Die Bremer Philharmoniker widmen ihre neue Spielzeit dem großen romantischen Repertoire. Mit einem Schumann-Zyklus sowie bedeutenden Symphonien und Orchesterwerken von Gustav Mahler, Richard Strauss, Hector Berlioz, Felix Mendelssohn Bartholdy, Mélanie Bonis, Camille Saint-Saëns u.a. spiegelt das Orchester die bewegenden Gefühlswelten der Romantik wider.
Ein weiterer Schwerpunkt gilt Ludwig van Beethoven. Anlässlich seines 200. Todestages wird sein Einfluss auf nachfolgende Generationen reflektiert. Schumann und Beethoven treffen auf Vorbilder, Zeitgenossen und auf die nächsten Generationen klassischer Musik.
„Wir schaffen Begegnungen, lassen Parallelen und Gegensätze aufblitzen, riskieren Brüche und entdecken überraschende Inspirationsquellen. Bei uns erlebt man Musik als kreatives Netzwerk, das sich über Jahrhunderte zieht, keine Grenzen kennt und Menschen damals wie heute verbindet – phil connected!“, so Generalmusikdirektor Marko Letonja, der sich am Ende der Konzertsaison nach neun Jahren von Bremen verabschieden wird.
„Vielfalt und Virtuosität, Familiarität und Zugänglichkeit sind herausragende Stärken der Bremer Philharmoniker, die das Orchester in der letzten Saison unter der Leitung von Marko Letonja erneut ausspielen wird. Der Dirigent und der Klangkörper haben eine außergewöhnliche Art der Zusammenarbeit und somit ein individuelles Profil entwickelt, Auf die kommenden Konzerte freue ich mich daher sehr. Marko Letonja ist auf vielen Bühnen der Welt zuhause und ein international hoch geschätzter Dirigent, der sein Fach wirklich versteht. Sein Wirken für die Bremer Philharmoniker verdient große Anerkennung“, so Carmen Emigholz, Staatsrätin für Kultur und Aufsichtsratsvorsitzende der Bremer Philharmoniker.
In der Spielzeit 2025/2026 haben sich die Bremer Philharmoniker intensiv mit den vier Symphonien von Johannes Brahms auseinandergesetzt und erhielten für ihre Interpretationen ausgezeichnete Kritiken. Nun gilt ihr besonderes Augenmerk Robert Schumann. „Wir möchten den Komponisten näher kennenlernen, der für Johannes Brahms nicht nur ein enger Freund, sondern auch wichtigster Mentor und Ratgeber war. Ein Zyklus mit Schumanns vier Symphonien gewährt uns einen tiefen Blick in seine Seele“, verspricht Marko Letonja.
Auch Beethoven zieht sich wie ein roter Faden durch die Konzertsaison. Mit der legendären Fünften, dem berühmten Tripel-Konzert sowie den ersten drei Klavierkonzerten würdigen Marko Letonja und die Bremer Philharmoniker und ihre renommierten Gäste wie Christian Zacharias, Alexander Krichel, Kotaro Fukuma, Emmanuel Tjeknavorian, Jeremias Fliedl und Maximilian Kromer sowie Konzertmeisterin Anette Behr-König Beethovens herausragende Bedeutung für die Entwicklung der klassischen Musik.
Den Schwerpunkt auf die Romantik und die letzte Konzertsaison von Marko Letonja nehmen die Bremer Philharmoniker zum Anlass, zwei attraktive neue Abonnements anzubieten: PhilMaestro und PhilRomantik. „Mit diesen Abonnements kommen wir gezielt einem Publikum entgegen, dass sich thematisch oder künstlerisch fokussieren möchte. Für alle, die keines der letzten vier Philharmonischen Konzerte mit Marko Letonja versäumen möchten oder intensiv in die Romantik eintauchen wollen, bieten wir maßgeschneiderten Konzertgenuss“, erklärt Geschäftsführer Norbert Kölle.
Eine neue Vertriebsstruktur und ein eigener Webshop ermöglichen ab sofort direkten Kundenkontakt und bieten unkomplizierte Buchung von Tickets und Abonnements – persönlich, online oder über eine Hotline. „Unseren Abonnent:innen dürfen sich zudem über 20% Rabatt auf alle Einzelkarten freuen, egal ob für große Symphonik in der Glocke oder für die unkonventionellen Konzertformate wie die Playlist oder Next Level im Tabakquartier. So können Konzertbesuche noch individueller gestaltet werden und gemeinsam mit Familie und Freunden genossen werden“, so Kölle weiter.
Philharmonische Konzerte
Generalmusikdirektor Marko Letonja wird in seiner letzten Bremer Spielzeit vier Philharmonische Konzerte leiten. Im September eröffnet er die Konzertsaison mit dem kongenialen Geniestreich von Richard Strauss „Also sprach Zarathustra“. Das zur Ikone gewordene Werk begeistert nicht nur Klassikfans, sondern als Soundtrack zu Stanley Kubricks „2001 – Odyssee im Weltraum“ ebenso Generationen von Cineasten.
Ein hochkarätiges romantisches Programm präsentiert Letonja beim 8. Philharmonischen Konzert mit Schumanns Symphonie Nr. 1, Felix Mendelssohn Bartholdys Hebriden-Ouvertüre und dem Violinkonzert von Camille Saint-Saëns. Ludwig van Beethovens fünfte Symphonie verspricht unter seinem Dirigat beim 10. Philharmonischen Konzert ein weiteres Saisonhighlight zu werden. Für sein Abschiedskonzert im Juni hat der scheidende Generalmusikdirektor eines seiner ganz persönlichen Lieblingswerke von Gustav Mahler ausgewählt, die Symphonie Nr. 3.
Ein Wiedersehen gibt es mit Dirigent:innen wie Corinna Niemeyer, Jonathan Stockhammer, Christian Zacharias und Emmanuel Tjeknavorian. Niemeyer dirigiert im 3. Philharmonischen Konzert die Symphonie fantastique von Hector Berlioz, Stockhammer eröffnet im Dezember den Schumann-Zyklus, Zacharias gestaltet als Dirigent und Solist ein reines Beethoven-Programm und Tjeknavorian verbindet im 9. Philharmonischen Konzert Beethovens forschen Wagemut mit Rachmaninovs leidenschaftlicher Romantik.
Mit großer Vorfreude werden die Debüts von Natalia Ponomarchuk beim 2. und von Johanna Malangré beim 11. Philharmonischen Konzert am Dirigentenpult der Bremer Philharmoniker erwartet. Als Solist:innen werden u.a. Frank Peter Zimmermann mit William Waltons Violinkonzert, Eckart Runge mit dem Cellokonzert von John Williams und die Saxophonistin Asya Fateyeva mit dem Solokonzert von John Adams für Begeisterung sorgen.
Außerdem freut sich das Orchester auf die beiden Violinistinnen Usha Kapoor und Charlotte Juillard, den Bariton Birger Radde und Mezzosopranistin Jennifer Johnston, die Pianisten Alexander Krichel, Maximilian Kromer und Kotaro Fukuma sowie Violinistin Anette Behr-König und Bratschist Boris Faust aus den eigenen Reihen.
Afterwork-Konzerte 5nachsechs
Mit den kurzweiligen, rund einstündigen Afterwork-Konzerten setzen die Bremer Philharmoniker ihre beliebte Konzertreihe 5nachsechs mit großer Orchesterbesetzung fort. Das erste Konzert wird Marko Letonja dirigieren, auf dem Programm: Also sprach Zarathustra. Bei den weiteren fünf Afterwork-Konzerten stehen Juya Shin mit Mozarts kleiner Nachtmusik und Debussys Nocturnes, Alpesh Chauhan mit der Gadfly-Suite von Schostakowitsch, Omar Ein Zvi mit Dvořáks siebter Symphonie, Mathias Janz mit einem romantischen Programm für Chor und Solist:innen sowie Johanna Malangré mit Werken von Zoltán Kodály am Pult.
Konzertreihen im Tabakquartier
Die inspirierenden Konzertformate im Tabakquartier haben sich zu wahren Publikumsmagneten entwickelt. „Meine Playlist“ bietet in der kommenden Spielzeit dem Autor und Dramatiker Moritz Rinke, Werder Bremens Präsident Hubertus Hess-Grunewald und den beiden Schauspielerinnen Luise Wolfram und Meret Becker ein Podium. Im lockeren Gespräch mit Moderator Axel Brüggemann werden sie ihre persönlichen Lieblingslieder vorstellen – live gespielt vom großbesetzten Orchester.
Zu „Next Level“ werden die Gitarristin Laura Lootens und der Komponist und Marimba-Virtuose David Moliner mit einer Carte Blanche erwartet; sie stellen Werke vor, die eigens für ihre Instrumente komponiert oder arrangiert wurden. Die „Kammermusik am Sonntagmorgen“ kombiniert Meisterwerke des kammermusikalischen Repertoires mit köstlichen Kaffee- und Kuchenspezialitäten in nahezu familiärer Atmosphäre.
Familienkonzerte
Die beliebten Familienkonzerte der Bremer Philharmoniker bekommen Zuwachs: Neben den Formaten Konzertino für Kinder ab Grundschulalter und Konzertinchen für 3- bis 6-Jährige wird ganz neu das Klassikträumchen angeboten. „Wir haben festgestellt, dass viele Eltern von Krabbelkindern nach Konzerten suchen, bei denen klassische Musik gemeinsam genossen werden kann. Klassikträumchen bietet genau das: zarte Klänge eines Streichquartetts oder Klavier-Duos in entspannter Atmosphäre, auf Sitzsäcken, bei gedämmtem, warmem Licht und viel Raum zum Träumen, Erleben und Entdecken.
Unser Konzertsaal im Tabakquartier wird zu einer gemütlichen Wohlfühloase“, erklärt Norbert Kölle das Konzept. Rund 20 Termine sind für die verschiedenen Formate der Familienkonzerte im Veranstaltungskalender der Bremer Philharmoniker reserviert. Altersgerechte Dramaturgien und enge Kooperation mit dem Theater Bremen, der Stadtbibliothek, dem Figurentheater „Mensch, Puppe!“, der Kinderrockband „Die Blindfische“ und dem Jugendsinfonieorchester garantieren ein buntes Portfolio nachhaltiger wie vergnüglicher Unterhaltung für Groß und Klein.
Sonderkonzerte und Gastspiele
Das umfangreiche Konzertprogramm der Bremer Philharmoniker wird von zahlreichen Sonderkonzerten abgerundet, die das facettenreiche Angebote der Bremer Philharmoniker widerspiegeln: vom Musikalischen Spaziergang im Bürgerpark und einer großen Verdi-Gala beim Musikfest Bremen über Symphonic Mob, Chorkonzert im Bremer Dom und Benefizadventskonzert bis hin zu Klimakonzerten und zur Neuauflage des Blechbläserfestivals Dat brasst.
Das Orchester ist außerdem mit Konzerten in der Hamburger Laeiszhalle, dem Emdener Festspielhaus und im Palais de la Musique et des Congrès in Straßburg zu Gast. Als besonderes Highlight wird dorthin ab Köln eine Flusskreuzfahrt angeboten, bei der u.a. zwei Kammerensembles der Bremer Philharmoniker mit an Bord sind und für die musikalische Einstimmung auf das Konzert in Straßburg sorgen.
Musikwerkstatt
Die Musikwerkstatt hat Grund zum Feiern: Seit nunmehr 20 Jahren konzipiert und koordiniert der Bereich höchst erfolgreich die musikpädagogischen Angebote der Bremer Philharmoniker. Waren diese anfangs noch auf Probenbesuche und das Vorstellen von Instrumenten beschränkt, sind daraus mittlerweile eigene Workshopräume mit klassischen Orchesterinstrumenten und Gamelanorchestern sowie asiatischen und afrikanischen Perkussionsinstrumenten und ein digitales Klangforum hervorgegangen.
Dort finden nahezu an allen Tagen des Jahres Veranstaltungen für KiTas, Schulklassen und Familien statt. Hinzu kommen Konzerte für Familien und Schulklassen in der Glocke, dem Theater Bremen und dem Tabakquartier. Mit Schulprojekten und Schulkonzerten sind Musikpädagogen und Orchestermusiker:innen zudem regelmäßig in Bremen und Umgebung in Schulen und sozialen Einrichtungen zu Gast. Mehr als 20.000 Kinder und Jugendliche kommen so jährlich in Kontakt mit klassischer Musik und können durch Percussion-Workshops Erfahrungen im gemeinsamen Musizieren sammeln.
Mit Veranstaltungen wie „Musik mit Pfiff“ für Familien und Kindergeburtstage oder dem Philharmonischen Ausklang, Trommel- und Gamelanworkshops für Erwachsene können auch private Gruppen, Vereine und Firmen in die Welt der Musik und Rhythmen eintauchen, maßgeschneidert nach Altersgruppe, Vorkenntnissen und Anlässen. Am Sonntag, den 8. November, wird die Erfolgsgeschichte der Musikwerkstatt mit einem Tag der offenen Tür in der Halle 1 im Tabakquartier gebührend gefeiert.
Musiktheater
Als Opernorchester des Theater Bremen werden die Bremer Philharmoniker zudem in acht Produktionen zu erleben sein. Als Premieren sind u.a. Kaija Saariahos „Innocence“, Georges Bizets „Carmen“, Carl Maria von Webers „Freischütz“ und Bohislav Martinůs „Die griechische Passion“ angekündigt.
Bremer Philharmoniker – nahezu täglich zu erleben
Insgesamt werden die Bremer Philharmoniker in der Spielzeit 26/27 mit 80 öffentlichen Konzerten, rund 300 Veranstaltungen der Musikwerkstatt und ca. 150 Opernvorstellungen im Theater Bremen zu erleben sein. Das ausführliche Programm der Spielzeit 26/27 und weitere Informationen stehen ab sofort auf der Website bremerphilharmoniker.de zur Verfügung. Abonnements und Einzeltickets für die Philharmonischen Konzerte und die Afterwork-Konzerte 5nachsechs können ab sofort gebucht werden. Der Vorverkauf für Konzerte im Tabakquartier startet ab 1. Juni.
