TV-Tipps arte

arte und 3sat übertragen in ihren umfangreichen Programmen regelmäßig Dokumentationen über Künstler und Kulturereignisse, dazu Konzerte (von Klassik über Pop & Rock bis Heavy Metal), Musicalfilme, Opern-, Tanz- und Theatervorstellungen.
Diese Seite informiert über bevorstehende interessante Ausstrahlungstermine auf arte aus dem Kulturbereich.


Montag, 23.03. / 01:00 Uhr / Art Crimes: Van Gogh: Amsterdam, 2002

Dokumentarfilm, Deutschland, Italien, Belgien, 2022, RBB 89 Min.
Regie: Stefano Strocchi
Online verfügbar von 16/03/2026 bis 21/06/2026

An einem frühen Dezembermorgen im Jahr 2002 geht im Van Gogh Museum in Amsterdam der Alarm los. Diebe sind auf dem Dach, haben eine Scheibe eingeschlagen und stehlen zwei Gemälde. Die ganze Aktion dauert nur wenige Minuten, dann sind die Einbrecher mit den Bildern „Blick auf das Meer bei Scheveningen“ und „Die Kirche von Nuenen mit Kirchgängern“ verschwunden. Als die Polizei wenig später eintrifft, findet sie Spuren, die auf zwei stadtbekannte Kriminelle deuten: Octave „Okkie“ Durham und Henk Bieslijn.

Während die Ermittler versuchen, den beiden Verdächtigen die Tat nachzuweisen, haben diese ganz andere Probleme: Die Bilder loszuwerden erweist sich plötzlich als viel schwieriger als gedacht.

Nachdem ein Verkauf der Bilder endlich zustande kommt, gönnt sich Octave Durham vom neugewonnenen Reichtum ein Leben im Luxus, das ihm und Henk Bieslijn bald zum Verhängnis wird. Beide werden schließlich zu einigen Jahren Gefängnis und einer hohen Geldstrafe verurteilt. Aber die Bilder werden nie gefunden.

2007 nimmt der Fall eine überraschende Wendung, als bei einer Abhöraktion neue Hinweise auf die Gemälde auftauchen. Die italienische Staatsanwältin Vincenza Marra ermittelt von Neapel aus gegen einen der mächtigsten Drogenhändler Europas, einen mysteriösen Kriminellen, der unter anderem als „der Verwandte“ bekannt ist. Quasi nebenbei kommen die italienischen Ermittler auf die Spur der zwei gestohlenen van Goghs. Im Jahr 2016 können Marra und ihr Team den Drogenboss schließlich fassen und finden in der Villa seiner Eltern auch die gestohlenen Bilder.

Montag, 23.03. / 04:31 Uhr / (Fast) die ganze Wahrheit: Nicolas Cage
Serie, Frankreich, 2020, ARTE F 3 Min.
Regie: Nicolas Rendu
Online verfügbar von 10/01/2022 bis 13/04/2026
Erstausstrahlung

Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. In dieser Folge: Nicolas Cage.

Dienstag, 24.03. / 04:18 Uhr / (Fast) die ganze Wahrheit: Pina Bausch
Serie, Frankreich, 2020, ARTE F 3 Min.
Regie: Nicolas Rendu
Online verfügbar von 10/01/2022 bis 13/04/2026
Erstausstrahlung

Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. In dieser Folge: Pina Bausch.

Mittwoch, 25.03. / 05:00 Uhr / Katharina Thalbach – Die Unbändige
Dokumentation, Deutschland, 2022, MDR 52 Min.
Regie: Jana von Rautenberg
Online verfügbar von 25/03/2026 bis 31/03/2026

Als eine der wenigen Deutschen trägt Katharina Thalbach den Ordre des Arts et des Lettres. Diese höchste Auszeichnung des französischen Kulturministeriums wurde der Schauspielerin und Regisseurin im Jahr 2019 verliehen. Diese Auszeichnung kommt nicht von ungefähr, denn Katharina Thalbach und Frankreich, das ist eine lange Beziehung.

Die Dokumentation zeigt ihr bewegtes Leben und Schaffen zwischen den Grenzen und stellt eine Künstlerin vor, die sich über Konventionen hinwegsetzt und die auch ein faszinierender Mensch ist. Der Film begleitet Katharina auch in ihre Traumstadt Paris. Sie trifft dort unter anderem Marie Noëlle, eine gute Freundin und Regisseurin, und Léonidas Strapatsakis, ebenso ein langjähriger Freund und Dramaturg.

Und in Zürich kommt es zu einem großen Familientreffen. Denn Familie, Zusammenhalt, füreinander da sein sind für Katharina Thalbach lebenswichtig. Im Stammlokal versammelt sich der Clan Thalbach-Besson: Tochter Anna, Enkelin Nellie, die Brüder Pierre und Philippe Besson, Schwester Marie Besson. Sie alle leben und arbeiten für die Kunst. Eine deutsch-französische Künstlerfamilie.

Zwischen Berliner Hackepeter und französischem Rotwein zeichnet der Film das pure Leben und die Träume einer Künstlerin zwischen Berlin und Paris und entwickelt ein sehr familiäres und inniges Bild einer starken Frau.

Mittwoch, 25.03. / 21:45 Uhr / Christoph Waltz ~ Der Charme des Bösen
Dokumentation, Österreich, 2020, ARTEORF 51 Min.
Regie: Kurt Mayer
Online verfügbar von 24/03/2026 bis 24/04/2026

Es gab eine Zeit, da kannte man sein markantes Gesicht vorwiegend aus Fernsehfilmen. Dann entdeckte ihn Quentin Tarantino für Hollywood. Ab dann ist Christoph Waltz weltberühmt, ein Star. Nur allzu gern wird er allerdings auf Malefiz-Figuren aller garstigen Schattierungen reduziert.

In diesem ersten umfassenden Fernsehporträt von Christoph Waltz gehen der Regisseur und Produzent Kurt Mayer und die langjährige Hollywood-Korrespondentin Gabriele Flossmann der schauspielerischen Entwicklung, aber auch den persönlichen Seiten des Ausnahmetalents nach. So weiß etwa kaum jemand, dass Waltz und Michael Haneke denselben – nicht unbekannten – Stiefvater haben und daher sozusagen Halbbrüder sind.

Bedeutende berufliche Wegbegleiter orchestrieren Waltz‘ Werdegang. Eingebettet in zahlreiche Filmausschnitte stellt sich heraus, dass Waltz nicht nur im Bühnenfach des Bösewichtes brilliert. Präzision und Handwerkskunst, trockener Humor und Sprachtalent sind es, die ihn schließlich vom Wiener Reinhardt-Seminar nach Hollywood bringen, in einem „overnight success after thirty years“. Seine gegen alle Klischees gebürstete Darstellung verleiht den Figuren besonders Tiefe. Ihnen zu folgen bereitet diabolisches Vergnügen.

Der Mensch hinter den ikonischen Figuren seines Schaffens hält sich bedeckt. Seine öffentlichen Auftritte sind rar. Ausschnitte aus seinen ersten Filmauftritten sowie aus dem noch unveröffentlichten neuen James-Bond-Film „Keine Zeit zu sterben“ veranschaulichen das breite Spektrum des zweifachen Oscargewinners. Doch ganz so einfach ist Christoph Waltz nicht zu fassen …

Mittwoch, 25.03. / 00:10 Uhr / Pierre Richard – Komiker par excellence
Dokumentation, Frankreich, 2017, ARTE F 52 Min.
Regie: Gregory Monro
Online verfügbar von 18/03/2026 bis 24/04/2026

Pierre Richard, das war der sympathisch-zerstreute Tollpatsch aus „Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh“. Weniger bekannt ist, dass der französische Schauspieler in den 1970er Jahren auch politische Slapstick-Komödien schrieb, inszenierte und selbst darin spielte. Diese zeitkritischen Filme zeigen eine weniger bekannte Facette des wohl letzten großen französischen Komödianten.

Mittwoch, 25.03. / 01:05 Uhr / Philip K. Dick und wie er die Welt sah
Dokumentation, Frankreich, 2014, ARTE F 56 Min.
Regie: Yann Coquart
Online verfügbar von 01/12/2025 bis 27/05/2026

Die Dokumentation ʺPhilip K. Dick und wie er die Welt sahʺ lässt das Lebenswerk des herausragenden Science-Fiction-Autors Philip Kindred Dick Revue passieren, der im Jahr 1982 verstarb. Wie kein anderer prophezeite er in seinen fiktionalen Erzählungen den Überwachungs- und Technologiewahn des 21. Jahrhunderts. Seine Romane und Kurzgeschichten dienten als Vorlage für zahlreiche Hollywoodverfilmungen – darunter ʺBlade Runnerʺ und ʺMinority Reportʺ.

Mittwoch, 25.03. / 04:46 Uhr / (Fast) die ganze Wahrheit: Spiderman
Serie, Frankreich, 2020, ARTE F 3 Min.
Regie: Nicolas Rendu
Online verfügbar von 10/01/2022 bis 13/04/2026
Erstausstrahlung

Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. In dieser Folge: Spiderman.

Freitag, 27.03. / 21:45 Uhr / Die Beatles in Hamburg
Dokumentation, Deutschland, Großbritannien, 2024, ZDF 53 Min.
Regie: Roger Appleton
Online verfügbar von 27/03/2026 bis 25/06/2026

Zum ersten Mal waren die Beatles weg aus ihrer Heimatstadt, zum ersten Mal im Ausland – in einem Land, das noch wenige Jahre vorher im Krieg mit ihrem eigenen Heimatland war. Aber die Musiker sind nicht nur jung, sondern auch ehrgeizig. Und sie nutzen ihre Chance. Aber nach nur vier Monaten müssen sie Deutschland wieder verlassen. Beim Wechsel in einen neuen Club wurden sie angezeigt, verhaftet und ausgewiesen – George Harrison war noch nicht einmal volljährig.

Zurück in Liverpool leckten sie ihre Wunden – das hätte auch das Ende der Beatles sein können. Aber sie hatten viel gelernt, in nur vier Monaten haben sie sich komplett verändert. Bei ihrem ersten Auftritt in Liverpool tauchten sie von Kopf bis Fuß in Lederkleidung auf – mit Haltung, Energie und Punk-Mentalität. „Wir sind in Liverpool geboren, aber in Hamburg groß geworden“, sagte John Lennon.

Der Film erzählt die Geschichte der ersten Jahre der Band zwischen Hamburg und Liverpool, bevor sie ihre Weltkarriere starteten. Mit Interviews und viel Archivmaterial vermittelt die Dokumentation wie sich das Leben in Liverpool und in St. Pauli zu Beginn der 1960er Jahre anfühlte.

Freitag, 27.03. / 22:40 Uhr / Sting – Sounds Like Art
Rijksmuseum Amsterdam
Musik, Deutschland, 2025, ZDF 60 Min.
Regie: Florian Breuer
Online verfügbar von 05/03/2026 bis 03/06/2026
Erstausstrahlung

„Sounds Like Art“ lädt Musikerinnen und Musiker ein, inmitten von Kunstwerken in einem europäischen Museum zu spielen. In dieser Folge tritt Sting im Rijksmuseum Amsterdam auf. Im Mittelpunkt steht ein Akustik-Set in der Ehrengalerie des Rijksmuseums, wo Sting zwischen Meisterwerken von Rembrandt, Johannes Vermeer und Judith Leyster spielt. Sting ist mit seinem Herzensprojekt, dem Musical „The Last Ship“, auf Tournee.

Diese Folge umfasst Hits aus dem Musical, eine Hommage an Stings Heimat Nordostengland und die heute verlorene Tradition des Schiffbaus in seiner Geburtsstadt Wallsend. Sting erzählt Geschichten über die Entstehung des Musicals und spielt Klassiker aus seiner unglaublichen Solokarriere – darunter Songs seiner berühmten Band The Police.

Während das Kronjuwel des Rijksmuseums, Rembrandts „Die Nachtwache“, restauriert wird, hat das Museum Sting eingeladen, einige Songs in dem einzigartigen Raum mit Glasfront zu spielen, in dem das Kunstwerk ausgestellt ist. Zu diesem Anlass spielt Sting eine seltene Gitarre aus dem 17. Jahrhundert, die dem Rijksmuseum als Leihgabe zur Verfügung gestellt wurde und ursprünglich für den Kreis um Ludwig XIV., den Sonnenkönig, gebaut wurde.

Stings Leidenschaft für das Lesen und Lernen ist weithin bekannt, und er zelebriert seine Vorliebe für Literatur und die Kraft der Bücher mit einem Auftritt in der spektakulären Bibliothek des Rijksmuseums. Stings Neugier und Bereitschaft, sich selbst herauszufordern, kommen in dieser Sonderfolge von „Sounds Like Art“ zum Ausdruck, einer Begegnung zwischen klassischer Kunst und klassischem Pop, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Freitag, 27.03. / 23:40 Uhr / Tocotronic
Columbia Theater, Berlin
Musik, Deutschland, 2025, ZDF 56 Min.
Regie: Flo Breuer
Online verfügbar von 01/09/2025 bis 26/04/2026
Erstausstrahlung

Das Album ʺGolden Yearsʺ beginnt mit einem Abschied, der keiner ist. ʺWeine nicht, ich bitte dichʺ, singt Dirk von Lowtzow. Kein Abschied ist für immer. Oder doch? Tocotronic geht es in immer weiter verfeinerter Weise um die Selbstwidersprüche unserer Existenz. Zur 75. Ausgabe der Berlinale feiert Tocotronic den Antritt ihres vierten Jahrzehnts als Band im Berliner Columbia Theater.

Tocotronic gehören zu den erfolgreichsten und prägendsten deutschsprachigen Rockbands der vergangenen Jahrzehnte. Wie nur wenige andere Bands ihrer Generation vermögen Tocotronic es, politische Statements und philosophische Reflexionen, die Erkundungen des Selbst und der Welt drumherum miteinander zu verbinden. Auch musikalisch haben sie zu einer ganz eigenen Sprache gefunden. ʺGolden Yearsʺ ist das vierzehnte Album in Tocotronics dreißigjährigen Geschichte. Es erzählt vom Unterwegssein, von der Sehnsucht nach einem Zuhause und davon, wie man auch in finsterer Zeit Trost finden kann.

Das Konzert im Berliner Columbia Theater zeigt eine Band, die sich immer wieder zu erneuern und gleichermaßen bei sich selbst zu bleiben verstand: erkennbar in der Veränderung. Vielleicht ist dies ein Grund, warum die Musik von Tocotronic nach all dieser Zeit und gerade in unserer unbehaglichen Gegenwart immer noch und immer wieder so viel Glück und so viel Trost zu spenden vermag.

Aufzeichnung vom 15. Februar 2025 im Columbia Theater, Berlin.

Freitag, 27.03. / 03:33 Uhr / Bilder allein zuhaus: Street Life, Harlem – William H. Johnson – Sing or swing
Serie, Frankreich, 2021, ARTE F 2 Min.
Regie: Gérard Pautonnier
Online verfügbar von 31/08/2021 bis 05/09/2026

Das Liebespaar möchte heute Abend ausgehen. Sie sind herausgeputzt und haben große Lust zu tanzen. Doch sie können sich nicht einigen: Sollen sie in den Cotton Club oder doch lieber in den Savoy Ballroom? Die Entscheidungsfindung beginnt zu eskalieren …

ʺBilder allein zuhausʺ nimmt Meisterwerke der Malerei humorvoll unter die Lupe. Von Leonardo da Vincis ʺMona Lisaʺ bis hin zu Boteros ʺBailarinesʺ werden in der 30-teiligen dritten Staffel der Kurzfilmserie Gemälde von Schauspielerinnen und Schauspielern zum Leben erweckt, die bei einem aufwendigen Casting wegen ihrer Ähnlichkeit mit den gemalten Figuren ausgewählt wurden. Auch Dekor und Kostüme sind dem jeweiligen Bildmotiv sorgfältig nachempfunden. Die sehr witzigen Dialoge spielen dabei mit dem Zeitgeist und vermitteln nebenbei Wissenswertes über die Geschichte der Gemälde.


Sonntag, 29.03. / 16:40 Uhr / Max Ernst – Der Surrealist und das faschistische Trampeltier
Dokumentation, Deutschland, 2026, ZDF 53 Min.
Regie: Christian Buckard, Daniel Guthmann
Online verfügbar von 29/03/2026 bis 02/04/2030
Erstausstrahlung

Max Ernst (1891-1976) gilt als einer der Wegbereiter der surrealistischen Malerei, seine rätselhaft-magischen Welten faszinieren und verstören zugleich: Aus ihnen sprechen Erfahrungen mit Krieg und Faschismus, ein Trampeltier wird zur Allegorie auf die menschliche Zerstörungslust. Zum 50. Todestag erzählt die Dokumentation die spannende Geschichte des Frauenlieblings bis zu seinem US-amerikanischen Exil in den 1940ern und bezeugt so die ungebrochene Aktualität seines Werks.

Im Juni 1940 befindet sich Max Ernst in einer bedrohlichen Situation: Während die deutschen Truppen immer weiter in Richtung Südfrankreich vorrücken, ist er mit anderen deutschen und österreichischen Staatsbürgern als vermeintlich „feindlicher Ausländer“ in einem Internierungslager bei Aix-en-Provence inhaftiert. Für den Hitler-Gegner Max Ernst, dessen Werke von den Nazis als „entartete Kunst“ diffamiert werden, wäre es sehr gefährlich, in ihre Hände zu fallen.

Von diesem Moment aus erzählt die Dokumentation rückblickend die faszinierende Geschichte des epochalen Künstlers: Freigeist, Frauenliebling, Antifaschist. 25 Jahre zuvor, im Ersten Weltkrieg, hatte Max Ernst selbst als Soldat in den Kampf ziehen müssen. Die traumatisierende Fronterfahrung, der „große Wahnsinn“, wird zu einem Schlüsselerlebnis in seiner Biografie.

Von diesem Zeitpunkt an ist Ernst immer auch ein politischer Künstler – einer, der die alte Gesellschaftsordnung zerstören will. Zusammen mit den Pariser Surrealisten um André Breton zettelt Max Ernst eine kulturelle Revolution an, deren Erschütterungen über die Kunstwelt hinausgehen. Mit seinem 1937 entstandenen Werk „Der Hausengel“ – dem „Trampeltier, das alles, was ihm in den Weg kommt, zerstört und vernichtet“ – schuf Max Ernst eine Allegorie auf die Diktatoren seiner Zeit, die heute aktueller denn je wirkt.

Mit reichhaltigem Archivmaterial, Elementen der Graphic Novel und hochrangigen Interviewpartnern erzählt die Dokumentation die aufregende Geschichte Ernsts in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts.

Sonntag, 29.03. / 17:35 Uhr / Alexandre Kantorow – Durch und durch Pianist
Dokumentation, Frankreich, 2025, ARTE F 46 Min.
Regie: Denis Sneguirev
Online verfügbar von 22/03/2026 bis 28/04/2026
Erstausstrahlung

Der Franzose Alexandre Kantorow gastiert normalerweise auf internationalen Bühnen. 2019 gewann er einen der renommiertesten Klavierwettbewerbe der Welt, den Tschakowski-Wettbewerb in Moskau. 2024 eröffnete er im strömenden Regen die Olympischen Sommerspiele von Paris mit Maurice Ravels „Jeux d’eau“. Regisseur Denis Sneguirev stattet dem Pianisten einen ganz privaten Besuch ab. Alexandre Kantorow lädt ein in die Wohnung seiner Eltern, wo er mit seinem Vater, dem Violinisten und Dirigenten Jean-Jacques Kantorow, Johann Sebastian Bach, Peter Tschaikowsky und Richard Wagner diskutiert und interpretiert.

Der zweite Teil der Reise führt in die Schweiz, an den Vierwaldstättersee. Es ist Kantorows langjähriger Wunsch gewesen, die Villa Senar zu besuchen, in der Sergej Rachmaninow eine neue Heimat fand. Hier komponierte Rachmaninow 1934 seine „Rhapsodie über ein Thema von Paganini“. Fast hundert Jahre später interpretiert Alexandre Kantorow das Werk auf dem Instrument, auf dem es entstand.
    Zu Gast in der Villa Senar ist auch Lya Petrova, die stolz ihre neue Geige präsentiert, eine Stradivari aus dem Jahre 1727. Alexandre Kantorow und Lya Petrova interpretieren César Francks „Sonate für Klavier und Geige“. Rachmaninows Steinway und Liya Petrovas Stradivari, zwei Instrumente aus zwei Epochen, gespielt von zwei jungen Musikern des 21. Jahrhunderts, laden ein zu einer kulturellen Zeitreise über 300 Jahre Musikgeschichte hinweg. Mit Gesprächen am Ufer des Vierwaldstättersees und mit Igor Strawinskys „Feuervogel“ endet der Ausflug durch die musikalischen Epochen.

Sonntag, 29.03. / 22:05 Uhr / Shirley MacLaine – Mit Haut und Haar Entertainerin
Dokumentation, Frankreich, 2025, ARTE F 53 Min.
Regie: Jean Lauritano
Online verfügbar von 22/03/2026 bis 11/07/2026
Erstausstrahlung

Mit markantem Kurzhaarschnitt und ausdrucksstarker Mimik eroberte Shirley MacLaine spätestens in den 1960ern mit den Billy-Wilder-Komödien „Das Appartement“ und „Das Mädchen Irma la Douce“ das internationale Kinopublikum. Mit einer Karriere von mehr als 70 Jahren zählt sie zu den ungewöhnlichsten Persönlichkeiten Hollywoods. Mit starkem Willen und eiserner Disziplin hat sie sich immer wieder neu erfunden – vom „Mädchen von nebenan“ bis zur exzentrischen Lady. Sie beweist, dass es für jedes Alter und jeden Typ passende Rollen gibt.

In jungen Jahren war sie weder eine klassische Schönheit à la Elizabeth Taylor, noch hatte sie das sexappeal einer Marilyn Monroe: Stattdessen überzeugte Shirley MacLaine zunächst als das sympathische „Mädchen von nebenan“, das mit Charme und Natürlichkeit in bittersüßen Komödien das Publikum begeisterte.

Begonnen hat diese mehr als 70 Jahre andauernde Karriere 1955 mit Hitchcocks Film „Immer Ärger mit Harry“. Drei Jahre später, in „Verdammt sind sie alle“, verlässt sie als rührend-naive Kindfrau Ginny das Komödienfach und erhält ihre erste Oscar-Nominierung sowie einen Golden Globe als „Vielseitigste Darstellerin“. In den 1960ern feiert sie weltweit ihren Durchbruch mit zwei unvergesslichen Komödien von Billy Wilder: An der Seite von Jack Lemmon ist sie Miss Kubelik in „Das Appartement“ und das Mädchen Irma la Douce im gleichnamigen Film. Und wieder folgen zwei Oscar-Nominierungen. Die Trophäe hält sie bei der fünften Nominierung schließlich in der Hand, als sie sich gegen ihre Filmpartnerin Debra Winger in „Zeit der Zärtlichkeit“ (1983) durchsetzt.

Hinter der augenscheinlichen Einfachheit und Leichtigkeit ihres Spiels verbergen sich eiserne Disziplin und ein unerschütterlicher Wille – Eigenschaften, die ihren außergewöhnlichen Erfolg erklären. Während viele Kolleginnen ihrer Generation längst in Vergessenheit geraten sind, feiert MacLaine seit mehr als 70 Jahren ein Comeback nach dem anderen – mit viel Geduld, Erfindungsgeist und Selbstironie. Ihr anhaltender Einfluss auf die Filmbranche ist einzigartig.

Ob als quirlige junge Frau oder als exzentrische Dame jenseits der 90: Die überzeugte Anhängerin esoterischer New-Age-Spiritualität wusste sich immer wieder neu zu erfinden und zeigt, dass es für jede Lebensphase und jeden Charakter passende Rollen gibt. Gerade heutzutage, wenn das Frauenbild im Film und die vermeintliche Altersgrenze um die 50 für Schauspielerinnen zunehmend kritisch hinterfragt werden, wirkt ihr Werdegang wie ein frischer Gegenentwurf.

Mit Archivmaterial und zahlreichen Filmausschnitten zeichnet diese Dokumentation das Porträt einer herzerwärmend frischen, extrovertierten Persönlichkeit, die mit einer unverwüstlichen Lebensenergie gegen alle Konventionen antrat und antritt – und dabei vielen Menschen zum Vorbild wurde.

Sonntag, 29.03. / 23:00 Uhr / Meredith Monk – Die Welt in ihrer Stimme
Dokumentarfilm, USA, 2025, ZDF 59 Min.
Regie: Billy Shebar, David Roberts
Online verfügbar von 25/01/2026 bis 30/11/2030
Erstausstrahlung

Der Dokumentarfilm ist eine stilistisch vielschichtige Hommage an die visionäre Komponistin, Performerin und interdisziplinäre Künstlerin Meredith Monk. Mit einer Mischung aus Animation, Archivmaterial und Performances beleuchtet Regisseur Billy Shebar die Arbeit der furchtlos experimentierenden Künstlerin, die ihre Karriere in der männlich dominierten New Yorker Kunstszene der 1960er und 1970er Jahre begann – und sich dort Respekt gegen alle Widerstände erkämpfen musste.

ARTE präsentiert das außergewöhnliche Porträt einer Frau, die die Kunstwelt revolutioniert hat. Meredith Monk, visionäre Komponistin, Performerin und Grenzgängerin, hat seit den 1960er Jahren eine völlig neue Sprache aus Klang und Bewegung geschaffen. Sie gilt als eine der großen Pionierinnen unserer Zeit.

Mit ihrer Musik im Mittelpunkt und Interviews mit Wegbegleitern wie Björk und David Byrne kreieren die beiden Regisseure Billy Shebar und David Roberts mit ʺMeredith Monk – Die Welt in ihrer Stimmeʺ ein Mosaik, das die Struktur von Monks eigenem Werk widerspiegelt und ihr äußerst originelles Vokabular aus Klängen und Bildern beleuchtet.

Als Künstlerin in der von Männern dominierten Kunstszene der 1960er und 1970er Jahre musste Monk um Anerkennung und Ressourcen kämpfen. Die ersten Kritiken in der New York Times waren bösartig und sexistisch: ʺEine Schande für den Tanzʺ oder ʺauf eine talentierte Mädchenart so ernsthaft seltsamʺ war dort zu lesen. Doch wie ihr gefeierter Zeitgenosse der Musiker Philip Glass sagt: ʺSie war – und ist immer noch – unter uns allen die einzigartig Begabte.ʺ

Meredith Monk sieht sich mit ihrer Sterblichkeit konfrontiert. Sie vertraut ihr Meisterwerk ʺAtlasʺ dem Regisseur Yuval Sharon und der Sängerin Joanna Lynn-Jacobs für eine neue Produktion an der ʺLos Angeles Philharmonicʺ an. 60 Jahre lang hat Monk alle ihre Musiktheaterwerke selbst inszeniert und aufgeführt – jetzt muss sie lernen, loszulassen.

Sonntag, 29.03. / 00:00 Uhr / Hayato Sumino joue Chopin, Ravel & Brahms
Nippon Budokan Hall, Tokyo
Musik, Deutschland, 2024, ZDF 61 Min.
Regie: Tomoo Ichimura
Fernsehregie: Tomoo Ichimura
Komponist: Wolfgang Amadeus Mozart, Frédéric Chopin, Franz Liszt, Hayato Sumino, Johann Sebastian Bach
Mit: Hayato Sumino (Klavier)
Online verfügbar von 29/03/2026 bis 27/06/2026
Erstausstrahlung

Hayato Sumino zählt zu den Klassik-Influencern einer neuen Generation. Bekannt als Cateen mischt er die Szene ordentlich auf: mit spielerischer Virtuosität am Klavier und besonderen audiovisuellen Auftritten. An seinem Geburtstag im Juli 2024 gab Cateen ein Recital in der ausverkauften Budōkan Hall in Tokyo. Der Konzertmitschnitt zeigt die Höhepunkte dieses Events.

Am Anfang hielt er seinen Namen geheim: Hayato Sumino wollte nicht als Pop-Pianist geringgeschätzt werden. Er suchte sich ein Pseudonym für seinen YouTube-Kanal. Hayato liebt Katzen, deswegen gab er sich den Namen Cateen. Im Alter von elf Jahren produzierte er seine ersten YouTube-Videos, studierte später neben internationalen Auftritten und etlichen Wettbewerbssiegen noch Mathematik und Informatik. Seine Videos sind Inszenierungen, die eine besondere Verbindung zum Publikum herstellen. Mit einer bestechenden Mischung aus Experimentierfreude, Verspieltheit und Tiefgang gehen seine Follower-Zahlen bald durch die Decke.

Heute ist der Japaner in den großen Konzertsälen der Welt zu hören. Hayato Sumino überrascht das Publikum mit einer ungeheuren Bandbreite musikalischen Könnens über Pop bis zu Musik aus Videospielen und Eigenkompositionen mit neuen Klangfarbenmöglichkeiten. Seine Boléro-Version an zwei Klavieren ist legendär. Bei der Aufnahme lässt er es so aussehen, als ob er sich selbst ein zweites Mal hineinprojiziert hätte, sodass man ihn zugleich Klavier und Flügel spielen sieht.

In Tokyo präsentierte Sumino Werke von Frédéric Chopin, Johannes Brahms, Maurice Ravel, George Gershwin und Johann Sebastian Bach sowie Eigenimprovisationen aus seinem Album ʺHuman Universeʺ.

Sonntag, 29.03. / 01:05 Uhr / Gregory Porter
Baloise Session 2022
Musik, Deutschland, 2022, ZDF 82 Min.
Regie: Roli Bärlocher
Online verfügbar von 28/03/2026 bis 28/04/2026

In der Jazz-Soul-Szene wird Gregory Porter oft mit den ganz Großen des Genres verglichen. Der Hüne mit dem warmen Bariton ist aber ganz er selbst: in seiner Stimme, seinen Melodien und den tiefgründigen Texten. Von Kollegen, Kritikern und Publikum wird er gleichermaßen geschätzt, gar verehrt. Beim Konzert auf der Baloise Session 2022 zeigen Gregory Porter und seine hochkarätige Band gut gelaunt und spielfreudig ihr ganzes Können.

Eigentlich wollte Gregory Porter Footballspieler werden, Musik stand an zweiter Stelle. Doch das Schicksal wollte es anders. Nach einer Schulterverletzung musste er die Sportlerkarriere aufgeben, arbeitete in New York als Koch und trat als Sänger auf. Seine harte Schule waren die kleinen Clubs, wo mehr getrunken als zugehört wird – und das über Jahre. Porter war bereits 37 Jahre alt, als sich seine Hartnäckigkeit endlich auszahlte: Saxofonist, Pianist und Komponist Kamau Kenyatta hörte Porter und förderte ihn fortan, Jazzflötist Hubert Laws und dessen Schwester Eloise leisteten ebenfalls Schützenhilfe.

Porters riesige und dennoch zärtliche Stimme fiel auf, Stars wurden auf ihn aufmerksam, das breite Publikum ebenso. 2010 erschien sein erstes Album ʺWaterʺ. Fünf weitere folgten bisher. Oft wird er mit Nat King Cole, dem wunderbaren Crooner, verglichen, auch mit Marvin Gaye oder Ray Charles. Aber Gregory Porter ist ganz er selbst, in seiner Stimme, seinen Melodien und den tiefgründigen Texten.
Aufzeichnung vom 10. November 2022 in der Event Halle Messe, Basel.

Mittwoch, 01.04. / 22:10 Uhr / Erich Maria Remarque und Marlene Dietrich ~ Flucht in die Liebe
Dokumentation, Deutschland, 2025, NDR 52 Min.
Regie: Hedwig Schmutte, Rolf Lambert
Online verfügbar von 01/04/2026 bis 30/06/2026

In seinem zweiten großen Welterfolg ʺArc de Triompheʺ verarbeitete der Schriftsteller Erich Maria Remarque seine eigenen Exilerfahrungen und die folgenreiche Begegnung mit Marlene Dietrich. Die Dokumentation rekonstruiert die bewegende Entstehungsgeschichte dieses stark autobiografischen Romans, der heute als ein Schlüsselwerk der europäischen Exilliteratur gilt und das literarische Vermächtnis einer langjährigen Leidenschaft zweier Weltstars ist. Die Dokumentation spannt dabei einen Bogen von Paris und Antibes nach Los Angeles und New York.

Was bedeuten Flucht und Vertreibung für die Betroffenen? Das beschreibt der Bestsellerautor Erich Maria Remarque in seinem zweiten großen Welterfolg ʺArc de Triompheʺ. Der Roman erzählt die Liebesgeschichte eines verfolgten deutschen Emigranten, der unmittelbar vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in Paris eine geheimnisvolle Frau trifft. Eine Amour fou, wie Remarque sie selbst mit der Hollywood-Diva Marlene Dietrich erlebt hat – und zwar zu einer Zeit, in der ein Leben im faschistischen Deutschland für beide Weltstars ausgeschlossen war.

Die Dokumentation rekonstruiert die Parallelen zwischen dieser realen Liebesgeschichte und der fiktiven im Roman. In ʺArc de Triompheʺ verarbeitet Remarque nicht nur den Schmerz seines eigenen Heimatverlusts, sondern auch seine über zehn Jahre währende, aufreibende Beziehung zu Marlene Dietrich. Entlang der Lebensstationen des Paares und auf der Grundlage von biografischen und historischen Dokumenten sowie Filmausschnitten – 1947 wurde ʺArc de Triompheʺ in Hollywood mit Starbesetzung verfilmt – begibt sich der Film auf eine mitreißende Zeitreise.

Von Paris und Antibes nach Los Angeles und New York rekonstruiert er die Entstehungsgeschichte dieses stark autobiografischen Romans, der heute als Schlüsselwerk der europäischen Exilliteratur gilt – als literarisches Vermächtnis einer langjährigen Leidenschaft zweier Weltstars.

Mittwoch, 01.04. / 23:05 Uhr / „Das andere Geschlecht“ – Auf den Spuren von Simone de Beauvoir
Dokumentarfilm, Frankreich, 2024, ARTE F 92 Min.
Regie: Nathalie Masduraud, Valérie Urrea
Online verfügbar von 25/03/2026 bis 28/11/2026

Der 1949 veröffentlichte Essay ʺDas andere Geschlechtʺ der französischen Schriftstellerin und Philosophin Simone de Beauvoir (1908-1986) wurde durch sein Engagement für Gleichberechtigung, Unabhängigkeit der Frau und sexuelle Freiheit zu einer Art ʺBibelʺ des Feminismus. Wie wirkt die Schrift in der heutigen Gesellschaft weiter?

Der Dokumentarfilm ʺDas andere Geschlecht – Auf den Spuren von Simone de Beauvoirʺ führt in der Art einer Initiationsreise quer durch die USA zu den für das Buch inspirierenden Orten und schildert den Beginn von Beauvoirs leidenschaftlicher Liebesbeziehung zu einem US-Amerikaner. Durch die Kommentare bedeutender feministischer Forscherinnen unseres Jahrhunderts gelingt eine kritische Neuinterpretation des bahnbrechenden Werkes.

1949 rief Simone de Beauvoirs (1908-1986) Essay ʺDas andere Geschlecht. Sitte und Sexus der Frauʺ einen riesigen Skandal hervor – und wurde zum weltweiten Bestseller. Erstmals hinterfragt eine Philosophin und Schriftstellerin darin die Stellung der Frau in einer von Männern beherrschten Gesellschaft. Vor allem die tabulosen Beschreibungen von Mutterschaft, Sexualität und Abtreibung wirkten für damalige Verhältnisse schockierend. Es ist zugleich ein tausendseitiges Plädoyer für Gleichberechtigung, weibliche Unabhängigkeit und Sittenlockerung. Aber wie reifte dieses bahnbrechende Werk in Simone de Beauvoir heran? Entscheidende Impulse zur Ausarbeitung ihres berühmten Essays empfing die damals 39-Jährige im Jahr 1947, auf einer Vortragsreise durch die USA: Vier Monate lang beobachtete sie die Haltungen junger US-Amerikanerinnen auf dem Universitätsgelände und staunte über die Fügsamkeit der verheirateten Frauen. Auf dieser Reise begann sie auch eine Liebesbeziehung zu dem Chicagoer Schriftsteller Nelson Algren, der ihr sein Land nahebrachte.

Entsetzt über die brutale Rassentrennung, verglich sie die Lage der Schwarzen unter der weißen Vorherrschaft mit der Situation der Frauen unter der männlichen Dominanz – ohne allerdings den doppelten Opferstatus der afroamerikanischen Frauen ausreichend zu reflektieren. Heute werden Grundrechte wie die körperliche Selbstbestimmung der Frau erneut infrage gestellt; de Beauvoirs Überlegungen scheinen aktueller denn je. Ihr Schlüsselsatz ʺMan kommt nicht als Frau zur Welt, man wird esʺ nahm die aktuelle Gender-Forschung vorweg.

Der Dokumentarfilm ʺDas andere Geschlecht – auf den Spuren von Simone de Beauvoirʺ führt in der Art einer Initiationsreise an die für das Buch inspirierenden Orte. Bedeutende feministische Forscherinnen kommentieren einzelne Reisestationen: Judith Butler, Laure Murat, Silvia Federici, Kellie Carter Jackson, Caitlin Keliiaa und Françoise Vergès. Bei ihrer kritischen Neulektüre setzen sie sich mit Aktualität und Grenzen des Buches auseinander, das bis heute vielfältige Denkanstöße bietet.

Mittwoch, 01.04. / 00:40 Uhr / Lee Miller – Supermodel und Kriegsfotografin
Dokumentation, Großbritannien, 2020, ZDF 59 Min.
Regie: Teresa Griffiths
Online verfügbar von 01/04/2026 bis 09/06/2026

Model, Muse, Künstlerin, Kriegsfotografin – Lee Miller hatte viele Leben. Weder privat noch professionell hielt sie sich mit Konventionen auf und ging ihren eigenen Weg. Heute wird sie als eine der bemerkenswertesten weiblichen Ikonen des 20. Jahrhunderts gefeiert.

Bekannt für ihr Selbstporträt in Adolf Hitlers Badewanne, war Lee Millers Leben so außergewöhnlich wie ihre Fotos. Als Model der ʺVogueʺ und Muse der Surrealisten verzauberte sie die Männer durch ihre Schönheit. In der Gesellschaft von Man Ray und Pablo Picasso konnte sie sich leicht behaupten. Miller entschied sich, ihr Leben nach ihren eigenen Regeln zu leben. Bald nahm sie die Kamera selbst in die Hand und war während des Zweiten Weltkriegs eine der wenigen Kriegsfotografinnen in Europa.

Heute wird sie als eine der wichtigsten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts gefeiert. Von New York zog es sie nach Paris, von Ägypten nach England, von den Schlachtfeldern Europas in ein Landhaus in Sussex – Lee Miller war für rasche Entschlüsse und überraschende Kehrtwendungen in ihrem Leben bekannt. Über sich selbst schrieb sie einmal: ʺAus irgendeinem Grund möchte ich immer lieber woandershin.ʺ Wenn es in der Geschichte des 20. Jahrhunderts sowohl um die Emanzipation der Frauen als auch um ihre fortgesetzte Ausbeutung ging, dann fassen nur wenige Leben diese Widersprüche besser zusammen als das von Lee Miller.

Die Dokumentation erzählt die bewegte und bewegende Lebensgeschichte einer Pionierin und Ikone, die ihresgleichen sucht. Zusammen mit Millers Sohn Antony Penrose, der Modejournalistin Marion Hume, dem Model Karen Elson, der Kriegsfotografin Lynsey Addario und anderen erkundet die Filmemacherin Teresa Griffiths Lee Millers bahnbrechendes Werk, erforscht ihren radikalen Geist und feiert ihren Mut und ihre Bereitschaft, jedes Tabu zu brechen, sowohl als Künstlerin als auch als Frau.

Karfreitag, 03.04. / 23:15 Uhr / Jonas Kaufmann: Große Hits der Filmmusik
Aus dem Smetana-Saal in Prag
Musik, Deutschland, 2024, ZDF 59 Min.
Regie: Andreas Morell
Komponist: Leonard Bernstein, John Williams, Nino Rota, Francis Lai, Ralph Erwin, George David Weiss, Bert Kaempfert, Hans Zimmer
Dirigent: Jochen Rieder
Orchester: Czech National Symphony Orchestra
Online verfügbar von 03/04/2026 bis 02/07/2026

Das Konzert findet statt an einem Ort, der nicht besser passen könnte: Der Smetana-Saal in Prag, der Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut wurde – genau in der Zeit, als die Bilder laufen lernten. Gemeinsam mit dem Czech National Symphony Orchestra unter der Leitung von Jochen Rieder präsentiert Jonas Kaufmann Werke aus der frühen Zeit des Kinos, aber auch aktuelle Soundtracks: Von „Moon River“ über „Singin‘ In The Rain“ bis hin zu „Maria“ oder „What a Wonderful World“ – große Hits, die die Bilder der Filmklassiker vor dem inneren Auge entstehen lassen.

Zur Filmmusik kam Jonas Kaufmann durch die legendären Tenöre der Tonfilm-Ära, Joseph Schmidt und Richard Tauber, aber auch durch die eigentlich aus der Klassik kommenden Komponisten wie Erich Korngold oder Max Steiner. Es ist aber nicht nur das professionelle Interesse, das den Star-Tenor zu seinem Programm inspiriert hat. Denn Kaufmann ist ein echter Filmfan. Wann immer er in seinem dicht gefüllten Tourkalender eine Lücke findet, geht er ins Kino – egal wo auf der Welt er sich gerade befindet.

Das Programm, das Kaufmann zusammengestellt hat, trägt durch 90 Jahre Filmgeschichte. Werke der Weimarer Republik über Filmmusik von Ennio Morricone oder Hans Zimmer bis hin zu Klassikern aus Musical-Verfilmungen – Kaufmann bringt die Magie der Filmmusik eindrucksvoll auf die Bühne und lässt das Publikum in eine andere Welt eintauchen. Ein facettenreicher Abend aus Prag – und gleichsam Kino für die Ohren.

Karfreitag, 03.04. / 00:20 Uhr / Art Crimes: Munch: Oslo, 1994
Dokumentarfilmreihe, Deutschland, Italien, Belgien, 2022, RBB 87 Min.
Regie: Stefano Strocchi
Online verfügbar von 27/03/2026 bis 02/07/2026

Während der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Lillehammer 1994 brechen Diebe in die Osloer Nationalgalerie ein, um Edvard Munchs bekanntestes Bild „Der Schrei“ zu stehlen. Schnell fällt der Verdacht auf den norwegischen Ex-Fußballer Pål Enger.

Mit Hilfe eines exzentrischen Kunsthändlers und einer spannungsgeladenen Undercover-Ermittlung können die norwegische Polizei und Scotland Yard den Dieb schließlich überführen. Ein skandinavischer True-Crime-Thriller mit vielen überraschenden Wendungen, erzählt von den damaligen Ermittlern und Pål Enger selbst.

Karfreitag, 03.04. / 01:50 Uhr / Art Crimes: Raffael: Budapest, 1983
Dokumentarfilmreihe, Deutschland, Italien, Belgien, 2022, RBB 87 Min.
Regie: Giotto Barbieri
Online verfügbar von 27/03/2026 bis 23/04/2026

Januar 1984: Auf dem Gelände eines griechischen Klosters stoßen Polizisten auf einen großen braunen Koffer, in dem sich unter anderem die weltberühmte „Esterházy-Madonna“ von Raffael befindet. Das Gemälde ist eines von sieben Meisterwerken italienischer Maler, die im November 1983 aus dem Museum der Schönen Künste in Budapest gestohlen wurden. Doch der Raub war schlecht geplant und nicht zu Ende gedacht. Ein am Tatort zurückgelassener Schraubenzieher führt die ungarischen Ermittler schnell auf die Spur einer Gruppe italienischer Gangster, die sich zur Tatzeit in Budapest aufhielten.

Karfreitag, 03.04. / 03:30 Uhr / Bilder allein zuhaus: Der Tod des Marat, Jacques-Louis David – Besetzt!
Serie, Frankreich, 2021, ARTE F 3 Min.
Regie: Gérard Pautonnier
Online verfügbar von 31/08/2021 bis 05/09/2026

Marat sitzt in seiner Badewanne, das Wasser ist schon eiskalt. Da trommelt Charlotte Corday an der Tür. Sie ist verärgert. Sie wirft ihm vor, dass er bereits seit 1793 im Badezimmer hockt und die Badewanne besetzt …

Zusatzinfo:
„Bilder allein zuhaus“ nimmt Meisterwerke der Malerei humorvoll unter die Lupe. Von Leonardo da Vincis „Mona Lisa“ bis hin zu Boteros „Bailarines“ werden in der 30-teiligen dritten Staffel der Kurzfilmserie Gemälde von Schauspielern zum Leben erweckt, die bei einem aufwendigen Casting wegen ihrer Ähnlichkeit mit den gemalten Figuren ausgewählt wurden. Auch Dekor und Kostüme sind dem jeweiligen Bildmotiv sorgfältig nachempfunden. Die sehr witzigen Dialoge spielen dabei mit dem Zeitgeist und vermitteln nebenbei Wissenswertes über die Geschichte der Gemälde.


Samstag, 04.04. / 23:50 Uhr / Johann Sebastian Bach: Johannes-Passion
Mit dem Thomanerchor Leipzig
Musik, Deutschland, 2023, MDR 114 Min.
Regie: Ute Feudel
Dirigent: Andreas Reize
Chor: Thomanerchor Leipzig
Orchester: Gewandhausorchester Leipzig

Mit: Anna Prohaska (Sopran), Andreas Scholl (Countertenor), Julian Prégardien (Evangelist), Tomáš Král (Jesus), Tobias Berndt (Bass), Raphael Wittmer (Tenor)

Online verfügbar von 04/04/2026 bis 03/07/2026

Der Thomanerchor Leipzig singt eines der ergreifendsten geistlichen und dramaturgisch effektvollsten Werke der Musikgeschichte: Johann Sebastian Bachs ʺJohannes-Passionʺ. Als Solisten sind unter anderem Anna Prohaska (Sopran), Andreas Scholl (Altus) und Julian Prégardien (Tenor) zu erleben. Das Gewandhausorchester Leipzig spielt unter der musikalischen Leitung von Thomaskantor Andreas Reize.

Am Karfreitag des Jahres 1724 umrahmte ein neues Werk des ebenfalls neuen Thomaskantors den Gottesdienst in der Leipziger Nikolaikirche: die ʺJohannes-Passionʺ. Das musikalische Drama beginnt mit dem ersten Ton. Über einen pochenden Bass und unruhig vorantreibende Streicher schrauben sich Oboen und Flöten in schmerzvollen Dissonanzen hervor. Eine Musik, als würde sich eine gepeinigte Seele in ihrer Qual winden.

Wenn auf dem Höhepunkt dieses monumentalen Aufbaus der Chor einsetzt, klingt das wie ein Schrei, der Leid und Erlösung in einem ist. Erzählt wird – nach dem Evangelium des Johannes – von der Gefangennahme, Hinrichtung und Grablegung des Jesus von Nazareth. Mit einem mächtigen Chorsatz hat die Passion begonnen, mit einem zarten, innigen endet sie. Und der zieht eine Art Resümee dessen, was da in den vergangenen zwei Stunden zu erleben war. Durch den Opfertod Christi wird den Sterblichen das Tor zum Himmel, zur Erlösung aufgestoßen.

Die ʺJohannes-Passionʺ von Johann Sebastian Bach zählt zu den berühmtesten sakralen Werken der Musikgeschichte. Nachdem fast das ganze Œuvre des Thomaskantors nach dessen Tod in Vergessenheit geriet, wurde das Werk erstmals 1832 in Bremen wiederaufgeführt. Seitdem gehört die Passion zum Standardrepertoire in Kirche und Konzertsaal.

Aufzeichnung vom 7. April 2023 aus der Thomaskirche, Leipzig.

Ostersonntag, 05.04. / 16:40 Uhr / Die Rosenkranzkapelle, das letzte Meisterwerk von Matisse
Dokumentation, Frankreich, 2024, ARTE F 52 Min.
Regie: Joséphine Duteuil
Online verfügbar von 24/03/2026 bis 04/07/2026
Erstausstrahlung

Die Rosenkranzkapelle in Vence gilt als das künstlerische Vermächtnis des Künstlers Henri Matisse. Der Maler, bereits Mitte 70, plante und gestaltete sie als sein letztes großes Werk – eine Hommage an Farbe und Licht. Doch das Projekt, das heute als Höhepunkt seines Schaffens gefeiert wird, war zuerst umstritten: Kirche und Avantgarde kritisierten die neuartige Gebetsstätte der Dominikanerinnen scharf.

Hinter der Kapelle steht jedoch mehr als künstlerischer Ehrgeiz. Ihre Entstehung verdankt sie einer besonderen Freundschaft: der zu Monique Bourgeois, die später als Schwester Jacques-Marie in den Orden eintrat. Zuvor war sie Matisse als Pflegerin, Modell und Vertraute zur Seite gestanden – besonders in den Jahren seiner schweren Krankheit. Als er die Kapelle entwarf, begleitete sie ihn durch den schwierigen Schaffensprozess.

In ihren späten Tagebuchaufzeichnungen schildert sie die Herausforderungen: Doch welche Rolle spielte sie wirklich? Wie viel Einfluss gestand Matisse ihr zu – und was verriet ihr Blick auf sein Schaffen, seinen Glauben und seine Stellung in der modernen Kunst?

Die Kapelle bleibt nicht nur ein Gesamtkunstwerk, sondern auch ein Zeugnis einer ungewöhnlichen Beziehung. Monique Bourgeois‘ Aufzeichnungen zeigen eine sehr persönliche Seite des herausragenden Künstlers der Klassischen Moderne.

Ostersonntag, 05.04. / 17:35 Uhr / Bachs letzte Passion ~ Mit dem Ensemble Il Gardellino
Musik, Deutschland, 2025, MDR 44 Min.
Regie: Tilo Krause
Dirigent: Alexander Grychtolik
Chor: Il Gardellino
Orchester: Il Gardellino

Mit: Alexander Grychtolik (Cembalo), Alexandra Grychtolik (Cembalo)

Online verfügbar von 05/04/2026 bis 04/07/2026
Erstausstrahlung

Die Musikgeschichte ist voller Rätsel und Überraschungen. Gibt es so etwas wie Johann Sebastian Bachs „Unvollendete“? Präziser: eine unvollendete Passion? Seit fast 150 Jahren rätselt die Bachforschung über ein verschollenes Passionsoratorium des Thomaskantors. Zumindest fand sich in der Forschungsbibliothek im Gothaer Schloss ein gedrucktes Libretto, das der Dichter Picander – einer von Bachs Lieblingslibrettisten – 1725 veröffentlicht hat. Sicher ist zumindest, dass Picander Ausschnitte dieses Textbuchs in die spätere Matthäus-Passion übernahm. Im Bach-Werke-Verzeichnis wird die „Unbekannte“ deswegen bislang als Werk ohne geklärte Zuschreibung aufgeführt.

Picanders Libretto ist beeinflusst von der berühmten Passionsdichtung „Der für die Sünde der Welt gemarterte und Sterbende Jesus“ des Barthold Heinrich Brockes. Georg Friedrich Händel hat diesen vertont, eine Abschrift fand man in Bachs Bibliothek. Diese scheint ihn zum vorliegenden Passionsoratorium inspiriert zu haben. Da der Bibeltext in einem solchen Werk nicht wörtlich, sondern in eine freie dichterische Form übertragen wird, könnte das Werk das Missfallen des Leipziger Stadtrates erregt haben und so der Textzensur zum Opfer gefallen sein.

Der Cembalist und Dirigent Alexander Grychtolik hat sich einer besonderen Herausforderung gestellt: Er wagte es, ein lange vergessenes Passionsoratorium von Johann Sebastian Bach zu rekonstruieren und zu vervollständigen. Zusammen mit dem belgischen Ensemble Il Gardellino gelang es ihm, dieses fast vergessene Werk zum Leben zu erwecken. Premiere feierte das Werk während der Thüringer Bachwochen 2025 in der malerischen Stadtkirche Schmalkalden.

Ostersonntag, 05.04. / 20:15 Uhr / Spartacus
Spielfilm, USA, 1960, ZDF 181 Min.
Regie: Stanley Kubrick
Drehbuch: Dalton Trumbo
Autor:in: Howard Fast
Produktion: Bryna Productions, Universal Pictures
Produzent: Edward Lewis, Kirk Douglas
Kamera: Russell Metty
Schnitt: Robert Lawrence
Musik: Alex North

Mit: Kirk Douglas (Spartacus), Laurence Olivier (Marcus Crassus), Jean Simmons (Varinia), Charles Laughton (Gracchus), Peter Ustinov (Batiatus), John Gavin (Julius Caesar), Tony Curtis (Antoninus), Nina Foch (Helena Glabrus), John Dall (Marcus Publius Glabrus)
Online verfügbar von 04/04/2026 bis 04/05/2026

Der rebellische Sklave Spartacus wird in einer Gladiatorenschule ausgebildet und verliebt sich dort in die Sklavin Varinia. Als der patrizische Senator Crassus sie kauft, zettelt Spartacus einen Aufstand an, bei dem die Gladiatoren die Freiheit erlangen. Sie beschließen, unter Spartacus‘ Führung gemeinsam zur Hafenstadt Brundisium aufzubrechen. Auf ihrem Weg dorthin befreien sie zahlreiche andere Sklaven. In Freiheit trifft Spartacus wieder auf Varinia, der es inzwischen gelungen ist, von dem Wagen zu fliehen, der sie zu ihrem neuen Besitzer nach Rom bringen sollte. Die beiden werden ein Paar.

Später besiegen die nun freien Gladiatoren ein von Crassus’ Günstling Glabrus kommandiertes Heer. Danach ziehen sie in die Hafenstadt Brundisium zurück, um von dort mit Hilfe einer Piratenflotte in ihre Heimatländer zu gelangen. Der römische Senat beschließt jedoch, den Aufstand niederzuschlagen, womit sich Crassus als Retter Roms profilieren will.

Er wird gegen die Warnungen des Senators Gracchus zum obersten Befehlshaber und ersten Konsul ernannt. Diesmal werden die Sklaven von der römischen Übermacht vernichtend geschlagen. Die Überlebenden werden gekreuzigt, da sie ihren Anführer nicht verraten. Crassus versucht unterdessen erfolglos, Varinia zu erobern, die mit Hilfe von Gracchus fliehen kann.

Zusatzinfo:
Kirk Douglas gab sein Filmdebüt in dem Film „Die seltsame Liebe der Martha Ivers“ (1946) an der Seite von Hollywoodlegende Barbara Stanwyck. Für seine Rolle in „Zwischen Frauen und Seilen“ bekam er 1950 seine erste Oscarnominierung. In „Spartacus“ spielte er die Rolle seines Lebens – bis heute gibt es keinen Film, mit dem man Kirk Douglas mehr identifiziert als mit „Spartacus“. Bei den Oscars 1961 gewann „Spartacus“ vier Auszeichnungen, unter anderem für Beste Kamera und Bestes Szenenbild.

Ostersonntag, 05.04. / 23:15 Uhr / Kirk Douglas, der Unzähmbare
Dokumentation, Frankreich, 2017, ARTE 53 Min.
Regie: Hubert Attal
Online verfügbar von 01/03/2026 bis 20/06/2026
Wiederholung vom 22.03.2026

Ostersonntag, 05.04. / 02:55 Uhr / Art Crimes: Caravaggio ~ Palermo, 1969
Dokumentarfilmreihe, Deutschland, Italien, Belgien, 2022, RBB 88 Min.
Regie: Stefano Strocchi
Online verfügbar von 29/03/2026 bis 04/07/2026

Palermo, Sizilien, 1969. In einer stürmischen Nacht verschwindet eines der letzten von Caravaggio angefertigten Gemälde auf mysteriöse Weise: „Christi Geburt mit den Heiligen Laurentius und Franziskus“. Gerüchte verbreiten sich, dass die italienische Mafia bei dem Diebstahl ihre Hand im Spiel hat. Doch die Ermittlungen führen zu keinem Ergebnis. Bis heute wird nach dem großformatigen Leinwandbild gefahndet, es zählt zu den zehn meistgesuchten Kunstwerken auf der Fahndungsliste des FBI.

Das Gemälde „Christi Geburt mit den Heiligen Laurentius und Franziskus“, eine der letzten Arbeiten des italienischen Malers Caravaggio, zählt bis heute zu den zehn meistgesuchten Kunstwerken auf der Fahndungsliste des FBI.

Gestohlen wurde das Bild 1969 in Palermo: In einer dunklen, stürmischen Nacht steigen Einbrecher in das Oratorio di San Lorenzo ein, das im Herzen der Altstadt neben der Basilika San Francesco liegt. Während draußen der Regen prasselt, nehmen sie das Gemälde vom Altar herunter, schneiden es aus dem Rahmen, und verschwinden damit in dem kleinen Gassenlabyrinth der sizilianischen Hauptstadt. Schon am nächsten Tag verbreiten sich Gerüchte, dass die Mafia hinter dem Diebstahl steckt. Doch die Ermittlungen bleiben ergebnislos.

1986 berichtet der ehemalige Mafiaboss Francesco Marino Mannoia bei einem Verhör, dass er das Gemälde angeblich eigenhändig zerstört habe. Ein anderer Mafiaboss behauptet, dass das Bild bei den jährlichen Treffen aller Mafia-Oberhäupter als Dekoration verwendet wurde. Es gibt auch Hinweise, dass das Gemälde von Ratten angefressen und dann verbrannt wurde.

Doch 2016 startet eine neue Anti-Mafia-Kommission des italienischen Parlaments einen weiteren Versuch, dem Gemälde auf die Spur zu kommen.

Das Ermittlerteam um die Anti-Mafia-Staatsanwältin Marzia Sabella stößt auf unerwartete Enthüllungen und neue Zusammenhänge. Die Dokumentation aus der neuen ARTE-Reihe „Art Crimes“ folgt den Ermittlungen und wirft ein neues Licht auf das endgültige Schicksal des verschwundenen Bilds von Caravaggio.

Ostermontag, 06.04. / 05:00 Uhr / Die Brüder Grimm ~ Mehr als Märchen
Dokumentation, Deutschland, 2020, NDR 53 Min.
Regie: Gabriele Rose
Online verfügbar von 03/01/2026 bis 04/04/2026

1837 erheben sie ihre Stimme gegen den König von Hannover, als er die Verfassung abschafft. Auch ihre Märchen sammeln sie aus politischen Gründen: Jakob und Wilhelm Grimm wollen die Vergangenheit bewahren, um ihre Gegenwart zu ändern. In der deutschen Sprache und ihren Überlieferungen sehen sie die Basis für ein geeintes Vaterland.

Die Dokumentation erzählt die unbekannte Seite der Brüder Grimm. Anhand von Spielszenen und Interviews mit den beiden Brüdern auf der Grundlage von Originaltexten vermittelt das Dokudrama einen intensiven Einblick in das Leben der beiden großen Märchensammler.

Ostermontag, 06.04. / 08:55 Uhr / Denkmäler der Ewigkeit: Hagia Sophia
Dokumentarfilmreihe, Frankreich, 2013, ARTE F 87 Min.
Regie: Gary Glassman, Olivier Julien
Online verfügbar von 13/02/2026 bis 30/04/2026

Die 537 eingeweihte Basilika Hagia Sophia in Istanbul ist ein architektonisches Meisterwerk mit wechselvoller Geschichte. Eintausend Jahre lang war sie die größte Kirche der Welt und das religiöse und symbolische Zentrum des ersten großen christlichen Reiches: Byzanz. Bis zur Eroberung Konstantinopels war die Hagia Sophia das größte Gotteshaus der Christenheit. Nach der Eroberung Konstantinopels 1453 wandelten sie die Osmanen in eine Moschee um und fügten als äußeres Kennzeichen vier Minarette hinzu. Mit der Umwandlung der Moschee in ein Museum krönte Mustafa Kemal Atatürk 1934 schließlich seine laizistische Revolution.

Als bei den damaligen Renovierungsarbeiten unter osmanischen Verzierungen sehr wertvolle Mosaike aus der byzantinischen Zeit freigelegt wurden, keimte das Interesse für die byzantinische Kunstgeschichte wieder auf. Es kommt einem Wunder gleich, dass die gigantische, etwas mehr als 50 Meter hohe Kuppel der Hagia Sophia bis heute auf ihren Pfeilern thront und ihre Kunstschätze die Jahrhunderte überdauerten, denn Istanbul wurde auf einer sehr aktiven seismischen Verwerfung errichtet.

Experten rechnen mit einem großen Beben. Daher erforscht ein internationales Team, bestehend aus Architekten, Seismologen und Ingenieuren, die Erdbebensicherheit des Gebäudes. Sie hoffen, dabei auch versteckte Schwachstellen zu finden, um den Bau entsprechend zu stabilisieren und ihn für zukünftige Generationen zu erhalten.

Die Hagia Sophia zeugt von einer faszinierenden Geschichte. Und möglicherweise hat der byzantinische Monumentalbau noch längst nicht alle Kunstschätze freigegeben, die noch in ihm ruhen.

Ostermontag, 06.04. /14:00 Uhr / Die drei Musketiere
(The Three Musketeers)
Spielfilm, USA, 1948, ARTE F 121 Min.
Regie: George Sidney
Drehbuch: Robert Ardrey
Autor:in: Alexandre Dumas
Produktion: MGM
Produzent: Pandro S. Berman
Kamera: Robert Planck
Schnitt: Robert J. Kern, George Boemler
Musik: Herbert Stothart

Mit: Lana Turner (Milady Charlotte de Winter), Gene Kelly (D’Artagnan), Van Heflin (Athos), June Allyson (Constance Bonacieux), Robert Coote (Aramis), Frank Morgan (König Ludwig XIII.), Vincent Price (Richelieu), Gig Young (Porthos), Angela Lansbury (Königin Anne)

Frankreich im 17. Jahrhundert: Der junge Edelmann D’Artagnan aus der Provinz Gascogne verlässt sein Heimatdorf, um sich dem königlichen Regiment der Musketiere Ludwigs XIII. anzuschließen. Sein Vater, einst selbst königlicher Musketier, hat ihm die Fechtkunst beigebracht und ihm ein Empfehlungsschreiben mitgegeben. Doch auf dem Weg in die Hauptstadt gerät er mit einem Vertrauten des Kardinals Richelieu und dessen mysteriöser Begleitung, Lady de Winter, in Streit. D’Artagnan wird überwältigt und ausgeraubt – dabei verliert er sogar das Empfehlungsschreiben seines Vaters. Schließlich in Paris angekommen, trifft er auf die drei Musketiere Athos, Porthos und Aramis. Vor ihnen beweist er seine Fechtkünste und schließt schnell Freundschaft mit den drei jungen Männern. Doch D’Artagnan begegnet nicht nur den Musketieren, sondern lernt auch Constance Bonacieux kennen, in die er sich Hals über Kopf verliebt. Sein Ziel, ein Musketier zu werden, verliert er dennoch nicht aus den Augen. Angetrieben von diesem Wunsch gerät er in die Intrigen des Kardinals Richelieu und dessen Verbündeter Lady de Winter, die gegen das Königshaus Ränke schmieden. Ihm zur Seite stehen stets Athos, Porthos und Aramis. Gemeinsam durchleben die vier Kameraden zahlreiche Abenteuer und riskieren Kopf und Kragen, um die Ehre ihres Königs und seiner Königin zu verteidigen.

Zusatzinfo:
Der Film basiert auf dem historischen Abenteuerroman von Alexandre Dumas aus dem Jahr 1844. Mit schnellem Tempo und beeindruckenden Fechtszenen bleibt der Film, wie schon die Romanvorlage, ein Klassiker – unter den vielfältigen Verfilmungen zählt er zu den besten. „Die drei Musketiere“ wurde 1949 für einen Oscar nominiert (Beste Kamera/Farbfilm) und brachte dem Studio MGM hohe Gewinne ein. Hauptdarsteller Gene Kelly war bereits ein Hollywoodstar und drehte anschließend unter anderem „Spiel zu dritt“ (1949), „Ein Amerikaner in Paris“ (1951) und „Brigadoon“ (1954).

Ostermontag, 06.04. / 16:00 Uhr / D’Artagnan, Musketier im Dienst des Sonnenkönigs
Dokumentarfilm, Frankreich, 2020, ARTE F 90 Min.
Regie: Augustin Viatte
Online verfügbar von 10/10/2025 bis 02/06/2026

Seit seinem Erscheinen im Jahr 1844 wurde der Roman „Die drei Musketiere“ in rund hundert Sprachen übersetzt und etliche Male verfilmt. Durch Leinwandstars wie Douglas Fairbanks, Jean-Paul Belmondo oder Gene Kelly erlangte Alexandre Dumas‘ Romanheld d’Artagnan Weltruhm. Hinter dieser legendären Figur verbirgt sich ein realer Mensch.

Aus welchen Quellen schöpfte Alexandre Dumas? Inwiefern bezog er sich auf historische Fakten in „Die drei Musketiere“ und den beiden weiteren Bänden der Trilogie, „Zwanzig Jahre danach“ und „Der Vicomte von Bragelonne“? Haben auch d’Artagnans Gefährten Athos, Porthos und Aramis reale Vorbilder? Und wie steht es mit dem berühmten Motto der Musketiere „Einer für alle, alle für einen“? Gestützt auf Forschungen in Archiven veranschaulicht der Dokumentarfilm die historischen Zusammenhänge mittels zahlreicher Filmauszüge und Reenactments, durch Gemälde und Radierungen der Epoche sowie anhand der wunderbaren Zeichnungen, die Dumas‘ Romane schmücken.

Von der südwestfranzösischen Provinz Gascogne, in der d’Artagnan um 1615 geboren wurde, über die Gassen des alten Paris, bis hin zu den Festungsmauern von Maastricht, wo er 1673 von einer feindlichen Kugel getroffen wurde, rekonstruiert der Film d’Artagnans Kindheit, seine Ausbildungsjahre bei den Kadetten und seinen fulminanten Aufstieg im Dienst des Sonnenkönigs. Es erweist sich, dass Alexandre Dumas‘ glanzvoller, immer zu Späßen aufgelegter Mantel-und-Degen-Held primär der Fantasie des Autors entsprungen ist. Im Lichte unveröffentlichten Archivmaterials entwickelt der Film das Bild einer weitaus facettenreichen, aber nicht weniger faszinierenden Persönlichkeit: Charles de Batz de Castelmore, so der Name des wahren d’Artagnan.

Ostermontag, 06.04. / ab 20:15 Uhr / Schwerpunkt: Unsterbliche Marilyn
Schwerpunkt, ARTE100 Min.

In dem Doku-Dreiteiler „Marilyn Monroe – Berühmt um jeden Preis“ werden zahlreiche Details aus dem Leben von Norma Jean Baker erzählt, die als Marilyn Monroe unsterblich wurde. Es ist die Geschichte eines ungeliebten Mädchens, das beschließt, als Schauspielerin die Aufmerksamkeit zu bekommen, die ihr so sehr fehlt. Für ihre Karriere wird sie von vielen unterstützt – darunter auch von zweifelhaften Figuren aus dem Dunstkreis der Mafia.

Ostermontag, 06.04. / 20:15 Uhr / Das verflixte 7. Jahr
(The Seven Year Itch)
Schwerpunkt: Unsterbliche Marilyn
Spielfilm, USA, 1955, ARTE 100 Min.
Regie: Billy Wilder
Drehbuch: Billy Wilder, George Axelrod
Autor:in: George Axelrod
Produktion: Chas K Feldman Group Productions, 20th Century Fox
Produzent: Charles K. Feldman, Billy Wilder
Kamera: Milton Krasner
Schnitt: Hugh S. Fowler
Musik: Alfred Newman

Mit: Marilyn Monroe (Mädchen), Tom Ewell (Richard Sherman), Evelyn Keyes (Helen Sherman), Sonny Tufts (Tom MacKenzie), Robert Strauss (Mr. Kruhulik), Oscar Homolka (Dr. Brubaker), Marguerite Chapman (Miss Morris)

Es ist unerträglich heiß in New York, weshalb die Frau und das Kind des Verlagsangestellten Richard Sherman aufs Land fahren. Sherman, der allein in der Stadt zurückbleibt, hat beim Verlag alle Hände voll zu tun und versucht, das Beste aus seinem Sommer als Strohwitwer zu machen. Doch die ungewohnte Freiheit bringt Versuchungen mit sich, denen er eigentlich längst entsagt hat: Zigaretten und die gut gefüllte Minibar sind stets in Reichweite und schon kleinste Anlässe genügen, um seine Selbstdisziplin ins Wanken zu bringen.

Zeitgleich zieht in die Wohnung über ihm eine junge Frau ein, die in der sommerlichen Hitze vor allem eins sucht: Abkühlung. Diese findet sie, als Sherman sie in seine temperierte Wohnung zu einem Drink einlädt. Mit seiner lebhaften Fantasie steigert sich Mr. Sherman zunehmend in immer kühnere Vorstellungen über die Nachbarin hinein, bis er schließlich versucht, sie zu küssen.

In seinem Job wird er mit dem Manuskript eines Psychologen konfrontiert, in dem die „Sieben-Jahres-Krise“ beschworen wird. Daraufhin ist er überzeugt, dass er seinen Trieben und einem Seitensprung nahezu ausgeliefert ist. Zwischen schlechtem Gewissen, Wunschbildern und paranoiden Gedanken taumelt er durch den Großstadt-Sommer und ringt um die Kontrolle über sich und sein Leben.

Zusatzinfo:
Billy Wilder verfilmte „Das verflixte 7. Jahr“ nach dem Broadway-Stück „Meine Frau erfährt kein Wort“ von George Axelrod, der auch am Drehbuch mitarbeitete. Berühmt wurde der Film durch die Szene, in der Marilyn Monroes Kleid vom Luftzug der U-Bahn angehoben wird. Wegen störender Zuschauerrufe im Hintergrund musste die Szene im Studio nachgestellt werden. Tom Ewell erhielt für seine Leistung in der Rolle des Mr. Sherman einen Golden Globe. Der Film gilt als einer der großen Klassiker der amerikanischen Komödie der 1950er Jahre.

Ostermontag, 06.04. / 21:55 Uhr / Marilyn Monroe – Berühmt um jeden Preis (1/3)
Schwerpunkt: Unsterbliche Marilyn
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2022, ARTE F 53 Min.
Regie: Ian Ayres
Online verfügbar von 30/03/2026 bis 31/12/2026
Erstausstrahlung

Norma Jeane Baker wächst unter schwierigen Umständen auf. Ihre Mutter und Großmutter leiden unter Depressionen, der Vater existiert nur als Foto. Sie lebt in Pflegefamilien, wird sexuell missbraucht und in der Schule gehänselt. Als eine erste frühe Ehe auch nicht die ersehnte familiäre Geborgenheit bringt, bleibt ihr nur der Traum von einer Filmkarriere.

Der Dreiteiler „Marilyn Monroe – Berühmt um jeden Preis“ beleuchtet das Leben von Norma Jeane Baker aus nächster Nähe. Grundlage dafür sind exklusive Interviews mit Menschen aus ihrem engsten Kreis sowie Analysen renommierter Psychologen.

Die Dokumentation ist das Ergebnis jahrzehntelanger Recherchen und setzt sich kritisch mit dem Mythos Marilyn Monroe auseinander. Sie bietet neue Einblicke in ihre Kindheit und zeichnet das Bild einer hochintelligenten Frau, die gezielt das Klischee der naiven Blondine nutzte, um berühmt zu werden. Zudem wird deutlich, welche Rolle die Unterstützung einflussreicher Mafiosi spielte, zu denen Monroe komplexe Beziehungen pflegte. Auch ihr Verhältnis zu weniger bekannten Mentoren wie ihre Schauspiellehrerin Natacha Lytess, mit der sie eine gleichgeschlechtliche Beziehung verband, wird thematisiert.

Die dreiteilige Dokumentation verbindet exklusive Interviews – unter anderem mit Tony Curtis, Jerry Lewis, George Chakiris und Theresa Russell – mit Aussagen von Monroes Adoptivschwester und engen Vertrauten. Ergänzt wird das Material durch seltene Archivaufnahmen und Filmausschnitte. Grafische Rekonstruktionen veranschaulichen zudem zentrale Momente ihres Lebens.

Ostermontag, 06.04. / 22:50 Uhr / Marilyn Monroe – Berühmt um jeden Preis (2/3)
Schwerpunkt: Unsterbliche Marilyn
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2022, ARTE F 53 Min.
Regie: Ian Ayres
Online verfügbar von 30/03/2026 bis 31/12/2026
Erstausstrahlung

Aus Norma Jeane wird Marilyn. Sie investiert konsequent in ihre Schauspielausbildung und knüpft gezielt Kontakte. Ihr Äußeres lässt sie nach den Vorstellungen der Studiobosse verändern, bald steht ihr eine Mentorin zur Seite, die ihren Weg entscheidend prägen wird. Schließlich stellen sich die ersten Erfolge ein: Große Rollen machen sie weltweit bekannt.

Ostermontag, 06.04. / 23:45 Uhr / Marilyn Monroe – Berühmt um jeden Preis (3/3)
Schwerpunkt: Unsterbliche Marilyn
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2022, ARTE F 53 Min.
Regie: Ian Ayres
Online verfügbar von 30/03/2026 bis 31/12/2026
Erstausstrahlung

Auch die Ehen mit dem Baseballspieler Joe DiMaggio und später mit Arthur Miller verleihen ihrem Leben Glamour, bringen ihr jedoch kein dauerhaftes Glück. Private Krisen und der hohe Druck ihrer Karriere führen schließlich zu einer Abhängigkeit von Medikamenten. Die Nähe zu den Kennedy-Brüdern trägt weiter zu ihrer Überforderung bei. Marilyn Monroe stirbt mit nur 36 Jahren unter bis heute umstrittenen Umständen.

Ostermontag, 06.04. / 04:40 Uhr / (Fast) die ganze Wahrheit: Victor Hugo
Serie, Frankreich, 2020, ARTE F 3 Min.
Regie: Nicolas Rendu
Online verfügbar von 10/01/2022 bis 13/04/2026

Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Als Gegengift zur Informationslawine und der Verbreitung von ʺFake Newsʺ liefert ʺ(Fast) die ganze Wahrheitʺ unbestreitbare Tatsachen, unnützes Wissen und pikante Anekdoten über Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in knackig-kurzen Porträts. In dieser Folge: Victor Hugo.

Schriftstellerinnen und Schriftsteller gibt es zuhauf. Sie schreiben ein paar Seiten, sind manchmal engagiert und nutzen ihre Bekanntheit zu mehr oder weniger guten Zwecken. Aber keiner reicht dem großen Victor Hugo das Wasser – weder literarisch noch politisch. Sein Name hallt in der Legende der Jahrhunderte nach, kein Wunder, der Gedichtband ʺLa Légende des sièclesʺ stammt ja auch von ihm.

Die Animationsserie ʺ(Fast) Die ganze Wahrheitʺ, die mit augenzwinkerndem Humor aus dem Nähkästchen prominenter Persönlichkeiten plaudert, wartet mit einer fünften Staffel auf. Die vom Kreativteam der französischen Produktionsfirma Blogothèque geschaffene Serie setzt Spielzeug oder Alltagsutensilien in Stop-Motion-Animationen ein, die von einer frechen Off-Stimme kommentiert werden. In der fünften Staffel gesellen sich zur lustigen Porträtgalerie 39 weitere Promis, darunter Josephine Baker, Jeanne Moreau, Albert Camus, Napoleon, Alain Delon und Virginie Despentes.

Dienstag, 07.04. / 01:40 Uhr / Art Crimes: Frans Hals: Gotha, 1979
Dokumentarfilmreihe, Deutschland, Italien, Belgien, 2022, RBB 88 Min.
Regie: Katinka Zeuner, Stefano Strocchi
Online verfügbar von 31/03/2026 bis 09/05/2026

Im Sommer 2018 erhält Knut Kreuch, Oberbürgermeister der thüringischen Stadt Gotha, einen mysteriösen Anruf. Ein Rechtsanwalt möchte über die Rückgabe von fünf alten Meistern verhandeln, die 1979 über Nacht aus der prächtigen Gemäldesammlung von Schloss Friedenstein gestohlen wurden.

Nach dem Raub werden über tausend Personen verhört, darunter alle Besitzer eines blauen Kleinwagens AWZ P70. Mehrere Zeugen haben ein solches Modell in der fraglichen Nacht in der Nähe der imposanten Barockresidenz gesehen. Die Operation „Alte Meister“ zählt zu den größten Ermittlungen der DDR-Geschichte. Doch die Bilder bleiben verschwunden.

Umso größer ist die Überraschung, als schließlich nach fast 40 Jahren der Anruf des Rechtsanwalts eingeht. Er meldet sich im Namen einer Familie, die die Bilder geerbt hat und bereit wäre, sie gegen eine Zahlung von fünf Millionen Euro zurückzugeben.

René Allonge, Hauptkommissar für Kunstkriminalität beim Landeskriminalamt Berlin, wird hinzugezogen. Er will vor allem eines wissen: Wer hat das Verbrechen begangen? Warum wurde es trotz des riesigen Sicherheitsapparates der DDR, in dem alle Bürger unter ständiger Beobachtung standen, nie aufgeklärt? Und wie gelangten die Gemälde in den 1980er Jahren aus der DDR nach Westdeutschland?

Gemeinsam mit dem Journalisten Konstantin von Hammerstein rollt er den Fall neu auf und fügt das Bild einer zutiefst menschlichen, tragischen Geschichte auf beiden Seiten des geteilten Deutschlands zusammen.

Dienstag, 07.04. / 04:15 Uhr / (Fast) die ganze Wahrheit: Jeanne Moreau
Serie, Frankreich, 2020, ARTE F 3 Min.
Regie: Nicolas Rendu
Online verfügbar von 10/01/2022 bis 13/04/2026

Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. In dieser Folge: Jeanne Moreau.

Mittwoch, 08.04. / 20:15 Uhr / Das gestohlene Bild
(Le Tableau volé)
Spielfilm, Frankreich, 2023, ARTE F 88 Min.
Regie: Pascal Bonitzer
Drehbuch: Pascal Bonitzer
Produktion: SBS Productions
Produzent: Saïd Ben Saïd
Kamera: Pierre Milon
Schnitt: Monica Coleman
Musik: Alexeï Aïgui

Mit: Alex Lutz (André Masson), Léa Drucker (Bertina), Nora Hamzawi (Egerman), Louise Chevillotte (Aurore), Arcadi Radeff (Martin), Matthieu Lucci (Paco)

Online verfügbar von 08/04/2026 bis 08/05/2026
Erstausstrahlung

André Masson, Auktionator im berühmten Auktionshaus Scottie’s, erreicht ein Brief: Im Haus des Fabrikarbeiters Martin in Mulhouse soll ein Original von Egon Schiele aufgetaucht sein. Routiniert bleibt Masson zunächst skeptisch, macht sich von der Neugier getrieben aber schließlich doch auf den Weg nach Mulhouse. Dort wartet auf ihn und seine Kollegin und Ex-Frau Bertina eine Sensation: Das Gemälde scheint echt zu sein.

Die Freude über den Fund und den erhofften Karrieresprung bekommt einen Dämpfer, als die Herkunft des Werks klar wird. Das Bild war einst Teil der Sammlung eines jüdischen Mäzens, der von den Nazis enteignet wurde – es handelt sich also um Raubkunst. Masson steht nun vor der Herausforderung, die Ansprüche der Nachfahren des Sammlers, die Interessen seines Auktionshauses und die Situation der Arbeiterfamilie, bei der das Bild gefunden wurde, so in Einklang zu bringen, dass er die Auktion des Gemäldes tatsächlich vollziehen kann. Unterstützt wird er dabei nicht nur von Bertina, sondern auch von seiner neuen Praktikantin Aurore, welche die Rituale und Machtmechanismen der Kunst- und Auktionswelt immer wieder infrage stellt.

Zusatzinfo:
Die Handlung beruht auf einer wahren Begebenheit: dem Fund des Werks „Welke Sonnenblumen (Herbstsonne II)“ von Egon Schiele. Das Bild stammte aus der Sammlung des jüdischen Mäzens Karl Grünwald. Nach dessen Flucht aus Wien wurde die Sammlung konfisziert und 1942 im von den Nationalsozialisten besetzten Straßburg versteigert. Regisseur Pascal Bonitzer wollte mit dem Film sowohl die Schoah als auch die mit der Ermordung der Juden und Jüdinnen in Deutschland und Europa verbundenen kulturellen Verluste thematisieren und zugleich zwei sehr unterschiedliche soziale Milieus aufeinanderprallen lassen.

Mittwoch, 08.04. / 21:45 Uhr / Gustav Klimt – Ein Kunstkrimi
Dokumentation, Österreich, 2025, ZDF 52 Min.
Regie: Judith Doppler, Rudolf Klingohr
Online verfügbar von 07/04/2026 bis 07/07/2026
Erstausstrahlung

Es war eine Sensation für die Kunstszene, als 2023 ein Gemälde von Gustav Klimt wieder auftauchte, das über Jahrzehnte als verschollen galt. Es zeigt einen afrikanischen Prinzen, den Klimt in seiner frühen Zeit gemalt hat, dessen Identität aber lange ungeklärt war. Rätselhaft war auch, wo das Bild über die lange Zeit hinweg geblieben war und warum es nicht gefunden werden konnte – trotz intensiver Suche durch die Kunsthistoriker. Das Gemälde stammt aus einer Phase, in der Klimt seinen akademischen Stil hinter sich ließ und eine neue Bildsprache entwickelte.

Stück für Stück deckt die Dokumentation die Rätsel rund um das Bild auf: Dazu begleitet der Film die Restaurierung und die forensische Analyse und reist bis nach Ghana, wo Kunstschaffende und lokale Entscheidungsträger Hinweise liefern, die den Mann erstmals klar in eine familiäre und kulturelle Linie einordnen und dem Porträt seinen Namen geben. Ungewöhnlich für die Entstehungszeit ist die präzise und individuelle Darstellung des Modells. Klimt schafft Nähe und ein Porträt auf Augenhöhe.

In den 1920er Jahren gelangt das Porträt in den Besitz der jüdischen Familie Klein. Mit ihrer Flucht vor dem Regime der Nationalsozialisten bleibt das Bild zurück und verschwindet aus dem Blick der Öffentlichkeit. Erst durch verstreute Dokumente, Briefe und Auktionsunterlagen wurde es möglich, seinen Weg durch Krieg und Nachkriegszeit zu rekonstruieren.

2025 wurde das Bild erstmals wieder öffentlich gezeigt. Die internationale Aufmerksamkeit unterstreicht nicht zuletzt die Bedeutung eines Kunstwerkes, das nicht nur kunsthistorische, sondern auch gesellschaftliche und politische Fragen berührt.

Mittwoch, 08.04. / 04:35 Uhr / (Fast) die ganze Wahrheit: Drake
Serie, Frankreich, 2020, ARTE F 3 Min.
Regie: Nicolas Rendu
Online verfügbar von 10/01/2022 bis 13/04/2026

Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. In dieser Folge: Drake.

Donnerstag, 09.04. / 02:05 Uhr / Yes We Can – Die neue Schwarze Malerei
Dokumentation, Deutschland, 2023, SR 52 Min.
Regie: Marion Schmidt
Online verfügbar von 08/04/2026 bis 08/07/2026

In der westlichen Welt hat die Aufmerksamkeit für die Malerei von People-of-Color-Künstlerinnen und -Künstlern deutlich zugenommen. Was können Darstellungen von People-of-Color in der Kunst zu ihrer Emanzipation und ihrem Wunsch nach Gleichberechtigung beitragen? Oder zugespitzt gefragt: Wie viel Macht steckt in der Kunst?

Jerrell Gibbs aus Baltimore malt mit seinen Porträts gegen die gängigen Klischees über PoC-Männer an. Peter Uka malt in Köln in leuchtenden Farben Erinnerungen an seine nigerianische Heimat. Shannon T. Lewis, Kanadierin mit karibischen Wurzeln möchte die Darstellung von People-of-Color allgegenwärtig machen und Schönheit auf etwas historisch Abstoßendem aufbauen. Der kenianisch-britische Maler Michael Armitage erzählt emotional aufgeladene Geschichten aus Ostafrika und lässt dabei seine detaillierte Kenntnis europäischer Kunstgeschichte durchscheinen.

Wie verstehen Gibbs, Uka, Lewis und Armitage ihre Arbeit und wie nehmen sie ihren Erfolg wahr? Werden sich Museen, Porträtgalerien und andere Institutionen ihrer Kunst öffnen? Werden sie unsere Sicht auf die Kunstgeschichte radikal verändern?

Freitag, 10.04. / 21:45 Uhr / Little Richard: I Am Everything
Dokumentarfilm, USA, 2023, ARTE 95 Min.
Regie: Lisa Cortés
Online verfügbar von 10/04/2026 bis 10/05/2026

Lisa Cortés erzählt in ihrem Dokumentarfilm die Geschichte der schwarzen und queeren Ursprünge des Rock ’n‘ Roll, und sprengt den weiß getünchten Kanon der amerikanischen Popmusik, um den Innovator und Erfinder Richard Penniman alias Little Richard zu enthüllen.

Anhand einer Fülle von Archivmaterial und Performances, die uns in Richards komplexe Innenwelt führen, spult der Dokumentarfilm die Lebensgeschichte der Ikone mit all ihren Wendungen und Widersprüchen ab. In Interviews mit Familienmitgliedern, Musikern und führenden schwarzen und Queer-Wissenschaftlern enthüllt der Film, wie Richard eine Kunstform zur ultimativen Selbstdarstellung schuf. Doch was er der Welt gab, konnte er sich selbst nie geben: Sein ganzes Leben lang taumelte Richard wie ein glänzender, kaputter Flipper zwischen Gott, Sex und Rock ’n‘ Roll. Die Welt versuchte, ihn in eine Schublade zu stecken, aber Richard war ein Alleskönner, der vieles in sich vereinte.

Freitag, 10.04. / 23:20 Uhr / Kae Tempest ~ Echoes with Jehnny Beth
Musik, Frankreich, 2025, ARTE F 63 Min.
Regie: Antoine Carlier
Online verfügbar von 13/10/2025 bis 16/10/2027
Erstausstrahlung

Eines der besten Beispiele für Spoken Word Poetry im englischsprachigen Raum: Mit Kae Tempest kommt die Avantgarde der Spoken Word Poetry auf die Bühne von ʺEchoes with Jehnny Bethʺ: weniger Dezibel – dafür mehr Sozialbewusstsein. Der internationale Durchbruch gelang Kae Tempest 2016 mit dem Album ʺLet Them Eat Chaosʺ. Aber der „Shakespeare der Moderne“ kann nicht nur rappen. Tempest hat auch eine Gedichtsammlung veröffentlicht, den britischen Lyrikpreis erhalten und ein Theaterstück geschrieben.

Auf der Bühne von Echoes stellt Tempest auch Stücke des im Juli 2025 erschienenen neuen Albums ʺSelf Titledʺ vor. Auch darin legt er wieder den messerscharfen Flow von düsteren, kompromisslos-engagierten Versen über ätherisch-raue Electro-Sounds. Die Stücke sind eine Momentaufnahme des Englands von heute. Jedes Wort, aber auch der Alltagskampf und die unterschwellige Wut fühlen sich authentisch und erlebt an.

Mit Kae Tempest und Jehnny Beth treffen zwei Musikschaffende aufeinander, die wissen, dass Schönheit oft da entsteht, wo es knirscht und klemmt.

Aufzeichnung vom 18. Juni 2025 aus dem Yoyo, Paris.

Freitag, 10.04. / 00:25 Uhr / Teaches of Peaches
Dokumentarfilm, Deutschland, 2023, ZDF 101 Min.
Regie: Philipp Fussenegger, Judy Landkammer
Online verfügbar von 20/02/2026 bis 22/05/2026

Die Kanadierin Merrill Nisker überschreitet Grenzen und lässt sich nicht auf ein Genre reduzieren. Schon seit ihrem Hit ʺFuck the Pain Awayʺ, der zu Beginn des Millenniums auf ihrem ersten international erfolgreichen Album ʺThe Teaches of Peachesʺ erschien und sie weltweit berühmt machte, parodiert Peaches Genderklischees.

Zunächst als neue Ikone der LGBTQIA+-Szene gefeiert, gilt die Musikerin heute als Pionierin des sex-positiven Feminismus in der Pop-Musik und als Vorbild für Menschen jeden Alters, die sich aus gesellschaftlichen Zwängen befreien wollen. Peaches nimmt kein Blatt vor den Mund. Es geht ihr um die Befreiung der Sexualität.

Der Dokumentarfilm zeigt bisher unveröffentlichtes Material aus dem Privatarchiv der Künstlerin und neue Interviews mit ihr und frühen Weggefährtinnen und Weggefährten. Das Publikum erlebt ihre künstlerische Entwicklung und die frühen Jahre ihrer Karriere. Mit Chilly Gonzales und ihrer Freundin Leslie Feist lässt Peaches ihre Zeit in Kanada Revue passieren, Anekdoten von Toronto bis Berlin inklusive.

Peaches ist seit über zwei Jahrzehnten im Musikgeschäft und hat sich im Laufe ihrer Karriere immer stärker politisch geäußert. Daher ist der Dokumentarfilm über Peaches auch ein Film über den Siegeszug des Feminismus und befreiter Sexualität in der Musik und der zeitgenössischen Kunst.

ʺTeaches of Peachesʺ feierte seine Weltpremiere auf der Berlinale 2024, wo er den Teddy für den besten Dokumentarfilm erhielt, und war danach auf weiteren Festivals und im Kino zu sehen.

Freitag, 10.04. / 02:10 Uhr / The Kills
ARTE Concert Festival 2023
Musik, Frankreich, 2023, ARTE F 72 Min.
Regie: David Ctiborsky
Online verfügbar von 03/04/2026 bis 10/05/2026

The Kills gehören neben The White Stripes zu den herausragenden Indie-Rock-Duos der vergangenen 20 Jahre. Die charismatische amerikanische Sängerin Alison Mosshart, langjährige Bandkollegin von Jack White bei der Supergroup The Dead Weather, deren unverwechselbare Stimme sie ist, und der britische Gitarrist Jamie Hince haben mit ihrem Garage Rock die Herzen der Indie-Fans auf der ganzen Welt erobert: schräg, schnörkellos und sexy.

Bei der achten Ausgabe des ʺARTE Concertʺ-Festivals 2023 in der Pariser Gaîté Lyrique präsentiert die Band erstmals live in Europa ihr mit Spannung erwartetes Studioalbum ʺGod Gamesʺ. Das Publikum dieses einzigen Konzerts in Frankreich darf sich glücklich schätzen! The Kills, die nur selten in so intimer Atmosphäre wie in der Gaîté Lyrique auftreten, stehen für organischen Sound, knackige und zugleich gefühlvolle Riffs, Alisons betörende Stimme und kühne Elektrobeats.

Ihre Show ist ein sinnliches, elektrisierendes Event, denn Alison Mosshart und Jamie Hince verstehen sich darauf, bei ihren Fans, zu denen sie immer engen Kontakt pflegen, für mitreißende Stimmung zu sorgen. Auf der Pariser Bühne sind sie musikalisch wie szenisch ganz in ihrem Element. Ein einzigartiges Konzert, das möglicherweise eine neue Schaffensphase des ikonischen Duos einläutet.

Freitag, 10.04. / 03:39 Uhr / Bilder allein zuhaus: Bailarines, Fernando Botero – Nur Ponys gibt man den Gnadenschuss
Serie, Frankreich, 2021, ARTE F 3 Min.
Regie: Gérard Pautonnier
Online verfügbar von 31/08/2021 bis 05/09/2026

Die beiden Tangotänzer treten bei einem Tanzmarathon an. Sie sind zwar sterbensmüde, doch sie müssen durchhalten, um zu gewinnen. Mit schwerfälligen Bewegungen kämpfen sie sich durch Disco Dance, Twist und Pop. Wird das Duo den Marathon bewältigen können, ohne einzuschlafen?

Zusatzinfo:
ʺBilder allein zuhausʺ nimmt Meisterwerke der Malerei humorvoll unter die Lupe. Von Leonardo da Vincis ʺMona Lisaʺ bis hin zu Boteros ʺBailarinesʺ werden in der 30-teiligen dritten Staffel der Kurzfilmserie Gemälde von Schauspielerinnen und Schauspielern zum Leben erweckt, die bei einem aufwendigen Casting wegen ihrer Ähnlichkeit mit den gemalten Figuren ausgewählt wurden. Auch Dekor und Kostüme sind dem jeweiligen Bildmotiv sorgfältig nachempfunden. Die sehr witzigen Dialoge spielen dabei mit dem Zeitgeist und vermitteln nebenbei Wissenswertes über die Geschichte der Gemälde.


Samstag, 11.04. / 22:35 Uhr / Nurejew – Ballett von Kirill Serebrennikov und Yuri Possokhov
Ballett, Deutschland, Frankreich, 2026, ZDF 120 Min.
Regie: Miriam Hoyer
Choreographie: Yuri Possokhov
Inszenierung: Kirill Serebrennikov
Libretto: Kirill Serebrennikov
Bühnenbild / Ausstattung / Bauten: Kirill Serebrennikov
Kostüme: Elena Zaytseva
Musik: Ilya Demutsky
Licht: Daniil Moskovich
Video: Ilya Shagalov
Dirigent: Dominic Limburg
Orchester: Orchester der Deutschen Oper Berlin
Chor: Vocalconsort Berlin

Mit: Odin Lund Biron (Sprecher, Schauspieler), Iwan Borodulin (Countertenor), Navasard Hakobyan (Bariton), Stephanie Wake-Edwards (Mezzosopran), Alexander Boldachev (Harfenspieler)
Erstausstrahlung

„Nurejew“ ist das vielfach ausgezeichnete Stück von Yuri Possokhov und Kirill Serebrennikow über einen der besten Balletttänzer des 20. Jarhunderts: Rudolf Nurejew. Bei der Premiere 2017 am Bolschoi-Theater war es umstritten, später ein Erfolg und 2023 wurde es aus politischen Gründen vom Spielplan genommen. Das Staatsballett Berlin zeigt das Stück erstmals außerhalb Russlands.

„Nurejew“ ist eine Hommage an das Leben und die Karriere von Rudolf Nurejew, einem der berühmtesten Balletttänzer des 20. Jahrhunderts. Durch seine künstlerische Kraft und seinen Mut, politischen und sozialen Konventionen zu trotzen, wurde er zu einer Ikone des Balletts und der freien Kunstwelt.

Die Handlung entfaltet sich entlang einer Auktion, bei der persönliche Gegenstände Nurejews nach seinem Tod versteigert werden. Damit verbunden sind eindringliche Szenen aus Nurejews Leben: von seiner Karriere in der Sowjetunion über seine spektakuläre Flucht in den Westen bis zu seinem prägenden Einfluss auf die westliche Ballettszene.

Das Skandalstück wurde 2017 nach der Generalprobe am Bolschoi Theater abgesetzt, kam später doch noch zur Premiere und wurde ein großer Publikumserfolg. 2023 wurde es wegen der offenen Darstellung von Nurejews Homosexualität endgültig abgesetzt.

Samstag, 11.04. / 00:40 Uhr / Bachs letzte Passion
Mit dem Ensemble Il Gardellino
Musik, Deutschland, 2025, MDR 44 Min.
Regie: Tilo Krause
Dirigent: Alexander Grychtolik
Chor: Il Gardellino
Orchester: Il Gardellino
Mit: Alexander Grychtolik (Cembalo), Alexandra Grychtolik (Cembalo)
Online verfügbar von 05/04/2026 bis 04/07/2026
Wiederholung vom 05.04.2026

Sonntag, 12.04. / 16:45 Uhr / Étretat forever ~ Biografie eines Sehnsuchtsorts
Dokumentation, Deutschland, 2025, HR 53 Min.
Regie: Stefanie Appel
Online verfügbar von 19/03/2026 bis 15/09/2026
Erstausstrahlung

Durch Claude Monet wurden die steil aufragenden Felstore von Étretat weltberühmt. An dem von Künstlern seit dem 19. Jahrhundert gepflegten Mythos droht der zauberhafte 1.000-Seelen-Ort Étretat heute fast zu ersticken, denn nun sind es über eine Million Touristen jährlich, die die Strandpromenade bevölkern, auf die bröckelnden Klippen kraxeln, um ihre Selfie-Videos zu machen.

Der kleine Ort Étretat in der Normandie ist eine Ikone der französischen Küstenlandschaft, die Maler und Schriftsteller schon im 19. Jahrhundert faszinierte und die heute unter dem Übertourismus leidet. Die Natur hat hier ein Amphitheater gestaltet, mit schützenden Seitenwänden und Zier-Säulen aus Felsen und dem Kiesel-Strand als Bühne; die Logenplätze auf der Anhöhe sind von herrschaftlichen Villen besetzt, unten liegen die schlichteren Häuser des Fischerviertels. Nur etwa tausend Einwohner gibt es, aber ein Dutzendfaches an Tagestouristen – über eine Million Gäste jedes Jahr. Einige kraxeln auf die teils gesperrten Klippen, um Fotos aus der gleichen Perspektive zu schießen, wie einst Claude Monet das Felsentor malte.

In den Erzählungen von Guy de Maupassant werden umtoste Klippen zur düsteren Seelenlandschaft, in Verfilmungen der Coups des Meisterdiebs Arsène-Lupin wird Étretat ein Ort der Geheimnisse und der Schatzsuche. Das Nebeneinander schöpferischer und bedrohlicher Naturkräfte, die Bündelung unterschiedlicher Sehnsüchte und untergründiger Ängste – all das ist hier gebündelt auf engem Raum.

Die in weichem Gestein eingeschlossenen Silex-Feuersteine der Mauern, die zu Hütten umgebauten Schiffs-Rümpfe, orientalistische Formen an Mauern – der Architekt Raphaël Renard erklärt, was diesen Ort so besonders macht. Für seinen Sohn Ramsès und Clara, die eine Wassersportschule betreiben, wird der Feierabend erst wieder schön, wenn der große Touristenansturm vorüber ist und man, ohne umgerannt zu werden, über die Uferpromenade spazieren und den Blick aufs Meer genießen kann.

Sonntag, 12.04. / 17:40 Uhr / Sheku Kanneh-Mason ~ My Playlist
Dokumentation, Deutschland, 2025, WDR 43 Min.
Regie: Elmar Kruse
Online verfügbar von 05/04/2026 bis 04/07/2026
Erstausstrahlung

Der international gefeierte Cellist Sheku Kanneh-Mason lädt das Publikum zu einer eindrucksvollen Reise durch seine Klangwelt ein. Im Mittelpunkt stehen jene Melodien und Werke, die seine künstlerische Entwicklung maßgeblich geprägt haben. Mit großer Sensibilität und Offenheit reflektiert Kanneh-Mason die Bedeutung dieser Musik für sein Leben und seine Karriere.

Ob man es nun Lieblingsmelodien oder „My Playlist“ nennt, Johann Sebastian Bachs „Cellosuite Nr. 1“ darf natürlich nicht fehlen – ebenso wie „Der Schwan“ von Camille Saint-Saëns oder Edward Elgars „Cellokonzert“. Das sind Hits, die alle Cellistinnen und Cellisten – vom ersten Unterricht während der Kindheit bis zur Weltkarriere immer wieder spielen.

Dazu verblüfft Sheku Kanneh-Mason mit einer einzigartigen Musikauswahl. Neben walisische Volksweisen stellt er ganz selbstverständlich die Komponisten Franz Liszt, Felix Mendelssohn Bartholdy und Sergej Prokofjew. Und dann erlebt das Publikum auch noch seine Liebe zum Pop-Gesang von Singer-Songwriter bis Reggae, von Leonard Cohen bis Bob Marley. Dabei musiziert er selbst mit Gary Barlow – dem Kopf der legendären Boygroup Take That. Bei allen Genres ist immer sein einzigartiges Cello dabei – gebaut im Jahre 1700 von Matteo Goffriller in Venedig.

Die Dokumentation verbindet atmosphärisch dichte Live-Auftritte mit ausgewählten Video- und Archivaufnahmen. In persönlichen Gesprächen gewährt Sheku Kanneh-Mason Einblicke in seine Gedankenwelt, Inspirationsquellen und den kreativen Arbeitsprozess. Ergänzt durch einen Streifzug durch seinen lebendigen und bunten Londoner Stadtteil Peckham, entsteht ein vielschichtiges Porträt eines außergewöhnlichen Künstlers: Es verknüpft auf eindrucksvolle Weise Musik, Biografie und künstlerische Haltung.

Sonntag, 12.04. / 22:15 Uhr / Brad Pitt – Die Revanche eines Sexsymbols
Dokumentation, Frankreich, 2022, ARTE F 52 Min.
Regie: Thibaut Seve, Adrien Denouette

In fast 40 Jahren Karriere drehte Brad Pitt eine Vielzahl herausragender Filme. Doch gelang es ihm damit, das Image des blonden Cowboys aus seinem Erfolgsdebüt „Thelma & Louise“ (1991) vergessen zu machen? Denn was anfangs der Schlüssel seines Erfolgs war, erwies sich später als schwere Bürde. Die Doku schildert den ungewöhnlichen Weg dieses cinephilen Schauspielers.

Vom „People“-Magazin wurde er mehrfach zum „Sexiest Man Alive“ gekürt. Aber sein Aussehen ist nicht alles: In seiner fast 40-jährigen Karriere hat Brad Pitt eine Vielzahl herausragender Filme gedreht. Mit „Sieben“ (1995), „Fight Club“ (1999), „Ocean’s Eleven“ (2001) und „Inglourious Basterds“ (2009) sowie zwei Oscars schrieb Pitt Filmgeschichte in Hollywood. Weitere bekannte Rollen hatte er in „Troja“ (2004) und „Once Upon a Time in Hollywood“ (2019). Unlängst spielte er in dem Thriller „Bullet Train“ (2022) an der Seite von Sandra Bullock und in „Babylon – Rausch der Ekstase“ (2022), der in den 1920er Jahren spielt, dem goldenen Zeitalter Hollywoods, als der Tonfilm den Stummfilm ablöste und eine neue Branche entstehen ließ.

Als ältestes von drei Kindern streng religiöser Eltern wuchs Pitt im Mittleren Westen der USA auf. Sein Studium an der Universität von Missouri warf er 1985 hin, um Schauspieler zu werden. Der Durchbruch auf der Leinwand gelang ihm mit einer eher kleinen Rolle als blonder Verführer von Geena Davis in dem Roadmovie „Thelma & Louise“ (1991).

Lange versuchte der Oscarpreisträger vergeblich, sein Image als Sexsymbol abzustreifen und auch in andere Rollen zu schlüpfen. Die Biografie zeichnet den ungewöhnlichen Werdegang von Brad Pitt nach und beleuchtet die mitunter mutigen Entscheidungen, mit denen er als Schauspieler, aber auch – in der Öffentlichkeit weniger bekannt – als Produzent das unabhängige amerikanische Filmschaffen bereichert und erneuert hat. Wie Robert Redford vor ihm, nutzte Pitt seinen Superstarstatus und förderte ein anspruchsvolles, kreatives Kino fernab der ausgetretenen Pfade Hollywoods. Zudem spendet er Millionen an Hilfsorganisationen und setzt sich für Naturschutz ein.

Bei den Dreharbeiten zur Actionkomödie „Mr. & Mrs. Smith“ (2005) lernte Pitt Angelina Jolie kennen. In dem Film spielten sie verheiratete Undercover-Killer. Nach langjähriger Beziehung heirateten die Schauspieler 2014. „Brangelina“ war das wohl bekannteste Paar Hollywoods. Zwei Jahre später reichte Jolie die Scheidung von Pitt ein, die 2019 amtlich wurde. Sie forderte das alleinige Sorgerecht für die drei leiblichen und drei adoptierten Kinder. Nach der Trennung zeigte Pitt der Presse ein anderes Gesicht und sprach offen über seine Alkoholsucht, Depressionen und Einsamkeit.

Sonntag, 12.04. / 23:10 Uhr / Hans Zimmer – Der Komponist Hollywoods
Dokumentation, Großbritannien, 2022, ZDF 52 Min.
Regie: Francis Hanly
Online verfügbar von 12/04/2026 bis 12/05/2026

Hans Zimmer ist einer der bekanntesten, gefragtesten und revolutionärsten Filmkomponisten der heutigen Zeit. In seiner glanzvollen 40-jährigen Karriere hat Hans Zimmer die Filmmusik neu definiert: Er hat das Publikum begeistert, neue Techniken entwickelt und neue Generationen mit der unvergleichlichen Dramatik der Orchestermusik vertraut gemacht. Diese Dokumentation zeichnet nun mit einem noch nie dagewesenen Zugang Hans Zimmers erstaunliches Leben und seine Karriere nach, vom Frankfurter Bub im Nachkriegsdeutschland, der von verschiedenen Schulen geflogen ist, hin zu einem oscarprämierten Hollywoodkönig. Oft imitiert, aber nie übertroffen, hat Zimmers unverwechselbarer Sound die Filmindustrie über 20 Jahre lang dominiert – und sein Name auf einem Filmplakat ist heute genauso wertvoll wie der eines Starregisseurs oder eines Schauspielers mit Weltruhm. Er hat der Filmmusik und ihrer Bedeutung für das Filmschaffen in Hollywood zu neuem Ansehen verholfen und die klassische Musik einer ganz neuen Generation nahegebracht. Die Dokumentation enthüllt die musikalischen Geheimnisse seines Handwerks; wie er es schafft, sein Publikum zu erschrecken, zu bewegen oder dessen Stimmung zu heben. Hans Zimmer hat mit einer ganzen Reihe von Topregisseuren und -produzenten zusammengearbeitet. Der Film enthält Interviews mit Persönlichkeiten wie Ron Howard, Denis Villeneuve, Christopher Nolan, Jeffrey Katzenberg, Barry Levinson, James L. Brooks, Steve McQueen oder Stephen Frears.

Sonntag, 12.04. / 00:05 Uhr / Shirley MacLaine – Mit Haut und Haar Entertainerin
Dokumentation, Frankreich, 2025, ARTE F 53 Min.
Regie: Jean Lauritano
Online verfügbar von 22/03/2026 bis 11/07/2026
Wiederholung vom 29.03.2026

Sonntag, 12.04. / 01:00 Uhr / Der Maler Henri Rousseau oder Die Geburt der Moderne
Dokumentation, Frankreich, 2015, ARTE F 52 Min.
Regie: Nicolas Autheman
Online verfügbar von 25/03/2026 bis 01/10/2026

Die Dokumentation begibt sich auf die Spuren des Pariser Malers Henri Rousseau (1844-1910). In seinen Gemälden geht es meist um Träume, Fantasie und Kindheit. Auf originelle Weise beschäftigt sich die Dokumentation mit den Inspirationsquellen, der Arbeitsweise und dem weitreichenden Einfluss des Autodidakten auf die moderne Malerei.

Henri ʺLe Douanierʺ Rousseau (1844-1910) zählt zu den überraschendsten und zugleich am schwierigsten zu ergründenden Künstlern des späten 19. Jahrhunderts. Der große französische Maler war – wie sein Spitzname verrät – in Wirklichkeit ein einfacher Angestellter bei der Pariser Zoll- und Steuerbehörde. Dennoch hat der Autodidakt ein beachtliches künstlerisches Werk geschaffen: Für seine üppigen und kindlich wirkenden Dschungeldarstellungen ist er mittlerweile weltweit berühmt.

Die Dokumentation erkundet das wunderliche Leben und das vielgestaltige Werk Rousseaus, das im Paris des ausgehenden 19. Jahrhunderts entstand. Erstmals wird der Zusammenhang zwischen seinen Gemälden und der Entstehung der modernen Kunst aufgezeigt. Denn auch wenn Henri Rousseau bei den meisten seiner Zeitgenossen nur Hohn und Spott erntete, erkannten einige Avantgardisten wie Guillaume Apollinaire, Pablo Picasso und Robert Delaunay in seinen Bildern ungekannte Abstraktionsmöglichkeiten, die vom Surrealismus bis zum Kubismus reichen. Bis heute ist es ein Rätsel, wie ein einfacher Autodidakt diese modernen Entwicklungen vorausahnen konnte.

Auf originelle Weise – mit Anlehnungen an das Schattentheater und an die Urform des Kinos, die Laterna magica, sowie mit zeitgenössischen Briefwechseln und traumhaften Filmsequenzen – begibt sich die Dokumentation Schritt für Schritt auf die Suche nach Hinweisen auf die Modernität des Malers.

Sonntag, 12.04. / 03:45 Uhr / La Fura dels Baus: Free Bach 212
Eine Perfomance
Musik, Deutschland, 2022, ZDF 43 Min.
Regie: Catharina Kleber
Dirigent: Pavel Amilcar, Thor Jorgen
Komponist: Johann Sebastian Bach
Orchester: Divina Mysteria
Mit: Mariola Membrives (Flamencosängerin), Eulàlia Fantova (Mezzosopran), Joan Garcia Gomà (Bariton), La Fura dels Baus
Online verfügbar von 12/04/2026 bis 19/04/2026

Bach tanzt Flamenco? Das Kunstkollektiv La Fura dels Baus ist bekannt für außergewöhnliche Theaterexperimente. Mit ʺFree Bach 212ʺ verpackt es Johann Sebastian Bachs ʺBauernkantateʺ in ein crossmediales Spektakel: Mit Flamencogesang, elektronischer Musik, Videoinstallationen und zeitgenössischem Tanz ehrt die Theatergruppe den großen Komponisten auf ihre ganz eigene visionäre Art.

La Fura dels Baus, die wohl spektakulärste Theatergruppe der Welt, hält seit über 40 Jahren ihre Fangemeinde mit bildmächtigen Bühnenshows in Atem. Eines ihrer Kunstexperimente gilt es in der Alten Oper Frankfurt zu entdecken. Mit ʺFree Bach 212″ verwandelt das katalanische Ensemble Johann Sebastian Bachs ʺBauernkantateʺ in ein inszeniertes, ironisch gebrochenes Formexperiment. „Free Bach 212“ ist eine Hommage an den großen Komponisten. So wie in Bachs ʺBauernkantateʺ Volks- und Kunstmusik, Bäuerliches und Barockes aufeinanderprallen, spielt diese Perfomance mit kontrastierenden Stilebenen.

Die Interpretation des Stoffes entfaltet durch verschiedene künstlerische Elemente wie Flamencogesang, elektronische Musik, modernen Tanz und Videoprojektionen geradezu eine Sogwirkung auf das Publikum. Die überraschende Deutung des Kunstkollektivs bedeutet eine Herausforderung für Auge und Ohr.

Die multimediale kunstübergreifende Inszenierung passt perfekt in die Festivalphilosophie des jährlich stattfindenden Fratopia-Festivals in der Mainmetropole. Fratopia sieht das Konzerthaus nicht nur als Denkfabrik und Experimentierfeld, Platz für Visionen und neue Kreativformate. Auch herkömmliche Sehgewohnheiten werden aufgelöst – zum Beispiel im Open Space, das die konventionelle Sitzreihenordnung zugunsten einer unmittelbaren Begegnung zwischen Publikum und Kunst aufhebt.

Aufzeichnung vom 21. September 2022 in der Alten Oper Frankfurt im Rahmen des Fratopia Festivals.

Dienstag, 14.04. / 08:40 Uhr / Marilyn Monroe – Berühmt um jeden Preis (1/3)
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2022, ARTE F 53 Min.
Regie: Ian Ayres
Online verfügbar von 30/03/2026 bis 31/12/2026
Wiederholung vom 06.04.2026

Dienstag, 14.04. / 09:35 Uhr / Marilyn Monroe – Berühmt um jeden Preis (2/3)
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2022, ARTE F 53 Min.
Regie: Ian Ayres
Online verfügbar von 30/03/2026 bis 31/12/2026
Wiederholung vom 06.04.2026

Dienstag, 14.04. / 10:30 Uhr / Marilyn Monroe – Berühmt um jeden Preis (3/3)
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2022, ARTE F 53 Min.
Regie: Ian Ayres
Online verfügbar von 30/03/2026 bis 31/12/2026
Wiederholung vom 06.04.2026

Donerstag, 16.04. / 13:10 Uhr / Stadt Land Kunst ~ Frankfurt am Main / Indien / Dänemark
Magazin, Frankreich, 2026, ARTE F 46 Min.
Regie: DIVERS
Autor:in: DIVERS
Moderation: Linda Lorin
Online verfügbar von 09/04/2026 bis 15/07/2026
Erstausstrahlung

(1): Frankfurt am Main: Ein Lausbub namens Struwwelpeter
(2): Indien: Toda, die Wächter der blauen Berge
(3): Marseille: Lionels Bouillabaisse
(4): Dänemark: Eine Düne auf Wanderschaft

(1): Frankfurt am Main: Ein Lausbub namens Struwwelpeter
Struppiges Haar, schmutzige und ellenlange Fingernägel: Wer kennt ihn nicht, den Struwwelpeter! Er entsprang 1844 der Fantasie des Frankfurter Arztes und Psychiaters Heinrich Hoffmann und ziert den Titel eines der erfolgreichsten deutschen Kinderbücher. Mit beißender und bisweilen grausamer Ironie erzählen die Bildergeschichten von den Missgeschicken ungezogener Gören. Sie dienten Generationen von deutschen Kindern als abschreckendes Beispiel und Karikaturisten in aller Welt als Vorlage.

(2): Indien: Toda, die Wächter der blauen Berge
Nilgiri bedeutet auf Hindi „blaue Berge“. Die Nilgiris erstrecken sich im äußersten Süden Indiens. Es ist eine abgeschiedene Welt, isoliert vom Rest des Landes. Hier züchtet das Volk der Toda seine Büffel und wacht über das Gleichgewicht zwischen Himmel und Erde. Auf den windigen Berggipfeln versammeln sich die Toda und führen ein uraltes Ritual fort. Sie drehen sich im Kreis und besingen die Erde, die Büffel und die Götter, die sich in den Wolken verbergen. Als würde ihnen das gemeinsame Tanzen helfen, den Veränderungen der Welt besser standzuhalten.

(3): Marseille: Lionels Bouillabaisse
Lionel, ein waschechter Sohn der Calanques an der Côte Bleue, bereitet eine Bouillabaisse zu. Zunächst brät er Felsenfisch mit Zwiebeln, Kräutern und Tomaten an. Dann löscht er alles mit Weißwein ab und lässt es einkochen. Denn daher kommt der Name Bouillabaisse: Wenn es kocht (bouille), wird die Hitze heruntergedreht (abaisse). Schließlich passiert Lionel die Suppe und fügt Meeraal und Petersfisch hinzu, den Fang des Tages. Ein mediterranes Gericht, wie es frischer nicht sein könnte!

(4): Dänemark: Eine Düne auf Wanderschaft
Ist das eine Fata Morgana? Nein, im Norden Jütlands sollte man nicht auf eine Oase oder Palmen hoffen! Die Wüste ist eine Wanderdüne, die einem Sandmeer gleicht. Seit Jahrhunderten wird die Råbjerg Mile vom Wind bewegt, und doch wäre dieser natürliche Koloss beinahe verschwunden …

Freitag, 17.04. / 22:30 Uhr / Agatha Christie – Ein Jahrhundert Gänsehaut
Dokumentarfilm, Großbritannien, 2020, ARTE F 67 Min.
Regie: Sean Davison
Online verfügbar von 01/03/2026 bis 07/04/2026
Wiederholung vom 08.03.2026

Freitag, 17.04. / 23:40 Uhr / Laufey – Sounds Like Art
Monet, Munch, Signac – Museum Barberini
Dokumentation, Deutschland, 2023, ZDF 58 Min.
Regie: Florian Breuer
Online verfügbar von 17/04/2026 bis 16/07/2026

Die frisch gekürte Grammy-Gewinnerin Laufey entführt in impressionistische Welten im Museum Barberini. Ihr Sound aus Jazz, Klassik und Pop trifft etwa auf Monet, Munch und Signac.
Im neuen Format ʺSounds Like Artʺ begleitet ARTE weltweit renommierte Musikerinnen und Musiker auf einer Reise durch die schillerndsten Kunstausstellungen Europas. Bedeutende Werke bestimmen den Takt.

ʺSounds Like Artʺ entführt die im Februar 2024 mit dem Grammy ausgezeichnete Isländerin Laufey in impressionistische Welten. Ihre Sound-Collage aus Jazz, Klassik und Pop vertont im Museum Barberini in Potsdam unter anderem die Seerosen von Claude Monet sowie Edvard Munchs Sonnenreihe.

In dem neuen Format ʺSounds Like Artʺ begleitet ARTE weltweit renommierte Musikerinnen und Musiker auf einer Reise durch die schillerndsten Kunstausstellungen europäischer Metropolen. Die Werke der Künstlerinnen und Künstler bestimmen dabei den Takt für einen einmaligen Konzertabend im Museum.

Die Lebensstationen der 26 Jahre jungen Laufey zeigen den Weg vom Orchester-Engagement in Reykjavík hin zum erfolgreichsten Debütalbum im Jazz-Segment. Klassische Musikausbildung, Studium am Berklee College of Music, Umzug nach Los Angeles, die Multi-Instrumentalistin (Piano, Gitarre, Cello) erfüllt sich jeden noch so ambitionierten Traum. In Zeiten der Reizüberflutung begeistert sie Millionen von TikTok-Fans für Jazz-Standards, präsentiert ihre eigenen Songs bei der Fernsehsendung ʺJimmy Kimmel Liveʺ, spielt weltweit ausverkaufte Konzerte und veröffentlicht Musik mit ihrem Idol Norah Jones. 2024 wird sie mit einem Grammy für das Best Traditional Pop Vocal Album ausgezeichnet.

Als bekennende Kunstliebhaberin und Museumsgängerin folgte sie der Einladung von ARTE gern und präsentiert Songs aus ihren zwei Studioalben umgeben von Kunstwerken der Ausstellungen „Impressionismus – Hasso Plattner Sammlung“ und „Edvard Munch – Lebenslandschaften“. Dabei schlägt sie inhaltliche Brücken zwischen ihren Kompositionen und den Motiven der ikonischen Gemälde. Dieser einzigartige Dialog zwischen Kunst und Musik hat die Anmutung einer Traumwelt, farbenfroh und berauschend.
Aufzeichnung vom 8. Dezember 2023 im Museum Barberini, Potsdam.

Freitag, 17.04. / 00:40 Uhr / Orlando, meine politische Biografie
Dokumentarfilm, Frankreich, 2023, ARTE F 98 Min.
Regie: Paul B. Preciado
Online verfügbar von 07/03/2025 bis 07/04/2026

Virginia Woolfs Roman „Orlando – Eine Biografie“ (1928) schildert das 350 Jahre lange Leben Orlandos, der sich vom Jüngling in eine Frau verwandelt. Ein Jahrhundert nach dem Erscheinen des Werks schreibt der Philosoph und Trans-Aktivist Paul B. Preciado einen Brief an die Autorin. Er teilt ihr mit, dass ihre Figur Orlando Realität geworden ist …

Der Dokumentarfilm folgt der Struktur von Virginia Woolfs Roman ʺOrlando – Eine Biografieʺ (1928) und unternimmt dabei eine Reise durch die Geschichte der Sexualität, intim und politisch, individuell und kollektiv. Transsein bedeutet nicht nur, das Geschlecht anzugleichen, sondern auch einen Prozess der ʺOrlandisierungʺ zu durchlaufen: sich auf eine Reise zu begeben, in deren Verlauf eine neue Sprache erfunden werden muss, um sich und die Welt neu zu benennen.

Der Philosoph und Trans-Aktivist Paul B. Preciado, selbst ein Orlando, erzählt in diesem Film auch die politische Geschichte seines Körpers.

Die Dramaturgie des dokumentarischen Essays verwebt drei unterschiedliche Erzählstränge: Preciados Brief an Virginia Woolf, die Entstehungsgeschichte des Romans sowie Archivrecherchen zu historischen Personen, die als Vorlage für die Orlando-Figur gedient haben könnten und schließlich das Casting für die Orlandos von heute.

ʺOrlando, meine politische Biografieʺ ist eine kollektive und politische Autobiografie, die eine Welt im Wandel und die Auswirkungen der aktuellen Gender-Diskussion dokumentiert.

Freitag, 17.04. / 03:41 Uhr / Bilder allein zuhaus: Osteologie-Lektion von Dr. Sebastiaen Egbertsz, Pickenoy (2/3)
Serie, Frankreich, 2021, ARTE F 2 Min.
Regie: Gérard Pautonnier
Online verfügbar von 31/08/2021 bis 05/09/2026

„Bilder allein zuhaus“ nimmt Meisterwerke der Malerei humorvoll unter die Lupe. Von Leonardo da Vincis „Mona Lisa“ bis hin zu Boteros „Bailarines“ werden in der 30-teiligen dritten Staffel der Kurzfilmserie Gemälde von Schauspielern zum Leben erweckt, die bei einem aufwendigen Casting wegen ihrer Ähnlichkeit mit den gemalten Figuren ausgewählt wurden. Auch Dekor und Kostüme sind dem jeweiligen Bildmotiv sorgfältig nachempfunden. Die sehr witzigen Dialoge spielen dabei mit dem Zeitgeist und vermitteln nebenbei Wissenswertes über die Geschichte der Gemälde.

Die Ärzte der Chirurgenzunft der öffentlichen Krankenhäuser geben eine Kleinanzeige auf. Sie preisen darin ein gebrauchtes Superskelett aus dem Superjahr 1619 zum Verkauf an. Die Ärzte sind verzweifelt, denn sie brauchen dringend das Geld für moderne medizinische Geräte im Falle einer Gesundheitskrise …


Samstag, 18.04. / 15:50 Uhr / 1874: Geburtsstunde des Impressionismus
Dokumentarfilm, Frankreich, 2023, ARTE F        95 Min.
Regie: Hugues Nancy, Julien Johan
Online verfügbar von 14/03/2026 bis 19/06/2026
Wiederholung vom 21.03.2026

Samstag, 18.04. / 20:15 Uhr / Auf den Spuren prähistorischer Künstler – Die Chauvet-Höhle
Dokumentarfilm, Frankreich, 2024, ARTE F        89 Min.
Regie: Alexis de Favitski
Online verfügbar von 19/01/2026 bis 18/03/2027

Die Chauvet-Höhle im südfranzösischen Ardèche-Tal wurde erst vor rund dreißig Jahren entdeckt. Ihre Wandmalereien sind vermutlich über 30.000 Jahre alt und gehören somit zu den ältesten in Europa. Der Dokumentarfilm bietet faszinierende Einblicke in diesen archäologisch wertvollen Ort. Dank des Photogrammetrie-Verfahrens, das die Erstellung von 3D-Modellen ermöglicht, kann die Höhle bis ins Detail erkundet werden. Für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist das besonders wertvoll, denn sie dürfen die Höhle nur einmal im Jahr betreten.

Die Spezialisten untersuchen die Wandmalereien und versuchen, ihre Bedeutung zu ergründen. Sie interessieren sich aber auch für die Überreste von Feuerstellen. Diese deuten auf große Feuer hin, die Muster aus Licht und Schatten auf die Höhlenwände warfen und vielleicht rituelle Bedeutung hatten. Damit könnte die Chauvet-Höhle eines der ersten „Theater“ der Menschheit gewesen sein. Auch Klänge mögen dabei eine Rolle gespielt haben: Die junge Disziplin der Archäoakustik erforscht, wie prähistorische Stätten bewusst so gestaltet wurden, dass sie Stimmen und Geräusche zur Geltung brachten.

Parallel dazu liefern die Arbeiten über das Zusammenleben von Menschen und Tieren erstaunliche Ergebnisse: Knochen und Kratzspuren von Höhlenbären sowie Fuß- und Pfotenabdrücke von Menschen und Wölfen lassen vermuten, dass diese Arten sich die Höhle teilten.

Mit Hilfe all dieser wissenschaftlichen Ansätze zeigt die Dokumentation die Chauvet-Höhle nicht nur als Stätte künstlerischen Schaffens, sondern auch als Ort des Zusammenlebens, an dem Mythen und Rituale gepflegt wurden.

Samstag, 18.04. / 21:40 Uhr / Sulawesi – Am Anfang war die Höhlenmalerei
Dokumentation, Frankreich, 2025, ARTE F        55 Min.
Regie: Pascal Goblot, Denis Van Waerebeke
Online verfügbar von 21/01/2026 bis 21/07/2026
Erstausstrahlung

Seit einiger Zeit gilt als gesichert, dass sich die Spezies Homo sapiens vor über 300.000 Jahren in Afrika entwickelte. Doch wann genau sind die Fähigkeiten zum Geschichtenerzählen und der Herstellung von Kunstwerken entstanden? Seit den Entdeckungen der Höhlenmalereien in Lascaux (rund 18.000 Jahre alt) und Chauvet (etwa 36.000 Jahre alt) schien klar, dass der entscheidende kulturelle Entwicklungssprung vor ungefähr 40.000 Jahren in Europa stattgefunden haben muss.

2014 wurde diese Annahme jedoch durch einen wichtigen wissenschaftlichen Fortschritt infrage gestellt: Dank einer neuen Datierungsmethode konnte nachgewiesen werden, dass Felsmalereien auf der indonesischen Insel Sulawesi, die bislang nur auf einige Tausend Jahre geschätzt worden waren, mindestens 40.000 Jahre alt sind. Seither wurden auf Sulawesi Hunderte weiterer Höhlen mit Malereien entdeckt, deren Mindestalter inzwischen auf 51.200 Jahre datiert wurde. Diese Entdeckungen schafften es auf die Titelseiten renommierter Wissenschaftsjournale und sorgten für ein neues Verständnis der evolutionären Entwicklung des Homo sapiens.
In der Januarausgabe 2026 der Fachzeitschrift „Nature“ stellt ein neuer Artikel die bislang älteste bekannte Malerei der Welt vor – sie soll mindestens 67.800 Jahre alt sein. Eine Entdeckung von geradezu revolutionärer Tragweite, denn sie legt nahe, dass sich künstlerische Betätigungen von Homo sapiens mindestens 15.000 Jahre früher entwickelten als bislang angenommen – und zwar wahrscheinlich in Afrika, bevor die menschlichen Urahnen von dort aus in andere Teile der Welt aufbrachen.

Samstag, 18.04. / 23:35 Uhr / Vanessa Wagner & Friends ~ Sur Mesure
Musik, Frankreich, 2025, ARTE F        53 Min.
Regie: Christian Beuchet
Online verfügbar von 19/02/2026 bis 06/07/2028
Erstausstrahlung

Für ʺParis sur Mesureʺ bringt Vanessa Wagner die Klavieretüden des US-amerikanischen Komponisten Philip Glass in der Version ihres eigenen Albums ʺPhilip Glass: The Complete Piano Etudesʺ auf die Bühne. Für die Künstlerin ist jedes der Stücke eine eigene Welt voller Bewegung und Klangfarben, eine Architektur aus Wiederholungen und sich aufbauenden geometrischen Strukturen. Zugleich hinterfragt die gefühlvolle Musik gerade durch ihre repetitive und beständige Ausarbeitung die Vorstellungen von Raum und Zeit. Dadurch lässt sie sich wunderbar mit den Tanzbewegungen vereinen.

Vanessa Wagner hat verschiedene Kunstschaffende aus Tanz und Performancekunst dazu eingeladen, die Musik von Philip Glass aus deren Perspektive zu betrachten: Chloé Moglia (Trapezkünstlerin, Choreographin und Tänzerin), Kader Attou (Tänzer und Choreograph) und seine Compagnie Accrorap (eine der ältesten französischen Hip-Hop-Tanzgruppen). Die Begegnung von Musik und Tanz wird vom Kollektiv Scale unterstützt, das in seinen Bühnenbildern Technologie, Erzählkunst und Sensibilität vereint.

Aufzeichnung vom 21. November 2025 im Großen Saal des Studio Kremlin, Le Kremlin-Bicêtre.

Samstag, 18.04. / 02:30 Uhr / Punk Girls. Die weibliche Geschichte des britischen Punk
Dokumentation, Deutschland, 2023, ZDF        53 Min.
Regie: Christine Franz
Online verfügbar von 19/03/2026 bis 17/06/2026

London 1976. Auf den ersten Blick wirkt alles friedlich in der Hauptstadt des alten Empire. Dabei steckt Großbritannien längst im gesellschaftlichen Umbruch. Zwischen Wirtschaftskrisen und silbernem Thronjubiläum braut sich in den besetzten Häusern und Kellerclubs von West London etwas zusammen: Punk! Ein Versprechen, ein Neuanfang. Punk bedeutet Selbstermächtigung – ganz besonders für die Frauen der Szene. Zum ersten Mal in der Geschichte der Rockmusik greifen Frauen selbstbestimmt zu Gitarre, Bass und Schlagzeug, gründen Bands und schreiben eigene Songs.

„Jahrhundertelang wurde uns unser Platz in der Musikgeschichte verweigert. Punk bedeutete Chancengleichheit. Man musste kein Virtuose mehr sein, um auf die Bühne zu gehen. Jeder war willkommen. Und das galt auch für Frauen. Zum ersten Mal durften sie sich künstlerisch frei ausdrücken“, sagt die Autorin Vivien Goldman. Sie hat die Anfänge des Punk als Musikjournalistin in London begleitet. „Gitarre spielen anzufangen, war nicht einfach. Ich habe mich wie ein Scharlatan gefühlt, nur weil ich eine Frau war – ich kannte keine Frauen in Bands“, erinnert sich Viv Albertine von der Band The Slits, eine der ersten Frauen im britischen Punk.

Musikerinnen wie Poly Styrene und Bands wie The Slits und The Raincoats spielen Mitte der 1970er Jahre gegen weibliche Rollenbilder und gesellschaftliche Normen an – rebellisch und selbstironisch. Mit ihren Songs und ihrer Haltung inspirieren die She-Punks der 1970er bis heute Generationen von Musikerinnen.

Eine ʺHerstoryʺ des Punk, erzählt von Viv Albertine (The Slits), Gina Birch (The Raincoats), Vivien Goldman („Revenge of the She-Punks“), Annette Benjamin (Hans-A-Plast), Kathleen Hanna (Bikini Kill), Stephanie Phillips und Estella Adeyeri (Big Joanie).

Sonntag, 19.04. / 17:40 Uhr / Zaide oder Der Weg des Lichts
Salzburger Festspiele 2025
Musik, Deutschland, Österreich, 2025, WDR        43 Min.
Regie: François-René Martin
Komponist: Wolfgang Amadeus Mozart
Dirigent: Raphaël Pichon
Orchester: Pygmalion
Choreographie: Evelin Facchini
Chor: Pygmalion
Autor:in: Raphaël Pichon, Wajdi Mouawad
Kostüme: Bertrand Couderc
Licht: Bertrand Couderc
Dramaturgie: Eddy Garaudel

Mit: Sabine Devieilhe (Zaide), Julian Prégardien (Gomatz), Lea Desandre (Persada), Johannes Martin Kränzle (Allazim), Daniel Behle (Soliman)

Online verfügbar von 19/04/2026 bis 18/07/2026
Erstausstrahlung

Das Ensemble Pygmalion unter der Leitung des Dirigenten und Countertenors Raphaël Pichon ist berühmt für seinen feinen Klang auf historischen Instrumenten. Gemeinsam mit den Gesangsstars Sabine Devieilhe, Lea Desandre, Johannes Martin Kränzle, Julian Prégardien und Daniel Behle taucht es ein in wenig gespielte Werke von Wolfgang Amadeus Mozart.

Wolfgang Amadeus Mozarts Schaffensphase um 1780 steht im Zentrum des neuen Projekts von Raphaël Pichon und seinem Ensemble Pygmalion bei den Salzburger Festspielen. Das unvollendete Singspiel „Zaide“ sowie Ausschnitte aus „Davide penitente“, „Thamos“ und selten aufgeführte Konzertarien verschmelzen zu einem halbszenischen Abend. Es singen Sabine Devieilhe, Lea Desandre, Johannes Martin Kränzle, Julian Prégardien und Daniel Behle.

„Zaide“ ist ein wichtiger Entwicklungspunkt für Mozart: Emanzipiert von Familie und Dienstherr rückt er die zentralen Themen der Aufklärung ins Licht: Freiheit, Widerstand, Liebe und Vergebung. Das musikalische Pasticcio wird durch Wajdi Mouawads eigens verfasste poetische Texte, tänzerische Elemente und Videoprojektionen ergänzt.

Raphaël Pichon ist Spezialist für dramaturgisch feine Programme: Mit historisch authentischen Instrumenten knüpft sein 2006 gegründetes Ensemble Pygmalion mit Chor und Orchester neue Verbindungen zwischen Werken und öffnet ungeahnte Blickwinkel auf Mozarts Musik.

Alle Kompositionen des Programms stammen von Wolfgang Amadeus Mozart:
– Adagio in C-Dur für Glasharmonika, KV 356
– Konzertarie „Ah… lo previdi!“, KV 272
– „Davide penitente“, KV 469 (Auszüge)
– „Zaide“ (Das Serail), KV 344 (Auszüge)
– Fragment „Einsam bin ich, meine Liebe“, KV Anh. 26 (Arr. R. Pichon)
– Kanon „Nascoso è il mio sol“, KV 557 (Arr. R. Pichon & V. Manac’h)
– Konzertarie „Misero! O sogno“, KV 431
– Offertorium „Misericordias Domini“, KV 222
– „Thamos, König in Ägypten“, KV 345
Aufzeichnung vom 17. August 2024 aus der Felsenreitschule, Salzburg.

Sonntag, 19.04. / 22:55 Uhr / Gregory Peck – Filmstar und Gentleman
Dokumentation, Frankreich, 2022, ARTE F        52 Min.
Regie: Grégory Maitre
Online verfügbar von 12/04/2026 bis 11/01/2027

Gregory Peck gehörte zu den herausragenden Schauspielern seiner Generation, die den Film dauerhaft geprägt haben. 1953 eroberte er in „Ein Herz und eine Krone“ das Herz der Filmfigur Audrey Hepburns – und mit ihr das Publikum. Er spielte den rachsüchtigen Kapitän Ahab in „Moby Dick“ (1956) und verkörperte in „Wer die Nachtigall stört“ (1962) den Anwalt Atticus Finch, der gegen Rassismus kämpfte. Für sein Talent, seinen Stil und sein politisches Engagement wurde er gleichermaßen geschätzt.

Wie bei so vielen Schauspielern und Schauspielerinnen führt sein Weg in den Olymp der Hollywoodstars über Umwege. An der Universität in San Diego entdeckt er seine Leidenschaft für das Theater und hängt sein Studium an den Nagel. Er verlässt den Westen und reist mit neuem Namen und Lust auf Abenteuer nach New York, wo er sich völlig mittellos durchschlägt, bis ihm der Durchbruch am Broadway gelingt. Damals schwört er noch, der Bühne treu zu bleiben und nie zum Film zu gehen.

Doch schon wenige Monate später dreht er unter der Regie von Jacques Tourneur zum ersten Mal in Hollywood. Schon bald arbeitet er auch mit Alfred Hitchcock und Elia Kazan. Dabei kommen ihm seine attraktive Erscheinung, seine Intelligenz und sein subtiler Humor zugute. Schnell wird er zu einem der begehrtesten Schauspieler. Bei der Wahl seiner Rollen lässt Peck sich in seiner langen Karriere nicht selten von seinem Humanismus und Pazifismus leiten.

In der Dokumentation, die mit vielen Filmausschnitten an die beeindruckende, lange Karriere Pecks erinnert, geht es auch um den Privatmann Gregory Peck: sein politisches Engagement, seine beiden Ehen, seine Freundschaften und die – wie er es sagte – „Tragödie seines Lebens“.

Sonntag, 19.04. / 23:50 Uhr / Ivry Gitlis – Von der Kunst (k)ein Geiger zu sein
Dokumentation, Deutschland, 2025, WDR        53 Min.
Regie: Gaï Tordjman
Online verfügbar von 09/04/2026 bis 16/10/2026
Erstausstrahlung

Geboren in Haifa und ausgebildet in Paris und London, verkörperte Ivry Gitlis (1922-2020) die große klassische Tradition und sprengte gleichzeitig unermüdlich deren Grenzen. Der Geiger trat mit fast allen großen Orchestern der Welt auf und arbeitete mit Künstlern verschiedener Genres und Generationen zusammen. Fest in der Tradition verwurzelt und zugleich zutiefst modern, lehnte er Konventionen zugunsten von Instinkt, Risiko und absoluter künstlerischer Freiheit ab.

Hinter seiner grenzenlosen Energie und seiner schelmischen Freude verbirgt sich jedoch eine innere Zerrissenheit, die mit einem sagenumwobenen Konzert zusammenhängt, das das Ende seiner klassischen Karriere markierte und ihn mit einer quälenden Frage zurückließ: „Wofür werde ich bestraft?“

Über einen Zeitraum von fünf Jahren, noch zu Ivry Gitlis Lebzeiten, bekommt der junge Filmemacher Gaï Tordjman, der ihn als Nachbar kennenlernt, einen einzigartigen Zugang zu seiner Welt und sammelt dabei mehr als 120 Stunden Filmmaterial: intime Gespräche, seltenes Archivmaterial, persönliche Voicemail-Nachrichten und Aussagen von Freunden, Kollegen und Bewunderern. Changierend zwischen den Materialien aus der Vergangenheit und der Reflektion in der Gegenwart fächert sich die Vielschichtigkeit von Ivrys Persönlichkeit eindrucksvoll auf.

Für den jungen Filmemacher Tordjman wird die Begegnung mit Gitlis zu einem entscheidenden Wendepunkt. Durch diese einzigartige Freundschaft und den Entstehungsprozess des Films wächst er zu dem Regisseur heran, der er sein will, und erfüllt sein Versprechen, Ivrys Vermächtnis zu ehren.

Die Dokumentation porträtiert nicht nur einen freigeistigen Musiker, sondern ist zugleich eine Coming-of-Age-Geschichte, die sich universellen Themen wie Freundschaft, dem Preis der Freiheit und dem Streben nach künstlerischer Unsterblichkeit widmet . Entstanden ist eine lebendige filmische Hommage an die Musik, die Erinnerung und die Kunst, (k)ein Geiger zu sein.

Montag, 19.04. / 01:25 Uhr / Der Schauspieler Ulrich Tukur ~ Träumer und Suchender
Dokumentation, Deutschland, 2019, NDR        53 Min.
Regie: Eva Gerberding
Online verfügbar von 20/04/2026 bis 19/07/2026

Für das filmische Porträt ließ sich Ulrich Tukur durch Deutschland, Frankreich, Italien und Griechenland begleiten. Der private Zugang zu ihm ermöglicht einen sehr persönlichen Blick hinter den Show-Menschen. Offen spricht er über sein von vielen Umbrüchen begleitetes Leben, sein „Scheitern“ als Familienmensch und seinen ersten Roman „Der Ursprung der Welt“, der im Herbst 2019 zur Frankfurter Buchmesse erschien. Außerdem lässt er sich an zwei Filmsets beobachten: in Hamburg, wo er die Beziehungskomödie „Und wer nimmt den Hund?“ mit dem Regisseur Rainer Kaufmann drehte, und in Athen, wo er seinen vierten Film unter der Regie von Constantin Costa-Gavras machte.

Tukur ist eine Ausnahmepersönlichkeit und ein Allroundtalent. Er schauspielert, singt, spielt Klavier und Akkordeon, schreibt und kann sehr überzeugend auch das Böse darstellen. Als Sohn eines Ingenieurs und einer Lehrerin wuchs er eher konservativ auf. Er galt als Enfant terrible der Familie, wollte keine klassischen Stücke auf dem Klavier spielen, sondern lieber Jazz. Er brach das Germanistikstudium in Tübingen ab, erwies sich auf der Schauspielschule in Stuttgart als unbegabt, bis er von Michael Verhoeven für den Film „Die weiße Rose“ (1982) entdeckt wurde. Danach kam Peter Zadek und machte ihn zum Star auf der Bühne.

Der Schauspieler liebt den Wandel, die Bewegung und die Rastlosigkeit. Trotz seiner Erfolge auf der Bühne spielt er nicht mehr Theater: „Ich habe den Kontakt zum Theater weitgehend verloren, seit dieses Schrei- und Konzepttheater losging.“ Auf der Bühne steht er nur noch als Musiker mit seinen Rhythmus-Boys: „Am meisten Spaß hat mir immer Musik gemacht, wenn es dann groovt und swingt und zusammengeht. Das ist einfach toll!“, schwärmt Tukur über die Musik mit seiner Boygroup.

Dienstag, 21.04. / 02:00 Uhr / Hayato Sumino spielt Chopin, Ravel & Brahms
Nippon Budokan Hall, Tokyo
Musik, Deutschland, 2024, ZDF        61 Min.
Regie: Tomoo Ichimura
Fernsehregie: Tomoo Ichimura
Komponist: Wolfgang Amadeus Mozart, Frédéric Chopin, Franz Liszt, Hayato Sumino, Johann Sebastian Bach
Mit: Hayato Sumino (Klavier)
Online verfügbar von 29/03/2026 bis 27/06/2026
Wiederholung vom 29.03.2026

Freitag, 24.04. / 23:15 Uhr / The Kooks
Columbia Theater, Berlin
Musik, Deutschland, 2026, ZDF        59 Min.
Regie: Florian Breuer
Online verfügbar von 07/03/2026 bis 05/06/2027
Erstausstrahlung

2025 zeigte ARTE im Rahmen der Berlinale-Party das Livekonzert von Tocotronic im bis auf den letzten Platz gefüllten Columbia Theater. Die deutschen Indie-Pioniere stellten ihr neues Album Golden Years vor, große Hits wie Freiburg, Let There Be Rock und Drüben auf dem Hügel fanden dennoch ihren Weg auf die Setlist und ließen Fanherzen höherschlagen.

Auch 2026 wird die ARTE-Berlinale-Party wieder fester Bestandteil des Filmfestivals. Diesmal kündigt sich internationaler Besuch im Columbia Theater an. The Kooks aus Brighton befinden sich im 21. Bandjahr und schaffen das, was den meisten Rockbands über derart lange Strecken nicht gelingen will: relevant bleiben. Die neue Platte Never/Know holt sich die drittbeste UK-Chartplatzierung der Bandgeschichte. Bereits mit ihrem Debütalbum Inside In/Inside Out gelang ihnen der große internationale Durchbruch: Hits wie Naive, She Moves in Her Own Way und Ooh La prägten Mitte der 2000er die weltweite Indie-Szene und verhalfen dem Tonträger zu Platinauszeichnungen. Der Nachfolger Konk landete direkt auf Platz 1 der UK-Charts, aber auch die nächsten Werke Junk of the Heart und Listen festigten den Status der Band immer weiter. Ihr Sound: wandelbar von eingängigen Gitarren-Hooks bis hin zu funkigen Pop-Elementen. Kein Wunder also, dass zu ihren prominenten Fans unter anderem die Rolling Stones zählen. Weltweite Tourneen, festivaltaugliche Hymnen und mehr als drei Milliarden Streams machen The Kooks heute zu einer der prägenden Indie-Bands ihrer Generation. Hier gibt es die Highlights der Show aus dem Columbia Theater.

Aufzeichnung vom 15. Februar 2026 im Columbia Theater, Berlin, Deutschland.

Freitag, 24.04. / 00:20 Uhr / Jeder Ton zählt – Die Monheim Triennale
Dokumentarfilm, Deutschland, 2025, ZDF        80 Min.
Regie: Mika Kaurismäki
Online verfügbar von 24/04/2026 bis 21/10/2026
Erstausstrahlung

Monheim: Eine Kleinstadt gelegen zwischen Düsseldorf und Köln mit romantischem Rheinblick in der einen und Blick auf die Industrieanlagen von Leverkusen in der anderen Richtung. Ein Ort zwischen den Orten und womöglich genau deshalb ideal für diese einmalige Veranstaltung, bei der internationale Musikerinnen und Musiker von Weltrang aufeinandertreffen, um frei von Genre und Vorgaben miteinander zu spielen.

Wie findet man zu echter Kommunikation, zu einem neuen Zusammenklang? Welche Traditionen und Konventionen muss man dabei hinter sich lassen? Jenseits aller Theorie dokumentiert der Film die Annäherung der Musikerinnen und Musiker – allesamt Meisterinnen und Meister ihres Fachs – mit ihren verschiedenen Klangsprachen, die von Klassik über freie Improvisation bis Techno reichen.

Filmemacher Mika Kaurismäki tauchte im Frühsommer 2024 in das mehrtägige, durchaus quirlige Geschehen ein. Als Hauptort diente ein Schiff, das im Rhein vor Anker lag. Die Stadt Monheim und ihre Bewohnerinnen und Bewohner wurden ebenfalls in das Projekt eingebunden. Eine Sonderrolle im Film nimmt Shahzad Ismaily ein, einer der weltweit gefragtesten Musiker im weiten Feld zwischen Jazz, Folk und Rock, dessen kommunikative Art die Musikerinnen und Musiker wie auch das Publikum vor Ort und vor dem Bildschirm ins Geschehen holt.

Freitag, 24.04. / 03:45 Uhr / Bilder allein zuhaus ~ Mona Lisa, Leonardo da Vinci – Fanpost
Serie, Frankreich, 2021, ARTE F        2 Min.
Regie: Gérard Pautonnier
Online verfügbar von 31/08/2021 bis 22/06/2026

Heute wird Mona Lisa mit der Schattenseite ihres Ruhmes konfrontiert: der Fanpost. Ihr Konservator Vincent versucht, sie zu motivieren, doch Mona Lisa hat keine Lust, die vielen Briefe zu beantworten. Das Leben als Star kann eben auch anstrengend sein …

„Bilder allein zuhaus“ nimmt Meisterwerke der Malerei humorvoll unter die Lupe. Von Leonardo da Vincis „Mona Lisa“ bis hin zu Boteros „Bailarines“ werden in der 30-teiligen dritten Staffel der Kurzfilmserie Gemälde von Schauspielerinnen und Schauspielern zum Leben erweckt, die bei einem aufwendigen Casting wegen ihrer Ähnlichkeit mit den gemalten Figuren ausgewählt wurden. Auch Dekor und Kostüme sind dem jeweiligen Bildmotiv sorgfältig nachempfunden. Die sehr witzigen Dialoge spielen dabei mit dem Zeitgeist und vermitteln nebenbei Wissenswertes über die Geschichte der Gemälde.


Regelmäßige Sendungen mit kulturellen Themen auf arte sind zudem:
Stadt, Land, Kunst (Mo. – Fr. 13 Uhr) und TWIST

Diese Übersicht wird stets mehrere Wochen vor den jeweiligen Sendeterminen erstellt.
Aktuelle Programmänderungen sind meist nicht berücksichtigt. Diese finden sich auf arte.tv.