Das IDO-Programm 2026: Die Orgel in ihrer Vielfalt
Klassik und Filmmusik, Jazz, Gospel, Pop und Performance und ein Stummfilm mit Helge Schneider: Das Internationale Düsseldorfer Festival für Orgelmusik sorgt im 21. Jahr seines Bestehens wieder für zahlreiche Überraschungen und musikalische Vielfalt auf hohem Niveau. Im Mittelpunkt steht, natürlich und wie immer, die Orgel mit ihren unendlichen Möglichkeiten in Sachen Klang und Gestaltung. Wer auf der Suche nach außergewöhnlichen Konzerterlebnissen ist, der wird vom 26. September bis zum 1. November 2026 beim IDO-Festival fündig. Veranstaltet wird das IDO-Festival von der psallite.cantate gGmbH unter der Künstlerischen Leitung von Dr. Frederike Möller.
Neue Klangwelten entdecken
Visionäre Klanglandschaften kündigen sich am Eröffnungsabend an, wenn die Junge Bläserphilharmonie NRW Orgel und Blasorchester in einer eigens für dieses Programm in Auftrag gegebenen Uraufführung von Naji Hakim aufeinandertreffen lässt. Das Ensemble wird unterstützt vom jungen Schlagzeugensemble Splash NRW, an der Orgel ist Kyuhyun Lim zu hören. Die Veranstalter laden Besucher:innen jeden Alters zur Festival-Eröffnung am Samstag, 26. September um 17 Uhr in die Petruskirche ein.
In ungewohnte Klangräume führt auch das Konzert mit dem Vokalensemble Les Lumieres am 8. Oktober. Hier erklingt unter anderem ein Ausschnitt aus Beethovens 9. Sinfonie in einer Fassung für zwei Klaviere, Orgel und Kammerchor. Zu den regelmäßigen Gästen und Publikumslieblingen des IDO-Festivals zählt der Akkordeonist Marko Kassl. Am 10. Oktober präsentiert er ein spannendes Programm, das Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ mit Astor Piazzollas „Vier Jahreszeiten in Buenos Aires“ verbindet.
Auch in diesem Jahr hat das Festival wieder einen Kompositionsauftrag vergeben. Am 15. Oktober erklingt die Uraufführung von Meet Me at The Edge (Orgel und Ensemble) von Laura Marconi und Gianluca Castelli. Am 26. Oktober loten Kit Downes, Preisträger des Deutschen Jazzpreises 2025 in der Kategorie Tasteninstrumente, und der vielfach ausgezeichnete Jazztrompeter Frederik Köster das klangliche Zusammenspiel von Pfeifenorgel und Jazztrompete aus.
Spartenübergreifend und multimedial
Die amerikanische Tanzlehrerin Bridget Petzold, Mitglied des Künstlerteams am Tanzhaus NRW, bringt ihre internationale Expertise in ein interaktives Projekt mit dem Mustard Seed Faith Gospelchor aus Aachen ein. Am 14. Oktober verbindet sich Orgelmusik mit Spirituals und Tanz – das Publikum ist eingeladen mitzuwirken.

(Foto: IDO-Festival © Hans Eder)
Die russische Sandmalerin Irina Titova, die „Queen of Sands“, lässt mit Sandmalerei Geschichten zu Orgelmusik entstehen. Das Ensemble MOMENT bietet am 31. Oktober die Gelegenheit, eine Musiktheater-Performance zu erleben, an der man sich auf einem fiktiven Jahrmarkt mit VR-Brillen oder durch das Spielen mikrotonaler Pfeifen beteiligen kann.
Gleich zwei Mal kann man Stummfilme mit Live-Musik erleben (26.9. und 31.10.), und ein Highlight beim diesjährigen IDO-Festival ist der Auftritt von Helge Schneider als Organist an der historischen Kinoorgel in der Black Box. Der Musiker und Unterhaltungskünstler wird Buster Keatons Meisterwerk „Der General“ aus dem Jahr 1926 begleiten. Die Handlung der Komödie basiert auf einem Überfall während des amerikanischen Bürgerkriegs und einer Rückeroberung der Lokomotive namens „General“.
IDO hinter Gittern
Hans-André Stamm, Organist und langjähriger künstlerischer Partner des IDO-Festivals, wird am 2. Oktober die Justizvollzugsanstalt in Düsseldorf-Ratingen besuchen. Die Einrichtung verfügt über eine Orgel und das Festival bietet den Insassen ein Konzert mit Filmmusik und populären Werken für Orgel. „Ich bin froh, dass wir ein solches Angebot in diesem Jahr erneut machen können und gespannt auf die Reaktionen der Besucher:innen in der JVA“, so Frederike Möller.
IDO international
Ob Kuba, Japan, Ungarn, Frankreich oder Italien – IDO 2026 wirft den Blick auf Musik aus verschiedensten Kulturkreisen und Genres. Künstlerinnen und Künstler aus Norwegen, Frankreich, Italien, der Ukraine, Russland, den USA und Deutschland sind beim Festival zu Gast und zeigen in 42 Konzerten die faszinierenden Möglichkeiten, mit dem Klang der Orgel zu experimentieren.
Das Abschlusskonzert gestaltet der Städtische Musikverein Düsseldorf, einer der ältesten und renommiertesten Konzertchöre Deutschlands zusammen mit dem Choeur Regional Hauts-de-France. In der Kirche Heilige Dreifaltigkeit erklingt am 1. November das Requiem von Gabriel Fauré unter der Leitung von Dennis Hansel-Dinar.
Der Vorverkauf hat begonnen.
Das Gesamtprogramm ist online: ido-festival.com
