Das Kuratorium des Salzburger Festspielfonds hat am Freitag bei einem Pressetermin den designierten Intendanten Peter de Caluwe und Präsidentin Kristina Hammer für eine zweite Amtszeit vorgestellt. Diese wichtigen Personalentscheidungen sind diese Woche getroffen worden.
Auf Grund des Vertragsablaufs von Präsidentin Kristina Hammer ist die Präsidentschaft Ende April wie gesetzlich vorgesehen ausgeschrieben worden. Das Kuratorium hat nach einem umfangreichen Bewerbungsprozess mit Findungskommission und Hearing entschieden, Kristina Hammer mit einer weiteren Amtszeit für fünf Jahre ab 1. Januar 2027 zu betrauen.
Ebenfalls ausgeschrieben war die Nachfolge für Interimsintendantin Karin Bergmann ab 1.10.2027. Für die Intendanz konnte Peter de Caluwe, ehemaliger Intendant der Oper La Monnaie in Brüssel, gewonnen werden. Er wird bereits ab Oktober seine Vorbereitungszeit starten und hier in enger Absprache mit Interims-Intendantin Karin Bergmann und dem Team der Salzburger Festspiele stehen.
Kuratoriumsvorsitzende Landeshauptfrau Karoline Edtstadler:
„Ich freue mich mit dem Kuratorium, dass es gelungen ist, die Salzburger Festspiele für die kommenden Jahre gut aufzustellen. Mit Peter de Caluwe als künstlerischen Leiter haben wir einen exzellenten Gestalter nach Salzburg lotsen können. Die Vertragsverlängerung von Festspielpräsidentin Kristina Hammer sorgt für personelle Kontinuität in herausfordernden Zeiten.“
Bürgermeister Bernhard Auinger:
„Die Präsentation des neuen Führungsteams ist ein starkes Zukunftssignal für die Salzburger Festspiele. Präsidentin Kristina Hammer und Intendant Peter de Caluwe stehen für Professionalität, internationale Erfahrung und neue Impulse. Das Hearing mit dem neuen Festspielintendanten Peter de Caluwe war erfrischend und inspirierend. Besonders beeindruckt hat mich sein Zugang zur aktuellen baulichen Situation, die er als große Chance sieht, neue Orte zu erobern, neue Besuchergruppen anzusprechen und kreative Ideen für alternative Spielstätten zu entwickeln. Dieser konstruktive, zukunftsgerichtete Blick eröffnet den Festspielen neue Möglichkeiten“, sagt Bürgermeister Bernhard Auinger. „Ein großer Dank gilt Präsidentin Kristina Hammer, die unter schwierigen Bedingungen Sponsoren gewonnen und die wirtschaftliche Stabilität der Festspiele gesichert hat. Ebenso danke ich Karin Bergmann, die in einer herausfordernden Phase Ruhe, klare Strukturen und eine erfolgreiche Saison ermöglicht hat. Danke auch an die unabhängige Findungskommission für ihre transparente und überzeugende Entscheidung.“
Kulturminister Vizekanzler Andreas Babler:
Kulturminister Vizekanzler Andreas Babler sagt: „Mit Peter de Caluwe kommt ein äußerst erfahrener und versierter Intendant nach Salzburg, der den Salzburger Festspielen seit langem verbunden ist. In Salzburg sieht er die Notwendigkeit von Tradition und Erneuerung, den anstehenden Umbau hält Peter de Caluwe für eine außergewöhnliche Chance, ein eigenes Kapitel in der Festspielgeschichte zu schreiben.
Veränderung bedeutet für ihn vor allem ein starkes Team, Vertrauen und gemeinsame Verantwortung. Ich wünsche Peter de Caluwe einen großartigen Start in Salzburg und gratuliere auch Kristina Hammer zur Wiederbestellung als Präsidentin. Mein besonderer Dank gilt den Mitgliedern der Findungskommission für die professionelle Begleitung.“
Festspielpräsidentin Kristina Hammer:
Festspielpräsidentin Kristina Hammer: „Ich danke der Findungskommission und dem Kuratorium für das ausgesprochene Vertrauen. Es ist mir eine große Ehre und Verpflichtung, die Salzburger Festspiele weiter in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Vor uns liegt eine der bedeutendsten Transformationen in der Geschichte der Festspiele. Die anstehende Generalsanierung fordert uns, eröffnet aber vor allem neue Möglichkeiten: künstlerisch, wirtschaftlich und strukturell. Diese Chance wollen wir gemeinsam nutzen, um die Festspiele nachhaltig für die Zukunft aufzustellen und sie für alle Salzburgerinnen und Salzburger noch zugänglicher zu machen, gerade auch für junge Menschen, unser Publikum von morgen.
Mein besonderer Dank gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie allen Künstlerinnen und Künstlern. In den vergangenen Jahren haben wir als Team viel bewegt – darauf werden wir aufbauen.
Die Salzburger Festspiele sind ein internationaler Leuchtturm und zugleich ein Fest für Salzburg. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit ab Oktober 2027 mit Peter de Caluwe. Jetzt geht es darum, diesen Übergang gut und verlässlich zu gestalten. Karin Bergmann leitet die Interimsintendanz mit großer Erfahrung und Respekt vor dem Erreichten. Gemeinsam mit Lukas Crepaz und mir trägt sie die Verantwortung dafür, dass die Salzburger Festspiele künstlerisch, organisatorisch und wirtschaftlich stabil weitergeführt werden.“
Peter de Caluwe:
Peter de Caluwe freut sich sehr darauf, seine neue Aufgabe zu übernehmen und mit den Vorbereitungen für seine Intendanz zu beginnen. „Ich begegne dieser Aufgabe mit großer Freude und mit Demut – vor der Geschichte der Salzburger Festspiele, vor ihrer außergewöhnlichen künstlerischen Tradition und vor den Menschen, die sie geprägt haben und heute tragen. Die Festspiele begleiten mich seit mehr als vierzig Jahren, und dass ich nun ihre Zukunft mitgestalten darf, berührt mich tief. Mein Kompass ist dabei eigentlich ganz einfach: höchste künstlerische Qualität und größte Offenheit.
Ich möchte die europäische und humanistische Idee, aus der die Festspiele entstanden sind, lebendig halten und in unsere Zeit weitertragen – mit Neugier, Mut und im Vertrauen auf die Kraft der Kunst. Mich interessiert die Begegnung: zwischen Generationen und Kunstformen, zwischen unterschiedlichen ästhetischen Sprachen, zwischen Künstlerinnen und Künstlern und ihrem Publikum – und auch mit Menschen, die den Weg zu den Festspielen vielleicht erst noch finden werden. Und ich wünsche mir Festspiele, die tief in Salzburg verwurzelt und zugleich offen für die Welt sind – die Menschen überraschen, berühren und ihnen neue Perspektiven eröffnen. Darauf freue ich mich, gemeinsam mit all jenen, die die Festspiele mit ihrer Erfahrung, ihrer Leidenschaft und ihrem Engagement tragen.”
