- Rekordspielzeit: Knapp 120.000 Gäste bei den Burgfestspielen Bad Vilbel
- Besucherstärkste Festspiele Hessens übertreffen bisherigen Höchstwert
- Mehr als 90 Prozent Auslastung im Abendprogramm
- Vorfreude auf das 40jährige Jubiläum Bad Vilbel
Die Burgfestspiele Bad Vilbel schließen die Spielzeit 2026 mit einem neuen Besucherrekord ab. Knapp 120.000 Gäste besuchten insgesamt 250 Vorstellungen auf den beiden Bühnen in der Wasserburg. Damit liegt das Ergebnis rund 4.000 Besucher über dem bisherigen Spitzenjahr 2024 und rund 6.000 über dem Vorjahr. Die Burgfestspiele bestätigen damit eindrucksvoll ihre Stellung als besucherstärkste Festspiele Hessens.
„Dieser neue Besucherrekord ist ein großartiger Erfolg für die Burgfestspiele und für unsere Stadt. Er zeigt, welche Strahlkraft das Theater in der Wasserburg weit über Bad Vilbel hinaus besitzt. Mein besonderer Dank gilt allen Mitwirkenden, die diese außergewöhnliche Spielzeit mit ihrem Können, ihrer Energie und ihrer Gastfreundschaft möglich gemacht haben“, erklärt Bürgermeister Sebastian Wysocki.
Abendprogramm mit mehr als 60.000 Gästen
Mehr als 60.000 Besucher kamen zu den vier Inszenierungen des Abendprogramms: „Die Feuerzangenbowle“, „Ein Sommernachtstraum“, „Jesus Christ Superstar“ und „Wie im Himmel“. Bei einer Auslastung von insgesamt mehr als 90 Prozent erreichte dieser Programmbereich einen absoluten Spitzenwert. Erfolgreichste Produktion war „Die Feuerzangenbowle“ mit knapp 18.000 Besuchern und einer Auslastung von annähernd 95 Prozent.
Die außerordentlich hohe Nachfrage ist zugleich eine Bestätigung der künstlerischen Qualität der vier Inszenierungen. Eine besondere Akzentsetzung gelang bei „Wie im Himmel“: Ein großer Projektchor ergänzte das professionelle Ensemble und wurde zu einem prägenden Bestandteil der Produktion.
Starkes Ergebnis bei Kindern und Familien
Auch das Theaterangebot für Kinder und Familien erzielte mit rund 44.000 Gästen ein herausragendes Ergebnis. „Alice im Wunderland“, „Die kleine Hexe“ sowie „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ erreichten zusammen eine Auslastung von mehr als 80 Prozent. Besonders gefragt sind weiterhin Geschichten, die seit Generationen als Vorlesestoffe bekannt sind und Kinder ebenso wie Eltern und Großeltern ansprechen.
Theaterkeller zu mehr als 90 Prozent ausgelastet
Über 5.600 Gäste besuchten die Produktionen im Theaterkeller. „Die 39 Stufen“, mit denen die Burgfestspiele die Spielzeit eröffneten, waren vollständig ausverkauft und erreichten eine Auslastung von 100 Prozent. Gemeinsam kamen „Die 39 Stufen“, „Nein zum Geld!“ und „Die Farm der Tiere“ auf eine Gesamtauslastung von mehr als 90 Prozent.
Großer Zuspruch für Gastspiele
Die 13 Veranstaltungen der Reihe „Sonntags um 12“ und die beiden Gastspiele im Abendprogramm fanden ebenfalls großen Zuspruch: Fast 10.000 Besucher nutzten diese ergänzenden Angebote.
Gutes Wetter und weitere Verbesserungen für heiße Tage
Das beständige Wetter trug zum erfolgreichen Saisonverlauf bei. Keine Vorstellung musste wetterbedingt abgesagt werden; lediglich „Ein Sommernachtstraum“ wurde einmal wegen Regens vorübergehend unterbrochen.
Zugleich bleibt der Umgang mit hohen Temperaturen eine wichtige Aufgabe. Zusätzliche Windmaschinen sorgten in dieser Saison im Zuschauerraum für Luftbewegung und konnten teilweise auch während der Vorstellungen mit reduzierter Leistung betrieben werden. Kühlende Sprühnebel unter den Sonnenschirmen verbesserten die Aufenthaltsqualität im Außenbereich.
Dieses Angebot soll im kommenden Jahr ausgebaut und um weitere Maßnahmen zur Verschattung und Abkühlung ergänzt werden.
Ein Festspielbesuch als besonderes Gesamterlebnis
Der Erfolg der Burgfestspiele beruht nicht allein auf dem Bühnengeschehen. Die historische Wasserburg, der Burggraben und die unmittelbar angrenzende Parkanlage schaffen eine außergewöhnliche Atmosphäre und eine Aufenthaltsqualität, die den Besuch weit über die Vorstellung hinaus prägt. Viele Gäste nutzen die Zeit vor und nach den Aufführungen, um auf dem Festspielgelände und in der Parkanlage zu verweilen.
Ein wesentlicher Bestandteil dieses Gesamterlebnisses ist die hochwertige Gastronomie. Ihr vielfältiges Angebot und der engagierte Service tragen entscheidend dazu bei, dass der Theaterbesuch bereits vor Beginn der Vorstellung einsetzt und anschließend in besonderer Umgebung ausklingen kann. Auch künftig werden die Burgfestspiele daran arbeiten, diese besondere Verbindung von Theater, historischem Ort, Parklandschaft und Gastronomie weiterzuentwickeln.
Nachhaltige Wirkung des Hessentages
Zur gestiegenen Nachfrage dürfte auch der Hessentag 2025 beigetragen haben. Das Landesfest hat Bad Vilbel einem großen Publikum präsentiert und die Burgfestspiele zusätzlich bekannt gemacht. Die Erfahrungen anderer Ausrichterstädte zeigen, dass ein erfolgreicher Hessentag regelmäßig eine nachhaltige und langjährige Wirkung für die gastgebende Kommune entfalten kann.
Dank an das gesamte Festspielteam
Grundlage des Erfolgs war die hohe künstlerische Qualität des gesamten Teams auf und hinter der Bühne. Bürgermeister Sebastian Wysocki und Intendant Claus-Günther Kunzmann danken den Darstellern, Regieteams und dem Projektchor ebenso wie den technischen Abteilungen und allen Mitwirkenden in Dramaturgie und Öffentlichkeitsarbeit, Verwaltung, Ticketing, Publikumsservice, Einlass und den weiteren Arbeitsbereichen der Burgfestspiele.
„Knapp 120.000 Gäste sind ein überwältigender Vertrauensbeweis unseres Publikums. Entscheidend ist für uns aber nicht allein die Zahl: Die große Resonanz auf alle Programmbereiche bestätigt unseren Anspruch, populäres und zugleich künstlerisch anspruchsvolles Theater für unterschiedliche Generationen anzubieten. Dieser Erfolg gehört dem gesamten Team, dessen außergewöhnlicher Einsatz in jeder einzelnen Vorstellung spürbar war“, erklärt Intendant Claus-Günther Kunzmann.
Ausblick auf die Jubiläumsspielzeit 2027
Mit dem Ende der Spielzeit 2026 richtet sich der Blick bereits auf das kommende Jahr: 2027 feiern die Burgfestspiele ihr 40-jähriges Bestehen. Der Spielplan der Jubiläumssaison wird im Laufe des Septembers vorgestellt; Ende September beginnt der Vorverkauf.
Besondere Vorfreude gilt neben dem Jubiläumsprogramm den neu errichteten Theaterwerkstätten, die in der kommenden Spielzeit erstmals genutzt werden können. Sie verbessern die Arbeitsbedingungen für die künstlerischen und technischen Abteilungen nachhaltig und schaffen eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung der Burgfestspiele.
