arte und 3sat übertragen in ihren umfangreichen Programmen regelmäßig Dokumentationen über Künstler und Kulturereignisse, dazu Konzerte (von Klassik über Pop & Rock bis Heavy Metal), Musicalfilme, Opern-, Tanz- und Theatervorstellungen.
Diese Seite informiert über bevorstehende interessante Ausstrahlungstermine auf 3sat aus dem Kulturbereich.


Samstag, 27.06. / 10:00 Uhr / Live aus Klagenfurt: 50. Tage der deutschsprachigen Literatur
Ingeborg-Bachmann-Preis 2026 – Lesungen und Diskussionen
Moderation: Peter Fässlacher, Cécile Schortmann

Die „50. Tage der deutschsprachigen Literatur“ finden vom 25. bis zum 28. Juni 2026 in Klagenfurt statt. 3sat überträgt den Lesewettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis 2026 live.

14 Autorinnen und Autoren stellen sich mit bisher unveröffentlichten Texten der Jury. Am Sonntag, 28. Juni, werden der 50. Ingeborg-Bachmann-Preis sowie vier weitere Preise vergeben. Peter Fässlacher und Cécile Schortmann führen
durch die Livesendungen.

Samstag, 27.06. / 20:15 Uhr / Live: 3satFestspielsommer: Berliner Philharmoniker in der Waldbühne
Im Streaming: 27. Juni 2026, 20.15 Uhr bis 24. September 2026

Mit Jonas Kaufmann (Tenor)

Programm:
– Giuseppe Verdi: „La forza del destino: Ouvertüre“
– Francesco Cilèa: „L’Arlesiana“, „È la solita storia“, Arie des Frederico
– Umberto Giordano: „Fedora“, „Amor ti vieta“, Arie des Loris
– Ottorino Respighi: „Fontane di Roma“, Werkeinführung
– Ruggero Leoncavallo: „Pagliacci“, „Si, può?“, Prolog des Tonio und „Recitar … Vesti la giubba“, Arie des Canio
– Ottorino Respighi: „Pini di Roma“

Orchester: Berliner Philharmoniker
Musikalische Leitung: Kirill Petrenko

Viva Italia! In ihrem Saisonabschlusskonzert verwandeln die Berliner Philharmoniker und dem Dirigenten Kirill Petrenko die Waldbühne in ein Stück Italien.

Stargast Jonas Kaufmann, der sich mit seinem warmen, kraftvollen Tenor an die Weltspitze sang, interpretiert einige der schönsten Arien aus italienischen Opern und lässt unter dem nächtlichen Berliner Sternenhimmel vom Süden träumen.

Mit Ottorino Respighis klangprächtigen Tondichtungen „Fontane di Roma“ und „Pini di Roma“ vollzieht sich eine musikalische Wanderung durch die Ewige Stadt – von den lebhaften Pinien der Villa Borghese bis zum glitzernden Wasser des Trevi Brunnens.

Samstag, 27.06. / 23:50 Uhr / Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke 2026
Aufzeichnung Cuvilliès-Theater, München, Juni 2026
Im Streaming: 27. Juni 2026, 23.50 Uhr bis 26. Juni 2027
Erstausstrahlung

Am 23. Juni 2026 wird im Münchner Cuvilliéstheater der „Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke“ verliehen. – 3sat zeigt die Zusammenfassung der Preisverleihung.

Mit der verliehenen Auszeichnung werden Filmkünstler gewürdigt, die sich mit ihren Werken für Toleranz, Humanität und Aufklärung einsetzen. 2026 feiert die Auszeichnung, die oft im Vorfeld des „Filmfest München“ verliehen wird, ihr 25-jähriges Jubiläum.

Sonntag, 28.06. / 10:10 Uhr / H. C. Artmann – Freibeuter der Sprache
Film von Gustav W. Trampitsch
(Erstsendung: 14.06.2021)

Literarischer Anarchist, Sprachzauberer und Verwandlungskünstler: Hans Carl Artmann (1921-2000) entzieht sich jeder Schublade und überrascht mit Witz, Radikalität und poetischem Eigensinn.

Die Dokumentation „H. C. Artmann – Freibeuter der Sprache“ zeichnet ein Porträt des Menschen, Partners und Autors Artmann und spürt seinem Werk sowie dessen nachhaltiger Wirkung nach – von den frühen Gedichten bis zur großen literarischen Anerkennung.

1921 geboren, wurde Artmann mit 20 Jahren zur Wehrmacht eingezogen. Zwei Desertionen führten zu einer Verurteilung zu zwölf Jahren Zuchthaus. Seine lebenslange Abneigung gegen Autorität prägte auch seine Literatur.

1947 erschienen erste Gedichte, 1958 gelang ihm mit dem Dialektband „med ana schwoazzn dintn“ ein Sensationserfolg. Artmann inszenierte sich als „Churfürstl. Sylbenstecher“ und formulierte in seiner berühmten „Acht Punkte Proklamation des poetischen Actes“, dass man auch Dichter sein könne, ohne je ein Wort geschrieben zu haben.

1997 erhielt er den Georg-Büchner-Preis – kommentiert mit einem lakonischen „zu spät!“

Sonntag, 28.06. / 10:55 Uhr / Live aus Klagenfurt: 50. Tage der deutschsprachigen Literatur
Ingeborg-Bachmann-Preis 2026 – Preisverleihung
Moderation: Peter Fässlacher, Cécile Schortmann

Zum 50. Mal wird in Klagenfurt der Ingeborg-Bachmann-Preis vergeben. Am 28. Juni 2026 wählt die Jury unter Vorsitz von Klaus Kastberger aus 14 Autorinnen und Autoren den Preisträger.

Außerdem entscheidet die Jury auch über die Vergabe des mit 7500 Euro dotierten 3sat-Preises. Peter Fässlacher und Cécile Schortmann führen als Moderatoren-Duo durch die Livesendungen.

Sonntag, 28.06. / 12:10 Uhr / Un-zumutbar?! 50 Jahre Ingeborg-Bachmann-Preis
Film von Barbara Frank
Erstausstrahlung

Was ist er wirklich, der Bachmannpreis? Heiliger Gral der Gegenwartsliteratur, schöner Betriebsausflug – oder doch ein GTI Treffen für Germanisten?

Seit 50 Jahren lesen Autorinnen und Autoren in Klagenfurt, Literaturkritiker streiten öffentlich – im Fernsehen. Passt ein Format ohne KI, mit Wahrheitsanspruch, noch in eine Welt aus Fake News, Filterblasen und Safe Spaces?

Der Bachmannpreis wirkt anachronistisch und überlebenswillig zugleich: ein Lese- und Diskussionsformat, dessen Namensgeberin sagte, die Wahrheit sei dem Menschen zumutbar. Trotz Debatten um Abschaffung und knapper Kassen hat dieses „Wettlesen“ als literarische Nischenpflanze ein halbes Jahrhundert überdauert. Der Bachmannpreis hat es geschafft, 50 Jahre lang als hübsche Nischenpflanze am Fensterbrett der Weltbühne zu überdauern. Es fragt sich nur, wie?

Sonntag, 28.06. / 18:30 Uhr / Museums-Check mit Markus Brock: Mathildenhöhe Darmstadt
Gast: Matthias Matschke
Im Streaming: 28. Juni 2026, 06.00 Uhr bis 27. Juni 2031
(Erstsendung: 10.08.2025)

Der knapp 50 Meter hohe Hochzeitsturm, auch „Fünffingerturm“ genannt, ist markantes Wahrzeichen der Mathildenhöhe in Darmstadt.

Das einzigartige Jugendstilensemble aus Museumsbauten, Wohnhäusern und Parkanlagen gilt als Wiege der Moderne und ist seit 2021 UNESCO-Welterbe. „Ich liebe die Mathildenhöhe so sehr“, sagt der Schauspieler Matthias Matschke, der prominente Gast im Museums-Check.

Seit Herbst 2024 erstrahlt das Areal in neuem Glanz, nach Jahren umfangreicher Sanierung. 1899 hatte Großherzog Ernst Ludwig die Künstlerkolonie gegründet und zunächst den Designer und Architekten Joseph Maria Olbrich aus Wien nach Darmstadt gelockt. Er entwarf die meisten der Gebäude. Um 1900 lebten und arbeiteten dort 23 Künstler. Sie organisierten vier wegweisende Ausstellungen und machte Darmstadt zu einem Hotspot der Moderne.

Heute kann man das „Museum Künstlerkolonie“, das „Institut Mathildenhöhe Darmstadt“ und den Hochzeitsturm besichtigen und einige der Künstlerhäuser im Rahmen von Sonderführungen. Eine Dauerausstellung veranschaulicht die Geschichte der Mathildenhöhe und die Idee des Gesamtkunstwerks. Die Künstler gestalteten alle Bereiche des Lebens, vom Kuchenlöffel über den Teppich und den Esstisch bis hin zum Gartentor. Ein Highlight im „Museum Künstlerkolonie“ ist die Rekonstruktion des 1902 entstandenen Speisezimmers von Peter Behrens. Der Hochzeitsturm entstand als Geschenk der Stadt Darmstadt zur Hochzeit von Großherzog Ernst Ludwig.

Die Aussichtsplattform bietet Panoramablicke auf Darmstadt und im Trauzimmer kann man sich das Jawort geben. Wechselnde Sonderausstellungen sind im „Institut Mathildenhöhe“ zu sehen. Die Schau „Raise the Roof“ zeigt bis zum 1. Februar 2026 Werke von Nevin Aladağ. Die Künstlerin mit türkischen Wurzeln greift Themen wie Identität und Migration auf. Sie bringt Alltagsobjekte wie Teppiche und Musikinstrumente in neue Zusammenhänge und schafft sinnliche Installationen. Eigens für die Mathildenhöhe hat sie eine neue Arbeit geschaffen.

Der weitläufige Platanenhain wurde schon 1830 angelegt und für die vierte Ausstellung der Darmstädter Künstlerkolonie 1914 von dem Bildhauer Bernhard Hoetger umgestaltet. Er schuf mit Skulpturen, Reliefwänden und Inschriften ein Gesamtkunstwerk, das den Kreislauf allen Lebens thematisiert und mit dem Symbol des Wassers verbindet.

Montag, 29.06. / 01:30 Uhr / 37°Leben ~ Mein Körper, mein Kapital: Nackt für andere
Im Streaming: 30. Juni 2026, 10.00 Uhr bis 29. Juni 2028
(Erstsendung: 28.05.2026)

Leif (34) performt als Stripper, Elia (20) steht Modell beim Aktzeichnen. Was reizt sie, auf diese ungewöhnliche Art mit ihrem Körper Geld zu verdienen und wo ziehen sie die Grenzen?

Leif strippt in Clubs oder privat. Für ihn gibt es eine klare Grenze: der Intimbereich ist Tabuzone. Früher fand Elia sich hässlich, auch heute ist er nicht immer zufrieden, wenn er in den Spiegel schaut. Trotzdem arbeitet er als Aktmodell und Schauspieler.

Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, mach Pläne. Leif ist durch Zufall in seinen heutigen Traumjob gestolpert. Im Klub bei einer Party sprach ihn der Geschäftsführer an, ob er nicht mal für ihn tanzen wolle. Nur Oberkörperfrei, nichts mehr. Mittlerweile ist da am Ende von Leifs Shows nichts mehr außer einem Tuch vor seinem Unterleib. Als Stripper absolviert er an vollen Tagen bis zu neun Shows pro Nacht, düst von Klub zu Privathaushalt, zu Eventschiff. Nächte unter Zeitdruck und dabei immer vor Augen, alle Aufträge gut zu schaffen und eine professionelle Show abzuliefern. Eine Show mit Regeln: Anfassen ja, aber nicht im Intimbereich.

Elia macht sich im Gegensatz dazu komplett nackt – neben seinem Studium als Schauspieler arbeitet er als Aktmodell. Obwohl er immer wieder mit sich und seinem Körper struggelt. Beim Blick in den Spiegel ist er oftmals nicht zufrieden mit seinem Äußeren. Das erste Mal war eine Feuertaufe, mit Panik stieg er nackt auf das Podest, um sich zeichnen zu lassen. Doch das macht Elia aus: Er stellt sich seinen Ängsten, möchte sich immer wieder challengen und Neues ausprobieren. Jetzt macht er ein Casting bei einer Motion-Capturing-Firma. Anhand seiner Körperdaten werden später Computerspielcharaktere erstellt. Wie wird er das Casting meistern?

Montag, 29.06. / 02:30 Uhr / Lieder auf Banz
(Erstsendung: 11.08.2025)

Die malerische Kulisse von Kloster Banz im Hintergrund, stimmgewaltige Sänger auf der Bühne und Tausende begeisterte Fans beim Picknick auf der Klosterwiese – all das steht für „Lieder auf Banz“.

Das größte Festival deutschsprachiger Liedermacher lockte auch 2025 wieder zu einem Open-Air-Erlebnis auf die Klosterwiese. Mit: Werner Schmidbauer, Martin Kälberer, Hans-Jürgen Buchner, Hannes Ringlstetter, Miss Allie, Viva Voce, Rainhard Fendrich und Sarah Straub.

Traditionell bekommen auch die Gewinnerinnen und Gewinner des Nachwuchspreises der Hanns-Seidel-Stiftung die große Bühne. Jördis Tielsch, Michèl von Wussow und die Gruppe „Widersacher aller Liedermacher“ begeisterten das Publikum.

Montag, 29.06. / 04:30 Uhr / Heimatsound Concerts – Dreiviertelblut
Aus dem Passionstheater in Oberammergau
Im Streaming: 29. Juni 2026, 06.00 Uhr bis 28. Juni 2027
(Erstsendung: 03.10.2024)

Skurrile Geschichten über das Leben, den Tod und alles, was dazwischen liegt, sind die Spezialität von Dreiviertelblut. Ihre Musik bezeichnen sie selbst als „folklorefreie Volksmusik“.

Das einstige Duo aus Sänger und Texter Sebastian Horn und Komponist Gerd Baumann ist über die Jahre zu einer siebenköpfigen Band angewachsen. Mit der Zeit haben sie einen Sound geschaffen, der immer noch komplexer, vielschichtiger und mitreißender geworden ist.

Dreiviertelblut ist seit 2014 Stammgast beim „Heimatsound“-Festival. Seitdem begeistert die Band die große Fangemeinde im Passionstheater von Oberammergau jedes Mal aufs Neue.


Samstag, 04.07. / 3satThementag: Happy Birthday, USA

Sonntag, 05.07. / 10:05 Uhr / erLesen
Moderation: Heinz Sichrovsky
(Erstsendung: 10.06.2026)

Mit Biss und Charme begrüßt Heinz Sichrovsky Prominente und Autorinnen und Autoren zum Literaturgespräch.

Im Büchermagazin wird über Lieblingslektüre, aktuelles Tagesgeschehen, Historisches und auch sehr Persönliches gesprochen.

Sonntag, 05.07. / 10:55 Uhr / 3satFestspielsommer: Klassik am See – Giganten der Filmmusik
Aufzeichnung, Juli 2025
Im Streaming: 5. Juli 2026, 06.00 Uhr bis 4. Juli 2027

Mit: Miriam Neumaier (Gesang)

John Williams:
– „Star Wars“
– „Schindlers Liste“
– „Harry Potter“

Hans Zimmer:
– „König der Löwen“
– „Fluch der Karibik“
– „Inception“

Orchester: Deutsche Radio Philharmonie
Moderation: Roland Kunz

Unter dem Motto „Giganten der Filmmusik“ gab es im Juli 2025 eine musikalische Hommage an die beiden wohl berühmtesten Filmmusik-Komponisten aller Zeiten: Hans Zimmer und John Williams.

Hans Zimmer hat mit Kompositionen wie „Der König der Löwen“ und „Fluch der Karibik“ Generationen von Filmfans begeistert. John Williams hat das „Große Kino“ mit den unvergesslichen Klängen von „Star Wars“ bis „Harry Potter“ wie kein anderer geprägt.

Beide Komponisten haben Hunderte von Preisen gewonnen, darunter zahlreiche Emmys und Oscars. Sie liefern der Traumfabrik Hollywood seit Jahrzehnten den emotionalen Stoff, ohne den kein Film zum echten Blockbuster wird.

Die „Giganten der Filmmusik“ sorgten im Sommer 2025 auch vor der gigantischen Kulisse des Losheimer Stausees für musikalische Highlights der internationalen Extraklasse.

Als Solistin war die Münchner Musicalsängerin und -darstellerin Miriam Neumaier dabei. Sie ist Preisträgern zahlreicher Wettbewerbe, spielte in Kinofilmen wie „Der Schuh des Manitu“ mit und wurde 2021 und 2022 auch im Saarland bekannt als Hauptdarstellerin von „Jekyll & Hyde“ im Zeltpalast Merzig.

Sonntag, 05.07. / 12:05 Uhr / Die Staatsoper – Weltbühne für Österreich
Film von Alexandra Venier
(Erstsendung: 05.11.2025)

So richtig frei war Österreich 1955 erst, als am 5. November 1955 die Oper wieder ihren Spielbetrieb im Haus am Ring aufnahm.

Doch warum konnte ausgerechnet die Staatsoper für die Bildung der österreichischen Identität – über verschiedene politische Systeme hinweg – so prägend werden?

Im Moment ihrer Eröffnung 1869 schien niemand mit dem neuen Gebäude glücklich, hatte Österreich doch seine politische Stellung eingebüßt. Dennoch wusste sich Österreich über den Betrieb dieser neuen Oper als Kulturgroßmacht zu positionieren. Über alle Zeitbrüche hinweg, 1918 und auch 1945, diente die Oper als Rückgriff, die Idee von Österreich wiederzufinden – und ebenso, von eigenen Mitverantwortungen abzulenken.

Erich Boltensterns Innenraum der Oper wurde zum Ausdruck eines ewig gültigen Österreich-Verständnisses, hätte aber auch anders aussehen können, wie die Dokumentation verdeutlicht. Sie wirft einen Blick ins Getriebe der Staatsoper, in der sich heute internationale Stars die Klinke in die Hand geben – und selbst oft verwundert sind, dass sich ein ganzes Land mit dieser Institution identifiziert.

Sonntag, 05.07. / 20:15 Uhr / Live: 3satFestspielsommer ~ Eröffnungskonzert Schleswig-Holstein Musik Festival 2026
Im Streaming: 5. Juli 2026, 20.15 Uhr bis 3. August 2026

Mit Anastasia Kobekina (Violoncello)
Programm:
– Antonín Dvorák: Cellokonzert h-Moll op. 104
– Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 1 D-Dur „Titan“
Orchester: NDR Elbphilharmonie Orchester
Musikalische Leitung: Karina Canellakis
Erstausstrahlung

Seit Anastasia Kobekina im Rahmen des „Schleswig-Holstein Musik Festival 2024“ den „Leonard Bernstein Award“ erhielt, kennt ihre Karriere weiterhin nur eine Richtung: nach oben.

2024 wählte Kobekina für ihr Debüt bei den „BBC Proms“ Dvořáks Cellokonzert. Mit dieser Perle wird die Ausnahmemusikerin bei der Eröffnung des SHMF zu hören sein und sowohl ihre technische Reife als auch ihre große „lyrische Begabung“ (FAZ) unter Beweis stellen.

In der zweiten Konzerthälfte präsentiert das NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Karina Canellakis Gustav Mahlers erste Sinfonie, die in ihrer bunten und kontrastreichen Verquickung von zitierten volkstümlichen Liedern, ironischen Brechungen, mystischen Naturtönen und strahlender Klangpracht fasziniert.

Die New Yorkerin Karina Canellakis sorgt seit einigen Jahren nicht nur als Chefdirigentin des Netherlands Radio Philharmonic Orchestra für Furore, sondern dirigierte beispielsweise auch die Nobelpreis-Konzerte sowie die legendäre „First Night of the Proms“.

Dienstag, 07.07. / 19:20 Uhr / Kaminer Inside: Wie klingt Österreich?
Film von Constanze Grießler und Franziska Mayr-Keber
Bearbeitete Fassung
(Erstsendung: 22.01.2022)

Autor Wladimir Kaminer tourt durch die Klänge Österreichs, trifft dabei auf Weltstars wie Wanda, auf Nachwuchstalente der Rap-Szene und auf die singenden Mönche von Stift Heiligenkreuz.

Mit seiner ihm typischen deutsch-russischen Vogelperspektive führt Wladimir Kaminer durch die Dokumentation und geht der Frage nach: Wie klingt das kleine Land Österreich mit seiner großen Musiktradition wirklich?

Beschwingt, heiter, melancholisch – diese Mischung findet Kaminer in den Wiener Weinbergen. Dort trifft er auf das Schrammelquartett „Neue Wiener Concert Schrammeln“ und die Sängerin Tini Kainrath. Sie pflegen den Wiener Klang der Monarchie, Tänze, Märsche und das Wienerlied.

„Damals sind viele östliche Einflüsse nach Wien gekommen. In Ungarn und Tschechien gibt es sehr viele Moll-Tonarten in der Volksmusik, und das prägt die Wiener Volksmusik bis heute“, erfährt Kaminer bei einem Gläschen Wein. Heute diese Tradition zu pflegen ist für Tini Kainrath ein politischer Akt: „Das Wienerlied galt in meiner Familie als reaktionär und rechtes Gedankengut. Es war verpönt! Doch ich finde, man darf Traditionen nicht einfach einer politischen Gesinnung überlassen.“

Über den Dächern von Wien, auf der 54 Meter hohen „Michaelerkuppel“ der Wiener Hofburg, trifft der „Russendisko“-Autor auf Marco Wanda, den derzeit erfolgreichsten österreichischen Rock-Export. Die Texte, die er in ausverkauften Hallen singt, sind zwar deutsch, doch die Sprache der Musik ist universell. Trotzdem spielt die Stadt Wien eine wichtige Rolle beim Selbstverständnis der Band: „Wien ist in unseren Texten eine ‚Bühne ohne Eigenschaften‘, auf der sich Dramen entfalten. Wien als Stadt ist so mächtig besetzt, dass es völlig reicht, wenn du Wien singst – du brauchst nur das Wort ‚Wien‘ singen, und jeder hat ein Bild … du musst es nicht ausformulieren.“

Beflügelnd und andächtig hingegen klingt der Gregorianische Choral im Stift Heiligenkreuz. Man nennt ihn auch den „Gesang der Engel“. Die Zisterziensermönche pflegen die Tradition des gesungenen lateinischen Gebets seit 900 Jahren. Überraschend stürmten sie 2008 die internationalen Charts, überholten sogar DJ Ötzi. „Wir leben in einer Welt, die sehr schnelllebig und manchmal oberflächlich geworden ist. Was auf der CD zu hören ist, ist echt, das ist Leben, das ist authentisch – und das ist das, was die Menschen heute suchen“, meint Pater Johannes Paul Chavanne und schickt Wladimir Kaminer zur Chorprobe.


Samstag, 11.07. / 20:15 Uhr / 3satFestspielsommer: Eröffnungskonzert Rheingau Musik Festival 2026
Aufzeichnung, Juni 2026
Im Streaming: 11. Juli 2026, 06.00 Uhr bis 10. Juli 2027
Mit: Lucienne Renaudin Vary (Trompete)
Programm:
– Alexander Borodin: „Polowetzer Tänze“
– Alexander Arutjunjan: „Trompetenkonzert“
– Edward Elgar: „Enigma-Variationen“, op. 36
Orchester: hr-Sinfonieorchester
Musikalische Leitung: Alain Altinoglu
Erstausstrahlung

Traditionell eröffnet das hr-Sinfonieorchester Frankfurt mit seinem Chefdirigenten – seit 2021 ist dies Alain Altinoglu – das „Rheingau Musik Festival“. So auch im Jahr 2026.

Farbenfroh, virtuos und voller Energie erklingen ausgewählte Werke von Alexander Porfirjewitsch Borodin, Alexander Arutjunjan und Edward Elgar – ein fulminanter Auftakt, strotzen diese Kompositionen doch nur so vor Originalität und Einfallsreichtum.

Mit Elgars „Enigma-Variationen“ – 14 geheimnisvolle Charakterstücke, inspiriert von Menschen aus dem Umfeld des britischen Komponisten – nehmen die Musikerinnen und Musiker das Publikum mit ins Vereinigte Königreich und präsentieren damit direkt den Schwerpunkt „United Kingdom“ des diesjährigen „Rheingau Musik Festival“. Daneben gibt Lucienne Renaudin Vary mit der Darbietung von Arutjunjans imposantem Trompetenkonzert einen ersten Vorgeschmack auf ihren Fokus im Jahr 2026.

Ein Abend voller Klangfarben, Rätsel und überraschender Wendungen – und der perfekte Auftakt zu einer Festivalsaison, die Lust auf mehr macht.

Samstag, 11.07. / 21:25 Uhr / Live zeitversetzt: 3satFestspielsommer: Klassik am Odeonsplatz BRSO
Im Streaming: 11. Juli 2026, 21.45 Uhr bis 10. Februar 2027
Mit Kirill Gerstein (Klavier)
Programm:
George Gershwin: „Let ‚Em Eat Cake“, „Ouvertüre F-Dur“,
„Porgy and Bess: A Symphonic Picture“ und „An American in Paris“
Orchester: Symphonieorchester des, Bayerischen Rundfunks
Musikalische Leitung: Sir Simon Rattle

Festspielstimmung am historischen Odeonsplatz im Herzen Münchens: Sir Simon Rattle hat für diesen Klassiksommerabend ein Gershwin-Programm zum Mitwippen und Genießen ausgewählt.

Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks – wiederholt unter die Top 10 der besten Orchester der Welt gewählt – spielt Musik von George Gershwin, dem Meister des Swings unter den klassischen Komponisten. Mit dabei: Pianist und Jazzfan Kirill Gerstein.

Sommernacht, sinfonische Klänge und Blues-Feeling an einem der schönsten Plätze Münchens, eingerahmt von Residenz, Feldherrenhalle und Theatinerkirche: Für „Klassik am Odeonsplatz“ haben Simon Rattle und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks für 2026 Musik von George Gershwin ausgewählt, dem Swing-Großmeister unter den klassischen Komponisten: „Porgy and Bess“, „An American in Paris“ und das berühmte „Concerto in F“ – an Ohrwürmern wird es nicht mangeln an diesem Abend.

Klaviersolist Kirill Gerstein hat seinen musikalischen Werdegang als Jazzpianist begonnen – und das hört man, wenn es darum geht, Gershwins swingende Rhythmen subtil in den klassischen Orchesterkontext zu stellen. Eine Klassiknacht zum Schwelgen und Mitfiebern.

Samstag, 11.07. / 02:05 Uhr / Tina: Live!
GelreDome, Arnheim, Niederlande 2009
Im Streaming: 11. Juli 2026, 10.00 Uhr bis 25. August 2026
Regie: David Mallet

Am 21. März 2009 tritt die „Queen of Rock ’n‘ Roll“ im Rahmen ihrer „50th Anniversary“-Tour im GelreDome in Arnheim vor 70.000 Fans auf. Am 24. Mai 2023 stirbt der Star. Die Welt trauert.

Ende der 1970er-Jahre sehen Plattenfirmen Tina Turner als „kaum vermarktbaren Altstar“. Mit „Let’s Stay Together“ kommt 1983 der Erfolg zurück, und erst im Mai 2009 beendet sie ihre Karriere. „Tina: Live!“ hat alles: Hits, Choreografie, Pyro und 100 Prozent Stimmung!

Samstag, 11.07. / 03:20 Uhr / The Rolling Stones: GRRR Live!
Prudential Center, Newark, USA 2012
Im Streaming: 11. Juli 2026, 10.00 Uhr bis 25. August 2026
Regie: Dave Neugebauer

Am 15. Dezember 2012 spielen die Stones im Rahmen ihrer „50-&-Counting“-Tour in Newark. Für die TV-Liveübertragung haben die Stones eine Hit-Setlist und einige Gäste mitgebracht.

Lady Gaga, Bruce Springsteen, John Mayer und andere passen perfekt in die goldene Jubiläumsshow, die neu abgemischt erst im Frühjahr 2023 erscheint. „Eine Setlist, die einige Überraschungen bereithält. Die Stones sind in Bestform“, so der „All Music Guide“.

Samstag, 11.07. / 02:05 Uhr / Eric Clapton: Across 24 Nights
Royal Albert Hall, London, Großbritannien 1990/1991
Im Streaming: 11. Juli 2026, 10.00 Uhr bis 25. August 2026
Regie: David Barnard, Gavin Taylor

1990 und 1991 spielt Eric Clapton ganze 42 Mal in der Royal Albert Hall. In seinem „Wohnzimmer“ tritt er mit wechselnden Besetzungen auf. 1964 spielt er dort erstmals mit den Yardbirds.

Unter dem Titel „Across 24 Nights“ erscheint 2023 ein in Bild und Ton remasterter Zusammenschnitt des Konzertmarathons, für viele Fans der „Heilige Gral“. Begleitet wird Clapton unter anderen von Phil Collins am Schlagzeug und Stones-Keyboarder Chuck Leavell.

Sonntag, 12.07. / 10:55 Uhr / Helge Schneider – The Klimperclown
Dokumentarfilm von Helge Schneider, Deutschland 2025

Im Streaming: 5. Juli 2026, 06.00 Uhr bis 9. Oktober 2026
Länge: 79 Minuten

Einer der vielseitigsten Künstler dieses Landes blickt auf sein Leben zurück: Helge Schneider. Mit seinem Dokumentarfilm gewährt er einen Blick hinter die Kulissen.

Gängige Formate haben ihn nie richtig eingefangen. Er verzichtet bewusst auf klassische Doku-Elemente wie „Talking Heads“ und Interviews. Musik durchzieht seinen Film als verbindendes Element und zeigt Helge Schneider als kreativen Freigeist.

Mit seinem Gitarristen und langjährigen Partner Sandro Giampietro verbindet er Originalaufnahmen in Super 8 und VHS mit Spielszenen, Musikclips und Livemitschnitten zu einem facettenreichen Bild. Statt einer chronologischen Biografie entsteht so ein bunter, skurriler und ehrlicher Einblick in sein künstlerisches Universum. Ein Film über einen unkonventionellen Künstler – persönlich, schräg und „ganz Helge“.

Sonntag, 12.07. / 12:15 Uhr / Outdoor-Kunst auf Island ~ Kieler Bildhauer bearbeitet Vulkangestein
Film von Martina Gawaz
Im Streaming: 12. Juli 2026, 06.00 Uhr bis 9. Oktober 2026
(Erstsendung: 05.10.2025)

Staub, Stemmeisen und 25 Tonnen Gestein: Am Fuß des Gletschers Snæfellsjökull auf Island entsteht in einem einsamen Outdooratelier ein neues Kunstwerk von Jo Kley.

Der Kieler Bildhauer arbeitet im Auftrag der isländischen Gemeinde Hellissandur an einer neuen Skulptur aus vier schweren Basaltklötzen. Diese wurden aus einem isländischen Steinbruch in der Nähe mit Dynamit gesprengt.

Von der Hauptstadt Reykjavik sind es 200 Kilometer zur Halbinsel Snæfellsnes, wo Jo Kley gerade lebt. Dort begegnet er dem isländischen Künstler Bjarni Sigurbjörnsson, der mit seiner Frau Ragna in einem beeindruckenden Haus wohnt und arbeitet, und vielen anderen interessanten Menschen, die dorthin gezogen sind. Hellissandur zieht einige Lebenskünstler an und erfindet sich gerade neu.

Jo Kley ist schon mal von einer dicken Staubschicht bedeckt, er klettert auf den großen Kolossen aus Stein trittsicher und leichtfüßig herum, klopft, sägt und schleift das harte Gestein. Vier Monate wird er damit beschäftigt sein. Seine Skulpturen sind mittlerweile auf der ganzen Welt zu sehen: in Dubai, Japan, Brasilien und jetzt schon zum zweiten Mal auf Island. Kley ist ein begeisternder Künstler auf Reisen.


Samstag, 18.07. / 19:20 Uhr / Der verschwundene Van Gogh
Film von Stefan Koldehoff und Johannes Nichelmann
Im Streaming: 18. Juli 2026, 10.00 Uhr bis 17. Juli 2028
(Erstsendung: 07.12.2024)

Van Goghs legendäres „Bildnis des Dr. Gachet“ wurde 1990 für 82 Millionen Dollar versteigert und gilt seitdem als verschollen. Was ist mit dem berühmten Werk der Kunstgeschichte geschehen?

Diese Frage führt zu einer Recherche von den USA über Frankreich bis nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz. Über Kontinente und Jahrzehnte hinweg lebt die spannende und wechselvolle Geschichte des Bildes wieder auf.

Sechs Wochen vor seinem Tod porträtierte Vincent van Gogh 1890 in Auvers-sur-Oise bei Paris seinen Nervenarzt Paul Ferdinand Gachet, den er – wie er in einem Brief an seinen Bruder schrieb – für „mindestens ebenso krank“ hielt wie sich selbst. Van Gogh hat mit dem Bild den Zeitgeist eingefangen und zugleich ein zeitloses Meisterwerk geschaffen. Der Ausdruck von Weltschmerz und Melancholie macht das Gemälde zu einer Ikone der Kunstgeschichte.

Anfang des 20. Jahrhunderts fand das berühmte Porträt seinen Weg nach Deutschland und wurde Teil der Sammlung des Städel Museums in Frankfurt am Main – das erste öffentliche Museum weltweit, das ein Van-Gogh-Gemälde erwarb. Doch die nationalsozialistische „Aktion Entartete Kunst“ führte zur Beschlagnahmung des Bildes, und Hermann Göring ließ das Bild verkaufen. Fast auf den Tag 100 Jahre nach seiner Entstehung wurde das Bildnis von Dr. Gachet in New York als damals teuerstes Gemälde jemals versteigert, bevor es in einer privaten Sammlung vor den Augen der Öffentlichkeit verschwand. Wo ist es geblieben? Die, die es wissen, wollen nicht darüber reden.

Der New Yorker Kunsthändler David Nash sagt: „Das Bild wurde für den Kunstmarkt geschaffen. Irgendwann landen solche Werke wieder in Museen, aber bis dahin verschwinden sie oft in privaten Händen.“

Auch die Kunsthistorikerin Cynthia Saltzman, deren jahrzehntelange Recherche tief in die Geschichte des Bildes eintauchen lassen, ist überzeugt, dass das Gemälde eines Tages wieder auftauchen wird: „Es wird wieder zu sehen sein. Ich bin davon überzeugt, aber vielleicht nicht zu meinen Lebzeiten.“

Die Dokumentation „Der verschwundene Van Gogh“ geht Hinweisen auf den Verbleib des Bildes nach und zeigt dabei nicht nur die Auswüchse des weltweiten Kunsthandels, sondern beleuchtet auch die emotionalen Bindungen, die Menschen zu diesem Werk aufgebaut haben. So wie die Ex-Polizistin Rolanda Ricardez, die in Kalifornien lebt und eine Kopie des Bildes besitzt. Sie sagt: „In meinem Herzen wird es immer das Original sein. Mein Van Gogh.“ Ihre Geschichte zeigt, wie stark dieses besondere Kunstwerk das Leben von Menschen bis heute prägt.

Zeitgenössische Künstler wie der Maler Norbert Bisky fühlen sich durch das „Bildnis des Doktor Gachet“ noch immer inspiriert und verweisen auf die zeitlose Faszination von Van Goghs Werk: „Ich suche immer nach Posen, die eine innere Bewegung widerspiegeln – das ist nicht einfach zu finden.“

Die Dokumentation führt von Vincent van Goghs letzter Lebensstation in Auvers-sur-Oise über die Auktionshäuser New Yorks in die Kunstwelt von Paris und Frankfurt bis an einen Schweizer See und erzählt eine Geschichte von Kunst, Macht und Besitz, die bis heute nicht abgeschlossen ist.

Samstag, 18.07. / 20:15 Uhr / 3satFestspielsommer: Klassik am Odeonsplatz 2026 ~ Lahav Shani und die Münchner Philharmoniker
Mit Janine Jansen (Violine)

Programm:
– Richard Wagner: Ouvertüre zu „Der Fliegende Holländer“
– Max Bruch: Violinkonzert Nr. 1 g-Moll op. 26
– Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 3 a-Moll
op. 56 „Schottische“

Orchester: Münchner Philharmoniker
Musikalische Leitung: Lahav Shani
Erstausstrahlung

Wenn Sommerabend und große Musik verschmelzen: Ein Open-Air-Konzert voller Energie, Romantik und großer Momente entfaltet sich vor der eindrucksvollen Kulisse des Münchner Odeonsplatzes.

Bei „Klassik am Odeonsplatz“ spielen die Münchner Philharmoniker unter Lahav Shani gemeinsam mit Stargeigerin Janine Jansen. Auf dem Programm: Wagner, Bruch und Mendelssohn – ein Abend voller Emotion, Klangfülle und musikalischer Höhepunkte.

Die Ouvertüre zu Wagners „Der fliegende Holländer“ eröffnet den Abend mit dramatischer Wucht. Im Zentrum steht Janine Jansen mit Max Bruchs Violinkonzert, das durch emotionale Tiefe und klangliche Intensität besticht. Zum Abschluss führt Mendelssohns „Schottische“ Sinfonie in eine poetische Klangwelt voller Weite, Leidenschaft und eindrucksvoller Steigerungen – ein stimmungsvoller Ausklang vor historischer Kulisse.

Samstag, 18.07. / 21:55 Uhr / Der Zürcher Drohnenkünstler in der Tech-Elite
Film von Alexis Amitirigala
(Erstsendung: 12.11.2025)

Marco Tempest wächst in Zürich auf, entdeckt das Zaubern, kombiniert es mit Breakdancing – und wird zum Weltstar. Heute arbeitet er für die NASA und entwirft spektakuläre Drohnenshows.

Ein Blick zurück auf die Wurzeln – und in eine Welt, in der Magie und Technologie miteinander verschmelzen.

Was passiert, wenn ein Kindheitstraum über jegliche Vorstellungskraft hinauswächst? Marco Tempest hat nie aufgehört, neugierig und experimentierfreudig zu sein – und genau das macht ihn einzigartig. Vom tanzenden Zauberer aus Zürich verwandelt er sich zum digitalen Künstler auf der Weltbühne. Von New York über Paris bis Tokio bezaubert er mit seinen Tech-Illusionen die Massen.

Irgendwann wird Marco Tempest das Etikett des Zauberers zu einschränkend – und zu langweilig. Seine Neugierde treibt ihn weiter. Die Zauberei wird zunehmend zum magischen Erzählen mit futuristischer Technik ohne große Selbstinszenierung. Eine seiner besonderen Leidenschaften: das Geschichtenerzählen im Himmel mit modifizierten Drohnen. Wegen seiner Fähigkeiten wird er unter anderem an die NASA oder die ETH berufen, hat Mandate in Japan und Abu Dhabi.

Sonntag, 19.07. / 3satThementag: „Eiskalt“

Montag, 20.07. / 00:55 Uhr / Jan Delay & Disko No. 1
Rockpalast Summerjam Festival 2023
Im Streaming: 20. Juli 2026, 06.00 Uhr bis 18. August 2026
Jan Philipp Eißfeldt aka Jan Delay hat einen langen Marsch durch die Genres hinter sich: Zuerst Hip-Hop mit den Beginnern, dann mit der Sam Ragga Band im Rücken Reggae und Dancehall.

Seit einigen Jahren ist der Oberstyler nun bei Funk und Pop angelangt. Seine verschiedenen musikalischen Konzepte haben bisher alle perfekt funktioniert, was nicht zuletzt an Eißfeldts schlauen Texten und seinen Qualitäten als Entertainer liegt.

Vielleicht mit Ausnahme seines Anfang 2014 erschienenen Albums „Hammer und Michel“, das es zwar auf Platz 1 der Albumcharts schaffte, jedoch von vielen Fans abgelehnt und von Kritikern zerrissen wurde. Für den Vorgänger, sein drittes Solo-Album „Wir Kinder vom Bahnhof Soul“, hatte Jan Delay 2009 noch die begehrte „1LIVE Krone“ erhalten.

Bei Konzerten tritt Delay seit einigen Jahren gemeinsam mit seiner Funk-Band Disko No. 1 auf, die zu den besten Livebands Deutschlands gehört und mit der jeder Gig zu einer Tanzparty wird. Gemeinsam schöpfen sie aus mehreren Jahrzehnten Popgeschichte und bringen Einflüsse aus Pop, Disco, Funk, Rock, Elektro, Ska, Reggae, Soul und Hip-Hop zusammen. 2021 erschien ihr drittes gemeinsames Studioalbum mit dem passenden Titel „Earth, Wind & Feiern“, mit dem sie „gegen finstere Zeiten“ vorgehen wollen.

Neben seinen musikalischen Erfolgen verdingt sich der Hamburger Künstler außerdem als Synchronsprecher für Kinofilme, er spricht den bekannten frechen „Raben Socke“ und tritt immer wieder in Fernsehshows auf.

Montag, 20.07. / 02:25 Uhr / Modular Festival 2025 – MilleniumKid
PULS Festivalheimat
(Erstsendung: 18.09.2025)

Die Reihe „PULS Festivalheimat“ präsentiert einige der schönsten Sommerfestivals in Bayern, darunter das „Modular Festival“ in Augsburg. In dieser Folge mit dabei: MilleniumKid.

Irgendwo zwischen düsterer Romantik und atmosphärischen Synthesizer-Klanglandschaften treffen treibende Beats auf eine raue, hallende Stimme. Mit bittersüßer Melancholie weckt seine Musik eine Sehnsucht nach Liebe in der Leere unseres Daseins.

So überzeugend und authentisch, dass man beim Zuhören Herzschmerz und Einsamkeit selbst empfindet. MilleniumKid ist kein beliebiger Vertreter der Neuen Deutschen Welle, sondern verleiht seinem Sound eine kantige, hypnotische Eigenständigkeit und zählt damit zu den aktuell spannendsten Entwicklungen der deutschsprachigen Musiklandschaft.

Montag, 20.07. / 03:15 Uhr / Modular Festival 2025 – ELLICE
PULS Festivalheimat
(Erstsendung: 09.10.2025)

Die Reihe „PULS Festivalheimat“ präsentiert einige der schönsten Sommerfestivals in Bayern, darunter das „Modular Festival“ in Augsburg. In dieser Folge mit dabei: das Ausnahmetalent Ellice.

Die Singer-Songwriterin eroberte 2023 bei „The Voice Kids“ mit ihrer Performance von „Grüne Augen lügen nicht“ die Herzen der Jury und die des Publikums. Nach rasantem Erfolg mit der Single „Angst>Liebe“ startet sie 2025, mit 17 Jahren, ihre Deutschlandtournee.

Montag, 20.07. / 03:55 Uhr / Modular Festival 2025 – frytz
PULS Festivalheimat
(Erstsendung: 02.10.2025)

Die Reihe „PULS Festivalheimat“ präsentiert einige der schönsten Sommerfestivals in Bayern, darunter das „Modular Festival“ in Augsburg. In dieser Folge mit dabei: frytz.

Montag, 20.07. / 04:35 Uhr / PULS Gartenfest 2025 – lovehead
(Erstsendung: 16.10.2025)

Die Band lovehead ist ein Indie-Rock-Trio aus dem österreichischen Burgenland. Kennengelernt haben sich Elena Karacsony, Mara Stricker und Anna Stefanitsch über Instagram.

Nach dem viralen Erfolg ihrer ersten Single „denkst du an mich?“ geht es für lovehead musikalisch steil bergauf – die Fans feiern die humorvollen Texte und die Good Vibes auf der Bühne. Letzteres bewiesen lovehead auch beim „PULS Startrampe Gartenfest“.

Direkt von Beginn an waren lovehead ein musikalisch perfektes Match. Seit 2021 machen sie gemeinsam Musik und sind bekannt für ihren Mix aus Indie-Rock, Lo-Fi-Sounddesign und eingängigen Melodien.

Montag, 20.07. / 04:50 Uhr / PULS Gartenfest 2025 – JOSY
(Erstsendung: 16.10.2025)

Ihren ersten Erfolg feierte Musikerin JOSY als Teenagerin. Gemeinsam mit ihrer Schwester Mimi nahm sie bei „The Voice Kids“ teil und blieb nicht nur den Juroren im Kopf.

2025 gewann JOSY schließlich die „PULS Startrampe“-Wildcard und damit auch einen Auftritt beim „PULS Startrampe Gartenfest“. Die Newcomerin gab einen souveränen Mix aus verschiedenen Musikstilen zum Besten – und begeisterte das Publikum nachhaltig.

Dienstag, 21.07. / 21:45 Uhr / Pop Secret Stories: Timothée Chalamet – Ist er der nächste Leonardo DiCaprio?
Film von Julia Rupprich
(Erstsendung: 22.03.2026)

Kann man planen, eine Legende zu werden? Timothée Chalamet will zu den ganz Großen gehören – und bekommt ausgerechnet von Leonardo DiCaprio entscheidenden Rat.

Mit nur 30 Jahren ist Chalamet bereits zum dritten Mal als bester Hauptdarsteller für den Oscar nominiert. „Pop Secret Stories“ blickt auf eine Begegnung im Jahr 2015 zurück, die seine Karriere maßgeblich geprägt haben könnte.

Der ambitionierte Schauspieler möchte Kinos allein durch seinen Namen füllen. Doch was braucht es wirklich, um zu einer Ikone zu werden? Und warum kommt der entscheidende Impuls vom „ewig Nominierten“ Leonardo DiCaprio?

Mittwoch, 22.07. / 10:30 Uhr / Live: 3satFestspielsommer: Eröffnung der Bregenzer Festspiele 2026
Aus dem Festspielhaus Bregenz
Kommentator: Eva Teimel
Regie: Joachim Mark
Moderation: Martina Köberle
Erstausstrahlung

Giuseppe Verdis Opernklassiker „La traviata“ ist der erste Höhepunkt der 80. Bregenzer Festspiele 2026. Am 22. Juli wird das größte Musikfestival am Bodensee feierlich eröffnet.

Am Abend feiert eins der beliebtesten Werke der Operngeschichte, Verdis „La traviata“, als Spiel auf dem See Premiere. Einen Tag später findet im Haus die Premiere der gesellschaftskritischen Oper „Die Ausflüge des Herrn Brouček“ von Leoš Janáček statt.

3sat überträgt die Eröffnung der Bregenzer Festspiele live. Moderatorin Martina Köberle führt Interviews vor Ort, Eva Teimel kommentiert das Geschehen. Natürlich wird auch das 80-Jahr-Jubiläum der Bregenzer Festspiele gebührend gefeiert.


Samstag, 25.07. / 19:20 Uhr / Max Ernst – Der Surrealist und das Trampeltier
Film von Daniel Guthmann und Christian Buckard
Im Streaming: 25. Juli 2026, 10.00 Uhr bis 24. August 2026
(Erstsendung: 29.03.2026)

Der Maler Max Ernst: Freigeist, Frauenliebling, Antifaschist. Zum 50. Todestag am 1. April 2026 erzählt der Film die spannende Geschichte des revolutionären Wegbereiters des Surrealismus.

Die rätselhaft-magischen Bildwelten Max Ernsts (1891–1976) faszinieren und verstören zugleich. Geprägt von seinen Erfahrungen mit Krieg und Faschismus spiegeln sie eine künstlerische Haltung, die bis heute nichts von ihrer Dringlichkeit verloren hat.

Im Juni 1940 befindet sich Max Ernst in einer bedrohlichen Situation: Während die deutschen Truppen immer weiter in Richtung Südfrankreich vorrücken, ist er mit anderen deutschen und österreichischen Staatsbürgern als vermeintlich „feindlicher Ausländer“ in einem Internierungslager bei Aix-en-Provence inhaftiert. Für den Hitler-Gegner Max Ernst, dessen Werke von den Nationalsozialisten als „entartete Kunst“ diffamiert werden, wäre es gefährlich, in ihre Hände zu fallen.

Von diesem Moment aus erzählt der Film rückblickend das Leben des epochalen Künstlers bis zu seinem US-amerikanischen Exil in den 1940ern. Im ersten Weltkrieg hatte Max Ernst selbst als Soldat in den Kampf ziehen müssen. Die traumatisierende Fronterfahrung wird zu einem Schlüsselerlebnis in seiner Biografie. Von diesem Zeitpunkt an ist Max Ernst immer auch ein politischer Künstler. Ein Künstler, der die alte Gesellschaftsordnung zerstören will. Zusammen mit den Pariser Surrealisten um André Breton zettelt er eine kulturelle Revolution an, deren Erschütterungen über die Kunstwelt hinaus gehen.

Mit seinem 1937 entstandenen Werk „Der Hausengel“ – dem „Trampeltier, das alles, was ihm in den Weg kommt, zerstört und vernichtet“, thematisiert Max Ernst die menschliche Zerstörungslust. Die Figur des Trampeltiers ist eine Allegorie auf die Diktatoren seiner Zeit, die heute aktueller denn je ist.

Mit Archivmaterial, Elementen der Graphic Novel und hochrangigen Interviewpartnern zeichnet der Film ein lebendiges Porträt des Malers in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Samstag, 25.07. / 20:15 Uhr / 3satFestspielsommer: Die Entführung aus dem Serail
Aus der Staatsoper Berlin mit Comedian Bülent Ceylan
Im Streaming: 25. Juli 2026, 06.00 Uhr bis 25. Januar 2027
Inszenierung: Andrea Moses
Fernsehregie: Andreas Morell
Erstausstrahlung

Oper trifft Comedy: Die Neuinszenierung der Berliner Staatsoper Unter den Linden besetzt die Figur Bassa Selim mit Comedian Bülent Ceylan, der zum ersten Mal auf der Opernbühne zu erleben ist.

„Die Entführung aus dem Serail“ greift bis heute relevante Motive auf: Rollenbilder, Vorurteile und den Umgang mit dem Fremden. Die Neuinszenierung stellt Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und dem Zusammenleben verschiedener Kulturen in den Mittelpunkt.

Mozarts Oper erzählt die Geschichte einer Befreiung aus einem orientalischen Serail und stellt dabei Fragen nach Freiheit, Macht und Menschlichkeit. Regisseurin Andrea Moses eröffnet eine neue Perspektive auf das Werk: Die Geschichte wird aus unterschiedlichen kulturellen Blickwinkeln betrachtet und eröffnet einen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Bülent Ceylan mit seiner Sprechrolle als Bassa Selim begleitet das Geschehen, greift die Handlung auf und ordnet sie aus heutiger Sicht ein. So entsteht eine Verbindung zwischen Mozarts Werk und dem Hier und Jetzt.

Biografische Parallelen werden sichtbar: Wie die Opernfigur Bassa Selim steht Bülent Ceylan zwischen verschiedenen kulturellen Welten. Diese Verbindung greift die Inszenierung gezielt auf und macht sie zum Ausgangspunkt der Erzählung, wie Verständigung heute gelingen kann.

Mit Mitte 20 komponierte Mozart seine Erfolgsoper, die 1782 in Wien ihre Premiere hatte. Als Singspiel verbindet sie Oper mit Schauspiel: Musikalische Nummern werden mit gesprochenen Dialogen verbunden. So entsteht ein lebendiger Wechsel zwischen Gesang und Schauspiel, der Figuren und Handlung erfahrbar macht. In ihrer Vielfalt zwischen virtuosen Arien, differenzierten Ensembles und charakterisierenden Klangfarben zeichnet sie die Figuren präzise und verleiht den Konflikten emotionale Tiefe. Ein Spannungsfeld, das die Inszenierung bewusst in Beziehung zur Gegenwart setzt.

Samstag, 25.07. / 22:55 Uhr/ Das Geheimnis von Bayreuth ~ 150 Jahre Festspiele und die Macht des Rings
Film von Hannah Friedrich
Im Streaming: 25. Juli 2026, 10.00 Uhr bis 24. Juli 2027
Erstausstrahlung

150 Jahre Bayreuther Festspiele: ein Jubiläum, aufgeladen mit allen Triumphen der Oper und den Schrecken der Geschichte. Jedes Jahr wird das Werk Richard Wagners dort neu befragt.

Bayreuth: ein Theater, das für ein Werk geschaffen wurde. Vor 150 Jahren hat Richard Wagner dort seine monumentales Werk „Der Ring des Nibelungen“ uraufgeführt – und es begeistert noch immer. – Eine Reportage über die Geschichte eines Phänomens.

Richard Wagners Traum vom Gesamtkunstwerk hat in Bayreuth seinen Original-Ort gefunden. Für das Festspielhaus hat er sein zentrales Werk geschrieben, die große Welterklärungstetralogie „Der Ring des Nibelungen“. Ein Werk deutscher Kulturgeschichte, an dem sich Bayreuth immer wieder selbst erneuern musste — ästhetisch, politisch, ideologisch, familiär.

Der Film konzentriert sich auf die Perspektive einiger der namhaftesten Bayreuth-Regisseure, die dort ihre Erfahrungen gesammelt haben: an einem Ort, an dem jede Deutung sofort zur Grundsatzfrage wird. Er erzählt von der Magie dieser Kunst, aber auch von den Wirrnissen und Abgründen einer Familie.

Einst ein historisches Familienunternehmen, sind die Festspiele heute, in Zeiten schrumpfender finanzieller Mittel, ein mehr oder weniger moderner Kulturbetrieb mit tarifvertraglichen Strukturen. Den Balanceakt zwischen Tradition und Erneuerung leitet Katharina Wagner, Urenkelin des Komponisten, als Festspielleiterin – und trotzt manchen Zweiflern.

Bayreuth, das ist für seine Fans eine Wallfahrt mit Schweißflecken unterm Hemd. Wenn das verloren ginge, wäre es das Ende? Es ist eben der Original-Ort.

Sonntag, 26.07. /10:05 Uhr / Der Klang Salzburgs – Mozarts Vermächtnis
Film von Hannes M. Schalle
Erzähler: Philipp Hochmair
(Erstsendung: 03.07.2021)

Salzburg ist weltweit ein Begriff für Musik – in der Barockstadt schwingen und erklingen viele berühmte Töne und Melodien. Allgegenwärtig ist allerdings die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart.

Seit gut 250 Jahren hat sich die ganze Stadt dem Genie verschrieben und agiert gleichermaßen als Gralshüterin seines umfassenden Werkes. Doch dort wird das Werk des meistgespielten Komponisten der Welt auch weiterentwickelt. So etwa mit dem Projekt „Spot on MozART“.

Die Stiftung Mozarteum, die Salzburger Festspiele, die Mozartwoche, die Mozartmuseen, die digitale Mozart Edition, die Universität Mozarteum, das Mozarteum Orchester und das Domquartier sind nicht nur die Bewahrer der Kunst des meistgespielten Komponisten der Welt, sie entwickeln sein Werk auch weiter: So etwa mit dem Projekt „Spot On Mozart“ der Kunstuniversität Mozarteum, mit welchem man seine legendäre Musik auch jungen Menschen zugänglich und für sie anschau- und hörbar machen möchte.

Oder wie jüngst mit einer globalen Premiere von uraufgeführten, noch nie gehörten neuen Werken, wie etwa bei der digitalen Mozart Woche mit den „94 Sekunden neuer Mozart“.

Dazu kommen viele neue junge Salzburger Künstlerinnen und Künstler wie Rafael Fingerlos, Christoph Sietzen, Julia Hagen oder Elias Keller, um nur einige zu nennen, die sich dem Klang Salzburgs auf ihre ganz bestimmte Art und Weise in Ton, Wort und Bild verschrieben haben. Sie erfüllen traditionelle, aber auch neue Spielstätten mit ihren eigenwilligen Interpretationen und machen so die ganze Stadt, das ganze Jahr zur Bühne.

Neben der Mozartwoche gibt es auch noch die Oster-, Pfingst- und natürlich die Sommerfestspiele, die mit ihren Solisten und den Wiener Philharmonikern seit 100 Jahren den Klang Salzburgs mitdefinieren – und das nicht nur mit Mozart, sondern mit allem, was die musikalische Tradition Europas ausmacht.

Der Film „Der Klang Salzburgs“ erzählt diese Geschichte aus heutiger Sicht, zeigt das Volumen einer Musik, die heute weitaus mehr Menschen hören und erleben können als zur Zeit ihrer Schöpfung – und doch muss sie immer wieder neu belebt und gestaltet, ja sogar gegenwarts- und zukunftstauglich gemacht werden.

Sonntag, 26.07. /11:00 Uhr / Live: 3satFestspielsommer: Festakt zur Eröffnung der Salzburger Festspiele 2026
Aus der Felsenreitschule

Mit Vilde Frang (Violine)
Chor: Salzburger Festspiele, Theater Kinderchor
Orchester: Mozarteumorchester Salzburg
Musikalische Leitung: Vitali Alekseenok

Den traditionellen Festakt zur „Eröffnung der Salzburger Festspiele“ überträgt 3sat auch im Jahr 2026 live aus der Salzburger Felsenreitschule.

Im Mittelpunkt steht die Festrede der belarussischen Bürgerrechtlerin, Musikerin und Karlspreisträgerin Maria Kalesnikava, einer prägenden Stimme der Zivilgesellschaft und eines Symbols für zivilen Mut ihres Landes.

Maria Kalesnikava ist Ehrenprofessorin der Universität Salzburg und Ehrendoktorin der Kunstuniversität Graz.

Musikalisch eingerahmt wird der Festakt vom Mozarteumorchester Salzburg unter der Leitung von Vitali Alekseenok, einem belarussischen Musikerkollegen der Festrednerin, Vilde Frang (Violine) sowie dem Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor.

Die Musik von Olivier Messiaen, Édouard Lalo und Lili Boulanger geben einen Ausblick auf den Salzburger Festspielsommer.

Die offizielle Eröffnung erfolgt durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen.

Sonntag, 26.07. /18:30 Uhr / Museums-Check mit Markus Brock: Belvedere Museum Wien
Gast: Verena Altenberger
Im Streaming: 26. Juli 2026, 06.00 Uhr bis 25. Juli 2031
Erstausstrahlung

Gustav Klimts weltberühmter „Kuss“, barocke Schlossarchitektur und Kunstschätze vom Mittelalter bis zur Gegenwart: Das „Belvedere“ in Wien zählt
zu Europas bedeutendsten Museen.

Zu Gast im „Museums-Check“ ist
Verena Altenberger. Gemeinsam mit Markus Brock erkundet sie das Museum mit seinen barocken Palästen und Gärten.

Anfang des 18. Jahrhunderts ließ Prinz Eugen von Savoyen das „Belvedere“ als Sommerresidenz errichten. Nach seinem Tod wurde 1777 im Oberen Belvedere die kaiserliche Gemäldegalerie eröffnet – als eins der ersten öffentlich zugänglichen Museen der Welt. Heute führt die herausragende Sammlung durch rund 800 Jahre Kunstgeschichte.

Im Oberen Belvedere ist die Dauerausstellung zu sehen. Zu den Highlights zählen die Bestände der Wiener Moderne mit Werken von Egon Schiele, Oskar Kokoschka und Gustav Klimt. Zugleich schlägt das Museum den Bogen in die Gegenwart – mit Arbeiten bedeutender Künstlerinnen und Künstler wie Valie Export und Maria Lassnig.

Im Unteren Belvedere sind die Prunkräume von Prinz Eugen erhalten. Der einstige Prunkstall beherbergt Gemälde und Skulpturen vom Mittelalter bis zur Renaissance. Außerdem ist dort bis zum 10. Januar 2027 die Schau „Erna Rosenstein. Jenseits der Stille“ zu sehen, eine umfassende Retrospektive der polnisch-jüdischen Künstlerin. Geprägt von Krieg, Verfolgung und dem Verlust ihrer Eltern entwickelte Rosenstein eine unverwechselbare Bildsprache zwischen Surrealismus und poetischer Fantasie.

Die Österreicherin Verena Altenberger gehört zu den profiliertesten Schauspielerinnen ihrer Generation. Einem breiten Publikum wurde sie als Ermittlerin im „Polizeiruf 110“ bekannt. Bei den Salzburger Festspielen stand sie 2021 und 2022 als Buhlschaft im Stück „Jedermann“ auf der Bühne. Wien und seine Kunst- und Kulturszene sind seit vielen Jahren ihr Lebensmittelpunkt.

Montag, 27.07. / 19:20 Uhr / True ART Crime – Spektakuläre Verbrechen in der Kunstwelt
Film von Corinna Hobick und Ole Siebrecht
Im Streaming: 27. Juli 2026, 06.00 Uhr bis 20. Dezember 2030
Bearbeitete Fassung
(Erstsendung: 20.12.2025)

Geniale Fälscher, dreiste Diebe und schwerer Betrug: „True ART Crime“ zeigt die spektakulärsten Kunstverbrechen Europas – zwischen Kunstraub, Fälschung und psychologischem Abgrund.

Von beuteschweren Raubzügen bis zu charmanten Betrügern: Die Dokumentation verbindet True Crime mit Kunstgeschichte und erzählt mit Tempo, Tiefe und einem Augenzwinkern von einigen der berühmtesten Fälle der letzten Jahrzehnte in Europa.

Was passiert, wenn Kunst nicht nur inspiriert, sondern verführt? „True ART Crime“ taucht ein in die schillernde Schattenseite der Kunstwelt – mit echten Fällen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Geniale Fälscher wie Wolfgang Beltracchi täuschen jahrzehntelang Experten und Expertinnen sowie Sammler und Sammlerinnen. Ein Salzfass im Wert von 50 Millionen Euro verschwindet aus dem Kunsthistorischen Museum in Wien und lagert zwischenzeitlich unter einem Bett. Und dann ist da Stéphane Breitwieser, der über 200 Kunstwerke stiehlt – meist ohne Gewalt, nur mit Charme und Geschicklichkeit.

Mit dabei: René Allonge, Chefermittler für Kunstkriminalität beim LKA Berlin, der einige der spektakulärsten Fälle Europas aufgeklärt hat. Dr. Bianca Berding, Kunsthistorikerin und Jugendstil-Expertin aus „Bares für Rares“, bringt kunstgeschichtliche Tiefe und pointierte Analysen. Und Lydia Benecke, Kriminalpsychologin und Bestsellerautorin, erklärt die psychologischen Motive hinter den Taten, von Gier bis Größenwahn.

Ein Format für alle, die Kunst lieben – und Geheimnisse noch mehr.

Dienstag, 28.07. / 19:20 Uhr / Millionen Fake – Jagd auf die Kunstfälscher (1/3): Die Spur der Fälschungen
Film von Stefano Strocchi
Im Streaming: 28. Juli 2026, 06.00 Uhr bis 26. August 2026
Erstausstrahlung

2008 übernimmt die junge Stuttgarter Staatsanwältin Mirja Feldmann ihren ersten großen Fall: 13 angebliche Giacometti-Skulpturen, gesichert vom LKA, entpuppen sich als Fälschungen.

Auf der Anklagebank sitzen drei Kunsthändler. Schnell wird klar: Sie sind Teil eines weit größeren Netzwerks. Die dreiteilige True-Crime-Serie erzählt einen der spektakulärsten Kunstskandale Europas: die Jagd auf den niederländischen Bildhauer Robert Driessen.

Über Jahre hinweg überschwemmte er den internationalen Kunstmarkt mit Hunderten gefälschten Giacometti-Skulpturen.

Ausgangspunkt war die Entdeckung von 13 gefälschten Skulpturen des Schweizer Künstlers Alberto Giacometti, die 2001 dem Stuttgarter LKA ins Netz gingen. Was wie ein Routinefall begann, entpuppte sich als einer der größten Kunstbetrugsfälle der europäischen Nachkriegsgeschichte – mit einem Schaden in Millionenhöhe. Die Staatsanwältin Mirja Feldmann, die Ermittler der LKA-Dienststelle für Kunst und Antiquitäten und der französische Skulpturenexperte Hubert Lacroix verfolgten die Spur des Fälschernetzwerks bis nach Thailand: Dort befindet sich das Atelier von Robert Driessen.

Driessen selbst, seine Komplizen und die Ermittler kommen in der Serie zu Wort und erzählen, wie ein globales Netz aus Täuschung, Gier und Kunstverstand zusammenbrach. Zwischen Undercover-Ermittlungen, falschen Adligen und Millionenbeträgen entfaltet sich eine Geschichte, die kaum zu glauben ist – und doch wahr.

Mittwoch, 29.07. / 19:20 Uhr / Millionen Fake – Jagd auf die Kunstfälscher (2/3): Der Graf und der Fälscher
Film von Stefano Strocchi
Im Streaming: 29. Juli 2026, 06.00 Uhr bis 27. August 2026
Erstausstrahlung

Die Ermittlungen führen zu einem exzentrischen Mittelsmann, dem selbst ernannten „Reichsgraf von Waldstein“, der Skulpturen aus seinem Kofferraum heraus verkauft.

Derweil erinnert sich Robert Driessen in Thailand an seine „goldene Ära“ – und wie er mit seinen Giacometti-Kopien den Kunstmarkt eroberte. Als ein Deal über 50 Millionen Dollar bekannt wird, beschließt Mirja Feldmann, den Betrügern eine Falle zu stellen.

Die dreiteilige True-Crime-Serie „Millionen Fake – Jagd auf die Kunstfälscher“ erzählt einen der spektakulärsten Kunstfälscher-Skandale Europas: die Jagd auf den niederländischen Bildhauer Robert Driessen, der über Jahre hinweg den internationalen Kunstmarkt mit Hunderten gefälschten Giacometti-Skulpturen überschwemmte.

Ausgangspunkt war die Entdeckung von 13 gefälschten Skulpturen des Schweizer Künstlers Alberto Giacometti, die 2001 dem Stuttgarter LKA ins Netz gingen. Was als Routinefall begann, entpuppte sich als einer der größten Kunstbetrugsfälle der europäischen Nachkriegsgeschichte – mit einem Schaden in Millionenhöhe. Die Staatsanwältin Mirja Feldmann, die Ermittler der LKA-Dienststelle für Kunst und Antiquitäten und der französische Skulpturenexperte Hubert Lacroix verfolgten die Spur des Fälschernetzwerks bis nach Thailand: Dort befindet sich das Atelier von Robert Driessen.

Driessen selbst, seine Komplizen und die Ermittler kommen in der Serie zu Wort und erzählen, wie ein globales Netz aus Täuschung, Gier und Kunstverstand zusammenbrach. Zwischen Undercover-Ermittlungen, falschen Adligen und Millionenbeträgen entfaltet sich eine Geschichte, die kaum zu glauben ist – und doch wahr.

Mittwoch, 29.07. / 19:50 Uhr /Die Hauda & die Kunst ~ Édouard Manet: Ode an die Sexarbeit
Im Streaming: 29. Juli 2026, 06.00 Uhr bis 27. August 2026
Moderation: Bianca Hauda
(Erstsendung: 08.08.2024)

Wer als Maler Karriere machen will, muss es im 19. Jahrhundert mit seinen Bildern in den Pariser Salon schaffen. Édouard Manet wählt auf Suche nach Anerkennung die Provokation: Nacktheit.

Damals ein Tabu. Zum echten Skandal wird seine „Nana“, eine Kokotte. Das ist nicht nur die französische Bezeichnung für einen Schmortopf, sondern auch für Prostituierte. Das Bild der selbstbewusst dreinschauenden Sexarbeiterin
wird im Pariser Salon empört abgelehnt.

Als das Bild später im Schaufenster eines Ladens ausgestellt wird, sorgt es für solche Aufregung, dass es auf Anordnung der Polizei entfernt werden muss.

Kulturjournalistin und Moderatorin Bianca Hauda serviert Kunstwissen in kleinen Happen: Porträts von Künstlerinnen und Künstlern, deren Bilder und Werke in deutschen Museen zu sehen sind.

Donnerstag, 30.07. / 09:45 Uhr / Hollywood in Deutschland: Die Profis für Kulisse und Kostüm
Film von Stella Valerie Ulrich
(aus der Reihe „ZDF-Reportage“)
Im Streaming: 30. Juli 2026, 10.00 Uhr bis 29. Juli 2028
(Erstsendung: 02.05.2026)

Große Film- und Bühnenmomente entstehen nicht nur in Hollywood, sondern auch an unerwarteten Orten in Deutschland – und das mit ungeheurer Kreativität, Präzision und Teamarbeit.

Deutschlands Kulissenbauer und Kostümbildner beherrschen ihr Handwerk. Ob bunte und aufwendige Kostüme für bekannte TV-Shows oder der Nachbau von ikonischen Filmrequisiten – die Kulissen und Kostümdesigner lassen die Phantasie Wirklichkeit werden.

In Braunschweig arbeitet Angelo Zannin an einem Projekt, das Filmfans weltweit erkennen würden, dem legendären Tor aus „Jurassic Park“. Mit beeindruckender Detailtreue rekonstruiert der dreifache Vater das ikonische Bauwerk – unterstützt von seinen Söhnen Toni und Robin. Nach Schule und Ausbildung wird gemeinsam gesägt, geschliffen und montiert. Der Zeitdruck ist hoch: In wenigen Wochen soll das monumentale Tor auf einer Messe in Stuttgart ausgestellt werden.

Rund 600 Kilometer entfernt, im bayerischen Garching an der Alz, entstehen Kostüme, die ein Millionenpublikum kennt. Kostümdesignerin Alexandra Brandner zählt zu den gefragtesten ihres Fachs, und zwar in ganz Europa. In ihrem Atelier entwickelt sie unter anderem die aufwendigen Outfits für die europäischen Staffeln von „The Masked Singer“. Jede Figur beginnt mit einer Idee und wächst in präziser Handarbeit zu einem spektakulären Gesamtbild – bis ins kleinste Detail.

Währenddessen laufen in Hamburg die Vorbereitungen für ein großes Musical-Debüt. „Zurück in die Zukunft“ kommt ins Operettenhaus auf der Reeperbahn. Die vom Broadway gelieferten Bühnenteile müssen angepasst, technisch vorbereitet und schließlich sicher ins Theater transportiert werden. Vor Ort bleiben der Crew nur eineinhalb Wochen, um alles für die Premiere aufzubauen – eine logistische und handwerkliche Herausforderung, bei der jeder Handgriff sitzen muss.

Die „ZDF.reportage“ blickt hinter die Kulissen der Profis von Kulisse und Kostüm.

Donnerstag, 30.07. / 19:20 Uhr / Millionen Fake – Jagd auf die Kunstfälscher (3/3): Der Showdown Film von Stefano Strocchi
Im Streaming: 30. Juli 2026, 06.00 Uhr bis 29. Juli 2027
Erstausstrahlung

Ein Undercover-Ermittler verabredet ein Treffen mit dem „Grafen“ in einem Hotel nahe Frankfurt. Während die Bande auf ihre Beute wartet, bereiten Feldmann und das LKA-Team den Zugriff vor.

Die Festnahme gelingt – doch der Fälscher Robert Driessen entkommt nach Thailand. Jahre später, bei seiner Rückkehr nach Europa, holt ihn die Vergangenheit endgültig ein.

Die dreiteilige True-Crime-Serie „Millionen Fake – Jagd auf die Kunstfälscher“ erzählt einen der spektakulärsten Kunstfälscher-Skandale Europas: die Jagd auf den niederländischen Bildhauer Robert Driessen, der über Jahre hinweg den internationalen Kunstmarkt mit Hunderten gefälschten Giacometti-Skulpturen überschwemmte.

Ausgangspunkt war die Entdeckung von 13 gefälschten Skulpturen des Schweizer Künstlers Alberto Giacometti, die 2001 dem Stuttgarter LKA ins Netz gingen. Was als Routinefall begann, entpuppte sich als einer der größten Kunstbetrugsfälle der europäischen Nachkriegsgeschichte – mit einem Schaden in Millionenhöhe. Die Staatsanwältin Mirja Feldmann, die Ermittler der LKA-Dienststelle für Kunst und Antiquitäten und der französische Skulpturenexperte Hubert Lacroix verfolgten die Spur des Fälschernetzwerks bis nach Thailand: Dort befindet sich das Atelier von Robert Driessen.

Driessen selbst, seine Komplizen und die Ermittler kommen in der Serie zu Wort und erzählen, wie ein globales Netz aus Täuschung, Gier und Kunstverstand zusammenbrach. Zwischen Undercover-Ermittlungen, falschen Adligen und Millionenbeträgen entfaltet sich eine Geschichte, die kaum zu glauben ist – und doch wahr.

Donnerstag, 30.07. / 19:50 Uhr / Die Hauda & die Kunst: Jan Vermeer: Popstar des 17. Jahrhunderts
Im Streaming: 30. Juli 2026, 06.00 Uhr bis 28. August 2026
Moderation: Bianca Hauda
(Erstsendung: 07.08.2024)

In Amsterdam gab es 2023 eine Jahrhundertausstellung mit so vielen Vermeer-Bildern wie noch nie. 37 Gemälde Jan Vermeers sind bekannt – alles Meisterwerke in der Inszenierung des Lichts.

Sein „Mädchen mit dem Perlenohrring“ ist eine Popikone. Aber auch die anderen Bilder haben eine Magie: Nie zuvor hat der Alltag so geleuchtet, nie zuvor hat ein Maler einfache private Szenen mit Mädchen und Frauen so gestaltet, als hätten sie ein großes Geheimnis.

Nach seinem Tod 1675 wurde der Niederländer Jan Vermeer vergessen. Wiederentdeckt haben ihn die Impressionisten.

Kulturjournalistin und Moderatorin Bianca Hauda serviert Kunstwissen in kleinen Happen: Porträts von Künstlerinnen und Künstlern, deren Bilder und Werke in deutschen Museen zu sehen sind.

Freitag, 31.07. / 19:20 Uhr / Das Geheimnis der Meister: Lucas Cranach
Film von Dag Freyer
Im Streaming: 31. Juli 2026, 10.00 Uhr bis 30. Juli 2028
(Erstsendung: 14.07.2025)

Lucas Cranach ist einer der großen Meister der Renaissance. Er hinterließ rund 5000 Gemälde. Aber ist die „Lucretia“, die als eines seiner Hauptwerke gilt, wirklich aus seiner Hand?

Das „Das Geheimnis der Meister“-Team um Kunsthistorikerin Bianca Berding begibt sich auf eine detektivische Spurensuche. Mithilfe modernster Technik recherchiert es die Entstehungshintergründe des Werks und versucht sich an der perfekten Kopie.

Lucas Cranach war Hofmaler und schuf Porträts der großen Persönlichkeiten seiner Zeit. Am bekanntesten sind seine Bildnisse von Martin Luther. Altarwerke und allegorische Gemälde zählen ebenso zu seinem umfassenden Werk. Neben seiner Werkstatt besaß er auch eigene Wälder als Quelle für die Holztafeln, die er als Malgrund nutzte.

Die Miniatur „Lucretia“, geschaffen in Cranachs meisterlicher Feinmalerei, greift eine römische Erzählung aus der Antike auf: Lucretia wird vergewaltigt und nimmt sich anschließend das Leben, um ihre vermeintlich verlorene Ehre wieder herzustellen. Lucas Cranach nutzt die heute befremdliche Erzählung, um im Jahr 1533 ein Aktbildnis durch ein moralisierendes Sujet zu rechtfertigen.

In jeder Folge von „Geheimnis der Meister“ wird ein Hauptwerk der Malerei ganz genau unter die Lupe genommen: Welche Farben wurden verwendet, welche Charakteristiken hat der Pinselstrich, wie sind Lichtstimmung und Farbgebung? Was wurde übermalt oder retuschiert? Verbirgt sich gar ein Bild unter dem Bild?

Durch die Rekonstruktion werden nicht nur die Entstehungshintergründe der Werke, sondern auch die Lebensumstände der Künstlerinnen und Künstler durchleuchtet. Welche tragischen Ereignisse oder Glücksmomente haben die Werke beeinflusst, welche Strömungen in Kunst, Kultur und Politik der Entstehungszeit spiegeln sie wider?

Nach fünf Wochen Recherche und Malprozess hängen am Ende Original und Rekonstruktion nebeneinander im Museum, und das Publikum kann selbst entscheiden, ob die Kunstdetektivinnen und -detektive einen guten Job gemacht haben. Konnten sie dem Meisterwerk seine Geheimnisse entlocken? Ist eine überzeugende Kopie gelungen?


Regelmäßige Kultursendungen auf 3sat:

Montags – freitags, 19:20 Uhr: Kulturzeit
Das 3sat Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
3sat
“Kulturzeit” ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat.
“Kulturzeit” mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.

Dienstags, 21:45 Uhr: kinokino ~ Das Filmmagazin
Was läuft aktuell im Kino? Welches sind die neuesten Hits auf der Leinwand? „kinokino“ stellt die wichtigsten Neustarts und Themen aus der Filmwelt vor.
Das Magazin zeigt Porträts und Interviews mit Schauspielern und Regisseuren. Welche Filme lohnen sich? Welche sollte man lieber meiden? „kinokino“ kritisiert die Tops und Flops und berichtet von den spannendsten Festivals.

Samstags, 09:05 Uhr: Kulturplatz
Das Kulturmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen, SRF
Hinein ins pralle Leben: “Kulturplatz” greift auf, was die Menschen beschäftigt, welche Fragen sie sich stellen. Und zeigt, dass die Kultur Antworten gibt.
“Kulturplatz” findet mitten im Leben statt: im Supermarkt, am Musikfestival, im Wald. Denn Kultur ist viel mehr als Musik, Literatur und Kunst. Kultur durchdringt unser Leben. Wo jemand nachzudenken beginnt, da entsteht Kultur.
Diesem Credo ist “Kulturplatz” verpflichtet. Die Sendung will für Kultur begeistern und behält dabei die wichtigsten Akteure und Ereignisse des Kulturbetriebes im Blick. “Kulturplatz” spürt Trends auf und präsentiert Neuentdeckungen.

Freitags, nach Mitternacht: lebensArt
ORF
Peter Schneeberger und Clarissa Stadler präsentieren Inhalte, die nicht nur vom Kulturkalender, sondern auch von gesellschaftlichen und kulturpolitischen Entwicklungen bestimmt werden.
Neue und andere Sichtweisen erleichtern den Zugang zu Literatur und Musik, Film und Theater, Architektur und Bildender Kunst. Das Kulturmagazin ist feuilletonistisch, hintergründig und reflexiv.


Diese Übersicht wird stets mehrere Wochen vor den jeweiligen Sendeterminen erstellt. Aktuelle Programmänderungen sind u. U. nicht berücksichtigt. Diese finden sich auf 3sat.de.

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