TV-Tipps arte:

arte und 3sat übertragen in ihrem umfangreichen Programmen regelmäßig Dokumentationen über Künstler und Kulturereignisse, dazu Konzerte (von Klassik über Pop & Rock bis Heavy Metal), Musicalfilme, Opern-, Tanz- und Theatervorstellungen.
Diese Seite informiert über bevorstehende interessante Ausstrahlungstermine auf arte aus dem Kulturbereich.


Programmwoche 48:

Montag, 23.11. / 23:30 Uhr / Ryan Gosling ~ Hollywoods Halbgott
Dokumentation, Deutschland, 2018, ARTE 52 Min.
Regie: Jana Buchholz
Wiederholung vom 16.10.

Dienstag, 24.11. / 05:00 Uhr / Musikfest Bremen 2019 ~Vox Luminis mit Werken von Bach und Pachelbel
Musik, Deutschland, 2019, ZDF 46 Min.
Regie: Martin Schneider
Komponist: Johann Pachelbel, Johann Sebastian Bach
Dirigent: Lionel Meunier
Orchester: Rotterdam Philharmonic Orchestra
Mit: Ensemble Vox Luminis
Wiederholung vom 08.11.

Mittwoch, 25.11. / 05:00 Uhr / Teodor Currentzis in der Sainte-Chapelle von Paris
Musik, Frankreich, 2019, ARTE F 51 Min.
Regie: Francois-René Martin
Dirigent: Teodor Currentzis
Chor: musicAeterna byzantina
Wiederholung vom 15.11.

Donnerstag, 26.11. / 05:00 Uhr / PEACE x PEACE-Allstars beim South by Southwest-Festival
Musik, Deutschland, 2017, ZDF 46 Min.
Mit: Patrice, Fetsum, Dellé, Y’akoto
Online verfügbar von 25/11 bis 24/02

Nach dem großen Erfolg im Vorjahr präsentiert das PEACE x PEACE Festival die PxP-Allstars in einem Konzert beim South by Southwest (SXSW) Festival 2017 in Austin, Texas. Im Sommer 2016 fand in der Waldbühne Berlin auf Initiative des Musikers Fetsum das erste PxP-Festival statt, ein Benefiz-Festival für Kinder im Krieg und auf der Flucht. Mehr als 20 Stars unterstützten die Initiative des Musikers und setzten ein Zeichen für globale Solidarität. Beim SXSW 2017 sind neben Fetsum außerdem mit dabei: der Sänger Patrice, die Soulsängerin und Songwriterin Y’akoto und der deutsche Reggae-Musiker Dellé.

Nach dem großen Erfolg im Vorjahr präsentiert das PEACE x PEACE Festival die PxP-Allstars in einem Konzert beim SXSW 2017 in Austin, Texas. Im Sommer 2016 fand in der Waldbühne Berlin auf Initiative des Musikers Fetsum das erste PxP-Festival statt, ein Benefiz-Festival für Kinder im Krieg und auf der Flucht. Mehr als 20 Stars unterstützten die Initiative des Musikers und setzten ein Zeichen für globale Solidarität. Wegen des überwältigenden Zuspruchs erfährt das Waldbühnen-Event nun eine Neuauflage.

Beim SXSW 2017 wollen die PxP-Allstars ebenfalls mit gutem Beispiel vorangehen. Mit dabei: der Initiator des PxP-Festivals, Fetsum. Kaum ein anderer Künstler ist sozial so engagiert wie er. Neben seiner EP „Light In A Dark Place“ veröffentlichte er gemeinsam mit der Politikerin Claudia Roth das Buch „So geht Deutschland – Eine Anstiftung zum Mitmachen und Einmischen“.

Außerdem tritt Musiker Patrice auf, der an Vielseitigkeit kaum zu übertreffen ist. Niemand vereint Reggae, Soul, Hip-Hop, R’n’B und Funk so gekonnt wie er. Mit Soulsängerin und Songwriterin Y’akoto haben die Allstars außerdem eine der vielversprechendsten Künstlerinnen der deutschen Musikszene an Bord geholt. Ihr Markenzeichen sind tiefgründige Texte und ihr reduzierter Sound.

Frank Dellé, der als einer der drei Frontmänner von Seeed maßgeblich ihren Sound mitprägte, vervollständigt die Truppe. Mit seinem Album „Neo“ ist Dellé ein großer Wurf gelungen, der ihn in die oberste Kategorie deutscher Reggae-Musiker katapultiert hat.

Freitag, 27.11. / 05:00 Uhr / Tracks
Magazin, Frankreich, 2020, ARTE F 30 Min.
Regie: Realisateurs Differents
Journalist: David Combe, Jean-Marc Barbieux
Wiederholung

Freitag, 27.11. / 22:45 Uhr / Tracks Night: Es wird Zeit!
Schwerpunkt: Es wird Zeit!
Magazin, Deutschland, 2020, ZDF 90 Min.
Erstausstrahlung

„Es wird Zeit!“ – die Generation Change übernimmt das Kommando auf ARTE mit einer „Tracks Night“. Mit einer guten Dosis Popkultur dockt die Sondersendung „Tracks Night“ an die ARTE-Kampagne „Es wird Zeit!“ an, moderiert von Salwa Houmsi. Zu Gast sind Fridays-for-Future-Ikone Luisa Neubauer, das junge Musiktalent Sega Bodega und der energisch-düstere Rapper Zebra Katz.

Die drängenden Anliegen der unter 30-Jährigen werden heute Nacht nicht nur besprochen, sondern auch gefeiert: mit Livemusik direkt aus dem Club. Wie sehen Partys in Zeiten von Corona aus? Was macht die Black-Lives-Matter-Bewegung in Europa? Und wie schlägt sich die Klimakrise in der Kunst nieder? In Form von Beiträgen und Talks geht die „Tracks Night“ diesen Fragen nach und lässt sich von der Generation Z den Weg in die Zukunft weisen.

(1): Luisa Neubauer – Das Sprachrohr ihrer Generation
Luisa Neubauer ist wahrscheinlich die bekannteste Klimaschützerin Deutschlands – und eines der wichtigsten Sprachrohre ihrer Generation. Die Forderung nach einem sauberen Planeten war lange nicht so laut wie bei der Generation Z. Darüber spricht Salwa Houmsi mit Luisa Neubauer – und hat für die junge Aktivistin ein paar musikalische Überraschungen parat.

(2): Sega Bodega – Der Sound der Gen Z
Wenn er nicht gerade aufstrebende Acts wie Shygirl oder Oklou produziert, schreibt Sega Bodega selbst Hits, deren Vibe zwischen sexy und melancholisch liegt. Im Frühjahr erschien sein Debütalbum „Salvador“. Darauf vereint Sega Bodega Future-R&B-Beats mit Elektropop-Melodien. ARTE lässt sich in der „Tracks Night“ von ihm bezirzen.

(3): Zebra Katz – Pulsierende Bässe sind die Message
Die Wahl Trumps war der Tropfen, der das Fass für Zebra Katz zum Überlaufen brachte. Der Rapper zog von New York nach Berlin. Mit seinen bedrohlich-betörenden Tracks war er ohnehin schon auf europäischen Bühnen zu Hause, ob sie Kopenhagener Konzerthaus oder Berghain heißen. Bei der „Tracks Night“ zieht die Queer-Rap-Ikone mit pulsierenden Bässen und fauchenden Zeilen das Tempo an.

Freitag, 27.11. / 00:20 Uhr / Berlin Live: Nouvelle Vague
Musik, Deutschland, 2020, ZDF 60 Min.
Regie: Stefan Mathieu, Hannes Rossacher
Online verfügbar von 26/11 bis 27/12
Erstausstrahlung

Nouvelle Vague, zu deutsch Neue Welle, ist ein Projekt der beiden französischen Musiker Marc Collin und Olivier Libaux. Sie nehmen Klassiker der 70er und 80er und verwandeln sie in lateinamerikanische Bossa-nova-Songs. Hinzu kommen erstmals eigenkomponierte Lieder. Mit ihrer “15 Years Anniversary Tour” feierten Nouvelle Vague weltweit mit ihren Fans.
Für “Berlin Live” spielen sie ein exklusives Konzert im Neuköllner Szeneclub Schwuz.

Nouvelle Vague, zu deutsch Neue Welle, ist ein Projekt der beiden französischen Musiker Marc Collin und Olivier Libaux. Sie nehmen Klassiker der 70er und 80er und verwandeln sie in lateinamerikanische Bossa-nova-Songs. Für die Gesangsparts suchen sich die beiden Produzenten Sängerinnen, denen die Songs vorher nicht bekannt waren. So versuchen sie, eine wirkliche Neuinterpretation zu erreichen. Hinzu kommen erstmals eigenkomponierte Lieder. Mit ihrer “15 Years Anniversary Tour” feierten Nouvelle Vague weltweit mit ihren Fans.

New Wave, Bossa nova, Nouvelle Vague – drei Begriffe, die letztlich ein und dieselbe Bedeutung haben: Es geht immer um etwas Neues, um eine stilistische Gegenbewegung, die schließlich doch gewaltig überschwappen, zahllose Anhänger finden und eine ganze Ära definieren sollte. Zugleich sind New Wave, Bossa Nova und Nouvelle Vague drei Leidenschaften, die Marc Collin und Olivier Libaux miteinander verbinden und die sie seit nunmehr sieben Jahren in ihrem gleichnamigen musikalischen Projekt – Nouvelle Vague – zu einer Einheit verschmelzen.

Für “Berlin Live” spielen sie ein exklusives Konzert im Neuköllner Szeneclub Schwuz.


Programmwoche 49:

Samstag, 28.11. / 05:25 Uhr / Pierre Richard – Komiker par excellence
Dokumentation, Frankreich, 2017, ARTE F 52 Min.
Regie: Gregory Monro
Wiederholung vom 21.11.

Samstag, 28.11. / 00:15 Uhr / Square für Künstler: Carte Blanche für Ulli Lust
Magazin, Frankreich, 2018, ARTE 27 Min.
Regie: Ulli lUst, Kai Pfeiffer
Online verfügbar von 21/11 bis 28/12

„Square“ ist das bimediale Magazin auf ARTE. Die Sendung stellt die philosophischen, literarischen, künstlerischen und technischen Innovationen unserer heutigen Gesellschaften in den Mittelpunkt. Es geht um neue Ideen in allen Bereichen – nicht nur in Deutschland und Frankreich, sondern weltweit. „Square“ befasst sich vor allem mit dem Blick der Kreativen und Künstler auf eine Welt, die sich rasant bewegt.

Ulli Lust und Kai Pfeiffer sind Comiczeichner, beide leben in Berlin. Für „Square“ machten sie sich auf, den letzten Dschungel Europas zu erkunden: den Białowieża-Nationalpark. Mit seinen über 870 Quadratkilometern ist Białowieża das natürlichste Waldgebiet im europäischen Tiefland. Zehntausend Jahre ist er alt, ein Erbe der Eiszeit. Er liegt im Osten Polens und grenzt an Weißrussland. Ende des 19. Jahrhunderts kam der russische Zar hierher zum Jagen. Auch heute leben in Białowieża noch Wisente. Eine geschützte Tierart – Ulli Lust und Kai Pfeiffer waren deshalb umso erstaunter, ihr Fleisch auf den Speisekarten der lokalen Restaurants zu finden und gingen der Sache nach … Die Eichen des Waldes sind über 400 Jahre alt, die Fichten über 50 Meter hoch, die Pilze eine wahre Fundgrube für Spezialisten. Für ihren Film unterhielten sich die beiden Zeichner mit Forschern des Nationalparks, aber auch mit Waldschützern. Denn obwohl die UNESCO 1979 einen Teil des Białowieża-Nationalparks zum Biosphärenreservat erklärte, wird außerhalb dieser streng geschützten Kernzone nach wie vor abgeholzt. Das weckt Widerstand. „Urwald“ ist eine filmische Bestandsaufnahme mit Humor. Dafür hat sich Kai Pfeiffer selbst an den Sound gemacht.

Sonntag, 29.11. (1. Advent) / 05:15 Uhr / TWIST
Magazin, Deutschland, Frankreich, Spanien, 2020, WDR 30 Min.
Wiederholung vom 22.11.

Sonntag, 29.11. (1. Advent) / 05:45 Uhr / Drum Stories
Dokumentation, Deutschland, 2019, HR 53 Min.
Regie: Natascha Pflaumbaum
Wiederholung vom 22.11.

Sonntag, 29.11. (1. Advent) / 06:40 Uhr / Leonardo da Vinci und die Flora-Büste
Dokumentation, Deutschland, 2020, ZDF 52 Min.
Regie: Margarete Kreuzer
Wiederholung vom 22.11.

Sonntag, 29.11. (1. Advent) / 07:35 Uhr / Jane Birkin – Muse, Sexsymbol, Ikone
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 53 Min.
Regie: Clélia Cohen
Wiederholung vom 20.11.

Sonntag, 29.11. (1. Advent) / 09:10 Uhr / Alles Philo! Freiheit
Kindersendung, Frankreich, 2020, ARTE 27 Min.
Regie: Brigitte Barbier
Erstausstrahlung

Selbständiges Denken will gelernt sein. Wie bilden sich Zehn- bis 14-Jährige im 21. Jahrhundert ihr eigenes Urteil und ziehen ihre Schlüsse? “Alles Philo!” bietet eine Einführung in die Philosophie. Philomène, eine 13-jährige Zeichentrickfigur, stellt Fragen zu den Themen Gerechtigkeit, Liebe, Anderssein, Tod und Freiheit und lernt so nicht nur die großen Philosophen, sondern auch deren Denkweisen kennen.

In dieser Folge fragt “Alles Philo!” danach, was Freiheit bedeutet. Heißt Freiheit wirklich, dass man tun darf, was man möchte? Dieses Ideal entpuppt sich als Illusion, denn man tut sehr selten wirklich das, was man möchte. Doch statt über mangelnde Freiheit zu klagen oder, schlimmer noch, die eigene Freiheit ganz aufzugeben, schlägt “Alles Philo!” vor, Freiheit neu zu definieren.

Tatsächlich ist der Mensch schon durch seine Grundbedürfnisse – Wärme, Schlaf- und Trinkbedürfnis – in seiner Freiheit eingeschränkt. Niemand kann drei Tage lang durch die Wüste wandern, ohne zu essen und zu schlafen! Kaum einer kann in einem eiskalten Fluss baden, ohne sein Leben zu riskieren! Schränken diese Schwächen den Menschen in seiner Freiheit ein? “Alles Philo!” findet: ganz im Gegenteil! Freiheit neu zu definieren, heißt, die eigenen körperlichen Grenzen als naturgegeben anzusehen und die Möglichkeit anzuerkennen, trotz allem aus verschiedenen Optionen wählen zu können.

Sonntag, 29.11. (1. Advent) / 10:10 Uhr / Betty Davis – The Queen of Funk
Dokumentation, Frankreich, 2016, ARTE F 53 Min.
Regie: Phil Cox
Wiederholung vom 10.11.

Sonntag, 29.11. (1. Advent) / 11:00 Uhr / Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten! Die Uhr von Marlon Brando
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2019, ARTE F 26 Min.
Regie: Antoine Coursat
Erstausstrahlung

Jedes Jahr wechseln in Auktionshäusern Tausende Gegenstände ihre Besitzer. Die Doku-Reihe wandelt auf den Spuren berühmter Persönlichkeiten, erinnert an vergessene Handwerkstechniken, reist an geheime Orte, blickt in Hinterhöfe, öffnet alte Schränke und entstaubt so manches Archiv. In der aktuellen Folge kommt die Rolex GMT-Master unter den Hammer, die dem Schauspieler Marlon Brando gehörte und die er in Francis Ford Coppolas Kultfilm “Apocalypse Now” trug.

In New York werden unweit der Theater und Kinos des Broadways bei der “Game Changers”-Auktion außergewöhnliche Prestigeuhren versteigert, die zuvor im Besitz berühmter Persönlichkeiten waren. Ein Exemplar sticht bei der Versteigerung besonders hervor: Marlon Brandos Rolex GMT-Master, die der Schauspieler in Francis Ford Coppolas Kriegsdrama “Apocalypse Now” trug. Brandos persönliche Uhr, die er noch dazu in einem Kultfilm trug – das ist Gold wert! Doch was ist aus der Drehlünette dieser Rolex geworden? Wer verkauft das legendäre Exemplar, um das sich die renommiertesten Sammler reißen? Und warum wurde überhaupt die Marke Rolex zum Promi-Liebling Nummer eins?

Zusatzinfo:
Jedes Jahr wechseln in Auktionshäusern Tausende Objekte den Besitzer. Viele sind einzigartig – aufgrund ihrer Machart, ihres Zwecks oder der Menschen, die sie besaßen, also wegen ihrer Geschichte. Jede Folge der Reihe ist einem Objekt oder Werk gewidmet, das für eine ganze Epoche steht und von denen erzählt, die es hergestellt oder besessen haben. Dabei wird auch deutlich, mit welcher Liebe und Leidenschaft diese Menschen oft an “ihrem Stück” hingen. Darüber hinaus gewährt der Film Einblicke in das verschworene Sammlermilieu mit seinen originellen, nicht selten geheimnisvollen Akteuren.

Sonntag, 29.11. (1. Advent) / 13:25 Uhr / Vom Schreiben und Denken. Die Saga der Schrift (1/3): Der Anfang
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2020, ARTE F 51 Min.
Regie: David Sington
Wiederholung vom 21.11.

Sonntag, 29.11. (1. Advent) / 14:20 Uhr / Vom Schreiben und Denken. Die Saga der Schrift (2/3): (2): Imprimatur. Buch und Zivilisation
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2020, ARTE F 51 Min.
Regie: David Sington
Wiederholung vom 21.11.

Sonntag, 29.11. (1. Advent) / 15:10 Uhr / Vom Schreiben und Denken. Die Saga der Schrift (3/3): Eine neue Ära
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2020, ARTE F 53 Min.
Regie: David Sington
Wiederholung vom 21.11.

Sonntag, 29.11. (1. Advent) / 16:05 Uhr / Chagall ~ Ein Maler zwischen den Welten
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 52 Min.
Regie: Laurence Jourdan
Erstausstrahlung

Marc Chagall war ein Künstler zwischen zwei Welten, zwischen traditioneller Kunst und Moderne, Figuration und Abstraktion. Der Film begleitet ihn auf einer wichtigen Etappe seines Lebens von 1910 bis 1930, zwischen Paris und Witebsk. Chagalls Heimatstadt war ein Labor für die russische Künstleravantgarde in Weißrussland, während im Paris dieser Zeit ein bedeutendes Kapitel der Kunstgeschichte geschrieben wurde.

Die Dokumentation „Chagall – Ein Maler zwischen den Welten“ zeichnet den persönlichen und künstlerischen Werdegang von Marc Chagall nach und stützt sich dabei auf seine sehr poetischen Schilderungen in der Autobiografie „Mein Leben“ sowie auf in der Sowjetunion veröffentlichte Artikel. Gleichzeitig zeichnet sie das Porträt einer Künstlergeneration, die zwischen 1910 und 1930 ihren eigenen Weg zwischen Volkskunst und Moderne fand.

Manche dieser Künstler kamen vor dem Ersten Weltkrieg nach Paris, weil sie frei malen wollten. Einige schlossen sich Kubismus oder Fauvismus an, andere suchten nach einem jüdischen Stil in der Kunst. Marc Chagall gründete nach dem Krieg in seiner Heimatstadt Witebsk eine Kunstschule, die das einfache Volk an die Kunst und die Revolution heranführen sollte und zu einer wichtigen Wirkungsstätte der russischen Avantgarde in der jungen Sowjetunion wurde. Doch unvermeidlich kam es hier auch zu künstlerischen Richtungsstreits und menschlichen Konflikten.

Am Beispiel des faszinierenden Lebensweges von Chagall veranschaulicht die Filmemacherin Laurence Jourdan das für diese Zeit der politischen, künstlerischen und menschlichen Umbrüche charakteristische Spannungsverhältnis zwischen Verwurzelung in der Tradition und Modernität, nach der diese Generation junger russischer Künstler strebte.

Sonntag, 29.11. (1. Advent) / 17:05 Uhr / TWIST
Magazin, Deutschland, 2020, SWR 30 Min.
Regie: Diverse
Autor: Diverse
Moderation: Bianca Hauda, Romy Strassenburg
Erstausstrahlung

Sonntag, 29.11. (1. Advent) / 17:55 Peter Tschaikowsky: Symphonie Nr. 4 f-Moll op. 36
Musik, Deutschland, 2020, MDR 48 Min.
Regie: Ute Feudel
Komponist: Pjotr Tschaikowski
Dirigent: Andris Nelsons
Orchester: Gewandhausorchester Leipzig
Erstausstrahlung

Mit der 4. Symphonie von Peter Tschaikowsky ist die Aufzeichnung der Trias der “großen” Symphonien des russischen Komponisten komplett. Interpretiert wird sie durch das Leipziger Gewandhausorchester unter seinem Chefdirigenten Andris Nelsons.

Noch während Peter Tschaikowsky in den Sommermonaten 1877 an seiner 4. Symphonie arbeitete, entschied er sich, das Werk Nadeschda von Meck zu widmen. Die Unternehmerwitwe tat sich als äußerst kunstsinnige und fachkundige Mäzenin hervor, wobei sie Tschaikowsky am meisten begünstigte. Auf den ersten Blick folgt die Symphonie dem klassischen Muster: vier Sätze, der erste lang, mit einer getragenen Einleitung vor dem lebhaften, sonatenförmigen Hauptteil, die weiteren Sätze kürzer und übersichtlich: Canzona und Scherzo dreiteilig, das Finale ein Rondo. Auf den zweiten Blick allerdings erweist sich die Vierte als Seelendrama – das erste in der Folge der drei letzten großen Symphonien Tschaikowskys. Dabei steht die klassische Form dem musikalischen Bekenntnischarakter im Wege – wie gesellschaftliche Normen der Selbstverwirklichung des Einzelnen im Wege stehen. Erst in seiner sechsten und letzten Symphonie “Pathétique” verwarf Tschaikowsky die klassischen Normen und erreichte Kongruenz zwischen seinem persönlichen Ausdrucksbedürfnis und der musikalischen Form. Mit der 4. Symphonie von Peter Tschaikowsky ist die Aufzeichnung der Trias der “großen” Symphonien (4 bis 6) des russischen Komponisten komplett und liegt ARTE in einer ausgezeichneten Interpretation durch das Gewandhausorchester unter seinem Chefdirigenten Andris Nelsons vor.

Sonntag, 29.11. (1. Advent) / 22:40 Uhr / Tom Cruise: Mann mit zwei Missionen
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 53 Min.
Regie: Regis Brochier
Erstausstrahlung

Mit seinem Film „Top Gun – Sie fürchten weder Tod noch Teufel“ avancierte Tom Cruise zum Weltstar. Heute spielt er immer noch in Hollywoods oberster Liga; ein beeindruckender Schauspieler, der mit zahlreichen Starregisseuren wie Stanley Kubrick und Martin Scorsese zusammengearbeitet hat. Er gilt als der große Actionstar Hollywoods, privat ist seine Person aber nicht unumstritten. Warum sieht sein Publikum immer wieder über die Schattenseiten seiner Persönlichkeit hinweg?

Der US-Schauspieler Tom Cruise – er gilt als der große Actionstar Hollywoods, privat ist seine Person aber nicht unumstritten. Seit 40 Jahren beim Film, genießt er heute Weltruhm, reiht Blockbuster an Blockbuster und wagt immer halsbrecherische Stunts. Kürzlich verkündete er sogar, er werde bald im Weltraum drehen und der erste orbitale Seiltänzer der Menschheitsgeschichte sein – ganz ohne Unterstützung durch Spezialeffekte. Tom Cruise drehte mit renommierten Regisseuren wie Martin Scorsese („Die Farbe des Geldes“), Sydney Pollack („Die Firma“), Oliver Stone („Geboren am 4. Juli“), Michael Mann („Collateral“), Paul Thomas Anderson („Magnolia“) und Steven Spielberg („Krieg der Welten“, „Minority Report“). Er geht voll und ganz in seinen Rollen auf; mit seinem strahlenden Lächeln steht er für jugendliche Männlichkeit und ist als Held von „Top Gun – Sie fürchten weder Tod noch Teufel“ ebenso überzeugend wie als Hauptdarsteller des letzten Kubrick-Films „Eyes Wide Shut“. Doch trotz all dieser Erfolge hat Hollywood seinen Kultstar nie mit einem Oscar belohnt. Auf der Höhe seines Ruhms kam Cruise zu Fall, als er sich immer stärker bei der Sekte Scientology engagierte, zu deren prominentesten Gesichtern er zählt. Alle seine Frauen haben ihn verlassen, von Nicole Kidman bis zu Katie Holmes, und er scheint im Leben sehr alleine zu sein. Liegen die Ursachen in seiner schwierigen Kindheit und Jugend: bei seinem gewalttätigen Vater, der von seiner Mutter verlassen wurde? Tom Cruises Filme verraten einiges über ihn, denn er interpretiert die Drehbücher immer wieder neu, um viel von seiner eigenen Geschichte hineinzulegen. Warum sieht sein Publikum immer wieder über die Schattenseiten seiner Persönlichkeit hinweg?

Sonntag, 29.11. (1. Advent) / 23:35 A Modern Man
Dokumentation, Deutschland, Dänemark, 2016, BR 58 Min.
Regie: Eva Mulvad

Charlie Siem ist Soloviolinist. Er ist gerade mal Anfang 30, hochbegabt, smart, sieht blendend aus und stammt aus einer Milliardärsfamilie. Er hat Fans weltweit und neben seiner Karriere auf den großen Konzertbühnen der Welt auch noch Erfolg als Model für Hugo Boss, Armani und Co. Das Leben scheint es sehr gut mit ihm zu meinen, nur zufrieden scheint Charlie nie zu sein. Getrieben von den eigenen hohen Ansprüchen, pendelt er zwischen ausverkauften Konzerten und den Häusern in Monte Carlo, London und Florenz hin und her. Immer auf der fast schon verzweifelten Suche nach Perfektion und einem Platz ganz oben, hadert er mit sich und seiner Position in der Welt. Dabei überwältigen ihn existenzielle Fragen: Wofür lohnt es sich zu leben, wenn es nach außen scheint, als habe man schon alles? Wie werde ich erfolgreich und glücklich? Wie gelingt es, einem übermenschlichen Erwartungsdruck standzuhalten, der teils von außen und teils nur aus ihm selbst heraus auf ihm lastet? Mit großem Feingefühl gibt die vielfach mit Preisen bedachte dänische Filmemacherin Eva Mulvad Einblick in eine Welt der Reichen und Schönen, die den meisten verborgen bleibt. Nuancenreich zeichnet sie das beeindruckend filigrane und vielschichtige Porträt eines jungen Mannes auf der Suche nach Perfektion.

Sonntag, 29.11. (1. Advent) / 00:35 Uhr / Valery Gergiev dirigiert Strauss und Mahler
Die vier letzten Lieder mit Diana Damrau

Musik, Frankreich, 2020, ARTE F 98 Min.
Regie: Francois-René Martin
Komponist: Richard Strauß, Gustav Mahler
Dirigent: Valery Gergiev
Orchester: Münchner Philharmoniker
Online verfügbar von 22/11 bis 24/11
Erstausstrahlung

Zwei ergreifende spätromantische Kompositionen des 20. Jahrhunderts: Der russische Dirigent Valery Gergiev und die ihm treu ergebenen Münchner Philharmoniker schließen sich für einen Abend mit der Sängerin Diana Damrau zusammen und interpretieren in der Pariser Philharmonie „Vier letzte Lieder“ von Richard Strauss und Gustav Mahlers 5. Symphonie.

„Vier letzte Lieder“ ist in gewisser Weise das musikalische Testament des Komponisten. Sie sind komponiert für Sopran und Orchester und sind ein musikalischer Streifzug durch den Lebenszyklus, vom Frühling bis zum Abendrot – ein bewegender Abgesang auf das Leben. Strauss schrieb das Werk im Alter von 84 Jahren und hat seine Aufführung niemals erlebt: Es wurde 1950 das erste Mal gesungen. Dieses Spätwerk gilt auch als letztes Werk der Postromantik. Seine vielfältigen Nuancen arbeitet Sopranistin Diana Damrau mit viel Feingefühl heraus.

Gustav Mahlers zwischen 1901 und 1902 entstandene 5. Symphonie ist dagegen eher düster. Sie stellt einen Wendepunkt in Mahlers Werk dar, der hier gänzlich auf Gesangsstimmen verzichtet. Der Komponist war zum Zeitpunkt ihres Entstehens künstlerischer Leiter an der Wiener Oper und sprühte auf dem Gipfel seiner Karriere geradezu vor kreativer Energie. Filmfreunde werden in dem Werk die Musik zu Viscontis berühmtem Film „Tod in Venedig“ wiedererkennen. Unter der Leitung von Valery Gergiev erreicht die Partitur ihre ganze Kraft und eine große Tragweite.

Montag, 30.11. / 05:55 Uhr / Peter Tschaikowsky: Symphonie Nr. 4 f-Moll op. 36
Musik, Deutschland, 2020, MDR 48 Min.
Regie: Ute Feudel
Komponist: Pjotr Tschaikowski
Dirigent: Andris Nelsons
Orchester: Gewandhausorchester Leipzig
Wiederholung vom 29.11.

Montag, 30.11. / 10:35 Uhr / GEO Reportage: Gitarren und Flamenco in Granada
Reportage, Deutschland, 2018, ARTE 52 Min.
Regie: Stefan Richts

Gitarrenmusik, Instrumentenbau und Flamenco sind bedeutende Teile der andalusischen Kultur. So wie die zwölfjährige Claudia Calle möchten viele junge Menschen im Süden Spaniens durch die Musik berühmt werden: als Tänzer, Musiker oder Instrumentenbauer. Claudia trainiert viermal die Woche und übt nebenher mit dem 23-jährigen Musiker Alvaro Pérez für ihre Auftritte als Flamenco-Tänzerin. Alvaro Pérez spielt seit seinem sechsten Lebensjahr Gitarre und hat schon einige Wettbewerbe gewonnen. Er kauft seine Instrumente bei Francisco Manuel Díaz, einem der dienstältesten Gitarrenbauer Andalusiens.

Das Zentrum des handwerklichen Gitarrenbaus weltweit ist Granada. Der dienstälteste von rund 40 Gitarrenbauern in der Stadt ist Francisco Manuel Díaz. In seiner Werkstatt unterhalb der Alhambra baut und repariert der 76-Jährige die wertvollen Instrumente. Alvaro Pérez, genannt El Martinete, lebt in Granada. Der 23-Jährige spielt seit seinem sechsten Lebensjahr Gitarre, hat bereits einige Nachwuchswettbewerbe gewonnen und plant die nächsten Karriereschritte: ein Konzert im ältesten Flamenco-Verein Spaniens und den Kauf einer neuen Flamenco-Gitarre. Die bestellt er bei Francisco Manuel Díaz. Die Musik der Stadt begeistert auch die zwölfjährige Claudia Calle. Besonders der Flamenco, der in ganz Andalusien noch immer ein lebendiger Teil der Kultur ist, hat es ihr angetan. Claudia tanzt seit ihrem vierten Lebensjahr. Unter Anleitung ihrer Lehrerin Lucía Guarnido, die jahrelang in weltberühmten Ensembles aufgetreten ist, und zum Gitarrenspiel von Alvaro Pérez lernt sie die verschiedenen Flamenco-Stile. Sie trainiert mindestens viermal pro Woche, zusätzlich übt sie derzeit zusammen mit Alvaro das Repertoire für den Auftritt im Flamenco-Verein ein, bei dem sie tanzen wird. Dass sich Granada zu einem Zentrum des Gitarrenbaus und der Gitarrenmusik entwickelte, ist kein Zufall: Die Mauren, die mehr als 700 Jahre dort herrschten, brachten im 8. Jahrhundert den Vorläufer der Gitarre, die arabische Oud, auf die Iberische Halbinsel. “GEO Reportage” begleitet Claudia Calle und Alvaro Pérez auf ihrem Weg zum Auftritt in der “Peña La Platería” – im ältesten Flamenco-Verein Spaniens.

Zusatzinfo:
“GEO Reportage” präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.

Montag, 30.11. / 23:35 Uhr / Jean Rochefort – Mit Witz und Eleganz
Dokumentation, Frankreich, 2020, ARTE F 53 Min.
Regie: Yves Riou
Erstausstrahlung

Schüchtern und doch extrovertiert? Der beliebte französische Kinoschauspieler Jean Rochefort (1930-2017) war tatsächlich beides. In über 100 Rollen erfand er sich immer wieder neu und verwischte die Grenzen zwischen Tragik und Komik. Der große schlanke Bretone mit dem Schnauzbart wurde unverhofft zum Star. Mit unveröffentlichten Aufnahmen aus Privatarchiven und Erinnerungen von Wegbegleitern sowie zahlreichen Filmausschnitten lässt das Porträt den unvergleichlichen Charme von Jean Rochefort, der im Jahr 2017 verstarb, noch einmal lebendig werden.

Elegant, albern, komisch, kindlich und sensibel – an Adjektiven mangelt es nicht, um den Schauspieler Jean Rochefort (1930-2017) zu beschreiben. Mit seinem Schnauzbart und seinem verschmitzten Lächeln verkörperte er den Franzosen alter Schule, der sich selbst nicht zu ernst nimmt. Von seiner Kindheit und Jugend hat sich Jean Rochefort bis ins Alter eine gewisse Leichtigkeit bewahrt, obwohl diese Zeit ihre Schattenseiten hatte: Während der deutschen Besatzung ging Jean Rochefort auf die weiterführende Schule. Dort identifizierte er sich mit den älteren „Zazous“, die amerikanischen Jazz und Swing hörten und sich mit ihren ausgefallenen Outfits gegen die Nazi-Kollaborateure des Vichy-Regimes auflehnten.

Später studierte Jean Rochefort am Pariser Schauspielkonservatorium und freundete sich mit Jean-Paul Belmondo, Claude Rich und Jean-Pierre Marielle an, denen er ein Leben lang verbunden blieb. Den Abschluss am Konservatorium schaffte er nicht, aber die Begegnung mit Delphine Seyrig öffnete ihm die Tür zum Theater und schließlich zum Film.

Der tiefen Melancholie, die ihn sein ganzes Leben lang begleitete, stellte er seinen Humor entgegen. Und er, der sich selbst als „hässliches Entlein“ sah, wurde vom Komiker zu einem der größten Verführer des französischen Films. Im Laufe seiner langen Karriere wurde Rochefort drei Mal mit dem wichtigsten französischen Filmpreis César ausgezeichnet. Er erhielt ihn für seine Rollen in den Filmen „Wenn das Fest beginnt …“ von 1976 und „Die Schlemmer-Orgie“ von 1978. Im Jahr 1999 erhielt er einen Ehren-César für sein Lebenswerk.

Neben seinem Beruf und den Frauen hatte Rochefort eine zweite große Leidenschaft: Pferde. Diese Liebe entwickelte sich bei den Dreharbeiten zum Film „Cartouche, der Bandit“ und nahm einen immer wichtigeren Platz in seinem Leben ein. ARTE zeigt das Porträt eines Mannes, der lange brauchte, bis er zu sich selbst stehen konnte und ein Leben lang nicht nur für künstlerische Abenteuer offen war.

Dienstag, 01.12. / 05:00 Uhr / Ground Control – Anna Calvi, Selah Sue, Sisanda Myataza
Musik, Frankreich, 2019, ARTE F 64 Min.
Regie: Sébastien Bergé
Wiederholung vom 06.11.

Mittwoch, 02.12. / 05:00 Uhr / Ben Harper & Charlie Musselwhite
Konzert in Paris
Musik, Frankreich, 2018, ARTE F 75 Min.
Regie: Laurent Hasse
Wiederholung vom 13.11.

Donnerstag, 03.12. / 05:00 Uhr / Rachmaninow – Klang einer russischen Seele
Musik, USA, 2019, WDR 43 Min.
Regie: Peter Rosen
Komponist: Sergej Rachmaninov
Mit: Denis Matsuev (Klavier), Nobujuki Tsujii (Klavier), Valentina Lisitsa (klavier), Mikhail Pletnev (Klavier), Yefim Bronfman (Klavier), Olga Kern (Klavier), Anna Fedorova (Klavier), Barry Douglas (Klavier), Alexander Kobrin (Klavier)
Wiederholung vom 22.11.

Freitag, 04.12. / 05:00 Uhr / Jacques Offenbach in Köln
Musik, Frankreich, 2012, ARTE F 43 Min.
Regie: Philippe Béziat
Komponist: Jacques Offenbach
Dirigent: Marc Minkowski
Orchester: Les Musiciens du Louvre Grenoble

Mit: Sabine Devieilhe (Sopran), Ann Hallenberg (Mezzosopran), Paul Gay (Bassbariton), Burkhard Fritz (Tenor)

Online verfügbar von 27/11 bis 03/01

ARTE würdigt den Deutschen unter den französischen Komponisten: Jacques Offenbach. In seiner Geburtsstadt Köln lassen Les Musiciens du Louvre Grenoble unter Marc Minkowski die schönsten Momente aus Offenbachs großen Werken Revue passieren. Ein „zweisprachiger“ Abend im Zeichen der Freude, des Glücks und der deutsch-französischen Freundschaft.

ARTE zeigt aus der Kölner Philharmonie ein Gala-Konzert mit Musik von Jacques Offenbach, dem Deutschen unter den französischen Komponisten. Das Ensemble Les Musiciens du Louvre Grenoble und ihr Maestro Marc Minkowski, die mit ihren Offenbach-Einspielungen seit Jahren Maßstäbe setzen, interpretieren ihre Lieblingsstücke.

Jacques Offenbach ist zwar deutscher Abstammung, hat aber die meiste Zeit seines Lebens in Paris verbracht. Er war einer der beliebtesten und einflussreichsten französischen Komponisten des Zweiten Kaiserreiches. Mitte des 19. Jahrhunderts hatte er in Paris seine eigene Bühne, das Théâtre des Bouffes-Parisiens. Seine Operetten sind bissige Satiren auf die damaligen politischen Missstände. Geboren wurde Jacques Offenbach in Deutschland, in Köln.

Bei diesem außergewöhnlichen Konzert, das in der Geburtsstadt des Komponisten aufgenommen wurde, lässt Marc Minkowski die schönsten Momente aus Offenbachs großen Werken Revue passieren und spielt auch Auszüge aus seiner romantischen Oper „Die Rheinnixen“, in der sein Gespür für eine gelungene Orchestrierung bereits hörbar ist.

Zu hören sind Auszüge – auf Deutsch und auf Französisch – aus den bekanntesten Opern und Operetten des Komponisten: „Die Rheinnixen“, „Die schöne Helena“, „Fantasio“, „Die Großherzogin von Gerolstein“, „Orpheus in der Unterwelt“, „Hoffmanns Erzählungen“, „Le Papillon“, „La Périchole“, „Pariser Leben“ und „Le voyage dans la lune“.

Freitag, 04.12. / 21:55 Uhr / Rockfield, das Studio auf dem Bauernhof
Dokumentarfilm, Großbritannien, 2017, ARTE F 60 Min.
Regie: Hannah Berryman
Produzent: Catryn Ramasut
Erstausstrahlung

Freitag, 04.12. / 23:00 Uhr / Tracks
Magazin, Frankreich, 2020, ARTE F 30 Min.
Regie: Realisateurs Differents
Journalist: David Combe, Jean-Marc Barbieux
Erstausstrahlung

Freitag, 04.12. / 23:30 Uhr / Tracks
Magazin, Deutschland, 2020, ZDF 30 Min.
Erstausstrahlung

Freitag, 04.12. / 00:05 Uhr / Liam Gallagher – Sziget Festival 2018
Musik, Ungarn, 2018, ZDF 53 Min.
Regie: Divers
Mit: Liam Gallagher
Online verfügbar von 03/12 bis 03/01

Seit 1993 findet das Sziget Festival – was übrigens schlichtweg „Inselfestival“ bedeutet – auf der Donau-Insel Óbudai mitten im Zentrum Budapests statt. Dabei zählt es zu den größten und bedeutendsten Festivals Europas. Auf über 50 Bühnen finden mehr als 1.000 Einzelveranstaltungen statt. Zahlreiche Interpreten präsentieren sich knapp eine Woche lang den etwa 500.000 Besuchern. Liam Gallagher ist die vielleicht größte Personifizierung eines Rock’n’Roll-Stars, die Großbritannien je hervor gebracht hat. Letztes Jahr veröffentlichte er 27 Jahre nach der Gründung von Oasis und unzähligen Welterfolgen sein erstes Solo-Album „As you were“. Seither tourt er mit neuer Band durch England, Europa und im Herbst nach Japan.Neben seinen neuen Songs fehlen bei seinem fulminanten Auftritt beim Sziget Festival in diesem Jahr auch seine Hits wie „Whatever“, „Supersonoc“ und „Live Forever“ nicht.Auf ARTE Concert werden viele Konzerte verschiedener Bühnen vom 8. bis 15. August live gestreamt und anschließend als VOD auf concert.arte.tv/sziget abrufbar sein.

Seit 1993 findet das Sziget Festival – was übrigens schlichtweg „Inselfestival“ bedeutet – auf der Donau-Insel Óbudai mitten im Zentrum Budapests statt. Dabei zählt es zu den größten und bedeutendsten Festivals Europas. Auf über 50 Bühnen finden mehr als 1.000 Einzelveranstaltungen statt. Zahlreiche Interpreten präsentieren sich knapp eine Woche lang den etwa 500.000 Besuchern.

Liam Gallagher ist die vielleicht größte Personifizierung eines Rock’n’Roll-Stars, die Großbritannien je hervor gebracht hat. Letztes Jahr veröffentlichte er 27 Jahre nach der Gründung von Oasis und unzähligen Welterfolgen sein erstes Solo-Album „As you were“.

Seither tourt er mit neuer Band durch England, Europa und im Herbst nach Japan.

Neben seinen neuen Songs fehlen bei seinem fulminanten Auftritt beim Sziget Festival in diesem Jahr auch seine Hits wie „Whatever“, „Supersonoc“ und „Live Forever“ nicht.

Gerade in Zeiten einer Politik wie im Ungarn Orbans und eines bedrohten Europas setzt das Festival ein Zeichen für Freiheit, Offenheit und eine multikulturelle Gesellschaft.

Auf ARTE Concert werden viele Konzerte verschiedener Bühnen vom 8. bis 15. August live gestreamt und anschließend als VOD auf concert.arte.tv/sziget abrufbar sein.

Im TV zeigt ARTE am 21. September 2018 exklusiv das Highlight-Konzert eines Headliners.

Unter anderem mit dabei:

Kendrick Lamar, Gorillaz, Lana Del Rey, Mumford and Sons, Shawn Mendes, Liam Gallagher, Lykke Li und viele mehr!


Programmwoche 50:

Samstag, 05.12. / 20:15 Uhr / Versailles – Wo Frankreich den Luxus erfand
Dokumentarfilm, Frankreich, 2020, ARTE F 90 Min.
Regie: Stéphane Bégoin
Erstausstrahlung

Man könnte meinen, Luxusgüter stammten von jeher aus Frankreich. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass das Land sich einst in China und Venedig mit hochwertiger Ware eindeckte, deren Herstellung lange Zeit ein wohlgehütetes Geheimnis war. Erst Mitte des 17. Jahrhunderts unter Ludwig XIV. erschloss Frankreich sich neue Märkte.
Für den Aufbau einer eigenen Luxusindustrie war den königlichen Gesandten jedes Mittel recht: Industriespionage, Entführungen, Abwerbungen oder Innovationen. Mehrere Jahrhunderte lang versorgte Versailles ganz Europa mit französischen Luxusgütern.

Wer Ende des 18. Jahrhunderts Luxus suchte, fuhr nach Paris. Feines Linnen, Frittenporzellan aus Sèvres, Spiegelglas von Saint-Gobain, Seide aus Lyon, Spitze aus Alençon und viele weitere Luxusgüter waren der Inbegriff französischer Handwerkskunst, um die ganz Europa Frankreich beneidete.

Luxus ist so untrennbar mit Frankreich verbunden, dass man meinen könnte, es sei schon immer so gewesen. Doch erst der Ehrgeiz des Sonnenkönigs Ludwigs XIV. und seines Finanzministers Colbert ermöglichte es Frankreich, sich Mitte des 17. Jahrhunderts neue Märkte zu erschließen.

1665 herrschte Ludwig XIV. über ein hochverschuldetes Land. Der Militärhaushalt verschlang Unsummen, die Wirtschaftskrise hatte das Land finanziell ausgeblutet. Oberste Priorität hatte daher die Schaffung von Arbeitsplätzen. In dieser schwierigen Lage wählte der Sonnenkönig eine innovative Geschäftsstrategie: Er ließ staatliche Produktionsstätten errichten, die mit Hilfe neuer technischer Verfahren hochwertige Luxusgüter herstellten. Die königlichen Manufakturen wurden zur Speerspitze der merkantilistischen Wirtschaftspolitik. Die mit technischem Know-how und handwerklichem Können gefertigten Luxusgüter wurden nach ganz Europa exportiert. Sie spülten Geld in die Staatskasse.

Versailles stand für meisterliche Handwerkskunst, wirtschaftlichen Aufschwung und neue Formen höfischer Gesellschaft. Von dort trat französischer Luxus seinen Siegeszug an. Am Vorabend der Revolution wurde die Vorliebe für Prunk und Pracht, einst dem Adel vorbehalten, von einem neuen Lebensstil “à la française” abgelöst, den sich auch das aufstrebende Bürgertum leisten konnte. Französischer Luxus eroberte die Welt und wurde zum Markenzeichen.

Sonntag, 06.12. (2. Advent) / 05:00 Uhr / TWIST
Magazin, Deutschland, 2020, SWR 30 Min.
Regie: Diverse
Autor: Diverse
Moderation: Bianca Hauda, Romy Strassenburg
Wiederholung vom 29.11.

Sonntag, 06.12. (2. Advent) / 09:00 Uhr / Tom Cruise: Mann mit zwei Missionen
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 53 Min.
Regie: Regis Brochier
Wiederholung vom 29.11.

Sonntag, 06.12. (2. Advent) / 09:55 Uhr / Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten!
Das handsignierte Album von Tim und Struppi
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2019, ARTE F 26 Min.
Regie: Antoine Coursat
Erstausstrahlung

Jedes Jahr wechseln in den Auktionshäusern der Welt Tausende Objekte und Werke den Besitzer. Viele sind einzigartig – aufgrund ihrer Machart, ihrem Zweck oder ihren einstigen Besitzern. Die Dokumentationsreihe erzählt aus dem bewegten Leben einiger dieser Gegenstände. Im südfranzösischen Cannes werden bei einer Auktion namens “Von der Erde zum Mond” Gegenstände versteigert, die den alten Wunsch des Menschen veranschaulichen, den Himmel zu erobern. Das begehrteste Objekt ist das Comicalbum “Tim & Struppi: Schritte auf dem Mond” von Hergé mit Autogrammen des Autors und der Apollo-11-Besatzung.

Die südfranzösische Hafenstadt Cannes ist bekannt für ihre Filmfestspiele. Doch dieses Mal geht es ausnahmsweise nicht ums Kino und seine Stars, sondern um Raumfahrt: Bei einer Auktion namens “Von der Erde zum Mond” werden Gegenstände versteigert, die den alten Wunsch des Menschen veranschaulichen, den Himmel zu erobern. Das begehrteste Objekt der Auktion ist das Comicalbum “Tim & Struppi: Schritte auf dem Mond” von Hergé mit Autogrammen des Autors und der Besatzung von Apollo 11. Wie viel ist dieses spezielle Album wert, dessen unsignierte Exemplare es heute für ein paar Euro neu zu kaufen gibt? Und wie kam es dazu, dass die Raumfahrer ihre Signatur neben die des großen belgischen Comicautors setzten?

Sonntag, 06.12. (2. Advent) / 16:10 Uhr / TWIST
Magazin, Deutschland, 2020, HR 30 Min.
Autor: N.N.
Erstausstrahlung

Sonntag, 06.12. (2. Advent) / 16:45 Uhr / Karambolage
Magazin, Frankreich, 2020, ARTE F 11 Min.
Regie: Claire Doutriaux
Erstausstrahlung

Sonntag, 06.12. (2. Advent) / 17:00 Uhr / Giuseppe Verdi: Simon Boccanegra aus der Oper Zürich
Schweiz, 2020, SWR 177 Min.
Regie: Michael Beyer
Inszenierung: Andreas Homoki
Dirigent: Fabio Luisi
Orchester: Philharmonia Zürich
Chorleitung: Janko Kastelic
Chor: Chor der Oper Zürich
Libretto: Arrigo Boito, Francesco Maria Piave
Bühnenbild / Ausstattung / Bauten: Christian Schmidt
Licht: Franck Evin
Dramaturgie: Fabio Dietsche
Komponist und Autor: Giuseppe Verdi

Mit: Jennifer Rowley (Maria Boccanegra), Christof Fischesser (Jacopo Fiesco), Christian Gerhaher (Simon Boccanegra), Otar Jorjikia (Gabriele Adorno), Savelii Andreev (Hauptmann der Armbrustschützen), Siena Licht Miller (Magd Amelias), Nicholas Brownlee (Paolo Albiani), Brent Michael Smith (Pietro)

Erstausstrahlung

Intrigen, Familientragödien, Machtkämpfe – diese Worte beschreiben treffend Verdis Oper „Simon Boccanegra“. Verdi selbst sagte einst: „Das Stück ist düster, weil es düster sein muss, aber es ist fesselnd!“ Die Oper erlebt seit einigen Jahren eine kleine Renaissance an den großen Opernhäusern dieser Welt und ist überraschend aktuell: ein Krimi, in dem die Männer Geschichte schreiben und die Frauen die Opfer sind. Die Uraufführung floppte, aber fast 25 Jahre später erntete die Oper bei der Wiederaufführung in der Mailänder Scala tosenden Beifall. Diese überarbeitete Fassung inszeniert Andreas Homoki am Opernhaus Zürich. Der international gefeierte Bariton Christian Gerhaher gibt nach Alban Bergs Wozzeck und Heinz Holligers Lenau als Simon Boccanegra erneut ein Rollendebüt am Opernhaus Zürich. Fabio Luisi erarbeitet letztmals in seiner Funktion als Generalmusikdirektor eine Verdi-Neuproduktion. Die auf mittelalterliche Historie zurückgreifende Textvorlage von Antonio García Gutiérrez inspirierte Giuseppe Verdi zu einem aufwühlenden Drama vor einem eminent politischen Hintergrund. Die Friedensbemühungen des genuesischen Dogen Boccanegra im 14. Jahrhundert stellen einen Bezug zu den italienischen Einigungsversuchen im 19. Jahrhundert her. Doch vor allem gelingt es Verdi, die Charaktere mächtiger und machtversessener Männer musikalisch darzustellen. Komponiert wurde „Simon Boccanegra“ 1857 für Venedig. 1881 hat Verdi das Melodramma gemeinsam mit Arrigo Boito grundlegend überarbeitet.

Sonntag, 06.12. (2. Advent) / 23:00 Uhr / Charles Bronson: Hollywoods härtester Kerl
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 52 Min.
Regie: Jean Lauritano
Erstausstrahlung

Bekannt ist er als rachesuchender Antiheld, der Vergnügen am Töten empfindet: Charles Bronson, eine Größe der Filmgeschichte, dessen Karriere sich von den 50er bis in die 80er Jahre erstreckte und mit „Ein Mann sieht rot“ ihren Höhepunkt erreichte. Mit zahlreichen Archivbildern und Filmausschnitten aus einer mehr als 40-jährigen Laufbahn erzählt die Dokumentation die Geschichte eines ehemaligen Bergarbeiters, der zum späten Filmstar avancierte. Der graue Schnurrbart und der eiserne Blick wurden dabei zu seinem Markenzeichen. Doch was steckt hinter dem Mann von steinerner Härte, der bevorzugt den einsamen Rächer spielte und erst spät zu schauspielerischem Ruhm kam?

Er hat Henry Fonda erschossen, Elvis gecoacht, mit Alain Delon angestoßen, mit Liz Taylor geflirtet, auf alles geschossen, was sich bewegt, und ganze Generationen von Statisten verprügelt – der US-Schauspieler Charles Bronson war einer der berühmten „harten Männer“ Hollywoods. Im Verlauf seiner mehr als 40-jährigen Karriere spielte Bronson in fast 100 Filmen mit. Sein schweigsamer Auftritt in dem europäischen Western “Spiel mir das Lied vom Tod” machte ihn 1968 zum internationalen Star. Doch in seinem Heimatland, den Vereinigten Staaten, blieb der Erfolg lange aus.

Erst mit 53 Jahren wird Bronson endlich auch in den USA als Superstar gefeiert. Dazu verhilft ihm 1974 der Film „Ein Mann sieht rot“, im Original „Death Wish“. Der hochgelobte und gleichzeitig stark kritisierte Streifen war ein gigantischer Erfolg, löste aber auch eine heftige Kontroverse aus. In dem Selbstjustiz-Krimi wird Bronson als unbarmherziger Rächer selbst zum Mörder. Die „New York Times“ bezeichnete den Film als widerlich, während die Zuschauer in den Kinosälen sich erhoben und applaudierten. „Ein Mann sieht rot“ katapultiert Charles Bronson auf den Höhepunkt seines Erfolges, legt ihn aber gleichzeitig endgültig auf die Rolle des unerbittlichen Rächers fest. Bronson scheint bis beinahe zum Schluss seiner Karriere in dem Image des Einzelgängers auf brutalem Rachefeldzug gefangen zu sein, welches er doch stets versuchte abzulegen. Die Dokumentation erforscht die Widersprüche eines Schauspielers, der auf der Leinwand oft den Antihelden spielte, doch privat als Ehemann und (Stief-)Vater von sieben Kindern eher zurückgezogen lebte.

Anhand Bronsons Karriere erzählt die Dokumentation auch die Geschichte des populären Kinos: vom klassischen Hollywood-Zeitalter mit seinen mythischen Western und Abenteuerfilmen, in denen sich Bronson einen Namen machte, über die europäischen Koproduktionen der 60er Jahre wie insbesondere Sergio Leones „Spiel mir das Lied vom Tod“ bis hin zu den Low-Budget-Filmen der Cannon Group, in denen er in den 80er Hauptdarsteller war.

Sonntag, 06.12. (2. Advent) / 23:55 Uhr / Beethoven privat
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 53 Min.
Regie: Priscilla Pizzato
Mit: Daniel Barenboim, Quatuor Ebène
Erstausstrahlung

Zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven zeigt der Film die private Seite des Komponisten. Als Grundlage dienen seine zahlreichen Schriften: die mehr als 2.000 Briefe umfassende Korrespondenz, die Notizbücher und die Konversationshefte, in denen seine Gesprächspartner ihre Äußerungen eintrugen, nachdem Beethoven völlig ertaubt war. Aus all dem entsteht ein privates, oft überraschendes Porträt des Komponisten.

Der schriftliche Nachlass zeugt von einem Leben in Leidenschaft, in dem das Grandiose und das Tragische nah beieinanderlagen, doch der künstlerische Schaffensimpuls immer die Oberhand gewann. Das unschätzbar wertvolle Material erlaubt Einblicke in Beethovens Lebenszeit (1770-1827), seine Familiengeschichte, seine Liebschaften, seine innovative Kunstauffassung, seine Beziehungen zu anderen Künstlern (Haydn, Bach, Goethe, Schiller) und seinen Humanismus. Auf erschütternde Weise erschließt sich darin Beethovens Kampf gegen seine fortschreitende Taubheit.

Den anderen Erzählstrang bildet Beethovens sehr gegenwärtige Musik in Gestalt von Konzerten, Live-Proben und Archivaufnahmen. Besondere Beachtung finden Beethovens Sinfonien und Klaviersonaten, im Film als “das Tagebuch des Komponisten” interpretiert und höchst fachkundig erläutert durch Daniel Barenboim.

An Barenboims Seite tritt das Quatuor Ebène auf, das sämtliche Streichquartette Beethovens international aufgeführt hat. Die jungen Musiker zeichnen ein lebendiges Bild von Beethoven als Privatmensch und als Komponist, der ein Werk von universeller Tragweite hinterließ.

Zusatzinfo:
Der Film entstand unter der Beteiligung des Dirigenten und Pianisten Daniel Barenboim und des Qutour Ebène.
Eine subtil-poetische Erzählebene des Films bilden die Computeranimationen des Grafikers Olivier Patté, die die Vielfalt und Sensibilität von Beethovens Schriften veranschaulichen.

Sonntag, 06.12. (2. Advent) / 00:50 Uhr Frank Peter Zimmermann spielt Beethoven
Violinkonzert D-Dur op. 61
Musik, Niederlande, 2017, ARTE F 44 Min.
Regie: Ferenc Soeteman
Komponist: Ludwig van Beethoven
Dirigent: Daniele Gatti
Orchester: Royal Concertgebouw Orchestra
Online verfügbar von 29/11 bis 22/12
Erstausstrahlung

Frank Peter Zimmermann spielt das Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61 von Ludwig van Beethoven unter der Leitung von Daniele Gatti. Der deutsche Geiger Frank Peter Zimmermann musiziert seit 1990 regelmäßig mit dem Royal Concertgebouw Orchestra; für dieses Konzert wieder unter der Leitung von Daniele Gatti. Seine kunstvolle Interpretation von Beethovens einzigem Violinkonzert beeindruckt durch die perfekte Harmonie mit dem Orchester und steckt voller glanzvoller Höhepunkte.

In diesem Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61 von Beethoven besticht das Orchester durch seine lebendige und spritzige Spielweise unter der Leitung von Daniele Gatti. Frank Peter Zimmermann gelingt durch das Spiel mit Klangnuancen eine sehr persönliche Interpretation, die fast improvisiert wirkt. Im Rondo beginnt Frank Peter Zimmermann zart und verhalten, um dann mit neuem Schwung loszulegen. Gleich die erste Kadenz geht er mit ansteckender Freude an. Einen der ergreifendsten Momente des Werkes bildet der Anfang des zweiten Satzes, wenn sich die Violine mit großer Schlichtheit unter die Hörner mischt.

Unverändert faszinierend ist der dem Concertgebouw eigene Klang, der sich mit Daniele Gattis Vorgängern Bernard Haitink, Riccardo Chailly und Mariss Jansons herausgebildet hat. Das volle, warme Timbre der Saiteninstrumente mischt sich mit dem kristallklaren Sound der Bläser. Die verschiedenen Stimmgruppen verbinden sich harmonisch und beinahe feierlich, etwa im Teil nach dem Oboensolo des zweiten Satzes und in der euphorischen Explosion des dritten Satzes. Doch seine größte Wirkung erzielt das Ensemble im letzten Satz. Die Einführung leitet hin zum strahlend-munteren Aufstieg der Saiteninstrumente, die das vorhergehende Thema mit unendlichem Feingefühl aufgreifen.

Sonntag, 06.12. (2. Advent) / 01:35 Uhr / Coco Chanel, die Revolution der Eleganz
Dokumentation, Frankreich, 2018, ARTE F 55 Min.
Regie: Jean Lauritano
Wiederholung vom 08.11.

Montag, 07.12. / 05:00 Uhr / Valery Gergiev dirigiert Strauss und Mahler ~ Die vier letzten Lieder mit Diana Damrau
Musik, Frankreich, 2020, ARTE F 98 Min.
Regie: Francois-René Martin
Komponist: Richard Strauß, Gustav Mahler
Dirigent: Valery Gergiev
Orchester: Münchner Philharmoniker
Wiederholung vom 29.11.

Dienstag, 07.12. / 05:00 Uhr / Berlin Live ~ Nouvelle Vague
Musik, Deutschland, 2020, ZDF 60 Min.
Regie: Stefan Mathieu, Hannes Rossacher
Wiederholung vom 28.11.

Dienstag, 07.12. / 00:10 Uhr / Mozarts Hochzeit des Figaro
Grand Théâtre de Genève
Oper, Frankreich, Schweiz, 2017, ARTERTS 182 Min.
Inszenierung: Tobias Richter
Fernsehregie: Andy Sommer
Dirigent: Marko Letonja
Orchester: Orchestre de la Suisse Romande
Chor: Choeur du Grand Théâtre de Genève
Libretto: Lorenzo Da Ponte
Bühnenbild / Ausstattung / Bauten: Ralph Koltaï
Kostüme: Sue Blane
Licht: Linus Fellbom
Komponist und Autor: Wolfgang Amadeus Mozart

Mit: Regula Mühlemann (Susanna), Avery Amereau (Cherubino), Monica Bacelli  (Marcellina), Bruce Rankin (Don Basilio), Fabrice Farina (Don Curzio), Balint Szabo (Bartolo), Ildebrando D’Arcangelo (Graf Almaviva), Nicole Cabell (Gräfin Almaviva), Seraina Perrenoud (Barbarina), Guido Loconsolo (Figaro)

Online verfügbar von 01/12 bis 07/01

Ildebrando D’Arcangelo als adliger Schürzenjäger, Regula Mühlemann als sein auserkorenes Opfer Susanna, Guido Loconsolo, der als Figaro seinen Boss bloßstellt – Tobias Richter und Marko Letonja liefern eine spritzige Fassung von Mozarts Opernklassiker, zu dem Beaumarchais mit seiner politisch hochbrisanten Komödie die Vorlage lieferte.

Heute würde es in die Kategorie „sexuelle Belästigung“ fallen, wenn der Graf Almaviva der Zukünftigen seines Bediensteten Figaro bis ins Schlafzimmer nachstellt. Zu Mozarts Zeiten waren so verkommene Adlige und zu intelligente Diener auf der Bühne nicht erwünscht. „Die Hochzeit des Figaro“ kam am 1. Mai 1786 in Wien zur Uraufführung, genau zwei Jahre nach der Premiere des Stücks von Beaumarchais. Der Librettist Lorenzo Da Ponte trug mit seiner Adaptation maßgeblich zur Entstehung des Werks bei und umging geschickt die Zensur. Mozart entblößt meisterhaft die menschliche Seele in all ihrer Tiefe und Komplexität. Der Herr lässt seinen Diener leiden, indem er dessen Verlobte Susanna umwirbt. Um dem lüsternen Grafen zu entkommen, verbündet sich die listige Susanna mit der melancholischen, vom untreuen Gatten verlassenen Gräfin. Wird es den beiden gelingen, den Grafen umzustimmen und dessen Ehe mit der Gräfin zu retten? Ein Ränkespiel der Liebe und des Zufalls, voller Verwechslungen und theatraler Wendungen – bei ARTE in einer Inszenierung von Tobias Richter aus dem Grand Théâtre de Genève. Musikalische Höhepunkte sind die von den Streichern getragene Ouvertüre mit Holzbläserparts und natürlich die berühmten Arien wie Cherubinos „Voi che sapete“ und Figaros spöttisches „Non più andrai“. Der slowenische Dirigent Marko Letonja führt im Orchestergraben der Genfer Oper den Stab. Den Figaro spielt Guido Loconsolo, seine Verlobte verkörpert Susanna von Regula Mühlemann und als Graf Almaviva und dessen Gattin Rosina glänzen Ildebrando D’Arcangelo und Nicole Cabell.

Zusatzinfo:
Der Slowene Marko Letonja, geb. 1961, arbeitet europaweit als Symphonie- und Operndirigent. Er arbeitete schon früh in Australien und Neuseeland. Seit der Spielzeit 2018/19 ist er Generalmusikdirektor der Bremer Philharmoniker. Der Schweizer Tobias Richter, geb. 1953, war 1974-1977 persönlicher Assistent von Götz Friedrich und begann 1981 seine internationale Karriere. Er unterrichtet regelmäßig an der Universität Zürich. Im Herbst 2019 endet seine zehnjährige Amtszeit als Generaldirektor des Grand Théâtre de Genève. Der italienische Bassbariton Ildebrando D’Arcangelo, geb. 1969, singt an namhaften Opernhäusern der Welt. Sein Repertoire umfasst vor allem klassische Rollen. Als Solist veröffentlichte er Alben mit Händel- und Mozart-Arien (Deutsche Grammophon). Nicole Cabell ist eine 1976 in Kalifornien geborene Opernsängerin mit afro-asiatisch-amerikanischen Wurzeln. Ihr Repertoire umfasst ein breites Rollenspektrum (Pamina, Giulietta, Adina, Mimi, Gräfin Almavia, Bess), das sie auf internationalen Bühnen darbietet. Die Schweizer Opernsängerin Regula Mühlemann, geb. 1986, bekam den Opus Klassik als Nachwuchskünstlerin des Jahres 2018 und wurde bereits als „Schweizer Maria Callas“ bezeichnet. Der italienische Sänger Guido Loconsolo singt nach einer anfänglichen Zeit an der Mailänder Scala im Programm für junge Künstler (bis 2007) an führenden Opernhäusern der Welt. In der Spielzeit 2017/18 gab er sein Debüt am Grand Théâtre de Genève in der Titelrolle von „Le Nozze di Figaro“. Die in Florida geborene Opern- und Konzertsängerin Avery Amereau hat sich bereits auf internationalen Bühnen durchgesetzt. Ein Schwerpunkt ihres Repertoires ist die Barockmusik, die sie unter der Leitung von Helmut Rilling, William Christie und Masaaki Suzuki interpretiert. Nach Anfängen in seiner britischen Heimat startete Bruce Rankin (1952-2017) eine internationale Karriere. Mit dem Beginn der Spielzeit 1998/99 wurde er festes Mitglied des Ensembles der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf/Duisburg, dem er fast 20 Jahre, bis zu seinem Tode, angehörte.

Mittwoch, 07.12. / 05:00 Uhr / Liam Gallagher – Sziget Festival 2018
Musik, Ungarn, 2018, ZDF 53 Min.
Regie: Divers
Mit: Liam Gallagher
Wiederholung vom 04.12.

Mittwoch, 07.12. / 21:5 Uhr / Berlin baut ein Schloss
Dokumentation, Deutschland, 2019, ZDF 52 Min.
Regie: Norbert Buse
Erstausstrahlung

In Berlins Mitte steht wieder ein Schloss, zumindest dem Anschein nach. An drei Fronten zieren barocke Fassaden das historische Gebäude. Nur zur Spree hin zeigt der Bau sein modernes Gesicht und macht damit die Brüche seiner Geschichte sichtbar. Welche Rolle das Schloss in der deutschen Geschichte spielte und welche Grabenkämpfe um seine Rekonstruktion entbrannten, erzählt die Dokumentation aus Anlass der Eröffnung des Humboldt Forums Ende 2020.

Ende 2020 wird einer der bedeutendsten europäischen Kulturbauten eröffnet: das Berliner Stadtschloss. Die Dokumentation „Berlin baut ein Schloss“ begleitet die Geschichte seiner Entstehung. Sie will verstehen, worauf diese Rekonstruktion Bezug nimmt und warum die Debatte über ihr Für und Wider so emotional geführt wurde. Bis das historische Schloss 1950 gesprengt wurde, war das Gebäude über 500 Jahre lang Herrschaftssitz der Hohenzollern. Von hier regierten Preußens Könige und zuletzt die Kaiser des Deutschen Reichs.

Zu DDR-Zeiten entstand an seiner Stelle der Palast der Republik, der dann einige Jahre nach der Wende ebenfalls in Schutt gelegt wurde. Nun ziert das neue Gebäude auf den historischen Grundmauern in Berlins neuer alter Mitte an drei Fronten die barocken Schlossfassaden und zeigt nur gen Osten sein modernes Gesicht – und macht damit die Brüche seiner Geschichte deutlich. Denn das Aufeinandertreffen von Alt und Neu repräsentiert nicht nur historische Rekonstruktion, sondern auch in Beton gegossene und in Stein gemeißelte deutsche Erinnerungskultur.

Die Schlossrekonstruktion stehe für einen deutschen Obrigkeitsstaat und entspreche nicht der weltoffenen Kulturnation, die Deutschland sein wolle. Doch der Wunsch, das Schloss trotz aller Widerstände neu aufzubauen, wurde seit 1990 immer lauter. Als dann ein Förderverein die Schlossfassaden auf Folien malen ließ, war eine größere Öffentlichkeit beeindruckt. Die Dokumentation „Berlin baut sich ein Schloss“ legt die historischen Fundamente des neuen Gebäudes frei und erinnert an die damit verbundenen Momente deutscher Geschichte. Sie erzählt von der Sehnsucht nach historisierender Rekonstruktion und der vehementen Kritik an dem, wofür sie steht.

Donnerstag, 07.12. / 05:00 Uhr / Frank Peter Zimmermann spielt Beethoven
Violinkonzert D-Dur op. 61
Musik, Niederlande, 2017, ARTE F 44 Min.
Regie: Ferenc Soeteman
Komponist: Ludwig van Beethoven
Dirigent: Daniele Gatti
Orchester: Royal Concertgebouw Orchestra
Wiederholung vom 06.12.

Freitag, 07.12. / 05:00 Uhr / Tracks
Magazin, Deutschland, 2020, ZDF 30 Min.
Wiederholung vom 04.12.

Freitag, 07.12. / 21:40 Uhr / Bryan Ferry: Don’t Stop the Music
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 52 Min.
Regie: Catherine Ulmer
Erstausstrahlung

Sein Motto „Don’t Stop the Dance“ gilt bis heute: Bryan Ferry ist der Dandy, die Stilikone. Er ist Rockstar und Crooner. In den 70er Jahren prägte er als Frontmann von Roxy Music den Artrock. Später war er mit geschmeidigem, elegantem Pop auch als Solokünstler sehr erfolgreich. Er war weit davon entfernt, sein Starsein überzustrapazieren und erkannte jeden Trend, mit dem er sich immer wieder neu erfand. Die Dokumentation zeigt seine größten Hits und lässt Bryan Ferry – der im September dieses Jahres 75 wurde – über sich selbst sprechen.

Als kleiner Junge schwärmte Bryan Ferry für amerikanische Musik. In der englischen Kleinstadt Washington nahe Newcastle, wo Ferry am 26. September 1945 als Sohn einer Arbeiterfamilie zur Welt kam, schien das Showgeschäft weit weg. Das Studium an der Universität Durham in Newcastle war wegweisend. Ferrys Eltern schwebte eine Karriere als Anwalt für ihren Sohn vor, doch der interessierte sich vielmehr für Kunst und sang nebenbei in wechselnden Bands.

Ende der 60er Jahre zog Ferry nach London, wo er bis heute lebt. Dort gründete er 1970 die Band Roxy, die später zu Roxy Music wurde. Mit ihrer ersten Single „Virginia Plain“ landeten Roxy Music auf Platz 4 der britischen Hitparaden. Die tanzbare, intellektuell angehauchte Artrock-Hymne hob sich von der Musik anderer Glamrock-Vertreter wie T. Rex oder The Sweet ab. Die Alben „Stranded“ (1973) und „Country Life“ (1974) gelten mit ihrer Mischung aus raffiniertem Rock und elegantem Pop als Klassiker des Artrock-Genres, zu dessen wichtigsten Vertreten neben Roxy Music auch David Bowie zählt. Zahlreiche weitere Alben folgten, zuletzt im Jahr 2014 „Avonmore“, 2018 „Bitter-Sweet“ und 2020 „Live at the Royal Albert Hall 1974“. Insgesamt 16 Soloalben hat Bryan Ferry zudem bisher aufgenommen, darunter zwei Jazz-Alben. Für „The Jazz Age“ arrangierte er Solo- und Roxy-Music-Songs im Stil der 20er Jahre neu.

Neben Ferrys Werdegang beleuchtet die Dokumentation auch seinen Einfluss auf die heutige Popmusik, der nach wie vor spürbar ist, nicht zuletzt bei Bands wie Franz Ferdinand und Arcade Fire. Natürlich dürfen auch Auszüge aus seinen größten Hits nicht fehlen, darunter „Re-Make/Re-Model“, „Love Is the Drug“, „This Is Tomorrow“, „Do the Strand“, „Dance Away“ und „Avalon“. Eine Dokumentation über Bryan Ferry, in der der Künstler auf sehr schöne Weise von sich selbst und seinem Verhältnis zu Kunst und Musik erzählt.

Freitag, 07.12. / 22:35 Uhr / Tracks
Magazin, Frankreich, 2020, ARTE F 30 Min.
Regie: Realisateurs Differents
Journalist: David Combe, Jean-Marc Barbieux
Erstausstrahlung

Freitag, 07.12. / 05:00 Uhr / 23:05 Echoes
Musik, Frankreich, 2020, ARTE F 61 Min.
Regie: Gautier & Leduc
Mit: Black Country, New Road, Ed O’Brien, Kim Gordon
Erstausstrahlung

In der dritten Ausgabe empfängt Jehnny Beth auf der kleinen Bühne des Pariser YoYo die Bands Black Country, New Road, Ed O’Brien und Kim Gordon. Bei dieser spannenden Begegnung treffen die Souveränität des Radiohead-Gitarristen und die Radikalität der Bassistin von Sonic Youth auf das entfesselte Spiel der Youngsters von Black Country, New Road. Eine generationenübergreifende Rockmesse, bei der Musik so richtig zelebriert wird, und die Erfahrung, Reife und musikalische Passion jedes einzelnen Künstlers zu einem ganz besonderen Sound zusammenbringt

“Echoes” ist eine außergewöhnliche Konzertreihe, die von der Musikerin, Producerin und Schauspielerin Jehnny Beth moderiert wird. Auf der kleinen, aber feinen Bühne des YoYo in Paris treffen drei Indie-Bands erstmals in exklusiven Gigs aufeinander. Jehnny Beth diskutiert mit Kim Gordon, Ex-Bassistin von Sonic Youth, und den Musikern von Black Country, New Road sowie Ed O’Brien über Trennendes und Verbindendes zwischen Musikergenerationen, über Engagement und Karriere. Zwischen den Gesprächen spielen die Musikerinnen und Musiker auf der intimen Bühne des YoYo, wo das Publikum die Rock-Performance von Legenden wie Kim Gordon hautnah erleben und neue Bands wie Black Country, New Road entdecken kann. Das dritte Konzert an diesem Abend gibt Ed O’Brien, Gitarrist der Band Radiohead, der in diesem Jahr sein erstes Soloalbum herausgebracht hat.


Programmwoche 51:

Samstag, 12.12. / 19:30 Uhr / Die Mystik der Derwische ~ Eine vergessene Tradition des Balkans
Dokumentation, Deutschland, 2018, ZDF 43 Min.
Regie: Michaela Kirst

Auf dem Balkan leben Christen und Muslime seit Jahrhunderten Seite an Seite. Hier entwickelten sich früh kleine muslimische Orden, die eine besondere Toleranz und Offenheit pflegen: die Derwische. Ihr Ziel ist die mystische Einswerdung durch absolutes Gottvertrauen, strenge Askese und stille Meditation. Der Film begleitet zwei junge Männer auf ihrem spirituellen Weg dorthin. Atemberaubende Landschaften, malerische Klöster, heilige Orte und die schroff-kargen, ursprünglichen Berglandschaften des Kosovo und Albaniens machen den Film zu einer Entdeckungsreise einer nur wenig bekannten Region und Religion Europas.

Derwisch, ein Begriff aus dem Persischen, bedeutet so viel wie „Tür“ oder „Tor“ und steht in der sufischen Symbolik für die Schwelle zwischen dem Erkennen der diesseitigen irdischen und der jenseitigen göttlichen Welt. Der 19-jährige Kosovo-Albaner Alixhan Basha, eigentlich Informatikstudent, sucht diese Erkenntnis bei den Rufai-Derwischen in Prizren. Der Film begleitet ihn, wie er die mystischen Praktiken des Sufismus kennenlernt – auch archaisch anmutende Rituale wie das rituelle Durchstechen der Wangen. Wird es ihm gelingen, die Zwänge seines modernen Alltagslebens mit seiner spirituellen Ausbildung zu vereinen? Im Gegensatz zu Alixhan lebt der 29-jährige Hisen Sulejmani als Derwisch-Novize wie ein Mönch. Sein Zuhause ist das Zentrum der Bektaschi-Sufis in Tirana und sein Alltag spielt sich zwischen Gebet und dem Studium alter Schriften ab. Doch dann erhält er vom Ordensführer einen ungewöhnlichen Auftrag: Ausgerechnet er soll drei junge Frauen zum Opferfest auf den heiligen Berg Tomorr führen und ihnen die religiösen Traditionen der Bektaschi-Derwische näherbringen. Es beginnt eine spirituelle Reise, bei der traditionelles Rollenverständnis und das neue Selbstbewusstsein moderner Albanerinnen aufeinandertreffen. Die Dokumentation wirft einen detaillierten Blick auf die mystischen Sufi-Traditionen des Balkans. Jahrhundertealte Bräuche zeigen einen Islam, wie ihn der Zuschauer noch nicht kennt.

Samstag, 12.12. / 23:55 Uhr / 23:55 Square für Künstler ~ “Das Kino meiner Mutter” – Carte Blanche für Valérie Donzelli, Filmmacherin
Magazin, Frankreich, 2018, ARTE 27 Min.

“Square” ist das bimediale Magazin auf ARTE. Die Sendung stellt die philosophischen, literarischen, künstlerischen und technischen Innovationen unserer heutigen Gesellschaften in den Mittelpunkt. Es geht um neue Ideen in allen Bereichen – nicht nur in Deutschland und Frankreich, sondern weltweit. “Square” befasst sich vor allem mit dem Blick der Kreativen und Künstler auf eine Welt, die sich rasant bewegt.

“Das Kino meiner Mutter” ist das Porträt einer Abwesenden. Es ist die Erinnerung an eine Mutter, die genau an dem Tag starb, als der Film ihrer Tochter auf dem Festival von Cannes präsentiert wurde: “La guerre est déclarée” von Valérie Donzelli – “Das Leben gehört uns” (2011).

“Das Kino meiner Mutter” ist Valéries Hommage in Super 8 an ihre Mutter Marie-Christine: ihre Filme aus Kindheit und Jugend – ein Rückblick in Trauer, verbunden mit der ewigen Frage, wohin die Toten gehen und was von ihnen bleibt auf Erden, außer der Erinnerung …

Sonntag, 13.12. (3. Advent) / 05:10 Uhr / TWIST
Magazin, Deutschland, 2020, HR 30 Min.
Autor: N.N.
Wiederholung vom 06.12.

Sonntag, 13.12. (3. Advent) / 10:05 Uhr / Jane Birkin – Muse, Sexsymbol, Ikone
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 53 Min.
Regie: Clélia Cohen
Wiederholung vom 20.11.

Sonntag, 13.12. (3. Advent) / 11:00 Uhr / Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten! Eine Zeichnung von Foujita
Magazin, Frankreich, 2019, ARTE F 26 Min.
Regie: Antoine Coursat
Erstausstrahlung

Jedes Jahr wechseln in Auktionshäusern Tausende Gegenstände ihre Besitzer. Die Doku-Reihe wandelt auf den Spuren berühmter Persönlichkeiten, erinnert an vergessene Handwerkstechniken, reist an geheime Orte, blickt in Hinterhöfe, öffnet alte Schränke und entstaubt so manches Archiv. In dieser Folge geht es zu einer Auktion in Cannes an der südfranzösischen Côte d’Azur. Versteigert wird unter anderem ein Werk des japanischen Künstlers Tsuguharu Foujita aus dem Jahr 1927.

In dieser Folge geht es zu einer Auktion in Cannes an der südfranzösischen Côte d’Azur. Versteigert werden zahlreiche Werke von Künstlern, die in der Region gelebt und gearbeitet haben – unter anderem Ben, Picasso, Domergue und Fernand Léger. Als das interessanteste Objekt gilt die Zeichnung einer Frau mit enthüllter Brust; an ihrem Bett sitzt ein Mann, der ihr den Arm zu massieren scheint. Das sehr sinnliche Werk stammt von dem japanischen Künstler Tsuguharu Foujita, der ab 1913 in der avantgardistischen Künstlerszene in Paris verkehrte. Doch wer ist Youki, die junge Frau auf dem Bild? Und wer ist der Mann an ihrer Seite? Glaubt man der Widmung – “Tsuguharu Foujita, am 19. Oktober 1927 in Paris – Für Moulin, meinen Freund und Masseur, in Freundschaft, Foujita” –, so handelt es sich um einen Bekannten des Künstlers.

Zusatzinfo:
Jedes Jahr wechseln in Auktionshäusern Tausende Objekte den Besitzer. Viele sind einzigartig – aufgrund ihrer Machart, ihres Zwecks oder der Menschen, die sie besaßen, also wegen ihrer Geschichte. Jede Folge der Reihe ist einem Objekt oder Werk gewidmet, das für eine ganze Epoche steht und von denen erzählt, die es hergestellt oder besessen haben. Dabei wird auch deutlich, mit welcher Liebe und Leidenschaft diese Menschen oft an “ihrem Stück” hingen. Darüber hinaus gewährt der Film Einblicke in das verschworene Sammlermilieu mit seinen originellen, nicht selten geheimnisvollen Akteuren.

Sonntag, 13.12. (3. Advent) / 05:10 Uhr / 16:10 Yul Brynner – Hollywoods Kahlkopf von Format
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 51 Min.
Regie: Benoit Gautier, Jean-Frédéric THIBAULT
Erstausstrahlung

Er war der Mann, der den Glatzkopf sexy machte: Yul Brynner, einer der Superstars Hollywoods, geboren 1920 in Wladiwostok. Sein Markenzeichen: ein kahler Schädel und ein oft nackter, muskelbepackter Oberkörper. Vor seiner Filmkarriere war Yul Brynner ein heimatloser Musiker, der durch Pariser Nachtclubs tingelte, bis er von einem Zirkus als Trapezkünstler engagiert wurde. Nach den großen Hollywood-Erfolgen setzte er sich viele Jahre bei der UN für Flüchtlinge ein.Von seinen Anfängen in Pariser Cabarets bis zu den großen Broadway-Erfolgen, von den ersten Fernsehaufnahmen bis zum Goldenen Zeitalter Hollywoods zeigt die Dokumentation Brynners Aufstieg zu einem Leinwandhelden, der unvergesslich ist.

Yul Brynner, der erste kahlgeschorene Hollywood-Held, hat sich mit seinen exotischen Auftritten in Blockbustern ein unvergessliches Image geschaffen: als Ramses II. in „Die zehn Gebote“, als Mongkut IV. in „Der König und ich“ und als Veteran Chris, Anführer der „Glorreichen Sieben“, der sich in der Science-Fiction-Serie „Westworld“ in einen Roboter-Cowboy verwandelt. Für „Der König und ich“ gewinnt er 1957 einen Oscar als bester Hauptdarsteller. Über 4000 Mal spielt er diese Rolle im Theater.Die Dokumentation schildert die Entstehung einer Hollywood-Legende, die in der Ära des Technicolor mit monumentalen Rollen zahlreiche Leinwanderfolge feierte. Und es geht um den Menschen hinter dem Sexsymbol, der ein bewegtes Leben hatte, das zahlreichen Legenden Nahrung bot.Seine Jugend verbringt der 1920 in Wladiwostok geborene Yul Brynner, der mütterlicherseits zu den Sinti und Roma gehört und dieser Minderheit immer sehr nahe stand, in Paris. Dort schlägt er sich mit seiner Gitarre durch, tingelt durch russische Cabarets, spielt die von ihm so geliebte und so bezeichnete „Zigeunermusik“. Später arbeitet er als Clown und Trapezkünstler im Zirkus, bis ein schwerer Unfall diese Karriere beendet. Anschließend versucht Brynner sein Glück in New York: Er arbeitet zunächst als Regisseur beim noch jungen Medium Fernsehen, bis Hollywood ihn schließlich als Filmheld für Blockbuster von kitschiger Exotik entdeckt.Anhand seltener Archivaufnahmen zeichnet die TV-Biografie die Karriere und das Privatleben des unermüdlichen Schauspielers nach, der sich auch politisch engagierte: Über zehn Jahre lang war Brynner als Sonderberater des Hochkommissars der Vereinten Nationen für Flüchtlinge tätig.

Sonntag, 13.12. (3. Advent) / 17:05 Uhr / Twist
Magazin, Deutschland, Frankreich, Spanien, 2020, WDR 30 Min.
Erstausstrahlung

Sonntag, 13.12. (3. Advent) / 17:40 Uhr / Concerto per l’Italia ~ Riccardo Chailly, Maxim Vengerov
Musik, Frankreich, Italien, 2020, ARTERAI 45 Min.
Regie: Fabrizio Guttuso Alaimo
Komponist: Felix Mendelssohn Bartholdy
Dirigent: Riccardo Chailly
Orchester: Filarmonica della Scala
Mit: Maxim Vengerov (Violine)
Erstausstrahlung

Für das alljährliche Freiluftkonzert des Orchesters der Mailänder Scala konnte wieder ein Solist von Weltklasse engagiert werden: Maxim Vengerov. Der russische Teufelsgeiger spielt das Konzert von Mendelssohn Bartholdy. Ein Sommernachtskonzert, aus sanitären Gründen in diesem Jahr im September, vor der imposanten Fassade des Doms.

Maxim Vengerov ist der diesjährige Gaststar beim Freiluftkonzert, welches das Orchester der Mailänder Scala alljährlich auf dem Domplatz für die Bewohner der Stadt aufführt. Er interpretiert das Violinkonzert von Felix Mendelssohn Bartholdy. Es dirigiert Riccardo Chailly, der musikalische Leiter der Mailänder Scala.

Das Violinkonzert e-Moll op. 64 ist das einzige aus Mendelssohns Feder. Es entstand um 1840 herum. Der damalige Gewandhauskapellmeister zu Leipzig brauchte mehrere Jahre, um es fertigzustellen. Gewidmet ist es einem Freund, dem Violinisten Ferdinand David, der es auch unter Mendelssohns Leitung 1845 in Leipzig zur Uraufführung brachte. Maxim Vengerov hat das Werk schon mehrmals auf CD eingespielt, unter anderem unter Kurt Masur.
Der aus Nowosibirsk stammende Geigenvirtuose Maxim Vengerov ist einer der wichtigsten Vertreter der russischen Schule und hat bei dem legendären Zakhar Bron studiert. Bis 2007 galt er als der beste Geiger der Welt. Nach einer Verletzung am rechten Arm brauchte er mehrere Jahre, um wieder zu seiner alten Form zurückzukehren. In dieser Zeit konnte er sich auch einen Namen als Dirigent machen.

Das “Concerto per Milano” ist eine Institution der lombardischen Hauptstadt. Es wird jedes Jahr im Juni auf dem Platz vor dem Mailänder Dom aufgeführt, und der Eintritt ist frei. Mehrere Tausend Menschen verfolgen in der Regel das Konzert. In diesem Jahr ist natürlich leider alles anders. Aus aktuellen Gründen wurde das Konzert in den September verschoben und die strengen sanitären Abstandsregeln verbieten ein großes Publikum.

Die Mailänder Scala wurde unter Kaiserin Maria Theresia erbaut und 1778 eröffnet. Es ist eines der traditionsreichsten Opernhäuser der Welt und viele der großen italienischen Opern wurden hier uraufgeführt, „Nabucco“, „Otello“ oder „Falstaff“ von Giuseppe Verdi, „Madama Butterfly“ und „Turandot“ von Giacomo Puccini sowie Vincenzo Bellinis „Norma“ mit Giuditta Pasta in der Titelrolle.

Zusatzinfo:
Der Mailänder Dom liegt praktisch nur einen Steinwurf von der Scala entfernt. Die Musiker durchqueren die klassizistische Galleria Vittorio Emmanuele II von 1867, eine der schönsten Einkaufspassagen Italiens, um auf den Domplatz zu gelangen. Mit seiner imposanten Fassade im gotischen und neugotischen Stil, ganz aus weißem Marmor, liefert der Dom eine ideale Kulisse für ein Sommernachtskonzert. 500 Jahre dauerte der Bau, 1386 wurde damit begonnen und erst im 19. Jahrhundert konnte er unter Napoleon fertiggestellt werden. Er ist neben dem Petersdom in Rom eine der größten Kathedralen Italiens.

Sonntag, 13.12. (3. Advent) / 22:20 Uhr / Sonya Yoncheva und Roberto Alagna in “Lohengrin”
Aus der Staatsoper Unter den Linden, Berlin
Musik, Deutschland, 2020, ZDF 210 Min.
Regie: Andreas Morell
Dirigent: Matthias Pintscher
Orchester: Staatskapelle Berlin
Chor: Staatsopernchor

Mit: Roberto Alagna (Lohengrin), René Pape (Heinrich der Vogler), Sonya Yoncheva (Esla von Brabant), Martin Gantner (Friedrich von Telramund), Ekaterina Gubanova (Ortrud), Adam Kutny (Heerrufer des Königs)

Erstausstrahlung

Ein „Lohengrin“ in absoluter Starbesetzung aus der Staatsoper Berlin. Mit der Neuinszenierung von Richard Wagners vielleicht populärster Oper kommt das coronabedingt schwierige Musik- und Kulturjahr 2020 im Dezember zu einem glanzvollen Abschluss bei ARTE. Roberto Alagna in der Titelpartie und Sonya Yoncheva als Elsa versprechen musikalischen Hochgenuss. Und die erste Regiearbeit von Calixto Bieito an der Staatsoper lässt auf jeden Fall ganz neue Perspektiven auf das Werk erwarten – und jede Menge Gesprächsstoff. ARTE überträgt die Inszenierung live – leicht zeitversetzt – aus Berlin.

Mit „Lohengrin“, uraufgeführt 1850 unter Leitung seines späteren Schwiegervaters Franz Liszt, verabschiedete sich Richard Wagner endgültig von der herkömmlichen Form der Nummernoper und schuf das erste durchkomponierte Musikdrama, nachdem er dieses Konzept zuvor schon in längeren Passagen, etwa der „Romerzählung“ im „Tannhäuser“, erprobt hatte. Lohengrin rettet die als Mörderin ihres Bruders verleumdete Elsa und heiratet sie, nicht ohne ihr zuvor ein Frageverbot nach seinem „Nam‘ und Art“ auferlegt zu haben – ein Verbot, das Elsa natürlich, wie zu erwarten, prompt missachtet …

Mehr als einmal berührt die Geschichte mit Schwanenritter, Gottesgericht und dem in einen Schwan verzauberten Thronfolger die Sphäre des Märchens und gerade das ist es, was den Regisseur Calixto Bieito besonders an dem Stoff interessiert. In seiner ersten Regiearbeit an der Staatsoper Unter den Linden inszeniert er das Märchenhafte als lebensnotwendiges Bedürfnis zu glauben und setzt es in Kontrast zur harten Realität, wie etwa den Gerichtssaal im ersten Aufzug.

Roberto Alagna gehört wie Sonya Yoncheva zur ersten Liga der internationalen Gesangselite. Sein Rollendebüt bei den Bayreuther Festspielen 2018 musste er kurzfristig absagen; jetzt ist er in Berlin endlich auch als Lohengrin zu erleben.

Matthias Pintscher begann seine Karriere als Komponist. Nach Studien bei Pierre Boulez wandte er sich verstärkt der Orchesterleitung zu. Als Dirigent ist er in der zeitgenössischen Musik wie in den klassischen Musikepochen gleichermaßen zu Hause.

Montag, 14.12. / 05:00 Uhr / Jane Birkin – Konzert in Paris 1991
Musik, Frankreich, 1991, ARTE F 98 Min.
Regie: Dominique Colonna
Wiederholung vom 20.11.

Montag, 14.12. / 10:35 Uhr / GEO Reportage: Der Thomanerchor – Leben für die Musik
Reportage, Deutschland, 2017, ARTE 52 Min.
Regie: Hilde Bechert

Der Leipziger Thomanerchor blickt auf mehr als 800 Jahre beeindruckende Geschichte und Tradition zurück. Der international renommierte Chorbesteht zurzeit aus 93 Jungen im Alter von neun bis 19 Jahren, die in Deutschlands älteste öffentliche Schule gehen und deren Alltag von Musik und Disziplin geprägt ist.

Der Leipziger Thomanerchor ist ein weltberühmter Knabenchor mit einer mehr als 800-jährigen Chortradition. 1212 wurde der Thomaskirche eine Schule angegliedert, auf der Knaben dafür ausgebildet wurden, den musikalischen Gottesdienst anstelle der Chorherren zu übernehmen. Bekanntester Kantor des Chores war Johann Sebastian Bach. Der Alltag der 93 Thomaner im Alter von neun bis 19 Jahren ist auch heute von Musik und Disziplin geprägt. „GEO Reportage“ begleitet drei Schüler und ihre Lehrer in ihrem Alltag bis hin zum festlichen Höhepunkt des Chorjahres – dem Weihnachtsoratorium in der Thomaskirche. Was macht diesen Chor über Jahrhunderte hinweg bis heute für junge Menschen so attraktiv, dass sie für ihn ins Internat ziehen? Dass sie sich tagtäglich einer strengen musikalischen Disziplin unterwerfen? Dass sie ihm den größten Teil der kostbaren Freizeit und Freiheit opfern? Ist es die Liebe zur Musik und deren Wirkungsmacht? Ist es auch die religiöse Anbindung, die diese jungen Sänger prägt? Wie erlebt ein Neuling, wie der erst 9-jährige Leif sein erstes Jahr im Chor? Wie lebt ein fortgeschrittener Routinier, wie der 12-jährigen Nathanael, die Einrichtung? Und wie schaut einer wie der 17-jährige Jasper zurück auf seine Zeit im Thomanerchor? Erfolg und Applaus sind den Thomanern jedenfalls sichere Belohnung, wo immer sie mit ihrer Musik die Herzen des Publikums erreichen. Das Jahr der Thomaner findet seinen musikalischen Höhepunkt in der Vorweihnachtszeit, wenn, nur wenige Schritte vom Weihnachtsmarkt entfernt, die Thomaner, die Musiker des Leipziger Gewandhausorchesters und die Besucher zur festlichen Aufführung von Bachs Weihnachtsoratorium in die Thomaskirche strömen.

Zusatzinfo:
„GEO Reportage“ präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.

Montag, 14.12. / 16:10 Uhr / Die Mystik der Derwische ~ Eine vergessene Tradition des Balkans
Dokumentation, Deutschland, 2018, ZDF 43 Min.
Regie: Michaela Kirst
Wiederholung vom 12.12.

Dienstag, 15.12. / 05:00 Uhr / Liam Gallagher – Sziget Festival 2018
Musik, Ungarn, 2018, ZDF 53 Min.
Regie: Divers
Mit: Liam Gallagher
Wiederholung vom 04.12.

Mittwoch, 16.12. / 05:00 Uhr / 05:00 Frank Peter Zimmermann spielt Beethoven
Violinkonzert D-Dur op. 61
Musik, Niederlande, 2017, ARTE F 44 Min.
Regie: Ferenc Soeteman
Komponist: Ludwig van Beethoven
Dirigent: Daniele Gatti
Orchester: Royal Concertgebouw Orchestra
Wiederholung vom 06.12.

Mittwoch, 16.12. / 21:40 Uhr / Eine Nacht in Venedig
Dokumentation, Italien, Frankreich, 2017, ARTERAI 53 Min.
Regie: Gabriele Cipollitti
Moderation: Alberto Angela

Nach dem Erfolg von „Eine Nacht in Florenz“ hat sich der italienische Filmjournalist Alberto Angela nun in die schillernde Lagunenstadt Venedig begeben, um jenseits vom Touristenrummel die nächtlich stille Stadt, ihre Geschichte und ihre Künste zu erkunden. Entstanden ist ein kurzweiliges Porträt der Serenissima, das in opulenten Bildern von Höhepunkten der reichen Kulturgeschichte dieser auf der Welt einzigartigen Stadt erzählt.

Venedig, die Lagunenstadt mit ihren wasserumspülten Palästen, den mehr als 400 Brücken und rund 3.000 Gässchen, der mondänen Piazza San Marco und ihren unzähligen Kunstschätzen ist ein urbanistisches Weltwunder. Mit morbidem Charme und eleganter Prächtigkeit, unwirklich glänzend und morsch zugleich, ähnelt sie einer glamourösen Filmkulisse. Die vom Untergang bedrohte Serenissima zieht seit Jahrhunderten Reisende aus der ganzen Welt an, die Venedig regelrecht heimsuchen. Diese Dokumentation führt mit hochkarätigen Bildern durch ein stilles, ein menschenleeres Venedig, wie man es heutzutage kaum noch erleben kann. Der italienische Filmjournalist Alberto Angela beginnt seinen nächtlichen Spaziergang auf der Piazza San Marco, führt in den Markusdom, in den Dogenpalast, zur Seufzerbrücke und in die berüchtigten Kerker. Er begibt sich nach Torcello, zur Keimzelle Venedigs, erzählt im Arsenal, der einstigen Schiffswerft und Flottenbasis, von der mächtigen und glanzvollen Seerepublik Venedig und deren Blütezeit, als die Künste, die Geschäfte, aber auch Intrigen und das Glücksspiel florierten. Von hier aus brach Marco Polo zu seinen Entdeckungsreisen nach China auf. Auch die Begegnung mit weiteren berühmten Söhnen Venedigs wie dem Schriftsteller und Herzensbrecher Giacomo Casanova, dem Komödiendichter Carlo Goldoni und dem Maler Jacopo Tintoretto ist unverzichtbar. Ebenso Vittore Carpaccios Ursula-Zyklus in den Gallerie dell’Accademia, aus nächster Nähe betrachtet. Mit venezianischen Klängen im legendären Teatro La Fenice endet dieser unterhaltsame, kunsthistorische Streifzug durch diese auf der Welt einzigartige Stadt.

Donnerstag, 17.12. / 05:00 Uhr / Berlin Live: Nouvelle Vague
Musik, Deutschland, 2020, ZDF 60 Min.
Regie: Stefan Mathieu, Hannes Rossacher
Wiederholung vom 28.11.

Freitag, 18.12. / 05:00 Uhr / Tracks
Magazin, Frankreich, 2020, ARTE F 30 Min.
Regie: Realisateurs Differents
Journalist: David Combe, Jean-Marc Barbieux
Wiederholung vom 11.12.

Freitag, 18.12. / 20:15 Uhr / Grease
Schwerpunkt: Festtagsprogramm
Spielfilm, USA, 1978, ARD 106 Min.
Regie: Randal Kleiser
Drehbuch: Bronte Woodard, Allan Carr
Autor: Jim Jacobs, Warren Casey
Produktion: Paramount
Produzent: Robert Stigwood, Allan Carr
Kamera: Bill Butler
Schnitt: John F. Burnett
Musik: Jim Jacobs, Warren Casey, Barry Gibb, John Farrar, Scott J. Simon, Louis St. Louis

Mit: John Travolta (Danny Zuko), Stockard Channing (Betty Rizzo), Olivia Newton-John (Sandy Olsson), Jeff Conaway (Kenickie)

Danny, Anführer der Gang T-Birds, verliebt sich in die neue Schülerin Sandy. Auch sie hat Interesse an ihm – im Weg steht beiden aber der Anspruch von Dannys Freunden, möglichst cool zu sein. Nach zahlreichen Missverständnissen kommt es doch noch zum Happy End. Mitreißender Musicalfilm mit John Travolta und Olivia Newton-John.

Nach den Sommerferien treffen sich alle Schülergruppen wieder an der Rydell Highschool in Südkalifornien, darunter auch die Lederjacken-Gang T-Birds um den coolen Danny und die Mädchen-Clique Pink Ladies um die schnippische Rizzo. Sandy aus Australien ist neu an der Schule. In den Ferien hat sie einen Jungen kennengelernt, ihre Sommerliebe Danny. Was sie nicht weiß: Danny geht auf dieselbe Schule.

Die Mädchen erzählen ihr davon vorerst nichts. Erst beim Footballspiel treffen die beiden aufeinander, doch auf die erste Freude folgt große Enttäuschung: Kühl wird Sandy von Danny abserviert, der seine Gefühle vor seinen Freunden verstecken will. Sandy ist tief getroffen.

Zunächst hat Danny andere Probleme, als sich um Sandy zu kümmern: Sein draufgängerischer Freund Kenickie hat den Chef einer rivalisierenden Gang zum Autorennen herausgefordert, obwohl sein Wagen eine alte Kiste ist. Mit vereinten Kräften setzen die Freunde das Auto instand. Auch nähern sich Danny und Sandy wieder an – bis es beim Tanzwettbewerb der Highschool zur erneuten Enttäuschung kommt: Danny tanzt mit einer anderen …

Zusatzinfo:
Filme wie „Grease“ und „Saturday Night Fever“ sorgten in den 70er Jahren für ein 50er-Revival. Regisseur Randal Kleiser hat ein Bühnenmusical mit der perfekten Mischung aus Dialogen, Autorennen, Tanz und Gesang für die Leinwand adaptiert. Zahlreiche Lieder aus „Grease“ landeten an der Spitze der Charts: „You’re The One That I Want“, „Blue Moon“ oder „Greased Lightning“ werden noch lange mit dem Film verbunden werden.

Freitag, 18.12. / 22:00 Uhr / The Rolling Stones – Crossfire Hurricane
Schwerpunkt: Festtagsprogramm
Dokumentarfilm, USA, 2018, BR 111 Min.
Regie: Brett Morgen

Ihre Musik prägte mehrere Generationen und sie sorgten regelmäßig für Schlagzeilen: die Rolling Stones. ARTE zeigt den Dokumentarfilm „The Rolling Stones – Crossfire Hurricane“ mit unveröffentlichten Konzert- und Interview-Ausschnitten. Die Filmerzählung stammt vom Regisseur Brett Morgen und hatte ihre Weltpremiere auf dem London Film Festival 2012. Der Film entstand 2012 anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Rockband und enthält altes Foto- und aktuelles Tonmaterial.

Im grandiosen Dokumentarfilm „The Rolling Stones – Crossfire Hurricane“ von Brett Morgen erzählen die Rolling Stones die Geschichte ihrer beispiellosen Abenteuerreise von bluessüchtigen Teenagern in den frühen 60ern zum unumstrittenen Status als Rock-Adlige, die bis heute auf Tour gehen. Wie 2014, als ihre weltweite Tournee „14 ON FIRE“ sie auch wochenlang durch Europa führte. Die heutigen und ehemaligen Mitglieder der Band von Mick Jagger über Charlie Watts, Bill Wyman, Ronnie Wood und Mick Taylor hin zu Keith Richards wurden aktuell und ausführlich interviewt; ihre Kommentare und Erinnerungen spannen den Bogen zwischen Aufnahmen legendärer Auftritte und aufsehenerregenden Berichterstattungen und Interviews. Vieles des in dem Film gezeigten Archivmaterials ist in dieser Form bislang unveröffentlicht. Mit einem Filmtitel, der ein Zitat aus dem Liedtext von „Jumpin’ Jack Flash“ ist, vermittelt „The Rolling Stones – Crossfire Hurricane“ dem Zuschauer einen sehr intimen Eindruck davon, was es konkret bedeutet, Teil der Rolling Stones und damit quasi Überlebender von Anklagen, Drogen, Meinungsverschiedenheiten und Todesfällen zu sein. Die Arbeiten an diesem Film nahmen mehr als ein Jahr in Anspruch und wurden von den Rolling Stones persönlich mitgestaltet. „The Rolling Stones – Crossfire Hurricane“ ist die ultimative Geschichte einer der größten Rockbands der Welt, die während ihrer Bandgeschichte geschätzte 200 Millionen Platten verkaufte. Dieser einzigartige Dokumentarfilm ist ein Rockumentary in Spielfilmqualität.

Freitag, 18.12. / 23:55 Uhr / Tracks
Magazin, Frankreich, 2020, ARTE F 30 Min.
Regie: Realisateurs Differents
Journalist: David Combe, Jean-Marc Barbieux
Erstausstrahlung

Freitag, 18.12. / 00:25 Uhr / Paul McCartney and Wings: Rockshow
Schwerpunkt: Festtagsprogramm
Musik, Großbritannien, 1976, ARTE F 59 Min.
Regie: Jack Priestley
Produzent: Richard Dunford, Tom Priestley
Mit: Paul McCartney, Linda McCartney, Denny Laine
Online verfügbar von 11/12 bis 17/01
Erstausstrahlung

In den Jahren 1975 und 1976 gingen Paul McCartney und seine Wings auf ihre sagenumwobene „Wings over the World“-Tour, die ausgedehnteste Konzertreise, die von der Band jemals unternommen wurde. Von dieser Tournee stammen sowohl das legendäre Dreifach-Livealbum „Wings over America“ als auch der Konzertfilm „Rockshow“. Obwohl auch der Film im Rahmen der 75/76er Shows im riesigen Kingdome in Seattle aufgezeichnet wurde, erschien „Rockshow“ erst im November 1980 in New York und im April 1981 in London als gekürzter Zusammenschnitt. ARTE zeigt den Konzertfilm mit einem Best-of von McCartneys Kompositionen – von „Maybe I’m Amazed“ über „Lady Madonna“, „The Long and Winding Road“, „Bluebird“ und „Blackbird“ bis hin zu „Yesterday“.

Am 10. April 1970 gab Paul McCartney seinen Ausstieg bei den Beatles und damit nach zehn Jahren die Auflösung der Kultband bekannt. Gleichzeitig veröffentlichte er sein erstes Soloalbum und gründete kurz darauf mit Ehefrau Linda und Ex-Moody-Blues-Bandmitglied Denny Laine die Gruppe Wings, die aus wechselnden Musikern bestand, die sich um das Gründungstrio scharten.

1975/76 gingen die Wings auf dem Höhepunkt ihrer Karriere auf eine wahre Mammut-Tour: Nicht weniger als zwölf Tonnen Technik mussten für die aufwendige Bühne mit Lasershow und Videoprojektionen von Konzert zu Konzert befördert werden. Etwa zwei Millionen Zuschauer in einem Dutzend Länder verfolgten das Spektakel, das im September 1975 im Vereinigten Königreich startete und die Band anschließend nach Australien, Kopenhagen, Berlin, Rotterdam und Paris führte. Ab dem 3. Mai 1976 setzten die Wings ihren Konzertmarathon mit gut 30 Auftritten auf dem amerikanischen Kontinent fort, woraus auch das legendäre Dreifach-Livealbum „Wings over America“ entstand.

Ihren Höhepunkt feiert die Tour schließlich im Kingdome-Stadion in Seattle, wo die Wings vor 67.000 begeisterten Fans spielten. Der einstündige Zusammenschnitt dieses Konzerts bietet ein Best-of der schönsten Paul-McCartney-Kompositionen von „Maybe I’m Amazed“ über „Lady Madonna“, „The Long and Winding Road“, „Bluebird“ und „Blackbird“ bis „Yesterday“.


Programmwoche 52:

Samstag, 19.12. / 05:25 Uhr / Aschenbrödel (Oper/Prokofjew)
Oper, Frankreich, 2018, ARTE F 129 Min.
Regie: Isabelle Julien
Komponist: Sergej Prokofjew
Dirigent: Vello Pähn
Orchester: Orchestre Pasdeloup
Choreographie: Rudolf Nurejew
Autor: Charles Perrault

Mit: Valentine Colasante (Aschenbrödel), Karl Paquette (Der Prinz), Aurélien Houette (Die Mutter), Ludmila Pagliero , Dorothée Gilbert (Die Stiefschwestern), Pierre Rétif (Der Vater)

Online verfügbar von 19/12 bis 18/01

Sergei Prokofjews Vertonung des Märchens „Aschenbrödel“ kam 1945 im Moskauer Bolschoi-Theater zur Uraufführung. 1986 choreographiert Rudolf Nurejew, damals Ballett-Direktor der Pariser Oper, das Ballett neu und versetzte die Geschichte in ein Privatkino, mit Kulissen, die an Fritz Langs „Metropolis“ erinnern. ARTE zeigt die Aufführung der Pariser Oper vom 31. Dezember 2018. Die Wiederaufnahme von „Cendrillon“ war Teil der Gedenkfeiern des Opernhauses für ihren ehemaligen Ballett-Direktor Rudolf Nurejew, der 2018 80 Jahre alt geworden wäre.

„Cinderella“, die Geschichte von „Aschenbrödel“ in der Version des französischen Märchendichters Charles Perrault, ist ein abendfüllendes Ballett in drei Akten mit der Musik von Sergei Prokofjew. Die Uraufführung fand 1945 am Moskauer Bolschoi-Theater statt. Rudolf Nurejew schuf im Oktober 1986 eine moderne Bearbeitung des Stückes und verlegte die Handlung nach Hollywood. Cinderella ist darin eine unbekannte Schauspielerin, die von einem Produzenten entdeckt und zum Filmstar wird. Aschenbrödel schafft es in der Rolle der guten Fee und dank des Märchenprinzen in Gestalt eines berühmten Schauspielers, ihrem traurigen Schicksal zu entkommen und ihre Träume zu verwirklichen. Etwas erinnert das Ballett an das Leben des Choreographen selbst: Nurejew war ein junger Tänzer tartarischer Herkunft aus der Sowjetunion, der 1961 nach Frankreich floh, wo er politisches Asyl bekam. Von hier aus begann er seine internationale Karriere. 1983 wurde Rudolf Nurejew zum künstlerischen Leiter des Balletts der Pariser Oper ernannt. Leider währte das Glück nicht lange. Noch bevor er seinen Posten angetreten hatte, erfuhr er, dass er HIV-Positiv war. Rudolf Nurejew starb 1992 mit nur 54 Jahren. 2018 wäre er 80 Jahre alt geworden. Die Pariser Oper gedachte ihres ehemaligen Ballettdirektors mit einer Reihe von Gedenkfeiern und Ausstellungen, unter anderem mit der Wiederaufnahme seiner Fassung von Prokofjews „Aschenbrödel“.In der Aufführung vom 31. Dezember 2018 tanzt Valentine Colasante die Rolle der Cinderella, Karl Paquette gibt den berühmten Schauspieler. Es ist Karl Paquettes letzter Auftritt an der Opera de Paris. Mit dem Auftritt vom 31.12.2018 nimmt der langjährige Solotänzer der Pariser Oper Abschied von der Bühne.

Samstag, 19.12. / 13:55 Uhr / Schwanensee
Ballett, Frankreich, 2019, ARTE F 129 Min.
Regie: Bertrand Normand
Choreographie: Valery Kovtun nach Marius Petipa, Lev Ivanov, Alexandre Gorski
Komponist: Pjotr Iljitsch Tschaikowsky
Libretto: Vladimir Begichev & Vasily Geltser
Bühnenbild / Ausstattung / Bauten: Maria Levitskaya
Kostüme: Maria Levitskaya
Dirigent: Mykola Dyadura
Orchester: Orchester der Ukrainischen Staatsoper

Mit: Sergey Litvinenko (Der Hauslehrer), Vladislav Ivashchenko (Der Ritter), Ludmila Melnik (Die Königin), Corps de Ballet der Ukrainischen Staatsoper, Natalia Matsak (Odette/Odile), Oleksandre Skulkine (Venezianischer Tanz), Denys Nedak (Prinz Siegfried), Ganna Muromtseva, Olga Skripchenko, Oleksandre Skulkine (Pas de trois), Yaroslav Tkachuk (Rotbart), Margarita Alyanakh, Irina Borisova, Ganna Muromtseva, Svetlana Onipko (Bräute & Große Schwäne), Elisaveta Goguidze, Katerina Didenko, Inna Chorna, Katerina Chupina (Die kleinen Schwäne)

Erstausstrahlung

Ein fantastisches Märchen und ein perfekt zwischen Erzählung und klassischer Abstraktion austariertes Schauspiel. Im Mittelpunkt dieser klassischen “Schwanensee”-Interpretation stehen die unmögliche Liebe zwischen einem Prinzen und einer Schwanenprinzessin, das Gefühl der Ohnmacht gegenüber dem Schicksal und der ständige Wechsel zwischen imaginierten Welten und Wirklichkeit. Zu den Besonderheiten der Produktion gehören zwei hinzugefügte Walzer von Tschaikowsky sowie einige schwarze Schwäne, die sich unter die weißen mischen und beständig an den dramatischen Konflikt des Balletts erinnern.

Im Mittelpunkt dieser zutiefst klassischen “Schwanensee”-Interpretation stehen die unmögliche Liebe zwischen einem Prinzen und einer Schwanenprinzessin, das Gefühl der Ohnmacht gegenüber dem Schicksal und das ständige Wechselspiel zwischen imaginierten Welten und Wirklichkeit. Zu den Besonderheiten der Produktion gehören zwei hinzugefügte Walzer von Tschaikowsky sowie einige schwarze Schwäne, die sich unter die weißen mischen und beständig an den dramatischen Konflikt des Balletts erinnern. Die Inszenierung von Valery Kovtun, einst Partner von Maja Plissetskaja (1925-2015), ist eine Verbeugung vor dem Genie Tschaikowskys und Petipas. Natalia Matsak, die Primaballerina des Ensembles, verkörpert eine faszinierende Odette/Odile und führt mit technischer Bravour und Charisma die gesamte Truppe zur Exzellenz. Das Ensemble füllt die Bühne aus und gibt sie so gut wie nie frei. Harmonie, Energie und Präzision sind die Markenzeichen dieser Tänzerinnen und Tänzer, von denen einige besonders glänzen. Wie im Originallibretto endet auch dieser “Schwanensee” mit dem Tod der beiden Liebenden, die im Tränensee ertrinken. Doch ist das Böse machtlos gegen die Kraft der Liebe, und im Finale sterben Odette und Siegfried zwar, doch im Jenseits finden sie wieder zueinander, vereint in ewiger Harmonie.

Zusatzinfo:
Das international renommierte Ballett der Nationaloper der Ukraine tritt von den Vereinigten Staaten über Europa bis nach Asien überall auf der Welt auf. Mit einem vielfältigen klassischen Repertoire zieht das Ensemble sein Publikum durch künstlerische und technische Virtuosität in den Bann. Im Laufe der Jahre gingen zahlreiche Ausnahmetänzer aus dem Ballett hervor, darunter Iana Salenko (Staatsballett Berlin), Alina Cojocaru (Royal Ballet, London), Maxim Beloserkovsky und Irina Dvorovenko (American Ballet Theater). Für diesen “Schwanensee” gebührt den Tänzerinnen und Tänzern aus Kiew nichts anderes als das Label “perfekt”.

Samstag, 19.12. / 20:15 Uhr / 20:15 Märchen für die Welt – Hans Christian Andersen
Schwerpunkt: Wundersame Märchenwelt
Dokumentation, Deutschland, 2020, ZDF 52 Min.
Regie: Sabine Bier
Erstausstrahlung

Die kleine Meerjungfrau, die Prinzessin auf der Erbse, Däumelinchen, die Schneekönigin – Hans Christian Andersen hat uns Märchenfiguren von zeitloser Schönheit geschenkt. Er schuf Erzählungen, die bis heute in der ganzen Welt gelesen werden. Dabei musste er sich gegen viele Widrigkeiten hochkämpfen. Er vollzog eine Wandlung vom unbedeutenden Entlein zum schillernden Schwan der Literatur. Die Dokumentation erzählt vom bewegten Leben des dänischen Nationaldichters und taucht in die aufregende Welt seiner Märchen ein.

Generationen von Kindern sind mit seinen Geschichten aufgewachsen. Auf der ganzen Welt ist Hans Christian Andersen als Märchenautor bekannt und beliebt. Am 2. April wird sein Geburtstag sogar als “Tag des Kinderbuches” gefeiert. Dabei schrieb er für Kinder und für Erwachsene: “Ich erzähle den Kindern, während ich daran denke, dass Vater und Mutter oft zuhören, und ihnen muss man etwas für den Verstand geben.” Das tat er. Seine Kunstmärchen sind, anders als die Volksmärchen der Brüder Grimm, oft tieftraurig und ohne Happy End. Die Meerjungfrau, die sich für ihren Prinzen in ein menschliches Wesen verwandelt, bekommt ihn am Ende nicht. Der standhafte Zinnsoldat landet nach seiner Odyssee zwar wieder im behüteten Zuhause, am Ende aber leider auch im Ofen. Und das Mädchen mit den Schwefelhölzern, das in einer kalten Winternacht erfriert, ist bittere Sozialkritik. Die Märchen spiegeln oft Andersens eigene Erfahrungen wider. Denn der dänische Märchendichter hatte es nicht leicht im Leben. In ärmlichen Verhältnissen wächst er in der Kleinstadt Odense auf. Um dem Elend zu entfliehen, macht er sich mit gerade einmal 14 Jahren auf nach Kopenhagen. Dort sucht er sein Glück und will berühmt werden. Nach zahlreichen Enttäuschungen und der Suche nach seiner Bestimmung wird er ein erfolgreicher Schriftsteller. Die Märchen schreibt er freilich zunächst aus Geldnot. Von einer lukrativen Einnahmequelle werden sie zu seinen bedeutendsten schriftstellerischen Werken. Die Dokumentation erzählt vom bewegten Leben des dänischen Nationaldichters und taucht in die aufregende Welt seiner Märchen ein.

Samstag, 19.12. / 21:10 Uhr / Die wundersame Welt der Selma Lagerlöf
Schwerpunkt: Wundersame Märchenwelt
Deutschland, 2020, NDR 52 Min.
Regie: André Schäfer
Erstausstrahlung

Samstag, 19.12. / 01:35 Uhr / Jacques Offenbach in Köln
Musik, Frankreich, 2012, ARTE F 43 Min.
Regie: Philippe Béziat
Komponist: Jacques Offenbach
Dirigent: Marc Minkowski
Orchester: Les Musiciens du Louvre Grenoble

Mit: Sabine Devieilhe (Sopran), Ann Hallenberg (Mezzosopran), Paul Gay (Bassbariton), Burkhard Fritz (Tenor)

Wiederholung vom 04.12.

Sonntag, 20.12. (4. Advent) / 05:05 Uhr / Twist
Magazin, Deutschland, Frankreich, Spanien, 2020, WDR 30 Min.
Wiederholung vom 13.12.

Sonntag, 20.12. (4. Advent) / 05:35 Uhr / Pierre Richard – Komiker par excellence
Dokumentation, Frankreich, 2017, ARTE F 52 Min.
Regie: Gregory Monro
Wiederholung vom 21.11.

Sonntag, 20.12. (4. Advent) / 06:30 Uhr / Jean Rochefort – Mit Witz und Eleganz
Dokumentation, Frankreich, 2020, ARTE F 53 Min.
Regie: Yves Riou
Wiederholung vom 30.11.

Sonntag, 20.12. (4. Advent) / 09:35 Uhr / Rockfield, das Studio auf dem Bauernhof
Dokumentarfilm, Großbritannien, 2017, ARTE F 60 Min.
Regie: Hannah Berryman
Wiederholung vom 04.12.

Sonntag, 20.12. (4. Advent) / 10:35 Uhr / Bryan Ferry: Don’t Stop the Music
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 53 Min.
Regie: Catherine Ulmer
Wiederholung vom 11.12.

Sonntag, 20.12. (4. Advent) / 11:30 Uhr / Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten! Die Bronzebüste von Alfons Mucha
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2019, ARTE F 27 Min.
Regie: Antoine Coursat
Erstausstrahlung

Die Dokumentation beginnt mit einer Auktion im „Sotheby’s“ in Paris. Versteigert werden ikonische Design- und Dekorationsobjekte der letzten 250 Jahre, hergestellt von Charlotte Perriand, Jean Prouvé, François-Xavier Lalanne oder Diego Giacometti, dem Bruder des berühmten Bildhauers. Ein Auktionsgegenstand zieht alle Blicke auf sich: eine Bronzebüste, gefertigt 1899 von Alfons Mucha. Sie ist eine der wenigen berühmten Skulpturen des tschechischen Künstlers. Von ihr existieren nur wenige Exemplare; dieses trägt die Nummer 7. Wenn es weltweit sieben Ausfertigungen gibt – welches gilt dann als Original? Das Stück, das 1900 ausgestellt wurde? Und welche Dame stand damals Modell?

Jedes Jahr wechseln in den Auktionshäusern dieser Welt Tausende Objekte und Werke den Besitzer. Viele sind einzigartig – aufgrund ihrer Machart, ihres Zwecks oder der Menschen, die sie besaßen oder gesehen haben; kurz, wegen ihrer Geschichte. „Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten!“ erzählt aus dem bewegten Leben der Gegenstände, die in den letzten Monaten über die Auktionstische dieser Welt gingen. Jede Folge ist einem Werk gewidmet, das gleichsam für eine ganze Epoche steht. Die Menschen, die es geschaffen oder besessen haben, machen die Leidenschaft deutlich, die solche Stücke auslösen können. „Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten!“ nimmt die Zuschauer mit in die Vergangenheit. Auf den Spuren berühmter Persönlichkeiten und vergessener Handwerkstechniken reist die Dokumentation an geheime Orte, blickt in Hinterhöfe, öffnet alte Schränke und entstaubt so manches Archiv.

Sonntag, 20.12. (4. Advent) / 15:10 Uhr / Modiglianis Geheimnisse
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 52 Min.
Regie: Jacques Loeuille
Erstausstrahlung

Er gilt als einer der letzten Bohemiens von Montmartre und ist heute einer der teuersten Künstler der Moderne: der italienische Maler Amedeo Modigliani (1884-1920). Sein Todestag jährt sich dieses Jahr zum 100. Mal. Bekannt ist über Modiglianis Leben vor allen Dingen, dass er angeblich dem Alkohol verfallen war, in extrem ärmlichen Verhältnissen hauste und viel zu jung an Tuberkulose starb. Ein genauerer Blick auf seine Malerei sowie neue kunsthistorische Recherchen und wissenschaftliche Verfahren bringen nun einen neuen Modigliani ans Licht.

In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg ist Paris Zufluchtsort von Künstlern und Intellektuellen aus aller Welt. Einer von ihnen ist Amedeo Modigliani (1884-1920), ein junger italienischer Maler, der schnell Freunde findet und seine Zeitgenossen porträtiert. Heute ist er einer der berühmtesten und teuersten Künstler der Moderne. Man wusste wenig über sein Leben. So entstand die Legende von einem Bohemien, der im Alkoholrausch malte, in extrem ärmlichen Verhältnissen hauste und am 24. Januar 1920 in der Pariser Charité an Tuberkulose verstarb. Er wurde 35 Jahre alt. Seine Verlobte, Jeanne Hébuterne, nahm sich einen Tag nach seinem Tod das Leben; sie war erst 21 Jahre alt und hochschwanger mit dem zweiten gemeinsamen Kind.

Nun wurden in einer beispiellosen wissenschaftlichen Studie rund 30 seiner Gemälde, die in französischen Sammlungen aufbewahrt werden, mit bildgebenden Verfahren untersucht. Die Infrarot-Radiographie und Röntgenfluoreszenzanalyse, die die Grenzen des Sichtbaren erweitern, enthüllen dabei nicht nur verborgene Kompositionen seiner Werke, sondern erzählen auch neue Geschichten aus Modiglianis Leben.

Die Dokumentation führt in die Toskana seiner Kindheit, in das Paris der Avantgarde sowie an die Côte d’Azur und befasst sich mit den weniger bekannten Seiten von Modiglianis künstlerischem Schaffen, mit seinen Zeichnungen und Skulpturen. Wir entdecken den Künstler Modigliani, der sich selbst als modern verstand, aber hin- und hergerissen war zwischen der italienischen Malereitradition und der französischen Avantgarde.

Doch gerade diese Kunstbewegung war es, die das Genre verachtete, dem er sich verschrieben hatte: die Porträtmalerei. Ob er einen berühmten Künstler oder ein einfaches Dienstmädchen als Modell wählte – er malte sie mit kraftvollem Strich, der an die große toskanische Tradition erinnert. Vor allem ließen seine Porträts hohes Einfühlungsvermögen erkennen; vielleicht war gerade das eines seiner Geheimnisse.

Sonntag, 20.12. (4. Advent) / 16:05 Uhr / Gaetano Donizetti: Lucia di Lammermoor ~ Saisoneröffnung Mailänder Scala
Oper, Frankreich, 2020, ARTE F 150 Min.
Regie: Patrizia Carmine
Komponist: Gaetano Donizetti
Inszenierung: Yannis Kokkos
Dirigent: Riccardo Chailly

Mit: Lisette Oropesa (Lucia), Juan Diego Florez (Sir Edgardo di Ravenswood)
Erstausstrahlung

Einen stimmgewaltigen Auftakt zur neuen Saison liefert die Mailänder Scala. Lisette Oropesa übernimmt die Titelrolle in Donizettis Operntragödie „Lucia di Lammermoor“. Lucia wird von ihrem Liebsten getrennt und ersticht in ihrer Hochzeitsnacht den Bräutigam, denn ihr ihre Familie aufdrängte. Juan Diego Florez singt Edgardo, George Petean Lucias Bruder Enrico. Donizettis blutiges Operndrama eröffnet die neue Opernsaison des berümtesten Opernhauses der Welt.

Am 7. Dezember ist traditionell Saisoneröffnung des berühmtesten Opernhauses der Welt, der Mailänder Scala. An diesem Festtag, an dem in Mailand der Heilige Ambrosius, der Schutzpatron der Stadt, gefeiert wird, ist die Opernpremiere am Teatro alla Scala DAS große Ereignis.

2020 steht Gaetano Donizettis zweite Oper auf dem Spielplan, „Lucia die Lammermoor“. Die Vorlage dazu lieferte der schottische Erfolgsautor Sir Walter Scott. Der Erfinder des historischen Romans zeichnet mit seiner „Braut von Lammermoor“ eine unglückliche Liebesgeschichte zur Zeit der Fehden zwischen Katholiken und Protestanten im Schottland des 16. Jahrhunderts. Salvatore Cammarano adaptierte den Text als Opernlibretto. Die Uraufführung der Oper selbst erfolgte 1935 in Neapel, eine französische Fassung wurde 1839 in Paris aufgeführt.

„Lucia di Lammermoor“ ist der Archetyp der romantischen Oper und kam von Anfang an beim Publikum gut an. Edgardo di Ravenswood und Lucia Ashton, die zwei rivalisierenden Familien angehören, lieben einander leidenschaftlich, doch Lucias Bruder Enrico ist absolut gegen die Verwindung. Die Ashtons sind Protestanten, die Ravenswoods Anhänger von Maria Stuart. Mit falschen Beweisen gelingt es Enrico Ashton seine Schwester und ihren Geliebten zu entzweien. Verzweifelt heiratet Lucia den Mann, den ihr Bruder für sie ausgesucht hat. Als ihr Geliebter Edgardo sie des Verrats anklagt, verliert Lucia den Verstand. In einem Anfall von Wahnsinn tötet sie ihren Ehemann und phantasiert, sie habe Edgardo geheiratet.

Die Rolle der Lucia ist eine der markantesten und schwierigsten des gesamten Opern-Repertoires. Insbesonders die Wahnsinnsarie – l dolce suono – , in der Lucia blutüberstsrömt und mit dem Messer in der Hand inmitten der entsetzten Hochzeitsgesellschaft erscheint, erfordert stimmliche Virtuosität und einen ausgeprägten Sinn für Dramatik. In Mailand ist das die aus New Orleans stammende Sopranistin Lisette Oropesa. Ihr zur Seite als Geliebter steht der peruanische Startenor Juan Diego Flores.

Die Inszenierung stammt von Yannis Kokkos, der seit 1965 bei einer Vielzahl von Stücken und Opern Regie geführt hat. In Mailand zeichnet er auch für Szenografie und Kostüme verantwortlich. Neben anderen Auszeichnungen erhielt er 2005 die Goldmedaille der Prager Quadriennale für Bühnenbild und den Laurence-Olivier-Preis für La Clemenza di Tito sowie den Preis des Kritikerverbandes für Les Troyens.

Die Mailänder Scala – il Teatro alla Scala – wurde unter Kaiserin Maria-Theresia erbaut und 1778 eröffnet. Es ist eines der traditionsreichsten Opernhäuser der Welt und viele der großen italienischen Opern wurden hier uraufgeführt, „Nabucco“, „Otello“ oder „Falstaff“ von Giuseppe Verdi, „Madama Butterfly“ und „Turandot“ von Giacomo Puccini, sowie Vincenzo Bellinis „Norma“ mit Giuditta Pasta in der Titelrolle. Am Pult des Orchesters der Scala ist der aktuelle musikalische Leiter des Hauses zu erleben, Maestro Riccardo Chailly.

Sonntag, 20.12. (4. Advent) / 23:40 Uhr / Yul Brynner – Hollywoods Kahlkopf von Format
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 51 Min.
Regie: Benoit Gautier, Jean-Frédéric THIBAULT
Wiederholung vom 13.12.

Sonntag, 20.12. (4. Advent) / 00:30 Uhr / Daniel Hope spielt Max Richter
Musik, Deutschland, 2020, ZDF 48 Min.
Regie: Stefan Mathieu
Komponist: Max Richter
Mit: Daniel Hope, Christoph Israel, Joy Denalane, Jane Berthe
Online verfügbar von 19/12 bis 19/01
Erstausstrahlung

Der Violinist und musikalische Allrounder Daniel Hope spielt in seinem Wohnzimmer gemeinsam mit Gastmusikern zwei aufsehenerregende Werke des Komponisten Max Richter, darunter mit dem Klavierauszug von „Recomposed“ eine Weltpremiere.

Zunächst begleiten Daniel Hope und Pianist Christoph Israel die Soul-Sängerin Joy Denalane bei ihrer bewegenden Interpretation von Max Richters Song „This Bitter Earth / On the Nature of Daylight“. Der Titel basiert auf dem Lied „This Bitter Earth“ von Clyde Otis aus dem Jahr 1960, das Dinah Washington bekannt machte sowie der Komposition „On the Nature of Daylight“ von Max Richter. Beide Titel kombinierte Richter zu einem neuen Song, der auf dem Soundtrack zu Martin Scorseses Film „Shutter Island“ zu hören war.

Im Anschluss interpretiert Daniel Hope gemeinsam mit dem aus Oxford zugeschalteten Max Richter die Weltpremiere eines Klavierauszugs von Richters Komposition „Recomposed“. Es handelt sich dabei um die ursprünglich für Orchester geschriebene Bearbeitung Richters von Antonio Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“, die Richter 2012 veröffentlicht hat. Daniel Hope an der Violine und Max Richter am Synthesizer werden am Klavier begleitet von Pianist Christoph Israel, an der Harfe von Jane Berthe.

Montag, 21.12. / 05:00 Uhr / Valery Gergiev dirigiert Strauss und Mahler
Die vier letzten Lieder mit Diana Damrau
Musik, Frankreich, 2020, ARTE F 98 Min.
Regie: Francois-René Martin
Komponist: Richard Strauß, Gustav Mahler
Dirigent: Valery Gergiev
Orchester: Münchner Philharmoniker
Wiederholung vom 29.11.

Montag, 21.12. / 09:40 Uhr / GEO Reportage: Kenia, Let’s Dance
Reportage, Deutschland, 2018, ARTE 52 Min.
Regie: Myriam Bou-Saha

Am Rande der kenianischen Metropole Nairobi existieren unzählige Slums, in denen die Ärmsten der Armen leben. Einer davon ist Kibera. Doch während andernorts Hoffnungslosigkeit das Straßenbild bestimmt, erklingen in Kibera immer häufiger die Rhythmen entfesselter Trommeln oder sogar die Klänge klassischer Musik. Seit mehr als elf Jahren werden hier ganz besondere Unterrichtsstunden gegeben. Wo man es nicht erwartet, gehört klassisches Ballett zum Alltag vieler Kinder. „GEO Reportage“ hat die Schüler, ihre Familien und ihre Lehrer besucht.

Die 16-jährige Elsy hat einen Traum: Mit klassischem Ballett will sie dem Elend ihres Heimatorts Kibera entkommen, der zu den größten Slums Kenias gehört. Hier lebt sie zusammen mit ihren zwei Geschwistern bei ihrer Mutter, die einen kleinen Laden betreibt. Der Alltag in Kibera ist rau, die Jugendlichen sind täglichen Gefahren wie Gewalt, Prostitution und früher Schwangerschaft ausgesetzt. Eine Zukunft, die Elsy für sich unbedingt vermeiden will. Mit acht Jahren kam sie erstmals mit Ballett in Berührung, das durch internationale Organisationen nach Kibera gebracht wurde. Die Kinder durch ein möglichst vielfältiges Programm von der Straße holen, lautete damals die Devise. Und die Resonanz war überwältigend: Nicht nur klassisches Ballett, auch einheimische Tänze, Trommelspiel, Gesang und Akrobatik stehen zur Auswahl. Seitdem feilt Elsy zusammen mit ihrer Freundin Mary fast täglich an ihrer Technik. Die Mädchen arbeiten an gemeinsamen Choreographien und bereiten mit ihrer Klasse eine Gala vor, in der Geld für eine neue Tanzschule gesammelt werden soll. Zusammen mit ihren Mitschülern will Elsy beweisen, dass Ballett nicht nur europäischen Tänzern vorbehalten sein muss. Dafür stehen den Jugendlichen sowohl einheimische als auch internationale Lehrer zur Seite. Auch mit den Schulen anderer Slums wird zusammengearbeitet – besonders mit Mathare, deren Einwohner für ihre noch größere Gewaltbereitschaft bekannt sind. Denn eines haben sowohl die Organisatoren als auch die Schüler inzwischen erkannt: Wenn sie einen Schritt hinaus aus ihrer täglichen Misere finden wollen, müssen sie zusammenarbeiten. Die Vorbereitung zur nächsten Gala ist ein kleiner, aber wichtiger Schritt dazu.

Zusatzinfo:
„GEO Reportage“ präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.

Montag, 21.12. / 21:40 Uhr / Sergio Leone – Spiel mir das Lied von Amerika
Dokumentation, Frankreich, 2018, ARTE F 53 Min.
Regie: Jean-François Giré

Sergio Leone, lange Zeit vor allem als Erfinder des Italowestern berühmt, genießt mittlerweile allgemeine Anerkennung in der Kinowelt: Er war Vorreiter des New Hollywood und – nach eigener Aussage – einer der “Paten” von Quentin Tarantino. In jungen Jahren war das Leben des Sohns eines italienischen Filmpioniers von Angst vor dem Faschismus und Träumen von Amerika geprägt. ARTE lässt das bewegte Leben des Regisseurs von “Spiel mir das Lied vom Tod” Revue passieren.

Mit dem Satz “Es war einmal …” beginnt die Dokumentation wie ein Märchen. Sie zeichnet den Werdegang Sergio Leones anhand der drei großen Themen seines Lebens nach: Filme, Freundschaft und Familie. Der Sohn eines Regisseurs und einer Schauspielerin wuchs zu Zeiten des Faschismus auf. Er widmete sein Leben dem Kino, war Italiens jüngster Regieassistent und wirkte an über 50 Filmen mit. Als der klassische US-Western in den 60er Jahren aus der Mode geriet, erfand Leone den Italowestern; eine ästhetische Revolution, nicht zuletzt durch den Einsatz der Musik. Sie verleiht den Filmen etwas Opernhaftes. Das neue Genre machte den unbekannten Schauspieler Clint Eastwood zum Star und Leone zum Milliardär. Mit nur sieben eigenen Regiearbeiten schuf Sergio Leone ein international überaus erfolgreiches Lebenswerk, das bis heute Regisseure auf der ganzen Welt beeinflusst. Anhand von Archivmaterial und neuen Aufnahmen von Orten seiner Kindheit in Rom sowie von den andalusischen Landschaften, in denen Leone seine persönliche Sicht des Wilden Westens inszenierte, zeichnet die Dokumentation die Entwicklung seines filmischen Schaffens von der berühmten Dollar-Trilogie bis zur Amerika-Trilogie nach. Unveröffentlichte Tonaufnahmen und die Erzählungen von Wegbegleitern lassen Stück für Stück die Persönlichkeit des Regisseurs sichtbar werden. Zu Wort kommen auch Freunde Leones wie der italienische Regisseur Luca Verdone und der französische Biograph Noël Simsolo, sein Stammkomponist Ennio Morricone, der Drehbuchautor Luciano Vincenzoni sowie zwei seiner Schauspielstars: Clint Eastwood und Claudia Cardinale.

Montag, 21.12. / 22:35 Uhr / John Wayne – Amerika um jeden Preis
Dokumentation, Frankreich, 2018, ARTE F 52 Min.
Regie: Jean-Baptiste Péretié
Wiederholung vom 08.11.

Dienstag, 22.12. / 05:00 Uhr / Christmas in Vienna 2015
Musik, Österreich, 2015, ARTEORF 61 Min.
Regie: Karina Fibich
Dirigent: Erwin Ortner
Orchester: ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Chor: Wiener Singakademie, Wiener Sängerknaben

Mit: Valentina Nafornita (Sopran), Angelika Kirchschlager (Mezzosopran), Piotr Beczala (Tenor), Artur Rucinski (Bariton)

Online verfügbar von 22/12 bis 21/01

Auch 2015 sorgt „Christmas in Vienna“ für Weihnachtsstimmung mit großen Werken aus der Klassik und mit Weihnachtsliedern aus aller Welt. Es singen Valentina Nafornita (Sopran), Angelika Kirchschlager (Mezzosopran), Piotr Beczala (Tenor) und Artur Rucinski (Bariton). Neben der Wiener Singakademie sind auch die Wiener Sängerknaben wieder mit dabei. Begleitet werden sie vom ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter der Leitung von Erwin Ortner. ARTE sendet die Höhepunkte dieses Galakonzerts vom 19. Dezember 2015 im Wiener Konzerthaus.

Das traditionelle Adventskonzert versammelt auch 2015 ein Quartett von internationalen Sängergrößen. Die moldauische Sopranistin Valentina Nafornita ist Gewinnerin mehrerer internationaler Wettbewerbe. Engagements führten sie unter anderem an die Mailänder Scala, die Bayerische Staatsoper in München und an die Staatsoper Berlin. Seit 2011 ist sie Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Dank ihrer wundervollen Stimme, Musikalität und starken Bühnenpräsenz gehört sie zu den neuen Stars der Musikwelt.

Die österreichische Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager, ebenfalls Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, zählt heute zu den gefragtesten Mezzosopranistinnen und wird auf den Opernbühnen und Konzertsälen weltweit von Publikum und Presse begeistert gefeiert.

Die internationale Karriere des polnischen Tenors Piotr Beczala führt ihn seit vielen Jahren an die großen Bühnen der Welt. In der Rolle des Tamino („Die Zauberflöte“), Alfredo („La Traviata“) oder des Poeten Rodolfo („La Bohème“) an der Seite von Anna Netrebko konnte er sich als einer der Hauptrepräsentanten des lyrischen Tenorfachs weltweit etablieren. Der polnische Bariton Artur Rucinski sang in den letzten Jahren mit großem Erfolg an den Opernhäusern in Osteuropa und erobert seit 2010 auch die westeuropäischen großen Bühnen. Er sang unter anderem unter Daniel Barenboim und Lorin Maazel sowie an der Seite von Weltstars wie Rolando Villazón und Anna Netrebko.

Auch dieses Galakonzert „Christmas in Vienna“ wird im Wiener Konzerthaus mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien, der Wiener Singakademie sowie den Wiener Sängerknaben aufgeführt, diesmal unter der Leitung des österreichischen Dirigenten und Chorleiters Erwin Ortner. Der gebürtige Wiener gründete und leitet den renommierten, mit vielen internationalen Musikpreisen ausgezeichneten Arnold Schoenberg Chor.

Mittwoch, 23.12. / 05:00 Uhr / Paul McCartney and Wings: Rockshow
Musik, Großbritannien, 1976, ARTE F 59 Min.
Regie: Jack Priestley
Produzent: Richard Dunford, Tom Priestley
Mit: Paul McCartney, Linda McCartney, Denny Laine
Wiederholung

Mittwoch, 23.12. / 21:55 Uhr / Chilly Gonzales – A Very Chilly Christmas
Schwerpunkt: Festtagsprogramm
Dokumentarfilm, Deutschland, 2020, ZDF 75 Min.
Regie: N.N.
Produktion: Tv, Kiosco
Mit: Jarvis Cocker, Feist, Alison Wheeler, Chilly Gonzales
Erstausstrahlung

Mittwoch, 23.12. / 23:15 Uhr / Wiener Abend mit dem Orchestre de Paris
Musik, Frankreich, 2017, ARTE F 44 Min.
Regie: Julien Condemine
Komponist: Johann Strauss, Franz Léhar, Jacques Offenbach, Charles Lecocq, Emmerich Kálmán
Dirigent: Thomas Hengelbrock
Orchester: Orchestre de Paris
Mit: Cyrille Dubois (Tenor), Annette Dasch (Sopran)

ARTE lädt ein zu einem Wiener Abend in die Philharmonie de Paris: Unter der Leitung von Thomas Hengelbrock präsentiert das Orchestre de Paris ein unterhaltsames Programm mit den schönsten Walzern aus dem deutschen und französischen Operetten-Repertoire. Begleitet werden die Musiker von der Sopranistin Annette Dasch und dem Tenor Cyrille Dubois, die das Publikum sogar dazu einluden, in festlichen Walzer-Rhythmen auf einer Tanzfläche zu schwelgen.

Musikalischer Streifzug durch das deutsch-französische Operetten-Repertoire: Am 8. Juni 2017 wurde in der Philharmonie de Paris ein besonderes Konzertprogramm geboten: Nach dem Vorbild der berühmten Londoner Proms stellte der Dirigent Thomas Hengelbrock ein unterhaltsames Programm zusammen, das einen leichten Zugang zur klassischen Werken bietet. Gemeinsam mit zwei wunderbaren Solisten – der Sopranistin Annette Dasch und dem Tenor Cyrille Dubois – spielt das Orchestre de Paris die beliebtesten Walzer aus berühmten Operetten. Der Zuschauerraum der Philharmonie verwandelte sich in einen Ballsaal, als Thomas Hengelbrock das Publikum mit Klängen von Strauss-Walzern vor die Bühne lockte und zum Tanzen animierte. Anschließend traten die beiden Sänger abwechselnd auf die Bühne und gaben mal solo, mal im Duett Operettenlieder von Franz Lehár, Emmerich Kálmán und Jacques Offenbach zum Besten.

Mittwoch, 23.12. / 00:00 Uhr / Christmas in Vienna 2015
Musik, Österreich, 2015, ARTEORF 61 Min.
Regie: Karina Fibich
Dirigent: Erwin Ortner
Orchester: ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Chor: Wiener Singakademie, Wiener Sängerknaben
Mit: Valentina Nafornita (Sopran), Angelika Kirchschlager (Mezzosopran), Piotr Beczala (Tenor), Artur Rucinski (Bariton)
Wiederholung

Donnerstag, 24.12. (Heiligabend) / 05:00 Uhr / Concerto per l’Italia ~ Riccardo Chailly, Maxim Vengerov
Musik, Frankreich, Italien, 2020, ARTERAI 45 Min.
Regie: Fabrizio Guttuso Alaimo
Komponist: Felix Mendelssohn Bartholdy
Dirigent: Riccardo Chailly
Orchester: Filarmonica della Scala
Mit: Maxim Vengerov (Violine)
Wiederholung vom 13.12.

Donnerstag, 24.12. (Heiligabend) / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst: Puccinis Toskana / Belém / Michigan
Magazin, Frankreich, 2020, ARTE F 38 Min.
Regie: Fabrice Michelin

(1): Toskana, das Opernparadies Puccinis
(2): Belém, Tor zum Amazonas
(3): Michigan, das knusprige Erfolgsgeheimnis

(1): Toskana, das Opernparadies Puccinis
Inmitten der sanften Hügellandschaften der Toskana erheben sich die rosa- und ockerfarbenen Prachtbauten der Stadt Lucca und erinnern an glorreiche Zeiten. An diesem beschaulichen Ort kam im 19. Jahrhundert eines der großen italienischen Musikgenies zur Welt: Giacomo Puccini. Der junge Musiker aus gutem Hause rebellierte früh gegen die bürgerlichen Konventionen und schöpfte aus der Seele seiner toskanischen Heimat die Inspiration für seine großen Opern „Tosca“ und „Madama Butterfly“.

(2): Belém, Tor zum Amazonas
Im Norden Brasiliens liegt die Hafenstadt Belém, Tor zum Amazonas-Regenwald und Hauptumschlagplatz für die dort gewonnenen Natur- und Bodenschätze. Im 19. Jahrhundert gelangte das europäische Bürgertum vor allem durch den wertvollen Kautschuk zu Reichtum, und die Stadt schmückte sich mit prächtigen Palästen, Herrenhäusern und Theatern. In dieser Glanzzeit verschärften sich aber auch die sozialen Gegensätze, die die Stadt mit den vielen Gesichtern bis heute prägen.

(3): Michigan, das knusprige Erfolgsgeheimnis
Battle Creek im Norden der USA zwischen Detroit und Chicago ist ein friedliches Örtchen. Im 19. Jahrhundert wurde in diesem verschlafenen Nest eine Erfindung gemacht, die die Frühstücksgewohnheiten der Amerikaner revolutionieren sollte …

Donnerstag, 24.12. (Heiligabend) / 17:20 Uhr / Stille Nacht
Dokumentation, Deutschland, Österreich, 2018, BR 52 Min.
Regie: Hannes M. Schalle

ARTE läutet die besinnliche Zeit des Jahres mit der wohl berühmtesten Weihnachtshymne aller Zeiten ein: „Stille Nacht“. Denn das 1818 von Franz Xaver Gruber vertonte Weihnachtslied feiert in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag. Weltweit in 300 Sprachen und Dialekte übersetzt, brachte die Hymne im Ersten Weltkrieg die deutschen und britischen Truppen dazu, im Grabenkampf einen Tag ihre Waffen niederzulegen. Bis heute ist sie an Heiligabend aus keinem Wohnzimmer wegzudenken. Der Regisseur Hannes Michael Schalle wandelt auf den 200-jährigen Spuren des herzerwärmenden Liedes und lässt dabei berühmte Künstler von ihrer eigenen Beziehung zu „Stille Nacht“ erzählen.

Das Gedicht „Stille Nacht“ von Joseph Mohr wurde 1818 von Franz Xaver Gruber vertont – in einer Zeit, die von Krieg, Hunger, Krankheit und Naturkatastrophen gezeichnet war. Nach seiner Uraufführung am Weihnachtsabend desselben Jahres machte das Lied eine Reise über Tirol, Berlin und Hamburg in die USA und später um die ganze Welt.

Das Lied wurde bis heute in über 300 Sprachen und Dialekte übersetzt und schlägt damit Brücken zwischen den Kontinenten. „Stille Nacht“ brachte den Grabenkampf zwischen Deutschen und Briten an Heiligabend im Ersten Weltkrieg einen Tag lang zum Stillstand. Bing Crosbys Aufnahme von „Silent Night” verkaufte sich bis heute 30 Millionen Mal und ist somit die drittmeistverkaufte Musiksingle aller Zeiten. Die UNESCO erklärte „Stille Nacht“ 2011 zum immateriellen Kulturerbe.

Der Regisseur Hannes Michael Schalle wandelt in dieser Dokumentation auf den Spuren des weltweit bekanntesten Weihnachtsliedes: Wie hat sich das Lied verbreitet? Wie machte Bing Crosby „Silent Night“ zum Welthit und welche Interpreten haben diese wunderbar einfache, aber doch so herzerwärmende Komposition bis heute schon gesungen?

Die Dokumentation bringt den Zuschauer an verschiedenste Orte weltweit. Allen voran ins winterliche Salzburg, die Geburtsstätte des Liedes, aber auch in Metropolen wie New York, London oder Berlin, die zur Weihnachtszeit in ganz besonderem Glanz erstrahlen. Immer in Begleitung von berühmten Künstlern, die von ihren persönlichen Weihnachtstraditionen, ihren Lieblingsweihnachtsliedern und natürlich ihrer Beziehung zu „Stille Nacht“ erzählen.

Donnerstag, 24.12. (Heiligabend) / 19:40 Uhr / Sternstunden der Musik – Anne-Sophie Mutter und Herbert von Karajan 1984
Musik, Deutschland, 2020, ZDF 32 Min.
Regie: Schulz, Eric, Preusse, Holger
Produktion: Images, Sounding
Mit: Mutter, Anne-Sophie, Von Karajan, Herbert
Erstausstrahlung

Freitag, 25.12. (1. Weihnachtsfeiertag) / 05:00 Uhr / Weihnachtslieder mit dem Kinderchor Sotto Voce
Musik, Frankreich, 2017, ARTE F 43 Min.
Regie: Christian Leblé
Chorleitung: Scott Alan Prouty
Chor: Sotto Voce
Mit: Richard Davis (Klavier)
Online verfügbar von 18/12 bis 05/01

Der als einer der „dynamischsten und erfindungsreichsten Kinder- und Jugendchöre Frankreichs“ geltende Chor Sotto Voce bringt den Pariser Grand Palais in Festtagsstimmung. Sotto Voce ist eines der wenigen Ensembles, das mit derselben ansteckenden Begeisterung sowohl klassische Stücke als auch amerikanische Musicalmelodien, Jazz oder französische Chansons auf die Bühne bringt. Überdacht von der Glaskuppel des Grand Palais geben die 60 jungen Sängerinnen und Sänger unter der Leitung des Kinderchorspezialisten Scott Alan Prouty unter anderem ihre mitreißende Version von „Jingle Bells“ zum Besten.

Mit Domsingschulen oder Ensembles, die an Schulen und Konservatorien gegründet wurden, hat der Pariser Kinder- und Jugendchor Sotto Voce wenig gemein. Er vereint 60 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren, deren gemeinsame Leidenschaft das Singen ist. Ihre Arbeit lässt sich nicht in ein einziges Genre einordnen, denn ihr breites Repertoire umspannt Melodien aus amerikanischen Musicals über Jazz und Klassik bis hin zu französischen Chansons. Dabei sind sie stets mit vollem Körpereinsatz dabei. Das Team um den Kinderchorspezialisten und Dirigenten Scott Alan Prouty lehrt die jungen Choristen Gesang, Stimmtechnik, Körperausdruck, Tanz und Theater – schließlich wird die Stimme durch den gesamten Körper transportiert. Ob in Frankreich oder im Ausland, seit seiner Gründung im Jahr 1992 hat Sotto Voce über 600 Konzerte gegeben und die Zuschauer in aller Welt verzaubert. Seit Jahren residiert der Chor regelmäßig im Pariser Théâtre du Châtelet und beteiligt sich an zahlreichen Produktionen. Jährlich gibt er ein Konzert auf der großen Bühne und verleiht klassischen Weihnachtsliedern auch schon mal einen jazzigen Touch. Da das Pariser Châtelet wegen Renovierungsarbeiten geschlossen ist, wird „Singing in the Rain“ unter der beeindruckenden Glaskuppel des Grand Palais aufgeführt. Den Jugendlichen bietet sich von dieser improvisierten Bühne ein ganz besonderer Blick in das Publikum, das sie unter Leitung ihres Dirigenten zum Mitsingen einladen. Der Chor sprüht förmlich vor positiver Energie, und ihre mitreißende Version von „Jingle Bells“ würde sogar den Weihnachtsmann zum Mitsingen verleiten.

Freitag, 25.12. (1. Weihnachtsfeiertag) / 12:15 Uhr / Sternstunden der Musik – Anne-Sophie Mutter und Herbert von Karajan 1984
Musik, Deutschland, 2020, ZDF 32 Min.
Regie: Schulz, Eric, Preusse, Holger
Produktion: Images, Sounding
Mit: Mutter, Anne-Sophie, Von Karajan, Herbert
Wiederholung

Freitag, 25.12. (1. Weihnachtsfeiertag) / 13:05 Uhr / Stadt Land Kunst: William Turners Alpen / Kuba / Vietnam
Magazin, Frankreich, 2020, ARTE F 38 Min.
Regie: Fabrice Michelin

(1): William Turner und das Abenteuer Alpen
(2): Die Santería, Kubas schwarze Wurzeln
(3): Vietnam, Kämpfe bei den Königen des Tierreichs

(1): William Turner und das Abenteuer Alpen
Die spitzen, schneebedeckten Berggipfel der Alpen scheinen den Himmel zerreißen zu wollen und ziehen jeden Reisenden in ihren Bann. So auch den jungen Maler William Turner, der Anfang des 19. Jahrhunderts erstmals staunend vor den zerklüfteten Bergketten stand. Im Laufe seines Lebens kehrte der Künstler mehrfach in die Alpen zurück und hielt ihre Landschaften in Tausenden von Gemälden fest. Sie halfen ihm, jenen einzigartigen Stil zu definieren und weiterzuentwickeln, der den Weg zum Impressionismus ebnen sollte.

(2): Die Santería, Kubas schwarze Wurzeln
Kuba, die „Perle der Karibik“, besticht durch feine Sandstrände, grüne Ebenen und unzählige Zuckerrohr- und Kaffeeplantagen. Doch noch eine weitere Besonderheit zieht den Besucher in ihren Bann: die sinnlichen und tranceartigen Rhythmen der Santería, die von Cayo Hueso bis Havanna erklingen. Die für Kuba typische Religion galt lange als Zeichen des Widerstands und prägte die Seele der Insel entscheidend mit.

(3): Vietnam, Kämpfe bei den Königen des Tierreichs
Im Zentrum Vietnams schlängelt sich der Parfümfluss zwischen Reisfeldern und Tempeln bis nach Hue, der alten Kaiserstadt. An den Ufern dieses Wasserlaufs mit legendärem Namen sind einzigartige Spektakel zu entdecken: mörderische Duelle zwischen den Anführern des Dschungels …

Freitag, 25.12. (1. Weihnachtsfeiertag) /ab 13:45 Uhr: Thementag »Bühne frei! Zirkuszauber bei ARTE«
Thementag, ARTE 132 Min.

Der Zirkus hat im Weihnachtsprogramm von ARTE seit langem Tradition. Auch in diesem Jahr ist die Manege frei für atemberaubende Zirkusnummern von Artisten aus der ganzen Welt sowie für einen Spielfilmklassiker mit Starbesetzung.

Der Abend eröffnet mit den Höhepunkten des diesjährigen 41. Weltfestivals des Zirkus von Morgen aus dem Cirque Phénix in Paris. Wie jedes Jahr treten Clowns, Jongleure, Akrobaten, Seiltänzer und Trapezkünstler aus aller Welt mit ihren spektakulären Darbietungen vor einer internationalen Jury und einem enthusiastischen Publikum auf. Welche der talentierten Nachwuchskünstler haben in diesem Jahr die begehrten Medaillen mit nach Hause genommen?

Es folgt die virtuose und fantasievolle Show “Amaluna” des kanadischen Cirque du Soleil, eine Touring-Show, die zuletzt im März 2020 aufgeführt wurde. “Amaluna” spielt auf einer mysteriösen, von Göttinnen regierten Insel. Es ist eine epische Liebesgeschichte zwischen der Tochter von Königin Prospera und einem jungen Mann, der durch einen von Prospera ausgelösten Sturm auf die Insel gelangte. Bevor die beiden in Treue, Vertrauen und Harmonie endlich miteinander sein können, wird ihre Liebe zahlreichen Prüfungen unterzogen.

Die Dokumentation “Der Schwarm – Die Compagnie XY im Höhenflug” gewährt sehr persönliche Einblicke in die Arbeitsweise dieser weltbekannten Akrobatengruppe, deren Mitglieder aus den unterschiedlichsten Ländern und Kontinenten kommen. Der Film begleitet sie bei den Proben für ihr aufsehenerregendes Erfolgsstück “Möbius”, das sie nach viermonatiger coronabedingter Zwangspause innerhalb von nur zehn Tagen neu einstudieren müssen. Dabei stellt die von den Flugfiguren der Vogelschwärme inspirierte Choreographie von Rachid Ouramdane die Akrobatengruppe vor besondere Herausforderungen.

Bereits am Nachmittag zeigt ARTE zur Einstimmung nochmals die Höhepunkte des 39. Weltfestivals des Zirkus von Morgen sowie den Spielfilmklassiker “Zirkuswelt” mit Rita Hayworth, Claudia Cardinale und John Wayne in den Hauptrollen.

Freitag, 25.12. (1. Weihnachtsfeiertag) / 13:45 Uhr / Zirkuswelt
Thementag: Bühne frei! Zirkuszauber bei ARTE
(Circus World)
Spielfilm, USA, 1964, ARTE 132 Min.
Regie: Henry Hathaway
Drehbuch: Ben Hecht, James Edward Grant, Julian Halevy
Autor: Philip Yordan, Nicholas Ray
Produktion: Samuel Bronston Productions
Produzent: Samuel Bronston
Kamera: Jack Hildyard
Schnitt: Dorothy Spencer
Musik: Dimitri Tiomkin, Ned Washington

Mit: Claudia Cardinale (Toni Alfredo), John Wayne (Matt Masters), Rita Hayworth (Lili Alfredo), Lloyd Nolan (Cap Carson), Richard Conte (Aldo Alfredo, Clown Tojo), John Smith (Steve McCabe), Miles Malleson (Billy Hennigan), Kay Walsh (Flo Hunt), Katharyna (Giovana)

„Zirkuswelt“ ist die Geschichte eines Familiendramas in der verzauberten Welt des Zirkus. Vor 14 Jahren nahm sich der beste Trapezkünstler des Zirkus das Leben, als er erfuhr, dass seine Frau Lili den Direktor Matt Masters liebte. Nach dem Tod ihres Mannes verschwand Lili spurlos und hinterließ Matt ihre kleine Tochter Toni. Nun möchte Matt mit seinem Zirkus nach Europa reisen, um seine große Liebe wiederzufinden. Ein spannendes und lustiges Abenteuer beginnt.

Matt Masters ist der Direktor eines berühmten Zirkus in den USA. Eines Tages beschließt er, seine Show „Wild West“ in den Städten Europas aufzuführen. Insgeheim hofft er, seine Geliebte Lili wiederzufinden. Sie ist vor 14 Jahren, nach dem tödlichen Unfall ihres Mannes Alfredo, des besten Trapezkünstlers des Zirkus, spurlos verschwunden. Alfredo hatte sich damals aus Eifersucht willig in den Tod gestürzt, als er erfuhr, dass seine Frau einen anderen liebt. Voller Schuldgefühle ließ Lili ihre Tochter Toni zurück, die von Matt erzogen wurde wie sein eigenes Kind.

Bei der Ankunft des Zirkus in Barcelona geschieht eine Katastrophe: Das Boot sinkt mitsamt des Zirkuszelts. Matt Masters ist ruiniert und beschließt, mit seinem Partner Steve McCabe einen neuen Zirkus zu gründen. Gemeinsam wollen sie die besten zeitgenössischen Künstler rekrutieren. Eine Reise durch Europa beginnt. Als Erstes stellen sie die junge Seilkünstlerin Giovana und den Clown Tojo ein, der niemand anderes ist als Aldo Alfredo, der Bruder des verstorbenen Trapezkünstlers. Er meint, Lili hielte sich zur Zeit in Hamburg auf …

Zusatzinfo:
Der Film „Zirkuswelt“ wartet mit einer bemerkenswerten Starbesetzung auf. In den Hauptrollen sind drei der größten Schauspieler ihrer Zeit zu sehen: Rita Hayworth als Lili Alfredo, Claudia Cardinale als Toni Alfredo und John Wayne als Zirkusdirektor Matt Masters. Die Dreharbeiten waren nicht ganz ungefährlich und hätten beinahe John Wayne das Leben gekostet, als er bei der Feuerszene gerade noch rechtzeitig den Flammen entsprang.

Freitag, 25.12. (1. Weihnachtsfeiertag) / 15:55 Uhr / Yul Brynner – Hollywoods Kahlkopf von Format
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 51 Min.
Regie: Benoit Gautier, Jean-Frédéric THIBAULT
Wiederholung vom 13.12.

Freitag, 25.12. (1. Weihnachtsfeiertag) / 17:50 Uhr / 39. Weltfestival des Zirkus von Morgen
Thementag: Bühne frei! Zirkuszauber bei ARTE
Zirkus, Frankreich, 2017, ARTE F 86 Min.
Regie: Ybao Benedetti
Moderation: Calixte de Nigremont

Die 39. Ausgabe des Festival Mondial du Cirque de Demain fand im Februar 2018 auf der Pariser Grünfläche Pelouse de Reuilly im Cirque Phénix statt. Wie jedes Jahr führten vielversprechende junge Artisten aus aller Welt atemberaubende Nummern vor, darunter Akrobaten, Seiltänzer, Jongleure und Trapezkünstler.

Das Festival Mondial du Cirque de Demain führt Zirkusbegeisterte aus aller Welt zusammen. Junge, vielversprechende Artisten aus rund 15 Nationen stellen einer internationalen Jury und einem neugierigen, passionierten Publikum die außergewöhnlich kreative Palette der internationalen Zirkuskunst 2018 vor. In dieser 39. Ausgabe ist zum ersten Mal Neuseeland dabei. Unter der Leitung von Alain M. Pacherie versammelt das Festival jedes Jahr Dutzende Akrobaten, Seiltänzer, Clowns, Jongleure und Trapezkünstler unter dem riesigen Zirkuszelt auf der Grünfläche Pelouse de Reuilly in Paris. Ob als Solonummer, im Duo oder im Künstlerkollektiv – die jungen Talente zeigen, was sie können, und führen auf höchstem Niveau die hochkreative und breite Palette der modernen Zirkuskunst vor. Jede Nummer bringt etwas Neues; so verstreichen die Jahre, aber die Spannung und Begeisterung für diese Veranstaltung bleibt. Das Festival Mondial du Cirque de Demain ist ein absolutes Muss für alle, die dem Zirkus verbunden sind: Artisten, ehemalige Preisträger, Agenten, Produzenten, Medien oder ganz einfach Fans der zirzensischen Kunst finden sich unter der Kuppel des Cirque Phénix zusammen, um gemeinsam einige der atemberaubendsten Momente der Saison zu erleben.

Freitag, 25.12. (1. Weihnachtsfeiertag) / 19:40 Uhr / Sternstunden der Musik – Maria Callas singt Tosca
Deutschland, 2020, ZDF 32 Min.
Regie: Wischmann, Claus
Produktion: Images, Sounding
Erstausstrahlung

Freitag, 25.12. (1. Weihnachtsfeiertag) / 20:15 Uhr / 41. Weltfestival des Zirkus von Morgen
Thementag: Bühne frei! Zirkuszauber bei ARTE
Zirkus, Frankreich, 2019, ARTE F 85 Min.
Regie: Yvan Benedetti
Moderation: Calixte de Nigremont
Erstausstrahlung

Die 41. Ausgabe des Festival Mondial du Cirque de Demain fand im Februar 2020 im Pariser Cirque Phénix statt. Wie jedes Jahr führten vielversprechende junge Artisten aus aller Welt atemberaubende Nummern vor, darunter Akrobaten, Seiltänzer, Jongleure und Trapezkünstler. Mit viel Humor stellte der Moderator Calixte de Nigremont die Gewinner der 41. Ausgabe des Festivals vor, bei der die Stars von morgen traditionelle Techniken neu interpretierten.

Das Festival Mondial du Cirque de Demain ist ein unverzichtbarer Termin für Liebhaber des modernen Zirkus – und vor allem für Nachwuchstalente, die den professionellen Einstieg in die Zirkuswelt suchen. Jedes Jahr reichen zahlreiche Frauen und Männer unter 25 Jahren ihre Kandidaturen ein, um vor einer internationalen Jury ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Den Vorsitz der Jury für die 41. Ausgabe des Festivals übernahm Maxim Nikulin, Leiter des Moskauer Nikulin-Zirkus. Die besten Künstlerinnen und Künstler wurden mit einer Gold-, Silber- oder Bronzemedaille ausgezeichnet und kamen ihrem Ziel einer glanzvollen Karriere in der Zirkuswelt ein großes Stück näher. Ob als Solonummer, im Duo oder im Künstlerkollektiv – die jungen Talente zeigten, was sie können und führten auf höchstem Niveau die hochkreative und breite Palette der modernen Zirkuskunst vor.

Auch in der 41. Festivalausgabe waren alle Hauptdisziplinen des modernen Zirkus vertreten – von Akrobatik, Trapez und Luftreifen über Jonglage und Zopfhang bis hin zu Flying Pole. Mit viel Humor präsentierte Moderator Calixte de Nigremont die Gewinner der 41. Ausgabe mit insgesamt 83 Vertikalakrobatik-, 62 Jonglier- und 5 Seilnummern.

Freitag, 25.12. (1. Weihnachtsfeiertag) / 21:40 Uhr / Cirque du Soleil: AMALUNA
Thementag: Bühne frei! Zirkuszauber bei ARTE
Kanada, 2012, ZDF 105 Min.
Regie: Janelle, Mario
Produktion: Studios Global Distribution Ltd., Itv, De Soleil Images, Cirque
Erstausstrahlung

Freitag, 25.12. (1. Weihnachtsfeiertag) / 23:30 Uhr / Der Schwarm – Die Compagnie XY im Höhenflug
Thementag: Bühne frei! Zirkuszauber bei ARTE
Dokumentation, Deutschland, Frankreich, 2020, ZDF 52 Min.
Regie: Ilka Franzmann
Erstausstrahlung

Die französische Compagnie XY ist eine weltbekannte Akrobatengruppe, deren Mitglieder aus den unterschiedlichsten Ländern und Kontinenten stammen. Ihr Stück „Möbius“ erregte nach seiner Premiere Ende 2019 großes Aufsehen. Nach dem Lockdown laufen die Aufführungen des erfolgreichen Stücks wieder an. Doch nun, nach viermonatiger Pause, bleiben den Artisten nur zehn Probentage, um das komplexe Stück für die Aufführung in Barcelona neu einzustudieren. „Der Schwarm“ gibt Einblicke mitten hinein in eine künstlerische, hochkreative und aufregende Welt: charismatische Menschen, die an ihre Grenzen gehen, geistige Grenzen, körperliche und natürlich an die Grenzen der Schwerkraft.

Frankreichs weltberühmte Compagnie XY steht im Jahr 2020 vor einer großen Herausforderung. Mit seiner neusten Kreation „Möbius“ machte das Circus-Kollektiv seit der Premiere Ende 2019 Furore. Doch auf dem Zenit des Erfolgs platzte die geplante Tour. Wegen Covid-19 wurden alle Gastspiele abgesagt. Alle bis auf eins: Im Sommer wollte das Festival Grec in Barcelona das Stück zeigen.

Nach vier Monaten Zwangspause treffen sich die Artisten endlich wieder. Ihnen bleiben nur zehn Tage, um die komplexe Kreation neu einzustudieren. Doch zum Start der Proben in Paris gibt es ein Problem: Eine der wichtigsten Akrobatinnen ist krank und fällt aus. Ersatz gibt es nicht. Die anderen sind gezwungen, die Positionen untereinander zu verteilen, um das Stück überhaupt aufführen zu können.

Der Film „Der Schwarm“ dokumentiert eine turbulente Probezeit von der ersten Wiederbegegnung bis zum spektakulären Auftritt im Amphitheater von Barcelona.

Das Stück „Möbius“ ist ein hochkomplexes Stück, das aufgrund der nun außergewöhnlichen Umstände eine ganz neue Herausforderung für die Akrobatengruppe darstellt. Die Choreographie von Rachid Ouramdane ist inspiriert von den Flugfiguren der Starenschwärme. Die akrobatischen Tanzbewegungen gleichen dabei der kollektiven Intelligenz eines Vogelschwarms, der sich geschickt und elegant durch die Luft bewegt.

Die 19 Mitglieder des Ensembles stammen aus zehn verschiedenen Ländern. Menschen, die ihr Land und ihre Familie verlassen haben, um Teil der Compagnie XY zu werden. „Der Schwarm“ dokumentiert die Gruppendynamik der Akrobaten und zeigt, wie ihre artistische Leidenschaft ihre unterschiedlichen Charaktere zu einer Art Familie zusammenschweißt.

Freitag, 25.12. (1. Weihnachtsfeiertag) / 00:20 Uhr / Bunch of Kunst
Sleaford Mods: Die wütendste Band Englands
Dokumentarfilm, Deutschland, 2017, BR 99 Min.
Regie: Christine Franz
Online verfügbar von 25/12 bis 08/02

Die Musikdoku “Bunch of Kunst” erzählt die Geschichte von drei Überzeugungstätern, die mit scharfkantigem Sprechgepunk, Rumpel-Beats und DIY-Ethos das Musikbusiness nach ihren Regeln aufmischen. Ein Punkmärchen zwischen Boston (Lincolnshire) und Iggy-Pop-Audienz. Ein Film über Katzen. Ein Film über Fans. Ein Pop-and-Politics-Roadmovie durch die englische Provinz.

“Junge Leute unterschreiben Major-Plattenverträge, bloß um über die Liebe zu singen. Hey, ich glaube ja an die Liebe. Aber for fucks sake: Wen interessiert das, wenn du von 15 Pfund in der Woche überleben musst?”, erklärt Jason Williamson, ehemaliger Hühnerfabrik-Fließbandarbeiter und Chef des Grantelrap-Duos Sleaford Mods aus Nottingham. Zusammen mit Beatmaker Andrew Fearn kümmert sich Williamson lieber um die Themen, die vom englischen Musikbusiness normalerweise ignoriert werden: die Conservative Party, Celebrity-Scheinwelten und das Leben am unteren Rand der Gesellschaft, zwischen Arbeitsamtsbesuchen und Sozialhilfeanträgen. Eine Haltung, die den beiden und ihrem Manager, dem Ex-Busfahrer und Betreiber des Avantgarde-Noise-Labels Harbinger Sound, Steve Underwood, in ihrer Heimat den Titel “Voice of the Working-Class” einbrachte. Die Musikdoku “Bunch of Kunst” erzählt die Geschichte von drei Überzeugungstätern, die mit scharfkantigem Sprechgepunk, Rumpel-Beats und DIY-Ethos das Musikbusiness nach ihren Regeln aufmischen. Ein Punkmärchen zwischen Boston (Lincolnshire) und Iggy-Pop-Audienz. Ein Film über Katzen. Ein Film über Fans. Ein Pop-and-Politics-Roadmovie durch die englische Provinz.

Freitag, 25.12. (1. Weihnachtsfeiertag) / 02:00 Uhr / Arno: Dancing Inside my Head
Dokumentation, Belgien, Frankreich, 2016, ARTERTBF 53 Min.
Regie: Pascal Poissonnier
Wiederholung vom 21.11.


Programmwoche 53:

Samstag, 26.12. (2. Weihnachtsfeiertag) / 05:20 Uhr / Bryan Ferry: Don’t Stop the Music
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 53 Min.
Regie: Catherine Ulmer
Wiederholung vom 11.12.

Samstag, 26.12. (2. Weihnachtsfeiertag) / 06:15 Uhr / The Rolling Stones – Crossfire Hurricane
Dokumentarfilm, USA, 2012, BR 111 Min.
Regie: Brett Morgen
Wiederholung vom 18.12.

Samstag, 26.12. (2. Weihnachtsfeiertag) / 06:15 Uhr / 20:15 Wettstreit der Kathedralen: Die Gotik
Schwerpunkt: Festtagsprogramm
Dokumentation, Deutschland, 2020, SWR 53 Min.
Regie: Günther Klein
Erstausstrahlung

1144 wird die Kirche St. Denis bei Paris eingeweiht. Der Bau versetzt die Menschen in ungläubiges Staunen: Licht, Glas, Spitzbögen und Kreuzrippen. “Es werde Licht!” – das ist die Botschaft, die von dieser Kirche ausgeht und eine ganze Epoche dazu anspornt, immer größere und lichtere Kathedralen zu schaffen: die Gotik.

Ein regelrechter Wettkampf um den größten und schönsten Bau entbrennt. Das gotische Bauprinzip stachelt die mittelalterlichen Baumeister zu immer tollkühneren Konstruktionen an. Immer lichtdurchfluteter sollen Räume werden, immer höher zum Himmel aufstreben.

In den folgenden hundert Jahren werden mehr als 20 gotische Großkirchen in der Region rund um Paris entstehen. Kaum eine Generation braucht es, bis der Sog dieser Entwicklung auch entferntere Gebiete ergreift: Freiburg, Straßburg und Ulm, wo die weltgrößten Kathedralen ihrer Zeit entstehen.

Nicht nur die Baumeister befeuern den Wettstreit der Kathedralen. Nicht nur der Adel und die Bischöfe entdecken in immer prachtvolleren Bauwerken ideale Möglichkeiten, ihr Renommee und ihre Machtentfaltung zu steigern, sondern auch eine Gesellschaftsgruppe, die man bis ins 12. Jahrhundert noch kaum auf der Rechnung hatte: die Bürgerschaft.

Zusatzinfo:
“Wettstreit der Kathedralen – Die Gotik” schildert diese aufregende Zeit des gesellschaftlichen Wandels. Computeranimationen lassen Technik und Ideen der Baumeister plastisch vor Augen treten. Nicht zuletzt geben neueste Drohnenaufnahmen den Blick frei auf bauliche Details, die die Schönheit der gotischen Architektur offenbaren.

Samstag, 26.12. (2. Weihnachtsfeiertag) / 21:10 Uhr / Wettstreit der Kathedralen: Die Romanik
Schwerpunkt: Festtagsprogramm
Dokumentation, Deutschland, 2020, SWR 52 Min.
Regie: Günther Klein
Erstausstrahlung

Die Zeit der Romanik ist bis heute eine Epoche, die jede Menge ungelöste Rätsel aufgibt. Was brachte die Menschen um die Jahrtausendwende dazu, Kirchen zu errichten, die so mächtig wie Burgen Gottes in den Himmel ragten, und die einen regelrechten Wettstreit um Größe und Pracht der Kathedralen auslösten? In der Johanniskirche zu Mainz wird ein Sarkophag geöffnet, der seit 1.000 Jahren verschlossen war. In ihm ruht Erzbischof Erkanbald. Er ließ mit dem Mainzer Dom den damals größten Kirchenbau des Abendlands bauen, denn Mainz sollte mit dem Repräsentationsbau zum zweiten Rom aufsteigen – und sein Erzbischof so zum Stellvertreter des Papstes avancieren. In Speyer entwarf nur wenig später König Konrad einen Dom, um seinem Salier-Geschlecht eine Grablege zu schaffen, die in ihrem Ausmaß dem Anspruch nachkäme, den Gott selbst mit der Einsetzung der Salier als Kaisergeschlecht und damit oberste Weltenherrscher gesetzt habe. Der Konflikt mit den Ambitionen der Kirchenmänner war unausweichlich. In Worms dagegen etablierte sich im 12. Jahrhundert ein weiterer Mitspieler um die Macht: das aufstrebende Bürgertum. Eine neue Epoche begann, in der das starre Machtgefüge der Romanik, das sich auch in ihren massiven Bauten abbildete, langsam aufbrach und Raum schuf für eine Baukunst, die der Offenheit und dem Licht huldigt: der Gotik.

Zusatzinfo:
Die Dokumentation schildert die Entstehungszeit der drei Dome als aufregende Zeit des gesellschaftlichen Wandels im beginnenden neuen Jahrtausend. Computeranimationen lassen die Baugeschichte der Kaiserdome plastisch vor Augen treten. Geschichtsdokumente und wissenschaftliche Entdeckungen machen verständlich, warum vor einem Jahrtausend drei so gewaltige Kathedralen in unmittelbarer Nachbarschaft entstehen konnten. Nicht zuletzt geben neueste Drohnenaufnahmen den Blick frei auf bauliche Details, die die Schönheit dieser sakralen Bauten anschaulich machen.

Samstag, 26.12. (2. Weihnachtsfeiertag) / 22:00 Uhr / Die Kathedrale: Baumeister des Straßburger Münsters
Dokumentarfilm, Deutschland, Frankreich, 2012, ARTE 88 Min.
Regie: Marc Jampolsky

Bis ins 19. Jahrhundert war das Straßburger Münster mit seinen 142 Meter Höhe das höchste Gebäude Europas. Der 3D-Dokumentarfilm zeigt das spektakuläre Bauwerk des Mittelalters aus einer ganz besonderen Perspektive und erweckt in nachgestellten Szenen seine Erbauer zu neuem Leben.

Das Straßburger Münster ist das Werk der Kunstfertigkeit vieler Generationen von Menschen, die zur Ehre Gottes daran gebaut haben. Der Traum seiner Erbauer, höher zu bauen als je zuvor, ist wahr geworden. Der Turm über dem Westwerk ragt 142 Meter in den Himmel. In seinem Inneren winden sich acht Wendeltreppen in die Höhe. Bis ins 19. Jahrhundert hinein war das Straßburger Münster das höchste Bauwerk Europas. Die Architekten und Baumeister des Mittelalters, die die großen gotischen Bauwerke Europas errichteten, sind die wahren Helden dieses Dokumentarfilms. Sechs von ihnen erzählen ihre Geschichte, als würden sie heutigen Mitarbeitern der Bauhütte Rede und Antwort stehen. Da ist Erwin von Steinbach, der berühmte Visionär des gesamten Bauprojekts des Straßburger Münsters. Die Zuschauer erleben, wie sich Ulrich von Ensingen und sein Bauleiter und Nachfolger Johannes Hültz daran machen, den höchsten und filigransten Turm der Christenheit zu errichten. Erklärt werden außerdem die Arbeitsweise und die Lebensgewohnheiten der Handwerker jener Zeit sowie die soziale Ordnung einer mittelalterlichen Baustelle. Und die Zuschauer erfahren die Gedankenwelt dieser Menschen, die im steinernen Figurenschmuck sichtbar wird, und natürlich auch, welche technischen Innovationen einen solchen Bau erst möglich machten.

Zusatzinfo:
Um den Kathedralenbau der Hochgotik erlebbar werden zu lassen, montiert der Film hochwertige szenische Rekonstruktionen, computergenerierte Grafiken, dokumentarisches Material und Interviews mit führenden Experten in einem rhythmischen Wechselspiel. Das wichtigste künstlerische Mittel ist 3D. Diese Technik erlaubt es, die Kathedrale für den Zuschauer beinahe “greifbar” zu machen. Per Kran, Ballon und Hubschrauber bringt die Kamera den Zuschauer selbst an unzugängliche Orte und lässt ihn eine informative Reise in die Vergangenheit unternehmen sowie eine neue Ästhetik des Dokumentarfilms entdecken. 3D-Relief ist eine moderne Technik der Stereoskopie, die einem breiten Publikum unter anderem durch den Spielfilm “Avatar” von James Cameron bekannt wurde.

Samstag, 26.12. (2. Weihnachtsfeiertag) / 23:35 Uhr / Art Stories – Monumente mit Seele: Kathedralen der Macht
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2018, ARTE 51 Min.
Regie: Philipp Mayrhofer

Die Reihe „Art Stories – Monumente mit Seele“ zeigt berühmte Werke der Bildenden Kunst und der Architektur und spürt die Geheimnisse ihrer Entstehung auf. Die fünfteilige Dokumentationsreihe führt auf eine facettenreiche Reise durch die europäische Kulturgeschichte. Der Aachener Dom und die Cappella Palatina auf Sizilien spiegeln in ihrer Architektur die Machtvisionen der Herrscher wider, die sie in Auftrag gaben. Karl der Große und Roger II., erster normannischer König von Sizilien, wählten die edelsten Materialien und die komplexesten Bautechniken für ihre imposanten Kirchen, die alle andere übertreffen sollten. Jedes Detail dieser beiden Bauwerke zeigt, wie die beiden Herrscher sich als Staatschefs und Stellvertreter Gottes auf Erden inszenierten.

Im Mittelalter machten sich die Könige auf, neues Land im Namen ihres christlichen Glaubens zu erobern. Die Religion war damals ein Pfeiler ihrer Macht. Aachen war die Hauptstadt von Karl dem Großen und das Herz des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Hier wurden im Laufe der Jahrhunderte um die 30 Könige gekrönt. 2.000 Kilometer weiter südlich, in Palermo, wurde Roger II. im Jahr 1130 zum ersten normannischen König Siziliens ernannt. Er brachte große Mittel auf, um sich auf einem Territorium, das sich bereits diverse Kulturen teilten, als König für alle darzustellen. Der Aachener Dom und die Cappella Palatina auf Sizilien reflektieren die Machtvisionen der beiden Herrscher auch in ihrer Architektur. Karl der Große und Roger II. wählten die edelsten Materialien und die komplexesten Bautechniken für die imposanten Kirchen, die alle andere übertreffen sollten. Jedes Detail der beiden Bauwerke zeigt, wie die beiden Herrscher sich als Staatsmänner und Stellvertreter Gottes auf Erden inszenierten.

Sonntag, 27.12. / 05:00 Uhr / Eine Nacht in Venedig
Dokumentation, Italien, Frankreich, 2017, ARTERAI 53 Min.
Regie: Gabriele Cipollitti
Moderation: Alberto Angela
Wiederholung vom 16.12.

Sonntag, 27.12. / 05:55 Uhr / Modiglianis Geheimnisse
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 52 Min.
Regie: Jacques Loeuille
Wiederholung vom 20.12.

Sonntag, 27.12. / 06:50 Uhr / Chagall ~ Ein Maler zwischen den Welten
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 52 Min.
Regie: Laurence Jourdan
Wiederholung vom 29.11.

Sonntag, 27.12. / 10:15 Uhr / Charles Bronson: Hollywoods härtester Kerl
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 52 Min.
Regie: Jean Lauritano
Wiederholung vom 06.12.

Sonntag, 27.12. / 11:05 Uhr / Tom Cruise: Mann mit zwei Missionen
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 53 Min.
Regie: Regis Brochier
Wiederholung vom 29.11.

Sonntag, 27.12. / 15:30 Uhr / Sergio Leone – Spiel mir das Lied von Amerika
Dokumentation, Frankreich, 2018, ARTE F 53 Min.
Regie: Jean-François Giré
Wiederholung vom 21.12.

Sonntag, 27.12. / 16:25 Uhr / Mucha ~ Ein Maler des Jugendstils
Dokumentation, Tschechische Republik, Frankreich, 2018, ARTECT 52 Min.
Regie: Roman Vavra
Erstausstrahlung

Alfred Mucha (1860-1939) war gegen Ende des 19. Jahrhunderts einer der herausragenden Repräsentanten des Jugendstils. In Paris wurde er mit einem Veranstaltungsplakat für die Starschauspielerin Sarah Bernhardt buchstäblich über Nacht berühmt. Trotz seines Ruhms und Beziehungen zu Künstlern wie Gauguin verließ er Paris wieder, um sich seinem ideellen Lebenswerk, dem „Slawischen Epos“, zu widmen. 18 Jahre lang arbeitete Mucha an dem monumentalen Gemäldezyklus, der aber in seiner tschechischen Heimat auf vernichtende Kritik traf.

In den 60er Jahren entdeckte die Hippiebewegung Muchas Bilderwelt und seine Jugendstilplakate neu und verlieh den daraus gezogenen Postern Kultstatus. Noch heute berufen sich viele Künstler auf Alfons Muchas Einfluss. So der Grafikdesigner Stanley Mouse, der Graffitikünstler Mear One oder der Illustrator Yoshitaka Amano, die in der Dokumentation zu Wort kommen. Alfons Mucha ist wohl einer der berühmtesten unbekannten Künstler der Welt. Seine Plakatkunst mit Frauenmotiven umrahmt von Jugendstil-Dekor und Blumenornamenten ist heute weltberühmt, doch weniger der Name Mucha selbst.

Aus der Perspektive seines Sohns, des Schriftstellers und Kosmopoliten Jiri Mucha, erzählt die Dokumentation Alfons Muchas Lebensgeschichte anhand zahlreicher Nachstellungen, Animationen und Archivaufnahmen sowie mit vom Künstler selbst geschaffenen Bildern und Fotografien.

Sonntag, 27.12. / 17:20 Uhr / Ein musikalischer Spaziergang in Versailles
Schwerpunkt: Festtagsprogramm
Musik, Frankreich, 2020, ARTE F 78 Min.
Regie: Olivier SIMONNET
Dirigent: Thibaut Roussel, Héloïse Gaillard, Stéphane Fuget
Komponist: Marc-Antoine Charpentier, Michel-Richard de Lalande, Reynaldo Hahn, Robert de Visée, Michel Lambert, Jean-Philippe Rameau, Jean-Baptiste Lully, François Couperin, Jean-Marie Leclair
Orchester: Ensemble Amarillis, Les Épopées, Les Musiciens du Roi

Mit: Patricia Petibon (Sopran), Alexandre Tharaud (Klavier)

Erstausstrahlung

Dieser Spaziergang durch Versailles verspricht musikalischen Hochgenuss: In den Sälen und Gemächern des Schlosses lassen die besten Barockinterpreten Frankreichs Klänge aus der Zeit der französischen Könige wiederaufleben. Der musikalische Glanz erfüllt den Spiegelsaal, die Königliche Oper, die Schlosskapelle und das königliche Schlafzimmer. An allen Orten wird der am Versailler Schloss entstandene und über die Jahrhunderte gepflegte französische Barock lebendig. Ein Lustwandeln durch das Repertoire, mit Werken von Lully, Charpentier, Rameau, Couperin, Reynaldo Hahn, Michel-Richard de Lalande und vielen anderen.

Der französische Hof liebte die Musik und wurde ihrer nicht müde. Sie füllte nahezu alle Räume des Schlosses. In Versailles erklang überall und zu jeder Zeit Musik, selbst in den königlichen Schlafgemächern versagte man sich nicht den Genuss eines nächtlichen Stücks. Bei diesem ganztägigen Konzert lässt ARTE die Musiktradition des Versailler Schloss wiederaufleben. In den königlichen Sälen und Gemächern ertönen jene verloren geglaubte Klänge von Neuem.Gezeigt werden dabei sowohl weltberühmte, als auch weniger bekannte Orte des Schlosses. Um die Palette der musikalischen Möglichkeiten vollends auszuschöpfen, wurde bewusst auf chronologische Treue verzichtet, etwa bei der Einbeziehung der Königlichen Oper, die erst lange nach Rameaus Lebzeiten erbaut wurde, oder der Klavierinterpretation eines Stückes von Reynaldo Hahn mit dem Pianisten Alexandre Tharaud im Spiegelsaal des Schlosses.Dem Prestige der Örtlichkeiten ebenbürtig ist die musikalische Besetzung. So ist in der Königlichen Oper die Sopranistin Patricia Petibon zu hören, auf der Marmortreppe erklingt eine Viola da Gamba, und in der Kapelle lädt ein grandioses Ensemble mit den „Grands Motets“ zur Andacht ein. Ein Barockkonzert in barockem Dekor – mit Interpreten, die diese Musik im Hier und Jetzt verorten.

Sonntag, 27.12. / 22:35 Uhr / Marie Antoinette und die Geheimnisse von Versailles
Dokumentarfilm, Frankreich, 2018, ARTE F 90 Min.
Regie: Sylvie Faiveley, Mark Daniels

Die letzte Monarchin Frankreichs: Marie Antoinette. Sie wurde vergöttert und verteufelt. Doch Marie Antoinette war zugleich Königin, Mutter, Geliebte. 230 Jahre nach seiner Errichtung erlangt Marie Antoinettes Hameau, zu Deutsch Städtchen oder Weiler, seine alte Pracht. Marie Antoinette sah diesen Ort als Platz der Selbstverwirklichung. Die Dokumentation hält die aufwendigen Restaurierungsarbeiten mit der Kamera fest und zeichnet ein einfühlsames, vielseitiges Porträt der französischen Königin, die sich vor der erbarmungslosen Hofetikette in ihr privates Reich zurückzog und dafür mit dem Leben bezahlte.

„Hier bin ich nicht Königin, sondern ich selbst“: Mit dem Hameau, dem letzten Bauprojekt Marie Antoinettes, setzte die französische Königin ihrem kleinen Paradies am Rande des Schlosses Versailles die Krone auf. Seit sie im Alter von 14 Jahren aus Österreich nach Frankreich gekommen war, suchte sie nach Möglichkeiten, dem strengen Hofprotokoll zu entfliehen. Ihre verschiedenen Zufluchten erzählen mehr über die Königin und ihr tragisches Schicksal als jede Biografie. All diese Gebäude und Grünanlagen waren für sie eine Möglichkeit, ihren Gemütszuständen, ihrer Verletzlichkeit und ihren Hoffnungen Ausdruck zu verleihen. Das Petit Trianon und die Gärten verwandelte sie nach ihren Vorstellungen in wahre Meisterwerke. Den Höhepunkt ihres Gestaltungswillens und ihrer Sehnsucht nach Privatsphäre bildet das tief im englischen Landschaftsgarten verborgene Hameau – von außen ein beschauliches Bauerndörfchen, doch im Inneren ein echtes Schmuckstück. In gerade einmal 20 Jahren hat Marie Antoinette Versailles ihre ganz persönliche Prägung verliehen: Zwar wurde das Schloss von Ludwig XIV. erbaut, doch die Innenarchitektur trägt die Handschrift der Königin. Nach der Revolution begann der Zahn der Zeit am Hameau de la Reine zu nagen. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten ist er nun in alter Pracht wiedererstanden und erstmals seit dem 18. Jahrhundert der Öffentlichkeit zugänglich. Kunsthandwerker legen im restaurierten Hameau letzte Hand an, Möbel und Nippes finden ihren ursprünglichen Platz. Aus dem Halbdunkel beobachtet eine einsame Marie Antoinette das Geschehen. Der letzten Königin von Frankreich wurde zum Verhängnis, dass sie ihrer Zeit voraus war und für sich das Recht auf Glück in Anspruch nahm.

Sonntag, 27.12. / 00:10 Uhr / Franz Lehár, der Operettenkönig
Operette, Frankreich, Österreich, 2020, ARTEORF 53 Min.
Regie: Thomas Macho
Dirigent: Manfred Honeck
Orchester: Wiener Philharmoniker

Mit: Piotr Beczała (Tenor), Aglaia Szyszkowitz (Elsa Herz), Wolfgang Hübsch (Franz Lehár), Camilla Nylund (Sopran), Michael Schade (Tenor)

Online verfügbar von 27/12 bis 03/01

Bad Ischl, Sommer 1945: Die aus der Emigration heimgekehrte Wiener Journalistin Elsa Herz besucht den 75-jährigen Komponisten Franz Lehár in seiner Villa, um ihn für eine Londoner Zeitung zu interviewen. Es gelingt ihr, Lehár eine Art Lebensbeichte zu entlocken: über seine Arbeit und seinen künstlerischen Ehrgeiz; über seine Liebschaften und seine Frau Sophie; über seine Nähe zu Hitler und über die Künstlerfreunde – Sänger, Librettisten –, die vor den Nazis fliehen mussten oder von ihnen ermordet wurden. Dieses Gespräch ist fiktiv. Allerdings sind die Antworten, die Lehár der Journalistin gibt, authentisch: Sie sind aus Zitaten zusammengesetzt, die von ihm mündlich oder schriftlich überliefert sind. Lehárs Welterfolge sind eigens für diesen Film neu aufgenommen worden; es spielen die Wiener Symphoniker unter der Leitung von Manfred Honeck, es singen Camilla Nylund, Piotr Beczała und Michael Schade.

Er ist der Inbegriff des Operettenkomponisten schlechthin: Franz Lehár (1870-1948). Dieses Jahr feiert die Musikwelt seinen 150. Geburtstag. Als Lehár 1905 mit der „Lustigen Witwe“ seinen ersten Welterfolg landete und damit zu einem der reichsten Menschen der k. u. k. Monarchie wurde, schuf er zugleich den Prototyp eines neuen Operettenstils, der das Genre lange Zeit prägen sollte.

Mit der Machtübernahme der Nazis 1933 geriet Lehár in Berlin in eine heikle Situation: Da fast alle Librettisten seiner Werke Juden waren, spielte man die Operetten ab sofort ohne Nennung der Textdichter. 1936 lernte Lehár in Berlin Hitler persönlich kennen, ein glühender Verehrer seiner Musik. Lehárs jüdische Frau Sophie wurde zu einer sogenannten Ehrenarierin erklärt und dennoch um ein Haar deportiert. Seinen Librettisten Victor Léon konnte Lehár vor dem KZ bewahren, bei Fritz Löhner-Beda gelang ihm das nicht, er wurde in Auschwitz ermordet. Über sein ambivalentes Verhältnis zum NS-Regime verlor er kein Wort.

Wer in der Branche etwas auf sich hielt, der hatte in Ischl eine Villa – Lehárs Villa war wohl die repräsentativste von allen. Die Räume sind nach Lehárs Willen gestaltet und bis heute unverändert im Originalzustand belassen. Hier entstand dieser Film von Regisseur Thomas Macho: Dem ambivalenten Charakter des Komponisten auf den Grund zu gehen, das hat sich die aus der Emigration heimgekehrte Wiener Journalistin Elsa Herz vorgenommen. Sie besucht Lehár im Sommer 1945 in seiner Villa, um mit ihm ein großes Interview zu führen. Mit Charme und Hartnäckigkeit versucht sie, den misstrauisch auf seine Reputation bedachten Lehár aus der Reserve zu locken.

Zusatzinfo:
Von Franz Lehár gibt es eine Menge schriftlicher und mündlicher Zeugnisse, die als Grundlage für das Drehbuch dieses Films dienten. Die Antworten, die Lehár der Journalistin gibt, sind daher authentisch – sie bestehen aus überlieferten Zitaten, Erzählungen und Selbstbekenntnissen des Komponisten. Eigens für diesen Film haben die Wiener Symphoniker unter Dirigent Manfred Honeck ein Best-of aus Lehárs Werk eingespielt. Die großartigen Solisten Camilla Nylund, Piotr Beczała und Michael Schade interpretieren Höhepunkte aus Lehárs beliebtesten Operetten, aber auch Unbekanntes, wie etwa die symphonische Tondichtung „Fieber“. Aufgenommen wurde das Konzert im Theater an der Wien, dem Ort zahlreicher Uraufführungen von Lehár-Operetten, wie beispielsweise der „Lustigen Witwe“.

Sonntag, 27.12. / 01:00 Uhr / Franz Lehár: Das Land des Lächelns
Operette, Deutschland, 2017, ZDF 103 Min.
Regie: Michael Beyer
Inszenierung: Andreas Homoki
Dirigent: Fabio Luisi
Orchester: Philharmonia Zürich
Chorleitung: Ernst Raffelsberger
Chor: Chor der Oper Zürich
Choreographie: Arturo Gama
Bühnenbild / Ausstattung / Bauten: Wolfgang Gussmann
Kostüme: Wolfgang Gussmann, Susana Mendoza
Licht: Franck Evin

Mit: Piotr Beczała (Prinz Sou-Chong), Julia Kleiter (Lisa), Rebeca Olvera (Mi), Spencer Lang (Graf Gustav von Pottenstein), Cheyne Davidson (Tschang), Martin Zysset (Obereunuch)

Franz Lehárs „Das Land des Lächelns“ ist eine der populärsten Operetten und zugleich eine der anspruchsvollsten. Die Neuproduktion am Opernhaus Zürich bietet eine exzellente Besetzung, angeführt von Piotr Beczała als Sou-Chong. Regisseur Andreas Homoki inszeniert das Werk als Revue und arbeitet gleichzeitig die Traurigkeit der Liebenden heraus, die nicht zusammenkommen können.

„Immer nur lächeln und immer vergnügt, immer zufrieden, wie’s immer sich fügt, lächeln trotz Weh und tausend Schmerzen“, singt Prinz Sou-Chong und stimmt damit einen melancholischen Grundton an. „Das Land des Lächelns“ ist stilistisch weit entfernt von der frivolen Wiener Operette der Jahrhundertwende und erinnert in seiner symphonischen Dichte an die großen Partituren des Tonfilms. Zwei junge Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen lernen sich in Wien kennen und verlieben sich: der chinesische Diplomat Sou-Chong und die aus einer adeligen Familie stammende Lisa. Als er zum Ministerpräsidenten ernannt wird, folgt sie ihm nach Peking. Dort wird Lisa mit fremden Sitten und uralten Traditionen konfrontiert, die ihre Liebe zu Sou-Chong auf den Prüfstand stellen. Am Ende zeigt sich: Die beiden Welten sind miteinander unvereinbar und lassen eine gemeinsame Zukunft nicht zu. Ihre Popularität verdankt Lehárs Operette besonders einem Lied: „Dein ist mein ganzes Herz“, mit dem sich Richard Tauber in die Herzen eines Millionenpublikums sang. Für die Neuproduktion kehrt Weltstar Piotr Beczała als Sou-Chong ans Opernhaus Zürich zurück, mit Julia Kleiter als Lisa hat er eine ebenbürtige Partnerin. Dass das Genre der Operette besonderer Sorgfalt bedarf, wissen auch Dirigent Fabio Luisi und Regisseur Andreas Homoki und erklären diese Produktion zur Chefsache. Homoki hat die Dialoge massiv gekürzt und alles für die Haupthandlung Überflüssige gestrichen. Sein Fokus liegt auf dieser Zweiergeschichte, einer in seiner Inszenierung ernst genommenen Beziehung – umgeben von einer maskenhaften Welt.

Sonntag, 27.12. / 02:50 Uhr / Italienischer Barockabend auf Schloss Versailles
Musik, Frankreich, 2019, ARTE F 44 Min.
Regie: François-René Martin
Komponist: Claudio Monteverdi, Cristoforo Malvezzi, Marco da Gagliano, Giulio Caccini
Dirigent: Raphaël Pichon
Orchester: Ensemble Pygmalion

Mit: Lea Desandre (Sopran), Eva Zaïcik (Sopran), Lucile Richardot (Alt), Emiliano Gonzalez Toro (Tenor), Zachary Wilder (Tenor), Nicolas Brooymans (Bass), Perrine Devillers (Sopran), Davy Cornillot (Tenor)

Claudio Monteverdi komponierte 1607 zum Auftakt des Karnevals von Mantua seine erste Oper, die allererste Oper der Geschichte. „Italienischer Barockabend auf Schloss Versailles“ ist eine musikalische Zeitreise in diese Epoche. Im Spiegelsaal von Schloss Versailles präsentieren Raphaël Pichon und das Ensemble Pygmalion Werke von Monteverdi und heute fast vergessenen Zeitgenossen wie Malvezzi und Da Gagliano.

Italien ist im 16. Jahrhundert ein wahres musikalisches Versuchslabor – Dichter und Komponisten begeben sich gemeinsam auf die Suche nach den Geheimnissen von Raum und Klang. Rivalisierende Fürstenhöfe überbieten einander mit rauschenden Festen und geben damit Komponisten eine einmalige Gelegenheit, ihre musikalischen Innovationen zu Gehör zu bringen. Beste Voraussetzung also für die Geburtsstunde eines neuen Genres: der Oper. In „Stravaganza d’amore“ entführen sieben Solisten in Begleitung eines Chors und des Ensembles Pygmalion die Zuschauer im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles auf eine Zeitreise zurück zur Geburtsstunde der Oper. Claudio Monteverdis 1607 entstandenes Pionierwerk „L’Orfeo“ hat bis heute weder für Musiker noch Musikliebhaber an Faszination eingebüßt. Werke von Monteverdi, Caccini, Malvezzi, Da Gagliano und anderen bilden ein abwechslungsreiches Programm im Schloss von Versailles. Wie das höfische Leben des 16. Jahrhunderts sich in Florenz und Mantua gestaltete, die Frage nach den Entstehungshintergründen neuer Musikformen werden in „Italienischer Barockabend auf Schloss Versailles“ in Form eines opulenten musikalischen Gemäldes nachgezeichnet. Das Konzert wurde am 11. Februar 2019 für ARTE aufgezeichnet.

Montag, 28.12. / 05:00 Uhr / Franz Lehár: Das Land des Lächelns
Operette, Deutschland, 2017, ZDF 103 Min.
Regie: Michael Beyer
Inszenierung: Andreas Homoki
Dirigent: Fabio Luisi
Orchester: Philharmonia Zürich
Chorleitung: Ernst Raffelsberger
Chor: Chor der Oper Zürich
Choreographie: Arturo Gama
Bühnenbild / Ausstattung / Bauten: Wolfgang Gussmann
Kostüme: Wolfgang Gussmann, Susana Mendoza
Licht: Franck Evin
Mit: Piotr Beczała (Prinz Sou-Chong), Julia Kleiter (Lisa), Rebeca Olvera (Mi), Spencer Lang (Graf Gustav von Pottenstein), Cheyne Davidson (Tschang), Martin Zysset (Obereunuch)

Wiederholung

Montag, 28.12. / 15:10 Uhr / Grease
Spielfilm, USA, 1978, ARD 106 Min.
Regie: Randal Kleiser
Drehbuch: Bronte Woodard, Allan Carr
Autor: Jim Jacobs, Warren Casey
Produktion: Paramount
Produzent: Robert Stigwood, Allan Carr
Kamera: Bill Butler
Schnitt: John F. Burnett
Musik: Jim Jacobs, Warren Casey, Barry Gibb, John Farrar, Scott J. Simon, Louis St. Louis

Mit: John Travolta (Danny Zuko), Stockard Channing (Betty Rizzo), Olivia Newton-John (Sandy Olsson), Jeff Conaway (Kenickie)

Wiederholung vom 18.12.

Dienstag, 29.12. / 05:00 Uhr / Weihnachtslieder mit dem Kinderchor Sotto Voce
Musik, Frankreich, 2017, ARTE F 43 Min.
Regie: Christian Leblé
Chorleitung: Scott Alan Prouty
Chor: Sotto Voce
Mit: Richard Davis (Klavier)
Wiederholung vom 25.12.

Dienstag, 29.12. / 22:20 Uhr / Frank Capra ~ Der amerikanische Traum eines Cineasten
Dokumentation, Frankreich, 2020, ARTE F 52 Min.
Regie: Dimitri Kourtchine
Erstausstrahlung

Es war einmal Frank Capra – Verkörperung des „American Dream“, Ikone Hollywoods. In den 1930ern und 40ern verzauberte der Regisseur, der einst als sizilianischer Einwanderer in die USA kam, mit seinen Tragikomödien die Massen. „Es geschah in einer Nacht“ mit Clark Gable und Claudette Colbert gilt als stilprägend für das Genre der Screwball-Komödie und gewann den Oscar in den fünf Hauptkategorien. Capras Helden, dargestellt von Stars wie Gary Cooper, Cary Grant oder James Stewart, sind meist einfache Leute, die mit Humor, Optimismus und Fleiß die Steine aus dem Weg räumen, die sich ihnen in den Weg legen – ein Menschentypus, der gar eine Wortschöpfung hervorgebracht hat: „capraesk“. Die Dokumentation zeichnet diesen typischen Lebensweg des amerikanischen Traums mit wunderbarem Archivmaterial und zahlreichen Filmausschnitten in Form einer märchenhaften Erzählung nach.

Wie schön kann das Leben sein? Einer, der diese Frage ganz gewiss zu beantworten vermochte, war Frank Capra. In den 1930ern und 40ern prägte der Regisseur die US-amerikanische Filmgeschichte: Mit einem großen Herz für die kleinen Leute, dem amerikanischen Traum als Chance für alle und einem simplen Humor, der sich hinter jeder Ecke versteckte, berührte Capra die Zuschauer wie kein anderer.

Mit den Filmen „Es geschah in einer Nacht“ (1934), „Mr. Deeds geht in die Stadt“ (1936) und „Lebenskünstler” (1938) gewann er dreimal den Oscar für die beste Regie. Weitere bedeutende Filmklassiker unter seiner Regie sind „Mr. Smith geht nach Washington“ (1939), „Arsen und Spitzenhäubchen“ (1944), „Ist das Leben nicht schön?“ (1946) sowie sein letzter Spielfilm „Die unteren Zehntausend“ (1961). Doch man wird nicht als großer Regisseur geboren. Vielmehr ist Capras Werdegang ein typisches Beispiel für die Verwirklichung des „American Dream“, an den er zeitlebens glaubte. Als Sohn sizilianischer Einwanderer kommt er Anfang des 20. Jahrhunderts nach Amerika, wächst in einem „Ghetto“ – wie er es selbst bezeichnet – bei Los Angeles auf. Lange Zeit ist Capra eine Figur am Rande der Gesellschaft, arbeitet hart und beweist sich schließlich als äußerst geschickt, als er in Hollywood seine ersten Jobs ergattert. Schon bald dreht er seine eigenen Filme. Er versteht es, sein Publikum zum Lachen zu bringen und entwickelt sich zu einem Meister des Happy Ends.

Der Durchbruch kommt mit dem Film „Es geschah in einer Nacht“ (1934,) der als einer der ersten und stilprägenden Screwball-Komödien gilt. Als erster Film gewinnt er die Oscars in den fünf Hauptkategorien. Frank Capra ist ganz oben angekommen. Wie kein anderer zeichnete Capra liebenswerte, optimistische Figuren – gespielt von Stars wie Cary Grant, James Stewart oder Gary Cooper –, die alle Hindernisse stets mit Optimismus und harter Arbeit überwinden. Der von der Kritik geprägte Begriff des „capraesken“ Menschentypus hielt Einzug in die Filmgeschichte.

Allerdings zögerte Capra auch nicht, sich die Realität seinen Traumvorstellungen entsprechend zurechtzurücken. Sein Leben und sein Schaffen sind untrennbar mit Amerika verbunden. In Anlehnung an Capras eigene filmische Erzählweise schildert die Dokumentation das außergewöhnliche Leben des Cineasten wie eine märchenhafte, mit reichem Archivmaterial und Filmauszügen ausgeschmückte Geschichte.

Dienstag, 29.12. / 02:00 Uhr / Sergio Leone – Spiel mir das Lied von Amerika
Dokumentation, Frankreich, 2018, ARTE F 53 Min.
Regie: Jean-François Giré
Wiederholung vom 21.12.

Mittwoch, 30.12. / 05:00 Uhr / Echoes
Musik, Frankreich, 2020, ARTE F 61 Min.
Regie: Gautier & Leduc
Mit: Black Country, New Road, Ed O’Brien, Kim Gordon
Wiederholung vom 11.12.

Mittwoch, 30.12. / 22:00 Uhr / Ella Fitzgerald: Just one of those Things
Dokumentarfilm, Großbritannien, 2019, ARTE F 89 Min.
Regie: Leslie Woodhead
Erstausstrahlung

Ella Fitzgerald war die Stimme des Jazz: Bereits mit 17 Jahren gewinnt sie einen Talentwettbewerb im Apollo Theater in Harlem. Wenige Monate später ist Ella Fitzgerald ein Star. Auf den Spuren ihrer mehr als 60-jährigen Karriere bietet die Dokumentation viel Musik voll purer Lebensfreude und zeigt ihr politisches Engagement gegen Rassismus und Unterdrückung. Familienangehörige, Weggefährten und Zeitzeugen wie ihr Sohn Ray Brown Jr. oder die „Königin des Swing“ Norma Miller zeichnen ein faszinierendes Porträt der Sängerin. Exklusive Interviews bringen den ZuschauerInnen die Jazzdiva Ella Fitzgerald auch als Mensch nahe.

Sie war die First Lady of Jazz und Schöpferin des Scat, bei dem sie ihre Stimme in freier Improvisation über Jazzakkorde wandern ließ: Ella Fitzgerald hat diese Stimme schon sehr früh zu einem virtuosen Instrument ausgebaut und gehört mit 13 Grammys und mehr als 40 Millionen verkauften Alben zweifellos zu den größten Stars der Jazzgeschichte.

In bislang unveröffentlichtem Bildmaterial und exklusiven Interviews erzählt die Dokumentation aus ihrem Leben und wie es Ella Fitzgerald als schwarzer Frau gelang, in einer von Rassismus geprägten Welt erfolgreich zu sein. Die Dokumentation zeigt sie auch als Kämpferin für Bürgerrechte und beleuchtet den inneren Konflikt der Sängerin, die sich zwischen öffentlichem Ruhm und zurückgezogenem Privatleben mit Mann und Kind entscheiden musste.

Als sie zum größten Gesangsstar der Welt aufgestiegen war, war sie „die einsamste Frau der Welt“, wie der Pianist und Freund Oscar Peterson erzählt. Dennoch entschied sie sich dafür, den Menschen mit ihrer Musik Hoffnung und Zuversicht zu schenken.

Familienangehörige, Weggefährten und Zeitzeugen wie die „Königin des Swing“ Norma Miller in einem ihrer letzten Fernsehauftritte, Schlagzeuger Gregg Field, Pianist Kenny Barron, Impresario George Wein, Manager Jim Blackman, Tony Bennett, Jamie Cullum, Johnny Mathis, Smokey Robinson, Patti Austin und Ella Fitzgeralds Sohn Ray Brown Jr. zeichnen ein umfassendes Porträt der Sängerin. Anhand vieler Fotos und Archivbilder sowie durch Ella Fitzgeralds Sprechstimme bringt es den ZuschauerInnen das bewegte Leben der Jazzdiva nahe.

Mittwoch, 30.12. / 23:30 Uhr / Ella Fitzgerald & Trio
Live auf dem Montreux Jazz Festival 1975
Musik, Schweiz, 1975, ARTE F 47 Min.
Regie: Norman Granz
Mit: Ella Fitzgerald, Tommy Flanagan Trio

Sie war die First Lady of Jazz und Schöpferin des Scat, bei dem sie ihre Stimme in freier Improvisation über Jazzakkorde wandern ließ: Ella Fitzgerald hat diese Stimme schon sehr früh zu einem virtuosen Instrument ausgebaut und gehört mit 13 Grammys und mehr als 40 Millionen verkauften Alben zweifellos zu den größten Stars der Jazzgeschichte. Bei diesem atemberaubenden Konzert, aufgenommen in Montreux am 17. Juli 1975, bewies sie in Begleitung des renommierten Tommy Flanagan Trio einmal mehr ihre unglaubliche Wandlungsfähigkeit.

Ella Fitzgerald war die Stimme des Jazz: Im Alter von 17 Jahren gewinnt sie einen Amateurwettbewerb im Apollo Theater in Harlem. In den 30er Jahren wird sie im Orchester von Chick Webb zur jugendlichen Ikone der Swing-Ära. 1938 komponiert sie gemeinsam mit Chick Webb ihren ersten großen Plattenerfolg „A-Tisket, A-Tasket“. Nach dessen Tod 1939 übernimmt Ella Fitzgerald für einige Zeit die Leitung seines Orchesters. Sie arbeitet dann während des Krieges mit mehreren Big Bands und Gruppen, bis Norman Granz, der mit seiner Konzertreihe „Jazz at the Philharmonic“ berühmt geworden war, sie endgültig über praktisch alle anderen Jazzsängerinnen hinaushebt. Ihr Repertoire scheint fast unendlich: Neben allen Spielarten des Jazz singt sie Balladen, Calypso, Pop und ihre Spezialität Scat, bei der sie Musik einfach aus Silben ohne Text schöpft. Bei diesem Auftritt auf dem Montreux Jazz Festival 1975 hatte Ella Fitzgerald schon eine 40-jährige Jazzkarriere hinter sich und wusste ganz genau, wie man mit dem richtigen Swing das Publikum aus der Reserve lockt. In Begleitung von Pianist Tommy Flanagan, Bassist Keter Betts und Schlagzeuger Bobby Durham begeistert die Sängerin bei diesem Konzert mit einer Mischung aus Jazzklassikern, Volksweisen und Balladen in ganz eigener, meisterhafter Interpretation. Auch wenn sie die Noten am Ende der Phrasen mit etwas mehr Vibrato als früher hält, geht ihr Gesang immer noch unter die Haut. Flottere Stücke spickt sie mit ihrem schelmischen Scat und fesselt ihr Publikum mit ihrer unglaublichen Energie – so wie bei dem Klassiker „How High the Moon“, der auch an diesem Konzertabend ewig jugendlich wirkt. Der Auftritt in Montreux gehört unumstritten zu den schönsten aus der Spätzeit der Sängerin. Ella Fitzgerald tourte anschließend noch bis in die 90er Jahre über die Bühnen der Welt, bevor sie sich aus gesundheitlichen Gründen aus dem Musikbusiness zurückzog. Die Musiktitel des Konzerts im Überblick: Teach Me Tonight (Sammy Cahn, Gene De Paul); Wave (Antônio Carlos Jobim); It’s All Right with Me (Cole Porter); Let’s Do It, Let’s Fall in Love (Cole Porter); How High the Moon (Nancy Hamilton, Morgan Lewis); The Girl from Ipanema (Vinícius de Moraes, A. C. Jobim)

Mittwoch, 30.12. / 01:45 Uhr / Geheimwaffe Jazz
Dokumentarfilm, USA, 2017, ZDF 86 Min.
Regie: Hugo Berkeley

1956 präsentieren die USA eine neue Waffe im Kalten Krieg gegen die Sowjetunion: Jazzmusiker sollen mit ihren gemischten Bands weltweit gegen die Behauptung der Sowjets anspielen, in den USA gebe es keine Gleichberechtigung zwischen den Rassen. Louis Armstrong, Dizzy Gillespie und Duke Ellington sollen der Welt zeigen, dass die USA für Freiheit und Gleichheit stehen. Doch mit der Bürgerrechtsbewegung wachsen die Zweifel der Musiker: Warum das Bild eines toleranten Amerika propagieren, wo zu Hause die Menschenrechte der Afroamerikaner mit Füßen getreten werden?

1956 beschließen die USA eine neue Waffe im Kalten Krieg gegen die Sowjetunion: Sie wollen Jazzmusiker wie Louis Armstrong, Duke Ellington, Dizzy Gillespie und Dave Brubeck und ihre gemischten Bands als Kulturbotschafter in die Welt schicken, um allen zu beweisen, dass es Rassentrennung in den USA nicht gibt und reine Propaganda der Sowjets ist. Die schwarzen Jazzer nehmen das Angebot an und gehen als Vertreter des amerikanischen Traums von Gleichheit und Freiheit auf musikalische Mission. Amerikanischer Jazz erobert die Herzen von Millionen.

Jazz bedeutet Freiheit. Doch die wachsende Bürgerrechtsbewegung zu Hause zwingt die Musiker Position zu beziehen. Wieso sollen sie überall auf der Welt das Bild eines toleranten Amerika propagieren, wo zu Hause die Menschenrechte der Afroamerikaner mit Füßen getreten werden? „Geheimwaffe Jazz“ erzählt, wie die Musiker ihre Mission zur eigenen Geheimwaffe machen, um der Bürgerrechtsbewegung global Gehör zu verschaffen.

Als der Kalte Krieg sich in den 1950er Jahren zum Atomkrieg zuzuspitzen droht, entwirft der amerikanische Präsident Dwight Eisenhower seine Vision einer neuen Außenpolitik. Die von ihm eingerichtete Informationsagentur USIA soll den Krieg mit kulturellen Mitteln gewinnen. Der Radiosender Voice of America, der weltweit zu empfangen ist, spielt dabei eine zentrale Rolle.

Donnerstag, 31.12. (Silvester) / 05:00 Uhr / Wiener Abend mit dem Orchestre de Paris
Musik, Frankreich, 2017, ARTE F 44 Min.
Regie: Julien Condemine
Komponist: Johann Strauss, Franz Léhar, Jacques Offenbach, Charles Lecocq, Emmerich Kálmán
Dirigent: Thomas Hengelbrock
Orchester: Orchestre de Paris
Mit: Cyrille Dubois (Tenor), Annette Dasch (Sopran)
Wiederholung vom 23.12.

Donnerstag, 31.12. (Silvester) / 18:35 Uhr / Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker 2020
Schwerpunkt: Festtagsprogramm
Musik, Deutschland, 2020, RBB 95 Min.
Regie: Andreas Morell

Dirigent: Kirill Petrenko
Orchester: Berliner Philharmoniker
Mit: Pablo Sáinz-Villegas
Erstausstrahlung

Das Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker bringt in diesem Jahr die Vielfalt der spanischen Musik zum Klingen. Der virtuose Gitarrist Pablo Sáinz-Villegas spielt Rodrigos „Concierto de Aranjuez“ und Chefdirigent Kirill Petrenko leitet das Orchester mit einem stimmungsvollen Programm ins neue Jahr. Durch den Abend aus der Berliner Philharmonie – den ARTE live (leicht zeitversetzt) überträgt – führt ARTE-Moderatorin Dorothee Haffner.

Donnerstag, 31.12. (Silvester) / 20:15 Uhr / Maria Theresia (3/4)
Fernsehfilm, Österreich, Tschechische Republik, Deutschland, 2019, ZDF 93 Min.
Regie: Robert Dornhelm
Drehbuch: Miroslava Zlatnikova
Produktion: MR Film, Maya Production, Ceska Televize, RTVS, ORF, ZDF, ARTE
Produzent: Marcela Mojtova, Peter Cermak, Oliver Auspitz, Andreas Kamm, Ferdinand Dohna
Kamera: Tomas Juricek
Schnitt: Klaus Hundsbichler
Musik: Roman Kariolou
Kostüme: Jan Kocman
Szenenbild / Bauten: Martin Kurel
Redaktion: Klaus Lintschinger, Julia Sengstschmid, Vladimir Burianek, Olaf Grunert, Jafn Maxa
Ton: Michal Deliopulos

Mit: Stefanie Reinsperger (Maria Theresia von Habsburg), Vojtech Kotek (Franz Stephan von Lothringen), Zuzana Stivinova (Kaiserin Elisabeth Christine), Borek Joura (Karl Alexander von Lothringen), Anna Posch (Maria Anna von Habsburg), Tatiana Pauhofova (Gräfin Elisa Fritz), Lenka Vlasakova (Maria Karolina von Fuchs-Mollard), Johannes Krisch (Pater Johannes), Jenovefa Bokova (Sofie Collalto), Peter Kocis (Tarouca), Philipp Hochmeir (Baron von der Trenck), Zuzana Maurery (Mademoiselle de Chartres)

Kaum auf dem Thron, muss Maria Theresia einen herben Verlust einstecken. Sie hat Schlesien an Friedrich II. verloren, und der scheinbare Waffenstillstand mit Preußen wird nicht lange währen. Überall lauern Feinde und wollen Teile des Reichs erobern. Für ihren unermüdlichen Einsatz als Staatsoberhaupt bezahlt sie auch einen persönlichen Preis. Ihr Ehemann Franz wendet sich anderen Frauen zu, und ihre Schwiegermutter agiert als Spionin des französischen Königs. Sie sucht militärische Unterstützung bei Baron von der Trenck, der nicht nur aufgrund seines Wagemuts, sondern auch wegen seiner Grausamkeit und Ungesetzlichkeit einen höchst fragwürdigen Ruf genießt.

Seit Maria Theresia die Nachfolge ihres Vaters angetreten hat, greifen ihre Feinde ihre Erblande an. Trotz des Waffenstillstands zwischen Österreich und Preußen drängt Preußen Frankreich, in den Krieg einzugreifen. Ludwig XV. zögert, doch soll Mademoiselle de Chartres, Maria Theresias Schwiegermutter, den Wiener Hof ausspionieren. Maria Theresias Ehemann Franz Stephan geht eigenen Geschäften nach. Selbst mit den Feinden Österreichs treibt er regen Handel mit kriegswichtigen Gütern. Woher die Profite stammen, die die Kriegskasse füllen, verheimlicht er seiner Frau.

In der Hofburg löst der Besuch von Mademoiselle de Chartres wenig Begeisterung aus. Vor allem Maria Theresias Mutter Elisabeth steht ihr skeptisch gegenüber. Doch finden Maria Theresias Schwester Anna und ihr Schwager Karl von Lothringen Gefallen aneinander. Aufgrund des Verrats ihrer Schwiegermutter kann das französische Heer bald große Landgewinne verzeichnen. Maria Theresia durchschaut ihr Treiben, doch sind ihr die Hände gebunden. Außerdem stellt sich mit Karl von Lothringen ein fähiger Offizier in ihren Dienst.

Nachrichten über illegales Glücksspiel empören Maria Theresia. Nach dem Selbstmord eines Adligen will sie dessen Gläubiger Baron von der Trenck zur Verantwortung ziehen, doch Maria Theresias schwindendes Kriegsglück spielt diesem in die Karten: Um die Franzosen aufzuhalten, begnadigt sie den übel beleumundeten Trenck und lässt ihn ein Regiment aufstellen. Kurz nach der Hochzeit ihrer Schwester mit Karl erreicht Maria Theresia die erlösende Nachricht von Trencks Sieg in Bayern. Doch um ihre Ehe mit Franz Stephan ist es nicht gut bestellt.

Zusatzinfo:
Regisseur Robert Dornhelm inszenierte mit dem dritten und vierten Teil von „Maria Theresia“ die Fortsetzung der beiden erfolgreichen Vorgängerfilme aus dem Jahr 2017, bei denen er ebenfalls Regie führte. Der Österreicher rumänischer Abstammung wurde für seine Regiearbeit unter anderem bei den renommierten Emmy Awards für seinen Zweiteiler „Anne Frank“ (2001) nominiert sowie mit dem österreichischen Filmpreis Romy für „Kronprinz Rudolf“ (2006) ausgezeichnet.

Donnerstag, 31.12. (Silvester) / 21:50 Uhr / Maria Theresia (4/4)
Fernsehfilm, Österreich, Tschechische Republik, Deutschland, 2019, ZDF 99 Min.
Regie: Robert Dornhelm
Drehbuch: Miroslava Zlatnikova
Produktion: MR Film, Maya Production, Ceska Televize, RTVS, ORF, ZDF, ARTE
Produzent: Marcela Mojtova, Peter Cermak, Oliver Auspitz, Andreas Kamm, Ferdinand Dohna
Kamera: Tomas Juricek
Schnitt: Klaus Hundsbichler
Musik: Roman Kariolou
Kostüme: Jan Kocman
Szenenbild / Bauten: Martin Kurel
Redaktion: Klaus Lintschinger, Julia Sengstschmid, Vladimir Burianek, Olaf Grunert, Jan Maxa
Ton: Michal Deliopulos

Mit: Stefanie Reinsperger (Maria Theresia von Habsburg), Vojtech Kotek (Franz Stephan von Lothringen), Zuzana Stivinova (Kaiserin Elisabeth Christine), Borek Joura (Karl Alexander von Lothringen), Anna Posch (Maria Anna von Habsburg), Tatiana Pauhofova (Gräfin Elisa Fritz), Lenka Vlasakova (Maria Karolina von Fuchs-Mollard), Johannes Krisch (Pater Johannes), Jenovefa Bokova (Sofie Collalto), Peter Kocis (Tarouca), Philipp Hochmeir (Baron von der Trenck), Roman Polacik (Hadik), David Svehlik (Van Swieten)

Baron von der Trenck hat Maria Theresia den gewünschten militärischen Erfolg gesichert, doch wird ihr klar, dass sie damit Grausamkeit und Verbrechen Tür und Tor öffnete. Trencks Milizen haben gemordet, vergewaltigt und Elend über die zivile Bevölkerung gebracht. Sie geht mit ihm wie mit sich selbst hart ins Gericht. Moral und strenger Katholizismus sind nun ihr oberstes Gebot. Ihre Polizei attackiert Prostitution und Glücksspiel. Damit will sie auch ihren eigenen Mann treffen, von dem sie sich schmerzlich entfremdet fühlt. Doch dann geschieht etwas, das ihr Leben in seinen Grundfesten erschüttert.

Maria Theresia kann die Kriegsverbrechen des Barons Trenck nicht länger ignorieren und lässt ihn einsperren. Viel schlimmer trifft es sie jedoch, dass Franz Stephan sie an ihrem eigenen Hof zum Gespött macht. Sie setzt Pater Johannes an die Spitze einer Keuschheitskommission. Mit eiserner Hand greift der Jesuit durch und nimmt auch das Treiben Franz Stephans ins Visier. Der hat nicht nur zahlreiche Geliebte, er steht auch unter Verdacht, den Freimaurern anzugehören. Maria Theresia verbannt die Erzieherin ihrer Kinder, Gräfin Fuchs-Mollard, einer Affäre wegen vom Hof und stellt Franz Stephans Geliebte öffentlich bloß. Für Franz Stephan ist damit eine rote Linie überschritten: Er bezieht eigene Gemächer, ihre Ehe existiert nur noch auf dem Papier.

Als bei einem Truppenbesuch in Olmütz die Schwächen des Heeres deutlich werden, zeigt sich Maria Theresia offen für Reformen und macht den Freigeist Van Swieten zu ihrem Leibarzt. Und sie erlaubt sich einen Moment der Schwäche mit einem Major, der nicht folgenlos bleibt. Maria Theresia ist schwanger und zieht ihre ebenfalls schwangere Schwester ins Vertrauen. Diese hält in der Beichte Pater Johannes‘ Drohungen nicht stand und enthüllt ihm das Geheimnis. Weitere Posten sollen Pater Johannes besänftigen, doch als Anna und ihr Kind bei der Geburt sterben, nimmt Maria Theresia seine Selbstgerechtigkeit nicht länger hin und enthebt ihn aller Ämter. Der Vatikan, durch Zahlungen Franz Stephans milde gestimmt, preist diese Kehrtwende. Es herrscht wieder Harmonie zwischen Maria Theresia und Franz Stephan, der ihre neugeborene Tochter als sein eigenes Kind annimmt.

Freitag, 01.01. (Neujahr) / 05:00 Uhr / 41. Weltfestival des Zirkus von Morgen
Zirkus, Frankreich, 2019, ARTE F 85 Min.
Regie: Yvan Benedetti
Moderation: Calixte de Nigremont
Wiederholung vom 25.12.

Freitag, 01.01. (Neujahr) / 18:15 Uhr / Neujahrskonzert 2021 aus dem Teatro La Fenice
Schwerpunkt: Festtagsprogramm
Musik, Frankreich, Italien, 2021, WDR 60 Min.
Dirigent: Daniel Harding
Orchester: Orchestra e Coro del Teatro La Fenice
Erstausstrahlung

Das Neujahrskonzert aus dem Teatro La Fenice in Venedig, einem der schönsten Opernhäuser der Welt, ist für die Fernsehzuschauer zur beliebten Tradition geworden. Die Aufzeichnung des zweiten Teils, der dem großen Opernrepertoire gewidmet ist, soll trotz der schwierigen Lage durch Corona auch 2021 wieder stattfinden. Daniel Harding wird Chor und Orchester des Teatro La Fenice dirigieren. Mit dabei weltbekannte Solisten. Tanzeinlagen mit Tänzern der bekannten Compagnie Aterballetto und Bilder aus Venedig unterstreichen die festliche Atmosphäre.

Es ist längst zu einer beliebten und vielbeachteten Tradition geworden: die Übertragung des Neujahrskonzertes aus dem Teatro La Fenice in Venedig. Wie in jedem Jahr widmet sich dieses besondere Konzert dem großen Opernrepertoire – und soll trotz der schwierigen Lage durch Corona auch 2021 wieder stattfinden.

Geleitet wird das Konzert 2021 vom britischen Maestro Daniel Harding, der es bereits 2015 einmal dirigieren durfte und der das Programm wie in jedem Jahr mit Solisten von Weltruhm sowie dem Chor und Orchester des Teatro La Fenice präsentiert. Tanzeinlagen der renommierten Compagnie Aterballetto sowie Bilder aus Venedig ergänzen das Programm und unterstreichen die festliche Atmosphäre.

Das Gran Teatro La Fenice di Venezia, ab 1790 unter der Leitung des Architekten Gian Antonio Selva im klassizistischen Stil erbaut und im Jahr 1792 eröffnet, ist eines der schönsten und bedeutendsten Opernhäuser Europas. Es war Schauplatz zahlreicher Premieren der Opernwelt – insbesondere Verdi präsentierte in diesem Haus Opern wie „Rigoletto“ oder „La Traviata“ erstmals der Öffentlichkeit. In seiner Geschichte mehrfach dem Feuer und Hochwasser ausgesetzt, wiederaufgebaut und saniert ist das Haus bis heute ein Wahrzeichen der italienischen Oper.

Aus dieser Tradition rührt auch das Finale des Neujahrskonzertes, an dessen Ende immer Verdis berühmter Gefangenenchor „Va, pensiero sull’ali dorate“ aus „Nabucco“ sowie das Brindisi „Libiamo ne’ lieti calici“ aus Verdis „La Traviata“ stehen.

Freitag, 01.01. (Neujahr) / 21:45 Uhr / Tom Cruise: Mann mit zwei Missionen
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 53 Min.
Regie: Regis Brochier
Wiederholung vom 29.11.

Freitag, 01.01. (Neujahr) / 22:40 Uhr / Prince – Sexy Mother F*****
Dokumentation, Deutschland, 2018, WDR 51 Min.
Regie: Oliver Schwabe

Der Film „Prince – Sexy Mother F*****“ zeichnet die Karriere des Ausnahmekünstlers nach. Prince war Sänger, Songwriter, Multiinstrumentalist, Arrangeur, Produzent und Schauspieler, der die populäre Musik über Jahrzehnte hinweg mitbestimmte und sie bereicherte. Prince war ein männlicher Verführer, der sich nicht zierte, weiblich zu sein. Er dekonstruierte gängige Geschlechterrollen, spielte gar damit. Als Grenzüberschreiter legte er sich nicht auf eine Stilrichtung fest. Er tat das, was er selbst wollte, ohne dabei leichtfertig zu sein. Völlig überraschend verstarb Prince im April 2016. Oliver Schwabe präsentiert ein Porträt des außergewöhnlichen Musikers.

Die ganze Welt ist fassungslos, als Prince – und damit eine Legende der Musikgeschichte – im Frühjahr 2016 plötzlich stirbt. „Die Moderne hat keinen großartigeren Pop-Star hervorgebracht als Prince“, so die „Washington Post“. Prince galt als Grenzüberschreiter, für den es keine Vorschriften gab: Er ließ sich von nichts und niemandem einschränken, weder in seinem Handeln oder seinen Ideen noch in seinem Stil, der von R&B, Funk, Pop, Rock, Soul über Blues bis hin zum Jazz reichte. Der Workaholic veröffentlichte in fast 40 Jahren 34 Alben, die sich über 100 Millionen Mal verkauften, darunter die weltbekannten Hits „Purple Rain“ (im gleichnamigen Film spielte Prince die Hauptrolle), „When Doves Cry“, „Kiss“, „Sign O‘ The Times“ und viele weitere.

Bei Prince kam alles aus der Hüfte: sein Gesang mit einer Stimme, die zwischen Bariton und flehendem Falsett oszillierte, seine geschmeidige androgyne Männlichkeit, sein Humor und sein erotisches Charisma. Ausgesuchtes Archivmaterial, Konzertausschnitte und Videoclips zeigen die Höhepunkte seines Schaffens. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der Musik, sondern auch auf der Selbstinszenierung des Künstlers als unwiderstehliches Sexsymbol und nahbare Kunstfigur. In Interviews sprechen Freunde, Kollegen und Bewunderer über die Karriere des Superstars – immer wieder versehen mit ihren eigenen Geschichten, die belegen, was sie mit Prince verbunden und was sie zum Fan gemacht hat. Es entsteht ein atemberaubender, fiebriger und pulsierender Mix aus Bildern und Musik, ergänzt um einen Interviewchor aus Erinnerungen von Zeitzeugen und Fans, der Prince als einzigartige Popikone feiert.

Freitag, 01.01. (Neujahr) / 23:35 Uhr / Ziggy Stardust and the Spiders from Mars
Musik, Großbritannien, 1982, ARTE F 86 Min.
Regie: D. A. Pennebaker

Eine Hommage an David Bowie: Der legendäre Konzertfilm von D. A. Pennebaker in einer komplett restaurierten Fassung zeigt David Bowies letztes Konzert mit der Band The Spiders on Mars.

Zum 30-jährigen Jubiläum des legendären Konzertfilms “Ziggy Stardust and the Spiders from Mars” aus dem Jahre 1973 präsentierte Regisseur D. A. Pennebaker 2003 eine komplett restaurierte Schnittfassung mit einer Tonmischung von Tony Visconti.

Der Film zeigt ein Konzert des Musikers David Bowie mit seiner Band The Spiders from Mars. Es handelt sich dabei um das letzte Konzert mit ebenjener Band. Auch die durch Bowie verkörperte, androgyn geschminkte und dekadent gekleidete Kunstfigur Ziggy Stardust verabschiedet sich bei diesem Konzert zum letzten Mal von seinem Publikum. Zusätzliche dokumentarische Szenen zeigen den Künstler vor und während seines Auftritts in der Garderobe des Londoner Hammersmith Odeon.

Freitag, 01.01. (Neujahr) / 01:00 Uhr / Rockfield, das Studio auf dem Bauernhof
Dokumentarfilm, Großbritannien, 2017, ARTE F 60 Min.
Regie: Hannah Berryman
Wiederholung vom 04.12.


Programmwoche 01:

Samstag, 02.01. / 05:45 Uhr / Geheimwaffe Jazz
Dokumentarfilm, USA, 2017, ZDF 86 Min.
Regie: Hugo Berkeley
Wiederholung vom 31.12.

Samstag, 02.01. / 07:10 Uhr / Mucha ~ Ein Maler des Jugendstils
Dokumentation, Tschechische Republik, Frankreich, 2018, ARTECT 52 Min.
Regie: Roman Vavra
Wiederholung vom 27.12.

Samstag, 02.01. / 20:15 Uhr / Karl V. ~ Wunsch und Wirklichkeit
Schwerpunkt: Festtagsprogramm
Dokumentation, Deutschland, Österreich, 2018, ZDF 57 Min.
Regie: Wilfried Hauke
Erstausstrahlung

Kaiser Karl V. wollte eine christliche Universalmonarchie errichten, die den Globus umspannen sollte. Er kämpfte um die Krone, wurde dennoch der erste Kaiser, der abdankte – zermürbt von den Schwierigkeiten, ein großes Reich zu regieren, von zahllosen Schlachten gegen Feinde innen wie außen und enttäuscht vom Sieg der Protestanten. Sein Ideal ließ sich nicht verwirklichen.

Der zutiefst fromme und humanistisch erzogene Kaiser Karl V. wollte für Frieden sorgen und eine christliche Universalmonarchie errichten, die den Globus umspannen sollte. Er kämpfte um die Kaiserkrone, die er sich allerdings nur mit dem Geld der Fugger von den mächtigen Fürsten des Reichs erkaufen konnte, denn das Heilige Römische Reich Deutscher Nation war eine Wahlmonarchie. Aber Karl war auch der der erste Kaiser, der abdankte – zermürbt von den Schwierigkeiten, ein so großes Reich zu regieren, in dem er nicht überall präsent sein konnte, von den zahllosen Schlachten gegen Feinde innen wie außen. Er war enttäuscht vom Erfolg der Protestanten mit dem Augsburger Religionsfrieden, der endgültig die konfessionelle Teilung seines Reichs festschrieb und den Landesfürsten die Bestimmung der Religion ihrer Untertanen überließ. Krank und resigniert zog er sich in das Kloster San Jerónimo de Yuste zurück, wo er bald darauf starb. Dennoch hinterließen die 36 Jahre seiner Regierung tiefe Spuren auf der politischen Landkarte Europas. Nie wieder konnte ein europäischer Herrscher über ein Reich ähnlicher Ausdehnung gebieten. Die Dokumentation erzählt die Geschichte vom Scheitern eines Herrschers, dessen wahres Gesicht nur seine engste Familie kannte: Seine Tante Margarete, die ihn aufzog; sein Bruder Ferdinand, dem er die Kaiserkrone übergab; seine Schwester Maria, politisch geschult wie er selbst; und seine Kaiserin, die schöne Isabella von Portugal, die er liebte und deren früher Tod im Kindbett ihn im Herzen traf. Ohne diese Familie hätte er sein Reich nicht regieren können.

Samstag, 02.01. / 21:10 Uhr / Liebe, Geld und Macht – Maximilian I.
Dokumentation, Österreich, 2017, ZDF 51 Min.
Regie: Manfred Corrine

Durch seine Liebesheirat mit Maria von Burgund, der Erbin des reichsten Herzogtums dieser Epoche, macht Prinz Maximilian von Habsburg das Haus Österreich zu einer europäischen Supermacht. Das Doku-Drama porträtiert den späteren Kaiser Maximilian und erzählt, wie dieser fromme und kluge Herrscher die Grundlagen für den Aufstieg der Habsburger zur Weltgeltung legt.

Maximilian von Habsburg wächst am Hofe seines Vaters, des Kaisers Friedrich III., heran. Seine portugiesische Mutter Eleonore stirbt früh. Sie pflanzt ihrem Sohn die Liebe zu allem Ritterlichen ein. Es ist die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts, eine Zeit des Umbruchs zwischen spätem Mittelalter und Früher Neuzeit. Die Habsburger schreiben damals noch nicht europäische Geschichte. Sie stehen mit dem Rücken zur Wand, sind bankrott. Überraschend stirbt da der reichste Fürst dieser Epoche, Herzog Karl der Kühne von Burgund. Eine Heirat mit seiner Erbin ist die Chance für Habsburg, an Geld zu kommen. Doch Maximilian ist nicht der einzige Anwärter auf Marias Hand und Herzogtum. Was für ihn als Abenteuer beginnt, wird zu einem Kampf auf Leben und Tod. Und doch wird aus der Zweckheirat mit einer reichen Erbin eine der großen Liebesgeschichten dieser Zeit. Der ritterliche Maximilian und die schöne und kluge Maria von Burgund – mit beiden beginnt der Aufstieg Habsburgs zur dominierenden europäischen Macht. Das aufwendige Doku-Drama erzählt von dieser welthistorischen Liebe und porträtiert die Persönlichkeit und das politische Wirken des späteren Kaisers Maximilian. Nach dem frühen Tod Marias muss er ihr Erbe für seine Kinder verteidigen – vor allem gegen Frankreich. Mit seinen Kindern und Enkeln setzt die Heiratspolitik ein, die paneuropäische Machtgeflechte schafft. Reformen im Innern sollen das Reich stärken. Den Kämpfer, Frauenhelden und politischen Draufgänger Maximilian wird man später den letzten Ritter nennen. Und doch ist er ein Herrscher, der auf Landsknechte setzt, um Politik zu machen.

Samstag, 02.01. / 02:25 Uhr / Square für Künstler: Carte Blanche für Ulli Lust und Kai Pfeiffer, Comiczeichner
Magazin, Frankreich, 2018, ARTE 27 Min.
Regie: Ulli lUst, Kai Pfeiffer
Wiederholung vom 28.11.

Samstag, 02.01. / 02:55 Uhr / Kismet – Emanzipation auf Türkisch
Dokumentarfilm, Frankreich, Griechenland, 2013, ARTEERT 58 Min.
Regie: Nina Maria Paschalidou

Türkische Seifenopern erobern die Herzen von Millionen Zuschauern im Nahen Osten, in Nordafrika, den Balkanstaaten und Asien und verändern dabei die Beziehungen zwischen Mann und Frau. Die Filmemacherin Nina Maria Paschalidou lässt in ihrer Dokumentation neben den kreativen Köpfen der Branche und den Schauspielern auch Zuschauer zu Wort kommen und beleuchtet, wie die türkischen Soaps das Leben vieler Frauen radikal verändern.

Türkische Primetime-Seifenopern stellen traditionelle Regeln infrage und regen Frauen in vielen Ländern dazu an, ihr Leben aktiv zu verändern – vor allem vor dem Hintergrund des als gescheitert geltenden Arabischen Frühlings. Samira, eine Aktivistin aus Kairo, die sich am Volksaufstand beteiligt hatte und die von der Armee zu einem “Jungfräulichkeitstest” gezwungen wurde, sagt: “Wir brauchen türkische Fernsehserien wie ‚Fatmagül’ün Sucu Ne?’, die offen über die Rechte der Frauen sprechen, mit Tabus brechen und Frauen eindringlich dazu aufrufen, ihre Stimme zu erheben.” Samira verklagte die Soldaten wegen sexuellen Missbrauchs und gewann das Verfahren – ein Präzedenzfall, der den “Jungfräulichkeitstests” in Ägypten ein Ende setzte. Auch in Athen, Mostar und Sofia, wo türkische Seifenopern inzwischen die lokalen Fernsehserien entthront haben, helfen diese Sendungen dabei, Vorurteile über muslimische Frauen und Männer abzubauen. Außerdem ermutigen sie Frauen dazu, an traditionelle Familienwerte anzuknüpfen, die im Zuge der Verwestlichung der Gesellschaft verloren gingen. Die Dokumentation der griechischen Filmemacherin Nina Maria Paschalidou enthält Interviews mit türkischen Fernsehstars wie Songül Öden (“Gümüs” und “Noor”), Halit Ergenc (“Magnificent Century”), Meryem Uzerli (“Magnificent Century”), Meltem Miraloglu (“Life Goes on”) und Beren Saat (“Fatmagül’ün Sucu Ne?”).

Zusatzinfo:
Die Regisseurin, Journalistin und Produzentin Nina Maria Paschalidou verfügt über eine breite Erfahrung mit Dokumentationen über Gesellschaftsthemen, Krieg und ethnische Minderheiten. Sie schrieb für die griechischen Tageszeitungen “To Vima” und “Kathimerini” und besuchte die School of Foreign Service in Washington DC. Seit 2007 ist sie Produzentin der preisgekrönten Dokumentationsreihe “Exandas”. Außerdem gründete sie die unabhängige Produktionsfirma Forest Troop und ist Mitbetreiberin des griechischen News-Blogs www.protagon.gr. Sie dokumentierte die Krise in Griechenland von 2010 mit dem Multimediaprojekt “The Prism GR2011” und dem Film “Krisis” (2012), die zahlreiche Nominierungen und Auszeichnungen erhielten.

Sonntag, 03.01. / 05:05 Uhr / Beethoven privat
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 53 Min.
Regie: Priscilla Pizzato
Mit: Daniel Barenboim, Quatuor Ebène
Wiederholung vom 06.12.

Sonntag, 03.01. / 06:00 Uhr / Yul Brynner – Hollywoods Kahlkopf von Format
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 51 Min.
Regie: Benoit Gautier, Jean-Frédéric Thibault
Wiederholung vom 13.12.

Sonntag, 03.01. / 08:55 Uhr / Laurel und Hardy ~ Die komische Liebesgeschichte von “Dick & Doof”
Dokumentarfilm, Deutschland, 2011, ZDF 92 Min.
Regie: Andreas Baum

Stan Laurel und Oliver Hardy sind das erfolgreichste und bekannteste Komikerduo der Welt und erfreuen sich bis heute größter Beliebtheit. Die Comedy-Genies, in Deutschland auch bekannt als “Dick & Doof”, waren aber weit mehr als das: Oliver Hardy war ein echtes Schwergewicht als Schauspieler und Stan Laurel agierte nicht nur vor der Kamera, sondern war der kreative Kopf des Duos, schrieb die Gags und führte Regie. Mit ihren genialen Komödien sind die beiden Comedians bis heute die unangefochtenen Meister des Slapstick. Die filmische Hommage dokumentiert nicht nur die Leinwandkarriere des Duos, sondern gewährt auch Einblicke in ihr Privatleben.

Mit spielerischer Leichtigkeit gelingt es Stan Laurel und Oliver Hardy, die Tücken des Alltags in ihren Klassikern aberwitzig in Szene zu setzen. Ob sich die beiden Sahnetorten ins Gesicht schleudern, gegenseitig gegen die Schienbeine treten oder lustvoll Autos und ganze Häuser zerlegen: Stan und Ollie alias “Dick & Doof” tun es nie in wirklich böser Absicht, dafür immer voller Hingabe. Als Schauspieler beherrschen Stan Laurel und Oliver Hardy das Chaos und haben immer das perfekte Timing. Für ihre Komödien-Klassiker erfanden sie zahlreiche Comedy-Elemente, die Filmgeschichte geschrieben haben und bis heute zum Repertoire vieler Komiker gehören. Mit ihren über hundert gemeinsamen Kurz- und Langfilmen begeistern die beiden bis heute Jung und Alt. Stan Laurel und Oliver Hardy sind aber mehr als zwei begnadete Komiker. Die beiden zählen zu den Urvätern der Comedy und haben weltweit Generationen von Künstlern wie Peter Sellers, Marcel Marceau oder Jerry Lewis inspiriert. Das liegt nicht nur an der einzigartigen Symbiose ihrer Leinwandcharaktere und dem unwiderstehlichen Charme von Laurel und Hardy, sondern vor allem an ihrer Professionalität und ihrem Ideenreichtum. Doch neben der Kunst der großartigen Gags der beiden will die Dokumentation den Zuschauern insbesondere auch die sich hinter dem Künstlerduo verbergenden Menschen näherbringen. Unterhaltsam und informativ beleuchtet sie deren nicht weniger turbulentes Privatleben: Wer waren Stan und Oliver wirklich? Wie lebten sie und wie war ihre Beziehung außerhalb der Studios? Waren die beiden auch im wahren Leben unzertrennliche Freunde? Auf amüsante Weise geht der Dokumentarfilm der Frage nach, warum das Duo auch heute noch – über 60 Jahre nach ihrem letzten gemeinsamen Auftritt – auf der ganzen Welt ungebrochen populär sind. Was also macht ihren unwiderstehlichen Charme aus, was ihren ebenso speziellen wie universellen Humor? Warum können sich über “Dick & Doof” Kinder ebenso amüsieren wie Erwachsene?

Zusatzinfo:
Der Dokumentarfilm präsentiert viel neu entdecktes und bislang unveröffentlichtes Material, private Fotos, Requisiten und Filme. Kollegen, Freunde, Experten, Filmhistoriker, Laurel-&-Hardy-Fans sowie populäre Schauspieler und Comedians aus Frankreich, Deutschland und den USA, die von Stan und Ollie beeinflusst wurden, und vor allem Familienmitglieder kommen zu Wort, die sich bislang nur selten oder noch nie vor einer Kamera zu “Laurel & Hardy” geäußert haben. Ein besonderes Highlight der Dokumentation sind die kürzlich entdeckten, letzten Aufnahmen von Stan Laurel. Das Farbmaterial zeigt ihn gut gelaunt, wenige Monate vor seinem Tod am 23. Februar 1965, zusammen mit seiner Frau und Freunden. Laurel verfällt dort zum letzten Mal vor einer Kamera in seinen Leinwand-Charakter: So kratzt er sich den Kopf, legt sein berühmtes “Funny Face” auf und winkt am Ende ein “Goodbye” in die Kamera.

Sonntag, 03.01. / 10:30 Uhr / Die Tanzschüler der Pariser Oper … 5 Jahre später (1/5): Klassisch tanzen
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2016, ARTE F 26 Min.
Regie: Françoise Marie

Fünf Jahre zuvor beleuchtete die Dokumentationsreihe „Die Tanzschüler der Pariser Oper“ den intensiven Arbeitsalltag der Ballettschüler im Pariser Palais Garnier. Nun kehrt die Regisseurin Françoise Marie dorthin zurück und besucht die ehemaligen Schüler in der begehrtesten Ballettkompanie Frankreichs. Was ist aus Alice, Antonio, Clémence, Pablo, Roxane und den anderen geworden? Die fünfteilige Fortsetzung der Doku-Serie erzählt von ihren Herausforderungen, Zweifeln und Hoffnungen als junge Erwachsene und wirft einen Blick zurück auf ihre Schulzeit.

An der Pariser Oper beginnen die Proben zu einem der berühmtesten klassischen Ballettwerke: „Schwanensee“, nach einer Choreographie von Rudolf Nurejew. Im Verlauf der Proben kommt es zum Wiedersehen der ehemaligen Ballettschüler Roxane, Alice, Julien, Chun Wing, Ida, Eugénie und Alexandre. Sie erzählen von ihrem Werdegang, was sie über die Welt des klassischen Balletts denken, und wie sie sich seit ihrer Aufnahme in den Corps de Ballet verändert haben. Die frisch in das Ensemble aufgenommenen jungen Tänzer müssen sich zunächst in die Arbeit an ihrer neuen Wirkungsstätte einfinden. Bevor sie überhaupt daran denken können, als Solisten im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen, geht es für sie im Gegenteil darum, im geschmeidigen Fluss der übrigen Tänzer aufzugehen. Sie müssen die Bewegungen und Positionswechsel jeder einzelnen Partie auswendig kennen, denn die meisten von ihnen werden vorerst nur als Zweitbesetzung zum Einsatz kommen. Obwohl das romantische Ballett auch im 21. Jahrhundert noch der Traum einer jeden Tänzerin ist, steht es doch für ein eher fragwürdiges Frauenbild. Alice, Clémence und ihre Tänzerkollegen an der Oper sprechen über die unterschiedlichen Anforderungen, die in der Kompanie an die Jungen und Mädchen gestellt werden. Die Vorstellung von der weiblichen Unschuld, die sich der männlichen Begierde unterwirft, ist allgegenwärtig. Männer werden als breitschultrige Beschützer dargestellt, während Frauen mit ihren geschmeidigen, graziösen Bewegungen ein Rollenbild verkörpern, das aus dem 19. Jahrhundert stammt. „Es ist ein bisschen wie Archäologie“, resümiert Startänzerin Ghislaine Thesmar verschmitzt.

Sonntag, 03.01. / 11:35 Uhr / Die großen Mythen – Die Ilias ~ Der Apfel der Zwietracht
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2018, ARTE F 26 Min.
Regie: Sylvain Bergère

Die Doku-Reihe über das antike Griechenland begibt sich auf eine spannende Suche nach den Gründungsmythen unserer Zivilisation. Paris, der Sohn des trojanischen Königs Priamos, reicht den goldenen Apfel Aphrodite, der schönsten unter den Göttinnen. Im Gegenzug verspricht ihm die Göttin der Liebe die Hand von Helena, der schönsten Frau unter den Sterblichen. Das erregt den Zorn von Helenas Gatten Menelaos und beschwört wenig später den Ausbruch des Trojanischen Kriegs herauf.

Eris, die Göttin der Zwietracht, schickt einen goldenen Apfel zum Olymp, der der schönsten unter den Göttinnen zugedacht ist. Doch wer von Aphrodite, Hera und Athena ist die Schönste? Zeus verfügt, dass ein Sterblicher das Urteil sprechen soll: Paris, der junge Sohn des trojanischen Königs Priamos, reicht den Apfel Aphrodite, die ihm dafür die Liebe der Schönsten aller Frauen verspricht. Wenig später wird Paris zu Menelaos entsandt, dem König von Sparta, und verliebt sich in dessen Gattin Helena. Unter dem Zauber der Liebesgöttin flieht das heimliche Paar nach Troja. Der wütende Menelaos bricht zu seinem Bruder Agamemnon auf, dem König der Könige auf dem Thron von Mykene. Der weise Agamemnon will die Sache zunächst friedlich regeln, wird dann aber von Hera und Athena aufgehetzt. Sie haben Paris die Schmach nicht verziehen, dass er nicht eine von ihnen zur schönsten Göttin gekürt hat. Ihren Einflüsterungen folgend, versammelt Agamemnon alle griechischen Könige, um gegen Troja in den Krieg zu ziehen.

Zusatzinfo:
Die zehnteilige Dokumentationsreihe über das antike Griechenland begibt sich auf eine spannende Suche nach den Gründungsmythen unserer Zivilisation. Die Reise durch die Geschichte zeigt die Abenteuer rund um die Schicksale von Göttern, Helden und anderen bedeutenden Gestalten der Mythologie, die bis heute eine faszinierende Ausstrahlungskraft besitzen.

Sonntag, 03.01. / 12:00 Uhr / Die großen Mythen – Die Ilias ~ Die Stunde der Opfer
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2018, ARTE F 26 Min.
Regie: Sylvain Bergère

Die Doku-Reihe über das antike Griechenland begibt sich auf eine spannende Suche nach den Gründungsmythen unserer Zivilisation. Das griechische Heer steht kurz vor dem Aufbruch Richtung Troja. Odysseus und Achilles wollen sich ursprünglich der Schlacht entziehen und schließen sich König Agamemnon erst in letzter Minute an. Damit die Schiffe den Hafen verlassen können, verlangt die verärgerte Göttin Artemis, dass Agamemnon seine Tochter Iphigenie opfert. Der König der Könige fügt sich dem unmenschlichen Schicksal.

Alle griechischen Könige sind mit ihren Armeen Agamemnons Aufruf gefolgt. Alle bis auf zwei: Odysseus gibt vor, den Verstand verloren zu haben, um einem Krieg zu entkommen, an den er nicht glaubt. Doch er wird schnell enttarnt. Auch Achilles, der als größter aller griechischen Krieger gilt, will nicht mit Agamemnon in die Schlacht gegen Troja ziehen, da er den Herrscher von Mykene verabscheut. Die Nymphe Thetis, seine Mutter, bringt ihn ungewollt dazu, seine Meinung zu ändern. Sie enthüllt ihm, dass er sein Schicksal selbst in der Hand hat: Achilles kann entweder im Kampf als junger Held sterben und für alle Zeiten unvergessen bleiben oder aber bis ins hohe Alter glücklich im Kreis seiner Lieben leben. Der Preis dafür wäre allerdings, dass sein Name in Vergessenheit geraten werde. Ohne zu zögern, schließt sich Achilles nun doch der griechischen Armee an. In der Zwischenzeit erkennt der Seher Kalchas, dass die Göttin Artemis die Schiffe am Auslaufen hindert, weil Agamemnon sie verärgert hat. Um die Göttin zufriedenzustellen, sieht sich Agamemnon gezwungen, seine Tochter Iphigenie als Opfer darzubringen, damit die größte jemals zusammengestellte Flotte endlich Richtung Troja in See stechen kann.

Sonntag, 03.01. / 12:30 Uhr / Das Geheimnis des verborgenen Tempels
(Young Sherlock Holmes)
Spielfilm, Großbritannien, USA, 1985, ARTE 104 Min.
Regie: Barry Levinson
Drehbuch: Chris Columbus
Autor: Arthur Conan Doyle
Produktion: Amblin Entertainment, Industrial Light & Magic, Paramount Pictures
Produzent: Henry Winkler, Mark Johnson, Steven Spielberg
Kamera: Stephen Goldblatt
Schnitt: Stu Linder
Musik: Bruce Broughton
Kostüme: Raymond Hughes

Mit: Nicholas Rowe (Sherlock Holmes), Alan Cox (John Watson), Sophie Ward (Elizabeth Hardy), Anthony Higgins (Professor Rathe), Susan Fleetwood (Mrs. Dribb), Freddie Jones (Chester Cragwith), Nigel Stock (Rupert Waxflatter)

Wiederholung vom 30.12.

Sonntag, 03.01. / 14:15 Uhr / Vatikanstadt. Ein Hauch von Ewigkeit
Dokumentarfilm, Frankreich, 2020, ARTE F 91 Min.
Regie: Marc Jampolsky
Wiederholung vom 12.12.

Sonntag, 03.01. / 15:50 Uhr / Tintoretto und das neue Venedig
Dokumentation, Deutschland, 2019, ZDF 53 Min.
Regie: Erminio Perocco

Jacopo Tintoretto, vor 500 Jahren geboren, revolutionierte die Malerei der Spätrenaissance. Seine Werke schmücken die großen Kirchen und Paläste Venedigs. An Originalschauplätzen folgt die Dokumentation der Lebensgeschichte des Malers in der Lagunenstadt: vom Aufstieg des rebellischen Kämpfers bis zu seinem Tod. Seine nervösen Pinselstriche und dick aufgetragenen Farben waren für seine Zeitgenossen aufregend neu und wurden für Künstler bis in die Moderne wegweisend. In den bewegten Zeiten der Renaissance zeichnete Tintoretto ein Weltbild, das Jahrhunderte später immer noch aktuell erscheint.

Wie die Kanäle oder der Dogenpalast ist auch Jacopo Tintoretto eines der Markenzeichen Venedigs. Als Künstler revolutionierte er mit schnellen Pinselstrichen die Malerei in der Spätrenaissance. Als Katholik verblüffte er seine Zeitgenossen mit seinem liberalen Weltbild. Auch 500 Jahre nach seiner Geburt wird er als Erneuerer der Malerei gefeiert. Aufmüpfig – schlimmer noch: ein “furchtbarer Kopf” – soll er gewesen sein. Jacopo Tintoretto erschuf Dutzende von Großgemälden. Sie hängen im Dogenpalast, in der Basilika San Giorgio Maggiore oder der Scuola Grande di San Marco – den Wahrzeichen der Lagunenstadt. Mit hochwertigen Spielszenen an Originalschauplätzen erzählt der Film die Lebensgeschichte des Malers vom Aufstieg als ehrgeiziger Kämpfer bis zum Tod des gefeierten Genies. In den bewegten Zeiten der Renaissance zeichnete Tintoretto ein Weltbild, das Jahrhunderte später immer noch aktuell erscheint. Die Dokumentation führt den Zuschauer in verwinkelte Gassen, in das Venedig der Venezianer und in den Abendstunden in die berühmten Kirchen, die dann menschenleer sind. Es ist ein exklusiver Zugang zu Tintorettos Hauptwerken und zeigt sie als Zeugnisse der liberalen Politik Venedigs, das schon damals ein künstlerisches Experimentierfeld bot. Experten erzählen von der Radikalität Tintorettos, der mit nervösen Pinselstrichen und dick aufgetragenen Farben verblüffend modern ist – ein Vorreiter der abstrakten Malerei.

Sonntag, 03.01. / 16:45 Uhr / Vivaldi – Meister der vier Jahreszeiten
Schwerpunkt: Festtagsprogramm
Dokumentation, Deutschland, 2020, ZDF 53 Min.
Regie: Susanne Utzt, Eike Schmitz
Erstausstrahlung

Vivaldis “Vier Jahreszeiten” kennt fast jeder, seine Lebensgeschichte die wenigsten. Das Leben des “roten Priesters” war geprägt von einem kometenhaften Aufstieg zum Star des Barocks und seinem tiefen Fall in die Vergessenheit. In opulenten Szenen lässt die Dokumentation die Glanzzeiten Vivaldis im barocken Venedig auferstehen: seine Zeit an der Oper und seine Auftritte vor der High Society Europas.

Die Lebensgeschichte des Komponisten der “Vier Jahreszeiten” ist kaum bekannt. Antonio Vivaldi, der Sohn eines Barbiers und Violinisten, wurde zunächst Priester. Die Karriere eines Geistlichen sollte der Familie Reputation bringen und sie außerdem finanziell absichern. Doch Antonio Vivaldis Herz schlug für die Musik, die Priesterkarriere währte nicht lange. Stattdessen machte er als Musiklehrer am Mädchenwaisenhaus Ospedale della Pietà, als Komponist von Opern und Konzerten, als Theaterintendant und Violinvirtuose Furore. In wenigen Jahren stieg er zum bestbezahlten Musiker seiner Zeit auf. Doch Skandale und Intrigen machten dem von vielen beneideten Musiker das Leben schwer: seine Beziehung zu der legendären Sängerin Anna Girò, seine Arbeit für das Frauenorchester an der Pietà – die Kirche erteilte ihm zeitweise sogar Berufsverbot. Am Ende seines Lebens musste der einst gefeierte Komponist aus Venedig fliehen und er versuchte, in Wien sein Glück zu finden. Doch dort starb er nur wenig später und wurde in einem einfachen Grab beerdigt. Seine Musik geriet bereits nach kurzer Zeit in Vergessenheit – und erlebte erst nach ihrer Wiederentdeckung im 20. Jahrhundert eine sagenhafte zweite Karriere.

Zusatzinfo:
Opulente Szenen lassen die Glanzzeiten von Vivaldi im barocken Venedig auferstehen. Namhafte Experten wie Federico Sardelli beleuchten Vivaldis Lebensweg: Wie revolutionierte er die Musik seiner Zeit, warum fiel er in Ungnade? Wie wurden seine lang vergessenen Werke wiederentdeckt? Die Violinistin Anne-Sophie Mutter zeigt, was Vivaldis Musik so besonders macht und warum sie für so viele Menschen noch heute aktuell und inspirierend ist.

Sonntag, 03.01. / 17:40 Uhr / Carnevale 1729, ein Konzert in Venedig
Musik, Frankreich, 2018, ARTE F 43 Min.
Regie: Andy Sommer
Dirigent: Zefira Valova
Orchester: II Pomo d’Oro
Moderation: Donna Leon

Mit: Ann Hallenberg (Mezzosopran)

Die Krimiautorin Donna Leon lädt ein ins Venedig von 1729: Der Karneval ist zur Institution geworden. Sein Ruf geht weit über die Lagunenstadt hinaus. Hinter Masken verborgen, stürzen sich Venezianer und Zugereiste aus ganz Europa ins Vergnügen. Sie singen, tanzen und lauschen allerorts der Musik. Lust, Zerstreuung und Freizügigkeit beherrschen das Geschehen. In der Opernsaison 1729 werden in Venedig sieben Opern uraufgeführt. Der berühmte Kastrat Farinelli ist auf dem Höhepunkt seiner Kunst, und in unzähligen Opernhäusern und Stadtpalais erklingen die glanzvollen Werke von Starkomponisten wie Porpora, Giacomelli und Vinci. Ein Privatkonzert im venezianischen Palazzo Zenobio lässt die Karnevalstimmung von Februar 1729 und die Vielfalt des damaligen musikalischen Schaffens wieder lebendig werden. Die Mezzosopranistin Ann Hallenberg interpretiert in Begleitung des Orchesters Il Pomo d’Oro unter der musikalischen Leitung von Zefira Valova herausragende Arien jener Zeit. Ihre warme, volle Stimme, ihre eindrucksvolle Technik und ihre dramatische Ausdruckskraft machen sie zu einer der überzeugendsten Interpretinnen des barocken Repertoires. Fast 30 Morde hat Comissario Guido Brunetti, Donna Leons Held ihrer Venedig-Krimis, inzwischen schon aufgeklärt. Ihre Recherchen zu ihren Kriminalromanen hat Donna Leon zu einer Spezialistin von Geografie und Geschichte der Serenissima gemacht. Sie erzählt das Venedig anno 1729 und was es mit dem Carnevale denn so auf sich hat.

Sonntag, 03.01. / 22:15 Uhr / Vivien Leigh – Die Frau hinter Scarlett
Schwerpunkt: Festtagsprogramm
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 52 Min.
Regie: Priscilla Pizzato
Erstausstrahlung

In „Vom Winde verweht“ war sie eine unvergessliche Scarlett O’Hara, in „Endstation Sehnsucht“ eine erschütternde Blanche DuBois. Faszinierende Schönheit, zweifache Oscar-Preisträgerin, gefeierter Hollywoodstar und großartige Shakespeare-Interpretin – all das war Vivien Leigh, eine der anerkanntesten Schauspielerinnen ihrer Generation. Mit Laurence Olivier, dem Star der britischen Bühne, bildete sie ein glamouröses Paar. Alles schien ihr zu gelingen. Hinter der bewunderten Berühmtheit verbarg sich jedoch eine fragile Person. Ihre bipolare Störung trübte ihren Erfolg und ihr privates Glück, wurde eine immer größere Last, je älter sie wurde. Die Dokumentation blickt mit reichem Archivmaterial und vielen Filmausschnitten auf das Leben und Wirken einer faszinierenden Persönlichkeit.

Vornehme Lady, Femme fatale: Vivien Leigh zählt bis heute zu den außergewöhnlichsten und faszinierendsten Schauspielerinnen ihrer Zeit. Die in den USA noch unbekannte Schauspielerin aus Großbritannien ergattert die damals begehrteste Rolle Hollywoods: die weibliche Hauptrolle in „Vom Winde verweht“. Über Nacht wird sie zum Star und von da an für immer und ewig Scarlett O’Hara bleiben: biestig, grausam, egoistisch, unerträglich, aber auch unbeugsam, mutig, heißblütig und hinreißend schön – einfach unwiderstehlich. Ein wahrer Triumph für Vivien Leigh, die mit dieser Rolle 1940 den Oscar als beste Hauptdarstellerin gewinnt. Im selben Jahr heiratet sie die große Liebe ihres Lebens, den britischen Schauspieler Laurence Olivier. Bald wird das Paar fast ebenso berühmt wie die Windsors.

Die Aufmerksamkeit, die sie auf sich zog, rührte nicht nur von ihrem Schauspieltalent. Ihr Äußeres wurde als magisch beschrieben. Doch das Letzte, was sie wollte, war auf ihr Aussehen reduziert zu werden. Sie zog das Bühnenlicht so oft dem Scheinwerferlicht von Hollywood vor und arbeitete hart für die Anerkennung ihres Talents.

Für ihre erschütternde Darstellung der Blanche DuBois in Elia Kazans „Endstation Sehnsucht“ bekommt Vivien ihren zweiten Oscar. In der letzten Szene des Films wird sie in Zwangsjacke in eine psychiatrische Heilanstalt überführt. Eine bedrückende Koinzidenz, wenn man weiß, dass Vivien Leigh ihr ganzes Leben lang unter einer manisch-depressiven Störung litt.

Wer war die Frau, in deren Leben sich Ruhm und Tragik so oft vermischten? Wer war Vivien Leigh? Anhand von privatem und öffentlichem Archivmaterial, von Filmausschnitten und Zeichnungen erschließt die Dokumentation ihre viel zu wenig bekannte Welt.

Sonntag, 03.01. / 23:10 Uhr / Dance or Die
Tanz, Niederlande, 2020, ZDF 55 Min.
Regie: Roozbeh Kaboly
Mit: Ahmad Joudeh
Erstausstrahlung

Den Nacken von Ahmad Joudeh zieren drei Worte: Dance or Die. Das Tattoo ist eine Kampfansage an den IS, falls dieser ihn aufgreift. „Dance or Die“ ist eine bewegende Dokumentation über einen jungen syrischen Tänzer, der dem Krieg entflieht und in Holland ein neues Leben findet. Doch die Geister der Vergangenheit lassen ihn nicht los. Ausgezeichnet mit dem Emmy in der Kategorie „Arts Programming“.

Dance or Die – das ist das Lebensmotto von Ahmad Joudeh, das er sich in den Nacken hat tätowieren lassen. Auch wenn er aus einer musikalisch gebildeten Familie stammt: Einzig die Mutter steht hinter ihm. Tanzen gilt als unmännlich. Und dann ist da der Krieg, der es Ahmad in Damaskus schließlich unmöglich macht, überhaupt noch zu tanzen. Er nutzt eine Gelegenheit zu fliehen und landet 2016 in Holland.

Es ist, als ließe man einen Fisch endlich ins Wasser: Ahmad wird Tänzer des Dutch National Ballet; zugleich ist er als Solotänzer mit weltweiten Auftritten in Fernsehshows unter anderem mit Sting erfolgreich. Doch die Vergangenheit wird er nicht los: Die Erinnerungen an den Krieg lassen sich nicht wegdrücken, vor allem aber lastet das Zerwürfnis mit seinem Vater auf ihm, der Ahmad für sein Tun verachtet und der mit der Familie gebrochen hat. Die allmähliche Wiederannäherung der beiden Männer findet zu einem bittersüßen Ende, denn erst die Ferne der zerstörten Heimat ermöglicht es ihnen, wieder zueinanderzufinden.

Regisseur Roozbeh Kaboy war als Fernsehjournalist bereits mehrere Male in Syrien. Dann lernte er Ahmad Joudeh kennen. Kaboys sah – über Ahmad – eine ganz andere Seite Syriens, etwas, das im westlichen Fernsehen mit seinen Kriegsreportagen sonst keine Beachtung findet. Als Ahmad 2016 nach Holland kommt, dreht der Regisseur für das niederländische Fernsehen einen kurzen Film über den Tänzer und beschließt, ihn weiterhin filmisch zu begleiten. Das Ergebnis ist der Film „Dance or Die“, der 2019 mit einem Emmy ausgezeichnet wurde.

Sonntag, 03.01. / 00:10 Hoffmanns Erzählungen
Oper, Frankreich, 2019, ARTE F 182 Min.
Regie: François Roussillon
Inszenierung: Krzysztof Warlikowski
Dirigent: Alain Altinoglu
Chorleitung: Martino Faggiani, Alberto Moro
Libretto: Jules Barbier

Mit: Eric Cutler (Hoffmann), Patricia Petitbon (Olympia, Antonia, Guilietta, Stella), Michèle Losier (Muse), Sylvie Brunet-Grupposo (Stimme des Grabes), Gabor Bretz (Berater)

Online verfügbar von 27/12 bis 03/04
Erstausstrahlung

2019 feierte das Brüsseler Opernhaus La Monnaie Jacques Offenbachs 200. Geburtstag mit einer Neuproduktion seines Meisterwerks „Hoffmanns Erzählungen“. Unter der Regie von Krzysztof Warlikowski und der musikalischen Leitung von Alain Altinoglu, Chefdirigent der Brüsseler Oper, interpretiert diese Inszenierung Offenbachs fantastische Oper anhand vielfältiger Anspielungen auf Hollywood, insbesondere auf den Film „A Star Is Born“. Die französische Sopranistin Patricia Petibon singt alle vier Verkörperungen von Hoffmanns berühmten Frauenfiguren.

In Jacques Offenbachs fantastischer Oper wird der Dichter E.T.A. Hoffmann zum Protagonisten von drei Erzählungen aus seiner eigenen Feder. Hoffmanns Liebesbeziehungen zu der Puppe Olympia, zu der schwerkranken Sängerin Antonia und zu der Kurtisane Giulietta scheitern alle drei an der Kluft zwischen schönem Traum und harter Wirklichkeit.

Kurz vor seinem Tod vollendete Offenbach mit „Hoffmanns Erzählungen“ seine erste Oper. Zuvor hatte er fast ausschließlich sehr melodiöse und gesellschaftssatirische Operetten komponiert, die seinen Ruhm begründeten. Offenbachs allerletztes Bühnenwerk ist eine Elegie auf die vergeblichen Hoffnungen und gescheiterten Idealen eines Künstlerlebens.

Bereits zwei Mal war „Hoffmanns Erzählungen“ am Brüsseler Opernhaus prominent produziert worden: 1961 unter der Regie von Maurice Béjart und 1985 mit José van Dam als Interpret der vier Verkörperungen des Teufels. 2019 verpflichtete La Monnaie den polnischen Regisseur Krzysztof Warlikowski für eine neue Aufführung. Er nahm eine verbreitete Inszenierungspraxis auf und entschied sich nicht für drei Erzählungen, sondern für eine einzige: die von der Höllenfahrt des Protagonisten. Dieser ist in Warlikowskis Inszenierung ein völlig heruntergekommener, von seinen amourösen Misserfolgen geplagter Dichter im Endstadium der Alkoholsucht. Im Rahmen seiner vielfältigen Anspielungen auf Hollywood übernimmt Warlikowski den Plot des Films „Ein Stern geht auf“ („A Star Is Born“), indem er Hoffmann in einen gefallenen Pygmalion und Stella in eine Nachwuchsschauspielerin verwandelt. Die Inszenierung besticht durch die Leistungen des US-amerikanischen Tenors Eric Cutler in der Titelrolle und der französischen Sopranistin Patricia Petibon, die das Kunststück vollbringt, neben der Stella auch noch deren drei andere, in die Filmwelt projizierte Fantasiefiguren zu singen: Olympia, Antonia und Giulietta.

Montag, 04.01. / 05:00 Uhr / 39. Weltfestival des Zirkus von Morgen
Zirkus, Frankreich, 2017, ARTE F 86 Min.
Regie: Ybao Benedetti
Moderation: Calixte de Nigremont
Wiederholung vom 25.12.

Montag, 04.01. / 13:45 Uhr / Zirkuswelt
(Circus World)
Spielfilm, USA, 1964, ARTE 132 Min.
Regie: Henry Hathaway
Drehbuch: Ben Hecht, James Edward Grant, Julian Halevy
Autor: Philip Yordan, Nicholas Ray
Produktion: Samuel Bronston Productions
Produzent: Samuel Bronston
Kamera: Jack Hildyard
Schnitt: Dorothy Spencer
Musik: Dimitri Tiomkin, Ned Washington

Mit: Claudia Cardinale (Toni Alfredo), John Wayne (Matt Masters), Rita Hayworth (Lili Alfredo), Lloyd Nolan (Cap Carson), Richard Conte (Aldo Alfredo, Clown Tojo), John Smith (Steve McCabe), Miles Malleson (Billy Hennigan), Kay Walsh (Flo Hunt), Katharyna (Giovana)

Wiederholung vom 25.12.

Dienstag, 05.01. / 05:00 Uhr / Paul McCartney and Wings: Rockshow
Musik, Großbritannien, 1976, ARTE F 59 Min.
Regie: Jack Priestley
Produzent: Richard Dunford, Tom Priestley
Mit: Paul McCartney, Linda McCartney, Denny Laine
Wiederholung vom 18.12.

Dienstag, 05.01. / 13:00 Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Erstausstrahlung

(1): Clara Schumann: Romantik in Leipzig
(2): Das Katana: Japanische Waffe mit Tradition
(3): Rubens Ricotta-Kirschkuchen in Rom
(4): Paris: Wirbel um einen Kuss

(1): Clara Schumann: Romantik in Leipzig
Leipzig, traditionsreiche Handels- und Musikstadt zwischen Berlin und Dresden, beflügelte die Karriere vieler deutscher Musikgrößen, darunter die Komponistin und Pianistin Clara Schumann. Hier, an ihrem Geburtsort, entwickelte sie das spielerische und kompositorische Können, mit dem sie sich im 19. Jahrhundert europaweit als Künstlerin einen Namen machte.

(2): Das Katana: Japanische Waffe mit Tradition
Der japanische Inselstaat, der sich vor Korea und China im Pazifischen Ozean erstreckt, beeindruckt Besucher mit wunderschönen Berglandschaften, uralten Traditionen und faszinierenden Kampfkünsten. Der Schwertkampf mit dem Katana, einst von Samurai entwickelt, wird seit mehreren Jahrhunderten praktiziert. Während das Langschwert im Mittelalter noch der Elite vorbehalten war, wird die geschichtsträchtige Waffe heute von Japanern aller Milieus geschätzt.

(3): Rubens Ricotta-Kirschkuchen in Rom
In der italienischen Hauptstadt bereitet Koch Ruben gemeinsam mit seiner Großmutter eine traditionelle jüdische Nachspeise zu: die „Crostata con ricotta e visciole“, ein Gebäck aus feinem Mürbeteig mit Ricotta und Sauerkirschen.

(4): Paris: Wirbel um einen Kuss
Mitten in der französischen Hauptstadt, zwischen Rue de Rivoli und Seine, thront das imposante Hôtel de Ville, in dem die Geschicke der Stadt entschieden werden. In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts sorgte ein Schwarz-Weiß-Foto für Gerede, das ein küssendes Paar auf dem Pariser Rathaus-Vorplatz zeigt.

Mittwoch, 06.01. / 05:00 Uhr / Daniel Hope spielt Max Richter
Musik, Deutschland, 2020, ZDF 48 Min.
Regie: Stefan Mathieu
Komponist: Max Richter
Mit: Daniel Hope, Christoph Israel, Joy Denalane, Jane Berthe
Wiederholung vom 20.12.

Mittwoch, 06.01. / 09:45 Uhr / Pracht und Prunk an der Loire: Schloss Chambord
Dokumentarfilm, Frankreich, 2015, ARTE F 91 Min.
Regie: Marc Jampolsky

Sakralbau und Jagdsitz, mittelalterliche Festung und Renaissancepalast: Chambord, das berühmteste der Loire-Schlösser, ist bis heute nicht nur das größte der Region, sondern auch das geheimnisvollste. Wer war der Architekt dieses einzigartigen Bauwerks? Welche Rolle spielte König Franz I. als Geldgeber, und wie stark war der Einfluss des von ihm bewunderten Leonardo da Vinci? Ein halbes Jahrtausend nach dem Bau des Schlosses im 16. Jahrhundert laden Wissenschaftler und Historiker zu einer spannenden Ermittlung vor Ort ein. Der Dokumentarfilm entstand im Rahmen eines aktuellen Forschungsprogramms zur Wahrung des Kulturerbes und anlässlich des 500. Jahrestags der Krönung von Franz I. zum König von Frankreich.

Das weltberühmte Loire-Schloss Chambord – Sakralbau und Jagdsitz, mittelalterliche Festung und Renaissancepalast zugleich – birgt auch heute noch viele Geheimnisse. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts von fachkundigen Arbeitern des Loiretals errichtet, stand es architektonisch stark unter italienischem Einfluss. Der Name des Baumeisters blieb jedoch unbekannt, und keine Bauzeichnung des ursprünglichen Projekts wurde je wiedergefunden. Rätselhaft sind auch die Gründe, die 1519 den jungen König Franz I. dazu bewogen, dieses gigantische Bauvorhaben mitten in einem Sumpfgebiet anzugehen. Kurz vor dem 500. Jahrestag der Krönung Franz‘ I. machen es sich Wissenschaftler und Historiker im Rahmen eines interdisziplinären Programms zur Wahrung des Kulturerbes zur Aufgabe, den prunkvollen Bau mit Hilfe neuester Forschungsmethoden zu betrachten. Archäologische Ausgrabungen, 3D-Modelle, geophysikalische Bodenuntersuchungen und die Auswertung handschriftlicher Dokumente damaliger Akteure und Zeitzeugen liefern wichtige Aufschlüsse. Der Dokumentarfilm begleitet die akribische Suche nach dem Original-Bauplan, was auf die Spuren von Leonardo da Vinci, von Florenz nach Romorantin, führt. Ausgehend von der ursprünglichen architektonischen Vision beleuchtet der Dokumentarfilm den zeitgeschichtlichen Hintergrund, vor dem das grandiose Loire-Schloss errichtet wurde, und das damit verbundene Schicksal seines Bauherrn Franz I.

Mittwoch, 06.01. / 11:20 Uhr / Vivaldi – Meister der vier Jahreszeiten
Dokumentation, Deutschland, 2020, ZDF 53 Min.
Regie: Susanne Utzt, Eike Schmitz
Wiederholung vom 03.01.

Mittwoch, 06.01. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Erstausstrahlung

(1): Frühstück in New York mit Truman Capote
(2): Nizza: Glanz und Elend der Russen
(3): Sergios Steinsuppe in Portugal
(4): Frau Doktor im mittelalterlichen Salerno

(1): Frühstück in New York mit Truman Capote
Das quirlige, kosmopolitische New York ist ein Anziehungspunkt für Menschen auf der Suche nach Ruhm. Truman Capote konnte in der Ostküsten-Metropole seinen Blick auf die Wirklichkeit schärfen. In seinem literarischen Werk – vor allem im unvollendet gebliebenen Roman „Erhörte Gebete“ – porträtiert der amerikanische Schriftsteller die New Yorker Gesellschaft der Nachkriegszeit.

(2): Nizza: Glanz und Elend der Russen
An der Côte d’Azur taucht die Sonne das türkisblaue Wasser der Engelsbucht und die blühenden Gärten der Stadt Nizza in sanftes Licht. Hierher zog es im 19. Jahrhundert die feine russische Gesellschaft, die dem harten heimischen Winter entgehen wollte. Während der russischen Revolution, als zahlreiche Vertraute des Zaren fliehen mussten, wandelte sich die Stadt von der Feriendestination zum Exilort. Heute versucht die russische Community in Nizza, ihre Traditionen zu bewahren.

(3): Sergios Steinsuppe in Portugal
In seinem Restaurant im portugiesischen Almeirim kredenzt Sergio ein Gericht, dessen Name auf ein Märchen zurückgeht. Keine Sorge: An seiner „Sopa da pedra“ (zu Deutsch: Steinsuppe), werden Sie sich nicht die Zähne ausbeißen!

(4): Frau Doktor im mittelalterlichen Salerno
An der Amalfiküste rund eine Stunde von Neapel entfernt liegt die Hafenstadt Salerno. Die Gassen in der Altstadt erinnern an die Blütezeit des Ortes. Im Mittelalter soll an der ehrwürdigen salernitanischen Medizinschule eine Ärztin den Blick auf Frauenkrankheiten verändert haben.

Mittwoch, 06.01. / 22:15 Uhr / Alain Delon, Licht und Schatten
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 58 Min.
Regie: Karl Zéro, Daisy D’Errata
Erstausstrahlung

Die Dokumentation ergründet die geheimnisvollen Seiten legendärer Persönlichkeiten, in diesem Falle Alain Delons. Trotz ihrer allgemeinen Bekanntheit halten viele Prominente einen Teil ihres Privatlebens vor der Öffentlichkeit unter Verschluss. Unter diesem Aspekt beleuchtet Karl Zéro den Werdegang des Filmstars.

Im ersten Jahrzehnt seiner Karriere gelang es Alain Delon, früh zum Mythos zu werden. Warum aber versteift er sich seit einem halben Jahrhundert auf eine einzige Rolle: die eigene? Offenbar zum Schutze seiner Existenz als “schrecklich unglückliches” Enfant terrible, das er im tiefsten Innern immer geblieben ist. Auf dieser Dualität beruht sein Lebensweg – vom blitzschnellen, leuchtenden Erfolg bis zum großen Überdruss an der Filmwelt. Er wuchs bei Pflegeeltern auf, besuchte ein katholisches Internat und strandete nach dem Einsatz als Freiwilliger im Indochina-Krieg im Elendsviertel des Hafens von Toulon, wo er Zuflucht fand bei Freudenmädchen, Zuhältern, Schlägertypen und korsischen Mafiosi wie den Marcantoni-Brüdern. Er ging nach Paris ins Pigalle, wo er den Gigolo gab und seine berufliche Zukunft als Zuhälter sah. In die Filmbranche geriet er durch Frauen der Oberschicht, die er mit seinem nonchalant-kindlichen Charme, seinem Auftreten als ungestümer und zugleich empfindsamer Bad Boy bezauberte. Nachdem er bei Melville, Visconti und Clément Ganoven und Polizisten gespielt hatte, fand er auch im Leben Gefallen an diesem Räuber-und-Gendarm-Spiel. Er pflegte anrüchige Freundschaften, verkehrte in Kreisen des organisierten Verbrechens. Gerade diese zwielichtige Ausstrahlung verzückte das Publikum. 1976 wollte er endlich die ganze Bandbreite seiner Schauspielkunst unter Beweis stellen, indem er die Hauptfigur in “Monsieur Klein” übernahm, seine letzte bedeutende Rolle. Von der Kritik hoch gelobt, floppte der Film an den Kassen, was in Delon endgültig etwas zerbrechen ließ.

Donnerstag, 07.01. / 05:00 Uhr / Carnevale 1729, ein Konzert in Venedig
Musik, Frankreich, 2018, ARTE F 43 Min.
Regie: Andy Sommer
Dirigent: Zefira Valova
Orchester: II Pomo d’Oro
Moderation: Donna Leon
Mit: Ann Hallenberg (Mezzosopran)
Wiederholung vom 03.01.

Donnerstag, 07.01. / 09:50 Uhr / Die Kathedrale: Baumeister des Straßburger Münsters
Dokumentarfilm, Deutschland, Frankreich, 2012, ZDF 88 Min.
Regie: Marc Jampolsky
Wiederholung vom 26.12.

Donnerstag, 07.01. / 11:20 Uhr / Märchen für die Welt – Hans Christian Andersen
Dokumentation, Deutschland, 2020, ZDF 52 Min.
Regie: Sabine Bier
Wiederholung vom 19.12.

Donnerstag, 07.01. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Erstausstrahlung

(1): Albert Camus unter der Sonne des Luberon
(2): Böhmen: Kristall, das Geschichte schreibt
(3): Marlènes Fischgericht „Ti figues morue“ auf Guadeloupe
(4): Die politische Welle in Palo Alto

(1): Albert Camus unter der Sonne des Luberon
Warm scheint die Sonne auf Felshänge, Weinberge und Dörfer des Luberon. Das süße Leben in der südfranzösischen Region begeistert nicht nur Touristen: Der Schriftsteller Albert Camus fand im Luberon eine mediterrane Atmosphäre, die ihn an seine Heimat Algerien erinnerte. Hier schöpfte er Kraft für seinen unvollendeten Roman „Der erste Mensch“, in dem sich ein Mann auf die Suche nach seiner Identität begibt.

(2): Böhmen: Kristall, das Geschichte schreibt
Die historische Region Böhmen im heutigen Tschechien ist die Wiege der Kristallglasherstellung. Das über Generationen entwickelte und verfeinerte böhmische Kristall erlangte dank seiner besonderen Farbe, Größe und feinen Gravur weltweit Berühmtheit. Im 19. Jahrhundert war es überall an der Tafel der Mächtigen zu finden, und noch heute ist das tschechische Handwerk stolz auf seine Glaskunst.

(3): Marlènes Fischgericht „Ti figues morue“ auf Guadeloupe
Im Küstenort Sainte-Rose auf Guadeloupe bereitet Marlène ein fruchtiges Fischgericht zu, das zu jeder Tageszeit genossen werden kann: „Ti figues morue“, Kabeljau mit Bananen.

(4): Die politische Welle in Palo Alto
Eine halbe Stunde südlich von San Francisco liegt die innovative Küstenstadt Palo Alto in unmittelbarer Nähe zur Universität Stanford. Statt der renommierten Hochschule machte in den 60er Jahren eine High-School von sich reden, an der ein Sozialexperiment hohe Wellen schlug …

Freitag, 08.01. / 05:00 Uhr / Franz Lehár: Das Land des Lächelns
Operette, Deutschland, 2017, ZDF 103 Min.
Regie: Michael Beyer
Inszenierung: Andreas Homoki
Dirigent: Fabio Luisi
Orchester: Philharmonia Zürich
Chorleitung: Ernst Raffelsberger
Chor: Chor der Oper Zürich
Choreographie: Arturo Gama
Bühnenbild / Ausstattung / Bauten: Wolfgang Gussmann
Kostüme: Wolfgang Gussmann, Susana Mendoza
Licht: Franck Evin

Mit: Piotr Beczała (Prinz Sou-Chong), Julia Kleiter (Lisa), Rebeca Olvera (Mi), Spencer Lang (Graf Gustav von Pottenstein), Cheyne Davidson (Tschang), Martin Zysset (Obereunuch)

Wiederholung vom 28.12.

Freitag, 08.01. / 09:55 Uhr / Marie Antoinette und die Geheimnisse von Versailles
Dokumentarfilm, Frankreich, 2018, ARTE F 90 Min.
Regie: Sylvie Faiveley, Mark Daniels
Wiederholung vom 27.12.

Freitag, 08.01. / 13:50 Uhr / Grease
Spielfilm, USA, 1978, ARD 106 Min.
Regie: Randal Kleiser
Drehbuch: Bronte Woodard, Allan Carr
Autor: Jim Jacobs, Warren Casey
Produktion: Paramount
Produzent: Robert Stigwood, Allan Carr
Kamera: Bill Butler
Schnitt: John F. Burnett

Musik: Jim Jacobs, Warren Casey, Barry Gibb, John Farrar, Scott J. Simon, Louis St. Louis

Mit: John Travolta (Danny Zuko), Stockard Channing (Betty Rizzo), Olivia Newton-John (Sandy Olsson), Jeff Conaway (Kenickie)

Wiederholung vom 18.12.

Freitag, 08.01. / 21:45 Uhr / Eric Clapton: Life in 12 Bars
Dokumentarfilm, Großbritannien, 2017, BR 126 Min.
Regie: Lili Fini Zanuck
Erstausstrahlung

Der Dokumentarfilm erzählt Eric Claptons bewegte Lebensgeschichte – von den schwindelerregenden Höhen und Tiefen seines öffentlichen sowie privaten Lebens. Durch den erstmals exklusiven Zugriff auf Claptons umfangreiches persönliches Archivmaterial bekommt das Publikum Einsicht, welches Talent und Ehrgeiz ihn ihm steckt und welche Dämonen ihn beinahe zerstört hätten.

“Clapton is God” – mit diesem Graffiti quer durch London wurde Eric Clapton letztendlich zum ultimativen Gitarrenhelden ernannt. Er ist zweifellos einer der erfolgreichsten Musiker: 17-facher Grammy-Preisträger, drei Aufnahmen in der “Rock and Roll Hall of Fame”, und 2015 wurde er auch in die “Blues Hall of Fame” aufgenommen. Dieser Dokumentarfilm gibt dem Zuschauer einen einzigartigen Einblick in Eric Claptons bewegte Lebensgeschichte – von den schwindelerregenden Höhen und Tiefen seines öffentlichen sowie privaten Lebens. Durch den erstmals exklusiven Zugriff auf Claptons umfangreiches persönliches Archivmaterial – einschließlich seiner berühmtesten Performances, Backstage-Aufnahmen, Heimvideos, ikonischen und privaten Fotos, handgeschriebenen Briefen und persönlichen Tagebucheinträgen – bekommt das Publikum Einsicht, welches Talent und Ehrgeiz ihn ihm steckt sowie welche Dämonen ihn beinahe zerstört hätten. Doch Clapton ist ein geborener Kämpfer, der sich immer bemüht hat, den harten Realitäten der Welt mit seinem unerschütterlichen Engagement für den Blues zu entkommen.

Freitag, 08.01. / 23:50 Uhr / Eric Clapton: Slowhand at 70 ~ Live at the Royal Albert Hall
Dokumentarfilm, Großbritannien, 2015, ARTE 106 Min.
Fernsehregie: Blue Leach
Mit: Eric Clapton
Erstausstrahlung

Eric Clapton, die weltberühmte Gitarrenlegende, liefert 2015 in der Royal Albert Hall in London ein Konzerthighlight. Mit „Slowhand at 70“ feiert der Weltstar seinen 70. Geburtstag und spielt seine erfolgreichsten Songs wie etwa „Tears in Heaven“ und „Cocaine“. Die Show endet mit einem unvergessenen Finale. Clapton wurde vom „Rolling Stone“ auf Platz zwei der 100 größten Gitarristen aller Zeiten gesetzt. Und dieses Talent zeigt er auch bei „Slowhand at 70“ in London.

Mit „Slowhand at 70“ hat sich Gitarrenlegende Eric Clapton zum 70. Geburtstag nicht nur ein echtes Konzerthighlight zum Geschenk gemacht, sondern auch seiner besonderen Beziehung zur Royal Albert Hall ein Denkmal gesetzt: Er ist der erste Gitarrist, der auf 200 Auftritte in dem klassischen Konzertsaal zurückblicken kann.

Dichte Rauchschwaden hängen in der Luft, das Setting wirkt wie in einem Blues-Club und durch die Dunkelheit schneidet grelles Scheinwerferlicht: Bei seinem 200. Konzert in der Royal Albert Hall in London erzeugt der legendäre Gitarrist und weltweit gefeierte Musiker eine besondere Atmosphäre. Die Setlist, die Clapton auf die Bühne bringt, ist beeindruckend.

Eric Clapton bekannteste Songs sind unter anderem „I Shot the Sheriff“, sein erster Nummer-eins-Hit, oder auch „Layla“– eine Liebeserklärung an Pattie Boyd, die Frau seines Freundes George Harrison von den Beatles. Im Welthit „Tears in Heaven“ (1991) verarbeitete Clapton seine Trauer über den Tod seines vierjährigen Sohnes, der beim Spielen aus dem geöffneten Fenster im 53. Stock eines New Yorker Wolkenkratzers fiel.

Mit voranschreitender Show baut Clapton mit jedem Track mehr Spannung auf. „Slowhand at 70“ endet schließlich mit den Hits „Crossroads“ und „Cocaine“ in einem bombastischen Finale.

Zusatzinfo:
Ein unvergesslicher Abend für alle Beteiligten, den die Kamera in allen Details und mit dem Kennerblick des leidenschaftlichen Fans eingefangen hat. Für Clapton ist dieser Auftritt in der Royal Albert Hall im wahrsten Sinne des Wortes ein Heimspiel, zu dem er mit Paul Carrack, Steve Gadd, Chris Stainton und Nathan East namhafte Begleitmusiker verpflichtet hat. Mit „High Time We Went“ als Zugabe setzen sie diesem unvergesslichen, sehr persönlichen Abend die musikalische Krone auf.

Freitag, 08.01. / 01:40 Uhr / Tracks
Magazin, Deutschland, 2021, ZDF 30 Min.
Regie: N.N.
Produktion: Kobalt
Erstausstrahlung

(1): Andrew Thomas Huang: Übersinnliche Digitalwelten für Björk, Thom Yorke und Co.
(2): Der Pop-Architekt Zukunft: PC Music-Gründer A. G. Cook

(1): Andrew Thomas Huang: Übersinnliche Digitalwelten für Björk, Thom Yorke und Co.
FKA twigs wird durch ihn zur SciFi-Sphinx, und Björk wird eins mit der Energie tektonischer Platten. Der Regisseur Andrew Thomas Huang hilft Popgrößen dabei, ihr Innerstes nach außen zu kehren und visuell mit ihrer Musik zu verschmelzen. Dafür erhielt er bereits eine Grammy-Nominierung. Aktuell arbeitet Andrew Thomas Huang an seinem ersten Spielfilm „Tiger Girl“ und greift hierbei auf chinesische Mythologie, Sinofuturismus und seine Familiengeschichte zurück.

(2): Der Pop-Architekt Zukunft: PC Music-Gründer A. G. Cook
Die überzeichnete Pop-Ästhetik der Produktionen von A.G. Cook und seinen Mitstreiter*innen wie SOPHIE, Danny L. Harle oder Umru prägten die kompletten 2010er Jahre und legten das Fundament für das, was man heute „Hyperpop“ nennt. Cook hat 2020 sein Debutalbum „7G“ veröffentlicht – ein Epos mit 49 Stücken. Wer ist der Mensch hinter dem Pop-Trend? „Tracks“ trifft ihn im US-amerikanischen Nirgendwo und spricht mit ihm über den Einfluss seines Labels, Pop-Philosophien und Produktionsweisen. A.G. Cooks erstes ausführliches TV-Interview überhaupt.


Diese Übersicht wird stets mehrere Wochen vor den jeweiligen Sendeterminen erstellt. Aktuelle Programmänderungen sind nicht berücksichtigt. Diese finden sich auf arte.tv.