Das Frankfurter Bahnhofsviertel öffnet seine Türen

Bahnhofsviertel Frankfurt/M (© Markus Gründig)

Eines der internationalsten Viertel Deutschlands feiert Vielfalt, Kultur, Gastronomie und Begegnung

Am Samstag, 5. September, lädt das Bahnhofsviertel zum vierten Mal zum „OPEN VIERTEL“ ein. Von 15 Uhr bis 23 Uhr wird das Quartier zur Bühne für Musik, Kunst, Mode, Gastronomie, Kultur, soziale Begegnung und besondere Einblicke. Die offizielle Eröffnung findet um 16 Uhr auf dem Wiesenhüttenplatz statt.

Rund 3500 Menschen leben im Bahnhofsviertel, mehr als 20.000 Menschen arbeiten hier. Menschen aus unterschiedlichsten Ländern und Kulturen treffen aufeinander. Das macht das Bahnhofsviertel zu einem der internationalsten Viertel Deutschlands. Zugleich prägen eine besondere Geschichte, vielfältige Architektur, Gastronomie, Hotellerie, Einzelhandel, Kunst, Nachtleben und ein starkes soziales Engagement das Quartier.

OPEN VIERTEL“ zeigt diese Vielfalt und lädt dazu ein, das Viertel offen, authentisch und aus unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen. Mehr als 50 Akteurinnen und Akteure  beteiligen sich in diesem Jahr.

„Das Bahnhofsviertel ist ein besonderer und unverwechselbarer Teil unserer Stadt. Hier treffen Menschen aus aller Welt, unterschiedliche Kulturen, Unternehmen, Gastronomie, Kunst, Nachtleben und soziale Einrichtungen aufeinander. Diese Vielfalt macht das Viertel zu einem Ort, an dem Frankfurt als internationale und weltoffene Stadt besonders sichtbar wird. ‚OPEN VIERTEL‘ macht diese Vielfalt erlebbar, schafft Begegnungen und eröffnet neue Perspektiven. Ich freue mich, dass sich auch in diesem Jahr wieder so viele Menschen und Einrichtungen beteiligen und gemeinsam zeigen, wie vielfältig, kreativ und lebendig das Bahnhofsviertel ist“, sagt Oberbürgermeister Mike Josef.

Die Highlights 2026

Das Programm verteilt sich über das gesamte Viertel. Ein besonderer Mittelpunkt ist der Willy-Brandt-Platz: Hier feiert die Batschkapp 50 Jahre Bühne mit Livebands, Gigs und DJs. Die Oper Frankfurt ist ebenfalls dabei. Dazu kommen der „Food Lovers“ Markt mit bis zu zehn Ständen und als besonderes Highlight eine Modenschau von Samuel Gärtner.

„Das Bahnhofsviertel ist für mich seit jeher ein besonderer, inspirierender Ort – architektonisch, kulturell und durch das pulsierende urbane Leben. Mit meiner Arbeit möchte ich Kunst und Kultur aus klassischen Räumen herausholen und mitten in den Alltag der Menschen bringen. Dass wir hier eine Fashion Show schaffen, die wirklich frei zugänglich ist und zu der jeder einfach kommen kann, macht ‚OPEN VIERTEL‘ für mich so besonders. Mode lebt von Begegnung, Vielfalt und neuen Perspektiven – und dafür gibt es kaum einen passenderen Ort als das Bahnhofsviertel“, sagt Modedesigner Gärtner. 
 
Weitere musikalische und kulturelle Höhepunkte sind das Queer- und LGBTQI+-Programm mit Drag Show, DJs und Tanz am Niddator und bei IMA, internationale DJs, Tanz und ein MMA-Cage rund um den François-Mitterand-Platz und Pik Dame, „Die kleinste Disko der Welt“ bei JPP und French Bento und eine großformatige Videoprojektion bei Yok Yok Eden und Pracht am Westhafenplatz.
Bereits am Nachmittag, von 15 bis 18 Uhr, beteiligt sich das neue Fliegende Künstler:innenzimmer (FlieKü) auf dem François-Mitterrand-Platz mit einer familienfreundlichen Mitmach-Aktion: Gemeinsam mit Pik Dame lädt das Künstler-Kollektiv „YRD.Works“ zum Dosenwerfen ein, dazu gibt es Eis für Groß und Klein. Wer schon vor dem offiziellen Bühnenprogramm von Pik Dame am Abend vorbeischaut, kann das FlieKü vorab entdecken – die offizielle Eröffnung folgt am Freitag, 11. September, von 14 bis 19 Uhr.

Auch Kunst wird im öffentlichen Raum sichtbar: Die City Ghost Guerilla Art bringt urbane Kunst auf die Straßen, während der Fotograf Ulrich Mattner am Willy-Brandt-Platz auf mehr als 30 Metern Menschen aus dem Viertel porträtiert.

Gastronomie, Geschichte und besondere Orte

Das Bahnhofsviertel ist bekannt für seine internationale und vielseitige Gastronomie. Zahlreiche Restaurants, Bars, Hotels und weitere Betriebe beteiligen sich mit Special Offers, Rabatten, offenen Türen und besonderen Einblicken. Ein weiteres Highlight ist der Gibson Beach Club. Gleichzeitig lädt „OPEN VIERTEL“ dazu ein, die Geschichte und Architektur des Quartiers zu entdecken. Beim „OPEN VIERTEL“-Spezial geht es bei einer Führung um besondere Orte, historische Geschichten und die unterschiedlichen Facetten des Bahnhofsviertels.

Soziales Engagement mitten im Viertel

Ein wichtiger Bestandteil des Programms sind die sozialen Einrichtungen. Die Bahnhofsmission Frankfurt, der Drogenkonsumraum Niddastraße der Integrativen Drogenhilfe, die Evangelische Hoffnungsgemeinde, die Haftentlassenenhilfe, das Zentrum Oekumene, der Verein basis Frankfurt, FAMOS – Starke Familien im Bahnhofsviertel, die Polytechnische Gesellschaft, die Karg-Stiftung, Fliegendes Künstler:innenzimmer/Crespo Foundation, bb22 Architekten + Stadtplaner, Doña Carmen Verein für soziale und politische Rechte von Prostituierten, der Präventionsrat und das IB Technikzentrum für Mädchen und Frauen öffnen ihre Türen, informieren, bieten Führungen, Mitmachaktionen und Möglichkeiten zum Austausch an. Damit zeigt „OPEN VIERTEL“ auch die vielen Seiten des Quartiers, die im Alltag oft weniger sichtbar sind: Engagement, Beratung, Bildung, Teilhabe und Begegnung.

Ein Fest aus dem Viertel für das Viertel

OPEN VIERTEL“ folgt einem Bottom-up-Ansatz. Das Programm entsteht aus dem Viertel heraus und wird gemeinsam von Gewerbetreibenden, Kulturschaffenden, sozialen Einrichtungen, Vereinen sowie weiteren Akteurinnen und Akteuren gestaltet.

„Vier Jahre ‚OPEN VIERTEL‘ – das zeigt eindrucksvoll, wie stark der Zusammenhalt in unserem Viertel ist. Dass die Initiative von Jahr zu Jahr mehr Zulauf erfährt und immer weiterwächst, macht deutlich, wie wichtig dieses Fest für unser Miteinander geworden ist. Auch in diesem Jahr laden wir alle herzlich ein, gemeinsam Neues zu entdecken und ein buntes, friedliches Fest zu feiern“, sagen Nazim Alemdar und Alexander Zochowski, Vorsitzende des Gewerbevereins Treffpunkt Bahnhofsviertel.

Eduard M. Singer, Leiter der Stabsstelle Stadtmarketing, ergänzt: „‚OPEN VIERTEL‘ gibt den Menschen die Möglichkeit, das Bahnhofsviertel offen, authentisch und unmittelbar zu erleben. Besonders ist die Verbindung von Kultur, Wirtschaft, Gastronomie, Nachtleben und den vielen sozialen Einrichtungen. Erst gemeinsam entsteht das vielfältige Bild dieses Stadtteils.“

Nachtrat Frankfurt lädt zum „Talk um die Nacht by OPEN VIERTEL“

Am Samstag, 5. September, um 15 Uhr lädt der Nachtrat Frankfurt in der Niddastraße 56 zum „Talk um die Nacht by OPEN VIERTEL“ ein. Im Mittelpunkt des Dialogs stehen Sicherheit, Aufenthaltsqualität, Kultur und Wirtschaft sowie die gemeinsame Frage, wie sich Frankfurts Nacht weiterentwickeln lässt. Politik, Verwaltung, Nachtökonomie, Kultur sowie Akteurinnen und Akteure des Bahnhofsviertels diskutieren mit dem Publikum. Der Nachtrat koordiniert und moderiert den Dialog und bringt die unterschiedlichen Perspektiven zusammen.

Um 23 Uhr endet das offizielle „OPEN VIERTEL“. Die Nacht geht jedoch weiter: Das Geschehen verlagert sich anschließend in die zahlreichen Clubs, Bars und Nachtleben-Locations des Bahnhofsviertels.

OPEN VIERTEL“ ist damit mehr als ein Stadtteilfest. Es ist eine Einladung, das Bahnhofsviertel mit neuen Augen zu sehen: offen, vielfältig, international, kreativ und lebendig.


Oper Frankfurt bei @ OPEN VIERTEL

Die Oper Frankfurt kehrt mit ihren Sängerinnen und Sängern zurück auf die Bühne von @ OPEN VIERTEL, der Bahnhofsviertelnacht 2026. Diesmal erwartet die Besucher direkt auf dem Willy-Brandt-Platz ein besonderes musikalisches Programm, Food & Drinks und eine Chill Area zum Verweilen und Genießen.

Auf der »Reservix x 50 Jahre Batschkapp @ OPEN VIERTEL« -Bühne präsentieren Mitglieder des Ensembles bekannte Opernklassiker und Arien zum Träumen, treffen auf zeitgenössische Lieder und überraschen mit musikalischen Darbietungen mit italienischem Flair. Bunt, international und direkt am Willy-Brandt-Platz: Die Oper Frankfurt kann, wie das Bahnhofsviertel selbst, vieles gleichzeitig sein: Freude und Schönheit, Drama und Reibung.

Ab 18 Uhr wird in der Oper Frankfurt Mozarts Così fan tutte gespielt. Tickets können unter oper-frankfurt.de gebucht werden.


„OPEN VIERTEL“ 2026 auf einen Blick

  • Wann: Samstag, 5. September, 15 bis 23 Uhr
  • Eröffnung: 16 Uhr, Wiesenhüttenplatz
  • Wo: Gesamtes Bahnhofsviertel
  • Was: Musik, Livebands, DJs, Fashion, Kunst, Gastronomie, Führungen, Familienangebote, soziale Projekte, offene Türen und Special Offers
  • Highlights: 50 Jahre Batschkapp, Fashion Show Samuel Gärtner, Oper Frankfurt, „Food Lovers“ Markt, internationale DJs, Drag Show, Kunst im öffentlichen Raum und zahlreiche besondere Locations
  • Beteiligte: Mehr als 50 Akteurinnen und Akteure aus Gewerbe, Gastronomie, Nachtleben, Kultur, Sozialem und Vereinsleben
  • Eintritt: Grundsätzlich frei; einzelne Angebote mit Anmeldung oder Ticket
  • Ab 23 Uhr: Weiterfeiern in den Clubs und Bars des Bahnhofsviertels

Weitere Informationen finden sich unter bahnhofsviertel.org.

OPEN VIERTEL“ wird vom Gewerbeverein Treffpunkt Bahnhofsviertel gemeinsam mit den Akteurinnen und Akteuren des Viertels entwickelt und umgesetzt. Unterstützt wird die Initiative von der Stabsstelle Stadtmarketing.

Quelle & ©: Stadt Frankfurt/M