Kirill Serebrennikovs umstrittenes Ballett über den Ausnahmekünstler Rudolf Nurejew
„Nurejew“ ist das vielfach ausgezeichnete Stück von Kirill Serebrennikov (Konzept und Regie) und Yuri Possokhov (Choreographie), das bei seiner Premiere 2017 am Bolshoi-Theater hoch umstritten war und 2023 aus politischen Gründen vom Spielplan genommen wurde.
Für das Staatsballett Berlin erarbeiten Serebrennikov und Possokhov die Produktion erstmals außerhalb Russlands. Die Inszenierung verschmilzt Oper, Ballett und Schauspiel und ist eine Hommage an das Leben und die Karriere von Rudolf Nurejew, dem wohl berühmtesten Tänzer des 20. Jahrhunderts.

David Soares als Rudolf Nurejew
© Carlos Quezada
Nurejew steht für eine künstlerische Selbstbehauptung, in der sich ästhetischer Anspruch und politischer Bruch untrennbar verschränken. Mit seiner Flucht 1961, seiner kompromisslosen Haltung in Kunst und Leben und seiner offenen Homosexualität wurde er zu einer Figur, die das klassische Ballett radikal neu definierte.
Eine Aufzeichnung der Premiere vom 21.März 26 ist auf arte.tv verfügbar. Am Samstag, den 11. April wird sie ab 22.35 Uhr auf ARTE ausgestrahlt.
