TV-Tipps arte

arte und 3sat übertragen in ihren umfangreichen Programmen regelmäßig Dokumentationen über Künstler und Kulturereignisse, dazu Konzerte (von Klassik über Pop & Rock bis Heavy Metal), Musicalfilme, Opern-, Tanz- und Theatervorstellungen.
Diese Seite informiert über bevorstehende interessante Ausstrahlungstermine auf arte aus dem Kulturbereich.


Programmwoche 29:

Samstag, 13.07. / 22:25 Uhr / Giacomo Puccini: Madama Butterfly
Festival d’Aix-en-Provence
Musik, Frankreich, 2024, ARTE F 175 Min.
Regie: Philippe Beziat
Komponist: Giacomo Puccini
Inszenierung: Andrea Breth
Dirigent: Daniele Rustioni
Orchester: Orchester der Opéra de Lyon
Chor: Chor der Opéra de Lyon
Libretto: Luigi Illica, Giuseppe Giacosa
Bühnenbild / Ausstattung / Bauten: Raimund Orfeo Voigt
Kostüme: Ursula Renzenbrink
Licht: Alexander Koppelmann
Dramaturgie: Klaus Bertisch
Moderation: Saskia de Ville

Mit: Ermonela Jaho (Cio-Cio-San), Adam Smith (B. F. Pinkerton), Mihoko Fujimura (Suzuki), Lionel Lhote (Sharpless), Carlo Bosi (Goro), Inho Jeong (Lo Zio Bonzo), Kristofer Lundin (Fürst Yamadori), Albane Carrère (Kate Pinkerton), Kristján Jóhannesson (Kaiserlicher Kommissar)

Erstausstrahlung

Nagasaki, um 1900: Die Geisha Cio-Cio-San, „Madame Butterfly“, heiratet den dort stationierten US-Marineleutnant Pinkerton, doch er lässt sie schwanger zurück. Drei Jahre lang gibt sie die Hoffnung auf seine Rückkehr nicht auf. Doch Pinkerton hat wieder geheiratet und möchte nur den gemeinsamen Sohn zu sich holen. Andrea Breth inszeniert die Tragödie anlässlich des 100. Todestages von Giacomo Puccini auf dem Opernfestival in Aix-en-Provence.

„Madama Butterfly“ schildert das traurige Schicksal der jungen Geisha Cio-Cio-San. Voller Begeisterung heiratet sie den US-amerikanischen Marineleutnant Pinkerton. Dieser ist allerdings in Japan nur stationiert und nimmt sein Eheversprechen nicht ernst. Er lässt die schwangere Cio-Cio-San zurück. Drei Jahre später hat sie sich noch immer nicht von der Hoffnung auf ein gemeinsames Leben verabschiedet, doch als Pinkerton tatsächlich zurückkehrt, hat er eine Amerikanerin geheiratet und möchte lediglich seinen Sohn abholen. Cio-Cio-San überlässt ihm das Kind und sich selbst dem Tod.

2019 hielt Puccini mit „Tosca“ seinen Einzug ins Programm des Opernfestivals in Aix-en-Provence. Zum 100. Todestag des Komponisten zeigt das Festival dieses Jahr seine „japanische Tragödie“. Regie führt Andrea Breth, die sich in rund 40 Jahren als feste Größe in der deutschsprachigen Opernszene etabliert hat.

Als eine seiner bekanntesten Opern spiegelt „Madama Butterfly“ Puccinis künstlerische Handschrift wider, raffiniert orchestriert sticht sie durch leuchtende Lyrik hervor. Die ergreifende Musik sowie die filmische Dramaturgie, die fernsehgerechte Ästhetik und die hochkarätige Besetzung machen diese Neuinszenierung zu einem gelungenen Opernerlebnis.

Daniele Rustioni übernahm die musikalische Leitung und in der Hauptrolle glänzt die albanische Sopranistin Ermonela Jaho, die bereits in den Rollen der Liù („Turandot“), Mimì („La Bohème“), Angelica („Suor Angelica“), Magda („La rondine“) und Anna („Le villi“) überzeugte und ihre Madame Butterfly auf die großen Bühnen von New York, Paris und London trug. Als amerikanischer Leutnant steht ihr der Tenor Adam Smith zur Seite.

Sonntag, 14.07. / 15:10 Uhr / Simon & Garfunkel: Traumwandler des Pop
Dokumentation, USA, 2011, ARTE 53 Min.
Regie: Jennifer Lebeau
Online verfügbar von 12/06/2024 bis 17/09/2024
Wiederholung vom 19.06.2024

Sonntag, 14.07. / 16:05 Uhr / Queen – „We Are The Champions“
Dokumentation, Deutschland, 2024, ARTEFFL 52 Min.
Regie: Hannes Rossacher
Online verfügbar von 07/07/2024 bis 07/07/2027
Wiederholung vom 07.07.2024

Sonntag, 14.07. / 16:55 Uhr / Frans Hals – Maler des Lachens
Dokumentation, Deutschland, 2024, ZDF 52 Min.
Regie: Frauke Schlieckau
Online verfügbar von 14/07/2024 bis 12/10/2024
Erstausstrahlung

Frans Hals gehört neben Rembrandt und Vermeer zu den Schlüsselfiguren der niederländischen Kunst des 17. Jahrhunderts. Doch im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen, die eher düstere oder nachdenkliche Bilder malten, hatte sich der Haarlemer Künstler ganz der Freude verschrieben.

Frans Hals malte Menschen, die ihre Lebenslust kaum verbergen können, und das in einer Zeit, in der es verpönt war, Zähne zu zeigen. Seine Gemälde sind bevölkert von Frauen, Männern und Kindern, die versonnen lächeln, verschmitzt grinsen oder ihre Fröhlichkeit geradezu herausbrüllen. Ein Novum in der Kunstgeschichte.

Dabei gelang dem Maler das scheinbar Unmögliche: den kurzen Moment einzufangen, in dem ein ernster Gesichtsausdruck in ein Lächeln übergeht. Ein Bild in Bewegung, ein Schnappschuss in Öl. Und so wirkt der Maler auch in der heutigen Zeit überraschend aktuell.

Die Bilder sind umso bemerkenswerter, da Frans Hals in seinem eigenen Leben wenig zu lachen hatte. Seine erste Frau starb früh, mehrere Kinder starben und er scheint an der Grenze zur Armut gelebt zu haben. Für den amerikanischen Autoren Benjamin Moser sind die Gemälde von Frans Hals „eine Schutzimpfung aus Freude in derzeit dunklen Zeiten“. Was sagen die lebensbejahenden Bilder über das Verhältnis der damaligen Gesellschaft zum Lachen aus? Was verraten sie über die Bedeutung des Affekts für uns heute?

Die Dokumentation begleitet die Kuratorinnen der Berliner Gemäldegalerie und ihre Kollegen vom Amsterdamer Rijksmuseum bei den Vorbereitungen und der Installation für eine große Frans-Hals-Ausstellung und erkundet die Rolle, die das Lachen in der Kunst von Frans Hals und in unserem Leben heute spielt.

Sonntag, 14.07. / 17:50 Uhr / Daniil Trifonov spielt Mozart ~ Klavierkonzert Nr. 25 C-Dur
Musik, Deutschland, 2021, ZDF 44 Min.
Regie: Tilo Krause
Komponist: Wolfgang Amadeus Mozart, Samuel Barber
Dirigent: Andris Nelsons
Orchester: Gewandhausorchester
Mit: Daniil Trifonov (Klavier)
Online verfügbar von 13/07/2024 bis 28/08/2024

Daniil Trifonov, der faszinierende Alleskönner unter den jungen, großen Tastenkünstlern, ist ohne Zweifel einer der spannendsten Pianisten der aktuellen Klassikszene. Wie er in seinem Spiel höchste Virtuosität mit sensibler musikalischer Gestaltung verbindet, verblüfft und begeistert sogar große Kollegen wie Martha Argerich und Alfred Brendel.

Auch wenn die Pandemie weiterhin flächendeckend das kulturelle Leben lähmt: Das Gewandhausorchester Leipzig unter der Leitung seines lettischen Chefdirigenten Andris Nelsons setzt mit diesem Konzert ein Zeichen und demonstriert die begeisternde Kraft klassischer Musik.

Nach dem meditativen „Adagio for strings“ von Samuel Barber setzt das kraftvoll-virtuose Mozart‘sche Klavierkonzert Nr. 25 einen hoffnungsfrohen Kontrapunkt – und verspricht ein Musikerlebnis von besonderer Klasse.

Mozarts Konzert in C-Dur KV 503 ist das letzte von Mozarts großen „Wiener Konzerten“, ein hochemotionales Werk, in dem Orchester, Dirigent und Solist die ganze Palette der musikalischen Gestaltung ausleben können.

Sonntag, 14.07. / 22:05 Uhr / Sigourney Weaver – Actionheldin und Stil-Ikone
Dokumentation, Deutschland, USA, 2024, RB 53 Min.
Regie: Bärbel Merseburger-Sill
Online verfügbar von 05/06/2024 bis 05/06/2027
Wiederholung vom 05.06.2024

Sonntag, 14.07. / 00:30 Uhr / Uhrwerk Orange
(A Clockwork Orange)
Spielfilm, Großbritannien, USA, 1971, ZDF 131 Min.
Regie: Stanley Kubrick
Drehbuch: Stanley Kubrick
Autor:in: Anthony Burgess
Produktion: Warner Bros., Polaris Productions, Hawk Films, Max L. Raab Productions, Si Litvinoff Film Production
Produzent: Stanley Kubrick
Kamera: John Alcott
Schnitt: Bill Butler
Musik: Walter Carlos

Mit: Malcolm McDowell (Alex), Patrick Magee (Mr. Alexander), Warren Clarke (Dim), John Clive (Schauspieler), Adrienne Corri (Mrs. Alexander), Carl Duering (Dr. Brodsky), David Prowse (Julian), James Marcus (Georgie)
Wiederholung vom 01.07.2024

Sonntag, 14.07. / 02:40 Uhr / Barenboim dirigiert Beethovens Symphonie Nr. 5 und Nr. 6
Aus der Staatsoper Unter den Linden
Musik, Deutschland, 2020, ZDF 79 Min.
Regie: Henning Kasten
Komponist: Ludwig van Beethoven
Dirigent: Daniel Barenboim
Orchester: Staatskapelle Berlin
Online verfügbar von 13/07/2024 bis 31/08/2024

„Alles, was noch entstehen oder erfunden wird, ist schon in Beethovens Musik enthalten.“ Diese Einschätzung stammt von einem der besten Beethoven-Dirigenten unserer Tage: Daniel Barenboim. Unter seiner Leitung spielt die Staatskapelle Berlin die Symphonien Nr. 5 und Nr. 6.

Beethovens Musik hat schon in vielen Menschheitskrisen Orientierung und Halt gegeben, und besonders seine Symphonien zeigen, was ihn als Wegbereiter der musikalischen Romantik ausmacht.

Die 5. Symphonie gehört zu den populärsten Stücken der klassischen Musik. Ausdrucksstark und mitreißend wird sie gerne als „Schicksalssymphonie“ bezeichnet – der ewige menschliche Schicksalskampf, von Leid und Erlösung, Niederlage und Triumph. So wie Beethoven in dieser Schaffensphase mit seiner Schwerhörigkeit gekämpft hatte. Der Komponist schrieb vergleichsweise lange an dieser Symphonie; begonnen hatte er schon 1803. Zu den bekannten ersten Takten mit ihrem zwingenden Charakter sagte Beethoven einst: „So pocht das Schicksal an die Pforte!“ Dieser Anfang zieht bis heute die Hörer sofort in ihren Bann.

Die Symphonie Nr. 6 wird gerne als unbeschwertes Meisterwerk bezeichnet. Von 1806 bis 1808, etwa zeitgleich mit der gewaltigen Fünften, komponierte Ludwig van Beethoven ein entgegengesetztes Werk. Die Pastorale entführt den Zuhörer in fünf poetischen Bildern in ein verklanglichtes Landleben, das den großen Symphoniker einmal von einer ungewohnt heiteren Seite zeigt.

Die Staatskapelle Berlin ist eines der ältesten und angesehensten Orchester weltweit. Sie feierte 2020 ihr 450-jähriges Jubiläum. Seit 1991 leitet Daniel Barenboim die Staatskapelle Berlin. Bereits im Jahr 2000 wurde er als Dirigent auf Lebenszeit gewählt. Immer wieder entscheidet er sich für den Komponisten Ludwig van Beethoven, mit dessen Werken sich die Staatskapelle schon seit 1816 intensiv und kontinuierlich beschäftigt.

Mittwoch, 17.07. / 22:00 Uhr / Céline Dion – Aufstieg einer Diva
Dokumentation: Summer of Champions
Dokumentation, Schweiz, 2024, ARTESSR 52 Min.
Regie: Noël Tortajada, Vincent Gonon
Online verfügbar von 10/07/2024 bis 15/09/2024
Erstausstrahlung

Auf den ersten Blick ist es eine kleine Anekdote in der großen Karriere von Weltstar Céline Dion: 1988 trat die Kanadierin für die Schweiz bei einem denkwürdigen Eurovision Song Contest in Dublin an – und gewann. Bekannt als Pop-Diva und gefeiert für ihr Album „Falling Into You“ sowie Balladen aus den Soundtracks von „Titanic“ und „Die Schöne und das Biest“, hat sie seit ihrem Erfolg in Dublin eine enorme Entwicklung durchlaufen. Die Dokumentation blickt hinter die Kulissen dieses Siegs, mit dem der jungen kanadischen Sängerin der internationale Durchbruch gelang.

Céline Dion ist eine der berühmtesten Diven der Popmusik und fünffache Grammy-Gewinnerin. Ihre Aufnahme von „My Heart Will Go on“ für den Blockbuster „Titanic“ war ein Welterfolg, und auch für den Titelsong für „The Beauty And the Beast“ erhielt sie einen Oscar. Damit gelang ihr Anfang der 90er Jahre der Durchbruch in den USA.

Zuvor hatte sie 1988 den Eurovision Song Contest für die Schweiz gewonnen, obwohl sie selbst aus Québec stammt, wo sie bereits mit 20 französischsprachigen Alben bekannt war. Was heute wie ein skurriler Fun Fact klingt, verrät viel über Dions Karriere und ihre 40-jährige Beziehung zu ihrem Manager und Ehemann René Angélil.

Beim ESC in Dublin entdeckten 600 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer die junge Sängerin, und Céline Dion entwickelte sich vom jungen Mädchen mit altmodischem Look und schiefen Zähnen zu einem zielstrebigen Popstar. Im Jahr 2007 landete sie auf der Forbes-Liste hinter Madonna und Barbara Streisand und ihr fünfjähriger Aufenthalt in Las Vegas brachte ihr 400 Millionen Dollar ein.

Gleichzeitig betonte sie als Jüngste von 14 Geschwistern immer, dass ihr Familienleben wichtiger sei als das Singen. Die Dokumentation blickt mit viel Humor und Empathie zurück auf den legendären Eurovision Song Contest, den Céline Dion in einem spannenden Finale für sich entschied, und zeigt, wie ihr Auftritt für die Schweiz den Grundstein für ihre Weltkarriere legte.

Mittwoch, 17.07. / 22:55 Uhr / Céline Dion: Taking Chances World Tour
Dokumentation: Summer of Champions
Musik, Großbritannien, 2022, ZDF 102 Min.
Regie: Jean Lamoureux
Online verfügbar von 10/07/2024 bis 15/10/2024

Mehr als drei Millionen Fans in 93 Städten besuchten 2008 Celine Dions rekordverdächtige Taking Chances World Tour – die erste Tournee des kanadischen Megastars nach fünf Jahren. Von März 2003 bis Dezember 2007 trat Dion exklusiv im Hotel Caesars Palace in Las Vegas auf. Wer die Sängerin live erleben wollte, kam an einem Ticket in die Casino-Metropole lange Zeit nicht vorbei. Umso ekstatischer waren Fans weltweit, als Dion 2007 ihre bevorstehende Welttournee ankündigte – mit Stopps in Afrika, Asien, Australien, Europa und Nordamerika.

ARTE zeigt einen Mitschnitt der Tour, gefilmt in Boston und Montréal. Mit Hits wie „My Heart Will Go on“ und „I Drove All Night“.

Celine Dions Taking Chances World Tour zählt zu den umsatzstärksten Tourneen der 2000er. Nachdem die Sängerin fünf Jahre lang ausschließlich im Caesars Palace in Las Vegas aufgetreten war, ging sie 2008 erstmals wieder auf Tour. Ein Segen für Fans weltweit: Mehr als drei Millionen Menschen in Afrika, Asien, Australien, Europa und Nordamerika besuchten die langersehnte Welttournee des kanadischen Megastars.

Der Konzertmitschnitt „Celine Dion: Taking Chances World Tour“, gefilmt in Boston und Montréal, zeigt in mehr als 100 Minuten über 20 Songs der Ausnahmesängerin. Zusammen mit Musikerinnen und Musikern sowie einem Tanzensemble performt Dion neben eigenen Hits auch Interpretationen von Klassikern der Pop- und Rockgeschichte – darunter Queens „We Will Rock You“, „The Show Must Go on“ und James Browns „It’s a Man’s Man’s Man’s World“.

Jahrhundertstimme trifft auf Showtalent: Vom energiegeladenen Eröffnungstitel „I Drove All Night“ bis zur emotionalen Schlussballade „My Heart Will Go on“ gibt sich Céline Dion ganz der Musik und ihrem Publikum hin – ein Muss für alle Fans.

Mittwoch, 17.07. / 01:00 Uhr / Lilly Wood and the Prick im Pariser Olympia
Musik, Frankreich, 2022, ARTE F 76 Min.
Regie: Adeline Chahin
Online verfügbar von 03/06/2022 bis 30/05/2024

Die Jahre vergehen, das Mitteilungsbedürfnis von Lilly Wood and the Prick bleibt bestehen. Bester Beweis: das 2021 erschienene Album „Most Anything“. Auch auf ihrer vierten Platte bleibt Sängerin Nili Hadida ihren feministischen und humanistischen Überzeugungen treu. Gemeinsam mit Weggefährte Benjamin Cotto präsentiert sie im Pariser Olympia neue Songs zwischen Melancholie und Fröhlichkeit, Rebellion und Meditation. Ein Album, das vielen Richtungen folgt und stilistisch doch seinen ganz eigenen Weg geht.

Lilly Wood and the Prick sind wieder da, und das muss – zusammen mit dem Release ihres Albums „Most Anything“ – gebührend gefeiert werden. Für diesen Anlass hat sich das französische Erfolgsduo keine geringere Location als das Pariser Olympia ausgesucht. Auf der Bühne des legendären Konzertsaals präsentieren Sängerin Nili Hadida und Gitarrist Benjamin Cotto neue Songs und altbekannte Hits – von melancholischen Balladen über tanzbaren Elektropop bis zu akustischen Ohrwürmern.

Erste Bekanntheit erlangten Lilly Wood and the Prick 2011 mit ihrem Song „Down the Drain“. 2014 folgte der internationale Durchbruch: Robin Schulzes Remix ihres Songs „Prayer in C“ stürmte die europäischen Charts. Mit ihrer Mischung aus Pop, Folk, Soul und Elektro schöpfen Nili Hadida und Benjamin Cotto aus einer emotionalen Bandbreite zwischen Melancholie und Fröhlichkeit, Rebellion und Meditation. Auch wenn die beiden in den letzten Jahren musikalisch gereift sind, verbindet die franko-israelische Sängerin und den Pariser Musiker noch immer eine beeindruckende künstlerische Chemie.

Freitag, 19.07. / 00:05 Uhr / Hellfest 2024
Musik, Frankreich, 2024, ARTE F 70 Min.
Regie: DIVERS
Erstausstrahlung


Programmwoche 30:

Samstag, 20.07. / 05:25 Uhr / Céline Dion: Taking Chances World Tour
Musik, Großbritannien, 2022, ZDF 102 Min.
Regie: Jean Lamoureux
Online verfügbar von 10/07/2024 bis 15/10/2024
Wiederholung vom 17.07.2024

Sonntag, 21.07. / 16:40 Uhr / Sarah Bernhardt – Pionierin des Showbusiness
Dokumentation, Frankreich, 2022, ARTE F 53 Min.
Regie: Aurine Crémieu
Autor:in: Aurine Cremieu
Produktion: BONNE PIOCHE TELEVISION
Produzent: Anne-Séverine Des Longchamps
Online verfügbar von 14/07/2024 bis 20/08/2024

Ob als berühmte französische Schauspielerin des 19. Jahrhunderts und der Belle Époque, Malerin, Bildhauerin oder Geschäftsfrau: Sarah Bernhardt (1844-1923) erfand sich ständig neu. Sie galt als äußerst exzentrisch: Es heißt, sie habe in einem Sarg geschlafen und zahlreiche Liebhaber gehabt. Als man ihr das rechte Bein amputierte, soll sie während der Operation die Marseillaise gesungen haben. Zu einem Leben außerhalb der Norm bestimmt, brach „la divine Sarah“, wie man sie in Frankreich nannte, alle Theaterregeln des 19. Jahrhunderts und ebnete so den Künstlern des 20. Jahrhunderts neue Wege. Fest steht, dass sie einer der ersten Weltstars war: Am Trauerzug zum Pariser Friedhof Père Lachaise nach ihrem Tod im Jahr 1923 nahmen 600.000 Menschen teil.

In Frankreich gefeiert als „la voix d’or“, „die goldene Stimme“, oder „la divine“, „die Göttliche“: Am 26. März 1923 verstarb die berühmte französische Schauspielerin Sarah Bernhardt. Von ihrer Mutter, einer Pariser Kurtisane, wurde sie als Kind ins Kloster geschickt. Den Grundstein für ihre Karriere legte schließlich ein betuchter Gönner und Liebhaber ihrer Mutter, Duc de Morny, ein Halbbruder Napoleons III. Er schickte sie als 15-Jährige aufs Konservatorium. Es folgten erste Hauptrollen bei der Comédie-Française und am Théâtre de l’Odéon.

Ihre Begabung für emotionales Schauspiel gab ihr die Möglichkeit, als große Darstellerin in klassischen französischen Dramen ebenso wie in modernen Gesellschaftsstücken zu überzeugen. Sie hatte umjubelte Auftritte als Phädra in der gleichnamigen Tragödie von Jean Racine, aber auch in den romantischen Dramen „Ruy Blas“ und als Doña Sol in „Hernani“ von Victor Hugo. Bewundert und bestaunt wurde ihre Präsentation von Männerrollen. So spielte sie etwa 1899 den Hamlet. Die zentrale Rolle ihres Lebens war jedoch die Kameliendame. Sarah Bernhardt spielte diese Rolle von Alexandre Dumas dem Jüngeren ab 1880 immer wieder, bis ins hohe Alter.

Doch mit der Bewunderung nahm auch die Kritik zu. So wurden ihr Launenhaftigkeit und ein Leben im Luxus vorgeworfen: Sie beherbergte in ihrer Wohnung eine fantastische Menagerie, in der sie exotische Tiere hielt. Außerdem kaufte sie sich ein Atelier, um auch als Malerin und Bildhauerin zu arbeiten. Trotz Kritik und Rückschlägen leitete sie in ihrer Heimatstadt Paris letztendlich mehrere Theater, an denen sie auch auftrat: von 1893 bis 1899 das Théâtre de la Renaissance und ab 1899 das ehemalige Théâtre des Nations, das sie in Théâtre Sarah-Bernhardt umbenannte und bis zu ihrem Tod leitete – das heutige Théâtre de la Ville.

Vom Publikum gefeiert, begab sie sich ab 1880 auf ausgedehnte Gastspielreisen in die großen ptstädte der Welt – darunter New York, Chicago, Sydney, Toronto, Buenos Aires. Auftritte in Deutschland lehnte sie wegen der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und Deutschland ab. Mit ihren ausverkauften Vorstellungen verdiente sie ein Vermögen. Sarah Bernhardt war eine der berühmtesten Schauspielerinnen ihrer Zeit und einer der ersten Weltstars überhaupt.

Sonntag, 21.07. / 17:35 Uhr / Eden – Joyce DiDonato singt in Olympia
Musik, Deutschland, 2024, ZDF 60 Min.
Regie: Olivier Simonnet
Dirigent: Maxim Emelyanychev
Orchester: Il Pomo d’Oro
Mit: Joyce DiDonato (Mezzosopran)
Erstausstrahlung

Opernstar Joyce DiDonato inmitten blühender Haine an einem historischen Ort: Der stimmungsvolle Musikfilm wurde im Frühjahr 2024 in Olympia in Griechenland gedreht. Zur Musik von Gluck und Händel bis Mahler und Ives reflektieren Musik und Handlung das Verhältnis des Menschen zur Natur. Mit dabei: das Orchester Il Pomo d’Oro und drei internationale Kinderchöre.

Der Garten Eden: biblischer Ort, Chiffre für die Einheit von Mensch und Natur sowie Titelgeber für das aufwendig gefilmte Konzertprogramm, das Joyce DiDonato mit dem Ensemble Pomo d’Oro und mehren Kinderchören in und um das griechische Olympia herum eigens für die Kamera präsentiert. Die filmische Umsetzung des bereits weltweit als Bühnenproduktion aufgeführten Performance-Konzerts verbindet die Zeitlosigkeit barocker und klassischer Musik mit der Emblematik des historischen Olympia: Als Geburtsstätte der Olympischen Spiele steht Olympia für Werte wie Freundschaft, Exzellenz und gegenseitigen Respekt. Die Musik umfasst Kompositionen klassischer Musik, die sich mit dem Verhältnis von Mensch und (Um)Welt auseinandersetzen, und spannt einen Bogen vom Barock in die Gegenwart, von Gluck und Händel zu Mahler, Ives und Portman. Das Programm folgt dabei dem Lauf des Tages, von der Morgenstimmung über die Nacht zum nächsten Tagesanbruch. Durch das musikalische Programm zieht sich eine allegorische Spielhandlung mit den Musikerinnen und Musikern als Darstellern: „Eden“ mit seinem Star Joyce DiDonato bietet hochwertige Unterhaltung mit einem ernsten Twist, der als Aufruf an die Verantwortung des Menschen zu verstehen ist.

Sonntag, 21.07. / 00:15 Uhr / Alban Berg: Wozzeck
Opernfestspiele Aix-en-Provence 2023
Oper, Frankreich, 2023, ARTE F 102 Min.
Regie: François Roussillon
Komponist: Alain Berg
Inszenierung: Simon McBurney
Dirigent: Sir Simon Rattle
Orchester: London Symphony Orchestra
Chorleitung: Lodewijk van der Ree, Samuel Coquard
Chor: Estonian Philharmonic Chamber Choir, Maîtrise des Bouches-du-Rhône
Libretto: Georg Büchner

Mit: Christian Gerhaher (Wozzek), Malin Byström (Marie), Thomas Blondelle (Tambourmajor), Brindley Sherratt (Doktor ), Peter Hoare (Hauptmann, Narr), Robert Lewis (Andres), Héloïse Mas (Margret), Matthieu Toulouse (Erster Handwerksbursche), Tomasz Kumięga (Zweiter Handwerksbursche)
Online verfügbar von 14/07/2024 bis 20/08/2024
Erstausstrahlung

Bei seiner dritten Arbeit für das renommierte Festival nahm sich Simon McBurney Alban Bergs Oper an. Aus der schauerlichen Handlung von „Wozzeck“ hat er eine eindrucksvolle Allegorie auf eine von Liebe, Verlangen und Tod gequälte Menschheit geschaffen. Bergs Oper war die erste atonale Oper überhaupt und prophezeite die kommende Welt – unsere Welt – und machte damit aus Wozzeck ein Sinnbild unserer Zeit. Sir Simon Rattle dirigiert bei der Neuinszenierung das London Symphony Orchestra.

Die Geschichte des Festivals d‘Aix-en-Provence wurde bereits mehrfach durch die außergewöhnliche Zusammenarbeit von Sir Simon Rattle mit den Musikerinnen und Musikern des London Symphony Orchestra und die einzigartigen Theaterarbeiten des Regisseurs Simon McBurney geprägt. Die Aufführung eines neuen „Wozzeck“ bei den südfranzösischen Musikfestspielen bringt die beiden Ausnahmekünstler nun für ein hochkarätiges Projekt im Grand Théâtre de Provence zusammen.

Das von Simon McBurney inszenierte Stück erzählt vor dem Hintergrund des sozialen Elends nach dem Ersten Weltkrieg vom Niedergang eines braven Soldaten, der – vom Krieg gebrochen und von Eifersucht zerfressen – seine Geliebte tötet.

Die Zuschauer befinden sich im Kopf von Wozzeck, dem Sündenbock eines ganzen Gesellschaftssystems und Prototyp der Armutsbevölkerung der Neuzeit. Er steht am Anfang des Stücks kurz vor dem Selbstmord und erinnert sich in einer Flut von Rückblenden an tatsächlich erlebte oder eingebildete Ereignisse, die ihn dazu gebracht haben, seine Geliebte Marie zu ermorden.

Georg Büchner zeichnet das eindringliche Porträt eines Mannes in der Frühzeit der Industrialisierung und der gnadenlosen Verdinglichung des Menschen, die in den Massengräbern des Ersten Weltkriegs ihren traurigen Höhepunkt findet.

Traumatisiert von diesem Krieg, in dem er selbst kämpfen musste, bearbeitete der österreichische Komponist Alban Berg Büchners Drama mit seinen eigenen revolutionären musikalischen Konzepten. Mit „Wozzeck“ schrieb er die erste atonale Oper überhaupt und erforschte die Technik des Sprechgesangs, die einige Jahre zuvor von seinem Mentor Arnold Schönberg erfunden worden war.

Fugen und Inventionen, Suiten und Sonaten, Rhapsodie, Militärmarsch, Wiegenlied, Passacaglia und Rondeau, Symphonie, Zwischenspiele, wagnerianische Leitmotive – die radikale und innovative Musik dieses „Wozzeck“ ist ein expressionistisches Meisterwerk, das die Zuschauer bei der Uraufführung überwältigte und die Oper direkt in die Moderne führte.

Montag, 22.07. / 20:15 Uhr / Die Blechtrommel
Schwerpunkt: ArteKino Classics
Spielfilm, Deutschland, Frankreich, 1979, ARD 155 Min.
Regie: Volker Schlöndorff
Drehbuch: Jean-Claude Carrière, Volker Schlöndorff, Franz Seitz
Autor:in: Günter Grass
Produktion: Bioskop Film, Franz Seitz Filmproduktion, Artemis Film, Hallelujah Film, GGB-14.KG, Argos Films
Produzent: Franz Seitz
Kamera: Igor Luther
Schnitt: Suzanne Baron
Musik: Maurice Jarre

Mit: Angela Winkler (Agnes Matzerath), Mario Adorf (Alfred Matzerath), David Bennent (Oskar Matzerath), Katharina Thalbach (Maria Matzerath), Daniel Olbrychski (Jan Bronski), Andréa Ferréol (Lina Greff), Heinz Bennent (Greff), Charles Aznavour (Sigismund Markus), Otto Sander (Musiker Meyn)
Online verfügbar von 22/07/2024 bis 21/08/2024

Von Geburt an ist Oskar Matzerath ein Sonderling: Im Alter von drei Jahren beschließt er, von nun an nicht mehr zu wachsen – aus Protest gegen die Erwachsenenwelt. Stattdessen schlägt er mit Inbrunst die weiß-rote Kindertrommel, die ihm seine Mutter zum Geburtstag geschenkt hat. Trommelnd und mit unglaublicher Stimmkraft bekundet Oskar Matzerath fortan sein Missfallen an dem befremdlichen Treiben der Erwachsenen, dem er sich höhnisch verweigert …Erst nach Kriegsende fasst er den Beschluss wieder zu wachsen, um mitzubestimmen. Romanverfilmung von Volker Schlöndorff.

Agnes, Tochter einer Bäuerin aus der Kaschubei, heiratet den Rheinländer Alfred Matzerath und betreibt mit ihm einen Kolonialwarenladen im Danziger Vorort Langfuhr. Doch Alfred ist nicht der einzige Mann in ihrem Leben: Sie schenkt ihre Gunst auch ihrem Vetter Jan Bronski. Als der kleine Oskar Matzerath im Spätsommer 1924 geboren wird, kommen beide Männer für die Vaterschaft in Betracht.

Der frühreife Oskar ist von Geburt an ein ungewöhnlicher Junge: Als er drei Jahre alt wird, schenkt ihm seine Mutter eine weiß-rote Trommel, die über Jahre hinweg zu Oskars engstem Begleiter wird.
Das Treiben der Erwachsenen missfällt ihm derart, dass er an besagtem Geburtstag beschließt, von Stund an keinen Fingerbreit mehr zu wachsen. Ein arrangierter Sturz von der Kellertreppe liefert dafür die vermeintliche Erklärung. Ganz unerklärlich bleibt dagegen Oskars bald darauf entdeckte Fähigkeit, mit der bloßen Kraft seiner Stimme Glas zum Zerspringen zu bringen. Schreiend und trommelnd betätigt Oskar sich fortan als Störenfried in der ungeliebten Welt spießig-gefährlicher Erwachsener: Der höhnische Zwerg bringt Nazi-Aufmärsche durcheinander und seine beiden mutmaßlichen Väter ins Grab … Romanverfilmung von Volker Schlöndorff mit Mario Adorf, Angela Winkler, David Bennent und Katharina Thalbach.

Zusatzinfo:
Als weitgehend werktreue Verfilmung des berühmten Romans von Günter Grass ist „Die Blechtrommel“ ein brillant inszeniertes, opulentes Werk voll sinnlicher Kraft. Der Film, der 1979 in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde und als erster deutscher Spielfilm 1980 einen Oscar erhielt, machte seinen nicht gerade unbekannten Regisseur über Nacht weltberühmt. Die internationale Kritik faszinierte vor allem das Spiel des jungen David Bennent, welcher – selbst kleinwüchsig – den unheimlichen Trommler Oskar verkörpert. ARTE zeigt den knapp 20 Minuten längeren Director‘s Cut.

Mittwoch, 24.07. / 22:00 Uhr / Elvis: ’68 Comeback Special
Summer of Champions
Musik, USA, 1968, ARTE 74 Min.
Regie: Steve Binder
Online verfügbar von 07/07/2024 bis 17/07/2024

Nachdem Elvis Presley in den 60er Jahren überwiegend harmlose Unterhaltungsfilme gedreht hatte, läutete er mit diesem TV-Special von 1968 sein Comeback auf der Bühne ein. Der King, ganz in schwarzes Leder gekleidet, singt seine größten Hits und zeigt sich in dieser legendär gewordenen NBC-Sendung auf der Höhe seines Erfolgs.

In den 50er Jahren war Elvis Presley der Anführer der Rock-’n’-Roll-Revolution in der Popmusik und -kultur. In den 60ern widmete er sich vor allem seiner Filmkarriere. 1968 feierte er nach über siebenjähriger Bühnenabstinenz sein Konzert-Comeback. In dieser für das Fernsehen aufgezeichneten Show singt Elvis in seinem legendären schwarzen Lederanzug allein auf der Bühne seine berühmtesten Hits und erscheint in Auftritten, die als Vorläufer der heutigen Unplugged-Sessions gelten. Zwischen zwei Songs scherzt er in vertrautem Ton mit seinen Musikerkollegen aus alten Tagen und erzählt Anekdoten. Mal sanft-verführerisch, mal wild-rockig, allein oder seinem Fanpublikum nahe zieht er seine Show ab. Musicalartig inszenierte Sequenzen zeigen ihn bei reinem Gospelgesang, als einsamen Saloon-Cowboy und zusammen mit Gangstern in einem Chicagoer Club. All das in orientalisch anmutendem, glitzerndem 70er-Jahre-Ambiente. Elvis Presley singt viele der Titel, die ihn berühmt machten: „That’s All Right“, „Heartbreak Hotel“, „One Night“, „Blue Suede Shoes”, „Are You Lonesome Tonight?“ und „Love Me Tender“. Außerdem interpretiert er Jimmy Reeds Song „Baby What You Want Me to Do“ sowie unbekanntere Stücke wie „Tryin’ to Get to You“ und „When My Blue Moon Turns to Gold Again“.

Mittwoch, 24.07. / 23:15 Uhr / Elvis & Priscilla
Summer of Champions
Dokumentation, Deutschland, 2014, ZDF 52 Min.
Regie: Annette Baumeister, Natascha Walter

„Elvis & Priscilla“ ist die Geschichte eines Mädchens, das ein Idol kennenlernen will und doch nur einen Menschen trifft. Der ebenso unsichere wie untreue Star enttäuscht die Minderjährige, doch getrieben vom Ehrgeiz ihrer Mutter geht sie eine Verbindung mit ihm ein. Erst nach Jahren kann sie sich aus der Falle befreien, indem sie vom Anhängsel des Kings zur Regentin seines Imperiums wird.

Priscilla Beaulieu lebt 1959 in Wiesbaden, sie ist die Tochter eines US-Militärs. Die 14-Jährige schwärmt für Elvis. Dieser ist im Rahmen seines US-Militärdienstes in Deutschland stationiert. Als Priscilla Elvis‘ Freund Currie kennenlernt, wittert sie ihre Chance. Sie tut alles, um das Sexsymbol zu treffen. Ihre Mutter hat nichts dagegen, sie macht sie sogar für die Begegnung zurecht. Elvis verfällt der Schülerin, gleich am ersten Abend nimmt er die Minderjährige mit auf sein Zimmer. Der King bekommt, was er will! Niemand sagt etwas dagegen.

Ist es die große Liebe, wie Priscilla Presley schreibt? Autorin Suzanne Finstad offenbart die Dramatik dahinter. Es ist die Geschichte eines Mädchens, das ein Idol kennenlernen will und doch nur einen Menschen trifft. Der unsichere Star enttäuscht die Minderjährige. Doch getrieben vom Ehrgeiz ihrer Mutter geht sie eine Verbindung ein. Die Liaison ist geheim, sie könnte Elvis‘ Karriere zerstören. Mit 16 Jahren zieht Priscilla nach Memphis, dafür beschenkt Elvis ihre Eltern. Alle schauen weg, der Star ist untreu und das Mädchen einsam. Sie führt ein Doppelleben, tagsüber Schule, nachts Clubs. Aus der brünetten Schülerin wird ein schwarzhaariger, toupierter Vamp. Erst nach acht Jahren heiraten sie, später befreit sich Priscilla per Scheidung aus der Falle. Nach Elvis‘ Tod wird aus dem Anhängsel des Kings die Regentin seines Imperiums. Die Autorinnen Annette Baumeister und Natascha Walter erzählen die Liebe zwischen Elvis und Priscilla ungeschönt aus einer neuen Perspektive. Neben Suzanne Finstad und Currie Grant kommen im Film Elvis‘ Weggefährten Joe Moscheo und Terry Blackwood zu Wort.

Mittwoch, 24.07. / 00:10 Uhr / Unsere Herzen – Ein Klang
Dokumentarfilm, Deutschland, Großbritannien, USA, 2022, RBB 108 Min.
Regie: Simone Dobmeier, Torsten Striegnitz
Online verfügbar von 24/07/2024 bis 23/08/2024
Erstausstrahlung

Singen macht glücklich, begnadeten Chorleiterinnen und Chorleitern bei ihrer Arbeit zuzuschauen auch. Die Dokumentation geht dem besonderen Zauber des gemeinsamen Singens nach und porträtiert drei außergewöhnliche Persönlichkeiten: den Stardirigenten Simon Halsey, die Gesangslehrerin Judith Kamphues und die aufstrebende koreanische Dirigentin Hyunju Kwon. Eine unterhaltsame Reise zwischen Kunst und sozialem Abenteuer.

Eine besondere Magie liegt im gemeinsamen Singen – da sind sich alle einig, die schon einmal im Chor gesungen haben. Wenn die verschiedenen Stimmlagen zueinanderfinden, entsteht eine einzigartige musikalische Kraft. Der Dokumentarfilm geht diesem Zauber nach und erzählt, wie zwei Chorleiterinnen und ein Chorleiter aus einer Gruppe singbegeisterter Menschen, die teilweise unterschiedlicher nicht sein könnten, wundervoll mitreißende Chöre formen. Da ist die toughe Berliner Sängerin und Gesangspädagogin Judith Kamphues, die in einer Gynäkologiepraxis den Frauenchor Ultrasound gegründet hat, der charismatische und weltweit gefragte britische Chorleiter Simon Halsey sowie der neue Stern am Himmel, die Koreanerin Hyunju Kwon, die ein Masterstudium in Deutschland beginnt. Es ist ein Blick in ein Arbeitsfeld, in dem Nähe und Distanz jedes Mal aufs Neue in Balance gebracht werden müssen. Mal spielerisch, mal ernsthaft erzählen die beiden Filmemacher Torsten Striegnitz und Simone Dobmeier von der Schönheit des Chorgesangs, von der Menschlichkeit eines Klangerlebnisses, das nur als Zusammenspiel funktioniert.

Donnerstag, 25.07. / 02:40 Uhr / Jamie Lee Curtis – Schrei nach Freiheit in Hollywood
Dokumentation, Frankreich, 2022, ARTE F 52 Min.
Regie: Valérie Jourdan
Online verfügbar von 23/06/2024 bis 27/12/2024
Wiederholung vom 30.06.2024


Programmwoche 31:

Samstag, 27.07. / 06:05 Uhr / Simon & Garfunkel: Traumwandler des Pop
Dokumentation, USA, 2011, ARTE 53 Min.
Regie: Jennifer Lebeau
Online verfügbar von 12/06/2024 bis 17/09/2024
Wiederholung vom 19.06.2024

Sonntag, 28.07. / 09:25 Uhr / Josephine Baker, Ikone der Befreiung
Dokumentation, Frankreich, 2017, ARTE F 53 Min.
Regie: Ilana Navaro
Online verfügbar von 21/07/2024 bis 31/08/2024

Im Jahr 1925 verließ die junge schwarze Varieté-Tänzerin Josephine Baker die USA und machte sich auf den Weg nach Europa. Sie entfloh der Rassentrennung und versuchte ihr Glück in Paris. In nur einer Nacht wurde sie zum Liebling der französischen Metropole. Ihr „Danse sauvage“ sorgte für Furore auf dem alten Kontinent. Doch jedes Mal, wenn sie in ihr Heimatland zurückkehrte, stieß sie auf Rassentrennung und Rassismus. Eine Dokumentation über ihr politisches Erwachen.

Hundert Jahre vor Beyoncé lebte Josephine Baker. Sie wuchs in armen Verhältnissen in Missouri auf, wurde in Frankreich zur berühmten Tänzerin und Sängerin, setzte sich im Zweiten Weltkrieg an der Seite von General de Gaulle für die Résistance ein und adoptierte zwölf Kinder aus verschiedenen Teilen der Welt. Ihr Leben klingt wie ein Roman. Doch das ist nur die eine Hälfte der Wahrheit und sich damit zu begnügen, würde ihr nicht gerecht. Wer Josephine Baker wirklich verstehen will, muss ihre Ursprünge kennen. Ihr unstillbares Verlangen, alles zu verändern, ist einer Kindheit geschuldet, in der Gewalt und harscher Rassismus Alltag waren. Als Josephine Baker zur Welt kam, lag die Sklaverei erst 40 Jahre zurück. Im Mittleren Westen der USA, wo Baker aufwuchs, wurden Schwarze immer noch behandelt wie Menschen zweiter Klasse. Sie wohnten in Elendsvierteln und wurden regelmäßig von Weißen angegriffen, die den Ausgang des Bürgerkriegs nicht verkraften konnten. Aus dieser Situation floh Josephine Baker. Doch jedes Mal, wenn sie in ihre Heimat zurückkehrte, holten sie Hass und Rassismus wieder ein. Ihre USA-Reisen waren leidvolle Erfahrungen, die sie nachhaltig prägten. Fortan und bis ans Ende ihres Lebens nutzte Josephine Baker ihre Berühmtheit, um für ihre Ideale zu kämpfen. Die Dokumentation zeigt die Entwicklung von der Tänzerin im Bananenröckchen zur politischen Figur, die 1963 beim Marsch auf Washington als einzige Frau an der Seite Martin Luther Kings das Wort ergriff. Es ist die Geschichte des politischen Erwachens des ersten schwarzen Superstars.

Sonntag, 28.07. / 16:55 Uhr / Venedigs Magier der Glaskunst: Die Feuer von Murano
Dokumentation, Deutschland, 2023, ZDF 53 Min.
Regie: Eike Schmitz
Online verfügbar von 28/07/2024 bis 26/10/2024
Erstausstrahlung

Murano war über tausend Jahre ein Synonym für höchste Glaskunst. In den 60er Jahren begann der Niedergang für die Inseln in der Bucht von Venedig. Muranoglas wurde als Kitsch etikettiert. Der Kurator Adriano Berengo versucht, dem Niedergang etwas entgegenzusetzen und überzeugte bekannte Künstler und Künstlerinnen, in Murano Werke aus Glas herzustellen. Heute arbeiten hier Künstler wie Ai Weiwei, Koen Vanmechelen oder Laure Prouvost. Der Film begleitet sie bei ihrer ungewöhnlichen Arbeit, die Tradition und Moderne zusammenzubringt. Und dabei ein wunderbares altes Handwerk rettet.

Sonntag, 28.07. / 17:50 Uhr / Der Jahrhundertring 1976
Sternstunden der Musik
Dokumentationsreihe, Deutschland, 2021, ZDF 44 Min.
Regie: Eric Schulz
Online verfügbar von 27/07/2024 bis 27/08/2024

1976: Das hundertjährige Bestehen der Bayreuther Festspiele sollte mit einer neuen Inszenierung von Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“ groß gefeiert werden. Doch schon im Vorfeld der Premiere spuckte Bayreuths Stammkundschaft Gift und Galle gegen die „brutale Vergewaltigung“ des Wagnerschen Großwerks.

Es kam zu Rangeleien und Schlägereien, Musiker verließen den Orchestergraben, weil sie mit der avancierten Interpretation durch den Dirigenten Pierre Boulez nicht einverstanden waren. Die konservative Presse wehrte sich gegen die politisch-kapitalismuskritische Deutung durch den erst 31-jährigen Fernseh- und Filmregisseur Patrice Chéreau.

Der nahm Wagner beim Worte und inszenierte den „Ring“ als Allegorie auf das industrielle Zeitalter in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Trotz aller Anfeindungen: Festspielleiter Wolfgang Wagner und das Regieteam hielten an dem Konzept fest.

Der Film zeigt Ausschnitte von diesem im wahrsten Sinne monumentalen Opernereignis. Zeitzeugen blicken zurück und kommentieren das Geschehen auf und jenseits der Bühne. Der französische Regisseur Vincent Huguet erzählt von seiner Zusammenarbeit mit Patrice Chéreau, dessen Assistent er in späteren Jahren war; die junge Sängerin Anna Prohaska, der Wagner-Sänger Günther Groissböck und Regisseur Barrie Kosky haben sich mit dem „Jahrhundertring“ auseinandergesetzt und sprechen über ihre Eindrücke.

Sonntag, 28.07. / 20:15 Uhr / Tina – What’s Love Got to Do with It?
(What’s Love Got to Do with It?)
Spielfilm: Summer of Champions
Spielfilm, USA, 1993, ARTE 113 Min.
Regie: Brian Gibson
Drehbuch: Kate Lanier
Autor:in: Tina Turner, Kurt Loder
Produktion: Touchstone Pictures
Produzent: Doug Chapin, Barry Krost, Pat Kehoe
Kamera: Jamie Anderson
Schnitt: Stuart H. Pappé
Musik: Stanley Clarke

Mit: Angela Bassett (Tina Turner), Rae’Ven Kelly (Anna Mae Bullock), Laurence Fishburne (Ike Turner), Phyllis Yvonne Stickney (Alline Bullock), Virginia Capers (Chorleiterin), Khandi Alexander (Darlene), Vanessa Bell Calloway (Jackie), Pamala Tyson (Leanne), Penny Johnson (Lorraine), Jenifer Lewis (Zelma Bullock)

Anna Mae Bullock wächst in Nutbush, Tennessee, bei ihrer Großmutter auf. Von der dörflichen Siedlung gelangweilt, zieht es die Teenagerin in das aufregende Nachtleben von St. Louis, wo sie den Sänger Ike Turner kennenlernt. Als Musikerduo „Ike & Tina“ feiern sie ihre ersten großen Erfolge. Dann geht alles sehr schnell: Tina wird schwanger und heiratet kurze Zeit später ihre Großstadtliebe. Doch mit der Ehe kommt Ikes wahres Gesicht zum Vorschein – das Glück gehört bald der Vergangenheit an. Drogen und Gewalt bestimmen ihren Alltag. Die bemerkenswerte Befreiung einer außergewöhnlichen Musikerin aus den Fängen ihres Mannes: „Tina – What’s Love Got to Do with It?“

Nutbush, eine kleine Siedlung in Tennessee: Anna Mae Bullock alias Tina Turner wächst zunächst bei ihrer Großmutter auf. Nach deren Tod zieht sie zu ihrer Mutter und ihrer älteren Schwester nach St. Louis, wo sie in einem Club den Sänger und Songschreiber Ike Turner kennenlernt. Dieser engagiert sie als Sängerin für seine Band und bespielt mit ihr die kleinen Bühnen Missouris. Die beiden werden ein Paar, bekommen einen Sohn und heiraten in Mexiko. Als sie mit der Ike & Tina Turner Show einen Riesenerfolg in den USA landen, scheint das Glück perfekt.

Doch Warnungen aus dem Umfeld vor Ikes dunkler Seite bewahrheiten sich mehr und mehr: Bereits kurz nach der Hochzeit zeigt der erfolgsversessene, egozentrische Mann sein wahres Gesicht – er nimmt Drogen, verprügelt und vergewaltigt seine Frau, was sie über mehrere Jahre hinweg erträgt. Erst als Ike sie nach einem Streit bis zur Unkenntlichkeit zusammenschlägt, beschließt sie, ihn endgültig zu verlassen. Nach der Scheidung und dem Ende von „Ike & Tina“ muss die gezeichnete Sängerin wieder von vorne anfangen. Zunächst tritt sie für eine Hotelkette auf, was unwürdig erscheint für das Ausnahmetalent der Sängerin. Bei einem ihrer Auftritte wird sie von einem Musikmanager wiederentdeckt, der mit ihr den bahnbrechenden Hit „What’s Love Got to Do with It“ herausbringt – Tinas letzte Abrechnung mit ihrem Ex-Mann Ike Turner.

Zusatzinfo:
Mit „Tina – What’s Love Got to Do with It?“ kreierte Regisseur Brian Gibson ein bewegendes Biopic über die Lebensgeschichte des Weltstars Tina Turner. Angela Bassett, die für ihre überzeugende Darstellung der Titelheldin 1994 für den Oscar nominiert wurde, sieht ihr in dem Film nicht nur verblüffend ähnlich, sondern schafft es auch mit außerordentlicher Eindringlichkeit, die geballte Kraft ihrer Kämpfernatur auf die Leinwand zu bringen. Dafür gewann Bassett 1994 den Golden Globe sowie den NAACP Image Award. Laurence Fishburne, dem 1991 mit „Boyz n the Hood – Jungs im Viertel“ der Durchbruch gelang, wurde für seine Interpretation des Ike Turner, als Held und Bösewicht zugleich, ebenfalls für den Oscar nominiert.

Sonntag, 28.07. / 22:10 Uhr / Tina Turner – My Songs. My Life
Summer of Champions
Dokumentation, Deutschland, 2024, MDR 52 Min.
Regie: Schyda Vasseghi
Online verfügbar von 28/07/2024 bis 26/10/2024
Erstausstrahlung

Als am 24. Mai 2023 die Nachricht von Tina Turners Tod durch die Medien geht, steht die Welt gefühlt für einen Moment still. Bereits zu Lebzeiten zur größten Rockikone und unsterblichen Legende geadelt, macht erst ihr Ableben so richtig deutlich: Kaum ein Weltstar hat eine so tiefgreifende Spur in den Herzen der Menschen und in der Musikgeschichte hinterlassen. „Meine geliebte Königin. Ich liebe Dich unendlich. Ich bin so dankbar für Deine Inspiration. Du bist Stärke und Unverwüstlichkeit. Du bist der Inbegriff von Kraft und Leidenschaft“, postet Beyoncé und Alicia Keys schreibt: „Die Lieder, die Du gesungen hast, haben uns Mut gemacht, aus uns herauszutreten und ganz wir selbst zu sein.“ Die Dokumentation von Schyda Vasseghi spürt dem schier grenzenlosen Einfluss einer Ausnahmekünstlerin nach und folgt den Pfaden, die sie einer neuen Generation von Black Artists nicht nur in Sachen Empowerment, sondern auch in Sachen Style, Look und Performance geebnet hat. Kim Holmes vom Alvin Ailey American Dance Theater in New York lässt gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern Tina Turners Choreographien zeitgemäß wiederauferstehen. Nona Hendryx, eine der legendären Sängerinnen, die den 70er-Jahre-Hit „Lady Marmalade“ zum Leben erweckt hat, erinnert an Begegnungen mit Tina – ebenso wie MTV-Moderator Steve Blame und Musikproduzent Martyn Ware. Ausgewählte Tina-Turner-Songs legen dazu die Timeline eines bewegten Lebens. In Verbindung mit mitreißendem Archivmaterial und weiteren persönlichen Einblicken würdigt die Dokumentation die Karriere einer solitären Soulstimme.

Sonntag, 28.07. / 23:00 Uhr / Tina Turner: Live in Rio 1988
Summer of Champions
Musik, Deutschland, 1988, ARTE 73 Min.
Regie: Roberto Talma
Online verfügbar von 07/07/2024 bis 26/10/2024

Am 16. Januar 1988 trat Tina Turner in Begleitung einer beeindruckenden Riege von Musikern und Sambatänzern in Rio de Janeiro auf. Vor einem Rekordpublikum von 180.000 Zuhörern gab die Rockerin mit der Löwenmähne und dem einzigartigen, explosiven Stil bei einem an Pyrotechnik und Effekten reichen Konzert 13 ihrer Songs zum Besten, darunter Hits wie „Private Dancer“, „What’s Love Got to Do with It?“, „Let’s Stay Together“ und „We Don’t Need Another Hero“. Die Queen of Rock starb am 24. Mai 2023 im Alter von 83 Jahren.

In ihrer mehrere Jahrzehnte andauernden Karriere wurde Tina Turner zu einer der wegweisenden Pop- und Rock-Sängerinnen unserer Zeit. Am 24. Mai 2023 verstarb die exzellente Performerin und legendäre Rock-Ikone im Alter von 83 Jahren.

Es war in Rio de Janeiro, wo Tina Turner im Januar 1988 zum ersten Mal Rekorde brach, als sie vor über 180.000 Menschen den bis dato weltweit größten Auftritt als Solokünstlerin hatte. ARTE präsentiert den dazugehörigen, von Roberto Talma gedrehten Konzertfilm, in dem Tina Turner einige ihrer Welthits wie „What’s Love Got to Do with It?“, „Let’s Stay Together“ oder „We Don’t Need Another Hero“ performt.

Aufzeichnung vom 16. Januar 1988 in Rio de Janeiro

Sonntag, 28.07. / 00:20 Uhr / Debussy: „La Mer“ & Sibelius: Violinkonzert
Julia Fischer, Alain Altinoglu, hr-Sinfonieorchester
Musik, Deutschland, 2023, HR 74 Min.
Komponist: Claude Debussy, Jean Sibelius
Dirigent: Alain Altinoglu
Orchester: hr-Sinfonieorchester
Mit: Julia Fischer (Violine)
Online verfügbar von 28/07/2024 bis 04/08/2024
Erstausstrahlung

Schon der Auftakt klingt nach Meer: Jean Sibelius‘ „Okeaniden“ sind, wie auch sein von Julia Fischer interpretiertes Violinkonzert, mit der Küsten- und Seenlandschaft Finnlands verbunden. Das von Alain Altinoglu geleitete hr-Sinfonieorchester lässt es mit Claude Debussys berühmten symphonischen Skizzen „La Mer“ brausen und brodeln, bis alles zu zerfließen scheint.

Alain Altinoglu ist seit der Saison 2021/22 Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters Frankfurt und profiliert sich dort unter anderem mit Musik aus dem französischen Kulturkreis. Claude Debussys symphonische Skizzen „La Mer“ sind ein Hauptwerk des musikalischen Impressionismus. Drei Orchesterskizzen wie aus dem Aquarellkasten, in denen es weniger um klingende Naturbilder geht als vielmehr um Entmaterialisierung und um die Auflösung jeder festen Form. Da verflüssigt sich alles, wird zu Wasser, Welle, Wind.

Umso plastischer tönt die Natur allerdings im Violinkonzert von Jean Sibelius, zumindest nach dem Verständnis der Solistin Julia Fischer. Man könne hier die skandinavische Landschaft spüren, den Wind hören, das Eis – die Geigerin imaginiert das populäre Konzert ganz deutlich als Klangbild aus dem hohen Norden.

Mit Sibelius‘ „Okeaniden“ wird das Konzert eröffnet. Es handelt von den Töchtern des Meeresgottes Okeanos aus der griechischen Mythologie. Der Originaltitel „Aallottaret“ verweist auf weibliche Wasserwesen, die es in nordischen Erzählungen auftauchen. Sibelius komponierte eine funkelnde Wassermusik, die in einer gigantischen Orchesterwoge von alles fortspülender Kraft kulminiert.

Programm:
Nature & Earth
Jean Sibelius – Die Okeaniden
Jean Sibelius – Violinkonzert
Claude Debussy – La Mer

Konzert vom 22. September 2023 in der Alten Oper, Frankfurt

Dienstag, 30.07. / 16:30 Uhr / Freddie Mercury: Der letzte Akt
Dokumentarfilm, Großbritannien, 2022, ARTE F 90 Min.
Regie: James Rogan
Online verfügbar von 30/06/2024 bis 06/08/2024
Wiederholung vom 07.07.2024

Mittwoch, 31.07. / 14:15 Uhr / Tina – What’s Love Got to Do with It?
(What’s Love Got to Do with It?)
Spielfilm, USA, 1993, ARTE 113 Min.
Regie: Brian Gibson
Drehbuch: Kate Lanier
Autor:in: Tina Turner, Kurt Loder
Produktion: Touchstone Pictures
Produzent: Doug Chapin, Barry Krost, Pat Kehoe
Kamera: Jamie Anderson
Schnitt: Stuart H. Pappé
Musik: Stanley Clarke

Mit: Angela Bassett (Tina Turner), Rae’Ven Kelly (Anna Mae Bullock), Laurence Fishburne (Ike Turner), Phyllis Yvonne Stickney (Alline Bullock), Virginia Capers (Chorleiterin), Khandi Alexander (Darlene), Vanessa Bell Calloway (Jackie), Pamala Tyson (Leanne), Penny Johnson (Lorraine), Jenifer Lewis (Zelma Bullock)
Wiederholung vom 28.07.2024

Mittwoch, 31.07. / 16:10 Uhr / Tina Turner – My Songs. My Life
Dokumentation, Deutschland, 2024, MDR 52 Min.
Regie: Schyda Vasseghi
Online verfügbar von 28/07/2024 bis 26/10/2024
Wiederholung vom 28.07.2024

Mittwoch, 31.07. / 17:00 Uhr / Céline Dion – Aufstieg einer Diva
Dokumentation, Schweiz, 2024, ARTESSR 53 Min.
Regie: Noël Tortajada, Vincent Gonon
Online verfügbar von 10/07/2024 bis 15/09/2024
Wiederholung vom 17.07.2024

Mittwoch, 31.07. / 22:10 Uhr / Bruce Springsteen, der amerikanische Freund
Summer of Champions
Dokumentation, Frankreich, 2024, ARTE F 52 Min.
Regie: Thomas Boujut
Online verfügbar von 24/07/2024 bis 30/08/2024
Erstausstrahlung

Bruce Springsteen, geboren 1949 in Long Branch, New Jersey, ist ein amerikanischer Singer-Songwriter und gilt als einer der einflussreichsten Künstler der Rockgeschichte. Bekannt für eindringliche Texte und energiegeladene Liveauftritte begann er seine musikalische Karriere Ende der 60er Jahre. Der Durchbruch folgte in den 70ern, zusammen mit der E Street Band. 1975 erschien sein Album „Born to Run“, das ihn als eine der führenden Stimmen seiner Generation etablierte.

In den kommenden Jahren schrieb er weitere Erfolgsalben: „Darkness on the Edge of Town“ (1978), „The River“ (1980) und „Born in the U.S.A.“ (1984). Für seinen künstlerischen Einfluss und sein soziales Engagement wurde Springsteen vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit 20 Grammys, einem Academy Award und einem Tony Award.

Die Dokumentation geht seiner charismatischen Persönlichkeit auf den Grund, die einem Steinbeck-Roman entsprungen zu sein scheint. Dabei stehen seine autobiografischen Texte und seine Musikvideos im Fokus. Als Katalysator von Hoffnungen und Frustrationen der amerikanischen Bevölkerung behandelt er in ihnen oft Themen der Arbeiterklasse wie soziale Ungerechtigkeit und den amerikanischen Traum.

Mit über 65 Millionen verkauften Alben in den USA allein und einer Karriere, die über fünf Jahrzehnte umspannt, bleibt Bruce Springsteen eine Größe in der Musikwelt und ein Symbol der amerikanischen Rockmusik. Wie Jon Landau, Kritiker des „Rolling Stone“ und später Springsteens Manager, 1974 schrieb: „Ich sah die Zukunft des Rock n‘ Roll, und ihr Name ist Bruce Springsteen.“

Mittwoch, 31.07. / 23:00 Uhr / Bruce Springsteen and The E Street Band: Darkness On the Edge of Town
Konzert im Paramount Theatre, New Jersey
Summer of Champions
Musik, USA, 2009, ARTE F 55 Min.
Regie: Thom Zimny
Online verfügbar von 07/07/2024 bis 30/08/2024
Erstausstrahlung

In diesem legendären Konzert von Bruce Springsteen und seiner E Street Band feiern „The Boss“ und seine Musiker das 30. Jubiläum der Veröffentlichung von „Darkness on the Edge of Town“ aus dem Jahr 1978. 2009 trafen sich Bruce Springsteen und seine E Street Band im Paramount Theatre in Asbury Park, New Jersey, um auf dessen historischer Bühne alle Songs des Kultalbums zu spielen – ohne Publikum.

Die sozialkritischen Botschaften des Albums haben in den Jahrzehnten seit seiner Veröffentlichung nichts an Aktualität verloren. In „Badlands“ bekennt sich Springsteen zu einem mutigen Leben und zu den Chancen, die es zu ergreifen gilt. Er besingt den Glauben, den es braucht, um die Welt für sich zu gewinnen. In „Darkness on the Edge of Town“ hadert er dann mit dem Preis des Erfolgs und persönlichen Verlusten.

Die Band überrascht auch mit brillanten Neuinterpretationen von Klassikern wie „Promised Land“, „Prove it All Night“ und „Racing in the Street“. Für den „Boss“ geht mit dem Jubiläumskonzert ein Wunsch in Erfüllung: Er wollte von Anfang an Musik schaffen, die lange nachklingt, zeitlose Klassiker.

Mittwoch, 31.07. / 00:00 Uhr / Juste Debout 2024 ~ Das weltweit größte Streetdance-Event
Musik, Deutschland, 2024, ZDF 75 Min.
Regie: Herbert Beyer, Tobias Steinigeweg, Julien Soulier
Online verfügbar von 31/07/2024 bis 29/10/2024
Erstausstrahlung

Juste Debout ist das weltweit größte Stand-up-Battle mit einer über 20-jährigen Geschichte. 450.000 Follower und Followerinnen und mehr als 45.000 Besucherinnen und Besucher jährlich machen das Event zum Mekka der Hip-Hop-Szene, die im Gegensatz zum zeitgenössischen Tanz keinen Platz in der akademischen Tanzausbildung hat. Auf die Gewinnerinnen und Gewinner wartet eine professionelle Tanzkarriere – eine echte Aufstiegschance.

Zuletzt wurde Juste Debout 2019 in Paris ausgetragen. Am 1. Juni 2024 meldet sich die Veranstaltung zurück – zum ersten Mal in ihrer Geschichte außerhalb Frankreichs. Mit der Hamburger Kulturinstitution Kampnagel wurde ein idealer Partner gefunden. Für die Big Finals in der Alsterdorfer Sporthalle haben sich die Tanzlegenden Loïc, Slim Boogie, Sekou Heru und Les Twins angekündigt, um als Juroren die teilnehmenden Tänzerinnen und Tänzer zu begrüßen, die aus der ganzen Welt nach Hamburg kommen.

Die 136 Finalistinnen und Finalisten werden in den vier Kategorien House, Locking, Popping und Hip-Hop im Zweikampf um den Sieg konkurrieren. ARTE zeigt die Highlights und den Weg der Tänzerinnen und Tänzer vom Achtelfinale bis zur Siegerehrung und wirft einen Blick hinter die Kulissen. Gemeinsam mit Teilnehmern, Juroren und Gründern spricht ARTE über die Geschichte, Bedeutung und Faszination des weltweit wichtigsten Hip-Hop-Tanz-Events und der Tänze selbst.


Programmwoche 32:

Samstag, 03.08. / 06:05 Sarah Uhr / Bernhardt – Pionierin des Showbusiness
Dokumentation, Frankreich, 2022, ARTE F 53 Min.
Regie: Aurine Crémieu
Autor:in: Aurine Cremieu
Produktion: BONNE PIOCHE TELEVISION
Produzent: Anne-Séverine Des Longchamps
Online verfügbar von 14/07/2024 bis 20/08/2024
Wiederholung vom 21.07.2024

Samstag, 03.08. / 02:50 Uhr / Ein Leben für den Film – Lotte Eisner
Dokumentation, Deutschland, 2020, ZDF 55 Min.
Regie: Timon Koulmasis
Online verfügbar von 02/08/2024 bis 23/08/2024

Lotte Eisner, geboren 1896 in Berlin, gestorben 1983 in Paris, war in der deutschen und französischen Filmszene des vergangenen Jahrhunderts eine Institution – und zwar sowohl im Berlin der Stummfilmzeit wie auch nach dem Krieg in Paris. Zusammen mit Henri Langlois baute sie die Cinémathèque française auf, dank ihrer Filmpassion überlebte sie als Jüdin in Frankreich. Sie war als deutsche Exilantin ein Teil der Pariser Kulturszene, der sie viel vom deutschen Kino vermittelte. In ihrem epochalen Werk „Die dämonische Leinwand“, erschienen 1952 in Frankreich, setzte sie sich mit dem Weimarer Kino auseinander und begleitete in den 1960er Jahren den Jungen Deutschen Film; insbesondere Werner Herzog und Wim Wenders verehrten sie und widmeten ihr Filme. Das Filmporträt stellt die biografischen Stationen von Lotte Eisners bewegtem Leben vor. Ausgehend von ihrem Zufluchtsort Figeac, einem kleinen französischen Dorf, in dem Henri Langlois seine Filmsammlung im Krieg untergebracht hatte, beleuchtet der Dokumentarfilm Lotte Eisners Wirken als Filmkritikerin in den 1920er Jahren in Berlin, ihre Emigration nach Frankreich und ihre Arbeit als Chefkuratorin in der Cinémathèque française, die bis zu ihrem Lebensende ihre geistige Heimat war. Der Film stellt die scharfsichtige Autorin Lotte Eisner vor, die neben der „Dämonischen Leinwand“ auch Bücher über Fritz Lang und F. W. Murnau veröffentlichte, und schildert ihre persönliche Verbundenheit mit den Regisseuren des Neuen Deutschen Kinos, dem sie dank ihrer Reputation als unbestechliche Filmkritikerin zu internationalem Renommee verhalf.

Sonntag, 04.08. / 16:10 Uhr / „We Are the Champions“ ~ Die Geschichte der größten Sporthymne aller Zeiten
Dokumentation, Deutschland, 2024, ARTEFFL 52 Min.
Regie: Hannes Rossacher, Lilly Schlagnitweit
Online verfügbar von 07/07/2024 bis 07/07/2027
Wiederholung vom 07.07.2024

Sonntag, 04.08. / 17:05 Uhr / Riccardo Muti dirigiert die Wiener Philharmoniker
Von den Salzburger Festspielen 2021
Musik, Deutschland, 2021, ZDF 91 Min.
Regie: Michael Beyer
Dirigent: Riccardo Muti
Orchester: Wiener Philharmoniker
Chorleitung: Ernst Raffelsberger
Chor: Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
Komponist und Autor: Ludwig van Beethoven
Mit: Rosa Feola (Sopran), Alisa Kolosova (Alt), Dmitry Korchak (Tenor), Ildar Abdrazakov (Bass)
Online verfügbar von 03/08/2024 bis 02/11/2024

Seit 50 Jahren steht Riccardo Muti nahezu alljährlich bei den Salzburger Festspielen am Pult. So lange verbindet ihn eine enge Freundschaft mit den Wiener Philharmonikern. Grund genug, ein großartiges Konzert mit Beethovens „Missa solemnis“ darzubieten. Es wird Riccardo Mutis Debüt mit diesem bedeutenden Werk sein.

Riccardo Mutis Debüt mit diesem Werk wird spannend sein, denn es gilt als eines der bedeutendsten des Komponisten und zählt zu den berühmtesten Messen der abendländischen Kunstmusik. Ursprünglich für die Inthronisation seines Gönners Erzherzog Rudolph von Österreich zum Erzbischof von Ölmütz gedacht, wurde Beethovens „Feierliche Messe“ erst Jahre nach diesem Ereignis fertig, im März 1823. „Von Herzen möge es wieder zu Herzen gehen“, setzte Beethoven vor die ersten Noten seiner Komposition. Die Kontraste in der Dynamik und die differenzierten Vertonungen der einzelnen Worte zeigen die emotionale Seite Beethovens. Ihm war es ein Anliegen, ein tiefgründiges religiöses Werk zu erschaffen, das das Publikum in den Bann ziehen soll.

In Zeiten der Pandemie möchte Riccardo Muti diese eindrucksvolle Messe dirigieren, um ein Stück Zuversicht und Glück zu verbreiten. Der Dirigent sagt dazu: „Ich passe auf, lasse mich aber nicht abhalten, Kultur und Schönheit zu verbreiten, das ist meine Mission.“

Sonntag, 04.08. / 02:35 Uhr / Lotte Lenya ~ Warum bin ich nicht froh?
Dokumentation, USA, Österreich, Deutschland, 2020, ZDF 52 Min.
Regie: Katja Duregger
Online verfügbar von 03/08/2024 bis 13/09/2024

Lotte Lenyas „Seeräuber-Jenny“ aus der „Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht und Kurt Weill hat Theatergeschichte geschrieben. Lenya sang die Ballade in der Uraufführung 1928 in Berlin, in der Verfilmung von G. W. Pabst 1931 und erneut in den 50er Jahren in der Broadway-Inszenierung der „Threepenny Opera“. Bis heute gilt sie als eine der wichtigsten Interpretinnen des Brecht/Weill-Musiktheaters.

Ihre Karriere beginnt im Berlin der 20er Jahre, als sie ihrem zukünftigen Ehemann, dem Komponisten Kurt Weill, begegnet. Weill erkennt ihre große sängerische Begabung und konzipiert Rollen speziell für Lenya, die zu einer Ikone der Goldenen Zwanziger Jahre aufsteigt.

1935 flieht das Paar nach New York, wo Weill mit „Knickerbocker Holiday“ und anderen Musicals kommerzielle Erfolge am Broadway feiert. Doch erst durch die Darbietung von Lenya werden Lieder wie „September Song“ oder „Speak Low“ zu Klassikern.

Nach Weills frühem Tod 1950 widmet Lenya sich dem Erhalt seines umfangreichen Œuvres und verhilft seinen Songs zu Weltberühmtheit. In den 60er Jahren feiert sie eigene große Erfolge in Hollywood und am Broadway. So spielt sie die KGB-Agentin Rosa Klebb in dem Bond-Film „Liebesgrüße aus Moskau“ und das Fräulein Schneider in dem Musical „Cabaret“.

Lotte Lenya brachte immer ihre eigenen Lebenserfahrungen mit auf die Bühne – ungefiltert und direkt. Die Dokumentation lässt die Schauspielerin selbst zu Wort kommen – in Fernsehinterviews und Briefen, die ihren Witz, ihre Zärtlichkeit und ihren Drang nach Leben bezeugen und von der Lenya-Verehrerin Meret Becker vorgetragen werden.

Mittwoch, 07.08. / 22:15 Uhr / ABBA Silver, ABBA Gold
Summer of Champions
Dokumentation, USA, 2023, ARTE 52 Min.
Regie: Chris Hunt
Online verfügbar von 31/07/2024 bis 06/10/2024
Erstausstrahlung

Die Dokumentation feiert gleich zwei ABBA-Jubiläen: ein goldenes für den Sieg beim Eurovision Song Contest 1974 sowie den Beginn ihrer Weltkarriere mit „Waterloo“ vor 50 Jahren und ein silbernes, denn vor 25 Jahre erlebte „Mamma Mia!“ als Bühnenmusical seine Premiere im Londoner West End. „ABBA Silver, ABBA Gold“ erzählt die Geschichte der schwedischen Band ganz neu und in allen Einzelheiten, mit exklusiven Interviews und Filmsequenzen mit allen vier Mitgliedern sowie anhand von seltenem Archivmaterial – und natürlich mit jeder Menge ABBA-Songs.

Es gibt viel Neues von ABBA, darunter ihr aktuelles Album und die neue Konzertshow „ABBA Voyage“. Der Produzent Chris Hunt kennt die Band seit ihren Anfängen und gewährt einen Blick hinter die Kulissen. Der Film erzählt die Geschichte von ABBA von den Anfängen bis zum Erfolg mit „Mamma Mia!“. Trotz Trennungen arbeiteten sie weiter zusammen, einige ihrer besten Songs entstanden aus dem Scheidungsschmerz heraus. Nach ihrer Trennung 1982 verfolgten sie verschiedene Soloprojekte, kehrten aber 2021 mit dem Album „Voyage“ und einer Bühnenshow zurück, die das Publikum begeistert.

Cher, Andy García, ESC-Gewinnerin Lulu, Moderator Paul Gambaccini, Choreographin Arlene Phillips, Modedesigner Owe Sandström, Regisseur Lasse Hallström, Toningenieur Michael Tretow und viele weitere kommen in der Dokumentation zu Wort. 

Außerdem sind einige der größten ABBA-Hits zu hören, darunter „SOS“, „Mamma Mia!“, „Fernando“, „Dancing Queen“, „Gimme! Gimme! Gimme! (A Man After Midnight)“, „Knowing Me, Knowing You“, „The Winner Takes It All“ und „Thank You For the Music“.

Die Dokumentation erzählt die Geschichte von ABBA bis zu ihrer Trennung 1982 – und darüber hinaus. So wird ausführlich beleuchtet, wie das Musical „Mamma Mia!“ entwickelt und auf die Bühne gebracht wurde, wie es in seiner 25-jährigen Geschichte zu einem der erfolgreichsten Musicals aller Zeiten wurde und mit über vier Milliarden Dollar – Bühnenshow und Filme zusammengerechnet – mehr Geld eingespielt hat als ABBA zu ihren besten Zeiten.

Und sie geht auch dem Erfolg von „ABBA Voyage“ auf den Grund, mit vielen spannenden Einblicken hinter die Kulissen und in die Entstehung der spektakulären Avatar-Show. Keine andere Formation ist so nachhaltig erfolgreich und bis heute ungebrochen populär wie ABBA. Ihre Musik ist aus der Popkultur nicht mehr wegzudenken. Die Dokumentation feiert daher nicht nur das Jubiläum der schwedischen Erfolgsband, sondern auch den wohl einzigartigsten Pop-Act der Musikgeschichte.

Mittwoch, 07.08. / 23:10 Uhr / ABBA in Concert 1979
Summer of Champions
Dokumentation, Schweden, 1979, ARTE F 52 Min.
Regie: Urban Larsson
Online verfügbar von 31/07/2024 bis 06/09/2024
Erstausstrahlung

Die Dokumentation wurde 1979 während der ABBA-Tournee durch Nordamerika und während des Konzerts im Londoner Wembley-Stadion gedreht. In HD restauriert, ist „ABBA in Concert“ ein einzigartiges Erlebnis. Die 1972 gegründete schwedische Band feierte Mitte der 70er Jahre ihren internationalen Durchbruch. Auf und hinter der Bühne begleitet die Kamera die Band und zeigt sie hautnah bei Hits wie „Waterloo“, „Take a Chance on Me“, „Voulez-Vous“, „Gimme! Gimme! Gimme!“, „Knowing Me, Knowing You“ und „Dancing Queen“. Von der Ankunft am Flughafen bis zum Einsingen hinter den Kulissen geben die Bandmitglieder Einblicke in unterschiedlichste Facetten des Tour-Alltags.

Die einzige Livekonzert-Doku mit der legendären Popgruppe ABBA: Agnetha Fältskog, Björn Ulvaeus, Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad gründeten ABBA 1972 und gewannen zwei Jahre später mit „Waterloo“ den Eurovision Song Contest. Danach eroberten sie die internationalen Charts und verkauften im Laufe der Zeit über 100 Millionen Tonträger.

„ABBA in Concert“ entstand 1979 und zeigt Aufnahmen ihres legendären Konzerts in der Londoner Wembley-Arena. Vor einem begeisterten Publikum gibt die vierköpfige Band in bunten Ganzkörperanzügen einige ihrer größten Hits zum Besten. Auf der Setlist stehen „Waterloo“, „Take a Chance on Me“, „Voulez-Vous“, „Chiquitita“, „I Have a Dream“, „Gimme! Gimme! Gimme!“, „Knowing Me, Knowing You“, „Summernight City“, „Dancing Queen“, „Does Your Mother Know“ und „Hole in Your Soul“.

Die Kamera begleitet die Band nicht nur auf der Bühne, sondern auch beim Einsingen hinter den Kulissen, auf der Landebahn und unterwegs. Die Anstrengung der Auftritte, die Begeisterung des Publikums und der Zusammenhalt des Teams werden spürbar. Seit über 50 Jahren finden ABBA immer wieder neue Fans und gehören damit zu den ungewöhnlichsten und langlebigsten Pop-Acts überhaupt. Die Livekonzert-Doku ist die einzige, die von ABBA existiert, und wurde in HD-Auflösung restauriert.

Freitag, 09.08. / 21:40 Uhr / Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 9
Leipzig, Paris, Mailand, Wien
Musik, Frankreich, Deutschland, Österreich, 2024, ARTE 83 Min.
Regie: Ute Feudel, François-René Martin, Fabrizio Guttuso Alaimo, Christoph Engel, Andy Sommer, Bertrand Julien
Komponist: Ludwig van Beethoven
Dirigent: Andris Nelsons, Klaus Mäkelä, Riccardo Chailly, Petr Popelka
Orchester: Gewandhausorchester Leipzig, Orchestre de Paris, Orchestra del Teatro alla Scala, Wiener Symphoniker
Chor: Wiener Singakademie
Moderation: Barbara Rett, Christian Merlin

Mit: Rachel Willis-Sørensen (Sopran), Tanja Ariane Baumgartner (Mezzosopran), Andreas Schager (Tenor), Christof Fischesser (Bass)

Online verfügbar von 14/06/2024 bis 07/05/2025

Am Dienstag, den 7. Mai 2024, jährte sich die Uraufführung von Beethovens weltberühmter 9. Symphonie zum 200. Mal. ARTE nahm dies zum Anlass für ein einzigartiges TV-Musikevent und übertrug die vier Sätze der Symphonie live aus vier europäischen Städten, interpretiert von vier Spitzenorchestern unter jeweils hochkarätiger musikalischer Leitung. Die Zuschauerinnen und Zuschauer können das außergewöhnliche Konzertereignis nun erneut in einer Aufzeichnung erleben.

Beethovens 9. Symphonie, unbestritten eines der größten Meisterwerke der klassischen Musik, hat im Laufe der Zeit in vielerlei Hinsicht Symbolstatus erlangt. Anlässlich des 200. Jahrestages ihrer Uraufführung am 7. Mai 1824 in Wien hat sich der europäische Kultursender ARTE ein organisatorisch und künstlerisch ambitioniertes Projekt ausgedacht: In vier Städten, die eng mit Beethovens Leben und Werk verbunden sind, erklang die weltberühmte Symphonie am Dienstag, den 7. Mai 2024: in Leipzig, Paris, Mailand und Wien. ARTE zeichnete alle vier Konzerte auf und übertrug jeweils einen Satz aus jeder Stadt, so dass sich das gesamte Werk zu einem musikalischen Gesamtbild zusammenfügte.

Für diesen besonderen europäischen Konzertabend konnten vier der renommiertesten Klangkörper und mit ihnen vier Weltstars am Dirigentenpult gewonnen werden: Das Gewandhausorchester unter Andris Nelsons eröffnete den Abend in Leipzig mit dem ersten Satz. Es folgte das Orchestre de Paris unter der Leitung von Klaus Mäkelä in der Philharmonie de Paris mit dem zweiten Satz. Den dritten Satz interpretierte Riccardo Chailly am Pult des Orchestra del Teatro alla Scala. Für den vierten und letzten Satz, der mit der „Ode an die Freude“ ganz im Zeichen der Völkerverständigung steht, kehrte ARTE in die Stadt der Uraufführung zurück: nach Wien. Es spielen die Wiener Symphoniker unter der Leitung von Petr Popelka.

Zwischen den Sätzen moderieren die Journalistin Barbara Rett (ORF) und Christian Merlin, Musikkritiker von Radio France und „Le Figaro“, aus dem Wiener Konzerthaus – also unweit des Ortes, an dem die Symphonie einst uraufgeführt wurde.

Aufzeichnung vom 7. Mai 2024 in Leipzig, Paris, Mailand und Wien.

Zusatzinfo:
Beethovens 9. Symphonie aus vier europäischen Städten:
1. Satz aus dem Leipziger Gewandhaus / Musikalische Leitung: Andris Nelsons
2. Satz aus der Philharmonie de Paris / Musikalische Leitung: Klaus Mäkelä
3. Satz aus der Mailänder Scala / Musikalische Leitung: Riccardo Chailly
4. Satz aus dem Wiener Konzerthaus / Musikalische Leitung: Joana Mallwitz

Das Projekt ist eine europäische Koproduktion zwischen ARTE und seinen Partnersendern MDR, ARTE France, RAI und ORF.

Freitag, 09.08. / 23:05 Uhr / Beethovens Neun – Ode an die Menschlichkeit
Dokumentarfilm, Deutschland, 2024, ZDF 82 Min.
Regie: Larry Weinstein
Online verfügbar von 05/05/2024 bis 03/08/2024

1824 brachte Ludwig van Beethoven seine 9. Symphonie zur Uraufführung: Ein tiefes Plädoyer für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Anfang 2023 begann der Filmemacher Larry Weinstein seine Arbeit an einem Film über Beethoven und seine Symphonie und stellt sich darin die Frage, was wir als Menschheit in den zweihundert Jahren seit der Entstehung erreicht haben. Ein Film, der von Krieg, Hoffnung und der Bedeutung von Musik in unserer heutigen Gesellschaft erzählt. Doch als das Weltgeschehen Larry Weinstein in seinen eigenen Film hineinzieht, wird diese Frage zu einer zutiefst persönlichen.

Inspiriert von den Idealen der Aufklärung war Beethovens Neunte die erste Symphonie der Geschichte, die einen Text enthielt – Worte, die von Liebe und Freiheit, Hoffnung und Frieden handeln. Doch sind wir zweihundert Jahre später den Hoffnungen Beethovens näher gekommen?

Um diese Fragen zu beantworten, folgt Weinstein neun Menschen, die auf unterschiedliche Weise mit dieser Symphonie verbunden sind. Er begleitet die Proben des Ukrainian Freedom Orchestra und der Dirigentin Keri-Lynn Wilson. Er trifft die Komponistin Gabriela Lena Frank, die taub geboren wurde und die Schwerhörigkeit Beethovens eindrücklich vermitteln kann. Er folgt den Spuren von Charles M. Schulz, der Beethoven durch seine Comics populär gemacht hat. Und in Berlin werden wir an den Ort eines der letzten und berühmtesten Konzerte Leonard Bernsteins geführt.

Dann katapultiert das Weltgeschehen den Filmemacher unerwartet selbst in die Geschichte hinein und zeigt, wie eng Kunst und Leben miteinander verbunden sind. Beethovens Hoffnung für eine bessere Menschheit wird zu einer äußerst persönlichen Suche für Weinstein.


Programmwoche 33:

Samstag, 09.08. / 05:15 Uhr / Céline Dion – Aufstieg einer Diva
Dokumentation, Schweiz, 2024, ARTESSR 53 Min.
Regie: Noël Tortajada, Vincent Gonon
Online verfügbar von 02/07/2024 bis 15/09/2024
Wiederholung vom 17.07.2024

Sonntag, 10.08. / 06:15 Uhr / Rita Hayworth ~ Zu viel vom Leben
Dokumentation, Deutschland, 2019, RB 52 Min.
Regie: Henning van Lil, Katja Runge
Produktion: Bremedia
Produzent: Heidi Buns
Online verfügbar von 11/08/2024 bis 10/09/2024

Rita Hayworths großer Durchbruch im Schauspielgeschäft kam 1942 als verführerische „Love Goddess“ in „Gilda“ von Charles Vidor. Ein Rollenbild, das ihr Image als Leinwandgöttin lange geprägt und unter dem sie gelitten hat, weil er im starken Kontrast zu ihrem wirklichen Leben stand: schüchtern, zurückhaltend und auf der ständigen Suche nach Liebe und einem intakten Familienleben. Fünfmal war sie verheiratet, unter anderen mit dem Prinzen Ali Aga Khan, für den sie kurzzeitig das Filmgeschäft verließ, um Hollywoods erste Prinzessin zu werden. „Jeder Mann, den ich kannte, verliebte sich in Gilda, aber wachte mit mir auf“, sagte die Schauspielerin über sich selbst. Eine Zerrissenheit, die sich durch ihr ganzes Leben zog.

Das Porträt der Filmemacher Henning van Lil und Katja Runge erzählt mit Hilfe einiger ihrer Weggefährten, wie zum Beispiel Schauspielkollegin Constance Towers und Ritas letztem Manager Budd Burton Moss, vom Ruhm und Glamour einer der größten Schauspielerinnen ihrer Zeit. Aber auch von den Problemen und Tiefpunkten in ihrem Privatleben sowie von den gescheiterten Versuchen, mit dem Image von „Gilda“ zu brechen.

Sonntag, 10.08. / 16:05 Uhr / Tina Turner – My Songs. My Life
Schwerpunkt: Summer of Champions
Dokumentation, Deutschland, 2024, MDR 52 Min.
Regie: Schyda Vasseghi
Online verfügbar von 28/07/2024 bis 26/10/2024
Wiederholung vom 28.07.2024

Sonntag, 10.08. / 16:55 Uhr / Der Künstler Thomas Schütte – Die Geburt der Nixe
Dokumentation, Deutschland, 2022, ZDF 53 Min.
Regie: Corinna Belz
Online verfügbar von 10/08/2024 bis 10/09/2024
Erstausstrahlung

Eine drei Meter hohe Frauenskulptur, eine Meerjungfrau wird in einer New Yorker Galerie aufgestellt. Wo kommt dieses rätselhafte Wesen her? Der Film zeigt die Entstehung der „Nixe“ und die Zusammenarbeit des Künstlers Thomas Schütte mit verschiedenen Werkstätten, als das, was es ist: Teamwork, bei dem jeder sein, teils Jahrhunderte altes Wissen einbringt. Ein faszinierendes Spiel mit Materialien, Ideen und Formen. Mittendrin der Künstler – rauchend, nachdenklich und immer bereit, die Welt in Bildern neu zu erfinden und zu kommentieren.

Wie kann man dem Bewusstsein der menschlichen Vergänglichkeit mit Wehmut, Wut und Witz begegnen? Der Künstler Thomas Schütte findet seit über 40 Jahren überraschende Antworten auf Papier, in Ton oder Bronze. Das Arbeiten mit den Händen, das Zeichnen, das Aquarellieren, das Modellieren, das Formen mit Ton und Knetmasse, das Bauen mit Holz und anderen Materialien stehen im Zentrum seiner künstlerischen Tätigkeit. Wie bei nur wenigen Künstlern seiner Generation kommt in Schüttes Werken ein Wissen um handwerkliche Techniken zur Anwendung, die ihn mit seinen Werkstätten eng verbindet. In allen seinen Werken geht es dabei immer um den Menschen. Seine Arbeiten haben Schwere und Leichtigkeit, aber sie zeigen auch Beschädigungen, Machtverhältnisse, Ängste, Abhängigkeiten, böse, schräge und schöne Gestalten. Ob es um Skulpturen wie die „Nixe“, um Architektur wie die Skulpturenhalle und die Spàrta Hütte oder um einen überlebensgroßen „Mann im Matsch“ geht, immer begegnen uns Schüttes Werke mit eindringlicher physischer Präsenz, die seine Werke für ein breites Publikum interessant machen. Thomas Schütte hat an der Kunstakademie Düsseldorf bei Gerhard Richter studiert und zählt heute zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart. Seine Werke sind weltweit in allen großen Museen und Sammlungen vertreten.

Sonntag, 10.08. / 17:50 Uhr / Sergej Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 2
Mao Fujita, Riccardo Chailly, Lucerne Festival Orchestra
Musik, Frankreich, Schweiz, 2022, ARTESSR 43 Min.
Regie: Ute Feudel
Komponist: Sergej Rachmaninow
Dirigent: Riccardo Chailly
Orchester: Lucerne Festival Orchestra
Mit: Mao Fujita (Klavier)
Online verfügbar von 04/08/2024 bis 10/09/2024

Das zweite Klavierkonzert hat nicht nur Rachmaninows Komponistenkarriere gerettet, es wurde eines der erfolgreichsten Werke des klassischen Repertoires überhaupt. Der Misserfolg seines ersten Klavierkonzerts stürzte Rachmaninow in eine tiefe Krise. Erst nach intensiver Therapie konnte er seine dreijährige Schaffenskrise überwinden und das zweite Klavierkonzert vollenden, das seinen internationalen Durchbruch bedeutete. Nicht umsonst verewigte Billy Wilder das Konzert in seiner Psychokomödie „Das verflixte siebte Jahr“. In Luzern spielt der junge japanische Pianist Mao Fujita den Solopart. Riccardo Chailly dirigiert das Lucerne Festival Orchestra.

Sergej Rachmaninow wurde 1873 als Sohn einer verarmten Aristokratenfamilie geboren und wuchs in Sankt Petersburg auf. Der Vater hatte alle Güter verprasst und verließ die Familie, als Sergej zehn Jahre alt war, und die Mutter wurde fortan mit ihren Kindern von der Großmutter unterstützt. Rachmaninow studierte am St. Petersburger und am Moskauer Konservatorium. 1897 brach alles zusammen. Rachmaninows erste Symphonie war ein Flop und wurde von der Musikkritik verrissen.

Für den erfolgsverwöhnten Rachmaninow waren die Aufführung und die negative Reaktion der Presse ein Schock, von dem er sich fast nicht mehr erholt hätte. Er wurde depressiv, begann zu trinken und verstrickte sich in eine unglückliche Affäre.

Drei Jahre lang komponierte er nichts mehr und trat nur noch als Pianist und Dirigent auf. Schließlich fand er in dem bekannten russischen Psychiater Nikolai Dahl seinen Retter. Nach drei Monaten intensiver Therapie gelang es Dahl, dem verzweifelten Künstler seine Kunst zurückzugeben. Rachmaninows zweites Klavierkonzert ist dem genialen Arzt gewidmet, der neben Freuds Technik der Psychoanalyse auch Hypnotherapie und positive Autosuggestion anwandte.

Die Uraufführung des vollständigen Konzerts fand am 9. November 1901 in Moskau unter der Leitung von Alexander Siloti und mit Rachmaninow selbst am Klavier statt. War der erste Eindruck noch zwiespältig, so stellte sich mit der zweiten Aufführung – diesmal mit Rachmaninow am Pult und Siloti als Solisten – ein durchschlagender Erfolg ein. Damit hatte der Komponist seine Schaffenskrise endgültig überwunden. 1904 erhielt Rachmaninow für sein zweites Klavierkonzert den begehrten Glinka-Preis der St. Petersburger Beljajew-Stiftung.


Sonntag, 10.08. / 22:55 Uhr / Der einzig wahre Tarzan
Schwerpunkt: Summer of Champions
Dokumentation, Deutschland, 2004, ARTE 52 Min.
Regie: Florian Iepan
Mit: Johnny Weissmuller
Online verfügbar von 07/07/2024 bis 09/11/2024

Olympische Spiele 1924 in Paris: Johnny Weissmüller gewinnt drei Goldmedaillen und wird der erste Schwimmer, der die 100 Meter in weniger als einer Minute zurücklegt. Kaum jemand weiß, dass der als Kind mit seinen Eltern eingewanderte Weissmüller zu dem Zeitpunkt, als er die Goldmedaillen für die USA in Empfang nahm, noch gar nicht die amerikanische Staatsangehörigkeit besaß. Die wurde ihm später in aller Heimlichkeit zuerkannt. Das ist eine von vielen weitgehend unbekannten Geschichten über Johnny Weissmüller, der den bekannten Leinwaldhelden Tarzan verkörperte wie kein Zweiter.

„Der einzig wahre Tarzan“ ist die erste Dokumentation über den Ausnahmesportler Johnny Weissmüller, der Opfer seines eigenen, vom amerikanischen Showbetrieb geschaffenen Images wurde. Es ist die Geschichte vom Preis des Ruhms, die Menschen in aller Welt fasziniert.

Die Dokumentation gibt einen intimen Einblick in Weissmüllers frühe Lebensphase, die Höhepunkte seiner Popularität sowie seinen späteren Abstieg. Hollywoods erstes männliches Sexsymbol war fünf Mal verheiratet und verlor den Kontakt zu seinen Kindern, sein gesamtes Vermögen und seinen guten Ruf in zahlreichen Gerichtsprozessen. Seine Leistungen als Schauspieler waren häufig Gegenstand herber Kritik. Dennoch erhielt der frühere Page eines Luxushotels den American Patriot Award und wurde von der Königin von England ausgezeichnet. Amerikanische Soldaten baten ihn, seinen berühmten Schrei auf den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkrieges auszustoßen. Er wurde zu einer Legende, die Kindheit und Jugend von Millionen Menschen weltweit prägte.

Seltene und nie zuvor veröffentlichte Fotografien und bislang unbekanntes Archivmaterial illustrieren seine Sportkarriere, seine olympischen Triumphe, seine gescheiterten Ehen, seine Hollywooderfolge als Tarzan und anschließend seine Karriere als „Jungle Jim“. Ausgehend von persönlichen An- und Einsichten von Johnny Weissmüller Jr. zu Karriere und Leben seines Vaters, zeigt die Dokumentation Interviews mit Zeitzeugen der großen Hollywooderfolge, aber auch des Abstiegs in Acapulco, Mexiko. Zu Wort kommen auch Weissmüllers Ex-Ehefrauen und Hollywoodstars wie John Wayne und Errol Flynn. Es ist keine weitere glamouröse Abhandlung über Johnny Weissmüllers Schwimm- und Filmkarriere und auch keine skandalträchtige Paparazzi-Geschichte. Vielmehr ist die Dokumentation ein einfühlsames und dennoch unsentimentales Porträt des Mannes, der zum einzig wahren Tarzan für Filmbegeisterte auf der ganzen Welt wurde.

Zusatzinfo:
Interviewpartner sind neben Johnny Weissmüller Jr. unter anderem seine Ex-Frau Allene Gates und seine Tochter Wendy Weissmüller, seine Filmpartner Johnny Sheffield, Elena Verdugo und Linda Christian sowie Julian Lesser, Danton Burroughs und Mike Oliver. Der Filmemacher Florin Iepan stammt aus Rumänien. Er wurde im selben Dorf geboren wie Johnny Weissmüller. Diese Tatsache war nicht zuletzt Ursache dafür, sich mit dem faszinierenden Darsteller des Dschungelhelden Tarzan filmisch auseinanderzusetzen.

Sonntag, 10.08. / 23:50 Uhr / Die Orgelsucher
Dokumentarfilm, Frankreich, 2022, ARTE F 90 Min.
Regie: Pascale Bouhénic, Bernard Foccroulle
Produktion: Schuch Productions
Online verfügbar von 04/08/2024 bis 03/09/2024

„Die Orgelsucher“ begibt sich auf die Suche nach historischen Orgeln in ganz Europa. Die Königin der Instrumente, die Balzac als „ein ganzes Orchester“ beschrieb, „dem eine geschickte Hand alles abverlangen kann“, weist eine große Formenvielfalt auf. Ob in Deutschland, Spanien, Dänemark, Frankreich oder Italien: Je nach Sprache und Kultur sehen Orgeln in vielen Teilen Europas ganz unterschiedlich aus. Die Dokumentation erschließt den jeweiligen Klang der Instrumente durch das Spiel erstklassiger Organistinnen und Organisten.

In Versailles singt die herausragende Sopranistin Sabine Devieilhe eine „Leçon de Ténèbres“ des Orgelkomponisten François Couperin. In Peglio am Comer See spielt Lorenzo Ghielmi Orgelmusik von Girolamo Frescobaldi, im thüringischen Ponitz singt der Tenor Julian Prégardien eine Bachkantate, begleitet von Bernard Foccroulle an der Silbermann-Orgel. Monica Melcova spielt Musik von César Franck an der berühmten Cavaillé-Coll-Orgel der Basilika Saint-Sernin in Toulouse, Thomas Lacôte interpretiert die „Chants d’oiseaux“ von Olivier Messiaen an der Messiaen-Orgel der Eglise de la Trinité in Paris. In der Pariser Philharmonie schließlich spielen Olivier Latry und Shin-Young Lee zeitgenössische Orgelmusik.

Zwischen den Musikstücken dieser musikalisch-historisch-geografischen Reise entfaltet sich nach und nach die Geschichte der Orgel, erzählt von virtuosen Orgelbauern. Ihr von Generation zu Generation überliefertes Können, gepaart mit einer beeindruckenden Kultur, bilden das Herzstück der Orgelgeschichte. Europa hat Orgeln gebaut – und die Orgeln sind die Stimmen Europas.

„Die Orgelsucher“ hält einige Überraschungen bereit: vom Barock, in dem die Orgel die Königin der Instrumente war, bis zur elektronischen Musik, für die sie vielleicht den Weg geebnet hat. Ein einzigartiger kultureller Streifzug über Grenzen und Jahrhunderte hinweg, mit religiöser, weltlicher, populärer und zeitgenössischer Orgelmusik.

Sonntag, 10.08. / 01:20 Uhr / Alphaville „The Symphonic Tour“
Mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg
Musik, Deutschland, 2023, RB 59 Min.
Regie: Torben Jacobsen
Mit: Alphaville, Filmorchester Babelsberg
Online verfügbar von 11/08/2024 bis 30/09/2024
Erstausstrahlung

Am 12. Juni 2023 spielte die deutsche Synthie-Pop Band Alphaville, anlässlich ihres 40-jährigen Jubiläums, ihre größten Hits in der Berliner Philharmonie – in einem neuen symphonischen Gewand gemeinsam mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg.

Alphaville gilt als eine der erfolgreichsten deutschen Synthie-Pop-Bands und hat vor allem in den 1980er Jahren mit Hymnen wie „Big in Japan“, „Sounds Like a Melody“ oder „Forever Young“ Musikgeschichte geschrieben.

Nun blickt die Band um Frontmann Marian Gold auf 40 Jahre Bandgeschichte zurück und nimmt dies zum Anlass, gemeinsam mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg ihre größten Hits in neuen, spektakulären Orchesterversionen auf die Bühne zu bringen.

Alle Stücke seien durch die Bearbeitung in ihrem Kern klarer geworden, freigelegt, entfesselt, befreit, sagt Marian Gold. Das Konzert in der Berliner Philharmonie gilt als einer der Höhepunkte der Jubiläumstournee.

Die größten Hits von Alphaville in voller philharmonischer Wucht.
Die Setlist:
– Dream Machine
– Summer in Berlin
– Big in Japan
– A Victory of Love
– Diamonds Are Forever
– Sounds Like a Melody
– Dance With Me
– Enigma
– Elegy
– Welcome to the Sun
– Summer Rain
– Moon Girl
– Apollo
– Around the Universe
– Lassie Come Home
– Eternally Yours
– Flame
– Forever Young
Aufzeichnung vom 12. Juni 2023 in der Philharmonie Berlin.

Sonntag, 10.08. / 02:20 Uhr / Doherty & Lo ~ The Fantasy Life of Poetry & Crime
Musik, Frankreich, 2022, ARTE F 61 Min.
Regie: Thierry Villeneuve
Mit: Pete Doherty, Frédéric Lo
Online verfügbar von 04/08/2024 bis 10/09/2024

Im Januar 2022 kündigte der Rockmusiker Pete Doherty ein neues Album an – dieses Mal in Zusammenarbeit mit dem französischen Musiker, Komponisten und Produzenten Frédéric Lo. Das Duo fand inmitten der Pandemie zusammen, als es kaum Auftrittsmöglichkeiten gab. In strikter Arbeitsteilung schrieben sie das Album „The Fantasy Life of Poetry & Crime“ mit Texten von Pete Doherty und Musik von Frédéric Lo. Entstanden sind zwölf Oden an das wohlgesetzte Wort. ARTE zeigt das erste Konzert von Doherty & Lo, gefilmt im selben Homestudio, in dem die beiden Musiker ihr Album komponiert und aufgenommen haben.

Der Brite Pete Doherty ist als exzentrisch-kreativer Kopf der Bands The Libertines und Babyshambles bekannt; der Franzose Frédéric Lo zeichnete unter anderem für das Comeback von Daniel Darc Anfang der 2000er verantwortlich. Nun haben sich die beiden Musiker zusammengetan und gemeinsam ein Album geschrieben: „The Fantasy Life of Poetry & Crime“ ist eine Ode an das wohlgesetzte Wort – mit Texten von Pete Doherty und Musik von Frédéric Lo.
Passend zur Veröffentlichung des Albums zeigt ARTE Concert das erste Konzert von Doherty & Lo, aufgenommen in einer Villa im französischen Étretat – jenem Ort, an dem „The Fantasy Life of Poetry & Crime“ eingespielt wurde. Pete Doherty und Frédéric Lo präsentieren alle zwölf Songs ihres Albums zusammen mit einer Rockformation, die bei manchen Stücken von einem Streichquartett begleitet wird. Einige Songs werden unplugged gespielt.
Pete Doherty und Frédéric Lo fanden in einer Zeit zusammen, in der die Künstler kaum Auftrittsmöglichkeiten hatten und ganz neue, intimere Formen der Produktion erprobt wurden. Inmitten der Coronapandemie entstand das Album „The Fantasy Life of Poetry & Crime“, das im März 2022 veröffentlicht wurde. Für das Songwriting zogen sich Doherty und Lo in die Normandie zurück, in ein prunkvolles Bürgerhaus aus dem 19. Jahrhundert. Die besondere Umgebung des Seebads Étretat, in der die Tracks entstanden, spiegelt sich in jeder Note von Lo, in jedem Wort von Doherty wider.


Dienstag, 13.08. / 01:30 Uhr / Brahms Doppelkonzert – West-Eastern Divan Orchestra
Salzburger Festspiele 2021
Musik, Deutschland, 2021, ZDF     87 Min.
Regie: Elisabeth Malzer
Komponist: Johannes Brahms, César Franck
Dirigent: Daniel Barenboim
Orchester: West-Eastern Divan Orchestra
Mit: Daniel Barenboim, Michael Barenboim (Violine), Kian Soltani (Violoncello)
Online verfügbar von 12/08/2024 bis 11/11/2024

Michael Barenboim und Kian Soltani sind die Solisten beim Konzert des West-Eastern Divan Orchestra in Salzburg 2021. Auf dem Programm steht das Doppelkonzert für Violine und Violoncello in a-Moll op. 102, Johannes Brahms‘ finales Orchesterwerk, komponiert 1887. Die musikalische Leitung hat Daniel Barenboim.

Michael Barenboim und Kian Soltani sind die Solisten beim Konzert des West-Eastern Divan Orchestra in Salzburg 2021. Im Mittelpunkt des Programms steht das Doppelkonzert für Violine und Violoncello in a-Moll von Johannes Brahms. Es ist dies Brahms einziges Werk in diesem Genre und gleichzeitig auch sein finales Orchesterwerk, komponiert 1887. Die musikalische Leitung hat Daniel Barenboim.

Johannes Brahms komponierte das Doppelkonzert in a-Moll in der erklärten Absicht, seine vormals enge Freundschaft mit dem Geigenvirtuosen Joseph Joachim zu erneuern. Diese war nach persönlichen Querelen stark abgekühlt, was für Brahms umso schwerer wog, als er mit Joachim in der Vergangenheit eng zusammengearbeitet und große Erfolge errungen hatte, etwa bei der Komposition des Violinkonzerts, bei dessen Uraufführung Joachim auch die Solovioline gespielt hatte. Und der Plan ging auf, Joseph Joachim übernahm tatsächlich den Violinpart des Doppelkonzertes bei der Uraufführung am 18. Oktober 1887 in Köln und zeigte sich durchaus angetan von der Komposition.

Michael Barenboim spielt Violine, seit er sieben Jahre alt ist. Mit 15 wurde er Mitglied des West-Eastern Divan Orchestra, drei Jahre später dessen Konzertmeister. Schon früh trat er auch als Solist in Erscheinung und konzertierte mit namhaften Orchestern wie den Wiener Philharmonikern und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Kian Soltani, österreichischer Cellist mit iranischen Wurzeln, kam schon im Alter von vier Jahren mit seinem Instrument in Berührung, mit zwölf Jahren begann er sein Cello-Studium. Er gewann zahlreiche Preise und arbeitet regelmäßig mit Daniel und Michael Barenboim zusammen.

Mittwoch, 14.08. / 21:25 Uhr / Queen, „We Are the Champions“
Die Geschichte der größten Sporthymne aller Zeiten
Dokumentation, Deutschland, 2024, ARTEFFL 60 Min.
Regie: Hannes Rossacher, Lilly Schlagnitweit
Online verfügbar von 07/07/2024 bis 07/07/2027
Wiederholung vom 07.07.2024

Mittwoch, 14.08. / 22:25 Uhr / Rihanna – Inselkind, Popstar, Nationalheldin
Schwerpunkt: Summer of Champions
Dokumentation, Barbados, Deutschland, USA, 2024, ZDF 53 Min.
Regie: Aaron Thiesen
Online verfügbar von 14/08/2024 bis 12/11/2024
Erstausstrahlung

Rihannas Aufstieg zur globalen Pop-Ikone scheint geradezu märchenhaft: Aufgewachsen in bescheidenen Verhältnissen auf Barbados, verlässt sie die Karibikinsel schon als Teenager und wird in New York zum Popstar und zur milliardenschweren Unternehmerin. Für ihre Heimat ist Rihanna die wichtigste Repräsentantin. Die jüngste Republik der Welt hat sich erst 2021 selbstbewusst von der britischen Krone losgesagt und Rihanna stellt sich in ihren Dienst. Die Dokumentation erzählt Rihannas Karriere aus der Perspektive ihrer Heimatinsel und zeichnet ihre Doppelrolle als Weltstar und Nationalheldin nach.

Aufgewachsen in einfachen Verhältnissen auf der Karibikinsel Barbados, verlässt Rihanna schon in Teenagerjahren die Insel, um in New York zu einem der größten Popstars und zur milliardenschweren Unternehmerin aufzusteigen. Mit mehr als 250 Millionen verkauften Tonträgern und einem Kosmetik-Imperium wird Rihanna in den USA zur jüngsten Selfmade-Milliardärin. Doch die enge Verbindung zu ihrer Heimatinsel hat sie nie gekappt. Von Beginn ihrer Karriere an trägt sie die Last, das Land in der Welt zu repräsentieren. Anhand der Diskussionen über Rihannas Musik und ihr öffentliches Auftreten verhandelt die barbadische Gesellschaft bis heute ihre nationale Identität, Geschlechterrollen und ihre koloniale Vergangenheit. Als sich Barbados im Jahr 2021 endgültig von der britischen Krone lossagt und sich zur Republik erklärt, wird Rihanna feierlich zur ersten Nationalheldin der Republik Barbados ernannt. Kannte man die Insel vor einer Dekade lediglich als exotische Touristendestination, gilt Barbados heute als gewichtige Stimme für Klimagerechtigkeit und als Vorreiter in einer Debatte über Reparationszahlungen für Sklaverei. Die Dokumentation erkundet, welche Rolle Rihanna für Barbados‘ Aufbruch in ein postkoloniales Zeitalter spielt und findet Antworten auch im außergewöhnlichen Verhältnis zwischen der Musikerin und Premierministerin Mia Mottley.

Mittwoch, 14.08. / 23:20 Uhr / Shakira, Oral Fixation Tour
Schwerpunkt: Summer of Champions
Musik, USA, 2007, ARTE F 93 Min.
Regie: Nick Wickham
Online verfügbar von 07/07/2024 bis 13/09/2024
Erstausstrahlung

Auf ihrer Tour „Oral Fixation“ füllte Shakira mit ihren größten Pop-Hits ganze Stadien. Die Live-Aufnahmen der Shows zeigen die beeindruckende Bühnenpräsenz und Kondition der wohl berühmtesten kolumbianischen Sängerin. Der Film Shakira, Oral Fixation Tour verewigt mit Konzertaufnahmen aus Miami (Florida) und San Juan (Puerto Rico) Shakiras berühmte Welt-Tournee 2006/2007. Bei dieser außergewöhnlichen Tour machte die Sängerin in 27 Städten Halt und spielte 41 ausverkaufte Konzerte (mit 2,7 Millionen Zuschauenden) auf fünf Kontinenten. Ein Kraftakt und zugleich ein Beleg für Shakiras erfolgreiche internationale Karriere, die 2001 mit ihrem ersten englischsprachigen Welthit „Whenever, Whenever“ (eine Singleauskopplung des Albums Laundry Service) begann. Ein Film mit Live-Performances von Songs wie „La Tortura“ (mit Alejandro Sanz), „Whenever, Wherever“, „Underneath Your Clothes“, „Inevitable“, „Don’t Bother, „Hey You“ und dem Welterfolg „Hips Don’t Lie“ (mit Wyclef Jean).


Freitag, 16.08. / 21:55 Uhr / Jacques Offenbach: Hoffmanns Erzählungen
Salzburger Festspiele 2024
Oper, Österreich, 2024, WDR 215 Min.
Regie: Michael Beyer
Komponist: Jaques Offenbach
Inszenierung: Mariame Clément
Dirigent: Marc Minkowski
Orchester: Wiener Philharmoniker
Chorleitung: Alan Woodbridge
Chor: Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
Moderation: Dorothée Haffner, Teresa Vogl

Mit: Benjamin Bernheim (Hoffmann), Kathryn Lewek (Stella | Olympia | Antonia I Giulietta), Christian Van Horn (Lindorf | Coppélius | Dr. Miracle | Dapertutto), Kate Lindsey (Die Muse | Nicklausse), Marc Mauillon (Andrès | Cochenille | Frantz | Pitichinaccio), Géraldine Chauvet (Géraldine Chauvet), Michael Laurenz (Spalanzani), Jérôme Varnier (Crespel | Meister Luther), Philippe-Nicolas Martin (Hermann | Peter Schlémil), Paco Garcia (Nathanaёl)

Online verfügbar von 16/08/2024 bis 15/09/2024
Erstausstrahlung

Der französische Tenor Benjamin Bernheim übernimmt als Hoffmann die Titelpartie dieser „phantastischen Oper“, wie Jacques Offenbach sie selbst genannt hatte. Wiener Philharmoniker und Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor werden geleitet von Marc Minkowski. In wechselnden Rollen erlebt das Publikum unter anderem Kathryn Lewek und Kate Lindsey, inszeniert von Mariame Clément für die Salzburger Festspiele.

Mit dem wohl berühmtesten Fragment der Opernliteratur stellt sich die französische Regisseurin Mariame Clément in diesem Sommer erstmals bei den Salzburger Festspielen vor. Nach unzähligen Operetten und komischen Opern wird „Hoffmanns Erzählungen“ Jacques Offenbachs letzter Versuch bleiben, all jene eines Besseren zu belehren, die in ihm nur einen Operettenkomponisten sahen.

Einer der berühmtesten Dichter der Romantik, E. T. A. Hoffmann, der in all seinen Schriften auf faszinierende Weise den Grenzbereich zwischen Realität und Fantasie auslotet, wird zum Titelhelden. Unglücklich verliebt begegnet er in einem raffinierten Vexierspiel seinen literarischen Figuren. Hin- und hergerissen zwischen Kunst und Leben, Liebe und Fantasie, Traum und Wirklichkeit scheitert er immer wieder nicht nur an der Liebe, an seinen dämonischen Gegenspielern, sondern letztlich auch an sich selbst.

Meisterhaft verbindet der Komponist die heitere Seligkeit der Operette mit der Sentimentalität der Opéra comique und der Surrealität der romantischen Oper: ein Musiktheater, dessen Melodien bis heute nichts von ihrer Popularität eingebüßt haben.

Am Pult der Wiener Philharmoniker steht Marc Minkowski, der den Witz, die Tragik, Intensität und Empfindsamkeit der Komposition zum Erklingen bringt. Für die TV-Übertragung zeichnet Michael Beyer verantwortlich. Durch den Opernabend führen Teresa Vogl und Dorothée Haffner.


Regelmäßige Sendungen mit kulturellen Themen auf arte sind zudem:
– Stadt, Land, Kunst (Mo. – Fr. 13 Uhr) und
– TWIST (sonntags)

Diese Übersicht wird stets mehrere Wochen vor den jeweiligen Sendeterminen erstellt.
Aktuelle Programmänderungen sind meist nicht berücksichtigt. Diese finden sich auf arte.tv.