Mit der großen, lustvollen Opernkomödie Falstaff bringt das Staatstheater Mainz vor der Sommerpause noch einmal fast das gesamte Ensemble auf der Bühne des Großen Hauses zusammen. Verdis letzte Oper erzählt mit reicher Musik und großzügiger Personnage vom rücksichtslosen Lebemann Falstaff, der stets die Befriedigung der eigenen Bedürfnisse über alle gesellschaftlichen Regeln stellt. Um an Geld zu kommen, schickt er gleich an zwei Frauen glühende Liebesschwüre und fliegt prompt auf. Aber ist ihm das Handwerk zu legen?
Mit Situationskomik und Esprit zeigt Regisseurin Verena Stoiber Falstaff als modernen Prototypen eines Mannes, der sich alles herausnimmt, der Rechenschaft jedoch immer wieder entziehen kann. Als CEO eines großen Konzerns nutzt er Fimengelder für private Gelage, kommuniziert per Textnachrichten mit seinen Angestellten, zahlreiche grenzwertige Aktionen bleiben ungeahndet – aber jetzt soll er bloßgestellt werden.
Das Bühnenbild (Ausstattung: Clara Hertel) entwirft Etagen eines luxuriösen Büroturms vor der Frankfurter Skyline, die Kostüme illustrieren die Welt der Upper Class.
Opernensemble, Chor und das Philharmonische Staatsorchester Mainz sind unter der musikalischen Leitung von Gabriel Venzago zu hören. Drei Spieltermine sind vor der Sommerpause zu erleben, die Wiederaufnahme ist im Oktober geplant.
Falstaff
Commedia lirica in drei Akten
Von: Giuseppe Verdi (1893)
Libretto: Arrigo Boito
Uraufführung: 9. Februar 1893 (Mailand, Teatro alla Scala)
Premier am Staatstheater Mainz: Samstag, 13. Juni 26 (Großes Haus)
Musikalische Leitung: Gabriel Venzago
Inszenierung: Verena Stoiber
Ausstattung: Clara Hertel
Mitarbeit Kostüm: Elena Scheicher
Licht: Karin Gebert
Video: Jonas Dahl, Wiebke Schnapper
Chorleitung: Sebastian Hernandez-Laverny
Dramaturgie: Theresa Steinacker
Besetzung:
Sir John Falstaff: Derrick Ballard
Ford: Brett Carter
Fenton: Myungin Lee / Mark Watson Williams
Dr. Cajus: Yoonki Baek
Bardolfo: Collin André Schöning
Pistola: Stephan Bootz
Alice Ford: Nadja Stefanoff
Nannetta: Julietta Aleksanyan / Alexandra Samouilidou
Mrs. Quickly: Abongile Fumba
Meg Page: Verena Tönjes / Alexandra Uchlin
Live-Kamera: Christophe Pangels
Weitere Vorstellungen: 17.06, 25.06. und wieder ab Oktober 26
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