TV-Tipps arte
arte und 3sat übertragen in ihren umfangreichen Programmen regelmäßig Dokumentationen über Künstler und Kulturereignisse, dazu Konzerte (von Klassik über Pop & Rock bis Heavy Metal), Musicalfilme, Opern-, Tanz- und Theatervorstellungen.
Diese Seite informiert über bevorstehende interessante Ausstrahlungstermine auf arte aus dem Kulturbereich.
Programmwoche 07:
Mittwoch, 11.02. / 00:30 Uhr / Fanny Ardant – Die Geburt einer Leidenschaft
Dokumentation, Frankreich, 2022, ARTE F 52 Min.
Regie: William Karel
Online verfügbar von 04/02/2026 bis 31/07/2026
Die Französin Fanny Ardant gilt als Weltklasse-Schauspielerin, die in keine Schublade passt. Unter anderem drehte sie mit dem legendären Nouvelle-Vague-Regisseur François Truffaut. William Karel war bei den Dreharbeiten als Fotograf vor Ort und konnte miterleben, wie sich der Regisseur und die Schauspielerin ineinander verliebten. 1984 verstarb Truffaut dann unerwartet mit nur 52 Jahren. Fanny Ardant sagte später: „Ich geriet in eine Art Wachtraum. Die Begegnung mit François hat das Feuer in mir entfacht. Dieser Moment war der Höhepunkt meines Lebens.“ Dieses Feuer ermöglichte der lebenshungrigen jungen Frau, sich selbst zu finden und für die Filmwelt zu öffnen. In bislang unveröffentlichten Archivaufnahmen macht William Karel die Initialzündung erfahrbar, die Fanny Ardant zu der Schauspielerin machte, die sie heute ist.
Fanny Ardant wurde im Laufe ihrer langen Karriere mit zwei Césars ausgezeichnet, führte bei zahlreichen Filmen Regie und feierte mit über 40 Theaterstücken triumphale Erfolge. Sie spielte in rund 100 Filmen, unter anderem unter der Regie von Alain Resnais, Michelangelo Antonioni, Costa-Gavras, Ettore Scola, Sydney Pollack, Agnès Varda und François Ozon. Und natürlich von François Truffaut, mit dem sie zwei Filme drehte: „Die Frau nebenan“ und „Auf Liebe und Tod“, die zugleich die letzten beiden Filme des Regisseurs sein sollten.
William Karel war von 1981 bis 1983 bei den Dreharbeiten als Fotograf vor Ort und konnte miterleben, wie sich die beiden kennen und lieben lernten. Seither verbindet ihn mit Fanny Ardant eine enge Freundschaft.
Ardant und Truffaut führten drei Jahre lang eine leidenschaftliche Beziehung, aus der die gemeinsame Tochter Joséphine stammt. Doch im Oktober 1984 erlag François Truffaut im Alter von nur 52 Jahren den Folgen eines Gehirntumors. Fanny Ardant sagte später darüber: „Ich geriet in eine Art Wachtraum. Die Begegnung mit François hat das Feuer in mir entfacht. Dieser Moment war der Höhepunkt meines Lebens.“ Dieses Feuer ermöglichte der lebenshungrigen jungen Frau, sich selbst zu finden und für die Filmwelt zu öffnen.
40 Jahre später fand William Karel in seinem persönlichen Archiv die Aufnahmen von den Dreharbeiten ihrer gemeinsamen Filme, zahlreiche Interviews sowie Bilder von einer Venedigreise mit Fanny Ardant nach Truffauts Tod. In „Fanny Ardant – Die Geburt einer Leidenschaft“ macht er die Initialzündung erfahrbar, die Fanny Ardant zu der Frau und Künstlerin machte, die sie heute ist – ein Mensch, der Freiheit in der Kinoindustrie verkörpert. Die 76-Jährige versteht das Alter als Zeit einer wiedergefundenen Unbeschwertheit, als Spiegelbild ihrer rebellischen Kindheit. Ihre Schönheit, ihre Anziehungskraft und ihr Nonkonformismus machen ihre Schauspielkunst bis heute zu einem unvergleichlichen Leinwanderlebnis.
Donnerstag, 12.02. / 04:30 Uhr / (Fast) die ganze Wahrheit: Goethe
Serie, Frankreich, 2020, ARTE F 3 Min.
Regie: Nicolas Rendu
Online verfügbar von 10/01/2022 bis 13/04/2026
Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Als Gegengift zur Informationslawine und der Verbreitung von „Fake News“ liefert „(Fast) die ganze Wahrheit“ unbestreitbare Tatsachen, unnützes Wissen und pikante Anekdoten über Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in knackig-kurzen Porträts. In dieser Folge: Johann Wolfgang von Goethe.
Johann Wolfgang von Goethe schrieb eines der bedeutendsten Werke der deutschen Literatur: die Geschichte eines Mannes, der einen Pakt mit dem Teufel schließt. Aber das Theaterstück „Faust“ verrät vor allem, wofür sein Autor brennt: die Leidenschaft! Die Animationsserie „(Fast) Die ganze Wahrheit“, die mit augenzwinkerndem Humor aus dem Nähkästchen prominenter Persönlichkeiten plaudert, wartet mit einer fünften Staffel auf. Die vom Kreativteam der französischen Produktionsfirma Blogothèque geschaffene Serie setzt Spielzeug oder Alltagsutensilien in Stop-Motion-Animationen ein, die von einer frechen Off-Stimme kommentiert werden. In der fünften Staffel gesellen sich zur lustigen Porträtgalerie 39 weitere Promis – unter anderem Josephine Baker, Jeanne Moreau, Albert Camus, Napoleon, Alain Delon und Virginie Despentes.
Freitag, 13.02. / 23:15 Uhr / Sade: Bring Me Home
Live in California
Musik, Großbritannien, 2025, ARTE F 117 Min.
Regie: Sophie Muller
Online verfügbar von 06/02/2026 bis 13/06/2026
Erstausstrahlung
Nach einer zehnjährigen Schaffenspause brachte die Band Sade 2010 das Album ʺSoldier of Loveʺ heraus. Fans und Kritiker feierten das Werk, mit dem die Gruppe auf eine ausverkaufte Tournee ging. Das fulminante Comeback wurde am 4. September 2011 in der Citizens Business Bank Arena im kalifornischen Ontario aufgezeichnet. Der rund zweistündige Konzertmitschnitt unter der Regie von Sophie Muller wurde für einen Grammy nominiert.
Die Show knüpft an die Soul- und Rhythm ’n’ Jazz-Fusion, für die Sade seit ihren Anfängen im Jahr 1983 steht. Sade war nicht nur in den 1980er Jahren weltweit erfolgreich, sondern auch in den folgenden Jahrzehnten. Die Gruppe verkaufte Millionen von Tonträgern und ihre Alben wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Dennoch trat Sängerin Sade Adu im Gegensatz zu vielen anderen Popstars nur selten in der Öffentlichkeit auf.
Dieser Konzert-Mitschnitt vereint das Spiel mit warmem Licht und cineastische Schwarz-Weiß-Sequenzen. Neben Klassikern wie ʺSmooth Operatorʺ, ʺThe Sweetest Tabooʺ, ʺYour Love Is Kingʺ, ʺParadiseʺ und ʺNo Ordinary Loveʺ präsentiert die Band auch Songs aus dem Album ʺSoldier of Loveʺ. Helen Folasade Adu, bekannt unter ihrem Künstlernamen Sade, ist die Stimme und das Gesicht der Band. Die Sängerin, Songwriterin und Musikerin galt schon früh als ʺQueen des zeitgenössischen Soul und Rhythm ’n‘ Jazzʺ.
Das am 8. Februar 2010 erschienene ʺSoldier of Loveʺ ist das sechste Album der Gruppe und das erste nach einer zehnjährigen Schaffenspause. Es erreichte Platz vier der britischen Albumcharts. In den USA verkaufte es sich allein in der ersten Woche über 500.000 Mal und hielt sich drei Wochen an der Spitze der Billboard-200-Charts. ʺBring Me Home: Live 2011ʺ ist das zweite Live-Album und das fünfte Videoalbum der britischen Band. Es erschien am 22. Mai 2012 bei RCA Records.
Freitag, 13.02. / 01:15 Uhr / Brandt Brauer Frick ~ Techno in Berlin
Musik, Deutschland, 2023, ZDF 61 Min.
Regie: Stefan Mathieu
Online verfügbar von 13/02/2026 bis 14/05/2026
Brandt Brauer Frick vereinen elektronische Tanzmusik mit zeitgenössischer klassischer Musik. Die drei klassisch geschulten Musiker stehen für handgemachten, unwiderstehlichen Dancefloor-Sound. Das Ensemble wurde 2008 mit dem Ansatz gegründet, Elemente der elektronischen Tanzmusik mit der Klangwelt der zeitgenössischen klassischen Musik zu kombinieren.
„Konzertsaal-Kompositionen für die Clubbing-Generation“, so bezeichnete die BBC die Musik des deutschen Trios Brandt Brauer Frick. Das Ensemble wurde 2008 mit dem Ansatz gegründet, das Repetitive und den Groove der elektronischen Tanzmusik mit der Klangwelt der zeitgenössischen klassischen Musik zu vereinen. Mit voreingespielten Instrumentalparts, die als Samples in ihren von Techno und Minimalismus inspirierten Stil weiterverarbeitet werden, kreieren sie komplexe Club-Avantgarde.
Als Trio und zusammen mit ihrem zehnköpfigen Ensemble oder auch mit einem ganzen Orchester haben Brandt Brauer Frick inzwischen über 400 Konzerte in mehr als 40 Ländern in Clubs, klassischen Konzertsälen und auf Festivals gespielt – darunter Glastonbury, Coachella, Montreux, Lincoln Center, Centre Pompidou und die Kölner Philharmonie. Ihren ersten Auftritt absolvierten Brandt Brauer Frick im Berliner Nachtclub Berghain.
Die Band hat bisher mehrere Studioalben veröffentlicht und dabei mit Künstlern wie Nina Kraviz, Gudrun Gut, Catherine Ringer, Jamie Lidell, Emika, Agnes Obel, Vic Mensa und Om’Mas Keith zusammengearbeitet. Brandt Brauer Fricks sechstes Studioalbum „Multi Faith Prayer Room“ wurde im Mai 2023 veröffentlicht.
Aufzeichnung vom 18. Februar 2023 im SchwuZ, Berlin.
Freitag, 13.02. / 03:21 Uhr / Bilder allein zuhaus: Mona Lisa, Leonardo da Vinci – Check-up
Serie, Frankreich, 2021, ARTE F 2 Min.
Regie: Gérard Pautonnier
Online verfügbar von 31/08/2021 bis 05/09/2026
Mona Lisa hat einen Kontrolltermin beim Augenarzt. Er ist ihr größter Fan und Mona Lisa genießt die Aufmerksamkeit. Sie ignoriert ihre Sehschwäche und nutzt stattdessen die Gelegenheit, um ihren Gesprächspartner mit Anekdoten aus dem komplizierten Star-Lifestyle zu versorgen.
Zusatzinfo: „Bilder allein zuhaus“ nimmt Meisterwerke der Malerei humorvoll unter die Lupe. Von Leonardo da Vincis „Mona Lisa“ bis hin zu Boteros „Bailarines“ werden in der 30-teiligen dritten Staffel der Kurzfilmserie Gemälde von Schauspielern zum Leben erweckt, die bei einem aufwendigen Casting wegen ihrer Ähnlichkeit mit den gemalten Figuren ausgewählt wurden. Auch Dekor und Kostüme sind dem jeweiligen Bildmotiv sorgfältig nachempfunden. Die witzigen Dialoge spielen dabei mit dem Zeitgeist und vermitteln nebenbei Wissenswertes über die Geschichte der Gemälde.
Freitag, 13.02. / 04:15 Uhr / Häuser der Kunst: Gabriele Münter und ihr Haus in Murnau
Dokumentationsreihe, Deutschland, 2025, NDR 26 Min.
Regie: Sascha Schmidt
Online verfügbar von 09/01/2026 bis 30/04/2026
Wiederholung vom 25.01.2026
Programmwoche 08:
Samstag, 14.02. / 05:20 Uhr / Billy Joel
Yankee Stadium, New York
Musik, USA, 2022, ARTE F 83 Min.
Regie: Jon Small
Online verfügbar von 02/01/2026 bis 09/05/2026
Wiederholung vom 09.01.2026
Samstag, 14.02. / 06:45 Uhr / 360° Reportage: Mexico-City, im Rhythmus des Danzon
Reportage, Deutschland, 2024, ARTE 52 Min.
Regie: Alexandro Cassigoli, Chiara Bonetti
Online verfügbar von 07/02/2026 bis 15/05/2026
Danzón – ein Tanz, der seinen Ursprung im „Contredans“ in Frankreich hatte und durch Sklaven und Aussiedler schließlich Anfang des 20. Jahrhunderts über Kuba nach Mexiko gelangte. Hier ist er heute noch lebendig und eine geliebte Tradition. Getanzt wird auf den Straßen ebenso wie in den legendären Salons, wie dem Salón Los Angeles. Unter den Tänzern sind viele ältere Menschen, denn der Danzón bringt sie zusammen, die Einsamen, die Traurigen, die Verlassenen. Mit dem Danzón feiern sie das Leben, die Liebe und die Gemeinschaft.
Eines der berühmtesten Tanzpaare des Salons Los Angeles in Mexiko-City sind Ricardo und Paola. Sie haben sich vor Jahren beim Tanzen kennengelernt, seitdem sind sie ein Paar – beim Tanzen wie im Leben. Die beiden Stars der Szene tragen die auffälligsten Kostüme, ihre grellen und schillernden Outfits sind bis ins Detail aufeinander abgestimmt. Paola hat einen ganzen Dachboden voller Roben, Schmuck und Schuhe und mehr als tausend Kleider.
Und auch der 88-jährige David ist dem Danzón verfallen: Sein ganzes Leben schon tanzt er, bis ein Unfall dem ein Ende setzte. Doch allabendlich schaltet er in seiner kleinen Wohnung die Musik an, schwelgt im Rhythmus und den Bewegungen: „Danzón ist meine Geliebte, ich kann sie nicht verlassen, wenn ich anfange zu tanzen, bin ich ein brennender Feuerwerkskörper, den niemand ausschalten kann“, sagt er. Über sein Handy und die sozialen Medien verbreitet er alle News und Termine rund um die Tanzveranstaltungen.
Und dann ist da noch der Schreiner und Restaurator Mario. Schuhe sind für ihn wesentlich beim Tanzen, für ihn spricht ein Tänzer mit seinen Schuhen. Weil ihm keine gut genug waren, stellt er seine Schuhmodelle seit 30 Jahren selbst her.
Alle fiebern sie einem großen Ereignis entgegen: dem 87. Jahrestag des Salón Los Angeles. Der Salon ist eines der ersten und charakteristischsten Tanzlokale von Mexiko-City. Es sind nicht mehr viele, aber die, die noch existieren, haben den Charme eines Ortes, an dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.
Samstag, 14.02. / 15:55 Uhr / Freddie Mercury: Der letzte Akt
Dokumentarfilm, Großbritannien, 2022, ARTE F 90 Min.
Regie: James Rogan
Online verfügbar von 16/01/2026 bis 22/02/2026
Wiederholung vom 23.01.2026
Samstag, 14.02. / 00:15 Uhr / Marie Jacquot dirigiert Weill, Dukas und Korngold
hr-Sinfonieorchester mit Julien-Laferrière
Musik, Deutschland, 2023, HR 91 Min.
Komponist: Kurt Weill, Paul Dukas, Erich Wolfgang Korngold, Arthur Honegger
Dirigent: Marie Jacquot
Orchester: HR-Sinfonieorchester
Mit: Victor Julien-Laferrière (Violoncello)
Online verfügbar von 14/02/2026 bis 15/05/2026
Marie Jacquot stellt in diesem Konzert Kurt Weill mit seinem bedeutendsten Orchesterwerk, der 2. Symphonie, vor. Den Auftakt machen Paul Dukas’ feierliche Fanfare aus dem Ballett „La Péri“ und die symphonische Dichtung „Der Zauberlehrling“. Victor Julien-Laferrière spielt die Solostimme in Arthur Honeggers Cellokonzert, das Einflüsse des aufkommenden Jazz aufnimmt, sowie Erich Wolfgang Korngolds Cellokonzert, das ursprünglich für den Film „Trügerische Leidenschaft“ komponiert wurde.
„Klassische Musik war nicht mein Ding“, sagt die damals 33-jährige Marie Jacquot über ihre Jugendzeit, in der sie in der höchsten Spielklasse Turniere gewann. Nach Musikstudium und Gastdirigaten bei führenden internationalen Orchestern – und als designierte Chefdirigentin des Königlichen Dänischen Theaters Kopenhagen – ist Jacquot eine der charismatischsten Frauen mit Taktstock. In diesem Konzert wird sie Kurt Weill als Symphoniker vorstellen. Die 2. Symphonie ist Kurt Weills bedeutendstes Orchesterwerk, dem man die Verwandtschaft mit seiner berühmten „Dreigroschenoper“ oft anmerkt.
Den Auftakt des Konzerts bilden Paul Dukas‘ feierliche Fanfare aus dem Ballett „La Péri“ und die symphonische Dichtung „Der Zauberlehrling“ nach Johann Wolfgang von Goethes Gedicht über einen außer Kontrolle geratenen Zauberbesen.
Victor Julien-Laferrière – in seinem Fach unter anderem mit dem Königin-Elisabeth-Preis und dem ersten Preis beim internationalen Musikfestival Prager Frühling ausgezeichnet – spielt die Solostimme in Arthur Honeggers Cellokonzert, das Einflüsse des aufkommenden Jazz aufnimmt, sowie Erich Wolfgang Korngolds Cellokonzert, das nach Motiven seiner Filmmusik für „Trügerische Leidenschaft“ ( „Deception“, 1946) gestaltet wurde.
Aufzeichnung vom 13. Januar 2023 im hr-Sendesaal, Frankfurt.
Zusatzinfo:
Das Programm im Überblick:
– Paul Dukas, La Péri – Fanfare
– Paul Dukas, Der Zauberlehrling
– Arthur Honegger, Cellokonzert
– Erich Wolfgang Korngold, Cellokonzert
– Kurt Weill, 2. Symphonie
Samstag, 14.02. / 01:45 Uhr / Ludwigsburger Schlossfestspiele 2022: Die unvollendete Revolution
Musik, Deutschland, 2022, ZDF 79 Min.
Regie: Jörg Thomas Mohr
Produzent: Jochen Sandig
Komponist: Samuel Barber, Kanstantsin Yaskou, Olga Podgaiskaya, Töru Takemitsu, Franz Schubert, Théodore Akimenko
Dirigent: Vitali Alekseenok
Orchester: Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele
Mit: Äneas Humm (Bariton), Guillermo González (Flöte)
Online verfügbar von 13/02/2026 bis 31/03/2026
Der Programmtitel „Die unvollendete Revolution“ verweist auf die politische Entwicklung in Belarus, wo 2020 friedliche Proteste gegen die autokratische Führung brutal unterdrückt wurden. Vitali Alekseenok, Newcomer der Stunde in der Dirigentenszene und politischer Aktivist, nutzte 2022 den Konzertabend bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen als musikalische Verneigung vor der Bevölkerung des Landes.
„Statt wie ursprünglich geplant, begegneten wir uns also nicht mit einem Taktstock und einer Flöte in einem Konzertsaal, sondern mit Trauerblumen neben einem Blutfleck auf den Straßen von Minsk.“ Die Begegnung des Dirigenten Vitali Alekseenok mit der Flötistin und Bürgerrechtlerin Maria Kalesnikava in der belarussischen Hauptstadt verlief anders als erwartet: 2020 protestierten beide friedlich gegen den autokratischen Amtsinhaber Alexander Lukaschenko. Kalesnikava wurde – wie viele andere – im Jahr 2020 inhaftiert.
Dirigent Vitali Alekseenok ist von den Erlebnissen in Minsk stark geprägt. Schwerpunkt seines Programms für die Ludwigsburger Schlossfestspiele 2022 sind drei von ihm in Auftrag gegebene Gedichtvertonungen von belarussischen Komponistinnen und Komponisten. In ihnen werden die Zu- und Notstände der Bevölkerung verarbeitet – hymnisch, betend, verzweifelt.
Eröffnet wird das Programm mit Samuel Barbers berühmtem „Adagio“ für Streicher. Die Stille schließlich, die Tōru Takemitsus Flötenstück „Air“ verkörpert, passt zu der friedlichen Qualität der belarussischen Revolution. Die Aufführung wurde der damals noch inhaftierten Maria Kalesnikava gewidmet. Dass die friedliche Revolution noch nicht am Ziel ist, kommt mit Franz Schuberts unvollendeter 7. Symphonie zum Ausdruck.
Sonntag, 15.02. / 08:00 Uhr / Das Trojanische Pferd ~ Auf der Spur eines Mythos
Dokumentation, Deutschland, 2020, ZDF 52 Min.
Regie: Roland May
Wiederholung vom 07.02.2026
Sonntag, 15.02. / 15:10 Uhr / Troja – Schliemanns Suche nach der Stadt Homers
Dokumentarfilm, Großbritannien, 2025, ZDF 90 Min.
Regie: Adam Luria, Jerome Lyte, Daisy Carolath
Online verfügbar von 10/01/2026 bis 31/05/2030
Wiederholung vom 07.02.2026
Sonntag, 15.02. / 16:45 Uhr / Van Gogh – Zwei Monate und eine Ewigkeit
Dokumentation, Frankreich, 2022, ARTE F 53 Min.
Regie: Anne Richard
Online verfügbar von 07/11/2025 bis 21/02/2026
Mit Vincent van Goghs Bruder Theo war eine von der Kunstgeschichte wenig beachtete Frau verheiratet: die Kunstsammlerin Johanna van Gogh-Bonger (1862-1925). Als ihr Mann im Januar 1891 starb, erbte sie mit dem Nachlass beider Brüder auch deren Briefwechsel sowie Hunderte Werke Vincent van Goghs. Johanna hatte ihren Schwager Vincent erst in den letzten beiden Monaten vor seinem Freitod kennengelernt. Fortan widmete sie ihr ganzes Leben dem Ziel, van Goghs Werk international bekannt zu machen. In einem Zusammenspiel aus Archivmaterial und Animation würdigt die Dokumentation ihr Engagement für das niederländische Malergenie.
Die beiden letzten Monate im Leben des Vincent van Gogh im Sommer 1890 in Auvers-sur-Oise stehen für das Klischee des tragischen Künstlerloses und die Legende des wahnsinnig gewordenen Malers. Während dieser schicksalhaften Zeit und in den ersten Jahren danach gab es eine Zeitzeugin, die von der Kunstgeschichte wenig beachtet wurde: Johanna van Gogh-Bonger. Sie war mit Vincents Bruder Theo verheiratet. Sie traf ihren Schwager nur wenige Male in ihrem Leben. Als Theo im Januar 1891 nur sechs Monate nach Vincents Freitod ebenfalls starb, erbte sie den gesamten Nachlass, darunter die verbliebenen Werke Vincents und den Briefwechsel der beiden Brüder.
Das Genie Vincent van Goghs wurde zu dessen Lebzeiten lediglich von einer kleinen Avantgarde erkannt. Johanna, die sich mit Kunst kaum auskannte, kehrte nach Theos Tod in ihre niederländische Heimat zurück. Dort bezog sie eine Villa und bestritt ihren Lebensunterhalt als Pensionsbetreiberin. Vor allem aber setzte sie sich das Ziel, die Aufgabe ihres Mannes fortzuführen: das Werk Vincent van Goghs international bekanntzumachen.
Geduldig arbeitete sie sich durch Hunderte Werke und Briefe, knüpfte Kontakte zu Kunstkritikern und -händlern, organisierte Ausstellungen und veröffentlichte die Korrespondenz zwischen den Brüdern. Ihr ganzes Leben war fortan auch dem Anliegen gewidmet, dem Talent ihres Schwagers die gebührende Anerkennung zu verschaffen. Mit der Veröffentlichung ihrer Tagebücher wurde endlich auch ihre eigene bedeutende Rolle für die Kunstgeschichte publik.
Sonntag, 15.02. / 17:40 Uhr / Lang Lang in der Carnegie Hall – Dokufilm ~ Sternstunden der Musik
Dokumentation, Deutschland, 2024, ZDF 43 Min.
Regie: Lily Küntzle, Claus Wischmann
Online verfügbar von 14/02/2026 bis 16/04/2026
Wer kennt ihn nicht: Lang Lang, einer der bekanntesten Pianisten der Gegenwart? Doch auch Superstars waren nicht immer welche. Die Sternstunde stellt das sensationelle Konzert in den Mittelpunkt, mit dem Lang Lang 2003 seinen Durchbruch erzielte. Die US-amerikanische Pianistin Claire Huangci kennt Lang Lang seit jungen Jahren, und der Kanadier Bruce Liu gilt ebenfalls als Shooting Star am Klavier. Gemeinsam mit dem Audio-Producer Christian Gansch und dem Körpersprachenexperten Stefan Verra ordnen sie Lang Langs legendären Rezitalabend rückblickend ein.
Es ist ein breitgefächertes Programm, das sich Lang Lang 2003 für sein Solo-Debüt ausgesucht hat. Nach einer eher klassischen ersten Hälfte interpretiert er nach der Pause den chinesischen Komponisten Tan Dun, um mit der sogenannten Don-Juan-Fantasie von Franz Liszt schließlich den halsbrecherischen Höhepunkt zu setzen. Bei all seinem Spiel bleibt Lang Lang dem Publikum stets nah. „Er macht es dem Publikum einfach, selbst denjenigen, die keine Ahnung von klassischer Musik haben“, beobachtet Körpersprachenexperte Stefan Verra. Auch das gefürchtete Meisterwerk „Réminiscences du Don Juan de Mozart“ von Franz Liszt spielt er scheinbar mühelos, mit ansteckender Begeisterung.
Schon als kleiner Junge wird Lang Lang von seinem Vater zum Pianisten gedrillt: Der beste Klavierspieler der Welt soll er werden. Seine Mutter darf er nur selten sehen, damit sie ihn nicht vom Üben abhält. Als er zum Abschluss seines Carnegie-Hall-Debüts seinen Vater auf die Bühne bittet, um mit ihm zusammen über ein chinesisches Volkslied zu improvisieren, endet ein Lebensabschnitt – und ein neuer beginnt.
Nicht nur für Lang Lang selbst, sondern auch für langjährige Weggefährten wie den Dirigenten Christoph Eschenbach, den Komponisten Tan Dun und seinen Lehrer Gary Graffman war dieses Konzert ein magischer Moment. Die US-amerikanische Pianistin Claire Huangci kennt Lang Lang ebenfalls seit jungen Jahren. Auch der Kanadier Bruce Liu kommt zu Wort; er gilt ebenfalls als Shooting Star am Klavier. Gemeinsam mit dem Audio-Producer Christian Gansch und dem Körpersprachenexperten Stefan Verra erklären sie die Kontexte von Lang Langs legendärem Rezitalabend.
Sonntag, 15.02. / 00:00 Uhr / Oliver Stone, Regisseur der Kontroversen
Schwerpunkt: Die Bären sind los: ARTE und die 76. Berlinale
Dokumentation, Frankreich, 2024, ARTE F 52 Min.
Regie: Amine Mestari
Online verfügbar von 08/02/2026 bis 16/05/2026
Oliver Stone ist Amerikas schlechtes Gewissen. Der Regisseur, der seinem Land gerne den Spiegel vorhält, lebt das Kino als geradezu obsessive Suche nach der Wahrheit. Diese Obsession hat ihren Ursprung im Vietnamkrieg und in der Ermordung John F. Kennedys – zwei Traumata, die das Land für immer verändert haben. Die Dokumentation zeichnet das Porträt eines erfolgreichen, aber auch umstrittenen Regisseurs, der auf seiner unablässigen Suche nach Wahrheit die Geschichte eines Landes erzählt, das sich seiner eigenen Wirklichkeit lange nicht stellen wollte.
Soll man jede Wahrheit aussprechen? Diese Frage stellt sich unweigerlich beim Blick auf das Werk von Oliver Stone. Der engagierte und dezidiert politische Filmemacher hat in seiner mit drei Oscars gekrönten Karriere unermüdlich die Lügen der USA aufgedeckt – die des Staates, der die Scheinheiligkeit der amerikanischen Demokratie und ihre Machtgier zu vertuschen sucht, ebenso wie jene des Liberalismus mit seinem Versprechen von Wohlstand für alle. Auch das Showbusiness nimmt er ins Visier – seine Lügen, seine Verherrlichung von Oberflächlichkeit und Konsum.
Die Suche nach der Wahrheit durchzieht Stones Werk – von den 1980er-Jahre-Filmen wie „Platoon“, „Geboren am 4. Juli“, „Salvador“ und „Wall Street“ über die 1990er mit „JFK – Tatort Dallas“ und „Natural Born Killers“ bis hin zu „Snowden“ (2016).
In den teilweise autobiografischen Filmen „Platoon“ und „Geboren am 4. Juli“ verarbeitet er seine Erinnerungen an den Vietnamkrieg, an dem er als 20-Jähriger freiwillig teilnahm. Vietnam war für den jungen Stone – wie für sein Land – Trauma und Erkenntnis zugleich: eine tiefe Wunde, die ihn prägte und zu Filmen inspirierte, in denen die USA zur Hauptfigur wurden.
Sein Wille, trotz aller Widerstände und Kritik beharrlich die Schattenseiten Amerikas zu zeigen, brachte ihm große Erfolge – aber auch Rückschläge, den Ruf eines Verschwörungstheoretikers und den allmählichen Rückzug aus dem Hollywood-Mainstream ein. Vor allem sein dokumentarisches Spätwerk hat wiederholt für Schlagzeilen gesorgt und ihn auch international zu einer umstrittenen Figur gemacht.
Sonntag, 15.02. / 03:30 Uhr / Rihanna: Inselkind, Popstar, Nationalheldin
Dokumentation, Barbados, Deutschland, USA, 2024, ZDF 53 Min.
Regie: Aaron Thiesen
Online verfügbar von 15/02/2026 bis 16/05/2026
1988 in Saint Michael geboren, aufgewachsen in einfachen Verhältnissen auf der Karibikinsel Barbados, verlässt Rihanna schon in Teenagerjahren die Insel, um in New York zu einem der größten Popstars und zur milliardenschweren Unternehmerin aufzusteigen. Mit mehr als 250 Millionen verkauften Tonträgern und einem Kosmetik-Imperium wird Rihanna in den USA zur jüngsten Selfmade-Milliardärin. Doch die enge Verbindung zu ihrer Heimatinsel hat sie nie gekappt. Von Beginn ihrer Karriere an trägt Rihanna die Verantwortung, das Land in der Welt zu repräsentieren.
Anhand der Diskussionen über Rihannas Musik und ihr öffentliches Auftreten verhandelt die barbadische Gesellschaft bis heute ihre nationale Identität, Geschlechterrollen und ihre koloniale Vergangenheit. Als sich Barbados im Jahr 2021 endgültig von der britischen Krone lossagt und sich zur Republik erklärt, wird Rihanna feierlich zur ersten Nationalheldin der Republik Barbados ernannt. Kannte man die Insel vor einer Dekade lediglich als exotische Touristendestination, gilt Barbados heute als gewichtige Stimme für Klimagerechtigkeit und als Vorreiter in einer Debatte über Reparationszahlungen für Sklaverei.
Die Dokumentation erkundet, welche Rolle Rihanna für Barbados‘ Aufbruch in ein postkoloniales Zeitalter spielt und findet Antworten auch im außergewöhnlichen Verhältnis zwischen der Musikerin und der seit 2018 amtierenden barbadischen Premierministerin Mia Mottley .
Montag, 16.02. / 04:30 Uhr / (Fast) die ganze Wahrheit: Joséphine Baker
Serie, Frankreich, 2020, ARTE F 3 Min.
Regie: Nicolas Rendu
Online verfügbar von 10/01/2022 bis 13/04/2026
Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. In dieser Folge: Joséphine Baker.
Dienstag, 17.02. / 04:45 (Uhr / Fast) die ganze Wahrheit: Françoise Sagan
Serie, Frankreich, 2020, ARTE F 3 Min.
Regie: Nicolas Rendu
Online verfügbar von 10/01/2022 bis 13/04/2026
Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. In dieser Folge: Françoise Sagan.
Mittwoch, 18.02. / 04:50 Uhr / (Fast) die ganze Wahrheit: Mary Shelley
Serie, Frankreich, 2020, ARTE F 3 Min.
Regie: Nicolas Rendu
Online verfügbar von 10/01/2022 bis 13/04/2026
Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. In dieser Folge: Mary Shelley.
Donnerstag, 19.02. / 00:00 Uhr / Dahomey
Schwerpunkt: Die Bären sind los: ARTE und die 76. Berlinale
Dokumentarfilm, Frankreich, Senegal, 2023, ARTE F 68 Min.
Regie: Mati Diop
Online verfügbar von 19/02/2026 bis 21/03/2026
Erstausstrahlung
Im November 2021 werden 26 Kunstschätze aus dem ehemaligen Königreich Dahomey aus dem Musée du Quai Branly in Paris zurück in ihre Heimat überführt, dem heutigen Benin. Dort wurden die Schätze 1892 zusammen mit Tausenden weiteren Werken von französischen Kolonialtruppen geraubt. Wie geht ein Land, das sich über Generationen neu definieren musste, mit der Rückgabe dieser historischen Relikte um? Unter den Studierenden der Universität Abomey-Calavi entfacht sich eine leidenschaftliche Debatte, welche im Rahmen des Dokumentarfilms beleuchtet wird.
Das ehemalige Königreich Dahomey (in der Sprache der Fon: „Danxomè“) wurde im 17. Jahrhundert von König Houegbadja gegründet und lag im Süden der heutigen Republik Benin. Die Gründerdynastie hielt sich über 300 Jahre lang an der Macht und trug dazu bei, dass sich das Königreich zu einer bedeutenden Regionalmacht entwickelte – mit einer strukturierten Wirtschaft, einem blühenden transatlantischen Handel, einer zentralisierten Verwaltung, einem Steuersystem und einer mächtigen Armee, in der auch die berühmten Agojie-Kriegerinnen kämpften. Die Hauptstadt Abomey wurde während dieser Zeit zu einem wahren Stadtstaat und einem bedeutenden Zentrum, in dem die Landwirtschaft weiterentwickelt und mit Sklaven gehandelt wurde. Von hier aus führten die Könige eine Politik, die auf das Wachstum von Dahomey ausgerichtet war.
1892 überfiel der französische Kommandant Dodds zur Zeit der Regentschaft von König Béhanzin die Hauptstadt; und 1895 wurde Dahomey zur französischen Kolonie. Am 1. August 1960 gewann das Land als Republik Dahomey schließlich seine Unabhängigkeit zurück. Heute gehören die beeindruckenden Königspaläste zum Unesco-Weltkulturerbe; in Abomey leben das lokale Kunst- und Kunsthandwerksgewerbe und die allgegenwärtige Voodoo-Religion bis heute fort. Der Dokumentarfilm wurde mit einem Goldenen Bären ausgezeichnet.
Donnerstag, 19.02. / 04:45 Uhr / (Fast) die ganze Wahrheit: George Sand
Serie, Frankreich, 2020, ARTE F 3 Min.
Regie: Nicolas Rendu
Online verfügbar von 10/01/2022 bis 13/04/2026
Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. In dieser Folge: George Sand.
Freitag, 20.02. / 23:30 Uhr / Jason Mraz
Theater Folies Bergère, Paris
Schwerpunkt: Festtagsprogramm
Musik, Frankreich, 2025, ARTE F 92 Min.
Regie: Sila Wickel
Online verfügbar von 20/11/2025 bis 20/11/2027
Erstausstrahlung
Jason Mraz kehrt nach sechs Jahren zurück auf die Pariser Bühne – und verzaubert das Publikum im Folies Bergère mit einem intimen Soloabend. Mit seiner warmen Stimme, Akustikgitarre und einer Mischung aus Charme und Tiefgang macht der US-Star aus Hits wie „I’m Yours“ oder „Lucky“ magische Momente. Das Konzert in Paris ging unter die Haut – nahbar, authentisch und voller Lebensfreude.
Sechs Jahre hat es gedauert – jetzt ist der kalifornische Künstler Jason Mraz zurück in Paris: Am 29. September 2025 gab der kalifornische Singer-Songwriter im Folies Bergère ein unvergessliches Solokonzert. Ohne Band, nur mit seiner Akustikgitarre und einer Handvoll Klassiker, darunter „I’m Yours“, „Lucky“, „Have It All“ und „I Won’t Give Up“, begeisterte er seine Fans.
Mraz beweist einmal mehr, warum er zu den großen Songpoeten unserer Zeit zählt: Seine Lieder zwischen Pop und Folk wirken so unprätentiös und schlicht, als hätte er sie gerade erst geschrieben – live wird das Publikum bei jedem Konzert mitgerissen. Besonders berührend: der Höhepunkt des Abends, als der Sänger sich unter das Publikum mischt und das Konzert mit einem gemeinsamen Finale krönt.
Aufzeichnung vom 29. September 2025 im Konzertsaal Les Folies Bergère, Paris.
Freitag, 20.02. / 01:05 Uhr / Martin Scorsese – Von Little Italy nach Hollywood
Dokumentation, Frankreich, 2022, ARTE F 53 Min.
Regie: Yal Sadat, Camille Juza
Online verfügbar von 25/01/2026 bis 03/03/2026
Wiederholung vom 01.02.2026
Freitag, 20.02. / 03:51 Uhr / Bilder allein zuhaus: Selbstbildnis mit verbundenem Ohr und Pfeife
Serie, Frankreich, 2021, ARTE F 2 Min.
Regie: Gérard Pautonnier
Online verfügbar von 31/08/2021 bis 05/09/2026
Van Gogh geht ins Fundbüro. Er wirkt verwirrt und erinnert sich an nichts. Er weiß nur, dass er am Vorabend viel Absinth getrunken hat – und dass ihm plötzlich ein Ohr fehlt. Die Mitarbeiterin des Fundbüros ist sehr verständnisvoll und hilfsbereit. Sie durchstöbert die Regale, ob sich dort etwas Passendes findet …
Zusatzinfo:
„Bilder allein zuhaus“ nimmt Meisterwerke der Malerei humorvoll unter die Lupe. Von Leonardo da Vincis „Mona Lisa“ bis hin zu Boteros „Bailarines“ werden in der 30-teiligen dritten Staffel der Kurzfilmserie Gemälde von Schauspielern zum Leben erweckt, die bei einem aufwendigen Casting wegen ihrer Ähnlichkeit mit den gemalten Figuren ausgewählt wurden. Auch Dekor und Kostüme sind dem jeweiligen Bildmotiv sorgfältig nachempfunden. Die witzigen Dialoge spielen dabei mit dem Zeitgeist und vermitteln nebenbei Wissenswertes über die Geschichte der Gemälde.
Freitag, 20.02. / 04:45 Uhr / (Fast) die ganze Wahrheit: Isaac Asimov
Serie, Frankreich, 2020, ARTE F 3 Min.
Regie: Nicolas Rendu
Online verfügbar von 10/01/2022 bis 13/04/2026
Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. In dieser Folge: Isaac Asimov.
Programmwoche 09:
Samstag, 21.02. / 06:25 Uhr / Marvin Gaye – Greatest Hits
Musik, Niederlande, 1976, WDR 52 Min.
Regie: Charles Leeuvenhanp
Dirigent: Leslie Drayton
Orchester: The Alan Peters Orchestra
Mit: Marvin Gaye, Florency Lyles
Online verfügbar von 28/01/2026 bis 30/04/2026
Wiederholung vom 30.01.2026
Sonntag, 22.02. / 16:40 Uhr / Vermeer: Die Jahrhundertausstellung
Dokumentation, Großbritannien, 2024, ARTE F 52 Min.
Regie: David Bickerstaff
Online verfügbar von 01/11/2025 bis 30/04/2026
2023 veranstaltete das Amsterdamer Rijksmuseum, das Nationalmuseum der Niederlande, die bis dahin größte Sonderausstellung zum Werk von Jan Vermeer (1632-1675). Mit zahlreichen internationalen Leihgaben gehörte sie zu den größten Werkschauen, die dem bedeutenden Maler des 17. Jahrhunderts je gewidmet wurden. Sie versammelte bekannte Gemälde wie „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ (Mauritshuis, Den Haag), „Der Geograph“ (Städel Museum, Frankfurt am Main), „Briefschreiberin und Dienstmagd“ (National Gallery of Ireland, Dublin), „Frau mit Waage“ (National Gallery of Art, Washington, D.C.) und die von Marcel Proust geliebte „Ansicht von Delft“ (Mauritshuis, Den Haag).
In Delft lebte und arbeitete Jan Vermeer, der vor allem für seine ruhigen, besinnlichen Interieurs, eine beispiellose Verwendung von hellem, farbigem Licht und seine illusionistischen Perspektiven bekannt wurde. Mit etwa 35 Gemälden hinterließ er ein relativ kleines Oeuvre. Da seine Bilder jedoch zu den wertvollsten Schätzen von Museumssammlungen zählen, werden sie selten auf Reisen geschickt. Die Amsterdamer Retrospektive war ein logistischer Kraftakt.
Die Ausstellung bot Kuratoren und Forschern die einmalige Gelegenheit, die Gemälde des Malers miteinander zu vergleichen und dabei auch auf modernste materialtechnische Untersuchungen zurückzugreifen: So konnten sie Vermeers Werk weiter entschlüsseln und narrativ neu aufbereiten.
Sonntag, 22.02. / 17:35 Uhr / Menuhin und Karajan spielen Mozart
Sternstunden der Musik
Musik, Deutschland, 2023, ZDF 43 Min.
Regie: Grete Liffers
Online verfügbar von 21/02/2026 bis 23/04/2026
Herbert von Karajan und Yehudi Menuhin: 1966 treffen der Star-Dirigent und der Jahrhundert-Geiger aufeinander, um Wolfgang Amadeus Mozarts Violinkonzert Nr. 5 für die Kamera zu interpretieren. Inszeniert wird das Konzert von Spielfilmregisseur Henri-Georges Clouzot. Der Film lässt das epochale Ereignis Revue passieren. Mit Anne-Sophie Mutter, Hilary Hahn, Alina Ibragimova, Daniel Hope, August Zirner, Till Janczukowicz und Sunnyi Melles.
Yehudi Menuhin gilt als das Wunderkind des vergangenen Jahrhunderts. Er wurde gefeiert und verehrt wie einst Wolfgang Amadeus Mozart, dessen Violinkonzert Nr. 5 er für diese Aufzeichnung interpretiert.
Nach vielen Jahren des Konzertierens und Reisens stellt der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs einen Wendepunkt für Menuhin dar. Er spielt vor alliierten Truppen, vor Soldaten und Verwundeten. Sein Konzert im befreiten Konzentrationslager Bergen-Belsen erschüttert den geschützten Wunderknaben. Menuhin beschließt, sein Leben und seine Musik der Versöhnung und dem Frieden zu widmen. Bereits 1947 kehrt er als erster jüdischer Musiker für ein Gastspiel zurück nach Berlin.
Nur wenige Jahre älter, schlägt Herbert von Karajan einen völlig anderen Weg ein. Sein Leben ist geprägt von der Suche nach Perfektion und musikalischer Größe. Während der NS-Zeit baut Karajan in Deutschland seine Karriere auf und wird zu einem der bedeutendsten Dirigenten der Nachkriegszeit.
Dass solch unterschiedliche Lebensläufe musikalischen Sternstunden nicht im Wege stehen, belegt die Aufnahme aus dem Jahr 1966, meisterhaft in Szene gesetzt durch den preisgekrönten Spielfilmregisseur Henri-Georges Clouzot.
Internationale Stars aus der Musikszene wie Anne-Sophie Mutter, Alina Ibragimova, Daniel Hope oder Hilary Hahn, aber auch Größen der Filmkunst wie Sunnyi Melles, August Zirner und Bruno Monsaingeon sowie der Musikmanager Till Janczukowicz erzählen davon, wie dieses Zeitzeugnis, die einzige Zusammenarbeit der beiden Musik-Legenden, heute auf sie wirkt.
Zusatzinfo:
Die gesamte Konzertaufzeichnung ist online unter concert.arte.tv abrufbar.
Sonntag, 22.02. / 23:05 Uhr / Melanie Griffith – Die Frau, die Hollywood überlebte
Dokumentation, Deutschland, 2025, ZDF 51 Min.
Regie: Tom Ehrhardt
Online verfügbar von 22/02/2026 bis 23/05/2026
Erstausstrahlung
Seit frühester Kindheit ist Hollywood ihr Leben: Melanie Griffith, Tochter von Hitchcock-Ikone Tippi Hedren. Bereits als Mädchen im Fokus, bewegen ihr Liebesleben und ihre Eskapaden als Teenager die Presse. Das bleibt auch so, als sie ihre ersten Filme dreht. Es folgen Hollywood-Klassiker – und eine gescheiterte Ehe mit Antonio Banderas. Anhand von Interviews und Spielfilmausschnitten zeichnet der Film Melanie Griffiths bewegtes Leben nach – und er zeigt, wie sich die Schauspielerin nach fast sechs Jahrzehnten von den Klischees ihres Lebens und der Filmindustrie emanzipiert.
Es sind Filme wie „Body Double“ – ein faszinierender Psychothriller, „Working Girl2 für das sie eine Oscar-Nominierung erhält oder „Cecil B. Demented“, für die Melanie Griffith heute als Superstar gelten könnte. Doch die erfolgreichste Schauspielerin ihrer Familie, deren Mutter Tippi Hedren und deren Tochter Dakota Johnson sind, ist bis heute eher bekannt für ihre Eskapaden und ihre Männer. Melanie Griffith ist ein Kind Hollywoods und eine der unterschätztesten Leinwandikonen unserer Zeit.
Die Dokumentation taucht ein in die Parallelwelt, in der Melanie Griffith aufwächst. Sie erzählt von den Schattenseiten und Abhängigkeiten im System Hollywood, die die junge Frau früh zu spüren bekommt. Sie zeichnet nach, wie Melanie Griffith Anfang der 1980er Jahre ihren Durchbruch als Schauspielerin erlebt: In Brian De Palmas Erotikthriller „Body Double – Der Tod kommt zweimal“ überzeugt sie als schlagfertige, selbstbestimmte Pornodarstellerin. Danach dreht sie mit Regiegrößen wie Robert Redford, Mike Figgis, Jonathan Demme und Sidney Lumet. Die Öffentlichkeit aber verfolgt vor allem ihre privaten Turbulenzen. Schlagzeilen über Alkohol und Drogen, über Beziehungen zu Don Johnson, Steven Bauer und Antonio Banderas überlagern oft die beachtliche Filmografie von Melanie Griffith.
Die Dokumentation entdeckt die Künstlerin neu, erzählt die Geschichte einer Frau, die allen Widrigkeiten zum Trotz ihren Weg geht – und sich nach fast sechs Jahrzehnten von den Klischees ihres Lebens und der Filmindustrie emanzipiert.
Sonntag, 22.02. / 23:55 Uhr / Joana Mallwitz & Alice Sara Ott: Ravel, Beethoven, Meredith und Dessner
Musik, Deutschland, 2025, RBB 87 Min.
Regie: Andreas Morell
Komponist: Maurice Ravel, Bryce Dessner, Anna Meredith, Ludwig van Beethoven
Dirigent: Joana Mallwitz
Orchester: Konzerthausorchester Berlin
Mit: Alice Sara Ott (Klavier)
Online verfügbar von 22/02/2026 bis 08/04/2026
Erstausstrahlung
Das Konzert im Berliner Konzerthaus beginnt mit einer modernen Interpretation von Maurice Ravels „Boléro“. 1928 als Ballettmusik entstanden, entwickelte es sich zu einem seiner prägenden Werke. Mit seinem stetig anwachsenden Spannungsbogen und der minuziösen Orchestrierung entfaltet es eine hypnotische Kraft, die das Publikum bis heute fasziniert. Anschließend interpretiert die Pianistin Alice Sara Ott das Klavierkonzert des US-amerikanischen Komponisten Bryce Dessner, der auch als Gitarrist der Band The National bekannt ist. Sein 2025 uraufgeführtes Werk verbindet filigrane Melodien mit kraftvoller rhythmischer Intensität und entfaltet dabei ein faszinierendes, modernes Orchesterbild.
Auf das 2012 entstandene Stück „Nautilus“ der britischen Komponistin Anna Meredith folgt schließlich Ludwig van Beethovens 1. Symphonie, die den Beginn seines symphonischen Schaffens markiert. Sie vereint klassische Strukturen mit frischem Ausdruck, zeigt feinsinnige Harmonien, lebhafte Rhythmen und erste Ansätze seines späteren, unverwechselbaren Stils.
Joana Mallwitz (geboren 1986) ist seit 2023 die erste Chefdirigentin des 1952 als Berliner Sinfonie-Orchester gegründeten Konzerthausorchesters. Die aus München stammende Pianistin Alice Sara Ott (geboren 1988) ist 2025/26 Artist in Residence am Konzerthaus, der in Frankreich lebende US-Amerikaner Bryce Dessner (geboren 1976) Composer in Residence.
Zusatzinfo:
Programm:
– Maurice Ravel: „Boléro“ – Ballettmusik für Orchester
– Bryce Dessner: „Konzert für Klavier und Orchester“
– Anna Meredith: „Nautilus“
– Ludwig van Beethoven: „Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21“
Sonntag, 22.02. / 01:25 Uhr / Das West-Eastern Divan Orchestra spielt de Falla und Ravel
Salzburger Festspiele 2022
Musik, Deutschland, 2022, ZDF 46 Min.
Regie: Lauran Jurrius
Komponist: Manuel de Falla, Maurice Ravel
Dirigent: Daniel Barenboim
Orchester: West-Eastern Divan Orchestra
Mit: Lang-Lang (Klavier)
Online verfügbar von 21/02/2026 bis 24/03/2026
Der weltweit renommierte Pianist und Dirigent Daniel Barenboim feierte 2022 seinen 80. Geburtstag. Gemeinsam mit dem chinesischen Starpianisten Lang Lang und dem West-Eastern Divan Orchestra inszeniert der argentinisch-israelische Maestro Musik der Spanier Maurice Ravel und Manuel de Falla. Für Lang Lang ist die Zusammenarbeit mit dem Orchester eine Premiere.
Spanien, seine Menschen, seine Landschaften und seine reiche Folklore haben Komponisten immer wieder inspiriert, in Spanien selbst, aber insbesondere auch in Frankreich. Maurice Ravel, dessen Mutter aus dem Baskenland stammte, hat hier den auf jeden Fall bekanntesten Beitrag geleistet: Auf die Frage, was sein bestes Werk sei, antwortete er, so berichtet zumindest die Anekdote: „Wahrscheinlich der ‚Boléro‘, nur leider enthält er keine Musik“. Tatsächlich ist das „Crescendo an und für sich in C-Dur“, ein faszinierendes Dokument der Instrumentierungskunst Ravels, der mit bis dahin ungebräuchlichen Instrumentenkombination ganz unerhörte neue Klangfarben kreierte. Darüber hinaus ist der „Boléro“ ein berüchtigtes Vorspielstück für Schlagzeuger beim Kampf um eine Orchesterstelle – und ganz einfach nur einer der Megahits der Klassik überhaupt! Doch auch schon in seiner ersten großen Komposition für Orchester, der „Rapsodie espagnole“, entstanden 1908, zwanzig Jahre vor dem „Boléro“, hatte sich Ravel intensiv der Klangwelt Spaniens, seinen Melodien und Tanzrhythmen gewidmet.
„Noches en los jardines de España“ von Manuel de Falla wurde 1916 in Madrid uraufgeführt. Ursprünglich als drei Nocturnes für Klavier solo geplant arbeitete Manuel de Falla die „Nächte in spanischen Gärten“ über einen längeren Zeitraum zu, wie es im Titel heißt, „Sinfonischen Impressionen für Klavier und Orchester“ um. Die Ecksätze sind von Gärten in Granada und Cordoba inspiriert, allen drei Sätzen gemeinsam ist glückliche Verbindung von Einflüssen des Impressionismus und spanischem Kolorit.
Daniel Barenboim, der 2022 seinen 80. Geburtstag feiert, und Lang Lang kennen sich aus vielen gemeinsamen musikalischen Unternehmungen. Die Zusammenarbeit mit dem West-Eastern Divan Orchestra dagegen ist eine Premiere für den chinesischen Piano-Star.
Programm:
– Maurice Ravel: „Rapsodie espagnole für Orchester”
– Manuel de Falla: „Noches en los jardines de España – Symphonische Impressionen für Klavier und Orchester“
Maurice Ravel: „Boléro“
Mit:
Lang Lang, Klavier
West-Eastern Divan Orchestra
Daniel Barenboim, musikalische Leitung
Mittwoch, 25.02. / 21:30 Uhr / Udo Lindenberg & das Panikorchester ~ 50 Jahre Rock ’n‘ Roll in der bunten Republik
Dokumentarfilm, Deutschland, 2023, MDR 88 Min.
Regie: Frank Bartsch, Hannes Rossacher, Marek Weinhold
Online verfügbar von 25/02/2026 bis 24/08/2026
Im westfälischen Münster hat 1973 eine legendäre Bandgeschichte begonnen: Udo Lindenberg & das Panikorchester spielen ihr erstes Konzert und bringen das Erfolgsalbum „Alles klar auf der Andrea Doria“ heraus. Was dann folgt, ist Geschichte. Udo Lindenberg & das Panikorchester gehören zu den erfolgreichsten deutschen Musikern. Der Dokumentarfilm zeigt in anekdotischen Ausschnitten den turbulenten Weg von der Stammkneipe Onkel Pö bis in die großen Stadien der Republik. Herzstück der Erzählung sind die Orchestermitglieder, die Udo Lindenberg durch Höhen und Tiefen begleitet haben.
Seit mehr als 50 Jahren reisen sie gemeinsam durch die Zeit: Udo Lindenberg & das Panikorchester. In Deutschland haben sie einen Stellenwert wie Johnny Hallyday in Frankreich oder Adriano Celentano in Italien. Angefangen hat alles 1973 im beschaulichen Münster, als Udo Lindenberg mit Steffi Stephan (Bass), Gottfried Böttger (Piano), Peter „Backi“ Backhausen (Schlagzeug) und Karl Allaut (Gitarre) die Band gründete. Im gleichen Jahr kam das Erfolgsalbum „Alles klar auf der Andrea Doria“ heraus. Was dann folgte, ist Geschichte.
Mit Millionen verkauften Tonträgern und etlichen Gold- und Platinplatten gehören sie zu den erfolgreichsten Musikern Deutschlands. Mitglied im Panikorchester zu sein ist kein Brotberuf, von dem man abends in die Biedermeier-Idylle einer Kleinfamilie nach Hause kommt. Die turbulenten 1970er waren geprägt von Entbehrungen, zugleich aber voll von Zuversicht: Man war „fahrendes Volk“ und empfand sich als Großfamilie.
In den 1980er und 1990er Jahren erfand sich die Band immer wieder neu – beeinflusst von politischen Umbrüchen und persönlichen Krisen. Nicht alle Musiker waren durchgängig in der Band, die Besetzung wechselte häufig. Im Jahr 1996 formierte sich wieder der „alte Kern der Gang“ und begleitet seitdem Lindenberg auf seinen Tourneen.
Der Dokumentarfilm zeigt in anekdotischen Ausschnitten den Weg von der Stammkneipe Onkel Pö bis in die großen Stadien der „Bunten Republik Deutschland“. Herzstück der Erzählung sind die Orchestermitglieder, aber auch Musiker wie Johannes Oerding, Jan Delay, Clueso, Adel Tawil und Peter Maffay kommen zu Wort.
Freitag, 27.02. / 21:45 Uhr / Peter Falk versus Columbo
Dokumentation, Frankreich, 2018, ARTE F 52 Min.
Regie: Gaëlle Royer, Pascal Cuissot
Online verfügbar von 07/01/2026 bis 13/07/2026
Wiederholung vom 14.01.2026
Freitag, 27.02. / 22:35 Uhr / Status Quo – Rockin‘ All Over the World
Dokumentarfilm, Großbritannien, 2012, WDR 89 Min.
Regie: Alan G. Parker
Online verfügbar von 27/02/2026 bis 28/05/2026
Über 20 Top-Ten-Alben, etwa 120 Millionen verkaufte Platten, 106 Auftritte bei Top of the Pops … das sind nur einige der Superlative, die die Rockband Status Quo aus London zu einer der erfolgreichsten und langlebigsten des Vereinigten Königreichs machen. Der Film beleuchtet die über 50-jährige Geschichte der Band.
Der Dokumentarfilm „Status Quo: Rockin‘ All Over The World“, die TV-Fassung des britischen Kino-Dokumentarfilms „Hello Quo!“ aus dem Jahr 2012, ist eine Achterbahnfahrt durch die Karriere einer Rockband, deren Mitglieder ihre Wurzeln in der britischen Arbeiterklasse haben und 2010 von Queen Elizabeth II. zu Offizieren des Ordens des Britischen Empires (OBE) ernannt wurden.
Im Film kommen zahlreiche Weggefährten zu Wort, doch die Hauptrolle spielen die vier Musiker aus der Originalbesetzung von Status Quo: Francis Rossi, Rick Parfitt (2016 verstorben), Alan Lancaster (2021 verstorben) und John Coghlan. Die unverblümt und mit reichlich Selbstironie erzählten Anekdoten reichen von Treffen mit dem damaligen Kronprinzen Charles, dem Auftritt bei „Live Aid“ und einem hart erkämpften Weltrekord bis hin zu einem gemeinsamen Knastaufenthalt, Drogen- und Alkoholexzessen und dramatischen Auseinandersetzungen innerhalb der Band.
Bebildert mit zahlreichen, teils nie zuvor gezeigten Fotos und Videos aus dem Archiv der Band, erzählt „Status Quo: Rockin‘ All Over The World“ ein halbes Jahrhundert Bandgeschichte, von der Gründung der Band in den 1960er Jahren über ihre großen Erfolge in den 70er und 80er Jahren mit Hits wie „Down Down“, „Rockin‘ All Over The World“, „Whatever You Want“ oder „In The Army Now“ bis hin zur Auflösung und der Wiedervereinigung der Originalbesetzung im Jahr 2012.
Freitag, 27.02. / 00:10 Uhr / Blind Guardian ~ Summer Breeze 2025
Musik, Deutschland, 2025, ZDF 58 Min.
Regie: Yves Zosso
Online verfügbar von 26/02/2026 bis 28/05/2026
Erstausstrahlung
Blind Guardian zählen zu wichtigen Vertretern des Power Metal. Ihre epischen Songs sind inspiriert von Fantasy- und Literaturklassikern. Beim Summer Breeze 2025 boten sie eine mitreißende Show voller musikalischer Virtuosität, epischer Atmosphäre und legendärer Metal-Hymnen.
Blind Guardian sind bekannt für ihre komplexen Arrangements und Texte, die von Fantasy- und Literaturklassikern inspiriert sind. Sie haben einen einzigartigen Sound geprägt, der zahlreiche Bands beeinflusst hat. Alben wie „Imaginations from the Other Side“, „Nightfall in Middle-Earth“ und „The God Machine“ genießen Kultstatus und zählen zu den Klassikern des Genres.
Charakteristisch sind kraftvolle, hymnische Melodien und die unverwechselbare Stimme von Frontmann Hansi Kürsch, der mit Hits wie „The Bard’s Song“, „Mirror Mirror“ und „Valhalla“ regelmäßig für große Mitsing-Momente sorgt. Beim Summer Breeze Open Air 2025 spielten Blind Guardian eine intensive und epische Performance voller musikalischer Leidenschaft, Virtuosität und Detailverliebtheit.
Freitag, 27.02. / 03:54 Uhr / Bilder allein zuhaus: Marie Antoinette mit der Rose – Der Maskenball
Serie, Frankreich, 2021, ARTE F 3 Min.
Regie: Gérard Pautonnier
Online verfügbar von 31/08/2021 bis 05/09/2026
„Bilder allein zuhaus“ nimmt Meisterwerke der Malerei humorvoll unter die Lupe. Von Leonardo da Vincis „Mona Lisa“ bis hin zu Boteros „Bailarines“ werden in der 30-teiligen dritten Staffel der Kurzfilmserie Gemälde von Schauspielerinnen und Schauspielern zum Leben erweckt, die bei einem aufwendigen Casting wegen ihrer Ähnlichkeit mit den gemalten Figuren ausgewählt wurden. Auch Dekor und Kostüme sind dem jeweiligen Bildmotiv sorgfältig nachempfunden. Die witzigen Dialoge spielen dabei mit dem Zeitgeist und vermitteln nebenbei Wissenswertes über die Geschichte der Gemälde.
Marie Antoinette veranstaltet einen Ball und benötigt dafür dringend eine schicke Corona-Maske. Da kann nur Karl Lagerfeld helfen. Doch der Modeschöpfer weigert sich, ihre Sonderwünsche umzusetzen …
Programmwoche 10:
Samstag, 28.02. / 05:25 Uhr / Paula Modersohn-Becker. Keine Kompromisse
Dokumentation, Deutschland, 2025, NDR 53 Min.
Regie: Vera Brückner, Annelie Boros
Online verfügbar von 08/02/2026 bis 08/02/2027
Wiederholung vom 08.02.2026
Samstag, 28.02. / 23:45 Uhr / Ponchiellis „La Gioconda“ in Neapel
Mit Anna Netrebko, Jonas Kaufmann, Ludovic Tézier
Oper, Italien, 2024, ARTE F 177 Min.
Regie: Tiziano Mancini
Komponist: Amilcare Ponchielli
Inszenierung: Romain Gilbert
Dirigent: Pinchas Steinberg
Orchester: Orchestra del Teatro di San Carlo
Chorleitung: Fabrizio Cassi, Stefania Rinaldi
Chor: Coro del Teatro di San Carlo, Coro di Voci Bianche del Teatro di San Carlo
Libretto: Tobia Gorrio
Bühnenbild / Ausstattung / Bauten: Etienne Pluss
Kostüme: Christian Lacroix
Licht: Valerio Tiberi
Mit: Anna Netrebko (La Gioconda), Jonas Kaufmann (Enzo Grimaldo), Ludovic Tézier (Barnaba), Eve-Maud Hubeaux (Laura Adorno), Alexander Köpeczi (Alvise Badoèro), Kseniia Nikolaieva (La Cieca)
Online verfügbar von 21/02/2026 bis 26/09/2026
Erstausstrahlung
Ein Trio der absoluten Weltspitze für Amilcare Ponchiellis Operndrama über la Gioconda, die Straßensängerin, und Barnaba, den Spion der Inquisition, der ihr nachstellt und mit allen möglichen Teufeleien versucht, sie an sich zu binden.
Für ʺLa Giocondaʺ, ein opulentes Musikdrama mit sechs Hauptfiguren, inspirierte sich Amilcare Ponchielli bei Victor Hugos ʺAngelo, Tyrann von Paduaʺ (1835). Das Libretto stammt von Arrigo Boito, der später gemeinsam mit Giuseppe Verdi für ʺOtelloʺ und ʺFalstaffʺ verantwortlich zeichnete.
Im Wechsel von kammerspielartigen Dialogen und spektakulären Massenszenen entfaltet sich ein historisches Panorama des venezianischen Lebens im 17. Jahrhundert. Die hochdramatischen Situationen geben Anlass zum Ausdruck unterschiedlichster Gefühle von flammender Leidenschaft über düstere Verzweiflung bis zu brennender Liebe, getrübt von Eifersucht und Nebenbuhlerschaft. Meisterhafte Instrumentpassagen wie das prägnante Opernvorspiel, die Einleitung des vierten Akts und natürlich die ʺDanza delle oreʺ – eines der bekanntesten Opernballette, das durch Disneys ʺFantasiaʺ (1940) unsterblich wurde – erinnern an die große französische Operntradition.
50 Jahre nach der letzten Aufführung bringt das Teatro San Carlo in Neapel die ʺGiocondaʺ mit Anna Netrebko in der Titelrolle auf die Bühne. Ludovic Tézier ist als hinterhältiger Spion der Inquisition zu erleben und Jonas Kaufmann als Enzo Grimaldo, Mann zwischen zwei Frauen. Pinchas Steinberg dirigiert das Orchester des Teatro San Carlo, die Kostüme sind von Christian Lacroix.
Sonntag, 01.03. / 16:20 Uhr / Die ganze Welt in einem Bild ~ Manets Lampen
Dokumentarfilmreihe, Frankreich, 2025, ARTE F 75 Min.
Regie: Nicolas Autheman
Online verfügbar von 22/12/2025 bis 22/02/2026
Erstausstrahlung
1880 in Paris fertigte Édouard Manet das Gemälde ʺBar in den Folies Bergèreʺ an. Hinter der Kellnerin mit abwesendem Blick glimmen zwei elektrische Lampen und tauchen das Treiben des Nachtclubs in ein rätselhaftes Licht. Von Paris bis nach Tokio, über Shinto-Schreine bis hin zu den nordfranzösischen Bergwerken begibt sich die Dokumentation anhand dieses kleinen Details auf eine fesselnde Spurensuche über die Ursprünge der Elektrizität dank unscheinbarer japanischer Bambusfasern.
Diese Folge richtet den Blick auf Édouard Manets Gemälde ʺBar in den Folies Bergèreʺ. Zwei im Spiegel reflektierte Lampen erhellen die Nachtclub-Szene und bilden den Ausgangspunkt der Untersuchung. Die weißen Leuchtkugeln verweisen auf einen tiefgreifenden technologischen Umbruch: den weltweiten Einzug der Elektrizität. Von den Experimenten Thomas Edisons über die Pariser Vergnügungswelt der Belle Époque bis hin zu den Werkstätten japanischer Ukiyo-e-Holzschnitte erzählt die Dokumentation die unerwartete Geschichte künstlerischer, wirtschaftlicher und politischer Begegnungen zwischen Japan und dem Westen Ende des 19. Jahrhunderts.
Mit dem Aufkommen der Elektrizität und dem künstlichen Licht verändert sich die menschliche Lebensweise grundlegend. ʺDie Lampen von Manetʺ zeigt, wie einfache Bambusfasern aus einem Shinto-Schrein nahe Kyoto das Nachtleben der westlichen Metropolen revolutionierten. Zahlreiche Sachverständige begleiten diese Spurensuche: der Direktor sowie ein Lichtgestalter der Folies Bergère, mehrere shintoistische Mönche, eine japanische Verlegerin eines Holzschnitt-Ateliers und ein ehemaliger Bergarbeiter aus Nordfrankreich.
Zusatzinfo:
Die Reihe ʺDie ganze Welt in einem Bildʺ geht der Geschichte kleiner Gegenstände auf den Grund, die auf den Bildern großer Maler und Malerinnen zu sehen sind. Bei näherer Betrachtung entpuppen sich vermeintliche Details als überraschende Symbole für bestimmte kulturelle und geografische Räume. Sie offenbaren, wie die Menschen bereits vor Jahrhunderten weltweit miteinander in Verbindung standen und wie Ereignisse über die Kontinente hinweg Wellen schlugen.
Sonntag, 01.03. / 17:35 Uhr / Nikolaus Harnoncourt dirigiert Monteverdis L‘Orfeo ~ Sternstunden der Musik
Dokumentation, Deutschland, 2025, ZDF 43 Min.
Regie: Holger Preusse, Philipp Quiring
Online verfügbar von 28/02/2026 bis 28/08/2026
Erstausstrahlung
Das Stück ʺL’Orfeoʺ von Claudio Monteverdi gilt als eine der frühesten Opern: die Geschichte handelt von Orpheus und Eurydike, einem jungen Liebespaar, das vom Schicksal getrennt und dann erneut auf die Probe gestellt wird. Dirigent Nikolaus Harnoncourt bringt die Oper unter der Regie von Jean-Pierre-Ponnelle 1975 zur Aufführung – im Klang so originalgetreu wie möglich, in der Umsetzung mythisch-fantastisch: eine Sensation. Die Verfilmung der Oper folgte im Jahr 1978. Die Sternstunde lässt das Ereignis mit Rolando Villazón Revue passieren.
Claudio Monteverdi war der Revolutionär und Begründer des Musiktheaters. Den Auftakt machte sein Opernstück ʺL’Orfeoʺ zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Statt starrem Singspiel schrieb er ein Stück voller Theatralik, durchdachter Klangdramaturgie und betörenden Koloratur-Arien. Der erste ernst zu nehmende Rekonstruktionsversuch fand 1954 auf teilweise eigenhändig nachgebauten historischen Instrumenten in Wien statt. Im Orchester befindet sich der junge Nikolaus Harnoncourt, der zukünftige Monteverdi-Pionier. Seine eigene Interpretation des ʺL’Orfeoʺ sorgt Mitte der 1970er Jahre für eine Renaissance des weitgehend vergessenen Komponisten: Akribisch sucht Harnoncourt Musiker und Musikerinnen alter Instrumente zusammen und vereinte sie zu einem neuen Ensemble. Dessen Darbietung gilt als dramatischer, unmittelbarer und direkter, als es jede Modernisierung gekonnt hätte.
Aber auch der Bühnenbildner Jean-Pierre Ponnelle hatte einen großen Anteil daran: schon als Jugendlicher entwarf er Bühnenbilder zu Monteverdi-Opern – nun verwandelt er die Mythenwelt in ein wildromantisch bis düsteres Schlaraffenland mit antiken Anspielungen. Die sinnenfrohe Inszenierung für die Kamera ist bis heute beeindruckend.
Die Sternstunde wirft den Blick zurück und fragt zugleich nach der Aktualität des Stoffes. Mit dabei sind der Tenor Francisco Araiza, der damals einen Hirten sang und die Schauspielerin Dietlinde Turban, damals als Euridice (Eurydike) auf der Bühne zu sehen.
Sonntag, 01.03. / ab 20:15 Uhr / Schwerpunkt: Kevin Costner und der Wilde Westen
Schwerpunkt, ARTE172 Min.
Ein klassischer Westernheld betritt die Lebenswelt der amerikanischen Ureinwohner: Mit „Der mit dem Wolf tanzt“ gelingt Kevin Costner 1990 die Wiederbelebung des Westerngenres aus gesellschaftskritischer Perspektive. Regisseurin Silvia Palmigiano begleitet die Zuschauerinnern und Zuschauer in „Kevin Costner und der Western“ (2025) durch die Entstehung eines Meisterwerks, dessen Erfolg bis heute nachhallt.
Sonntag, 01.03. / 20:15 Uhr / Der mit dem Wolf tanzt
(Dances with Wolves)
Schwerpunkt: Kevin Costner und der Wilde Westen
Spielfilm, Großbritannien, USA, 1990, ARD 172 Min.
Regie: Kevin Costner
Drehbuch: Michael Blake
Autor:in: Michael Blake
Produktion: Tig Productions
Produzent: Jim Wilson, Kevin Costner
Kamera: Dean Semler
Schnitt: Neil Travis
Musik: John Barry
Mit: Kevin Costner (Leutnant John J. Dunbar), Mary McDonnell (Steht mit einer Faust), Graham Greene (Strampelnder Vogel), Rodney A. Grant (Wind in seinem Haar), Floyd Westerman (Zehn Bären), Tantoo Cardinal (Schwarzes Halstuch)
Online verfügbar von 01/03/2026 bis 31/03/2026
Mit sieben Oscars prämiertes Westernepos von und mit Kevin Costner: John Dunbar, Offizier der Nordstaaten-Armee, lässt sich um 1865 auf einen der westlichsten Außenposten versetzen. Dort auf sich allein gestellt, schließt er Freundschaft mit den indigenen Sioux, lernt deren Leben und Kultur kennen und wird schließlich in ihren Stamm aufgenommen. Doch die Eroberung des Landes durch die Weißen lässt sich nicht aufhalten.
Um 1865, mitten im amerikanischen Bürgerkrieg, wählt der Nordstaaten-Offizier John J. Dunbar als Belohnung für eine heldenhafte Tat die Versetzung an einen der westlichsten Außenposten. Doch als er in Fort Sedgewick ankommt, muss er feststellen, dass es verlassen wurde und er der einzige Bewohner ist. Um ihn herum nur Büffel, ein Wolf und die Ureinwohner, ein Stamm der Sioux, darunter der Medizinmann Strampelnder Vogel, der Krieger Wind in seinem Haar, der Häuptling Zehn Bären und Steht mit einer Faust, eine weiße Frau, die als Kind in den Stamm aufgenommen wurde. Die ersten Aufeinandertreffen sind alles andere als harmonisch, etwa als die Sioux Dunbars Pferd stehlen wollen. Aber allmählich, durch Dunbars Tapferkeit und Ehrlichkeit, entwickeln die Sioux und er gegenseitigen Respekt und Bewunderung. Mehr und mehr taucht er in ihr Leben und in ihre Kultur ein, heiratet Steht mit einer Faust und wird Mitglied des Stammes. Eines Tages trifft er im Fort unerwartet auf Soldaten der Nordstaaten-Armee. Sie stellen ihn vor die Wahl, gegen die Ureinwohner zu kooperieren oder wegen Hochverrats angeklagt zu werden. Und Dunbar entscheidet sich … Die weitere Eroberung des amerikanischen Westens durch die Weißen ist jedoch nicht aufzuhalten.
Ausdrucksstark zeichnet der Film Dunbars Einleben in die ihm zunächst fremde Kultur nach, folgt seiner mitreißenden Romanze mit Steht mit einer Faust, seinen bemerkenswerten Freundschaften mit der indigenen Bevölkerung und schließlich der Entscheidung, die er als Mann auf der Suche nach sich selbst treffen muss und die sein Schicksal bestimmen wird.
Zusatzinfo:
Von den Kulissen und Requisiten bis hin zu Kostümen, Haaren und Make-up war Regisseur Costner akribisch bemüht, die Menschen und die damalige Zeit genau darzustellen. Der vielleicht kühnste Akt der Authentizität des Films ist die Verwendung der echten Lakota-Sprache durch die indigenen Darsteller. Der Film gilt als eine der wenigen ehrlichen filmischen Darstellungen der amerikanischen Ureinwohner, die ihre Kultur und Identität an den weißen Mann verlieren.
Sonntag, 01.03. / 23:05 Uhr / Kevin Costner und der Western
Schwerpunkt: Kevin Costner und der Wilde Westen
Dokumentation, Deutschland, 2026, NDR 52 Min.
Regie: Silvia Palmigiano
Online verfügbar von 01/03/2026 bis 30/05/2026
Erstausstrahlung
Eine weite Landschaft. Ein mitreißender Soundtrack. Ein Mann tanzt ums Feuer. Ein Wolf beobachtet ihn. 1990 schauen Millionen Menschen Kevin Costners Regiedebüt ʺDer mit dem Wolf tanztʺ. Es ist ein riskantes Projekt – und wird zum Meisterwerk. Einen Western ins Kino zu bringen, gilt zu dieser Zeit als Wagnis: Das Genre ist unpopulär, während Filme wie ʺPretty Womanʺ, ʺDas Schweigen der Lämmerʺ und ʺKevin allein zu Hausʺ die Charts dominieren. Warum wurde die Geschichte eines einsamen Offiziers dennoch zum Welthit – und wie hat Kevin Costner den Western bis heute geprägt?
ʺDer mit dem Wolf tanztʺ gilt als Kevin Costners Meisterwerk und belebt Anfang der 1990er ein totgeglaubtes Genre. Während Western als unmodern gelten, ist Costner überzeugt: Man muss sie nur anders erzählen. Er führt selbst Regie und setzt auf maximale Authentizität – erstmals werden indigene Rollen ausschließlich mit amerikanischen Ureinwohnern besetzt, erstmals sprechen indigene Figuren im Blockbuster-Kino Lakota. Der Film trifft den Nerv der Zeit, gewinnt sieben Oscars und verändert die Wahrnehmung des Westerns nachhaltig.
Costner wächst behütet auf, entdeckt früh seine Liebe zum Kino und arbeitet sich vom Nebendarsteller in ʺSilveradoʺ zum Weltstar in ʺBodyguardʺ hoch. Flops wie „Waterworld“ oder ʺPostmanʺ lassen sein Image schwanken, doch dem Western bleibt er treu: Mit ʺOpen Rangeʺ kehrt er 2003 zurück, mit der Serie ʺYellowstoneʺ prägt er das Genre im Streaming-Zeitalter neu.
Gleichzeitig entwickelt sich der Western weiter: ʺBrokeback Mountainʺ zeigt 2005 offen die intime Beziehung zweier Cowboys, ʺWestworldʺ verbindet Westernmotive mit Science-Fiction, Quentin Tarantino setzt in ʺDjango Unchainedʺ auf überzeichnete Gewalt und Hip-Hop-Sounds.
Sonntag, 01.03. / 00:00 Uhr / Hope on the Road ~ Daniel Hope auf der Suche nach dem Hollywood-Sound
Dokumentationsreihe, Deutschland, USA, 2023, WDR 52 Min.
Regie: Rob Alexander
Online verfügbar von 22/02/2026 bis 30/05/2026
Geiger Daniel Hope begibt sich gerne auf Spurensuche: Er macht sich auf zu einer Reise in die Vergangenheit und nach Los Angeles – ein weiter Weg von Europa, den viele jüdische Künstler nach der Machtergreifung der Nazis nehmen mussten. Doch für die Entwicklung Hollywoods war diese Zuwanderung von entscheidender Bedeutung: Komponisten wie Erich Wolfgang Korngold, Franz Waxman und Miklós Rózsa prägten jahrzehntelang die Filmmusik als Kunstform. Bei seinem Roadtrip spielt der international gefeierte Geiger Daniel Hope an legendären Orten große Soundtracks und besucht Filmkomponisten von heute.
Der Tonfilm hatte Hollywood neu belebt. Zuvor lag die Musik oft wie eine Tapete über der gefürchteten Stille des Films. Jetzt wurde sie selbst zu einem wichtigen und kreativen Element, das die Handlung maßgeblich stützt. 1933 unterlegte der gebürtige Wiener Max Steiner „King Kong und die weiße Frau“ erstmals Dialoge mit eigener Musik. Von nun an sollte sie Emotionen formen und aufladen – die Blaupause dafür wurde in dieser turbulenten Zeit geschaffen.
Unter den jüdischen Komponisten, die spätestens zu Beginn des zweiten Weltkriegs in die Vereinigten Staaten gingen, waren mehrfache Oscar-Preisträger: Erich Wolfgang Korngold, geboren in Brünn/Brno, heute Tschechien („Robin Hood – König der Vagabunden“, „Ein rastloses Leben“), Franz Waxman, geboren in Königshütte/Chorzów, heute Polen („Boulevard der Dämmerung“, „Ein Platz an der Sonne“) und Miklós Rózsa, geboren in Budapest, Ungarn („Ich kämpfe um dich“, „Ein Doppelleben“, „Ben Hur“). Jahrzehntelang prägten sie die Filmmusik als große Kunstform.
Daniel Hope trifft in der Dokumentation Komponisten wie Thomas Newman und Ben Wallfisch, die von früheren Emigranten geprägt wurden. Und er präsentiert legendäre Soundtracks auf seiner Violine – an Orten, die in die Geschichte eingegangen sind: Im Haus von Thomas Mann, in den Exilarchiven der Universität von Kalifornien und im alten MGM-Tonstudio. Hier wurden Klassiker wie „Ben Hur“ und „Vom Winde verweht“ aufgenommen.
Montag, 02.03. / 21:55 Uhr / Die Vögel
(The Birds)
Spielfilm, USA, 1962, ZDF 115 Min.
Regie: Alfred Hitchcock
Drehbuch: Evan Hunter
Autor:in: Daphne du Maurier
Produktion: Alfred J. Hitchcock Productions, Universal Pictures
Produzent: Alfred Hitchcock
Kamera: Robert Burks
Schnitt: George Tomasini
Musik: Bernard Herrmann, Remi Gassmann, Oskar Sala
Mit: Rod Taylor (Mitch Brenner), Tippi Hedren (Melanie Daniels), Jessica Tandy (Lydia Brenner), Suzanne Pleshette (Annie Hayworth), Veronica Cartwright (Cathy Brenner), Ethel Griffies (Mrs. Bundy)
Online verfügbar von 21/02/2026 bis 23/03/2026
Wiederholung vom 22.02.2026
Montag, 02.03. / 02:20 Uhr / Klangwütig – Ein Jahr an der Karajan-Akademie
Dokumentation, Deutschland, 2022, ZDF 51 Min.
Regie: Isabel Hahn, Silvia Palmigiano
Online verfügbar von 02/03/2026 bis 14/04/2026
Ein Platz an der Karajan-Akademie ist unter jungen Spitzenmusikern heiß begehrt, schließlich erfolgt die Ausbildung bei einem der besten Orchester der Welt: den Berliner Philharmonikern. Die Kehrseite: große Erwartungen und viel Druck. Über ein Jahr folgt der Film drei jungen Musikerinnen und Musikern, die versuchen, ihre Hoffnungen und Träume mit der Realität in Einklang zu bringen.
Nodoka Okisawa, Sara Ferrández und Lennard Czakaj sind drei von 30 Musikerinnen und Musikern, die einen begehrten Platz an der Karajan-Akademie ergattert haben, der Kaderschmiede der Berliner Philharmoniker. Das bedeutet Unterricht und Konzerte mit einem der besten Orchester der Welt. Zugleich sind aber auch große Erwartungen und viel Druck damit verbunden.
Die Bratschistin Sara träumt von einer Solokarriere und arbeitet an ihrem Youtube-Kanal. Sie möchte jungen Menschen klassische Musik näherbringen – und Tabus brechen, denn sie findet, in der klassischen Musik gibt es zu viele Konventionen, die keinen Sinn mehr ergeben.
Trompeter Lennard kommt nicht aus einem Musikerhaushalt. Seine erste Trompete hat er mit acht Jahren von seinen Eltern bekommen. Damals hatte er ein schlechtes Gewissen, weil er wusste, dass das Instrument sehr teuer ist. Er hat seitdem alles auf eine Karte gesetzt und hofft auf eine Stelle im Orchester.
Nodoka ist mit etwas konfrontiert, was ihrer Meinung nach in der Musik gar nichts zu suchen hat: Sie erwartet ein Baby. Schon eine Dirigentin wird nicht immer akzeptiert – und dann noch eine schwangere … Doch auf dem Podium vergisst sie dann alles – und schwebt.
Die Dokumentation folgt ihren drei Protagonistinnen und Protagonisten über den Lauf eines Jahres, in dem Hingabe und volle Konzentration auf die Ausbildung gefordert sind. Doch ein Leben nur für und mit der Musik? Zweifel kommen auf, wie sich die eigene Persönlichkeit und ein Leben jenseits der Musik mit den extremen Anforderungen an Spitzenmusiker in Einklang bringen lassen.
Die Dokumentation porträtiert auf sensible Art drei junge Menschen, deren Traum – ein Platz an der Karajan-Akademie – sich erfüllt hat, und die zugleich erkennen müssen, dass das Leben viel mehr Anforderungen an einen Musiker stellt, als „nur“ ein exzellenter Musiker zu sein.
Dienstag, 03.03. / 04:40 Uhr / (Fast) die ganze Wahrheit: Alain Delon
Serie, Frankreich, 2020, ARTE F 3 Min.
Regie: Nicolas Rendu
Online verfügbar von 10/01/2022 bis 13/04/2026
Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Als Gegengift zur Informationslawine und der Verbreitung von Fake News liefert ʺ(Fast) die ganze Wahrheitʺ unbestreitbare Tatsachen, unnützes Wissen und pikante Anekdoten über Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in knackig-kurzen Porträts. In dieser Folge: Schauspieler und Filmproduzent Alain Delon.
Wie es sich für eine echte Leinwandlegende gehört, spricht Alain Delon von sich selbst gerne in der dritten Person …
Die Animationsserie ʺ(Fast) Die ganze Wahrheitʺ, die mit augenzwinkerndem Humor aus dem Nähkästchen prominenter Persönlichkeiten plaudert, wartet mit einer fünften Staffel auf. Die vom Kreativteam der französischen Produktionsfirma Blogothèque geschaffene Serie setzt Spielzeug oder Alltagsutensilien in Stop-Motion-Animationen ein, die von einer frechen Off-Stimme kommentiert werden. In der fünften Staffel gesellen sich zur lustigen Porträtgalerie 39 weitere Promis, darunter Josephine Baker, Jeanne Moreau, Albert Camus, Napoleon, Alain Delon und Virginie Despentes.
Donnerstag, 05.03. / 01:30 Uhr / Marvin Gaye ~ Greatest Hits – Live in 1976
Musik, Niederlande, 1976, WDR 52 Min.
Regie: Charles Leeuvenhanp
Dirigent: Leslie Drayton
Orchester: The Alan Peters Orchestra
Mit: Marvin Gaye, Florency Lyles
Online verfügbar von 28/01/2026 bis 30/04/2026
Wiederholung vom 30.01.2026
Donnerstag, 05.03. / 04:25 Uhr / (Fast) die ganze Wahrheit: Kristen Stewart
Serie, Frankreich, 2020, ARTE F 3 Min.
Regie: Nicolas Rendu
Online verfügbar von 10/01/2022 bis 01/04/2026
Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Als Gegengift zur Informationslawine und der Verbreitung von Fake News liefert ʺ(Fast) die ganze Wahrheitʺ unbestreitbare Tatsachen, unnützes Wissen und pikante Anekdoten über Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in knackig-kurzen Porträts. In dieser Folge: Kristen Stewart.
Mit der Wahl ihrer Rollen und privaten Lebensweise verkörpert Kristen Stewart die selbstbestimmte Frau par excellence. Erfolgreich ist sie obendrein: 2012 war sie die bestbezahlte Schauspielerin Hollywoods …
Die Animationsserie ʺ(Fast) Die ganze Wahrheitʺ, die mit augenzwinkerndem Humor aus dem Nähkästchen prominenter Persönlichkeiten plaudert, wartet mit einer fünften Staffel auf. Die vom Kreativteam der französischen Produktionsfirma Blogothèque geschaffene Serie setzt Spielzeug oder Alltagsutensilien in Stop-Motion-Animationen ein, die von einer frechen Off-Stimme kommentiert werden. In der fünften Staffel gesellen sich zur lustigen Porträtgalerie 39 weitere Promis, darunter Josephine Baker, Jeanne Moreau, Albert Camus, Napoleon, Alain Delon und Virginie Despentes.
Freitag, 06.03. / 21:45 Uhr / Carlos: Santanas Reise
Dokumentarfilm, USA, 2023, ARTE 84 Min.
Regie: Rudy Valdez
Online verfügbar von 06/03/2026 bis 05/04/2026
Erstausstrahlung
Mit Hingabe, Ausdruckskraft und seinem legendären Gitarrenspiel hat er über 40 Jahre lang die Musikwelt geprägt: Carlos Santana. Angefangen hat alles in San Francisco, wo er auf revolutionäre Art lateinamerikanische Rhythmen mit Jazz, Blues und Rock ’n‘ Roll zum sogenannten Latin Rock verschmolz – und somit ein eigenes Musikgenre schuf. Bis heute gilt Santana als der kreative Geist hinter einer gefühlsbetonten Musik, die sich zeit- und grenzenlos über Genres, Generationen und Kontinente hinwegsetzt. Für ARTE erzählt er seine Geschichte selbst.
Der 1947 in Mexiko geborene Carlos Santana erhielt ab seinem fünften Lebensjahr Geigenunterricht. Als Achtjähriger entdeckte er eine Leidenschaft für die Gitarre, die ihn sein Leben lang begleiten sollte. Mit 14 perfektionierte er als Straßenmusiker sein Gitarrenspiel und seinen Auftrittsstil und gründete mit nicht einmal 20 Jahren seine eigene Band. Sein legendärer Auftritt vom 16. August 1969, am zweiten Nachmittag des weltbekannten Woodstock-Festivals, machte Santana schlagartig berühmt. Kurze Zeit später erschien sein erstes Album, das es direkt in die Charts schaffte.
50 Jahre lang schrieb er als Gitarrenlegende weltweit Musikgeschichte und erhielt zahlreiche Auszeichnungen – darunter zehn Grammy-Awards. Auch heute noch gilt der Begründer des sogenannten Latin Rock als einer der führenden Musiker der Welt. Sein unverwechselbarer Stil gilt als eine Mischung aus Jazz, Blues, lateinamerikanischen Rhythmen und Rock ’n‘ Roll – zusammen mit seiner meisterhaften Beherrschung des gefühlvollen Gitarrenspiels.
Der Dokumentarfilm ʺCarlos: Santanas Reiseʺ lässt Santana selbst seine Geschichte erzählen und porträtiert ihn mithilfe von bisher unveröffentlichtem Archivmaterial, darunter Interviews mit ihm selbst und seiner Familie sowie von ihm privat aufgenommenen Videofilmen, Konzertmitschnitten und Backstage-Szenen. Regisseur und zweifacher Emmy-Preisträger Rudy Valdez (ʺThe Sentenceʺ; ʺThrough Our Eyesʺ; ʺWe Are: The Brooklyn Saintsʺ) hat einen sehr persönlichen Dokumentarfilm über einen Vollblutkünstler gedreht, dessen Musik mit Stücken wie ʺSamba Pa Tiʺ oder ʺBlack Magic Womanʺ bis heute Fans auf der ganzen Welt unter die Haut geht.
Freitag, 06.03. / 23:10 Uhr / Rihanna: Inselkind, Popstar, Nationalheldin
Dokumentation, Barbados, Deutschland, USA, 2024, ZDF 53 Min.
Regie: Aaron Thiesen
Online verfügbar von 15/02/2026 bis 16/05/2026
Wiederholung vom 16.02.2026
Freitag, 06.03. / 00:05 Uhr / Alborosie & Shengen Clan
Summerjam Festival 2025
Musik, Deutschland, 2025, WDR 84 Min.
Regie: Michael Kraft, Oliver Dauer, Christiane Sperling, Elmar Sommer
Online verfügbar von 06/03/2026 bis 02/09/2026
Erstausstrahlung
Alberto d’Ascola ist in Sizilien geboren und aufgewachsen, aber seine musikalische Heimat ist seit vielen Jahren Jamaika. Mittlerweile hat er beide Staatsbürgerschaften. In Italien war er bereits ein gefeierter Reggae-Star, als er sich 2001 dazu entschloss, in die Karibik zu ziehen. Dort hatte er es anfangs nicht leicht. Aber mit viel Talent und Arbeit schaffte der Multiinstrumentalist auch im Mutterland des Reggaes eine große Karriere.
Der Name Alborosie kommt von dem Spitznamen, der ihm anfangs auf Jamaika gegeben wurde: „Borosie hat eine negative Bedeutung. Also nahm ich mir vor, ihn zu etwas Positivem zu machen“, sagte er einmal in einem Interview mit unitedreggae.com. Er nahm die erste Silbe seines Namens Alberto und kreierte aus den beiden Teilen den neuen Namen Alborosie. „Aber ich verrate Ihnen nicht, was Borosie bedeutet“, fügte er hinzu.
Alborosie schreibt und produziert fast alle seine Riddims selbst und tourt mit seiner Band Shengen Clan um die Welt. Er ist unter anderem für seine Zusammenarbeit mit dem deutschen Reggae-Star Gentleman bekannt. Im Oktober 2011 wurde er als erster Weißer mit dem M.O.B.O. (Music of Black Origin Award) in der Kategorie Reggae prämiert. Sein siebtes Studioalbum „Unbreakable: Alborosie Meets The Wailers United“ erreichte Platz 6 der Billboard Reggae Albumcharts.
2019 feierte er sein 25-jähriges Bühnenjubiläum. Zwei Jahre später erschien sein achtes Studioalbum „For The Culture“. Alle Tracks darauf waren während der Corona-Pandemie entstanden und wurden live mit analogen Instrumenten und Bandmaschinen aufgenommen.
Freitag, 06.03. / 01:35 Uhr / Time Warp 2022
Musik, Deutschland, 2022, ZDF 60 Min.
Regie: Florian Breuer
Mit: Adam Beyer, PAN-POT, Solomun, Dax J, Reinier Zonneveld, Kölsch, Héctor Oaks, Perel, Paula Temple, Sama‘ Abdulhadi
Online verfügbar von 05/03/2026 bis 05/04/2026
Jedes Jahr kommen die angesagtesten Namen der Technoszene zur Time Warp DE nach Mannheim. Seit seinen Anfängen vor mehr als 25 Jahren hat sich das Festival zu einer der wichtigsten Veranstaltungen des Genres entwickelt. Jedes Jahr füllt die Time Warp die eindrucksvolle Maimarkthalle in Mannheim über 20 Stunden lang mit Techno-Klängen vom Feinsten.
In ihrer langjährigen Geschichte konnte sich die Time Warp mit ausgelassenen Raves und einem einzigartigen audiovisuellen Design einen unschlagbaren Ruf erarbeiten. Auch wenn die Time Warp ihren Ursprung in Mannheim hat, können Technoliebhaberinnen und -liebhaber mittlerweile weltweit das Festival erleben – unter anderem in São Paulo, New York und Santiago de Chile. Nichtsdestotrotz pilgern immer noch jedes Jahr aufstrebende und bereits etablierte Acts der Technoszene nach Mannheim, um die zahlreichen Bühnen in der Maimarkthalle zu bespielen.
ARTE zeigt auch dieses Jahr ein Best-of Techno von der Time Warp 2022 mit Auftritten von Kölsch, Dax J, Reinier Zonneveld und vielen anderen.
Setlist:
Sama‘ Abdulhadi
Héctor Oaks
Pan-Pot
Perel
Kölsch
Solomun
Adam Beyer
Dax J
Paula Temple
Reinier Zonneveld
Freitag, 06.03. / 02:35 Uhr / Django Django
Ground Control
Musik, Frankreich, 2023, ARTE F 57 Min.
Regie: Thierry Gautier, Sylvain Leduc
Online verfügbar von 27/02/2026 bis 05/04/2026
Die Musik von Django Django passt in keine Schublade. Ihr origineller Sound ist eine bunte Mischung aus Elektro, Indie-Rock, Psychedelic Pop und Breakbeat. Die britische Band tourt mit ihrem neuen Album „Off Planet“ und startet vom Club „Ground Control“ in Paris zu einer interstellaren musikalischen Reise.
Man unterscheidet zwischen identifizierten und nicht identifizierten Flugobjekten; letztere werden auch UFOs genannt (Unbekannte Flug-Objekte). Bei den Musikobjekten ist das nicht anders: Manche kann man einem bestimmten Genre zuordnen, andere passen in keine Schublade. Django Djangos Produktion gehört eindeutig in die zweite Kategorie.
Die 2009 von unter anderem David Maclean und Vincent Neff gegründete Band bündelt die vielfältigen musikalischen Einflüsse ihrer Mitglieder. Ihr origineller Sound ist eine bunte Mischung aus Elektro, Indie-Rock, Psychedelic Pop und Breakbeat. Mit ihrem Genremix trifft die Band ins Schwarze; und von Wiederholungen hält sie nicht viel. Django Djangos fünftes Album „Off Planet“, 2023 veröffentlicht, scheint das bisherige Repertoire an Vielfalt sogar noch zu übertreffen. Das unidentifizierte Musikobjekt mit 21 Titeln und vier Teilen ist auf der Bühne des „Ground Control“ in Paris gelandet. Für den Zuschauer ist es eine wahre Freude, wieder in der fliegenden Untertasse abzuheben!
Freitag, 06.03. / 03:48 Uhr / Bilder allein zuhaus: Das Angelusläuten, Jean-François Millet
Serie, Frankreich, 2021, ARTE F 3 Min.
Regie: Gérard Pautonnier
Online verfügbar von 31/08/2021 bis 05/09/2026
Ein Bauern-Ehepaar bei der Arbeit auf dem Feld: Der Ehemann jammert darüber, dass er wieder zur Landwirtschaftsausstellung fahren muss. Den ganzen Tag befreundete Landwirte treffen, abends viel Alkohol, da ist man schnell am Rande eines Burnouts. Da bietet sich seine Frau an, an seiner Stelle hinzufahren …
Zusatzinfo:
ʺBilder allein zuhausʺ nimmt Meisterwerke der Malerei humorvoll unter die Lupe. Von Leonardo da Vincis ʺMona Lisaʺ bis hin zu Boteros ʺBailarinesʺ werden in der 30-teiligen dritten Staffel der Kurzfilmserie Gemälde von Schauspielern zum Leben erweckt, die bei einem aufwendigen Casting wegen ihrer Ähnlichkeit mit den gemalten Figuren ausgewählt wurden. Auch Dekor und Kostüme sind dem jeweiligen Bildmotiv sorgfältig nachempfunden. Die sehr witzigen Dialoge spielen dabei mit dem Zeitgeist und vermitteln nebenbei Wissenswertes über die Geschichte der Gemälde.
Freitag, 06.03. / 04:40 Uhr / (Fast) die ganze Wahrheit: Meryl Streep
Serie, Frankreich, 2020, ARTE F 3 Min.
Regie: Nicolas Rendu
Online verfügbar von 10/01/2022 bis 14/12/2026
Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Als Gegengift zur Informationslawine und der Verbreitung von Fake News liefert ʺ(Fast) die ganze Wahrheitʺ unbestreitbare Tatsachen, unnützes Wissen und pikante Anekdoten über Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in knackig-kurzen Porträts. In dieser Folge: Meryl Streep.
Als Meryl Streep Mitte der 1970er Jahre am Casting für das Remake von ʺKing Kongʺ teilnimmt, sagt der Produzent auf Italienisch, dass er sie zu hässlich findet. Der Sprache mächtig, weist sie ihn schlagfertig zurecht. Bis heute ist sie die Schauspielerin mit den meisten Oscar-Nominierungen.
Die Animationsserie ʺ(Fast) Die ganze Wahrheitʺ, die mit augenzwinkerndem Humor aus dem Nähkästchen prominenter Persönlichkeiten plaudert, wartet mit einer fünften Staffel auf. Die vom Kreativteam der französischen Produktionsfirma Blogothèque geschaffene Serie setzt Spielzeug oder Alltagsutensilien in Stop-Motion-Animationen ein, die von einer frechen Off-Stimme kommentiert werden. In der fünften Staffel gesellen sich zur lustigen Porträtgalerie 39 weitere Promis, darunter Josephine Baker, Jeanne Moreau, Albert Camus, Napoleon, Alain Delon und Virginie Despentes.
Programmwoche 11:
Samstag, 07.03. / 05:25 Uhr / Menuhin und Karajan spielen Mozart
Sternstunden der Musik
Musik, Deutschland, 2023, ZDF 43 Min.
Regie: Grete Liffers
Online verfügbar von 21/02/2026 bis 23/04/2026
Wiederholung vom 22.02.2026
Samstag, 07.03. / 06:10 Uhr / Vermeer: Die Jahrhundertausstellung
Dokumentation, Großbritannien, 2024, ARTE F 52 Min.
Regie: David Bickerstaff
Online verfügbar von 01/11/2025 bis 30/04/2026
Wiederholung vom 22.02.2026
Samstag, 07.03. / 00:05 Uhr / Leevi Madetoja: Die Österbottner
Finnische Nationaloper, Helsinki
Oper, Finnland, Frankreich, 2024, ARTEYLE 129 Min.
Regie: Ilmari Aho
Komponist: Leevi Madetoja
Inszenierung: Paavo Westerberg
Dirigent: Kaapo Ijas
Orchester: Kansallisoopperan orkesteri
Chor: Suomen kansallisoopperan kuoro
Choreographie: Klevis Elmazaj
Libretto: Leevi Madetoja
Bühnenbild / Ausstattung / Bauten: Erlend Birkeland
Kostüme: Maria Geber
Licht: Ellen Ruge
Mit: Johannes Vatjus (Antti Hanka), Maria Turunen (Maija Harri), Ville Rusanen (Jussi Harri), Johanna Nylund (Liisa), Päivi Nisula (Kaisa), Jukka Rasilainen (Erkki Harri), Aki Alamikkotervo (Salttu), Tuomas Pursio (Amtmann), Ilkka Hämäläinen (Kaappo), Aapo Kilpelä (Köysti aus Karjanmaa)
Online verfügbar von 28/02/2026 bis 05/06/2026
Erstausstrahlung
Leevi Madetojas „Die Österbottner“ steht für den Kampf um Gerechtigkeit. Die Oper ist zum Symbol finnischer Unabhängigkeit geworden. Mit packender Musik und einer ergreifenden Geschichte begeistert das Werk seit 1924. Regisseur Paavo Westerberg, Bühnenbildner Erlend Birkeland und Dirigent Kaapo Iljas bringen die tragische Bauerngeschichte neu auf die Bühne.
Leevi Madetojas (1887-1947) Die Österbottner („Pohjalaisia“) gilt als Finnlands Nationaloper. Es ist eine Geschichte über Beharrlichkeit, Menschenrechte und Freiheit. Uraufgeführt wurde sie 1924, sechs Jahre nach dem finnischen Bürgerkrieg, bei dem der Bruder des Komponisten umkam. Finnland hatte 1917 die Unabhängigkeit vom Zarenreich erlangt, war aber gleichzeitig von der Russischen Revolution in Mitleidenschaft gezogen worden.
Mit den Österbottnern gelang Leevi Madetoja, woran sein Lehrer Jean Sibelius gescheitert war: die Schaffung einer finnischen Nationaloper, ein Wendepunkt für ein Land ohne eigene Operntradition. Sein Werk wurde sofort zu einem festen Bestandteil des finnischen Opernrepertoires (wo es bis heute geblieben ist) und wurde zu Madetojas Lebzeiten auch in Deutschland, Schweden und Dänemark aufgeführt. Der Erfolg der Oper ist auf das Zusammentreffen mehrerer Faktoren zurückzuführen: der Anziehungskraft der tonalen, aber dunkel gefärbten Musik, der Verwendung von Volksmelodien (gemischt mit der eigenen musikalischen Sprache Madetojas), die dem Publikum vertraut waren, einem Libretto (ebenfalls von Madetoja), das auf einem bekannten und beliebten Theaterstück basierte, einer Geschichte über Freiheit von Unterdrückung und Selbstbestimmung, deren allegorische Qualitäten in einem Land, das gerade einen Unabhängigkeitskrieg hinter sich hatte, besonders hervorstachen, und der geschickten Verbindung von komödiantischen und tragischen Elementen.
Führende finnische Künstler, allen voran Paavo Westerberg, haben 2024 eine aktuelle Fassung auf die Bühne gebracht. Westerberg ist den Finnen vor allem dank seiner Arbeit in Film und Fernsehen ein Begriff. Die Österbottner ist seine erste Opernproduktion. Szenograf Erlend Birkeland versetzt das Geschehen in einen Kartoffelacker. Kaapo Iljas dirigiert das Orchester der Finnischen Nationaloper.
Madetojas Österbottner sind dem Verismus verpflichtet und beschreiben den Widerstand einer Bauerngemeinde gegen das harte Regime einer erdrückenden Obrigkeit, die von einem Sheriff verkörpert wird. Die Geschichte spielt an der Westküste Finnlands, am Bottnischen Meerbusen. Die heutige Provinz Österbotten, auf Finnisch „Pohjanmaa“, ist nur ein kleiner Teil der historischen Landschaft, und der Name weist auf die andere wichtige Landessprache hin: Schwedisch.
Die meisten Protagonisten gehören zum Hof von Erkki Harri. Sie sind Tochter, Sohn, Magd oder Knecht des freien Bauern, der auch für die Gefangenentransporte zuständig ist. Antti Hanka, der Verlobte von Maija, Erkkis Tochter, wird des Mordes angeklagt und ins Gefängnis gebracht – von Maijas Vater. So beginnt die Intrige um Mord, Eifersucht, Machtmissbrauch und Freiheitskampf.
Paavo Westerberg hat sich in Finnland als Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur einen Namen gemacht. Seine Fernsehproduktionen wurden mehrfach ausgezeichnet. Westerberg schreibt auch Theaterstücke und inszeniert für das Theater. Erlend Birkeland stammt aus Norwegen, studierte in Dänemark und Oslo. Er vertrat Norwegen 1999 auf der Internationalen Quadriennale in Prag mit seinem Bühnenbild zu Fuglane. Mittlerweile hat Erlend Birkeland nahezu hundert Inszenierungen in Skandinavien aber auch auf dem Kontinent ausgestattet. Kaapo Ijas hat erfolgreich mit vielen Weltklasse-Orchestern zusammengearbeitet, darunter das Finnish Radio Symphony, Royal Liverpool Philharmonic, Turku Philharmonic und das Polish National Radio Symphony Orchestra. Ijas hat eine besondere Vorliebe für die dramatische Tragweite der Oper, die nahtlose Verbindung von Musik und Theater und das Gemeinschaftsgefühl, das bei großen Produktionen entsteht. Er dirigiert Opernaufführungen in ganz Europa, von Helsinki, Oslo bis Wien.
Aufzeichnung vom 12. Dezember 2024 in der Finnischen Nationaloper, Helsinki.
Sonntag, 08.03. / 15:55 Uhr / Kevin Costner und der Western
Dokumentation, Deutschland, 2026, NDR 52 Min.
Regie: Silvia Palmigiano
Online verfügbar von 01/03/2026 bis 30/05/2026
Wiederholung vom 01.03.2026
Sonntag, 08.03. / 16:50 Uhr / Die Femme fatale in der Kunst ~ Ein Mythos und seine Demontage
Dokumentation, Deutschland, 2022, SR 51 Min.
Regie: Susanne Brand
Online verfügbar von 04/03/2026 bis 02/06/2026
Sie ist verführerisch und verhängnisvoll, Glücksverheißung und Lebensbedrohung in einem: die Femme fatale in der Kunst. Immer wieder arbeiten sich männliche Maler an ihr ab, zeigen sie schön, vollbusig und den Tod bringend. Besonders die biblische Figur der Salomé wird häufig als Femme fatale interpretiert. Sie ist ein historischer Mythos, eine männliche Fantasie – bis Frauen ihren Platz in der Welt der Kunst einfordern und selbst entscheiden, wie sie sich sehen wollen. Die Künstlerinnen wollen die Deutungshoheit über ihren Körper erobern. Der Dämonisierung weiblicher Erotik setzen sie ihr eigenes Selbstverständnis entgegen und erkämpfen sich Freiheit und Gleichberechtigung.
Viele männliche Künstler haben sich immer wieder mit dem Motiv der Femme fatale auseinandergesetzt. Ob bei Gustave Moreau, Franz von Stuck oder Lovis Corinth – sie alle stellen sie als verführerische, üppige Frau dar, die Verderben und Tod verkörpert. Besonders die biblische Gestalt der Salomé wird oft als Inbegriff dieser verhängnisvollen Weiblichkeit inszeniert.
Sie ist ein historischer Mythos, eine männliche Fantasie – bis Frauen ihren Platz in der Welt der Kunst einfordern, selbst entscheiden, wie sie sich sehen wollen, und die Deutungshoheit über ihren Körper erobern. Der Dämonisierung weiblicher Erotik setzen Künstlerinnen wie Ulrike Rosenbach, Evelyne Axell oder Maria Lassnig ihr eigenes Selbstverständnis entgegen und erkämpfen sich Freiheit und Gleichberechtigung.
Die Dokumentation wagt einen neuen Blick auf das Thema. Sie zeigt, wie sich das Bild der klassischen Femme fatale mit dem fortschreitenden Kampf um Gleichberechtigung in den 1960er und 1970er Jahren verändert hat und fragt, wo wir heute stehen, in Zeiten von MeToo-Debatte, Quotenfrauen und Genderforschung. Im Zuge der feministischen Bewegung haben Künstlerinnen sich den Mythos angeeignet, ihn umgedreht, neu besetzt und damit schließlich demontiert.
Sonntag, 08.03. / 17:40 Uhr / Aus dem Festspielhaus Baden-Baden: Béla Bartóks Konzert für Orchester
Jakub Hrůša dirigiert die Berliner Philharmoniker
Musik, Deutschland, 2025, SWR 42 Min.
Regie: Nele Münchmeyer
Komponist: Béla Bartók
Dirigent: Jakub Hrůša
Orchester: Berliner Philharmoniker
Online verfügbar von 08/03/2026 bis 06/06/2026
Erstausstrahlung
Über Béla Bartók sagte der Komponist György Kurtág: ʺSeine Muttersprache war Beethovenʺ. Die Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Jakub Hrůša entführen in Bartóks monumentales Werk ʺKonzert für Orchesterʺ, das der Komponist im amerikanischen Exil schrieb. Der tschechische Kultdirigent Jakub Hrůša ist ein häufiger Gast bei den Berliner Philharmonikern. Wie so oft schaut Hrůša nach Osten und präsentiert die leidenschaftlich entfesselte Musik Bartóks, die einen engagierten, europäischen Humanismus feiert.
Béla Bartóks ʺKonzert für Orchesterʺ wurde sein vielleicht bekannteste Komposition. Bartóks Idee war nach eigener Aussage, die Verbrüderung der Völker, der er in seiner Musik zu dienen versuchte. Einige Jahre nach seinem Tod im September 1945 interessierte sich nicht nur die Filmindustrie für seine Musik, er erhielt posthum auch Ehrenmitgliedschaften und Auszeichnungen. Sogar ein Asteroid und ein Gletscher in der Antarktis wurden nach ihm benannt.
Der tschechische Dirigent Jakub Hrůša ist ein häufiger Gast bei den Berliner Philharmonikern. Wie so oft schaut Hrůša nach Osten und präsentiert die leidenschaftlich entfesselte Musik Bartóks, die einen engagierten, europäischen Humanismus feiert.
Sonntag, 08.03. / 20:15 Uhr / Mord im Orient-Express
(Murder on the Orient Express)
Spielfilm, Großbritannien, 1974, ARTE 122 Min.
Regie: Sidney Lumet
Drehbuch: Paul Dehn
Autor:in: Agatha Christie
Produktion: EMI Film, G.W. Films
Produzent: John Brabourne, Richard Goodwin
Kamera: Geoffrey Unsworth
Schnitt: Anne V. Coates
Musik: Richard Rodney Bennett
Mit: Albert Finney (Hercule Poirot), Lauren Bacall (Harriet Hubbard), Martin Balsam (Bianchi), Ingrid Bergman (Greta Ohlsson), Jacqueline Bisset (Gräfin Andrenyi), Jean-Pierre Cassel (Pierre Michel), Sean Connery (Colonel Arbuthnot), Anthony Perkins (Hector McQueen), Vanessa Redgrave (Mary Debenham), Richard Widmark (Samuel Ratchett), Wendy Hiller (Prinzessin Dragomiroff)
Online verfügbar von 08/03/2026 bis 23/03/2026
Bitte einsteigen! Die Passagiere des luxuriösen „Orient-Express“ auf dem Weg nach Istanbul nehmen ihre Plätze ein. Unter ihnen ist auch Detektiv Hercule Poirot, der sich auf dem Rückweg von einem Fall in Jordanien befindet. Nur durch Beziehungen zum Eisenbahnpersonal konnte Poirot in letzter Minute einen Platz im Schlafwagen „Athen-Paris“ ergattern.
Dessen Passagiere sind allesamt skurrile Persönlichkeiten: Da sind zum Beispiel die Missionarin Greta Ohlsson, der sexuell gehemmte Hector McQueen, die reiche Witwe Harriet Hubbard, die Exil-Prinzessin Dragomiroff – und Samuel Edward Ratchett, der regelmäßig Morddrohungen erhält. Als er Poirot eine hohe Summe bietet, damit er ihn auf der Reise bewache, lehnt der Detektiv ab. Kurz darauf wird Ratchett im Schlaf brutal mit einem Messer ermordet. Inzwischen ist der Zug in einer Schneewehe steckengeblieben – und Poirot beginnt mit seinen Ermittlungen.
Verfilmung des Agatha-Christie-Klassikers mit großem Staraufgebot.
Zusatzinfo:
Selten wurde ein Roman mit einem vergleichbar hochkarätigen Ensemble verfilmt: Sidney Lumet besetzte den „Mord im Orient-Express“ in sämtlichen Rollen mit Filmgrößen – von Sean Connery, Albert Finney und Jean-Pierre Cassel über Jacqueline Bisset, Lauren Bacall und Vanessa Redgrave bis zu Ingrid Bergman. Der Film brachte Bergman ihren dritten Oscar ein. Der „Mord im Orient-Express“ ist ein großes Vergnügen mit den üblichen Verdächtigen, das durch psychologische Charakterstudien auch eine neue Epoche des Krimis einläutete.
Sonntag, 08.03. / 22:20 Uhr / Agatha Christie – Ein Jahrhundert Gänsehaut
Dokumentarfilm, Großbritannien, 2020, ARTE F 67 Min.
Regie: Sean Davison
Der Film spürt mithilfe von Dokumenten aus den Christie-Archiven den zehn bekanntesten Werken der Autorin in chronologischer Reihenfolge nach. Von „Mord im Orient-Express“ über „Und dann gab’s keines mehr“ bis zu „Vorhang: Hercule Poirots letzter Fall“ sind Christies zeitlose Schilderungen einer anderen Epoche auch Zeugnisse ihrer literarischen Brillanz.
Mehr als zwei Milliarden verkaufte Exemplare, darunter 66 Kriminalromane, 6 Romane, mehr als 150 Kurzgeschichten und rund 25 Theaterstücke: Nur William Shakespeares Werke wurden öfter verkauft als die von Agatha Christie, deren Popularität bis heute ungebrochen ist.
Im Jahr 2020 feierte ihr erster Roman „Das fehlende Glied in der Kette“ sein hundertjähriges Erscheinungsjubiläum. In diesem Werk wird einer der berühmtesten Detektive der Literatur eingeführt: Hercule Poirot. Sein erster Fall erschien zwischen Februar und Juni 1920 als Serie in der „Times“, konnte also noch vor der Publikation in Buchform in der Zeitung gelesen werden.
Agatha Christies Romane sind spannend, voller markanter Figuren und wurden erfolgreich als Filme und Theaterstücke adaptiert. Über 48 Millionen Menschen sahen die neue Fassung des „Mord im Orient-Express“ mit Kenneth Branagh in der Rolle des Hercule Poirot. 2019 wurden Christies Theaterstücke weltweit mehr als 700-Mal inszeniert.
Der Dokumentarfilm spürt chronologisch und unter Zuhilfenahme von Archivaufnahmen Christies zehn denkwürdigsten Werken nach, von „Mord im Orient-Express“ über „Und dann gabs keines mehr“ bis „Vorhang: Hercule Poirots letzter Fall“.
Zu Wort kommen unter anderem Christies Urenkel James Prichard, die Krimiautorin Sophie Hannah, der Schauspieler Hugh Fraser – bekannt als Hastings in der TV-Verfilmung „Agatha Christie’s Poirot“ – sowie Anthony Horowitz, Autor der Poirot-Adaptionen für den britischen Sender ITV.
Sonntag, 08.03. / 23:25 Uhr / Loving Patricia Highsmith
Dokumentarfilm, Schweiz, Deutschland, 2020, ZDF 82 Min.
Regie: Eva Vitija
Online verfügbar von 07/03/2026 bis 15/03/2026
Patricia Highsmith, Literatin von Weltrang, hielt ihr Privatleben weitgehend verborgen. Dass sie lesbisch war, wusste nicht einmal ihre Familie in Texas. Auf Basis ihrer Tage- und Notizbücher, die erst nach ihrem Tod entdeckt wurden, rekonstruiert „Loving Highsmith“ wichtige Stationen ihres Lebens und lässt dennoch genug Geheimnisse übrig.
Mit Romanen wie „Zwei Fremde im Zug“ und „Der talentierte Mr. Ripley“ schafft Patricia Highsmith Weltliteratur. Die Verfilmungen erreichen ein riesiges Publikum. Ihr Privatleben hält die Meisterin des psychologischen Thrillers derweil zeitlebens vor der Öffentlichkeit verborgen.
Dass sie lesbisch ist, weiß nicht einmal ihre Familie in Texas. Ihren lesbischen Liebesroman „Salz und sein Preis“ (Filmtitel: „Carol“) kann sie 1952 nur unter einem Pseudonym herausbringen. Über ihr eigenes bewegtes Liebesleben schreibt sie in ihren Tage- und Notizbüchern. Diese werden erst nach ihrem Tod in einem Wäscheschrank in ihrem Haus im Schweizer Tessin entdeckt.
Auf Basis dieser Aufzeichnungen, die im Herbst 2021 anlässlich des 100. Geburtstags der Autorin zum ersten Mal veröffentlicht wurden, erzählt Regisseurin Eva Vitija von Highsmiths Lieben und Leidenschaften. Passagen aus den Büchern, die von Maren Kroymann gelesen werden, stehen neben Interviews mit früheren Freundinnen wie der Autorin Marijane Meaker oder der Schauspielerin Tabea Blumenschein, Highsmiths Familie sowie Szenen aus den weltberühmten Verfilmungen ihrer Romane.
Eva Vitijas vielschichtige Liebesbiografie führt uns in ein Reich der Sehnsüchte und Obsessionen – und wirft ein neues Licht auf eine der schillerndsten Autorinnen des 20. Jahrhunderts. „Loving Highsmith“ ist aber auch das Porträt einer Generation von Frauen, die mit Highsmiths „Carol“ den Mut fanden, für ihr Recht auf Liebe zu kämpfen.
Zusatzinfo:
Der Film feierte seine Premiere bei den Solothurner Filmtagen und war danach auf vielen internationalen Festivals sowie in Deutschland und in der Schweiz in den Kinos zu sehen.
Sonntag, 08.03. / 03:30 Uhr / Wim Wenders: Der ewig Suchende
Dokumentation, Deutschland, 2025, ZDF 53 Min.
Regie: Marcel Wehn
Online verfügbar von 11/08/2025 bis 06/10/2026
Wiederholung vom 18.02.2026
Freitag, 13.03. / 21:45 Uhr / Joan Baez – Mit lauter Stimme
Dokumentarfilm, USA, 2023, ZDF 106 Min.
Regie: Karen O’Connor, Miri Navasky, Maeve O’Boyle
Online verfügbar von 13/03/2026 bis 12/04/2026
„Joan Baez – Mit lauter Stimme“ ist ein eindringliches Porträt der legendären Sängerin und Aktivistin Joan Baez. Der Dokumentarfilm begleitet sie auf ihrer Abschiedstournee und gibt einen unvergleichlich intimen Einblick in ihr Leben – von den Höhen der Bürgerrechtsbewegung und ihren musikalischen Erfolgen bis zu den Auseinandersetzungen mit ihren persönlichen Dämonen. Mit unveröffentlichten Archivaufnahmen erzählt der Film die Geschichte dieser mutigen Künstlerin, die mit ihrer Musik und ihrem Handeln Generationen inspiriert hat.
Joan Baez singt mit außergewöhnlicher Stimme und ist bekannt dafür, sich mit lauter Stimme auch politisch zu äußern. Die außergewöhnliche Sängerin und unermüdliche Aktivistin, öffnet in dem berührenden Dokumentarfilm die Türen zu ihrem Leben und Werk. Sie wurde 1941 geboren. Seit ihrem Debüt mit 18 Jahren steht Baez mehr als 60 Jahre als Sängerin auf der Bühne. Sie ist eine Ikone der Popkultur und gewährt in dem Film intime Einblicke in ihre privaten Archive, darunter auch Tagebücher, Therapieaufnahmen und Home-Movies.
„Joan Baez – Mit lauter Stimme“ begibt sich mit der Künstlerin auf ihre Abschiedstournee. Dabei reflektiert der Film ihre bewegte Lebensgeschichte – von den Kämpfen in der Bürgerrechtsbewegung an der Seite von Martin Luther King bis zu ihrer komplexen Beziehung mit Bob Dylan und den „Dämonen“, die sie seit ihrer Kindheit in sich trägt. Regie führten die Filmemacherinnen Karen O’Connor, Miri Navasky und Maeve O’Boyle, die Baez über mehrere Jahre hinweg begleiteten und so eine tiefgreifende Bilanz ihres Lebens ziehen konnten. Mit bislang unveröffentlichten Archivaufnahmen und Zitate aus den persönlichen Gedanken der Künstlerin entsteht das faszinierende Porträt einer Frau, die nicht nur mit ihrer Stimme, sondern auch mit Mut und Engagement Musik- und Weltgeschichte schrieb.
Joan Baez spricht im Film selbstkritisch über ihre emotionalen Herausforderungen und inneren Motivationen, was diese Dokumentation auch zu einem einzigartigen Denkmal für eine Künstlerin macht, die mit Humor und Distanz zu sich selbst ihren eigenen Lebensweg betrachtet. Ihre ungefilterte Ehrlichkeit berührt, inspiriert und erlaubt einen besonderen Blick auf die Kraft der Musik und des Engagements.
Freitag, 13.03. / 23:30 Uhr / Beirut ~ Berliner Tempodrom
Musik, Frankreich, 2024, ARTE F 81 Min.
Regie: David Ctiborsky
Online verfügbar von 06/03/2026 bis 12/04/2026
Die US-amerikanische Band Beirut um Frontmann Zach Condon bringt die geballte emotionale Kraft ihrer Musik auf die Bühne des Berliner Tempodroms. Das Publikum erlebt eine starke Performance, die ganz im Zeichen des 2023 erschienenen Studioalbums ʺHadselʺ steht.
Beirut zu hören ist, als blättere man in einem lange verschollen geglaubten Familienalbum – eine unbeschreibliche Mischung aus Lachen, Tränen und Nostalgie. Hervorgerufen wird diese besondere Stimmung durch die subtile Verbindung slawischer Melodien mit amerikanischem Folk, getragen von der sanft klagenden Stimme Zach Condons.
Gerade diese unverwechselbare Stimme hätte der Sänger aus Beirut beinahe verloren. Um sie zu retten, zog sich der Künstler nach Norwegen in das abgelegene Dorf Hadsel zurück. Dieser Zufluchtsort nördlich des Polarkreises inspirierte Zach Condon auch zu seinem sechsten Studioalbum ʺHadselʺ.
2016 hatte das Team von ʺARTE Concertʺ das Glück, Beirut am Tag nach ihrem Konzert im Bataclan für eine Reihe von Wohnzimmerkonzerten in Paris filmen zu können. Acht Jahre später gibt es nun ein erneutes Treffen mit Zach Condon in Berlin. Dieses Mal allerdings nicht in Form eines Privatkonzerts im kleinen Kreis, sondern auf einer Bühne vor Tausenden von Fans, die sich über das Wiedersehen mit dem Ausnahmemusiker freuen.
Aufzeichnung vom 17. Februar 2024 im Berliner Tempodrom.
Freitag, 13.03. / 02:30 Uhr / Beatrice Rana spielt Schumann
Sommerfestspiele Baden-Baden 2022
Musik, Deutschland, 2022, SWR 43 Min.
Regie: Grete Liffers, Torben Jacobsen
Komponist: Robert Schumann, Johannes Brahms
Dirigent: Yannick Nézet-Séguin
Orchester: Chamber Orchestra of Europe
Mit: Beatrice Rana (Klavier)
Online verfügbar von 13/03/2026 bis 30/04/2026
Neben dem Klavierkonzert a-Moll op. 54 von Robert Schumann spielen die Pianistin Beatrice Rana und der Dirigent und Pianist Yannick Nézet-Séguin Ausschnitte aus Werken für Klavier zu vier Händen, den ʺBildern aus dem Ostenʺ von Robert Schumann, und aus den Walzern von Johannes Brahms im Festspielhaus Baden-Baden.
Baden-Baden avancierte im 19. Jahrhundert zur Capitale d’été und zu einem Modebad, in dem
das Kurieren eines Leidens oft nur noch Nebensache war. Das Konversationshaus – heute Kurhaus – war beliebter Treffpunkt der Gäste aus Literatur, Musik, Kunst, Wissenschaft und Adel.
Auch Robert Schumann hat dreimal zusammen mit seiner Frau Clara Baden-Baden besucht. Clara Schumann entschloss sich 1862 – sechs Jahre nach dem Tode Robert Schumanns – sich und ihren Kindern im heutigen Baden-Badener Stadtteil Lichtental eine Heimat zu geben und kaufte dort ein Haus mit Hilfe ihrer Freundin, der berühmten Sängerin Pauline Viardot.
Die berühmteste Pianistin ihres Jahrhunderts bereitete hier im Sommer ihre internationalen Konzertreisen vor, unterrichtete, traf sich mit Familie und Freunden und trat in Baden-Baden sowohl in Salons als auch in öffentlichen Konzerten häufig auf. Dies tat sie oft mit ihrem lebenslangen Freund Johannes Brahms, der ab 1865 nicht weit von ihrem Haus regelmäßig eine Sommerwohnung bezog und dort wesentliche Kompositionen schuf beziehungsweise vollendete.
Der Dirigent und Pianist Yannick Nézet-Séguin, Musikdirektor der New Yorker Metropolitan Opera, das Chamber Orchestra of Europe und die Pianistin Beatrice Rana wollen diese Bezüge bei ihrer sommerlichen Residenz im Festspielhaus Baden-Baden herstellen. Neben dem Klavierkonzert a-Moll op. 54 von Robert Schumann spielen Rana und Nézet-Séguin Ausschnitte aus Werken für Klavier zu vier Händen, den „Bildern aus dem Ostenʺ von Robert Schumann, und aus den Walzern von Johannes Brahms.
Freitag, 13.03. / 03:30 Uhr / Bilder allein zuhaus: We Can Do It!, J. Howard Miller – Propaganda
Serie, Frankreich, 2021, ARTE F 3 Min.
Regie: Gérard Pautonnier
Online verfügbar von 30/06/2025 bis 29/09/2026
ʺBilder allein zuhausʺ nimmt Meisterwerke der Malerei humorvoll unter die Lupe. Von Leonardo da Vincis „Mona Lisa“ bis hin zu Boteros ʺBailarinesʺ werden in der 30-teiligen dritten Staffel der Kurzfilmserie Gemälde von Schauspielern zum Leben erweckt, die bei einem aufwendigen Casting wegen ihrer Ähnlichkeit mit den gemalten Figuren ausgewählt wurden. Auch Dekor und Kostüme sind dem jeweiligen Bildmotiv sorgfältig nachempfunden. Die sehr witzigen Dialoge spielen dabei mit dem Zeitgeist und vermitteln nebenbei Wissenswertes über die Geschichte der Gemälde.
J. Howard Millers „We Can Do It!“-Plakat aus dem Jahr 1943 sollte die Arbeitsmoral der Frauen stärken. So soll Rose in einer Rede Frauen dazu ermutigen, in den Fabriken arbeiten zu gehen, während ihre Männer an der Front kämpfen. Doch Rose, die mit dem hochgekrempelten blauen Hemd und dem rot-weiß gepunkteten Kopftuch zur Ikone wurde, hält sich nicht lange an den Text des Appells, denn sie ist überzeugte Feministin …
Regelmäßige Sendungen mit kulturellen Themen auf arte sind zudem:
Stadt, Land, Kunst (Mo. – Fr. 13 Uhr) und TWIST
Diese Übersicht wird stets mehrere Wochen vor den jeweiligen Sendeterminen erstellt.
Aktuelle Programmänderungen sind meist nicht berücksichtigt. Diese finden sich auf arte.tv.
