„Die Goldenen Zwanziger“ lautet das Motto des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2026. „Hiermit sind natürlich zunächst die Jahre zwischen 1924 und 1929 gemeint, eine der ganz großen Blütezeiten von Kunst und Kultur, voll von technischen Innovationen und geprägt von starken emanzipatorischen Bewegungen“, erläuterte Kulturministerin Katharina Binz auf der heutigen Pressekonferenz, bei der sie gemeinsam mit Kultursommer-Geschäftsführerin Teneka Beckers das Jahresprogramm vorstellte.
„Eine neue Medienvielfalt und die Bewegung für die Akzeptanz von queeren Lebensentwürfen sind nur zwei Beispiele für Parallelen zu den heutigen 20er Jahren, die wir mit diesem Motto ebenfalls in den Blick nehmen“, so Binz weiter.
Eröffnet wird der Kultursommer am ersten Maiwochenende in Kaiserslautern. „Hier ist der Schwerpunkt eine große Kulturmeile, die am Samstag, 2. Mai vom Schillerplatz bis zur Pfalzgalerie Groß und Klein zum Flanieren, Mitmachen und Genießen einlädt“, weiß Teneka Beckers, „aber schon am Freitagabend und bis zum Sonntag gibt es weitere Veranstaltungen.“
Die Projekte des Kultursommers Rheinland-Pfalz finden in den größeren Städten statt – aber auch in den ländlichen Regionen wird Erstaunliches auf die Beine gestellt. Beispielhaft seien genannt:
Die 25. Westerwälder Literaturtage u.a. mit Volker Kutscher, Angela Steidele (Ins Dunkel), Benno Fürmann und anderen; das musikalische Live-Hörspiel „SOS 1928“ im Landkreis Kusel und in Idar-Oberstein; „Auf ins Eldorado!“ vom Schmitz-Theater in Trier; die Ausstellung „Koblenz wird modern“ im Mittelhrein-Museum; die „Dreigroschenoper“ als Open-Air-Stationentheater in der Südpfalz; das Theater am Ehrenbreitstein mit „Der große Gatsby“; „26 glänzt“ zur Arbeit des Architekten August Härter in Pirmasens; „Zwanzig, Zwanzig, Queer“ – ein Projekt für und mit Schülerinnen und Schülern in Daun, Mayen, Speyer und anderen Orten; „Das Romanische Café“ des Chawwerusch Theaters in Herxheim oder das „Filmgugger-Festival“ in Neustadt an der Weinstraße.
Ein besonderes Projekt in diesem Kultursommer gedenkt Martina Helffenstein. Die unermüdliche Kulturmacherin war 2024 überraschend verstorben, nachdem sie 30 Jahre lang mit ihrem Projekt „SAALÜ!“ Kultur auch in die kleinsten Dorfsäle gebracht hatte. „Adieu Saalü“ findet Ende Mai in Hottenbach/Hunsrück statt.
Einen Überblick über den Kultursommer 2026 in gedruckter Form gibt das „Extrablatt“, die diesjährige Kultursommerbroschüre, in der 60 ausgewählte Projekte vorgestellt werden. Die Publikation im Zeitungsformat wird demnächst an vielen Stellen im Land ausliegen und kann auch über die Webseite bestellt werden unter kultursommer.de, die auch über alle Projekte im Kultursommer informiert.
Auch die Volkshochschulen des Landes haben wieder Angebote speziell zum Kultursommer-Motto in einer eigenen Publikation zusammengestellt.
Das Kultursommer-Motto „Die Goldenen Zwanziger“ hat besonders viele Kulturschaffende angesprochen. Binz und Beckers dankten der Kulturszene des Landes für ihre vielfältigen Anträge, von denen 200 Projekten eine Förderung mit einer Gesamtsumme von deutlich über 1 Mio Euro zugesagt werden konnte.
Zusammen mit den Förderungen des Landes für die kommunalen Projekte wie das Open Ohr in Mainz, die Nibelungenfestspiele, das Mosel Musikfestival, die Heimat Europa Filmfestspiele in Simmern und viele andere werden im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2026 von Mai bis Oktober über 260 Projekte mit etwa 4 Mio Euro unterstützt.
Passend zum Motto des Kultursommers fand die Pressekonferenz im Mainzer Kabarettarchiv statt, wo aktuell eine Sonderausstellung zu Notenheft-Titelblättern der Goldenen Zwanziger zu sehen ist.
Aktuelle Infos gibt es vor allem auf der Webseite, Facebook und Instagram:
