- Premiere: »Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel« (Theresia Walser)
- Premiere: »Buddenbrooks« (Thomas Mann/Johanna Wehner)
Premiere: »Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel« von Theresia Walser
Anlässlich der geplanten Verfilmung ihres Lebens treffen drei Diktatorengattinnen für eine Pressekonferenz aufeinander. Zwar sind die ehemaligen First Ladies längst nicht mehr im Amt, doch hängen sie allesamt noch den glanzvollen Tagen im Zentrum der Macht und Aufmerksamkeit nach. Die Männer von Frau Margot und Frau Imelda sind eines unfriedlichen Todes gestorben und der von Frau Leila steht aktuell wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor einem »grotesken holländischen Gericht«.
Um die Sprach- bzw. Verständnisbarrieren zwischen den Herrscherinnen zu überwinden, bemüht sich der Übersetzer Gottfried zunehmend verzweifelt zwischen ihnen zu vermitteln und schürt dabei die politischen Verwerfungen immer weiter. Währenddessen befinden diese unisono, dass ihre Biografien viel zu überwältigend seien, um in einen banalen Film zu passen; allein die Oper könne das angemessene Medium sein…
Regisseurin Ella Haid-Schmallenberg bringt Theresia Walsers bitterböse Komödie über politische Selbstinszenierung, autoritäre Systeme und öffentliche Rollenbilder mit scharfsinnigem Humor und großer Spielfreude auf die Bühne.
Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel
Von: Theresia Walser (* 1967)
Uraufführung: 6. Januar 2013 (Mannheim, Nationaltheater Mannheim)
Premiere: Freitag, 24. April 26 (Kammerspiele)
Regie: Ella Haid-Schmallenberg
Bühne: Nora Schreiber
Kostüme: Mirjam Kiefer
Musik: Nicolas Haumann
Dramaturgie: Lukas Schmelmer
Besetzung:
Frau Imelda: Christina Geiße
Frau Margot: Manja Kuhl
Frau Leila: Melanie Straub
Gottfried: Wolfgang Vogler
Die nächsten Vorstellungen: 1./17. Mai und 6. Juni
Premiere: »Buddenbrooks«
»Mein Sohn, sei mit Lust bei den Geschäften am Tage, aber mache nur solche, dass wir bei Nacht ruhig schlafen können.« Das Credo des alten Johann Buddenbrook war für die Familie jahrzehntelang heilig, der Reichtum stieg Jahr für Jahr. Mitte des 19. Jahrhunderts steht Johanns Urenkel Thomas anlässlich des Firmenjubiläums vor jenem in Stein gemeißelten Leitspruch – und hat das hanseatische Familienunternehmen gerade durch eine allzu gewagte Spekulation aus der Bahn geworfen: Der Kauf einer unreifen Ernte zum halben Preis, anschließend vom Hagel zerstört, das war der Anfang vom Ende des großen Handelshauses.
Zeitgleich zum gesellschaftlichen Umbruch, erleben wir den Verfall, die Dekadenz der Familie über vier Generationen hinweg. Während früher ein Leitspruch ausreichte, um alle zu binden, driften die Lebensvisionen der Kinder und Enkel zunehmend auseinander. Das Leben dreht sich nicht mehr nur um Wohlstand und Geld, sondern ebenso um Kunst und Ästhetik, dazu kommen Krankheiten und Todessehnsucht. Die Familie zersplittert, zurück bleibt Leere – und irgendwo vielleicht auch ein Fünkchen Hoffnung.
Schon bei seinem Erscheinen 1901 wurde der Roman zur Weltliteratur. Thomas Mann war damals 23 Jahre alt, viele Jahre später wurde er dafür mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.
Johanna Wehner, die für ihre vielstimmigen Romanbearbeitungen bekannt ist und in Frankfurt zuletzt »Dracula« und »Hiob« inszeniert hat, wird der detailverliebten und humorvollen Sprache Manns Raum auf der Bühne geben und die Familiengeschichte mit einem großen Ensemble inszenieren.
Unterstützt von der Commerzbank
Buddenbrocks
Roman von: Thomas Mann
Bühnenfassung: Johanna Wehner
Premiere: Samstag, 25. April 26 (Schauspielhaus)
Regie: Johanna Wehner
Bühne: Daniel Wollenzin
Kostüme: Ellen Hofmann
Musik: Vera Mohrs
Dramaturgie: Katrin Spira
Mit: Christoph Bornmüller, Heidi Ecks, Stefan Graf, Tanja Merlin Graf, Anna Kubin, Johanna Link, Christoph Pütthoff, Matthias Redlhammer
Die nächsten Vorstellungen; 1./8./13./17./22./30./31. Mai
Weitere Informationen, das vollständige Programm und Karten: schauspielfrankfurt.de
