51. Mülheimer Theatertage: Nominierungen und Programm bekannt gegeben

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Zugleich kritisch und gewitzt, voller Leichtigkeit und Lust am Sprachspiel, ernsthaft und zuweilen sarkastisch: Aus knapp 250 deutschsprachigen Uraufführungen haben die Auswahlgremien der 51. Mülheimer Theatertage die besten zwölf Stücke für Erwachsene und Kinder gewählt und bei der heutigen Pressekonferenz bekannt gegeben.

Im Wettbewerb um den mit 15.000 Euro dotierten Mülheimer Dramatikpreis 2026 stehen:

  • Anna Behringer: Aufzeichnungen aus einem weißen Zimmer (Schauspiel Leipzig)
  • Arad Dabiri: DRUCK! (Nationaltheater Mannheim)
  • Kim de l’Horizon: Die kleinen Meerjungraun (Bühnen Bern)
  • Frankfurter Hauptschule: 2×241 Titel doppelt so gut wie Martin Kippenberger (Münchner Kammerspiele)
  • Caren Jeß: To My Little Boy (Thalia Theater, Hamburg)
  • Avishai Milstein: Play Auerbach! (Münchner Kammerspiele)
  • Lukas Rietzschel: Der Girschkarten (Schauspiel Leipzig)

Dem Auswahlgremium der „Stücke“ gehörten Christine Dössel, Sarah Heppekausen, Wolfgang Kralicek, Stephan Reuter und Franz Wille an.

Sarah Heppekausen, Sprecherin des Auswahlgremiums der „Stücke“:

„Um die Welt zu verändern, braucht es die Bereitschaft zum Perspektivwechsel. Und genau das eint unsere Auswahl, die sonst glücklicherweise wenig einheitlich ist, thematisch wie formal, sondern vielmehr die Dramatik als lebendige, stets bewegliche Auseinandersetzung mit unserer Gegenwart präsentiert.“


Nominiert für den ebenfalls mit 15.000 Euro dotierten Mülheimer KinderStückePreis 2026 sind:

  • Uta Bierbaum: Heute Nacht um 03.34 Uhr (ATZE Musiktheater, Berlin)
  • Dorian Brunz: Schmetterball (Theater Oberhausen)
  • Clara Leinemann: Buddeln (Theater Paderborn)
  • Simone Saftig: herzkopfüber (Stadttheater Gießen)
  • Leah Luna Winzely: Wimmeln (Dschungel Wien)

Dem Auswahlgremium der „KinderStücke“ gehörten Björn Hayer, Dora Schneider und Theresia Walser an.

Dora Schneider, Sprecherin des Auswahlgremiums der „KinderStücke“:

„So schwerwiegend die verhandelten Themen auch sind, berühren die Texte gerade durch ihre Leichtigkeit, ihre Spielfreude und ihren Humor. Ein vermeintlicher Widerspruch? Im Gegenteil, ein Ausdruck unbändiger Lebensfreude.”


Die 51. Mülheimer Theatertage finden vom 16. Mai bis 6. Juni statt. Der Mülheimer KinderStückePreis und der Mülheimer Dramatikpreis werden in öffentlichen Jurydebatten am 22. Mai und am 6. Juni vergeben.

Die Spielstätten in Mülheim an der Ruhr sind die Stadthalle, das Theater an der Ruhr und der Ringlokschuppen. Die Gastspiele werden durch das Festival Plus-Programm gerahmt, so ist mit Nice (14+) von Kristo Šagor das Gewinnerstück des Jugendstückepreises beim Heidelberger Stückemarkt 2025 zu Gast in Mülheim. Im Makroscope gibt es den Film „Die Kunst, Viele zu bleiben“ von Felix Meyer-Christian zu sehen, sowie an ausgewählten Abenden die Gelegenheit, den Festivalbesuch bei Musik ausklingen zu lassen.

Alle Infos zum Programm, den nominierten Autor*innen und ihren Stücken sowie Spieltermine und Tickets finden Sie auf stuecke.de. Der digitale Programmflyer kann unter muelheim-ruhr.de heruntergeladen werden.

Im Rahmen der ZwischenStücke gibt es bereits am Dienstag, den 14. April 2026 um 11 Uhr die Gelegenheit, ein Gastspiel in Mülheim zu sehen: Das Staatstheater Mainz ist mit Kannawoniwasein! Manchmal muss man einfach verduften (10+) von Martin Muser im Theater an der Ruhr zu Gast.

stuecke.de

Die Mülheimer Theatertage werden vom Theater- und Konzertbüro der Stadt Mülheim an der Ruhr und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen veranstaltet und vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.