Ruhrtriennale zieht erfolgreiche Bilanz

Jahrhunderthalle Bochum © Jörg Brüggemann/Ostkreuz

Ausverkaufte Vorstellungen und neues Publikum

Die Ruhrtriennale 2026 geht am 20. September mit einer erfolgreichen Drei-Jahres-Bilanz von Intendant Ivo Van Hove zu Ende. Zahlreiche Vorstellungen waren bereits zu Beginn des Festivals ausverkauft, darunter sämtliche Vorstellungen von Ivo Van Hoves Produktion Rebel Rebel, die Aufführungen von Balkan Erotic Epic von Marina Abramović sowie von SIDDHARTHA von Lisaboa Houbrechts. Wegen der großen Nachfrage wurden insgesamt drei Zusatzvorstellungen von Rebel Rebel angesetzt, die ebenfalls innerhalb kurzer Zeit ausverkauft waren.

Weitere Besucher-Highlights waren in diesem Jahr unter anderem die Produktionen Deutscher Herbst von Christopher Rüping sowie der Tanzabend BREL mit Anne Teresa De Keersmaeker und Solal Mariotte sowie das Erased Music Konzert mit Chorwerk Ruhr und den Bochumer Symphonikern.

Ruhrtriennale-Intendant Ivo Van Hove:

„Ich freue mich sehr über diesen tollen Erfolg und dass das Publikum Freude an meinen drei Ausgaben der Ruhrtriennale hatte. Das sieht man auch an den konstant hohen Besucherzahlen in allen drei Jahren. Ich selbst habe meine Zeit hier sehr genossen. Ich war als Künstler schon immer daran interessiert, die verschiedenen künstlerischen Disziplinen miteinander zu verbinden. Bei der Ruhrtriennale konnte ich das umsetzen – mit viel künstlerischer Freiheit und unterstützt von meinem Team, unseren Förderern und von den Menschen in der Region. Ein Festival entsteht erst wirklich, wenn Menschen kommen, zuhören, zuschauen, zweifeln, widersprechen und wiederkommen. Ich glaube, das haben wir geschafft.“

Ina Brandes MdL, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen:

„Im dritten und letzten Jahr seiner Intendanz konnte Ivo Van Hove seine Erfolge noch einmal steigern und hat uns ein wahres Feuerwerk der Kunst geboten: In den Industrie-Denkmälern des Ruhrgebiets traf Hochkultur auf Show und Spektakel und sorgt für eine einmalige Mischung, die das erfahrene Kultur-Publikum ebenso angesprochen hat wie die direkte Nachbarschaft.

Ganz besonders freut mich, dass in den vergangenen drei Jahren außerordentlich viele Menschen zum ersten Mal die Ruhrtriennale besucht haben – und bestimmt nicht zum letzten Mal! Besonders Ivo Van Hoves Produktion Rebel Rebel mit der Musik von David Bowie hat viele Erstbesucherinnen und -besucher angelockt. Zugleich überzeugte Ivo Van Hove mit einem starken Mitmach-Programm für Kinder und Jugendliche. Damit gibt er die Begeisterung für die Ruhrtriennale an das Publikum von morgen weiter!“


Neben dem Programm der Jungen Triennale wurden für ein junges Publikum in diesem Jahr zum ersten Mal U 30 Previews angeboten – Probenbesuche bei freiem Eintritt für Menschen unter 30 Jahren. Die Probentickets für die drei Produktionen Rebel Rebel, Balkan Erotic Epic und Deutscher Herbst waren in kurzer Zeit vergriffen.

RVR-Regionaldirektor Garrelt Duin:

„Die Ruhrtriennale bleibt, dank der beeindruckenden Arbeit von Ivo Van Hove in den letzten drei Jahren, das internationale Festival der Künste und ein Aushängeschild für das neue Ruhrgebiet. Er hat internationalen Stars wie Lars Eidinger oder Sandra Hüller eine Bühne gegeben und mit dem Festivalzentrum Wunderland gleichzeitig einen Ort für Künstlerinnen und Künstler aus der Region geschaffen. Und das alles in den atemberaubenden Kulissen unserer imposanten Industriekultur. Bravo, Ivo.“

Dr. Vera Battis-Reese, Geschäftsführerin der Kultur Ruhr GmbH:

„Wir blicken auf drei erfolgreiche Festivaljahre unter der Intendanz von Ivo Van Hove. Das hohe Niveau der vergangenen beiden Jahre konnte im dritten Jahr noch einmal gesteigert werden. Wir gehen für 2026 von einer Gesamtauslastung von 93 Prozent aus. Insgesamt haben in diesem Jahr – Stand jetzt – rund 109.000 Menschen die Ruhrtriennale besucht.


Rund 45.000 Karten wurden für die Vorstellungen und Veranstaltungen ausgegeben. Hinzu kamen rund 64.000 Besuche bei den kostenfreien Formaten, davon allein 36.600 bei der Ausstellung Unheimliche Verschiebungen von Urbane Künste Ruhr. Bis zum Ende der Ausstellung am 4. Oktober erwarten wir noch einmal rund 13.000 Besuche. Damit rechnen wir für die Ruhrtriennale 2026 insgesamt mit rund 122.000 Besucher:innen.“

Auch in der letzten Festivalwoche kann sich das Ruhrtriennale-Publikum auf drei weitere Premieren freuen: Nach der europäischen Erstaufführung von AS WE ARE heute Abend (16.9.) in der Gebläsehalle im Landschaftspark Duisburg-Nord findet morgen Vormittag um 11 Uhr die erste Vorstellung von Waste Me auf PACT Zollverein statt, ein rasantes Tanz-Stück mit Live-Musik für Jugendliche und Erwachsene.

Abends folgt in der Jahrhunderthalle Bochum die Uraufführung von Christopher Rüpings Deutscher Herbst, das sich mit gesellschaftlichem Taumel damals und heute befasst.

Auch die weiteren Tage sind randvoll gefüllt mit vielseitigem Festivalprogramm:

vom Kinderstück Djumbala! der Jungen Triennale über das Turbinenhallen-Konzert Evergreen & Beyond mit Caroline Shaw bis zum letzten Wunderland-Wochenende im Festivalzentrum mit unter anderem der Punk- (und) Rockband The Destruents, Wortkünstlerin Maddy Forst und der Down The Rabbit Hole X Cute Community Radio Abschiedsparty unter dem Wasserturm.

Das letzte Festivalhighlight findet in diesem Jahr eine Woche nach Festivalende statt: Frieda Lange, die im vergangenen Jahr bei der Ruhrtriennale mit dem Mortier Next Generation Award ausgezeichnet wurde, präsentiert am 25. und 26. September ihre Produktion Stahlgipfel im Grillo-Theater in Essen.

Die Ruhrtriennale 2026 endet am 20. September. Insgesamt gab es in diesem Jahr 30 Produktionen und Projekte mit 120 Veranstaltungen in Bochum, Duisburg, Dortmund, Essen und Gladbeck, davon waren 14 Eigen- und Koproduktionen sowie Auftragswerke. An der Ruhrtriennale 2026 waren insgesamt rund 600 Künstler:innen aus 45 Ländern beteiligt. Die nächste Ruhrtriennale findet im August und September 2027 statt.

Weitere Infos zum Programm finden sich unter ruhrtriennale.de.