TV-Tipps arte:

arte und 3sat übertragen in ihrem umfangreichen Programmen regelmäßig Dokumentationen über Künstler und Kulturereignisse, dazu Konzerte (von Klassik über Pop & Rock bis Heavy Metal), Musicalfilme, Opern-, Tanz- und Theatervorstellungen.
Diese Seite informiert über bevorstehende interessante Ausstrahlungstermine auf arte aus dem Kulturbereich.


Programmwoche 08:

Montag, 22.02. / 10:35 Uhr / GEO Reportage: Schignano, ein uralter Karneval in Italiens Bergen
Reportage, Deutschland, 2020, ARTE 52 Min.
Regie: Alessandro Cassigoli
Online verfügbar von 15/02 bis 24/03

Einmal im Jahr legen die Bewohner der Gemeinde Schignano ihre Identität ab, um einen rauschhaften, euphorischen, wild-ungezügelten Karneval zu feiern. Die meisten Bewohner fahren täglich zum Arbeiten in die benachbarte Schweiz. Schignano hat eine lange Migrationstradition – schon Anfang des 20. Jahrhunderts suchten die Männer in Australien, Südamerika und den USA ihr Glück. Die Frauen blieben mit Kindern und Hof allein zurück. Damals wie heute waren jedoch einmal im Jahr alle wieder zu Hause: zur Karnevalszeit. Nicht zuletzt deswegen ist in Schignano der Karneval eng an das Thema Auswanderung geknüpft, die „Belli“, die Schönen und Erfolgreichen und die „Brutti“, die Hässlichen und Erfolglosen liefern sich wilde, deftige Szenen, begleitet von viel Alkohol.

Battista, ein alteingesessener, berühmter Maskenschnitzer der Region erklärt die Kostüme: Der Schöne ist der, der die Welt bereist hat und zu Geld gekommen ist. Sein Bauch steht für Wohlstand, er trägt üppigen Schmuck, große, blumige Hüte, macht sich wichtig und gibt sich arrogant. Der Hässliche ist das exakte Gegenteil – er symbolisiert einen schlechten Lebenswandel, trinkt viel und trägt zerschlissene Kleider. Er ist voller Wut gegenüber den Schönen und Reichen. Das ganze Jahr ist Battistas Frau mit dem Nähen und Besticken der schrillen Kostüme beschäftigt – und hofft, wie alle hier, dass der Karneval auch in Zukunft weiterleben wird.

Zusatzinfo:
„GEO Reportage“ präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.

Montag, 22.02. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 15/02 bis 23/04
Erstausstrahlung

(1): Jacques Demy und die sündigen Engel von Nizza
(2): Tansania: Auf Safari im Reich der Tiere
(3): Sintra: Joaquims Queijadas
(4): Luxemburg: Vom Hotel zum Tribunal

(1): Jacques Demy und die sündigen Engel von Nizza
Die Baie des Anges, die Engelsbucht, erstreckt sich an der Mittelmeerküste zwischen Nizza und dem Cap d’Antibes. Schon immer zog sie Reisende an und inspirierte Künstler. In den 1960er Jahren drehte der Filmemacher Jacques Demy hier mit Jeanne Moreau und Claude Mann eine Geschichte um Liebe und Glücksspiel. In Schwarz-Weiß oszilliert „Die blonde Sünderin“ zwischen dem bodenständigen Ambiente der Altstadt von Nizza und dem oberflächlichen Glanz der Casinos und spielt mit der Komplementarität von Traum und Wirklichkeit.

(2): Tansania: Auf Safari im Reich der Tiere
Im Norden Tansanias, zwischen Kilimandscharo und Viktoriasee, erstrecken sich die weiten, sonnengelben Ebenen des Serengeti-Nationalparks mit seiner außergewöhnlichen Fauna. Früher lebten hier zahlreiche indigene Stämme von der Jagd auf große Säugetiere, dann kam der Kolonialismus mit seinen Schrecken. Heute wacht die UNESCO über den Schutz der Artenvielfalt in der Serengeti, wo mehrere vom Aussterben bedrohte Arten wie das Nashorn leben.

(3): Sintra: Joaquims Queijadas
In seiner Konditorei in Sintra bietet Joaquim eine für die Stadt und ganz Portugal typische Süßspeise an: die leckeren Queijadas.

(4): Luxemburg: Vom Hotel zum Tribunal
Die Bäderstadt Mondorf-les-Bains im Süden Luxemburgs unweit der Grenze zu Frankreich ist wegen ihrer Thermen sehr beliebt. Ende des Zweiten Weltkriegs jedoch wurden im heute abgerissenen Palace Hotel Gefangene untergebracht, die grausame Verbrechen begangen hatten und auf ihr Urteil warteten …

Montag, 22.02. / 21:40 Uhr / Mary Reilly
Spielfilm, USA, Großbritannien, 1996, ZDF 104 Min.
Regie: Stephen Frears
Drehbuch: Christopher Hampton
Autor: Valerie Martin, Robert Louis Stevenson
Produktion: TriStar Pictures
Produzent: Ned Tanen, Nancy Graham Tanen, Norma Heyman
Kamera: Philippe Rousselot
Schnitt: Lesley Walker
Musik: George Fenton

Mit: Julia Roberts (Mary Reilly), John Malkovich (Dr. Jekyll/Mr. Hyde), George Cole (Mr. Poole), Michael Gambon (Marys Vater), Glenn Close (Mrs. Farraday), Kathy Staff (Mrs. Kent), Michael Sheen (Bradshaw)

Hausmädchen Mary Reilly glaubt sich am Ziel ihrer Träume. Nach einer schweren Kindheit und einem Leben in Armut hat sie nun eine gute Anstellung im Haus des angesehenen und wohlhabenden Arztes Dr. Henry Jekyll gefunden. Zwischen den beiden baut sich nach und nach eine innige Beziehung auf, die bald mehr sein könnte, als das Dienstverhältnis erlaubt. Doch dann taucht plötzlich der neue Assistent von Doktor Jekyll auf, der ebenso stattliche wie charismatische Edward Hyde, und bringt das Gefühlsleben gehörig durcheinander. Doch ein Geheimnis liegt in der Luft. Mister Hyde ist nicht der, der er zu sein scheint …Mit “Mary Reilly” fertigte der britische Regisseur Stephen Frears nach der Romanvorlage der US-amerikanischen Schriftstellerin Valerie Martin eine interessante neue Version des weltweit berühmten Horror-Klassikers “Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde” von Robert Louis Stevenson. Hier nun wird die Geschichte aus der Perspektive des armen und wenig gebildeten Hausmädchens Mary Reilly geschildert, die in ein Dreiecksverhältnis mit Jekyll und Hyde gerät. Dabei profitiert der Film auch vom intensiven Spiel seiner Stars, allen voran Julia Roberts und John Malkovich. “Mary Reilly” wurde 1996 in den Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale) eingeladen.

Zusatzinfo:
Der 1941 im britischen Leicester geborene Stephen Arthur Frears kam über das Theater zum Film, anfangs als Regieassistent und mit TV-Arbeiten. Der Durchbruch als Kino-Regisseur gelang ihm 1985 mit “Mein wunderbarer Waschsalon”. Seitdem realisiert er immer wieder bemerkenswerte Spielfilme zwischen Hollywood und Europa.

Dienstag, 23.02. / 05:00 Uhr / Tamino – Konzert in Paris 2019
Musik, Frankreich, 2019, ARTE F 73 Min.
Regie: Sebastien Lefebvre
Online verfügbar von 22/01 bis 05/02
Wiederholung vom 30.01.

Dienstag, 23.02. / 13:00 Uhr / 13:00 Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 16/02 bis 24/04
Erstausstrahlung

(1): Goethe in Rom
(2): Royan: Brasilianisches Flair an der Atlantikküste
(3): Martinique: Miss Natïaas Brotfrucht-Migan
(4): Armenien: Singen gegen das Vergessen

(1): Goethe in Rom
Das Kolosseum, der Trevi-Brunnen, der Corso … Rom bietet unendliche Möglichkeiten für poetische Streifzüge. Im 18. Jahrhundert entdeckte Johann Wolfgang von Goethe die italienische Hauptstadt und hielt seine Erlebnisse in dem Buch „Italienische Reise“ fest. Die fremde Schönheit der Stadt belebte und inspirierte den Dichter und führte zu seiner künstlerischen Wiedergeburt.

(2): Royan: Brasilianisches Flair an der Atlantikküste
Die südwestfranzösische Stadt Royan an der Atlantikküste wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört. In den 1950er Jahren erhob sie sich wieder aus der Asche: moderner, urbaner, nach einem Grundriss und mit Gebäuden, die der Architekt Claude Ferret sich in Brasilien abgeschaut hatte. Ferrets städtebauliche Vision kam nicht bei allen Bewohnern gut an, doch heute zählen seine Bauten fraglos zu den herausragenden Architekturprojekten der Nachkriegszeit.

(3): Martinique: Miss Natïaas Brotfrucht-Migan
Unter der strahlenden Sonne Martiniques bereitet Olaïtan alias Miss Natïaa mit Zutaten aus ihrem Garten ein köstliches Ragout aus Obst und Gemüse zu: das Brotfrucht-Migan.

(4): Armenien: Singen gegen das Vergessen
Armenien ist ein Land mit Hochebenen und imposanten Bergen wie dem gewaltigen Ararat, der stumm über die leidgeprüfte Bevölkerung zu wachen scheint. In der Kathedrale von Etschmiadsin widmet sich ein Mann mit ganzer Kraft einer Aufgabe: die Erinnerung an die Geschichte seines Volkes lebendig zu halten …

Dienstag, 23.02. / 13:50 Uhr / Romeo und Julia
(Romeo and Juliet)
Spielfilm, Italien, Großbritannien, 1968, ARTE 132 Min.
Regie: Franco Zeffirelli
Drehbuch: Franco Brusati, Masolino D’Amico, Franco Zeffirelli
Autor: William Shakespeare
Produktion: BHE Films, Dino de Laurentiis Cinematografica, Verona Produzione
Produzent: John Brabourne, Richard B. Goodwin, Anthony Havelock-Allan
Kamera: Pasqualino De Santis
Schnitt: Reginald Mills
Musik: Nino Rota

Mit: Leonard Whiting (Romeo), Olivia Hussey (Julia), John McEnery (Mercutio), Milo O’Shea (Bruder Laurence), Pat Heywood (Kindermädchen), Robert Stephens (Prinz), Michael York (Tybalt), Bruce Robinson (Benvolio), Paul Hardwick (Lord Capulet), Natasha Parry (Lady Capulet), Antonio Pierfederici (Lord Montague), Esmeralda Ruspoli (Lady Montague), Roberto Bisacco (Herzog von Paris)
Wiederholung vom 14.02.

Mittwoch, 24.02. / 05:00 Uhr / Johnny Clegg – Der weiße Zulu
Dokumentation, Frankreich, 2018, ARTE F 53 Min.
Regie: Amine Mestari
Online verfügbar von 22/01 bis 30/03
Wiederholung vom 29.01.

Mittwoch, 24.02. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 17/02 bis 25/04
Erstausstrahlung

(1): Odilon Redons traumhaftes Médoc
(2): Aragonien: Im Takt der Jota
(3): La Réunion: Daniels Cari mit Hühnchen
(4): Istanbuls süße Verführung: Turkish Delight

(1): Odilon Redons traumhaftes MédocDie Region Médoc an der französischen Atlantikküste bezaubert durch ihre wunderbare Natur, durch kleine Dörfer, imposante Schlösser und Weinberge. Hier verbrachte der Künstler Odilon Redon einen Teil seiner Kindheit. Geprägt vom Hell-Dunkel der ihn umgebenden Natur griff er sehr früh zu Kohlestift und Farbpalette und malte seine ersten Entwürfe. Es entstand eine eigene Welt, in der er die Landschaften der Region neu erfand.

(2): Aragonien: Im Takt der Jota
Aragonien im Nordosten Spaniens mit seinen Sierras, den typischen Dörfern und spektakulären Kalkschluchten ist eine Gegend von wilder, rauer Schönheit. Die Region bewegt sich im Takt der Jota, eines spektakulären und komplexen Tanzes, der fest zum aragonischen Selbstverständnis gehört. Unter der Franco-Diktatur war die Jota aus der Mode gekommen, heute lassen die Bewohner der Region diesen wichtigen Teil der lokalen Folklore wiederaufleben.

(3): La Réunion: Daniels Cari mit Hühnchen
In seinem Restaurant auf La Réunion bereitet Daniel ein typisch kreolisches Sonntagsessen zu: Cari mit Hühnchen.

(4): Istanbuls süße Verführung: Turkish Delight
Eminönü ist das historische Zentrum, von dem aus sich Istanbul jahrhundertelang entwickelte. In dem lebhaften Stadtviertel befindet sich auch die Lokum-Schatzkammer: die Konfiserie „Haci Bekir“. Von hier aus trat Lokum, auch als „Turkish Delight“ bekannt, seinen Siegeszug um die Welt an und eroberte die Gaumen von Millionen Menschen …

Mittwoch, 24.02. / 22:00 Uhr / Alvar Aalto ~ Finnlands großer Architekt
Dokumentation, Finnland, 2018, YLEARTE 52 Min.
Regie: Virpi Suutari
Online verfügbar von 17/02 bis 26/03
Erstausstrahlung

Lichtdurchflutete organische Bauten, hohe Decken, schwungvolle Sessel aus Holz und Leder sowie formschöne Messinglampen kennzeichnen das Werk des finnischen Stararchitekten und Designers Alvar Aalto. Er gilt als der Vater des Modernismus. Doch wer war der Mann hinter dem berühmten Namen – und wer die beiden Frauen, mit denen er sein Leben und sein Schaffen so passioniert teilte? Wie haben sie zusammengearbeitet und wie wurden sie Teil der internationalen Moderne? Der Film taucht ein in das Universum Alvar Aaltos, für dessen architektonisches Schaffen die Bedürfnisse des Menschen an erster Stelle standen. Diese Reise zu seinen wichtigsten Bauten rund um die Welt, mit Weggefährten und Experten, ergänzt mit bisher unveröffentlichtem privatem Archivmaterial, lässt das einfühlsame Porträt eines der größten Architekten des 20. Jahrhunderts entstehen, dessen Werk von zeitloser Relevanz ist.

Wie baut man etwas, das modern ist, aber gleichzeitig an Lebensweisen anknüpft, die sich über eine lange Zeit hinweg entwickelt haben? Diese Frage versuchte der finnische Meisterarchitekt und Designer Alvar Aalto in Form seiner Bauwerke zu beantworten. Aalto verstand es, moderne Elemente und historische architektonische Anordnungen in seinen Entwürfen zu vereinen. Mittels Materialien wie Glas, Holz, Beton und Ziegel ließ Aalto seine modernen Interpretationen von romanischen Foren oder venezianischen Amphitheatern entstehen.Der berühmte Architekt und Städteplaner gilt als Pionier der Moderne und des organischen Baus. Der Maßstab für seine Bauwerke war immer der Mensch, dessen Bedürfnisse im Zentrum seiner Arbeit stand. Die Dokumentation gibt Einblicke in Leben und Werk Alvar Aaltos, für das zwei Frauen an seiner Seite eine immense Bedeutung zukommt: seiner erste Ehefrau, der Architektin Aino Aalto, sowie nach Ainos tragischem Tod seiner zweiten Ehefrau, der Architektin Elissa Aalto. Gemeinsam mit ihr hatte Aalto in den 50er Jahren eine seiner bedeutendsten Schaffensperioden.Die Dokumentation beleuchtet ihr gemeinsames Schaffen und ihre legendären Bauten auf der ganzen Welt, darunter Gebäude in Finnland, eine Bibliothek in Russland, ein Studentenwohnheim des Massachusetts Institute of Technology (MIT), das Privathaus eines Pariser Kunstsammlers, ein Pavillon in Venedig und viele weitere außergewöhnliche Konstruktionen.Die Dokumentation schafft anhand reichen Archivmaterials Begegnungen mit Weggefährten Aaltos, darunter die Rockefellers, Le Corbusier und László Moholy-Nagy und erzählt auf diese Weise auch die wechselhafte Geschichte der Architektur der Moderne. In dem in jahrelanger Recherche entstandenen Film kommen darüber hinaus Experten aus aller Welt zu Wort, die die besondere Bedeutung Aaltos Schaffen im zeitgeschichtlichen Kontext bis heute einordnen.

Donnerstag, 25.02. / 05:00 Uhr / Opera in Love ~ Mit Sonya Yoncheva und Vittorio Grigolo in der Arena di Verona
Oper, Deutschland, Italien, 2020, WDR 44 Min.
Regie: Claus Wischmann
Komponist: Charles Gounod, Giacomo Puccini
Dirigent: Plácido Domingo
Orchester: Orchestra dell’Arena die Verona

Mit: Vittorio Grigolo (Tenor), Sonya Yoncheva (Sopran), Mihaela Marcu (Sopran), Davide Luciano (Bariton)

Online verfügbar von 14/02 bis 16/03
Wiederholung vom 14.02.

Donnerstag, 25.02. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 18/02 bis 26/04
Erstausstrahlung

(1): Oscar Niemeyer und das widerspenstige São Paulo
(2): Der Lot: Ein Fluss mit Geschichte(n)
(3): Italien: Giacomos Supplì
(4): Istanbul: Mit dem Orient-Express in den Westen

(1): Oscar Niemeyer und das widerspenstige São Paulo
Wolkenkratzer so weit das Auge reicht, breite Boulevards, Fußgängerströme und Autoschlangen: São Paulo steht für ein modernes Brasilien, das immer in Bewegung ist. Als der Architekt und Designer Oscar Niemeyer in den 1950er Jahren in die Stadt kam, wollte er ihr einen „tropischen“ Touch verleihen. Er hegte große Ambitionen für ein neues städtebauliches Konzept, doch sein Vorhaben stieß auf zahlreiche Hindernisse.

(2): Der Lot: Ein Fluss mit Geschichte(n)
Von seiner Quelle in der Lozère bis zur Mündung in die Garonne schlängelt sich der französische Fluss Lot über 485 Kilometer dahin. Lange war er ein sichererer und schnellerer Transportweg als die Straße, sorgte für Wohlstand in den Dörfern an seinen Ufern und verhalf so manchem Händler zu großem Reichtum. Dann kam die Eisenbahn, und der Fluss verlor an Bedeutung. Doch heute kommt wieder Leben in und an den Lot.

(3): Italien: Giacomos Supplì
In der italienischen Hauptstadt bereitet Giacomo ein typisch römisches Gericht namens Supplì zu. Die panierten, mit Mozzarella gefüllten Reisbällchen lassen jeden Liebhaber der italienischen Küche und überhaupt jeden Feinschmecker dahinschmelzen.

(4): Istanbul: Mit dem Orient-Express in den Westen
Im Herzen von Istanbuls historischem Viertel Eminönü befindet sich der Bahnhof von Sirkeci, einst Endstation des legendären Orient-Expresses, der Paris mit Istanbul verband. Anfang des 20. Jahrhunderts versuchten zwei desillusionierte Frauen, von hier aus in den Westen zu gelangen …

Freitag, 26.02. / 05:00 Uhr / Tracks
Magazin, Frankreich, 2020, ARTE F 30 Min.
Regie: Realisateurs Differents
Journalist: David COMBE, Jean-Marc BARBIEUX
Wiederholung vom 19.02.

Freitag, 26.02. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 19/02 bis 27/04
Erstausstrahlung

(1): Virginie Despentes und das Paris der Punks
(2): Schweden: Ein Land sieht rot
(3): Türkei: Fikrets Katmer
(4): Kilimandscharo: Mit Wagemut zum Gipfel

(1): Virginie Despentes und das Paris der Punks
Der Osten von Paris ist ein Ort für Künstler, Alternative und anrüchige Kneipen. Zwischen dem Canal Saint-Martin und dem Parc de Buttes-Chaumont laden zahlreiche Gässchen zum Abdriften ein. Die Autorin und zornige Feministin Virginie Despentes macht diese Gegend zum Reich ihres Antihelden Vernon Subutex und einer ganzen Galerie von Figuren, denen das Leben so manche Narbe verpasst hat.

(2): Schweden: Ein Land sieht rot
Die Provinz Dalarna ist so pittoresk, dass sie gerne als „Miniatur-Schweden“ bezeichnet wird. Das Postkartenidyll beherrschen bewaldete Hügel, kristallklare Seen und natürlich die typischen roten Holzhäuschen namens Stuga. Mehr als nur eine Behausung, stehen sie für den gemütlich-rustikalen Lebensstil der Schweden. Doch bevor ihr typisches Rot zu einem Symbol des Landes wurde, sorgte es für den Reichtum der ganzen Nation.

(3): Türkei: Fikrets Katmer
In seiner Küche in Istanbul verrät Fikret das Rezept für ein köstliches Gebäck mit ganz viel Pistazien: den Katmer.

(4): Kilimandscharo: Mit Wagemut zum Gipfel
Im Norden Tansanias erhebt sich der Kilimandscharo still und majestätisch über die Savanne. Zwar ist sein ewiges Eis vom Klimawandel bedroht, doch bleibt das „Dach Afrikas“ eines der legendärsten Wahrzeichen des Kontinents. Im Februar 1969 machte sich eine furchtlose Expeditionsgruppe auf den Weg zum Gipfel …

Freitag, 26.02. / 21:45 Uhr / Rockfield, das Studio auf dem Bauernhof
Dokumentarfilm, Großbritannien, 2017, ARTE F 60 Min.
Regie: Hannah Berryman
Online verfügbar von 18/02 bis 03/04
Erstausstrahlung

Vor über 50 Jahren schickten sich zwei Brüder in einem abgeschiedenen walisischen Dorf an, den familieneigenen Milchviehbetrieb zu übernehmen. Eigentlich träumten sie jedoch davon, Musik zu machen. Ihnen kam die kühne Idee, in der Scheune ihres Hofs ein Studio einzurichten, um eigene Stücke aufzunehmen. Die Tiere mussten die Ställe räumen, um Platz zu schaffen. Aufnahmegeräte wurden installiert, Musiker einquartiert. Das erste unabhängige Aufnahmestudio der Welt war entstanden: Rockfield. Black Sabbath, Queen, Robert Plant, Iggy Pop, Simple Minds, Oasis, The Stone Roses, Coldplay und viele andere legendäre Bands mit zuweilen exzentrischen Persönlichkeiten machten hier im Laufe der Jahrzehnte Musik. Die Dokumentation erzählt von Rock’n’Roll-Träumen und auch vom Überlebenskampf eines Familienunternehmens in einer sich ständig wandelnden Musiklandschaft

Black Sabbath, Queen, The Stone Roses, Oasis, Coldplay, Simple Minds, Robert Plant, Manic Street Preachers gehören zu den größten Bands aller Zeiten. Doch was haben diese Musik-Titanen gemeinsam? Die Dokumentation schildert die unglaubliche Geschichte zweier walisischer Brüder, die ihren kleinen Milchviehbetrieb in eines der erfolgreichsten Aufnahmestudios aller Zeiten verwandelten und vier Jahrzehnte lang legendäre Rockmusik produzierten. In Rockfield nahmen Queen ihre bahnbrechende „Bohemian Rhapsody“ auf; ihre Proben sind auch im gleichnamigen Hollywood-Blockbuster (2018) zu sehen. Doch Rockfields eigene Geschichte wurde bislang nie erzählt. Sie begann vor über 50 Jahren, als sich in einem abgelegen walisischen Dorf die Brüder Kingsley und Charles Ward anschickten, den familieneigenen Milchviehbetrieb zu übernehmen. Doch eigentlich sehnten sie sich nach etwas anderem – sie wollten Musik machen. Also bauten sie in der Scheune ihres Bauernhofs ein Studio ein und begannen, mit Freunden Titel aufzunehmen. Kingsleys Frau Ann kündigte ihren Job in der örtlichen Bank und kümmerte sich fortan um die Buchführung. Der landwirtschaftliche Betrieb lief weiter, aber die Ställe wurden geräumt, um Platz für Aufnahmegeräte zu schaffen; die Musiker bezogen ein Gästezimmer. Ohne es zu wissen, hatten die Brüder das erste unabhängige Aufnahmestudio der Welt gegründet. Der Ruf von Rockfield verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Das Studio erlangte schnell internationale Anerkennung. Von Black Sabbath, Hawkwind und Queen über die Simple Minds, Iggy Pop und Robert Plant bis hin zu Oasis, The Stone Roses, The Charlatans, Manic Street Preachers und Coldplay hat in Rockfield ein unglaubliches Heer – zuweilen exzentrischer – Künstler komponiert und produziert. Legendäre Musiker erzählen im Film ihre atemberaubenden Rockfield-Storys. Sie schildern die Höhen, Tiefen und magischen Momente, die Welthits wie „Wonderwall“ und „Yellow“ hervorbrachten. Archivmaterial, Animationen und persönliche Gespräche bereichern diese außergewöhnliche Dokumentation, die von Rock’n’Roll-Träumen, aber auch vom Überlebenskampf eines Familienunternehmens in einer sich ständig wandelnden Musiklandschaft handelt. Noch heute arbeiten der inzwischen über 80-jährige Kingsley Ward und seine Frau Ann mit Tochter Lisa als „Frontfrau“ im Studio. „Na ja, wenn du etwas in deinem Leben erreichen willst, gib niemals auf, mach weiter … Das Beste kommt noch“, sagt Kingsley.

Freitag, 26.02. / 22:50 Uhr / Tracks: Kulturelle Aneignung in der Popkultur – was steckt hinter dem Schlagwort?
Magazin, Deutschland, 2021, ZDF 30 Min.
Erstausstrahlung

Kaum ein Schlagwort hat die Popkultur in den vergangenen Jahren so stark beschäftigt wie der Vorwurf der „kulturellen Aneignung”. Ob Katy Perry sich als schöne Pharaonin inszeniert, Cro mit Feder-Kopfschmuck durch die balinesischen Regenwälder hüpft oder Adele sich ihre Haare zu Bantu-Zöpfen flechten lässt – stets steht auch der Vorwurf im Raum, die meist weißen KünstlerInnen bedienten und bereicherten sich ungefragt an kulturellen Leistungen marginalisierter Kulturen. „Tracks“ blickt zurück auf die lange Geschichte der kulturellen Aneignung im Pop und zeigt Künstlerinnen und Künstler, die heute den Unterschied zwischen Wertschätzung und Aneignung aushandeln.So geht kulturelle Aneignung richtig: Regisseure wie Jordan Peele und Xavier Burgin eignen sich die klischeebeladenen Horror-Genres Hollywoods an, um damit den echten Horror der afroamerikanischen Geschichte zu erzählen. Black Horror Cinema ist die zeitgemäße Variante des 70s-Trends Blaxploitation.

Freitag, 26.02. / 23:20 Uhr / Iggy Pop Live in Paris
Gaîté Lyrique 2019
Musik, Frankreich, 2019, ARTE F 58 Min.
Regie: David Ctiborsky
Online verfügbar von 19/02 bis 14/03
Erstausstrahlung

Man braucht ihn wohl kaum mehr vorzustellen: Iggy Pop, Godfather des US-Punk, Frontmann der Stooges, begnadeter Veitstänzer mit teuflischer Bühnenpräsenz und Autor von Kultsongs wie “I Wanna Be Your Dog” und “Lust for Life”. 72 Jahre, 55 davon auf den Bühnen dieser Welt: Iggy Pop hat nichts mehr zu beweisen und kann endlich seine Freiheit genießen – im wahrsten Sinne des Wortes! “Free” heißt sein 18. Soloalbum, und es klingt nach Experimentaljazz. Pop kündigte es überraschend im Sommer 2019 an, im September erschien es, und im Oktober wurde es präsentiert – live und als exklusive Vorpremiere im Rahmen der vierten Ausgabe von ARTE Concert Festival.Ruhig, relaxt, selbstverständlich mit nacktem Oberkörper unter dem Jackett, aber ohne wilde Feuertänze blieb “der Leguan” eine Stunde lang ganz nah an seinem Publikum. Mit seiner französisch-amerikanischen Band kredenzte er einer glücklichen Handvoll Fans die zehn außerirdisch guten Songs des neuen Albums, einige Klassiker und einen nie zuvor gespielten Titel – das alles im wunderschönen Foyer der Pariser Gaîté Lyrique, umrahmt von jahrhundertealten Säulen und in theatralisches Licht getaucht. Ein einzigartiger Rahmen für ein außergewöhnliches Konzert. Und die Gelegenheit, eine der letzten amerikanischen Rock-Ikonen (wieder) zu sehen und einmal ganz anders zu erleben.

Freitag, 26.02. / 00:20 Uhr / Roger Waters – The Wall, Live in Berlin
Musik, Großbritannien, 1990, ARTE 110 Min.
Regie: Ken O’Neill
Produzent: Tony Hollingsworth

Mit: Bryan Adams, The Band, Tim Curry, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Roger Waters, Cyndi Lauper, James Galway, Joni Mitchell, Albert Finney, Van Morrison, Sinead O’Connor, The Scorpions, Rick Danko, Levon Helm, Andy Fairweather Low, Paul Carrack, Jerry Hall, Garth Hudson, Ute Lemper

Online verfügbar von 05/02 bis 14/03
Wiederholung vom 12.02.


Programmwoche 09:

Samstag, 27.02. / 05:30 Uhr / Liebe am Werk: Gerda Taro & Robert Capa
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2018, ARTE F 26 Min.
Regie: Delphine Deloget
Online verfügbar von 14/02 bis 22/04
Wiederholung vom 21.02.

Samstag, 27.02. / 05:55 Uhr / Milos Forman, ein freies Leben
Dokumentation, Frankreich, Tschechische Republik, 2019, ARTECT 55 Min.
Regie: Helena Trestikova, Jakub Hejna
Wiederholung

Samstag, 27.02. /09:20 Uhr / Stadt Land Kunst Spezial: Kroatien
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 38 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 20/02 bis 28/04
Erstausstrahlung

(1): Pazin, das abenteuerliche Kroatien von Jules Verne
(2): Brijuni, grüne Oase in Kroatien
(3): Zagreb oder Der Ursprung einer Herrenmode

(1): Pazin, das abenteuerliche Kroatien von Jules Verne
Ein mächtiger Burghügel, ein lieblicher Flusslauf und eine spektakuläre Schlucht – Pazin im Norden Kroatiens hat seinen Besuchern eine Menge Sehenswertes zu bieten. Im 19. Jahrhundert ließ sich auch der französische Schriftsteller Jules Verne von diesem Ort verzaubern. Die wildromantische Landschaft, das Licht und die besondere Atmosphäre des kroatischen Städtchens inspirierten ihn zu seinem Abenteuerroman „Mathias Sandorf“.

(2): Brijuni, grüne Oase in Kroatien
Die Inselgruppe Brijuni liegt in der kroatischen Adria, nur drei Kilometer vom Festland entfernt. Diese grüne Oase war lange ein beliebtes Ferienziel: die Römer nutzten sie als Kurort, zu Zeiten von Österreich-Ungarn legte man dort ein Naherholungsgebiet an und Tito hatte hier seine jugoslawische Sommerresidenz. Heute bilden die 14 Inseln einen Nationalpark.

(3): Zagreb oder Der Ursprung einer Herrenmode
In der Altstadt von Zagreb entdeckt der Fußgänger zahlreiche malerische Gassen, mittelalterliche Gebäude und den prachtvollen Markusplatz. An diesem geschichtsträchtigen Ort kann man noch heute von Zeit zu Zeit ein kroatisches Regiment sehen, dem die Herrenmode viel verdankt …

Sonntag, 28.02. / 05:00 Uhr / TWIST
Magazin, Deutschland, 2021, MDR 30 Min.
Produktion: Hofericher, & Jacobs Gmbh Olaf Jacobs
Moderation: Bianca Hauda, Romy Straßenburg
Wiederholung vom 21.02.

Sonntag, 28.02. / 08:40 Uhr / Leonardo DiCaprio: Most Wanted!
Dokumentation, Deutschland, 2020, ARTE 52 Min.
Regie: Henrike Sandner
Online verfügbar von 29/01 bis 07/03
Wiederholung vom 05.02.

Sonntag, 28.02. / 09:35 Uhr / Liebe am Werk: Lee Miller & Man Ray
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2018, ARTE F 26 Min.
Regie: Delphine Deloget
Online verfügbar von 21/02 bis 29/04

Liebe, Kunst und Leidenschaft: Von Amedeo Modigliani und Jeanne Hébuterne über Man Ray und Lee Miller bis hin zu Paula Becker und Otto Modersohn. Die fünfteilige Dokumentationsreihe erzählt in einer ganz neuartigen Mischung aus echter Biografie und kreativer Archivcollage vom Leben legendärer Künstlerpaare vor dem Hintergrund ihrer Zeit. Eine Liebesbeziehung hinterlässt immer Spuren. Und wenn die Liebe zwei Künstlerseelen zusammenführt, finden diese großen Gefühle auch oft in den jeweiligen Werken ihren Ausdruck. Ganz gleich, ob die Liebe in schöpferischer Erfüllung oder amouröser Enttäuschung endet.

Das berühmteste Foto von Lee Miller zeigt die Fotografin nackt in einer Badewanne – und zwar in Adolf Hitlers Münchner Wohnung in der Prinzregentenstraße kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs. Das offizielle Führerbildnis Heinrich Hoffmanns steht am Wannenrand und eine weibliche Marmorstatue steht neben einer Klingelanlage für Bedienstete. Millers Uniform liegt unauffällig auf einem Hocker, ihre Militärstiefel stehen auf dem Boden. Das Bild ist so legendär wie die Geschichte dieser Frau, die vor allem als Muse und Geliebte von Man Ray bekannt ist. Lee Miller war eine Femme fatale von kühler Schönheit, die dem großen Publikum als Künstlerin lange verborgen geblieben ist. Die New Yorkerin begann ihre Karriere auf dem Titelblatt der „Vogue“. Mit ihrem Teint wie aus Porzellan, Augen wie Kristallen, dem Gesicht einer antiken Statue und ihrer androgynen Figur fasziniert sie die führenden amerikanischen Fotografen ihrer Zeit. Doch sie langweilt sich und träumt im New York des Jahres 1929 von Paris und der Welt der Kunst. Sie will Fotografin werden und zwar an der Seite des Mannes, von dem alle sprechen: Man Ray. Sie sucht ihn in seinem Atelier auf, wird seine Schülerin, sein Modell, seine Geliebte. Man Ray arbeitet mit Surrealisten wie Paul Eluard zusammen, mit Salvador Dalí und Tristan Tzara, aber vor allem mit Man Rays bestem Freund Marcel Duchamps. Gemeinsam befreien sie die Kunst von jeder ästhetischen und moralischen Beschränkung. Durch einen Zufall finden Lee Miller und Man Ray ein Verfahren, mit dem sie ihre Fotos durch Überbelichtung verfremden. Doch Lee Miller, die viel jünger ist als Man Ray, lebt die freie Liebe und entzieht sich auch beruflich immer mehr ihrem Mentor. Lee sucht ihren eigenen Weg im Surrealismus, sie emanzipiert sich und verlässt Man Ray. Im Oktober 1932 geht sie zurück nach Amerika. Im Herbst 1939 kehrt sie als Kriegsberichterstatterin für die „Vogue“ mit ihrem Fotoapparat nach Europa zurück. Sie ist einer der wenigen Frauen, die bei der Befreiung eines Konzentrationslagers dabei sind und fotografiert das Grauen in Dachau. Der Kriegsfotograf David Sherman macht das verstörende Bild von Lee Miller in Hitlers Privatwohnung, das die Banalität des Bösen zeigt. Die lange unbekannt gebliebene Künstlerin hinterlässt ein Werk mit 60.000 Negativen, die ihr Sohn kurz nach ihrem Tod entdeckte.

Sonntag, 28.02. / 10:30 Uhr / Die großen Mythen: Die Strafe des Zeus
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2020, ARTE F 26 Min.
Regie: Sylvain Bergère
Online verfügbar von 21/02 bis 04/07
Erstausstrahlung

Die Doku-Reihe über das antike Griechenland begibt sich auf eine spannende Suche nach den Gründungsmythen unserer Zivilisation.An Bord von Odysseus’ Schiffen herrscht heillose Panik. Wie entfesselt wüten Skylla und Charybdis, die furchtbarsten Ungeheuer aller Ozeane. Die Besatzung hat nur Charybdis im Blick – so fest, dass sie die gefährlich nahe Skylla vergessen. Und so zertrümmert das Seeungeheuer drei Schiffe der Flotte in tausend Einzelteile. Ohnmächtig müssen Odysseus und seine Gefährten auf dem Leitschiff das Massaker mitansehen. Der Wind treibt Odysseus und seine gebeutelten Gefährten zu einer weiteren Insel ganz in der Nähe: Thrinakia. Ein gastlicher Ort, wie es scheint, fern von allen Monstern und Stürmen, überzogen von sattgrünen Weiden, auf der herrliche Herden grasen. Doch der Schein trügt …

Odysseus hält sich genau an den Ratschlag der Zauberin Kirke: Kurs halten, mitten zwischen den Felsen durchfahren, die sie zu zermalmen drohen, nicht ausweichen, da sein Schiff sonst von der noch schrecklicheren Charybdis zerrissen würde. Alle haben nur Charybdis im Blick – so fest, dass sie die gefährlich nahe Skylla vergessen. Als Odysseus‘ Flotte dem Meeresungeheuer Charybdis ausweicht, zerstört Skylla, das mehrköpfige zweite Ungeheuer, drei Schiffe. Sein Heulen übertönt die markerschütternden Schreie der Seeleute, als sie von den abscheulichen Tentakeln gepackt und zerfetzt werden.Die vom Kampf erschöpften überlebenden Männer möchten sich auf der Insel des Sonnengottes Helios ausruhen, die sie in der Ferne erspähen Sie schöpfen Hoffnung, als sie entdecken, dass auf der Insel herrliche Kühe, Lämmer und Schafe grasen. Womöglich endlich ein sicherer Hafen auf ihrer Irrfahrt? Doch Teiresias hatte Odysseus gewarnt, sie dürften unter keinen Umstände Helios‘ Rinder anrühren, da sie sonst mit dem Leben bezahlen würden: Alle würden unter unsäglichen Qualen sterben und sämtliche Schiffe zerstört werden. Odysseus‘ Männer versprechen, die Warnung zu befolgen, doch schließlich schlachten sie mehrere Tiere, während ihr Anführer schläft. Als Odysseus das sieht, flieht er verzweifelt mit seiner Mannschaft.Helios verlangt von Zeus, die Männer zu bestrafen. Wenn die Verbrecher keine gerechte Strafe erhielten, so würde der Sonnengott aufhören, seine Strahlen auf die Erde zu schicken, und sich mit Hades verbünden. Der Göttervater Zeus kann nicht zulassen, dass weitere Unsterbliche Partei für seinen Bruder Hades ergreifen und sendet einen Orkan, der das Schiff zerstört. Einzig Odysseus überlebt. Auf einem aus den Trümmern gebauten Floß treibt er neun Tage und neun Nächte auf dem weiten Meer umher, bis er schließlich an der Insel der schönen Kalypso angespült wird. Die Nymphe verliebt sich sofort in den Schiffsbrüchigen. Sie nimmt ihn bei sich auf, umsorgt ihn und verspricht ihm sogar Unsterblichkeit.

Sonntag, 28.02. / 11:00 Uhr / Die großen Mythen: Rückkehr nach Ithaka
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2020, ARTE F 26 Min.
Regie: Nathalie Amsellem
Online verfügbar von 21/02 bis 04/07
Erstausstrahlung

Die Doku-Reihe über das antike Griechenland begibt sich auf eine spannende Suche nach den Gründungsmythen unserer Zivilisation.Inzwischen weilt Odysseus seit sieben Jahren auf der Insel der Nymphe Kalypso – weit weg von seiner Heimat und fernab von der Welt der Menschen. Odysseus wird rund um die Uhr von Kalypso verwöhnt und mit Zuwendung überschüttet. Die Nymphe schenkt ihm alles, was er sich nur erträumen kann. Nichts ist ihr zu prächtig, um jenen Mann an ihrer Seite zu halten, den sie über alles liebt. Zwar genießt Odysseus dieses Glück, doch mehr und mehr beschleicht ihn in letzter Zeit ein merkwürdiges Gefühl: Heimweh.

Sieben Jahre schon genießt Odysseus sein unbeschwertes Leben an der Seite von Kalypso. Aber trotz aller Annehmlichkeiten hat er immer wieder Heimweh und vermisst seine Frau und seinen Sohn. Zeus entsendet den Gott Hermes, der Kalypso auffordert, Odysseus gehen zu lassen. Gegen ihren Willen beugt sich Kalypso Zeus‘ Aufforderung und lässt Odysseus die Wahl – er entscheidet sich aufzubrechen und nach Hause nach Ithaka zu segeln.Schweren Herzens fügt sich Kalypso der Entscheidung ihres Geliebten. Gemeinsam bauen sie ein Segelschiff und Odysseus sticht schon bald in See. Doch der Meeresgott Poseidon, der sich nach wie vor rächen will, zerstört Odysseus‘ Schiff. Abermals findet sich der Ithaker-König auf einer unbekannten Insel wieder. Unterdessen kehrt sein Sohn Telemachos von seiner Sparta-Reise zu Menelaos nach Ithaka zurück. Er berichtet seiner Mutter, dass ihr Gatte noch lebt, und versteckt sich in einiger Entfernung zu den Freiern, die ihm drohen.Nach seinem Schiffbruch trifft Odysseus am Strand die Phaiaken-Prinzessin Nausikaa, die ihn zu ihren Eltern bringt. Bei einem Festmahl erzählt Odysseus den Phaiaken von seiner endlosen Irrfahrt. Mitfühlend versprechen sie, ihn nach Ithaka zu bringen. Sie wollen ihm ein Schiff zur Verfügung stellen, beladen mit Kisten voller Edelsteine, Bronze und Gold, Lebensmitteln und Wein. Doch am Ende der Reise erkennt Odysseus die Insel nicht wieder, auf der sie gelandet sind. Die Phaiaken haben ihn betrogen. Sie haben ihn nicht wie versprochen in seine Heimat zurückgebracht, sondern auf einer einsamen Insel ausgesetzt. Odysseus fühlt sich erneut von den Göttern verflucht.

Sonntag, 28.02. / 16:15 Uhr / Die Brüder Morosow: Kunstmäzene und Sammler
Dokumentation, Frankreich, 2020, ARTE F 52 Min.
Regie: Elisabeth Kapnist
Online verfügbar von 21/02 bis 29/04
Erstausstrahlung

Mit Einblicken in Geschichte, Romantik und Kunstleidenschaft erzählt die Dokumentation die Familiensaga der Brüder Michail und Iwan Morosow. Die beiden Textilmilliardäre wurden als glänzende Mäzene und Sammler des Silbernen Zeitalters bekannt. Sie trugen eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen französischer Kunst zusammen.Die Dokumentation lädt zur Entdeckung dieser kunstsinnigen, tatkräftigen und extravaganten Familie ein.

Moskau 1917: Der Wind der Oktoberrevolution fegte die alte russische Gesellschaftsordnung hinweg. Im Zuge der Umwälzungen entstand ein neues Herrschaftssystem, das auch die Kunst vereinnahmte: Lenin verstaatlichte die großen Privatsammlungen, darunter die der Brüder Michail und Iwan Morosow.Die beiden Moskauer Textilmilliardäre und Mäzene, deren Vorfahren noch Leibeigene waren, hatten in einem Zeitraum von gut 20 Jahren eine fabelhafte Kunstkollektion mit signierten Meisterwerken zusammengetragen und damit ihre Räumlichkeiten geschmückt. Dort hingen Gemälde von Monet, Renoir, Cézanne, van Gogh, Matisse, Picasso, Derain, Maurice Denis und anderer Avantgarde-Maler.Die romantisch-leidenschaftliche Geschichte der Magnatenfamilie symbolisiert das Silberne Zeitalter, jene außergewöhnliche Epoche an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, als Russland einen nie dagewesenen Aufschwung der Künste erlebte. Eines der Zentren dieser Blütezeit war Moskau: In den Salons der Morosows verkehrten Maler, Komponisten, Dichter, Sänger, Philosophen und Politiker. Aus diesem Beziehungsgeflecht entwickelte sich ein Denken, das die Entwicklung der Künste in Russland dauerhaft prägen sollte.Die Dokumentation erzählt die Geschichte der Familie Morosow und die ihrer Sammlungen, die nach abenteuerlichen Verwicklungen schließlich zwischen dem Moskauer Puschkin-Museum und der Leningrader Eremitage aufgeteilt wurden. Während der sowjetischen Herrschaft führten die Morosows lange ein Schattendasein, doch heute treten sie als wichtige Akteure der künstlerischen Moderne wieder ins Rampenlicht.

Sonntag, 28.02. / 17:10 Uhr / TWIST
Magazin, Deutschland, 2021, NDR 30 Min.
Moderation: Bianca Hauda, Romy Straßenburg
Erstausstrahlung

Sonntag, 28.02. / 17:40 Uhr / Elina Garanca und Juan Diego Flórez bei den Salzburger Festspielen
Musik, Deutschland, 2020, ZDF 43 Min.
Regie: Michael Beyer, Bernhard Fleischer
Komponist: Richard Wagner, Vincenzo Bellini, Giuseppe Verdi, Richard Strauss
Dirigent: Christian Thielemann
Orchester: Wiener Philharmoniker

Mit: Elina Garanca (Mezzosopran), Juan Diego Flórez (Tenor), Vincenzo Scalera (Klavier)

Online verfügbar von 27/02 bis 29/05
Erstausstrahlung

Sonntag, 28.02. / 23:20 Uhr / Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker ~ Echos einer Ära
Dokumentation, Deutschland, 2018, RBB 52 Min.
Regie: Eric Schulz
Online verfügbar von 28/02 bis 30/03

Wie gestalten Sir Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker das Ende ihrer gemeinsamen Ära? Der Filmemacher Eric Schulz begleitet das Ende einer Ehe, bei der die Scheidung fünf Jahre vor der Trennung eingereicht wurde. Die Claims sind abgesteckt, alle Höhen und Tiefen der Partnerschaft bereits durchlaufen. Die Beteiligten befinden sich also in der Periode des größten gemeinsamen Nenners und der Gelassenheit. Ist es vielleicht dieser Abschnitt der Partnerschaft, den das Publikum einmal am meisten vermissen wird? Einfühlsam zeigt die Dokumentation, wie sich die Persönlichkeit des Dirigenten Simon Rattle und die Persönlichkeit des Orchesters Berliner Philharmoniker über die Jahre gegenseitig ergänzt, miteinander gearbeitet aber auch aneinander abgearbeitet haben. Unter Rattle hat das Orchester eine Transformation erfahren, die noch lange anhalten wird. Er hat das Repertoire erweitert und die Philharmonie weit geöffnet. Die Berliner Philharmoniker sind unter ihm ein modernes Orchester geworden. Doch einen viel beschworenen gemeinsamen Nenner kann es nicht geben. Dazu sind die ausgeprägten Musikerpersönlichkeiten im Orchester und am Pult zu unterschiedlich. Aber es gibt einen gemeinsamen Weg, an dessen Ende alle feststellen, wie viel Neues doch aus der weiter fortwirkenden Tradition des Orchesters entstanden ist. In der Dokumentation von Eric Schulz ziehen beide Seiten Bilanz, doch einen Schlussstrich möchte in Wahrheit niemand ziehen. Vielmehr öffnen sich neue Türen, so dass die Botschaft des Films lautet: Diesem Ende wohnt ein Zauber inne! Worin besteht dieser Zauber?

Sonntag, 28.02. / 00:15 Uhr / Daniel Hope & Friends ~ Live in Concert
Musik, Deutschland, 2020, ZDF 44 Min.
Regie: Stefan Mathieu
Mit: Joy Denalane, Jaques Ammon, Sir Simon Rattle
Online verfügbar von 27/02 bis 30/03
Erstausstrahlung

Der Violinist und musikalische Allrounder Daniel Hope lud während des ersten pandemiebedingten Lockdowns der europäischen Kulturlandschaft im Frühjahr 2020 zahlreiche Künstlerpersönlichkeiten aus den Bereichen klassische Musik, Jazzmusik und Schauspiel zu spontanen Livekonzerten in sein Berliner Wohnzimmer ein. Entstanden sind atmosphärisch dichte Momente von hoher musikalischer Qualität.Der Zusammenschnitt der Konzert-Highlights präsentiert unter anderem den Jazz-Trompeter Till Brönner, der gemeinsam mit Daniel Hope und dem Pianisten Gwilym Simcock John Lennons Klassiker “Imagine” interpretiert, die Soul-Sängerin Joy Denalane mit “Lover Man” von Jimmy Davis und Ram Ramirez, die Mezzosopranistin Magdalena Kozena, die begleitet von Daniel Hope und ihrem Mann Sir Simon Rattle Richard Strauss’ “Morgen!” singt, sowie Kurt Weills und Bertolt Brechts ” Moritat von Mackie Messer”, gesungen von der Schauspielerin Katharina Thalbach.Hinzu kommen Auftritte von Max Herre, Sebastian Knauer, Christoph Israel und vielen mehr – ein bewegender Abend im Kreise musikalischer Freunde.

Sonntag, 28.02. / 03:35 Uhr / F. C. Gundlach: Meister der Modefotografie
Dokumentation, Deutschland, 2018, NDR 26 Min.
Regie: Eva Gerberding
Online verfügbar von 07/02 bis 08/05
Wiederholung vom 07.02.

Montag, 01.03. / 05:00 Uhr / Jan Lisiecki in der Philharmonie Essen
Solo-Rezital Klavierfestival Ruhr 2020
Musik, Deutschland, 2020, ZDF 74 Min.
Komponist: Ludwig van Beethoven, Felix Mendelssohn Bartholdy, Frédéric Chopin
Mit: Jan Lisiecki (Klavier)
Online verfügbar von 20/02 bis 22/05
Wiederholung vom 21.02.

Montag, 01.03. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Erstausstrahlung

(1): Ansel Adams und der Yosemite-Nationalpark
(2): Die süßen Weine des rauen Roussillon
(3): Martinique: Céciles Féroce d’Avocat
(4): Schweden: Mit Wissen gegen den Hunger

(1): Ansel Adams und der Yosemite-Nationalpark
Grenzen- und makellos erscheint die Natur im Yosemite-Nationalpark, einem symbolischen Ort für die großen Weiten Nordamerikas. Der Fotograf Ansel Adams verwob Anfang des 20. Jahrhunderts sein Schicksal mit diesem Tal der Sierra Nevada im Osten Kaliforniens. Die wilden Landschaften und ihre kolossale Schönheit zogen ihn in ihren Bann und inspirierten ihn zu einem neuen Stil: der „reinen Fotografie“, die ihre Objekte präzise und kontrastreich abbildet. Adams wurde zu einem der wichtigsten Vertreter dieser neuen Sachlichkeit in der Fotografie.

(2): Die süßen Weine des rauen Roussillon
Das katalanische Frankreich wird von Besuchern für seine pittoresken Buchten ebenso geschätzt wie für die Schätze, die in den Kellern lagern: köstlich süße Aperitif- und Dessertweine! Eine kulturelle Besonderheit, denn 95 Prozent der natürlichen französischen Süßweine stammen von hier, aus der historischen Region Roussillon nahe der spanischen Grenze. Banyuls, Muscat de Rivesaltes oder Maury: Kaum zu glauben, welch süße Wunder diese schroffe, von Wind und Meer gezeichnete Landschaft hervorzubringen vermag.

(3): Martinique: Céciles Féroce d’Avocat
Auf Martinique bereitet Cécile ein Féroce d’Avocat zu. Die für die Antillen typische Vorspeise aus Avocado und Stockfisch ist sogar für Feinschmecker, die es scharf mögen, eine – leckere – Herausforderung.

(4): Schweden: Mit Wissen gegen den Hunger
Die Königliche Akademie der Wissenschaften nahe der Universität Stockholm steht für drei Jahrhunderte wissenschaftlichen Fortschritt. Im 18. Jahrhundert schaffte es eine junge Frau, den in Schweden immer wiederkehrenden Hungersnöten ein Ende zu setzen …

Dienstag, 02.03. / 05:00 Uhr / Opera in Love: Mit Sonya Yoncheva und Vittorio Grigolo in der Arena di Verona
Oper, Deutschland, Italien, 2020, WDR 44 Min.
Regie: Claus Wischmann
Komponist: Charles Gounod, Giacomo Puccini
Dirigent: Plácido Domingo
Orchester: Orchestra dell’Arena die Verona

Mit: Vittorio Grigolo (Tenor), Sonya Yoncheva (Sopran), Mihaela Marcu (Sopran), Davide Luciano (Bariton)

Online verfügbar von 14/02 bis 16/03
Wiederholung vom 14.02.

Dienstag, 02.03. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Erstausstrahlung

(1): Elsa Triolet und die Drôme
(2): Côte d’Ivoire und die Geschichte des Kakaos
(3): Kroatien: Mislavs Kopun
(4): Deutschland: Der Freistaat Flaschenhals

(1): Elsa Triolet und die Drôme
Im Südosten Frankreichs erstreckt sich das hügelige Tal der Drôme im Schatten des Vercors-Gebirges. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Drôme zum unverhofften Zufluchtsort für die Autorin Elsa Triolet. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Louis Aragon engagierte sie sich hier im Widerstand und widmete sich der Schriftstellerei. In dieser Zeit entstand der Erzählband „Das Ende hat seinen Preis: Erzählungen aus der Résistance“, für den sie 1945 als erste Frau den Prix Goncourt erhielt.

(2): Côte d’Ivoire und die Geschichte des Kakaos
Côte d‘Ivoire ist heute der weltweit größte Kakaoproduzent. Doch der Weg dahin war lang und beschwerlich. Der Kakaoanbau wurde dem westafrikanischen Land im 19. Jahrhundert von den Kolonialherren aufgezwungen. Es brauchte fast 100 Jahre, bis es die begehrte Frucht der nunmehr unabhängigen Nation ermöglichte, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und einen gewissen Wohlstand zu erlangen.

(3): Kroatien: Mislavs Kopun
In seinem Restaurant in Dubrovnik bereitet Mislav eine besondere Spezialität zu: Kopun, einen mit Gemüse gefüllten Kapaun.

(4): Deutschland: Der Freistaat Flaschenhals
Der Rhein ist eine der wichtigsten historischen Verbindungs- und Handelsstraßen Europas. Zwischen Mainz und Koblenz wirkt der Fluss besonders majestätisch. 1918, als im Rheinland die Franzosen, Amerikaner und Briten das Sagen hatten, verlief hier ein schmaler Streifen unbesetzten Territoriums …

Mittwoch, 03.03. / 05:00 Uhr / Iggy Pop Live in Paris
Gaîté Lyrique 2019
Musik, Frankreich, 2019, ARTE F 58 Min.
Regie: David Ctiborsky
Online verfügbar von 19/02 bis 14/03
Wiederholung vom 26.02.

Mittwoch, 03.03. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 24/02 bis 02/05
Erstausstrahlung

(1): Jean-Luc Godard und das Var
(2): Surfer-Paradies Cornwall
(3): La Réunion: Evas Ente mit Vanille
(4): New York: Schießen Sie nicht auf das Klavier

(1): Jean-Luc Godard und das Var

Das Département Var erstreckt sich am Mittelmeer zwischen Marseille und Cannes und besticht durch seine Strände und Küstenlandschaften auf der einen und sein mit Reben und Olivenhainen bedecktes Hinterland auf der anderen Seite. 1965 drehte Regisseur Jean-Luc Godard hier das Roadmovie „Elf Uhr nachts“. Godard, an einem Wendepunkt seiner Karriere, machte das Var zu einem Eden von rauer Schönheit, das seine Figuren in einem tragischen Sog aus Liebe und Wahn schlussendlich in den Tod reißt.

(2): Surfer-Paradies Cornwall
Die Halbinsel von Cornwall im Südwesten Englands ragt zwischen Ärmelkanal und Atlantik ins Meer. Ihre Küsten sind steil und schroff, ihre Strände gezeichnet von Wind und Wellen. Eine Herausforderung für unerschrockene Surfer! Zuerst kamen nur ein paar Eingeweihte, doch in den 1960er Jahren wurde der Surfsport populär und zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für die scherzhaft in „Cornish Riviera“ umbenannte Küstenregion Cornwalls.

(3): La Réunion: Evas Ente mit Vanille
In Bras-Panon bereitet Eva ein Gericht zu, das sie selbst erfunden hat. Ihre Ente mit Vanille ist eine Hommage an die für La Réunion typische Bourbon-Vanille.

(4): New York: Schießen Sie nicht auf das Klavier
Im New Yorker Stadtteil Astoria in Queens befindet sich der historische Sitz des legendären Klavierherstellers Steinway & Sons. Im Zweiten Weltkrieg beteiligte sich das Unternehmen auf seine Art an der nationalen Mobilmachung und produzierte ein wirksames Mittel zur Erheiterung der GIs …

Mittwoch, 03.03. / 00:20 Uhr / Claude Sautet – Regisseur der Zwischentöne
Dokumentation, Frankreich, 2020, ARTE F 52 Min.
Regie: Amine Mestari
Online verfügbar von 24/02 bis 02/05
Erstausstrahlung

Claude Sautet war einer der bedeutendsten Regisseure Frankreichs. In seinen poetisch-melancholischen, komischen und dramatischen Gesellschaftsfilmen gelang es ihm, den französischen Zeitgeist der 1970er und 80er Jahre einzufangen. Seine Filme „Die Dinge des Lebens“, „César und Rosalie“, „Vincent, François, Paul und die anderen“, „Nelly & Monsieur Arnaud“ gelten in Frankreich als Teil der kollektiven Erinnerung. Die Dokumentation enthüllt bislang unbekannte Facetten des zeitlebens diskreten und zurückhaltenden Filmemachers und kombiniert Archivmaterial mit bisher unveröffentlichten Aufnahmen.

Claude Sautet ist einer der Giganten des französischen Films. Für viele gilt er als der Regisseur, dem es am besten gelungen ist, den Zeitgeist des Frankreich der 1970er und 80er Jahre einzufangen. Einige Kritiker bezeichneten seine Filme als soziologische Studien des Kleinbürgertums. Dabei ging es Claude Sautet in seinen sinnlichen und lebensnahen Filmen vor allem darum, die menschliche Leidenschaft zu porträtieren. In Filmen wie „Die Dinge des Lebens“, „César und Rosalie“, „Vincent, François, Paul und die anderen“ und „Nelly & Monsieur Arnaud“ entwarf Claude Sautet einfühlsame Porträts seiner Mitmenschen und traf dabei stets den Zeitgeist. In ihnen wird das Wesentliche im Menschen sichtbar: das schüchterne Kind, der Musikfreund, der Linke, der Frauenliebhaber und der Einzelgänger, der ohne die anderen nicht leben kann.Trotz seiner Berühmtheit war Sautet ein verschlossener und diskreter Mensch, der nicht gern im Rampenlicht stand und sich auch als Drehbuchautor in den Dienst der größten Filmemacher seiner Zeit stellte. Die Dokumentation wirft ein neues Licht auf das Werk des Cineasten, das in Frankreich Teil der kollektiven Erinnerung ist, und nähert sich durch das Prisma seines Schaffens dem Menschen mit seinen Zweifeln und Schwächen. In Archivaufnahmen kommen jene zu Wort, die Claude Sautet am nächsten standen und die ihn liebten: Romy Schneider, seine Muse, Michel Piccoli, sein Ebenbild, Yves Montand, von dem er gern sagte, er könne ihn nicht ausstehen, und sein Alter Ego, der Drehbuchautor Jean-Loup Dabadie. Ergänzend illustrieren Ausschnitte aus seinen wichtigsten Filmen den Werdegang des Regisseurs, seine Jugend, sein Engagement und seine Rückschläge. Darüber hinaus liefern bislang unveröffentlichte Mitschnitte sehr persönliche Einsichten, in denen sich der zeitlebens diskrete und zurückhaltende Filmemacher etwas mehr preisgibt.

Donnerstag, 04.03. / 05:00 Uhr / Rockfield, das Studio auf dem Bauernhof
Dokumentarfilm, Großbritannien, 2017, ARTE F 60 Min.
Regie: Hannah Berryman
Online verfügbar von 18/02 bis 03/04
Wiederholung vom 26.02.

Donnerstag, 04.03. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 25/02 bis 03/05
Erstausstrahlung

(1): Jean-Marc Rochette und die französischen Alpen
(2): Die Große Mauer von Portugal
(3): Tahiti: Maries Ma’a Tinito
(4): Modena: Eine seltsame Kriegsbeute

(1): Jean-Marc Rochette und die französischen Alpen
Die Feder des Malers und Comiczeichners Jean-Marc Rochette ist genauso spitz wie die schroffen Gipfel im Nationalpark Ecrins in den französischen Alpen. Erhaben und mineralisch erscheint hier die Natur, genau wie in Rochettes faszinierenden Graphic Novels. Bekannt wurde der Künstler mit der Reihe „Schneekreuzer“, doch auch die Alben „Ailefroide: Altitude 3954“ und „Der Wolf“ spielen in den Bergen.

(2): Die Große Mauer von Portugal
An den Ausläufern der Serra da Estrela zeugen zahlreiche Ortschaften wie Monsanto, Sortelha und Belmonte von der reichen Geschichte Portugals. Die befestigten Dörfer wurden unter der Herrschaft verschiedener Regenten errichtet und dienten der Verteidigung des Königreichs gegen feindliche Angriffe. Heute sind ihre Befestigungsmauern weitestgehend zerfallen. Doch nun macht sich die portugiesische Bevölkerung für den Erhalt dieses Kulturerbes stark.

(3): Tahiti: Maries Ma’a Tinito
In Papeete bereitet Köchin Marie Liu ein traditionelles Gericht aus Tahiti mit Schweinefleisch und roten Bohnen zu: Ma’a Tinito.

(4): Modena: Eine seltsame Kriegsbeute
Modena im Norden Italiens hat weit mehr zu bieten als nur den berühmten Essig. Die Stadt bezaubert durch ihren großen Platz, mittelalterliche Bauwerke und zahlreiche UNESCO-geschützte Monumente. Im 14. Jahrhundert besiegte Modena die Nachbarstadt Bologna und eroberte eine seltsame Kriegsbeute …

Freitag, 05.03. / 05:00 Uhr / Tracks: Kulturelle Aneignung in der Popkultur – was steckt hinter dem Schlagwort?
Magazin, Deutschland, 2021, ZDF 30 Min.
Wiederholung vom 26.02.

Freitag, 05.03. / 12:40 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 26/02 bis 04/05
Erstausstrahlung

(1): Mohamed Choukris Tanger
(2): Hexenjagd im Baskenland
(3): Schweden: Fredriks Stekt Strömming
(4): Tansania: Auf Ausschau in der Serengeti

(1): Mohamed Choukris Tanger
Nur wenige Kilometer von Gibraltar entfernt, umspielt von Wind und Wellen des Atlantiks, liegt die marokkanische Hafenstadt Tanger, wo sich seit jeher die Zivilisationen Europas und Nordafrikas begegnen. In den 1940er Jahren kam Mohamed Choukri als Kind nach Tanger. Jahre später beschrieb der Autor in dem autobiografischen Roman „Das nackte Brot“ sein Leben in der Stadt als ungeschönte, realistische und zutiefst bewegende Odyssee.

(2): Hexenjagd im Baskenland
Das Baskenland, das sich am Fuß der Pyrenäen zwischen Frankreich und Spanien erstreckt, zeichnet sich seit Generationen durch seine reiche Folklore und einzigartige Kultur aus. Im 17. Jahrhundert herrschten hier vor allem Misstrauen und Gewalt, als die Justiz eine gnadenlose Hexenjagd anstachelte. Die Konfrontation von uralten Ritualen, religiöser Macht und politischen Interessen forderte zahlreiche Opfer.

(3): Schweden: Fredriks Stekt Strömming
Im Hafen von Vaxholm bereitet Fredrik ein typisch schwedisches Gericht zu: Stekt Strömming – Bratheringe mit Kartoffeln.

(4): Tansania: Auf Ausschau in der Serengeti
Der Serengeti-Nationalpark im Norden Tansanias beherbergt eine einzigartige Fauna, die sich jedes Jahr auf große Migration begibt. Anfang des 20. Jahrhunderts ließ sich ein junger Engländer hier nieder, um all diese Tiere etwas genauer unter die Lupe zu nehmen …

Freitag, 05.03. / 21:45 Uhr / John und Yoko
Dokumentarfilm, Großbritannien, 2018, ZDF 89 Min.
Regie: Michael Epstein
Online verfügbar von 04/03 bis 04/05

Es ist die Geschichte hinter John Lennons 1971 veröffentlichtem Album „Imagine“. Eine Geschichte der Verschmelzung von Liebe und Politik, Kunst und Musik. Die außergewöhnliche Dokumentation enthüllt die Tiefe der kreativen Zusammenarbeit von John Lennon und Yoko Ono. Dabei wird deutlich, wie emanzipativ und revolutionär die künstlerischen und politischen Ansätze des Paares zur damaligen Zeit waren – und wie relevant sie heute immer noch sind.

Diese außergewöhnliche Dokumentation erzählt die Geschichte hinter John Lennons 1971 veröffentlichtem Album „Imagine“. Es ist eine Geschichte der Verschmelzung von Liebe und Politik, von Kunst und Musik. Unter anderem anhand des Entstehungsprozesses des ikonischen Titelsongs „Imagine“ zeigt der Film die kreative Zusammenarbeit von John Lennon und Yoko Ono. Viele gaben damals dem Paar die Schuld an der Trennung der Beatles. Sie hatten ihre Beziehung öffentlich als Kunstwerk inszeniert, ein Höhepunkt war das legendäre „Bed-In“ in Amsterdam – das Private war eben politisch. Als der selbstgemachte Rummel zu viel wurde, weil die englische Boulevardpresse nicht zimperlich und unverhohlen rassistisch auf Ono reagierte, zog sich das Paar mit einigen Mitmusikern nach Tittenhurst zurück und arbeitete an zwei Alben: „Imagine“, dem zweiten Soloalbum von Lennon, und an „Fly“ von Yoko Ono, sozusagen das Zwillingsalbum, die beide im Herbst 1971 erschienen. Der Titelsong von Lennons Album wurde ein Welthit. In zahlreichen Interviews mit Yoko Ono und kreativen Weggefährten sowie anhand noch nie veröffentlichten Materials aus dem privaten Archiv von Lennon und Ono zeigt der Film, wie emanzipativ und revolutionär die künstlerischen und politischen Ansätze des Paares zur damaligen Zeit waren und auch bis heute kaum an Relevanz verloren haben.

Freitag, 05.03. / 23:15 Uhr / Tracks
Magazin, Frankreich, 2020, ARTE F 30 Min.
Online verfügbar von 26/02 bis 18/02
Erstausstrahlung

Freitag, 05.03. / 23:50 Uhr / Angélique Kidjo in Concert
Musik, Frankreich, 2019, ARTE F 68 Min.
Regie: Gautier & Leduc
Online verfügbar von 26/02 bis 08/04

Der “Daily Telegraph” feiert sie als “unbestrittene Königin der afrikanischen Musik”, das “Time”-Magazine spricht von “Afrikas erster Diva”. Angélique Kidjo mixt afrikanische Rhythmen mit Jazz, Gospel und Musik aus der Karibik. Am 19. April 2019 erschien ihr Album “Celia” und am 22. April war die Singer-Songwriterin aus dem Benin zu Gast im Pariser Institut du Monde Arabe. Mit auf der Bühne: Fatoumata Diawara, Yael Naim und Tony Allen; ein Abend der starken Frauen, die in ihrer Musik auch eine politische Botschaft transportieren.

Sie ist Gewinnerin von bisher vier Grammy Awards, der “Guardian” bezeichnete sie als eine der hundert einflussreichsten Frauen der Welt und das “Time”-Magazin nannte sie die “erste Diva Afrikas”: Angélique Kidjo. Im April 2019 stand sie gemeinsam mit Fatoumata Diawara, Yael Naim und Tony Allen auf der Bühne des Pariser Intitut du Monde Arabe. Angélique Kidjo stellte bei dieser Gelegenheit ihr gerade erschienenes Album “Celia” vor.Angélique Kidjo wuchs in Benin an der Westküste Afrikas auf, wo lateinamerikanische Musik wie Salsa Anfang der 60er Jahre allgegenwärtig war. Viele afrikanische Musiker ließen sich davon beeinflussen. Die Band Africando und der Sänger Youssou N’Dour sind nur zwei Beispiele.Später entdeckte Angélique Kidjo die kubanisch-amerikanische Sängerin Celia Cruz – “Queen of Salsa” und einzige berühmte Frau in einer ansonsten männerdominierten Szene. Angélique Kidjo war fasziniert von Celia Cruz‘ Stimme und besuchte ein Konzert von ihr und Johnny Pacheco in Benin. Einige Jahre später standen die beiden Frauen gemeinsam in Paris auf der Bühne. Celia Cruz‘ Stil war von der traditionellen Yoruba-Musik der beninischen Sklaven beeinflusst. So beschloss Angélique Kidjo, Yoruba-Lieder neu zu interpretieren und mit Afrobeat und Jùjú zu vermischen – zwei Musikrichtungen, die ebenfalls aus der Yoruba-Musik hervorgegangen sind.Angélique Kidjo wurde bekannt für Weltmusik mit unterschiedlichsten musikalischen Einflüssen wie Musik aus ihrer Heimat Benin, Afro-Pop, R&B, Jazz, aber auch lateinamerikanische und afrokaribische Musik. Einen beachtlichen Teil ihrer Lieder singt sie in den in ihrem Heimatland gesprochenen Sprachen Fon und Yoruba, außerdem singt sie auf Englisch und Französisch. Die in New York lebende Sängerin engagiert sich auch politisch: 2002 wurde sie zur internationalen UNICEF-Botschafterin ernannt. “Als Künstler machen wir nicht nur Musik, sondern wir transportieren mit dieser Musik auch eine Botschaft. Wir sind Botschafter unserer Heimatländer und Botschafter für all die Menschen, die keine Stimme haben”, sagte Angélique Kidjo in einem dpa-Interview.

Zusatzinfo:
Das Konzert wurde im Pariser Institut du Monde Arabe am 22. April 2019 für ARTE aufgezeichnet.

Freitag, 05.03. / 01:00 Uhr / Making Waves: The Art of Cinematic Sound
Dokumentarfilm, USA, 2019, ARTE F 89 Min.
Regie: Midge Costin
Online verfügbar von 05/02 bis 14/03
Wiederholung vom 12.02.


Programmwoche 10:

Samstag, 06.03. / 05:20 Uhr / Die großen Mythen – Die Odyssee ~ Rückkehr nach Ithaka
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2020, ARTE F 26 Min.
Regie: Nathalie Amsellem
Online verfügbar von 15/01 bis 28/07
Wiederholung vom 28.02.

Samstag, 06.03. / 06:50 Uhr / Leonardo DiCaprio: Most Wanted!
Dokumentation, Deutschland, 2020, ARTE 52 Min.
Regie: Henrike Sandner
Online verfügbar von 29/01 bis 07/03
Wiederholung vom 05.02.

Samstag, 06.03. / 09:30 Uhr / Stadt Land Kunst Spezial: Kroatien
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 38 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 20/02 bis 28/04
Wiederholung vom 27.02.

Samstag, 06.03. / 10:10 Uhr / Stadt Land Kunst Spezial: Madagaskar
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 38 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 27/02 bis 05/05
Erstausstrahlung

(1): Michèle Rakotosons Rückkehr nach Madagaskar
(2): Der Canal des Pangalanes in Madagaskar
(3): Die Königin und der Schmied auf Madagaskar

(1): Michèle Rakotosons Rückkehr nach Madagaskar
Auf Madagaskar vermischt sich das tiefe Blau des Ozeans mit dem Rot des Lateritstaubs und dem Grün der Reisfelder auf den Hochplateaus. Hier, in dieser farbenfrohen Welt, wuchs die Schriftstellerin Michèle Rakotoson auf. Nach langem Exil in Frankreich kehrte sie schließlich auf ihre Heimatinsel zurück, tauchte in Kindheitserinnerungen ein und machte sich mit ihrem Buch „Juillet au pays: Chronique d’un retour à Madagascar“ auf die Suche nach ihrer verschütteten Identität.

(2): Der Canal des Pangalanes in Madagaskar
Reisfelder, Regenwälder und ein wilder Ozean – die Ostküste Madagaskars wird auch als „Küste der Zyklonen“ bezeichnet. Hier legten französische Siedler Ende des 19. Jahrhunderts den Canal des Pangalanes an, eine mehr als 600 Kilometer lange Wasserstraße, die zum Transport von Waren bestimmt war. Längst hat die Natur die Landschaft zurückerobert, doch auch heute noch nutzen die Einwohner den Kanal und leben nach seinem Rhythmus.

(3): Die Königin und der Schmied auf Madagaskar
Antananarivo ist die Hauptstadt Madagaskars. Das historische Zentrum der Stadt liegt auf einer Anhöhe und war lange Zeit der Wohnsitz der madagassischen Könige. Hier oben gelang es einst einem jungen französischen Schmied, das Herz einer blutrünstigen Königin zu erweichen …

Samstag, 06.03. / 00:05 Uhr / Square für Künstler
Magazin, Frankreich, 2010, ARTE 26 Min.
Online verfügbar von 05/03 bis 05/04
Erstausstrahlung

Sonntag, 07.03. / 05:15 Uhr / TWIST
Magazin, Deutschland, 2021, NDR 30 Min.
Moderation: Bianca Hauda, Romy Straßenburg
Wiederholung vom 28.02.

Sonntag, 07.03. / 05:50 Uhr / Mozart in Prag – Rolando Villazón trifft Don Giovanni
Dokumentation, Tschechische Republik, 2016, ARTECT 51 Min.
Regie: Guy Evans
Moderation: Rolando Villazón
Online verfügbar von 17/01 bis 09/03
Wiederholung vom 07.02.

Sonntag, 07.03. / 06:45 Uhr / Carmen, Violetta, Mimi, romantisch und fatal
Dokumentation, Frankreich, 2017, ARTE F 52 Min.
Regie: Cyril Leuthy
Online verfügbar von 07/02 bis 15/04
Wiederholung vom 14.02.

Sonntag, 07.03. / 08:30 Uhr / Bücherjäger ~ Kampf um das Wissen der Welt
Dokumentation, Deutschland, 2017, RB 52 Min.
Regie: Susanne Brahms
Online verfügbar von 07/03 bis 14/03

Seit über 30 Jahren reist der Benediktinermönch Columba Stewart aus Minnesota, USA, durch die Krisenregionen der Welt. Er sucht alte Manuskripte, zum Beispiel im Irak, wo es ihm gelungen ist, eine uralte Klosterbibliothek digitalisieren zu lassen. Im Irak unterstützt er auch den Dominikanermönch Najeeb Michael, der seine Bibliothek bereits zweimal unter dramatischen Umständen vor dem Zugriff radikaler Islamisten gerettet hat.
Moderne Bücherjäger haben es ihren mittelalterlichen Vorgängern zu verdanken, dass sie überhaupt noch etwas zu erforschen haben. Kirchenväter warnten vor der Lektüre antiker Autoren oder verboten sie gleich ganz. Wozu wissen, wenn man doch glauben soll? Trotzdem waren es Mönche, die dafür sorgten, dass Bücher bewahrt wurden.
Auch im 20. Jahrhundert wurde Kulturgut zum Kriegsziel. In der Vielvölkerstadt Sarajevo bestand eines der Kriegsziele in den 1990er Jahren darin, die Erinnerung an das Zusammenleben der Ethnien auszulöschen. Die Armee der bosnischen Serben schoss deshalb die Nationalbibliothek und das Orient-Institut in Brand. Mustafa Jahic war damals Bibliothekar der letzten Handschriftensammlung Sarajevos. Er rettete 20.000 Manuskripte aus dem Mittelalter in Bananenkartons, die er achtmal unter Lebensgefahr durch die eingekesselte Stadt trug.

Der Bestsellerautor Stephen Greenblatt würdigt die Bedeutung der Bücherjäger der Renaissance und fragt: Sophokles hat mit “König Ödipus” auf einem antiken Literaturwettbewerb den zweiten Platz errungen. Würden Sie nicht auch gern wissen, wer den ersten Platz gemacht hat? Doch dieses Manuskript ging verloren.

Sonntag, 07.03. / 09:55 Uhr / John und Yoko
Dokumentarfilm, Großbritannien, 2018, ZDF 89 Min.
Regie: Michael Epstein
Online verfügbar von 04/03 bis 04/05
Wiederholung vom 05.03.

Sonntag, 07.03. / 11:25 Uhr / Liebe am Werk: Georgia O’Keeffe & Alfred Stieglitz
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2018, ARTE F 26 Min.
Regie: Delphine Deloget
Online verfügbar von 28/02 bis 06/05

Liebe, Kunst und Leidenschaft: Von Amedeo Modigliani und Jeanne Hébuterne über Man Ray und Lee Miller bis hin zu Paula Becker und Otto Modersohn. Die fünfteilige Dokumentationsreihe erzählt in einer ganz neuartigen Mischung aus echter Biografie und kreativer Archivcollage vom Leben legendärer Künstlerpaare vor dem Hintergrund ihrer Zeit. Eine Liebesbeziehung hinterlässt immer Spuren. Und wenn die Liebe zwei Künstlerseelen zusammenführt, finden diese großen Gefühle auch oft in den jeweiligen Werken ihren Ausdruck. Ganz gleich, ob die Liebe in schöpferischer Erfüllung oder amouröser Enttäuschung endet.

Georgia O’Keeffe ist eine der größten Malerinnen der USA und eine Ikone der nordamerikanischen Kultur. Alfred Stieglitz gilt als Wegbereiter der modernen Fotografie. In den 20er Jahren sind sie eines der prominentesten und verrufensten Paare der New Yorker Avantgarde. Georgia und Alfred – das ist die Geschichte einer 30 Jahre währenden Leidenschaft, einer überschäumenden Kreativität, aber auch die einer erdrückenden gegenseitigen Abhängigkeit.

Georgia O’Keeffe geht mit 29 Jahren von Virginia nach New York, wo sie von dem Galeristen und Fotografen Alfred Stieglitz entdeckt wird. Alfred führt Georgia in die New Yorker Künstlerwelt ein. Er glaubt an sie, an ihr Talent und will ihr eine Karriere eröffnen. Georgia pendelt zunächst zwischen New York und Texas, wo sie als Kunstlehrerin arbeitet. Im Juni 1918 verlässt Georgia Texas endgültig und zieht nach New York. Alfred nutzt seine Kontakte in der Kunstwelt, um Ausstellungen für Georgia zu organisieren. Er verteidigt die besondere Sinnlichkeit ihrer Werke gegen die Kritik, die in ihren Bildern einfache sexuelle Anspielungen sieht, verschleierte Darstellungen männlicher oder weiblicher Geschlechtsteile.

Nach sechs Jahren außerehelicher Liebe heiraten Alfred und Georgia, doch Georgias Kinderwunsch bleibt unerfüllt, worunter sie sehr leidet. Als sich Stieglitz in die 40 Jahre jüngere Dorothy Norman verliebt, bricht für Georgia eine Welt zusammen, sie fühlt sich verkannt, als Frau und als Künstlerin. Nach einem Klinikaufenthalt und einer schweren Depression kehrt sie dem mondänen New York den Rücken und zieht nach New Mexico, wo sie nach einer Schaffenskrise die unverwechselbaren landschaftlichen Formen der Wüste zum Thema ihrer Bilder macht.

Mit über 70 Jahren möchte Alfred seine erste Muse zurückgewinnen und wieder um sich haben. Die beiden hören nicht auf, einander zu schreiben. Als er mit 82 Jahren stirbt, ist Georgia an seiner Seite. Sie wird 98 Jahre alt. Erst 20 Jahre nach ihrem Tod wird die Korrespondenz des Paares, die mehr als 25.000 Briefe umfasst, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Sonntag, 07.03. / 12:30 Uhr / Die großen Mythen – Die Odyssee ~ Die Narbe des Königs
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2020, ARTE F 26 Min.
Regie: Gaëtan Chabanol
Online verfügbar von 15/01 bis 04/08
Erstausstrahlung

Die Doku-Reihe über das antike Griechenland begibt sich auf eine spannende Suche nach den Gründungsmythen unserer Zivilisation.Seit vielen Jahren wird Königin Penelope von jungen adligen Verehrern umgarnt. Sie buhlen um die Hand der Königin, da niemand auf Erden Nachricht über den Verbleib ihres rechtmäßigen Ehemannes hat: Odysseus. In Wahrheit aber gieren sie nach der Herrschaft über das Königreich Ithaka. Trotz ihrer Arroganz und Überheblichkeit haben sie Penelopes Wunsch akzeptiert: Bevor sie einen neuen Gemahl unter ihnen wählen würde, wolle sie sich einer Herzensangelegenheit widmen und ein prächtiges Leichentuch für ihren greisen Schwiegervater Laertes weben. Doch dabei handelt es sich lediglich um ein Täuschungsmanöver.

Lange Zeit konnte Königin Penelope sich ihre Verehrer vom Leib halten. Doch nun verrät ihre Dienerin Melantho den Freiern, dass es sich bei Penelopes Wunsch, vor einer erneuten Heirat ein Leichentuch für ihren Schwiegervater zu weben, lediglich um ein Täuschungsmanöver handelt. Daraufhin wird Penelope im Frauentrakt eingesperrt. Unterdessen erfährt Odysseus von Athene, dass er wohlbehalten in Ithaka angekommen ist. Doch seine Freude schlägt in Wut um, denn er fühlt sich von Athene im Stich gelassen …Damit er unbesehen die Stadt betreten kann, verwandelt Athene ihn in einen Bettler und rät ihm, sich beim Schweinehirten Eumaios zu verstecken. Dort trifft Odysseus auf seinen Sohn Telemachos, den er seit über zehn Jahren nicht gesehen hat. Die beiden verabreden sich im Palast. Odysseus trägt noch immer sein Bettlergewand und wird von den Freiern schikaniert, die sich bereits über sein Verschwinden freuen. Als die alte Dienerin Eurykleia ihm schließlich die Füße wäscht, erkennt sie die Narbe ihres einstigen Herrn. Doch Odysseus bittet sie zu schweigen …

Sonntag, 07.03. / 13:00 Uhr / Die großen Mythen – Die Odyssee ~ Götterdämmerung
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2020, ARTE F 26 Min.
Regie: Camille Dalbéra
Online verfügbar von 15/01 bis 04/08
Erstausstrahlung

Die Doku-Reihe über das antike Griechenland begibt sich auf eine spannende Suche nach den Gründungsmythen unserer Zivilisation.Nachdem Königin Penelope von ihren Mägden verraten wurde, wird sie im Frauentrakt gefangen gehalten. Nun ist der Tag der Schicksalswahl gekommen: Penelope muss sich für einen ihrer Freier entscheiden – und unter den dreisten Verehrern jenen wählen, der Odysseus’ Platz einnehmen soll. Denn dieser, so viel steht fest, wird nicht wiederkehren.

Der Tag der Schicksalswahl ist gekommen: Die gefangene Penelope wird genötigt, einen der ihr präsentierten Freier zu heiraten. Sie schlägt ihnen einen Bogenschießwettbewerb vor, für den die Freier den Bogen von Odysseus benutzen müssen. Telemachos und die Freier scheitern kläglich, dann versucht der Bettler sein Glück. Er gewinnt und zeigt sein wahres Gesicht: Es ist Odysseus, der wahre König von Ithaka. Die Freier bringen sich daraufhin gegenseitig um und Telemachos lässt die Dienerinnen töten, die Penelope verraten haben. Odysseus überzeugt Penelope, dass er wirklich ihr Mann ist. Athena gegenüber vertritt er weiterhin die Auffassung, dass die Götter das Massaker von Troja hätten verhindern müssen und es nicht wert seien, dass man sie verehre. Zeus ahnt, dass den Göttern das Ende naht. Über das weitere Schicksal des Odysseus scheiden sich die Poetengeister. Manche meinen, er sei von Telegonos getötet worden, dem Sohn der Kirke und eines unbekannten Vaters. Denn Odysseus war zwar ein großer Held, aber nicht unsterblich. Sein Lebensfaden musste reißen, damit er zu dem werden konnte, der er heute ist.

Sonntag, 07.03. / 16:10 Uhr / Pierre Cardin – Markenzeichen Modernität
Dokumentation, Frankreich, 2020, ARTERTBF 53 Min.
Regie: Isabelle Szumny
Online verfügbar von 28/02 bis 06/04
Erstausstrahlung

Pionier des Prêt-à-porter, Erfinder der futuristischen Mode, freier Geist der Swinging Sixties, Mäzen, Geschäftsmann und Visionär: Pierre Cardin war seiner Zeit stets voraus. Das Pariser Modeimperium des gebürtigen Italieners sollte die elitäre Welt der Haute Couture dauerhaft revolutionieren. Das Porträt erzählt die bewegende Lebens- und Erfolgsgeschichte des im Dezember vergangenen Jahres mit 98 Jahren verstorbenen legendären Modeschöpfers.

Dies ist die Geschichte des umstrittensten aller französischen Couturiers, die Geschichte eines aus bescheidenen Verhältnissen stammenden Mannes, der es kraft seiner Visionen und seiner Kreativität zu außerordentlichem künstlerischem sowie wirtschaftlichem Erfolg brachte. Das „Enfant terrible“ der Pariser Modewelt war den meisten seiner KollegInnen voraus, entwarf Prêt-à-porter und vermarktete als einer der ersten seinen Namen für unzählige Produkte von Mineralwasser über Bettwäsche bis hin zu Autos.Und früher als alle anderen entdeckte er das Marktpotenzial der ehemaligen Sowjetunion sowie Chinas für sich. Pierre Cardin war ein Avantgardist, der sich unabhängig machte von den Gepflogenheiten der Haute Couture und damit nicht selten brüskierte. In über 70 Jahren schuf er ein Modeimperium, das seinen Namen weltberühmt – und ihn zu einem der reichsten Männer Frankreichs machte.Die Dokumentation taucht mit reichem Archivmaterial ein in das Universum des Pierre Cardin und dokumentiert mit seiner Lebensgeschichte und avantgardistischen Mode auch die großen gesellschaftlichen Veränderungen ab der Mitte des 20. Jahrhunderts. Denn Mode ist immer auch ein Spiegel ihrer Zeit, für die der Erneuerer Pierre Cardin stets das ganz besondere Gespür hatte.

Sonntag, 07.03. / 17:10 Uhr / TWIST
Magazin, Deutschland, Frankreich, 2021, WDR 30 Min.
Moderation: Bianca Hauda, Romy Straßenburg
Online verfügbar von 05/03 bis 05/06
Erstausstrahlung

Sonntag, 07.03. / 17:40 Uhr / Stars von morgen – On Tour: München
Musik, Deutschland, 2020, ZDF 43 Min.
Regie: Elisabeth Malzer
Moderation: Rolando Villazón

Mit: Mirjam Mesak (Sopran), Caspar Singh (Tenor), Joë Christophe (Klarinette), Louie’s Cage Percussion, Franziska Eimer and Friends

Online verfügbar von 06/03 bis 05/06
Erstausstrahlung

Rolando Villazón geht auf Tour und findet seine “Stars von morgen” an den Brennpunkten des internationalen Musiklebens. Seine erste Reise führt ihn in die Musikstadt München, und auf seiner Suche nach vielversprechenden jungen Talenten wird der Startenor nicht nur im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper fündig, sondern auch bei zünftiger Blasmusik im Biergarten.

Zwischen Probebühne und Biergarten, zwischen Rollenstudium und Konzert im prächtigen Cuvilliés-Theater trifft Rolando Villazón hochtalentierte Künstlerinnen und Künstler auf dem Sprung zur großen Karriere.
Als regelmäßiger Gast an der Bayerischen Staatsoper ist er in der Münchner Musikszene zu Hause und kann im Gespräch mit seinen jungen Kolleginnen und Kollegen immer auch seine persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen einbringen.

Aus Estland kam die Sopranistin Mirjam Mesak nach München. Nach ihrer Ausbildung in Tallin und an der Londoner Guildhall School of Music and Drama wurde sie für das Opernstudio der Bayerischen Staatsoper ausgewählt und jetzt in das Ensemble des renommierten Hauses übernommen. Rolando Villazón ist von ihrer ganz besonderen Stimmfarbe fasziniert.

Bei Caspar Singh staunt Villazón über die lyrischen Qualitäten des jungen Tenors. Der erzählt von einer peinlichen Panne bei seinem ersten Auftritt und der tollen Kollegialität großer Kollegen wie Plácido Domingo und Jonas Kaufmann.

Joë Christophe hat 2019 gleich mehrere Preise beim internationalen ARD-Musikwettbewerb gewonnen. Seitdem ist der französische Klarinettist ein gefragter Solist und spielt mit den renommiertesten Orchestern.

“Louie’s Cage Percussion” nennt sich das Ensemble, zu dem sich vier klassisch ausgebildete Schlagzeuger aus Wien zusammengetan haben. Mit einem Video ihrer fetzigen Performance eines Potpourris von Pop- und Rockklassikern hat die unkonventionelle Truppe auf Facebook millionenfache Views bekommen.

Sonntag, 07.03. / 22:25 Uhr / Mae West: Die verruchte Blonde
Dokumentation, USA, 2020, ZDF 50 Min.
Regie: Sally Rosenthal, Julia Marchesi
Online verfügbar von 06/03 bis 06/04
Erstausstrahlung

Mae West war ein Bad Girl. Sie wurde berühmt als Sexsymbol, verruchte Blonde, Femme fatale und sorgte als immer sprungbereiter Vamp mit gewandtem Wortwitz in der prüden amerikanischen Gesellschaft fast 80 Jahre lang für kassenträchtige Skandale. Sie war ein „sexual gangster“ mit unverwechselbarem Hüftschwung, aber auch mit cleverem Geschäftssinn.

Schon im Alter von sieben Jahren wurde Mae von ihrer Mutter, die aus einer Münchner Bierbrauerfamilie stammte, auf die Bühne geschickt und mit 14 zum Vaudeville-Star befördert. Mit 25 war Mae West dann Tanzsensation, als 33-Jährige schrieb sie umstrittene Broadway-Stücke. Anfang der 1930er Jahre, sie war knapp 40 Jahre alt, begann ihre Hollywoodkarriere. Deren Regeln bestimmte sie bald weitgehend selbst, bis sie von der Zensur ausgebremst wurde.

62-jährig startete sie in Nachtclub-Acts in Las Vegas durch. Bis ins hohe Alter galt sie in Hollywood als Ikone.Es gab kaum ein Unterhaltungsformat, das Mae West nicht für sich erobert hätte. Häufig generierte sie ihren Witz aus den Widersprüchen der amerikanischen Gesellschaft, ihrem Rassismus, den sozialen Ungerechtigkeiten und Restriktionen, ihren Zwängen zur geschlechtlichen Konformität, die Mae West als moralische Scheinheiligkeit offenlegte.

Die Dokumentation erzählt vom Wirken einer schlagfertigen Frau. Bei ihren sexuellen Grenzüberschreitungen stellte sie das etablierte Verhältnis zwischen den Geschlechtern provozierend auf den Kopf. Sie machte sichtbar, was die Frauen kleinhielt – eine Message, die heute noch Wirkung zeigt.

Sonntag, 07.03. / 23:15 Uhr / Vincent Peirani – Der neue Atem des Jazz
Musik, Deutschland, 2017, SWR 52 Min.
Regie: Katja Duregger
Online verfügbar von 07/03 bis 14/03

Ganz Paris ist sein Atelier. Die Straßen und Plätze seiner Wahlheimat sind für Vincent Peirani musikalische Inspiration. Stets ist er auf der Suche nach neuen Klängen. Sein Instrument beherrscht er so perfekt, dass es mal klingt wie eine Orgel, mal wie ein Klavier, dann wie ein Blasinstrument oder eine menschliche Stimme. Genauso vielfältig ist der Stil Peiranis. In Frankreich ist er längst ein Star, in Deutschland macht er seit ein paar Jahren als einer der kreativsten Musiker der europäischen Szene Furore.Peirani gehört derzeit zu den führenden französischen Jazzmusikern. Er kennt die Jazztradition ebenso gut wie die klassische europäische Musikgeschichte, er ist wie jeder Jüngere mit Pop und Rock aufgewachsen. Geboren 1980 in Nizza, beginnt er im mit elf Jahren Akkordeon zu spielen. Ein Jahr später nimmt er am Conservatoire National de Région in Nizza Unterricht in klassischer Musik für Akkordeon und Klarinette. Er gewinnt internationale Preise und Wettbewerbe für klassisches Akkordeon.Diese Erfolge ermöglichen Peirani europaweite Festivalauftritte wie etwa in Bayreuth, Salzburg, Wien, Rom oder Stockholm. Nach schwerer Krankheit beginnt er 2001 ein Jazzstudium am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris. Seinen großen Durchbruch hat er 2003 mit dem ersten Preis der La Défense Jazz Competition. Ein Türöffner für die Zusammenarbeit mit der Crème de la Crème der französischen Jazzszene. Nachdem er sein Jazzstudium abgebrochen hat, arbeitet er fortan mit Musikern wie Michel Portal, Daniel Humair, Renaud Garcia-Fons, Sylvain Luc, Louis Sclavis oder Vincent Courtois zusammen.

Sonntag, 07.03. / 00:10 Uhr / Im Labyrinth der Geschlechter: Frauenfiguren der Händel-Zeit
Musik, Deutschland, 2019, MDR 75 Min.
Regie: Myriam Hoyer
Komponist: Georg Friedrich Händel, Johann Adolf Hasse, Antonio Vivaldi, Baldassare Galuppi, Johann Gottlieb Graun, Francesco Cavalli
Dirigent: Meret Lüthi, Wolfgang Katschner, Vittorio Ghielmi
Orchester: Les Passions de l’Ame, Lautten Compagney Berlin, Il Suonar Parlante Orchestra

Mit: Anna Prohaska (Sopran), Vivica Genaux (Mezzosopran), Hana Blazikova (Sopran), Fulvio Bettini (Bariton), Lawrence Zazzo (Countertenor)

Online verfügbar von 07/03 bis 06/04

Empfindsam, heroisch, erhaben – das sind die Frauenbilder der Barockoper, so heißt es im Programm der Händel-Festspiele 2019.
Drei Stars der Alte-Musik-Szene kommen konzertant zu Wort und Ton: Vivica Genaux, Anna Prohaska und Hana Blazikova. Sie interpretieren Arien und Duette und schlüpfen in große Frauenrollen wie die der Arianna und der Dafne. Ihnen zur Seite stehen der Countertenor Lawrence Zazzo und der Bariton Fulvio Bettini.

In der barocken Oper sangen die Primadonnen sowohl weibliche als auch männliche Partien. Und wenn es die Rolle erforderte, begab sich eine Frau als Mann verkleidet auf die Suche nach ihrem Geliebten oder Angehörigen. Kastraten wurden in der italienischen Oper als etwas Normales angesehen. Zunächst sangen sie weibliche Partien, aber ab der Mitte des 17. Jahrhunderts übernahmen sie mehr und mehr auch Männerrollen, womit das Vexierspiel der Geschlechter komplett war. Zu hören sind Werke von Cavalli, Vivaldi, Galuppi, Hasse, Graun und natürlich von Georg Friedrich Händel.

Montag, 08.03. / 05:00 Uhr / Angélique Kidjo in Concert
Musik, Frankreich, 2019, ARTE F 68 Min.
Regie: Gautier & Leduc
Online verfügbar von 26/02 bis 08/04
Wiederholung vom 05.03.

Montag, 08.03. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 01/03 bis 07/05
Erstausstrahlung

(1): Griechenland: Marguerite Yourcenars Rückkehr zu den Ursprüngen
(2): Peace and Love auf Ibiza
(3): Berlin: Reinas Currywurst
(4): Der Zankapfel von Papeete

(1): Griechenland: Marguerite Yourcenars Rückkehr zu den Ursprüngen
Die französische Schriftstellerin Marguerite Yourcenar (1903-1987) erfüllt in einem ihrer schönsten Romane, der unter dem Titel “Ich zähmte die Wölfin” erschienen ist, die ebenso antiken wie zeitlosen Schauplätze Griechenlands mit Leben: von den blauen Küsten des Peloponnes bis zu den Ruinen des Zeus-Tempels in Athen. Die Erzählung beschwört zwei Facetten des Landes: ein über seine antiken Legenden idealisiertes und ein lebendiges, sinnliches Griechenland.

(2): Peace and Love auf Ibiza
Die kleine, felsige Baleareninsel Ibiza erfreut sich einer idealen Lage im Mittelmeer. Mit der Entstehung der Hippiebewegung in den 60er Jahren wurde die Insel zum Inbegriff eines neuen, freien Lebensstils im Einklang mit der Natur. Ursprünglich als Gegenentwurf zur Konsumgesellschaft gedacht, veränderte der Ibiza-Hype jedoch die landwirtschaftliche Struktur der Insel und machte sie zum Touristenziel.

(3): Berlin: Reinas Currywurst
Im denkmalgeschützten Eingangsbereich des Berliner U-Bahnhofs Gesundbrunnen öffnet Reina die Pforte zu seiner „Curry-Baude“ und enthüllt – natürlich nicht alle! – Geheimnisse seiner traditionellen Berliner Currywurst.

(4): Der Zankapfel von Papeete
Auf dem Markt von Papeete, der Hauptstadt von Französisch-Polynesien, erleben Besucher die ganze Fülle der bunten Früchte und Düfte Tahitis. Im 18. Jahrhundert löste ein Baum der Insel unter britischen Seeleuten eine Meuterei aus …

Montag, 08.03. / 13:45 Uhr / Romeo und Julia
(Romeo and Juliet)
Spielfilm, Italien, Großbritannien, 1968, ARTE 132 Min.
Regie: Franco Zeffirelli
Drehbuch: Franco Brusati, Masolino D’Amico, Franco Zeffirelli
Autor: William Shakespeare
Produktion: BHE Films, Dino de Laurentiis Cinematografica, Verona Produzione
Produzent: John Brabourne, Richard B. Goodwin, Anthony Havelock-Allan
Kamera: Pasqualino De Santis
Schnitt: Reginald Mills
Musik: Nino Rota

Mit: Leonard Whiting (Romeo), Olivia Hussey (Julia), John McEnery (Mercutio), Milo O’Shea (Bruder Laurence), Pat Heywood (Kindermädchen), Robert Stephens (Prinz), Michael York (Tybalt), Bruce Robinson (Benvolio), Paul Hardwick (Lord Capulet), Natasha Parry (Lady Capulet), Antonio Pierfederici (Lord Montague), Esmeralda Ruspoli (Lady Montague), Roberto Bisacco (Herzog von Paris)

Wiederholung vom 14.02.

Montag, 08.03. / 23:55 Uhr / Filmstar mit Charakter – Simone Signoret
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 52 Min.
Regie: Michèle Dominici
Online verfügbar von 01/03 bis 03/04

Sie war mehr als nur ein schönes Gesicht auf der Kinoleinwand, sie war ein Stück Frankreich: Simone Signoret. Unter dem Namen Simone Kaminker wurde die Tochter einer Französin und eines Polen jüdischer Herkunft am 25. März 1921 in Wiesbaden geboren. Ihr Plan, in Paris Jura zu studieren, scheiterte an den Kriegswirren. Nach Bürotätigkeiten begann sie ihre Karriere als Komparsin – bis zu ihrem Durchbruch 1950 mit Max Ophüls‘ Film „Der Reigen“. Rund 50 Filme realisierte sie in 40 Jahren, darunter die „Die Teuflischen“, „Die Katze“ oder „Goldhelm“. Ein wesentlicher Grund ihres Erfolgs war, dass Signoret sich den Luxus leistete, nur die Rollen zu spielen, die ihr wirklich zusagten. „Ich will tun, was mir gefällt. Und alles lassen, was mich langweilt und anödet.
Aber das gilt nicht nur für die Karriere, das gilt für das ganze Leben“, sagte sie. Als ein Höhepunkt ihrer Karriere gilt der Film „Der Weg nach oben“, für den sie den Oscar erhielt, den Darstellerpreis von Cannes sowie den Preis der deutschen Filmkritik. Entschlossen verweigerte sie sich dem Hochglanzimage der Filmwelt. Noch in den 70er Jahren spielte sie in zahlreichen Filmen, unter denen vor allem „Madame Rosa“ hervorragt. Darin spielt sie eine alternde ehemalige Prostituierte, die in einem schäbigen Pariser Mietshaus verlassene Kinder von anderen Dirnen betreut.

Kaum eine andere Darstellerin bekannte sich so zum Älterwerden wie sie. Im französischen Kino stand sie für eine bestimmte authentische Art, Frauen zu filmen. Sie hat nie versucht, die Spuren vergehender Schönheit zu konservieren. Gemeinsam mit ihrem zweiten Ehemann Yves Montand gehörte Signoret lange zu den kommunistischen Linksintellektuellen und dem Kreis um den Philosophen Jean-Paul Sartre und sympathisierte eine Zeitlang mit der KP. „Im Film wie in der Wirklichkeit stand sie als Kämpferin gegen die Verletzung der Menschenrechte unter allen Regimen stets an der Spitze“, würdigte der ehemalige französische Kulturminister Jack Lang Signorets politisches Engagement. Wegen ihrer herzlich-rauen Art wurde Signoret auch die „Löwin“ genannt. Ein Beiname, den ihr wohl ihre Kämpfernatur eingebracht hatte. Nie waren ihre Rollen gekünstelt, sie spielte immer sich selbst: „Eines Tages habe ich zwischen liebreizend und interessant gewählt und mich für interessant entschieden“, sagte sie.

Dienstag, 09.03. / 05:00 Uhr / Jan Lisiecki in der Philharmonie Essen
Solo-Rezital Klavierfestival Ruhr 2020
Musik, Deutschland, 2020, ZDF 74 Min.
Komponist: Ludwig van Beethoven, Felix Mendelssohn Bartholdy, Frédéric Chopin
Mit: Jan Lisiecki (Klavier)
Online verfügbar von 20/02 bis 22/05
Wiederholung vom 21.02.

Dienstag, 09.03. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 02/03 bis 08/05
Erstausstrahlung

(1): Maurice Denis: Ein Nabi in Perros-Guirec
(2): Milos: Von Vulkanen und Menschen auf den Kykladen
(3): Tansania: Zeanas Karamellbonbons
(4): Die Königin von Tétouan

(1): Maurice Denis: Ein Nabi in Perros-Guirec
Perros-Guirec liegt an der Nordküste Frankreichs, im französischen Département Côtes-d’Armor. Ende des 19. Jahrhunderts schlug diese unberührte Natur der Bretagne zwischen Wasser und Land den Maler Maurice Denis in ihren Bann. Er war Mitbegründer der Künstlergruppe Les Nabis, die dem Post-Impressionismus zugerechnet wird. Bemüht um eine Wiederbelebung der religiösen Malerei fand er hier die Möglichkeit, seine Liebe zur Kunst und seinen Gottesglauben zu vereinen.

(2): Milos: Von Vulkanen und Menschen auf den Kykladen
Weiße, rundgewaschene Felsen, die sich vom türkisfarbenen Meer abheben, bilden auf Milos eine bizarre Mondlandschaft. Die Kykladenperle, die zu den Vulkaninseln des Ägäischen Inselbogens gehört, zeichnet sich durch ihre dem Weinanbau zuträgliche fruchtbare Erde und ihre Millionen Jahre alten mineralischen Bodenschätze aus.

(3): Tansania: Zeanas Karamellbonbons
In Stone Town, der Altstadt von Sansibar, fertigt Zeana aus Milch, Kokosnuss und Kardamom süße Leckereien, die dort als Kashata bekannt sind.

(4): Die Königin von Tétouan
Die Medina von Tétouan mit ihren traditionellen weißgetünchten Fassaden und ihrem Labyrinth enger Gassen ist Heimat zahlreicher Handwerker und verfügt über ein in Marokko einzigartiges Kulturerbe. An der Schwelle zum 16. Jahrhundert wurde die Stadt von einer außergewöhnlichen Frau regiert, die eine unerwartete Allianz schmiedete …

Mittwoch, 10.03. / 05:00 Uhr / Rockfield, das Studio auf dem Bauernhof
Dokumentarfilm, Großbritannien, 2017, ARTE F 60 Min.
Regie: Hannah Berryman
Online verfügbar von 18/02 bis 03/04
Wiederholung vom 26.02.

Mittwoch, 10.03. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 03/03 bis 09/05
Erstausstrahlung

(1): Barcelona: Das Schlemmerreich von Pepe Carvalho
(2): Die Halligen: Eine faszinierende Welt für sich
(3): La Réunion: Marie-Thérèses kreolische Pastete
(4): Stockholm: Fika, Kaffeepause auf Schwedisch

(1): Barcelona: Das Schlemmerreich von Pepe Carvalho
Barcelona, Multikulti-Metropole am Meer, ist ein perfekter Schauplatz für Kriminalgeschichten. Auch der spanische Schriftsteller und Krimiautor Manuel Vázquez Montalbán (1939-2003) verlegte die Abenteuer des Privatdetektivs José „Pepe“ Carvalho in die katalanische Hauptstadt. Die Romanfigur zeichnet sich durch ihre Leidenschaft für die spanische Küche und ihren Freiheitsdrang aus. Montalbán lässt seine Leser in das Barcelona der 70er Jahre eintauchen: An der Seite von Pepe Carvalho entdecken sie eine sozial- und gesellschaftskritische Chronik der jüngeren spanischen Geschichte.

(2): Die Halligen: Eine faszinierende Welt für sich
Die Halligen sind kleine, kaum geschützte Marschinseln im nordfriesischen Wattenmeer. Sie liegen nur wenige Meter über dem Meeresspiegel und werden bei starker Flut regelmäßig überspült. Auf den Halligen lebt man seit Jahrhunderten im Rhythmus der Gezeiten vom Fischfang und von der Landwirtschaft. Die Zeit scheint hier stillzustehen.

(3): La Réunion: Marie-Thérèses kreolische Pastete
In der Gemeinde Petite-Île auf der Insel La Réunion zeigt Marie-Thérèse in ihrer eigenen Küche, wie man ein traditionelles Festtagsgericht zubereitet: die kreolische Pastete.

(4): Stockholm: Fika, Kaffeepause auf Schwedisch
Stockholm mit seinen bunten Fassaden ist ein Mosaik aus Wohnvierteln mit unterschiedlichstem Ambiente. Aber überall treffen sich die Schweden gerne zur Fika, der traditionellen ausgedehnten Kaffeepause. Dabei ist das Kaffeetrinken seit dem 18. Jahrhundert ein Akt der Rebellion.

Mittwoch, 10.03. / 13:50 Uhr / Geisterkomödie
(Blithe Spirit)
Spielfilm, Großbritannien, 1945, ARTE 92 Min.
Regie: David Lean
Drehbuch: David Lean, Anthony Havelock-Allan, Ronald Neame
Autor: Noël Coward
Produktion: Two Cities Films, Cineguild
Produzent: Noël Coward, Anthony Havelock-Allan
Kamera: Ronald Neame
Schnitt: Jack Harris
Musik: Richard Addinsell

Mit: Rex Harrison (Charles Condomine), Constance Cummings (Ruth Condomine), Kay Hammond (Elvira Condomine), Margaret Rutherford (Madame Arcati), Hugh Wakefield (Dr. George Bradman), Joyce Carey (Violet Bradman), Jacqueline Clarke (Edith), Marie Ault (Köchin)

Online verfügbar von 10/03 bis 09/04

Der Schriftsteller Charles Condomine ist nach dem Tod seiner ersten Ehefrau Elvira, die vor sieben Jahren einen Lachanfall mit anschließendem Herzinfarkt nicht überlebte, nun mit seiner zweiten Ehefrau Ruth glücklich verheiratet. Zwecks Recherche für seinen neuen Roman will Charles zusammen mit Ruth einer Séance, in der mit Geistern kommuniziert wird, beiwohnen. Hierzu laden sie nicht nur die schrullige Madame Arcati, die ihren Lebensunterhalt als Medium bestreitet, sondern auch das befreundete Ehepaar Bradman zu sich nach Hause ein. Schon die bizarre Aufmachung Madame Arcatis, die merkwürdigen Rituale, der wackelnde Tisch und die hohe Kinderstimme, mit der sie in Trance spricht, machen es für alle zur Herausforderung, nicht in schallendes Gelächter auszubrechen. Als Charles als einziger plötzlich eine Stimme vernimmt und auch Madame Arcati etwas gespürt haben will, tut er dies zuerst ebenfalls als Witz ab. Doch später am Abend traut er seinen Augen nicht, als plötzlich der Geist seiner verstorbenen ersten Frau Elvira vor ihm steht. Die nächsten Tage gestalten sich für Charles schwierig, ist er doch der Einzige, der Elvira sehen kann. Zwischen ihm und Ruth, die Charles schroffe Antworten und Neckereien an Elvira auf sich bezieht, hängt der Haussegen mittlerweile mächtig schief. Auch Madame Arcati kann kein Mittel finden, um Elvira zurückzuschicken. Und Elvira genießt es geradezu wieder unter den Lebendigen zu sein und Unheil zu stiften. Doch dann schwant Ruth, was Elvira schon die ganze Zeit im Sinn haben könnte …

Zusatzinfo:
Sir David Lean war britischer Regisseur und wurde vor allem durch seine Oscar prämierten Filmepen wie “Die Brücke am Kwai” von 1957 und “Lawrence von Arabien” von 1962 sowie dem Kinohit “Doktor Schiwago” von 1965 zu einem der erfolgreichsten Regisseure seiner Zeit. Für seinen Film “Geisterkomödie” gewann er 1947 den Oscar für die besten Spezialeffekte.

Donnerstag, 11.03. / 05:00 Uhr / Daniel Hope & Friends ~ Live in Concert
Musik, Deutschland, 2020, ZDF 44 Min.
Regie: Stefan Mathieu
Mit: Joy Denalane, Jaques Ammon, Sir Simon Rattle
Online verfügbar von 27/02 bis 30/03
Wiederholung vom 28.02.

Donnerstag, 11.03. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 04/03 bis 10/05
Erstausstrahlung

(1): Frei und sinnlich wie Colette in der Corrèze
(2): Martinique: Das Gedächtnis der kreolischen Gärten
(3): Französisch-Polynesien: Ronalds Schweinefleischeintopf
(4): Seeschlacht an der portugiesischen Küste

(1): Frei und sinnlich wie Colette in der Corrèze
Das französische Département Corrèze ist bekannt für seine Natur mit Flüssen und Wäldern, Trüffeln und Nüssen. Im südlichen Teil erstreckt sich ein landwirtschaftliches Nutzgebiet mit mittelalterlichen Dörfern, die der Landschaft ihre ganz besondere Schönheit verleihen. In dieser Region fand die lebensbejahende Schriftstellerin Colette während der beiden Weltkriege Zuflucht: Hier schrieb sie ihre Romane “Les heures longues” und “Journal à rebours”, die dem Alltag der Einwohner in dieser Zeit ein sehr lebendiges Denkmal setzen.

(2): Martinique: Das Gedächtnis der kreolischen Gärten
Die zahlreichen Gärten der Karibikinsel Martinique ziehen Besucher aus aller Welt an. Subsistenzgärten mit Gemüse, Heilkräutern und Obstbäumen erzählen die Geschichte der heimischen Bevölkerung. Die Gärten sind identitätsstiftende Orte der Gemeinschaft; zudem ermöglichen sie die Überlieferung jahrhundertealter Kenntnisse und die Bewahrung des Naturerbes.

(3): Französisch-Polynesien: Ronalds Schweinefleischeintopf
Auf dem Markt in Tahiti wählt Ronald das beste Gemüse aus, um das traditionelle Kohlgericht aus Schweinefleisch, Möhren und Rübchen zuzubereiten, den Pua’a Chou.

(4): Seeschlacht an der portugiesischen Küste
An der Südspitze Portugals ragen zerklüftete Klippen aus dem glitzernden Mittelmeer empor und machen den Zauber der Algarveküste aus. Im 18. Jahrhundert kam es dort zu einer erbitterten Schlacht zwischen Frankreich und England, die sich für das französische Kaiserreich als Schicksalswende erweisen sollte …

Freitag, 12.03. / 05:00 Uhr / Tracks
Magazin, Frankreich, 2020, ARTE F 30 Min.
Wiederholung vom 05.03.

Freitag, 12.03. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 05/03 bis 11/05
Erstausstrahlung

(1): Das rebellische Anatolien von Yasar Kemal
(2): Antwerpen: Flanderns Rohdiamant
(3): Montenegro: Danilos Fisch mit Reis
(4): Rouen: Lukrative Sünden

(1): Das rebellische Anatolien von Yasar Kemal
Aus den Hügeln Anatoliens in der Türkei erhebt sich der traditionelle Gesang der Yörüken, ein Volk kurdischer Viehnomaden. Im Süden dieser Region wurde in den 20er Jahren der kurdischstämmige Schriftsteller Yasar Kemal geboren, der im Ausland vor allem mit seinem Memed-Zyklus Beachtung fand. Kemal beschreibt in seinen Romanen die Umbrüche in seiner anatolischen Heimat mit dem Aufkommen der Moderne und dem wachsenden Einfluss des Kapitalismus.

(2): Antwerpen: Flanderns Rohdiamant
Die nordbelgische Stadt Antwerpen am Ufer der Schelde hat sich über die Jahrhunderte hinweg auf die Bearbeitung von und den Handel mit Diamanten spezialisiert. Sogar das Stadtbild wurde davon geprägt: Der wirtschaftliche Puls der Stadt schlägt nach wie vor im Diamantenviertel. Mit der Einrichtung von Diamantenbörsen und einem Freihandelssystem entwickelte sich Antwerpen im 19. Jahrhundert zum wichtigsten Diamantenumschlagplatz der Welt.

(3): Montenegro: Danilos Fisch mit Reis
Nach einer Angelpartie mit Danilo in der Nähe des Skadarsees sind alle Zutaten für das Rezept des Tages zusammengetragen, das hauptsächlich aus Barsch und Aal besteht: Jegulja u Rizotu.

(4): Rouen: Lukrative Sünden
Die Kathedrale von Rouen im historischen Zentrum der normannischen Stadt ist ein Meisterwerk der Gotik, das bereits Claude Monet faszinierte. Um den Bau zu finanzieren, setzte die Kirche im Mittelalter auf eine innovative Idee …

Freitag, 12.03. / 21:45 Uhr / Joan Baez – How Sweet the Sound
Dokumentarfilm, Deutschland, 2014, SWR 84 Min.
Regie: Mary Wharton
Online verfügbar von 12/03 bis 11/04

In einem ersten umfassenden Dokumentarfilm über Joan Baez werden sowohl die Privatperson Baez als auch ihre Karriere, ihre Geschichte als Live- und Studiomusikerin und ihr bemerkenswerter Weg als Menschenrechtsaktivistin beleuchtet. Historische Aufnahmen zeigen Joan Baez bei ihrem umstrittenen Besuch in Nordvietnam, wo sie mit den Einwohnern von Hanoi während der heftigsten Luftangriffe des Kriegs betet, aber auch Martin Luther King Jr., der der inhaftierten Joan Baez einen Solidaritätsbesuch abstattet. Musikalische Aufnahmen vom legendären Auftritt auf dem Newport Folk Festival 1959 oder eines frühen Auftritts im historischen Club 47 in Cambridge werden mit Interviews mit bekannten Persönlichkeiten wie David Crosby, Bob Dylan oder Reverend Jesse Jackson zu einer dichten Erzählung verwoben. Der Dokumentarfilm gibt in bisher nicht dagewesener Art und Weise Einblick in das Leben der Künstlerin und Aktivistin, die mit über 70 Jahren noch auf internationalen Tourneen unterwegs ist.

Zusatzinfo:
Die Originalfassung des Dokumentarfilms wurde für die vielfach preisgekrönte Non-Fiction-Reihe „American Masters“ der New Yorker Firma WNET produziert.

Freitag, 12.03. / 23:10 Uhr / Tracks
Magazin, Deutschland, 2021, ZDF 30 Min.
Erstausstrahlung

Bilder von Sauerteigbroten, geflochtene Haarkränze und selbst getöpferte Keramik-Postings: Mitten in der beschleunigten, digitalen Welt entsteht seit einiger Zeit eine Bewegung, die von Nostalgie geprägt zu sein scheint.Das einfache Leben im Einklang mit der Natur wird zelebriert – ob als Reaktion auf den Turbokapitalismus und die viele Zeit vor dem Bildschirm oder gepaart mit einem geschärften Umweltbewusstsein.”Tracks” hat sich mit Künstlerinnen und Künstlern getroffen, um über die Faszination der Landlust zu sprechen. Woher kommt die Sehnsucht nach dem Ursprünglichen und die Rückbesinnung auf das “Natürliche”, was auch immer das sein mag?

Freitag, 12.03. / 23:40 Uhr / Melanie De Biasio in Concert
Paris Odéon-Theater
Musik, Frankreich, 2018, ARTE F 76 Min.
Regie: Mathieu Mastin
Online verfügbar von 05/03 bis 11/04

Melanie De Biasio verzaubert ihr Publikum. Häufig wird sie mit Billie Holiday oder Nina Simone verglichen. Die belgische Soul- und Jazz-Sängerin besticht durch das warme, rauchige Timbre ihrer Stimme. Sie ist in Charleroi aufgewachsen, wo sie erst tanzen und dann Querflötespielen gelernt hat. Aus Liebe zu Nirvana gründete sie schon mit 15 Jahren ihre erste Band. Vielleicht hat die düstere Seite und sinistre Romantik ihrer Musik auch etwas mit der postindustriellen Niedergeschlagenheit ihrer Heimatstadt zu tun. Melanie De Biasios Musik ist eine vielschichtige und gekonnte Mischung aus Jazz, Soul, Pop, Trip-Hop und Blues. Ihre Lieder handeln meist von der Liebe und doch sind es keine Liebeslieder. Bei Melanie De Biasio ist die Liebe ein Kampf und gleicht einem Aufeinanderprallen von zwei Egos. Bei dem Indie-Label [PIAS] hat Melanie De Biasio 2017 ihr Album „Lilies“ herausgebracht. Es folgt auf „A Stomach Is Burning“ (2007) und „No Deal“ (2013). Sie war bereits auf zahlreichen Festivals vertreten, von der Route du Rock bis zum Internationalen Jazzfestival in Montréal. Im Rahmen des Festivals Jazz à Saint-Germain-des-Prés stellte die Belgierin ihr neues Opus vor. Bei diesem Konzert fügt sich Melanie De Biasios samtweiche Stimme perfekt in die glanzvolle Kulisse des Théâtre de l’Odéon. Etliche ihrer Lieder entstanden aus spontanem Flüstern oder Hauchen. Entstanden ist die Idee des leisen Singens aus einer tiefen Krise. Nach verschleppter Lungenerkrankung verlor sie ihre Stimme. Lange Zeit war ungewiss, ob sie je wieder würde singen können. Bei dem Konzert im Pariser Théâtre de l’Odéon nimmt sie ihr Publikum mit auf eine Reise und lotet in ihrer Musik auch die Langsamkeit und Stille aus. Sie ist eine Meisterin des Weglassens und der Schlichtheit. Eine musikalische Welt, in der man sich geborgen und tief berührt fühlt. Das Konzert wurde am 4. Juni 2018 für ARTE aufgezeichnet.

Freitag, 12.03. / 01:00 Uhr / Karl Lagerfeld – Eine Legende
Dokumentation, Deutschland, 2019, ZDF 52 Min.
Regie: Christian Jakob
Online verfügbar von 09/02 bis 10/08
Wiederholung vom 19.02.

Freitag, 12.03. / 01:55 Uhr / André Téchiné – Filmregisseur mit Leidenschaft
Dokumentation, Frankreich, 2018, ARTE F 53 Min.
Regie: Thierry Klifa
Online verfügbar von 10/02 bis 18/04
Wiederholung vom 17.02.


Programmwoche 11:

Samstag, 13.03. / 05:35 Uhr / Roger Waters – The Wall, Live in Berlin
Musik, Großbritannien, 1990, ARTE 110 Min.
Regie: Ken O’Neill
Produzent: Tony Hollingsworth

Mit: Bryan Adams, The Band, Tim Curry, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Roger Waters, Cyndi Lauper, James Galway, Joni Mitchell, Albert Finney, Van Morrison, Sinead O’Connor, The Scorpions, Rick Danko, Levon Helm, Andy Fairweather Low, Paul Carrack, Jerry Hall, Garth Hudson, Ute Lemper

Online verfügbar von 05/02 bis 14/03
Wiederholung vom 12.02.

Samstag, 13.03. / 10:00 Uhr / Stadt Land Kunst Spezial: Südwest-England
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 38 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Erstausstrahlung

(1): Cornwall: Sehnsuchtsort der Schriftstellerin Daphne du Maurier
(2): Bristol und der Sprung in die Moderne
(3): Stonehenge in England

(1): Cornwall: Sehnsuchtsort der Schriftstellerin Daphne du Maurier
Steile Felswände, ein von Gezeiten bewegtes Meer, strenge Gutshäuser in einsamen Wäldern. Im äußersten Südwesten Englands befindet sich Cornwall: eine wilde, raue und windgepeitschte Region, die Daphne du Maurier mit 19 Jahren entdeckte. Fernab ihrer Heimatstadt London bezauberte diese rohe und temperamentvolle Natur die Autorin von „Rebecca“ und „Die Vögel“.

(2): Bristol und der Sprung in die Moderne
Bristol im Südwesten Englands war lange Zeit ein blühender Industriestandort. Ihren Erfolg verdankte die Stadt unter anderem einem jungen Ingenieur und Visionär: Isambard Kingdom Brunel. Mitte des 19. Jahrhunderts modernisierte er Bristol, schloss die Stadt ans Schienennetz an, verpasste ihr einen Bahnhof und erfand revolutionäre Schiffe, die dem alten Hafen, ehemals Umschlagplatz für den Sklavenhandel, in Europa zu neuem Glanz verhalfen.

(3): Stonehenge in England
Stonehenge ist wohl die bekannteste prähistorische Stätte der Welt. Seit über 4.000 Jahren erhebt sich im Südwesten Englands der sagenumwobene Steinkreis, der heute jährlich von rund 1,5 Millionen Menschen besucht wird. Sein Ursprung liegt noch immer im Dunkeln, doch für viele besteht genau darin sein besonderer Reiz.

Sonntag, 14.03. / 16:15 Uhr / Die Eremitage: Ein Palast für die Kunst
Dokumentation, Großbritannien, 2014, ARTE F 52 Min.
Regie: Margy Kinmonth
Online verfügbar von 07/03 bis 21/03

Die Eremitage in Sankt Petersburg ist eines der größten Museen der Welt. In 2.000 Ausstellungsräumen beherbergt sie mehr als drei Millionen Kunstschätze und beschäftigt mehr Restauratoren als jede andere Kultureinrichtung. Anlässlich seines 250. Geburtstags erklärte sich das Museum im Jahr 2014 dazu bereit, seine Pforten für Kamerateams zu öffnen – ein bedeutendes Ereignis für Kunst- und Architekturliebhaber und für jeden, der sich für russische Geschichte und Kultur interessiert. Die Dokumentation entführt auf eine spannende Reise und erzählt die bewegte Geschichte des früheren Zarenpalastes.

Das staatliche Eremitage-Museum von Sankt Petersburg beherbergt unzählige Kunstschätze von Weltruhm. Die Geschichte der einzigartigen Kunstsammlung, die 1764 von Katharina der Großen gegründet wurde, ist ein Mikrokosmos der russischen Geschichte. Dramatische Ereignisse sah das Museum im Winterpalast, Krieg und Revolution nahmen dort ihren Lauf. Doch die Kunst hat überlebt, um von alldem berichten zu können. Hinter den Kulissen sind heute statt der Zaren die Kuratoren des Museums tätig. Erstmalig erhielt ein Kamerateam im Jahr 2014 Zutritt zu Sonderausstellungen und Orten, die der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Das Museum beherbergt die wertvollsten, ältesten, seltensten und bestgehüteten Kunstwerke Russlands: Gegenstände, die für viel Geld erworben oder auf andere Art beschafft wurden. Objekte, die vor den Unruhen während der Revolution in Sicherheit gebracht werden mussten. Werke, die für immer verloren geglaubt waren und Jahre später wieder auftauchten. Wohl kaum ein anderes Museum ist so eng mit seinen Kunstwerken und seiner Geschichte verbunden. Der Bestand der Eremitage ist von beinahe unfassbarer Vielfalt: Angefangen bei prähistorischen Objekten und zahlreichen russischen Kunstschätzen über die persönliche Edelsteinsammlung von Katharina der Großen bis hin zu Meisterwerken von Michelangelo, Rembrandt oder Matisse. Die Dokumentation eröffnet einen umfassenden Einblick in eine namhafte Institution mit großer kunstgeschichtlicher Bedeutung und beleuchtet dabei auch die faszinierenden Geschichten der Menschen, die diese bedeutende Kultureinrichtung geprägt haben. Für die Russen ist die Eremitage sehr viel mehr als ein Museum. Sie ist Teil der russischen Seele, der russischen Nation.

Sonntag, 14.03. / 17:10 Uhr / TWIST
Magazin, Deutschland, 2021, SWR 30 Min.
Regie: Verena Knümann
Moderation: Bianca Hauda, Romy Straßenburg
Erstausstrahlung

Sonntag, 14.03. / 17:40 Uhr / Stars von morgen – On Tour: Lyon
Musik, Deutschland, 2020, ZDF 42 Min.
Regie: Elisabeth Malzer
Moderation: Rolando Villazón

Mit: Aline Bieth (Blockflöte), Sorie Bangura (Perkussion), Maya Levy (Violine), Ray Chenez (Countertenor), Hiroko Ishigame (Klavier), Tomáš Mihalik (Orgel), Maxime Maillot (Perkussion), Kazuya Gunji (Cembalo), Etienne Floutier (Gambe), Xavier Sichel (Violine), Nadav Ovadia (Psalterium), Thomas Guyot (Fidel), Colin Heller (Gittern), Silvia Berchthold (Blockflöte), Adriaan Lauwers (Barockgitarre), Hermine Martin (Sackpfeife)

Online verfügbar von 13/03 bis 12/06
Erstausstrahlung

Rolando Villazón geht auf Tour und findet seine “Stars von morgen” an den Brennpunkten des internationalen Musiklebens. Seine zweite Reise führt ihn nach Lyon. Am Konservatorium der französischen Metropole entdeckt er ein erstaunlich breites Spektrum an vielversprechenden jungen Talenten von der Violinvirtuosin bis zum exzentrischen Countertenor und von mittelalterlicher Musik bis zum Modern Dance.

Das Konservatorium von Lyon ist – zusammen mit seinem Pendant in Paris – die wichtigste französische Ausbildungsstätte für Musik und Tanz. Auf seinem Rundgang durch die beeindruckende historische Klosteranlage ist Rolando Villazón immer wieder überrascht von der Vielseitigkeit der musikalischen Genres, die er vorfindet: vom spätmittelalterlichen Rondeau auf historischen Instrumenten bis zu einer Modern-Dance-Choreographie auf einen ohrenbetäubendem Drum&Bass-Soundtrack.Im Theatersaal des Konservatoriums freut sich Rolando Villazón über ein Wiedersehen mit seiner Kollegin Mireille Delunsch: Die beiden standen schon bei einer “La Traviata”-Aufführung in Aix-en-Provence gemeinsam auf der Bühne. Heute inszeniert die Kollegin mit den Gesangsstudierenden Francis Poulencs anspruchsvolle Oper “Dialogues des Carmélites”.Bei der Probe eines Barockensembles trifft Rolando Villazón auf den amerikanischen Countertenor Ray Chenez. Er ist verblüfft über die aufregende und ungewöhnlich hohe Stimme des jungen Kollegen, dem die Kritik “eine seltene Kombination aus Schönheit, Kraft und Flexibilität” bescheinigt.Im idyllischen Kreuzgang der historischen Klosteranlage spielt die belgische Geigerin Maya Levy die Sarabande aus Johann Sebastian Bachs Partita Nr. 2. Das Feuilleton schwärmt immer wieder von der “fantasievollen Frische” der jungen Solistin und ihrem “mysteriös faszinierenden Charisma”. Gemeinsam spielen die beiden schließlich Carlos Guastavinos “La rosa y el sauce” in einem Arrangement, das Maya Levy eigens für dieses Treffen erarbeitet hat.

Sonntag, 14.03. / 21:45 Uhr / Rita Hayworth: Glamour und Drama einer Hollywood-Legende
Dokumentation, Deutschland, 2019, RB 52 Min.
Regie: Henning van Lil, Katja Runge
Online verfügbar von 14/03 bis 13/04
Erstausstrahlung

Durch Filmklassiker wie “Gilda” wurde Rita Hayworth zur verführerischen “Love Goddess” des Hollywoods der 1930er Jahre. Im Privaten blieb sie eine Frau und Mutter auf der Suche nach einem normalen, intakten Familienleben. “Jeder Mann, den ich kannte, verliebte sich in Gilda, aber wachte mit mir auf”, sagte Rita Hayworth, zu ihrer aktiven Zeit eine der berühmtesten Schauspielerinnen der Welt, über sich selbst – eine Zerrissenheit, die sich durch ihr ganzes Leben zieht.

Rita Hayworths großer Durchbruch im Schauspielgeschäft kam 1942 als verführerische “Love Goddess” in “Gilda” von Charles Vidor. Ein Rollenbild, das ihr Image als Leinwandgöttin lange geprägt und unter dem sie gelitten hat, weil er im starken Kontrast zu ihrem wirklichen Leben stand: schüchtern, zurückhaltend und auf der ständigen Suche nach Liebe und einem intakten Familienleben. Fünfmal war sie verheiratet, unter anderen mit dem Prinzen Ali Aga Khan, für den sie kurzzeitig das Filmgeschäft verließ, um Hollywoods erste Prinzessin zu werden. “Jeder Mann, den ich kannte, verliebte sich in Gilda, aber wachte mit mir auf”, sagte die Schauspielerin über sich selbst. Eine Zerrissenheit, die sich durch ihr ganzes Leben zog.Das Porträt der Filmemacher Henning van Lil und Katja Runge erzählt mit Hilfe einiger ihrer Weggefährten, wie zum Beispiel Schauspielkollegin Constance Towers und Ritas letztem Manager Budd Burton Moss, vom Ruhm und Glamour einer der größten Schauspielerinnen ihrer Zeit. Aber auch von den Problemen und Tiefpunkten in ihrem Privatleben sowie von den gescheiterten Versuchen, mit dem Image von “Gilda” zu brechen.

Sonntag, 14.03. / 22:40 Lotte Lenya: Warum bin ich nicht froh?
Dokumentation, USA, Österreich, Deutschland, 2020, ZDF 52 Min.
Regie: Katja Duregger
Online verfügbar von 13/03 bis 12/06
Erstausstrahlung

Lotte Lenya gilt auch heute noch als eine der wichtigsten Interpretinnen des Musiktheaters von Bertolt Brecht und Kurt Weill, das sie in den 1920er Jahren maßgeblich mitprägte. Ihr unverwechselbarer Gesangsstil machte die Lieder aus „Die Dreigroschenoper“, „Mahagonny“ oder „Happy End“ erst zu einzigartigen Werken. „Lotte Lenya – Warum bin ich nicht froh?“ erzählt die Lebensgeschichte der außergewöhnlichen Schauspielerin und Sängerin.

Lotte Lenyas „Seeräuber-Jenny“ aus der „Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht und Kurt Weill hat Theatergeschichte geschrieben. Lenya sang die Ballade in der Uraufführung 1928 in Berlin, in der Verfilmung von G. W. Pabst 1931 und erneut in den 50er Jahren in der Broadway-Inszenierung der „Threepenny Opera“. Bis heute gilt sie als eine der wichtigsten Interpretinnen des Brecht/Weill-Musiktheaters.Ihre Karriere beginnt im Berlin der 20er Jahre, als sie ihrem zukünftigen Ehemann, dem Komponisten Kurt Weill, begegnet. Weill erkennt ihre große sängerische Begabung und konzipiert Rollen speziell für Lenya, die zu einer Ikone der Goldenen Zwanziger Jahre aufsteigt.1935 flieht das Paar nach New York, wo Weill mit „Knickerbocker Holiday“ und anderen Musicals kommerzielle Erfolge am Broadway feiert. Doch erst durch die Darbietung von Lenya werden Lieder wie „September Song“ oder „Speak Low“ zu Klassikern.Nach Weills frühem Tod 1950 widmet Lenya sich dem Erhalt seines umfangreichen Œuvres und verhilft seinen Songs zu Weltberühmtheit. In den 60er Jahren feiert sie eigene große Erfolge in Hollywood und am Broadway. So spielt sie die KGB-Agentin Rosa Klebb in dem Bond-Film „Liebesgrüße aus Moskau“ und das Fräulein Schneider in dem Musical „Cabaret“.Lotte Lenya brachte immer ihre eigenen Lebenserfahrungen mit auf die Bühne – ungefiltert und direkt. Die Dokumentation lässt die Schauspielerin selbst zu Wort kommen – in Fernsehinterviews und Briefen, die ihren Witz, ihre Zärtlichkeit und ihren Drang nach Leben bezeugen und von der Lenya-Verehrerin Meret Becker vorgetragen werden.

Sonntag, 14.03. / 23:35 Sergej Rachmaninow, Klavierkonzert Nr. 2
Musik, Frankreich, 2019, ARTE F 42 Min.
Regie: Isabelle Soulard
Komponist: Sergej Rachmaninow
Dirigent: Stanislav Kochanovsky
Orchester: Orchestre de Paris
Mit: Behzod Abduraimov (Klavier), Nikolai Lugansky (Klavier)

Online verfügbar von 07/03 bis 10/09

Die fesselnden Auftritte von Behzod Abduraimov werden von Kritikern weltweit immer wieder hochgelobt; „The Times“ nannte ihn „meisterhaft in allem, was er anfasst“. Der junge usbekische Ausnahmepianist und das Orchestre de Paris entführen das Publikum auf eine romantische Reise: Auf dem Programm steht das zweite Klavierkonzert von Sergej Rachmaninow. Die musikalische Leitung hat Stanislav Kochanovsky, der aktuell als einer der besten jungen russischen Dirigenten gilt. Das gefeierte Konzert wurde am 28. April 2019 in der Pariser Philharmonie für ARTE aufgezeichnet.

Obwohl sich Sergej Rachmaninow bereits einen guten Ruf erarbeitet hatte, waren die Kritiken zur Uraufführung seiner ersten Symphonie im März 1897 vernichtend. Nach einer daraus resultierenden Schaffenskrise begann er auf ärztliches Anraten des Neurologen Nicolai Dahl mit der Arbeit an einem neuen Klavierkonzert. Alleine mit den beiden Sätzen, die er 1900 erstmals fragmentarisch aufführte, stellte er sein acht Jahre zuvor uraufgeführtes erstes Klavierkonzert in den Schatten. Während andere Komponisten die Wege der Moderne erforschten, blieb Rachmaninow mit seinem zweiten Klavierkonzert stilistisch fest in der Romantik verhaftet. Dazu zählt nicht nur die Einteilung in die traditionellen drei Sätze, sondern auch – bis zum Lebensende sein Markenzeichen – die langen, sich quasi organisch herausbildenden Melodielinien, farbgebende Dissonanzen und typische Wechsel. Schon in den ersten Takten erschafft der Komponist einen unnachahmlichen, melancholischen Klang. Im energetischen ersten Satz werden die Themen wie in einer klassischen Sonate ausgearbeitet. Im anschließenden Adagio erklingt ein Liebeslied mit Melodien voller Leidenschaft. Ein atemberaubendes Finale beendet schließlich dieses emblematisch ausgewählte Werk, mit dem das Klavierkonzert der Romantik seinen absoluten Höhepunkt erreicht hat.

Montag, 15.03. / 05:00 Uhr / John und Yoko
Dokumentarfilm, Großbritannien, 2018, ZDF 89 Min.
Regie: Michael Epstein
Online verfügbar von 04/03 bis 04/05
Wiederholung vom 05.03.

Montag, 15.03. / 09:40 Uhr / GEO Reportage: Die Tango-Spelunken von Buenos Aires
Reportage, Deutschland, Frankreich, 2014, ARTE 52 Min.
Regie: German Kral
Online verfügbar von 15/03 bis 22/03

Auf der ganzen Welt, von New York bis Tokio, von Buenos Aires bis Finnland, wird Tango leidenschaftlich getanzt, ernsthaft gelehrt und gelernt und sehnsüchtig geliebt. Dabei steht der Tango auf den ersten Blick im Widerspruch zu unserer emanzipierten Zeit, denn die wichtigste Regel des Tangos ist: Der Mann führt, die Frau lässt sich führen. Diese Klarheit der Rollenverteilung scheint einen Teil der Faszination für den Tanz auszumachen. „GEO Reportage“ fängt die Faszination des Tangos ein, mit Protagonisten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Jung und Alt, Träumer und Realisten.

Buenos Aires – die berühmte Stadt am Ufer des Río de la Plata. Sie ist auch bekannt als das Paris Südamerikas, als eine Stadt, die niemals schläft. Und auch die Kultur des Tangos ist hier nie wirklich eingeschlafen. Bis heute gibt es in Buenos Aires mehr Tangoveranstaltungen als irgendwo sonst auf der Welt und viele Menschen, deren Alltag, Denken und Fühlen vom Tango bestimmt wird, obwohl sie damit weder reich noch berühmt werden. Barbetreiber, Tänzer, Lehrer, Sänger und Musiker tun alles dafür, dass ihre Tradition Nacht für Nacht in den Tanzlokalen, den Milongas, weiterleben kann. Es ist Freitagabend in Buenos Aires und die ganze Stadt bereitet sich auf das Wochenende vor. In Barracas, einem traditionsreichen Viertel im Süden von Buenos Aires, befindet sich die Bar „Los Laureles“. Eröffnet wurde sie vor mehr als 120 Jahren – und sie ist bis heute eine Institution im Viertel. Doris Bennan betreibt die Bar erst seit einigen Jahren: eine Herausforderung in einer Männerdomäne und ein täglicher Kampf, die berühmte Tangobar wirtschaftlich am Leben zu halten. Jeden Freitagabend wird hier Tango getanzt und gesungen. Die Sänger – berühmte und unbekannte – kommen von überall her, um hier aufzutreten. Die Reporter tauchen tief in die Tangoszene von Buenos Aires ein, folgen dem jungen Ehepaar Marcelo und Lucila, dem Tango–DJ Mariano sowie den weltberühmten Tango-Maestros Carlos und Rosita Pérez in ihre Welten. Sie zeigen ihren Alltag in dieser verrückten, lauten Stadt und ihre leidenschaftlichen, nächtlichen Milongas in den Tango-Bars „El Floreal“ oder „Los Laureles“.

Zusatzinfo:
„GEO Reportage” präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.

Montag, 15.03. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 08/03 bis 14/05
Erstausstrahlung

(1): Frankreich: Das kulinarische Aubrac von Michel und Sébastien Bras
(2): Tansania: Serengeti darf nicht sterben
(3): Türkei: Nalans gefüllte Auberginen
(4): Sizilien: Der Teufel trägt Mönchskutte

(1): Frankreich: Das kulinarische Aubrac von Michel und Sébastien Bras
Das Aubrac ist ein vulkanisches Hochplateau im französischen Zentralmassiv, bekannt für sein grünes Weideland und seine besonderen Düfte und Aromen. Hier wuchsen die Spitzenköche Michel und sein Sohn Sébastien Bras auf, und hier perfektionierten sie ihre innovative Kochkunst, bei der nun schon in zweiter Generation heimische Pflanzen und Blüten zum Einsatz kommen. Mit ihren kreativen Gerichten lassen sie Genießer aus aller Welt am geschmacklichen Reichtum ihrer Heimat teilhaben.

(2): Tansania: Serengeti darf nicht sterben
Zwischen Viktoriasee und Kilimandscharo liegt der Serengeti-Nationalpark, der mit seiner reichen Fauna einen der größten Naturschätze Tansanias darstellt. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kam der bekannte Zoologe Bernhard Grzimek nach Tansania und engagierte sich unermüdlich für den Tierschutz in dem ostafrikanischen Land.

(3): Türkei: Nalans gefüllte Auberginen
Nach einem Besuch bei einem Gemüsehändler in Istanbul bereitet Nalan in ihrer Küche ein Gericht mit frittierten und gefüllten Auberginen zu: Karniyarik.

(4): Sizilien: Der Teufel trägt Mönchskutte
Die nordsizilianische Küstenstadt Cefalù mit seinem pittoresken Hafen liegt am Fuße eines imposanten Kalkfelsens. Anfang des 20. Jahrhunderts ließ sich hier ein Mann aus England nieder und gründete eine Abtei, die auf der Welt ihresgleichen sucht …

Dienstag, 16.03. / 05:00 Uhr / Rockfield, das Studio auf dem Bauernhof
Dokumentarfilm, Großbritannien, 2017, ARTE F 60 Min.
Regie: Hannah Berryman
Online verfügbar von 18/02 bis 03/04
Wiederholung vom 26.02.

Dienstag, 16.03. / 05:00 Uhr / Sehnsuchtsorte: Die Provence und Cézanne
Dokumentationsreihe, Deutschland, 2017, ZDF 43 Min.
Regie: Mirella Pappalardo
Online verfügbar von 15/03 bis 15/04

Die Provence gab dem weltberühmten Maler Paul Cézanne Inspiration und Rahmen. Die ausgedehnten Felder sind immer wiederkehrende Motive, und das Licht spiegelt den Glanz und die Natürlichkeit dieser französischen Region. Reizvolle Kulissen, eingefangen in unzähligen Werken. Das sind die Sehnsuchtsorte, die Cézanne einst erwandert hat mit seiner Leinwand und seinen Farben.

Aix-en-Provence ist die lebenslange Heimat des Malers Paul Cézanne. Sie hat seit jeher Künstler und Handwerksbetriebe angezogen. Dort stellt die Familie Fouque in Handarbeit Krippenfiguren aus Ton her und lebt diese Handwerkstradition in vierter Generation. Aix ist auch Studentenstadt und die junge Metropole der Region, in der man häufig auf Spuren des berühmten Stadtsohns Cézanne stößt. Wie die Stadtvilla, in der Paul Cézanne aufgewachsen ist und die er unzählige Male in seinen Bildern aus immer neuen Winkeln inszeniert hat. Wie in seinen Gemälden treffen sich traditionsbewusste Menschen einmal im Jahr zum gemütlichen Picknick am Fuße des Berges Sainte-Victoire. Initiatorin ist Mireille Fouque, eine wahrlich echte Provenzalin. Das Frühstück im Freien erinnert an das Lebensgefühl zu Zeiten Cézannes. Das Umland von Aix-en-Provence zog Cézanne magisch an. Besonders der Berg Sainte-Victoire. Auf der Anhöhe Les Lauves in Aix-en-Provence kümmert sich der Kunsthistoriker Jean-Pierre Cassely um das Atelier Paul Cézannes. In den 1950er Jahren hat ein amerikanischer Cézanne-Liebhaber das Gebäude vor dem Verfall gerettet. Dort scheint die Zeit stillzustehen. Heute ist es als Museum zugänglich und vieles steht noch so da, wie der Künstler es hinterlassen hat. Cézanne liebte die heitere, karge Landschaft der Provence. Er suchte in der Natur das Ewige und wurde nach seinem Tode für Generationen von Malern ein Vorbild. Zahlreiche Touristen erkunden den berühmten Landstrich auf seinen Spuren.

Dienstag, 16.03. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 09/03 bis 15/05
Erstausstrahlung

(1): Finnland: Auf der Spur des Hasen mit Arto Paasilinna
(2): Île de Ré: Salz, das weiße Gold
(3): Kroatien: Bozidars Fischeintopf
(4): Elfenbeinküste: Der gefallene Prinz von Assinie-Mafia

(1): Finnland: Auf der Spur des Hasen mit Arto Paasilinna
Finnland, hoch im Norden Europas, grenzt im Süden an die Ostsee und im Norden an Norwegen und besticht durch seine weiten Wälder und schillernden Polarlichter. In den 70er Jahren verfasste der Schriftsteller Arto Paasilinna hier einen seiner größten Romane. “Das Jahr des Hasen” ist eine moderne Fabel voller Einfallsreichtum, in der die faszinierende Landschaft Finnlands zur Kulisse für die Abenteuer der Romanfiguren wird.

(2): Île de Ré: Salz, das weiße Gold
Jeden Sommer schichten die Salzsieder der Île de Ré ihre beeindruckenden Salzpyramiden auf. Das kostbare Meersalz begründete im Laufe der Jahrhunderte den Reichtum der Insel an der französischen Westküste und weckte im Mittelalter Begehrlichkeiten bei den Benediktinern und später den Protestanten. Es erlebte eine lange Blütezeit und verlor erst im 20. Jahrhundert an Bedeutung. Heute ist es dem Einsatz weniger Salzsieder zu verdanken, dass das „weiße Gold“ der Île de Ré auch weiterhin aus dem Meer geschöpft wird.

(3): Kroatien: Bozidars Fischeintopf
Nach einem Besuch auf dem Fischmarkt von Dubrovnik kocht Bozidar den typischen kroatischen Fischeintopf Brodet mit Seeteufel und Rotbarbe.

(4): Elfenbeinküste: Der gefallene Prinz von Assinie-Mafia
Jeden Tag bringen kleine Pirogen zahlreiche Besucher in den Badeort Assinie-Mafia, der auf einer Halbinsel im Südosten der Elfenbeinküste liegt. Im 17. Jahrhundert warf Frankreich ein Auge auf dieses Gebiet, und ein afrikanischer Prinz kam dem Sonnenkönig Ludwig XIV. etwas zu nahe …

Mittwoch, 17.03. / 05:00 Uhr / 05:00 Daniel Hope & Friends
Live in Concert
Musik, Deutschland, 2020, ZDF 44 Min.
Regie: Stefan Mathieu
Mit: Joy Denalane, Jaques Ammon, Sir Simon Rattle
Online verfügbar von 27/02 bis 30/03
Wiederholung vom 28.02.

Mittwoch, 17.03. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 10/03 bis 16/05
Erstausstrahlung

(1): Martiros Sarjans farbenfrohes Armenien
(2): Nord-Pas-de-Calais: Im Land der Kohlegruben
(3): Schweden: Agnetas Hackfleischbällchen
(4): La Réunion: Freiheitskampf in Übersee

(1): Martiros Sarjans farbenfrohes Armenien
Armenien mit seinen Hochebenen und Bergen, an der Grenze zwischen Europa und Asien, durchlebte eine bewegte Geschichte und ist reich an Traditionen. Die Landschaften um den symbolträchtigen Ararat und die markanten Gesichter der Menschen waren die Motive des russisch-armenischen Malers Martiros Sarjan, der mit seinem gewagten und farbgewaltigen Stil den Zorn der autoritären Regimes auf sich zog. Heute gilt Sarjan, der die Farben zum Singen bringen wollte, als Vater der modernen armenischen Malerei.

(2): Nord-Pas-de-Calais: Im Land der Kohlegruben
Das Kohlerevier des Nord-Pas-de-Calais erstreckt sich von der belgischen Grenze bis zu den Hügeln des Artois. Die Landschaft ist geprägt von jahrhundertelangem Bergbau und erzählt von dem Abenteuer der industriellen Revolution. Sie zeugt von der Geschichte der Arbeiterklasse in Frankreich, von der Entdeckung des „schwarzen Goldes“ im 18. Jahrhundert bis zum Niedergang des Bergbaus in den 1990er Jahren.

(3): Schweden: Agnetas Hackfleischbällchen
In Vaxholm bereiten Agneta und ihre Tochter ein typisch schwedisches Familienessen aus Rind- und Schweinefleisch zu: Köttbullar.

(4): La Réunion: Freiheitskampf in Übersee
Saint-Denis ist der Hauptort der französischen Insel La Réunion und liegt zwischen Küste und Bergland. Die Häuser aus der Kolonialzeit erzählen die Geschichte einer Stadt, die auf Kosten der Sklaven reich wurde. Fast 30 Jahre lang forderte einer von ihnen das höchste Gut zurück, das ihm geraubt worden war: die Freiheit …

Donnerstag, 17.03. / 05:00 Uhr / Iggy Pop Live in Paris
Gaîté Lyrique 2019
Musik, Frankreich, 2019, ARTE F 58 Min.
Regie: David Ctiborsky
Online verfügbar von 19/02 bis 14/03
Wiederholung vom 26.02.

Donnerstag 17.03. / 07:50 Uhr / Sehnsuchtsorte: Barcelona und Picasso
Dokumentationsreihe, Deutschland, 2017, ZDF 43 Min.
Regie: Ina Kessebohm
Online verfügbar von 17/03 bis 17/04

In der Hauptstadt Kataloniens, in Barcelona, verbrachte Pablo Picasso seine Jugend. Die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert war eine stilprägende Epoche – sowohl für die aufstrebende Kulturmetropole als auch für den jungen Künstler. Die Dokumentation folgt Picassos Spuren und präsentiert zahlreiche Motive, die in seinen Bildern verewigt sind: die Kathedrale von Barcelona, das Rotlichtviertel und die Berglandschaft Terra Alta weiter südlich in Katalonien. 1917 malte er seinen letzten Blick auf Barcelona. Es ist die Aussicht auf die Kolumbussäule am Hafen. Picasso ist längst ein berühmter Maler und genießt das Künstlerleben in Frankreich. Doch Barcelona wird immer eine wichtige Rolle in seinem Leben spielen und ihn an seine Anfänge erinnern. Das Museu Picasso ist Ausdruck seiner engen Verbundenheit mit Barcelona, der Maler hat es durch Schenkungen seiner Frühwerke ermöglicht. Dort arbeitet die Kunsthistorikerin Claustre Rafart. Für sie ist Picasso ein Stadtführer durch das Barcelona seiner Zeit. Mit Hilfe alter Fotografien erforscht sie die konkreten Motive in seinen Gemälden. Die aus Málaga stammenden Picassos ziehen in die Altstadt – in die Nähe des Hafens. Seither hat sich der Strand von La Barceloneta sichtbar verändert. Die jahrhundertealte Fischereitradition des Viertels wird zunehmend vom Partytourismus verdrängt. Doch einige wenige Fischer wie Rafael Aguilera und Paco Sanchez gibt es noch in Barcelona. Auch die Baudenkmale Barcelonas erregten Picassos Aufmerksamkeit bei seinen Streifzügen durch die Altstadt. Besonders der Innenhof der gotischen Kathedrale. Seit Jahrhunderten wird er von Gänsen bewohnt. Der Tradition nach müssen es genau 13 sein.

Donnerstag, 17.03. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 11/03 bis 17/05
Erstausstrahlung

(1): Nizza: Also sprach Friedrich Nietzsche
(2): Portugal: Der „grüne Wein“ von Minho
(3): Italien: Carlos Sahnebrioches
(4): Stockholm: Mit der Königin ist nicht zu spaßen

(1): Nizza: Also sprach Friedrich Nietzsche„220 Sonnentage im Jahr!“ – mit diesem Slogan warb Nizza Ende des 19. Jahrhunderts und überzeugte den Philosophen Friedrich Nietzsche, der hier fünf sonnige Winter verbrachte. In Nizza fand er die Inspiration für eines seiner Hauptwerke. Doch nicht nur seinem Geist war die frische Luft der südfranzösischen Küstenstadt zuträglich; auf langen Spaziergängen durch die grandiosen Landschaften stärkte er auch seinen kranken Körper.

(2): Portugal: Der „grüne Wein“ von Minho
Im Norden Portugals, zwischen den Flüssen Douro und Minho, gedeiht an steilen Rebbergen der Vinho Verde. Der „grüne Wein“ heißt so, weil er ein junger Wein ist, und er trägt die klassischen Farben Weiß, Rosé oder Rot. Im Geschmack ist er frisch und unkompliziert, der Alkoholgehalt ist gering. Seine Geschichte erzählt von der Revanche eines beliebten, schlichten und doch köstlichen Weines, der viel zu lange unterschätzt wurde.

(3): Italien: Carlos Sahnebrioches
Für den Römer Carlo ist das Backen Familiensache. Mit seiner Frau hat er die Konditorei seiner Urgroßeltern übernommen. Dort verrät er das Rezept der römischen Spezialität Maritozzo.

(4): Stockholm: Mit der Königin ist nicht zu spaßen
Das schwedische Nationalmuseum liegt gegenüber vom Königspalast in Stockholm und beherbergt stolze 700.000 Kunstwerke. In einer Galerie hängt ein verblüffendes Gemälde. Es zeigt eine Person of Colour, die die Schachfigur des weißen Springers in der Hand hält …

Freitag, 18.03. / 05:00 Uhr / Tracks
Magazin, Deutschland, 2021, ZDF 30 Min.
Online verfügbar von 11/03 bis 10/06
Wiederholung vom 12.03.

Freitag, 18.03. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 12/03 bis 18/05
Erstausstrahlung

(1): Montana: Pete Fromm und das Abenteuer Wildnis
(2): Toulon: Eine anziehende Bucht
(3): La Réunion: Marie-Thérèses Süßkartoffelkuchen
(4): Sizilien: Trabia und der Siegeszug der Pasta

(1): Montana: Pete Fromm und das Abenteuer Wildnis
Montana im Westen der Vereinigten Staaten von Amerika ist ein wilder, dünn besiedelter Bundesstaat, geprägt von weiten Ebenen und der zerklüfteten Gebirgskette der Rocky Mountains. In dieser schroffen und grandiosen Landschaft erwachte das literarische Genie des Schriftstellers Pete Fromm. Sieben Monate lang durchstreifte er allein die endlosen Wälder an der Grenze zu Idaho. Dieses Abenteuer verarbeitete er in seinem Buch “Ein Winter am Indian Creek”, das weltweit zum Bestseller wurde.

(2): Toulon: Eine anziehende Bucht
Die südfranzösische Hafenstadt Toulon beherbergt den größten Marinestützpunkt Europas und zwei Drittel der französischen Militärflotte, darunter den legendären Flugzeugträger „Charles de Gaulle“. Aber Toulon schmückt sich auch mit der schönsten Reede Frankreichs, Europas und vielleicht sogar der Welt! Die 1.500 Hektar große Bucht ist vor Wind und Wetter geschützt und zieht seit der Antike Seeleute aus aller Herren Länder an.

(3): La Réunion: Marie-Thérèses Süßkartoffelkuchen
In ihrer Küche in Petite-Île bereitet Marie-Thérèse einen Gâteau Patate zu, bei dem einfach alles süß ist.

(4): Sizilien: Trabia und der Siegeszug der Pasta
Das kleine sizilianische Fischerdorf Trabia liegt zwischen der umtriebigen Hauptstadt Palermo und dem beliebten Badeort Cefalú und hat sich bis heute seinen ruhigen Charme fernab der Touristenströme bewahrt. Dabei wurde hier eine kulinarische Erfindung gemacht, die ganz Europa im Sturm erobern würde …

Freitag, 18.03. / 21:45 Uhr / Françoise Hardy – Die Diskrete
Dokumentation, Frankreich, 2016, ARTE F 54 Min.
Regie: Matthieu Jaubert, Emilie Valentin
Online verfügbar von 12/03 bis 07/05

Von der Ikone der 60er zur Grande Dame des französischen Chansons: Bereits im zarten Alter von 18 Jahren wurde Françoise Hardy mit ihrem ersten großen Hit „Tous les garçons et les filles“ (1962) zum Idol des Yéyé. Die Einzigartigkeit ihrer melancholischen Chansons und ihre sanfte Stimme ließen sie zu einer der bekanntesten Pop- und Chansonsängerin Frankreichs werden. Nach einer Pause in den 90er Jahren kehrte sie wieder zur Musik zurück, im gleichen einfühlsamen Stil. Hardy ist so zeitlos geblieben wie ihre Lieder und trifft auch heute noch den Geschmack mehrerer Generationen.

Françoise Hardy war das Idol des Yéyé, der Popmusik der 60er Jahre. Ihr erster großer Hit „Tous les garçons et les filles“ (1962) eröffnete der Sängerin schon im zarten Alter von 18 Jahren den Weg zu einer Karriere als eine der bekanntesten Pop- und Chansonsängerinnen Frankreichs. Auch wenn die Pariserin in der französischen Musikszene anfangs völlig aus dem Rahmen fiel und sich ab den 80er Jahren ins Privatleben zurückzog, sorgte sie regelmäßig mit Platten wie „Décalages“ (1988) für Schlagzeilen. Viele Künstler zählen zu ihren Bewunderern: Sex-Pistols-Legende Malcolm McLaren nahm mit ihr einen Song auf, Mick Jagger bezeichnete sie als „ideale Frau“ und Bob Dylan widmete ihr ein Gedicht. Die stilbewusste Künstlerin ist sich über ihre musikalische Laufbahn mit ihren nostalgischen und romantischen Liedern hinweg selbst treu geblieben – aus der Ikone der 60er ist eine Grande Dame geworden. Doch wie gelang es der eleganten Französin – die blonde Mähne ist mittlerweile schneeweiß –, auch 25 veröffentlichte Alben später nicht an Ausstrahlung zu verlieren? Die Dokumentation beleuchtet die Persönlichkeit hinter dem Star und ergründet das visionäre Talent der Künstlerin. Es kommen europäische Musiker, Produzenten, Modeschöpfer und Sänger zu Wort, die ihre Sicht auf Françoise Hardy, ihre Einzigartigkeit und ihren Beitrag zur Popmusik äußern.

Freitag, 18.03. / 22:40 Uhr / Joan Baez – How Sweet the Sound
Dokumentarfilm, Deutschland, 2014, SWR 84 Min.
Regie: Mary Wharton
Online verfügbar von 12/03 bis 11/04
Wiederholung vom 12.03.

Freitag, 18.03. / 00:05 Uhr / Tracks
Magazin, Frankreich, 2020, ARTE F 30 Min.
Erstausstrahlung

Freitag, 18.03. / 00:40 Uhr / Anna Calvi – Konzert in Paris
Musik, Frankreich, 2018, ARTE F 75 Min.
Regie: Thierry Villeneuve
Online verfügbar von 12/03 bis 18/04

Acht Jahre nach ihrem Albumdebüt beehrte Anna Calvi im Januar 2019 die Salle Pleyel und stellte in der legendären Pariser Konzertlocation ihr aktuelles Werk „Hunter“ vor. Über 90 Minuten lang spielte die britische Sängerin vor blutroter Kulisse und elektrisierte das Publikum mit kraftvollen Gitarrenparts – nicht umsonst ist Jimmy Hendrix ihr großes Vorbild. Anna Calvis warme Alt-Stimme und ihre aufwühlenden Songs fesselten das Publikum. Die Setlist umfasste zahlreiche Highlights, unter anderem „Hunter“, „As a Man“, „Suzanne & I“, „Don’t Beat the Girl out of My Boy“ und „Desire“. Als Zugabe interpretierte sie den Frankie-Laine-Titel „Jezebel“, unplugged – und auf Französisch. Der Auftritt wurde mit Kameras für Spielfilmaufnahmen aufgezeichnet und enthält Stop-Motion-Sequenzen, die mit Hilfe von Schwarz-Weiß-Bildern der Fotografin Julie Glassberg erstellt wurden.

Freitag, 18.03. / 01:55 Uhr / Juliette Gréco – Die Unvergleichliche
Dokumentarfilm, Frankreich, 2011, ARTE 72 Min.
Regie: Yves Riou, Philippe Pouchain
Online verfügbar von 25/09 bis 17/06

Ihre Chansons machten sie weltberühmt: Juliette Gréco. Am 23. September ist die französische Sängerin und Schauspielerin nun im Alter von 93 Jahren gestorben. Aus diesem Anlass wiederholt ARTE ein Porträt der Sängerin aus dem Jahr 2012, das zu ihrem 85. Geburtstag entstand. Zu dieser Zeit gab sie ein Konzert nach dem anderen und trug ihre Chansons mit derselben Leidenschaft für Menschen, Worte und schöne Melodien vor, wie in früheren Jahren.

In dieser Hommage an Juliette Gréco blickt ARTE auf das Jahr 2012 zurück, in dem die weltberühmte Chansonsängerin ihren 85. Geburtstag feierte. In dem Porträt von Yves Riou und Philippe Pouchain antwortet sie sehr offen auf alle Fragen, so dass hinter dem Star die wahre Juliette Gréco zum Vorschein kommt. Gréco wurde in den 50er und 60er Jahren Jahren mit Chansons wie “L’accordéon”, “La Javanaise” und “Déshabillez-moi” weltberühmt. Mit ihrer dunklen Stimme und ihrer schwarzen Kleidung prägte sie als „Muse der Existenzialisten“ ab Ende der 40er Jahre eine ganze Generation.Gréco wurde am 7. Februar 1927 im französischen Montpellier geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie zum großen Teil bei ihrer Großmutter und in einem Kloster, denn ihren Vater kannte sie kaum, und ihre Mutter war während des Zweiten Weltkrieges in den Widerstand getreten. Obwohl ihre Mutter und Schwester Opfer der Gestapo waren, trat sie als eine der ersten französischen Sängerinnen 1959 im Nachkriegsdeutschland auf.Von Musik untermalt und mit eindrucksvollen Archivbildern angereichert folgt die Sendung dem bewegten Lebensweg der Grande Dame des französischen Chansons. Selten hat sie vor der Kamera so viel über ihre Beziehungen erzählt. Boris Vian erschloss ihr die Welt des Wortes, Jean-Paul Sartre entdeckte ihr Talent als Chansonsängerin, Marguerite Duras führte sie an die kommunistische Partei heran. Sie war mit den Schauspielern Philippe Lemaire und Michel Piccoli verheiratet, 1988 heiratete sie dann den Pianisten Gérard Jouannest, ihren langjährigen musikalischen Begleiter. Zu ihren Liebhabern zählte der legendäre Jazz-Trompeter Miles Davis, mit dem sie eine leidenschaftliche Affäre hatte.Ihren Abschied von der Musikwelt hatte sie gut vorbereitet. Mit einer Tournee, die sie 2015 begann, bedankte sie sich bei ihren Fans. Man müsse wissen, wann der Zeitpunkt gekommen sei, aufzuhören, sagte sie. Sie singe seit 65 Jahren, das sei ein langes Arbeitsleben. Ihre Abschiedstournee „Merci“ hatte sie auch nach Deutschland geführt.


Programmwoche 12:

Samstag, 20.03. / 05:30 Uhr / Mae West: Die verruchte Blonde
Dokumentation, USA, 2020, ZDF 50 Min.
Regie: Sally Rosenthal, Julia Marchesi
Online verfügbar von 06/03 bis 06/04
Wiederholung vom 07.03.

Samstag, 20.03. / 06:25 Uhr / Claude Sautet – Regisseur der Zwischentöne
Dokumentation, Frankreich, 2020, ARTE F 52 Min.
Regie: Amine Mestari
Online verfügbar von 24/02 bis 02/05
Wiederholung vom 03.03.

Samstag, 20.03. / 00:10 Uhr / Square für Künstler ~ Carte Blanche für Isild Le Besco
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE 26 Min.
Online verfügbar von 13/03 bis 19/04
Erstausstrahlung

Sonntag, 21.03. / 05:00 Uhr / TWIST
Magazin, Deutschland, 2021, SWR 30 Min.
Regie: Verena Knümann
Moderation: Bianca Hauda
Online verfügbar von 12/03 bis 12/06
Wiederholung vom 14.03.

Sonntag, 21.03. / 05:30 Uhr / Elia Kazan, vom Outsider zum Oscarpreisträger
Dokumentation, Frankreich, 2018, ARTE F 53 Min.
Regie: Claire Duguet
Online verfügbar von 14/03 bis 28/03

Elia Kazan (1909-2003), Sohn eines griechisch-türkischen Einwanderers, hinterließ Meisterwerke wie “Endstation Sehnsucht” und “Jenseits von Eden”. Der begnadete Theater- und Filmkünstler war Mitbegründer des berühmten Actors Studio und förderte Filmbegabungen wie Marlon Brando und James Dean. Während der McCarthy-Ära, auf dem Höhepunkt seines Ruhms, machte sich Kazan jedoch in den Augen vieler schuldig, indem er einstige kommunistische Mitstreiter belastete. Er, der wie kein zweiter den American Dream verkörperte, zählte zugleich zu den umstrittensten Künstlern seiner Zeit.

Elia Kazan, 1909 als Sohn eines griechischen Ladenbesitzers in Konstantinopel geboren, kam im Alter von vier Jahren in die USA und machte als Autodidakt Karriere. Er schuf filmische Meisterwerke wie “Endstation Sehnsucht” und “Jenseits von Eden”, entdeckte Filmbegabungen wie Marlon Brando und James Dean und experimentierte in dem von ihm mitbegründeten Actors Studio mit unorthodoxen Schauspielmethoden. Bis heute umstritten ist Kazans Rolle während der antikommunistischen Hexenjagd. Die Denunziation von Hollywood-Kollegen, die wie er zuvor Mitglieder der kommunistischen Partei gewesen waren, brandmarkte ihn bis an sein Lebensende. Er starb 2003 im Alter von 94 Jahren – als Verräter. 1954 verhalf ihm der Überraschungserfolg des achtmal oscarprämierten Films “Die Faust im Nacken” zwar zu materieller Unabhängigkeit, doch von den Folgen seines Verhaltens in den Jahren der McCarthy-Ära sollte er sich nie mehr erholen. Die Dokumentation zeigt Kazan als Mann mit linken Überzeugungen, als Patrioten, Rebellen und Mitläufer, der sich zeitlebens als Außenseiter sah. Als jemand, der Amerika liebte und zugleich aufs Schärfste kritisierte: Kazans Filme sind eine Kampfansage an puritanischen Mief, Enge und Korruption. Durch die Einordnung in chronologische Zusammenhänge wird nachvollziehbar, wie das Wunderkind von Broadway und Hollywood in Ungnade fallen und zum Aussätzigen werden konnte. In bislang unveröffentlichten Ausschnitten von Gesprächen, die der französische Filmkritiker Michel Ciment 1971 mit Kazan führte, ist die Stimme des Regisseurs zu hören, als Gegenpart oder auch ergänzend zum Kommentar. Als beredtes Zeugnis eines streitbaren Geistes, der nichts bereute.

Sonntag, 21.03. / 06:25 Uhr / Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker ~ Echos einer Ära
Dokumentation, Deutschland, 2018, RBB 52 Min.
Regie: Eric Schulz
Online verfügbar von 28/02 bis 30/03
Wiederholung vom 28.02.

Sonntag, 21.03. / 07:20 Uhr / Alvar Aalto – Finnlands großer Architekt
Dokumentation, Finnland, 2018, YLEARTE 52 Min.
Regie: Virpi Suutari
Online verfügbar von 03/02 bis 12/03
Wiederholung vom 10.02.

Sonntag, 21.03. / 09:35 Uhr / Françoise Hardy – Die Diskrete
Dokumentation, Frankreich, 2016, ARTE F 54 Min.
Regie: Matthieu Jaubert, Emilie Valentin
Online verfügbar von 12/03 bis 07/05
Wiederholung vom 19.03.

Sonntag, 21.03. / 10:30 Uhr / Rita Hayworth
Glamour und Drama einer Hollywood-Legende
Dokumentation, Deutschland, 2019, RB 52 Min.
Regie: Henning van Lil, Katja Runge
Online verfügbar von 14/03 bis 13/04
Wiederholung vom 14.03.

Sonntag, 21.03. / 12:40 Uhr / Rubens – Ein Leben in Europa
Dokumentation, Deutschland, 2018, HR 53 Min.
Regie: Christine Romann
Online verfügbar von 21/03 bis 28/03

Peter Paul Rubens (1577-1640) ist ein künstlerischer Gigant und bereits zu Lebzeiten ein Star. Von Antwerpen aus erobert er mit seiner Kunst das westliche Europa, in einer Epoche, die geprägt ist von Glaubenskriegen und Intoleranz. Heute hängt ihm oft das Klischee als Maler der dicken Frauen an, dabei ist Rubens’ Repertoire nahezu unerschöpflich. Rubens malt große, schwere Gestalten in voller Bewegung, hat eine ungezügelte Fantasie. Seine mitreißende Ausdrucksform prägt einen ganz neuen Stil, den man später Barock nennen wird. Als junger Maler hat er acht Jahre in Italien gelebt und gearbeitet. Wie sehr ihn dieser Aufenthalt inspiriert hat, offenbart der Vergleich von Rubens’ Kunst mit Gemälden und Skulpturen der Antike und Renaissance. Rubens versteht es brillant, die Werke anderer Künstler für sein eigenes Schaffen zu nutzen. Er greift einzelne Elemente und Szenen heraus, entwickelt sie weiter und verändert sie. Daraus entstehen seine ganz eigenen, faszinierenden Kompositionen, gekrönt mit einer herausragenden Maltechnik. Antwerpen ist Rubens’ Lebensmittelpunkt. Hier gründet er seine Werkstatt. Deren Produktionsweise gleicht der eines modernen Unternehmens und macht die unvorstellbar weite Expansion seiner Kunst und ihrer Inhalte möglich. Rubens erweist sich als geschickter Unternehmer und brillanter Netzwerker. Neben Italien bereist er Spanien, England, Frankreich, Deutschland und hat in all diesen Ländern Freunde, Vertraute und Auftraggeber. Nahezu alle Kunstliebhaber Europas besitzen zu seiner Zeit eine oder mehrere seiner Arbeiten. Dabei wird er nicht nur als Maler geschätzt; er ist ein Intellektueller, mit dem sich jeder gerne umgibt. Seine Beliebtheit nutzt er auch, um sich politisch einzumischen. Durch seine diplomatischen Gespräche schafft er es, zwischen Spanien und England Frieden zu stiften. Vom englischen König Karl I. wird er dafür zum Ritter geschlagen. Die Dokumentation befasst sich mit dem Phänomen Peter Paul Rubens. Wie ist er zu dem geworden, der er war? Wer und was hat ihn geprägt und inspiriert? Die Dokumentation zeigt, wie Rubens es geschafft hat, bereits zu Lebzeiten zum Superstar des westlichen Europas zu werden.

Sonntag, 21.03. / 13:35 Uhr / TWIST
Magazin, Deutschland, 2021, HR 30 Min.
Fernsehregie: Marco Giacopuzzi
Moderation: Bianca Hauda
Erstausstrahlung

Sonntag, 21.03. / 14:05 Uhr / Xavier de Maistre und die Harfe
Dokumentation, Deutschland, 2020, NDR 43 Min.
Regie: Beatrix Conrad
Online verfügbar von 21/03 bis 19/06
Erstausstrahlung

Xavier de Maistre ist ein Kämpfer, ein Suchender, fast schon ein Besessener bei seinem Vorhaben, die Harfe als Soloinstrument in der heutigen Konzertwelt zu etablieren. Seine Leidenschaft für die Harfe erleben wir nicht nur bei einem Konzert mit dem Mahler Chamber Orchestra in Schleswig-Holstein, sondern auch während seines Besuchs der Harfenfabrik Salvi im norditalienischen Piasco und sogar beim Rudern auf dem Mittelmeer.

Die Harfe ist eines der ältesten Musikinstrumente der Welt: Schon vor 5.000 Jahren wurde sie im alten Ägypten und Mesopotamien gespielt. Als Solo-Instrument erlebt sie heutzutage eine Renaissance – auch dank Xavier de Maistre.Xavier de Maistre ist ein Kämpfer, ein Suchender, fast schon ein Besessener bei seinem Vorhaben, die Harfe als Soloinstrument in der heutigen Konzertwelt zu etablieren. Denn sie ist mehr als ein goldglänzendes Detail im Orchesterapparat oder ein schön anzusehendes Begleitinstrument. Die Harfe ist auch ein Soloinstrument, das Werke aus allen Musikepochen meisterhaft spielen kann.Den musikalischen roten Faden von „Xavier de Maistre und die Harfe“ bildet das Konzert auf dem Kultur Gut Hasselburg. Im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals spielt Xavier de Maistre dort mit dem Mahler Chamber Orchestra das Concertino op. 34 des britischen Komponisten Elias Parish Alvars.Elegant mit dem Konzert verwoben, eröffnet sich dem Zuschauer eine dokumentarische Reise mit Xavier de Maistre: Die ZuschauerInnen erleben ihn beim Rudern, seinem Ausgleichsport, auf dem Mittelmeer; begleiten ihn auf einem Rundgang durch das Museo dell’Arpa Victor Salvi im norditalienischen Piasco; sind bei der Probenarbeit mit seinen Studenten der Musikhochschule Hamburg dabei; und sogar als Xavier de Maistre seine lang erwartete neue kobaltblauen Harfe aus den USA in der Harfenmanufaktur Salvi entgegennimmt.

Sonntag, 21.03. / 14:55 Uhr / Der Rosenkavalier
Oper, Deutschland, 2021, BR 210 Min.
Komponist: Richard Strauss
Mit: Vladimir Jurowski, Barrie Kosky
Erstausstrahlung
Infos auf der Webseite der Bayerischen Staatsoper München:
staatsoper.de

Sonntag, 21.03. / 22:10 Uhr / Grace Kelly ~ Filmstar und Fürstin
Dokumentation, Frankreich, 2006, SR 59 Min.
Regie: Patrick Jeudy
Online verfügbar von 21/03 bis 28/03

Anhand von Archivaufnahmen zeigt die Dokumentation die „Jahrhunderthochzeit“ der Schauspielerin Grace Kelly mit Rainier, Fürst von Monaco, die im Mai 1956 ein bewegendes gesellschaftliches Ereignis war und gleichzeitig Grace Kellys Abschied von der Leinwand bedeutete.

Seit der Filmemacher Patrick Jeudy am 14. September 1982 in einem New Yorker Taxi zum ersten Mal vom tragischen Unfalltod Grace Kellys hörte, wollte er einen Film über die früh verstorbene Hollywood-Schauspielerin und Fürstin von Monaco drehen. Entstanden ist eine Dokumentation, die auf den Zeitraum eines Jahres blickt – von Mai 1955 bis Mai 1956 – von der Idylle bis zur glanzvollen Eheschließung von Grace Kelly und Fürst Rainier von Monaco. Die Dokumentation erinnert an das Ereignis und verwendet dabei zahlreiche Archivaufnahmen.

Sonntag, 21.03. / 03:15 Sergej Rachmaninow, Klavierkonzert Nr. 2
Musik, Frankreich, 2019, ARTE F 42 Min.
Regie: Isabelle Soulard
Komponist: Sergej Rachmaninow
Dirigent: Stanislav Kochanovsky
Orchester: Orchestre de Paris
Mit: Behzod Abduraimov (Klavier), Nikolai Lugansky (Klavier)
Online verfügbar von 07/03 bis 10/09
Wiederholung vom 14.03.

Montag, 22.03 / 05:00 Uhr / Melanie De Biasio in Concert, Paris Odéon-Theater
Musik, Frankreich, 2018, ARTE F 76 Min.
Regie: Mathieu Mastin
Online verfügbar von 05/03 bis 11/04
Wiederholung vom 12.03.

Montag, 22.03 / 07:50 Uhr / Sehnsuchtsorte: Rügen und Caspar David Friedrich
Dokumentationsreihe, Deutschland, 2017, ZDF 43 Min.
Regie: Ina Kessebohm
Online verfügbar von 21/03 bis 21/04

Vor der Küste Vorpommerns erhebt sich Deutschlands größte Insel aus der Ostsee. Rügens ausgedehnte Küstenlinie zergliedert das Land und schafft eine Welt aus Halbinseln mit ganz unterschiedlichen Gesichtern: von sanften Hügellandschaften mit flachen Lagunen bis hin zur dramatischen Steilküste aus Kreide. Im 19. Jahrhundert fand der aus dem nahen Greifswald stammende Caspar David Friedrich dort die Motive für einige seiner größten Meisterwerke. Die Dokumentation folgt den Spuren des Malers in seiner Heimat und trifft dort auf Menschen, die seine Begeisterung für diese einzigartige maritime Landschaft teilen. Friedrichs Kunst trug damals dazu bei, die ersten Touristen nach Rügen zu locken. Heute ist die spektakuläre Kreideküste durch ihn weltberühmt. Die Insel ist mittlerweile zum Sehnsuchtsort für viele Menschen geworden. Ob Naturschützer, Künstler oder Caspar-David-Friedrich-Experten – die Dokumentation porträtiert Einheimische und Zugezogene, die alle einen besonderen Bezug zu den Rügener Landschaften haben. Der Biologe Hannes Knapp setzt sich für den Erhalt der einzigartigen Inselnatur rund um die Kreidefelsen ein, während Benjamin Treu und Jule Dressel die Strände von Treibgut befreien und alles zu kleinen Kunstwerken verarbeiten. Der Taucher Wolfgang Frank erforscht den Meeresgrund der Ostsee, auf dem rund um Rügen zahlreiche Wracks ihre Geheimnisse bergen.

Montag, 22.03 / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 15/03 bis 21/05
Erstausstrahlung

(1): Kroatien in den Skulpturen Ivan Meštrović’
(2): Englisches Design: Zurück zur Natur
(3): Tansania: Atkas Rind mit Pilau
(4): Le Mans: Ein König im Wahn

(1): Kroatien in den Skulpturen Ivan Meštrović’
Im ausgehenden 19. Jahrhundert, als Kroatien noch zu Österreich-Ungarn gehörte, wuchs in der von Berg- und Felslandschaften geprägten Region Dalmatien ein bedeutender Bildhauer des Landesheran: Ivan Meštrović. Seine Werke, die heute in großen Städten ebenso wie in kleinen Kapellen zu finden sind, verkörpern seinen Glauben und sein Interesse für die Geschichte seiner Heimat.

(2): Englisches Design: Zurück zur Natur
Die südenglische Region der Cotswolds mit ihren hügeligen Landschaften und urigen Cottages steht heute für idyllisches Landleben. Doch im 19. Jahrhundert wäre der ländliche Charme beinahe der industriellen Revolution zum Opfer gefallen. Um das traditionelle Kunsthandwerk gegenüber der Fließbandproduktion zu verteidigen, gründete eine Gruppe von Künstlern die Bewegung Arts and Crafts.

(3): Tansania: Atkas Rind mit Pilau
In Sansibar bereitet Atka aromatischen Pilau zu, ein Reisgericht mit Rindfleisch, Gemüse, Zimt und Gewürznelken, das auf kleiner Flamme gegart wird.

(4): Le Mans: Ein König im Wahn
Die historische Altstadt von Le Mans, die Cité Plantagenêt, zieht mit Fachwerkhäusern, Kopfsteinpflaster und engen Gassen Geschichts- und Architekturinteressierte in ihren Bann. Im 14. Jahrhundert erlag der französische König vor den Toren der Stadt einem folgenschweren Missverständnis…

Montag, 22.03 / 23:45 Uhr / Debüt hinter Gittern ~ Proben für das Leben draußen
Dokumentarfilm, Weißrussland, 2017, MDR 80 Min.
Regie: Anastasiya Miroshnichenko
Online verfügbar von 22/03 bis 18/09

Ein Gefängnis im Süden Weißrusslands: 1.500 Frauen verbüßen hier ihre Haftstrafe. Sie alle sind Ersttäterinnen; verurteilte Kriminelle. Doch sie sind auch Ehefrauen, Mütter, Töchter und Schwestern. Elf von ihnen haben hinter Gittern ihre Leidenschaft zum Theater entdeckt und bereiten sich auf die Premiere ihres ersten Stücks vor. Mit Interviews und Bildern aus den Überwachungskameras, die das Leben unter permanenter Kontrolle spürbar werden lassen, erzählt „Debüt hinter Gittern – Proben für das Leben draußen“ ihre Geschichten. Der Dokumentarfilm zeigt die Theaterproben, aber auch die alltägliche, monotone Gefängnisroutine und wirft die Frage nach dem Sinn ihrer langen Haftzeiten auf.

Das Lampenfieber steigt, der Ton bei den Proben wird rauer. Der Auftritt im Staatlichen Theater steht kurz bevor. Doch die elf Frauen, die mit schwitzigen Händen ihrem Theaterdebüt entgegenfiebern, sind keineswegs gewöhnliche Schauspielerinnen. Sie alle sind verurteilte Kriminelle, verbüßen ihre Haftstrafen hinter hohen Mauern mit Stacheldraht in einem kleinen Gefängnis im Süden Weißrusslands. Die Gründe ihrer Inhaftierung sind so unterschiedlich wie die Frauen selbst, und doch eint sie alle die Liebe zum Theater. Für die Frauen ist die Schauspielerei weit mehr als eine bloße Abwechslung zur Monotonie des Gefängnisalltags. Auf der Bühne können sie endlich wieder frei sein, Emotionen zeigen, die ansonsten hinter den Zellentüren verschlossen bleiben, bemerkt allein vom wachsamen Auge der Überwachungskameras.

Die Frauen hadern mit ihrem Schicksal, werden gequält von den Gedanken an ihre Kinder, die ohne die Mutter aufwachsen müssen. Besonders drängend ist jedoch die Angst vor dem Leben danach. Nach fünf oder zehn Jahren entlassen zu werden ist schwierig – vor allem, wenn man keine Familie hat und enge Freunde rar geworden sind.

Für die Premiere des Stücks werden die Frauen das Gefängnis zum ersten Mal nach langer Zeit verlassen, im Publikum – zum Teil nach Jahren der Trennung – ihren Kindern, Eltern, Ehemännern und Geschwistern in die Augen blicken. Was als Theaterprobe auf einer Gefängnisbühne begann, ist für die meisten zur Generalprobe für das Leben in Freiheit geworden.

Dienstag, 23.03. / 05:00 Uhr / Im Labyrinth der Geschlechter ~ Frauenfiguren der Händel-Zeit
Musik, Deutschland, 2019, MDR 75 Min.
Regie: Myriam Hoyer
Komponist: Georg Friedrich Händel, Johann Adolf Hasse, Antonio Vivaldi, Baldassare Galuppi, Johann Gottlieb Graun, Francesco Cavalli
Dirigent: Meret Lüthi, Wolfgang Katschner, Vittorio Ghielmi
Orchester: Les Passions de l’Ame, Lautten Compagney Berlin, Il Suonar Parlante Orchestra
Mit: Anna Prohaska (Sopran), Vivica Genaux (Mezzosopran), Hana Blazikova (Sopran), Fulvio Bettini (Bariton), Lawrence Zazzo (Countertenor)
Online verfügbar von 07/03 bis 06/04
Wiederholung vom 07.03.

Dienstag, 23.03. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 16/03 bis 22/05
Erstausstrahlung

(1): Daido Moriyamas zwielichtiges Tokio
(2): Thunfischfang auf der Île d’Yeu
(3): Türkei: Kemals Tomaten-Omelett
(4): Ein revolutionärer Herrscher im Stockholmer Schloss

(1): Daido Moriyamas zwielichtiges Tokio Die quirlige, kosmopolitische Hauptstadt Tokio auf der Insel Honshu bildet einen starken Kontrast zum traditionellen Image Japans. In seinen Aufnahmen vom Nachtleben der Metropole hat der Fotograf Daido Moriyama, der die Entwicklung seines Landes seit den 40er Jahren mit der Kamera begleitet, die dunklen Seiten der japanischen Nachkriegszeit festgehalten.

(2): Thunfischfang auf der Île d’Yeu
Vor der Küste der Vendée liegt die Île d’Yeu, die sich im 19. Jahrhundert zum führenden Thunfisch-Hafen der französischen Atlantikküste entwickelte. In den 50er Jahren musste eine Konservenfabrik nach der anderen schließen, und der Thunfischfang ging stark zurück. Doch bis heute kann man noch den mutigen Geist der Seeleute in den Vierteln der Fischerhütten spüren, deren Tradition die ganze Insel prägt.

(3): Türkei: Kemals Tomaten-Omelett
In Istanbul kredenzt Kemal ein herzhaftes Frühstück mit Menemen, einer türkischen Eierspeise mit Paprika und Tomate, die mit einer Tasse Tee serviert wird.

(4): Ein revolutionärer Herrscher im Stockholmer Schloss
Das königliche Schloss in Stockholm, Amtssitz des schwedischen Königs und eines der größten Schlösser Europas, wird das ganze Jahr über für prächtige Empfänge genutzt. Anfang des 19. Jahrhunderts gelangte ein französischer General auf überraschende Weise auf den Thron…

Dienstag, 23.03. / 01:35 Uhr / Juliette Gréco – Die Unvergleichliche
Dokumentarfilm, Frankreich, 2011, ARTE 72 Min.
Regie: Yves Riou, Philippe Pouchain
Online verfügbar von 25/09 bis 17/06
Wiederholung vom 20.03.

Mittwoch, 24.03. / 05:00 Uhr / Iggy Pop Live in Paris
Gaîté Lyrique 2019
Musik, Frankreich, 2019, ARTE F 58 Min.
Regie: David Ctiborsky
Online verfügbar von 19/02 bis 14/03
Wiederholung vom 26.02.

Mittwoch, 24.03. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 17/03 bis 23/05
Erstausstrahlung

(1): Das Rolandslied in den Pyrenäen
(2): Bali, Eldorado für westliche Touristen
(3): Italien: Donatellas Pasta alla Carbonara
(4): Eine Frau am Steuer im Neckartal

(1): Das Rolandslied in den PyrenäenZwischen den zerklüfteten Felsen der Pyrenäen, die eine natürliche Grenze zwischen Spanien und Frankreich bilden, verläuft der Pass Puerto de Ibañeta. Dort soll sich eine legendäre Schlacht ereignet haben, die im französischen Rolandslied beschrieben wird. Das umfangreiche Versepos hat die Jahrhunderte überdauert und gilt als Vorläufer des Gedankens einer Nation, die ein gemeinsames Schicksal eint.

(2): Bali, Eldorado für westliche Touristen
Mit ihren weißen Sandstränden und imposanten Vulkanen ist die indonesische Insel Bali ein Urlaubsparadies für amerikanische und europäische Besucher. Seit den 20er Jahren fördern Künstler und Forschungsreisende einen beispiellosen kulturellen Austausch, bei dem sich westliche Reisende auf die balinesische Identität einlassen und eine echte Annäherung an die Natur suchen.

(3): Italien: Donatellas Pasta alla Carbonara
In Rom verrät uns Donatella das italienische Originalrezept für Pasta alla carbonara – ohne Sahne und Kochschinken, dafür mit Guanciale und frisch geriebenem Pecorino.

(4): Eine Frau am Steuer im Neckartal
Folgt man dem Neckar, der sich zwischen Weinbergen und romantischen Schlössern entlangschlängelt, gelangt man ins Zentrum der Industriestadt Mannheim. Im 19. Jahrhundert war die einstige Residenzstadt der Kurpfalz Ausgangspunkt eines modernen Heldenepos auf deutschen Straßen…

Donnerstag, 25.03. / 05:00 Uhr / Stars von morgen – On Tour: München
Musik, Deutschland, 2020, ZDF 43 Min.
Regie: Elisabeth Malzer
Moderation: Rolando Villazón

Mit: Mirjam Mesak (Sopran), Caspar Singh (Tenor), Joë Christophe (Klarinette), Louie’s Cage Percussion, Franziska Eimer and Friends
Online verfügbar von 06/03 bis 05/06
Wiederholung vom 07.03.

Donnerstag, 25.03. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 18/03 bis 24/05
Erstausstrahlung

(1): Die bayerische Kantate Carmina Burana
(2): In der Türkei geben die Sultaninnen den Ton an
(3): Guadeloupe: Roselynes Colombo de Poulet
(4): Weibliche Attraktion in den Vogesen

(1): Die bayerische Kantate Carmina Burana Die lateinischen Gesänge der Carmina Burana klingen, als stammten sie aus dem Mittelalter. Tatsächlich komponierte Carl Orff die Melodien in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Als Inspirationsquelle für seine musikalischen Geistesblitze, die in keine Schublade passen, diente dem Künstler seine bayerische Heimat, die ebenso vielfältig und ambivalent ist wie das berühmte Werk.

(2): In der Türkei geben die Sultaninnen den Ton an
Abgeschirmt von der Welt in ihrem Harem lebten die vielleicht bekanntesten Unsichtbaren der Geschichte: die osmanischen Sultaninnen. Doch entgegen dem Klischee hatten diese Frauen weit mehr zu bieten als ihre Verführungskünste: In der Türkei des 16. und 17. Jahrhunderts waren sie Politikerinnen, Diplomatinnen und Philanthropinnen und bauten Moscheen, Schulen und Krankenhäuser, ohne je ihren goldenen Käfig zu verlassen.

(3): Guadeloupe: Roselynes Colombo de Poulet
Im Küstenort Le Moule bereitet Roselyne wie schon ihre Großmutter und ihre Mutter das traditionelle Colombo de Poulet, das aus Indien nach Guadeloupe kam. Ein Gericht, das süchtig macht!

(4): Weibliche Attraktion in den Vogesen
Wenn man sich durch Nadelwälder einen Weg zu den Gipfeln der Vogesen bahnt, kommt man vielleicht an Thaon-les-Vosges vorbei, einem ruhigen 8.000-Seelen-Ort. Doch zu Beginn des 20. Jahrhunderts strömten Scharen von Neugierigen in den Ort, um eine Bewohnerin zu sehen…

Freitag, 26.03. / 05:00 Uhr / Tracks
Magazin, Frankreich, 2020, ARTE F 30 Min.
Wiederholung vom 19.03.

Freitag, 26.03. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 19/03 bis 25/05
Erstausstrahlung

(1): Lissabon, Antonio Tabucchis Traumstadt
(2): Vater Rhein
(3): La Réunion: Jacksons Bonbons Piment
(4): Vergiftete Ehen in Palermo

(1): Lissabon, Antonio Tabucchis Traumstadt
Über die Ufer des Tejo erhebt sich die portugiesische Hauptstadt in einem Gewirr aus engen Gassen. Als Student reiste Antonio Tabucchi 1965 nach Lissabon. Es war der Beginn einer lebenslangen Liebe zwischen dem italienischen Schriftsteller und der „weißen Stadt“. 20 Jahre nach seinem ersten Besuch widmete Tabucchi seiner Herzensstadt das “Lissabonner Requiem”, sein erstes und einziges auf Portugiesisch verfasstes Buch.

(2): Vater RheinVon allen Flüssen, die durch Deutschland fließen, ist der Rhein mit seinen mächtigen, manchmal auch stürmischen Fluten am stärksten mit dem Land verbunden. Auf ihn gründeten die Romantiker im 19. Jahrhundert die deutsche Nation und machten den Fluss gar zu einem Mythos.

(3): La Réunion: Jacksons Bonbons Piment
In Grand Bois auf der Insel Réunion bereitet Jackson mit seinen Bonbons Piment einen feurigen Aperitif für seine Freunde. Hinter dem Herd regiert Jacksons Mutter!

(4): Vergiftete Ehen in Palermo
In Palermo brennt die sizilianische Sonne auf die Barockfassaden der Kathedrale und die engen, weitverzweigten Gassen der Stadt, die tausende Geschichten erzählen kann. Darunter die einer Bewohnerin, die im 17. Jahrhundert mit einem Hausmittel gegen schlechte Ehen Aufsehen erregte…

Freitag, 26.03. / 20:15 Uhr / Marie Curie
Fernsehfilm, Polen, Deutschland, Frankreich, 2016, BR 93 Min.
Regie: Marie Noëlle
Drehbuch: Marie Noëlle, Andrea Stoll
Produktion: P’Artisan Filmproduktion, Pokromski Studio, Glory Film, Perathon Medien, Schubert International, Climax Films, Sépia Production
Produzent: Marie Noëlle, Mikolaj Pokromski, Ralf Zimmermann
Kamera: Michal Englert
Schnitt: Isabelle Rathéry, Marie Noëlle, Lenka Fillnerova, Hans Horn
Musik: Bruno Coulais
Kostüme: Chris Pidre, Florence Scholtes
Szenenbild / Bauten: Eduard Krajewski
Redaktion: Cornelia Ackers
Ton: Philippe Vandendriessche

Mit: Karolina Gruszka (Marie Curie), Charles Berling (Pierre Curie), Arieh Worthalter (Paul Langevin), André Wilms (Eugène Curie), Marie Denarnaud (Jeanne Langevin), Samuel Finzi (Gustave Téry), Malik Zidi (André Debierne), Sabin Tambrea (August Gyldenstople)

Online verfügbar von 26/03 bis 02/04

Marie Curie, eine außergewöhnliche Frau zwischen Wissenschaft, Familie und verbotener Liebe: Der frühe Verlust ihres Mannes und Forschungspartners Pierre Curie hinterließ die Nobelpreisträgerin nicht nur als alleinerziehende Mutter zweier Mädchen, sondern auch mit einem gebrochenen Herzen. Zudem musste die Physikerin fortan für ihren Platz in der von Männern dominierten Forschung kämpfen. Als sich Marie einige Jahre später in ihren verheirateten Kollegen Paul Langevin verliebt und ihr Verhältnis schließlich an die Öffentlichkeit kommt, entsteht um ihre Person ein Skandal, der Marie vor wichtige Entscheidungen stellt …

Marie Curie wird mit ihrem Mann Pierre Curie 1903 als erste Frau mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Dadurch bestärkt treiben die beiden ihre Forschung zum chemischen Element Radium als ein Heilmittel zur Krebstherapie voran. Die glückliche Familie wird jäh auseinandergerissen, als eines Tages Pierre bei einem tragischen Zusammenstoß mit einem Fuhrwerk ums Leben kommt. Voller Trauer muss sich Marie in ihrer neuen Rolle als alleinerziehende Mutter und Witwe zurechtfinden und findet Halt bei ihrer Familie.Nach und nach kämpft sie sich ins Leben zurück und widmet sich weiterhin der Erforschung von Radium, die sie in Gedenken an Pierre Curie betreibt. Doch in einer von Männern dominierten Branche steht Marie vielen Herausforderungen gegenüber. Ihre Kandidatur als Nachfolgerin für Pierres Lehrstuhl an der Pariser Sorbonne wird kritisch beäugt und Maries Kompetenz wiederholt infrage gestellt. Zudem erkrankt ihr Schwiegervater Eugène schwer, der sich bis dahin aufopferungsvoll um ihre Töchter gekümmert hat, damit Marie ausreichend Zeit für ihre Arbeit hat.Trotz aller Schicksalsschläge findet Marie in Paul Langevin, einem verheirateten Wissenschaftskollegen, jemanden, dem sie nach langer Zeit wieder vertrauen kann. Die beiden verlieben sich ineinander und beginnen ein heimliches Verhältnis. Das Glück währt nicht lange, als Pauls Ehefrau Wind davon bekommt und Marie in ihrer Wut sogar mit dem Tode bedroht.In dem Moment, als Marie der zweite Nobelpreis zuerkannt werden soll, wird ihre Affäre mit Paul publik und ihr Leben scheint aus allen Fugen zu geraten. Trotz ihres Ruhms wird Marie zum Ziel übler Diffamierungen und muss bitterlich erfahren, wie unvereinbar Vernunft und Leidenschaft sein können …

Zusatzinfo:
„Marie Curie“ wurde 2016 auf dem Toronto International Film Festival vorgestellt. Die Regisseurin Marie Noëlle wurde für ihre Arbeit beim Bayerischen Filmpreis 2017 mit dem Regiepreis ausgezeichnet. Die polnische Schauspielerin Karolina Gruszka, die die Marie Curie verkörpert, spielte schon in zahlreichen Filmen mit und setzte sich beim Polnischen Filmfestival 2005 in der Kategorie Beste Darstellerin für ihre Leistung in „Kochankowie z Marony“ (2005) durch. Arieh Worthalter – hier in der Rolle des Paul Langevin – studierte Schauspiel in Brüssel und ist unter anderem aus Filmen wie „Bastille Day“ (2016), „Girl“ (2018) oder „Eine größere Welt“ (2019) bekannt.

Freitag, 26.03. / 21:50 Uhr / Diana Ross ~ Eine Diva erobert die Welt
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 51 Min.
Regie: Julie Veille
Online verfügbar von 19/03 bis 25/05

Glitter, Charme und eine powergeladene Stimme: Diana Ross hat Musikgeschichte geschrieben. Die „Ain’t No Mountain High Enough“-Sängerin träumte schon als kleines Mädchen davon, Weltstar zu werden. Dass ihr dies trotz vieler Hindernisse gelang, verdankt die glamouröse Diva ihrem Talent, ihrer Charakterstärke und ihrer unerschütterlichen Entschlossenheit.

„Ain’t No Mountain High Enough“, „Stop! In the Name of Love“, „Upside Down“ sind nur einige der Ohrwürmer, die Diana Ross der Welt schenkte. Die in Detroit geborene Musikerin startete in den 1960er Jahren als Leadsängerin in der heute erfolgreichsten Girlgroup aller Zeiten: The Supremes. Mit ihrer Solokarriere ab 1970 setzte sie noch eins drauf und erlangte innerhalb weniger Jahre Weltruhm. 1993 wurde sie als „erfolgreichste Musikerin aller Zeiten“ ins Guinnessbuch der Rekorde aufgenommen. Die Dokumentation ergründet, wie Diana Ross trotz zahlreicher Hindernisse eine solch atemberaubende Karriere gelingen konnte. Dass sie in die Annalen von R’n’B, Pop und Disco einging, verdankt die Diva ihrer Charakterstärke und Entschlossenheit ebenso wie einer überdurchschnittlichen Leistungsfähigkeit, für die sie jeder bewunderte – allen voran der Musikproduzent und Motown-Gründer Berry Gordy Jr., der als Mentor und Liebhaber von Diana Ross das Leben und die Karriere der Sängerin entscheidend prägte. Das nicht selten explosive Temperament von Diana Ross und ihre – wohldosierte – Vorliebe für Glitter, Pelz und Glamour kamen bei ihren Zeitgenossen, und nicht zuletzt in der Schwulenszene, gut an. In einem von weißen Männern dominierten, rassistischen Amerika hatte Diana für sich beschlossen, frei und unabhängig zu sein. Mit solchen Ansprüchen überraschte und verstörte sie die Musikindustrie, deren Entscheider kaum geneigt waren, sich von einer schwarzen Frau Vorschriften machen zu lassen. Ross verstand sich als Diva, interpretierte das Rollenbild aber feministisch als das einer freien, starken und unabhängigen Frau. Eine Macherin, die ihr Leben von Anfang an in die eigenen Hände nahm.

Freitag, 26.03. / 22:40 Uhr / Tracks
Magazin, Deutschland, 2021, ZDF 30 Min.
Online verfügbar von 25/03 bis 24/06
Erstausstrahlung

Ob legal oder illegal – in der Popkultur ist Cannabis ein Dauerbrenner. Und während die Legalisierung weltweilt mit unterschiedlichem Tempo voranschreitet, arbeiten viele Popstars mit Hochdruck daran, sich auch ein Stück vom großen legalen „Space Cake“ zu sichern. „Tracks“ schaut hinter die Kulissen des Geschäfts mit Blüten, Ölen und Tinkturen – mit und ohne THC-Gehalt.

Cannabis ist nicht nur die am häufigsten konsumierte illegale Droge der Welt, an immer mehr Orten der Welt ist dies auch völlig legal. So ist der Konsum in den USA in vielen Bundesstaaten bereits erlaubt, und auch in vielen europäischen Ländern schreitet die Legalisierung in unterschiedlichem Tempo voran.Ob legal oder illegal – im Pop ist Cannabis immer noch ein echter Dauerbrenner. Zwar lösen Texte übers Kiffen schon lange keine Skandale mehr aus. Dafür arbeiten viele Popstars mit Hochdruck daran, sich auch ein Stück vom großen legalen „Space Cake“ zu sichern. „Tracks“ schaut hinter die Kulissen des Geschäfts mit Blüten, Ölen und Tinkturen – mit und ohne THC-Gehalt.

Freitag, 26.03. / 23:15 Uhr / Berlin Artists@Berlin Live
Live-Musik aus dem SchwuZ Neukölln
Musik, Deutschland, 2020, ZDF 76 Min.
Regie: Stefan Mathieu
Online verfügbar von 25/03 bis 25/04
Erstausstrahlung

„Berlin Live“ – die ARTE-Konzertreihe aus dem Neuköllner Szeneclub SchwuZ – startete für alle, die Livemusik vermissen, schon sehr früh ein Soforthilfeprogramm: In der ersten Aprilwoche 2020 – gleich zu Beginn der Pandemie und des ersten Lockdowns – präsentierte „Berlin Live“ jeden Tag Bands und SolokünstlerInnen auf ARTE Concert. Mit dem gebotenen Abstand und unter Berücksichtigung aller Hygienemaßnahmen spielten sie für das digitale ARTE-Publikum jeweils ein 30-minütiges Clubkonzert.Das Line-up:Fatoni: Seine erste Solotour seit fast drei Jahren wurde durch Corona jäh unterbrochen.Drangsal: Max Gruber ist Drangsal und tauchte 2016 scheinbar aus dem Nichts in der deutschen Musiklandschaft auf. Max Gruber ist Autodidakt, Außenseiter, Musikbesessener.Say Yes Dog: Das aus Deutschland und Luxemburg stammende Trio traf sich beim Musikstudium in den Niederlanden und hat seine gemeinsame Base seit einigen Jahren in Berlin gefunden.Kadavar: 2010 gegründet entwickelte Kadavar schnell seinen eigenen Stil aus Stoner- und Psychedelic-Rock.Odd Couple: Jascha Kreft und Tammo Dehn mischen Kraut mit Dada, druckvolle Soundbretter voller Glam kontrastieren ausufernd explodierende Gitarrenriffs.ÄTNA: Sie Gesang, er Schlagzeug. Sie ist Schweizerin mit spanisch-jüdischen Wurzeln, er kommt aus der westdeutschen Provinz. Sie spielen auch in ihren Songs ganz bewusst mit Geschlechterrollen.Malakoff Kowalski: In Boston/USA als Aram Pirmoradi geboren, die Eltern aus Teheran, aufgewachsen in Hamburg, lebt der deutsch-amerikanisch-persische Musiker heute in Berlin.

Freitag, 26.03. / 02:05 Uhr / Filmstar mit Charakter – Simone Signoret
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 52 Min.
Regie: Michèle Dominici
Online verfügbar von 01/03 bis 03/04
Wiederholung vom 08.03.


Programmwoche 13:

Samstag, 27.03. / 05:25 Uhr / Melanie De Biasio in Concert, Paris Odéon-Theater
Musik, Frankreich, 2018, ARTE F 76 Min.
Regie: Mathieu Mastin
Online verfügbar von 05/03 bis 11/04
Wiederholung vom 12.03.

Samstag, 27.03. / 09:00 Uhr / Stadt Land Kunst Spezial: Ruanda
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 38 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 20/03 bis 26/05
Erstausstrahlung

(1): Ruanda: Diane Fosseys „Gorillas im Nebel“
(2): Ruandas heilige Kühe
(3): Ruanda: Immer höher hinaus!

(1): Ruanda: Dian Fosseys „Gorillas im Nebel“
Im Norden Ruandas ragen die Gipfel der Virunga-Vulkane aus dem Dschungel. In diesen nebelverhüllten Wäldern leben die letzten Berggorillas der Erde. In den 60er Jahren erforschte die amerikanische Primatologin Dian Fossey im direkten Kontakt mit den Tieren deren Lebensgewohnheiten und Verhaltensweisen. Ihre bewegenden Erfahrungen schrieb sie in dem Bestseller „Gorillas im Nebel“ nieder, der 1988 verfilmt wurde.

(2): Ruandas heilige Kühe
Mitten in der Region der Großen Seen liegen die bewaldeten Hügel von Ruanda. Hier lebt ein Tier, das aus der Geschichte des Landes nicht wegzudenken ist: die Kuh. Für die Bevölkerung Ruandas ist die Kuh ein kulturelles und identitätsstiftendes Totemtier. Unter der Kolonialherrschaft wurde sie zum Auslöser von Unfrieden, und sowohl beim Völkermord 1994 als auch beim nachfolgenden Wiederaufbau des Landes spielte sie eine zentrale Rolle.

(3): Ruanda: Immer höher hinaus!
Die Stadt Nyanza im Süden Ruandas war lange Zeit Königssitz und glänzte als künstlerisches und kulturelles Zentrum. Hier übten sich die zukünftigen Eliten des Landes in Dichtkunst, traditionellem Tanz und einer Hochsprungtechnik, bei der auch internationale Champions vor Neid erblassen könnten.

Samstag, 27.03. / 20:15 Uhr / Das Trojanische Pferd~ Auf der Spur eines Mythos
Dokumentation, Deutschland, 2020, ZDF 52 Min.
Regie: Roland May
Online verfügbar von 26/03 bis 26/04
Erstausstrahlung

Die Geschichte vom Trojanischen Krieg ist eine der bedeutendsten Erzählungen Europas. Erst nach zehnjährigem Kampf soll es den Griechen mit Odysseus‘ List gelungen sein, in die nahezu uneinnehmbare Stadt einzudringen und sie zu erobern. Ein gigantisches Holzpferd voller griechischer Soldaten wird den Trojanern als Geschenk präsentiert. Trotz Warnungen ziehen die Ahnungslosen die Attrappe in die Stadt. Im Schutz der Dunkelheit schlüpfen die Griechen aus dem Pferd und öffnen ihren Kameraden die Tore. Das einst mächtige Troja geht in Flammen auf. Doch was, wenn es ganz anders gewesen wäre?

Neue Erkenntnisse legen nahe, dass diese Geschichte vielleicht umgeschrieben werden muss. Das Trojanische Pferd war vermutlich gar kein Pferd. Doch wie haben die Griechen ihre Feinde dann überlistet? Und welche Rolle spielt der antike Autor Homer in diesem Kontext?

Dem Forscher Francesco Tiboni zufolge muss sich die Geschichte des Trojanischen Pferdes anders zugetragen haben. Historische Funde und Darstellungen sind ihm zu uneinheitlich, um zueinander zu passen. Tiboni bereist verschiedenste archäologische Schauplätze und beleuchtet konkurrierende Theorien und neue Erkenntnisse über die Kriegslist der Griechen und das berühmt gewordene Ende des Trojanischen Krieges.

Die Filmemacher tauchen mit ihm in die Tiefen des Mittelmeeres, wo er schließlich überzeugende Hinweise findet, die ihm helfen, das 3.000 Jahre alte Rätsel zu lösen.

Samstag, 27.03. / 21:05 Uhr / Superhelden: Odysseus
Dokumentationsreihe, Deutschland, 2017, ZDF 53 Min.
Regie: Robert Schotter
Online verfügbar von 26/03 bis 26/04

Superhelden überragen normale Sterbliche. Ihre Leiden gehen tiefer. Ihre Erfolge sind größer. Sie sind zentrale Figuren bedeutender Epen. Ihre Abenteuer mögen über das menschliche Maß hinausgehen, trotzdem kann man sich in ihnen wiedererkennen. Das macht sie bis heute aktuell, auch wenn ihre Schöpfer sie immer in einer ganz konkreten geschichtlichen Situation dargestellt haben. Odysseus gilt als erster Held Europas. Der griechische Dichter Homer hat ihn und seine Abenteuer präzise herausgearbeitet und mit ihm einen Typ des mannhaften Helden entworfen, der bis heute Gültigkeit hat und überraschend zeitlos wirkt mit seinen Eigenschaften: enorme Flexibilität, hoher Pragmatismus und die Bereitschaft, Tricks anzuwenden, um seine Ziele zu erreichen.

Homers Odysseus musste den Herausforderungen einer neuen Zeit genügen. Der Dichter schrieb sein Epos zu Beginn der großen griechischen Kolonisation im 8. Jahrhundert vor Christus nieder. Die Griechen entdeckten den weiten Westen des Mittelmeers, Italien, Sizilien, Frankreich und Spanien. Sie wagten sich vor ins Unbekannte, litten Entbehrungen, machten Erfahrungen mit Naturkatastrophen, mit freundlich wie feindlich gesinnten Völkern. In dieser neuen Welt gründeten sie blühende Kolonien, die bald reicher und schöner waren als die Heimatorte der griechischen Seefahrer. Homer schrieb die Blaupause für diese expandierende Bewegung. Odysseus stattete er mit idealtypischen Eigenschaften aus: Er ertrug widrige Umstände und Schmerz, er verfügte über Intelligenz und Mut. Er lernte aus seinen Fehlern. Opportunistisch setzte er auch Lüge, List, Tücke ein, um seine Ziele zu erreichen. Homers Zeitgenossen sollten in ihm die Züge eines echten Anführers erkennen. Einen historischen Odysseus hat es wohl nie gegeben, so die Meinung der meisten Wissenschaftler. Schon die angebliche Heimat des mythischen Helden – die Ionische Insel Ithaka – ist unter Forschern strittig. Hinweise in der Odyssee sprechen eher für die größte der Ionischen Inseln, Kefalonia. Sensationell war die Entdeckung des größten Kuppelgrabes Westgriechenlands, in dem eindeutig Könige bestattet wurden. Ein Fundstück aus diesem Grab zeigt eine Abbildung, die in der Odyssee eine Entsprechung zu finden scheint. Möglicherweise steckt in der “Odyssee” Homers doch mehr geschichtliche Wahrheit als angenommen. Davon sind auch Wissenschaftler mehr und mehr überzeugt.

Samstag, 27.03. / 22:00 Uhr / Oliver Sacks – Sein Leben
Dokumentation, Deutschland, 2020, WDR 52 Min.
Regie: Ric Burns
Online verfügbar von 24/03 bis 25/06
Erstausstrahlung

“Oliver Sacks – Sein Leben” beleuchtet das Leben des berühmten Neurologen und Schriftstellers Oliver Sacks. Sacks gewährt intime Einblicke in seinen jahrelangen Kampf mit Drogenabhängigkeit, einer homophoben Gesellschaft sowie einer medizinischen Gemeinschaft, die den wissenschaftlichen Wert seiner Arbeit erst Jahrzehnte später akzeptierte. Sacks war ein kühner Entdecker unbekannter mentaler Welten, der dazu beitrug, unser Verständnis von Bewusstsein und Geist, die Vielfalt menschlicher Erfahrungen sowie die uns alle verbindende Menschlichkeit neu zu erfassen.

Am 15. Januar 2015, wenige Wochen nach der Fertigstellung seiner autobiografischen Memoiren, erfuhr der Schriftsteller und Neurologe Oliver Sacks, dass er aufgrund einer fortgeschrittenen Krebserkrankung nur noch wenige Monate zu leben hat. Kurze Zeit später setzte er sich mit Regisseur Ric Burns zu einer Reihe von Interviews in seiner New Yorker Wohnung zusammen.

Fünf Tage lang, insgesamt 80 Stunden – umgeben von Familie und Freunden, Büchern, Mineralien und Notizbüchern gefüllt mit sechs Jahrzehnten des Denkens und Schreibens über das menschliche Gehirn – sprach er über sein Leben und Werk, seine Träume und Ängste und sein unaufhörliches Gefühl des Staunens über die natürliche Welt und den Platz der Menschen darin.

Neben den fesselnden und bewegenden Betrachtungen von Oliver Sacks kommen in aufschlussreichen und persönlichen Interviews Familienmitglieder, Kollegen, Patienten und enge Freunde zu Wort.

“Oliver Sacks – Sein Leben” ist zum einen die Biografie eines außergewöhnlichen Arztes und Schriftstellers, der von seinen eigenen Neurosen und der Ablehnung seiner medizinischen Kollegen verfolgt wurde und dennoch für Millionen von Lesern die Natur des menschlichen Geistes neu definierte, einfach indem er zutiefst mitfühlende Geschichten erzählte. Zum anderen untersucht der Film die Wissenschaft des menschlichen Bewusstseins und der Subjektivität sowie die tiefgreifenden und intimen Beziehungen zwischen Kunst, Wissenschaft und dem Geschichtenerzählen.

Samstag, 27.03. / 03:25 Uhr / Das Lied
(La chanson)
Kurzfilm, Frankreich, 2018, ARTE F 29 Min.
Regie: Tiphaine Raffier
Drehbuch: Tiphaine Raffier, Clémence Madeleine-Perdrillat
Produktion: Année Zéro
Kamera: Raphaël Rueb
Schnitt: Clémence Diard
Musik: Guillaume Bachelé

Mit: Victoria Quesnel (Pauline), Noémie Gantier (Barbara), Tiphaine Raffier (Jessica)
Online verfügbar von 27/03 bis 26/05

Pauline, Barbara und Jessica sind Anfang 20 und zusammen in einer künstlich angelegten Stadt in der Nähe von Paris aufgewachsen. Sie proben regelmäßig zusammen, um an einem Gesangswettbewerb teilzunehmen. Eines Tages teilt Pauline ihren Freundinnen mit, dass sie gerne als Liederschreiberin arbeiten möchte. Sie bittet die beiden anderen, als „Testpublikum“ für ihre Kompositionen zu fungieren. Dies führt zu Irritationen innerhalb der Gruppe …

Sonntag, 28.03. / 05:05 Uhr Vincent Peirani – Der neue Atem des Jazz
Musik, Deutschland, 2017, SWR 52 Min.
Regie: Katja Duregger
Online verfügbar von 07/03 bis 14/03
Wiederholung vom 07.03.

Sonntag, 28.03. / 06:00 Uhr / Rubens – Ein Leben in Europa
Dokumentation, Deutschland, 2018, HR 53 Min.
Regie: Christine Romann
Online verfügbar von 21/03 bis 28/03
Wiederholung vom 21.03.

Sonntag, 28.03. / 06:55 Uhr / Filmstar mit Charakter – Simone Signoret
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 52 Min.
Regie: Michèle Dominici
Online verfügbar von 01/03 bis 03/04
Wiederholung vom 08.03.

Sonntag, 28.03. / 16:15 Uhr / Ernst Ludwig Kirchner – Furchtbar genial
Dokumentation, Deutschland, 2021, NDR 53 Min.
Regie: Susanne Brand
Online verfügbar von 28/03 bis 26/06
Erstausstrahlung

Ernst Ludwig Kirchner: Pionier des deutschen Expressionismus. Seine Gemälde zeigen entblößte Mädchen und Frauen, den Rausch der Großstadt und exotische Welten. Mit seinem provokanten und skandalösen Malstil entfernt sich Kirchner von den Konventionen der deutschen Kunstakademie Anfang des 20. Jahrhunderts. Sein künstlerisches Werk wirft mittlerweile Fragen auf: Ist er ein Sexist gewesen? Ein Pädophiler? Ein Schummler und Fälscher? Hat er die Kunstwelt belogen und betrogen? Oder ist er einfach nur ein genialer Künstler gewesen, der nach dem hektischen Leben in Berlin seine Ruhe auf der Insel Fehmarn und später in der Einsamkeit der Schweiz fand?

Wie sehen wir Ernst Ludwig Kirchner heute? Insbesondere im Hinblick auf die #MeToo-Debatte und die pädophilen Missbrauchsskandale in Kirche und Gesellschaft. Lässt sich Kirchners Kunst überhaupt unabhängig davon betrachten? Dieses Schwergewicht der klassischen Moderne, der als Künstler ins Heldenpantheon der Avantgarde eingegangen ist – zu Recht?

Und inwiefern war ELK, so nannte er seine selbst erschaffene Marke, der erste „medienorientierte“ Künstler, der die Medien für sich genutzt hat? Mit dem Pseudonym „Louis de Marsalle“ erfand er eine Figur, unter deren Namen er seine eigenen Kunstkritiken schrieb. Der nur in Kirchners Fantasie existierende französische Kunstkritiker Marsalle reflektierte das Werk des Künstlers so, wie Kirchner es wollte. Kirchner hat Grenzen verwischt, die französische Malerei adaptiert, kopiert, seine Bilder vordatiert. Alles Betrug oder großartige Kunst?

Sonntag, 28.03. / 17:10 Uhr / TWIST
Magazin, Deutschland, 2021, NDR 30 Min.
Moderation: Romy Straßenburg
Online verfügbar von 26/03 bis 26/06
Erstausstrahlung

Sonntag, 28.03. / 17:40 Uhr / Mit Mozart in Havanna ~ Konzert mit Sarah Willis und dem Havana Lyceum Orchestra
Musik, Deutschland, 2020, ZDF 43 Min.
Regie: Magdalena Zięba-Schwind
Komponist: Wolfgang Amadeus Mozart, Joshua Davis & Yuniet Lombida Pietro, Edgar Vero, Moisés Simons
Dirigent: José Antonio Méndez Padrón
Orchester: Havana Lyceum Orchestra

Mit: Sarah Willis (Horn)

Online verfügbar von 27/03 bis 26/06
Erstausstrahlung

Eine einzigartige musikalische Begegnung in Havanna: Sarah Willis, Hornistin bei den Berliner Philharmonikern, und das junge Havana Lyceum Orchestra spielen „Mozart y Mambo“ – ein Musikprogramm, das Mozarts 3. Hornkonzert und die „Kleine Nachtmusik“ mit traditioneller kubanischer Musik kombiniert und verschmilzt. ARTE zeigt das Konzert aus Havanna vom Januar 2020.

In Havanna steht ein Mozart-Denkmal. Als Sarah Willis, Hornistin der Berliner Philharmoniker, 2017 zum ersten Mal Kuba besucht, sagt ein einheimischer Musiker zu ihr: „Mozart wäre ein guter Kubaner gewesen.“ Mozart auf Kuba – ein unerwartetes Bild, aber denkt man an die spielerische Leichtigkeit, die Lebensfreude und die überbordende Musikalität, dann gibt es doch viele Parallelen zwischen dem Salzburger Musikgenie und den kubanischen Musikern.

Die Idee, Mozart und Mambo miteinander zu verbinden, klassische Musik mit kubanischen Rhythmen, hat Sarah Willis seither nicht losgelassen. Im Januar 2020 setzt sie die Idee mit dem Projekt „Mozart y Mambo“ in die Tat um. Zusammen mit dem jungen Havana Lyceum Orchestra unter der Leitung des Dirigenten José Antonio Méndez Padrón entsteht ein einmaliges Musikprogramm, das die Hornkonzerte von Mozart mit traditioneller kubanischer Musik kombiniert und verschmilzt. Sarah Willis: „Wir Hornisten haben das Glück, dass Mozart vier wunderschöne Konzerte und ein Konzertrondo für uns komponiert hat. Es war immer mein Traum, sie aufzunehmen, aber ich hätte mir nie erträumen lassen, dass ich das in Kuba tun würde!“

Ein weiteres musikalisches Highlight ist die Mambo-Version der „Kleinen Nachtmusik“, bei der sich Willis auf ungewohntes Terrain begibt und mit einer kleineren Musikerformation um den Saxophonisten Yuniet Lombida Prieto musiziert: „Es war eine unglaubliche Erfahrung für mich, mit diesen erstklassigen Popmusikern zusammenzuarbeiten.“

ARTE zeigt das Konzert aus der Kirche Oratorio San Felipe Neri, Havanna, vom Januar 2020.

Sonntag, 28.03. / 20:15 Uhr / Der Zug
(The Train)
Schwerpunkt: Kunsträuber am Werk
Spielfilm, Frankreich, Italien, USA, 1964, ARTE F 128 Min.
Regie: John Frankenheimer
Drehbuch: Franklin Coen, Frank Davis
Autor: Rose Valland
Produktion: Les Productions Artistes Associés, Les Films Ariane, Dear Film Produzione
Produzent: Jules Bricken
Kamera: Jean Tournier, Walter Wottitz
Schnitt: David Bretherton
Musik: Maurice Jarre

Mit: Burt Lancaster (Paul Labiche), Paul Scofield (Oberst Franz von Waldheim), Jeanne Moreau (Christine), Michel Simon (“Papa” Boule), Suzanne Flon (Mademoiselle Villard), Wolfgang Preiss (Major Herren), Albert Rémy (Didont)

Die französische Hauptstadt ist im August 1944 bereits seit über vier Jahren von der deutschen Wehrmacht besetzt. Oberst Franz von Waldheim hält als großer Kunstliebhaber seine schützende Hand über die wertvollen, aber “entarteten” Kunstschätze der Galerie nationale du Jeu de Paume. Nun, da die Alliierten auf Paris zu marschieren und die Befreiung der Stadt nur noch eine Frage von Tagen ist, fasst er einen Plan: Er möchte die Kunstwerke von Picasso, Miró, Degas und Renoir mit dem Zug nach Deutschland bringen lassen.

Doch die Résistance weiß die Wirrungen um die eilige Evakuierung der Wehrmacht aus der besetzten Stadt für sich zu nutzen. Paul Labiche, Widerständler und Angestellter der französischen Staatsbahn, setzt mit seinen Résistance-Freunden alles daran, den Abtransport des kulturellen Erbes zu durchkreuzen und den Zug so lange aufzuhalten, bis die Alliierten die besetzte Zone befreien.

John Frankenheimers “Der Zug” basiert auf dem Sachbuch “Le Front de l’art” von Rose Valland, die selbst in der Galerie nationale du Jeu de Paume arbeitete. Die wahre Geschichte um den Abtransport von Raubkunst im Zweiten Weltkrieg wird in einen dramatischen Spielfilm übersetzt. In technisch perfekter und nüchterner Machart erzählt Frankenheimer von einem Wettlauf gegen die Zeit voller Action und Spannung.

Zusatzinfo:
Ursprünglich führte der US-Amerikaner Arthur Penn Regie bei dem Film “Der Zug”. Doch nach nur wenigen Drehtagen wurde er auf Initiative von Hauptdarsteller Burt Lancaster abgesetzt. Denn nach dem Flop von Lancasters Film “Der Leopard” 1963 an den amerikanischen Kinokassen versprach die Regie durch den actionorientierten John Frankenheimer einen größeren Erfolg. Burt Lancaster spielte im Laufe seiner Karriere in insgesamt fünf Frankenheimer-Filmen mit: “Die jungen Wilden”, 1961; “Der Gefangene von Alcatraz“, 1962; “Sieben Tage im Mai”, 1964; “Der Zug”, 1964 und “Die den Hals riskieren”, 1969.

Sonntag, 28.03. / 22:25 Uhr / Göring, Brueghel und die Shoah ~ Die Blutspur der NS-Raubkunst
Dokumentarfilm, Frankreich, Belgien, 2019, ARTERTBF 90 Min.
Regie: Laurence Thiriat, François Gonce
Online verfügbar von 21/03 bis 27/04
Erstausstrahlung

Er sammelte Titel, Macht und Kunst: Der NS-Funktionär Hermann Göring nahm mehr als 1.376 Werke in seinen Besitz, darunter Bilder von Rubens, Brueghel und Matisse. Im Archiv des französischen Außenministeriums war der sogenannte Göring-Katalog unter Akten und Archivalien vergraben und wurde vor gut zehn Jahren wieder aufgefunden. Professor Jean-Marc Dreyfus publizierte diesen Katalog der Beutekunstsammlung im Jahr 2015. Es ist das komplette Verzeichnis der Gemälde, die Hermann Göring in seiner Villa Carinhall in der Nähe von Berlin aufbewahrte. Mit einmaligem Archivmaterial zeichnet „Göring, Brueghel und die Shoah“ die Geschichte dieser weltweit größten und teuersten Raubkunstsammlung nach, die zu großen Teilen aus dem Besitz jüdischer Familien stammte.

Ein Dokument, das lange im Archiv des französischen Außenministeriums lagerte, kam im Jahr 2015 an die Öffentlichkeit: Der sogenannte Göring-Katalog enthält das komplette Verzeichnis der Gemälde, die Hermann Göring in seiner Villa Carinhall in der Nähe von Berlin aufbewahrte. Der Katalog gibt Einblicke in die Sammlung, die fast noch größer war als die von Adolf Hitler, bestimmt für das sogenannte Führermuseum in Linz. Er enthält die Namen der Nazi-Größen, die an dem groß angelegten Kunstraub beteiligt waren.

Hermann Göring sammelte mit Besessenheit Kunst. Er gefiel sich in der Rolle des Renaissancefürsten, der Kunstmäzen und Kriegsherr gleichzeitig ist. Im Zuge seiner Raubzüge durch das besetzte und unterdrückte Europa ließ er unzählige wertvolle Werke zusammentragen, darunter Bilder bedeutender flämischer Maler des 17. Jahrhunderts, deutscher Künstler des 16. Jahrhunderts sowie klassische französische und italienische Kunst.

Bei Kriegsende ließ Göring sein Anwesen Carinhall sprengen. Amerikanische Truppen fanden aber einen Teil dieser Kunstschätze wieder, zum Teil in einem Güterzug in Berchtesgaden. Die französische Regierung bemühte sich daraufhin, die in Frankreich geraubten Werke zurückzuholen. Rose Valland, Konservatorin im Musée du Jeu de Paume, setzte sich neben den Monument Men unermüdlich für diese Recherchearbeiten ein.

Der Dokumentarfilm erzählt anhand des Inventars der geraubten Kunstwerke die Geschichte des Aufbaus der Sammlung sowie die nach dem Krieg eingeleitete Suche nach den Eigentümern. Bis heute wurden noch nicht alle Eigentümer gefunden. Die Nachkommen der betroffenen jüdischen Familien kämpften – bisweilen vergeblich – um Entschädigung.

Sonntag, 28.03. / 23:55 Uhr / Jeanne Moreau – Die Selbstbestimmte
Dokumentation, Frankreich, 2017, ARTE F 54 Min.
Regie: Virginie Linhart

Die französische Schauspielerin war einer der beliebtesten Filmstars der 50er und 60er Jahre und galt als Ikone der Nouvelle Vague: Jeanne Moreau. Am 31. Juli 2017 verstarb sie im Alter von 89 Jahren in Paris. Um ihre Laufbahn zu verstehen, muss man die bedeutendsten der mehr als 100 Filme, in denen sie mitwirkte, Revue passieren lassen: von „Fahrstuhl zum Schafott“ (1958) über „Jules und Jim“ (1961), „Die Nacht“ (1961) und „Die blonde Sünderin“ (1962) bis zu „Tagebuch einer Kammerzofe“ (1964).

„Sobald irgendwo eine ‚Nouvelle Vague‘ auftaucht, klingelt es an meiner Tür, und mein Typ wird verlangt“, pflegte Jeanne Moreau zu sagen. In der Tat kann man ihr Verhältnis zum Kino nicht treffender beschreiben. In der Blütezeit der Nouvelle Vague – ab Ende der 50er und in den 60er Jahren – wurde Jeanne Moreau zur Muse so bedeutender Regisseure wie Louis Malle, Michelangelo Antonioni, François Truffaut, Jacques Demy, Orson Welles und Luis Buñuel. Sie alle verstanden es, das raue Timbre ihrer Stimme und ihr unverwechselbares Spiel auf der Leinwand zur Geltung zu bringen. Jeanne Moreau war bereits vor der Neuen Frauenbewegung eine freie Frau, die sich als Schauspielerin in einer normativen Gesellschaft über Tabus hinwegsetzte und sich auch privat nicht von Konventionen einengen ließ. Für sie gab es keine festen Grenzen zwischen Leben und Bühne; entscheidend für beides waren Begegnungen. Daraus ergab sich eine unglaubliche Karriere mit mehr als 100 Film- und 50 Theaterrollen sowie einer Vielzahl unvergesslicher Chansons. Die Dokumentation zeigt sie in ihren bedeutendsten Rollen: von „Fahrstuhl zum Schafott“ (1958) über „Jules und Jim“ (1961), „Die Nacht“ (1961) und „Die blonde Sünderin“ (1962) bis zu „Tagebuch einer Kammerzofe“ (1964). In ihrer mehr als 50-jährigen Karriere hat sie sich ihre Popularität bei Publikum und Filmemachern in der ganzen Welt bewahrt. Neben der Auszeichnung als beste Darstellerin in Cannes verlieh ihr das Filmfestival 2004 auch die Goldene Palme für ihr Lebenswerk.

Sonntag, 28.03. / 00:50 Uhr / Astor Piazzolla, Tango Nuevo
Dokumentation, Frankreich, 2016, ARTE F 52 Min.
Regie: Daniel Rosenfeld
Online verfügbar von 21/03 bis 27/05

Astor Piazzolla hat den Tango neu erfunden. Heute ist Tango aktueller den je: Denn die ehemals verrufene Musik der Bordelle und Spielhallen ist längst in internationalen Konzertsälen angelangt – allen voran durch Piazzollas Zutun. Er brach mit den Regeln des traditionellen Tangos und verarbeitete Einflüsse aus Jazz, Klezmer und Klassik zu innovativster Musik, die von den Puristen seiner Heimat anfangs scharf kritisiert wurde. Heute aber werden genau jene Stilbrüche auf der ganzen Welt begeistert gefeiert. „Astor Piazzolla, Tango Nuevo“ ist eine feinfühlig erzählte Dokumentation über die entscheidenden Etappen im Leben und Werk des unerschöpflichen Bandoneon-Spielers und Komponisten. Im Mittelpunkt stehen Piazzollas Interpretationen und die Musik des sogenannten Tango Nuevo, den er maßgeblich entwickelte. 1921 als Sohn italienischer Einwanderer in Buenos Aires geboren, wuchs Piazzolla in New York auf, wo die Musik Harlems, die alten Tango-Platten seines Vaters und der Bach spielende Nachbar den musikalischen Jungen schon früh prägten. Durch zahlreiche Einblicke in das Foto- und Filmarchiv der Familie werden neben seinem musikalischen Werdegang auch intime Einblicke in Piazzollas Familienleben ermöglicht. Einen besonderen Schatz bilden dabei die bisher unveröffentlichten Gespräche mit seiner Tochter Diana. In berührenden Bildern und untermalt vom mitreißenden Tango Nuevo zeichnet Daniel Rosenfelds Dokumentation das eindrucksvolle Bild einer vielschichtigen Persönlichkeit, die heute zu den ganz großen Komponisten des 20. Jahrhunderts zählt.

Sonntag, 28.03. / 01:45 Uhr / A Mass for Peace ~ Chorkonzert für den Frieden
Musik, Großbritannien, 2018, ZDF 70 Min.
Regie: Hefin Owen
Komponist: Karl Jenkins
Dirigent: Karl Jenkins
Orchester: World Orchestra for Peace
Online verfügbar von 28/03 bis 26/06

Am 2. November 2018 finden sich in Berlin 2.000 Chorsänger aus 27 Ländern zusammen, um gemeinsam mit dem World Orchestra for Peace das Stück „The Armed Man: A Mass for Peace“ aufzuführen. Anlass: der 100. Jahrestag zum Ende des Ersten Weltkriegs. Chöre und Sänger konnten sich im Vorfeld über das Internet zur Teilnahme bewerben. Der enorme Zulauf spiegelt nicht nur die Faszination Chor wider, sondern setzt auch ein Zeichen für den Frieden. Die Aufführung in Berlin ist die größte dieses Stückes, die jemals umgesetzt wurde. Historische Bilder von Konflikt, Krieg, Versöhnung und Frieden, die auf mehrere LED-Wände des Konzertsaals projiziert werden, bilden die ergreifende Kulisse für die bewegende musikalische Erzählung. Die „Messe für den Frieden“ gilt als meistaufgeführtes Werk eines lebenden Komponisten weltweit. Die Mischung aus religiöser Thematik, großem Chor, symphonischer Klangfülle und klanglicher Finesse tragen seit der Uraufführung im Jahr 2000 zu seiner anhaltenden Popularität bei. Karl Jenkins, der das Stück bei der Aufführung in Berlin dirigiert, hat eine schillernde musikalische Vita, die höchst unterschiedliche Stationen von Klassik über Jazz und Rock bis Werbemusik umschließt. Unter anderem ist der an der Royal Academy of Music in London ausgebildete Musiker Kopf des international erfolgreichen Crossover-Projekts Adiemus. Das World Orchestra for Peace wurde 1995 von Sir Georg Solti gegründet. Es besteht aus Musikern aus der ganzen Welt, die meisten davon Stimmführer in ihren Stammorchestern. Das Orchester kommt nur zu besonderen Gelegenheiten zusammen.

Sonntag, 28.03. / 03:25 Uhr / Stars von morgen – On Tour: München
Musik, Deutschland, 2020, ZDF 43 Min.
Regie: Elisabeth Malzer
Moderation: Rolando Villazón

Mit: Mirjam Mesak (Sopran), Caspar Singh (Tenor), Joë Christophe (Klarinette), Louie’s Cage Percussion, Franziska Eimer and Friends

Online verfügbar von 06/03 bis 05/06
Wiederholung vom 07.03.

Montag, 29.03. / 05:00 Uhr / Anna Calvi – Konzert in Paris
Musik, Frankreich, 2018, ARTE F 75 Min.
Regie: Thierry Villeneuve
Online verfügbar von 12/03 bis 18/04
Wiederholung vom 19.03.

Montag, 29.03. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Erstausstrahlung

(1): Javier Cercas’ Katalonien zwischen Gut und Böse
(2): Provence: Die Pestmauer von Venaissin
(3): Thailand: Pondtips Pad Thai
(4): Dominikanische Republik: Geburt eines skrupellosen Verführers

(1): Javier Cercas’ Katalonien zwischen Gut und Böse
Im Nordosten Kataloniens, an der Mündung des Flusses Onyar, liegt die Provinzhauptstadt Girona mit ihren ockerfarbenen Häusern. Hier ließ sich der spanische Schriftsteller Javier Cercas nieder, der 2001 mit seinem Roman „Soldaten von Salamis“ internationale Bekanntheit erlangte. In „Outlaws“ beschreibt er die Stadt seiner Jugend als Hochburg der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung und stellt eine literarische Reflexion über Heldentum und Verrat an.

(2): Provence: Die Pestmauer von Venaissin
Durch die bergige Landschaft des Vaucluse schlängelt sich eine lange steinerne Trockenmauer. Sie wurde im 18. Jahrhundert als Bollwerk gegen einen unsichtbaren Feind errichtet: die Schwarze Pest. Die Mauer sollte die Grafschaft Venaissin schützen. Heute ist sie ein Mahnmal für die vielen vergessenen Opfer der Seuche, die über das Meer in die Provence eingeschleppt wurde und dort knapp vier Jahre lang wütete.

(3): Thailand: Pondtips Pad Thai
Auf einer belebten Straße in Chiang Mai lädt Pondtip zu einem typisch thailändischen Nudelgericht ein, das fast jeder kennt: Pad Thai.

(4): Dominikanische Republik: Geburt eines skrupellosen Verführers
Im Herzen von Santo Domingo, inmitten des alten Kolonialviertels, erhebt sich die imposante Silhouette der Kathedrale Mariä Verkündigung. Im 17. Jahrhundert lebte der Mönch und Dramatiker Tirso de Molina in der Hauptstadt der Dominikanischen Republik und hauchte einem berüchtigten Verführer der Literaturgeschichte Leben ein …

Dienstag, 30.03. / 05:00 Uhr / Angélique Kidjo in Concert
Musik, Frankreich, 2019, ARTE F 68 Min.
Regie: Gautier & Leduc
Online verfügbar von 26/02 bis 08/04
Wiederholung vom 05.03.

Dienstag, 30.03. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 23/03 bis 29/05
Erstausstrahlung

(1): Das alte Gewehr: Tragödie im Herzen des Quercy
(2): Tansania: Im Land der Massai
(3): Ägypten: Abers Hühnchen in cremiger Soße
(4): Barcelona: Wie Franco die Frauen zum Narren hielt

(1): Das alte Gewehr: Tragödie im Herzen des Quercy
„Im Süden, ziemlich tief, wenn man runter kommt rechts. Am Tor steht: Le Quercy.“ So antwortet Philippe Noiret in Robert Enricos Film „Das alte Gewehr“ auf Romy Schneiders Frage, wo denn seine Provinz liege. Enrico war vor allem für Abenteuerfilme bekannt, bevor er 1975 das Quercy zum Schauplatz seines wohl berühmtesten Werks machte. “Das alte Gewehr” verwebt den historischen Hintergrund des Massakers von Oradour mit einer tragischen Liebesgeschichte.

(2): Tansania: Im Land der Massai
Die Landschaft im Norden Tansanias ist von den Kratern, Vulkanen und Verwerfungen des Großen Afrikanischen Grabenbruchs geprägt. Hier lebt ein Großteil des Massai-Volkes. Die stolzen, halbnomadischen Krieger mit ihren typischen roten Gewändern haben es geschafft, sich der Kolonialisierung Ostafrikas zu widersetzen und trotz aller Wanderbewegungen ihre animistische Hirtenkultur zu bewahren.

(3): Ägypten: Abers Hühnchen in cremiger Soße
In Kairo verrät Aber das Rezept eines traditionellen ägyptischen Gerichts aus Hühnchen, würziger Cremesoße und Lorbeer: Kischk.

(4): Barcelona: Wie Franco die Frauen zum Narren hielt
Für die Einwohner Barcelonas ist die Plaça de Catalunya das Herz ihrer Stadt. Während der Franco-Diktatur ertönte aus einem der Gebäude am Platz eine Stimme im Radio, die das Leben der spanischen Frauen auf lange Zeit unangenehm beeinflussen sollte …

Mittwoch, 31.03. / 05:00 Uhr / Xavier de Maistre und die Harfe
Dokumentation, Deutschland, 2020, NDR 43 Min.
Regie: Beatrix Conrad
Online verfügbar von 21/03 bis 19/06
Wiederholung vom 21.03.

Mittwoch, 31.03. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 24/03 bis 30/05
Erstausstrahlung

(1): Kazuo Ishiguro und die englische Aristokratie
(2): Slowenien: Heimat der Lipizzaner
(3): Französisch-Guayana: Antoines Callaloo
(4): Saint-Dié-des-Vosges: Die Karten werden neu gemischt

(1): Kazuo Ishiguro und die englische Aristokratie
Einer der englischsten Romane der neueren Literaturgeschichte spielt in der ländlichen Idylle Südenglands und stammt aus der Feder eines Autors japanischer Herkunft. In seinem prominent verfilmten Bestseller „Was vom Tage übrigblieb“ (1989) erzählt Kazuo Ishiguro anhand der legendären Figur des Butlers von der britischen Aristokratie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts – eine Geschichte von prunkvollen Landsitzen, bedingungsloser Untergebenheit und einer verpassten Liebe.

(2): Slowenien: Heimat der Lipizzaner
Die Hochebenen des Karsts im Südosten Sloweniens bestechen durch ihre einzigartigen Kalklandschaften, steilen Felswände und unterirdischen Stollen. Von hier stammt ein Tier, das zum Symbol für das ganze Land wurde: der Lipizzaner. Die stolzen Schimmel gehen auf eine Kreuzung andalusischer und lokaler Pferde zurück, werden in ganz Europa für ihre Robustheit und ihr Temperament geschätzt und stehen für die Exzellenz österreichischer Reitkunst.

(3): Französisch-Guayana: Antoines Callaloo
In Remire-Montjoly bereitet Antoine einen köstlichen Eintopf aus Hühnchen, Okraschoten, Spinat, Meeresfrüchten und geräuchertem Zuckerrohr zu: Callaloo.

(4): Saint-Dié-des-Vosges: Die Karten werden neu gemischt
Die Gemeinde Saint-Dié-des-Vosges liegt im Nordosten Frankreichs und zieht mit ihrem Freiheitsturm Architekturkenner aus der ganzen Region an. Im 16. Jahrhundert erregte sie die Aufmerksamkeit der Geografen – mit einer Karte, die erstmals einen neuen Erdteil erwähnte …

Mittwoch, 31.03. / 22:00 Uhr / Takeshi Kitano – Japans unangepasster Star
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 52 Min.
Regie: Yves Montmayeur
Online verfügbar von 24/03 bis 30/05
Erstausstrahlung

Genialer Filmemacher, Fernseh- und Kinostar, Maler und Bildhauer: Der japanische Regisseur Takeshi Kitano erfand mit zwei emblematischen Filmen – „Hana-Bi“ und „Kikujiros Sommer“ – eine neue visuelle Sprache, düster, brutal und melancholisch. Der charismatische Comedian wurde in seiner Heimat aber auch durch absurde TV-Shows und politische Satiren zum Superstar und hat so ein Genre für sich geschaffen. Das Porträt über den in einem Tokioter Arbeiterviertel im Schatten der Yakuza aufgewachsenen Tausendsassa zeichnet ein außergewöhnliches Bild von Kitanos Heimat Japan.

Sein Witz ist beißend, seine Filme oft brutal: Takeshi Kitano ist vor allem für seine blutigen Yakuza-Filme über die japanische Mafia bekannt. Er ist einer der größten Freigeister des zeitgenössischen Japans. Kitano wuchs als jüngstes von vier Kindern in einem Arbeitervorort von Tokio auf. Sein trinkender Vater war Handwerker und soll Mitglied der Yakuza gewesen sein. Seine Mutter sorgte dafür, dass Takeshi es bis zur Universität schaffte. Doch nach seiner Beteiligung an Studentenprotesten brach er sein Ingenieurstudium ab und begann seine Karriere in den 70ern nach etlichen Gelegenheitsjobs als Komiker. Mit Kiyoshi Kaneko gründete er das für seine respektlosen Auftritte bekanntgewordene Komiker-Duo „The Two Beats“, daher stammt sein Spitzname „Beat Takeshi“.

Das Multitalent wurde einer der beliebtesten TV-Komiker Japans und ein Superstar des japanischen Fernsehens in unzähligen Shows. In Europa schätzt man Kitano vor allem für seine Yakuza-Filme, in denen es um Ehre, Freundschaft, Rache, Verrat und Wertezerfall geht.

Bei seinem ersten Interview mit ARTE 1998 bei den Filmfestspielen in Cannes entschuldigte sich Kitano freudestrahlend dafür, bekleidet zu sein: „Ich habe in den japanischen Medien gesagt, dass ich nackt in Cannes erscheinen würde. Aber dann habe ich im letzten Moment einen Rückzieher gemacht. Gomen nasai, Entschuldigung!“ Dieses absurd-komische Spiel mit dem Gesprächspartner zeigt gut, wie facettenreich Kitanos Persönlichkeit ist.

Neben dem genialen Regisseur, Schauspieler und Comedian gibt es auch den bildenden Künstler Takeshi Kitano, der sich 2010 mit seiner Ausstellung „Gosse de peintre“ in der Fondation Cartier als subversiver Geist und spielverliebter Künstler in der Tradition der Dadaisten präsentierte.

In einem Spiel aus Schein und exzentrischen Bekenntnissen enthüllt Takeshi Kitano in „Takeshi Kitano – Japans unangepasster Star“ zum ersten Mal einen Teil seines wahren Ichs – und offenbart dabei auch weniger bekannte Seiten der japanischen Unterhaltungsindustrie.

Donnerstag, 01.04. / 05:00 Uhr / Stars von morgen – On Tour: Lyon
Musik, Deutschland, 2020, ZDF 42 Min.
Regie: Elisabeth Malzer
Moderation: Rolando Villazón

Mit: Aline Bieth (Blockflöte), Sorie Bangura (Perkussion), Maya Levy (Violine), Ray Chenez (Countertenor), Hiroko Ishigame (Klavier), Tomáš Mihalik (Orgel), Maxime Maillot (Perkussion), Kazuya Gunji (Cembalo), Etienne Floutier (Gambe), Xavier Sichel (Violine), Nadav Ovadia (Psalterium), Thomas Guyot (Fidel), Colin Heller (Gittern), Silvia Berchthold (Blockflöte), Adriaan Lauwers (Barockgitarre), Hermine Martin (Sackpfeife)
Online verfügbar von 13/03 bis 12/06
Wiederholung vom 14.03.

Donnerstag, 01.04. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 25/03 bis 31/05
Erstausstrahlung

(1): Carlo Levi kam nur bis Eboli
(2): Prag: Die Hauptstadt der Alchemie
(3): Frankreich: Benoîts Millefeuille
(4): Costa Rica: Ein geheimnisvoller Botschafter

(1): Carlo Levi kam nur bis Eboli
Die Kleinstadt Eboli liegt unweit von Salerno, dort, wo der italienische „Stiefel“ in seinen südlichsten Teil übergeht. Bei seiner Verbannung nach Süditalien in den 30er Jahren wurde der Schriftsteller und Arzt Carlo Levi unfreiwilliger Zeuge der bitteren Armut und mangelnden medizinischen Versorgung der lokalen Bevölkerung. Diese Tragödie thematisierte er in seinem Meisterwerk „Christus kam nur bis Eboli“, das nach dem Zweiten Weltkrieg erschien.

(2): Prag: Die Hauptstadt der Alchemie
Prag am Ufer der Moldau ist nicht nur die Hauptstadt der Tschechischen Republik, sondern gilt seit langem als die europäische Metropole der Magie und Alchemie. Bereits seit dem Mittelalter gab es hier Esoteriker und Astrologen, doch ihren besonderen Ruf hat Prag vor allem den Alchemisten zu verdanken, die im 16. Jahrhundert versuchten, mit einer Mischung aus Hexerei und Wissenschaft das Geheimnis der Unsterblichkeit zu lüften.

(3): Frankreich: Benoîts Millefeuille
Benoît lädt in seine Konditorei im 20. Arrondissement von Paris und serviert eine köstliche Cremeschnitte mit tausendundeiner Schicht Blätterteig: Millefeuille.

(4): Costa Rica: Ein geheimnisvoller Botschafter
Zwischen den prunkvollen Villen und gepflasterten Gässchen der costa-ricanischen Hauptstadt San José erhebt sich das Castillo Azul. Der elegante Bau war Präsidentenpalast, Botschaft, Sitz der gesetzgebenden Versammlung und gilt als Symbol nationaler Macht – doch nicht nur das …

Donnerstag, 01.04. / 01:15 Uhr / Ein letzter Tango
Dokumentarfilm, Deutschland, 2015, WDR 80 Min.
Regie: German Kral
Online verfügbar von 01/04 bis 01/05

Vor dem Hintergrund der politischen Veränderungen Argentiniens erzählt „Ein letzter Tango“ die Geschichte der zwei berühmtesten Tangotänzer des 20. Jahrhunderts: María Nieves Rego (79) und Juan Carlos Copes (82), deren Schicksal untrennbar mit der Entwicklung des Tangos verbunden ist. María und Juan haben sich leidenschaftlich geliebt und gehasst, haben geheiratet und sich getrennt, konnten nicht mit-, aber auch nicht ohneeinander leben, haben aber nie aufgehört miteinander zu tanzen – und wie sie tanzten … fast 50 Jahre lang!

Wie die Hauptfigur aus der Tango-Operita von Piazzolla „María de Buenos Aires“ stammt auch María Nieves Rego (79) aus den Armenvierteln von Buenos Aires. Sie erlebt ihren gesellschaftlichen Aufstieg durch den Tango. Als Tochter spanischer Immigranten musste sie nach dem frühen Tod ihres Vaters schon mit elf Jahren als Dienstmädchen ihren Lebensunterhalt verdienen. Ende der 40er Jahre trifft die 14-jährige María bei einer Milonga, einer traditionellen Tango-Tanzveranstaltung, den drei Jahre älteren Juan Carlos Copes – heute 82. Es ist Liebe auf den ersten Schritt. Fast 50 Jahre tanzen sie zusammen und werden zum berühmtesten Tango-Paar der Welt. Neben Juans dominanter Persönlichkeit wird María geradezu unsichtbar. Auf der Bühne ist sie nach wie vor Juans perfekte Partnerin, „seine Stradivari“, wie er zu sagen pflegt. Hinter den Kulissen aber muss sie hinter seine Affären und Starallüren zurücktreten. María wollte eigentlich eine Familie gründen, aber Juan zwingt sie immer wieder abzutreiben, denn seine größte Liebe ist und bleibt der Tango, die zweite gilt den Frauen – allen Frauen. Wenige Jahre und unzählige Affären später hat Juan schließlich ein Kind mit einer jüngeren Frau, ein Schlag ins Gesicht für María. Ein neuer Krieg beginnt … Juan und María treten weiterhin gemeinsam auf, betreten und verlassen die Bühne aber grundsätzlich von verschiedenen Seiten – und sprechen kein Wort mehr miteinander, weder vor noch nach dem Auftritt. 1983, nach dem Ende der Militärjunta, gelingt es ihnen, mit der Show „Tango Argentino“ den Tango unter großem Beifall nach Europa und an den Broadway zu exportieren. María und Juan werden als Traumpaar der Show gefeiert. Doch nach einem gemeinsamen Auftritt in Tokio kündigt Juan überraschend die Tanzpartnerschaft auf. Obwohl María zunächst am Boden zerstört ist, kann sie die neue Situation endlich als Chance nutzen, sich als Frau und Tänzerin neu zu entdecken. Vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund der politischen Ereignisse Argentiniens erleben wir die Höhen und Tiefen von Marías und Juans Lebensgeschichte, die untrennbar mit der Entwicklung des Tangos verbunden ist.

Zusatzinfo:
Der Dokumentarfilm lief 2015 auf den Hofer Filmtagen, dem Toronto International Film Festival und dem Yamagata International Documentary Film Festival. Er erhielt 2015 den Bayerischen Filmpreis für die beste Kamera (Jo Heim).

Karfreitag, 02.04. / 05:00 Uhr / Tracks
Magazin, Deutschland, 2021, ZDF 30 Min.
Online verfügbar von 25/03 bis 24/06
Wiederholung vom 26.03.

Karfreitag, 02.04. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 26/03 bis 01/06
Erstausstrahlung

(1): Lídia Jorges poetische Algarve
(2): Türkei: Das Istanbul der „weißen“ Russen
(3): Senegal: Mams Reis mit Fisch
(4): Paris: Der Menschenzoo im Bois de Vincennes

(1): Lídia Jorges poetische Algarve
Im Süden Portugals erstreckt sich eine Landzunge aus trockenem Hügelland und von Gischt benetzten Ebenen. In dieser Landschaft von rauer Schönheit wuchs die Schriftstellerin Lídia Jorge auf, und hier hat sie ihr Werk angesiedelt: in der Algarve. In ihren Büchern erzählt die prominente Vertreterin der neueren portugiesischen Literatur von den Umbrüchen, welche die Einwohner der Region durchleben.

(2): Türkei: Das Istanbul der „weißen“ Russen
Sprache, Gastronomie, Porträts russischer Schriftsteller … Manche Viertel Istanbuls gleichen russischen Enklaven. Seit das Osmanische Reich mehr als 200.000 Russen aufnahm, die vor der Oktoberrevolution flohen, ist das Schicksal beider Nationen eng miteinander verknüpft. Trotz Armut und schmerzlichem Exil haben die sogenannten „weißen“ Russen das Leben der Istanbuler nachhaltig verändert.

(3): Senegal: Mams Reis mit Fisch
In Ziguinchor verrät Mam das Rezept eines Reisgerichts mit Fisch, Tomatensoße und Gewürzen, das in anderen westafrikanischen Ländern auch „fetter Reis“ genannt wird: Thieboudienne.

(4): Paris: Der Menschenzoo im Bois de Vincennes
Der ehemalige königliche Jagdgrund Bois de Vincennes ist heute ein bei Parisern und Vorstädtern gleichermaßen beliebter Park. Sein zoologischer Garten beherbergt zahlreiche exotische Tiere. Anfang des 20. Jahrhunderts aber war hier eine ganz andere „exotische Fauna“ zu begaffen …

Karfreitag, 02.04. / 23:15 Uhr / Die Magie der Nacht in der Malerei
Dokumentation, Deutschland, 2018, SR 52 Min.
Regie: Marion Schmidt
Online verfügbar von 01/04 bis 02/05

Die Nacht unserer Vorfahren war nicht die Nacht von heute. Ursprünglich war sie die Zeit, in der das Licht gänzlich abwesend war, und ihre künstlerische Darstellung vor allem eine besondere handwerkliche Herausforderung bedeutete. Schließlich geht es in der Malerei um die Gestaltung von Farbe und Licht und nicht um die Finsternis, die alles verschluckt. Im Laufe der Zeit haben Künstler auf ganz unterschiedliche Weise Licht ins Dunkel gebracht. Mal sind es Mond und Sterne, die das Motiv beleuchten, mal Kerzen und Fackeln, oder bei christlichen Darstellungen wundersame, sakrale Strahlen ohne erkennbare physikalische Lichtquelle. Inzwischen kommt der Welt die Nacht jedoch zunehmend abhanden. In rasanter Geschwindigkeit verschwindet sie als Zeit der Dunkelheit, der Ruhe und des Schlafs. Der radikale Einbruch des künstlichen Lichts in das Leben des Menschen hat auch die Kunst stark verändert. Marion Schmidt geht in ihrer Dokumentation Fragen nach wie: Wie gehen Maler mit dem ständigen Wandel der Nacht und des nächtlichen Lebens um? Wie hat sich der Blick der Künstler auf sie verändert? Was macht eigentlich die Magie der Nacht aus? Begegnungen mit zeitgenössischen Künstlern und ihren Werken zeigen: die Faszination der Nacht ist ungebrochen. Jean-Marie Gallais, Kurator am Centre Pompidou-Metz, der jüngst eine Ausstellung zur Nacht in der modernen Kunst zusammengestellt hat, sagt etwa: „Ich glaube, es gibt auf der ganzen Welt kein Museum, das nicht mindestens ein Nachtbild in seiner Sammlung hat.“ Die Dokumentation zeigt Bilder dieser Ausstellung und zeichnet nach, wie sich die Nachtmalerei von El Greco bis heute entwickelt und verändert hat.

Karfreitag, 02.04. / 00:10 Uhr / La Passione ~ Matthäus-Passion
Musik, Deutschland, 2016, NDR 176 Min.
Regie: Olivier Simonnet
Inszenierung: Romeo Castellucci
Komponist: Johann Sebastian Bach
Bühnenbild / Ausstattung / Bauten: Romeo Castellucci
Kostüme: Romeo Castellucci
Licht: Romeo Castellucci
Dirigent: Kent Nagano
Orchester: Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Chorleitung: Martin Steidler
Chor: Audi Jugendchorakademie

Mit: Ian Bostridge (Evangelist), Hayoung Lee (Sopran), Christina Gansch (Sopran), Dorottya Láng (Alt), Bernard Richter (Tenor), Philippe Sly (Jesus/Bass)

Die gerade sanierte Halle für aktuelle Kunst der Deichtorhallen in Hamburg ist der Rahmen für bildgewaltiges Musiktheater mit Starbesetzung: Romeo Castellucci, einer der wichtigsten europäischen Theaterkünstler, inszeniert Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion. Die musikalische Leitung hat Kent Nagano, der Generalmusikdirektor der Staatsoper Hamburg. Castelluccis Aufführungen bewegen sich im Grenzgebiet von Theater, Installation und Performance. Er forscht nach den Wechselwirkungen zwischen Bild und Betrachter. Im Zentrum seiner Arbeit steht die sinn- und identitätsstiftende Macht der Bilder in unserer abendländischen Kultur. 2013 wurde Castellucci für sein Gesamtwerk mit dem Goldenen Löwen der Biennale Venedig ausgezeichnet. Bei der Matthäus-Passion zielt Castellucci mit seiner Inszenierung ins Herz des christlichen Glaubens: die Erlösung der Menschheit durch den Opfertod Jesu Christi. Die komplett in Weiß gehaltene Bühne intensiviert den Blick auf das Geschehen. Erläuternde Texte leiten den Zuschauer durch die Inszenierung wie der Katalog einer Museumsausstellung. Die Solisten des außergewöhnlichen Bach-Projektes „La Passione“ sind erstklassig besetzt: Zu erleben sind als Evangelist Ian Bostridge, die Sopranistinnen Hayoung Lee und Christina Gansch, Altistin Dorottya Láng, der Tenor Bernard Richter und als Jesus/Bass Philippe Sly. Es singt unter der Leitung von Martin Steidler die Audi Jugendchorakademie.


Programmwoche 14:

Samstag, 03.04. / 07:50 Uhr / Stadt Land Kunst Spezial: Toulouse
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 38 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 27/03 bis 02/06
Erstausstrahlung

(1): Das Toulouse von Sänger Claude Nougaro
(2): Toulouse, als die Post Flügel bekam
(3): Toulouse: Reiche Reime

(1): Das Toulouse von Sänger Claude Nougaro
An den Ufern der Garonne und des Canal du Midi liegt die Stadt Toulouse mit ihrem berühmten Place du Capitole. Im Herzen des Arbeiterviertels Minimes, wo viele spanische Migranten eine neue Heimat gefunden haben, verbrachte Claude Nougaro seine Jugend. Der französische Sänger hat den Farben und Stimmungen der rosafarbenen Stadt zahllose musikalische Denkmäler gesetzt – unter anderem mit dem sehr persönlichen Chanson „Toulouse“.

(2): Toulouse, als die Post Flügel bekam
Toulouse trägt mit seinen prächtigen Bauten und alten Industrieanlagen die Spuren einer ganz besonderen Errungenschaft: der Luftpost. Anfang des 20. Jahrhunderts entstand hier auf Initiative des visionären Unternehmers Pierre-Georges Latécoère ein Dorado für Flugpioniere, die den Himmel erobern wollten. Diese goldenen Jahre haben die Identität der Stadt, die wegen ihrer vielen Backsteinbauten auch „cité rose“ genannt wird, nachhaltig geprägt.

(3): Toulouse: Reiche Reime
Im Zentrum von Toulouse liegt hinter einem riesigen Steintor das Hôtel d’Assézat versteckt. Der Prachtbau aus dem 16. Jahrhundert beherbergt heute Gemälde von Degas, Monet, Signac, Gauguin und Dufy sowie Meisterwerke in Reimen und Alexandrinern …

Samstag, 03.04. / 09:50 Uhr / Aschenbrödel
Oper, Frankreich, 2018, ARTE F 129 Min.
Regie: Isabelle Julien
Choreographie: Rudolf Nurejew
Komponist: Sergej Prokofjew
Dirigent: Vello Pähn
Orchester: Orchestre Pasdeloup
Autor: Charles Perrault

Mit: Valentine Colasante (Aschenbrödel), Karl Paquette (Der Prinz), Aurélien Houette (Die Mutter), Ludmila Pagliero , Dorothée Gilbert (Die Stiefschwestern), Pierre Rétif (Der Vater)

Sergei Prokofjews Vertonung des Märchens „Aschenbrödel“ kam 1945 im Moskauer Bolschoi-Theater zur Uraufführung. 1986 choreographiert Rudolf Nurejew, damals Ballett-Direktor der Pariser Oper, das Ballett neu und versetzte die Geschichte in ein Privatkino, mit Kulissen, die an Fritz Langs „Metropolis“ erinnern. ARTE zeigt die Aufführung der Pariser Oper vom 31. Dezember 2018. Die Wiederaufnahme von „Cendrillon“ war Teil der Gedenkfeiern des Opernhauses für ihren ehemaligen Ballett-Direktor Rudolf Nurejew, der 2018 80 Jahre alt geworden wäre.

„Cinderella“, die Geschichte von „Aschenbrödel“ in der Version des französischen Märchendichters Charles Perrault, ist ein abendfüllendes Ballett in drei Akten mit der Musik von Sergei Prokofjew. Die Uraufführung fand 1945 am Moskauer Bolschoi-Theater statt. Rudolf Nurejew schuf im Oktober 1986 eine moderne Bearbeitung des Stückes und verlegte die Handlung nach Hollywood. Cinderella ist darin eine unbekannte Schauspielerin, die von einem Produzenten entdeckt und zum Filmstar wird. Aschenbrödel schafft es in der Rolle der guten Fee und dank des Märchenprinzen in Gestalt eines berühmten Schauspielers, ihrem traurigen Schicksal zu entkommen und ihre Träume zu verwirklichen.

Etwas erinnert das Ballett an das Leben des Choreographen selbst: Nurejew war ein junger Tänzer tartarischer Herkunft aus der Sowjetunion, der 1961 nach Frankreich floh, wo er politisches Asyl bekam. Von hier aus begann er seine internationale Karriere. 1983 wurde Rudolf Nurejew zum künstlerischen Leiter des Balletts der Pariser Oper ernannt. Leider währte das Glück nicht lange. Noch bevor er seinen Posten angetreten hatte, erfuhr er, dass er HIV-Positiv war. Rudolf Nurejew starb 1992 mit nur 54 Jahren. 2018 wäre er 80 Jahre alt geworden. Die Pariser Oper gedachte ihres ehemaligen Ballettdirektors mit einer Reihe von Gedenkfeiern und Ausstellungen, unter anderem mit der Wiederaufnahme seiner Fassung von Prokofjews „Aschenbrödel“.

In der Aufführung vom 31. Dezember 2018 tanzt Valentine Colasante die Rolle der Cinderella, Karl Paquette gibt den berühmten Schauspieler. Es ist Karl Paquettes letzter Auftritt an der Opera de Paris. Mit dem Auftritt vom 31.12.2018 nimmt der langjährige Solotänzer der Pariser Oper Abschied von der Bühne.

Ostersonntag, 04.04. / 05:05 Uhr / TWIST
Magazin, Deutschland, 2021, NDR 30 Min.
Moderation: Romy Straßenburg
Online verfügbar von 26/03 bis 26/06
Wiederholung vom 28.03.

Ostersonntag, 04.04. / 06:30 Uhr / Starke Frauen in der Kunst
Dokumentation, Deutschland, 2017, BR 52 Min.
Regie: Marieke Schroeder
Online verfügbar von 04/04 bis 11/04

Am Ende des 20. Jahrhunderts hatten Künstlerinnen es schwer. „Malweiber“ wurden sie genannt. Der Zugang zu den Akademien war verschlossen. Gabriele Münter gehörte zur ersten Generation von Frauen, die selbstbewusst sagten: Mein Beruf ist Künstlerin. Die Dokumentation erzählt die Geschichte dieser Frauen und ihrer Kunst. Es sind Geschichten voller Selbstzweifel und Ängste, aber auch voller Stärke und Kraft. Geschichten von Frauen, die Konventionen gesprengt haben. Am 31. Oktober 2017 wird die Ausstellung „Gabriele Münter: Malen ohne Umschweife“ im Münchner Lenbachhaus eröffnet. Es ist die erste Ausstellung, in der ihr Werk für sich steht. Der Film nimmt die Ausstellung zum Anlass, sich mit Münters Leben und Werk auseinanderzusetzen.
[Lang]:
    „Ich war in vieler Augen doch nur eine unnötige Beigabe zu Kandinsky. Dass eine Frau ein ursprüngliches, echtes Talent haben, ein schöpferischer Mensch sein kann, das wird gern vergessen“, schrieb Gabriele Münter im Jahr 1926 in ihr Tagebuch. Das Leben von Gabriele Münter und ihre Kunst sind untrennbar miteinander verbunden. Die Dokumentation zeigt die Entwicklung dieser modernen Frau. Münter (1877-1962) wurde geprägt von einer Mutter, die in Amerika gelebt hatte und das steife Korsett der deutschen Gesellschaft nicht aushalten konnte. Früh wird sie Waise und reist im Alter von 19 Jahren durch die Vereinigten Staaten. Sie fotografiert und das ist so etwas wie der Urknall ihres künstlerischen Daseins. Der Film zeigt diese unbekannten Aufnahmen. Und dabei lernt man einiges über die Künstlerin Münter. Sie wusste genau, was sie fotografierte. So wie sie auch später immer genau wusste, was sie malte. Münter zog es anschließend nach München, das damals als fortschrittliches Kunstmekka galt. Sie meldete sich in der Kunstschule Phalanx an. Ihr Lehrer hieß Wassily Kandinsky. Er war von ihrem großen Talent hingerissen. Kurze Zeit später begann die Liebe. Der Film erzählt vom Leben in Schwabing, vom Künstlerleben in Murnau, dem blauen Land, vom Blauen Reiter und den Streitereien, von Künstlerkolleginnen, die das Malen aufgeben, um ihrem Mann den Vortritt zu lassen. Nach der Trennung braucht sie lange, um wieder auf die Beine zu kommen. Aber sie stellt aus. Und sie malt weiter. Sie stirbt 1962. Es gibt wenige Tage, an denen sie nicht gemalt hat. Der Film zeigt ihre Kunst, darunter Gemälde, die das erste Mal aus den Lagern des Lenbachhauses geholt werden, und Restauratoren, die sie kriminologisch rekonstruieren. Er zeigt das Leben einer Frau, die sich der Kunst verschrieben hat. Und er zeigt, was diese Pionierin der Kunst an Vorarbeiten für die nächsten Generationen geleistet hat. Mit den Künstlerinnen Isa Genzken und Carolee Schneemann begegnet der Zuschauer außerdem zwei Künstlerinnen, die diese Fackel weitertragen.

Ostersonntag, 04.04. / 07:50 Uhr / Dornröschen (Ballett)
Ballett, Frankreich, 2011, ARTE F 137 Min.
Regie: Vincent Bataillon
Komponist: Pjotr Iljitsch Tschaikowski
Choreographie: Marius Petipa, Juryi Grigorovich
Libretto: Ivan Vsevolozhsky, Marius Petipa
Bühnenbild / Ausstattung / Bauten: Ezio Frigerio
Kostüme: Franca Squarciapino
Licht: Vinicio Cheli

Mit: Svetlana Sakharova (Prinzessin Aurora), David Hallberg (Prinz Désiré), Maria Allash (Fliederfee), Alexey Loparevich (Die böse Fee Carabosse)

Die zauberhafte Geschichte Dornröschens kennt wohl jeder seit seiner Kindheit aus den Märchen der Brüder Grimm: Verwünscht von einer bösen Fee, fällt eine schöne Königstochter in einen hundertjährigen Zauberschlaf, nachdem sie sich an einer Spindel sticht – erlöst wird die schlafende Schönheit von dem Kuss eines Prinzen, mit dem sie schließlich eine prunkvolle Hochzeit feiert.Uraufgeführt wurde das Ballett zur Musik Tschaikowskys im Januar 1890 in der Choreographie Marius Petipas am Mariinski-Theater in Sankt Petersburg. Das wiedereröffnete Bolschoi-Theater zeigt im Jahr 2011 die Neuinszenierung des Balletts. Die berühmte Petipa-Choreographie diente Juri Grigorowitsch, von 1964 bis 1995 künstlerischer Leiter des Bolschoi, und seit 2008 erneut am Bolschoi-Theater tätig, als Vorlage seiner Inszenierung. Die Rolle der Prinzessin Aurora wird von Svetlana Zakharova übernommen, Solotänzerin des Bolschoi-Ballettes und eine der größten Ballerinen unserer Zeit. Das Bühnenbild von Ezio Frigerio und die Kostüme von Franca Squarciapino entführen in eine fantastische Zauberwelt.

Ostersonntag, 04.04. / 10:10 Uhr / Grace Kelly ~ Filmstar und Fürstin
Dokumentation, Frankreich, 2006, SR 59 Min.
Regie: Patrick Jeudy
Online verfügbar von 21/03 bis 28/03
Wiederholung vom 21.03.

Ostersonntag, 04.04. / 13:55 Uhr / Superhelden: Odysseus
Dokumentationsreihe, Deutschland, 2017, ZDF 53 Min.
Regie: Robert Schotter
Online verfügbar von 26/03 bis 26/04
Wiederholung vom 27.03.

Ostersonntag, 04.04. / 14:50 Uhr / Das Trojanische Pferd ~ Auf der Spur eines Mythos
Dokumentation, Deutschland, 2020, ZDF 52 Min.
Regie: Roland May
Online verfügbar von 26/03 bis 26/04
Wiederholung vom 27.03.

Ostersonntag, 04.04. / 15:40 Uhr / Die großen Künstlerduelle ~ Caravaggio vs. Baglione
Dokumentationsreihe, Deutschland, 2017, ZDF 52 Min.
Regie: Andreas Gräfenstein
Online verfügbar von 03/04 bis 25/04

Zwei überragende Künstler, ein Ort und eine erbitterte Rivalität: Das sind die Zutaten für “Die großen Künstlerduelle”. Und es sind auch die Zutaten, aus denen große Meisterwerke und künstlerische Innovationen entstehen. 1603 treffen sich in Rom die Malerstars Caravaggio und Baglione vor Gericht. Es geht um Beleidigungen und die Frage, wer der größere Künstler ist. Auslöser des Streits waren ihre Gemälde des himmlischen und des irdischen Amor – zwei Bilder, zwei Weltanschauungen. Für Caravaggio endet die Begegnung mit Kerkerhaft und ewigem Ruhm. Giovanni Baglione wartet bis heute auf seine Rehabilitierung als großer Meister des Barock.

Rom, im Jahre 1603: Die Malerstars Caravaggio und Baglione treffen sich vor den Schranken des Gerichts. Es geht um Beleidigungen und die Frage, wer der größere Künstler ist. Baglione geht zunächst als Sieger aus dem Streit hervor, denn für Caravaggio endet die Begegnung vor Gericht mit Kerkerhaft – und erst viel später mit ewigem Ruhm. Den versucht Giovanni Baglione unbedingt zu verhindern, für ihn ist Caravaggio ein verhaltensauffälliger Verräter an der Kunst. Der Streit beginnt, als Baglione einen strahlend gerüsteten Engel malt, der einen nackten Amor niederringt. Die Zeitgenossen erkennen sofort, dass die besiegte Figur aus einem Bild seines großen Konkurrenten Michelangelo Merisi da Caravaggio stammt. Der hatte zuvor Amor als lasziven Knaben in Szene gesetzt. Es ist ein Duell, das nicht nur ästhetisch für eine Zeitenwende steht. Caravaggio entfaltet in seinen Gemälden mit lebensnah gestalteten Heiligen eine bisher nicht dagewesene Wucht und revolutioniert die Kunst, während Baglione als Maler bis heute auf seine Rehabilitierung als großer Meister des Barock wartet. In der Dokumentation widerspricht die Baglione-Expertin Maryvelma Smith O’Neil, die alte Gerichtsakten und Spottgedichte Caravaggios auf Baglione gesichtet hat, dem überlieferten Bild des “braven” Baglione. Andere Experten widersprechen Smith O’Neil. Für sie überstrahlt Caravaggio alle seine malenden Zeitgenossen.

Zusatzinfo:
„Die großen Künstlerduelle” entwerfen Psychodramen um große Kunst. Es geht um künstlerische Höhenflüge und menschliche Triebkräfte, um Neid und Ehrgeiz, um das Scheitern und den Triumph des Gelingens. Im Zentrum steht ein Konflikt, aus dem künstlerische Neuerungen hervorgehen. Es geht um Abgrenzung, Bruch mit den Konventionen und Innovation. Dabei werden die Künstlerduelle zu einem Schaufenster für die Geschichten hinter der Kunst, in denen sich gesellschaftliche Entwicklungen wie unter einem Brennglas verdichten.

Ostersonntag, 04.04. / 16:35 Uhr / TWIST
Magazin, Deutschland, Frankreich, 2021, WDR 30 Min.
Moderation: Bianca Hauda, Romy Straßenburg
Online verfügbar von 02/04 bis 03/07
Erstausstrahlung

Ostersonntag, 04.04. / 16:42 Uhr / Kirill Petrenko dirigiert die Berliner Philharmoniker
Osterfestspiele Baden-Baden 2021
Deutschland, 2021, SWR 80 Min.
Komponist: Pyotr Ilyitsch Tschaikowsky
Mit: Berliner Philharmoniker
Erstausstrahlung

Ostersonntag, 04.04. / 20:15 Uhr / Die Frau in Gold
(Woman in Gold)
Schwerpunkt: Kunsträuber am Werk
Spielfilm, Großbritannien, 2015, ARD 101 Min.
Regie: Simon Curtis
Drehbuch: Alexi Kaye Campell
Produktion: Origin Pictures
Produzent: David M. Thompson, Kris Thykier
Kamera: Ross Emery
Schnitt: Lambert
Musik: Martin Phipps, Hans Zimmer

Mit: Helen Mirren (Maria Altmann), Ryan Reynolds (Randy Schoenberg), Daniel Brühl (Hubertus Czernin), Katie Holmes (Pam Schoenberg), Tatiana Maslany (junge Maria Altmann), Max Irons (Fritz Altmann)

Ein Kampf um persönliche Gerechtigkeit, ein Plädoyer gegen das Vergessen und ein historischer Skandal: Die als junge Frau mit ihrem jüdischen Mann nach Amerika geflüchtete Maria Altmann erfährt Jahrzehnte später, dass sie die Erbin mehrerer Gemälde Gustav Klimts ist. Ohne große Zuversicht fordert die alte Dame die Rückgabe eines ihr besonders am Herzen liegenden Bildes vom Staat Österreich, in dessen Besitz es ist. Der Film basiert auf wahren Ereignissen und schildert beispielhaft Restitutionsbemühungen um geraubte Kunst.

Maria Altmann führt ein zufriedenes Leben in Los Angeles. Doch die Erinnerungen an die Vergangenheit haben sie nie losgelassen: Als Tochter der jüdischen Unternehmerfamilie Bloch-Bauer war sie vor dem Zweiten Weltkrieg in Wien zu Hause, bevor sie vor den Nationalsozialisten in die USA fliehen musste. Viele Jahrzehnte später erfährt die alte Dame, dass sie die rechtmäßige Erbin mehrerer Werke des österreichischen Malers Gustav Klimt ist. Darunter befindet sich Klimts Porträt ihrer geliebten Tante Adele Bloch-Bauer, das zu den bedeutendsten Werken der Wiener Secession zählt. Die Kunstwerke, damals von den Nazis geraubt, sind mittlerweile im Besitz der Republik Österreich. Die „Goldene Adele“ wird dort als österreichische Mona Lisa verehrt – Marias Ansinnen nach Rückgabe des millionenschweren Kunstschatzes stößt dementsprechend auf wenig Begeisterung. Deshalb schätzt sie ihre Forderung zunächst als hoffnungsloses Unterfangen ein. Zögern lässt sie auch ihr Schwur, niemals wieder nach Österreich zurückzukehren. So ist die tatkräftige Unterstützung des unerfahrenen Anwalts Randy Schoenberg, eines Enkels Arnold Schönbergs, und des Wiener Journalisten Hubertus Czernin nötig, damit die Erbin nach Wien fliegt und sich mit Entschlossenheit der Herausforderung stellt, einen juristischen Machtkampf um das wertvolle Familienerbe auszutragen. Diese Reise wird Marias Leben abermals verändern.

Zusatzinfo:
Simon Curtis begann seine Karriere als Regieassistent am Royal Court Theatre in London. Nach Regiearbeiten am Theater übernahm er Regie- und Produzententätigkeiten für Fernsehserien und Fernsehfilme. 2011 folgte sein Spielfilmdebüt als Regisseur: “My Week with Marilyn”, ein historisches Drama um die kurzweilige, durch die autobiografischen Bücher von Colin Clark bekannte Liebesbeziehung zwischen Clark, einem jungen Regieassistenten, und der weltberühmten Marilyn Monroe. Von der internationalen Kritik gelobt, brachte der Film seiner Hauptdarstellerin Michelle Williams einen Golden Globe und eine Oscarnominierung ein.

Ostersonntag, 04.04. / 21:55 Uhr / The Best Offer – Das höchste Gebot
(La migliore offerta)
Schwerpunkt: Kunsträuber am Werk
Spielfilm, Italien, 2013, ARTE 122 Min.
Regie: Giuseppe Tornatore
Drehbuch: Giuseppe Tornatore
Produktion: Paco Cinematografica
Produzent: Isabella Cocuzza
Kamera: Fabio Zamarion
Schnitt: Massimo Quaglia
Musik: Ennio Morricone

Mit: Geoffrey Rush (Virgil Oldman), Jim Sturgess (Robert), Sylvia Hoeks (Claire Ibbetson), Donald Sutherland (Billy Whistler), Philip Jackson (Fred), Dermot Crowley (Lambert)

Erstausstrahlung

Der exzentrische Kunstauktionator und Gutachter Virgil Oldman lebt, von wertvollen Gemälden weiblicher Schönheiten umgeben, ein einsames Leben in fast klösterlichem Zölibat. Bis die junge Claire Ibbetson ihn beauftragt, ein Gutachten über ihr beträchtliches Erbe an Kunstschätzen zu erstellen. Von ihrem Charme betört, nimmt er den Auftrag an. Doch warum nur bekommt er die geheimnisvolle Fremde nie zu Gesicht?

Giuseppe Tornatore erschuf mit “The Best Offer – Das höchste Gebot” Szenen eines Psychothrillers in bester Hitchcock-Manier und nimmt sein aus “Cinema Paradiso” bekanntes Motiv der männlichen Bewunderung unerreichbarer Weiblichkeit und Schönheit wieder auf.

Der Kunstauktionator und Gutachter Virgil Oldman ist ein älterer Herr, der wegen seines Wissens über die Gemälde großer Meister in seinem Metier hoch angesehen ist. Für die Gemälde namhafter Künstler werden bei seinen Auktionen horrende Preise erzielt und hin und wieder kann er durch absichtlich falsche Gutachten seine private Sammlung mit unvorstellbaren Schätzen bestücken. Seit langen Jahren heuert er für diese illegalen Deals den unbekannten Künstler Billy als Bieter an. Dabei zeigen all diese Porträts ausschließlich ein Motiv: junge, schöne Frauen.

Umgeben von Hunderten Augen weiblicher, unerreichbarer Schönheit lebt Virgil privat ein zurückgezogenes und enthaltsames Leben. Seine große Sammlung an Lederhandschuhen, die er akribisch im eigenen Schrank nach Farben sortiert, bewahrt ihn nicht nur vor der Unreinheit der Welt, sondern auch vor zwischenmenschlichen Berührungen.

Bis der exzentrische Misanthrop eines Tages von der 27-jährigen Claire Ibbetson gebeten wird, ihr umfangreiches Erbe zu begutachten. Nur zögerlich nimmt Virgil den Auftrag an, versetzt ihn doch die junge Frau immer wieder und tischt ihm dann auch noch abenteuerliche Erklärungen von Unfällen und Krankheiten auf. Doch nach und nach verfällt er ihrem Charme. Immer versessener sucht er ihre Nähe und möchte mehr über die geheimnisvolle Fremde herausfinden. Denn eine schwere Agoraphobie macht es Claire seit 15 Jahren unmöglich, das Haus zu verlassen oder mit Menschen persönlich in Kontakt zu treten. Nur über ein Loch in der Wand kann Virgil sie erahnen. Oder kann man Liebe etwa auch fälschen?

Zusatzinfo:
Giuseppe Tornatore ist ein italienischer Regisseur, Drehbuchautor und Produzent. Mit seinem Film “Cinema Paradiso” (1988), ausgezeichnet mit einem Oscar, einem Golden Globe, dem Großen Preis der Jury in Cannes und fünf BAFTA-Awards, erlangte er Weltruhm. Sein Psychothriller “The Best Offer – Das höchste Gebot” gewann ebenfalls zahlreiche Preise und brachte unter anderem 2013 bei den Europäischen Filmpreisen Ennio Morricone die Auszeichnung für den besten europäischen Filmkomponisten ein.

Ostersonntag, 04.04. / 00:00 Uhr / Mozart & Beethoven – Soirée im Théâtre de l’Archevêché
Aix-en-Provence 2020
Musik, Frankreich, 2020, ARTE F 66 Min.
Regie: Julien Condemine
Komponist: Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven
Dirigent: Thomas Hengelbrock
Orchester: Balthasar-Neumann-Ensemble
Mit: Véronique Gens (Sopran), Stanislas de Barbeyrac (Tenor)
Online verfügbar von 28/03 bis 26/09
Erstausstrahlung

Das Internationale Opernfestival von Aix-en-Provence fand auch 2020 nicht minder hochkarätig statt, wenn auch anders als ursprünglich geplant. Das beweist das einzigartige Konzert des Balthasar-Neumann-Ensembles unter der Leitung von Thomas Hengelbrock. Im Théâtre de l’Archevêché erklingt ein Dialog zwischen der Musik zweier legendärer Komponisten. Bei dieser schönen Mischung wird die Darbietung von Beethovens 5. Symphonie von Mozart- und Beethoven-Arien unterbrochen, gesungen von der Sopranistin Véronique Gens und dem Tenor Stanislas de Barbeyrac.

Im Jahr 2020 musste das Internationale Opernfestival von Aix-en-Provence coronabedingt abgesagt werden: “Innocence”, “Così fan tutte”, “Die Krönung der Poppea” und andere geplante Aufführungen fielen aus. Dennoch brachte Festivaldirektor Pierre Audi im legendären Théâtre de l’Archevêché ein anspruchsvolles Konzert auf die Bühne.

Dieses weltweit bedeutsame Ereignis wurde eigens für Fernsehen und Radio veranstaltet und von der Compagnie des Indes mitgeschnitten. Im Publikum saßen lediglich die beteiligten Festival- und Aufzeichnungsteams.

Das Balthasar-Neumann-Ensemble spielte Werke zweier bedeutender Vertreter der klassischen Musik: Ludwig van Beethoven und Wolfgang Amadeus Mozart. Unter der Leitung des deutschen Dirigenten Thomas Hengelbrock konnte sich das musikalische Genie der beiden Komponisten voll entfalten, insbesondere mit Beethovens populärer 5. Symphonie und mit Arien aus der späten Mozart-Oper “Don Giovanni”, gesungen von Véronique Gens und Stanislas de Barbeyrac.

2020 hätte eigentlich weltweit das Beethovenjahr sein sollen, doch viele Kulturinstitutionen, die den 250. Geburtstag des Komponisten begehen wollten, mussten ihre Veranstaltungen absagen oder verschieben. Das verleiht der bewegenden Hommage in Aix-en-Provence ihren Symbolwert.

Während der Pandemie, in der die Kultur so zu leiden hat, verdient die Musik, dieser Schatz der Menschheit, besondere Anstrengungen, damit sie unser Leben weiter bereichern kann.

Ostermontag, 05.04. / 05:00 Uhr / Ein letzter Tango
Dokumentarfilm, Deutschland, 2015, WDR 78 Min.
Regie: German Kral
Online verfügbar von 01/04 bis 01/05
Wiederholung vom 01.04.

Ostermontag, 05.04. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 29/03 bis 04/06
Erstausstrahlung

(1): Baskenland: der Lobpreis von Ramiro Arrue
(2): Dominikanische Republik: Leidenschaft Baseball
(3): Montenegro: Mladens Lamm im Satsch
(4): Schweden: Rechtsruck der besonderen Art

(1): Baskenland: der Lobpreis von Ramiro Arrue
Das Baskenland steckt den Menschen, die dort leben, tief im Blut. Auch dem baskischen Maler Ramiro Arrue, der sein ganzes Leben damit verbrachte, die Seele von Land und Leuten mit dem Pinsel einzufangen und dabei eine Bilderwelt erschaffen hat, die baskischer nicht sein könnte. Neben Fischern, Bauern und Pelota-Spielern hat er auch die majestätischen Pyrenäen auf die Leinwand gebannt.

(2): Dominikanische Republik: Leidenschaft Baseball
Nicht nur in den USA wird an jeder Ecke Baseball gespielt, sondern auch in der Dominikanischen Republik. Der Sportimport aus dem Ausland lässt die Herzen der Einheimischen höherschlagen, überbrückt Klassenunterschiede und ist für die Menschen in dem Karibikstaat zu einer Art Nationalsport geworden.

(3): Montenegro: Mladens Lamm im Satsch
In den montenegrinischen Bergen bei Cetinje zeigt Mladen eine typische Zubereitungsart seiner Heimat: das Garen im Satsch. Dabei wird ein glockenförmiger Deckel über den vorbereiteten Braten gestülpt und das Ganze mit heißer Asche und Glut bedeckt.

(4): Schweden: Rechtsruck der besonderen Art
Die Drottninggatan in Stockholm ist die beliebteste Einkaufsmeile der Stadt. Kaufhäuser und kleine Boutiquen locken Kunden aus aller Welt, bewacht von sanftmütig dreinblickenden Löwenskulpturen. Doch seit Schweden 1967 einen Rechtsruck der besonderen Art vollzog, ist die Straße nicht mehr dieselbe …

Dienstag, 06.04. / 05:00 Uhr / Xavier de Maistre und die Harfe
Dokumentation, Deutschland, 2020, NDR 43 Min.
Regie: Beatrix Conrad
Online verfügbar von 21/03 bis 19/06
Wiederholung vom 21.03.

Dienstag, 06.04. / 13:00 / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 30/03 bis 05/06
Erstausstrahlung

(1): Verdis unbeugsames Italien
(2): Deutschland: Das Auto als Identitätsstifter
(3): Polynesien: Maehatas roher Fisch in Kokosmilch
(4): Die Hamptons: Wo Männer für Frauen schaulaufen

(1): Verdis unbeugsames Italien
Durch Norditalien klingt eine patriotische Melodie: „Va, pensiero, sull’ali dorate …“ Der Gefangenenchor aus Giuseppe Verdis Oper „Nabucco“ stand in der Zeit des Risorgimento symbolisch für die angestrebte politische Einigung des Landes. Schon als Kind war Verdi von der Kultur des italienischen Volkes beseelt. In seinen Werken schenkte er den Geächteten und vom Schicksal Gezeichneten eine Stimme.

(2): Deutschland: Das Auto als Identitätsstifter
In Baden-Württemberg liegt nicht nur der Schwarzwald, sondern auch die Geburtsstätte des wohl revolutionärsten Transportmittels des 20. Jahrhunderts: des Automobils. Findige Ingenieure wie Karl Benz, Gottlieb Daimler und Ferdinand Porsche entwickelten die geniale Erfindung weiter und machten aus dem Luxusobjekt zunächst ein Kriegsgerät und schließlich der Deutschen liebstes Kind.

(3): Polynesien: Maehatas roher Fisch in Kokosmilch
Nach einem Marktbesuch in Papeete bereitet Maehata in ihrem Restaurant eine polynesische Spezialität zu: rohen Fisch in Kokosmilch.

(4): Die Hamptons: Wo Männer für Frauen schaulaufen
Etwa zwei Autostunden östlich von New York liegen die Hamptons, wo einige der schicksten Badeorte der Vereinigten Staaten zu finden sind. In den 70er Jahren erlebten die kleinen Fischerorte dank Andy Warhol einen regelrechten Besucheransturm. Doch schon Anfang des 20. Jahrhunderts waren die Männer dort ihrer Zeit weit voraus …

Mittwoch, 07.04. / 05:00 Uhr / Sergej Rachmaninow, Klavierkonzert Nr. 2
Musik, Frankreich, 2019, ARTE F 42 Min.
Regie: Isabelle Soulard
Komponist: Sergej Rachmaninow
Dirigent: Stanislav Kochanovsky
Orchester: Orchestre de Paris
Mit: Behzod Abduraimov (Klavier), Nikolai Lugansky (Klavier)
Online verfügbar von 07/03 bis 10/09
Wiederholung vom 14.03.

Mittwoch, 07.04. / 13:00 Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 31/03 bis 06/06
Erstausstrahlung

(1): Berlin: Bertolt Brechts Großstadtdschungel
(2): Georgien: Die legendäre Königin Tamar
(3): Türkei: Kadriyes Icli Köfte
(4): Indonesien: Der verborgene Schatz der Insel Run

(1): Berlin: Bertolt Brechts Großstadtdschungel
Während sich Berlin von den Auswirkungen des Ersten Weltkriegs erholte und die Goldenen Zwanziger einläutete, kam ein junger bayerischer Dramaturg in die Hauptstadt und stürzte sich ins Großstadtgetümmel. Als Teil des Berliner Intellektuellenmilieus sah Bertolt Brecht im Theater eine moralische Anstalt mit erzieherischem Anspruch, die einen kritischen Blick auf die Welt werfen sollte, und träumte von pazifistischen Aufführungen fürs Volk.

(2): Georgien: Die legendäre Königin Tamar
Gelegen an den Ufern des Schwarzen Meeres bildet Georgien die Brücke zwischen Europa und dem Nahen Osten. In den Tälern des Kaukasus erklingen bis heute Lobgesänge auf eine legendäre georgische Monarchin: Königin Tamar. Die georgisch-orthodoxe Kirche verehrt sie als Heilige, die das georgische Reich auf den Höhepunkt seiner Macht führte. Bis heute nimmt sie im Volksglauben eine wichtige Stellung ein.

(3): Türkei: Kadriyes Icli Köfte
In ihrer Küche in Istanbul bereitet Kadriye eine besonders aufwendige Spezialität zu: Icli Köfte. Die mit Fleisch gefüllten Bulgurbällchen sind zu jeder Tageszeit ein Genuss.

(4): Indonesien: Der verborgene Schatz der Insel Run
Die westlichste Banda-Insel Run gehört zu Indonesien: ein drei Quadratkilometer großer Vulkanfelsen mit üppigen Fischgründen. Im 17. Jahrhundert lockte ein einheimisches Gewächs Seefahrer aus aller Welt an diesen Ort …

Donnerstag, 08.04. / 05:00 Uhr / Mit Mozart in Havanna
Konzert mit Sarah Willis und dem Havana Lyceum Orchestra
Musik, Deutschland, 2020, ZDF 43 Min.
Regie: Magdalena Zięba-Schwind
Komponist: Wolfgang Amadeus Mozart, Joshua Davis & Yuniet Lombida Pietro, Edgar Vero, Moisés Simons
Dirigent: José Antonio Méndez Padrón
Orchester: Havana Lyceum Orchestra
Mit: Sarah Willis (Horn)
Online verfügbar von 27/03 bis 26/06
Wiederholung vom 28.03.

Donnerstag, 08.04. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 01/04 bis 07/06
Erstausstrahlung

(1): Tahiti: Die Jungfernfahrt des Victor Segalen
(2): Provence: Die Juden des Papstes
(3): Senegal: Fatous Fondé
(4): Barcelona: Der Berg der Spione

(1): Tahiti: Die Jungfernfahrt des Victor Segalen
Tahiti mit seinen Naturwundern, seiner üppigen Vegetation und seinen Vulkanbergen eilt der Ruf eines Paradieses auf Erden voraus. Anfang des 20. Jahrhunderts zog es den jungen Bretonen Victor Segalen an diesen Sehnsuchtsort, wo er sein schriftstellerisches Talent entdeckte. Mit dem Roman “Die Unvordenklichen” und dem Reisebericht “Aufbruch in das Land der Wirklichkeit” schenkte er seinen Lesern einen tiefen Einblick in die polynesische Kultur.

(2): Provence: Die Juden des Papstes
Zwischen den Flüssen Rhône und Durance, dem Mont Ventoux und der Felslandschaft Dentelles de Montmirail liegt das Comtat Venaissin, das vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert eine Exklave des Kirchenstaates bildete. Unter päpstlicher Herrschaft ließen sich dort viele Juden nieder, die andernorts in Europa verfolgt und vertrieben wurden. In Städten wie Carpentras, Cavaillon und Avignon finden sich noch zahlreiche Zeugnisse ihrer vieltausendjährigen Religion und Kultur.

(3): Senegal: Fatous Fondé
Am Cap Skirring im Senegal bereitet Fatou eine Speise zu, die dort bei keinem Frühstück fehlen darf: Fondé, ein süßer Hirsebrei mit Sauermilch.

(4): Barcelona: Der Berg der Spione
Majestätisch thront der Tibidabo über der katalanischen Metropole Barcelona. Anfang des 20. Jahrhunderts begann das Bürgertum der Stadt sich dort einzurichten, um dem Getümmel der Großstadt zu entfliehen. In der Zwischenkriegszeit suchte ein geheimnisvoller Russe dort Unterschlupf …

Freitag, 09.04. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst
Magazin, Frankreich, 2021, ARTE F 45 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 02/04 bis 08/06
Erstausstrahlung

(1): Ibiza: Wo Barbet Schroeder sich selbst vergaß
(2): Belgien: Braukunst als Kulturerbe
(3): La Réunion: Lynes Rougail Saucisse
(4): Stockholm: Mit den eigenen Waffen geschlagen

(1): Ibiza: Wo Barbet Schroeder sich selbst vergaß
Vor der spanischen Ostküste liegt die paradiesische Baleareninsel Ibiza, heutzutage ein begehrtes Touristenziel. Der französische Filmemacher Barbet Schroeder kam schon als Kind hierher und drehte dort im Abstand von fast 50 Jahren zwei seiner bedeutendsten Werke: “More – mehr – immer mehr” und “Amnesia”. In den beiden Filmen erzählt er seine Familiengeschichte und zeigt die verführerischen Seiten einer Insel, auf der man sich wunderbar selbst vergessen kann.

(2): Belgien: Braukunst als Kulturerbe
Belgien, das “flache Land”, wie Jacques Brel es nannte, hat der Menschheit ein immaterielles Kulturerbe geschenkt, das mittlerweile sogar von der UNESCO anerkannt wurde: das belgische Bier. Es wird seit Jahrhunderten gebraut und ist heute in fast 1.500 verschiedenen Varianten zu haben. Die handwerkliche Braukunst, die im Mittelalter den Wohlstand der Region mitbegründete, geriet Mitte des 20. Jahrhunderts allmählich in Vergessenheit, erlebt seit Kurzem jedoch einen neuen Aufschwung.

(3): La Réunion: Lynes Rougail Saucisse
In ihrem Restaurant in Saint-Pierre bereitet Lyne ein Rezept zu, das auf der Insel La Réunion zum Standardrepertoire zählt: Rougail Saucisse.

(4): Stockholm: Mit den eigenen Waffen geschlagen
Gamla Stan, die Altstadt von Stockholm mit ihren bunten Fassaden, bildet seit dem Mittelalter das Herz der schwedischen Metropole. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts schlugen hier GleichstellungsaktivistInnen die schwedische Regierung mit ihren eigenen Waffen …

Freitag, 09.04. / 21:50 Uhr /Liam Gallagher~ As It Was
Dokumentarfilm, Großbritannien, 2019, ARTE F 85 Min.
Regie: Gavin Fitzgerald, Charlie Lightening
Online verfügbar von 02/04 bis 08/06
Erstausstrahlung

„Liam Gallagher: As It Was” erzählt die spannende Geschichte vom Comeback des britischen Musikers Liam Gallagher nach der Auflösung seiner Band Oasis im Jahr 2009. Dabei wird sein musikalischer Werdegang vom Leadsänger der bekannten Britpop-Band zum erfolgreichen Solokünstler nachgezeichnet. Mit der endgültigen Trennung der Gallagher-Brüder im Sommer 2009 nach andauerndem Streit, glaubt man das Ende der Erfolgsgeschichte von Oasis zu kennen. Der Dokumentarfilm erzählt aber eine neue Geschichte.

Die Rockumentary folgt der langen Tradition der „Rise and fall…and rise again“-Storys. Nach dem Aus der Kultband gründeten die verbliebenen Oasis-Mitglieder die Gruppe Beady Eye, die jedoch ohne Bruder Noel als Songschreiber nicht an den Erfolg von Oasis anknüpfen konnte. Erst mit dem Soloalbum „As You Were“ von 2017 gelang Liam der große Durchbruch.
„Liam Gallagher: As It Was“ zeigt ehrlich und hautnah, wie einer der international erfolgreichsten Rockstars aus den schwindelerregenden Höhen des weltweiten Erfolgs in einen Abgrund aus Alkohol, negativen Boulevardblatt-Schlagzeilen und bitteren Rechtsstreits stürzte. Schutzlos und völlig auf sich allein gestellt riskierte Liam alles, um das größte musikalische Comeback aller Zeiten hinzulegen.

Zusatzinfo:
„Liam Gallagher: As It Was“ kam im Sommer 2019 in die Kinos des Vereinigten Königreichs.

Freitag, 09.04. / 23:20 Uhr / Tracks
Magazin, Frankreich, 2020, ARTE F 30 Min.
Erstausstrahlung

Freitag, 09.04. / 23:50 Uhr / Berlin Live: Black Rebel Motorcycle Club
Musik, Deutschland, 2017, ZDF 61 Min.
Regie: Stefan Mathieu, Hannes Rossacher
Online verfügbar von 08/04 bis 09/05

Black Rebel Motorcycle Club steht seit fast 20 Jahren für einen klaren, unverfälschten und ehrlichen Garagenrock vom Feinsten. Die Band aus Kalifornien mit Peter Hayes (Gesang und Gitarre), Robert Levon Been (Gesang und Bass) und Leah Shapiro (Schlagzeug) hat bereits ihr achtes Studioalbum unter dem Titel “Wrong Creatures” eingespielt, das Anfang 2018 erschienen ist. Die Tour zur neuen Platte führte die Band durch Europa, Amerika und Australien. Dass die Black Rebels besonders live eine Macht sind, haben sie in den letzten Jahren auf zahlreichen Festivals und ihren Tourneen bewiesen. Dennoch immer wieder neue Themen aufzugreifen und sich dabei selbst treu zu bleiben, sei eine Herausforderung, wie Peter Hayes zu dem neuen Album meint: “Mit jeder Platte wird es immer schwieriger auszudrücken, was du sagen willst, und du versuchst nicht, dich selbst zu wiederholen.” Von all dem konnten sich die Fans bei dem Konzert von Black Rebel Motorcycle Club im SchwuZ bei “Berlin Live” selbst überzeugen.

Freitag, 09.04. / 00:55 Uhr / Queercore – Die schwule Seite des Punk
Dokumentation, Deutschland, 2016, ZDF 57 Min.
Regie: Yony Leyser
Online verfügbar von 09/04 bis 16/04

In den 1980er und 1990er Jahren rückte eine lose verbundene Gruppe nordamerikanischer Punk-Künstler und -Künstlerinnen ihre queeren Identitäten radikal ins Zentrum der eigenen Arbeiten – und lehnte sich damit nicht nur gegen die damals von heterosexuellen Männern dominierte und latent homophobe Punk-Szene auf, sondern auch gegen den allzu angepassten schwulen Mainstream. Der Filmemacher Yony Leyser lässt dazu die schillernden Schlüsselfiguren der Bewegung zu Wort kommen: die FilmemacherInnen Bruce LaBruce und G. B. Jones, die MusikerInnen Kim Gordon (Sonic Youth), Jody Bleyle (Team Dresch) und Kathleen Hanna (Bikini Kill), ihren schamlosen Wegbereiter John Waters – und viele mehr. KünstlerInnen wie Beth Ditto und Peaches erzählen, wie die Bewegung ihr Verständnis von queerem Leben und Denken geprägt hat, das sich von allen normativen Einschränkungen löste. Filmclips, Konzertausschnitte und Aufnahmen der spektakulärsten Aktionen dokumentieren das vielschichtige Schaffen der Szene. Das mitreißende Szene-Porträt schließt nicht nur eine klaffende Lücke innerhalb der nicht-heterosexuellen Geschichtsschreibung, es ist auch ein wilder Appell gegen jede Form der falschen Anpassung.

Zusatzinfo:
“Das Andere plus Lautstärke – so könnte das Motto des hochemotionalen und energetischen Dokumentarfilms des jungen Regisseurs Yony Leyser lauten. (…) Ein Meilenstein des Musikfilms”, schrieb das Magazin “Jungle World” im Dezember 2017. Der Dokumentarfilm “Queercore” lief erfolgreich auf vielen internationalen Filmfestivals und 2017 in den deutschen Kinos. ARTE zeigt eine 56-minütige Fernsehfassung des Films.

Freitag, 09.04. / 01:50 Uhr / Generation Sputnik ~ Das goldene Zeitalter der Science-Fiction
Dokumentation, Deutschland, 2016, ARTE 52 Min.
Regie: André Schäfer, Jonas Niewianda
Online verfügbar von 19/03 bis 09/05

1966, die Mitte der 60er Jahre: Das Morgen hatte begonnen und war in aller Munde, seit Anfang Oktober 1957 der sowjetische Satellit „Sputnik“ ein neues Zeitalter eröffnet hatte. Die Zukunft und ihr liebster Austragungsort, der Weltraum, waren in Mode wie nie zuvor. Am 17. September 1966 begann auch im deutschen Fernsehen die Zukunft, genauer: An diesem Tag startete die Ausstrahlung der siebenteiligen Science-Fiction-Serie „Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion“ und machte sich auf den Weg, Fernsehgeschichte zu schreiben.

Die Dokumentation ist eine augenzwinkernde Zeitreise in die 60er Jahre und erinnert an diese utopiedurstige Zeit zwischen „Sputnik“-Start und Mondlandung.

Am 5. Oktober 1957 versetze ein Funksignal Amerika einen tiefsitzenden Schock und die Welt in helle Aufregung. Das verrauschte Piepen des russischen Satelliten „Sputnik 1“ verbreitete sich wie ein Lauffeuer rund um den Globus. Die Sowjetunion hatte den ersten künstlichen Erdsatelliten in den Orbit befördert. Der Wettlauf ins All war eröffnet und eine neue Epoche brach an: das Weltraumzeitalter. In der kommenden Dekade war die Zukunft – und ihr liebster Austragungsort, der Weltraum – in Mode wie nie zuvor: Atombusige Weltraumheldinnen betraten die Bühne der Science-Fiction-Comics und -Filme, futuristische Klänge eroberten die Tanzflächen.

Am 17. September 1966 begann auch im deutschen Fernsehen die Zukunft, genauer: An diesem Tag startete die Ausstrahlung der siebenteiligen Science-Fiction-Serie „Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion“ und machte sich auf den Weg, Fernsehgeschichte zu schreiben. Kurzum: die Zukunft hatte begonnen, und sie versprach Großartiges.

Die Dokumentation erinnert an diese utopiedurstige Zeit zwischen „Sputnik“-Start und Mondlandung. Welche Vorstellungen trieb die Menschen vor einem halben Jahrhundert um, wenn sie an ihre Zukunft – unsere Gegenwart – dachten? Wie schlugen sich die schier grenzenlose Begeisterung für Technik und der optimistische Glaube an die Zukunft kulturell nieder? Der Film lässt Zeitzeugen zu Wort kommen, wie den Schauspieler Wolfgang Völz, der in „Raumpatrouille Orion“ den Leutnant Mario de Monti spielte, oder die französischen Comicmacher Jean-Claude Mézière und Pierre Christin, die mit ihrem Comic „Valerian und Veronique“ eine Weltraum-Saga erschufen, die seit den 60er Jahren ihre Leser fasziniert. Der Dokumentarfilm ist eine augenzwinkernde Zeitreise in die fantastische Zukunft der 60er Jahre; eine Zukunft, die heute schon Vergangenheit ist.


Diese Übersicht wird stets mehrere Wochen vor den jeweiligen Sendeterminen erstellt. Aktuelle Programmänderungen sind nicht berücksichtigt. Diese finden sich auf arte.tv.