Musikfestival crescendo der UdK Berlin: »GegenTöne«

Die Universität der Künste Berlin öffnet vom 30. Mai bis zum 13. Juni ihre Türen für das Musikfestival crescendo26. Unter dem Titel „GegenTöne“ präsentiert das Festival ein Programm, das in mehr als 20 Konzerten und Veranstaltungen mit Lehrenden und Studierenden die Fähigkeit der Musik unterstreicht, Brücken zu bauen.

„Musik fördert Zuversicht, regt Kreativität und Resilienz an und spendet Trost. Die gemeinsame musikalische Arbeit im Unterricht, im Ensemble, bei der Probe fördert jeden Tag aufs Neue die Offenheit für das ,Andere‘“, findet der künstlerische Leiter Prof. Konstantin Heidrich (Violoncello). „In den aktuell politisch unruhigen Zeiten geht crescendo26 den Weg der GegenTöne – wir leisten Widerstand mit Klängen und mit Worten, mit Komponist*innen und Musiker*innen, die mit ihrer Musik genau das schon geleistet haben.“

„Seit fast einem Vierteljahrhundert trägt die Universität der Künste Berlin mit ihrem Musikfestival crescendo zur kulturellen Vielfalt der Stadt bei. Das 2003 von einem meiner Vorgänger – dem damaligen Präsidenten Prof. Martin Rennert – gegründete Festival ist mittlerweile ein fester Bestandteil des Berliner Kulturkalenders. Bei freiem Eintritt und auf Spendenbasis setzt die UdK Berlin damit ein Zeichen für die gesellschaftliche Bedeutung von Musik und schafft eine Bühne für hervorragend ausgebildete junge Musiker*innen, die die ganze Bandbreite musikalischen Schaffens einem breiten Publikum zugänglich machen. Denn gerade in Zeiten des Kulturabbaus ist es unsere Verantwortung als Universität, künstlerische Exzellenz sichtbar zu machen und zugleich den Zugang zu Kunst für alle offen zu halten. crescendo steht für diese Verbindung aus höchstem Anspruch und gelebter Teilhabe“, so Prof. Dr. Markus Hilgert, Präsident der UdK Berlin.

Michael Sanderling und das Symphonieorchester der UdK Berlin zur Eröffnung

Dirigent, Cellist und Schostakowitsch-Experte Michael Sanderling steht im Eröffnungskonzert am Pult des Symphonieorchesters der UdK Berlin und stellt Dmitri Schostakowitschs vieldeutige 12. Sinfonie dem versöhnlichen Doppelkonzert von Johannes Brahms gegenüber. In den zwei Wochen des Festivals gibt es die „Radikalität des Originalklangs“ mit Lucas Blondeel, Yibai Chen und Lea Rahel Bader zu erleben und Mathias Spahlingers „Farben der Frühe“ wird neben Frédéric Chopins 24 Préludes an einem Abend erklingen – beide aufgeführt an sieben Flügeln.

In der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche erheben der Kammerchor der Künste und das Ensemble Baroque des Instituts Alte Musik ihre Stimmen und ein Festkonzert am 200. Todestag Carl Maria von Webers steigt hinab in dessen romantische Geistersphären und Gegenwelten. Pianist und „Piano Battle“-Erfinder Andreas Kern moderiert ein Konzert mit Preisträger*innen unterschiedlicher Wettbewerbe und Violinstudierende beeindrucken mit virtuoser Geigenliteratur.

Das Fauré Quartett feiert sein 30-jähriges Jubiläum mit Kammermusik wider die Langeweile und Axel Bauni verabschiedet sich nach 23 Jahren als Professor an der UdK mit einem Blick auf das zeitgenössische Lied. Zum großen Finale von crescendo26 tut sich das Ensemble ilinx – Studio für Neue Musik der UdK Berlin mit Studierenden und Lehrenden der Flöten- und der Schlagwerkklasse zusammen und spielt wegweisende Werke für diese Besetzung.

Ausbildung an der UdK Berlin „at its best“

In vielen weiteren Konzerten zeigen Studierende verschiedener Institute bei crescendo26 einmal mehr, wie äußerst vielseitig und auf höchstem Niveau die exzellente Ausbildung an der UdK Berlin stattfindet: Die Big Band vom Jazz Institut Berlin ist ebenso zu erleben wie Jungstudierende des Julius-Stern-Instituts und Stipendiat*innen der Paul-Hindemith-Gesellschaft in Berlin e. V., und viele andere. Für die jüngsten Gäste gibt es bei crescendino unterschiedliche Veranstaltungen, darunter unter dem Titel „Sing mit uns!“ die Vorstellung des Mädchen- und Knabenchors des Staats- und Domchors und der Sing-Akademie sowie verschiedene Mitmachkonzerte mit und für Berliner Grundschulklassen.

Bis auf wenige Ausnahmen finden die Konzerte im Konzertsaal der UdK Berlin und im Joseph-Joachim-Konzertsaal der UdK Berlin statt, bei freiem Eintritt mit reservierbaren Einlasstickets.

In der aktuellen Ausgabe des Hochschulmagazins journal gibt es ein Gespräch mit Prof. Konstantin Heidrich nachzulesen (udk-berlin.de).

Das vollständige Programm ist ab sofort online: udk-berlin.de.