Rekord zur Halbzeit: Bereits mehr als 100.000 Tickets verkauft
Zur Halbzeit der Burgfestspiele Bad Vilbel 2026 ziehen Bürgermeister Sebastian Wysocki und Intendant Claus-Günther Kunzmann eine ausgesprochen positive Bilanz. Bereits mehr als 52.000 Besucherinnen und Besucher haben die Vorstellungen in der Wasserburg besucht. Mit über 100.000 verkauften Eintrittskarten wurde zur Saisonhalbzeit ein neuer Bestwert erreicht.
Im Abendprogramm stehen derzeit vier eigene Produktionen auf dem Spielplan. Den Auftakt machten die Rockoper Jesus Christ Superstar und die Komödie Die Feuerzangenbowle, gefolgt von Shakespeares Ein Sommernachtstraum sowie dem Musical Wie im Himmel, das am vergangenen Wochenende Premiere feierte. Trotz ihrer unterschiedlichen Stoffe und künstlerischen Handschriften stoßen alle vier Inszenierungen auf eine außerordentlich positive Resonanz. Die große Zustimmung des Publikums zeigt sich auch in der anhaltend hohen Kartennachfrage.
Auch der Theaterkeller mit seinen 87 Plätzen verzeichnet eine sehr hohe Auslastung. Mit Die 39 Stufen wurde die erfolgreiche Krimireihe nach den Achtsam morden-Inszenierungen überzeugend fortgesetzt. Im Kinder- und Familientheater entsprechen die Besucherzahlen insgesamt den Erwartungen. Lediglich Rico, Oskar und die Tieferschatten wird während der Sommerferien etwas zurückhaltender nachgefragt. Während Schulen das Stück sehr gut angenommen haben, entscheiden sich Familien in den Ferien erfahrungsgemäß häufiger für Klassiker wie Die kleine Hexe.
Bürgermeister Sebastian Wysocki unterstreicht die Bedeutung der Burgfestspiele für die Stadt:
„Die Burgfestspiele sind das kulturelle Aushängeschild Bad Vilbels und prägen das Bild unserer Stadt weit über die Region hinaus. Der Hessentag hat die überregionale Wahrnehmung Bad Vilbels weiter gestärkt. Auch die Burgfestspiele profitieren von dieser zusätzlichen Aufmerksamkeit – gleichzeitig tragen sie seit Jahrzehnten maßgeblich dazu bei, Bad Vilbel als Kulturstadt zu profilieren.“
Die anhaltenden Hitzeperioden stellen eine Freilichtbühne zunehmend vor neue Herausforderungen. Maßnahmen zur Klimaanpassung gehören inzwischen selbstverständlich zum Spielbetrieb. Für das Publikum haben sich unter anderem die mit Sprühnebeldüsen ausgestatteten Sonnenschirme im Gastronomiebereich sowie zusätzliche Ventilatoren auf der Zuschauertribüne bewährt. Weitere Möglichkeiten zur Verschattung werden derzeit geprüft, lassen sich aufgrund statischer Anforderungen und der besonderen Anforderungen eines Freilichttheaters jedoch nicht kurzfristig umsetzen.
Auch für Ensemble und Mitarbeitende wurden umfangreiche Vorkehrungen getroffen. Neben einer intensiven Wasserversorgung und kühlenden Tüchern kamen in ausgewählten Kostümen eingearbeitete Kühlpads zum Einsatz. Trotz der außergewöhnlich hohen Temperaturen waren Einsätze des Deutschen Roten Kreuzes während der Vorstellungen nahezu nicht erforderlich.
Neben dem Spielbetrieb richtet sich der Blick auch auf die Wasserburg selbst. Bürgermeister und Intendant verweisen auf die kontinuierliche Entwicklung der vergangenen Jahre. Der langfristig angelegte Sanierungsplan steht inzwischen kurz vor seinem Abschluss. Nach der noch ausstehenden Sanierung des runden Eckturms wird die historische Anlage umfassend instandgesetzt sein und dauerhaft für kommende Generationen erhalten bleiben.
Bad Vilbel – eine Festspielstadt
Mit einer Spielzeit von Anfang Mai bis September gehören die Burgfestspiele Bad Vilbel zu den Sommerfestivals mit den längsten Spielzeiten Deutschlands. Trotz ihrer vergleichsweise kleinen Spielstätten mit 731 Plätzen im Burghof und 87 Plätzen im Theaterkeller zählen sie mit jährlich mehr als 110.000 Besucherinnen und Besuchern zu den erfolgreichsten Freilichttheatern Deutschlands. Zehn eigene Produktionen prägen den Spielplan der Saison 2026.
Ergänzt wird das Programm durch die beliebte Gastspielreihe an 13 Sonntagen jeweils um 12 Uhr. Das Spektrum reicht von A-cappella-Pop über Jazz und Oper bis hin zu Sinfoniekonzerten junger Künstlerinnen und Künstler sowie Lesungen mit bekannten Persönlichkeiten wie Walter Sittler und Katharina Thalbach.
Mit Schauspiel, Musical sowie Produktionen für Kinder, Familien und Schulklassen bieten die Burgfestspiele ein generationenübergreifendes Kulturangebot und sprechen Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen an.
Intendant Claus-Günther Kunzmann zieht eine positive Zwischenbilanz:
„Der neue Bestwert bei den verkauften Eintrittskarten freut uns natürlich sehr. Entscheidend ist für mich jedoch die außergewöhnlich positive Resonanz unseres Publikums. Vier ganz unterschiedliche Produktionen – von der Rockoper über die Komödie und Shakespeare bis hin zum großen Musical – zeigen die Vielfalt der Burgfestspiele. Jede Inszenierung findet ihr eigenes Publikum und erzählt ihre Geschichte auf ihre ganz eigene Weise. Dass wir die Menschen mit so unterschiedlichen Stoffen begeistern, berühren und zum Nachdenken anregen können, ist die schönste Bestätigung unserer Arbeit. Mein herzlicher Dank gilt allen Mitwirkenden auf und hinter der Bühne sowie unserem Publikum, das die Burgfestspiele Jahr für Jahr mit großer Treue begleitet.“
