Das neue Jahr hat kaum begonnen und schon stehen am Theater Regensburg die nächsten Premieren in den Startlöchern.
Musikalisch wird es im Jungen Theater: Hier hat am 25. Januar das Musical Last Five Years Premiere. Für alle ab 14 Jahren wird die Geschichte einer Liebe aus zwei Perspektiven und aus zwei Blickrichtungen erzählt, einmal vom Ende her und einmal vom erinnerten Anfang – und es wird deutlich, wie ähnlich sich der Anfang und das Ende emotional sein können.
Jason Robert Brown (*1970) schneidert seinen Protagonist*innen berührende, musikalisch hochvirtuose Lieder, die ein tiefes Verständnis über das Wesen zwischenmenschlicher Beziehungen offenbaren, direkt auf den Leib. Zwischen Blues, Rock, Jazz und Folk-Musik entspinnt sich ein eindringliches Kammerspiel, das die Höhen und Tiefen der Liebe auslotet und sie aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet.
Nach dem Erfolgsmusical Parade kommt wieder ein Werk von Jason Robert Brown ans Theater Regensburg und holt den Spielort Junges Theater auch in den Abendspielplan. Einen ersten Einblick gibt es bei der öffentlichen Probe am 17. Januar um 11:00 Uhr.
Politisches, Welthistorisches und zutiefst Menschliches ist ab dem dem 31. Januar bei Manhatten Project von Stefano Massini im Antoniushaus zu erleben. Die vier jungen und brillanten jüdischen Wissenschaftler Léo Szilárd, Jenö Wigner, Paul Erdös und Ed Teller sind 1938 vor den Nazis in die USA geflüchtet. In der neuen Heimat befassen sie sich mit der neu entdeckten Kernspaltung und der Möglichkeit der militärischen Nutzung von Uran, um den Deutschen zuvorzukommen. Ab 1942 wird der Physiker J. Robert Oppenheimer mit der Leitung des geheimen Manhattan-Projekts betraut, dessen Ziel der Bau der ersten Atombombe ist. Diese Erfindung könnte nicht nur den Zweiten Weltkrieg beenden, sondern auch die gesamte Menschheit vernichten. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt …
Mit epischer Stilistik betrachtet Stefano Massini, Autor des internationalen Erfolgsstückes LEHMAN BROTHERS, eines der bedeutendsten wissenschaftlichen Projekte des 20. Jahrhunderts neu und stellt menschliche Emotionen, ethische Dilemmata und die Frage nach Moral und Verantwortung der Wissenschaft in den Vordergrund. Dabei entsteht eine spannende und beunruhigende Erzählung, die auf Grundlage historischer Fakten ein eindrückliches Bild der Zeit schafft, aber auch albtraumhaft aktuell ist. Erste Einblicke gibt es bei der kostenfreien Matinee am 25. Januar um 11:00 Uhr und der öffentlichen Probe am 26. Januar um 19:00 Uhr, jeweils im Antoniushaus.
