F°LAB Festival for Performing Arts & Music

Boccalero (© Linda Deutsch)

Vom Donnerstag, 1. Oktober, bis Sonntag, 4. Oktober 2026, veranstaltet die interdisziplinäre Proben- und Spielstätte Frankfurt LAB gemeinsam mit ihren Partnerinstitutionen, Dresden Frankfurt Dance Company, Ensemble Modern und Internationale Ensemble Modern Akademie, Hessische Theaterakademie, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst und Künstler*innenhaus Mousonturm, die fünfte Ausgabe des F°LAB FESTIVAL FOR PERFORMING ARTS & MUSIC. 

Mit außergewöhnlichen Konzerten, Inszenierungen der lokalen freien Szene und studentischen Projekten, Tanz, Performance, Theater, Workshops und Installationen initiiert das Festival Begegnungen zwischen Zuschauer*innen und Macher*innen, etablierten und jungen Künstler*innen, Kunstpublikum und Neugierigen. Jede*r ist willkommen – zum Schauen, Diskutieren, Genießen oder Mitmachen, Tanzen und Feiern. Am 4. Oktober veranstalten weitere in der „Kommunikationsfabrik“ beheimatete Kreativorte und Institutionen zudem von 11 bis 18 Uhr einen Tag der offenen Tür. Der Eintritt ist frei.

Überblick zu ausgewählten Veranstaltungen

Laura Stellaccis Tanzperformance ..Boccalero“, koproduziert vom Künstler*innenhaus Mousonturm, eröffnet das F°LAB Festival for Performing Arts & Music am Donnerstag, 1. Oktober, 18.30 Uhr. Im Mittelpunkt steht die Künstlerin, Nonne, Sozialarbeiterin und Aktivistin Karen Boccalero. Tanz wird hier zu einer Erinnerung, einer Konzentration – in aggressiver Hingabe an eine fiktionalisierte Figur.

Von 21 Uhr an setzt sich Micaela Oclriozola Maglie — Studierende der Hessischen Theaterakademie (Studiengang MA Choreografie und Performance, JLU Gießen) in ihrer Tanzperformance ,.Caramelized“ damit auseinander, was es heißt, einen als weiblich und ,,sweet“ gelesenen Körper zu bewohnen. Um 21.30 Uhr beginnt die rauschende Tanzparty VEXING mit DJ Laura Stellacci.

Der zweite Festivaltag, Freitag, 2. Oktober. steht ganz im Zeichen des Lampenfiebers. Marie Kiibler, Absolvent*in der Hessischen Theaterakademie (Studiengang MA Angewandte Theaterwissenschaft, Justus-Liebig-Universität Gießen), stellt sich mit der Performance „Tembling heart, panicked desire (this is not a participatorperformance)“ der eigenen Angst, vor ein Publikum zu treten. Die Performance beginnt um 19 Uhr. Im Anschluss stellen sich ab 20 Uhr bei „Floor on fire“ die Tänzer*innen der Dresden Frankfurt Dance Company, die ,,Urban Dance“- Gruppe The Saxonz und freie Tänzer*innen aus dem Umfeld des ID_Tanzhaus Frankfurt Rhein-Main in einem dynamischen und humorvollen Battle dem unerbittlichen Votum der Jury und der Zuschauer*innen.

Am dritten Festivaltag, Samstag, 3. Oktober eröffnet der künstlerischen China-Box-Imbiss der Frankfurter Performancekünstlerin Yinfu Gao. Die .,China Box“ mit Geschichten aus der chinesischen Diaspora in Hessen, zum Festival eingeladen vom Künstler:innenhaus Mousonturm, ist am 3. Oktober von 15 bis 19 Uhr und am 4. Oktober von 12 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Um 19 Uhr ist das Publikum am 3. Oktober zum Konzert „Bigband meets Ensemble Modern“ eingeladen. Auf dem Programm stehen Werke von Percy Pursglove, Luigi Grasso, Hermann Kretzschmar und Paul Cannon. Hier trifft zeitgenössische Musik auf freien Jazz, notierte Musik auf Improvisation — außergewöhnliche Klangwelten schaffen ein singuläres Hörerlebnis.

Kooperationspartner und Künstler*innen um die Choreografin Nastya Dzyuban, Stipendiatin Postgraduiertenförderung der Hessischen Theaterakademie, suchen mit ihrer Performance „Emigrant Songs“ Überlieferungen aus der ukrainisch-belarussischen Grenzregion Polissia/Palesse, die im Exil verbinden. Stimmen, Korper und Faden verweben sich zu einer Landschaft, während Volkslieder Fragmente von Zuhause über Grenzen tragen. „Emigrant Songs“ beginnt am 3. Oktober um 20 Uhr.

OpenKOMMunikationsfabrik

Am Sonntag, 4. Oktober. laden in der Schmidtstraße 12 beheimatete Kreativorte und Institutionen von 11 bis 18 Uhr zum Tag der offenen Tür, openKOMMunikationsfabrik. Das kostenfreie Angebot ist ein Geschenk sowohl für die unmittelbare Nachbarschaft als auch für ganz Frankfurt und richtet sich an Groß und Klein. Oft besteht die Möglichkeit zum Mitmachen, eine Reservierung ist nicht erforderlich, das Publikum ist herzlich eingeladen, ein lebendiges und überraschendes Stück Frankfurt zu erkunden. Mit dabei sind unter anderem das Atelier 1318 an der Freien Kunstakademie Frankfurt, die Dresden Frankfurt Dance Company, das Fearless Gym Frankfurt, das Frankfurt LAB, die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt, ID_Frankfurt, der Malteser Hilfsdienst, Mondaé, Pizzeria bei Nadine, der R0omEscape Frankfurt und die Singvogel Gesangskabinen.

Auf dem Programm des F°LAB FESTIVALS stehen an diesem Tag bei durchgehend freiem Eintritt eine Vielzahl von Veranstaltungen. Das Matineekonzert ,.Egoche f International“, an dem mehr als 20 Preisträger*innen deutscher und europäischer Jugendmusikwettbewerbe teilnehmen, startet um :11 Uhr. Die jungen Musiker*innen zwischen 14 und 24 Jahren vertieften in einem Meisterkurs der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA) ihre Erfahrungen im Ensemblespiel zeitgenössischer Musik und präsentieren ihr neu erworbenes Können im Abschlusskonzert. Die Thüringer Performancekünstlerin Emmi Esefeld, Studierende der Hessischen Theaterakademie (Studiengang Performative Künste in sozialen Feldern an der Frankfurt University of Applied Sciences) verwurstet in der performativen Installation ,,In der Pelle die Zeit“ deutsch-deutsche Geschichte. Wurst wird zum Träger von Geschichten über Identität, Verlust und Zukunft. In der Zeitfabrik wird gehackt, gemischt, qefüllt, aussortiert, im Zentrum steht die Frage: ,,Was behalten wir, was lassen wir los?“ Beginn ist um 12, 13. 14,16 und 17 Uhr (am 3. Oktober ist ..In der Pelle die Zeit“ auch zu erleben. Beginn um 15,16,17 und 18 Uhr).

Ein besonderes Erlebnis ist auch die Wandelperformance „BA Tanz trifft Percussion“ von Tanzstudierenden und der Schlagzeugklasse der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK). Gemeinsam entwickeln die Nachwuchskünstler*innen eine Performance aus Bewegung, Schlaginstrumenten und Text, die durch unbekannte Orte im Gebäude der Kommunikationsfabrik führt. Der musikalisch-tänzerische Parcours startet um 13 Uhr im Frankfurt LAB, zur offenen Probe ist das Publikum schon am Samstag, den 3. Oktober, um 15 Uhr, eingeladen.

Zum Workshop ,,Community Dance“ der Dresden Frankfurt Dance Company (DFDC) um 14

Uhr sind alle ab 14 Jahren eingeladen, sich mit der improvisatorischen Arbeit des künstlerischen Leiters Ioannis Mandafounis zu beschäftigen (die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt). Besonders sehenswert nach dem Workshop: ..DFDC Dance Showing“. Ab 16 Uhr präsentieren Tänzer*innen des DFDC-Ensembles eigene Arbeiten. Eine gute Gelegenheit, die neuen Gesichter der Company kennenzulernen und zu sehen, was die Tänzer*innen individuell künstlerisch beschäftigt.Das F “LAB Festival wird gefördert durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain, das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, das Hessische Ministerium fijr Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, die Crespo Foundation, die Stiftung Polytechnische Gesellschaft und die Adolf und Luisa Haueser Stiftung für Kunst und Kulturpflege.

Auf frankfurt-lab.de können ab sofort Karten für das Festival erworben werden.