Land Hessen und Stadt Hanau sichern Sanierung des Comoedienhauses im Staatspark Wilhelmsbad

Comoedienhauses im Staatspark Wilhelmsbad Hanau (Foto: Medienzentrum Hanau-Bildarchiv)

Das Land Hessen und die Stadt Hanau sichern gemeinsam die Sanierung des Comoedienhauses. Das 1781 errichtete Gebäude im Staatspark Wilhelmsbad Hanau muss instandgesetzt werden. Im nun unterzeichneten Letter of Intent halten Stadt und Land die genauen Baumaßnahmen und die Aufteilung der Finanzierung von rund 13,7 Millionen Euro fest. Auch der Bund hat zugesagt, sich an den Kosten zu beteiligen.

Startschuss für baldige Sanierung

„Das Comoedienhaus mit seinem prunkvollen Theatersaal bietet eine stilvolle Kulisse für die verschiedensten Veranstaltungen. Gleichzeitig zieht das Gebäude als romantisches Kleinod im Staatspark Wilhelmsbad viele Besucherinnen und Besucher an. Dieses historische Erbe wollen wir erhalten und begleiten die Planungen seit vielen Jahren intensiv. Mit dem Letter of Intent konkretisieren wir nun die Finanzierung und geben damit den Startschuss für einen baldigen Start der Sanierung“, so Kulturstaatssekretär Christoph Degen.

Comoedienhauses im Staatspark Wilhelmsbad Hanau
(Foto: Medienzentrum Hanau-Bildarchiv)

Einzigartiges kulturhistorisches Kleinod

„Die nun vereinbarte gemeinsame Finanzierung ist ein starkes Signal dafür, dass Land und Stadt Verantwortung für dieses bedeutende Erbe übernehmen“, ergänzt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky. „Die Sanierung eröffnet uns die große Chance, das Comoedienhaus als einzigartiges kulturhistorisches Kleinod dauerhaft zu sichern, technisch zu modernisieren und gleichzeitig seinen besonderen historischen Charakter zu bewahren. Damit schaffen wir die Grundlage, dass das traditionsreiche Barocktheater auch künftig ein lebendiger Ort für Kultur, Begegnung und besondere Veranstaltungen im Staatspark Wilhelmsbad bleibt.“

Der Letter of Intent hält die Sanierung des historischen Scheunentheaters mit Garderobenbau fest. Haus- und brandschutztechnische Einrichtungen sollen instandgesetzt werden. Soweit es der Denkmalschutz zulässt, wird das Gebäude energetisch ertüchtigt. Auch Fassade und Dach sollen saniert und vereinzelte restauratorische Eingriffe erledigt werden.

Im Erweiterungsbau wird das Glasfoyer saniert. Ein barrierefreier Neubau soll entstehen mit Platz für Bewirtung, Garderoben und Sanitäranlagen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Sanierung des Kavaliersbaus mit Keller, Fassade und Teilen des Dachs.

Die Bauarbeiten werden rund 13,7 Millionen Euro kosten. Davon übernimmt der Bund 3,75 Millionen Euro. Den verbleiben Betrag von rund zehn Millionen Euro zahlen Land und Stadt zu jeweils zur Hälfte, wobei das Land maximal 5 Millionen Euro gewährt. Die Anteile von Land und Stadt stehen vorbehaltlich der weiteren Haushaltsgesetzgebung. Die Ausführung der Bauarbeiten übernimmt der städtische Eigenbetrieb Hanau Immobilien- und Baumanagement.

comoedienhaus.de