- BAROCKNACHT 2026 am 11. Juli ab 18 Uhr in der HfMDK Frankfurt
- BAROCKNACHT 2026 – eine Nacht voller Klangabenteuer
Was passiert, wenn Bach auf Kurtág trifft, Mozart neben Clara Wieck-Schumann erklingt und barocke Improvisationen nur für einen einzigen Moment existieren? Die Barocknacht der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK) gibt darauf am 11. Juli 2026 ihre ganz eigene Antwort. Studierende, Lehrende und Gäste des Studiengangs Historische Interpretationspraxis (HIP) laden zu einer musikalischen Entdeckungsreise ein, die weit über das Barock hinausführt.
Hören, staunen, entdecken
Die bereits traditionsreiche Barocknacht ist kein Konzert im klassischen Sinn. Sie ist ein musikalischer Parcours durch die HfMDK: Im Großen Saal, im Kleinen Saal, im Foyer und weiteren Räumen der HfMDK entfalten sich über den gesamten Abend hinweg Konzerte, Klangräume und Begegnungen. . Studierende, Lehrende und Gäste des Studiengangs Historische Interpretationspraxis (HIP) eröffnen immer neue Perspektiven auf vertraute Werke wischen Renaissance und Romantik – und sorgen für überraschende Begegnungen mit Musik, die nur selten auf den Spielplänen steht.
Neben Johann Sebastian Bach, Telemann, Vivaldi, Mozart, Beethoven, Schubert und Schumann treten Komponist*innen wie Johann Gottlieb Janitsch, Georg Christoph Wagenseil, Alessandro Rolla, Louise Farrenc oder Clara Wieck-Schumann aus dem Schatten der Musikgeschichte. Bekanntes und Unbekanntes stehen hier selbstverständlich nebeneinander.
Historische Klänge – lebendig wie nie
Was die Barocknacht besonders macht, ist ihr unverwechselbarer Klang. Gespielt wird auf historischen Instrumenten oder ihren originalgetreuen Nachbauten: Viola da Gamba, Traversflöte, Barockoboe, Naturhorn oder ein originaler Hammerflügel aus den 1830er-Jahren lassen die Musik in ihrer ursprünglichen Klangsprache erfahrbar werden. Historisch informiertes Musizieren wird dabei nicht zum Selbstzweck, sondern zum lebendigen Erlebnis.
Selten gehört. Nie wieder gleich.
Zu den besonderen Momenten zählen Mozarts virtuose Jugendmotette Exsultate, jubilate, Janitschs instrumentale Auseinandersetzung mit dem Choral O Haupt voll Blut und Wunden oder Wagenseils außergewöhnliches Quartett für drei Violoncelli und Kontrabass.
Und dann gibt es Musik, die überhaupt nur ein einziges Mal existiert: Im Programmpunkt „Einmalig“ improvisieren drei Musiker*innen Suiten, Präludien und Fugen im Stil des Barock – eigens für diesen Abend und nur für dieses Publikum. Flüchtiger lässt sich Musik kaum erleben.
Von Bach bis Kurtág
Die Barocknacht denkt historische Musik bewusst weit. Zu den programmatischen Höhepunkten gegen Ende des Konzertabends gehört „Geister“: Ausgehend von Robert Schumanns rätselhaften Geistervariationen führt er zu György Kurtágs Hommage à Schubert. So öffnet sich der historische Horizont der Barocknacht behutsam bis in die Gegenwart – als poetischer Dialog zwischen den Jahrhunderten und als eindrucksvolles Beispiel dafür, wie historische Aufführungspraxis über Epochen hinweg neue Hörperspektiven eröffnet.
Und damit wird die Barocknacht einmal mehr zu dem, was sie längst ist: einer Einladung, Musikgeschichte nicht chronologisch, sondern sinnlich zu erleben – überraschend und voller Entdeckungen.
BAROCKNACHT 2026
Studierende, Lehrende und Gäste des Studiengangs Historische Interpretationspraxis (HIP) der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK)
Samstag. 11. Juli, 18 bis 24 Uhr
Großer Saal, Kleiner Saal, B 203 und Foyer der HfMDK
Eschersheimer Landstr. 29-39
60322 Frankfurt am Main
Tickets 8 Euro, ermäßigt 6 bzw. 1 Euro
www.eventim-light.com/de/a/56965ae9e4b099568f8724eb/e/69a9edbc90e1773b39936ec9
