Schauspiel Frankfurt: Jazz im Depot

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16. – 25. Januar 2026 im Bockenheimer Depot

Jazz Montez und das Schauspiel Frankfurt präsentieren im Bockenheimer Depot vom 16. bis 25. Januar eine außergewöhnliche Konzertreihe: In Formaten wie »Jazz is my Democracy« treffen experimentelle Klangwelten auf nordischen Jazz und die frischen Stimmen einer neuen Generation von Singer-Songwriter:innen. Die Abende bewegen sich bewusst im Grenzbereich zwischen Improvisation, Songstruktur und klanglicher Forschung – mit großen musikalischen Überraschungen garantiert.


Freitag, 16. Januar: Hohnen Ford I libelle

Hohnen Ford

Von der Jazzkritik gefeiert und von Popfans geliebt: Die britische Sängerin und Songwriterin Hohnen Ford bewegt sich mühelos zwischen Jazz, Folk und Pop. Mit poetischer Lyrik, einer unverwechselbar warmen Stimme und zwei gefeierten EPs („Infinity“, 2023 und „I Wish I Had A God“, 2024) zählt sie zu den spannendsten neuen Stimmen Großbritanniens. Ihre Musik vereint klassisches Jazzgefühl mit modernen Einflüssen à la Björk oder Joni Mitchell. Nach Auftritten beim Reeperbahn Festival und Tourneen mit FINNEAS präsentiert Ford nun erstmals ihre eigene Europa-Tour – voller Intimität, Eleganz und Emotion.

Libelle

Der Berliner Saxophonist und Komponist Wanja Slavin zählt zu den herausragenden europäischen Jazzmusikern. Mit seinem neuen Projekt libelle kehrt er zur freien Improvisation zurück – als künstlerisches Statement gegen die Standardisierung durch KI. Das Quintett mit Bertram Burkert, Johannes Lauer, Lucy Liebe und Maximilian Stadtfeld entfaltet ein energiegeladenes Klanguniversum zwischen Avantgarde, Lyrik und Jazztradition. Grooves, Melancholie und spontane Interaktion verschmelzen zu einem Sound voller Lebendigkeit und Überraschung.

Samstag, 17. Januar: Omer Klein I Tony Njoku I Becky Sikasa

Omer Klein

Der israelische Pianist und Komponist Omer Klein gilt als eine der prägenden Persönlichkeiten des zeitgenössischen Jazz. Ob Solo, Trio oder Orchester – seine Musik vereint Virtuosität, emotionale Tiefe und kompositorische Raffinesse. Mit zehn Alben, internationalen Preisen und Auftritten in der Elbphilharmonie oder beim London Jazz Festival begeistert Klein ein weltweites Publikum. 2025 ist er Artist in Residence an der Alten Oper Frankfurt – und nun spielt er Solo bei Jazz im Depot.

Tony Njoku

Der britisch-nigerianische Produzent, Sänger und Performer Tony Njoku erschafft einen einzigartigen, genreübergreifenden Sound zwischen Electronica, Soul und Avant-Pop. Seine Musik oszilliert zwischen emotionaler Verletzlichkeit und klanglicher Experimentierfreude – geprägt von Beats, Texturen und eindringlichen Vocals. Nach gefeierten Festivalauftritten (u.a. We Out Here, Simple Things) und dem gefeierten Album Your Psyche’s Rainbow Panorama gilt Njoku als einer der visionärsten Künstler der britischen Szene.

Becky Sikasa

Die schottische Sängerin und Produzentin Becky Sikasa verbindet Neo-Soul, Alternative R&B und introspektiven Pop zu einem warmen, poetischen Klangbild. Ihre Songs über Liebe, Identität und Transformation berühren durch Ehrlichkeit und Gefühl. Nach BBC- Auszeichnungen und Nominierungen für den Scottish Album of the Year Award präsentiert Sikasa gemeinsam mit dem Ensemble Be Vocal vielschichtige, mehrstimmige Live- Arrangements – intensiv, atmosphärisch und zutiefst menschlich.

Sonntag, 18. Januar: Julie Kuhl I Jasmine Myra I Tigisti x BeVocal

Julie Kuhl

Die Frankfurter Sängerin Julie Kuhl schafft mit ihrem Trio – bestehend aus Bruder Lasse Kuhl und Cellistin Maya Holtham – zarte, handgemachte Musik zwischen Folk, Jazz und Singer-Songwriter-Tradition. Ihre klare Stimme und feine Instrumentierung verleihen jedem Song Tiefe und Intimität. Zwischen Gitarre, Cello und Stimme entstehen Klangräume, die berühren und verweilen lassen.
Jasmine Myra

Die britische Saxophonistin und Komponistin Jasmine Myra steht für einen modernen, atmosphärischen Jazzsound, der fließt wie ein Klanggemälde. Ihre Musik verbindet orchestrale Weite, lyrische Melodik und sanfte Elektronik zu einer emotionalen, euphorischen Klangwelt. Verwurzelt in der Szene von Leeds, gilt Myra als eine der wichtigsten jungen Stimmen des neuen britischen Jazz – voller Licht, Energie und Wärme. Sie kommt mit ihrem Quintett nach Frankfurt.

Tigisti

Die Singer-Songwriterin Tigisti schreibt Lieder die ins Herz gehen. Die gebürtige Frankfurterin mit eritreischen Wurzeln erzählt in ihren Liedern Geschichten über das Leben. Begleitet wird sie vom Frankfurter Chor BeVocal dem es vor allem um Gemeinschaft, Empowerment und die Freude am gemeinsamen Singen geht.


Freitag, 23. Januar: Jazz is My Democracy: Norah Hendriks I Ouri I Tanzperformances von Batalla CL & Cipher Dojo

Dieser Abend ist Teil der vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain geförderten Reihe »Jazz is My Democracy«. Ergänzt werden die Konzerte durch Tanzperformances von Martha Nabwire und Batalla CL.

Norah Hendriks

Die Londoner Musikerin Norah Hendriks, ursprünglich klassische Geigerin aus Amsterdam, vereint Jazz, Pop und Singer-Songwriting zu einer feinsinnigen, introspektiven Klangsprache. Ihre Debüt-EP Every Single Thing (2024) machte sie international bekannt. Mit poetischen Texten, sanfter Ironie und einem offenen Blick auf menschliche Verletzlichkeit bringt Hendriks ihre Songs gemeinsam mit Band auf die Bühne – charmant, humorvoll und tief berührend.

Ouri

Die kanadische Musikerin, Produzentin und Multiinstrumentalistin Ouri erschafft Musik zwischen Elektronik, Klassik und Avant-Pop. Mit Harfe, Cello, Synthesizern und ihrer eindringlichen Stimme formt sie intime, sphärische Klangräume voller Emotion und Experimentierfreude. Als feste Größe der internationalen Szene verbindet sie elektronische Clubkultur mit kompositorischer Tiefe – eine Künstlerin von faszinierender Vielschichtigkeit.

Samstag, 24. Januar: Anna-Lena Schnabel feat. Florian Weber I Tom Skinner

Anna-Lena Schnabel feat. Florian Weber

Die vielfach ausgezeichnete Saxophonistin und Komponistin Anna-Lena Schnabel zählt zu den prägendsten Stimmen des deutschen Jazz. Gemeinsam mit dem renommierten Pianisten Florian Weber präsentiert sie ein Duo-Programm von außergewöhnlicher Intensität. Zwischen lyrischer Leichtigkeit, rhythmischer Energie und freier Improvisation entfaltet sich ein Dialog voller Ausdruckskraft und Dynamik. Ein Abend, der die Vielseitigkeit des modernen Jazz feiert.

Tom Skinner

Als Gründungsmitglied von Sons of Kemet und Schlagzeuger von The Smile hat sich Tom Skinner längst als zentrale Figur des britischen Jazz etabliert. Mit seinem neuen Album Kaleidoscopic Visions lotet er die Schnittstelle zwischen Vergangenheit und Zukunft, Komposition und Improvisation aus. Seine Musik verbindet Spiritual Jazz, Soul und experimentelle Strukturen zu einer tief reflektierten Klangreise – ehrlich, meditativ und zutiefst lebendig.

Sonntag, 25. Januar: Ellangton I Ida Sand Trio

Ella Burkhardt Duo (Ellangton)

Die schwedisch-deutsche Künstlerin Ellangton (Ella Burkhardt) präsentiert mit Pianist Timo Bakker ein feinfühliges Duo-Programm zwischen Jazz, Nostalgie und moderner Songkunst. Ihre Musik ist geprägt von zarter Introspektion, warmem Retro-Charme und emotionaler Ehrlichkeit. Nach Auszeichnungen beim Jazz Baltica Festival und Kooperationen mit Nils Landgren zeigt Ellangton nun ihre ganz eigene musikalische Handschrift – poetisch, filigran und zeitlos schön.

Ida Sand Trio

Die schwedische Sängerin und Pianistin Ida Sand verbindet Jazz, Soul und Gospel zu einem unverwechselbar warmen Sound. Mit sechs Alben und internationalen Erfolgen gilt sie als eine der führenden Stimmen Skandinaviens. Ihr Trio vereint Eleganz, Groove und Tiefe – eine musikalische Reise zwischen Tradition und persönlichem Ausdruck. Ob in Stockholm, Hamburg oder Bonn: Ida Sand begeistert mit Authentizität, Virtuosität und einer Stimme voller Seele.


Tickets: 35 €, ermäßigt 15 €

schauspielfrankfurt.de