Der Februar an der Staatsoper Hannover verbindet große Opernpremieren und glanzvolle Gesellschaft – ein Monat zwischen Entdeckungslust, Emotion und festlicher Opulenz.
Wurst
Premiere am 5. Februar, 10:00 Uhr
Eine Oper über eine Presswurst? Ja – und was für eine! Mit Wurst, der neuen Küchenoper von Sebastian Schwab (Libretto: Kai Weßler), zieht eine der ungewöhnlichsten Opernfiguren der Musikgeschichte ins Theater ein.
Lisa und Hagen wollen einen Geburtstagskuchen backen – doch aus dem Kühlschrank meldet sich plötzlich Herr Schwartenmagen, eine gefräßige Wurst mit großer Klappe und wachsendem Appetit. Mit Fantasie, Zusammenhalt und einer ordentlichen Prise Chili nehmen es die Kinder mit dem ungebetenen Mitbewohner auf.
Schneebesen, Karottenschaber, Klavier und Posaune verschmelzen zu einem witzigen, temporeichen Musiktheatererlebnis für Kinder ab 5 Jahren – eine zeitgenössische, charmante Antwort auf Hänsel und Gretel, in der Regie von Jean Renshaw.
Winterreise – Lied.Konzert: Maximilian Schmitt
6. Februar, 20:00 Uhr
„Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh’ ich wieder aus.“ Mit diesen Worten beginnt Franz Schuberts Winterreise – einer der berührensten Liederzyklen der Musikgeschichte.
Tenor Maximilian Schmitt, in dieser Spielzeit bereits als Lohengrin gefeiert, widmet sich gemeinsam mit Liedbegleiter Gerold Huber dieser existenziellen Wanderung durch Einsamkeit, Erinnerung und Verlust.
BRING YOUR FRIENDS: Zu jedem Vollpreis-Ticket bis zu fünf weitere Tickets für je 20 €.
Turandot
Premiere am 7. Februar, 19:30 Uhr | Öffentliche Probe am 2. Februar
Prinzessin Turandot stellt ihren Verehrern tödliche Rätsel, um sich vor Nähe und Verletzung zu schützen. Regisseur Jakob Peters-Messer liest das Märchen als Psychogramm eines tief sitzenden Traumas und legt die Ambivalenz von Grausamkeit, Komik und Sehnsucht frei.
Puccinis letzte Oper bleibt Fragment – die Ergänzung des Finales durch Luciano Berio (2001) führt Puccinis Suche nach einer modernen Tonsprache behutsam fort. Zwischen monumentalen Chorszenen, ikonischen Arien und zarter Innigkeit entfaltet sich ein Musiktheater, das – ganz im Sinne Puccinis – „die Welt weinen machen soll“.
Opernball 2026: PADAM!
Präsentiert von der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
13. und 14. Februar, ab 20:00 Uhr
„Padam … padam …“ – unter diesem Herzschlag feiert der Opernball 2026 die Stadt der Liebe. Inspiriert von Édith Piaf, entführt PADAM! in ein Paris zwischen Belle Époque, Bohème und dem Lebensgefühl der 1950er Jahre.
Stargast Katharine Mehrling, die Debütant:innen der Tanzschule Bothe, das Staatsballett Hannover mit einer Choreografie von Goyo Montero in der Mitternachtsshow, die Thilo Wolf Big Band, DJ Jueri und viele weitere Künstler:innen gestalten einen Abend voller Musik, Tanz und französischer Eleganz.
Fantasiereich inszenierte Räume, Kulinarik vomfeinsten und ein vielseitiges Showprogramm machen den Opernball zu einem der gesellschaftlichen Höhepunkte des Jahres.
Fünftes Sinfoniekonzert
22. und 23. Februar, 17:00 und 19:30 Uhr
Dunkle Romantik, märchenhafte Farben und kämpferische Leidenschaft prägen das Fünfte Sinfoniekonzert. Mit der Faust-Ouvertüre op. 46 von Emilie Mayer erklingt ein kraftvolles Werk einer zu Unrecht lange vergessenen Komponistin.
Es folgt Igor Strawinskys Feuervogel-Suite (1919) – ein orchestrales Feuerwerk voller Farben und rhythmischer Energie. Den Abschluss bildet Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 7 d-Moll, ein leidenschaftliches Werk zwischen innerem Ringen und böhmischer Klangsprache.
Begleitend wird erneut das Ohrlabor für Kinder von 6–10 Jahren angeboten.
Mit diesem Februarprogramm lädt die Staatsoper Hannover zu einem Monat voller Kontraste ein – zwischen Klangrausch, Märchenoper und Opernball, innerer Einkehr und großer Geste.
(lifePR)
