Jacques Offenbachs Die Großherzogin von Gérolstein feiert am 28. Juni als halbszenische Aufführung im Großen Haus des MiR Gelsenkirchen Premiere. Ein sommerliches Operetten-Vergnügen, das an nur fünf Terminen zu erleben ist.
Aufgeblähte Egos, Machtspiele, Günstlingswirtschaft und Uniformbegeisterung kennen wir auch heute noch zu gut. Nur macht es nicht so viel Spaß, aktuellen politischen Ränkespielen zuzuschauen, wie denen im fiktiven Gérolstein – und herrlich rasant-spritzige Musik von Jacques Offenbach ist im Bundestag halt auch nur selten zu hören. Die Operette „Die Großherzogin von Gérolstein“ ist ein Meisterwerk der musikalischen Satire und hat seit ihrer Uraufführung 1867 kaum an Aktualität eingebüßt.
Am MiR Gelsenkirchen übernimmt Jari Kunter die Einrichtung der halbszenischen Aufführung. Requisiten und Möbel markieren atmosphärisch die Spielorte, die Kostüme von Julia Tannenberg bringen Opulenz ins Spiel. Die Dialogtexte wurden sprachlich aktualisiert, um ihren ursprünglichen Witz auch heute noch erlebbar zu machen. Am Samstag, 27. Juni 2026, 19.00 Uhr, Großes Haus feiert Die Großherzogin von Gérolstein am MiR Gelsenkirchen Premiere. Die Musikalische Leitung übernimmt Florian Ludwig.
Mit Lina Edlin als Großherzogin, Katherine Allen (alternierend mit Elia Cohen Weissert) als Wanda, Martin Homrich als Prinz Paul und Adam Temple-Smith als Fritz stehen einige der beliebtesten Sänger*innen des MiR auf der Bühne. Als Gäste sind die ehemaligen Ensemble-Mitglieder Piotr Prochera und Joachim G. Maaß als Puck und Bumm zu erleben. Sebastian Schiller als Nepomuk, der Schauspieler Maximilian Teschemacher aus dem MiR Puppentheater als Baron Grog und Lisa Maria Laccisaglia aus dem MiR Opernchor als Olga komplettieren die Besetzung.
Am Hof von Gérolstein üben Baron Puck und General Bumm die faktische Macht aus. Das soll so bleiben, also beschäftigen sie die Großherzogin mit anderen Dingen, damit sie nicht plötzlich auf die Idee kommt, regieren zu wollen. Sie durchschaut das Spiel natürlich und setzt Puck und Bumm den vorlauten, in Windeseile zum General beförderten Soldaten Fritz vor die Nase. Fritz freut sich und möchte nun seine Wanda heiraten. Das passt nun wieder der Großherzogin gar nicht, die ihn anstelle des für sie auserkorenen Prinzen Paul heiraten will … Wer sich da am Ende wohl durchsetzen kann? Und ob in Gérolstein alles beim Alten bleibt oder die Moderne doch noch in das verträumte Herzogtum Einzug hält?
Premiere: Samstag, 27. Juni 26
Musikalische Leitung: Florian Ludwig
Szenische Einrichtung: Jari Kunter
Kostüm: Julia Tannenberg
Licht: Andreas Gutzmer
Ton: Fabian Halseband
Chor: Alexander Eberle
Dramaturgie: Samuel Zinsli
Mit
Großherzogin: Lina Edlin
Wanda: Katherine Allen / Elia Cohen Weissert
Prinz Paul: Martin Homrich
Fritz: Adam Temple-Smith
Baron Puck: Piotr Prochera
General Bumm: Joachim G. Maaß
Olga: Lisa Maria Laccisaglia
Nepomuk: Sebastian Schiller
Baron Grog: Maximilian Teschemacher
Nach der Premiere am 27. Juni folgen diese Termine:
Donnerstag, 02. Juli 2026, 19.30 Uhr
Samstag, 11. Juli 2026, 19.00 Uhr
Freitag, 17. Juli 2026, 19.30 Uhr
Sonntag, 19. Juli 2026, 16.00 Uhr
Karten ab 16 Euro an der Theaterkasse: Montag und Samstag von 10.00 bis 14.00 Uhr, Dienstag bis Freitag von 10.00 bis 18.30 Uhr, E-Mail: theaterkasse@musiktheater-im-revier.de, telefonisch unter 0209.4097-200
