17. Kasseler JazzFrühling

© Garik Barseghyan auf Pixabay
  • 17. Kasseler JazzFrühling vom 27. Februar bis 28. März 2026
  • Ein Monat voller Klang, Leidenschaft und Begegnung

Wenn sich in Kassel der Winter verabschiedet, öffnet der JazzFrühling wieder seine Türen – diesmal gleich für einen ganzen Monat. Vier Wochen lang verwandelt sich die Stadt in einen Ort des Zuhörens, Staunens und Mitfieberns. Internationale Künstler:innen, spannende Projekte und musikalische Entdeckungen laden dazu ein, den Jazz in all seinen Farben zu erleben.

Gleich zu Beginn sorgt Jakob Manz mit seiner European Jazz Night für ein leuchtendes Eröffnungsfeuer. Junge Talente aus ganz Europa bringen ihre Einflüsse, Sprachen und Sounds zusammen – ein vibrierendes Miteinander voller Energie, Spielfreude und Überraschungen.

Im weiteren Verlauf trifft Berliner Soul-Jazz auf Broadway-Glamour, wenn Matti Klein und Jeff Cascaro das Publikum mit warmen Grooves und eleganten Balladen verzaubern. Klangkunst und Handwerk verschmelzen im Volkswagen-Soundorchestra, wo Trommeln auf Autoteilen und gesampelte Maschinenrhythmen zu einer faszinierenden Symphonie aus Jazz, Improvisation und industriellem Puls werden.

Lateinamerikanisches Feuer bringt das Astor Piazzolla Quinteto, das die Musik des Tango-Revolutionärs in die Gegenwart trägt. Ebenso berührend: Marco Mezquida, der in seinem Album Letter to Milos die Liebe zu seinem Sohn in zarte Melodien und leidenschaftliche Improvisationen kleidet.

Mit der Black Dog Groove Society trifft Jazz auf Funk und Soul – kraftvoll, energiegeladen, unmittelbar. Émile Parisien wiederum führt in ganz neue Klangräume, wo Jazz auf indische Rhythmen, klassische Formen und moderne Improvisation trifft – Musik, die Grenzen überwindet und Horizonte öffnet.

Auch die Gitarrenlegende Al Di Meola ist zu Gast beim 17. Kasseler JazzFrühling. Mit atemberaubender Virtuosität und weltumspannenden Rhythmen öffnet er ein musikalisches Universum, das seit Jahrzehnten fasziniert.

Virtuose Fusion von Chad Wackerman und den L.A. All-Stars, ein musikalisches Manifest für Gleichheit und Hoffnung mit Sounds of Change, sowie ein intensives Tribute an Pharoah Sanders zeigen, wie vielfältig und visionär der Jazz heute klingen kann.

In stilleren Momenten verzaubern David Helbock und Julia Hofer mit poetischen Duos, während Dieter Ilg Erinnerungen, Popsongs und Eigenkompositionen zu fein verwobenen Klanggeschichten formt. Viktoria Tolstoy und Jacob Karlzon beweisen, wie nah sich Jazz, Soul und Pop sein können – berührend, elegant und intim.

Am Ende leuchten die Farben Europas: Edgar Knecht und das Staatsorchester Kassel verbinden Volkslieder, Jazz und Klassik zu einem großen musikalischen Bekenntnis für Vielfalt und Menschlichkeit. Ein Finale, das in Erinnerung bleibt – und das Herz des Festivals spürbar macht.

Der Kasseler JazzFrühling 2026 steht für Begegnung, Offenheit und musikalische Leidenschaft. Für leise Momente und laute Jubelrufe, für das Spiel zwischen Kulturen und Generationen. Ein Monat, der den Jazz in seiner schönsten Form feiert – lebendig, neugierig und voller Seele.

Das vollständige Programm ist unter theaterstuebchen.de zu finden.