Am Samstag, dem 18. April wird der Autor und Publizist Prof. Dr. jur. Dr. phil. Michel Friedman sein Lieblingsstück vorstellen. Das verspricht ein spannender und interessanter Vormittag zu werden. Als Autor und Publizist hatte er zuletzt großen Erfolg mit seinem Buch „Fremd“, das in einer Theaterfassung mit Katharina Bach in den Münchener Kammerspielen aufgeführt und seither im Berliner Ensemble und anderen Theatern gespielt wurde. Seit Januar 2025 ist er Herausgeber des jüdischen Monatsmagazins „aufbau“.
Michel Friedman ist Honorarprofessor an der Frankfurt University of Applied Sciences und u.a. Mitglied im Stiftungsrat „Orte der deutschen Demokratiegeschichte“ und des Jüdischen Museums Berlin. 2024 erhielt er die Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt am Main. Des Weiteren ist er Moderator verschiedener Gesprächsreihen: „Friedman im Gespräch“ im Berliner Ensemble, „Friedman in der Oper“ in Frankfurt und der neuen Reihe „Friedman spricht…“ in den Münchener Kammerspielen. Sein Musikwunsch ist „Non, je ne regrette rien“ – komponiert von Charles Dumont und gesungen von Edith Piaf.
Auch der zweite Gast an diesem Morgen gibt Einblicke in ihre Arbeit als neue Leiterin des Historischen Museums Frankfurt. Dr. Doreen Mölders studierte Ur- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie und Alte Geschichte an den Universitäten Leipzig und Freiburg. Von 2013 bis 2018 war sie Kuratorin am Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz. Von 2019 bis 2025 leitete Mölders das Westfälische Landesmuseum für Archäologie und Kultur des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe. Seit 2025 ist sie Leiterin des Historischen Museums Frankfurt. Sie wünscht sich den Walzer Nr. 2 aus der Suite für Varieté-Orchester von Dmitri Schostakowitsch. Bekannt wurde diese Musik nicht zuletzt durch Stanley Kubricks Film „Eyes Wide Shut“ von 1999.
Im Gespräch der „Wünschenden“ mit Ernst August Klötzke, Professor für Musiktheorie an der HfMDK Frankfurt, soll das Publikum erfahren, warum das betreffende Werk das Lieblingswerk ist, welche emotionale Verbindung die Wünschenden zu ihm haben, wann und wo sie es kennengelernt haben, in welchen Lebenssituationen es ihnen wichtig war oder ist, ob es mit einem bestimmten Interpreten verbunden ist, ob sie mehrere Lieblingsstücke haben und vieles mehr. Das Lieblingsstück muss im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten aufführbar sein, das heißt ein Solo-Werk, Kammermusik oder ein Lied; dies wird im Vorfeld von den jungen Künstlern erarbeitet.
Die HfMDK freut sich sehr über diese Kooperation, da sie damit ihren Studierenden die Möglichkeit gibt, sich in einem der attraktivsten Veranstaltungsorte Frankfurts zu präsentieren.
Die Gesellschaft der FREUNDE der Alten Oper Frankfurt möchte mit dieser anderen Art der Präsentation von Musik möglichst viele Menschen erreichen, die einen Zugang zur Musik suchen und diesen bei den Konzerten der üblichen Form noch nicht gefunden haben. Als FREUND der Alten Oper kann man auf finanzielle und ideelle Weise Engagement für ein qualitätsvolles Musikangebot in der Rhein-Main-Region zeigen und dabei noch in Sonderveranstaltungen für sich selbst profitieren.
„Mein Lieblingsstück“
Samstag, den 18. April 11 Uhr
Mozart Saal der Alten Oper Frankfurt
Karten: 20 Euro; weitere Informationen und Kartenreservierungen: 0 69/1340-322
Tageskasse jeweils 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn im Vestibül der Alten Oper
Eintritt frei für Studierende der HfMDK Frankfurt und für Mitglieder der Gesellschaft der FREUNDE der Alten Oper Frankfurt.
Programm
Charles Dumont (1929-2024): „Non, je ne regrette rien“
Hannah Lindner (Chanson)
Günter Lehr (Klavier)
Dmitri Schostakowitsch (1906-1975): Walzer Nr. 2 aus der Suite für Varieté-Orchester in der Fassung für Klavierquartett
Jiachen Cao, Alice Grouchman (Violine)
Mengyaun Zhang (Violoncello)
Yu-Hsin Chang (Klavier)
Mitwirkende: Studierende der HfMDK Frankfurt
Moderation: Prof. Ernst August Klötzke
