Am 29. und 30.5.2026 um 20 Uhr im Hohen Dom zu Mainz
Kirchenmusik trifft große Oper: Mit dem 9. Sinfoniekonzert lädt das Philharmonische Staatsorchester Mainz zum Ende der Spielzeit in den Hohen Dom zu Mainz. Musikalisch geht die Reise am 29. und 30. Mai jedoch nach Italien, in den venezianischen Markusdom:
Hier prägte über 20 Jahre der Organist Giovanni Gabrieli die Kirchenmusik, revolutionierte mit seiner Sammlung Sacrae Symphoniae die geistliche Liturgie und lockte mit seinen mehrchörigen Experimenten ein internationales Publikum nach Venedig.
Die fünfzehnstimmige Motette In ecclesiis führt die Klangfarben von Vokal- und Instrumentalstimmen zu einer lebhaften und durchdringenden Prachtmusik zusammen und Bruno Maderna fächert in seinem Arrangement von Gabrielis dreichörigen Canzone XVI die Klangräume im großen Orchester beeindruckend auf.
Giacomo Puccini schrieb seine fulminante Messa di Gloria eigentlich als Abschlussarbeit seines Musikstudiums in seiner Heimatstadt Lucca und sah sie zeitlebens nicht zur Veröffentlichung vor. Erst in den 1950er-Jahren wurde sie wiederentdeckt und ist seitdem aus dem geistlichen Konzertrepertoire nicht wegzudenken.
In Puccinis Vertonung wird die lateinische Messe zur großen Oper: Orchestrale Pracht und sinnliche Melodik treffen auf festliche Sakralmusik, der Chor glänzt neben lebendigen Solopartien.
Unter der Leitung von Karsten Storck sind die Chöre am Hohen Dom zu Mainz, das Philharmonische Staatsorchester Mainz sowie als Solisten der Tenor Antonello Palombi und der Bariton Tim-Lukas Reuter zu hören.
Karten sind an der Theaterkasse oder unter staatstheater-mainz.com erhältlich.
