Neue Gesprächsreihe »Positionen und Perspektiven« am Schauspiel Frankfurt

Schauspiel Frankfurt: Außenansicht der Kammerspiele (© Alexander Paul Englert)

Mit Saba-Nur Cheema, Meron Mendel und Gästen

Ein Gast, zwei Moderator:innen und ein offener Raum für unterschiedliche Blickwinkel: Die neue Gesprächsreihe stellt das gemeinsame Nachdenken in den Mittelpunkt. Im Dialog entstehen vertiefte Einblicke in zentrale Fragen unserer Zeit – getragen von Neugier, genauem Zuhören und dem Austausch persönlicher Perspektiven. Das Autorenpaar Saba-Nur Cheema und Meron Mendel hat 2024 die Reihe »Positionen & Perspektiven« im Düsseldorfer Schauspielhaus begonnen. Ihr aktuelles Buch »Die Empörungsfalle. Wie wir wieder streiten lernen« erscheint im September 2026 im Verlag Kie­penheuer & Witsch.

In der ersten Ausgabe am 18. September 26 ist der israelisch-palästinensischer Schauspieler und Autor Yousef Sweid zu Gast. Er war unter anderem in »Game of Thrones« zu sehen und wurde durch internationale Produktionen wie »The Bubble« sowie durch seine Theaterarbeit bekannt. 2025 erhielt er den Preis der Israeli Academy of Film and Television als bester Schauspieler. Als arabischer Christ ist seine Biografie geprägt von kulturell und gesellschaftlich komplexen Verortungen. Seine Arbeiten kreisen um Identität, Herkunft und gesellschaftliches Zusammenleben.

Mit Saba-Nur Cheema und Meron Mendel spricht er über die Frage, was Kunst in Zeiten der Polarisierung zu einem Dialog beitragen kann.

Positionen und Perspektiven
Freitag, 18. September 26 (Kammerspiele)
Ermöglicht durch die Crespo Foundation.
Diese Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
Preise: 16,- / erm. 9,- Euro. 


Die nächsten Veranstaltungen und deren Gäste:

11. Februar 2027

Uwe Timm, Träger des Goethepreises 2026, zählt zu den bedeutends­ten deutschen Schriftstellern der Gegenwart. In seinen Romanen, Er­zählungen und Essays setzt er sich seit Jahrzehnten mit Fragen von Erinnerung, Geschichte, Demokratie und gesellschaftlichem Wandel auseinander. Werke wie »Die Entdeckung der Currywurst«, »Am Bei­spiel meines Bruders« oder zuletzt »Alle meine Geister« verbinden persönliche Erfahrungen mit den großen politischen und kulturellen Fragen unserer Zeit. Gemeinsam mit den Moderator:innen spricht Timm über die Rolle von Literatur in einer polarisierten Gesellschaft und die Frage, was sie in Krisenzeiten leisten kann und soll. 

3. Juni 2027

Shida Bazyar erzählt in ihren Romanen von Freundschaft, Widerstand und den Bruchlinien einer vielfältigen Gesellschaft. Mit großer erzähle­rischer Intensität rückt sie Perspektiven in den Mittelpunkt, die im öffentlichen Diskurs oft überhört werden, und verbindet politische Fra­gen mit eindringlichen literarischen Figuren. Ihr Debütroman »Nachts ist es leise in Teheran«, der 2026 auf der Shortlist des Booker Prize stand, machte sie international bekannt. In ihrem aktuellen Roman »Die Lücken« widmet sie sich den Spuren von Erinnerung, Verlust und Zugehörigkeit über Generationen hinweg. Gemeinsam mit den Mode­rator:innen spricht Bazyar über die Frage, was für sie Heimat ist und wie ein »Wir« in einer pluralen Gesellschaft entstehen kann.


Die nächsten Premieren am Schauspiel Frankfurt:

Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk
nach Jaroslav Hašek, Bertolt Brecht & einer Recherche zur Schlacht um Bachmut
Regie: Jan-Christoph Gockel
Premiere 11. September 2026

Der Abend vor dem Danach
von Lisa Wentz / Regie: Susanne Frieling
Premiere 12. September 2026


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