arte und 3sat übertragen in ihren umfangreichen Programmen regelmäßig Dokumentationen über Künstler und Kulturereignisse, dazu Konzerte (von Klassik über Pop & Rock bis Heavy Metal), Musicalfilme, Opern-, Tanz- und Theatervorstellungen.
Diese Seite informiert über bevorstehende interessante Ausstrahlungstermine auf 3sat aus dem Kulturbereich.


Montag, 10.08. / 19:20 Uhr / The True Story of Johnny Depp
Film von Marie Genseleiter
Im Streaming: 10. August 2026, 10.00 Uhr bis 9. August 2028
Bearbeitete Fassung
(Erstsendung: 06.04.2024)

Johnny Depp ist einer der facettenreichsten Charakterdarsteller aller Zeiten. Doch 2016 kommt eine neue Seite des Schauspielers ans Licht, die kostet Hollywoods Bad Guy fast die Karriere.

„The True Story of Johnny Depp“ analysiert die Biografie eines gefeierten Hollywoods Stars, der als verrückter Pirat in die Filmgeschichte eingeht. Doch Johnny Depp verliert die Kontrolle. Über sich selbst und über sein Leben.

Als Captain Jack Sparrow schreibt er Filmgeschichte. Doch Johnny Depp ist mehr als nur der schräge Pirat. Mit Exzentrik und Genialität verleiht er unzähligen Film- und Seriencharakteren eine einzigartige Strahlkraft und erkämpft sich so seinen Weg in den Olymp Hollywoods.

Doch eigentlich träumt der Junge aus Kentucky nicht von dem großen Auftritt auf der Kinoleinwand. Schon in der Kindheit hat Johnny Depp mit den Auswirkungen eines gewaltgeprägten Elternhauses zu kämpfen, flüchtet sich in Drogen und Alkohol. Der einzige Lichtblick: die Musik. Mit gerade einmal 16 Jahren bricht Johnny Depp die Schule ab, zieht mit seiner Band nach Los Angeles und hofft auf den großen Durchbruch. Musikalisch lässt der aber bis heute auf sich warten. Finanziell versucht sich Johnny Depp mit Gelegenheitsjobs über Wasser zu halten, bis er Mitte der 80er dank Vitamin B auf die Castinglisten Hollywoods gelangt.

Dank der Rolle des verdeckten Ermittlers Tom Hanson bei „21 Jump Street“ wird Johnny Depp über Nacht zum absoluten Teenieschwarm. Doch erst als „Edward mit den Scherenhänden“ ist Johnny Depp das goldene Ticket nach Hollywood sicher und als Captain Jack Sparrow schreibt er 2002 endgültig Filmgeschichte. Doch fernab der Leinwand befindet sich der Schauspieler in einer Abwärtsspirale aus Drogen, Alkohol und Schulden. Zum Verhängnis wird ihm schlussendlich die Beziehung und spätere Ehe mit der Schauspielerin Amber Heard. Die Ehe endet 2022 in einer medialen Schlammschlacht vor Gericht und kostet den Schauspieler fast seine Karriere.

Dienstag, 11.08. / 19:20 Uhr / The True Story of Miley Cyrus
Film von Tim Ahrens
Im Streaming: 11. August 2026, 10.00 Uhr bis 10. August 2028
Bearbeitete Fassung
(Erstsendung: 14.12.2024)

Miley Cyrus: Sie ist die Teeniestar-Ikone einer ganzen Generation. Ihr Weg dorthin beginnt früh und ist geprägt vom Kampf um Unabhängigkeit und der Suche nach der eigenen Identität.

Der Film zeichnet den Lebensweg einer der größten Disney-Ikonen aller Zeiten nach. Doch der Preis für den Ruhm ist groß. Der Schatten von Hannah Montana verhindert lange den klaren Blick auf die eigenständige Künstlerin Miley Cyrus.

Im Februar 2024 ist Sie der Star der Grammys. Für ihren Song „Flowers“ sahnt Miley Cyrus zwei Awards ab und legt eine legendäre Perfomance hin. Sie wird gefeiert, und sie feiert sich selbst. Und das, obwohl die 31-Jährige eigentlich dem harten Showbusiness endgültig den Rücken zukehren wollte. Denn Miley Cyrus, geboren als Hope Cyrus in Franklin, Tennessee, kennt nur ein Leben vor der Kamera.

Als Tochter des Countrystars Billy Ray Cyrus wird sie schon in jungen Jahren gedrillt, steht auf der Bühne und nimmt Schauspiel- und Gesangsunterricht. Mit 14 Jahren gelingt ihr der große Durchbruch: Als Hannah Montana in der gleichnamigen Disney-Channel-Serie wird sie über Nacht zum weltweiten Teenie-Idol. Unter der Kontrolle ihres Vaters baut sich Miley ein Imperium auf und gilt als Vorzeige-Idol der USA.

Doch mit diesem Image bricht die Künstlerin 2013. Mit dem Song „Wrecking Ball“ läutet die damals 21-Jährige eine neue Ära ein und schockt mit Alkohol- und Drogenexzessen, On-off-Beziehungen mit Männern und Frauen und provokanten Bühnenauftritten. Miley Cyrus wirft die Konventionen über Bord, wird zum Sprachrohr der LGBTQ+-Community und sucht nach ihrem Platz in der Musikbranche.

Und den findet sie 2023 – mit ihrem Song „Flowers“ stürmt sie nicht nur die Charts, sie rechnet auch mit ihrem Ex-Mann, Schauspieler Liam Hemsworth, ab und leitet für sich eine neue Ära ein.

Mittwoch, 12.08. / 19:20 Uhr / Forever Jan: 25 Jahre Jan Delay (1/3): Hippiekind goes Rap
Film von Florian Kaiser und Eric Freidler
Im Streaming: 12. August 2026, 06.00 Uhr bis 10. September 2026
(Erstsendung: 25.05.2025)

Mit unverwechselbarem Stil, Style und Stimme beherrscht Jan Delay Genres wie Funk, Reggae, Soul und Rock und wurde mit seinem Sound und seinen Texten zu einem der einflussreichsten Musiker.

Die dreiteilige Serie zeigt seinen Aufstieg aus der Hamburger Hip-Hop-Szene mit der legendären Gruppe Absolute Beginner bis hin zu seinem Erfolg als Solokünstler und innovativer Liveact.

Durch Interviews mit Weggefährten und Musikexperten werden nicht nur Jan Delays künstlerischen Erfolge, sondern auch persönliche Herausforderungen und die ständige Weiterentwicklung seines Sounds beleuchtet. Diese Hommage an einen der einflussreichsten Musiker Deutschlands offenbart, wie Jan Delay es geschafft hat, musikalische Grenzen zu sprengen und dabei stets seiner Vision treu zu bleiben.

Donnerstag, 13.08. / 19:20 Uhr / Forever Jan: 25 Jahre Jan Delay (2/3): Vom Wortkünstler zum Chartbreaker
Film von Florian Kaiser und Eric Friedler
Im Streaming: 13. August 2026, 06.00 Uhr bis 11. September 2026
(Erstsendung: 30.05.2025)

Mit unverwechselbarem Stil, Style und Stimme beherrscht Jan Delay Genres wie Funk, Reggae, Soul und Rock und wurde mit seinem Sound und seinen Texten zu einem der einflussreichsten Musiker.

Die dreiteilige Serie zeigt seinen Aufstieg aus der Hamburger Hip-Hop-Szene mit der legendären Gruppe Absolute Beginner bis hin zu seinem Erfolg als Solokünstler und innovativer Liveact.

Durch Interviews mit Weggefährten und Musikexperten werden nicht nur Jan Delays künstlerischen Erfolge, sondern auch persönliche Herausforderungen und die ständige Weiterentwicklung seines Sounds beleuchtet. Diese Hommage an einen der einflussreichsten Musiker Deutschlands offenbart, wie Jan Delay es geschafft hat, musikalische Grenzen zu sprengen und dabei stets seiner Vision treu zu bleiben.

Freitag,14.08. / 19:20 Uhr / Forever Jan: 25 Jahre Jan Delay (3/3): Radikal-Entertainer mit Haltung
Film von Florian Kaiser und Eric Friedler
Im Streaming: 14. August 2026, 06.00 Uhr bis 12. September 2026
(Erstsendung: 30.05.2025)

Mit unverwechselbarem Stil, Style und Stimme beherrscht Jan Delay Genres wie Funk, Reggae, Soul und Rock. Mit seinem Sound und seinen Texten wurde er zu einem der einflussreichsten Musiker.

Die dreiteilige Serie zeigt seinen Aufstieg aus der Hamburger Hip-Hop-Szene mit der legendären Gruppe Absolute Beginner bis hin zu seinem Erfolg als Solokünstler und innovativer Liveact.

Durch Interviews mit Weggefährten und Musikexperten werden nicht nur Jan Delays künstlerische Erfolge, sondern auch persönliche Herausforderungen und die ständige Weiterentwicklung seines Sounds beleuchtet. Diese Hommage an einen der einflussreichsten Musiker Deutschlands offenbart, wie Jan Delay es geschafft hat, musikalische Grenzen zu sprengen und dabei stets seiner Vision treu zu bleiben.


Samstag, 15.08. / 19:20 Uhr / Metropolen des Pop: London
Film von Stefan Gavac
Erstausstrahlung

Krone, Punk und schwarzer Humor: „Metropolen des Pop: London“ zeigt, wie zwischen Savile Row und Camden seit Jahrzehnten Musik- und Modetrends entstehen, die die Welt prägen.

London gilt als Zentrum von Tradition und Etikette – und zugleich als Quelle einflussreicher Gegenkulturen. Durch soziale Spannungen, Klassenunterschiede und die Rebellion dagegen entstehen in London immer wieder neue Musik-, Mode- und Humorformen.

London pflegt bis heute das Bild der eleganten Weltstadt mit Monarchie, Understatement und gesellschaftlichen Codes. Gleichzeitig bringt London seit Jahrzehnten immer wieder Sub- und Gegenkulturen hervor, die diese Ordnung infrage stellen und zu weltweiten Trends werden. Was in London getragen und gehört wird, wird globaler Mainstream. Wie entsteht die vielfältige Popkultur einer Stadt, die auf den ersten Blick höflich, ordentlich und ein bisschen steif wirkt?

Die Dokumentation „Metropolen des Pop: London“ folgt dieser Frage durch Camden, die Savile Row, Clubs und Comedy-Bühnen. Musikerinnen und Musiker wie Gina Birch, Billy Sullivan und die Nova Twins beschreiben eine Szene, in der Musik zum Ausdruck sozialer Realitäten wird – von Glam und Punk über Britpop bis Grime.

Gina Birch erinnert an die Entstehung der Punkszene in einer Phase wirtschaftlicher Umbrüche. Die Nova Twins verorten Londons Sound in der kulturellen Vielfalt der Stadt. Die Dokumentation zeigt, wie gesellschaftliche Konflikte in London immer wieder neue Musikformen hervorbringen und Popkultur prägen. Auch in der Mode treffen Gegensätze aufeinander: Vivienne Westwood bricht mit allen Regeln des bis dahin Tragbaren, während die berühmte Maßschneider-Meile Savile Row für Tradition und Kontinuität steht.

Besonders ist in London auch der Humor. Die Briten haben ihre sehr eigene Art, zu lachen – und die Welt lacht mit. Die Comedians Tiff Stevenson und Vidura Bandara Rajapaksa beschreiben eine Haltung, zwischen Chaos und Kontrolle.

So entsteht das Bild einer Stadt, die unter permanenter Spannung steht und die ihre kulturellen Widersprüche nutzt, um immer wieder kreative Energie freizusetzen.

Samstag, 15.08. / 20:15 Uhr / 3satFestspielsommer: Ariadne auf Naxos
Salzburger Festspiele, 2026
Samstag, 15. August 2026, 20:15 Uhr
Musik: Richard Strauss
Orchester: Wiener Philharmoniker
Musikalische Leitung: Manfred Honeck
Bildregie: Leopold Knötzl
Erstausstrahlung

Richard Strauss‘ „Ariadne auf Naxos“ ist ein dramatisches Experiment über Kunst unter Zwang – und das Theater als Kampfplatz konkurrierender Wahrheiten.

Aus der Laune eines Mächtigen heraus werden Tragödie und Komödie gemeinsam aufgeführt. Im Vorspiel kollidieren der Anspruch des Komponisten auf Erhabenheit und die Logik der Komödianten – Ausgangspunkt für die Frage, was Kunst sein darf und wem sie gehört.

Mit Kate Lindsey als Komponist, Johannes Silberschneider als Haushofmeister, Christina Nilsson als Ariadne und Ziyi Dai als Zerbinetta trägt ein starkes Ensemble den Abend. Eric Cutler setzt als Bacchus den Höhepunkt. Am Pult formt Manfred Honeck mit den Wiener Philharmonikern Strauss‘ vielschichtige Klangwelt zwischen Transparenz und orchestraler Farbenpracht.

Besetzung:

Der Komponist: Kate Lindsey
Primadonna / Ariadne: Christina Nilsson
Der Tenor / Bacchus: Eric Cutler
Zerbinetta: Ziyi Dai
Der Haushofmeister: Johannes Silberschneider
Ein Musiklehrer: Christoph Pohl
Ein Tanzmeister: Jonas Hacker
Ein Perückenmacher: Blaž Stajnko*
Ein Lakai: Fabian-Jakob Balkhausen
Harlekin: Leon Košavić
Scaramuccio: Michael Porter
Lemcke Truffaldin: Lukas Enoch
Brighella: Theodore Browne
Najade: Jasmin Delfs
Dryade: Anja Mittermüller*
Echo: Marlene Metzger
Ein Offizier: Fabio Dorizzi

Wiener Philharmoniker

* Teilnehmer·in des YSP

Samstag, 15.08. / 22:30 Uhr / 3satFestspielsommer: Concert de Paris 2026
Open-Air-Konzert mit Weltstars der Klassik, Paris, Juli 2026
Mit Hayato Sumino (Klavier), Adélaïde Ferrière (Perkussion), Gautier Capuçon (Cello), Daniel Lozakovich (Geige), Farrah El Dibany (Mezzosopran)
Chor: Radio France
Orchester: Orchestre National de France
Musikalische Leitung: Daniel Harding
Moderation: Siham El-Maimouni

Das „Concert de Paris“: ein spektakuläres Feuerwerk mit Drohnen-Ballett um den Eiffelturm und unzählige Weltstars. Das größte Klassik-Event Europas bietet alljährlich Superlative.

Marina Viotti und Jakub Józef Orliński singen die schönsten Opernarien aus Frankreich und Italien. Pianostar Hayato Sumino bringt mit Gershwin jazzige Klänge ins Programm, und Perkussionistin Adélaïde Ferrière sprüht vor Energie.

Echte Stammgäste beim „Concert de Paris“, das wie immer vom Orchestre National de France und dem Chor von Radio France gestaltet wird, sind Cellist Gautier Capuçon und Geiger Daniel Lozakovich.

Frankreich erinnert am 13. Juli, dem Vorabend des französischen Nationalfeiertags, zugleich auch an 250 Jahre Unabhängigkeit der USA: So findet sich im Programm das Klavierkonzert von George Gershwin, gespielt von Hayato Sumino. Passend zu diesem Konzert direkt am Eiffelturm: Gustave Eiffel hat auch an der Freiheitsstatue mitgewirkt.

Adélaïde Ferrière begeistert mit Fazıl Says virtuosem Schlagzeugkonzert, das ursprünglich für Martin Grubinger komponiert wurde. Mezzosopranistin Farrah El-Dibany und weitere internationale Solistinnen und Solisten präsentieren Musik von Hector Berlioz und Peter Tschaikowsky. Corinne Winters singt Antonín Dvořáks „Lied an den Mond“ kurz vor dem absoluten Höhepunkt: dem grandiosen Feuerwerk um den Eiffelturm.

Der weltweit gefragte britische Dirigent – und Air-France-Pilot – Daniel Harding leitet das „Concert de Paris“. Siham El-Maimouni führt durch den fulminanten Abend und trifft die Stars zum Backstage-Interview.

Samstag, 15.08. / 01:45 Uhr / Salzburg – Gesamtkunstwerk im Herzen Europas
Film von Hannes M. Schalle
Moderation: Cornelius Obonya
(Erstsendung: 24.04.2016)

Eine Reise vom Großglockner über das Salzachtal in die Stadt Salzburg und dessen Umland zeigt, was Salzburg heute ausmacht und wie es sich über die letzten 200 Jahre entwickelt hat.

Vom internationalen Publikum wird Salzburg mit den Klischees „Sound of Music“, „Stille Nacht“ und der „Marke Mozart“ verbunden. CNN kürte den Salzburger Christkindlmarkt wiederholt zu einem der schönsten der Welt.

Die Salzburger Festspiele gelten als führendes Kulturfestival, und die landschaftliche Kulisse ist bei Touristen besonders beliebt.

Am 1. Mai 2016 feierte das Bundesland Salzburg seine 200-jährige Zugehörigkeit zu Österreich. Über die Jahrhunderte sind seine unterschiedlichen Regionen wirtschaftspolitisch und soziologisch zusammengewachsen. Max Reinhardt hat dieses besondere Fleckchen Erde als Gesamtkunstwerk bezeichnet. Ob Berge oder Täler, eines hat die gesamte Landschaft gemeinsam: Sie ist von der Natur begünstigt, strahlt Ruhe aus und hat sowohl Einwohnern als auch Besuchern im Laufe der vier Jahreszeiten viel zu bieten.

Vom Großglockner-Massiv über die Alpen des Innergebirges, durch das Salzachtal, vorbei an der Burg Werfen hinein in das Flachland führt die Reise zum Schloss Hellbrunn, dann zum Schloss Leopoldskron, weiter in die Seengebiete und schließlich in die barocke Stadt Salzburg.

Sonntag, 16.08. / 3satThementag: Leben am Fluss

Montag, 17.08. / 01:10 Uhr / Donauinselfest 2026: My Ugly Clementine
Die Wiener Rockband My Ugly Clementine mixt Indie, Pop und Garage-Rock-Revival. Die Texte sind geprägt von feministischen Diskursen, von Empowerment und Gleichberechtigung.

Einen „Amadeus Austrian Music Award“ und den Titel „Band des Jahres“ 2020 vom österreichischen Radiosender FM4 hat die Band bereits verbuchen können.

Montag, 17.08. / 02:20 Uhr / Donauinselfest 2026: PÄM
„Bäng, bäng, bäng! Hier kummt die PÄM!“ Und mit ihr das Empowerment-Album „Kunstfigur“ – ein Manifest für Frauenpower, radikale Selbstliebe und gegen gesellschaftliche Normen.

Die niederösterreichische Künstlerin PÄM feiert darauf Body Positivity ohne Filter und erinnert daran, dass Echtheit immer stärker ist als fremde Zuschreibungen. Mit purer Energie, Humor und Selbstbewusstsein schafft sie Musik, die Herzen erreicht.

Und zugleich den Status quo herausfordert – diesmal auf der Ö3-Bühne am Donauinselfest. Eine klangvolle Rebellion, die leise Stimmen lauter macht und zeigt: So wie man ist, ist man genau richtig!

Montag, 17.08. / 03:05 Uhr / Donauinselfest 2026: Earth, Wind & Fire Experience
Ob „September“, „Boogie Wonderland“, „After The Love Has Gone“ oder „Let’s Groove“ – die Tribute-Band Earth, Wind & Fire Experience ist ein Muss für alle Fans großartiger Livemusik.

Ihre Show bringt den Sound einer der erfolgreichsten Funk- und Soul-Bands aller Zeiten zurück auf die Bühne. Auf dem Donauinselfest spielt die Band, eine der heißesten Live-Formationen in Funk & Soul, unter der Leitung des ehemaligen EWF-Gitarristen Al McKay auf.

Ein Feuerwerk aus mitreißendem Groove, legendären Hits und purer Energie.

Montag, 17.08. / 04:20 Uhr / Donauinselfest 2026: KAMRAD
Mit seinem internationalen Hit „I Believe“ gelang KAMRAD 2022 der große Durchbruch. Der Song wurde über 300 Millionen Mal gestreamt und mit mehreren Gold- und Platin-Awards geehrt.

Auch Tracks wie „Feel Alive“ und „Be Mine“ entwickelten sich zu europaweiten Erfolgen und dominierten die Charts sowie das Radio. Neben ausverkauften Tourneen und Festivalauftritten überzeugte KAMRAD auch als Coach bei „The Voice of Germany“.

Trotz seines Erfolgs bleibt der deutsche Singer-Songwriter authentisch, nahbar und voller Energie. Genau diese Mischung macht auch seine Liveshows besonders und begeistert Fans in ganz Europa.

Freitag, 21.08. / 03:25 Uhr / Die Schlagzeugmafia: Backstreet Noise
3satFestival Mainz, September 2024
Im Streaming: 22. August 2026, 10.00 Uhr bis 21. August 2028
Regie: Nicole Wiedenbeck

Virtuoses Percussion-Spektakel, Schlagfertigkeit und Ideenreichtum – die Schlagzeugmafia lässt ihre Sticks über Drum- und Zwerchfelle fliegen und das „3satFestival“-Zelt im Beat vibrieren.

Mit „Backstreet Noise“ verbreiten die fünf Percussion-Mafiosi jede Menge Spaß und Spannung. Alles kann zu einem Schlagzeug werden. Sie bauen aus Trommeln ein Fluchtauto, und selbst im Dunklen bringen die fünf Bühnen-Ganoven den Beat zum Leuchten.

Bei der Schlagzeugmafia sind wahre Virtuosen am Werk. Die fünf humorvollen Mitglieder haben in „Backstreet Noise“ nach jedem überraschenden Moment bereits den nächsten Trumpf im Ärmel. Das Publikum ist sowohl Zeuge als auch Komplize, wenn die Mafiosi versuchen, ihre lässige Ganoven-Fassade zu bewahren. Schnell wird deutlich, dass im Mafiabetrieb nicht alles reibungslos verläuft.

Die Schlagzeugmafia präsentiert beim „3satFestival 2024“ ein Percussion-Spektakel voller überraschender Ideen und mitreißender Beats, bei dem es schwerfällt, auf den Sitzen zu bleiben.


Samstag, 22.08. / 3satThementag: Pop Around the Clock – Summer Edition

06:05 Uhr / The True Story of Bad Bunny
Film von Stefanie Hass
Im Streaming: 23. Juli 2026, 10.00 Uhr bis 21. August 2028
Erstausstrahlung

Bad Bunny ist einer der größten Stars unserer Zeit. Mit seiner kompromisslosen Art und seiner Offenheit hat der Puerto-Ricaner die Musikwelt auf den Kopf gestellt.

„The True Story of Bad Bunny“ erzählt die Geschichte eines Künstlers aus Puerto Rico, der mit Reggaeton und Latin Trap die größten Bühnen der Welt zum Beben bringt und dabei konsequent für seine Überzeugungen einsteht.

Die „Super Bowl Halftime Show“ im Februar 2026. Reggaeton- und Latin-Trap-Star Bad Bunny ist Headliner bei einem der wichtigsten Sport-Events der USA und sorgt für Schlagzeilen. Dass dort ein Künstler auftritt, der konsequent auf Spanisch singt, ist für Präsident Trump und einige MAGA-Anhänger ein Affront.

Doch Fakt ist: Bad Bunny ist einer der größten Musiker unserer Zeit. Benito Antonio Martínez Ocasio wird 1994 in Puerto Rico geboren, einem Außengebiet der USA. Schon als Kind will er Rapper werden und beginnt als Teenager, Songs zu schreiben. Doch bis sein Traum wahr wird, sollen noch einige Jahre vergehen. Während seines Studiums arbeitet Benito tagsüber als Aushilfe im Supermarkt und abends an seinen Songs.

Unter dem Namen Bad Bunny lädt er erste Tracks auf SoundCloud hoch – und dann geht alles ganz schnell. Er bringt einen Hit nach dem anderen heraus. In nur wenigen Jahren wird Bad Bunny zu einem der meistgestreamten Künstler der Welt und wird für seine Musik vielfach ausgezeichnet.

Doch Bad Bunny überzeugt nicht nur in Sachen Reggaeton und Latin Trap, sondern auch mit seiner Message. Er setzt sich für Rechte von Frauen und der LGBTQ+-Community ein und stellt mit seiner genderfluiden Ästhetik die Codes des Reggaeton auf den Kopf. Doch vor allem vergisst Bad Bunny nie, wo er herkommt. Konsequent setzt er sich für seine Heimat ein und macht die Kultur Puerto Ricos in der ganzen Welt bekannt.

06:50 Uhr / The True Story of Robbie Williams
Film von Sonja Sydow-Rotter
Im Streaming: 23. Juli 2026, 10.00 Uhr bis 21. August 2028
Erstausstrahlung

Robbie Williams ist eine Ikone der Popmusik und hat mit Hits wie „Angels“ und „Feel“ Lieder für die Ewigkeit produziert. Doch er kämpft sein ganzes Leben mit den Schattenseiten des Ruhms.

„The True Story of Robbie Williams“ erzählt die Biografie des britischen Superstars, der bereits als Teenager mit Take That Weltruhm erlangt. Als Solokünstler schreibt er Pop-Geschichte. Doch der Erfolg hinterlässt seine Spuren.

Robbie Williams ist eine der schillerndsten und erfolgreichsten Ikonen der britischen Popgeschichte. Geboren 1974 in Stoke-on-Trent, startet er seine Karriere bereits mit 16 Jahren als jüngstes Mitglied der Boygroup Take That. Sein rebellisches Image und der Ausstieg 1995 markieren den Beginn einer Sololaufbahn, die ihn zum „King of Pop“ Europas macht.

Sein Durchbruch gelingt 1997 mit der Welthymne „Angels“, gefolgt von einer Serie von Chartstürmern wie „Rock DJ“, „Feel“ und „Let Me Entertain You“. Mit insgesamt 18 Brit Awards und über 75 Millionen verkauften Tonträgern hält er Rekorde, die ihn in die UK Music Hall of Fame brachten. Sein legendäres Konzert in Knebworth vor 375.000 Menschen gilt bis heute als Meilenstein der Live-Unterhaltung.

Hinter der Fassade des charismatischen Entertainers verbirgt sich jedoch eine komplexe Persönlichkeit. Williams geht offen mit seinen Kämpfen gegen Depressionen, Suchtprobleme und Diagnosen wie ADHS und Tourette um. Diese Verletzlichkeit macht ihn für Fans weltweit besonders nahbar. Heute findet er Halt in seiner Familie mit Ehefrau Ayda Field und ihren vier Kindern. Ob als Swing-Sänger, Pop-Gigant oder in seinem aktuellen Biopic „Better Man“ – Robbie Williams bleibt ein Meister der Selbsterfindung, der es versteht, das Publikum zu fesseln, ohne dabei seine menschlichen Abgründe zu verstecken.

07:35 Uhr / Pop Around@Bauhaus: Alli Neumann
Bauhaus Dessau, Deutschland, 2026
Im Streaming: 22. August 2026, 06.00 Uhr bis 22. August 2029
Regie: Volker Weicker
Erstausstrahlung

Alli Neumann zählt zu den markantesten Stimmen der deutschen Popmusik. Die deutsch-polnische Sängerin begeisterte das Publikum im Bauhaus Dessau mit einem elektrisierenden Livekonzert.

Klare Haltung, starke Stimme, große Bühnenpräsenz: Alli Neumann rockt mit ihrer unverwechselbaren Art und ihren eingängigen Melodien das Bauhaus Dessau bei einem ihrer mitreißenden Livekonzerte.

Alli Neumann, geboren als Alina-Bianca Neumann in Solingen, gehört zu den markantesten Stimmen der deutschen Popmusik. Mit ihrer Mischung aus eingängigen Melodien, kantigen Pop- und Rockelementen sowie persönlichen, oft gesellschaftskritischen Texten hat sie sich in den vergangenen Jahren einen festen Platz in der einheimischen Musikszene erarbeitet. Als Sängerin, Songwriterin und Performerin begeistert sie ein stetig wachsendes Publikum und tourt erfolgreich durch Deutschland. Daneben sammelte sie auch als Schauspielerin Erfahrungen vor der Kamera.

Musik begleitet Alli Neumann seit ihrer Kindheit. Schon früh begann sie, eigene Songs zu schreiben und entwickelte dabei einen unverwechselbaren Stil, in dem sie Emotionen und Offenheit mit Energie und Haltung verbindet. Zunächst sang sie überwiegend auf Englisch. Erst als sie einen ihrer Texte eher spontan ins Deutsche übersetzte, erkannte sie die besondere Kraft ihrer Muttersprache. Die deutschen Texte wirkten unmittelbarer, persönlicher und authentischer – eine Erfahrung, die ihren weiteren musikalischen Weg entscheidend prägte. Heute stehen ihre Songs für moderne deutschsprachige Popmusik, die persönliche Geschichten ebenso aufgreift wie gesellschaftliche Themen.

Die Musikerin wuchs zweisprachig mit Deutsch und Polnisch auf. Ihre Mutter stammt aus Polen, ihr Vater aus Deutschland. Nach ihrer Geburt in Solingen zog die Familie in die Region um Rzeszów im Südosten Polens, wo Alli Neumann einen großen Teil ihrer Kindheit verbrachte. An diese Zeit erinnert sie sich bis heute gerne: an das Leben auf einem Bauernhof, den starken familiären Zusammenhalt und die enge Gemeinschaft im Dorf. Die Nähe zur Familie sowie die Freiheit und Unbeschwertheit ihrer Kindheit prägen sie bis heute.

Auch heute fühlt sich Alli Neumann Polen eng verbunden. Sie schätzt die Sprache, die Kultur, die Musik und die historischen Städte des Landes. Zugleich verfolgt sie aufmerksam gesellschaftliche Entwicklungen und bewundert Menschen, die sich für demokratische und soziale Anliegen engagieren. Besonders beeindruckt sie das Engagement vieler Frauen, die sich für ihre Rechte einsetzen.

Mehrmals im Jahr reist die Sängerin nach Polen zum Beispiel nach Warschau und Krakau. Vor allem Krakau ist für sie ein wichtiger Inspirationsort: Die kreative Atmosphäre der Stadt nutzt sie regelmäßig, um zu schreiben, zu lesen und neue musikalische Ideen zu entwickeln.

08:35 Uhr / Pop Around@Bauhaus: Florian Künstler
Bauhaus Dessau, Deutschland, 2026
Im Streaming: 22. August 2026, 06.00 Uhr bis 22. August 2027
Regie: Volker Weicker
Erstausstrahlung

Der Lübecker Songwriter Florian Künstler gehört zu den ehrlichsten Stimmen der deutschen Popmusik. Auf der Bauhausbühne in Dessau gab er ein emotionales und gefeiertes Livekonzert.

Keine Angst vor eigenen Schwächen und ein Erfolg mit Umwegen: Florian Künstler singt über sein eigenes Leben – von früher und von heute. Mit dieser Offenheit und seiner gefühlvollen Musik berührt er die Herzen seiner Fans.

Florian Künstler kommt aus dem Norden und schreibt Lieder, die nah am Leben sind, und er macht aus seinen eigenen Zweifeln und Erkenntnissen keine Geheimnisse. Das macht den Sänger und Songwriter zu einer der ehrlichsten Stimmen der deutschen Popmusik.

Seine Heimat prägt seine Musik bis heute. Der Sänger und Songwriter ist in Lübeck verwurzelt. Über seine Kindheit hat Florian Künstler sich in Interviews offen gezeigt und beschrieben, dass sie nicht leicht war. „Als ich klein war, haben meine Eltern bei mir ihren psychischen Ballast abgeladen“, sagt er. Aus dieser Erfahrung speist sich bis heute der ehrliche, oft verletzliche Ton seiner Lieder.

Mittlerweile ist Florian Künstler im oberen Feld der deutschen Charts angekommen. Sein Longplayer „Du bist nicht allein“ erreichte Platz 3 und markierte einen wichtigen Schritt in seiner Karriere. Mit Stücken wie „Weil ich dir begegnet bin“, „Fremd auf der Party“ und „Groß geworden“ festigte er seinen Ruf als nahbarer Geschichtenerzähler weiter.

Kurz nach seinem 40. Geburtstag nahm sich Florian Künstler zum ersten Mal die Zeit, stehenzubleiben und auf seine bisherigen Erfahrungen zurückzublicken. Unter anderem bleibt für ihn die Erkenntnis, dass am Ende nur Gefühle wie Liebe und Zuneigung zählen, während alles andere vergänglich ist.

Auf seiner großen Sommerfestival-Tour fand Florian Künstler auch den Weg nach Dessau zu „Pop Around@Bauhaus“.

09:35 Uhr / Pop Around@Bauhaus: Jeremias
Bauhaus Dessau, Deutschland, 2026
Im Streaming: 22. August 2026, 06.00 Uhr bis 22. August 2027
Regie: Volker Weicker
Erstausstrahlung

Die Band Jeremias gehört seit einigen Jahren zu den erfolgreichsten Vertretern der jungen deutschen Indie-Pop-Szene und bringt ihre Musik bei einem Live-Konzert ins Bauhaus Dessau.

Musikalisch vielseitig, stilistisch eigenständig: Jeremias verbinden eingängige Popmelodien mit Elementen aus Disco, Funk und modernem Indie-Sound. Die Jungs aus Niedersachsen haben für die Konzertreihe „Pop Around@Bauhaus“ live in Dessau gespielt.

Die Band Jeremias steht für zeitgemäßen deutschsprachigen Indie-Pop und hat sich in den vergangenen Jahren einen festen Platz in der deutschen Musiklandschaft erarbeitet. Das Quartett aus Hannover besteht aus Sänger Jeremias Heimbach, Gitarrist Oliver Sparkuhle, Bassist Ben Hoffmann und Schlagzeuger Jonas Hermann. Offiziell gegründet wurde die Band 2018, nachdem Heimbach und Sparkuhle bereits zuvor gemeinsam musikalische Projekte verfolgt hatten.

Der Sound von Jeremias verbindet moderne Popmusik mit Einflüssen aus Funk, Disco und Indie. Markenzeichen der Band sind eingängige Melodien, tanzbare Rhythmen und eine klare musikalische Handschrift. Mit Titeln wie „Grüne Augen lügen nicht“, „Liebe zu dritt“ oder „Ich mags“ entwickelte die Gruppe einen Stil, der gleichermaßen für Leichtigkeit und emotionale Tiefe steht.

Einen wichtigen Karriereschritt markierte das Debütalbum „Golden Hour“, das 2021 den Sprung in die deutschen Albumcharts schaffte. Mit den folgenden Veröffentlichungen baute die Band ihre Bekanntheit weiter aus und etablierte sich als feste Größe der jungen deutschen Pop- und Indie-Szene. Charakteristisch für ihre Musik sind persönliche Texte, sorgfältig ausgearbeitete Arrangements und ein charakteristischer Bandsound.

Diese Qualitäten wurden auch beim Auftritt im Bauhaus Dessau deutlich. Ruhige, atmosphärische Passagen folgten mühelos auf kraftvolle und dynamische Momente. Dabei zeigte sich die Band als eingespielte Live-Formation, die ihre Songs mit viel Verve auf die Bühne bringt.

10:35 Uhr / Pop Around@Bauhaus: Tiavo
Bauhaus Dessau, Deutschland, 2026
Im Streaming: 22. August 2026, 06.00 Uhr bis 22. August 2027
Regie: Volker Weicker
Erstausstrahlung

Die Band Tiavo stammt aus Saarbrücken, ist bei ihren Live-Konzerten kaum zu bremsen und steht für tanzbare Euphorie und ständigen Wandel. Im Bauhaus Dessau gaben sie ein gefeiertes Livekonzert.

Tiavo machen mit einer Mischung aus Rap, Rock und elektronischen Einflüssen auf sich aufmerksam. Die geborene Live-Band bringt in Dessau reichlich Energie auf die Bühne des Bauhauses.

Obwohl „die Band mit dem Fernseherkopf“ in den Socials zuletzt eher unter Hashtags wie #neuedeutschewelle zu finden war, haben sich Tiavo aus Saarbrücken noch nie lange auf einer Genrebaustelle aufgehalten: Angefangen als Rap- beziehungsweise Crossover-Projekt, brachte der 2016er EP-Titel „Fast unfassbar“ die Sache schon ziemlich gut auf den Punkt. Anfangs ein Duo, das sich mittlerweile als Kollektiv bezeichnet, ging schon das erste Album „Oh Lucy“ (2018) in die Top 25. Sie gingen mit US-Rapper NF oder auch Mike Shinoda (Linkin Park!) auf Tour. Kurz darauf schlugen Tiavo ein komplett neues Kapitel auf, als sie ihren Sound zwischen Indie-Gitarren, Synthie-Sounds komplett neu definierten. Was ihnen noch mehr Fans und noch mehr hochtrabende Vergleiche bescheren sollte (unter anderem: „das personifizierte Dorffest“, „das Ende der Tristesse“). Die Band ist vor allem an Stimmungen und Vibes interessiert. Zu Beginn knüpfte die Saarbrücker Gruppe um Leandros Miltiadis Nassioudis (Lucy) und Produzent Xaver Johannes Held (Janneslicht) eher ans Erbe von Falco und Rio Reiser an. Aber aktuell finden sich auch verwegene 70er-Jahre-Genres (Prog, Kraut, Disco) als Inspirationen fürs nächste Kapitel.

Typisch für Tiavo ist außerdem ein spielerischer, oft ironischer Umgang mit Themen wie Liebe, Exzess oder Alltagsbeobachtungen. Ihre Songs wechseln dabei häufig zwischen emotionaler Melancholie und tanzbarer Euphorie, was ihren Sound besonders vielseitig macht.

Nach einer durchweg ausverkauften „Absolute Gewinner-Tour“ machen sie in Dessau bei „Pop Around@Bauhaus“ Halt.

11:35 Uhr / Philipp Poisel: Neon Acoustic Orchestra
Motorworld, Metzingen, Deutschland 2023
Im Streaming: 21. August 2026, 10.00 Uhr bis 5. Oktober 2026
Regie: Benedikt Schnermann, Tobias Berbuer

Im April 2024 lädt Philipp Poisel Fans und Freunde zur Neuinterpretation des 2021er-Albums „Neon“ ein. Zusammen mit Orchester und Sängerin Alin Coen entsteht eine zarte Hommage an die Liebe.

Poisel bleibt sich treu, verlässt sich auf seine eigene Art zu singen und setzt auf Musik ohne Pomp und Spektakel. Ab Oktober 2024 geht der Song-Poet auf Tour und wünscht sich: „Ich möchte wie an einem Lagerfeuer zusammensitzen und Musik in leisen Tönen spielen.“

12:25 Uhr / Christina Stürmer: MTV Unplugged in Wien
Volkstheater, Wien, Österreich, 2023
Im Streaming: 21. August 2026, 10.00 Uhr bis 30. September 2026
Regie: Ingo Pertramer

Am 22. und 23. August 2023 ist Christina Stürmer als erste Künstlerin im deutschsprachigen Raum Gast der „MTV Unplugged“-Reihe. Gleichzeitig feiert sie ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum.

Mit ihren Gästen Wolfgang Ambros, Ursula Strauss, Mathea und den Sportfreunden Stiller präsentiert die Sängerin eine Liederschau ihrer Karriere. „Das Beste hat doch eben gerade erst angefangen“, singt sie in ihrer aktuellen Single „Ein halbes Leben“.

13:40 Uhr / Laufey: A Night at the Symphony
Hollywood Bowl, Los Angeles, USA, 2024
Im Streaming: 1. August 2026, 06.00 Uhr bis 31. Juli 2027
Regie: Sam Wrench
Erstausstrahlung

Eine magische Sommernacht begeistert im August 2024 die Fans der isländischen Singer-Songwriterin Laufey. Die mehrfache Grammygewinnerin beeindruckt mit poetischen Songs zwischen Jazz und Pop.

Die Multiinstrumentalistin ist nervös, denn vor 17.000 Fans hat sie noch nie gespielt. Starregisseur Sam Wrench nimmt ihr die Angst und dokumentiert ein atmosphärisches Open-Air-Konzert. Die Variety schreibt: „Eine Chanteuse als perfekter Hollywood-Bowl-Act.“

14:40 Uhr / Billie Eilish: Happier Than Ever – Live at the O2
O2 Arena, London, 2022
Im Streaming: 21. August 2026, 10.00 Uhr bis 5. Oktober 2026
Regie: Sam Wrench

Im Juni 2022 begeistert Billie Eilish ihre Fans in London mit sechs Konzerten im Rahmen ihrer „Happier Than Ever“-Tour. Starregisseur Sam Wrench filmt das Spektakel mit 20 Kameras.

Es ist bis dahin das erste vollständig aufgezeichnete Konzert des Superstars. 2023 erhält der Konzertfilm eine Grammy-Nominierung in der Kategorie „Best Music Film“. 2017 spielt Billie Eilish in London noch vor 220 Fans, jetzt sind es jeden Abend über 20.000.

Billie Eilish führt ihr Publikum durch ein 26 Songs umfassendes Programm von „Ocean Eyes“, ihrer ersten Single aus dem Jahr 2017, bis zu „Happier Than Ever“, dem titelgebenden Song des zweiten Albums aus dem Jahr 2021. Die damals 20-Jährige und inzwischen zweifache Oscar- und siebenfache Grammy-Preisträgerin wendet sich während des Konzerts immer wieder fürsorglich an ihre Fans und stellt drei Regeln auf: „Seid keine Idioten“, „Bitte bewertet hier niemanden“ und „Habt Spaß“. Das kommt bei den Fans gut an, während Billie Eilish ihre Security bittet, Wasser im Publikum zu verteilen und klarmacht: „Ich möchte, dass ihr wisst, dass ihr geliebt werdet, euch hier sehr sicher fühlen könnt und ihr alle wichtig seid.“ Auf der Bühne wird sie von ihrem Bruder Finneas O’Connell begleitet. Er spielt Gitarre, Keyboard und singt im Duett mit seiner Schwester. Außerdem ist er Co-Songwriter, Produzent und Billies bester Freund. Die kleine Band für die große O2-Arena ist mit Andrew Marshall am Schlagzeug komplett.

Die Konzertkritiken überschlagen sich: „Unverwüstlich und atemberaubend. Billie ist die einflussreiche Stimme der Generation Z“, schreibt der britische „Standard“. Das „DIY Magazine“ stellt fest: „Billie ist ein Rockstar, den es nur einmal in einer Generation gibt. Sie kann wirklich alles. Mit ihrem einzigartigen Talent spielt sie in ihrer eigenen Liga.“ Der „Rolling Stone“ stellt fest: „Die 20-jährige Sängerin fegt mit einer Selbstsicherheit durch die Arena-Show, die eigentlich nur routinierte Künstler haben. Die Fanmassen können nur noch größer für einen Ausnahme-Star wie sie werden.“

Ein besonderer Moment ist der Song „Getting Older“ gegen Ende des Konzerts, in dem sich Billie Eilish mit selbst erlebtem Stalking, Burnout und sexuellem Missbrauch auseinandersetzt. Während Fotos aus ihrer Kindheit auf der Bühne gezeigt werden, sieht man ihre Eltern, die ihre Tochter so oft wie möglich bei den Konzerten begleiten, bewegt vor der Bühne stehen.

16:15 Uhr / Louis Tomlinson: For Every Question Why – Live
Autodromo Hermanos Rodriguez, Mexiko, 2024
Im Streaming: 22. August 2026, 10.00 Uhr bis 18. Februar 2027
Regie: Sam Wrench

Am 1. Juni 2024 präsentiert Louis Tomlinson das Abschlusskonzert seiner „Faith in the Future World Tour“ auf dem Formel-1-Kurs in Mexico City. Starregisseur Sam Wrench filmt die Show.

1991 in England geboren, beginnt Tomlinson seine Karriere als Schauspieler, wird bei der Castingshow X-Factor entdeckt und feiert mit der Boygroup One Direction ab 2010 weltweit Erfolge. Der aktive Fußballer ist Fan des Dortmunder BVB und seit 2016 Solokünstler.

17:00 Uhr / Isle of Wight Festival 2026
Seaclose Park, Newport, Großbritannien, 2026
Im Streaming: 1. August 2026, 06.00 Uhr bis 31. Juli 2027
Regie: Matthew Amos, Edi Amos, Ed Coleman, Nick Wickham
Erstausstrahlung

Vom 18. bis zum 21. Juni 2026 feiert England sein berühmtes Inselfestival: Drei Stunden von London entfernt, spielen internationale Topstars im Rahmen des „Isle of Wight Festival“.

Vor über 90.000 Fans begeistern Lewis Capaldi, Two Door Cinema Club, Wet Leg, Rita Ora, Anastacia, Teddy Swims, Rick Astley, David Gray und The Cure auf „Europas Woodstock-Festival“ vor der Südküste Englands. Die Internet-Zeitung „The Independent“ urteilt: „Herrlich!“

18:00 Uhr / Blur: Live at Wembley Stadium
Wembley Stadium, London, Großbritannien, 2023
Im Streaming: 21. August 2026, 10.00 Uhr bis 5. Oktober 2026
Regie: Toby L.

Im Juli 2023 pilgern 150.000 Fans zu zwei Konzerten der Britpopper Blur ins Wembley Stadium. Der „New Musical Express“ schwärmt: „5 Sterne für eine emotionale und spirituelle Erfahrung“.

Sänger Damon Albarn, das Mastermind hinter Blur und den Gorillaz, revolutioniert die Musikwelt, setzt auf musikalische Qualität statt auf Image und liefert sich mit Oasis den Wettstreit der 1990er-Jahre. Für Elton John ist er der interessanteste britische Musiker.

19:15 Uhr / Coldplay: Live in São Paulo
Allianz Parque, São Paulo, Brasilien, 2017
Im Streaming: 1. August 2026, 06.00 Uhr bis 31. Juli 2027
Regie: Mat Whitecross
Erstausstrahlung

Im November 2017 begeistern Coldplay 96.000 Fans in São Paulo. Auf ihrer Welttournee ist die Band laut Sänger Chris Martin an einem Punkt, an dem sie „Konzerte ohne schwache Songs spielen“.

Auch optisch setzt die Band Maßstäbe: Jeder Fan erhält ein interaktives Leuchtarmband, das im Takt der Musik Lichtmuster erzeugt und das Stadion in eine Disco verwandelt. Als Produzent ist Chris Martin für die Halbzeitshow des WM-Finales 2026 verantwortlich.

20:15 Uhr / Marteria – Zum Glück in die Zukunft 2026
Live in Rostock
Im Streaming: 22. August 2026, 06.00 Uhr bis 22. August 2027
Regie: Yves Zosso
Erstausstrahlung

Heimspiel für Marteria: Der Rapper spielt in Rostock vor begeistertem Publikum – mit frischen Songs, bekannten Hits, großer Open-Air-Energie und der besonderen Nähe zu seiner Stadt.

Der IGA-Park in Rostock wird zur Bühne für Marterias innovativen Sound zwischen Rap und Pop: In seiner Heimatstadt spielt er neben neuen Songs auch seine größten Hits.

Marterias Sound mischt verschiedene Stile, ohne sich festzulegen: mal leicht und schwebend, mal melancholisch, manchmal fast euphorisch. Seine Musik verbindet klare Bilder, treibende Beats, eingängige Refrains und Texte zwischen Alltag, Überforderung, Sehnsucht und Zusammenhalt. Darüber erzählt er in einem Ton, der eher beobachtet als bewertet.

Typisch für Marterias Musik ist die Balance zwischen Eingängigkeit und Tiefe, zwischen klaren Hooks und fast träumerischen Passagen. In Rostock spielt er nun ein großes Open-Air-Heimspiel vor Publikum aus seiner Stadt und darüber hinaus. Ein Konzert zwischen Herkunft, Aufbruch und Live-Energie – mit einem Künstler, der Rap, Pop und große Bühnenmomente seit Jahren verbindet.

21:45 Uhr / Katy Perry, J-Hope, G-Dragon, Rosé, John Legend,Lang Lang & Friends: Le Gala des Pièces Jaunes 2025
La Défense Arena, Paris, Frankreich, 2025
Im Streaming: 21. August 2026, 10.00 Uhr bis 5. Oktober 2026
Regie: François Goetghebeur

Am 23. Januar 2025 lädt Paris zu einer glamourösen Gala unter der Schirmherrschaft von First Lady Brigitte Macron zugunsten von Kindern und Jugendlichen, die im Krankenhaus behandelt werden.

Seit 1989 ruft die Stiftung „Gelbe Münzen“ auch zu kleinen Spenden auf, weil französische Münzen damals gelb sind. Höhepunkte der Show sind die Auftritte von Katy Perry und den K-Poppern J-Hope, G-Dragon und Rosé, die vom Starpianisten Lang Lang begleitet werden.

23:00 Uhr / Christina Aguilera, Stray Kids, Davido, Future, G-Dragon, A$AP Rocky & Friends: Le Gala des Pièces Jaunes 2026
La Défense Arena, Paris, 2026
Im Streaming: 1. August 2026, 06.00 Uhr bis 31. Juli 2027
Regie: François Goetghebeur
Erstausstrahlung

Am 22. Januar 2026 lädt Paris zu einer glamourösen Gala unter der Schirmherrschaft von First Lady Brigitte Macron zugunsten von Kindern und Jugendlichen, die im Krankenhaus behandelt werden.

Höhepunkte sind die Auftritte von Christina Aguilera, den K-Pop-Stars G-Dragon und den Stray Kids, den Rappern A$AP Rocky und Future sowie den Klassik-Ikonen Gautier Capuçon und Khatia Buniatishvili sowie dem Tenor und Breakdancer Jakub Józef Orliński.

00:30 Uhr / BTS World Tour: Love Yourself – Speak Yourself
Wembley Stadium, London, GB, 2019
Im Streaming: 15. August 2026, 06.00 Uhr bis 14. November 2026
Regie: HYBE
Erstausstrahlung

Im Februar 2019 verlängert die südkoreanische Boyband BTS ihre World Tour mit weiteren Stadionkonzerten. Die Karten für zwei Auftritte im Wembley Stadium sind in 90 Minuten ausverkauft.

„Wir spielen hier in Wembley kein normales Konzert, es wird ein Festival“, kündigt Sänger Suga an. In Kostümen von Dior, mit ausgefeilten Choreografien, überraschenden Bühnentricks und allen Hits verwandeln die „Bangtan Boys“ Wembley in eine große Party.

02:20 Uhr / Purple Disco Machine
Freilichtbühne Junge Garde, Dresden, Deutschland, 2023
Im Streaming: 22. August 2026, 10.00 Uhr bis 6. Oktober 2026
Regie: Kevin Ferstl

Am 15. September 2023 begeistert der Dresdner DJ, Produzent und Grammy-Gewinner Purple Disco Machine alias Tino Piontek 5000 Fans im denkmalgeschützten Freilichttheater Junge Garde.

„Dass ich in Dresden auf der Bühne stehe, macht einiges mit mir. Freunde, Familie, Wegbegleiter, alle sind da“, berichtet der heimatverbundene „King of Disco“, international gefeiert für seine Neuabmischungen der Hits von Dua Lipa, Elton John und Lady Gaga.

03:50 Uhr / Electric Callboy: Tekkno Tour ’23 – Live in Europe
Frankfurt, Köln, München, Leipzig, Wien, Zürich, Hamburg,
Warschau, Oberhausen, Deutschland, 2023
Im Streaming: 22. August 2026, 10.00 Uhr bis 6. Oktober 2026
Regie: Oliver und Pascal Schillo

Ein Mix aus Eurodance, Porno-Metal und Airplay-Pop sind die Markenzeichen von Electric Callboy. In den Texten geht es um Partys, Sex und Alkohol, immer mit einem satirischen Blick.

Undercut-Perücken, schrille Outfits und das Motto „Alles auf die Schippe nehmen“ machen die Band aus Castrop-Rauxel seit 2010 einzigartig. 2023 gehen sie mit ihrem Album „Tekkno“ auf Europatournee. Der Konzertfilm feiert im März 2024 Kinopremiere.

05:05 Uhr / Liam Gallagher: Live at Knebworth 2022
Knebworth House, Hertfordshire, Großbritannien, 2022
Im Streaming: 22. August 2026, 10.00 Uhr bis 30. September 2026
Regie: Toby L.

Am 3. und 4. Juni 2022 begeistert Liam Gallagher 170.000 Fans bei seinen Konzerten im Rahmen des Knebworth-Festivals. Das Album mit eigenen Songs und Hits von Oasis stürmt auf Platz eins.

Das „Retro Pop Magazine“ stellt fest, dass Gallagher „noch nie so gut gesungen habe“ und zu den „größten britischen Rock-Stars“ gehöre. „Hot Press“ rühmt Gallagher für seine ungebrochene Star-Power, und das „Clash Magazine“ konstatiert: „Liam ist charismatisch.“

Sonntag, 23.08. / 06:10 Uhr / Bryan Adams: Live at Royal Albert Hall
London, Großbritannien, 2024
Im Streaming: 22. August 2026, 10.00 Uhr bis 30. September 2026
Regie: Dick Carruthers

Drei Tage im Mai 2024 gehört die Royal Albert Hall Bryan Adams. Der „Groover from Vancouver“ („Telegraph“) präsentiert drei Alben live: „Reckless“, „18 Til I Die“ und „So Happy It Hurts“.

„Somebody“, „Run to You“, „Have You Ever Really Loved a Woman“, „Summer of 69“ und weitere Hits begeistern das entfesselte Publikum. Im November 2024 erhält Bryan Adams den Legenden-„Bambi“ für sein Werk, sein soziales Engagement und seine Arbeit als Fotograf.

Sonntag, 23.08. / 07:05 Uhr / Pop Secret Stories: Der Teufel trägt Prada 2 – Anne Hathaways großes Kino-Comeback?
Film von Fatemeh Khodadadian
(Erstsendung: 12.04.2026)

2026 kommen so viele Filme mit Anne Hathaway in die Kinos wie noch nie. Es ist der bisherige Peak ihrer Karriere. Aber soweit wäre es fast nicht gekommen.

Denn ausgerechnet ihr Oscargewinn 2013 machte sie zur meistgehassten Person Hollywoods. Ein Moment, der fast ihre Karriere zerstörte. Jetzt, wo mit „Der Teufel trägt Prada 2“ ihr Comeback beginnt, schaut „Pop Secret Stories“ auf diesen entscheidenden Moment zurück.

Warum wendet sich die Öffentlichkeit gegen jemanden, der alles richtig macht – und was sagt das über die Gesellschaft aus?

Sonntag, 23.08. / 09:05 Uhr / Warum lohnt sich ein sokratisches Leben, Agnes Callard?
(aus der SRF-Gesprächsreihe „Sternstunde Philosophie“)
(Erstsendung: 14.06.2026)

Sokrates war ein radikaler Denker, so radikal, dass ihn die Athener zum Tode verurteilten. Die Philosophin Agnes Callard plädiert dafür, es ihm in seiner Wahrheitssuche gleichzutun.

Denn sie stimmt Sokrates zu: Nur das geprüfte Leben ist es wert, gelebt zu werden. Barbara Bleisch fragt Agnes Callard, wie ein sokratisches Leben gelingt, warum Sokrates offen war für Polyamorie und weshalb er bereit war, den Schierlingsbecher zu trinken.

Agnes Callard, Professorin für Philosophie in Chicago, verteidigt Sokrates als Vorbild für die Gegenwart: Ein gutes Leben, so ihre These, setzt voraus, dass wir es unablässig prüfen und uns unbequemen, „unzeitgemäßen“ Fragen stellen. Stattdessen organisieren die meisten ihren Alltag im Viertelstundentakt und dringen nie zum tieferen Sinn des Lebens vor.

Für Callard besteht dieser in der Idee der Aspiration: dem beständigen Streben nach intellektueller Reife, die nichts mit Selbstoptimierung, aber viel mit der Einsicht in die eigene Unwissenheit und der Sehnsucht nach Wissen zu tun hat. Die gute Nachricht: Wir sind in diesem Streben nicht allein. Ganz wie Sokrates ist sie der Ansicht, dass wir nur dank des Dialogs mit anderen zu Wissen vordringen. Das menschliche Streben denkt sie bis in die intimsten Bereiche weiter: in einer „aufstrebenden Ehe“ wachsen die Liebenden gemeinsam als Personen.

Sonntag, 23.08. / 11:15 Uhr / 3satFestspielsommer: Klassik Open Air Nürnberg 2026
Aufzeichnung, Juli 2026
Im Streaming: 23. August 2026, 06.00 Uhr bis 22. August 2027
Orchester: Staatsphilharmonie Nürnberg
Musikalische Leitung: Jonathan Darlington
Regie: Hans Hadulla

Klasse Klassik, Picknick im Park und Wunderkerzen-Flimmern: Das Klassik Open Air im Nürnberger Luitpoldhain gilt als größte Klassik-Party unter der europäischen Sonne.

Anfang August 2026 gestalten die Nürnberger Symphoniker die zweite Runde des Sommer-Events. Im Jahr ihres 80. Jubiläums präsentiert das Orchester unter Chefdirigent Jonathan Darlington ein schwungvolles Programm mit starker lateinamerikanischer Prägung.

Den Auftakt macht George Gershwins „Cuban Overture“. Star-Trompeter Pacho Flores spielt seine Komposition „Morocota“ und Efraín Oschers Trompetenkonzert „Danzas latinas“. Es folgen Paul Dukas‘ „Der Zauberlehrling“ und die von Cellist Paul Desenne bearbeitete „Tritsch-Tratsch-Polka“.

Sonntag, 23.08. / 16:40 Uhr / Frühstück bei Tiffany
(Breakfast at Tiffany’s)
Spielfilm, USA 1960
Im Streaming: 23. August 2026, 06.00 Uhr bis 29. August 2026
Regie: Blake Edwards
Länge: 111 Minuten

In New York lebt Holly in den Tag hinein und lässt sich ihren aufwendigen Lebensstil durch reiche Verehrer finanzieren. Doch dann verliebt sie sich in den mittellosen Schriftsteller Paul.

Audrey Hepburn revolutionierte in ihrer wohl bekanntesten Rolle das Frauenbild der 1960er-Jahre und mauserte sich zur Stilikone. Die Vorlage zu dieser von leichter Hand geschriebenen Komödie von Blake Edwards lieferte Truman Capote.

Holly Golightly, ein freches, aber liebenswertes Callgirl, verbringt ihre New Yorker Nächte mit Partys und reichen Männern. Ihr liebster Ort in der Millionenstadt ist vor dem Schaufenster des Nobel-Juweliers Tiffany. Nach durchfeierten Nächten kommt sie dort gern zum Frühstücken vorbei. Hollys neuer Nachbar, der Schriftsteller Paul Varjak, ist fasziniert von der stilbewussten jungen Frau. Bald verbindet die beiden eine enge Freundschaft.

Als eines Tages Hollys Ex-Ehemann vor der Tür steht, erfährt Paul mehr über Hollys Vergangenheit und ihre ärmliche Herkunft. Paul fühlt sich immer mehr zu Holly hingezogen. Doch sie verfolgt weiterhin den Plan, einen reichen Mann zu heiraten. Ein einflussreicher brasilianischer Großgrundbesitzer scheint der Richtige zu sein.

Kein Film setzt den verträumten Charme und die anmutige Schönheit Audrey Hepburns besser in Szene als „Frühstück bei Tiffany“, eine zeitlos elegante Komödie, die zu den ersten großen Erfolgen von Blake Edwards („Der rosarote Panther“) gehört. Mit erfrischender Leichtigkeit erzählt der Film von dem durchaus hintergründigen Charakter einer schillernden Kindfrau, die hinter ihrer Fassade aus Naivität und Weltfremdheit eine große Souveränität und Unabhängigkeit verbirgt.

Zu einer Zeit, in der Sex im Hollywood-Kino kaum erwähnt wurde, setzte Edwards mit seinem anspielungsreichen Film Maßstäbe.

Darsteller:
Holly Golightly: Audrey Hepburn
Paul Varjak: George Peppard
2-E: Patricia Neal
Mr. Yunioshi: Mickey Rooney
Doc Golightly: Buddy Ebsen

Montag, 24.08. / 02:30 Uhr / Soundtrack Österreich – Von heiler Welt und Rock ’n‘ Roll (1/4)
Film von Robert Pöcksteiner (aus der ORF-Reihe „zeit.geschichte“)
(Erstsendung: 28.12.2019)

„Soundtrack Österreich“ geht auf einen unterhaltsamen Streifzug durch sieben Jahrzehnte österreichischer Musik- und Zeitgeschichte. Den Auftakt macht die Ära der 1950er-Jahre.

In vier Teilen würdigt die Reihe große Hits der österreichischen Musikgeschichte und erzählt zugleich vom Zeitgeschehen. Stars und Zeitzeugen wie Wolfgang Ambros, Peter Kraus, Waltraut Haas, Marianne Mendt und Andre Heller geben persönliche Einblicke.

Nach dem Zweiten Weltkrieg bringt die Musik ein Stück heile Welt in die Wohnungen des Landes. Waltraut Haas begeistert als „Mariandl“, Peter Alexander wird zum Publikumsliebling, und mit Peter Kraus hält der Rock’n’Roll Einzug in die Wohnzimmer der Nachkriegsgeneration.

Montag, 24.08. / 03:15 Uhr / Soundtrack Österreich – Von Minirock und Jugendrevolte (2/4)
Film von Robert Pöcksteiner (aus der ORF-Reihe „zeit.geschichte“)
(Erstsendung: 28.12.2019)

Mit Udo Jürgens‘ Sieg beim Eurovision Song Contest 1966 beginnt für Österreich ein neues Kapitel der Unterhaltungsmusik. Die 1960er-Jahre stehen für Aufbruch und ein neues Lebensgefühl.

Internationale Popstars wie die Beatles und die Rolling Stones begeistern die Jugend, während Radio Ö3 zur Stimme einer neuen Generation wird. Persönlichkeiten wie André Heller prägen die Musiklandschaft und geben der Zeit ihren eigenen Klang.

Doch die Jugend will mehr als Tanzen: Zwischen der konservativen Kriegsgeneration und den freiheitsliebenden Nachkriegsjahrgängen wachsen die Spannungen. Kristina Sprenger präsentiert die Doku-Reihe mit Zeitzeugen wie André Heller, Wolfgang Ambros, Joesi Prokopetz, Christian Kolonovits und Waltraut Haas.

„Soundtrack Österreich“ geht auf einen unterhaltsamen Streifzug durch sieben Jahrzehnte österreichischer Musik- und Zeitgeschichte.
In vier Teilen würdigt die Reihe große Hits der österreichischen Musikgeschichte und erzählt zugleich vom Zeitgeschehen.

Montag, 24.08. / 04:05 Uhr / Soundtrack Österreich – Von Glockenhosen und Austropop (3/4)
Film von Robert Pöcksteiner (aus der ORF-Reihe „zeit.geschichte“)
(Erstsendung: 29.12.2019)

Die 1970er-Jahre gelten als „Ära Kreisky“: Eine Zeit des gesellschaftlichen Aufbruchs, in der politische und soziale Veränderungen Österreich nachhaltig prägen.

Gleichzeitig erlebt der Austropop seinen Durchbruch. Marianne Mendt eröffnet mit „Wie a Glockn“ die Dialektwelle, Wolfgang Ambros setzt mit „Da Hofa“ neue Maßstäbe. Auch Georg Danzer, Arik Brauer und Peter Cornelius prägen den neuen österreichischen Sound.

Neben den großen Austropop-Stars entstehen auch außergewöhnliche Musikphänomene wie die für ihre exzessiven Bühnenshows bekannten Drahdiwaberl. Zu Wort kommen unter anderen Wolfgang Ambros, Joesi Prokopetz, André Heller, Marianne Mendt, Arik Brauer, Peter Rapp, Waterloo und Jazz Gitti.

„Soundtrack Österreich“ geht auf einen unterhaltsamen Streifzug durch sieben Jahrzehnte österreichischer Musik- und Zeitgeschichte.
In vier Teilen würdigt die Reihe große Hits der österreichischen Musikgeschichte und erzählt zugleich vom Zeitgeschehen.

Montag, 24.08. / 04:50 Uhr / Soundtrack Österreich – Von Schulterpolstern und Hitexporten (4/4)
Film von Robert Pöcksteiner (aus der ORF-Reihe „zeit.geschichte“
(Erstsendung: 29.12.2019)

Die 1980er-Jahre sind geprägt von wirtschaftlichem Aufschwung, aber auch von Skandalen und politischen Debatten. Affären wie der Weinskandal und die Waldheim-Debatte erschüttern die Republik.

Auch die Musik reagiert auf die gesellschaftlichen Entwicklungen. Die EAV wird zu einer festen Größe des Austropop, während STS und Rainhard Fendrich große Erfolge feiern. Mit „I Am from Austria“ schafft Fendrich eine neue inoffizielle Hymne des Landes.

Die 1980er Jahre sind aber vor allem die Zeit Falcos. Mit „Rock Me Amadeus“ gelingt ihm als erstem österreichischen Popstar der Sprung an die Spitze der US-Charts. Die Dokumentation spannt den Bogen von Falco bis zu heutigen Austropop-Interpreten wie Pizzera & Jaus oder Voodoo Jürgens. Mit unter anderen Wolfgang Ambros, Joesi Prokopetz, André Heller, Arik Brauer, Erika Pluhar, Gerd Steinbäcker und Ewald Pfleger.

„Soundtrack Österreich“ geht auf einen unterhaltsamen Streifzug durch sieben Jahrzehnte österreichischer Musik- und Zeitgeschichte.
In vier Teilen würdigt die Reihe große Hits der österreichischen Musikgeschichte und erzählt zugleich vom Zeitgeschehen.

Montag, 24.08. / 05:40 Uhr / Hier spielt die Blasmusik – Tirol zwischen Klang & Klischee
Film von Diana Foidl (aus der ORF-Reihe „Österreich-Bild“)
(Erstsendung: 07.12.2025)

In Tirol gibt es mehr Blasmusikkapellen als Gemeinden. Kaum ein anderes Musikgenre ist so tief in der Gesellschaft verankert und prägt die regionale Identität bis heute.

Über Jahrzehnte haben Kriege, politische Entwicklungen sowie gesellschaftliche und musikalische Veränderungen die Tiroler Blasmusik beeinflusst. Doch vor allem sind es die Musikantinnen und Musikanten selbst, die ihre Geschichte geschrieben haben.

Die Dokumentation „Hier spielt die Blasmusik – Tirol zwischen Klang & Klischee“ erzählt die Geschichte und Geschichten der Tiroler Blasmusik und zeigt ihre Bedeutung für Land und Menschen.

Dienstag, 25.08. / 12:50 Uhr / Bregenzer Festspiele: Verdis La traviata – Hinter den Kulissen der größten Seebühne der Welt
Film von Nikolaus Küng (aus der ORF-Reihe „Österreich-Bild“)
(Erstsendung: 02.08.2026)

Wind, Wasser, Technik und große Emotionen: Die Bregenzer Festspiele 2026 bringen zu ihrem 80. Geburtstag erstmals Verdis „La traviata“ auf die Seebühne.

Die Dokumentation blickt hinter die Kulissen der größten Seebühne der Welt und begleitet die Entstehung dieses außergewöhnlichen Opernereignisses über ein ganzes Jahr hinweg.

Von den ersten musikalischen Proben über den Bau des spektakulären Bühnenbilds bis hin zu den letzten Vorbereitungen vor der Premiere zeigt der Film, wie aus einer künstlerischen Vision ein außergewöhnliches Opernspektakel entsteht.

Mittwoch, 26.08. / 20:15 Uhr / Der Kampf um die Kultur – Ostdeutschland vor der Wahl
Film von Lisa Plank und Johanna Lazar
Im Streaming: 26. August 2026, 06.00 Uhr bis 26. August 2031
Erstausstrahlung

Kultur galt lange als Raum der Freiheit. Doch im Wahljahr 2026 wird sie zum politischen Kampffeld. Wer entscheidet künftig, was gefördert, erinnert und erzählt wird?

Die AfD fordert eine „patriotische Kulturpolitik“. Der Film begleitet Künstlerinnen und Künstler, Kulturinstitutionen sowie Politikerinnen und Politiker in Ostdeutschland und zeigt, wie Kultur zum politischen Machtinstrument wird.

Auf Dorfplätzen, in Jugendkulturen, in Theatern und Museen wird sichtbar, wie heftig inzwischen um kulturelle Deutungshoheit gerungen wird. Während die AfD Kultur gezielt als politischen Hebel nutzt, erleben viele Kulturschaffende wachsenden Druck und fragen sich, wie frei Kunst und Kultur künftig noch sein können.

Die Dokumentation begleitet Menschen, die diesen Wandel unmittelbar erleben, und fragt, was auf dem Spiel steht, wenn Kultur zum Schauplatz politischer Auseinandersetzungen wird. Es geht um Identität, Erinnerung und die Frage, welche Geschichten eine Gesellschaft künftig über sich selbst erzählt.


Samstag, 29.08. / 10:40 Uhr / Sommernachtskonzert Schönbrunn 2026
Schlosspark Schönbrunn, Juni 2026
Programm:
Franz von Suppè, Ouvertüre zur Operette „Leichte Kavallerie“
Arrigo Boito, „Son lo spirito che nega“, Arie des Mefistofele aus der Oper „Mefistofele“
Giacomo Puccini, Intermezzo zum 3. Akt aus der Oper „Manon Lescaut“
Giuseppe Verdi, „Ehi! paggio!“, Arie des Falstaff aus der Oper „Falstaff“
Peter I. Tschaikowsky, Trepak aus dem Ballett „Der Nussknacker“
Florence Price, „Adoration“ (Arrangement: Elaine Fine)
Erich Wolfgang Korngold, „Straussiana“
Richard Wagner, „Abendlich strahlt der Sonne Auge“ aus der Oper „Das Rheingold“
Jules Massenet, „Méditation“ aus der Oper „Thaïs“
Solist: Rainer Honeck
Maurice Ravel, „Daphnis et Chloé“, Suite Nr. 2
Jerry Bock, „If I Were a Rich Man“, Lied des Tevje aus dem Musical „Fiddler on the Roof“

Mitwirkender: Bryn Terfel
Orchester: Wiener Philharmoniker
Musikalische Leitung: Lorenzo Viotti
Regie: Henning Kasten
(Erstsendung: 20.06.2026)

Vor der Traumkulisse von Schloss Schönbrunn laden die Wiener Philharmoniker auch 2026 zum traditionellen Open-Air-Konzert ein.

Erstmals dirigiert Lorenzo Viotti das Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker. Auf dem Programm stehen bekannte Melodien aus Oper, Operette und Musical. Als Solist ist der walisische Bariton Bryn Terfel zu erleben.

Der Schwerpunkt des diesjährigen Programms liegt auf bekannten Opern- und Operettenmelodien sowie auf Musical-Hits. Der international gefragte Dirigent Lorenzo Viotti hat sich insbesondere im Opern- und Konzertrepertoire einen Namen gemacht und begeistert durch seine energiegeladene, präzise und zugleich emotional tiefgehende Interpretation. Der walisische Bariton Bryn Terfel zählt zu den herausragenden Sängern seiner Zeit und ist weltweit für seine ausdrucksstarken Opernrollen sowie seine eindrucksvolle Bühnenpräsenz bekannt.

Die Wiener Philharmoniker gelten zu Recht als einer der bedeutendsten kulturellen Botschafter Österreichs. Die verbindende Kraft der Musik ist ihnen dabei wichtig – als Zeichen von Hoffnung, Toleranz und Völkerverständigung.

Samstag, 29.08. / 15:30 Uhr / Bregenzer Festspiele: Verdis La traviata – Hinter den Kulissen der größten Seebühne der Welt
Film von Nikolaus Küng
(aus der ORF-Reihe „Österreich-Bild“)
(Erstsendung: 02.08.2026)

Wind, Wasser, Technik und große Emotionen: Die Bregenzer Festspiele 2026 bringen zu ihrem 80. Geburtstag erstmals Verdis „La traviata“ auf die Seebühne.

Die Dokumentation blickt hinter die Kulissen der größten Seebühne der Welt und begleitet die Entstehung dieses außergewöhnlichen Opernereignisses über ein ganzes Jahr hinweg.

Von den ersten musikalischen Proben über den Bau des spektakulären Bühnenbilds bis hin zu den letzten Vorbereitungen vor der Premiere zeigt der Film, wie aus einer künstlerischen Vision ein außergewöhnliches Opernspektakel entsteht.

Samstag, 29.08. / 19:20 Uhr / Metropolen des Pop: Mailand
Film von Jane Hardy
Im Streaming: 28. Juli 2026, 10.00 Uhr bis 10. Juli 2031
Erstausstrahlung

Ob Mode, Design oder Popmusik – „Metropolen des Pop: Mailand“ zeigt, wie die norditalienische Industriestadt zum Zentrum des guten Geschmacks avancierte.

Mailand wirkt lässig, unaufgeregt. Doch hinter der scheinbaren Mühelosigkeit steckt harte Arbeit. Die Dokumentation erzählt von einer Stadt, die die Kunst perfektioniert hat, Anstrengung unsichtbar zu machen – und gerade dadurch weltweit Trends setzt.

Wenn man an Eleganz, Stil und perfekte Inszenierung denkt, dann denkt man an Mailand. Dort entscheidet sich, was morgen getragen wird, dort entstehen Designikonen, dort wird Popkultur zum Ausdruck gesellschaftlicher Entwicklungen. Doch hinter der glamourösen Fassade verbirgt sich eine andere Geschichte: die einer Stadt, die Erfolg nicht dem Zufall überlässt.

„Metropolen des Pop: Mailand“ begibt sich auf die Spur eines Prinzips, das die Stadt seit Jahrhunderten prägt. In Mailand gilt Schönheit nicht als Luxus, sondern als Ergebnis von Präzision, Disziplin und harter Arbeit. Modemacherin Gentucca Bini zeigt, wie eng Kreativität und Perfektion zusammengehören. Selbst Arbeitskleidung für Luxushotels wird dort mit derselben Sorgfalt entworfen wie die Kollektionen großer Modemarken.

Dieses Streben nach Perfektion prägt auch das Design. Beim „Salone del Mobile“, der größten Möbelmesse der Welt, zeigt sich Jahr für Jahr, wie Mailand Funktion und Ästhetik verbindet. In der „Triennale Milano“ bewahrt Kurator Marco Sammicheli Objekte, die Alltagsgegenstände und weltberühmte Designklassiker zugleich sind.

In Italien gibt es für die Mailänder Lebensart ein eigenes Wort: Sprezzatura. Gemeint ist die Kunst, Anstrengung unsichtbar zu machen und Perfektion mühelos erscheinen zu lassen. Genau dieses Prinzip prägt auch die Musik der Stadt. Schon Adriano Celentano verband eingängige Melodien mit gesellschaftlicher Beobachtung. Bis heute erzählen viele der bekanntesten italienischen Popsongs von den Spannungen hinter der glänzenden Oberfläche.

Samstag, 29.08. / 20:15 Uhr / 3satFestspielsommer: La Traviata – von den Bregenzer Festspielen 2026
Mit Lilli Paasikivi, Paolo Fantin
Musik: Giuseppe Verdi
Regie: Damiano Michieletto
Bildregie: Henning Kasten

Das Trinklied „Libiamo ne‘ lieti calici“ ist wohl eine der bekanntesten Opernmelodien aller Zeiten. Sie wird 2026 zum ersten Mal auf der Seebühne in Bregenz erklingen.

In den 80 Jahren seit der Gründung der Festspiele stand Giuseppe Verdis Opernklassiker „La traviata“ bisher noch nie auf dem Spielplan. Das wollte die neue Festspielintendantin Lilli Paaskivi ändern.

Für dieses Jubiläum verlegt der italienische Regisseur Damiano Michieletto die Handlung in die Ära der „Roaring Twenties“, inspiriert vom glamourösen Flair von Fitzgeralds „The Great Gatsby“. „Die vom Weg Abgekommene“ findet sich in einer Welt wieder, in der scheinbar alles erlaubt ist – alles, außer echter Liebe. Zwischen Jazzclubs und dekadenten Festen, Lebenshunger und Zerbrechlichkeit steht Violetta vor einer Entscheidung, die ihr Schicksal für immer besiegeln soll.

Samstag, 29.08. / 22:30 Uhr / Die New Yorker Nachtclub-Ikone aus Bern
Film von Sibilla Semadeni
Erstausstrahlung

Susanne Bartsch verlässt mit 16 die Schweiz und sucht in Londons Clubszene nach einer Sprache für das, was in ihr brodelt: Stil, Rebellion und Selbstbestimmung. Die Suche endet in New York.

Doch die Schweiz bleibt Teil ihrer Identität. 2025 kehrt sie mit einer großen Ausstellung in Zürich nach Hause zurück und schließt den Kreis einer ikonischen Biografie. – Eine filmische Reise zurück an die Orte ihrer Herkunft und ihres Aufbruchs.

Schon früh spürt Susanne Bartsch: Die Schweiz ist zu eng für ihren Geist. Als Jugendliche taucht sie in Londons Untergrund ab, später zieht sie ins legendäre „Chelsea Hotel“ nach Manhattan. In Clubs, auf Straßen und in neuen Freundschaften beginnt damals ihre Suche nach Identität – und die Transformation zu dem, was sie später werden wird.

Am Valentinstag 1981 landet Susanne Bartsch in New York – und bleibt. Ihre Partys werden zu einem Zufluchtsort der Queer-Community. Der aufkommenden Aids-Krise entgegnet sie mit einem Zeichen: dem legendären „Love Ball“. Mit ihrer Truppe reist sie um die Welt und erschafft Räume für Freiheit und Exzess. Später wird sie Mutter – ein neuer Kontrast in einem Leben voller Brüche.

Nach Jahrzehnten im internationalen Rampenlicht blickt sie heute aus ihrem exzentrischen Alltag auf eine wohlbehütete Kindheit am Rand von Bern zurück und besucht mit ihrer Schwester den Ort ihrer Kindheit – und eine Schweiz, die sie nie ganz losgelassen hat.

Sonntag, 30.08. / 3satThementag: Naturschönheit Kärnten

Montag, 31.08. / 22.25 Uhr / Anja Niedringhaus – Die Fotografin und der Krieg
3satDokumentarfilmzeit
Dokumentarfilm von Yury und Sonya Winterberg, Deutschland 2025
Im Streaming: 31. August 2026, 06.00 Uhr bis 8. Dezember 2026
Länge: 90 Minuten

Anja Niedringhaus wurde als Fotografin für die Bildagenturen EPA und AP zur Wegbereiterin in einem bis heute männlich dominierten Beruf. Ihr Blick galt vor allem den Menschen im Krieg.

Den Begriff „Kriegsfotografin“ lehnte sie für sich ab. Stattdessen dokumentierte sie die Folgen von Kriegen für die Menschen und suchte selbst im größten Grauen nach Momenten der Humanität. Für ihre Arbeit wurde sie mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet.

Nach ihrer Ermordung 2014 wurde der Fall rasch als Tat eines islamistischen Einzeltäters eingeordnet. Der Dokumentarfilm stellt diese Sichtweise infrage und beleuchtet politische sowie personelle Hintergründe. Zugleich würdigt er das Werk von Anja Niedringhaus, deren Bilder und Schicksal zu einem eindringlichen Appell für Frieden werden.

Montag, 31.08. / 01.55 Uhr / Oben Ohne Open Air 2025 – Edwin Rosen
Im Streaming: 31. August 2026, 06.00 Uhr bis 6. September 2026
(Erstsendung: 27.11.2025)

Kein Sommer in München ohne das „Oben ohne Open Air“. Das nicht kommerzielle Festival für junge Leute bringt nationale und internationale Acts auf den Königsplatz – und hat Kultstatus.

BHZ, Ennio, Badmómzjay, Jeremias, Nura: Viele bekannte Musiker standen dort schon auf der Bühne. In dieser Folge rückt Edwin Rosen in den Mittelpunkt.

2020 sorgte er mit „leichter/kälter“ erstmals für Aufmerksamkeit. Fünf Jahre später gilt er als prägende Kraft der „Neue Neue Deutsche Welle“, spielt ausverkaufte Konzerte und beeinflusst zahlreiche Künstlerinnen und Künstler. 2025 war Edwin Rosen live beim „Oben ohne Open Air“ auf dem Münchner Königsplatz zu erleben.

Montag, 31.08. / 02.50 Uhr / Oben Ohne Open Air 2025 – Kasi
Im Streaming: 31. August 2026, 06.00 Uhr bis 6. September 2026
(Erstsendung: 29.01.2026)

Junge Musik, gute Stimmung und günstige Tickets: Das „Oben ohne Open Air“ bringt auch 2025 wieder angesagte Bands auf den Münchner Königsplatz. Dieses Mal unter anderem mit Kasi.

Ob BHZ, Ennio, Badmómzjay, Jeremias oder Nura – viele bekannte Acts standen dort bereits auf der Bühne. Nach Stationen an der Alten Messe und in Riem ist das „Oben ohne Open Air“ wieder zurück am Königsplatz und lockt inzwischen rund 20.000 Fans an.

Montag, 31.08. / 03.35 Uhr / Oben Ohne Open Air 2025 – Levin Liam
Im Streaming: 31. August 2026, 06.00 Uhr bis 6. September 2026
(Erstsendung: 05.02.2026)

Junge Musik, gute Stimmung und günstige Tickets: Das „Oben ohne Open Air“ bringt auch 2025 wieder angesagte Bands auf den Münchner Königsplatz. Dieses Mal unter anderen mit Levin Liam.

BHZ, Ennio, Badmómzjay, Jeremias oder Nura: Viele bekannte Acts standen beim „Oben ohne Open Air“ bereits auf der Bühne. Nach Jahren an der Alten Messe und in Riem ist das Festival wieder an den Königsplatz zurückgekehrt und lockt rund 20.000 Fans an.

Montag, 31.08. / 04.25 Uhr / Nürnberg Pop Festival 2025 – Sharktank
(Erstsendung: 22.01.2026)

Im Oktober 2025 standen Sharktank beim renommierten „Nürnberg Pop Festival“ auf der Bühne – einem der wichtigsten Showcase-Festivals Süddeutschlands.

Vor Hunderten Musikfans in der Nürnberger Altstadt präsentierte die Band ihre energiegeladene Liveshow. Sharktank verbindet Indie-Pop-Melodien mit Rap-Elementen und modernen Klangflächen.

Die Auftritte der Gruppe leben von ihrer Vielseitigkeit und musikalischen Offenheit. Zwischen eingängigen Melodien, markanten Beats und innovativen Sounds schaffen Sharktank einen unverwechselbaren Stil, der auch beim „Nürnberg Pop Festival“ begeisterte.

Montag, 31.08. / 05.25 Uhr / Nürnberg Pop Festival 2025 – TJARK
(Erstsendung: 19.02.2026)

Das „Nürnberg Pop“ gilt als größtes Club- und Showcase-Festival Süddeutschlands. Seit 2011 verwandelt es die Nürnberger Altstadt in eine Bühne für Musik.

Konzerte finden in Kirchen, Museen, Bekleidungsgeschäften und Musikclubs statt. Die ungewöhnlichen Spielstätten machen den Charakter des Festivals aus. In dieser „PULS Festivalheimat“-Folge steht Singer-Songwriter TJARK im Mittelpunkt.

Trotz seines jungen Alters sorgen hohe Streamingzahlen, ausgedehnte Tourneen und starke Liveauftritte für große Aufmerksamkeit. Begonnen hat er als Straßenmusiker, heute gilt er als emotionaler Geschichtenerzähler und Stimme seiner Generation. Im März 2026 erschien sein Debütalbum „Auch wenn’s uns morgen nicht mehr gibt“.

Dienstag, 01.09. / 21:45 Uhr / Pop Secret Stories: Werner Herzogs Pinguin – Wie der Kultregisseur zum Social Media Hype wurde
Film von Luisa Starck
(Erstsendung: 26.04.2026)

Ein Pinguin, der nihilistisch in seinen sicheren Tod watschelt, eroberte Anfang 2026 das Internet. Dahinter steckt: ein Dokumentarfilm des legendären Regisseurs Werner Herzog.

Doch wie konnte diese Tierdokumentation zum Social-Media-Hype werden, und stimmt das mit dem nihilistischen Pinguin überhaupt? „Pop Secret Stories“ widmet sich der wahnwitzigen Karriere von Werner Herzog und seinem recht speziellen Umgang mit der Wirklichkeit.

Wie konnte Werner Herzog in den USA zum Superstar werden, und warum ist der Pinguin seine finale Rache am deutschen Kino?


Samstag, 05.09. / 19:20 Uhr / Metropolen des Pop: Prag
Film von Alexander Lechner
Im Streaming: 6. August 2026, 10.00 Uhr bis 10. Juli 2031
Erstausstrahlung

Melancholie, Humor und Provokation: „Metropolen des Pop: Prag“ zeigt die Popkultur einer Stadt zwischen Kommunismus-Erbe und künstlerischem Aufbruch.

Prag ist heute einflussreiche Pop-Hauptstadt. Aus Zensur und Begrenzung ist eine lebendige Kulturszene erwachsen, die Melancholie und Optimismus gleichermaßen feiert.

Prag liegt im Herzen Mitteleuropas, wo slawische, deutsche, österreichische und jüdische Einflüsse seit Jahrhunderten aufeinandertreffen. Aus einem von Zensur geprägten System ist eine vielfältige Popkultur hervorgegangen, die Freiheit neu verhandelt.

Die Dokumentation „Metropolen des Pop: Prag“ folgt dieser Entwicklung durch Musikclubs, Filmstudios und Kunsträume. Künstler wie Adam Mišík und Marta Jandová greifen die Melancholie der Vergangenheit auf und übersetzen sie in zeitgenössische Musik. Gleichzeitig verkörpern Künstler wie Karel Gott und Miroslav Žbirka die Spannungen zwischen staatlicher Kontrolle und internationalem Erfolg. Orte wie der legendäre Lucerna-Palast machen diese Geschichte bis heute erfahrbar.

Auch als Filmstadt hat Prag eine lange Tradition: Die Barrandov-Studios gelten als „europäisches Hollywood“. Regisseur Martin Kopp bricht mit Tabus, Produzent Petr Jákl setzt auf historische Stoffe wie den Mythos um Jan Žižka. Einer der größten Exportschlager sind nach wie vor Märchenfilme. Heute nostalgische Erinnerungen an die Kindheit, boten sie früher kreative Freiräume in einem streng kontrollierten System.

Der Einfluss Franz Kafkas bleibt überall spürbar – in Literatur, Musik und Kunst. Künstler wie David Černý übersetzen dieses kafkaeske Lebensgefühl in Arbeiten im öffentlichen Raum, die irritieren und zugleich typisch für die Stadt sind.

Prag ist eine Stadt voller Widersprüche. In Kneipen, auf Bühnen und in Ausstellungen wird diese Vielfalt sichtbar – als Popkultur, die aus ihrer Geschichte lebt.

Samstag, 05.09. / 20:15 Uhr / 3satFestspielsommer: Andrea Bocelli ~ Romanza
Eine musikalische Nacht in der Toskana
Im Streaming: 5. September 2026, 10.00 Uhr bis 5. März 2027
Regie: Catharina Kleber
Erstausstrahlung

Vor der Kulisse der toskanischen Hügel lädt Andrea Bocelli auf die Bühne des „Teatro del Silenzio“ zu einem musikalischen Sommerabend voller Emotionen, großer Stimmen und besonderer Gäste.

Unter freiem Himmel präsentiert Andrea Bocelli ein vielseitiges Programm mit internationalen Gästen. Zu hören sind Opernklassiker und populäre Hits – darunter natürlich auch „Time to Say Goodbye“ von Francesco Sartori.

Andrea Bocelli steht im „Teatro del Silenzio“ in der Toskana auf der Bühne, unweit seines Geburtsortes Lajatico. Der Ort wird nur einmal im Jahr für ein Konzert geöffnet und bietet mit seiner Landschaft eine besondere Kulisse für diesen Abend.

Das Programm verbindet Opernklassiker mit bekannten Stücken aus Bocellis Repertoire. Im Mittelpunkt stehen seine Stimme, die offene Bühne und die Atmosphäre eines Sommerabends unter freiem Himmel.

Begleitet wird Bocelli von internationalen Gästen aus Oper, Pop und Klassik. Mit dabei ist auch Henry Maske: Der frühere Boxweltmeister beendete 1996 seine Karriere zu Sartoris Abschiedslied.

Samstag, 05.09. / 21:45 Uhr / Aus der Kölner Philharmonie: Marie Jacquot – Sommernachtsträume
Im Streaming: 5. September 2026, 06.00 Uhr bis 3. Dezember 2026
Programm:
– Henry Purcell: Suite aus „The Fairy Queen“
– Kristine Tjøgersen: „Wolpertinger“ (Auftragswerk
des WDR Sinfonieorchesters)
– Felix Mendelssohn Bartholdy: „Ein Sommernachtstraum“
Chor: NDR Vokalensemble, WDR Rundfunkchor
Orchester: WDR Sinfonieorchester
Musikalische Leitung: Marie Jacquot
Erstausstrahlung

Marie Jacquot verbindet Purcells „The Fairy Queen“, Mendelssohns „Sommernachtstraum“ und Musik der norwegischen Komponistin Kristine Tjøgersen zu einer Reise durch Shakespeares Zauberwelten.

Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ inspiriert dieses Programm des WDR Sinfonieorchesters. Unter der Leitung von Marie Jacquot treffen Henry Purcells barocke „Fairy Queen“ und Felix Mendelssohns romantische Schauspielmusik auf die fantasievollen Klangwelten.

Ein Konzert zwischen Traum, Natur und Märchenwelt.

Sonntag, 06.09. / 10:05 Uhr / Das Jüdische Museum Wien
Film von Karl Hohenlohe
(aus der ORF-III-Reihe „Aus dem Rahmen“)
(Erstsendung: 04.11.2025)

Karl Hohenlohe begibt sich auf die Spuren des jüdischen Wiens und besucht anlässlich des 130-jährigen Bestehens das Jüdische Museum Wien.

Kunstvermittlerin Hannah Landsmann führt durch die Ausstellung in der Dorotheergasse, gewährt Eintritt ins Museumsarchiv und gibt Einblicke in die jüdische Kultur. Ein Spaziergang durch die Wiener Innenstadt begibt sich auf die Spuren des mittelalterlichen Wiens.

Eine Station ist der Judenplatz, wo Museumsdirektorin Barbara Staudinger die rund 800-jährige Geschichte des Judentums in der österreichischen Hauptstadt lebendig werden lässt.

Sonntag, 06.09. /10:50 Uhr / Literaturclub
(Erstsendung: 01.09.2026)

„Literaturclub“ diskutiert die neuesten literarischen Entdeckungen und gibt Orientierungshilfe im Buchmarkt.

In der Gesprächssendung werden jeweils vier bis fünf Neuerscheinungen besprochen.

Sonntag, 06.09. / 12:30 Uhr / Druckfrisch ~ Neue Bücher mit Denis Scheck
Im Streaming: 6. September 2026, 06.00 Uhr bis 12. September 2026
(Erstsendung: 23.08.2026)

Orientierung im Bücherdschungel verspricht Denis Scheck. Scheck besucht Schriftsteller, stellt Neuerscheinungen vor und spart dabei weder an Lob noch an Kritik.

Seine bissigen und humorvollen Kommentare zu den Büchern der Spiegelbestenliste aus der Kölner Bücherhalle sind beliebt und gefürchtet. Im persönlichen Gespräch entlockt er Autoren aktueller Bestseller interessante Hintergründe zu ihren Werken.

Sonntag, 06.09. / 17:05 Uhr / Charleys Tante
Spielfilm, Österreich 1963
Im Streaming: 6. September 2026, 06.00 Uhr bis 5. Oktober 2026
Regie: Géza von Cziffra
Länge: 86 Minuten

Um seinem Bruder Ralf und dessen Freund Charley aus der Patsche zu helfen, verkleidet sich der junge Diplomat Dr. Otto Wilder als Frau.

In der Rolle von Charleys reicher Erbtante aus Brasilien soll er für ein Rendezvous die Anstandsdame zweier attraktiver Schwedinnen mimen. Als dann überraschend die echte Erbtante erscheint, gerät er in Schwierigkeiten. Komödie mit Peter Alexander.

Dr. Otto Wilder ist aus Südamerika nach Wien gekommen, um an der Generalversammlung eines großen Wirtschaftsunternehmens teilzunehmen. Im brasilianischen Generalkonsulat lernt er die Hauptaktionärin Carlotta Ramirez kennen und ist von der schönen jungen Witwe höchst beeindruckt. Am liebsten würde er ihr stundenlang den Hof machen, aber leider hat Carlotta gewisse Verpflichtungen.

So sucht Dr. Wilder stattdessen seinen Bruder Ralf auf, der mit seinem Freund Charley in einer Junggesellenbude lebt. Ralf und Charley ist es gelungen, zwei reizende Mädchen aus Schweden – Britta und Ulla – zu einer kleinen Feier auf dem Dachgarten einzuladen. Doch wegen Ullas strengem Vater wird dringend ein Anstandswauwau benötigt.

Um Ralf und Charley aus der Verlegenheit zu helfen, verkleidet sich Wilder und gibt sich als Charleys Tante aus Brasilien aus. Nicht nur die beiden Mädchen sind entzückt über die Verrücktheiten der fidelen Tante aus Amerika, auch Ullas Vater erliegt bald dem feurigen Charme von Wilder beziehungsweise „Charleys Tante“. Doch als die Stimmung immer ausgelassener wird, erscheint plötzlich die echte Tante auf dem Dachgarten – es ist zu Wilders Schreck niemand anderes als Carlotta Ramirez.

Darsteller:
Dr. Otto Wilder: Peter Alexander
Carlotta Ramirez: Maria Sebaldt
Charley Sallmann: Peter Vogel
Ralf Wilder: Alfred Böhm
August Sallmann: Fritz Eckhardt

Sonntag, 06.09. / 18:30 Uhr / Museums-Check mit Markus Brock: Drei Fotomuseen in Berlin
Gast: Anneke Kim Sarnau
Im Streaming: 6. September 2026, 06.00 Uhr bis 5. September 2031
(Erstsendung: 13.04.2025)

Der Glamour der Modewelt, der Zauber des Moments in Polaroids, Landschaften, die aussehen wie nicht von dieser Welt: Der „Museums-Check“ taucht diesmal in die Welt der Fotografie ein.

Markus Brock besucht die drei wichtigsten Foto-Institutionen Berlins: Das Museum für Fotografie, die Helmut Newton Stiftung und C/O Berlin. Zu Gast ist die Schauspielerin Anneke Kim Sarnau.

„Ich spiele mit Leib und Seele!“, sagt sie über sich selbst – und das überträgt sich auf das Publikum. Sie ist eine der beliebtesten Darstellerinnen in Deutschland, vielfach preisgekrönt und vor allem bekannt als Kommissarin Katrin König in „Polizeiruf 110“. Geboren in Elmshorn, lebt sie seit vielen Jahren in Berlin. Ihre Karriere begann sie 1998 am Wiener Burgtheater und schaffte mit dem Film „Ende der Saison“ (2000) den Durchbruch vor der Kamera. Sie liebt es, starke, eigenwillige Frauen mit Ecken und Kanten zu verkörpern und meint: „Es ist wichtig, dass mehr Frauen ihre Geschichte erzählen und dass auch mehr Frauen in meinem Alter gezeigt werden“. Im „Museums-Check“ spricht sie mit Markus Brock unter anderem über weibliche Klischees in der Fotografie.

Das Berliner Museum für Fotografie ist seit seiner Eröffnung 2004 zum Publikumsmagneten für Fotoliebhaber aus aller Welt avanciert. Das neoklassizistische Museumsgebäude von 1908/09, einst ein Offizierskasino, beherbergt die Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek und die Helmut Newton Stiftung.

Die Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek ist eine der bedeutendsten fotografischen Sammlungen in Deutschland und umfasst Werke aus über 150 Jahren Fotogeschichte. Zu sehen sind unter anderem historische Daguerreotypien, Werke bedeutender Pioniere wie Karl Blossfeldt bis hin zu zeitgenössischer Werbe- und Industriefotografie.

Die beiden unteren Etagen des Museums für Fotografie bespielt die Helmut Newton Stiftung. Newton gründete sie 2003, um sein fotografisches Werk zu bewahren, mit Sitz in Berlin als Hommage an seine Geburtsstadt. 1938 hatte er als Jude überstürzt Berlin verlassen und kehrte 65 Jahre später erstmals als weltberühmter Modefotograf zurück. Seit Newtons Tod im Jahr 2004 ist sein Gesamtwerk in der Stiftung in Berlin untergebracht, ergänzt durch die Werke seiner Frau und ebenfalls erfolgreichen Fotografin June Newton, alias Alice Springs. Die Dauerausstellung „Helmut Newton’s Private Property“ zeigt neben seinen Kameras Newtons eigene Foto- und Kunstsammlung, seine Bibliothek, Ausstellungsplakate und Teile seines Büros in Monte Carlo.

In der Gruppenausstellung „Polaroids“ (7.3.-17.8.2025) sind neben den Werken von Helmut Newton zahlreiche Polaroids internationaler Fotografinnen und Fotografen wie Sandi Fellman und Charles Johnstone zu sehen. Polaroids gelten wegen ihrer schnellen Verfügbarkeit als analoge Vorläufer der digitalen Fotografie. Newton nutzte sie bei Mode-Shootings als Ideenskizzen.

Der „Museums-Check“ besucht außerdem die 2000 gegründete gemeinnützige Stiftung C/O Berlin, die 2025 ihr 25-jähriges Bestehen feierte. Das Ausstellungszentrum für Fotografie und visuelle Medien ist seit 2014 im Amerika-Haus beheimatet, dem ehemaligen Kulturzentrum der USA in Charlottenburg. Die Sonderausstellung „A World in Common. Contemporary African Photography“ (6.7.2023-14.1.2024) zeigt Werke von 22 Künstlerinnen und Künstlern, die die kulturelle Vielfalt Afrikas in Fotos und Videos abseits gängiger Stereotypen widerspiegeln.

Montag, 07.09. / 01:55 Uhr / 70 Jahre ESC – Das Konzert: Reloaded by RSO
Aus dem großen Sendesaal des ORF RadioKulturhaus,
April 2026
Bildregie: Karin Tschabuschnig
Moderation: Lilian Klebow, Teresa Vogl

Seit 1956 prägt der Eurovision Song Contest die europäische Musikkultur – als Bühne großer Emotionen, als Experimentierfeld für neue Klänge und als Treffpunkt gelebter Vielfalt.

Was als visionäres Fernsehprojekt begann, wurde rasch zu einem musikalischen Forum, in dem Länder ihre kulturelle Identität zeigen und zugleich ein gemeinsames europäisches Erlebnis schaffen. Der ESC spiegelt seither die Entwicklungen seiner Zeit wider.

Zum Jubiläum beleuchtet das ORF Radio-Symphonieorchester Wien diesen einzigartigen Klangkosmos in einem festlichen Konzertabend neu. Unter der musikalischen Leitung von Christian Kolonovits erhalten ikonische ESC-Hits eine symphonische Gestalt, die vertraute Melodien neu hörbar macht. Durch den Abend führen Lilian Klebow und Teresa Vogl.

Von den hoffnungsvollen Nachkriegsjahren über gesellschaftliche Aufbrüche bis hin zur heutigen global vernetzten Popwelt: Eine erzählerische Ebene ergänzt das Programm und beleuchtet historische und kulturelle Hintergründe. Sie zeigt, wie stark Musik, Mediengeschichte und gesellschaftliche Entwicklungen im ESC miteinander verbunden sind und warum bestimmte Momente zu kollektiven Erinnerungen wurden. Fernsehmomente, die einst Millionen begeisterten, gewinnen im Konzertsaal zusätzliche Tiefe.

„70 Jahre ESC – Das Konzert“ wird so zu einer musikalischen Zeitreise, die Vergangenheit und Gegenwart verbindet und erlebbar macht, warum der Eurovision Song Contest bis heute ein einzigartiges europäisches Ereignis geblieben ist.

Montag, 07.09. / 04:45 Uhr / Donauinselfest 2026: Ness
Musik aus Österreich beim größten Open-Air-Festival Europas bei freiem Eintritt: Ness zählt zu den erfolgreichsten weiblichen Musikexporten des Landes.

Im gesamten deutschsprachigen Raum hat sie sich eine außergewöhnlich starke Fangemeinde aufgebaut. Ihre Songs verbinden große Pop-Refrains mit radikaler Ehrlichkeit und treffen damit den Nerv eines stetig wachsenden Publikums.

Als eine der spannendsten Stimmen ihrer Generation verbindet Ness Haltung mit Relevanz – und prägt damit die österreichische Popmusik weit über die Landesgrenzen hinaus.

Montag, 07.09. / 04:50 Uhr / Donauinselfest 2026: NEK
In Italien ist der italienische Musiker ein Star, in Österreich ist er unvergessen wegen seines großen Hits „Laura non c’è“: NEK.

Mit der „NEK Hits“-Tour ist er endlich zurück auf der Livebühne, auf der er seine größten Erfolge und die besten Songs seiner Karriere Revue passieren lässt.

Dienstag, 08.09. / 21:45 Uhr / Pop Secret Stories: Wie Rechte & Tech-Eliten „Herr der Ringe“ umdeuten
Film von Max Stockinger und Melanie Strobl
(Erstsendung: 24.05.2026)

Diese „Pop Secret Stories“-Folge zeigt, wie J. R. R. Tolkiens Fantasyroman „Der Herr der Ringe“ seit Jahrzehnten politisch gedeutet – und immer wieder neu instrumentalisiert wird.

Was als Geschichte über Macht, Versuchung und Moral begann, wird immer wieder von ganz unterschiedlichen Gruppen für die eigenen Narrative genutzt: von der Hippie-Bewegung über die Zeit nach dem 11. September 2001 bis zu Tech-Eliten mit politischer Agenda.

Warum feiern heute ausgerechnet rechte Politiker und Silicon-Valley-Milliardäre die Hobbits? Was steckt hinter Firmennamen wie „Palantir“? Und: Was hat Tolkien selbst dazu gesagt – und was wird bewusst uminterpretiert?

Freitag, 11.09. / 05:15 Uhr / Miss Allie: Immer wieder fallen
3satFestival Mainz, September 2024
Im Streaming: 12. September 2026, 10.00 Uhr bis 11. September 2028
Regie: Volker Weicker

Miss Allie bezaubert das Publikum vom „3satFestival“ mit wunderschönen Popsongs und klassischen Singer-Songwriter-Hymnen – gewürzt mit Witz, eigenen Erfahrungen und viel Lebensfreude.

Auch ihr neues Programm „Immer wieder fallen“ spiegelt Miss Allies authentische und ehrliche Art wider, Songs mit Humor direkt an die Menschen zu bringen. Mit viel Herz und Leidenschaft bleibt sie auf der Bühne dabei immer das Beste – nämlich sie selbst.

„Immer wieder fallen“ mag zunächst nicht positiv klingen, doch es verdeutlicht, dass aufstehen und weitermachen genau der richtige Weg ist. Insbesondere in den von Krisen geprägten Zeiten ist Miss Allie eine Inspiration. Mit ihrer guten Laune und spielerischen Art begeistert sie die Menschen mit ihren Songs, ist dabei auch mal politisch und gesellschaftskritisch. Aber vor allem das, was man von ihr kennt: Fröhlich, aber auch ehrlich. Dabei wechselt sie zwischen wunderschönen Popsongs und klassischem Liedermachen.

Genau diese Dynamik wird Miss Allie auch auf die „3satFestival“-Bühne bringen und mit ihrer Gitarre und ihren einzigartigen Songs das Publikum begeistern.

Freitag, 11.09. / 05:45 Uhr / Simon & Jan: Das Beste
3satFestival Mainz, September 2024
Im Streaming: 12. September 2026, 10.00 Uhr bis 11. September 2028
Regie: Volker Weicker

Alles begann mit zwei Gitarren und zwei Stimmen. 16 Jahre später präsentieren Simon & Jan das Beste aus 16 Liedermacherjahren beim „3satFestival“. Ungeschminkt und unzensiert.

Das Künstlerduo stellt sein Erfolgsrezept unter Beweis: unverschämt böse und kluge Texte zu einem Harmoniegesang, der meist von zartem Vibrato und larmoyanten Tönen bestimmt wird. Damit sind sie mittlerweile fest in der deutschen Musikkabarett-Szene etabliert.

Rund 1600 Auftritte, 8.000.000 zurückgelegte Kilometer, vier abendfüllende Programme – das sind 16 Jahre Simon & Jan. Das Duo hatte seine ersten Auftritte in Kneipen, bevor es auf den großen Bühnen der Republik landete. Nach ersten Konzerten als Support für Größen wie Götz Widmann, Monsters of Liedermaching oder Konstantin Wecker fanden sie schnell ihren eigenen musikalischen Weg. Dieser zeichnet sich aus durch leise Töne und Nuancen. Ihr Harmoniegesang zur akustischen Gitarre lässt an Simon und Garfunkel denken, aber nur, solange man bei den Texten nicht genau hinhört. Denn darin wird gnadenlos ironisiert. Dabei schont das Duo weder andere noch sich selbst, und von Political Correctness halten sie nicht viel.

In den vergangenen Jahren haben die beiden die einschlägigen Liedermacher- und Musikkabarett-Preise in Deutschland abgeräumt, vom „Troubadour“ über den „Prix Pantheon“ bis zum „Deutschen Kleinkunstpreis“. Sie hatten zahlreiche Auftritte in Funk und Fernsehen, haben ihr eigenes Label gegründet und ein Festival ins Leben gerufen. Und vor allem haben sie eins: Musik gemacht. Simon & Jan sind nicht explizit politisch und hinterfragen doch den gesellschaftlichen Status quo. Die Highlights ihrer Reise präsentieren sie nun auf dem 3satFestival.


Regelmäßige Kultursendungen auf 3sat:

Montags – freitags, 19:20 Uhr: Kulturzeit
Das 3sat Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
3sat
“Kulturzeit” ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat.
“Kulturzeit” mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.

Dienstags, 21:45 Uhr: kinokino ~ Das Filmmagazin
Was läuft aktuell im Kino? Welches sind die neuesten Hits auf der Leinwand? „kinokino“ stellt die wichtigsten Neustarts und Themen aus der Filmwelt vor.
Das Magazin zeigt Porträts und Interviews mit Schauspielern und Regisseuren. Welche Filme lohnen sich? Welche sollte man lieber meiden? „kinokino“ kritisiert die Tops und Flops und berichtet von den spannendsten Festivals.

Samstags, 09:05 Uhr: Kulturplatz
Das Kulturmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen, SRF
Hinein ins pralle Leben: “Kulturplatz” greift auf, was die Menschen beschäftigt, welche Fragen sie sich stellen. Und zeigt, dass die Kultur Antworten gibt.
“Kulturplatz” findet mitten im Leben statt: im Supermarkt, am Musikfestival, im Wald. Denn Kultur ist viel mehr als Musik, Literatur und Kunst. Kultur durchdringt unser Leben. Wo jemand nachzudenken beginnt, da entsteht Kultur.
Diesem Credo ist “Kulturplatz” verpflichtet. Die Sendung will für Kultur begeistern und behält dabei die wichtigsten Akteure und Ereignisse des Kulturbetriebes im Blick. “Kulturplatz” spürt Trends auf und präsentiert Neuentdeckungen.

Freitags, nach Mitternacht: lebensArt
ORF
Peter Schneeberger und Clarissa Stadler präsentieren Inhalte, die nicht nur vom Kulturkalender, sondern auch von gesellschaftlichen und kulturpolitischen Entwicklungen bestimmt werden.
Neue und andere Sichtweisen erleichtern den Zugang zu Literatur und Musik, Film und Theater, Architektur und Bildender Kunst. Das Kulturmagazin ist feuilletonistisch, hintergründig und reflexiv.


Diese Übersicht wird stets mehrere Wochen vor den jeweiligen Sendeterminen erstellt. Aktuelle Programmänderungen sind u. U. nicht berücksichtigt. Diese finden sich auf 3sat.de.

Alle Angaben ohne Gewähr.