- Die Deutsche Musical Akademie würdigt das Lebenswerk der Choreografin und Regisseurin Kim Duddy
- Die Uckermärkischen Bühnen Schwedt erhalten den Craig-Simmons-Preis für ihr künstlerisches und gesellschaftliches Engagement
- Preisverleihung am 16. November 2026 im TIPI AM KANZLERAMT in Berlin
Zwei Auszeichnungen für außergewöhnliche Verdienste um das deutschsprachige Musicaltheater: Die Deutsche Musical Akademie verleiht den Ehrenpreis 2026 an die international renommierte Choreografin und Regisseurin Kim Duddy. Mit dem Craig-Simmons-Preis 2026 werden die Uckermärkischen Bühnen Schwedt für ihre besondere Pflege der Kunstform Musical sowie für ihr gesellschaftliches Engagement in der Region ausgezeichnet.
Die Auszeichnungen werden im Rahmen des Deutschen Musical Theater Preises am 16. November 2026 um 20:00 Uhr im TIPI AM KANZLERAMT in Berlin verliehen. Durch den Abend führen Carolin Worbs und Miguel Robitzky
Ehrenpreis 2026 für Kim Duddy
Mit dem Ehrenpreis würdigt die Deutsche Musical Akademie ein choreografisches und inszenatorisches Lebenswerk, das die deutschsprachige Musicallandschaft über nahezu vier Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt hat. Die gebürtige US-Amerikanerin studierte klassisches Ballett in New York und stand mehr als zehn Jahre am Broadway auf der Bühne. Dort arbeitete sie unter anderem mit Bob Fosse, Michael Bennett und Tommy Tune zusammen. Ein Engagement für „Cats“ führte sie 1987 nach Wien und wurde zum Ausgangspunkt ihrer europäischen Karriere als Choreografin und Regisseurin für Theater, Film und Show.
Kim Duddy gab zahlreichen internationalen Repertoire-Produktionen ihre unverwechselbare choreografische Handschrift. Zugleich prägte sie bedeutende deutschsprachige Uraufführungen wie „Falco meets Amadeus“, „Ich war noch niemals in New York“, „Hinterm Horizont“, „Der Medicus“, „Robin Hood“ und „I Am From Austria“. Mit „Rockville“ und „Carmen Cubana“ schuf sie darüber hinaus eigene Werke, die sie sowohl inszenierte als auch choreografierte.
Ihr künstlerisches Schaffen reicht weit über das Musical hinaus. Dazu gehören Arbeiten am Burgtheater Wien, Choreografien für Fernsehshows, Events, Galas und Kinofilme sowie die Leitung des Balletts der Volksoper Wien. Ihre Leidenschaft für das Genre und ihre besondere künstlerische Haltung werden von großen Musicalproduzenten ebenso geschätzt wie von Stadt- und Landestheatern, Festivals, der freien Szene sowie Film und Fernsehen.
Begründung der Deutschen Musical Akademie:
„Mit dem Ehrenpreis würdigt die Deutsche Musical Akademie eine Künstlerin, deren choreografisches und inszenatorisches Schaffen die deutschsprachige Musicalkultur nachhaltig geprägt hat. Kim Duddy hat über Jahrzehnte hinweg Produktionen und Generationen von Darstellenden begleitet und der Kunstform Musical unverwechselbare Werke geschenkt. Wir gratulieren ihr von Herzen zu dieser wohlverdienten Auszeichnung.“
Craig-Simmons-Preis 2026 für die Uckermärkischen Bühnen Schwedt
Der Craig-Simmons-Preis 2026 geht an die Uckermärkischen Bühnen Schwedt. Die Deutsche Musical Akademie zeichnet damit ein Theater aus, dessen Arbeit weit über den eigenen Spielplan hinausweist. Das Haus verfügt über ein festes internationales Ensemble, das spartenübergreifend in Musical- und Schauspielproduktionen auftritt. Es entwickelt eigene Musicalproduktionen und verschafft zugleich bislang seltener gespielten Werken eine größere Sichtbarkeit.
Die Darstellenden wechseln zwischen Musical und klassischem Schauspiel und bringen dadurch eine besondere spartenübergreifende Bühnenpraxis ein. So verleihen die Uckermärkischen Bühnen Schwedt dem Musical am Stadttheater eine eigenständige künstlerische Handschrift. Das Theater versteht sich als Ort der Erprobung und Neuaufführung, als Werkstatt für neue Stoffe, neue Perspektiven und neues Publikum abseits der Metropolen. Diese dezentrale Kulturarbeit besitzt nach Auffassung der Akademie einen besonderen kulturpolitischen Wert.
Darüber hinaus übernimmt das Theater eine wichtige gesellschaftliche Funktion in der deutsch-polnischen Grenzregion. Mit theaterpädagogischen Angeboten, Barrierefreiheit und einem deutsch-polnischen Theaternetzwerk schafft das Ensemble Möglichkeiten zur Teilhabe und Räume für Begegnung. Auf diese Weise stärkt das Haus die demokratische Kultur vor Ort und leistet einen Beitrag, der weit über die Bühne hinausreicht.
Begründung der Deutschen Musical Akademie:
„Die Uckermärkischen Bühnen Schwedt halten die Kunstform Musical mit großer künstlerischer Ernsthaftigkeit lebendig und schaffen zugleich gesellschaftliche Begegnungsräume in einer Region mit besonderen strukturellen Herausforderungen. Das Haus verbindet künstlerische Erprobung, kulturelle Teilhabe und demokratisches Engagement auf beispielhafte Weise. Wir gratulieren dem gesamten Ensemble und dem Leitungsteam sehr herzlich und danken ihnen für ihren Einsatz für das Musical und für die Menschen in der Region.“
Über den Craig-Simmons-Preis
Der Craig-Simmons-Preis ist nach einem der wesentlichen Gründerväter und dem ersten künstlerischen Leiter der Deutschen Musical Akademie benannt. Er wurde 2023 erstmals verliehen und würdigt herausragende Verdienste um das Genre Musical, die sich im regulären Wettbewerb des Deutschen Musical Theater Preises nicht abbilden lassen. Ausgezeichnet werden können Personen, Produktionen oder Institutionen.
Deutscher Musical Theater Preis 2026
Der Deutsche Musical Theater Preis macht die künstlerische Qualität, Vielfalt und Ausstrahlung des deutschsprachigen Musicals sichtbar. Er ist die einzige Auszeichnung für deutschsprachige Musicals, die von Profis an Profis verliehen wird. Ziel des undotierten Preises ist es, herausragende künstlerische Leistungen im Musicaltheater zu würdigen und ihnen eine größere öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen. Weitere Informationen zum Deutschen Musical Theater Preis.
Die Veranstaltung wird am 16. November 26 per Livestream übertragen. Tickets zum Preis von 15 EUR sind hier verfügbar: eintrittskarten.io – ein unvergesslicher Abend für alle Liebhaber*innen des Musicalgenres ist garantiert.
