Kultur galt lange als Raum der Freiheit. Doch im Wahljahr 2026 wird sie zunehmend zum politischen Kampffeld. Die Doku „Der Kampf um die Kultur – Ostdeutschland vor der Wahl“ fragt: Wer entscheidet künftig, was gefördert, erinnert, erzählt wird? Und welche Rolle spielen Politiker, Kulturschaffende, Institutionen sowie soziale Medien in diesem Ringen? Zu sehen ist der Film am Mittwoch, 26. August 2026, um 20.15 Uhr in 3sat und am selben Tag bereits ab 6.00 Uhr in der 3satMediathek.
Auf Dorfplätzen und Wahlkampfveranstaltungen, in Theatern und Museen: An vielen Orten wird sichtbar, wie heftig inzwischen um kulturelle Deutungshoheit gestritten wird. Während die AfD Kultur gezielt als politischen Hebel nutzt und eine „patriotische Kulturpolitik“ fordert, erleben viele Kulturschaffende wachsenden Druck. Sie fragen sich: Wie frei können Kunst und Kultur in Zukunft noch sein?
Die Rolle sozialer Medien
Die Dokumentation begleitet Menschen in Ostdeutschland, die den Wandel unmittelbar erleben, und zeigt, was auf dem Spiel steht, wenn Kultur zum Schauplatz politischer Auseinandersetzungen wird. Dabei nimmt sie unter anderem Jugendkultur und soziale Medien in den Blick. Sie beleuchtet, wie der Kampf um die Kultur längst auch im Netz ausgetragen wird und welche Rolle Content Creator, Musiker und digitale Plattformen dabei spielen.
Zu Wort kommen unter anderen Sven Schulze, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD in Sachsen-Anhalt, Barbara Steiner, Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau, Dorotty Szalma, Intendantin am Theater der Altmark in Stendal, die Juristin und Journalistin Özge İnan, die Rapper Schillah und HeXer sowie Schülerinnen und Schüler.
