Hersfeldpreisträgerin Gioia Osthoff spielt die Hauptrolle in Lysistrata BAD HERSFELD.
Das Jubiläums-Programm der 75. Bad Hersfelder Festspiele steht: Vier Haupt-Inszenierungen wurden von der Intendantin Elke Hesse dazu ausgewählt. In den vergangenen Wochen galt es, die Rollen zu besetzen. Rund 40 Schauspielerinnen, Schauspieler und Bühnenakteure sind nun gefunden, dem Bühnengeschehen ab der Festspiel-Premiere am 26. Juni mit „Parzival – Oder die Suche nach dem heiligen Gral“ Leben einzuhauchen. Dabei ist es der Intendantin und ihrem Oberspielleiter Michael Schachermaier gelungen, erfahrene Bad-Hersfeld-Akteure mit neuen Talenten in den Inszenierungen zu kombinieren.
Mit Gioia Osthoff in der Titelrolle der Lysistrata steht – neben Thies Brammer als „Parzival“ – eine renommierte Schauspielerin für die Aristophanes-Komödie fest. Osthoff wurde im Schwarzwald geboren, aber schon mit 7 Jahren zog ihre Familie nach Ecuador, Spanisch wurde zu ihrer zweiten Muttersprache und Salsa Tanzen zu ihrer Freizeitbeschäftigung. Osthoff lernte früh Gitarre spielen und entdeckte ihre Leidenschaft fürs Komponieren und Singen eigener Songs.

(© Marina Ickes)
Ihre Schauspielausbildung erfuhr Gioia Osthoff in Wien, war dort fünf 5 Jahre Ensemblemitglied am Theater in der Josefstadt. Dazu kam ein Engagement am Theater Freiburg. Im Sommer 2022 gab sie das Theater zunächst gänzlich auf und ging für ein Jahr auf Weltreise. Zurück in München arbeitete sie zunächst als Synchronsprecherin, bis die Bad Hersfelder Festspiele sie zurück auf die Bühne holten. Der besondere Lohn: Als Polly in der Dreigroschenoper gewann Osthoff 2024 den Hersfeldpreis.

(© Lukas Diller)
Wenn „Pippi Langstrumpf“ im Sommer die Festspielbühne erobert, dann verkörpert Laura Dittmann die Titelheldin nach Astrid Lindgren. Dittmann wuchs gleich mehrsprachig auf, beherrscht neben Deutsch auch Englisch, Italienisch, Dänisch, Russisch … und Sächsisch. Sie studierte Schauspiel am Wiener Max-Reinhardt-Seminar, im Camera Actors Studio Berlin und absolvierte zusätzlich ein Studium in Schauspiel, Gesang und Tanz an der Nürnberger Hochschule für Musik. Seit 2019 gestaltete sie verschiedene Bühnenrollen am Burgtheater Wien, bei den Festspielen Reichenau, am Theater Bregenz, am Dresdner Staatsschauspiel und wiederholt al Wiener Max-Reinhardt-Seminar. 2024 spielte sie die Lucy bei den Bad Hersfelder Festspielen unter der Regie von Michael Schachermaier in der Dreigroschenoper.
Riccardo Greco – als „Shakespeare“ im Musical „Something rotten!“ mit einer Hauptrolle besetzt – war Stipendiat der Joop van den Ende Academy in Hamburg, hatte Engagements als Cover von Sky in Mamma Mia!, Cover von Alfred in Tanz der Vampire, Lucheni in Elisabeth, Cover von Eddie, TJ und Erkan in Sister Act in Wien, Kenickie und alternierender Danny in Grease, Sonny in Xanadu, Nick in Flashdance sowie junger Alfred in Der Besuch der alten Dame in Wien.

(© Jan Moos)
2014 wurde er Mitglied des renommierten Linzer Musical-Ensembles, wo er unter anderem den Enjolras in den Les Misérables, Tommy in The Who’s Tommy und den Sam bei der deutschsprachigen Erstaufführung von Ghost sowie Tate in Ragtime spielte. In Bad Hersfeld stand Riccardo 2018 als Berger in Hair auf der Bühne. Bei der deutschsprachigen Erstaufführung von Moulin Rouge! in Köln gab er den Christian, gefolgt von Lucheni in Elisabeth vor Schloss Schönbrunn in Wien und in den größten Städten Chinas, wo er auch Jack Favell in Rebecca spielte. Zuletzt war Riccardo Greco bei der Deutschlandtournee von Elisabeth erneut als Lucheni zu erleben.
Weitere Akteure im Jubiläums-Ensemble sind Thieß Brammer, der als Schüler der renommierten Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin im Eröffnungsstück „Parzival – Oder die Suche nach dem Heiligen Gral“ debütiert, sowie Gesine Cukrowksi in „Lysistrata“ als Lampito. Sie ist unter anderem bekannt aus dem „Traumschiff“ des ZDF, der TV-Serie „Der letzte Zeuge“ oder auch dem ARD Mehrteiler „Mordach“.
Markus Gertken – in „Lysistrata“ und „Parzival“ besetzt – machte sich einen Namen mit diversen SOKO-Serien und dem „Tatort“ im TV und auf der Bühne u. a. in der Titelrolle in der Uraufführung „Kalter, weißer Mann“ am Berliner Renaissance Theater.
Auch Bijan Zamani, der in „Parzival“ dessen Vater Gamureth sowie in „Lysistrata“ den Kinesias spielt, ist dem Bad Hersfelder Publikum kein Unbekannter: Als Edgar alias Poor Tom begeisterte er in der Saison 2023 in „König Lear“. Als Absolvent der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch und diversen Engagements am Staatstheater Mainz, am Schauspiel Stuttgart und am Münchner Residenztheater wirkte er unter anderem an zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen wie „Tatort“, „Unter Verdacht“, „Küstenwache“ und in den Produktionen „SOKO Leipzig“ und „SOKO Stuttgart“ mit.
75 Jahre Bad Hersfelder Festspiele
26. Juni bis 16. August 2026
Intendantin Elke Hesse
Parzival
oder Die Suche nach dem Heiligen Gral
Schauspiel mit Musik nach Wolfram von Eschenbach
Uraufführung und Auftragswerk der Bad Hersfelder Festspiele
in einer Fassung von Michael Schachermaier
Regie: Michael Schachermaier
Premiere: 26. Juni 2026 / 21 Uhr
Stiftsruine Bad Hersfeld
Something Rotten!
Das lustigste Musical seit 400 Jahren
nach dem Buch von Karey Kirkpatrick und John O’Farrell
Musik und Gesangstexte von Wayne Kirkpatrick & Karey Kirkpatrick
konzipiert von Karey Kirkpatrick und Wayne Kirkpatrick
Deutsche Fassung von Roman Hinze und Niklas Wagner
Regie: Matthias Davids
Musikalische Leitung: Christoph Wohlleben
Choreografie: Kim Duddy
Premiere: 27. Juni 2026 / 21 Uhr
Stiftsruine Bad Hersfeld
Lysistrata
oder Die Fantasie von Frieden
von Aristophanes
nach einer Überschreibung von Amanda Lasker-Berlin
Regie: Marlene Anna Schäfer
Premiere: 3. Juli 2026 / 21 Uhr
Stiftsruine Bad Hersfeld
Pippi Langstrumpf
von Astrid Lindgren
in einer Fassung von Nicole Claudia Weber und Stine Kegel
Regie: Nicole Claudia Weber
Musik: Bettina Ostermeier
Premiere: 22. Juni 2026 / 11 Uhr
Stiftsruine Bad Hersfeld
Die Schule der Frauen
von Wolfgang Deichsel nach Molière
Gastspiel Volksbühne im Großen Hirschgraben Frankfurt/M.
Regie: Sarah Groß
Premiere: 4. Juli 2026 / 20:30 Uhr
Schloss Eichhof
Achtsam Morden
nach dem Roman von Karsten Dusse
Gastspiel Altonaer Theater
Regie: Axel Schneider
Premiere: 24. Juli 2026 / 20:30 Uhr
Schloss Eichhof
Tickets und Informationen:
Telefon +49 6621 640200
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