Programmveröffentlichung Heidelberger Frühling Liedfestival 2026

Julian Prégardien (© Chris Gonz)

27 Veranstaltungen vom 13. bis 20. Juni 2026 – Vorverkaufsstart am 9. Februar, 10 Uhr

Mit dem 5. Liedfestival vom 13. bis 20. Juni 2026 richtet der Heidelberger Frühling programmatisch einmal mehr den Blick in Richtung USA, 250 Jahre nach deren Unabhängigkeitserklärung. Gefeiert und gewürdigt wird auch die 20-jährige Nachwuchsarbeit von Thomas Hampson in Heidelberg mit jungen Liedkünstler*innen. Im Festival mit dabei sind Julian Prégardien, Nikola Hillebrand, Bryan Benner, Valerie Eickhoff, Jonas Müller, Anna El-Khashem, Christina Landshamer, Laetitia Grimaldi, Wolfram Rieger, Ammiel Bushakevitz, Gerold Huber, Alexander Fleischer oder das Vokalensemble APOLLO5.

Thomas Hampson ist mit den Stipendiat*innen des diesjährigen Jahrgangs der Liedakademie in öffentlichen Meisterklassen zu erleben, die dem American Song einen Schwerpunkt widmen. Sechs re:start-Veranstaltungen bieten in den Stadtteilen Liedgesang bei freiem Eintritt. Hauptspielstätten des Liedfestivals sind die Aula der Alten Universität Heidelberg und das gerade wiedereröffnete Konzerthaus Stadthalle Heidelberg.

Tickets für das Heidelberger Frühling Liedfestival sind ab Montag, 9. Februar um 10 Uhr erhältlich online unter heidelberger-fruehling.de, telefonisch unter 06221 584 00 44 (montags bis freitags, 10 bis 18 Uhr) und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.


Beim EröffnungskonzertDanke Thomas!“ im Konzerthaus Stadthalle Heidelberg wird Thomas Hampson als Künstlerischer Leiter der Liedakademie gefeiert: Seit nunmehr 20 Jahren leitet er mit herausragendem Engagement die öffentlichen Meisterklassen, die seit 2006 fester Bestandteil des Programms sind und jedes Jahr Lied-Liebhaber aus Nah und Fern begeistern.

Thomas Hampson
(© Jiyang Chen-min)

Im Eröffnungskonzert interpretiert Thomas Hampson jenes Programm, mit dem er 2004 beim Heidelberger Frühling debütierte: Gustav Mahlers „Wunderhorn“-Lieder, die von Achim von Arnim und Clemens Brentano einst in Heidelberg als Sammlung zusammengetragen wurden. Im zweiten Teil wird die Arbeit, die Thomas Hampson hier in Heidelberg leistet, hörbar: Alumni der dann 2011 gegründeten Liedakademie gestalten eine persönliche Liedauswahl.

Am Sonntag des Eröffnungswochenendes folgt der musikalische Einstieg in den USA-Schwerpunkt, der sich anlässlich des 250. Jubiläums der Unabhängigkeitserklärung der USA bereits durch das Heidelberger Frühling Streichquartettfest im Januar und das Musikfestival im März/April zieht. Unter dem Titel „Schuberts American Dream“ lautet die Ausgangsfrage dieses Thementages: Was wäre gewesen, wenn Franz Schubert in das Land seiner Träume – Amerika – gereist wäre?

Der Künstlerische Leiter des Heidelberger Frühling Liedzentrums Julian Prégardien, der Liedermacher Bryan Benner, Thomas Hampson und Alumni der Liedakademie setzen sich im Konzerthaus Stadthalle Heidelberg in drei Konzerten, zwei Mitmach-Workshops für das Publikum und einem Vortrag kreativ mit dieser Frage auseinander.

Die Heidelberger Frühling Liedakademie unter der Künstlerischen Leitung von Thomas Hampson bietet für dreizehn junge Sänger*innen und Pianist*innen ein intensives einjähriges Förderprogramm mit Meisterklassen bei Thomas Hampson und Pianistin Susan Manoff. Im Liedfestival findet die abschließende Arbeitsphase des Akademiejahres mit fünf öffentlichen Meisterklassen und dem von den Teilnehmenden selbstgestalteten Abschlusskonzert im Konzerthaus Stadthalle Heidelberg statt.

Im Rahmen des USA-Schwerpunkts widmen sich zwei der Meisterklassen dem Thema „American Song – Heimat(en) im Lied“. In Kooperation mit dem Sonderforschungsbereich SFB 1671 „Heimat(en)“ der Universität Heidelberg findet zur Einführung ein Vortrag sowie zum Abschluss eine Panel-Diskussion statt. Thomas Hampson, Christiane Wiesenfeldt, Leiterin einiger Teilprojekte des Sonderforschungsbereichs und Günter Leypoldt, Professor für Amerikanische Kultur und Literatur an der Universität Heidelberg sowie Stipendiat*innen der Liedakademie diskutieren darüber, wie Zugehörigkeit, kulturelle Prägung und Verbindung das Lied über Grenzen hinweg formen.

Das Liedfestival, ein Projekt des seit 10 Jahren bestehenden Heidelberger Frühling Liedzentrums, ist vor allem auch Plattform für den Liednachwuchs: In der Debütreihe stellt sich mit Valerie Eickhoff (Mezzosopran) eine aufstrebende neue Liedstimmen vor, an ihrer Seite musiziert die Liedpianistin Eleonora Pertz. Das Gingko Trio mit Liedakademie-Alumna Luzia Ernst (Sopran) und Eloy Medina (Cello) und Daniel Roth (Akkordeon) lässt Lieder von Barock-Arien über Kunstlied bis hin zu Tango, Tonfilmoperetten und Chansons erklingen.

Weitere Liederabende präsentieren im Heidelberger Frühling Liedfestival renommierte Künstler*innen: Das gefeierte Ensemble APOLLO5 widmet sich Klängen und Geschichten Amerikas mit einem Programm aus modernen und zeitgenössischen klassischen Werken, Volksliedern, Jazz, Pop und Soul. Bariton Jonas Müller, Alumus der Heidelberger Frühling Liedakademie sowie Gewinner des Musikpreises der deutschen Wirtschaft 2025, und Pianist Gerold Huber beschäftigen sich mit Franz Schubert, dem sie einige Werke von J.S. Bach und Claudio Monteverdi gegenüberstellen.

Das Duo Nikola Hillebrand (Sopran) und Alexander Fleischer (Klavier) bringt ein reines Richard-Strauss-Programm mit, während das Wiener Duo Lena Kuchling (Gesang) und Bernhard Höchtel (Klavier) sich zwischen Pop, Schlager, Wienerlied und Chanson bewegen. Sopranistin Anna El-Khashem und Pianist Keval Shah widmen sich Liedern von u.a. Robert Schumann, Peter Tschaikowsky und Sergej Rachmaninow. Das Ensemble Borsch4Breakfast in der Besetzung Geige, Gitarre, Kontrabass und Akkordeon verbindet deutsche Volkslieder mit osteuropäischer Folklore. Christina Landshamer (Sopran) und Alexander Fleischer (Klavier) führen mit Paul Hindemiths „Das Marienleben“ einen Gedichtzyklus von Rainer Maria Rilke auf, der vor 100 Jahren gestorben ist.

Auch re:start-Konzerte bei freiem Eintritt haben inzwischen ihren festen Platz im Programm des Liedfestivals. Dieses Mal zieht der „Schubadour“ Bryan Benner am Nachmittag des ersten Festivaltages durch Heidelberg und macht für vier Pop-up-Konzerte Station an öffentlichen Plätzen. Zwei weitere re:start-Konzerte werden gestaltet von Alumni der Liedakademie und dem Chor der Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg.

heidelberger-fruehling.de