Am heutigen 5. März präsentierte die Staatskapelle Dresden ihr Programm für die Konzertsaison 2026/27.
Beethoven: unser Zeitgenosse. Mit seiner unvergleichlichen kreativen Kraft und seinem tiefen Mitgefühl für die Dramen des menschlichen Daseins gibt es kaum einen Komponisten, der gegenwärtig größere Relevanz besitzt und Resonanz auslöst, als Ludwig van Beethoven. Mit seinen Ideen ebnete er den Weg für eine neue Musikepoche. In der neuen Konzertsaison lädt die Sächsische Staatskapelle Dresden dazu ein, gemeinsam mit dem Publikum die jeweiligen Rollen als Künstler und Bürger im Dialog mit der Tradition zu erforschen und zu reflektieren.
Anlässlich des 200. Todestages Ludwig van Beethovens wird die Sächsische Staatskapelle Dresden alle neun Sinfonien des Musikgenies innerhalb von vier Tagen im Frühjahr 2027 musizieren.
Zudem wird ein weiterer Zyklus fortgesetzt: Mit dem programmatischen Gedanken »Abschied« werden im dritten Jahr des auf vier Jahre angelegten Mahler-Zyklus, Spätwerke dieses großen Komponisten beleuchtet.
Die dritte programmatische Säule der Spielzeit rückt das musikalische Multitalent Jörg Widmann in den Mittelpunkt, der intensiv Impulse aus der Vergangenheit aufgreift, um die Gegenwart zu beleben.
Zudem zelebriert die Staatskapelle Dresden ein außergewöhnliches Jubiläum für einen außergewöhnlichen Dirigenten: Herbert Blomstedt wird in seinem 100. Lebensjahr im Rahmen des 6. Sinfoniekonzerts am Pult der Staatskapelle stehen.

Foto: Oliver Killig
BEETHOVEN 200 & VIER TAGE. NEUN SINFONIEN.
»Beethovens Sinfonien lassen sich immer wieder neu lesen und neu betrachten, in unterschiedlichsten Formen und Ansätzen. Man ist von den großen Aufführungen der Tradition zu Aufführungen mit Originalinstrumenten übergegangen, dank vieler Musikerinnen und Musiker, die Zeit und Energie darauf verwendet haben, das ‚Geheimnis Beethoven‘ weiter zu entdecken und zu ergründen.
Gerade deshalb ist Beethoven kein musealer Komponist. Er ist ein lebendiger Komponist, und auch lässt sich in seinen Werken nach Antworten suchen. Unsere Aufgabe besteht darin, sie immer wieder neu zu erforschen und darin zeitgenössische Botschaften freizulegen.« Daniele Gatti
Gemeinsam mit der Semperoper Dresden feiert die Sächsische Staatskapelle unter dem Motto Beethoven 200 & den 200. Todestag von Ludwig van Beethoven mit zahlreichen Konzerten und Opernaufführungen. Überzeugt von der auch zwei Jahrhunderte später noch unverminderten Aktualität der Sinfonien und seinem humanistischen Ethos, gestalten die Staatskapelle Dresden und Chefdirigent Daniele Gatti mit »Beethoven. Vier Tage. Neun Sinfonien« ein regelrechtes Beethoven-Festival: Unter Gattis Leitung spielt das Orchester insgesamt zweimal sämtliche Sinfonien Beethovens an vier aufeinanderfolgenden Abenden.
Dazu hat das Orchester zudem vier junge zeitgenössische Komponistinnen und Komponisten beauftragt, Dialogstücke zu diesen neun Meilensteinen der Musikliteratur zu schreiben. Die Werke von Jörg Widmann, Riccardo Panfili, Jesús Torres und Clara Iannotta werden zwischen den Sinfonien erklingen.
Das Begleitprogramm umfasst das Symposium »Beethoven, unser Zeitgenosse«, die »Late Night with Ludwig«-Konzerte in der Schlosskapelle im Residenzschloss Dresden, eine Concert Lounge, die Kammermatinee »Beethoven persönlich« sowie das Kapelle-für-Kids-Programm »Ludwig«. Ergänzend bietet der neu hinzugewonnene Kooperationspartner, die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Kunstgespräche und Sonderführungen an. Der Beethoven-Zyklus »Beethoven. Vier Tage. Neun Sinfonien.« wird das Orchester auf Tourneen im April und Mai 2027 begleiten.
MAHLER-ZYKLUS UNTER DER LEITUNG VON CHEFDIRIGENT DANIELE GATTI
»Abschied« – so benennt Gatti den dritten Teil des ersten Mahler-Zyklus der Sächsischen Staatskapelle Dresden. In der Spielzeit 2026/27 spielt das Orchester drei Werke, die auch auf inhaltlicher Ebene zusammengehören: Die Sechste Sinfonie, die Zehnte Sinfonie in der Aufführungsversion von Deryck Cooke und »Das Lied von der Erde«. Sie gehören gemeinsam mit der Neunten Sinfonie, die im Herbst 2027 in Dresden erklingen wird, zu Mahlers spätem Schaffen: ein Labor neuer Klangrede und das Ergebnis des Nachdenkens über Endlichkeit.
Nicht als Totenmesse sondern als Kunst des Loslassens. Dass diese drei sinfonischen Werke in der Spielzeit nicht chronologisch erklingen, entspricht ihrem inneren Denken: Abschied ist bei Mahler keineswegs ein linearer Vorgang.
Im 1. Sinfoniekonzert AUFTAKT MIT HAMMERSCHLAG erklingt Mahlers Sechste Sinfonie, die dessen großes kompositorisches Klanguniversum abbildet – laut, wuchtig, energetisch, aber durchaus auch romantisch.
Mahlers Zehnte Sinfonie, die im 2. Sinfoniekonzert REMINESZENZEN EINES GEBROCHENEN HERZENS gespielt wird, gleicht einer melancholischen Botschaft an die Zukunft. Mahler ahnte, dass er dieses Werk nicht beenden würde, und übersetzte seine letzten Gedanken für die Nachwelt in Musik.
Im 5. Sinfoniekonzert WEHMÜTIGE GESÄNGE kombiniert Chefdirigent Daniele Gatti das »Lied« für Orchester von Capell-Compositeur und Capell-Virtuos Jörg Widmann mit dem »Lied von der Erde«. Während Widmanns Komposition eine Hommage an Franz Schubert und die deutsche Liedtradition darstellt – auch Mahler ist dieser zuzuordnen – ist Mahlers Spätwerk auch von östlicher Philosophie inspiriert.
CAPELL-COMPOSITEUR UND CAPELL-VIRTUOS JÖRG WIDMANN
Ein Novum: Zum ersten Mal in der Geschichte der Sächsischen Staatskapelle Dresden wird ein Künstler sowohl die Residenz des Capell-Compositeurs als auch die des Capell-Virtuosen ausfüllen.
»Ich liebe die Schichten der Geschichte, die in Dresden miteinander verwoben sind, aber ich blicke nicht einfach mit Nostalgie und Sentimentalität auf diese Tradition zurück. Im Gegenteil, ich frage mich als Künstler von heute: Ist sie für uns noch relevant? Und ich behaupte ja, sehr. Auch wenn ich weiß, dass es in der Geschichte der Staatskapelle eine Ausnahme ist, einen Capell-Compositeur und einen Capell-Virtuosen in derselben Person zu haben, steht diese Ehre für mich ganz im Einklang mit jahrhundertealten Traditionen, in denen Komponisten konzertierten, Interpreten komponierten, die meisten Künstler unterrichteten und der grenzüberschreitende Austausch als wesentlicher Bestandteil des kreativen Wachstums und des sozialen Fortschritts empfunden wurde.
So ist die Vergangenheit wegweisend. Ich könnte mir ein Leben als Komponist ohne meine Klarinette, meine Arbeit als Dirigent ohne meine Rolle als Lehrer und Mentor und meine Funktion als Künstler im heutigen Deutschland ohne die Literatur und die gegenwärtige Verbindung zu Menschen aus aller Welt einfach nicht vorstellen. Ohne diese Elemente wäre ich nicht der, der ich bin – und ich wage zu behaupten, auch die kostbare Staatskapelle nicht. In diesem Sinne fühle ich mich der Staatskapelle seelenverwandt und freue ich mich sehr auf unsere gemeinsame Zeit.« Jörg Widmann
Jörg Widmann ist einer der bemerkenswertesten und vielseitigsten Künstler seiner Generation. Seit 2026 ist er der neue Künstlerische Leiter der Lucerne Festival Academy. Er ist weltweit in all seinen Facetten als Klarinettist, Dirigent und Komponist zu erleben, unter anderem in seiner dritten Saison als Erster Gastdirigent der NDR Radiophilharmonie, als Associated Conductor des Münchener Kammerorchesters und als Artistic Partner der Sinfonietta Riga.
Weitere Gastdirigate führen ihn zum Oslo Philharmonic, Finnish Radio Symphony Orchestra, Orchestre Philharmonique de Radio France, Radio Filharmonisch Orkest, National Symphony Orchestra Taiwan, Budapest Festival Orchestra und zu den Bamberger Symphonikern. Im Februar 2026 spielte Jörg Widmann das ihm gewidmete Klarinettenkonzert »Zones of Blue« von Olga Neuwirth mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Sir Simon Rattle.
Weitere ihm gewidmete und für ihn geschriebene Klarinettenkonzerte sind Wolfgang Rihms »Musik für Klarinette und Orchester« (1999) und Aribert Reimanns »Cantus« (2006). Dirigenten wie Daniel Barenboim, Daniel Harding, Kent Nagano, Franz Welser-Möst, Christian Thielemann, Iván Fischer, Andris Nelsons und Sir Simon Rattle bringen seine Musik regelmäßig zur Aufführung mit Orchestern wie den Wiener und den Berliner Philharmonikern, dem New York Philharmonic, Concertgebouw Orchestra Amsterdam, Cleveland Orchestra, Orchestre de Paris sowie dem London Symphony Orchestra.
Mit Isabelle Faust, Pierre-Laurent Aimard, Carolin Widmann, dem Hagen Quartett, dem Signum Quartett und dem Amabile Quartet verbindet Jörg Widmann eine langjährige kammermusikalische Zusammenarbeit. Seit 2017 bekleidet er einen Lehrstuhl für Komposition an der Barenboim-Said Akademie Berlin.
HERBERT BLOMSTEDT
Seit nunmehr einem halben Jahrhundert währt das enge freundschaftliche Verhältnis zwischen Herbert Blomstedt und der Sächsischen Staatskapelle Dresden, deren Chefdirigent er von 1975 bis 1985 war. Am 17. April 1969 stand er erstmals am Pult der Kapelle, seitdem gab er gemeinsam mit dem Orchester mehr als 550 Konzerte in Dresden und der Welt. Es ist ein ganz besonderer Anlass, den Ehrendirigenten des Orchesters im Jahr seines 100. Geburtstages in der Semperoper zu begrüßen. Im 6. Sinfoniekonzert zum Gedenken an die Zerstörung Dresdens am 13. Februar 1945 wird er »Nänie« op. 82 sowie die Vierte Sinfonie von Johannes Brahms dirigieren.
WEITERE KONZERTHÖHEPUNKTE
Das 3. Sinfoniekonzert RÜCKKEHR DES FEUERVOGELS wartet mit einer Rarität auf: Unter der Leitung des britischen Dirigenten Robin Ticciati musiziert das Orchester das selten gespielte Violinkonzert Nr. 2 op. 61 von Karol Szymanowski mit dem Violonisten Leonidas Kavakos. Die musikalische Textur des atmosphärischen Werkes ist mit folkloristischen Einflüssen, aber auch mit Rückbezügen auf Igor Strawinsky durchwebt. »Der Feuervogel«, orchestrale Pyrotechnik, wird im zweiten Teil des programmatischen Konzerts erklingen.
Ein Wiedersehen mit dem Dirigenten und ehemaligen Kapellmusiker Petr Popelka gibt es im 4. Sinfoniekonzert BÖHMISCHE FABELN UND FANFAREN: In diesem tschechischen Programm wird der 1998 in Tokio geborene Mao Fujita das Klavierkonzert g-Moll op. 33 von Antonìn Dvořák interpretieren. Dieses Werk wird durch die sinfonische Dichtung »Holoubek« und sowie Leoš Janáčeks Sinfonietta ergänzt, die einen Einblick in die musikalische, von böhmischer Folklore und Sehnsüchten geprägte Welt des Komponisten gewährt.
Das Adventskonzert unter der Leitung von Joshua Weilerstein sowie das Silvesterkonzert, dirigiert von Marie Jacquot, werden auch in der Konzertsaison 2026/27 vom ZDF aufgezeichnet und auf die nationalen Bildschirme übertragen. Die langjährige Zusammenarbeit mit dem ZDF repräsentiert die überregionale mediale Wahrnehmung und Wertschätzung des Orchesters und steht beispielhaft für weitere Kooperationen mit dem MDR, Unitel, der Deutschen Grammophon, dem Deutschlandfunk, EuroArts, MezzoTV, der Edition Günter Hänssler u.a.
Tugan Sokhiev, der Sächsischen Staatskapelle Dresden eng verbunden, wird das Klavierkonzert Nr. 5 F-Dur »Ägyptisches« von Camille Saint-Saëns im 7. Sinfoniekonzert WEST-ÖSTLICHE ROMANZEN dirigieren. Der international renommierte Solist Jean-Yves Thibaudet wird hierbei sein Debüt beim Orchester geben. Im Konzertprogramm schließt sich die Zweite Sinfonie von Sergej Rachmaninow an, die in Dresden komponiert wurde. Es ist ein großes Anliegen Sokhievs, Werke an ihren Entstehungsorten aufzuführen.
Im 8. Sinfoniekonzert wird die von Richard Wagner eingeführte Tradition aufgegriffen, die Neunte Sinfonie von Ludwig van Beethoven am Palmsonntag in der Semperoper Dresden aufzuführen. Mit Sara Blanch, Christa Mayer, Bernard Richter und Georg Zeppenfeld interpretiert ein erstklassiges Solistenensemble den letzten Satz der Sinfonie. Die »Metamorphosen« von Richard Strauss komplettieren das Programm. Die Musikalische Leitung hat Daniele Gatti inne.
Der italienische Dirigent Riccardo Minasi gab 2023 in einem Aufführungsabend sein Debüt bei der Staatskapelle. Nun kehrt er in die Semperoper für das 9. Sinfoniekonzert SOMMERNACHTSTRÄUME zurück. Neben Felix Mendelssohn Bartholdys berühmtem »Sommernachtstraum« und Paul Wranitzkys Ouvertüre zum Singspiel »Oberon, König der Elfen« erklingt das Klavierkonzert Nr. 21 C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart – interpretiert von Rudolf Buchbinder, der 2027 seinen 80. Geburtstag begeht.
Ein weiteres Debüt feiert Nathalie Stutzmann, die im 10. Sinfoniekonzert ein tragisch anmutendes Programm unter dem Thema DIE MACHT DES SCHICKSALS dirigiert: Die Ouvertüre zur Oper »La forza del destino« von Giuseppe Verdi, die Rhapsodie über ein Thema von Paganini von Sergej Rachmaninow – gespielt von Seong-Jin Cho, Gewinner des legendären Chopin-Wettbewerbs sowie die Vierte Sinfonie von Pjotr Tschaikowsky.
Das letzte Sinfoniekonzert der Saison 2026/27, TANZ UND KLANG DER ALTEN WELT, unter der Leitung von Manfred Honeck widmet sich böhmischen: Dvořák und Korngold verbrachten beide zu unterschiedlichen Zeiten wichtige Jahre in den USA und hinterließen bedeutende Spuren in der Neuen Welt. Schulhoff hingegen, dessen Musik auf brillante Weise europäische Volksmusik mit Einflüssen des amerikanischen Swing und Jazz verband, kam in einem Konzentrationslager ums Leben. Es erklingen »Fünf Stücke« von Erwin Schulhoff, das Violinkonzert D-Dur von Erich Wolfgang Korngold mit der norwegischen Violonistin Vilde Frang, die bei der Staatskapelle Dresden ihr Debüt gibt, sowie die Achte Sinfonie von Antonìn Dvořák.
KAPELLE FÜR ALLE FÄLLE
Ein Orchester ist lebendig, zeichnet Traditionslinien nach und hat die Möglichkeit, sich immer wieder zu verändern. Es bildet einen musikalischen Kosmos, der für alle Generationen emotionale Anknüpfungspunkte bereithält. Denn Musik ist bekanntlich und unangefochten die schönste Sprache der Welt!
Dieser Gedankengang spiegelt sich in den zahlreichen Formaten wider, die im Konzertplan neben den Sinfoniekonzerten sowie Kammer- und Aufführungsabenden verankert sind und neue Zugänge zur klassischen Musik eröffnen. Ganz nach dem Motto: Kapelle geht immer, für alle und auf alle Fälle! Daher verlassen die Musikerinnen und Musiker der Staatskapelle regelmäßig die Konzertbühne, um Musik an Orte zu tragen, die nicht zu den typischen Spielstätten des Orchesters zählen. Außerdem liegt ihnen der musikalische Nachwuchs am Herzen.
Dass bereits ein junges Publikum für klassische Musik begeistert werden kann, beweist die Reihe »Kapelle für Kids«. Regelmäßig erforscht Kapellhornist Julius Rönnebeck gemeinsam mit der Puppe Alma so manche Geheimnisse, die sich in Musik verbergen. Die Konzerte finden auf der Bühne Semper Zwei sowie – in diesem Jahr zudem auch wieder für Schulklassen – auf der großen Bühne statt.
Einmal einer Probe der Staatskapelle Dresden lauschen und den Chefdirigenten im Zusammenspiel mit dem Orchester erleben? In Zusammenarbeit mit Semperoper Aktiv! erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Generalproben zu besuchen. Und mit dem Konzertmobil verwandeln Akademistinnen und Akademisten der Giuseppe-Sinopoli-Akademie Klassenzimmer in kleine Konzertsäle!
Ein Konzertformat, das sich an erfahrene und weniger erfahrende Konzertbesucher gleichermaßen richtet, bildet die »Pur«-Konzertreihe. Der klassische Konzertrahmen wird dabei aufgebrochen, um Räume für gemeinsamen Austausch zu öffnen. In der Spielzeit 2026/27 dreht sich in diesem moderierten Sonderkonzert alles um »Romantik pur!«.
Neue Räume zu erschließen, ist auch das Ansinnen der »Ohne Frack auf Tour«-Konzerte. Jedes Jahr begeben sich die Musikerinnen und Musiker auf die andere Elbseite in die quirlige Dresdner Neustadt, wo sie in Bars und Kneipen kleine Konzerte spielen – auf Frack und Abendkleid wird dabei verzichtet.
Auch die »Concert Lounge« wird an zwei Terminen im Vestibül der Semperoper im Anschluss an Konzerte in der Semperoper dazu einladen, den Abend in legerer Club-Atmosphäre ausklingen zu lassen. Denn ein Konzertbesuch ist immer auch ein Erlebnis, das geteilt wird – sei es mit der Familie, mit Freunden oder Bekannten. So wird das Konzerterleben verlängert und klingt mit Sicherheit noch eine Weile nach!
SOZIALES ENGAGEMENT: MUSAIK – GRENZENLOS MUSIZIEREN E.V.
Eine wahre Herzensangelegenheit des Orchesters stellt weiterhin das soziale Stadtteilprojekt
»Musaik – Grenzenlos musizieren« in Dresden-Prohlis dar. Etwa 100 Kinder aus mehr als 15 Herkunftsländern erhalten bis zu dreimal pro Woche die Möglichkeit, an kostenfreiem und niedrigschwelligem Instrumentalunterricht im Orchesterverbund teilzunehmen.
Im Jahr 2022 stiftete die Staatskapelle dem sozialen Musikprojekt den mit 50.000 € dotierten Herbert-von-Karajan-Preis. Zwei Jahre später wurde die Zusammenarbeit zwischen dem Orchester und dem Verein in einer Kooperationsvereinbarung verstetigt.
Seit 2024 ist das Musaik-Orchester das offizielle Partnerorchester der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Das partizipative Musiktheater »Plattenspieler:innen – die Prohliser Stadtteiloper« im Juni 2026 vertieft die Kooperation erneut.
Das Modellprojekt wird durch langfristiges soziales Engagement getragen und zeigt, wie die vielschichtigen Facetten des gemeinsamen Musizierens die Kinder in ihrer individuellen Entwicklung fördern. Es entsteht eine kraftvolle Gemeinschaft, in der alle Teilnehmenden dieselbe Sprache sprechen: jene der Musik.
Alle Termine und Karten unter: staatskapelle-dresden.de
