Negative Nachrichten erreichen uns tagtäglich – Zeit, um für einen Abend Humor, kitschige Alpen-Romanzen und die Freude an Musik in den Vordergrund zu stellen! Mit der Operette »Im weißen Rössl« wird all das geboten. Am Wolfgangsee gerät der Alltag gehörig ins Wanken – und die Liebe gleich mit.
Kellner Leopold ist unsterblich in seine Chefin Josepha Vogelhuber verliebt. Doch ihr Herz gehört einem Berliner Rechtsanwalt. Der Anwalt, Dr. Siedler, wiederum liebt jemand ganz anderes: Ottilie. Und ein streitlustiger Trikotagenfabrikant will Siedler eigentlich nur auf den Mond schießen. Ausgerechnet dieser Fabrikant ist aber Ottilies Vater … Liebeswirren und Chaos sind da vorprogrammiert und alle müssen ihren eigenen Weg finden, um mit ihren Gefühlen zurecht zu kommen.
Die 1930 uraufgeführte Operette »Im weißen Rössl« war ein Glanzstück der Berliner Revueoperette der späten 1920er Jahre. Hinter der Alpenkulisse steckt bissige Großstadtironie: Das Werk spielt lustvoll mit österreichischen und preußischen Klischees und entfaltet darin seine subversive Kraft. In der NS-Zeit verboten, wurde es in den 1950er Jahren oft zur harmlosen Heimatoperette entschärft.
Die »Bar jeder Vernunft« knüpft nun wieder an das ursprüngliche Potenzial an – frech, temporeich und mit Sinn für den doppelten Boden. Aus Alpenromantik wird Revue mit Ohrwurmgarantie.
Im weißen Rössl
Singspiel in drei Akten
Fassung »Bar jeder Vernunft«
(Frei nach dem Lustspiel von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg)
Buch: Hans Müller und Erik Charell
Gesangstexte: Robert Gilbert
Musik: Ralph Benatzky
Sechs musikalische Einlagen von: Robert Gilbert, Bruno Granichstaedten und Robert Stolz
Premiere: am Oldenburgischen Staatstheater: Freitag, 20. März 26 (Kleines Haus)
Musikalische Leitung und Klavier: Paul Plummer / Kei Sugaya
Regie: Guta Rau
Bühne und Kostüme: Olga von Wahl
Licht: Sofie Thyssen
Dramaturgie: Anna Neudert, Sophia Rother
Besetzung:
Josepha Vogelhuber: Dorothee Bienert
Leopold Brandmeyer: Johannes Leander Maas
Dr Otto Siedler: Seumas Begg
Wilhelm Giesecke: Dieter Goffing
Ottilie: Laura Zeiger
Sigismund Sülzheimer: Andreas Lütje / Paul Enev
Prof. Dr. Hinzelmann: Irakli Atanelishvili
Klärchen: Marie Becker
Der Kaiser Franz Joseph I.: Stefan Vitu / Marne Ahrens
Piccolo: Eike Onyambu
Kathi: Katie Lipow
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