»Es ist nur eine Phase, Hase« an der Komödie am Kurfürstendamm im Ernst-Reuter-Saal

Es ist nur eine Phase, Hase~ Komödie am Kurfürstendamm im Ernst-Reuter-Saal ~ Mischa (Götz Otto) versucht, dem Altern davonzuradeln. Im Hintergrund: Louis Held, Katja Studt ~ Foto: Oliver Fantitsch

Mit ihrem Roman „Es ist nur eine Phase, Hase“ haben die Autoren Maxim Leo und Jochen Gutsch einen Hit gelandet, der auch verfilmt wurde. Der renommierte Komödienautor Stefan Vögel, dessen Stück „Die Niere“ Theaterchef Martin Woelffer erfolgreich inszeniert hat, bearbeitete die Beziehungskomödie für die Bühne. Das prominent besetzte Ensemble, bestehend aus Götz Otto, Katja Studt, Thorsten Nindel, Nicola Ransom und Louis Held, zeigt darin, dass Krise auch komisch sein kann.

Regisseurin Ute Willing hat eine sehr unterhaltsame Komödie inszeniert, die zeigt: Alt werden ist zwar nichts für Feiglinge, aber Lachen hilft ungemein!


Die Story

An seinem 50. Geburtstag wird Mischa (Götz Otto) vor die Wahl gestellt: Altersteilzeit oder Golden Handshake? Eben noch mitten im Leben, fühlt Mischa sich auf einmal uralt. Seine Frau Christiane (Katja Studt) fragt sich: Wer ist dieses jammernde Häufchen Elend in meinem Wohnzimmer?

Die von ihr geplante Überraschungsparty droht wegen Mischas schlechter Laune auszufallen. Doch weil Heike und Klaus, ein befreundetes Ehepaar, vorbeikommen, steigt die Party und es stellt sich heraus: Alle vier haben Probleme mit dem Älterwerden. Dass Heike Mischa das Buch „Es ist nur eine Phase, Hase – Ein Trostbuch für Alterspubertierende“ schenkt, macht den Abend nicht harmonischer.


Das Ensemble

Es ist nur eine Phase, Hase
Komödie am Kurfürstendamm im Ernst-Reuter-Saal
Ensemble
Fotos: Michael Petersohn (1., 2., 3. oben, 1. v. l. u.) und Mirjam Knickriem (r. u.), Gestaltung Florian Dengler

Götz Otto ~ Mischa

Im Gegensatz zu der Rollenfigur Mischa ist Götz Otto vielbeschäftigt. Er steht vor der Kamera, liest Hörbücher ein und spielt Theater in Hamburg, Berlin und München. Beim Casting für die Rolle des Stamper in dem „James Bond“-Film „Der Morgen stirbt nie“ hatte er zwanzig Sekunden Zeit, die Produzentin Barbara Brokkoli von sich zu überzeugen. Er brauchte fünf: „Ich bin groß, ich bin böse, ich bin kahlköpfig und deutsch. Fünf Sekunden, behalten Sie den Rest.“ Das saß.

Viel Zeit widmet der überzeugte Europäer einem Europa-Projekt. Er fährt dafür mit einem knallroten ehemaligen Feuerwehrauto quer durch Europa. Dabei trifft und interviewt er Menschen, die wie er an die europäische Idee glauben.

Katja Studt ~ Christiane

Katja Studt stand schon als 13-Jährige für Dieter Wedels TV-Dreiteiler „Wilder Westen inclusive“ vor der Kamera. Seitdem arbeitet sie für Fernsehen, Kino und Theater. In Tom Tykwers Debütfilm „Die tödliche Maria“ übernahm sie eine tragende Rolle. In Fatih Akins „Der goldene Handschuh“ hatte sie als Reinemachefrau eine Begegnung mit dem Serienmörder Honka. Die Hamburgerin, die auch einige Jahre in Berlin lebte, hat eine Menge Unternehmerinnengeist: Zwischenzeitlich hatte sie in Hamburg Ottensen einen Laden, in dem sie französische Mode verkaufte.

Thorsten Nindel ~ Klaus

Thorsten Nindel hatte einige Berufswünsche: Rockstar, Leistungssportler, Tankstellenbesitzer in San Diego oder Schauspieler. Einen dieser Wünsche hat er sich also erfüllt.

Noch während seines Schauspielstudiums wurde Nindel für die „Lindenstraße“ engagiert und übernahm die Rolle des unkonventionellen, umweltbewegten, rastlosen Zorro. Anschließend wirkte er in mehr als 100 Film- und Serienproduktionen mit.

Die Bühne blieb für ihn jedoch ein Fixpunkt: Staatstheater Hannover, Residenztheater München, Salzburger Festspiele, Theater am Kurfürstendamm, Ernst Deutsch Theater Hamburg, Komödie Winterhuder Fährhaus und die Bad Hersfelder Festspielen sind nur einige seiner Stationen.

Nicola Ransom ~ Heike

Inspiriert von ihrem ersten Kinomoment mit Mary Poppins stand ihr Wunsch, Schauspielerin zu werden, schon früh fest. Einem breiten Publikum wurde sie 2004 durch die erste deutsche Telenovela „Bianca – Wege zum Glück“ bekannt. Zahlreiche deutschsprachige und internationale Produktionen folgten.

Der Komödie am Kurfürstendamm ist Nicola Ransom seit vielen Jahren eng verbunden. Hier stand sie bereits in Produktionen wie „Boeing Boeing“, „Die 39 Stufen“, „Fettes Schwein“, „Lieber schön“, „Der dressierte Mann“ und „Ab jetzt“ auf der Bühne.

Louis Held ~ Lukas

Louis Held ist der Youngster des Ensembles. 2013 ging er aus einer Laune heraus zum offenen Casting von Detlev Bucks Erfolgsreihe „Bibi & Tina“ und erhielt prompt eine der Hauptrollen. In Katharina Thalbachs Inszenierung „Die Glasmenagerie“ an der Komödie am Kurfürstendamm gab er sein Theaterdebüt. Auch in ihrem Erfolgsstück „Mord im Orientexpress“ stand er auf der Bühne. Zuletzt war er als Barkeeper in allen Folgen der Fernsehserie „Hotel Mondial“ im ZDF zu sehen.

Louis Held macht schon sein Leben lang Musik. Aktuell arbeitet er an seinem dritten Soloalbum und schreibt erfolgreich Songtexte für andere Interpret:innen.

Regie: Ute Willing

Ute Willing stand viele Jahrzehnte erfolgreich vor der Kamera. In den 1980er-Jahren entdeckte Jürgen Wölffer sie für das Theater und besetzte sie in zahlreichen Hauptrollen.

Nach vielen Drehs und Theaterengagements wechselte die Schauspielerin ihren Blickwinkel und führt seither auch Regie, u. a. in Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Düsseldorf und Köln. Für die Komödie am Kurfürstendamm inszenierte sie 2017 „Und Gott sprach: Wir müssen reden!“.

Die Lektüre von Maxim Leos und Jochen Gutschs „Es ist nur eine Phase, Hase“ begeisterte sie so, dass sie sich dafür einsetzte, den Roman auf die Bühne zu bringen.


Es ist nur eine Phase, Hase

Premiere: Sonntag, 3. Mai 2026
(Voraufführung am 1. und 2. Mai 2026)
Vorstellungen bis: 31. Mai 2026

Komödie am Kurfürstendamm im Ernst-Reuter-Saal
Eichborndamm 213, 13437 Berlin

Karten: ab 16 € unter (030) 88 59 11-88 und unter komoedie-berlin.de