Die Saison 2026/27 der Dresdner Philharmonie

Dresdner Philharmonie (© Markenfotografie)

Frauke Roth, Intendantin der Dresdner Philharmonie:

„Ganz bewusst haben wir die Saison 2026/27 der Dresdner Philharmonie unter das Motto ‚Paradiese‘ gestellt. Damit meinen wir nicht in erster Linie idealisierte Rückzugsorte, sondern kulturelle, gesellschaftliche und individuelle Entwürfe von Glück, Freiheit und Zugehörigkeit, ebenso wie deren Bedrohung oder Verlust. Musik ist seit jeher ein Medium, in dem solche Vorstellungen als Utopie, als Erinnerung oder als kritischer Spiegel ihrer Zeit verhandelt werden.

Bereits zur Saisoneröffnung mit Respighis Pini die Roma und der Carmina Burana von Carl Orff unter der Leitung unseres Chefdirigenten Sir Donald Runnicles wird das hörbar. Aber auch jeder andere Konzertabend bewegt sich in diesem Spannungsfeld: Dass sich Kirill Gerstein als Artist in Residence und Sir James MacMillan sowie Tabita Berglund als Composer in Residence und Erste Gastdirigentin genauso wie Iveta Apkalna als Palastorganistin im Rahmen der Dramaturgie ihrer Konzertprogramme darauf eingelassen haben, ehrt uns.

Einen besonderen Fokus bekommt das Motto Paradiese im Rahmen von Festivals und Jubiläen: Für unsere Georgien Spotlights haben wir Lisa Batiashvili als Kuratorin und Künstlerin gewinnen können. Das Werk Ludwig van Beethovens ehren wir in seinem 200. Todesjahr mit seinen fünf Klavierkonzerten, der Chorfantasie und seiner Oper ‚Leonore‘. Im April 2027 feiern wir mit einem umfangreichen Jubiläumsprogramm 10 Jahre neuer Kulturpalast. Besonders freue ich mich, dass wir im Rahmen des Jubiläums auch Gastgeber der 36. internationalen Jahreskonferenz der International Artist Managers‘ Association (IAMA) sind, eines lebendigen Treffpunkts der internationalen Klassikszene mit ca. 800 Gästen.

‚Paradiese‘ mit seinen vielen Facetten entfaltet sich natürlich auch in zahlreichen anderen Programmen, mit großartigen künstlerischen Gästen wie Dima Slobodeniouk, Vasily Petrenko, Michael Sanderling, Ádám Fischer, Cristian Mãcelaru, Stéphane Denève, Dalia Stasevska und Aurel Dawidiuk. Zu den herausragenden Solist:innen der Saison zählen neben Kirill Gerstein als Artist in Residence sowie Lisa Batiashvili u. a. Patricia Kopatchinskaja, Christian Tetzlaff, Julia Fischer, Kian Soltani, Emanuel Ax, Katia und Marielle Labèque, Fazil Say, Daniil Trifonov, Anna Vinnitskaya, Brad Mehldau, Rudolf Buchbinder, Hayato Sumino Thomas Hampson und Christian Gerhaher.

Nicht zuletzt steht das Motto auch für den Wunsch nach Schönheit in unserer Stadt, im Umgang miteinander in einer Welt der Umbrüche, für den Mut zum Neuen und die Hoffnung, dass Musik uns – wenigstens für einen Moment – ein Stück Paradies erfahren lässt.“

Sir Donald Runnicles, Chefdirigent der Dresdner Philharmonie:

„Die Vorstellung vom Paradies als Sehnsuchtsort, als verlorene Heimat oder als trügerisches Ideal hat Komponisten aller Epochen beschäftigt. Für mich liegt der Reiz dieses Saisonmottos darin, dass es keine einfachen Antworten gibt. Musik kann Paradiese entwerfen, sie hinterfragen oder auch zerstören. Auch darin liegt ihre Kraft.

Mit Carl Orffs „Carmina Burana“ und Ottorino Respighis „Pini di Roma“ zur Saisoneröffnung ebenso wie mit Strauss‘ Alpensinfonie, Mahlers Neunter oder auch Bruckners grandioser Siebter Sinfonie möchte ich gemeinsam mit der Dresdner Philharmonie unser Publikum zur Auseinandersetzung mit Utopie, Freiheit und Verlust einladen. Auch Beethovens Klavierkonzerte und die Aufführung der Sechsten Sinfonie von Sir James MacMillan zum zehnjährigen Jubiläum des Konzertsaales verstehe ich als Einladung in musikalische Räume, die wir immer wieder neu oder überhaupt erstmals erkunden werden. Die Verbindung von Bekanntem und Neuem, von emotionaler Unmittelbarkeit und geistiger Tiefe ist mit dabei sehr wichtig. Gemeinsam mit den Musikerinnen und Musikern der Dresdner Philharmonie und unserem Publikum möchte ich Räume öffnen, in denen Musik nicht nur erklingt, sondern etwas auslöst – Momente, die man vielleicht als paradiesisch bezeichnen kann.“

Annekatrin Klepsch, Bürgermeisterin für Kultur, Wissenschaft, Tourismus der Landeshaupt-stadt Dresden:

„Die Saison 2026/2027 feiert eine Dekade wiedereröffneter Kulturpalast mit einem wunderbaren Konzertsaal und Chefdirigent Sir Donald Runnicles. Der neue Kulturpalast ist ein Erfolgsmodell, weil die Dresdner Philharmonie Orchestermusik in Exzellenz wie Vielfalt und mit herausragenden Künstlerinnen und Künstlern erlebbar werden lässt. Der Anspruch, als Orchester der Landeshauptstadt Dresden mit internationaler Strahlkraft Begeisterung für klassische Musik zu vermitteln, erfüllt sich erneut in der nächsten Saison. Den Philharmonischen Chören gratuliere ich zu 60 Jahren vielfältiger Chormusik.“

Erste Gastdirigentin: Tabita Berglund

Tabita Berglund kehrt auch in der Saison 2026/27 mehrfach ans Pult der Dresdner Philharmonie zurück. In ihren Programmen mit Werken von Schubert, Beethoven, Kurtág, Nielsen, Mozart, Irgens-Jensen, Strauss und Wagner verbindet sie klassisches Repertoire mit modernen Werken und Musik aus ihrer skandinavischen Heimat. Zugleich ist es ihr ein zentrales Anliegen, Nähe zwischen Orchester, Dirigentin und Publikum zu schaffen. Mit dem neuen Probenformat „Mittendrin“ öffnet sie dem Publikum den Blick in den musikalischen Arbeitsprozess und macht den ‚Maschinenraum Orchester‘ unmittelbar erfahrbar.

Artist in Residence: Kirill Gerstein

Im Beethoven-Jahr 2027 steht Kirill Gerstein im Mittelpunkt zahlreicher Projekte. Bereits zu Saisonbeginn setzt er mit dem Jazzklavier-Star Brad Mehldau ein starkes künstlerisches Zeichen in einem gemeinsamen Rezital. Im Januar und Februar 2027 interpretiert er sämtliche Klavierkonzerte Beethovens, teils als Solist, teils in leitender Funktion vom Klavier aus. Das Fünfte Konzert, interpretiert unter der Leitung von Sir Donald Runnicles, kombiniert er mit dem Klavierkonzert von Thomas Adès, das eigens für ihn komponiert wurde. Den Abschluss seiner Residenz bildet Beethovens selten gespielte Fantasie für Klavier, Soli, Chor und Orchester, ergänzt durch ›… quasi una fantasia …‹ von György Kurtág, der 2026 seinen 100. Geburtstag feiert.

Composer in Residence: Sir James MacMillan

Schotte mit Leib und Seele und einer der international erfolgreichsten Komponisten der Gegenwart: Sir James MacMillan ist auch in der Saison 2026/27 Composer in Residence der Dresdner Philharmonie. Im Zentrum seiner Residenz steht die Deutsche Erstaufführung der Sechsten Sinfonie, die im Festkonzert zum zehnjährigen Jubiläum des neuen Konzertsaals im Kulturpalast erklingt. Das Werk ist ein gemeinsamer Kompositionsauftrag mit The Hallé Manchester und wird von Chefdirigent Sir Donald Runnicles dirigiert.

Zudem ist mit „Veni, Veni, Emmanuel“ eines der bekanntesten Werke MacMillans zu erleben. Das hochvirtuose Konzert für Schlagzeug und Orchester bezieht sich auf einen französischen Adventschoral aus dem 15. Jahrhundert. Dieses Programm führt die Dresdner Philharmonie im Anschluss an die Dresdner Konzerte auf Gastspielreise nach Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover und Düsseldorf. Auch kammermusikalisch ist Sir James MacMillan präsent: In einem Kammerkonzert im Januar 2027 erklingt sein Streichquartett Nr. 1 mit Musiker:innen der Dresdner Philharmonie.

Palastorganistin: Iveta Apkalna

Ob im sakralen Raum oder im Konzertsaal, Iveta Apkalna versteht den Orgelklang als unmittelbare Ansprache an das Publikum. Weil ihr das mit der Konzertsaalorgel im Kulturpalast in besonderer Weise gelingt, ist die lettische Organistin in der Saison 2026/27 bereits zum zweiten Mal Palastorganistin der Dresdner Philharmonie.

Während ihrer Residenz ist Iveta Apkalna in mehreren Konzerten zu erleben. Zu den Höhepunkten zählt das Orgelkonzert zum Jahreswechsel, das seit vielen Jahren einen festen Platz im Programm der Dresdner Philharmonie hat. Darüber hinaus präsentiert sie die Deutsche Erstaufführung des Konzerts für Orgel und Orchester von Sebastian Fagerlund, eines für sie geschriebenen Werkes, das sie zuvor in Helsinki zur Uraufführung bringt. Und sie ist in Leoš Janáèeks „Glagolitischer Messe“ zu hören, in der die Orgel eine zentrale Rolle spielt.

Die Gäste

Ans Pult der Dresdner Philharmonie kehren in der Saison 2026/27 zahlreiche international renommierte Dirigent:innen zurück, darunter Dima Slobodeniouk, Vasily Petrenko, Michael Sanderling, Ádám Fischer, Cristian Mãcelaru, Stéphane Denève, und Dalia Stasevska. Darüber hinaus begrüßt das Orchester weitere profilierte Künstler:innen wie Aziz Shokhakimov, Kerem Hasan, Gergely Madaras, Ken David Masur, Miguel Sepúlveda (Runnicles Fellow) und Aurel Dawidiuk. Ihr Debüt geben David Robertson, Marin Alsop, Fabien Gabel, Adam Hickox, Nicholas Carter und Bar Avni.

Zu den herausragenden Solist:innen der Saison zählen Kirill Gerstein als Artist in Residence sowie u. a. Lisa Batiashvili, Patricia Kopatchinskaja, Christian Tetzlaff, Julia Fischer, Vadim Gluzman, Guido Sant’Anna (Violine), Diyang Mei und Antoine Tamestit (Viola), Jean-Guihen Queyras, Kian Soltani (Violoncello), Emanuel Ax, Katia und Marielle Labèque, Fazýl Say, Daniil Trifonov, Anna Vinnitskaya, Brad Mehldau, Rudolf Buchbinder, Hayato Sumino (Klavier), Alexej Gerassimez (Schlagzeug), Pablo Sainz Villegas (Gitarre) und Ksenija Sidorova (Akkordeon). Auch Sänger der Spitzenklasse prägen das Programm, darunter Thomas Hampson, Christian Gerhaher und Julia Kleiter.

Georgien Spotlights

Georgische Künstler:innen stehen für eine Kunst von besonderer Intensität, die Melancholie und innere Stärke verbindet und existenzielle Themen wie Heimat, Verlust, Widerstand und Freiheit verhandelt. Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklungen in Georgien setzt die Dresdner Philharmonie damit ein bewusstes programmatisches Zeichen. Die georgischstämmige Geigerin Lisa Batiashvili gestaltet ein von Charlie Chaplins „City Lights“ inspiriertes Konzertprojekt und stellt zudem den jungen Pianisten Sandro Nebieridze mit einem Werk von Giya Kancheli vor. Nino Haratischwili stellt in einer Vorab-Lesung exklusiv im Kulturpalast ihren neuen Roman „Die fremden Paradiese“ vor. Die musikalischen Bezüge darin bringt der georgische Pianist David Khrikuli zum Klingen.

Beethoven-Jahr 2027

Anlässlich des 200. Todestages von Ludwig van Beethoven widmet die Dresdner Philharmonie dem Komponisten einen umfassenden Schwerpunkt. Neben seinen fünf Klavierkonzerten mit Kirill Gerstein erklingt die selten zu hörende Chorfantasie (ebenfalls mit Kirill Gerstein, am Pult: Tabita Berglund) und die konzertante Aufführung der Oper „Leonore“ (Urfassung des „Fidelio“) unter der Leitung der Expertin für historische Aufführungspraxis, Dorothee Oberlinger. Beethoven erscheint hier als musikalisches Gewissen Europas, als Suchender nach Freiheit, Humanität und einem besseren Zustand der Welt.

10 Jahre neuer Kulturpalast

Im April 2027 feiert der neue Konzertsaal im Kulturpalast sein zehnjähriges Bestehen. Dieses Jubiläum begeht die Dresdner Philharmonie mit einem Festprogramm, das den Konzertsaal als architektonisches, akustisches und gesellschaftliches Zentrum des Dresdner Musiklebens würdigt.
Den Auftakt bilden sinfonische Konzerte mit Werken von Anton Bruckner, Ludwig van Beethoven, Jean Sibelius und Richard Strauss. Unter der Leitung von Dima Slobodeniouk, Tabita Berglund und Sir Donald Runnicles stehen dabei sowohl zentrale Werke des Repertoires als auch programmatische Bezüge zur Geschichte und Zukunft des Konzertsaals im Fokus.

Ein besonderer Höhepunkt ist das offizielle Jubiläumskonzert, das mit der Deutschen Erstaufführung von James MacMillans Sechster Sinfonie, einem gemeinsamen Auftragswerk mit The Hallé Manchester, in die Zukunft weist. Ergänzt wird das Programm durch die Serenade für Tenor, Horn und Streicher von Benjamin Britten und knüpft damit ebenfalls an den britischen Fokus an, mit dem die Ära Runnicles bei der Dresdner Philharmonie im letzten Jahr begann.

Darüber hinaus umfasst das Jubiläumsprogramm Chor- und Orchesterkonzerte mit dem Philharmonischen Chor Dresden und dem Philharmonischen Kinderchor (beide feiern 2027 auch ihr 60-jähriges Bestehen), ein Kammerkonzert unter der Leitung von Natalia Ponomarchuk, mit dem wir unsere Verbundenheit mit Künstler:innen aus der Ukraine ausdrücken und musikalisch umrahmte Lesungen im Konzertsaal, die wir wieder in Kooperation mit den Städtischen Bibliotheken Dresden veranstalten.

IAMA 2027

Im Rahmen des Kulturpalast-Jubiläum findet vom 26.-28. April 2027 die 36. Tagung der International Artist Managers‘ Association (IAMA) in Dresden statt. Sie bietet ca. 800 Konzerthaus-, Orchester- und Künstlermanager:innen bei ihren Treffen direkt im Kulturpalast die Gelegenheit, sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und Verträge abzuschließen. Die Dresdner Philharmonie, der Kulturpalast und Dresden als Musikstadt gewinnen dadurch an Renommee und Strahlkraft.

10 Jahre Kurt Masur Akademie

2017 wurden die ersten jungen Musikerinnen und Musiker in die neugegründete Kurt Masr Akademie – Orchesterakademie der Dersdner Philharmonie aufgenommen. Seither haben fast 30 Akademist:innen ihre zweijährige Ausbildung direkt im Orchester abgeschlossen und sich damit exzellente Aussichten auf eine Karreire als Profimusiker:innen erarbeitet.

Kurt Masur, der 1967-1972 Chefdirigent der Dresdner Philharmonie war und den Kulturpalast 1969 eröffnete, würdigen wir anlässlich seines 100. Geburtstages mit einem Konzert, das sein Sohn Ken-David Masur dirigiert. Das Programm „Visions of America“ widmet sich Werken, die Masur während seiner New Yorker Jahre dirigierte, u. a. hatte er die „Old American Songs“ von Aaron Copland in seinem Einstandskonzert mit dem New York Philharmonic Orchestra zur Aufführung gebracht – mit Thomas Hampson, der auch in unserem Konzert der Solist sein wird.

Musik, Erinnerung und Gesellschaft

Mehrere Programme der Saison widmen sich explizit historischen und gesellschaftlichen Fragestellungen. Dazu zählen Konzerte im Rahmen des Jahres der Jüdischen Kultur in Sachsen Tacheles 2026 (Kinderoper „Brundibár“ 3. OKT 2026 in einer Inszenierung von Tabatha McFadyen, Victor-Klemperer-Programm mit dem Philharmonischen Chor, 30. OKT 2026), musikalisch-literarische Abende sowie das Konzert zum Dresdner Gedenktag am 13. Februar, ein Konzert „Sounds of Solidarity“ am 1. Mai 27 mit einem ukrainischem Schwerpunkt, und die konzertante Aufführung von Beethovens „Leonore“. Musik wird hier als Medium des Erinnerns, des Fragens und des Dialogs verstanden.

Ur- und Erstaufführungen

Die Dresdner Philharmonie setzt auch in der Saison 2026/27 ein klares Zeichen für zeitgenössische Musik. James MacMillans Sechste Sinfonie erklingt als Deutsche Erstaufführung im Rahmen der Jubiläumskonzerte zum zehnjährigen Bestehen des neuen Konzertsaals. Ebenfalls erstmals in Deutschland zu hören ist Sebastian Fagerlunds Konzert für Orgel und Orchester, ein gemeinsamer Auftragskompositionsverbund mit internationalen Partnerorchestern. Ein weiterer Auftrag, gemeinsam mit dem Mozarteum Orchester Salzburg und dem Scottish Chamber Orchestra, erging an Detlev Glanert, der den romantischen Klavierzyklus „Das Jahr“ von Fanny Hensel (geb. Mendelssohn Bartholdy) mit einer Orchestrierung ins Licht hebt.
Darüber hinaus bringt der Philharmonische Kinderchor Dresden eine kurze neue Komposition von James MacMillan für Kinderchor zur Uraufführung, die eine Ergänzung zu Hans Krásas Oper „Brundibár“ darstellt.

Gastspiele und Tourneen

Mit Chefdirigent Sir Donald Runnicles geht die Dresdner Philharmonie im Spätherbst 2026 auf Gastspielreise nach Prag, Ljubljana, Udine und München. Ebenfalls mit Sir Donald ist das Orchester im April 2027 zu Gast in Frankfurt, Hamburg, Hannover und Düsseldorf und eröffnet im Mai das Janáèek Festival in Dresdens Partnerstadt Ostrava.
Zudem ist die Dresdner Philharmonie in den Gärten der Welt in Berlin zu Gast, reist mit dem Dresdner Kreuzchor zum Rheingau Musik Festival, wo es im Kloster Eberbach das Abschlusskonzert des Festivals gestaltet. Mit Lisa Batiashvili gibt die Dresdner Philharmonie zwei Konzerte beim Beethovenfest Bonn, und mit Beethovens „Leonore“ ist sie zu Gast bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci.

60 Jahre Philharmonische Chöre

Die Philharmonischen Chöre wurden 1967 durch den damaligen Chefdirigenten Kurt Masur begründet und feiern damit 2027 ihr 60-jähriges Bestehen. Zu diesem Jubiläum gestalten sie ein gemeinsames Festkonzert unter der Leitung von Chordirektor Gunter Berger und der Leiterin des Philharmonischen Chores Iris Geißler.

Beide Chöre wirken auch in Carl Orffs „Carmina Burana“ zur Saisoneröffnung mit.
Der Philharmonische Kinderchor Dresden gestaltet die Aufführung der Kinderoper „Brundibár“ von Hans Krása mit (Konzert im Rahmen von Tacheles 2026, Jahr der Jüdischen Kultur in Sachsen) sowie die traditionellen Adventskonzerte „Sind die Lichter angezündet“.

Der Philharmonische Chor Dresden lädt anlässlich Victor Klemperers 145. Geburtstag zu einem „komponierten Abend“ ein (ebenfalls im Rahmen von Tacheles 2026, Jahr der Jüdischen Kultur in Sachsen), ist wieder in „A Christmas Carol“ zu erleben und wirkt bei der Aufführung von Beethovens Fantasie für Klavier, Soli, Chor und Orchester mit.

Der Bürgerchor am Kulti bleibt als offenes Angebot für gemeinsames Singen aktiv und beteiligt sich an Community-Projekten sowie am traditionellen Adventssingen im Kulturpalast.

abgeFRACKt, Mittendrin und Eins zu Eins

Immer so gut wie ausverkauft, hat sich die Reihe der abgeFRACKt-Kurzkonzerte zu einem echten Magneten vor allem für unser neues Publikum etabliert. Da sie so erfolgreich sind, erhöhen wir ihre Anzahl auf sieben.
Für alle, die das Orchester ganz nah erleben möchten, schaffen wir Gelegenheit mit „Mittendrin“, öffentlichen Proben, bei denen das Publikum mit auf der Bühne sitzt.
Und wir erneuern ein Format, das in der Corona-Zeit unter anderen Vorzeichen bereits sehr beliebt war: Bei Eins zu Eins trifft ein Gast einen Musiker oder eine Musikerin, der/die im persönlichen Gegenüber backstage ein ganz individuelles Konzert gibt.

Kammerkonzerte

Wir setzen die Reihe „Stars am Klavier“ (gemeinsam mit DK Deutsche Klassik) fort und schaffen kammermusikalische Höhepunkte mit Kirill Gerstein & Brad Mehldau, Fazýl Say & Patricia Kopatchinskaja, haben Rudolf Buchbinder zu Gast ebenso wie Daniil Trifonov.
Erstmals gibt es ein Festival der Kammermusik. Einen Nachmittag und Abend lang gestalten Musikerinnen und Musiker der Dresdner Philharmonie in kleinen Besetzungen quasi nonstop Kammermusikprogramme, an denen sich auch Chefdirigent Sir Donald Runnicles gemeinsam mit Adelle Eslinger-Runnicles als Duo am Klavier beteiligt. Darüber hinaus darf sich das Publikum auf ausgesuchte Programme unserer Philharmonie-Ensembles in unseren regulären Kammermusik­konzerten freuen.

Schulkonzerte und Familienprogramme

Ausgebuchte Schulkonzerte, sonntägliche Familienprogramme, Probenbesuche und die Arbeit des Philharmonischen Kinderchores – die Dresdner Philharmonie erreicht jährlich ca. 40.000 junge und ganz junge Menschen mit ihrer Musik. Daran wird mit einem breiten Angebot angeknüpft, darunter die Kinderoper „Brundibár“ von Hans Krása, die den Wert von Gemeinschaft und Solidarität thematisiert, und Bachs Weihnachtsoratorium für Kinder (gemeinsam mit dem Dresdner Kreuzchor).

Die bewährte Partnerschaft mit dem Jugendsinfonieorchester am Heinrich Schütz Konservatorium findet ihre Fortsetzung mit „Nils Holgersson“, einem Märchen für Sprecher und Orchester nach dem Kinder- und Jugend-Klassiker „Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen“ von Selma Lagerlöf.

Orgelkonzerte im Kulturpalast

Filmmusik auf der Orgel, Uraufführung eines Orgelkonzerts, Orgel solo – die Eule-Orgel im Konzertsaal wird auch in der kommenden Saison wieder vielfältig zum Einsatz kommen. Palastorganistin Iveta Apkalna spielt auf ihr das Silvesterkonzert ebenso wie die Deutsche Erstaufführung des Konzerts für Orgel und Orchester von Sebastian Fagerlund und den großen Solopart in Leoš Janáèeks Glagolitischer Messe. Olivier Latry wird wieder solistisch zu Gast sein und eine CD vorstellen, die er an unserer Eule-Orgel eingespielt hat, ebenso wie der neue Star der Orgelszene Jan Liebermann. Thierry Escaich improvisiert zum Stummfilm „Das Cabinet des Dr. Caligari“, und der neue Frauenkirchenorganist Niklas Jahn gibt an der Orgel im Kulturpalast sein Debüt.

Film & Livemusik

Eine feste Säule unseres Programms sind Konzerte, mit denen wir Liebhaber:innen von Filmmusik ansprechen.
Im Rahmen der Dresdner Stummfilmtage präsentieren wir „Das Kabinett des Dr. Caligari“ von Robert Wiene aus dem Jahr 1920, an der Orgel begleitet von Thierry Escaich. 50 Jahre Star Wars feiern wir mit einem Filmkonzert in Zusammenarbeit mit Alegria Konzert. Eine Tradition sind auch unsere sommerlichen Orchesterkonzerte mit Filmmusik, diesmal treten in der „Blockbuster Battle“ Enrico Morricone, Hans Zimmer und John Williams gegeneinander an.

Zahlen 2025

Die Auslastung der Veranstaltungen der Dresdner Philharmonie betrug 2025 89,9,0 Prozent (2024: 86,9 Prozent). Es kamen 206.585 Besucher:innen, das waren ca. 20.000 mehr als im Jahr davor. Insgesamt wurden von der Dresdner Philharmonie 203 Veranstaltungen angeboten, davon 71 im Educationbereich (2024: 53). Erfreulich ist hier die stark gestiegene Auslastung, im vergangenen Jahr wurden allein durch Schulkonzerte und Probenbesuche 54.492 Schüler:innen erreicht (2024: 36.428).

Vorverkaufsstart:

Der Vorverkauf für alle Abos, für Wahlabos und Einzeltickets beginnt am Mittwoch, den 18. MÄRZ 2026 ab 10 Uhr online und vor Ort im Ticketservice.

(lifePR)

dresdnerphilharmonie.de