Doppelte Spitze am Pult: Zwei Chefdirigenten für Oldenburg

Oldenburgisches Staatstheater (© Andreas Kaklewski auf Pixabay)

Leslie Suganandarajah und Vito Cristofaro übernehmen die Positionen für die Spielzeit 2026/27 und 2027/28

Nachdem die Position der Generalmusikdirektion am Oldenburgischen Staatstheater zuletzt nicht neu besetzt wurde, haben sich das Staatstheater und das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur darauf verständigt, die Stelle zur Spielzeit 2028/29 erneut auszuschreiben. Nun wurde eine Interimslösung für die kommenden zwei Spielzeiten gefunden. Generalintendant Georg Heckel dazu: »Die Entscheidung für zwei Chefdirigenten ist eine künstlerische Chance: unterschiedliche Handschriften, gebündelte Expertise und ein erweiterter Blick auf Konzert und Musiktheater. Wir sind froh, ein so starkes Doppel für das Oldenburgische Staatstheater gewonnen zu haben.«

Leslie Suganandarajah
(© Christian Krautzberger)

Neu als Chefdirigent Konzert kommt Leslie Suganandarajah nach Oldenburg. Seit der Spielzeit 2019/20 ist er Musikdirektor am Salzburger Landestheater, wo er mit Wagners »Lohengrin« in der Felsenreitschule debütierte. Neben Engagements als Kapellmeister am Theater Koblenz und am Landestheater Linz, arbeitete er als Gast u. a. mit Orchestern der BBC und des MDR sowie dem Royal Philharmonic Orchestra, dem Ulster Orchestra (Belfast) und dem Bruckner Orchester Linz. Mit dem Salzburger Landestheater bleibt er weiterhin verbunden.

Vito Cristofaro
(© Stephan Walzl)

Vito Cristofaro, der bereits in der Spielzeit 2025/26 als kommissarischer Generalmusikdirektor in Oldenburg tätig war, bleibt dem Haus erhalten und übernimmt die Position des Chefdirigenten Musiktheater. Neben seiner langjährigen Tätigkeit am Oldenburgischen Staatstheater führten ihn zahlreiche Gastspiele u. a. nach Wien, ans Theater Augsburg, Theater Freiburg, ins Festspielhaus Erl, zu den Gustav-Mahler-Musikwochen in Toblach, ans Konzert Theater Bern sowie an die Komische Oper Berlin. In der aktuellen Spielzeit ist er unter anderem bei »La Traviata«, »Lady Macbeth von Mzensk« sowie »Wozzeck« zu erleben.

staatstheater.de