»Lady Macbeth von Mzensk« ab morgen in Oldenburg

Lady Macbeth von Mzensk ~ Oldenburgisches Staatstheater ~ Katerina Lwowna Ismailowa (Shelley Jackson), Opernchor des Oldenburgischen Staatstheaters ~ © Stephan Walzl

Am Oldenburgischen Staatstheater findet morgen mit „Lady Macbeth von Mzensk“ die erste Opernpremiere im Jahr 2026 statt. Zu erleben ist die Geschichte einer Frau, die aus persönlicher Not zur Mörderin wird und die dennoch unser Mitleid und Verständnis auf sich zieht – nicht zuletzt durch die eindrückliche Musik von Dmitri Schostakowitsch. 

In der russischen Provinz führt die junge Katerina Ismailowa ein Leben zwischen Enge und Kontrolle: Gefangen in einer lieblosen Ehe, überwacht von einem tyrannischen Schwiegervater und isoliert in einer gnadenlosen Ordnung, scheint für sie kein Ausweg zu existieren – bis sie dem Arbeiter Sergei begegnet. Eine leidenschaftliche Affäre mit ihm verspricht Befreiung, kippt jedoch in eine Spirale radikaler Entscheidungen, an deren Ende Mord, Deportation und Tod stehen.

Lady Macbeth von Mzensk
Oldenburgisches Staatstheater
Im Vordergrund: Boris Timofejewitsch Ismailow (Ralf Lukas), Katerina Lwowna Ismailowa (Shelley Jackson), Axinja (Marija Jokovic)
Auf dem Auto: Sinowi Borissowitsch Ismailow (Jonathan Abernethy)
Opernchor und Ensemble des Oldenburgischen Staatstheaters

© Stephan Walzl

Das Werk stellt mit großer musikalischer Wucht und scharfem Blick unbequeme Fragen: Wie weit darf ein Mensch gehen, um sich aus unwürdigen Verhältnissen zu befreien? Und dürfen wir Mitgefühl für eine Mörderin empfinden? Die Musik verbindet tragische Intensität mit grotesken und satirischen Momenten und macht die innere Zerrissenheit der Figuren unmittelbar erfahrbar. Ein packendes Musiktheater mit Krimi-Qualitäten, das ethisch-moralische Gewissheiten herausfordert und zu den bedeutendsten Opern des 20. Jahrhunderts zählt – trotz eines langjährigen Verbots der Oper in der Sowjetunion, da Katerinas Kampf um ein glücklicheres Leben auch sexuelle Erfüllung beinhaltet.


Lady Macbeth von Mzensk

Oper
Von: Dmitri Schostakowitsch
Libretto: Alexander G. Preis und vom Komponisten
Nach der gleichnamigen Erzählung von Nikolaj S. Leskow
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere am Oldenburgschen Staatstheater: Samstag, 7. Februar 26 (Großes Haus)

Musikalische Leitung: Rasmus Baumann
Regie: Joan Anton Rechi
Bühne und Kostüme: Markus Meyer
Studienleitung: Paul Plummer
Licht: Steff Flächsenhaar
Dramaturgie: Antje Müller

Besetzung

Boris Timofejewitsch Ismailow: Ralf Lukas
Sinowi Borissowitsch Ismailow: Jonathan Abernethy / Ji Woon Kim
Katerina Lwowna Ismailowa: Shelley Jackson
Sergej: Jason Kim
Axinja: Marija Jokovic
Der Schäbige: Seumas Begg
Verwalter: Irakli Atanelishvili
Hausknecht: Seung Jin Park
1. Vorarbeiter: Mykola Pavlenko
2. Vorarbeiter: Volker Röhnert
Kutscher: Benjamin Park
Mühlenarbeiter: Stephen K. Foster
Betrunkener Gast: Sandro Monti
Pope: Seugweon Lee
Polizeichef: Aksel Daveyan
Polizist / Sergeant: Ryan Stoll
Lehrer: Johannes Leander Maas
Wächter: Philip Zehnoff
Sonjetka: Dorothee Bienert
Alter Zwangsarbeiter: Irakli Atanelishvili
Zwangsarbeiterin: Taylor Haines
Geist des Boris Timofejewitsch: Ralf Lukas

Oldenburgisches Staatsorchester

staatstheater.de