Spielzeit 2026/2027 der Theater Chemnitz vorgestellt

Spielzeit 2026/2027 der Theater Chemnitz vorgestellt (© Nasser Hashemi)

Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz stellte Generalintendant Dr. Christoph Dittrich gemeinsam mit seinem künstlerischen Leitungsteam – Operndirektorin Christine Marquardt, Ballettdirektorin Sabrina Sadowska, Generalmusikdirektor Benjamin Reiners, Schauspieldirektor Carsten Knödler sowie Figurentheaterdirektorin Gundula Hoffmann – das Programm der Spielzeit 2026/2027 vor. Mit mehr als 30 Premieren, einer ebenso großen Zahl an Konzerten sowie zahlreichen Repertoireproduktionen präsentierten die Theater Chemnitz einen ebenso vielfältigen wie ambitionierten Spielplan. Der Vorverkauf für die neue Spielzeit beginnt am 18. Mai 2026.

,,Mit unserem neuen Spielplan für die Saison 2026/2027 zeigen wir die ganze künstlerische Bandbreite und Leistungsfähigkeit der Theater Chemnitz – und das in einer Zeit, in der grundlegende Fragen nach der Zukunft unserer Strukturen diskutiert werden. Chemnitz ist stolz auf die erfolgreiche Kulturhauptstadt und braucht auch in Zukunft vollwertige Schauspielbühnen und das Opernhaus. Denn ein Theater wie das unsere lebt von der Vielfalt seiner Sparten und Bühnen – vom Zusammenspiel unterschiedllicher künstlerischer Formen und Perspektiven. Gerade diese Vielfalt spiegelt sich in unserem Programm: in großen Premieren, innovativen Formaten und Angeboten für alle Generationen. Sie ist die Grundlage dafür, dass Theater in Chemnitz ein Ort der Begegnung, des offenen Wortes und der gesellschaftlichen Auseinandersetzung sein kann. Unser Ziel ist es, diese künstlerische Qualität und kulturelle Strahlkraft zu erhalten und weiterzuentwickeln – im Dialog mit unserem Publikum und der Stadtgesellschaft. Wir sind überzeugt: Ein starkes Theater braucht Raum, Perspektive und Verlässlichkeit.“ so Dr. Dittrich auf der Pressekonferenz.


Musiktheater

Am 19. September 2026 startet die Oper Chemnitz mit einem mitreißenden Auftakt in die neue Spielzeit: Mit der Premiere von ,,Titanic – The Musical“ bringt sie ein großes, international gefeiertes Musical erstmals auf die Bühne des Chemnitzer Opernhauses. Das Werk mit Musik und Liedtexten von Maury Yeston und einem Buch von Peter Stone verspricht einen emotionalen und phänomenalen Saisonauftakt.

Auch im weiteren Verlauf setzt die Oper Chemnitz auf eine abwechslungsreiche Mischung aus Neuproduktionen und Klassikern: Im Januar 2027 steht mit der Abenteueroper ,,Robin Hood“ ein spannendes Werk auf dem Spielplan, das insbesondere auch ein jüngeres Publikum ansprechen dürfte. Im April folgt nach ,,Der fliegende Holländer“ ein weiteres Meisterwerk von Richard Wagner. ,,Tannhäuser“ ist ab dem 24.April unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Benjamin Reiners im Opernhaus zu erleben. Zwei weitere herausragende Klassiker ergänzen das Programm der kommenden Spielzeit: ,,Il trovatore” im November entsteht in der Regie des italienischen Regisseurs Jacopo Spirei. Im Juni folgt ,,Le nozze di Figoro“ in einer Inszenierung von Nilufar K. Münzing. Darüber hinaus bleibt ein besonderer Publikumserfolg weiterhin im Repertoire: Die gefeierte Opernuraufflürung ,,Rummelplatz“, die seit ihrer Premiere durchgehend ausverkauft ist, wird auch ab Herbst 2026 wieder im Spielplan zu finden sein.


Ballett

Auch in der neuen Spielzeit präsentiert sich das Ballett Chemnitz mit einem facettenreichen Programm, das klassische Erzählkunst und zeitgenössische Handschriften eindrucksvoll miteinander verbindet. Den Auftakt der Saison bildet ab dem 24. Oktober 2026 die Premiere von ,,Hans Christian A“ im Opernhaus Chemnitz. Ballettdirektorin Sabrina Sadowska widmet sich darin dem Leben und Wirken des berühmten dänischen Dichters Hans Christian Andersen und bringt dessen poetische Welt in einer ebenso fantasievollen wie berührenden Choreografie auf die Bühne.

Ein weiterer Höhepunkt folgt im März 2027 mit dem zweiteiligen Ballettabend ,,Gut und Böse„, der sich den großen Fragen menschlicher Existenz widmet. Zwei international gefragte Choreografen prägen diesen Abend mit ihren unverwechselbaren Handschriften: Der polnische Choreograf Roberto Bondara sowie der österreichische Künstler Lukas Zuschlag setzen sich auf unterschiedliche Weise mit den Gegensätzen und Spannungsfeldern des Lebens auseinander.

Auch die erfolgreichen Reihen für zeitgenössischen Tanz werden fortgeführt: Mit neuen Ausgaben von ,,Showcase“ sowie „Made in Chemnitz“ im Jahr 2027 setzt das Ballett Chemnitz weiterhin auf kreative Impulse und innovative Handschriften aus der Stadt und darüber hinaus. Beliebte Klassiker kehren zurück auf die Bühne: Mit „Der Nussknacker“, ,,Schwanensee“ und „Romeo und Julia“ stehen zentrale Werke des klassischen Repertoires erneut auf dem Spielplan und bieten dem Publikum eindrucksvolle Tanzerlebnisse.


Robert-Schumann-Philharmonie

Nach einer erfolgreichen ersten Spielzeit mit großem Publikumszuspruch und zahlreichen neuen Formaten startet die Robert-Schumann-Philharmonie in ihre zweite Saison unter der Leitung von Generalmusikdirektor Benjamin Reiners. Mit einem profilierten Programm knüpft das Orchester an die positive Entwicklung an und setzt zugleich neue künstlerische Akzente.

Den Auftakt bildet am 3. und 4. September 2026 in der Stadthalle das 1. Sinfoniekonzert „Symphonic Opening Party“. Neben der Uraufführung von „Behind the Scenes“ für Orchester und Live~Elektronik von Jonas Urbat stehen Variationen über ein Rokoko-Thema mit der Cellistin Stéphanie Huang sowie „Die Planeten“ auf dem Programm.

Das 2. Sinfoniekonzert „Wellen schlagen“ am 7. und 8, Oktober 2026 entsteht im Rahmen des Jahres der jüdischen Kultur in Sachsen und verbindet Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Henryk Wieniawski, Ernest Bloch und Leonard Bernstein.

Einen gewichtigen Akzent setzt das 6. Sinfoniekonzert „Was ist Wahrheit?” am 3.und 4. März 2027 mit Johannes-Passion BWV 245 in der Fassung von Robert Schumann. Gemeinsam mit dem MDR- Rundlfunkchor sowie einem hochkarätigen Solist:innenensemble – darunter Christina Landshamer und Kieran Carrel – entsteht eine eindrucksvolle Auseinandersetzung mit einem der zentralen Werke der geistlichen Musik.

Zahlreiche Sonderkonzerte und erfolgreiche Formate werden fortgeführt und weiterentwickelt. Neue Formate wie „Im Klang“ oder das Demenzkonzert „Raum für Resonanz“ bleiben ebenso Bestandteil des Programms wie neue Impulse, etwa mit dem Sonderkonzert „True Crime meets Orchestra“ am 25. März 2027. Neue Ideen in der beliebten Konzertreihe „Klasse Klassik!” sorgen zudem für außergewöhnliche Erlebnisse: Bei „Swing! Groove! Mozart!” im Industriemuseum erklingen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart in jazzigen Arrangements, während im Mai mit Charlie Chaplins ,,The Kid“ ein Filmklassiker mit Live-Orchesterbegleitung präsentiert wird. Auch das Angebot für Familien wird weiter ausgebaut: Neben den beliebten Babykonzerten entstehen mit ,,Beethoven dreht auf“ – moderiert von Malte Arkona – sowie ,,Das Orchester zieht sich an” zwei neue Formate in den Familienkonzerten, die Kindern einen spielerischen Zugang zur klassischen Musik eröffnen.

Mit dieser Mischung aus sinfonischem Kernrepertoire, innovativen Konzertideen und vielfältigen Vermittlungsformaten spricht die Robert-Schumann-Philharmonie erneut ein breites Publikum an und lädt dazu ein, Musik in all ihren Facetten zu erleben.


Schauspiel

Vielfalt, Aktualität und große Erzählstoffe prägen die neue Spielzeit des Schauspiels Chemnitz: Mit insgesamt zwölf Premieren — davon sechs auf der Großen Bühne, fünf im Ostflügel sowie einer sommerlichen Open-Air-Produktion auf der Küchwaldbühne – spannt das Programm einen Bogen von Klassikern über Gegenwartsdramatik bis hin zu unterhaltsamen Formaten.

Den Auftakt auf der Großen Bühne bildet am 26. September 2026 Friedrich Schillers Komödie ,,Der Parasit” in einer Inszenierung von Schauspieldirektor Carsten Knodler und wirft einen ebenso zeitgemäßen wie unterhaltsamen Blick auf Machtstrukturen und politische Mechanismen.

Ab Oktober tolgt mit Mary Shelleys ,,Frankenstein” ein bedeutender Literaturklassiker auf der Bühne. Im März bringt das Kultmusical ,,The Rocky Horror Show“ (Premiere: 20. März 2027) in einer Inszenierung von Stefan Wolfram schrille Unterhaltung in den Spinnbau. Nach dem Erfolg von ,,Funny Money“ steht ab dem15. Mai mit ,,Und alles auf Anfang” in der Regie von Philipp Otto eine weitere Komödie von Ray Cooney auf dem Spielplan.

Mit Pbilipp Engeimanns Märchen ,,Der Feuervogel” verzaubert im Dezember eine zauberhafte Geschichte zur Weihnachtszeit. Im Sommer erobert mit ,,Igraine Ohnefurcht” nach dem gleichnamigen Werk von Cornelia Funke die Kirchwaldbühne – ein fantasievolles Open-Air-Erlebnis für die ganze Familie.

Im Ostflügel erwarten das Publikum ebenfalls spannende Stoffe: Mit „Die Reise von der Erde zum Mond” in der Regie von Tilo Krügel geht es auf eine fantasievolle Abenteuerreise. Nach ,,Der Prozess“ und ,,Strafkolonie“ erlebt im November mit ,,America“ bereits Bogdan Kocas dritte Kafka-Adoption Premiere im Ostflügel. Im Januar widmet sich das Schauspiel mit ,,Ich bin dein Mensch”, den Fragen von Identität und Liebe im Zeitalter Künstlicher Intelligenz. Ergänzt wird das Programm durch ,,Das letzte Mal„, ein Schauspiel von Robert-Espalieu, das ab März 2027 zentrale Fragen unserer Gegenwart in den Blick nimmt.


Figurentheater

Das Figurentheater Chemnitz erö ffnet seine neue Spielzeit am 19. September 2026 mit ,,KIESEL”, einer Inszenierung von Figurentheaterdirektorin Gunduia Hoffmann für Kinder ab zwei Jahren, die zum Staunen und Lauschen einlädt. Ein besonderer Höhepunkt ist das 75-jährige Jubiläum Chemnitzer Figurentheaters, das mit einer Festwoche vom 30. November bis 6. Dezember gefeiert wird. Ausgangspunkt ist dabei die erste Premiere der Städtischen Puppenbühne im Jahr1951 mit ,,Die Entführung aus dem Serail”. Daran anknüpfend feiert am 5. Dezember die Uraufführung von ,,Wunderkinder“ Premiere. Inspiriert vom Leben und Wirken Wolfgang Amadeus Mozarts stellt die Inszenierung das Thema kindlicher Begabung in den Mittelpunkt und erzählt von Erwartungen, Selbstvertrauen und dem Mut, den eigenen Ideen zu folgen. Ein weiteres Highlight der Saison ist das Kooperationsprojekt ,,lm Westen nichts Neues“ mit dem ,,Theater der Jungen Weit” Leipzig. Noch der Premiere in Leipzig am 20. Februar 2027 ist die Inszenierung ab dem 27. Februar auch in Chemnitz zu erleben. Das Projekt setzt sich mit aktuellen Fragen rund um den Wehrdienst und gesellschaftliche Verantwortung auseinander und wird von begleitenden Workshops mit Schüler:innen flankiert.

Ergänzt wird der Spielplan durch weitere fantasievolle Produktionen nach beliebten Kinderbüchern, darunter ,,Das Mädchen von weiterher” sowie „Armstrong“, die junge und erwachsene Zuschauer:innen g|eichermaßen auf Entdeckungsreisen mitnehmen.


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