Irgendwo an der Golfküste: Der gutaussehende Chance Wayne kommt zurück in seine Heimatstadt St. Cloud. Er begleitet die berühmte Schauspielerin Alexandra del Lago, die ihr Comeback im Filmgeschäft für gescheitert hält und daher den Rückzug aus der Öffentlichkeit sucht. Derweil hofft Chance auf ein Wiedersehen mit seiner Jugendliebe Heavenly Finley, die sich in der Zeit seiner Abwesenheit jedoch einer fatalen Operation unterziehen musste.
Heavenly ist der Dominanz ihres stadtbekannten Vaters Boss Tom Finley ausgeliefert, der rassistische Hetzreden hält. Er verhindert weiteren Kontakt zwischen dem einstigen Liebespaar. Unglücklich in der Liebe, sucht Chance Erfolg als Schauspieler. Alexandra del Lago soll ihm mit ihren verheißungsvollen Kontakten behilflich sein und so klammern sich die einsamen Gestalten aneinander in der Hoffnung auf Glück. Am Ende müssen beide jedoch feststellen, dass die Vergänglichkeit der Zeit auch vor ihren Träumen nicht Halt macht.
Max Lindemann, der in Frankfurt bereits durch seine Inszenierung von »Phädra in Flammen« bekannt ist, zeigt den amerikanischen Klassiker Williams‘ durch eine pointierte Reduktion der Mittel in aller schonungslosen Nüchternheit. Der weiße Würfel, der die Bühne bildet, macht alles sichtbar: von der Selbstdarstellung bis hin zu den fragilen Verletzlichkeiten der Figuren.
Süßer Vogel Jugend
(Sweet Bird of Youth)
Von: Tennessee Williams (1911 – 1983)
Uraufführung: 10. März 1959 (New York, Martin Beck Theatre)
Deutsche Erstaufführung: 6. Oktober 1959 (Berlin, Schiller-Theater)
Premiere am Schauspiel Frankfurt: Freitag, 20. März 26 (Schauspielhaus)
Regie: Max Lindemann
Bühne: Signe Raunkjær Holm
Kostüme: Eleonore Carrière
Dramaturgie: Jana Fritzsche
Besetzung:
Chance Wayne: Arash Nayebbandi
Prinzessin Kosmonopolis (Alexandra del Lago): Katharina Linder
Boss Tom Finley: Sebastian Kuschmann
Tom Junior: Torsten Flassig
Heavenly Finley: Lotte Schubert
Tante Nonnie: Angelika Bartsch
Miss Lucy: Anabel Möbius
George Scudder, Scotty: Andreas Vögler
Fly, Stuffy: Mitja Over
Die nächsten Vorstellungen: 25., 26. März // 10., 15., 23., 24., 27. April 26
