Mit der 41. Otto-Hirsch-Auszeichnung werden dieses Jahr der Intendant des Schauspiels Stuttgart, Burkhard C. Kosminski, sowie das jüdische Jugendzentrum HaLev geehrt. Die feierliche Verleihung findet am Montag, 22. Juni, um 18 Uhr im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses statt.
Die Stadt Stuttgart, die Israelitische Religionsgemeinschaft Württembergs (IRGW) und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Stuttgart (GCJZ), die den Preis gemeinsam vergeben, haben mit Burkhard C. Kosminski einen Kulturschaffenden gewürdigt, der das Schauspiel Stuttgart verstärkt als Ort des deutsch-israelischen Austauschs etabliert hat. Durch die Einladung israelischer Künstlerinnen und Künstler sowie die Inszenierung zeitgenössischer Stücke aus Israel trug er zur Vielfalt des Stuttgarter Spielplans bei.
Diese Programmarbeit wird überregional als engagierter Beitrag zur Förderung der jüdischen Kultur in Deutschland wahrgenommen. Der Intendant des Schauspiels der Staatstheater Stuttgart habe nach dem Terroranschlag der Hamas am 7. Oktober 2023 als Kunstschaffender in hoher Leitungsverantwortung unmissverständlich Stellung bezogen und sich solidarisch mit Israel erklärt, so die Begründung des Kuratoriums.
Das Jugendzentrum HaLev erhält die Auszeichnung für seine erfolgreiche Nachwuchsarbeit. Mit ihrem Sieg beim bundesweiten Wettbewerb „Jewrovision“ 2024 setzten die Jugendlichen ein kreatives Zeichen für das gemeinschaftliche Zusammenleben. Dieser Erfolg führt dazu, dass Stuttgart im Mai 2026 Gastgeber der Jewrovision sein wird und rund 1.800 junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland erwartet.
Ein Zeichen für ein respektvolles Miteinander
Das Kuratorium unter Leitung des Ersten Bürgermeisters Dr. Fabian Mayer betont die Bedeutung der Auszeichnung im Geiste von Otto Hirsch. Die Wahl der diesjährigen Preisträger unterstreicht den Anspruch der Stadt, ein Umfeld zu schaffen, in dem jüdisches Leben ein selbstverständlicher und geschützter Teil der Gesellschaft ist.
Der Erste Bürgermeister Dr. Fabian Mayer erklärt dazu: „Die Ehrung verbindet das Wirken zweier Generationen. Sowohl Intendant Kosminski als auch die Jugendlichen von HaLev leisten durch ihre Arbeit einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Identität und zum sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt.“
Weiter Informationen zur Otto-Hirsch-Auszeichnung stehen unter stuttgart.de zur Verfügung.
