Premieren im Februar am Schauspiel Frankfurt

Schauspiel Frankfurt (© Alexander Paul Englert)


Premiere: Der Meister und Margarita nach Michail Bulgakow

Eine Schneise der Zerstörung zieht sich durch Moskau. Menschen werden verschleppt, gefoltert, hingerichtet, unsichtbar gemacht. Doch daneben geht all das weiter seinen Gang, was man gemeinhin das »normale Leben« nennt: Die Trams fahren, die Läden sind geöffnet, man geht ins Theater, macht Geschäfte, spinnt Intrigen. Im Zentrum des Geschehens steht ein unheimlicher Fremder – ein Deutscher? Pole? Engländer? – dem eine Entourage skurriler Gestalten folgt.

Wer ist Woland wirklich, der sich »Professor für schwarze Magie« oder einfach nur bescheiden »Berater« nennt? Ist das Böse, das von ihm auszugehen scheint, wirklich sein eigenes Werk? Oder verleiht er nur der diffusen Gewalt, die er überall vorfindet, eine jeweils überraschend neue, scharfe und brutale Form? Repression, die sich zur neuen Normalität erklärt, verbreitet nicht nur Schrecken, sondern auch eine
unfreiwillige, makabre Komik: Die neue Welt ist eine Farce, wenngleich eine blutige.

Der russische Exilregisseur Timofej Kuljabin zeichnet in seiner Adaption von Bulgakows Weltroman das Bild einer korrupten Gesellschaft, in der die Unberechenbarkeit allgegenwärtiger Gewalt zum System geworden ist. Aus der Perspektive einer forensischen Rekonstruktion legt er die Mechanismen heutiger totalitärer Herrschaft frei.

Der Meister und Margarita

Roman von: Michail Bulgakow (1891 – 1940)

Premiere am Schauspiel Frankfurt: Samstag, 21. Februar 26 (Schauspielhaus)

Regie: Timofej Kuljabin
Bühne: Oleg Golovko
Kostüme: Vlada Pomirkovanaya
Musik: Timofey Pastukhov
Dramaturgie: Alexander Leiffheidt, Olga Fedyanina
Koordinator/Dolmetscher: Rustam Akhmedshin

Ermittlerin 1: Manja Kuhl
Ermittler 2: Wolfgang Vogler
Ermittler 3: Stefan Graf
Iwan Bezdomnij: Christoph Bornmüller
Generaldirektor vom Varieté-Theater Stepan Likhodejew, Bühnentechniker im Varieté-Theater, Zivilfahnder: André Meyer
Nachbarin von Annuschka, Zuschauerin im Varieté-Theater, Haushälterin der Nachbarn des Literaturkritikers Latunskij): Christina Geiße
Besitzerin eines Katers, Zuschauerin im Varieté-Theater, Annuschka: Eva Maria Nikolaus
Krankenpflegerin Praskowia Födorowna, Zuschauerin im Varieté-Theater: Heidi Ecks
Poet, Chefadministrator vom Varieté-Theater Iwan Warenukha, Spitzel, Zivilfahnder: Isaak Dentler
Finanzdirektor vom Varieté-Theater Grigorij Rimskij, Wachmeister in der Finanzverwaltung, Ehemann von Margarita, Oberkomissar des NKWD): Matthias Redlhammer
Betrunkener Zeuge, Chefbuchhalter vom Varieté-Theater, Büffetbetreiber vom Varieté-Theater, Nachbar von Margarita:
Michael Schütz
Kioskverkäuferin am Patriarchenteich, Zuschauerin im Varieté-Theater, Nachbarin von Aloisij Mogarytsch: Rokhi Müller
Direktor des Restaurants im Haus der Literaten, Hausvorstand im Haus Sadowaja 302b, Zuschauer im Varieté-Theater, Schriftsteller Aloisij Mogarytsch: Sebastian Reiß
Professor Strawinskij, Milizionär aus Jalta, Zuschauer im Varieté-Theater, Zivilfahnder: Uwe Zerwer

Die nächsten Vorstellungen 26. Februar, 5., 6., 9., 13., 29., 30. März 2026


Die Affäre auf der Straße nach Monaco / L’affare di via Monaco

Von der Antike in die Gegenwart, von Ost nach West oder Nord nach Süd, durch die Schichten der Geschichte – alle Wege führen nach Rom (via Frankfurt), oder doch lieber nach Monaco? Egal! Das Glück liegt auf der Straße… und auch wenn Mensch sich auf Irr-, Um- oder Holzwegen wähnt: Dem Guide widerspricht man nicht!

Eine Gruppe ungleicher Gefährt:innen macht sich auf zu einer Spurensuche, um der Frage nach der Geschichte und den Geschichten Frankfurts auf den weit verzweigten Haupt- und Nebenstraßen, Handelswegen und Gassen der Stadt nachzugehen. Eine Reise durch Zeit und Raum auf und über die kritische Infrastruktur, die alles verbindet und zusammenhält – die Straße. Und natürlich braucht jede gut organisierte Reise eine:n Reiseführer:in, um französischen Fauxpas, fettigen Fettnäpfchen und fiesen Fallen aus dem Weg zu gehen.

Nach dem Abschluss ihrer Frankfurter-Essens-Trilogie (»Der alte Schinken«, »1994. Futuro Al Dente« und »Der kleine Snack«) schlägt das Text- und Regie-Duo Stuhler/Koslowski mit ihrem neuesten Stück »Die Affäre auf der Straße nach Monaco / L’affare di via Monaco« ein neues Kapitel auf und kehren für die nunmehr vierte Arbeit ans Schauspiel Frankfurt zurück.

Die Affäre auf der Straße nach Monaco / L’affare di via Monaco

Von: Nele Stuhler und Jan Koslowski
Premiere / Uraufführung am Schauspiel Frankfurt: Freitag, 27. Februar 26 (Kammerspiele)

Regie: Nele Stuhler und Jan Koslowski
Bühne: Chasper Bertschinger
Kostüme: Svenja Gassen
Musikalische Einrichtung und Komposition: Xzavier Stone
Dramaturgie: Lukas Schmelmer
Übersetzer und Sprachcoach: Fabio Mazzocchi

Mit:Miguel Klein Medina, Christoph Pütthoff, Melanie Straub, Mark Tumba, Nina Wolf

Die nächsten Vorstellungen: 4., 12., 16., 25., 30. März 2026Uraufführung am 27. Februar 2026, 20.00 Uhr, Kammerspiele

schauspielfrankfurt.de