation zeigt den Entstehungsprozess von „Maria Theresia – Das Musical“ von den Proben bis zur Weltpremiere.

Die Produktion bringt das Leben der Habsburger Herrscherin kraftvoll, modern und sehr aktuell auf die Bühne. Im Mittelpunkt: Maria Theresia als Europas erste „Working Mom“ – Staatsoberhaupt, Mutter von 16 Kindern und strategische Politikerin im Korsett der Geschichte.

Doch das Musical zeigt die ehemalige Erzherzogin von Österreich nicht nur als historische Figur, sondern auch als starke Frau, die zwischen Pflicht, Familie und Selbstbehauptung balanciert – ein Thema, das bis heute relevant ist.

Die Making-of-Dokumentation begleitet das kreative Team hinter den Kulissen: von den ersten musikalischen Skizzen über die Proben bis hin zur Entwicklung des Bühnenbilds. Dabei wird deutlich: Dieses Musical ist nicht nur ein künstlerisches Experiment, sondern auch ein Statement – für weibliche Führungskraft, kreative Erneuerung und die Kraft der Bühne.


Samstag, 16.05. / 19:20 Uhr / Trend Reloaded: Musik – Wie Retro unsere Gegenwart prägt
Film von Thorsten Ernst
(Erstsendung: 13.12.2025)

Das Revival gehört in der Musik dazu. Stile wie Neue Deutsche Welle oder Punk kehren immer wieder zurück – mit modernem Twist, aber vertrauter Ästhetik.

Nostalgie schafft auch in der Musik eine emotionale Bindung, gerade bei den Fans von damals. Aber die alten Sounds wirken auch auf die Jungen cool, weil sie anders sind als der digitale Mainstream. Somit schlägt das Revival eine Brücke zwischen den Generationen.

Die Neue Deutsche Welle (NDW) prägte Anfang der 1980er-Jahre eine ganze Generation. Mit ihrem unverwechselbaren Sound stürmten Bands und Künstlerinnen und Künstler wie Trio, DAF, Nena, Extrabreit oder Fehlfarben die Charts und veränderten die deutsche Musiklandschaft nachhaltig. Dass dieser Stil auch heute noch wirkt, zeigt das Beispiel Major Tom: Der Hit von Peter Schilling wurde jüngst zur Torhymne der deutschen Fußballnationalmannschaft der Männer – ein starkes Zeichen für die anhaltende Relevanz der NDW.

Doch die musikalische Zeitreise geht weiter: Die „Neue Neue Deutsche Welle“ (NNDW) bringt frischen Wind in die Szene – inspiriert von den Wurzeln der NDW, aber mit zeitgemäßem Sound und Haltung. Und sie ist nicht allein. Auch der Pop-Punk feiert ein kraftvolles Comeback. Die Rückkehr von Bands wie Blink-182 und Sum 41 trifft den Nerv der Zeit, während junge Künstlerinnen und Künstler wie Machine Gun Kelly, Olivia Rodrigo oder Meet Me @ The Altar den Sound der späten 1990er- und frühen 2000er-Jahre neu interpretieren.

Ein weiteres Revival erlebt der Euro-Dance – das prägende Genre der 1990er-Jahre. Schnelle Beats, männliche Rap-Parts und weibliche Gesangsstimmen sind wieder angesagt und sorgen für volle Tanzflächen und Streaming-Erfolge. Was steckt hinter diesen musikalischen Wiedergeburten? Was verbindet neue Genres wie die NNDW mit ihren Vorgängerinnen? Die Dokumentation geht diesen Fragen auf den Grund und zeigt, wie sich Musikstile in neuen Facetten immer wieder neu erfinden – zwischen Archiv und Algorithmus, zwischen Trash und Trend.

„Trend Reloaded“ beleuchtet in drei Teilen die Retro-Wellen in Film & Fernsehen, Musik und Mode. Die Reihe fragt, was der aktuelle Retro-Hype über unsere Gesellschaft aussagt – und nimmt die Zuschauer*innen mit auf eine bildstarke Reise durch die popkulturellen Jahrzehnte, entlang ikonischer Persönlichkeiten und prägender Phänomene.

Samstag, 16.05. / 20:15 Uhr / Starke Stücke: II Gattopardo
von Giuseppe Tomasi di Lampedusa

Bühnenfassung von Pınar Karabulut und Hannah Schünemann
Schauspielhaus Zürich, 2026
Im Streaming: 2. Mai 2026, 10.00 Uhr bis 2. Mai 2027
Licht: Michel Güntert
Dramaturgie: Hannah Schünemann
Bühnenbild: Michela Flück
Kostüme: Sara Valentina Giancane
Musik: Daniel Murena
Inszenierung: Pınar Karabulut
Fernsehregie: Andreas Morell
Erstausstrahlung

Ein Theaterereignis von epischer Wucht: „Il Gattopardo“ vom Schauspielhaus Zürich erzählt vom Untergang der alten Ordnung und der leisen Gewalt des Wandels: sinnlich, bildstark, hochaktuell.

Regisseurin Pınar Karabulut inszeniert Giuseppe Tomasi di Lampedusas berühmten Roman als vielschichtiges Erzähltheater. Persönliche Verluste, politische Verschiebungen und historische Brüche verbinden sich zu einem Abend zwischen Eleganz, Melancholie und Gegenwart.

In der monumentalen Weite der Zürcher Schiffbauhalle entfaltet die Inszenierung ihre besondere sinnliche Kraft. Das eindrucksvolle Bühnenbild öffnet Räume voller aristokratischer Pracht und brüchiger Eleganz. Die detailreichen Kostüme lassen die untergehende Gesellschaft des späten 19. Jahrhunderts noch einmal aufleuchten – Bilder zwischen Schönheit und Verfall.

„Il Gattopardo“ – „Der Leopard“ – erzählt von historischen Umbrüchen, deren Nachhall bis in unsere Gegenwart reicht, und stellt Fragen nach Macht, Anpassung und Veränderung. Ein ruhiger, konzentrierter Theaterabend, der visuell beeindruckt und nachwirkt: Was bleibt, wenn sich alles verändert? Und wie viel Vergangenheit steckt in unserer Gegenwart?
Darsteller:
Don Fabrizio, Fürst von Salina: Markus Scheumann
Maria Stella Corbera, Fürstin von Salina: Nicola Gründel
Concetta Corbera di Salina: Sophia Mercedes Burtscher
Pater Saverio Pirrone: Peter Knaack
Tancredi Falconeri: Mouataz Alshaltouh
Paolo Corbera di Salina, Carlo Cavriaghi: David Rothe
Don Calogero Sedàra : Alexander Angeletta
Angelica Sedàra: Mirjam Rast
Don Ciccio Tumeo: Michael Neuenschwander

Sonntag, 17.05. / 10:05 Uhr / Afrikas neue Museen: Koloniales Erbe in Dakar
Film von Lutz Gregor
Im Streaming: 17. Mai 2026, 06.00 Uhr bis 14. August 2026
(Erstsendung: 08.01.2023)

Das „Théodore Monod African Art Museum“ in Dakar stammt aus der französischen Kolonialzeit. Wie lässt sich Kunst aus diesem ethnologischen, kolonial geprägten Kontext befreien?

Die Sammlungen des Museums in der Hauptstadt Senegals dienten ursprünglich der Erforschung der künstlerischen und kulturellen Errungenschaften der Menschen in Westafrika aus dem Blickwinkel der Kolonialmacht. Kann sich das „African Arts Museum“ nun neu erfinden?

Der erste Teil der Dokumentationsreihe „Afrikas Neue Museen“ erforscht, wie Kunst aus den Fängen der ehemaligen Kolonialherrschaft befreit und zum Bestandteil der eigenen Kulturgeschichte gemacht werden kann.

Das „Théodore Monod African Art Museum“ in Dakar wurde während der französischen Kolonialherrschaft im Senegal gegründet. Seine ethnologischen Sammlungen von Alltagsgegenständen, Ritualobjekte, Ton- und Bildaufnahmen dienten ursprünglich der „weißen Neugier“ an den künstlerischen und kulturellen Errungenschaften der Menschen in Westafrika.

Dieses koloniale Erbe stellt für den aktuellen Konservator des Museums, Doktor El Hadji Malik Ndiaye, eine enorme Herausforderung dar: Wie will er das afrikanische Erbe dekolonialisieren? Für die „Dak’Art Biennale“ 2022 hat Malik Ndiaye, Kurator der 14. Kunstbiennale von Dakar, afrikanische Künstlerinnen und Künstler eingeladen. Sie lassen ihre Werke in einen Dialog mit den Objekten aus den kolonialen Sammlungen treten.

Aber auch in Europa drängt sich die Frage und gleichzeitig kulturpolitische Herausforderung auf: Wie soll man mit den ethnologischen Sammlungen in den heimischen Museen umgehen? So sind der Generalintendant des Humboldt Forums in Berlin, Dr. Hartmut Dorgerloh, und die Kunsthistorikerin Dr. Bénédicte Savoy nach Dakar gereist, um mehr über die Ideen und Konzepte von Malik Ndiaye und des Théodore-Monod-Museums zu erfahren.

Wird es dem Museum in Dakar gelingen, seine koloniale Vergangenheit hinter sich zu lassen und sein kulturelles Erbe für ein aufstrebendes, kreatives Afrika zu nutzen?

Sonntag, 17.05. / 10:30 Uhr / Afrikas neue Museen: Aufbruch in Kapstadt
Film von Katrin Hensel-Ovenden
Im Streaming: 17. Mai 2026, 06.00 Uhr bis 14. August 2026
(Erstsendung: 22.01.2023)

Afrikanische Künstler mischen längst den internationalen Kunstmarkt auf und etablieren eigene Strukturen. Viele Länder Afrikas erleben einen kulturellen Aufschwung.

Dies wird auch beflügelt durch die Rückgabe wichtiger Kunstwerke, die einst von den Kolonialmächten geraubt wurden. Dazu lockt eine boomende zeitgenössische Kunstszene private Investoren an. Neue Museen entstehen, ältere erfinden sich neu.

Funkelnd leuchtet ein Gebäude an Kapstadts Waterfront und strahlt bereits von außen aus, wofür es inhaltlich steht: Selbstbewusstsein. Das „Zeitz Museum of Contemporary Art Africa“ (MOCAA) in Kapstadt ist das bedeutendste Museum für zeitgenössische Kunst des afrikanischen Kontinents. Globalisierung und Digitalisierung verändern die internationale Kulturlandschaft tiefgreifend. Europa, einst das Zentrum der Welt, verliert seine alleinige Deutungshoheit.

„Afrikas neue Museen: Aufbruch in Kapstadt“ widmet sich dem MOCAA, dem weltweit größten Museum für afrikanische Gegenwartskunst. Auf über 6000 Quadratmetern Ausstellungsfläche erhalten afrikanische Künstlerinnen und Künstler eine eigenständige Plattform von Weltrang. Welche Visionen verfolgen die Kuratorinnen und Kuratoren? Was haben die Künstlerinnen und Künstler der Welt zu erzählen?

Wer das Museum betritt, gleitet abrupt in eine andere Dimension: Die Umgestaltung des 1921 erbauten und 57 Meter hohen Silokomplexes aus Beton ist beeindruckend. Stararchitekt Thomas Heatherwick hat geschickt Überbleibsel des historischen Silos erhalten und in eine moderne Struktur integriert. Das 33 Meter hohe Atrium hat das Sakrale einer Kathedrale, gleichzeitig spendet es die Geborgenheit einer Bienenwabe.

Schon vor seiner Eröffnung 2017 wurde das MOCAA als neues Kunstmekka gepriesen und mit dem MoMA in New York, dem Centre Pompidou in Paris und dem Guggenheim-Museum in Bilbao verglichen. Doch das Museum ist mehr als ein Prestigeobjekt – und auch gar nicht wirklich daran interessiert, sich mit US-amerikanischen oder europäischen Institutionen zu messen. Es geht vielmehr um Perspektiven Afrikas auf dem Kontinent und in der Welt.

Sonntag, 17.05. / 11:10 Uhr / Literaturclub
(Erstsendung: 05.05.2026)

„Literaturclub“ diskutiert die neuesten literarischen Entdeckungen und gibt Orientierungshilfe im Buchmarkt.

In der Gesprächssendung werden jeweils vier bis fünf Neuerscheinungen besprochen.

Sonntag, 17.05. / 12:30 Uhr / Druckfrisch: Neue Bücher mit Denis Scheck
Im Streaming: 17. Mai 2026, 06.00 Uhr bis 16. Mai 2028
(Erstsendung: 26.04.2026)

Orientierung im Bücherdschungel verspricht Denis Scheck. Scheck besucht Schriftsteller, stellt Neuerscheinungen vor und spart dabei weder an Lob noch an Kritik.

Seine bissigen und humorvollen Kommentare zu den Büchern der Spiegelbestenliste aus der Kölner Bücherhalle sind beliebt und gefürchtet. Im persönlichen Gespräch entlockt er Autoren aktueller Bestseller interessante Hintergründe zu ihren Werken.

Sonntag, 17.05. / 18:30 Uhr / Museums-Check mit Markus Brock: Wien Museum
Mit Caroline Peters
Im Streaming: 17. Mai 2026, 06.00 Uhr bis 16. Mai 2031
(Erstsendung: 29.06.2025)

Mit einem architektonischen Coup feierte das Haupthaus des Wien Museum am Karlsplatz im Dezember 2023 seine Neueröffnung. Zu Gast im „Museums-Check“ ist diesmal Caroline Peters.

Der denkmalgeschützte Bau von 1959 wurde aufwendig saniert und um einen spektakulären Dachaufbau erweitert. Auf fast doppelter Ausstellungsfläche, rund 12.000 Quadratmeter, ist die einzigartige Sammlung mit Meisterwerken unter
anderem von Gustav Klimt zu sehen.

Die neu konzipierte Dauerausstellung „Wien. Meine Geschichte“ dokumentiert mit klugen Fragestellungen die Entwicklung Wiens seit ihren Anfängen. Im Mittelpunkt stehen die Menschen und ihr Alltag. Wie lebte es sich dort zur Zeit des Biedermeier? Welchen Skandal löste der Wiener Walzer anfangs aus? Was änderte sich durch die Frauenbewegung für die Wienerinnen?

Gustav Klimts Porträt „Emilie Flöge“ von 1902 ist eine Ikone der Sammlung. Ein weiteres Highlight ist „Poldi“, eine 1,7 Tonnen schwere Walfigur aus dem ehemaligen Pratergasthaus „Zum Walfisch“. Und in der zentralen, 20 Meter hohen Haupthalle steht das fünf Meter hohe Modell des Stephansdoms.

Im markanten Neubau aus Stahl und Beton, der das Gebäude nach oben abschließt, finden wechselnde Sonderausstellungen statt. Bis 7. September 2025 ist die Schau „Kontrollierte Freiheit. Die Alliierten in Wien“ zu sehen – 80 Jahre nach der Befreiung Wiens im April 1945. Trotz unvorstellbarer Zerstörung, Wohnungsnot und Hunger blühte die Kultur in Wien sofort wieder auf. Die Ausstellung beleuchtet das vielfältige kulturelle Leben in der Nachkriegszeit.

Einen Abstecher macht der „Museums-Check“ ins Pratermuseum, eine Dependance des Wien Museums. Es wurde im März 2023 neu eröffnet. Kaum ein Vergnügungspark ist so stark mit der Identität einer Stadt verbunden wie der Wurstelprater in Wien. Das Museum erzählt seine über 250-jährige Geschichte anhand von historischen Objekten, darunter Kasperlfiguren, Modelle, Plakate und frühe Spielautomaten.

Geboren in Mainz, ist Caroline Peters eine der vielseitigsten deutschen Schauspielerinnen. Seit 2004 ist sie Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater und spielt parallel für Film und Fernsehen. Ihre Rolle als eigenwillige Kommissarin in der Krimiserie „Mord mit Aussicht“ machte sie berühmt. 2016 und 2018 wurde sie von der Fachzeitschrift „Theater heute“ zur „Schauspielerin des Jahres“ gewählt.

Großen Erfolg feierte Caroline Peters 2024 mit ihrem Debütroman „Ein anderes Leben“. Die fiktive Geschichte ist eine Hommage an ihre außergewöhnliche Mutter – nicht biografisch, aber inspiriert von ihrem Leben. Die Mutter nahm sie schon als kleines Mädchen mit ins Theater und weckte so Caroline Peters‘ Liebe zur Bühne und zur Kultur. Auch an ihrer Wahlheimat Wien schätzt sie besonders die lebendige Kulturszene. Im Wien Museum begibt sie sich mit Markus Brock auf eine Zeitreise durch die Stadt.

Montag, 18.05. / 01:50 Uhr / Rockpalast Crossroads: Herrenmagazin
Im Streaming: 18. Mai 2026, 06.00 Uhr bis 17. Juni 2026
Erstausstrahlung

Nach jahrelanger Pause erwachte die Kapelle Herrenmagazin 2023 aus dem Schlaf der Vernunft, mit dem Plan, vereinzelt wieder aufzutreten.

Die vier Hamburger hatten Indie Rock mit schnoddriger Eleganz und Verve erst salonfähig und sich dann jahrelang rar gemacht. Seit 2004 gibt es das Hamburger Quartett um den Schlagzeuger und Gitarristen Rasmus Engler bereits. 2008 erschien ihr Debütalbum „Atzelgift“.

Gründungsmitglieder sind neben Engler Deniz Jaspersen (Gitarre, Gesang) und Philip Wildfang (Gitarre). 2005 kam Bassist Paul Konopacka dazu. 2009 übernahm König Wilhelmsburg für Philip Wildfang an der Gitarre. Deutscher Post-Punk und Indie Rock sind die Eckpfeiler, zwischen denen sich die Band bewegt, ihre Texte sind melancholisch, aufrichtig und strotzen vor Sprachwitz.

Nach vier Alben kündete die Band 2016 eine längere Schaffenspause an. Die Comeback-Konzerte von Herrenmagazin im Jahr 2023 waren ausverkauft oder mussten in größere Säle verlegt werden. Aufgrund der vielen Arme, die ihnen entgegengereckt wurden, vergaß sogar diese Band ihren lieb gewonnenen Pessimismus und geht seitdem wieder regelmäßig auf Tour. Ihr Erfolgsrezept fürs lange Durchhalten lautet: Freundschaft und Chaos.

Montag, 18.05. / 02:50 Uhr / Rockpalast Crossroads: Bikini Beach
Im Streaming: 18. Mai 2026, 06.00 Uhr bis 17. Juni 2026
Erstausstrahlung

Das Trio Bikini Beach vom Bodensee verbindet High-Energy-Fuzz mit gepflegter Slacker-Attitude und infektiösen Garage Punk mit Surf und Psychedelic.

Heraus kommt ein Sound wie aus der Hitschmiede der Fuzztones oder Miracle Workers. Bikini Beach haben bereits eine Menge Alben auf den gebräunten Buckeln und trotzdem nichts von ihrer Rotzigkeit verloren.

Auf vermeintliche Garage-Vorbilder aus den 1970er- und 1980er-Jahren angesprochen, ist die Band erstaunlich unbeleckt: „Diese Bands kannten wir tatsächlich bis vor Kurzem gar nicht“, sagt Sänger und Gitarrist Nils. „Eigentlich gibt es null Verbindung zu den Eighties wie auch zu den Seventies. Die haben sich auch nur an den Sixties orientiert, wie wir.“

Stattdessen sind es die frühen Alben von Ty Segall, Thee Oh Sees, Sixties-Garage, Them, Link Wray und den Beatles, die Bikini Beach inspirieren. Auch Nirvana, Joy Division oder Black Metal haben es der südbadischen Combo angetan.

Der Garagenrock Marke Bikini Beach strotzt nur so von Distortion, Fuzz, Echos und Delays. Ihre Songs sind meistens kurz, nach zwei bis drei Minuten ist alles erzählt. Kein unnötiges Gramm Fett: grandiose Hooks, Beats, die in die Beine gehen, elektrisierende Background-Chöre – fertig ist die Laube.

Montag, 18.05. / 03:50 Uhr / Rockpalast Crossroads: Thees Uhlmann
(Erstsendung: 10.11.2025)

Autobahnen, Feldwege, Landstraßen: Thees Uhlmann ist sein eigener Roadmovie. Doch erst mit dem Album und Live-Programm „Sincerely, Thees Uhlmann“ zeichnete er den Trip reisetauglich.

Er führt vom AJZ bis ins Stadion, von Hemmoor bis nach New York, durch drei Jahrzehnte wiedervereinigtes Deutschland. Rock, Indie, Punk und was nicht sonst noch alles. Lichthupe aber nur im äußersten Notfall. Die ersten Töne seiner Band Tomte erklangen bereits 1987.

Seit den ersten Demos im Jahr 1994 hat Thees Uhlmann mit Tomte fünf Alben veröffentlicht und später als Solokünstler große Erfolge gefeiert. Nun blickt der Sänger auf seine außergewöhnliche Karriere zurück.

Wer die musikalische Vita eines der einflussreichsten Indiemusiker Deutschlands live und akustisch nacherleben will, benötigt Ausdauer. Sein Programm „Sincerely, Thees Uhlmann“ dauert fast so lang wie Konzerte von The Grateful Dead. Es ist allerdings bei Weitem kurzweiliger – das sagen nicht nur die Thees-Ultras.

Freitag, 22.05. / 22:25 Uhr / Live zeitversetzt vom Wiener Heldenplatz: Eröffnung der Wiener Festwochen 2026
Regie: Felix Breisach

Wenn experimentelle Ausdrucksformen auf lebendige Geschichte treffen: Die „Wiener Festwochen“ feiern 2026 75-jähriges Jubiläum – ein Fest der künstlerischen Offenheit und mutigen Innovation.

Zu den erstklassigen Gästen zählt Patti Smith, die wie kaum eine andere für künstlerische Unabhängigkeit, politischen Eigensinn und die Verbindung von Poesie, Rock und Widerstand steht. 2026 wird der Heldenplatz erstmals zur großen Bühne des Eröffnungsevents.

3sat überträgt das Großereignis live zeitversetzt vom Heldenplatz, der sich für eine Nacht in einen offenen Raum zwischen Kunst, Stadt und Publikum verwandelt. Ein Fest für Wien und die Welt – eines, das Menschen vor Ort wie international erreicht, berührt und inspiriert. Die Wiener Festwochen bleiben damit ein kultureller Fixpunkt und zugleich ein Ort des Dialogs, der Reflexion und gesellschaftlichen Weiterentwicklung.


Samstag, 23.05. / 19:20 Uhr / Trend Reloaded: Mode – Wie Retro unsere Gegenwart prägt
Film von Angela Scheele
Im Streaming: 23. Mai 2026, 10.00 Uhr bis 22. Mai 2028
(Erstsendung: 20.12.2025)

Auf Laufstegen, in Boutiquen oder Sozialen Medien: Die Mode der 1970er- bis frühen 2000er-Jahre wird heute neu aufgelegt. Mode-Revivals sind aber nicht nur stilistische Wiederholungen.

Mode ist Ausdruck individueller wie kollektiver Identität. Kleidung kann zeigen, wer wir sind und verbergen, was wir nicht zeigen wollen. Sie sind Zeichen gesellschaftlicher Umbrüche. Ein Grund, warum Mode so empfänglich für das Prinzip des Revivals ist.

Mode ist mehr als Stil – sie ist Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen. Soziale, politische und technologische Veränderungen prägen, was wir tragen. Was erzählen uns aktuelle Modetrends über Gender, Herkunft, Rebellion und Klasse? Kaum ist ein Trend vorbei, wird er neu aufgelegt. Doch das ist mehr als bloße Wiederholung: Die Auflösung starrer Geschlechterbilder in der Mode etwa ist nicht nur ein Fortschritt, sondern auch eine Rückbesinnung – auf historische Momente, in denen Kleidung bereits mit Normen gebrochen hat. Die „neue Frau“ der Weimarer Republik im Herrenanzug oder die Protestmode der 1968er-Bewegung sind nur zwei Beispiele für Mode als Ausdruck gesellschaftlicher Haltung. Vintage ist heute das sichtbarste Revival – und zugleich ein Statement gegen Fast Fashion, Überfluss und digitale Erschöpfung. In den Straßen von Berlin, Mailand oder Paris zeigt sich: Wer heute modisch sein will, greift auf „damals“ zurück – aber mit neuer Interpretation. Dabei stellt sich die Frage: Feiern wir nur den Stil vergangener Jahrzehnte oder auch die Ideen, die ihn einst geprägt haben? Die Dokumentation beleuchtet, welche alten Looks heute wieder „in“ sind, wer mit ihnen Normen bricht und auf welche historischen Vorbilder sich die Mode von heute beruft.

„Trend Reloaded“  beleuchtet in drei Teilen die Retro-Wellen in Film & Fernsehen, Musik und Mode. Die Reihe fragt, was der aktuelle Retro-Hype über unsere Gesellschaft aussagt – und nimmt die Zuschauer*innen mit auf eine bildstarke Reise durch die popkulturellen Jahrzehnte, entlang ikonischer Persönlichkeiten und prägender Phänomene.

Samstag, 23.05. / 20:15 Uhr / Lucerne Festival 2025
Elina Garanča singt Gustav Mahler,
Konzertsaal KKL, August 2025

Programm;
– Pierre Boulez: Mémoriale (… explosante-fixe … Originel)
– Gustav Mahler: Rückert-Lieder
– Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 10 in Fis-Dur

Orchester: Lucerne Festival Orchestra
Musikalische Leitung: Riccardo Chailly

Der Stardirigent Riccardo Chailly und die weltweit gefeierte Mezzosopranistin Elīna Garanča eröffnen das „Lucerne Festival“ 2025 mit den zeitlos schönen Werken von Gustav Mahler.

Im Zentrum steht Gustav Mahlers unvollendete Sinfonie Nr. 10 – eine tief persönliche Partitur, deren Aufführungsversion Deryck Cooke erstellte. Garanča interpretiert Mahlers zeitlos schöne Rückert-Lieder. Zum 100. Geburtstag von Boulez erklang seine „Mémoriale“.

Die 10. Sinfonie wird zu einer schmerzlichen Liebeserklärung an Mahlers Frau Alma. Als Mahler im Sommer 1910 an der Sinfonie arbeitete, erfuhr er über Almas Affäre mit dem Architekten Walter Gropius. Die Nachricht stürzt den Komponisten in tiefe Verzweiflung. Seine Not spiegelt sich in Notizen am Rand der Partitur: „Erbarmen! O Gott, warum hast du mich verlassen?“ Vollenden konnte er die Zehnte nicht — nur wenige Monate später erlag er seinem schweren Herzleiden.

Elīna Garanča verleiht Gustav Mahlers Rückert-Liedern eine ergreifende Tiefe und stille Intensität. Das Lieder-Zyklus behandelt die Themen wie Liebe, Tod und Natur. Als Mezzosopranistin mit einem dunklen Timbre verbindet Elīna Garanča lyrische Sanftheit mit innerer Dramatik und offenbart die zeitlose Schönheit dieser introspektiven Lieder.

In seinen international gefeierten Interpretationen der Mahler-Kompositionen vermeidet Riccardo Chailly falsches Pathos und Sentimentalität, ohne auf die dramatische Intensität der Musik zu verzichten – ein bedeutender Beitrag zur Mahler-Rezeption und ein Höhepunkt des Festivalprogramms.


Samstag, 30.05. / 19:20 Uhr / Trend Reloaded: Film & Fernsehen – Wie Retro unsere Gegenwart prägt
Film von Anna Renk und Anna Moreno Grupp
Im Streaming: 30. Mai 2026, 10.00 Uhr bis 29. Mai 2028
(Erstsendung: 06.12.2025)

Serien, Filme und Fernsehshows feiern eine popkulturelle Rückbesinnung: Revivals und Remakes wohin man schaut. Warum ist der Blick zurück gerade in Film und Fernsehen derzeit so beliebt?

TV-Sender und Streamer legen Kultserien der 1980er bis 2000er-Jahre neu auf. Kinoprojekte setzen auf vertraute Namen und ikonische Looks. Alte TV-Shows haben ihren Reiz nicht verloren: Sie kehren in Neuauflagen zurück und sind noch Jahrzehnte später Teil der Popkultur.

Ob Serien, Filme oder Mode – die Vergangenheit ist zurück. Und sie ist präsenter denn je. Kultformate wie  „Sex and the City “ erleben als „And Just Like That“ ein Comeback, „Gilmore Girls“ kehrte als „A Year in the Life“ zurück. Mit vertrauten Gesichtern und neuen Geschichten erobern sie erneut die Bildschirme – über 20 Jahre nach ihrem ersten Siegeszug.

Auch das Kinojahr 2025 steht ganz im Zeichen der Fortsetzungen: Hollywood setzt auf Remakes alter Klassiker, wie „Der Rosenkrieg“ oder die „Nackte Kanone“. Und auch deutsche Produktionen greifen den Retro-Trend auf: Der Coming-of-Age-Film „Mädchen, Mädchen“ wird als Neuinszenierung in die heutige Zeit transportiert und Michael „Bully“ Herbig bringt mit “Das Kanu des Manitu“ eine neue Komödie ins Kino – ganze 23 Jahre nach dem Kultfilm „Der Schuh des Manitu“.

Neben Neuauflagen zeigt sich eine weitere Retro-Spielart: neu produzierte Formate, die bewusst in vergangenen Jahrzehnten spielen. Serien wie „Stranger Things“ oder „Kleo“ nutzen den Charme vergangener Zeiten, um neue Geschichten zu erzählen – bildgewaltig und emotional aufgeladen. Retro ist kein neues Phänomen. Schon in den 1970er Jahren suchten Filme wie „Grease“ oder „Happy Days“ Zuflucht in den 1950ern – als Reaktion auf gesellschaftliche Umbrüche, Kriege und Skandale. Heute beschleunigen soziale Medien diesen Zyklus: Trends kommen schneller, wirken intensiver. Zwischen Archiv und Algorithmus verschwimmen die Grenzen. Was einst als trashig galt, ist heute ironisch und stilprägend.

„Trend Reloaded“ beleuchtet in drei Teilen die Retro-Wellen in Film & Fernsehen, Musik und Mode. Die Reihe fragt, was der aktuelle Retro-Hype über unsere Gesellschaft aussagt – und nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine bildstarke Reise durch die popkulturellen Jahrzehnte, entlang ikonischer Persönlichkeiten und prägender Phänomene.

Samstag, 30.05. / 20:15 Uhr / Die lustige Witwe
Aus der Volksoper Wien, März 2024
Chor: Chor der Volksoper Wien
Orchester: Orchester der Volksoper Wien
Inszenierung: Mariame Clément
Bildregie: Jakob Pitzer

Publikumslieblinge Daniel Schmutzhard und Anett Fritsch singen in dieser Neuinszenierung der wohl bekanntesten Operette von Franz Lehár an der Volksoper Wien.

Die französische Regisseurin Mariame Clément debütiert mit ihrer Inszenierung der turbulenten Handlung zwischen Liebe und Staatsräson am Haus. Am Pult des Orchesters der Volksoper steht ihr neuer Musikdirektor, Ben Glassberg.
Darsteller:
Hanna Glawari: Anett Fritsch
Graf Danilo Danilowitsch: Daniel Schmutzhard
Baron Mirko Zeta: Szymon Komasa
Valencienne: Hedwig Ritter
Njegus: Jakob Semotan
Camille de Rosillon: Aaron-Casey Gould

Samstag, 30.05. / 01:00 Uhr / Follies – Hinter den Kulissen der Wiener Volksoper
Film von Edith Hisch
(Erstsendung: 27.04.2025)

1971 in New York uraufgeführt und mit sieben Tony Awards ausgezeichnet, steht „Follies“ am Anfang von Stephen Sondheims 20-jähriger Haupt-Schaffensperiode.

Sondheim taucht darin in die Welt der Revuen der 1920er- bis 1940er-Jahre ein und erzählt eine Geschichte zwischen Nostalgie und harter Lebensrealität, die sich ausgehend vom Wiedersehen einiger – mittlerweile um Jahrzehnte gealterter – Revuegirls entfaltet.

An der Wiener Volksoper wird der Musical-Klassiker, für den Sondheim einige seiner bekanntesten Songs, wie „I’m Still Here“, „Broadway Baby“ und „Losing My Mind“, komponiert hat, im April 2025 von Regisseur Martin G. Berger erstmals in Österreich auf die Bühne gebracht.

Die Dokumentation begleitet das hochkarätige Ensemble – angeführt von Bettina Mönch, Ruth Brauer-Kvam, Drew Sarich, Peter Lesiak und Sona MacDonald – bei den Proben und gibt Einblicke hinter die Kulissen der Wiener Volksoper.

Samstag, 30.05. / 01:25 Uhr / Vertrieben 1938 – Erinnerungen an das Volksopernensemble
Film von Adriana Thunhart
(Erstsendung: 18.12.2023)

Am 14. Dezember 2023 feierte die Volksoper Wien ihren 125. Geburtstag. Anlässlich dieses Jubiläums fand die Uraufführung von „Lass uns die Welt vergessen – Volksoper 1938“ statt.

Damit wurde all jenen Mitgliedern des Hauses gedacht, die von den Nazis verjagt, verfolgt oder ermordet wurden. Die Dokumentation widmet sich dieser dunklen Periode und taucht in die Geschichte der Volksoper ein.

Bereits in den ersten Monaten des Jahres 1938 dringt das politische Geschehen in die Volksoper ein. Und zwar während der Proben zur Operette „Gruß und Kuß aus der Wachau“ von Jara Beneš. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten im März 1938 bringt für die Volksoper und deren Mitglieder gravierende Veränderungen mit sich: Entlassungen auf allen Ebenen des Hauses folgen. Menschen, die aufgrund ihrer jüdischen Wurzeln verfolgt wurden, mussten ihre Karrieren in Wien beenden und das Land verlassen. Aber nicht allen gelang die Flucht.

In der Operette „Lass uns die Welt vergessen – Volksoper 1938“ setzt sich die Wiener Volksoper mit der eigenen Geschichte auseinander. Sie wirft einen Blick in den Spiegel der Vergangenheit und stellt sich der Frage, was Intoleranz und Faschismus mit den an der Volksoper tätigen Menschen gemacht hat.

Sonntag, 31.05. / 10:05 Uhr / erLesen
Mit Biss und Charme begrüßt Heinz Sichrovsky Prominente und Autorinnen und Autoren zum Literaturgespräch.

Im Büchermagazin wird über Lieblingslektüre, aktuelles Tagesgeschehen, Historisches und auch sehr Persönliches gesprochen.

Sonntag, 31.05. / 12:05 Uhr / Die Giacomettis – Eine außergewöhnliche Künstlerfamilie
Dokumentarfilm von Susanna Fanzun, Schweiz 2023
Länge: 53 Minuten

Das schroffe Bergell hat eine Künstlerdynastie hervorgebracht: die Giacomettis. Die Dokumentarfilmerin Susanna Fanzun folgt den Spuren dieser außergewöhnlichen Familie.

Die Giacomettis: Vom Vater Giovanni, der als Impressionist der ersten Stunde gilt, bis zu den Kindern Alberto, Diego, Ottilia und Bruno waren sie alle mit bemerkenswertem künstlerischem Talent ausgestattet.

Allen voran der weltbekannte Bildhauer, Maler und Graveur Alberto, der die Kunstwelt mit seinen dünnen Skulpturen revolutionierte. Annetta, die strenge Mutter und ruhender Pol im Kreis ihrer Lieben, hielt die Familie zusammen.

Zentrum war das Haus in Stampa im Bergell. Das intensive familiäre Zusammenleben, eingebettet in die karge alpine Landschaft, schuf eine besondere Voraussetzung für die künstlerische Entfaltung der Giacomettis. Offenheit, der Austausch mit anderen Kulturen und das Leben in Metropolen prägten ihr Leben und Werk.

Die Engadiner Dokumentarfilmerin Susanna Fanzun begibt sich auf die Spuren der Familie Giacometti. Meisterhafte Gemälde – gepaart mit Skizzen, persönlichen Briefen, Zeitzeugen und atemberaubenden Aufnahmen der alpinen Landschaft – lassen ins Innerste dieser eindrücklichen Familie blicken.

Donnerstag, 04.06. (Fronleichnam) – 3satThementag: La belle France


Samstag, 06.06. / 10:45 Uhr / Meisterhandwerk: Der Klang von Wien
Film von Alexander Schukoff
(aus der ORF-III-Reihe „Unser Österreich“)

(Erstsendung: 30.12.2017)

Diese Folge der Reihe „Meisterhandwerk“ widmet sich der Spurensuche und Geschichte des Instrumentenbaus in Österreich und versucht, das Geheimnis des legendären „Wiener Klangs“ zu lüften.

Samstag, 06.06. / 19:20 Uhr / Queer Pop – Ikonen, Codes und Kommerz (1/3): I want to break free – Sehnsucht nach Freiheit
Film von Inga Turczyn und Shane Thomas McMillan
Im Streaming: 6. Juni 2026, 10.00 Uhr bis 5. Juni 2028
(Erstsendung: 25.10.2025)

Musik, Mode oder Kunst: Queere Menschen eroberten sich in den 1970er- und 80er-Jahren neue Räume. Was zuvor verborgen war, wurde nun Teil einer neuen, lauten und selbstbewussten Popkultur.

Peter Ambacher, ein Freund von Freddie Mercury, aus dessen Münchner Tagen Anfang der 1980er, taucht ein in die Berliner Ballroom-Szene und erinnert sich an die Zeiten, die den Weg für queere Communities von heute ebneten, voller Selbstbestimmung und kreativer Kraft.

Mit Archivbildern, persönlichen Erlebnissen und eindrucksvollen Geschichten erzählt diese Folge, wie Stars wie Grace Jones, David Bowie oder Robert Mapplethorpe Trends setzten und Generationen prägten. Ihre Kunst war mehr als Stil – sie wurde zu einem Symbol von Freiheit.

In den späten 1980er Jahren beginnt die Aids-Krise eine ganze Community zu erschüttern. Doch aus Schmerz und Verlust entstanden neue Ikonen und Bewegungen, die queere Kultur weiter sichtbar machten. Eine eindrucksvolle Zeitreise durch zwei Jahrzehnte voller Mut und Aufbruch.

Redaktionshinweis: Die weiteren beiden Folgen des Dreiteilers „Queer Pop – Ikonen, Codes und Kommerz“ zeigt 3sat an den kommenden Samstagen um 19.20 Uhr.

Samstag, 06.06. / 20:15 Uhr / Das große Staatsopern-Air
(aus der ORF-Reihe „Erlebnis Bühne“)
Mit Elina Garanca, Jonas Kaufmann, Camilla Nylund, Benjamin Bernheim, Sandra Hamaoui und Boris Pinkhasovich
Chor: Chor der Wiener Staatsoper, Kinderchor der Wiener , Staatsoper
Orchester: Orchester der Wiener , Staatsoper
Musikalische Leitung: Bertrand de Billy

Die Stars am Opernhimmel live: Glanzvolle Stimmen und große Opernmomente prägen das „Das große Staatsopern-Air“ der Wiener Staatsoper in der atmosphärischen Kulisse des Wiener Burggartens.

Jonas Kaufmann berührt mit „E lucevan le stelle“, Elīna Garanča und Camilla Nylund bezaubern mit dem „Abendsegen“, und Benjamin Bernheim präsentiert die Romanze „Je crois entendre encore“ – ein Vorgeschmack auf Bizets „Perlenfischer“ der Frühjahrssaison 2026.

Das vielfältige Programm wird mit beliebten Arien aus „Carmen“, der „Fledermaus“, „Romeo et Juliette“ sowie „Tristan und Isolde“ abgerundet. Ensemblemitglieder der Wiener Staatsoper wie Kammersänger Clemens Unterreiner und Kammersänger Hans Peter Kammerer sowie Orchester, Chor und Kinderchor der Wiener Staatsoper gestalten den Abend unter der musikalischen Leitung von Bertrand de Billy.

Durch das Programm führen Barbara Rett und Bogdan Roščić.

Samstag, 06.06. / 21:50 Uhr / Goldene Note 2026
Mit Khatia Buniatishvili, Ildikó Raimondi und Christian Kolonovits
Moderation: Leona König, Norbert Oberhauser
(Erstsendung: 24.05.2026)

Die „Goldene Note“ 2026 feiert ihr zehnjähriges Jubiläum und präsentiert sich mit einer hochkarätig besetzten Starjury.

Weltpianistin Khatia Buniatishvili, Kammersängerin Ildikó Raimondi sowie Dirigent und Musikproduzent Christian Kolonovits beurteilen die Darbietungen von neun herausragenden jungen Musikerinnen und Musikern.

Der renommierte Klassik-Nachwuchspreis wird vom Internationalen Musikverein zur Förderung hochbegabter Kinder (IMF) unter der Leitung von Leona König vergeben. Die Jubiläumsshow wird von Leona König und Norbert Oberhauser moderiert.

Die Finalistinnen und Finalisten treten in den Kategorien Streichinstrumente, Blasinstrumente sowie Tasten- und Zupfinstrumente an. Zusätzlich wird ein Publikumspreis vergeben, der den direkten Austausch zwischen Nachwuchstalenten und Klassikbegeisterten unterstreicht.

Sonntag, 07.06. / 3satThementag: Midsommar


Regelmäßige Kultursendungen auf 3sat:

Montags – freitags, 19:20 Uhr: Kulturzeit
Das 3sat Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
3sat
“Kulturzeit” ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat.
“Kulturzeit” mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.

Dienstags, 21:45 Uhr: kinokino ~ Das Filmmagazin
Was läuft aktuell im Kino? Welches sind die neuesten Hits auf der Leinwand? „kinokino“ stellt die wichtigsten Neustarts und Themen aus der Filmwelt vor.
Das Magazin zeigt Porträts und Interviews mit Schauspielern und Regisseuren. Welche Filme lohnen sich? Welche sollte man lieber meiden? „kinokino“ kritisiert die Tops und Flops und berichtet von den spannendsten Festivals.

Samstags, 09:05 Uhr: Kulturplatz
Das Kulturmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen, SRF
Hinein ins pralle Leben: “Kulturplatz” greift auf, was die Menschen beschäftigt, welche Fragen sie sich stellen. Und zeigt, dass die Kultur Antworten gibt.
“Kulturplatz” findet mitten im Leben statt: im Supermarkt, am Musikfestival, im Wald. Denn Kultur ist viel mehr als Musik, Literatur und Kunst. Kultur durchdringt unser Leben. Wo jemand nachzudenken beginnt, da entsteht Kultur.
Diesem Credo ist “Kulturplatz” verpflichtet. Die Sendung will für Kultur begeistern und behält dabei die wichtigsten Akteure und Ereignisse des Kulturbetriebes im Blick. “Kulturplatz” spürt Trends auf und präsentiert Neuentdeckungen.

Freitags, nach Mitternacht: lebensArt
ORF
Peter Schneeberger und Clarissa Stadler präsentieren Inhalte, die nicht nur vom Kulturkalender, sondern auch von gesellschaftlichen und kulturpolitischen Entwicklungen bestimmt werden.
Neue und andere Sichtweisen erleichtern den Zugang zu Literatur und Musik, Film und Theater, Architektur und Bildender Kunst. Das Kulturmagazin ist feuilletonistisch, hintergründig und reflexiv.


Diese Übersicht wird stets mehrere Wochen vor den jeweiligen Sendeterminen erstellt. Aktuelle Programmänderungen sind u. U. nicht berücksichtigt. Diese finden sich auf 3sat.de.

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