TV-Tipps arte:


Dienstag, 14.07. / 05:00 Uhr / Aida Garifullina – Ein argentinischer Traum
Dokumentation, Argentinien, 2019, ZDF 43 Min.
Regie: Tilo Krause
Dirigent: Carlos Vieu
Orchester: Orquesta Filarmónica De Buenos Aires
Mit: Eduardo Amarillo (Tangotänzer), Aida Garifullina (Sopran)
Wiederholung vom 28.06.

Mittwoch, 15.07. / 05:00 Uhr / Drei Stardirigenten, eine Familie ~ Die Järvis und ihr Musikfestival in Estland
Musik, Deutschland, 2019, WDR 43 Min.
Regie: Holger Preuße, Isabel Hahn
Mit: Paavo Järvi, Neeme Järvi, Kristjan Järvi, Maarika Järvi, Truls Mørk
Wiederholung

Donnerstag, 16.07. / 05:00 Uhr / 50 Jahre Montreux Jazz Festival
More than Jazz
Dokumentation, Frankreich, Schweiz, 2016, ARTESSR 59 Min.
Regie: Guillaume Delaperrière
Mit: Nina Simone, Miles Davis, Ella Fitzgerald, Marvin Gaye, Gilberto Gil, Bobby McFerrin
Wiederholung vom 05.07.

Freitag, 17.07. / 05:00 Uhr / Les Arts Florissants feiern ihr 40. Jubiläum
in den Gärten von William Christie
Musik, Frankreich, 2019, ARTE F 43 Min.
Regie: François-René Martin
Komponist: Henry Purcell, Jean-Philippe Rameau, Antonio Vivaldi, Georg Friedrich Händel
Dirigent: William Christie, Paul Agnew
Orchester: Les Arts Florissants
Wiederholung vom 05.07.

Freitag, 17.07. / 22:05 Uhr / Whitney – Can I Be Me
Schwerpunkt: Summer of Dreams
Dokumentarfilm, USA, 2018, BR 100 Min.
Regie: Nick Broomfield, Rudi Dolezal
Produzent: Marc Hoeferlin, Nick Broomfield
Online verfügbar von 17/07 bis 16/08
Erstausstrahlung

Fünf Jahre nach Whitney Houstons tragischem Tod enthüllt der Dokumentarfilm die wahren Hintergründe über den Absturz einer der wohl größten Sängerinnen aller Zeiten.

Von den renommierten Regisseuren Nick Broomfield („Kurt & Courtney“) und Rudi Dolezal („Freddie Mercury“) kommt ein neuer Film über eine der wohl größten Sängerinnen aller Zeiten. Whitney Houston war der Inbegriff eines Superstars, eine „American Princess“, die am häufigsten ausgezeichnete Künstlerin aller Zeiten.

Trotz verdienter Millionen, mehr aufeinanderfolgenden Nummer-1-Hits als die Beatles und einer der größten Stimmen aller Zeiten konnte sie nie einfach sie selbst sein. Sie starb an einer Überdosis Drogen und wurde nur 48 Jahre alt.

Zusammengestellt aus zumeist noch nie gesehenen Bildern und exklusiven Aufnahmen erzählt der Dokumentarfilm Whitney Houstons unglaubliche und ergreifende Lebensgeschichte aus der Sicht derer, die ihr am nächsten standen.

Freitag, 17.07. / 23:45 Uhr / Katy Perry: The Prismatic World Tour
Schwerpunkt: Summer of Dreams
Dokumentation, USA, 2015, ARTE 60 Min.
Regie: Russell Thomas
Mit: Katy Perry
Online verfügbar von 10/07 bis 15/09
Erstausstrahlung

Katy Perrys Konzertfilm von ihrer Welttournee 2015 ist ein sinnliches Feuerwerk aus spektakulärer Bühnenshow und ansteckenden Popsongs. Eben genau jene Mischung, die Katy Perry zu einer der faszinierendsten Musikerinnen unserer Zeit macht. Der Film verwöhnt die Fans mit einer optisch atemberaubenden Produktion, die Katys Lebensfreude und ihren künstlerischen Anspruch perfekt einfängt. Sie interpretiert unter anderem ihre größten Hits, wie „Roar“, „I Kissed a Girl“, „Hot n Cold“, „Teenage Dream“ und „Firework“.

Freitag, 17.07. / 00:50 Uhr / Tracks
Schwerpunkt: Summer of Dreams
Magazin, Frankreich, 2020, ARTE F 30 Min.
Regie: Realisateurs Differents
Journalist: David Combe, Jean-Marc Barbieux
Erstausstrahlung


Samstag, 18.07. / 05:20 Uhr / César ~ Objektkünstler & Bildhauer
Dokumentation, Frankreich, 2016, ARTE F 52 Min.
Regie: Stéphane Ghez
Wiederholung vom 04.07.

Samstag, 18.07. / 06:15 Uhr / Toulouse-Lautrec – Der Tausendsassa
Dokumentation, Frankreich, 2018, ARTE F 53 Min.
Regie: Gregory Monro
Wiederholung vom 21.06.

Samstag, 18.07. / 07:10 Uhr / Willy Ronis – Der Fotograf von Paris
Pariser Fotograf und Humanist
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 52 Min.
Regie: Vladimir Vasak
Wiederholung vom 05.07.

Samstag, 18.07. / 23:25 Uhr / Richard III.
Theater, Frankreich, Deutschland, 2015, ARTE F 159 Min.
Regie: Hannes Rossacher
Choreographie: René Lay
Inszenierung: Thomas Ostermeier
Bühnenbild / Ausstattung / Bauten: Jan Pappelbaum
Kostüme: Florence von Gerkan, Ralf Tristan Sczesny
Musik: Nils Ostendorf
Licht: Erich Schneider
Video: Sébastien Dupouey
Puppen/Marionetten: Ingo Mewes, Karin Tiefensee, Susanne Claus, Dorothee Metz
Dramaturgie: Florian Borchmeyer

Mit: Lars Eidinger (Richard III.), Moritz Gottwald (Buckingham), Eva Meckbach (Elizabeth), Jenny König (Lady Anne), Sebastian Schwarz (Hastings, Brakenbury, Ratcliff), Robert Beyer (Catesby, Margaret, Erster Mörder), Thomas Bading (Edward, Bürgermeister, Zweiter Mörder), Christoph Gawenda (Clarence, Dorset, Stanley, Prinz v. Wales (als Puppe)), Laurenz Laufenberg (Rivers, York (als Puppe)), Thomas Witte (Schlagzeuger)

Richard ist hässlich und bucklig, ein Krüppel. Dank seines Hasses auf die Welt und seiner Mordlust konnte sein Bruder Edward zum König von England aufsteigen. Doch bald bahnt sich der Krüppel mordend selbst den Weg zum Thron. „Richard III.“ ist eines der frühesten Stücke Shakespeares und hat bis heute nichts von seiner Faszination verloren. ARTE zeigt die gefeierte Inszenierung von Thomas Ostermeier mit Lars Eidinger als Richard, die auch beim Festival d‘Avignon zu sehen war.

England Ende des 15. Jahrhunderts: Richard ist ein hässlicher, buckliger Krüppel, der auf den Schlachtfeldern vor allem seinem Bruder Edward gute Dienste geleistet hat. Jetzt ist Edward König – dank der Mordlust seines Bruders. Dieser jedoch findet keinen Frieden, zu tief sitzt sein Hass auf die Welt, zu der er nicht gehört. Also mordet er weiter, bis er selbst den Thron von England besteigt. Doch auch dieser Triumph wird seine Kränkung über das, was ihm die Natur angetan hat, nicht stillen. Allein an der Spitze richtet er sein Wüten nun gegen seinen eigentlichen Feind – sich selbst.

„Richard III.“ ist eines der frühesten Stücke Shakespeares und seine Titelfigur der erste in einer Reihe von Bösewichten im Werk des Jahrtausendgenies. Die Verführungskraft Richards liegt in ihrer hemmungslosen, lustvoll zur Schau gestellten Amoralität. Aber das Stück erschöpft sich nicht in der Dämonisierung eines psychopathischen Amokläufers. Es ist auch das Porträt einer zerrütteten Machtelite, aus deren Mitte ein solch perverser Diktator aufsteigen kann.
Lars Eidinger spielt den Bösewicht Richard unter der Regie von Thomas Ostermeier. Damit setzen Ostermeier und Eidinger ihre Shakespeare-Erkundungen fort, die 2006 mit dem „Sommernachtstraum“ begonnen und dem Theater 2008 mit „Hamlet“ eine der erfolgreichsten Klassiker-Deutungen des deutschen Theaters beschert haben. Die Inszenierung von „Richard III.“ hatte im Februar 2015 an der Berliner Schaubühne Premiere.

Sonntag, 19. 07. / 05:00 Uhr / F. C. Gundlach – Meister der Modefotografie
Dokumentation, Deutschland, 2018, NDR 26 Min.
Regie: Eva Gerberding
Online verfügbar von 19/07 bis 17/10

Er hat sie alle vor die Linse bekommen: Romy Schneider, Maria Schell und Nadja Tiller, Jean Cocteau, Jean-Luc Godard und Curd Jürgens. Franz Christian Gundlach, genannt F. C. Gundlach, gilt als Grandseigneur der Modefotografie. Die Bilder des inzwischen über 90-jährigen Fotokünstlers, den Wim Wenders als „Visionär der Fotografie“ bezeichnet hat, werden weltweit ausgestellt. Für die Dokumentation hat Gundlach sein Privatarchiv geöffnet. Zusätzlich sind bisher unveröffentlichte Super-8-Filme von Fotoshootings für die Zeitschrift „Brigitte“ zu sehen, die den Meister der Modefotografie bei der Arbeit zeigen.

Franz Christian Gundlach, genannt F. C. Gundlach, hat eine ganze Generation von Fotografen beeinflusst, etwa Andreas Mühe oder Kristian Schuller. Wim Wenders deutet Gundlach als „Visionär der Fotografie“. Paris bildete für den 1926 im nordhessischen Heinebach geborenen F. C. Gundlach den Auftakt seiner Karriere: 1951 hatte er dort seine erste Ausstellung. Schnell stieg er zum Starfotografen auf. Er ging nach Hamburg und prägte mit Modestrecken von Frauenzeitschriften wie „Film und Frau“ und „Brigitte“ die Modefotografie. Er hat sie alle vor die Linse bekommen: Romy Schneider, Maria Schell und Nadja Tiller, Jean Cocteau, Jean-Luc Godard und Curd Jürgens. F. C. Gundlach gilt als Grandseigneur der Modefotografie. Die Bilder des inzwischen über 90-jährigen Fotokünstlers, der in Hamburg-Harvestehude lebt, gelten als zeitlos und werden weltweit ausgestellt. Gundlach betätigte sich seit den 1960er Jahren zudem als Unternehmer, wurde auch Sammler und Kurator. 1975 eröffnete er die erste Fotogalerie in Deutschland und etablierte so die Fotografie als Kunstform. Seit 2003 ist F. C. Gundlach Gründungsdirektor des Hauses der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen. Filmemacherin Eva Gerberding hat Gundlach mit ihrem Kamerateam fünf Jahre lang immer wieder begleitet, etwa beim Konzeptionieren einer Ausstellung oder bei der Feier seines 90. Geburtstags. Für die Dokumentation hat Gundlach sein gesamtes Privatarchiv geöffnet. Zusätzlich sind bisher unveröffentlichte Super-8-Filme von Fotoshootings für die Zeitschrift „Brigitte“ zu sehen, die den Meister der Modefotografie bei der Arbeit zeigen.

Sonntag, 19. 07. / 05:25 Uhr / Zoom auf Mexiko
Dokumentation, Frankreich, 2018, ARTE F 53 Min.
Regie: Angeles Alonso Espinosa, Benjamin Lalande
Online verfügbar von 12/07 bis 17/09

Die Dokumentationsreihe präsentiert jeweils ein Land im Wandel und betrachtet es durch das Objektiv zeitgenössischer Fotografinnen und Fotografen. Schon in den ersten drei Staffeln mit Zoom auf China, Indien und Russland lieferte dieser Blick von innen wertvolle Erkenntnisse. Nun geht die Reise nach Mexiko – in ein Land, das von zahlreichen geografischen und kulturellen Spannungsfeldern geprägt ist: zwischen Norden und Süden, Stadt und Land, Wüste und dichtem Dschungel, Lateinamerika und den USA. Gleichzeitig ist Mexiko Symbol des Widerstands und offenbart ein enormes Kreativitätspotenzial. Beispielhaft dafür sind die mexikanischen Fotografinnen und Fotografen, welche die Geschehnisse und Herausforderungen in ihrem Land mit der Kamera festhalten.

Die Dokumentation begibt sich auf eine Reise vom Norden Mexikos in den Süden: In Tijuana, der ersten Station, untersucht der Fotograf Francisco Mata Rosas die Frage der Landesgrenzen. Landschaftlich ist Mexiko geprägt von Vulkanen, dichten Wäldern und öden Wüsten. Bei der Erkundung des riesigen Staatsgebiets und der vielfältigen Bevölkerung, die auf eine komplexe Geschichte zurückblickt, treten die vielen sozialen, religiösen, kulturellen, wirtschaftlichen, aber auch geografischen Gegensätze zutage. Die Frauenmorde von Ciudad Juárez sind beispielhaft für die gnadenlose Gewalt der Drogenkartelle. Die Fotografin Mayra Martell fängt die Gräueltaten auf subtile Weise in ihren Bildern ein. In San Pedro Garza García, der reichsten Gemeinde Lateinamerikas, richtet Yvonne Venegas einen anthropologischen Blick auf die mexikanischen Eliten. Weiter südlich, in der Megacity Mexiko-Stadt, fotografiert Federico Gama seit über 20 Jahren Cholos, Mazahuacholoskato-Punks, Iluminados und andere Vertreter der mexikanischen Gegenkultur. Auf dem Isthmus von Tehuantepec, wo in den letzten Jahren etliche Windparks errichtet wurden, prangert der Künstler Edgardo Aragón die verheerenden Folgen an, die ein industrielles Megaprojekt – die Umwandlung der Region in einen Transportkorridor, der dem Panamakanal Konkurrenz machen soll – für die Natur und die einheimische Bevölkerung hat. In Chiapas erinnert der legendäre Kriegsfotograf Pedro Valtierra an den Aufstand der Zapatisten – und ein nach wie vor ungesühntes Verbrechen: das Massaker von Acteal. Zum Abschluss präsentiert die Dokumentation eine der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts: die berühmte mexikanische Fotografin Graciela Iturbide. Jenseits der harten Realität ihres Landes ist es Iturbide gelungen, eine Welt der Träume einzufangen. Eine Welt, in der sich das Schöne der bitteren Wirklichkeit widersetzt.

Sonntag, 19. 07. / 06:20 Uhr / Der Designer des American Dream – Raymond Loewy
Dokumentation, Frankreich, 2017, ARTE F 52 Min.
Regie: Jérôme de Missolz, Frédérique Bompuis
Online verfügbar von 12/07 bis 17/09

Raymond Loewy gilt als Erfinder des Industriedesigns. Die von ihm gestalteten Lucky-Strike-Schachteln, Firmenlogos, Greyhound-Busse und Zapfsäulen sind bis heute weltbekannt – den Namen des Designers kennt jedoch kaum noch jemand. Ausgehend von Privataufnahmen, in denen Loewy seine Arbeitsweise und sein Privatleben in Szene setzte, wirft „Der Designer des American Dream – Raymond Loewy“ ein neues Licht auf Leben und Werk des brillanten Gestalters, dessen Designs als Symbole des „American Way of Life“ gelten und die Kaufgewohnheiten der Amerikaner in den 1950ern entscheidend mitprägten.

Er gestaltete die heute weltbekannten Firmenlogos von BP, Shell, Exxon, LU und La Croix, designte die legendären Greyhound-Busse und entwarf für die NASA – seinen Namen kennt heute dennoch kaum jemand: Raymond Loewy. Der französischstämmige Gestalter kam 1919 als mittelloser junger Mann in die USA und wurde dort zum Begründer des Industriedesigns. Heute gehört Raymond Loewy, der selbst eine Form des „American Dream“ verkörpert, mit Thomas Edison, Henry Ford und den Brüdern Wright zu den hundert bedeutendsten Persönlichkeiten der amerikanischen Industriegeschichte. Während seiner siebzigjährigen Karriere, die in den Fünfzigern ihren Höhepunkt fand, prägte Loewy mit den von ihm designten Industriewaren die Kaufgewohnheiten und den Lebensstil der Amerikaner entscheidend mit. Sein stilistisches Markenzeichen war die von der Aerodynamik inspirierte Stromlinienform. Raymond Loewy liebte den Rausch der Geschwindigkeit und designte unter anderem die S1-Dampflokomotive mit der abgerundeten Schnauze, Studebaker-Wagen, Passagierdampfer und Hubschrauber; auch Alltagsprodukte wie die Lucky-Strike-Schachtel oder der Coca-Cola-Automat tragen Loewys Handschrift. „Der Designer des American Dream – Raymond Loewy“ würdigt den Gestalter als Pionier von Jahrhundertformat, der die Geheimnisse und Wünsche der Konsumgesellschaft erahnte und mitprägte. Darüber hinaus versucht der Film zu ergründen, warum der vermeintliche „Erfinder des Industriedesigns“ trotz seines einstigen Erfolges so schnell in Vergessenheit geriet.

Sonntag, 19. 07. / 11:40 Uhr / Leonardo da Vinci – Die Welt malen
Dokumentation, Frankreich, 2018, ARTE F 52 Min.
Regie: Sandra Paugam
Wiederholung vom 05.07.

Sonntag, 19. 07. / 16:05 Uhr / Die Seerosen ~ Claude Monets Vermächtnis
Dokumentation, Frankreich, 2017, ARTE F 52 Min.
Regie: François Prodromidès
Online verfügbar von 12/07 bis 09/08

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs im November 1918 kündigte Claude Monet an, seinem französischen Heimatland zwei Bilder aus der Seerosen-Serie zu schenken, an der er damals arbeitete. Dieses hoch symbolische Geschenk nach Kriegsende verdankte Frankreich der tiefen Freundschaft zwischen dem Künstler und dem Ministerpräsidenten Georges Clemenceau – ein ungewöhnliches Bündnis zwischen Demokrat und Einzelgänger, Staatsmann und Visionär. Die Dokumentation erzählt die ungewöhnliche Geschichte der Begegnung der beiden Männer, die ihre Zeit ganz unterschiedlich prägten, sowie Monets künstlerisches Schaffen in dieser schwierigen Zeit.

„Lieber Freund, ich liebe Sie, weil Sie mich gelehrt haben, das Licht zu verstehen. Ich bedauere nur, dass ich mich nicht revanchieren kann.“ Dieser Brief war einer der vielen von Clemenceau an Monet und beschreibt die Freundschaft der beiden unterschiedlichen Männer. Gegen Ende des Ersten Weltkriegs im November 1918 machte Claude Monet seinem Freund Georges Clemenceau, dem damaligen französischen Ministerpräsidenten, einen ungewöhnlichen Vorschlag: Er wolle Frankreich zwei Bilder aus der Seerosen-Serie schenken, an der er gerade arbeitete. Clemenceau fuhr sofort nach Giverny, um das Geschenk des Malers in Augenschein zu nehmen. Doch erst nach Monets Tod im Dezember 1926 fanden die berühmten Seerosen Eingang in die Sammlung des Musée de l’Orangerie. Deshalb werden die Seerosen oft als das Testament des Impressionismus bezeichnet. Doch erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs findet das Publikum den Weg in die Orangerie. Der gemeinsame Freund von Monet und Clemenceau, der Kunstkritiker Gustave Geffroy, hatte es vorhergesagt: „Das wird ein Museum für den Menschen der Zukunft.“ Die Dokumentation erzählt von der langen und tiefen Freundschaft zwischen dem Künstler und dem Staatsmann, die sich bereits 1864 als junge Männer aus der Provinz in Paris kennenlernen. Dabei beleuchtet sie die politischen Ziele des einen und das künstlerische Streben des anderen. Was verband den berühmten Maler, der sich von öffentlichen Angelegenheiten und Institutionen konsequent fernhielt und den redegewandten Politiker, der von einem unerschütterlichen Glauben an den Staat beseelt war und das Gesicht der Französischen Republik mitgestaltet hatte? Was verbarg sich hinter dem Geschenk, das eine dem Giverny-Garten nachempfundene Wasserlandschaft zeigte?

Sonntag, 19. 07. / 16:55 Uhr / Live aus Aix-en-Provence: Mozarts Requiem
Musik, Frankreich, 2019, ARTE F 99 Min.
Regie: Francois-Rene Martin
Inszenierung: Romeo Castellucci
Dirigent: Raphaël Pichon
Orchester: Ensemble Pygmalion
Chor: Ensemble Pygmalion
Online verfügbar von 12/07 bis 15/04
Erstausstrahlung

Zur Eröffnung des „Festival d’Art Lyrique d’Aix-en-Provence“ 2019 überraschte Romeo Castelluci mit einer unkonventionellen Neuinterpretation von Mozarts Requiem. In Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Raphaël Pichon und dessen Ensemble Pygmalion kombinierte er das Requiem mit weniger bekannten Mozart-Werken und mit gregorianischen Gesängen. Mit dabei: Siobhán Stagg (Alt), Sara Mingardo (Sopran), Martin Mitterrutzner (Tenor) und Luca Tittoto (Bass).

Mit einer unkonventionellen Neuinterpretation von Mozarts Requiem – dem letzten Meisterwerk des berühmten Komponisten – eröffnete Romeo Castelluci 2019 das Opernfestival in Aix-en-Provence. In Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Raphaël Pichon und dessen Ensemble Pygmalion kombinierte er das Requiem mit weniger bekannten Mozart-Werken und mit gregorianischen Gesängen. Hinter die perfekt durchchoreographierte Darbietung des Chors wurden ununterbrochen Begriffe auf die Bühnenrückwand projiziert: Namen ausgestorbener Tier- und Pflanzenarten, von Primaten und Völkern, die es nicht mehr gibt, bis hin zu jenen von toten Sprachen, von versunkenen Bauwerken und Städten.Das Requiem in d-Moll (KV 626) wurde am 10. Dezember 1791 zu Mozarts Gedenkfeier in der Wiener Michaelerkirche uraufgeführt. Die Uraufführung des Gesamtwerkes fand etwas mehr als ein Jahr später im Januar 1973 statt. Viele Legenden ranken sich um die Umstände der Entstehung und der Vollendung des Requiems. Milos Forman hat für seinen Film „Amadeus“ von 1984 noch eine weitere erdichtet, und Antonio Salieri den Auftrag des Werkes und zudem die Schuld an Mozarts Tod zugeschrieben.Tatsache ist, dass Mozart sein letztes Werk nicht mehr selbst fertigstellen konnte. Er starb im Dezember 1791 mit nur 35 Jahren, das Requiem wurde sein eigenes. Seine Witwe Constanze gab die Fertigstellung in Auftrag, und es war ein Schüler von Antonio Salieri, Franz Xaver Süßmayr, der das Werk vollendete.

Sonntag, 19. 07. / 20:15 Uhr / Wenn Träume fliegen lernen
(Finding Neverland)
Schwerpunkt: Summer of Dreams
Spielfilm, USA, Großbritannien, 2004, ARTE 95 Min.
Regie: Marc Forster
Drehbuch: David Magee
Autor: Allan Knee
Produktion: FilmColony
Produzent: Nellie Bellflower, Richard N. Gladstein, Michael Dreyer
Kamera: Roberto Schaefer
Schnitt: Matt Chesse
Musik: Jan A.P. Kaczmarek

Mit: Johnny Depp (Sir James Matthew Barrie), Kate Winslet (Sylvia Llewelyn Davies), Julie Christie (Emma du Maurier), Radha Mitchell (Mary Ansell Barrie), Dustin Hoffman (Charles Frohman), Freddie Highmore (Peter Llewelyn Davies), Joe Prospero (Jack Llewelyn Davies), Nick Roud (George Llewelyn Davies), Luke Spill (Michael Llewelyn Davies), Ian Hart (Sir Arthur Conan Doyle)
Online verfügbar von 19/07 bis 26/07

Anfang des 20. Jahrhunderts: Der Londoner Theaterautor James M. Barrie freundet sich mit den Kindern der jungen Witwe Sylvia Davies an und findet neue Inspiration. Besonders Peter, den ernsten und verschlossenen Sohn, schließt er in sein Herz. Er lehrt ihn die Kraft der Fantasie und den Glauben daran, dass man seine Wünsche verwirklichen kann. Barrie zeigt den Kindern den Weg in das Nimmerland und erschafft somit die Grundlage zu seinem weltbekannten Stück „Peter Pan“. Eine spannende und abenteuerliche Filmreise zwischen Vorstellungskraft und Wirklichkeit.

London 1903: Das neue Stück von James M. Barrie fällt bei der Uraufführung beim Publikum durch. Produzent Charles Frohman hält zwar weiter zu ihm, aber dennoch weiß Barrie, dass das nächste Stück unbedingt Erfolg haben muss. Auf der Suche nach Inspiration trifft er eines Tages im Park auf die junge Witwe Sylvia Davies und ihre vier Söhne George, Jack, Peter und Michael, mit denen er sich anfreundet. Vor allem mit dem desillusionierten Peter heckt der Schriftsteller viele Streiche aus. Er verbringt zum Ärger seiner Frau immer mehr Zeit mit der vaterlosen Familie und erschafft für die Jungen die Fantasiewelt Nimmerland, die zur Grundlage für sein Stück „Peter Pan“ wird. Sylvias Mutter ist ebenfalls gegen die Verbindung ihrer Tochter mit dem verheirateten Schriftsteller. Während Barrie sich voller Eifer in die schwierigen Proben zu „Peter Pan“ stürzt, erkrankt Sylvia schwer. Entgegen den Erwartungen von Produzent Frohman wird „Peter Pan“ ein sensationeller Erfolg.

Hochkarätig besetztes Drama mit Johnny Depp, Kate Winslet und Julie Christie und einer beeindruckenden Leistung der jungen Darsteller der Davies-Brüder.

Zusatzinfo:
Der auf einer Theatervorlage basierende Film erzählt von der Macht der Fantasie und der Brücke zwischen Traum und Wirklichkeit. „Wenn Träume fliegen lernen“ zeigt, wie groß die Macht der Träume sein kann und dass der Glaube an sie Berge versetzen kann. Steven Spielberg brachte 1991 mit „Hook“ die erste Realverfilmung um die Abenteuer Peter Pans in die Kinos. Anders als in vielen bisherigen Inszenierungen steht bei „Wenn Träume fliegen lernen“ James M. Barrie selbst im Mittelpunkt des Films. Jan A.P. Kaczmarek erhielt für „Wenn Träume fliegen lernen“ den Oscar für die beste Filmmusik.

Sonntag, 19. 07. / 21:50 Uhr / Mulholland Drive
Schwerpunkt: Summer of Dreams
Spielfilm, USA, 2001, ARTE 139 Min.
Regie: David Lynch
Drehbuch: David Lynch
Produktion: Les Films Alain Sarde, The Picture Factory, Canal+
Produzent: Alain Sarde, Neal Edelstein, Michael Polaire, Mary Sweeney, Tony Krantz
Kamera: Peter Deming
Schnitt: Mary Sweeney
Musik: Angelo Badalamenti, John Neff, David Lynch

Mit: Naomi Watts (Betty Elms/Diane Selwyn), Laura Elena Harring (Rita/Camilla Rhodes), Ann Miller (Coco), Dan Hedaya (Vincenzo Castigliane), Justin Theroux (Adam Kesher), Brent Briscoe (Detektiv Neal Domgaard), Robert Forster (Detektiv Harry McKnight), Katharine Towne (Cynthia Jenzen), Mark Pellegrino (Joe Messing), Jeanne Bates (Irene)

Los Angeles, die Stadt der Engel: Eine mysteriöse Femme fatale irrt verwirrt und verletzt über den kurvigen Mulholland Drive. Die Namen- und Gedächtnislose findet Zuflucht bei Betty, einer angehenden Schauspielerin, die sich vorgenommen hat, Hollywood zu erobern. Die nun „Rita“ getaufte Unbekannte macht sich mit Betty auf die Suche nach ihrer wahren Identität.

Ein Autounfall auf dem Mulholland Drive bewahrt eine dunkelhaarige Schönheit davor, in einer Limousine erschossen zu werden. Benommen taumelt die junge Frau als einzige Überlebende vom Ort des Geschehens nach Los Angeles herunter. In einem unbewohnten Appartement findet sie Unterschlupf. Doch am nächsten Tag zieht hier die frisch aus der Provinz angekommene Betty ein.

Naiv und fröhlich träumt Betty von einer Hollywoodkarriere als Schauspielerin. Als sie die Fremde im Haus ihrer Tante entdeckt, glaubt sie, dass es sich bei „Rita“ – so nennt sich das namenlose Unfallopfer – um eine Freundin der Familie handelt. Doch wer Rita in Wahrheit ist, weiß keiner, nicht einmal sie selbst: Bei ihrem Unfall hat die mysteriöse Frau ihr Gedächtnis verloren. Gemeinsam versuchen die beiden, Ritas Identität zu enthüllen.

Parallel dazu ereignen sich auch in anderen Ecken der Stadt verworrene Begebenheiten. So stellt sich zum Beispiel ein Auftragskiller bei der Erledigung eines Mordes so unprofessionell an, dass sich in einer Verkettung grotesker Umstände bald ein paar Leichen häufen. Als ein geheimnisvoller Name in Ritas unklarer Erinnerung auftaucht, führt dies nur noch tiefer hinein in ein undurchdringliches Geflecht aus Liebe, Eifersucht, Sex, Macht und Geld. Willkommen in Hollywood, Los Angeles, der Stadt der Engel!

Zusatzinfo:
„Mulholland Drive“ ist ein filmisches Mysterium, an dem sich viele Interpreten die Zähne ausgebissen haben. Dass darüber hinaus auch noch eine ad absurdum geführte Satire auf Hollywood ins Spiel kommt, könnte damit zu tun haben, dass Lynch hier seine Erfahrungen mit der amerikanischen Filmindustrie thematisiert. So war sein Film ursprünglich als Pilot für eine ABC-Fernsehserie gedacht, wurde jedoch nach einem erbitterten Streit auf Eis gelegt. Erst als mit Canal+ und Alain Sarde zwei französische Partner in das Projekt einstiegen, konnte der Film pünktlich zum Festival in Cannes 2001 vollendet werden. Nach dem Regiepreis in Cannes folgten zahlreiche weitere Auszeichnungen, darunter Nominierungen für den Oscar und die Golden Globes.

Sonntag, 19. 07. / 00:10 Uhr / Joël Pommerat – Theater total
Dokumentation, Frankreich, 2018, ARTE F 60 Min.
Regie: Blandine Armand
Online verfügbar von 12/07 bis 17/09

„Ich suche nach Wirklichkeit. Die Welt der Kunst, besonders das Theater, hat die Möglichkeit zu rekonstruieren, was Wirklichkeit sein könnte.“ Autodidakt und Genie vereint: Der Franzose Joël Pommerat zählt zu den bei Publikum und Kritikern beliebtesten Dramatikern und Theaterregisseuren der Gegenwart. Die 1990 von ihm gegründete Compagnie Louis Brouillard verfügt mittlerweile über ein Repertoire von mehr als 20 Stücken aus seiner Feder, mit denen sie in Frankreich und der ganzen Welt auftritt. Eindringlich reflektieren seine Bühnenwerke unsere Zeit. Filmemacherin Blandine Armand stellt den außergewöhnlichen Künstler in einem Porträt vor.

Joël Pommerat schreibt, um denken zu können. Aus seiner Feder stammen mehr als zwanzig Theaterstücke, die international Anklang finden und die renommiertesten Theaterpreise gewinnen. Ob Kindermärchen oder monumentale sowie minimalistische Stücke oder Opern: Pommerat ergründet in seinem Werk die menschliche Natur in ihrer ganzen Komplexität und findet dabei stets neue Erzählformen und Strukturen. Pommerat wird gefeiert, weit über Frankreich hinaus. Grundlage seiner Stücke – wie beispielsweise in „La Révolution #1 – Wir schaffen das schon“ – ist oft die Improvisationsarbeit der Schauspieler, gespeist aus Archivmaterial und vorangegangenen Anweisungen des Theaterregisseurs. Pommerat hinterfragt die Grundfesten der Gesellschaft sowie unser Verhältnis zu politischem Handeln. Der Film von Blandine Armand stellt Joël Pommerat und die 1990 von ihm gegründete Compagnie Louis Brouillard vor, deren Mitglieder ihn seit mehr als 20 Jahren begleiten. Anlässlich der Neuaufführung von „Ça ira (1) Fin de Louis“ und der Uraufführung der Oper „Pinocchio“ beim Festival in Aix-en-Provence konnte die Regisseurin Joël Pommerat mehrere Monate lang mit der Kamera begleiten. Erstmals nähert sich dieses filmische Porträt somit einem Künstler, der das Rampenlicht scheut und jeden Moment seines Lebens der Arbeit widmet. Proben, Auszüge aus Pommerats Stücken, Interviews mit seinen Schauspielern, Radiointerviews mit Pommerat selbst, Theaterworkshops mit Insassen der Haftanstalt in Arles: ein Bühnenkünstler bei der Arbeit, der sich und die Welt ständig hinterfragt. Ein beeindruckendes Porträt eines der wichtigsten europäischen Theatermacher.

Sonntag, 19. 07. / 01:15 Uhr / Avignon 2019: Lewis versus Alice
Theater, Frankreich, 2019, ARTE F 117 Min.
Regie: Julien Condemine
Inszenierung: Macha akeïeff
Autor: Lewis Carroll

Mit: Geoffrey Carey, Caroline Espargilière, Vanessa Fonte, Clément Griffault, Jan Peters, Geoffroy Rondeau, Rosemary Standley, Michka Wallon

Online verfügbar von 12/07 bis 14/07
Erstausstrahlung

Das weiße Kaninchen, der verrückte Hutmacher, die Herzkönigin: Seit ihrem Erscheinen im Jahr 1865 fasziniert Lewis Carrolls Geschichte von der kleinen „Alice im Wunderland“ Kinder wie Erwachsene gleichermaßen. Doch wer war Lewis Caroll wirklich? Die französische Theaterregisseurin Macha Makeïeff, Direktorin des Nationaltheaters von Marseille, gewährt dem Publikum mit ihrem Musiktheaterstück Zugang zu der wundersam-fantastischen Welt des britischen Schriftstellers. Das Stück entstand für das Theaterfestival in Avignon im Jahr 2019 und wird von ARTE aus der Spielstätte La FabricA übertragen.

Er war Mathematiker, Fotograf und Diakon – wurde aber vor allem als Verfasser des weltberühmten Buches „Alice im Wunderland“ bekannt: Lewis Carroll (1832-1898). Macha Makeïeff taucht in Carrolls Lebensgeschichte ein und öffnet mit ihrem Theaterstück die Türen zu der fantastischen Welt des britischen Schriftstellers, der in England genauso verehrt wird wie Shakespeare. Charles Lutwidge Dodgson, so sein bürgerlicher Name, wurde im Jahr 1832 als Pastorensohn in Daresbury geboren. Er studierte Mathematik, Theologie und klassische Literatur und wurde später Logik- und Mathematikprofessor am Christ Church College in Oxford, wo er 26 Jahre lang unterrichtete. Er litt teilweise unter Depressionen, versprühte in guten Momenten jedoch den Charme eines Träumers mit unbändiger Vorstellungskraft. Er scherte sich wenig um die Konventionen seiner Zeit, sammelte allerlei Kurioses und begeisterte sich für Fotografie und fantastische Literatur. Lewis Carrolls Texte entführen den Leser in verwunschene Welten, in der alles verschwimmt und sich ins Gegenteil verkehrt. Lewis Carroll hatte eine Leidenschaft für Gegensätze, Ungewissheiten und sprachliche Paradoxa. In seiner humorvollen und poetischen Literatur erkundete er das Träumerische, das Unheimliche und Übernatürliche und schuf so rätselhafte Realitätsschichten. Doch wer war die Person hinter dem genialen Schriftsteller? Ein exzentrischer anglikanischer Geistlicher aus Oxford? Ein Fotograf, ein Logiker, ein Spiritist oder ein Tagträumer? Mit dem Theaterstück „Lewis versus Alice“ betritt Macha Makeïeff die zauberhafte Welt des Autors von „Alice im Wunderland“, dessen Werk auch Surrealisten wie Max Ernst und Salvador Dalí begeisterte.

Montag, 20.07. / 05:00 Uhr / Wir bleiben mehr & Kosmonaut Festival 2019 ~ Herbert Grönemeyer, Tocotronic & Alligatoah
Musik, Deutschland, 2019, ZDF 75 Min.
Regie: Thomas Janze
Mit: Herbert Grönemeyer, Tocotronic, Alligatoah
Online verfügbar von 19/07 bis 18/10

Die Sendung zeigt die Höhepunkte des Konzertes „Kosmos Chemnitz – Wir bleiben mehr“ und vom Kosmonaut Festival nahe Chemnitz. Über 50.000 Zuschauer zeigten eindrucksvoll, dass es in und um die Stadt eine große Szene gibt, die sich für Toleranz und kulturelle Vielfalt einsetzt. Unter anderem mit Herbert Grönemeyer, Tocotronic, Alligatoah.

Am ersten Juliwochenende 2019 fanden in Chemnitz gleich zwei Ereignisse statt, die eindrucksvoll zeigten, dass es in und um die Stadt eine große Szene gibt, die sich für Toleranz, Offenheit und kulturelle Vielfalt einsetzt.

Das Konzert „Kosmos Chemnitz – Wir bleiben mehr“ bezog knapp ein Jahr nach den rassistischen Ausschreitungen in Chemnitz erneut Stellung gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Auf den Bühnen standen unter anderem Gäste wie Herbert Grönemeyer, Tocotronic, Alligatoah und Fatoni mit ihren Auftritten vor mehr als 50.000 begeisterten Besuchern. Einen Tag später knüpfte das Kosmonaut Festival am Stausee Rabenstein nahe Chemnitz mit vielen Konzerten daran an und zeigte eine bunte und weltoffene Stadt. Die Sendung zeigt neben den Höhepunkten vom „Kosmos Chemnitz“ auch Ausschnitte vom Kosmonaut Festival mit BHZ, Fil Bo Riva und Die Nerven.

Montag, 20.07. /23:15 Uhr / Mapplethorpe: Look at the Pictures
Dokumentation, Großbritannien, 2016, ZDF 104 Min.
Regie: Randy Barbato, Fenton Bailey
Wiederholung vom 10.07.

Dienstag, 21.07. / 05:00 Uhr / Justice: Woman Worldwide, Paris 2017
Musik, Frankreich, 2017, ARTE F 58 Min.
Regie: Sebastien Lefebvre
Online verfügbar von 14/07 bis 31/08

14. Oktober 2017: Zehn Jahre nach ihrem ersten Album stehen Justice mit ihrer „Woman Worldwide“-Show auf der Bühne der Pariser AccorHotels Arena. Genauso lang her ist auch das historische Konzert von Daft Punk in diesem Konzertsaal, der damals noch Bercy hieß. Das französische Duo Justice setzt sich aus den DJs Gaspard Augé und Xavier de Rosnay zusammen und zählt zu den internationalen Ikonen der elektroaffinen jungen Generation, für die Rhythmen wichtiger sind als Lyrics. Neben drei veröffentlichten Studioalben ist „Woman Worldwide“ ihr drittes Live-Album.

14. Oktober 2017: Zehn Jahre nach ihrem ersten Album stehen Justice mit ihrer „Woman Worldwide“-Show auf der Bühne der Pariser AccorHotels Arena. Genauso lang her ist auch das historische Konzert von Daft Punk in genau diesem Konzertsaal, der damals noch Bercy hieß. Das französische Duo Justice setzt sich aus den DJs Gaspard Augé und Xavier de Rosnay zusammen und zählt zu den internationalen Ikonen der elektroaffinen jungen Generation, für die Rhythmen wichtiger sind als Lyrics. In der Elektro-Szene gilt Justice als die Referenz für den „French Touch 2.0“. Alle drei bisherigen Alben erschienen bei dem französischen Label Ed Banger Records: das titellose Album mit dem Neonkreuz als Logo der Band 2007, gefolgt vom programmgebenden „Audio, Video, Disco“ 2011 und dem sinnlichen „Woman“ 2016. Die Szenografie der jüngsten Welttournee, für die auch dieses Mal wieder Vincent Lérisson verantwortlich zeichnete, brach mit bisherigen Codes, angefangen mit den aus Marshall-Verstärkern gebildeten vier LED-Wänden im Vordergrund. Die Show der beiden DJs von Justice lief ohne Unterbrechung und mischte Elemente aus Elektro, Metal, R ’n‘ B und Pop. Hits aus ihrem Repertoire wie „D.A.N.C.E.“, „Fire“, „Stress“ und natürlich dem unumgänglichen originellen Remix von „We Are Your Friends“ durften natürlich nicht fehlen. Für dieses Konzert verwandelte sich die riesige Arena in einen Club und entpuppte sich auch für Nicht-Insider als ideale Location, um in die Elektro-Szene einzutauchen.

Mittwoch, 22.07. / 05:00 Uhr / Maurice Béjart, ein Leben für den Tanz
Dokumentarfilm, Schweiz, Belgien, Frankreich, 2017, ARTESSRRTBF 65 Min.
Regie: Henri de Gerlache, Jean de Garrigues
Wiederholung vom 14.06.

Donnerstag, 23.07. / 05:00 Uhr / Katy Perry: The Prismatic World Tour
Dokumentation, USA, 2015, ARTE 60 Min.
Regie: Russell Thomas
Mit: Katy Perry
Wiederholung vom 17.07.

Donnerstag, 23.07. / 06:35 / Katy Perry: The Prismatic World Tour
Dokumentation, USA, 2015, ARTE 60 Min.
Regie: Russell Thomas
Mit: Katy Perry
Wiederholung vom 17.07.

Freitag, 24.07. / 05:00 Uhr / Tracks
Magazin, Frankreich, 2020, ARTE F 30 Min.
Regie: Realisateurs Differents
Journalist: David Combe, Jean-Marc Barbieux
Wiederholung vom 17.07.

Freitag, 24.07. / 21:45 Uhr / Simon & Garfunkel: Traumwandler des Pop
Schwerpunkt: Summer of Dreams
Dokumentarfilm, USA, 2011, ARTE 72 Min.
Regie: Jennifer Lebeau
Online verfügbar von 17/07 bis 22/10
Erstausstrahlung

Im Frühsommer 1970 erschien mit „Bridge over Troubled Water“ das letzte Album des Folkrock-Duos Simon & Garfunkel. Es ist ihr Vermächtnis und Meisterwerk zugleich. Die Dokumentation erzählt von der Entstehungsgeschichte dieses Albums, das in diesem Jahr 50-jähriges Jubiläum feiert. Das legendäre Album ist mit Songs wie „The Boxer“, „Cecilia“ und „El Condor Pasa“ gespickt, die längst die Ebene der reinen Radio-Hits verlassen haben und zum Weltkulturerbe des Pop aufgestiegen sind.

Als die Welt Ende der 60er Jahre in einer tiefen Krise steckte und sich nach neuer Hoffnung sehnte, schufen Simon & Garfunkel eines der großen Meisterwerke der Popmusik: „Bridge over Troubled Water“. Anlässlich des 50-jährigen Geburtstags dieses Songs erzählt die Dokumentation die Geschichte hinter dem letzten Studioalbum der beiden Musiker, das gemeinhin als ihr bestes gilt und in die Annalen der Musikgeschichte eingegangen ist.

Das Album ist ein Spiegel seiner Zeit und entführt die Zuhörer auf eine emotionale Reise durch Licht und Schatten, die die Menschen bis heute berührt. Der Titeltrack wurde zur Hymne für eine ganze Generation. Paul Simon, Art Garfunkel und ihre Wegbegleiter berichten, wie es dazu kam und warum das Werk bis heute eine solche Faszination ausübt.

De Dokumentation bietet neben bislang nicht gezeigtem Archivmaterial die ganz großen Songs von Simon & Garfunkel wie „Cecilia“, „El Condor Pasa“, „The Boxer“, „Mrs. Robinson“ und natürlich „Bridge over Troubled Water“.

Freitag, 24.07. / 23:00 Uhr / Simon & Garfunkel: Konzert im Central Park 1981
Schwerpunkt: Summer of Dreams
Musik, USA, 1982, ARTE 90 Min.
Fernsehregie: Michael Lindsay-Hogg
Online verfügbar von 17/07 bis 22/10
Erstausstrahlung

Am 19. September 1981 gaben Simon & Garfunkel nach einer elfjährigen Pause ein glanzvolles Wiedervereinigungskonzert im New Yorker Central Park. Mit dem Open-Air-Benefizkonzert wollte das Folk-Duo auf den desolaten Zustand der weltberühmten Parkanlage aufmerksam machen und Spenden für deren Sanierung sammeln. Bei dem unvergesslichen Konzert, das als eines der meistbesuchten aller Zeiten gilt, spielten Simon & Garfunkel ihre großen Erfolge sowie ausgewählte Solostücke, die für die erweiterte Elf-Mann-Band eigens neu arrangiert wurden.

Was als simple Auftrittsanfrage an Paul Simon begann, wurde am 19. September 1981 im New Yorker Central Park zur glanzvollen Reunion des Duos Simon & Garfunkel. Das Wiedervereinigungskonzert der beiden Folk-Rocker nach elf Jahren Pause zählt zu den musikalischen Sternstunden und bildet eine Art Gegenstück zu ihrem akustischen „Live from New York“-Konzert aus dem Jahr 1967. „The Concert in Central Park“, wie es bis heute ehrfurchtsvoll genannt wird, brach mit über 500.000 Besuchern nicht nur sämtliche damalige Zuschauerrekorde, sondern war auch ein Stelldichein der bedeutendsten Ostküsten-Musiker, die gemeinsam mit den beiden Stars performten. Paul Simon und Art Garfunkel zeigten sich – beide nun fast 40-jährig – auf dem Höhepunkt ihres Könnens und harmonierten perfekt.

Zu hören waren unter anderem „Mrs. Robinson“, „America“, „Me & Julio Down by the Schoolyard“, „Bridge over Troubled Water“, „The Boxer“, „Old Friends“, „Late in the Evening“ und natürlich „The Sound of Silence“.

Freitag, 24.07. / 00:30 Uhr / Zapped ~ Frank Zappa in seinen eigenen Worten
Schwerpunkt: Summer of Dreams
Dokumentarfilm, Frankreich, 2013, ARTE F 61 Min.
Regie: Thorsten Schütte
Online verfügbar von 24/07 bis 01/08

Er war ein hochtalentierter Musiker und hellsichtiger Kritiker seiner Zeit: der amerikanische Rockmusiker Frank Zappa. In „Zapped – Frank Zappa in seinen eigenen Worten“ beleuchtet Thorsten Schütte anhand von selten gezeigten Fernsehinterviews und Bühnenauftritten die zwei Facetten des Frank Zappa. Der Dokumentarfilm lässt das reiche musikalische Erbe des Ausnahmekünstlers wieder aufleben und erinnert an dessen unermüdlichen Kampf gegen den Konformismus.

Als Frank Zappa am 4. Dezember 1993 in Los Angeles im Alter von 52 Jahren starb, verlor die Welt einen ihrer kreativsten und provokantesten Künstler. Der amerikanische Sänger und Gitarrist, der wegen seiner ungestümen Äußerungen bisweilen von der Plattenindustrie und bestimmten Radiosendern zensiert und boykottiert wurde, gehört zu den unangepassten Persönlichkeiten der modernen Musikgeschichte. Zu Beginn seiner Karriere war er selbst der kalifornischen Gegenkultur der Hippies zu unberechenbar und unbequem. Schon für seine erste Band The Mothers of Invention schrieb er radikal gesellschaftskritische Songs. Zwischen 1966 und 1993 veröffentlichte Zappa solo und mit den Mothers of Invention rund 60 Alben, darunter das Debütalbum „Freak Out!“. Zappa galt als Enfant terrible und als satirisches Mastermind der Musikszene, aber auch als genialer Autodidakt und versierter Geschäftsmann, der sein eigenes Label gründete und sich so ein Vermögen aufbaute. Fast 50 Jahre lang dokumentierten Radio- und Fernsehsender in aller Welt die Aktivitäten und Statements des Sängers. Seine bissigen Kommentare zu Politik, Religion, Plattenindustrie und Jugendkultur nahmen die musikalische und soziopolitische Realität jener Zeit klug in den Blick. Der Dokumentarfilm von Thorsten Schütte zeichnet anhand seltener Archivaufnahmen ein Porträt von Frank Zappa als hochtalentiertem und einflussreichem Musiker, aber auch als kühnen Nonkonformisten und hellsichtigen Kritiker seiner Zeit. So bietet der Film auch einen Rückblick auf die Popkultur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und räumt nebenbei auch mit so manchen Klischees über Frank Zappa als Mensch und Künstler auf.

Freitag, 24.07. / 01:35 Uhr / Tracks
Magazin, Deutschland, 2020, ZDF 30 Min.
Online verfügbar von 23/07 bis 22/10
Erstausstrahlung

(1): Frauen in der Musikindustrie
(2): Cyberpunk-Ästhetik aus Taiwan: Filmemacher Yuen Hsieh

(1): Frauen in der Musikindustrie
Auch im Jahr 2020 ist die Musikbranche noch weit von der Gleichberechtigung entfernt. „Tracks“ erforscht den gravierenden Sexismus in der Musikindustrie und trifft dabei auf starke Frauen, die die Branche revolutionieren. „Tracks“ begibt sich mit der Indie-Band Gurr auf Spurensuche.

(2): Cyberpunk-Ästhetik aus Taiwan: Filmemacher Yuen Hsieh
Der Filmemacher Yuen Hsieh kreiert Cyberpunk-Welten, in denen Sci-Fi, Anime, Nostalgie der 90er Jahre und virtuelle Realität miteinander verfließen, um gegen gesellschaftliche Tabus wie Mobbing, Isolation und Sexarbeit vorzugehen. Seine Motive: Apps als Liebesersatz, Pillen in Machtpositionen und Virtual-Reality-Gangs, die die Welt anführen.


Samstag, 25.07. / 05:40 Uhr / Simon & Garfunkel: Traumwandler des Pop
Dokumentarfilm, USA, 2011, ARTE 52 Min.
Regie: Jennifer Lebeau
Wiederholung vom 24.07.

Sonntag, 26.07. / 05:00 Uhr / Der verborgene Schatz ~ Die legendäre Kunstsammlung des Iran
Dokumentation, Deutschland, 2017, BR 52 Min.
Regie: Natalie Amiri
Online verfügbar von 26/07 bis 02/08

Es ist die größte Sammlung zeitgenössischer Kunst außerhalb Europas und den USA. Ihr Aufenthaltsort: der Keller des zeitgenössischen Museums in Teheran, dem TMOCA. Kaum ein Iraner hat diesen Kunstschatz je sehen können, der vor 40 Jahren auf Initiative der damaligen iranischen Kaiserin Farah Diba erworben wurde. Er sollte von Ende 2016 bis Anfang 2017 in der Gemäldegalerie in Berlin gezeigt werden. Außenminister Steinmeier hat sich hierfür eingesetzt, die Islamische Republik ließ sich zunächst auf diesen Kulturaustausch ein. Es sollte ein Austausch werden. Nicht nur Andy Warhol und Jackson Pollack sollten in Berlin gezeigt werden, auch iranische Künstler wie Parvis Tanavoli, der bekannteste iranische Bildhauer. Seine Skulpturen verkörpern eine der wesentlichen Fragen der iranischen Gesellschaft: die Suche nach der eigenen Identität. Moderne und Gegenmoderne, wozu gehört der Iran? Damals wollte der Iran um jeden Preis Teil des Westens sein. Mit Petrodollars erkaufte man sich die Partnerschaft. Am Tag der Eröffnung des TMOCA, dem Geburtstag von Farah Diba, tanzten avantgardistische Performance-Künstler durch die spiralförmigen Gänge des Museums. Eine Elite zelebrierte die Moderne, ihr standen 45 Prozent Analphabeten im Land gegenüber. Nach der Islamischen Revolution 1979 wurde die nicht-islamische Kunst weggesperrt. Künstler verließen das Land. Der Schatz aber überlebte, bis heute gehütet vom ehemaligen Fahrer des Museums.

Wie sieht die Kunstszene des Iran heute aus? Parvis Tanavoli präsentiert stolz sein Kunstseminar: „Nie gab es mehr Studentinnen im Iran in meinen Kursen als jetzt.“ Über 500 Galerien gibt es inzwischen in Teheran. Viele der Künstler, deren Werke im Keller des Zeitgenössischen Museums weggesperrt wurden, inspirieren heute die junge neue Kunst Avantgarde. Aber sie besinnen sich auch mehr denn je auf ihre eigene Kultur, ihre 3.000-jährige Zivilisation.

Kamran Diba war der erste Museumsdirektor und Architekt des TMOCA. Er sagt: Es ist die Geschichte um die faszinierende und komplexe Beziehung zwischen dem Iran und dem Westen, die diesen Kunstschatz umhüllt und heute wieder ans Tageslicht bringt.

Der Machtkampf vor den iranischen Präsidentschaftswahlen im Mai 2017 und das Intervenieren der dortigen Hardliner gegen die Politik der Öffnung von dem moderateren Präsidenten Rohani führen zur plötzlichen Absage der Ausstellung. Berlin wird die Bilder vorerst nicht zeigen, so die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Organisator der Ausstellung.

Die Diskussion um die Ausstellung der Sammlung in der Gemäldegalerie in Berlin hat vieles an die Oberfläche gedrängt: das Misstrauen iranischer Kulturschaffender gegen das System der Islamischen Republik. Den Kampf dieser gegen Relikte aus der Vergangenheit, die Suche nach der eigenen Identität und letztendlich die Emanzipation vom Westen. Das alles liegt im Moment mit auf den Schultern der Kunst.

Die Dokumentation der ARD-Iran-Korrespondentin Natalie Amiri enthüllt den verborgenen Schatz, lässt die Beteiligten von Kamran Diba bis hin zum Fahrer seine Geschichte erzählen und zeigt bislang unveröffentlichtes Material von der Museumseröffnung 1977. Vorerst wird der Zuschauer nur durch den Film den Kunstschatz im Keller des Zeitgenössischen Museums zu sehen bekommen.

Sonntag, 26.07. / 06:00 Uhr / Leonardo da Vinci – Die Welt malen
Dokumentation, Frankreich, 2018, ARTE F 52 Min.
Regie: Sandra Paugam
Wiederholung vom 05.07.

Sonntag, 26.07. / 12:15 Uhr / Das große Welttheater ~ Salzburg und seine Festspiele
Dokumentation, Österreich, Frankreich, Deutschland, 2019, ARTEORF 52 Min.
Regie: Beate Thalberg
Online verfügbar von 26/07 bis 02/08
Erstausstrahlung

Im 100. Jahr der berühmten Salzburger Festspiele gewährt der szenische Dokumentarfilm einen Blick auf die Dramen und unbekannten Ereignisse, die sich hinter der Bühne abspielten. Von ihrer Gründung 1920 über den künstlerischen Widerstand nach Hitlers Machtergreifung und den Neustart 1945 bis zur Ära Karajan und einem Ausblick in die Gegenwart. Der Schauplatz ist Schloss Leopoldskron, wo sich die Schlüsselfiguren der Festspielgeschichte zu einem besonderen Diner treffen. Grundlage ihrer Dialoge sind authentische Äußerungen der historischen Figuren.

Salzburg war das einzige Festival weltweit mit einem gesellschaftsphilosophischen Programm, das sich schon kurz nach dem Ersten Weltkrieg ein vereinigtes Europa und die Kunst als Mittel zum Frieden auf die Fahnen schreibt. Avantgarde bei den Festspielen? In den 20er und 30er Jahren bestimmen Regisseurinnen wie Margarete Wallmann mit neuer Sachlichkeit und modernem Ausdruckstanz die Bühne. Salzburg – eigentlich ein Zufall; auch in der Schweiz oder in Deutschland hatte sich der Festpielgründer schon nach einem geeigneten Ort umgesehen. Stardirigent Arturo Toscanini, der 1933 von der deutschen Regierung verlangt, sofort die Verfolgung von Juden zu stoppen, und als dies nicht geschieht, erbost sein Stammfestival Bayreuth in Richtung Salzburg verlässt, um hier eine künstlerische Widerstandburg gegen den Nationalsozialismus zu gründen. Der französische Schriftsteller Mauriac schreibt begeistert: „Deutschland hat keinen schlimmeren Feind als Mozart!“

Nachdem Hitlerdeutschland die Salzburger Festspiele 1933 boykottiert, erweist sich Frankreich als Retter. Führende französische Zeitungen wie „Le Temps“ drängen ihre Landsleute, die Festspiele zu besuchen, um die österreichische Unabhängigkeit und Wirtschaft zu unterstützen. Zur „Association Mozart-Paris-Salzbourg“ in Paris gehören 600 einflussreiche Personen, die Mitgliederliste liest sich wie der Gotha. Und so ist es auch dem Anstieg der französischen Gäste zu verdanken, dass die Festspiele 1933 überleben.

Der Film enthüllt auch, wie sehr Salzburg immer von der Lokalpolitik abhängig war. Der 28-jährige Erneuerer der Festspiele, Komponist Gottfried von Einem, wird über eine politische Intrige stolpern. Und „Weltmusiker“ Herbert von Karajan beherrscht genauso wie die Festivalgründer die Kunst der Vernetzung, bis die globale Klassikindustrie ihre weltweiten Millionengeschäfte allsommerlich in der „bedeutendsten Provinzstadt der Welt“ abwickelt.

Zusatzinfo:
Unbekanntes Filmmaterial aus weltweit 30 Archiven zeigt neue Facetten des Festivals. So konnten nicht nur Sequenzen von Reinhardts Festspielfamilie aus 1927 in sommerlicher Ausgelassenheit gefunden werden, sondern auch nie gesehenes Material mit Dichter Hugo von Hofmannsthal oder Opernstar Anna von Mildenburg sowie zahlreiche Privatfilme, von der österreichischen Schauspielerdynastie Thimig, Dirigent Bruno Walter bis Hollywoodstar Douglas Fairbanks junior. Letzterer Film, heute im Besitz der Oscar Academy, zeigt eine vergnügte Marlene Dietrich in Lederhosen als Festspielgast und die ganz junge Hedy Lamarr im Publikum des „Jedermann“ auf dem Salzburger Domplatz.

Sonntag, 26.07. / 13:10 Uhr / Walt Disney – Der Zauberer (1/2)
Dokumentarfilm, USA, 2015, ARTE 112 Min.
Regie: Sarah Colt
Wiederholung vom 12.07.

Sonntag, 26.07. / 15:05 Uhr / Walt Disney – Der Zauberer (2/2)
Dokumentarfilm, USA, 2015, ARTE 110 Min.
Regie: Sarah Colt
Wiederholung vom 12.07.

Sonntag, 26.07. / 17:55 Uhr / Privatkonzert bei Daniel Barenboim
Mit Annie Dutoit, Michael Barenboim und Kian Soltani
Musik, Frankreich, 2020, ZDF 43 Min.
Regie: Martin Mirabel, Mariano Nante
Mit: Daniel Barenboim, Michael Barenboim, Kian Soltani
Online verfügbar von 25/07 bis 24/10
Erstausstrahlung

Pianist, Dirigent, Humanist, Aktivist: Daniel Barenboim ist ein Mann mit vielen Gesichtern und eine der bedeutendsten Musikerpersönlichkeiten der Gegenwart. Nun lädt der gebürtige Argentinier exklusiv in seine Berliner Villa ein, um dort zu musizieren und mit Annie Dutoit über Kindheitserinnerungen, Musik und seine ganz persönliche „Lebenspartitur“ zu plaudern.

Es dürfte kein Orchester von Weltrang geben, das Daniel Barenboim nicht leitete, kein renommiertes Opernhaus, an dem er nicht dirigierte. Er ist einer der ganz Großen der Musikszene. Neben seiner musikalischen Genialität steht sein Engagement für Versöhnung und Frieden, das weltweite Anerkennung genießt. Der Maestro begeistert nicht nur Klassikliebhaber, sondern ergreift auch als Humanist das Wort und kritisiert gesellschaftliche und politische Schieflagen. Musik ist für ihn Mittel der Friedenspolitik. Der Kosmopolit lädt in seine Berliner Villa ein, um in ganz privater Atmosphäre mit seinem Sohn Michael Barenboim (Violine) und seinem Freund Kian Soltani (Cello) am Piano zu musizieren: Beethovens „Geistertrio“. Daniel Barenboim hat sich ein Leben lang mit dem Wiener Klassiker beschäftigt. Beethoven ist für Daniel Barenboim Inspiration. Er gehört zu seinem Musikerleben. Über seine Kindheit in Argentinien, Familie, Idole, gesellschaftliche Werte und natürlich die Musik spricht Daniel Barenboim zwischen den einzelnen Sätzen mit Annie Dutoit. Annie Dutoit, Schweizer Professorin, Schauspielerin, Musikjournalistin und Tochter von Martha Argerich, kennt Daniel Barenboim seit Kindheitstagen. Daniel Barenboim gehört zu ihrer großen Musikerfamilie. So ist dieses Privatkonzert nicht nur ein Rendezvous mit dem Künstler auf „Augenhöhe“ im kammermusikalischen Erleben, sondern eine Begegnung mit dem Privatmann Barenboim – ein Zeitdokument, das in dieser Form singulär bleiben wird.

Sonntag, 26.07. / 21:55 Uhr / Strip, Sex & Crime ~ Die Geschichte der Chippendales
Schwerpunkt: Summer of Dreams
Dokumentation, Deutschland, 2019, SWR 52 Min.
Regie: Nicola Graef, Julia Zinke
Online verfügbar von 26/07 bis 25/08

2019 feiern die Chippendales ihren 40. Geburtstag. Die Dokumentation beobachtet die Truppe und blickt erstmals hinter die Kulissen der erfolgreichen Show. Und sie fragt, was die weibliche Klientel an diesen durchtrainierten Tänzern bis heute fasziniert. Außerdem beleuchtet der Film ein brutales Verbrechen der Anfangsjahre – den Kampf zweier ehrgeiziger Männer um Macht und Geld, der mit einem unaufgeklärten Auftragsmord und dem Suizid des Gründers Somen Banerjee endete.

„Es war Disneyland für Frauen. Ein Ort, wo die Ladys machen konnten, was sie wollten“, erinnert sich Candace Mayeron. Sie spielte lange Zeit eine wichtige Rolle im ersten Club der Welt, in dem Männer sich für Frauen auszogen: bei den Chippendales. Striptease „for ladies only“. Der ehemalige Choreograph und Sänger der Chippendales in Las Vegas, Bryan Cheatham, sagt es auf seine Weise: „Worum geht es am Ende des Tages? Um Sex, jeder liebt Sex.“ Doch was die wenigsten wissen: Hinter der glamourösen Fassade blieb über Jahre ein dunkles Kapitel verborgen. Ein brutaler Kriminalfall, den die Dokumentation beleuchtet. Denn die Geschichte der Chippendales ist durchdrungen von Machtspielen, vom Kampf zweier narzisstischer Männer und von Geldgier. Der ehrgeizige indische Immigrant Somen Banerjee gründet in Los Angeles einen Tanzclub und präsentiert die erste Männer-Striptease-Show für Frauen. Da kommt der Körperkult gerade in Mode. Innerhalb weniger Jahre werden die Chippendales mit ihrem Markenzeichen Fliege und Manschetten zu einer Weltnummer. Dieser Erfolg ist auch dem Choreographen Nick De Noia zuzuschreiben. Doch zwischen ihm und Banerjee entwickelt sich eine gefährliche Konkurrenz um die Deutungshoheit der Marke. Das Drama nimmt seinen Lauf. Banerjee heuert einen Auftragskiller an und lässt De Noia kaltblütig erschießen. Erst Jahre später wird das Verbrechen aufgeklärt. Doch die Chippendales überleben die Krise und das Verbrechen, touren weiter durch die Welt und feiern jetzt ihren 40 Jahre währenden Erfolg. Die Chippendales – ein Film über Sex and Crime, erotische Träume und ein unverwüstliches Erfolgsrezept.

Sonntag, 26.07. / 22:50 Uhr / Cirque du Soleil – Luzia
Schwerpunkt: Summer of Dreams
Zirkus, Kanada, 2016, ZDF 78 Min.
Regie: Adrian Wills
Online verfügbar von 25/07 bis 25/08

Mit einem visuellen Feuerwerk und atemberaubenden akrobatischen Darbietungen lädt der Cirque du Soleil ein, ihn auf einer surrealistischen Reise durch eine üppige und lebendige Welt zwischen Traum und Realität zu begleiten. Frei von Mexiko inspiriert, bringt „Luzia“ geschickt Orte, Gesichter und Klänge auf die Bühne, die sowohl der Tradition als auch der Moderne dieses Landes entstammen. Die Show ist eine poetische und akrobatische Ode an die üppige und lebendige Kultur eines Landes, dessen Reichtum aus einer außergewöhnlichen Mischung von Einflüssen und kreativen Begegnungen stammt – ein Land, das mit seinen atemberaubenden Landschaften und architektonischen Wundern, getragen vom unbezwingbaren Geist seiner Bewohner, jeden in seinen Bann zieht. Die Tableaus von „Luzia“ weben ein komplexes und zeitgenössisches Mosaik, das die Sinne weckt und die Zuschauer an einen Ort zwischen Traum und Realität bringt.

Sonntag, 26.07. / 00:10 Uhr / Alceste
Oper, Deutschland, 2019, BR 135 Min.
Fernsehregie: Tiziano Mancini
Komponist: Christoph Willibald Gluck
Inszenierung: Sidi Larbi Cherkaoui
Dirigent: Antonello Manacorda
Orchester: Bayerisches Staatsorchester
Choreographie: Sidi Larbi Cherkaoui
Chorleitung: Stellario Fagone
Chor: Chor der Bayerischen Staatsoper
Libretto: Marius-François-Louis Gand le Bland, Bailli du Roullet
Kostüme: Jan-Jan Van Essche
Licht: Michael Bauer

Mit: Charles Castronovo (Admète), Dorothea Röschmann (Alceste), Michael Nagy (le Grand Prêtre d’Apollon, Hercule), Manuel Günther (Évandre), Sean Michael Plumb (un héraut d’armes, Apollon), Noa Beinart, Anna El-Khashem, Caspar Singh, Frédéric Jost (Coryphées), Callum Thorpe (l’Oracle, un Dieu infernal)
Online verfügbar von 26/07 bis 02/08

Erstausstrahlung

Ewige Liebe, die stärker ist als der Tod! Das ist das Thema der Oper „Alceste“ von Christoph Willibald Gluck. Admète, der König von Thessalien, liegt im Sterben und kann nur überleben, wenn jemand anderes für ihn stirbt. Daraufhin opfert sich seine Frau Alceste für ihn. Als Admète das erfährt, will er nicht länger leben und gemeinsam mit der Gattin in die Unterwelt gehen. Rettung bringt erst Hercule. Starchoreograph Sidi Larbi Cherkaoui inszenierte die „Alceste“ an der Bayerischen Staatsoper mit einem gewohnt hochklassigen Cast, unter anderem mit Dorothea Röschmann und Charles Castronovo. Es dirigierte Antonello Manacorda.

Ewige Liebe, die stärker ist als der Tod. Was klingt wie ein leicht dahingesagter, nicht ganz kitschfreier Kalenderspruch à la Hollywood, wird in „Alceste“ Realität. Admète, der König von Thessalien, liegt im Sterben und kann nur überleben, wenn jemand anderes für ihn stirbt. Daraufhin opfert sich seine Frau Alceste für ihn. Als Admète das erfährt, will er nicht länger leben und gemeinsam mit der Gattin in die Unterwelt gehen. Dies verhindert Hercule, der den Göttern zum Trotz die beiden Liebenden aus dem Hades rettet. Christoph Willibald Gluck reformierte mit seiner „Alceste“ die Opernszene. So wie die erste Fassung in italienischer Sprache die Gattung der Opera seria überholte, ist die zweite, 1776 in Paris uraufgeführte französische Fassung, eine Reform der Tragédie lyrique. Gluck wollte weg vom Zierrat des Barock, wo Primadonnen und Divos ihre artistischen Gesangskünste zur Schau stellten, hin zu einem echten Musiktheater. Die Musik sollte Dienerin des Wortes, des Dramas sein – kein Selbstzweck. So wurde Gluck zum Initiator der modernen Bühnenmusik und zum erklärten Vorbild für Mozart, Beethoven, Wagner und Strauss. An der Bayerischen Staatsoper inszenierte Sidi Larbi Cherkaoui die „Alceste“ im Juni 2019. Der gefeierte Regisseur aus Flandern sieht Alceste als Reisende, die sich nicht nur an immer verschiedenen Orten wiederfindet, sondern vor allem mit Gefühlsumständen zu tun hat, die ständig im Wandel sind. Diese emotionalen Welten möchte Cherkaoui mit seiner Compagnie Eastman aus Antwerpen durch den Tanz darstellen. Antonello Manacorda leitete das Bayerische Staatsorchester und den Chor der Bayerischen Staatsoper. Die Titelpartie sang Grammy-Gewinnerin Dorothea Röschmann, der Bariton Michael Nagy verkörperte Hercule. Admète sang Charles Castronovo, der im Mai 2019 beim International Opera Award die Auszeichnung für den besten männlichen Sänger des Jahres gewann.

Dienstag, 28.07. / 05:00 Uhr / 50 Jahre Montreux Jazz Festival ~ More than Jazz
Dokumentation, Frankreich, Schweiz, 2016, ARTESSR 59 Min.
Regie: Guillaume Delaperrière
Mit: Nina Simone, Miles Davis, Ella Fitzgerald, Marvin Gaye, Gilberto Gil, Bobby McFerrin
Wiederholung vom 05.07.

Mittwoch, 29.07. / 05:00 Uhr / Privatkonzert bei Daniel Barenboim
Mit Annie Dutoit, Michael Barenboim und Kian Soltani
Musik, Frankreich, 2020, ZDF 43 Min.
Regie: Martin Mirabel, Mariano Nante
Mit: Daniel Barenboim, Michael Barenboim, Kian Soltani
Wiederholung vom 26.07.

Donnerstag, 30.07. / 05:00 Justice: Woman Worldwide, Paris 2017
Musik, Frankreich, 2017, ARTE F 58 Min.
Regie: Sebastien Lefebvre
Wiederholung vom 21.07.

Freitag, 31.07. / 05:00 Uhr / Tracks
Magazin, Deutschland, 2020, ZDF 30 Min.
Wiederholung vom 24.07.

Freitag, 31.07. / 21:55 Uhr / Kate Bush – Stimmgewaltig und exzentrisch
Schwerpunkt: Summer of Dreams
Dokumentation, Frankreich, 2018, ARTE F 53 Min.
Regie: Claire Laborey
Online verfügbar von 24/07 bis 29/09

Kate Bush war Ende der 70er Jahre mit dem Hit „Wuthering Heights“ in die Charts gestürmt. Anfang der 90er Jahre war es ruhiger geworden um die dunkelhaarige Britin, bevor sie 2005 mit dem Album „Aerial“ ein Comeback startete. Die Komponistin, Sängerin und Tänzerin erkundet immer wieder neue musikalische Genres und erfindet sich dabei immer wieder neu. Zu ihren bekanntesten Hits zählen „Babooshka“, „Running Up That Hill“ und „Don’t Give Up“ – und mittlerweile verzehren sich die Fans weltweit nach der stimmgewaltigen New-Romantic-meets-Artpop-Songwriterin.

Sie gilt als Königin des Artpop-Universums und als Wegbereiterin für Musikerinnen wie Tori Amos, Björk, Alison Goldfrapp und Lily Allen: Im Alter von 19 Jahren landete die damals unbekannte Kate Bush mit dem Titelsong ihrer Debütsingle „Wuthering Heights“ – nach Emily Brontës berühmten Roman „Sturmhöhe“ – sogleich auf Platz eins der britischen Charts des Jahres 1978. Ihre hohe Stimme, die so überragend quietschte, dass sie den Sex-Pistols-Sänger Johnny Rotten mit Begeisterung an einen Sack voller Katzen denken ließ, revolutionierte damals den gängigen Disco-Stil.

Seit rund 40 Jahren setzt sie nun kompromisslos ihren experimentellen, dem Mainstream fernbleibenden Stil durch. Sie gönnt es sich, so lange beruflich zu pausieren, bis sie das Publikum mit genügend Neuartigem überraschen kann, ohne sich selbst zu wiederholen, was ihr sehr wichtig ist. Ihr jahrzehntelanges Verschwinden aus der Öffentlichkeit lässt ihre Comebacks umso strahlender ausfallen. Als Musikerin, Produzentin und Tänzerin bricht sie die Regeln und stellt ihre eigenen auf. Immer auf der Suche nach den innovativsten Aufnahmetechniken, ließ sich Kate Bush als erste Popmusikerin ein Headset für ihre ausdrucksstarken Choreographien entwickeln, um beim Tanzen auch singen zu können. Und sie kaufte sich, darin ebenso ihrer Zeit voraus, für teures Geld einen „Fairlight“, ein Samplinginstrument, um ihren ganz eigenen Stil zu entwickeln. Der brachte der Ausnahmekünstlerin den Beinamen „Hexe des Sounds“ ein. Mit knapp einem Dutzend Alben erweist sich Kate Bush immer wieder als technisch-musikalische Avantgardistin, die Grenzen überschreitet und mit ihrem feengleichen Auftreten das Publikum verzaubert.

Freitag, 31.07. / 22:50 Uhr /  Pink Floyd: Delicate Sound of Thunder
Schwerpunkt: Summer of Dreams
Musik, Großbritannien, 1989, ARTE 90 Min.
Regie: Wayne Isham
Musik: Nick Mason, Richard Wright
Produktion: David Gilmour
Mit: Pink Floyd
Online verfügbar von 24/07 bis 29/09
Erstausstrahlung

ARTE zeigt den spektakulären Konzertfilm von Pink Floyd auf ihrer „A Momentary Lapse of Reason“-Tour im Jahr 1989. Gefilmt wurde mit 27 Kameras in New Yorks Nassau Coliseum. David Gilmour, Rick Wright and Nick Mason zeigten sich in Bestform und präsentierten einen Klassiker nach dem nächsten, darunter „Shine on You Crazy Diamond“, „Time“, „The Great Gig in the Sky“ und „Wish You Were Here“. Der Konzertfilm ist in der vollständig remasterten 4K-Version zu sehen und mit 5.1 Surround-Sound zu erleben.

Freitag, 31.07. / 00:20 Uhr / Tracks
Magazin, Frankreich, 2020, ARTE F 30 Min.
Regie: Realisateurs Differents
Journalist: David Combe, Jean-Marc Barbieux
Erstausstrahlung

Freitag, 31.07. / 02:35 Uhr / Joël Pommerat – Theater total
Dokumentation, Frankreich, 2018, ARTE F 60 Min.
Regie: Blandine Armand
Wiederholung vom 19.07.


Samstag, 01.08. / 05:25 Uhr / Der Geist der Freiheit ~ Baltische Kunst im Spiegel der Zeit
Dokumentation, Frankreich, 2017, ARTE F 51 Min.
Regie: Stéphane Ghez
Wiederholung vom 12.07.

Samstag, 01.08. / 06:15 Uhr / Moskau – Die Kunst und die Stadt
Dokumentation, Deutschland, 2020, MDR 52 Min.
Regie: Inga Wolfram
Wiederholung vom 12.07.

Samstag, 01.08. / 23:50 Uhr / John Lennon: Imagine
Dokumentarfilm, Großbritannien, 1972, WDR 68 Min.
Regie: John Lennon
Wiederholung vom 10.07.

Samstag, 01.08. / 01:00 Uhr / Simon & Garfunkel: Traumwandler des Pop
Dokumentation, USA, 2011, ARTE 53 Min.
Regie: Jennifer Lebeau
Wiederholung vom 24.07.

Samstag, 01.08. / 01:55 Uhr / Zapped ~ Frank Zappa in seinen eigenen Worten
Dokumentarfilm, Frankreich, 2013, ARTE F 61 Min.
Regie: Thorsten Schütte
Wiederholung vom 24.07.

Samstag, 01.08. / 02:55 Uhr / Die Seerosen ~ Claude Monets Vermächtnis
Dokumentation, Frankreich, 2017, ARTE F 52 Min.
Regie: François Prodromidès
Wiederholung vom 19.07.

Sonntag, 02.08. / 12:25 Uhr / Die Seerosen ~ Claude Monets Vermächtnis
Dokumentation, Frankreich, 2017, ARTE F 52 Min.
Regie: François Prodromidès
Wiederholung vom 19.07.

Sonntag, 02.08. / 16:10 Uhr / Auf den Spuren von Amélie Poulain
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2017, ARTE 43 Min.
Regie: Vincent Trisolini
Online verfügbar von 26/07 bis 01/09

Von Abbesses bis Sacré-Cœur, vom Canal Saint-Martin bis zum Gare de l’Est – die Welt von Amélie Poulain steckt voller Fantasie, Nostalgie und einem Hauch Magie. Eines Tages beschließt die schüchterne Kellnerin, anderen Menschen zu helfen, und verändert damit ihr Schicksal. Das gebrochene Herz ihrer Concierge heilen oder die Spur ihres Traumprinzen aufstöbern – Amélie widmet sich heimlich zahlreichen Aufgaben, die ein wenig Glück und Poesie um sie herum verbreiten. Die Figuren aus „Die fabelhafte Welt der Amélie“ scheinen einem Technicolor-Märchen entsprungen zu sein, doch man kann sie tatsächlich in den versteckten Winkeln von Paris treffen, sofern man nur weiß, wo man suchen muss. Der Streifzug durch die französische Hauptstadt folgt Menschen durch Paris, die anderen den Alltag verschönern und auf ihre Weise positiv zum großen Ganzen beitragen möchten. Er führt in ein nostalgisches Schneekugel-Paris, das nichts mit dem echten, modernen Paris zu tun zu haben scheint. Die Spurensuche beginnt in Montmartre im Bistro „La Midinette“, einer wahren Pariser Institution, wo die Concierge Sonia, eine Zugehfrau für über 90-Jährige, regelmäßig zu Mittag isst. Im Anschluss geht es mit einer Vélosolex, mittlerweile einem Sammlerobjekt, das Nostalgiker schwärmen lässt, auf Erkundungstour – mit Halt am Gare de l’Est, der mit seiner faszinierenden Architektur lange Zeit als einer der schönsten Bahnhöfe der Welt galt. Nachts, wenn der Eiffelturm zu einem Leuchtturm wird und sich im Canal Saint-Martin die Sterne spiegeln, senkt sich Ruhe über die Stadt. Jetzt gibt es frische Ware im größten Lebensmittelgroßmarkt der Welt – Rungis. Hier kaufen Restaurantbesitzer wie Stéphane vom Bistro „La Midinette“ am frühen Morgen ganz besondere Produkte ein. Auch im Viertel Sèvres-Babylone legt der Trubel manchmal eine Pause ein – wie im Deyrolle, einem zauberhaften Kuriositätenkabinett in der Rue du Bac 46, das auf ausgestopfte Tiere spezialisiert ist. Weiter geht es mit dem Streetart-Künstler Thoma Vuille, der seit 2000 die Fassaden in Metropolen wie New York, Tokio oder Hongkong mit einer optimistisch lachenden Katze verziert. 2002 verlieh er seiner gelben Katze zwei Flügel, damit sie, ähnlich wie die Taube, die Freiheit verkörpert. Alain Bonhomme wiederum kümmert sich um die alten Schleusen am Canal Saint-Martin; er lebt in seiner eigenen stillen und entschleunigten Welt. Wie bei Amélie Poulain herrscht bei Alain eine andere Zeitdimension. Und dann wäre da noch Christelle, die den Bürgern von Paris per Boot lokales Obst und Gemüse aus dem Umland bringt. Und nicht zuletzt Oscar Comtet, der in einer versteckten grünen Oase ein romantisches kleines Hotel am Montmartre führt, wo er sogar eigene Hühner hält. Und es gibt noch andere unbeugsame Bewohner, die es vorziehen, versteckt zu leben: Im Herzen von Montmartre trainieren die Mitglieder eines Pétanque-Clubs an einem geheimen Ort. Paris gefällt Amélie Poulain deshalb so gut, weil die Stadt genau wie sie voller Geheimnisse und Wunder steckt. Einige der Menschen, die diese Stadt bewohnen, haben wie die Filmcharaktere eine besondere Wesensart, dieses gewisse Etwas, das dem Leben einen Hauch Poesie, Witz und Magie verleiht.

Sonntag, 02.08. / 17:55 Uhr / Italienischer Barockabend auf Schloss Versailles
Musik, Frankreich, 2019, ARTE F 44 Min.
Regie: François-René Martin
Komponist: Claudio Monteverdi, Cristoforo Malvezzi, Marco da Gagliano, Giulio Caccini
Dirigent: Raphaël Pichon
Orchester: Ensemble Pygmalion

Mit: Lea Desandre (Sopran), Eva Zaïcik (Sopran), Lucile Richardot (Alt), Emiliano Gonzalez Toro (Tenor), Zachary Wilder (Tenor), Nicolas Brooymans (Bass), Perrine Devillers (Sopran), Davy Cornillot (Tenor)

Online verfügbar von 26/07 bis 31/10

Italien ist im 16. Jahrhundert ein wahres musikalisches Versuchslabor – Dichter und Komponisten begeben sich gemeinsam auf die Suche nach den Geheimnissen von Raum und Klang. Rivalisierende Fürstenhöfe überbieten einander mit rauschenden Festen und geben damit Komponisten eine einmalige Gelegenheit, ihre musikalischen Innovationen zu Gehör zu bringen. Beste Voraussetzung also für die Geburtsstunde eines neuen Genres: der Oper. In „Stravaganza d’amore“ entführen sieben Solisten in Begleitung eines Chors und des Ensembles Pygmalion die Zuschauer im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles auf eine Zeitreise zurück zur Geburtsstunde der Oper. Claudio Monteverdis 1607 entstandenes Pionierwerk „L’Orfeo“ hat bis heute weder für Musiker noch Musikliebhaber an Faszination eingebüßt. Werke von Monteverdi, Caccini, Malvezzi, Da Gagliano und anderen bilden ein abwechslungsreiches Programm im Schloss von Versailles. Wie das höfische Leben des 16. Jahrhunderts sich in Florenz und Mantua gestaltete, die Frage nach den Entstehungshintergründen neuer Musikformen werden in „Italienischer Barockabend auf Schloss Versailles“ in Form eines opulenten musikalischen Gemäldes nachgezeichnet. Das Konzert wurde am 11. Februar 2019 für ARTE aufgezeichnet.

Sonntag, 02.08. / 20:15 Uhr / Die fabelhafte Welt der Amélie
(Le fabuleux destin d’Amélie Poulain)
Schwerpunkt: Summer of Dreams
Spielfilm, Frankreich, Deutschland, 2000, ARTE 115 Min.
Regie: Jean-Pierre Jeunet
Drehbuch: Guillaume Laurant, Jean-Pierre Jeunet
Produktion: Victoires Productions, Tapioca Films, France 3 Cinéma, MMC Independent
Produzent: Claudie Ossard
Kamera: Bruno Delbonnel
Schnitt: Hervé Schneid
Musik: Yann Tiersen

Mit: Audrey Tautou (Amélie Poulain), Mathieu Kassovitz (Nino Quincampoix), Rufus (Raphaël Poulain), Lorella Cravotta (Amandine Poulain), Serge Merlin (Raymond Dufayel), Jamel Debbouze (Lucien), Clotilde Mollet (Gina), Claire Maurier (Suzanne), Dominique Pinon (Joseph)

Amélie ist nicht ganz von dieser Welt. Aber das macht nichts, denn Amélie hat ihre eigene, fabelhafte Welt. Amélie liebt die kleinen Dinge, die leisen Töne und die zarten Gesten. Sie hat ein Auge für Details, die jedem anderen entgehen, und einen Blick für magische Momente, die flüchtiger sind als ein Wimpernschlag. Amélie hat den Kopf in den Wolken. Aber dennoch steht sie mit beiden Beinen auf der Erde.

Vielleicht liegt das an den flachen Kieselsteinen, die sie in ihrer Manteltasche sammelt, um sie in freien Minuten übers Wasser hüpfen zu lassen. Vielleicht ist es aber auch ihr Job, der sie in der Realität festhält, denn Amélie arbeitet in einem Café in Montmartre. Eifersüchtige Liebhaber, gescheiterte Genies, tragisch verunglückte Artisten und sehnsuchtskranke Hypochonder bevölkern dieses skurrile kleine Universum. Sie alle tragen schwer an ihrem Schicksal, während Amélie, die bezaubernde Kellnerin mit dem spitzbübischen Lächeln, kleine silberne Tabletts an ihre Tische trägt und ihnen stets ihr großes Herz serviert.

Amélie ist eine Träumerin, aber sie hat einen wachen Blick. Und als sie eines Tages beschließt, als gute Fee in das Leben ihrer Mitmenschen einzugreifen, weiß sie genau, was sie zu tun hat: Sie schickt einen Gartenzwerg auf Weltreise, sie zaubert jahrzehntelang verschollene Liebesbriefe herbei, sie versetzt erwachsene Männer in ihre Kindheit zurück, sie wird Schutz- und Racheengel in einer Person. Alles scheint ihr zu gelingen, aber als sie Nino trifft, den Mann ihrer Träume, weiß sie nicht, wie sie sich selbst zum Glück verhelfen soll. Mit tausend Dingen bezaubert sie Nino aus der Ferne; doch mutig aus dem Schatten ihrer Fantasie zu treten, ist nicht ihre Sache – bis ihr ein guter Geist auf die Sprünge hilft …

Zusatzinfo:
Nach seinem Ausflug in die amerikanische Science-Fiction („Alien – Die Wiedergeburt“) kehrte der französische Regisseur und Autor Jean-Pierre Jeunet („Delicatessen“, „Die Stadt der verlorenen Kinder“) in seine eigenen Fantasiewelten zurück und legte mit „Die fabelhafte Welt der Amélie“ ein hinreißend poetisches Großstadt-Märchen vor. Mit großer Leichtigkeit und einem schier unglaublichen Erfindungsreichtum erzählt er darin von einer schüchternen Träumerin, die über sich selbst hinauswächst. Neben der großartigen jungen Audrey Tautou („Schöne Venus“) in der Titelrolle spielen unter anderem Mathieu Kassovitz („Hass“) und Dominique Pinon („Delicatessen“).

Dienstag, 04.08. / 05:00 Uhr / Kate Bush – Stimmgewaltig und exzentrisch
Dokumentation, Frankreich, 2018, ARTE F 53 Min.
Regie: Claire Laborey
Wiederholung vom 31.07.

Dienstag, 04.08. / 09:30 Uhr / Die Renaissance (2/2)
Dokumentation, Deutschland, Italien, Frankreich, 2015, WDR 53 Min.
Regie: Martin Papirowski
Online verfügbar von 04/08 bis 02/11

Im 14. Jahrhundert setzt eine wirtschaftliche, wissenschaftliche, technische, gesellschaftliche, religiöse und kulturelle Entwicklung ein, die in der Geschichte einzigartig ist: die Renaissance. Sie schafft einen neuen Typus Mensch, der nicht mehr bereit ist nur zu glauben, sondern den Dingen auf den Grund geht und sich selbst als ein göttliches Wesen begreift. Die zweiteilige Dokumentation begibt sich auf die Suche nach den Ursprüngen der Epoche: Oströmische Gelehrte bringen das verlorene Wissen der Antike in den Westen, lösen Innovationsschübe in allen Fakultäten aus – doch die Renaissance ist mehr als die Wiedergeburt der Antike, denn sie wird die Kenntnisse der Antike überflügeln. Die beiden Dokumentationen analysieren die Kettenreaktion des Fortschritts und ihre Auswirkung auf die Gegenwart. Sie wagen den Brückenschlag von der (Wieder-)Erfindung der Zentralperspektive zu CAD-Systemen, von Leonardos Maschinenmensch zu autonomen Roboterkickern. Bereits in der Renaissance existieren Global Player, Großbanken oder Massenkommunikation. Der Zweiteiler erzählt Geschichte phänomenologisch, erweitert die visuellen Instrumente der Dokumentation durch szenische Zeitreisen zu den Wendepunkten der Geschichte und verbindet Zeitraffung und Zeitdehnung mit einer cineastischen Optik. Man kann sagen, dass unsere moderne Welt ohne das, was die Renaissance erdacht und erfunden hat, unvorstellbar wäre.

Dienstag, 04.08. / 10:25 Uhr / Zeitenwende – Die Renaissance (1/2)
Dokumentation, Deutschland, Italien, Frankreich, 2015, WDR 53 Min.
Regie: Martin Papirowski
Online verfügbar von 04/08 bis 02/11

Im 14. Jahrhundert setzt eine wirtschaftliche, wissenschaftliche, technische, gesellschaftliche, religiöse und kulturelle Entwicklung ein, die in der Geschichte einzigartig ist: die Renaissance. Sie schafft einen neuen Typus Mensch, der nicht mehr bereit ist nur zu glauben, sondern den Dingen auf den Grund geht und sich selbst als ein göttliches Wesen begreift. Die zweiteilige Dokumentation begibt sich auf die Suche nach den Ursprüngen der Epoche: Oströmische Gelehrte bringen das verlorene Wissen der Antike in den Westen, lösen Innovationsschübe in allen Fakultäten aus – doch die Renaissance ist mehr als die Wiedergeburt der Antike, denn sie wird die Kenntnisse der Antike überflügeln. Die beiden Dokumentationen analysieren die Kettenreaktion des Fortschritts und ihre Auswirkung auf die Gegenwart. Sie wagen den Brückenschlag von der (Wieder-)Erfindung der Zentralperspektive zu CAD-Systemen, von Leonardos Maschinenmensch zu autonomen Roboterkickern. Bereits in der Renaissance existieren Global Player, Großbanken oder Massenkommunikation. Der Zweiteiler erzählt Geschichte phänomenologisch, erweitert die visuellen Instrumente der Dokumentation durch szenische Zeitreisen zu den Wendepunkten der Geschichte und verbindet Zeitraffung und Zeitdehnung mit einer cineastischen Optik. Man kann sagen, dass unsere moderne Welt ohne das, was die Renaissance erdacht und erfunden hat, unvorstellbar wäre.

Dienstag, 04.08. / 02:20 Uhr / BalletBoyz: Young Men
Tanz, Großbritannien, 2016, ZDF 59 Min.
Regie: Michael Nunn, William Trevitt
Choreographie: Iván Pérez
Kostüme: Katherine Watt
Musik: Keaton Henson
Online verfügbar von 04/08 bis 02/11

„Young Men“ ist ein Tanzfilm, der das Schicksal einer Gruppe junger Männer in einem unbestimmten Krieg zeigt. Sie versuchen trotz ihres brutalen Sergeants einen Rest Menschlichkeit zu bewahren.

Gespielt werden die Soldaten von den Tänzern der BalletBoyz, einer unkonventionellen Tanztruppe aus London. Die Choreographie stammt von Iván Pérez mit einem Soundtrack und der Filmmusik von Keaton Henson.

Frankreich, zu Beginn des letzten Jahrhunderts: Die Szenerie ist realistisch, ein matschiges Feld mit jungen Männern in Uniform, die fallen, wieder aufstehen, fallen – die Bewegungen sind gleichzeitig realistisch und kunstvoll stilisiert. Und während die jungen Männer nach und nach liegen bleiben, bleibt in all dem Schmutz eine Frau in weißer Bluse stehen, der der Schmerz über das sinnlose Sterben ins Gesicht gebrannt ist. „Young Men“ ist ein Tanzfilm, der das Schicksal einer Gruppe junger Männer in einem unbestimmten Krieg zeigt. Sie versuchen trotz ihres brutalen Sergeants einen Rest Menschlichkeit zu bewahren. Ein Film ohne Worte, der den Zuschauer mit intensiven Nahaufnahmen direkt am Schicksal der Soldaten teilhaben lässt.

Mittwoch, 05.08. / 05:00 Uhr / Italienischer Barockabend auf Schloss Versailles
Musik, Frankreich, 2019, ARTE F 44 Min.
Regie: François-René Martin
Komponist: Claudio Monteverdi, Cristoforo Malvezzi, Marco da Gagliano, Giulio Caccini
Dirigent: Raphaël Pichon
Orchester: Ensemble Pygmalion

Mit: Lea Desandre (Sopran), Eva Zaïcik (Sopran), Lucile Richardot (Alt), Emiliano Gonzalez Toro (Tenor), Zachary Wilder (Tenor), Nicolas Brooymans (Bass), Perrine Devillers (Sopran), Davy Cornillot (Tenor)

Wiederholung vom 02.08.

Donnerstag, 06.08. / 05:00 Uhr / Edward Elgar: Konzert für Violine und Orchester
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Musik, Deutschland, 2017, RBB 53 Min.
Regie: Michael Beyer
Komponist: Edward Elgar
Dirigent: Robin Ticciati
Orchester: Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Mit: Renaud Capucon (Violine)
Online verfügbar von 06/08 bis 04/11

Der britische Dirigent Robin Ticciati übernahm im Sommer 2017 die Leitung des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Kurz vor der offiziellen Amtsübergabe war er bereits bei seinem neuen Orchester zu Gast. Auf dem Programm des Konzertabends in der Berliner Philharmonie: Edward Elgars „Violinkonzert h-Moll“ mit dem französischen Geigenvirtuosen Renaud Capuçon.

Robin Ticciati wurde 1983 in London geboren und lernte früh das Musizieren an Klavier, Schlagzeug und Violine. Als Jugendlicher entwickelte er dann eine Vorliebe fürs Dirigieren und debütierte 2005 in der Mailänder Scala als jüngster je dort aufgetretener Dirigent. 2014 wurde er zum Musikdirektor der Glyndebourne Festival Opera ernannt.

Der Violinist und Kammermusiker Renaud Capuçon lernte unter anderem bei Gérard Poulet, Thomas Brandis und Isaac Stern. Neben seinen Soloauftritten ist er auch regelmäßig gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Gautier in den Kammermusik- und Konzertsälen der Welt zu Gast. Er hat eine Professur für Violine an der Haute Ecole de Musique in Lausanne und ist künstlerischer Leiter des Osterfestivals in Aix-en-Provence.

Freitag, 07.08. / 05:00 Uhr / Tracks
Magazin, Frankreich, 2020, ARTE F 30 Min.
Regie: Realisateurs Differents
Journalist: David Combe, Jean-Marc Barbieux
Wiederholung vom 31.07.

Freitag, 07.08. / 05:45 Uhr / Xenius: Graffiti ~ Kunst am Rande der Legalität
Magazin, Deutschland, 2019, BR 26 Min.
Moderation: Caroline du Bled, Gunnar Mergner
Wiederholung vom 06.08.

Freitag, 07.08. / 21:45 Uhr / Queen: Hungarian Rhapsody ~ Live in Budapest
Schwerpunkt: Summer of Dreams
Musik, USA, 1986, ARTE F 91 Min.
Regie: Janos Zsombolyai
Mit: Queen
Online verfügbar von 31/07 bis 06/09
Erstausstrahlung

Es war ein Konzert der Superlative: Am 27. Juli 1986 gaben Queen im Nepstadion in Budapest eines der größten Stadionkonzerte aller Zeiten. Die ungarischen Behörden maßen dem Event enorme Bedeutung bei und brachten die besten Kameraleute und Techniker zusammen, um das Ereignis festzuhalten. Neben Queens Live-Auftritt zeigt „Queen: Hungarian Rhapsody – Live in Budapest“ Zusammenschnitte der Höhepunkte des legendären Besuchs der Band. Zu hören sind Evergreens wie „Bohemian Rhapsody”, „We Are The Champions“ und „I Want To Break Free“.

Der auf 35mm gedrehte Film wurde jetzt in 2K neu abgetastet und mit viel Liebe zum Detail in HD restauriert. Der Ton wurde neu abgemischt und von den ursprünglichen Multitracks gemastert.

Freitag, 07.08. / 00:15 Uhr / Tracks
Magazin, Deutschland, 2020, ZDF 30 Min.
Online verfügbar von 06/08 bis 05/11
Erstausstrahlung

(1): Agusta YR – Anti-Perfektion als Selbstbild
(2): Daniel Sterlin-Altman – Queere Animation

(1): Agusta YR – Anti-Perfektion als Selbstbild
Die isländische Filmemacherin Agusta YR erstellt surreale und absurde Landschaften mit 3D-Scans. Als Kind setzten ihre Eltern sie auf Diät. Heute verarbeitet sie das in ihrer Kunst, die hauptsächlich auf ihrem eigenen Körper basiert. Dieser widerspricht der normativen Vorstellung von Schönheit und ihre Kunst geht über das Konzept des guten Geschmacks hinaus. Sie konfrontiert ihre Zuschauer mit grotesken Visuals – inspiriert von den 90er Jahren, gegenwärtiger Digital-Kultur und Memes von Barbie und den Spice Girls.

(2): Daniel Sterlin-Altman – Queere Animation
Die Stop-Motion-Animationsfilme von Daniel Sterlin-Altman sind gefühlvoll-visuelle Liebesbekundungen an die LGTBQI*-Community. Seine humorvollen Kurzfilme über Selbstfindung, Zweifel und Identität berühren und sind voll positiver Vibes. Mit detailreich entworfenen Charakteren, mal aus Knete, Karotten oder grob gehäkelt, widmet sich der Kanadier persönlichen Themen. Und er arbeitet, trotz aller technischen Möglichkeiten, mit dem maximal zeitintensivsten Medium: der Stop-Motion-Animation. „Tracks“ besucht ihn in seinem Berliner Studio.


Samstag, 08.08. / 05:30 Uhr / Das Rätsel Francis Bacon
Dokumentation, Großbritannien, 2016, ZDF 52 Min.
Regie: Richard Curson Smith
Online verfügbar von 08/08 bis 06/11

Francis Bacon war der lauteste, wildeste, betrunkenste, masochistischste und gleichzeitig gefragteste und teuerste britische Künstler des 20. Jahrhunderts. Die mysteriösen Todesumstände seiner beiden Liebhaber jeweils am Vorabend bedeutender Ausstellungen von Bacon trugen ebenfalls zu dem öffentlichen Bild des exzessiven Malers, des selbst ernannten „Roaring Boy“, des „Lord of Misrule“ bei. Als Autodidakt stürmte er an die Spitze der Kunstcharts und gab das viele Geld bereitwillig in Kasinos, Pubs und für Freunde aus.

Hinter diesem Image verbarg Bacon eine Welt von persönlichem Schmerz und Verlust, die nun zunehmend auch den Blick auf sein Werk verändert. Auf der einen Seite spektakulär unvorsichtig, was manche Aspekte seines Lebens in der Öffentlichkeit betraf, wollte Bacon andererseits möglichst viele Informationen über sich sowie die Interpretation seiner Werke kontrollieren. Er versteckte sich in aller Öffentlichkeit, indem er unablässig Statements in die Öffentlichkeit warf, die Empörung auslösten – über die Kunst und das Leben, über Liebe und Tod.

Als der Bacon-Kult einsetzte, war der Maler Gottheit und erster Priester in einer Person. Das Ziel: unter allen Umständen ein Rätsel zu bleiben. Für Bacon die Bedingung für die Entstehung großer Kunst. Seine wichtigsten Liebesbeziehungen, die eine von Sadismus geprägt, die andere mit einem gewaltbereiten Kriminellen, beeinflussten seine künstlerische Entwicklung nachhaltig. Am Ende erbt ein Kneipenwirt, der nie lesen und schreiben gelernt hatte, den größten Kunst-Estate in Großbritannien.

Und doch bestritt Francis Bacon immer den Bezug seiner alptraumhaften Bildvisionen zu seinem Leben. In diesem Film erzählen Experten und Freunde, einige von ihnen zum ersten Mal, von ihrem Leben mit dem Maler. Ein Film über große Kunst und über ein faszinierendes Leben im 20. Jahrhundert.

Samstag, 08.08. / 06:25 Uhr / Zapped ~ Frank Zappa in seinen eigenen Worten
Dokumentarfilm, Frankreich, 2013, ARTE F 61 Min.
Regie: Thorsten Schütte
Wiederholung vom 24.07.

Samstag, 08.08. / 07:25 Uhr / Simon & Garfunkel: Traumwandler des Pop
Dokumentation, USA, 2011, ARTE 71 Min.
Regie: Jennifer Lebeau
Wiederholung vom 24.07.

Samstag, 08.08. / 23:35 Uhr / Walt Disney – Der Zauberer (1/2)
Dokumentarfilm, USA, 2015, ARTE 112 Min.
Regie: Sarah Colt
Wiederholung vom 12.07.

Samstag, 08.08. / 01:25 Uhr / 01:25 Walt Disney – Der Zauberer (2/2)
Dokumentarfilm, USA, 2015, ARTE 110 Min.
Regie: Sarah Colt
Wiederholung vom 12.07.

Sonntag, 09.08. / 05:05 Uhr / Privatkonzert bei Daniel Barenboim
Mit Annie Dutoit, Michael Barenboim und Kian Soltani
Musik, Frankreich, 2020, ZDF 43 Min.
Regie: Martin Mirabel, Mariano Nante
Mit: Daniel Barenboim, Michael Barenboim, Kian Soltani
Wiederholung vom 26.07.

Sonntag, 09.08. / 05:50 Uhr / Der Geist der Freiheit ~ Baltische Kunst im Spiegel der Zeit
Dokumentation, Frankreich, 2017, ARTE F 51 Min.
Regie: Stéphane Ghez
Wiederholung vom 12.07.

Sonntag, 09.08. / 06:45 Uhr / Kate Bush – Stimmgewaltig und exzentrisch
Dokumentation, Frankreich, 2018, ARTE F 53 Min.
Regie: Claire Laborey
Wiederholung vom 31.07.

Sonntag, 09.08. / ab 17:55 Uhr / Schwerpunkt: 100 Jahre Salzburger Festspiele – Die Jubiläumsausgabe
Schwerpunkt, ARTE43 Min.

Die Salzburger Festspiele feiern im Sommer 2020 ihr 100-jähriges Bestehen. Ohne Unterbrechung fand das bedeutendste Festival für klassische Musik und Schauspiel in Europa jedes Jahr statt und auch in der Corona-Krise gibt es eine verkleinerte Jubiläumsausgabe. ARTE gratuliert mit einer großen Geburtstagsdokumentation, der Live-Übertragung von Mozarts Oper „Così fan tutte“, vier „Maestro“-Specials mit Igor Levit, Andris Nelsons, Daniel Barenboim und Christian Thielemann am Pult. Aber vor allem durch ein tägliches Streaming-Rendezvous um 20.30 Uhr auf ARTE Concert.

Als im August 1920 Max Reinhardt und Hugo von Hofmannsthal mit der Aufführung des Schauspiels „Jedermann“ die Salzburger Festspiele begründeten, ahnten sie nicht, dass diese Festspiele eines Tages zum bedeutendsten Festival für klassische Musik und Schauspiel in Europa werden würden. Ohne Unterbrechung fand es jedes Jahr statt und auch in der Corona-Krise gibt es eine verkleinerte Jubiläumsausgabe. ARTE gratuliert mit einer großen Geburtstagsdokumentation, der Live-Übertragung von Mozarts Oper „Così fan tutte“, vier „Maestro“-Specials mit Igor Levit, Andris Nelsons, Daniel Barenboim und Christian Thielemann am Pult. Aber vor allem durch ein tägliches Streaming-Rendezvous um 20.30 Uhr auf ARTE Concert.
Vom 1. bis zum 30. August erleben die Zuschauerinnen und Zuschauer jeden Tag einen Höhepunkt der 100. Jubiläumsausgabe, den Anfang macht die „Elektra“ von Richard Strauss. Max Reinhardt war nach dem Ende des Ersten Weltkrieges davon überzeugt, dass nur die Kunst die vom Krieg gegeneinander gehetzten Menschen wieder versöhnen könnte. Das war sein innerer Motor für dieses außerordentliche Festival und sein Vermächtnis. Das Wunder von Salzburg nahm damals seinen Anfang.

Sonntag, 09.08. / 17:55 Uhr / Sternstunden der Musik: Der Rosenkavalier mit Karajan in Salzburg 1960
Schwerpunkt: 100 Jahre Salzburger Festspiele – Die Jubiläumsausgabe
Musik, Deutschland, 2020, ZDF 43 Min.
Regie: Grete Liffers, Eric Schulz
Komponist: Richard Strauss

Dirigent: Herbert von Karajan

Mit: Elisabeth Schwarzkopf (Marschallin), Anneliese Rothenberger (Sophie), Otto Efelmann (Ochs), Erich Kunz (Faninal), Giuseppe Zampiri (Ein Sänger), Hilde RösselMajdan (Annina)

Online verfügbar von 08/08 bis 08/09
Erstausstrahlung

„Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss ist die exemplarische Oper der Salzburger Festspiele. Zur Eröffnung des neuen Festspielhauses 1960 wurde sie von Herbert von Karajan dirigiert und auf 35mm-Film aufgezeichnet. Starsopranistin Elisabeth Schwarzkopf sang die Rolle ihres Lebens. Der Film lässt die legendäre Aufführung wieder aufleben. Mit dabei: Anna Prohaska und Kultur-Tausendsassa André Heller.

Im Sommer 2020 feiern die Salzburger Festspiele ihren 100. Geburtstag. Zu den Mitbegründern des Festivals gehörten der Komponist Richard Strauss und sein Librettist Hugo von Hofmannsthal. Ihr populärstes Werk: die Oper „Der Rosenkavalier“. 1960 wurde das neu erbaute Große Festspielhaus in Salzburg mit eben dieser Oper eröffnet. Die Leitung hatte Herbert von Karajan. Die Produktion war ein so großer Erfolg, dass man beschloss, sie auf 35mm-Film aufzuzeichnen. Die Protagonisten waren unter anderem Elisabeth Schwarzkopf, die für viele in der Rolle der Marschallin bis heute als unerreicht gilt, sowie Anneliese Rothenberger.

Auch beim Bau des Festspielhauses selbst war Karajan – ähnlich wie beim Bau der Philharmonie in Berlin – maßgeblich involviert. Er war es, der dem Architekten Clemens Holzmeister das Konzept der „Cinemascope-Bühne“ schmackhaft machte und es gegen alle Widerstände durchsetzte. 55.000 Kubikmeter des Salzburger Mönchsbergs mussten abgetragen werden, um genug Platz für das Bühnenhaus zu haben. Bis heute ermöglicht das breite Bühnenportal ein Bühnenerlebnis im Kinoformat.

Unter den Künstlern, die sich für die „Sternstunden der Musik“ die Oper von 1960 noch einmal ansehen, befinden sich der Dirigent Franz Welser-Möst und der Sänger Günther Groissböck, die 2014 an der letzten Inszenierung des „Rosenkavaliers“ in Salzburg mitgewirkt haben. André Heller schließlich erfüllt sich mit dem „Rosenkavalier“ einen langgehegten Traum: Die gegenwärtige Inszenierung an der Berliner Staatsoper läuft unter seiner Regie.

Sonntag, 09.08. / 00:00 Uhr / Cosmic Trip – Pop und Weltraum
Schwerpunkt: Summer of Dreams
Dokumentation, Frankreich, 2020, ARTE F 52 Min.
Regie: Gaëtan Chataignier
Online verfügbar von 02/08 bis 08/10
Erstausstrahlung

Seit fast 100 Jahren träumen Künstler wie Sun Ra davon, den idealen Weltraum-Soundtrack zu erschaffen und sich damit musikalisch ins All zu beamen. Autor Christophe Conte und der Musiker Gaëtan Chataignier („The Little Rabbits“), der für diverse Videoclips von Etienne Daho, Philippe Katerine und Dominique A verantwortlich zeichnete, begeben sich auf eine fantastische Reise durch die Aufnahmestudios, in denen dieser intergalaktische Sound entstanden ist.

Im All gibt es keine Musik, weil die Ausbreitung von Schallwellen im luftleeren Raum unmöglich ist. Und doch haben sich Künstler jeglicher Couleur schon von jeher damit beschäftigt, wie sich diese Leere musikalisch füllen lässt. Vor allem im 20. Jahrhundert fand parallel zur Eroberung des Weltraums auch ein musikalischer Eroberungsfeldzug statt, der von oft unkonventionellen Musikern, verrückten Erfindern und freiheitsliebenden Visionären angeführt wurde. Was also läge näher, als in ein Raumschiff zu steigen und den schöpferischen Geistern, die die Geschichte der Space Music geprägt haben, einen kleinen Besuch abzustatten?

Jede Epoche besaß ihre eigenen musikalischen Weltraum-Helden, angefangen bei Leon Theremin und Sun Ra über Pink Floyd, David Bowie und Funkadelic bis zu Daft Punk, um nur einige zu nennen. Ausgewählte Musikwissenschaftler und Künstler wie Jean-Michel Jarre, Stereolab, Jean-Benoît Dunckel von Air oder Tim Blake von Hawkwind analysieren die künstlerische Dimension und geben Hinweise auf die tieferen Beweggründe der intergalaktischen Musikpioniere. Wovor wollten die schwarzen Musiker der 1950er und 1960er Jahre in den Weltraum fliehen? Warum zog es die Deutschen in den 1970ern so sehr ins All? Welche technologischen Fortschritte begünstigten diese Entwicklung und warum übte der Futurismus lange Zeit eine so große Faszination aus, bevor sich die Nostalgiker in den Zukunftsglauben flüchteten?

Die unterhaltsam aufbereitete und gründlich recherchierte Dokumentation präsentiert beeindruckendes Archivmaterial und beleuchtet ein wenig bekanntes Kapitel unserer Alltagskultur, das sämtliche Genres von der experimentellen Musik über Disco und Dub bis zu Rap und Techno beeinflusst hat – eine faszinierende Reise durch die unendlichen Weiten der Musik.

Sonntag, 09.08. / 00:55 Uhr / Stanislaw Lem ~ Der literarische Kosmonaut
Dokumentation, Polen, 2015, ARTETVP 53 Min.
Regie: Borys Lankosz
Online verfügbar von 19/07 bis 08/09
Erstausstrahlung

Der polnische Schriftsteller und Science-Fiction-Autor Stanisław Lem feierte mit seinem Roman „Solaris“ 1961 einen Welterfolg. Lems Werke wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt und insgesamt mehr als 30 Millionen Mal auf der ganzen Welt verkauft. Lem gilt als brillanter Visionär und Utopist, der zahlreiche komplexe Technologien Jahrzehnte vor ihrer tatsächlichen Entwicklung erdachte. In seiner Heimat wurde er jedoch die meiste Zeit als Outsider betrachtet. Wer war dieser Mann? Wie konnte er als Sohn einer polnisch-jüdischen Arztfamilie den Holocaust überleben? Und was waren seine philosophischen und politischen Ansichten?

Stanisław Lem wird 1921 in Lemberg geboren, das zu dieser Zeit zu Polen gehört. Der Sohn einer polnisch-jüdischen Arztfamilie beginnt 1940 ein Studium der Medizin in dem nun sowjetisch besetzten Lemberg. Als Folge des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion im Jahr 1941 ist Lem gezwungen, sein Studium abzubrechen. Er verschleiert seine jüdische Herkunft mit gefälschten Papieren und kann als Schweißer für das deutsche Unternehmen „Rohstofferfassung“ arbeiten.

Gegen Ende des Krieges setzt er sein Studium in dem nun wieder von der Roten Armee kontrollierten Osten Polens fort. Da Lemberg 1946 von der Sowjetunion annektiert wird, geht Lem nach Krakau, wo er sein Studium fortsetzt und als Forschungsassistent arbeitet. Gleichzeitig beginnt er, erste Texte zu verfassen. Als er das Medizinstudium abschließen will, lässt ihn die Prüfungskommission durchfallen, da er sich weder der stalinistischen Ideologie unterwirft, noch bereit ist, sich als Militärarzt einsetzen zu lassen.

Wie überlebte Stanisław Lem den Holocaust? Wie stand er, der sowohl Propagandawerke schrieb als auch in illegale Oppositionstätigkeiten verwickelt war, tatsächlich zum Kommunismus? Wie konnte er technische Entwicklungen detailgetreu beschreiben, obwohl er in einer Krakauer Vorstadt lebte, hinter dem Eisernen Vorhang und unter einem repressiven Regime, das nicht vor Zensur zurückschreckte? Und warum schrieb er als bekennender Atheist für die katholische Wochenzeitung „Tygodnik Powszechny“?

Stanisław Lem gilt heute vor allem als einer der größten Vordenker und Schriftsteller der Nachkriegszeit, der das Genre Science-Fiction erst richtig salonfähig gemacht hat. Seinen Welterfolg feierte er 1961 mit dem Science-Fiction-Roman „Solaris“, der mehrmals verfilmt wurde, unter anderem von Andrej Tarkowski und Steven Soderbergh.

Sonntag, 09.08. / 01:50 Uhr / Das Floß der Medusa
Musik, Frankreich, 2018, ARTE F 82 Min.
Regie: Julien Condemine
Inszenierung: Romeo Castellucci
Komponist: Hans Werner Henze
Dirigent: Ingo Metzmacher
Orchester: Netherlands Philharmonic Orchestra
Chorleitung: Ching-Lien Wu
Chor: Dutch National Opera Chorus

Mit: Lenneke Ruiten (der Tod), Bo Skovhus (Jean-Charles), Dale Duesing (Charon)

Online verfügbar von 02/08 bis 06/01

Das von Hans Werner Henze komponierte Oratorium „Das Floß der Medusa“ basiert auf einer historischen Tragödie aus dem Jahr 1816, die schon Théodore Géricault zu seinem berühmten Gemälde „Le Radeau de la Méduse“ inspirierte. Henze vertonte das Schicksal der 150 Schiffbrüchigen in einem radikalen Werk, das zwischen Hoffnung und Resignation, Dahinsiechen und aufbäumendem Lebenswillen schwankt.

Im Rahmen des dritten Opera Forward Festivals in Amsterdam greift der italienische Regisseur Romeo Castellucci das Oratorium auf und bringt es in der Niederländischen Nationaloper auf ergreifende Art und Weise in Verbindung mit der aktuellen Flüchtlingskrise im Mittelmeer.

„Das Floß der Medusa“ ist ein von Hans Werner Henze komponiertes Oratorium, das besondere Berühmtheit durch seine gescheiterte Uraufführung erlangte. Im Dezember 1968 sollte das Werk in der Hamburger Ernst-Merck-Halle erstmals auf die Bühne gebracht und zugleich im NDR-Radio live übertragen werden. Politische Proteste der 1968er-Bewegung verhinderten dies, so dass die Aufführung abgesetzt werden musste und lediglich ein Mitschnitt der Generalprobe im Radio gespielt wurde.

Fünfzig Jahre später, im März 2018, bringt Romeo Castellucci das Werk auf die Bühne der Niederländischen Nationaloper in Amsterdam und unterstreicht dessen Aktualität. Der italienische Bühnenregisseur zieht ergreifende Parallelen zwischen Henzes Werk, das den tragischen Schiffbruch der französischen Fregatte „Méduse“ 1816 vor der Küste Südafrikas behandelt, und der aktuellen Flüchtlingskrise im Mittelmeer.

In seiner Inszenierung bedient sich Castellucci der Bilderwelt der Medien und vereint Oper, Theater und Video. Damit will er den Zuschauer der Gegenwart erreichen, den er im Übrigen auch in die Inszenierung einbezieht und zum Akteur macht. Auch dem Chor, bestehend aus dem Chor der Niederländischen Nationaloper und dem Kammerchor Cappella Amsterdam, lässt Castellucci eine gewichtige Rolle zukommen: In „Das Floß der Medusa“ verkörpert er eine anonyme, ihrem Schicksal überlassene Masse.

Die Aufführung wurde beim dritten Opera Forward Festival in Amsterdam mit den Solisten Lenneke Ruiten in der Rolle des Todes, Bo Skovhus als Jean-Charles und Dale Duesing als Charon aufgezeichnet; im Orchestergraben dirigiert Ingo Metzmacher das Netherlands Philharmonic Orchestra.

Montag, 10.08. / 21:50 Uhr / Es hätte schlimmer kommen können – Mario Adorf
Dokumentation, Deutschland, 2020, BR 52 Min.
Regie: Dominik Wessely
Erstausstrahlung

Die Leinwand und die Bühne haben das Leben des 89-jährigen Künstlers, einer der größten deutschen Schauspielstars der vergangenen 60 Jahre, bis heute geprägt. Wie hat er seine Rollen ausgesucht? Was fasziniert ihn an der Schauspielerei? Warum hat er so häufig Bösewichte verkörpert? Was fesselt ihn heute noch so an seinem Beruf? Stationen der gemeinsamen Reise mit Mario Adorf sind seine Kindheit und Jugend in der Eifel. Es sind seine Erinnerungen an die alleinerziehende Mutter, die letzten Kriegsjahre in dem Städtchen Mayen, seine Zeit in der Hitlerjugend und die Bombennächte im Bunker, die ihn bis heute politisch und gesellschaftlich geprägt haben.

Regelmäßig pendelt der Schauspieler, der mehrere Sprachen fließend spricht, noch heute zwischen seinen Wohnorten in München, Paris und St. Tropez, wo er seit Jahren mit seiner französischen Frau Monique zu Hause ist. Als Sohn eines Italieners, dem er nur einmal in seinem Leben begegnet ist, trifft das Kamerateam Adorf auch in Rom, der Stadt, in der er 30 Jahre seines Lebens verbrachte.

Seinen internationalen Durchbruch hatte Mario Adorf mit dem Film „Nachts, wenn der Teufel kam“ (1957) von Robert Siodmak. Seitdem hat er in über 200 Filmen gespielt, unter anderem unter der Regie von Wolfgang Staudte, Sam Peckinpah, Billy Wilder, Volker Schlöndorff, Rainer Werner Fassbinder und John Frankenheimer.

In einem Treffen mit der Regisseurin Margarethe von Trotta lässt Mario Adorf die Dreharbeiten von „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ (1975) und „Die bleierne Zeit“ (1981) der späten 70er Jahre wieder lebendig werden. Auf dem Dach des Hotels Bayerischer Hof in München trifft Mario Adorf schließlich seine Kollegin und langjährige Freundin Senta Berger. Gemeinsam erinnern sie sich an Dreharbeiten in Mexiko, an eigenwillige Hollywoodproduzenten, aber auch an Helmut Dietls legendäre TV-Serie „Kir Royal“ (1986), aus der Adorfs wohl berühmteste Dialogzeile stammt: „Ich scheiß dich sowas von zu mit meinem Geld.“

Das Porträt verschafft bislang verborgene Einblicke in die über 60 Jahre andauernde Karriere von Mario Adorf: sein privates Leben, seine Beziehungen, seine Sicht auf die Welt, die Politik, die Liebe und auch auf das Älterwerden.

Dienstag, 11.08. / 05:00 Uhr / Italienischer Barockabend auf Schloss Versailles
Musik, Frankreich, 2019, ARTE F 44 Min.
Regie: François-René Martin
Komponist: Claudio Monteverdi, Cristoforo Malvezzi, Marco da Gagliano, Giulio Caccini
Dirigent: Raphaël Pichon
Orchester: Ensemble Pygmalion

Mit: Lea Desandre (Sopran), Eva Zaïcik (Sopran), Lucile Richardot (Alt), Emiliano Gonzalez Toro (Tenor), Zachary Wilder (Tenor), Nicolas Brooymans (Bass), Perrine Devillers (Sopran), Davy Cornillot (Tenor)
Wiederholung vom 02.08.

Mittwoch, 12.08. / 05:00 Uhr / Sziget Festival 2017 ~ Island of Freedom
Musik, Ungarn, 2017, ZDF 58 Min.
Mit: Kasabian, Pink, Jamie Cullum, Wiz Kalifa, George Ezra, Billy Talent, Tom Odell, Bad Religion, Paul van Dyck, Fritz Kalkbrenner
Online verfügbar von 11/08 bis 11/09

Das Sziget Festival ist eines der größten und bedeutendsten Festivals Europas. Auf über 50 Bühnen finden über eine Woche hinweg mehr als tausend Einzelveranstaltungen statt, die über 500.000 Besucher anlocken. Vom 9. bis 16. August 2017 feierte das Festival sein 25. Jubiläum.

Der ungarische Name „Sziget“ bedeutet schlichtweg „Insel“, denn das Festival findet seit 1993 auf der Donauinsel Obudai mitten im Zentrum Budapests statt. Doch auch im übertragenen Sinn wird das Festival diesem Namen mehr als gerecht: In Zeiten einer zunehmend rechtsgewandten Politik unter Viktor Orbán wird das Sziget auch als „Insel der Freiheit“ interpretiert, auf welcher eine Woche lang ein Zeichen gesetzt wird für Freiheit, Offenheit und eine multikulturelle Gesellschaft.

Neben der Musik spielt auch Kunst eine wichtige Rolle: Unter dem Titel „Art of Freedom“ werden junge Kreative aus aller Welt dazu aufgefordert, die Insel für das Festival in eine magische Welt zu verwandeln. So vereint das Sziget mit seiner Idee viele Festivals in einem.

Ähnlich vielfältig sind die auftretenden Künstler. Die Bands reichen von Weltstars und den größten Namen der internationalen Pop- und Rock-Szene bis hin zu kleineren Bands und Musikern aus dem Metal-, Folk-, Jazz-, Blues-, Alternativ- und Weltmusik-Genre. Und sogar Klassikliebhaber können auf dem Sziget Festival fündig werden.

Mittwoch, 12.08. / 13:00 Uhr / Stadt Land Kunst ~ Salzburg, The Sound of Music / Catania / Amsterdam
Magazin, Frankreich, 2020, ARTE F 38 Min.
Regie: Fabrice Michelin
Online verfügbar von 05/08 bis 11/10

(1): Salzburg, The Sound of Music
(2): Catania, Tanz auf dem Vulkan
(3): Amsterdam, Aufstand der Aalzieher

(1): Salzburg, The Sound of Music
Am Fuße der Alpen schlägt das Herz der Stadt Salzburg ganz im Rhythmus der Musik. In den 60er Jahren wurde die Geburtsstadt Wolfgang Amadeus Mozarts zum Schauplatz eines der erfolgreichsten Hollywood-Musicals aller Zeiten: „The Sound of Music“, in Deutschland bekannt durch den Spielfilm „Meine Lieder – meine Träume“. Dank der unvergleichlichen Atmosphäre der österreichischen Metropole und der eindringlichen Schönheit der umliegenden Landschaften machte Regisseur Robert Wise aus einer wahren Geschichte ein Filmspektakel von universeller Strahlkraft.

(2): Catania, Tanz auf dem Vulkan
Auf Sizilien befindet sich einer der aktivsten Vulkane Europas: der Ätna. Regelmäßig versetzen seine Ausbrüche die Menschen in Schrecken, und doch erstreckt sich zu seinen Füßen seit 2.800 Jahren die Stadt Catania. Die fruchtbare Vulkanerde hat ihre Bewohner trotz aller Gefahren an diesem Ort ausharren lassen, und die mehrfach bedrohte und oft in Teilen zerstörte Stadt ist im Laufe der Jahrhunderte mit Beharrlichkeit und Erfindungsreichtum immer wieder aus ihren Trümmern auferstanden.

(3): Amsterdam, Aufstand der Aalzieher
Das Amsterdamer Jordaan-Viertel mit seinen vielen Bars und Künstlertreffs gilt heute als besonders hip. Anfang das 19. Jahrhunderts war das ehemalige Arbeiterquartier Schauplatz eines Aufstands, der seinesgleichen sucht …

Donnerstag, 13.08. / 05:00 Uhr / Justice: Woman Worldwide, Paris 2017
Musik, Frankreich, 2017, ARTE F 58 Min.
Regie: Sebastien Lefebvre
Wiederholung vom 21.07.

Freitag, 14.08. / 05:00 Uhr / Katy Perry: The Prismatic World Tour
Dokumentation, USA, 2015, ARTE 60 Min.
Regie: Russell Thomas
Mit: Katy Perry
Wiederholung vom 17.07.

Freitag, 14.08. / 16:10 Uhr / Botswana, die Königinnen des Heavy Metal
Dokumentation, Deutschland, 2018, BR 52 Min.
Regie: Stefan Kleinalstede
Online verfügbar von 14/08 bis 21/08

In Botswana hat sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte eine Subkultur herausgebildet, die die patriarchalische Gesellschaftsstruktur auf ganz lässige Art und Weise infrage stellt: Eine Reihe von Frauen hat sich dem Heavy Metal verschrieben und definiert sich selbst als „Queens“ dieser Musikszene. Selbstbewusst, komplett in Leder gekleidet und mit vulgär klingenden Künstlernamen ausgestattet setzen die Frauen mit ihren Musikauftritten ein unverblümtes Zeichen gegen die traditionelle Rollenverteilung. Es geht ihnen darum, Stärke zu beweisen und ihre eigene Identität zu stärken.Die Dokumentation begleitet drei der „Queens of Heavy Metal“ zwischen 20 und 40 Jahren, die allesamt alleinerziehende Mütter sind. Drei Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und dennoch über ihre Subkultur zueinander gefunden haben. Die dokumentarische Reise führt unter anderem in die nördliche Kleinstadt Maun im Okawango-Delta, wo „Queen“ Gloria Williams einen Rockerverein gegründet hat: die Maun Rockers Association. In den vergangenen Jahren wurde die örtliche Heavy-Metal-Szene vor allem von Männern dominiert, die nach Feierabend in schwerer Lederkluft auf dem Weg zu ihren Auftritten für Aufsehen sorgten.Doch seit der Gründung der Maun Rockers Association konnten sich auch die „Marok“, wie die weiblichen Rockerinnen in der Twana-Sprache genannt werden, als erstzunehmende Gruppe in der Stadt etablieren. Die Dokumentation begleitet den Musikverband auf eine traditionelle Hochzeit. Hier prallen unterschiedliche Welten aufeinander, wenn die Rockerinnen in ihren Lederoutfits in das bunt geschmückte Zelt einmarschieren und dem Bräutigam die Ehre erweisen.

Freitag, 14.08. / 21:45 Uhr / Patrick Swayze – Hollywoods Traumtänzer
Schwerpunkt: Summer of Dreams
Dokumentarfilm, USA, 2019, ZDF 86 Min.
Regie: Derik Murray
Online verfügbar von 13/08 bis 13/09
Erstausstrahlung

Tanzend von Houston nach Hollywood – Patrick Swayze ist eine Leinwandikone und blieb gleichzeitig immer auch, wie der geliebte Vater, ein Cowboy. Seine Mutter war eine gefeierte Choreographin und Patrick sollte das Beste seiner Eltern in sich vereinen: Athlet, Wettkämpfer, Künstler.

Nachdem er sich in New York in einer Ballettkompanie einen Namen gemacht hatte, zog er nach Los Angeles, um Filmstar zu werden. Wie keiner vor ihm hatte er den Ehrgeiz, alle körperlichen Herausforderungen und Stunts selbst auszuführen. Seinem Talent, aber auch seiner unbedingten Härte gegen sich selbst verdankte er große Erfolge – und sie führten ihn in große Krisen. Durch alle diese Phasen begleiteten ihn seine Ehefrau Lisa Niemi und wenige Vertraute wie seine Agentin, seine Managerin und Schauspielerkollegen.

In diesem Dokumentarfilm berichten sie von seinem Leben und seiner Karriere und zeichnen das Bild eines Künstlers zwischen Depression und Manie, zwischen Abschottung und Geltungsdrang. Im umfangreichen Archivmaterial kommt auch immer wieder Patrick Swayze selbst zu Wort, erzählt von Höhenflügen und Fluchten aus Hollywood in die Einsamkeit der Ranch in New Mexico, wo er 2009 mit nur 57 Jahren verstarb.

Freitag, 14.08. / 23:15 Uhr / Take That – Konzert in Cardiff 2019
Schwerpunkt: Summer of Dreams
Musik, Großbritannien, 2019, ARTE 60 Min.
Regie: Richard Valentine
Mit: Mark Owen, Gary Barlow, Howard Donald
Online verfügbar von 07/08 bis 13/10
Erstausstrahlung

Einst waren sie der Traum vieler Teenager, inzwischen sind sie gestandene Männer und blicken auf eine 30-jährige Bandkarriere zurück: Take That. ARTE feiert das Jubiläum der britischen Boygroup und holt die Magie der „Greatest Hits Live Tour 2019“ zu seinen Zuschauerinnen und Zuschauern nach Hause. Wie auch auf dem Album „Odyssey“ begibt sich die Band auf eine Reise in ihre musikalische Vergangenheit und lässt ihre unverkennbaren Hits mit frischen Klängen neu aufleben. Aufgenommen wurde das Konzert im ausverkauften Cardiff Principality Stadium.

Die „Greatest Hits Live Tour 2019“ bildet den jüngsten Höhepunkt in der 30-jährigen Showkarriere der erfolgreichsten britischen Boygroup aller Zeiten: Take That. Das Principality Stadium in Cardiff war die letzte Tour-Etappe im Vereinigten Königreich und Schauplatz eines spektakulären Stadionkonzerts.

Die Band präsentiert sich innovativ wie auf ihrem Album „Odyssey“ und unternimmt gleichzeitig einen Streifzug durch die vergangenen 30 Jahre Musikgeschichte: frisch, unverbraucht und mit sofortigem Wiedererkennungswert. ARTE begleitet Gary Barlow, Howard Donald und Mark Owen auf ihrer musikalischen Reise, die von den ehrgeizigen Anfängen als junge Boyband bis hoch oben auf den Pop-Olymp führt.

Freitag, 14.08. / 00:15 Uhr / Tracks
Magazin, Frankreich, 2020, ARTE F 30 Min.
Online verfügbar von 07/08 bis 30/07
Erstausstrahlung

(1): Verdensteatret
(2): Myrath
(3): Alejandro Landes

(1): Verdensteatret
In diesem Theater kommen selbst Gegenstände zu Wort. Seit über 30 Jahren lässt das norwegische Kollektiv, bestehend aus Visual Artists, Musikern, Videofilmern, Bildhauern und Performance-Künstlern, eigene Kreationen auf der Bühne agieren: ein live gesteuertes Sprech-Orchester aus organischen Materialien, mechanischen Statuen und High-Tech.

(2): Myrath
In ihrem Land gilt Metal als Teufelszeug! Mit ihrer Gründung einige Jahre vor dem Arabischen Frühling brachte die Band einen Sound der Freiheit in ihre vom Ben-Ali-Regime beherrschte Heimat Tunesien. Dafür schlägt ihr bis heute behördlicher Gegenwind entgegen. Angesichts dieser offiziellen Verachtung produzieren sich Myrath (zu Deutsch „Vermächtnis“) als erste tunesische Metal-Band vor allem im Ausland. Ihre Musik mischt tunesische Einflüsse und orientalische Sagen. Ihre klanggewaltigen, explosiven Videos und Auftritte plädieren für Gewaltlosigkeit und besingen vor einer Kulisse aus Feuerschluckern und Bauchtänzerinnen die Liebe.

(3): Alejandro Landes
Der vielfach prämierte und von der Kritik mit „Apocalypse Now“ verglichene Film „Monos – Zwischen Himmel und Hölle“ ist ein Adrenalin-Schocker, eine Mischung aus Science-Fiction, Kriegsfilm und Überlebensthriller, und dürfte sowohl bei den Rebellen der FARC-Bewegung als auch bei rechten paramilitärischen Gruppierungen auf Ablehnung stoßen. Die Handlung taucht ein in die Tiefen des kolumbianischen Amazonas-Regenwaldes, wo eine Gruppe halluzinierender kolumbianischer Kindersoldaten auf eine amerikanische Geisel aufpassen soll, um sie vor dem Zugriff der örtlichen Armee abzuschirmen. Mit seinem dritten Langfilm vollzieht Regisseur Alejandro Landes eine Abkehr vom Dokudrama und eine schwindelerregende Pirouette in Richtung Genrefilm.


Samstag, 15.08. / 05:20 Uhr / Das große Welttheater ~ Salzburg und seine Festspiele
Dokumentation, Österreich, Frankreich, Deutschland, 2019, ARTEORF 54 Min.
Regie: Beate Thalberg
Wiederholung vom 02.08.

Samstag, 15.08. / 00:35 Uhr / Queen: Hungarian Rhapsody ~ Live in Budapest
Musik, USA, 1986, ARTE F 91 Min.
Regie: Janos Zsombolyai
Mit: Queen
Wiederholung vom 07.08.

Sonntag, 16.08. / 05:35 Uhr / Kupka ~ Pionier der abstrakten Kunst
Dokumentation, Frankreich, 2016, CTARTE 53 Min.
Regie: Jacques Loeuille
Wiederholung vom 12.07.

Sonntag, 16.08. / 06:30 Uhr / Zapped ~ Frank Zappa in seinen eigenen Worten
Dokumentarfilm, Frankreich, 2013, ARTE F 61 Min.
Regie: Thorsten Schütte
Wiederholung vom 24.07.

Sonntag, 16.08. / 14:30 Uhr / Strip, Sex & Crime ~ Die Geschichte der Chippendales
Dokumentation, Deutschland, 2019, SWR 52 Min.
Regie: Nicola Graef, Julia Zinke
Wiederholung vom 26.07.

Sonntag, 16.08. / 15:25 Uhr / Patrick Swayze – Hollywoods Traumtänzer
Dokumentarfilm, USA, 2019, ZDF 86 Min.
Regie: Derik Murray
Wiederholung vom 14.08.

Sonntag, 16.08. / 17:50 Uhr / Rachmaninow mit R. Chailly & D. Matsuev
Lucerne Festival 2019
Musik, Frankreich, Schweiz, 2019, ARTESSR 51 Min.
Regie: Ute Feudel
Komponist: Sergej Rachmaninow
Dirigent: Riccardo Chailly
Orchester: Lucerne Festival Orchestra
Mit: Denis Matsuev (Klavier)
Online verfügbar von 16/08 bis 23/08

Chefdirigent Riccardo Chailly widmet sich mit dem Lucerne Festival Orchestra zur Eröffnung des Sommerfestivals 2019 dem russischen Komponisten Sergej Rachmaninow. Den Solistenpart in Rachmaninows 3. Klavierkonzert übernimmt Denis Matsuev. In diesem Konzert erklingen außerdem die Orchesterfassung der „Vocalise“ op. 34 Nr. 14 und die 3. Symphonie, die der Komponist 1936 in seiner Villa Senar in Hertenstein bei Luzern vollendete.

Nach 1917 war alles anders für Sergej Rachmaninow. Mit der Oktoberrevolution sah er sich gezwungen, seine russische Heimat zu verlassen und ins westliche Exil zu ziehen. Um das notwendige Geld zu verdienen, musste er fortan vor allem als Klaviervirtuose auftreten, unentwegt auf Tournee durch Europa und Amerika. Zum Komponieren aber blieb ihm kaum mehr die Zeit. Das Programm, mit dem Riccardo Chailly und sein Lucerne Festival Orchestra das Sommerfestival eröffnen, umkreist diesen Wendepunkt in Rachmaninows Leben: Mit dem legendären 3. Klavierkonzert, das 1909 noch in Russland entstand, und mit der wehmütigen 3. Symphonie, die er in der Emigration schuf, 1935/36 in Hertenstein bei Luzern. Wen es um Sergej Rachmaninows Klaviermusik geht, dann ist der russische Pianist Denis Matsuev eine allererste Adresse. So empfand es auch der Enkel des Meisters, Alexander Rachmaninow: Er lud den russischen Pianisten ein, die Werke seines Großvaters auf dessen eigenem Flügel einzuspielen, einem ungewöhnlich langen, großen Steinway, der sich bis heute in Rachmaninows Villa „Senar“ am Vierwaldstättersee befindet. Mit dem 3. Klavierkonzert nimmt sich Matsuev den schwersten Brocken aus dem Rachmaninow-Repertoire vor, das berüchtigte „Konzert für Elefanten“, wie es der Komponist selbst nannte.

Sowohl das Klavierkonzert als auch die Symphonie bezeugen Rachmaninows Talent für eingängige Melodien. „Tatsächlich ist sein wahres Markenzeichen sein harmonisches Denken. Du brauchst nur drei Akkorde zu hören und schon kannst du sein kreatives Genie erkennen“, so der Dirigent des Abends, Maestro Riccardo Chailly.

Sonntag, 16.08. / 22:35 Uhr / Arnold Schwarzenegger ~ Die Verkörperung des American Dream
Schwerpunkt: Summer of Dreams
Dokumentation, Frankreich, 2018, ARTE F 51 Min.
Regie: Jérôme Momcilovic, Camille Juza
Online verfügbar von 09/08 bis 23/08

In den frühen 1980er Jahren, als „Conan der Barbar“ und „Terminator“ bereits die Kinokassen füllten, staunte die Welt noch über Arnold Schwarzeneggers extremen Körper, seinen harten Akzent und den Zungenbrechernamen, den er entgegen dem Rat der Hollywoodstudios behalten hatte. Fast 40 Jahre später ist „Schwarzys“ Geschichte ein Paradebeispiel für den amerikanischen Traum geworden: Ein österreichischer Dorfjunge wird zum besten Bodybuilder der Welt, zu einem der erfolgreichsten Action-Darsteller Hollywoods und schließlich zum Gouverneur von Kalifornien. Seinen Erfolg verdankt er vor allem der Disziplin und Entschlossenheit, mit der er bereits seit der Kindheit hartnäckig seine Ziele verfolgte. Mit dem Ziel, berühmt zu werden, wandert er 1968 in die USA aus. Doch er muss sich nicht lange anpassen, denn schnell prägt er das Land selbst nach seinem Bild – indem er zum Vorbild wird für ein Publikum, das immer mehr so aussehen will wie er. Hat der Muskelprotz bereits als Bodybuilder etwas Übermenschliches an sich, so verkörpert er spätestens ab seinen Erfolgen in Hollywood als menschlicher Roboter etwas Übernatürliches, Unerreichbares. Schwarzeneggers Story ist damit auch Spiegelbild einer Gesellschaft, die sich von der Macht der Bilder und dem Kult des persönlichen Erfolgs leiten lässt – und in der Menschen immer häufiger durch Maschinen ersetzt werden. Die Dokumentation zeichnet die wichtigsten Stationen von Schwarzeneggers Werdegang nach, in dem Fantasiewelt und Ideale, Politik und Gesellschaft ineinander übergehen. Doch inwiefern verkörpert – im wahrsten Sinne des Wortes – der faszinierende Mr. Universe auch heute, mit über 70 Jahren, noch den großen amerikanischen Traum? Bleibt am Ende der Geschichte vom Terminator nicht doch einfach ein Mensch übrig?

Sonntag, 16.08. / 23:25 Uhr / Move! Tanz der Finsternis ~ Mit Sylvia Camarda
Schwerpunkt: Summer of Dreams
Tanz, Deutschland, 2020, ZDF 27 Min.
Regie: Yann Tonnar
Online verfügbar von 15/08 bis 14/11
Erstausstrahlung

In dieser Folge von „Move!“ begibt sich die Tänzerin und Choreographin Sylvia Camarda auf eine gespenstische Reise durch die japanische Kultur, um die Bewegungswelten zwischen Ritual und Anarchie, Traum und Trauma zu erforschen. Der Tänzer Nobuyoshi Asai führt Sylvia in den „Tanz der Finsternis“, den Butoh, ein. Der entfremdete Körper ist weiß geschminkt, fast nackt, verrenkt sich, oft in Zeitlupe, und führt in eine andere Welt: grotesk und schreckenerregend zugleich. Im Hijikata-Tatsumi-Archiv wird Sylvia in die wilde Entstehungsgeschichte des Tanzes eingeweiht und lernt, wie er im Japan der 60er Jahre entstand, als Rebellion gegen eine Gesellschaft der erstarrten Traditionen und als Reaktion auf das Trauma der Atombombe.

Körperlich und geistig bereitet Nobuyoshi sie auf eine Performance vor, die ihre eigene Finsternis zum Ausdruck bringen soll. Es gilt, sich zuerst seelisch zu leeren, um den Körper für etwas anderes empfänglich zu machen. Sylvia folgt der Spur des Einflusses der japanischen Traditionen bis in den zeitgenössischen Tanz und trifft in Paris den belgisch-französischen Star-Choreographen Damien Jalet. Am Pariser Théâtre National de Chaillot begleitet sie Jalets Vorbereitungen zum Stück „Vessel“. Auch hier ist der Körper ein Gefäß, ein Vehikel für etwas Anderes, Höheres. Jalets visuelles Universum hat eine magische Anziehungskraft, und viele seiner Stücke sind von der japanischen Mythologie inspiriert. Letztlich geht es ihm um Transzendenz: Er zeigt den Körper als Portal zu einer anderen Welt.

Sonntag, 16.08. / 23:55 Uhr / Ruhrtriennale 2019 – Evolution
Musik, Deutschland, 2019, WDR 98 Min.
Regie: Florian Breuer
Inszenierung: Kornél Mundruczó
Komponist: György Ligeti
Dirigent: Steven Sloane
Orchester: Bochumer Symphoniker
Chor: Staatschor Latvija

Mit: Yeree Suh (Sopran), Virpi Räisänen (Mezzosopran), Annamária Láng (Tochter), Lili Monori (Mutter), László Katona (Bauer), Harald Kolaas (Bauer), Roland Rába (Bauer), Proton Theatre (Theaterkompanie)

Online verfügbar von 16/08 bis 14/11
Erstausstrahlung

Der Ungar Kornél Mundruczó gehört zu den Shootingstars der aktuellen Theater- und Filmszene. Für die Ruhrtriennale 2019 inszenierte er mit „Evolution“ György Ligetis Requiem von 1965. Das Musiktheaterstück, das sich mit dem Holocaust und dem Erinnern auseinandersetzt, ist in drei Akte aufgeteilt, in denen die Musik in unterschiedlicher Form erklingt: live, aus Radio und TV sowie live verfremdet. Die Aufzeichnung bietet faszinierende Blicke auf Bühnengeschehen und Orchester sowie auf ein hyperrealistisches Bühnensetting, das sich selbst teilweise zu einer Filmkulisse wandelt.

Für die Ruhrtriennale 2019 entwickelte der ungarische Regisseur Kornél Mundruczó mit seinem Proton Theatre das Musiktheaterstück „Evolution“. Ein gigantisch aufwendiges Werk, wie es nur auf einem besonderen Festival wie der Ruhrtriennale umgesetzt werden kann: Allein der im Stück eingesetzte Wassertank, dessen Fluten sich im ersten und zweiten Akt über die Spielfläche ergießen, erfordert Räumlichkeiten mit äußerst stabilem Untergrund.

„Evolution“ dringt tief ein in die Auseinandersetzung mit dem Holocaust, indem es klug die psychologischen Untiefen dreier Generationen offenbart: der Opfer-, Kind- und Enkel-Generation. Die Basis bildet das immer wiederkehrende und wie Filmmusik eingesetzte Requiem von György Ligeti.

Ist der erste Akt sehr stilisiert und düster an die Gaskammern des Holocaust angelehnt, spielt der zweite Akt wie eine Seifenoper im Wohnzimmer der mittlerweile gealterten Großmutter, die im ersten Akt als überlebendes Baby bei Aufräumarbeiten entdeckt wurde. Der dritte Akt wiederum öffnet den gigantischen Raum der Jahrhunderthalle in Bochum in eine mit Lasern ausstaffierte Szenerie, die ein sehr stimmungsvolles, dystopisches Bild einer vernetzten Welt zeichnet.

Die Inszenierung durchläuft drei Zeitebenen: die Begegnung mit dem Grauen der Vergangenheit, das traumatisierte Schweigen in der Gegenwart und eine Ahnung von einer zukünftigen Welt, in der künstliche Intelligenz dem Begriff des Gedenkens, Erinnerns und der Sprache – scheinbar unschuldig – keinen Raum mehr lässt.

Zusatzinfo:
Der ungarische Film- und Theaterregisseur Kornél Mundruczó, geboren 1975, gehört zu den Shootingstars der Regieszene. Sein Filmdrama „Underdog“ wurde 2014 in Cannes in der Sektion „Un Certain Regard“ ausgezeichnet. Die Arbeiten mit der eigenen ungarischen Theatergruppe Proton Theatre werden weltweit auf Festivals eingeladen, unter anderem nach Avignon, Wien, Sydney und Singapur.

Dienstag, 18.08. / 05:00 Uhr / Edward Elgar: Konzert für Violine und Orchester
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Musik, Deutschland, 2017, RBB 53 Min.
Regie: Michael Beyer
Komponist: Edward Elgar
Dirigent: Robin Ticciati
Orchester: Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Mit: Renaud Capucon (Violine)
Wiederholung vom 06.08.

Mittwoch, 19.08. / 05:00 Uhr / Sternstunden der Musik ~ Der Rosenkavalier mit Karajan in Salzburg 1960
Musik, Deutschland, 2020, ZDF 43 Min.
Regie: Eric Schulz
Komponist: Richard Strauss
Dirigent: Herbert von Karajan

Mit: Elisabeth Schwarzkopf (Marschallin), Anneliese Rothenberger (Sophie), Otto Efelmann (Ochs), Erich Kunz (Faninal), Giuseppe Zampiri (Ein Sänger), Hilde RösselMajdan (Annina)
Wiederholung vom 09.08.

Mittwoch, 19.08. / 20:15 Uhr / Meine Zeit mit Cézanne
(Cézanne et moi)
Spielfilm, Belgien, Frankreich, 2016, ARD 109 Min.
Regie: Danièle Thompson
Drehbuch: Danièle Thompson
Produktion: G Films, Pathé, Orange Studio, France 2 Cinéma, Umedia, Alter Films
Produzent: Albert Koski
Kamera: Jean-Marie Dreujou
Schnitt: Sylvie Landra
Musik: Eric Neveux

Mit: Guillaume Canet (Emile Zola), Guillaume Gallienne (Paul Cézanne), Alice Pol (Alexandrine Zola), Déborah François (Hortense Cézanne), Sabine Azéma (Elizabeth Cézanne), Freya Mavor (Jeanne), Isabelle Candelier (Emilie Zola), Laurent Stocker (Ambroise Vollard)

Von der Provence nach Paris – der post-impressionistische Maler Paul Cézanne (1839-1906) und der Schriftsteller Emile Zola (1840-1902) sind Jugendfreunde, die in Aix-en-Provence aufwachsen und gemeinsam zur Schule gehen. Cézanne stammt aus einer wohlhabenden Familie, während Zola mit seiner verwitweten Mutter in ärmlichen Verhältnissen lebt. Zola muss hart arbeiten, um seinen Weg zu machen. Die beiden charakterlich ganz unterschiedlichen jungen Männer gehen nach Paris, um ihre gemeinsame Liebe zur Kunst und zu schönen Frauen zu teilen, bevor sie sich etablieren – wenn man das so sagen kann.

Zola, der zunächst auf die Bourgeoisie herabblickt, wird berühmt und wohlhabend und gehört damit der sozialen Klasse an, die er einst verachtete. Cézanne dagegen erfährt wenig Anerkennung und verzeichnet keine Erfolge. Auch deswegen ist die Freundschaft der beiden Männer über die Jahre so wechselhaft. Letztlich zerbricht sie – am 1885 veröffentlichten Roman „Das Werk“ von Emile Zola, in dem sich Paul Cézanne als gescheiterter Mann, der Selbstmord begeht, wiederzuerkennen glaubt.

Wir kennen Cézanne durch seine Kunst und Zola durch sein literarisches Werk, darunter seinen berühmten offenen Brief „J’accuse!“ von 1898. Jetzt kennen wir die Geschichte ihrer Freundschaft, ihrer Ambitionen, ihres Glaubens, ihrer Liebe.

Zusatzinfo:
Sie inspirierten sich, stritten sich und fanden sich doch immer wieder: Paul Cézanne, der geniale Maler, und Emile Zola, der große Schriftsteller. Sie arbeiteten auf der Suche nach Perfektion und Anerkennung wie Besessene. Der eine hatte Geld, Ruhm und Frauen, der andere nichts außer sich selbst. Es ist eine hochspannende Geschichte von Zuneigung und Eifersucht, von Mut und Verzweiflung sowie von unbändiger Schöpfungskraft, eingebettet in die intensiven Farben der Provence.

Mittwoch, 19.08. / 22:05 Uhr / Lene Marie oder das wahre Gesicht der Anorexie
Schwerpunkt: Mitten im Leben
Dokumentation, Norwegen, 2019, BR 58 Min.
Regie: Margreth Olin, Espen Wallin, Katja Høgset
Erstausstrahlung

Der Dokumentarfilm „Lene Marie oder das wahre Gesicht der Anorexie” ist ein doppeltes Porträt: das einer Künstlerin und das einer tödlichen Krankheit. Als die norwegische Fotografin Lene Marie Fossen kurz vor dem internationalen Durchbruch stand, litt sie an Magersucht im fortgeschrittenen Stadium: Sie hatte bereits im Alter von zehn Jahren beschlossen, nicht mehr zu essen, um nicht erwachsen zu werden. Um sich mit ihrer Krankheit auseinanderzusetzen, fand sie das Ausdrucksmittel Fotografie. Ihre schonungslosen Selbstporträts zeugen von einer inneren Zerrissenheit, sind grausam und schön zugleich.

Die norwegische Fotografin Lene Marie Fossen feierte 2017 ihre erste große Ausstellung beim Nordic Light Festival – ein enormer Schritt für jemanden, der sich für gewöhnlich nicht der Öffentlichkeit zeigt. Norwegens berühmtester Fotograf Morten Krogvold lobte Lene Marie Fossen als eines der größten Talente, die er je gesehen habe, und die nationalen Medien widmeten ihr große Aufmerksamkeit. Plötzlich wurde ihr bewusst, dass sie einen Wendepunkt erreicht hatte: Sie brauchte Hilfe, um ihre Krankheit unter Kontrolle zu bekommen. Wenn nicht, würde sie sterben.

Sechs Monate nach der Ausstellung hatte Lene Marie Fossen immer stärkere Schmerzen, und zum ersten Mal in ihrem Leben fand sie nicht mehr die Kraft, um weiterzukämpfen. Sie wurde über einen längeren Zeitraum zwangshospitalisiert. Lene Marie Fossen starb am 22. Oktober 2019 im Alter von nur 33 Jahren an den Folgen ihrer Magersucht.

Sie sah den fertigen Dokumentarfilm, bevor sie starb. Zusammen mit ihren Eltern beschloss sie, dass der Film plangemäß freigegeben werden sollte; es war wichtig für die Fotografin, dass ihre Geschichte eine Botschaft für andere ist. „Lene Marie oder das wahre Gesicht der Anorexie“ stellt wichtige Fragen über die Behandlungsperspektiven von Menschen mit fortgeschrittener Magersucht und versteht sich als poetische Hommage an einen außergewöhnlichen Menschen.

Seit Mitte der 70er Jahre haben Essstörungen in unserer Gesellschaft ein erschreckendes Ausmaß angenommen. Heute sind sie die dritthäufigste Todesursache bei jungen Frauen in Europa.

Donnerstag, 20.08. / 05:00 Uhr / Sziget Festival 2017 ~ Island of Freedom
Musik, Ungarn, 2017, ZDF 58 Min.
Mit: Kasabian, Pink, Jamie Cullum, Wiz Kalifa, George Ezra, Billy Talent, Tom Odell, Bad Religion, Paul van Dyck, Fritz Kalkbrenner
Wiederholung vom 12.08.

Freitag, 21. 08. / 05:00 Uhr / Tracks
Magazin, Deutschland, 2020, ZDF 30 Min.
Wiederholung vom 07.08.

Freitag, 21. 08. / 21:45 Uhr / Coldplay – A Head Full of Dreams
Schwerpunkt: Summer of Dreams
Dokumentarfilm, Großbritannien, USA, 2018, ZDF 96 Min.
Regie: Mat Whitecross
Mit: Chris Martin, Guy Berryman, Jonny Buckland, Will Champion
Online verfügbar von 20/08 bis 20/10
Erstausstrahlung

Eine der größten Bands der Welt erzählt zum ersten Mal ihre Geschichte, mit eigenen Worten. Der Dokumentarfilm ist der ultimative Coldplay-Film, der die unglaubliche Reise von der bescheidenen Herkunft bis zum stadionfüllenden Superstatus darstellt. Der Film stellt spektakuläre Aufführungen von ikonischen Tracks wie „Fix You“ und „Viva la Vida“ intime Momente hinter den Kulissen gegenüber, die die Tiefe der Freundschaft und Brüderlichkeit der Band offenbaren. „A Head Full of Dreams“ bietet ein detailliertes und intimes Porträt des spektakulären Aufstiegs der Band aus den Hinterzimmern der Camdener Pubs bis hin zu ausverkauften Stadien auf der ganzen Welt. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der unerschütterliche Zusammenhalt der Band, die viele Höhen und Tiefen durchlebt hat. Regie führte Mat Whitecross, der den gefeierten Oasis-Dokumentarfilm „Supersonic“ (2016) in Szene setzte und der die vier Freunde am College in London traf, bevor sie die Band überhaupt gegründet hatten. Von der ersten Probe in einem engen Studentenzimmer an war Whitecross dabei, um die Musik und die Beziehungen auf Band festzuhalten. Mit einem umfangreichen, noch nie gesehenen Archivmaterial, einem Blick hinter den Kulissen und Live-Mitschnitten lässt „A Head Full of Dreams“ die Band über ihre gemeinsamen zwei Jahrzehnte nachdenken. Gefilmt wurde während der rekordverdächtigen „A Head Full of Dreams“-Tour von Coldplay, die als drittgrößte Tour aller Zeiten bezeichnet wurde und die vor mehr als 5,5 Millionen Fans auf der ganzen Welt stattfand.

Freitag, 21. 08. / 23:20 Uhr / Coldplay 2012 Live ~ Highlights der „Mylo Xyloto-Tour“
Schwerpunkt: Summer of Dreams
Musik, USA, 2012, ZDF 65 Min.
Regie: Paul Dugdale
Online verfügbar von 20/08 bis 19/11

In den Jahren 2011 und 2012 unternahmen Coldplay ihre „Mylo Xyloto“-Tour. Der Filmemacher Paul Dugdale begleitete die Band nach Paris, Glastonbury und Montreal und präsentierte 2012 seinen atemberaubenden Konzertfilm. Ein wesentliches Gestaltungsmittel der Konzerte war das Xyloband, ein Stoff-Armband, das mit LEDs und einem Funkempfänger bestückt ist. Die LEDs in dem Armband werden von einer Software gesteuert und ermöglichen das Blinken im Takt des jeweiligen Songs. Während die Bänder 2012 noch einfarbig leuchteten, benutzen Coldplay seit 2016 RGB-Xylobänder, die ihre Farbe wechseln können. Deren Erfinder Jason Regler hatte die Idee zu einem solchen Band während eines Coldplay-Konzerts. Die „Washington Post“ beschreibt den Effekt als „Psychedelikatesse von sich bewegenden, vielfarbigen Lichtern“.

Freitag, 21. 08. / 00:30 Uhr / Tracks
Magazin, Frankreich, 2020, ARTE F 30 Min.
Regie: Realisateurs Differents
Journalist: David Combe, Jean-Marc Barbieux
Erstausstrahlung

Freitag, 21. 08. / 01:00 Uhr / Katy Perry: The Prismatic World Tour
Dokumentation, USA, 2015, ARTE 60 Min.
Regie: Russell Thomas
Mit: Katy Perry
Wiederholung vom 17.07.

Freitag, 21. 08. / 02:05 Uhr / Kate Bush – Stimmgewaltig und exzentrisch
Dokumentation, Frankreich, 2018, ARTE F 53 Min.
Regie: Claire Laborey
Wiederholung vom 31.07.


Samstag, 22.08. / 00:10 Uhr / Square für Künstler ~ Carte Blanche für Pia Marais, Filmregisseurin
Magazin, Frankreich, 2017, ARTE 28 Min.
Online verfügbar von 15/08 bis 29/08

„Square“ ist das bimediale Magazin auf ARTE. Die Sendung stellt die philosophischen, literarischen, künstlerischen und technischen Innovationen unserer heutigen Gesellschaften in den Mittelpunkt. Es geht um neue Ideen in allen Bereichen – nicht nur in Deutschland und Frankreich, sondern weltweit. „Square“ befasst sich vor allem mit dem Blick der Kreativen und Künstler auf eine Welt, die sich rasant bewegt.

Ein Altenheim für Musiker, das gibt es nur in Mailand: die Casa Verdi. Hier verbringen professionelle Sänger und Instrumentalisten ihren Lebensabend. Mit viel Musik, aber auch mit Streit und Eifersüchteleien. Gegründet hat dieses besondere Haus der Komponist Giuseppe Verdi. Nach seinem Tod wurde es für Musiker aus der ganzen Welt eröffnet, egal ob arm oder reich. Es finanziert sich bis heute hauptsächlich durch Spenden. Denn für ihre Rente haben die meisten Bewohner nicht gespart. Auch wenn die Musiker in die Jahre gekommen sind, an Starallüren und Konkurrenzempfinden mangelt es ihnen bis heute nicht. Pia Marais blickt hinter die Wände der Casa Verdi, ein ebenso exzentrisches wie außergewöhnliches Haus – es sollte viel mehr davon geben.

Samstag, 22.08. / 00:40 Uhr / Kurzschluss – Das Magazin ~ Spezialsendung: Christoph Schlingensief – Zum 10. Todestag
Magazin, Deutschland, 2020, WDR 52 Min.
Erstausstrahlung

„Kurzschluss – Das Magazin“ zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt – und wirft einen Blick hinter die Kulissen: mit Porträts, Drehberichten, aktuellen Festival- und Filmtipps und vielen spannenden Interviews. Mehr Infos unter: arte.tv/kurzschluss

(1): What happened to Magdalena Jung?
Kurzfilm von Christoph Schlingensief, Deutschland 1983
Magdalena Jung verlässt den Boden der Realität und behauptet, sie könne fliegen. Unvorstellbar für den naiven Filmstudenten, der diesem Phänomen nachspürt. Trotz des Unglaubens fliegt Lena durch die Luft und stellt dabei sämtliche Überzeugungen auf den Kopf.
„What happened to Magdalena Jung?“ beschäftigt sich spielerisch mit den Illusionswerkzeugen des Kinos, mit dem „Film als Wunderding“.

(2): Zoom: Bettina Böhlers Blick auf Schlingensief
Die Filmeditorin Bettina Böhler arbeitete mit Christoph Schlingensief in den 90er Jahren an zwei Spielfilmen zusammen. In dieser Zeit verlegte Schlingensief seinen Lebensmittelpunkt nach Berlin, wo seine Karriere als Theaterregisseur begann. Böhler, die sich mit Schlingensiefs filmischem Gesamtwerk hervorragend auskennt, legte auf der Berlinale 2020 ihren Dokumentarfilm „Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien“ vor: eine Collage aus zig Stunden Filmmaterial, von und mit Christoph Schlingensief.
„Kurzschluss – Das Magazin“ trifft Bettina Böhler im Berliner Pratergarten, wo der umtriebige Regisseur viele Szenen seiner Filme drehte, aber auch mit der Gründung der Partei Chance 2000 für Aufsehen sorgte.

(3): My Wife in 5
Kurzfilm von Christoph Schlingensief, Deutschland 1985
Der Musikfilm „My Wife in 5“ entstand im Rahmen eines Tonseminars von Christoph Schlingensief mit Studenten der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Er enthält bereits alle Formen filmischer Mittel und Verfremdungen, die er später in seinen Theater- und Opern-Inszenierungen einsetzte.

(4): Begegnung: Helge Schneider
Als Assistent von Werner Nekes lernte Christoph Schlingensief in den frühen 80er Jahren den Musiker und Schauspieler Helge Schneider kennen. Fortan arbeiteten sie zusammen und drehten mehrere Filme, in denen Schneider als Schauspieler auftrat und die Musik beisteuerte. Schon damals zeigte sich Schlingensiefs große Lust an der „Abnutzung“, einem Begriff, der sein Schaffen bis zu seinem Tod prägte.
„Kurzschluss – Das Magazin“ trifft Helge Schneider in seiner Heimatstadt Mülheim an der Ruhr, um mit ihm über den jungen Christoph Schlingensief zu sprechen, dessen große Energie den Musiker nachhaltig beeindruckte.

(5): Für Elise
Kurzfilm von Christoph Schlingensief, Deutschland 1982
Ein Trompetenspieler (Christoph Schlingensief) steht mitten in der Kleinstadt Much im Schnee und spielt die deutsche Nationalhymne – zwar mehr schlecht als recht, aber mit großer Überzeugung. Ungeachtet dessen geht das Leben um ihn herum weiter.

Sonntag, 23.08. / 15:05 Uhr / Die Louvre-Saga: Die Zeit der Verwandlungen
Dokumentation, Frankreich, 2014, ARTE F 53 Min.
Regie: Sylvain Bergère

Von der mittelalterlichen Festung bis zum größten Museum der Welt: Durch zahlreiche Umbrüche in Politik und Gesellschaft, Kunst und Architektur hat sich der Pariser Louvre im Laufe von acht Jahrhunderten stetig gewandelt. Heute ziehen seine berühmten Sammlungen jedes Jahr rund neun Millionen Besucher aus der ganzen Welt an. Anlässlich der Neugestaltung der Glaspyramide erzählt die zweiteilige Dokumentation die abenteuerliche Geschichte des Louvre. Das Umbauprojekt (2014-2016) wurde aufgrund des zunehmenden Besucherandrangs beschlossen und erfolgte unter Einbeziehung des Architekten Ieoh Ming Pei.

Eine insgesamt drei Kilometer lange Fassade, rund 20 Hektar Gebäudefläche, 14,5 Kilometer lange Gänge, rund 500.000 Kunstwerke – darunter das wohl berühmteste Gemälde der Welt, die „Mona Lisa“ – und mehr als neun Millionen Besucher pro Jahr: Zahlen, die beeindrucken. Sie beschreiben das größte Museum der Welt, den Louvre im Herzen von Paris. Der Kunsttempel hat eine sehr bewegte Geschichte hinter sich, gezeichnet von Bauphasen, Zerstörungen, Revolutionen und Restaurierungen.

Das Palais du Louvre war mittelalterliche Festung, feudale Trutzburg, Renaissance-Palast, königliche Residenz, Sitz der Académie Française, Machtzentrale der Französischen Revolution und erstes öffentliches Museum des Landes. Zwischen den Anfängen im 12. Jahrhundert unter König Philipp II. bis zur Glaspyramide von Ieoh Ming Pei, die 1989 eröffnet wurde, liegt ein langer Weg, auf dem sich der Louvre immer wieder verändert und vergrößert hat.

Acht Jahrhunderte lang machten Könige, Kaiser und Architekten den Louvre und die angrenzenden Tuilerien zur Dauerbaustelle. An den Mauern des Palais lässt sich die Geschichte Frankreichs ablesen, vom Hundertjährigen Krieg über Franz I. bis hin zur Französischen Revolution und der Pariser Kommune.

Der Louvre war Residenz für Könige und Künstler gleichermaßen. Nachdem Ludwig XIV. nach Versailles umgezogen war, ließ sich unter anderem die Académie Française im Louvre nieder. Schon Diderot und die Philosophen der Aufklärung wollten das Gebäude zu einem großen Museum für die französische Nation machen. Am 10. August 1793 wurde der Traum Wirklichkeit, als im Paris der Französischen Revolution das Muséum central des arts de la République, das erste öffentliche Museum Frankreichs, in der Großen Galerie des Louvre seine Tore öffnete.

1871, während der Pariser Kommune, zerstörte ein Brand den Tuilerienpalast, verschonte aber das Museum. Die Kohabitation von Kunst und Politik endete erst 1989, als im Zuge des Projekts „Grand-Louvre“ unter François Mitterrand das Finanzministerium aus dem Gebäude auszog. Heute ist der Louvre mit seiner beeindruckenden Glaspyramide einzig der Kunst gewidmet.

Sonntag, 23.08. / 16:00 Uhr / Die Louvre-Saga ~ Die Zeit der Revolutionen
Dokumentation, Frankreich, 2014, ARTE F 53 Min.
Regie: Sylvain Bergère

Von der mittelalterlichen Festung bis zum größten Museum der Welt: Durch zahlreiche Umbrüche in Politik und Gesellschaft, Kunst und Architektur hat sich der Pariser Louvre im Laufe von acht Jahrhunderten stetig gewandelt. Heute ziehen seine berühmten Sammlungen jedes Jahr rund neun Millionen Besucher aus der ganzen Welt an. Anlässlich der Neugestaltung der Glaspyramide erzählt die zweiteilige Dokumentation die abenteuerliche Geschichte des Louvre. Das Umbauprojekt (2014-2016) wurde aufgrund des zunehmenden Besucherandrangs beschlossen und erfolgte unter Einbeziehung des Architekten Ieoh Ming Pei.

Eine insgesamt drei Kilometer lange Fassade, rund 20 Hektar Gebäudefläche, 14,5 Kilometer lange Gänge, rund 500.000 Kunstwerke – darunter das wohl berühmteste Gemälde der Welt, die „Mona Lisa“ – und mehr als neun Millionen Besucher pro Jahr: Zahlen, die beeindrucken. Sie beschreiben das größte Museum der Welt, den Louvre im Herzen von Paris. Der Kunsttempel hat eine sehr bewegte Geschichte hinter sich, gezeichnet von Bauphasen, Zerstörungen, Revolutionen und Restaurierungen.

Das Palais du Louvre war mittelalterliche Festung, feudale Trutzburg, Renaissance-Palast, königliche Residenz, Sitz der Académie Française, Machtzentrale der Französischen Revolution und erstes öffentliches Museum des Landes. Zwischen den Anfängen im 12. Jahrhundert unter König Philipp II. bis zur Glaspyramide von Ieoh Ming Pei, die 1989 eröffnet wurde, liegt ein langer Weg, auf dem sich der Louvre immer wieder verändert und vergrößert hat.

Acht Jahrhunderte lang machten Könige, Kaiser und Architekten den Louvre und die angrenzenden Tuilerien zur Dauerbaustelle. An den Mauern des Palais lässt sich die Geschichte Frankreichs ablesen, vom Hundertjährigen Krieg über Franz I. bis hin zur Französischen Revolution und der Pariser Kommune.

Der Louvre war Residenz für Könige und Künstler gleichermaßen. Nachdem Ludwig XIV. nach Versailles umgezogen war, ließ sich unter anderem die Académie Française im Louvre nieder. Schon Diderot und die Philosophen der Aufklärung wollten das Gebäude zu einem großen Museum für die französische Nation machen. Am 10. August 1793 wurde der Traum Wirklichkeit, als im Paris der Französischen Revolution das Muséum central des arts de la République, das erste öffentliche Museum Frankreichs, in der Großen Galerie des Louvre seine Tore öffnete.

1871, während der Pariser Kommune, zerstörte ein Brand den Tuilerienpalast, verschonte aber das Museum. Die Kohabitation von Kunst und Politik endete erst 1989, als im Zuge des Projekts „Grand-Louvre“ unter François Mitterrand das Finanzministerium aus dem Gebäude auszog. Heute ist der Louvre mit seiner beeindruckenden Glaspyramide einzig der Kunst gewidmet.

Sonntag, 23.08. / 16:55 Uhr / West-Eastern Divan Orchestra – Daniel Barenboim
Salzburger Festspiele 2020
Österreich, 2020, ZDF 43 Min.
Regie: N. N.
Mit: Soltani, Kian, Barenboim, Michael
Erstausstrahlung

Sonntag, 23.08. / 17:40 Uhr / Salzburger Festspiele 2020: Igor Levit spielt Beethoven
Deutschland, 2020, ZDF 43 Min.
Mit: Levit, Igor
Erstausstrahlung

Sonntag, 23.08. / 22:50 Uhr / Meryl Streep: Die unverstellte Göttin
Schwerpunkt: Summer of Dreams
Dokumentation, Frankreich, 2020, ARTE 52 Min.
Regie: Charles-Antoine de Rouvre
Online verfügbar von 16/08 bis 22/09
Erstausstrahlung

Meryl Streeps künstlerische Vielfalt ist verblüffend. Ob Thriller, Psychodrama, Komödie oder Musical – der Star, der nie einer sein wollte, fesselt mit einer unglaublichen Bandbreite. Sie ist eine der vielseitigsten und erfolgreichsten Schauspielerinnen aller Zeiten und gilt auch mit 70 noch als Superstar. Sie verleiht ihren Figuren eine ganz besondere Ausstrahlung und fasziniert Publikum und Filmemacher gleichermaßen. Was ist das Geheimrezept dieser eher zurückhaltend und intellektuell wirkenden Frau, die so gar nicht dem Klischee des Hollywoodstars entspricht?

Bei der Rede zur Verleihung ihres dritten Oscars für „Die Eiserne Lady“ bezeichnete sie sich selbst als ein „unerklärliches Wunder“: Meryl Streep. Ihre schauspielerische Präsenz fasziniert die Zuschauer und bescherte ihr zahlreiche Auszeichnungen: drei Oscars, 21 Oscar-Nominierungen, neun Golden Globes, zwei Auszeichnungen beim BAFTA Award und unzählige weitere internationale Preise. Streep hat durchaus Chancen, den vierfachen Oscar-Rekord von Katharine Hepburn als meist dekorierte Schauspielerin noch zu brechen. Bei den Nominierungen ist Streep mit 21 Nennungen schon lange ganz vorne mit dabei. Das ist in Hollywood der absolute Rekord, beinahe doppelt so erfolgreich wie Hepburn und Jack Nicholson mit je zwölf Nominierungen auf Rang zwei.

Der starke Auftritt in der Rolle der Powerfrau Katharine Graham brachte Streep 2018 ihre 21. Oscar-Nominierung ein. In Steven Spielbergs Politfilm „Die Verlegerin“ spielt sie die frühere Herausgeberin der „Washington Post“. Drei Mal hat Streep den Oscar gewonnen: als Nebendarstellerin für „Kramer gegen Kramer“ (1980), als Hauptdarstellerin für „Sophies Entscheidung“ (1983) sowie als Margaret Thatcher in „Die Eiserne Lady“ (2012).

Ihr Handwerk lernte Streep früh. Nach einem Drama-Studium am Vassar College, einer der Eliteschulen der USA, legte sie ihren Master of Fine Arts an der berühmten Yale Universität ab. Gleich ihre erste größere Rolle in dem Vietnam-Drama „Die durch die Hölle gehen“ (1978) an der Seite von Robert De Niro holte eine Oscar-Nominierung. „Jenseits von Afrika“ (1985), einer von Streeps und Robert Redfords größten Erfolgen, holte sieben Oscars. Als älteres Liebespaar in „Die Brücken am Fluss“ brach sie mit Clint Eastwood einige Tabus.

Skandalfrei und seit über 40 Jahren mit dem Bildhauer Don Gummer verheiratet, lebt sie in New York und im ländlichen Connecticut. Wie kaum ein anderer Star schafft es Streep, ihr Privatleben aus den Schlagzeilen und unter Verschluss zu halten.

Bei allem Erfolg hat Streep Bodenständigkeit und kämpferische Offenheit bewahrt. 2014 verlieh ihr der damalige US-Präsident Barack Obama die Freiheitsmedaille, einer der höchsten zivilen Auszeichnungen der USA. Kurz vor der Vereidigung von Trump gab sich die Feministin auf der Golden-Globe-Bühne mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für Toleranz und Pressefreiheit ungewöhnlich kämpferisch. Streep sei eine der „überbewertetsten“ Schauspielerinnen, twitterte Trump. Wieder einmal hatte es Streep gewagt, mit den Regeln in Hollywood zu brechen.

Sonntag, 23.08. / 23:45 Uhr / Karen Blixen – Der Traum einer afrikanischen Nacht
Schwerpunkt: Summer of Dreams
Dokumentation, Frankreich, 2016, ARTE F 52 Min.
Regie: Elisabeth Kapnist
Online verfügbar von 16/08 bis 30/08

„Ich hatte eine Farm in Afrika, am Fuße der Ngong-Berge …“, so beginnt der autobiografische Kinowelterfolg „Jenseits von Afrika“. 17 Jahre lang lebte die dänische Schriftstellerin Karen Blixen in Kenia auf einer Kaffeefarm. Nachdem ihr Geliebter Denys Finch Hatton bei einem Flugzeugabsturz tödlich verunglückt war und sie ihre unrentabel gewordene Farm verkaufen musste, kehrte sie 1931 nach Dänemark zurück. Dort schrieb sie den Roman „Afrika, dunkel lockende Welt“, der 1985 unter dem Titel „Jenseits von Afrika“ mit Meryl Streep, Klaus Maria Brandauer und Robert Redford verfilmt wurde. „Niemand hat den Eintritt in die Literaturwelt teurer bezahlt als ich“, sagte sie später über jene Phase in ihrem Leben. Die Dokumentation beleuchtet Leben und Werk der außergewöhnlichen Abenteurerin und Erzählerin.

Karen Blixen gilt als eine der bedeutendsten dänischen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. In ihren Werken verarbeitete sie die großen Umbrüche des letzten Jahrhunderts, insbesondere den Zusammenbruch der Kolonialreiche in Afrika und die beiden Weltkriege in Europa. Berühmte Regisseure wie Orson Welles und Sydney Pollack brachten ihre Romane und Erzählungen auf die Leinwand. Ihr literarisches Schaffen spiegelt die afrikanischen Emanzipierungsbestrebungen nach Ende der Kolonialzeit wider, aber auch die persönlichen Erlebnisse und Schicksalsschläge auf dem afrikanischen Kontinent. Karen Blixen wanderte Anfang 1914 nach Ostafrika aus, um der Enge ihres konservativen Elternhauses in Dänemark zu entfliehen. Sie zog auf die 800 Hektar große Mbagathi-Farm am Fuße der Ngong-Berge südlich von Nairobi in Kenia. Ihr Mann, der Großwildjäger und Baron Bror Frederik von Blixen-Finecke, betrog sie und infizierte sie bald nach der Hochzeit mit Syphilis. Sie musste sich in Europa behandeln lassen, an den Folgen litt sie ein Leben lang. Nach der Scheidung fand sie ihre große Liebe: Denys Finch Hatton, ein wohlhabender britischer Lebemann, Abenteurer und Großwildjäger. Im Frühjahr 1931, nur wenige Wochen nachdem sie ihre unrentabel gewordene Farm verkaufen musste, starb Finch Hatton bei einem Flugzeugabsturz. Nach dem Begräbnis reiste Blixen im Juli 1931 in ihre Heimat Dänemark und zog auf den alten Familiensitz in Rungstedlund bei Kopenhagen. Die Dokumentation zeichnet anhand von Reisetagebüchern, Zeichnungen und Briefen sowie Fotografien aus Kenia und Dänemark das Leben der Autorin nach. Die Lebensgeschichte und das Werk von Karen Blixen liefern wichtige Anhaltspunkte zum Verständnis des heutigen Afrikas und seiner Geschichte. Karen Blixens Leben als Kaffeefarmerin in Kenia ist durch den Film „Jenseits von Afrika“ weithin bekannt. Die Dokumentation zeigt, wie aus der Abenteurerin nach ihrer Rückkehr in die dänische Heimat eine renommierte Schriftstellerin wurde.

Sonntag, 23.08. / 00:40 Uhr / Anna Netrebko singt „Aida“
Musik, Deutschland, 2017, ZDF 100 Min.
Regie: Michael Beyer
Inszenierung: Shirin Neshat
Dirigent: Riccardo Muti
Orchester: Wiener Philharmoniker
Chorleitung: Ernst Raffelsberger
Chor: Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor

Mit: Anna Netrebko

Online verfügbar von 22/08 bis 22/09

Dieses Debüt war das Highlight der Salzburger Festspiele 2017: Anna Netrebko singt Aida. Die komplexe Rolle der versklavten Königstochter, die sich in den feindlichen Heerführer Radamès verliebt und gleichzeitig loyal zu ihrem Vater halten will, ist wie geschaffen für die Operndiva. Mit Riccardo Muti am Pult der Wiener Philharmoniker weiß sie einen der besten Verdi-Kenner an ihrer Seite. Die Inszenierung übernimmt die iranische Filmemacherin, Fotografin und Videokünstlerin Shirin Neshat, die damit ihre Opern-Premiere gibt.

Das Highlight der Salzburger Festspiele 2017: Anna Netrebko singt erstmals Aida. Die komplexe Rolle der versklavten Königstochter, die sich in den feindlichen Heerführer Radamès verliebt und gleichzeitig loyal zu ihrem Vater halten will, ist wie geschaffen für die Operndiva. Auch alles andere an dieser Aufführung ist hochkarätig: Die Wiener Philharmoniker spielen unter der Leitung des Verdi-Experten Riccardo Muti. Roberto Tagliavini wird in der Rolle des Königs zu sehen und zu hören sein, Ekaterina Semenchuk singt Aidas Konkurrentin Amneris, und Francesco Meli verkörpert den Radamès.Shirin Neshat, iranische Filmemacherin, Fotografin und Videokünstlerin, führte zum ersten Mal bei einer Oper Regie. Die Lebenssituation der Titelfigur, in einer fremden Kultur im Exil zu leben, kennt Neshat aus eigener Erfahrung, seit sie in den 70er Jahren in die USA übersiedelte.Intendant Markus Hinterhäuser: “Aida ist eine tiefere Reflexion über Machthierarchien und gehört zugleich zu den vulgarisiertesten Stücken der Literatur. Shirin Neshat hat sich in ihrem gesamten Werk mit der Rolle der Frau in der Gesellschaft auseinandergesetzt. Es geht nicht einfach nur um Feminismus, sondern um das Ringen um Selbstverständnis, um die Konfrontation mit einem übermächtigen Klerus, um Hierarchien und gesellschaftliche Brüche – das sind auch die Themen in Verdis ‚Aida‘.“ Zugleich wird die Inszenierung reduziert erscheinen, was auch Dirigent Mutis Vorstellung entspricht. Hinterhäuser: „Diese Oper wird nun endlich neu gesehen und gehört werden. Aida ist Kammermusik – befreit von Pyramiden und Elefanten.“

Dienstag, 25.08. / 05:00 Uhr / Sziget Festival 2017 ~ Island of Freedom
Musik, Ungarn, 2017, ZDF 58 Min.
Mit: Kasabian, Pink, Jamie Cullum, Wiz Kalifa, George Ezra, Billy Talent, Tom Odell, Bad Religion, Paul van Dyck, Fritz Kalkbrenner
Wiederholung vom 12.08.

Mittwoch, 26.08. / 05:00 Uhr / Rachmaninow mit R. Chailly & D. Matsuev
Lucerne Festival 2019
Musik, Frankreich, Schweiz, 2019, ARTESSR 51 Min.
Regie: Ute Feudel
Komponist: Sergej Rachmaninow
Dirigent: Riccardo Chailly
Orchester: Lucerne Festival Orchestra
Mit: Denis Matsuev (Klavier)
Wiederholung vom 16.08.

Donnerstag, 27.08. / 05:00 Uhr / Coldplay 2012 Live
Highlights der „Mylo Xyloto-Tour“
Musik, USA, 2012, ZDF 65 Min.
Regie: Paul Dugdale
Wiederholung vom 21.08.

Freitag, 28.08. / 05:00 Uhr / Tracks
Magazin, Frankreich, 2020, ARTE F 30 Min.
Regie: Realisateurs Differents
Journalist: David Combe, Jean-Marc Barbieux
Wiederholung vom 21.08.

Freitag, 28.08. / 13:45 Uhr / Meine Zeit mit Cézanne
(Cézanne et moi)
Spielfilm, Belgien, Frankreich, 2016, ARD 109 Min.
Regie: Danièle Thompson
Drehbuch: Danièle Thompson
Produktion: G Films, Pathé, Orange Studio, France 2 Cinéma, Umedia, Alter Films
Produzent: Albert Koski
Kamera: Jean-Marie Dreujou
Schnitt: Sylvie Landra
Musik: Eric Neveux

Mit: Guillaume Canet (Emile Zola), Guillaume Gallienne (Paul Cézanne), Alice Pol (Alexandrine Zola), Déborah François (Hortense Cézanne), Sabine Azéma (Elizabeth Cézanne), Freya Mavor (Jeanne), Isabelle Candelier (Emilie Zola), Laurent Stocker (Ambroise Vollard)

Wiederholung vom 19.08.

Freitag, 28.08. / 21:45 Uhr / Keith Haring – Street Art Boy
Dokumentation, Großbritannien, 2020, ZDF 52 Min.
Regie: Ben Anthony
Erstausstrahlung

Die Bilder von Keith Haring, seine dynamischen Linien und tanzenden Figuren sind weltbekannt. Er wollte Kunst für alle machen, also malte er da, wo die Menschen sind: in U-Bahnhöfen, auf Plakatwänden und sogar auf Toiletten tauchten seine leichthändigen und expressiven Kunstwerke auf. Der Film zeigt, wie Haring zu einer Schlüsselfigur der New Yorker Popkultur wurde und seine Kunst zunehmend politisch. Die Dokumentation erzählt auf der Grundlage von teilweise unveröffentlichten Interviews mit Keith Haring seinen unaufhaltsamen Aufstieg in der Pop- und Kunstwelt des New Yorks der 80er Jahre. Der Film konnte zurückgreifen auf einen exklusiven und einmaligen Zugang zu den Archiven der Keith Haring Foundation.

Keith Haring ist eine Schlüsselfigur in der New Yorker Popkultur und der Kunstszene der 80er Jahre. Er wollte die Kunst so niedrigschwellig wie möglich, er wollte Kunst für alle und wollte, dass sie von allen verstanden wird. Deshalb waren Hauswände und U-Bahnschächte ideal für seine Kunst. Später kamen Pop-up-Läden hinzu und bald wurde er auch von den Museen entdeckt. Seine Arbeiten begeisterten in ihrer Zugänglichkeit auch Menschen, die sich wenig mit Kunst befassten.

Dabei adressierte er mit seinen Bildern hochpolitische Themen wie Homophobie, Rassismus oder die Aidskrise. Er malte bisweilen wie im Rausch und es scheint, als sei ihm früh bewusst gewesen, dass ihm wenig Zeit im Leben bleibt. Im Jahr 1990 starb Haring mit 31 Jahren an Aids.

Die Dokumentation zeigt teilweise unveröffentlichte Bilder aus den Archiven der Keith Haring Foundation. Sie erzählt in Gesprächen mit seiner Familie, mit Freunden und anderen Künstlern den unaufhaltsamen Aufstieg des Keith Haring in der Pop- und Kunstwelt des New Yorks der 80er Jahre.

Freitag, 28.08. / 22:40 Uhr / Cosmic Trip – Pop und Weltraum
Dokumentation, Frankreich, 2020, ARTE F 52 Min.
Regie: Gaëtan Chataignier
Wiederholung vom 09.08.

Freitag, 28.08. / 23:30 Uhr / Tracks
Magazin, Deutschland, 2020, ZDF 30 Min.
Online verfügbar von 27/08 bis 26/11
Erstausstrahlung

„I have a dream“ – „Tracks“ nimmt den Jahrestag der Rede von Martin Luther King und die aktuellen Proteste zum Anlass, auf den heutigen Rassismus zu schauen und darauf, wie junge Menschen heute ihre Gegenwart und Zukunft sehen.

„I have a dream“ – auch 57 Jahre nach der berühmten Rede von Martin Luther King gehen nicht nur in Washington wieder Tausende auf die Straße, um gegen die Diskriminierung von Nicht-weißen-Menschen zu demonstrieren.

„Tracks“ nimmt den Jahrestag der Rede von Martin Luther King und die aktuellen Proteste zum Anlass, auf den heutigen Rassismus zu schauen und darauf, wie junge Menschen heute ihre Gegenwart und Zukunft sehen. Dabei richtet „Tracks“ nicht den Zeigefinger auf die andere Seite des Atlantiks, sondern schaut auch auf Europa, lässt Stars der jungen Generation wie die britische Musikerin Dua Lipa darüber reden, wie ihr Blickpunkt ist und welche Perspektive sie sehen.

Außerdem zeigt „Tracks“, wo auch in Deutschland, Frankreich und anderen Ländern Europas Ungleichbehandlung aufgrund von rassistischer Diskriminierung nach wie vor an der Tagesordnung ist.

Freitag, 28.08. / 00:05 Uhr / Flow Festival 2019 ~ The Cure, James Blake, Father John Misty
Musik, Finnland, 2019, ARTEYLE 60 Min.
Regie: Kimmo Kajasto
Online verfügbar von 28/08 bis 27/09

Musik, Kunst und Vielfalt in einmaliger Atmosphäre – das finnische Flow Festival bietet für jeden etwas. Das Festivalgelände im ehemaligen Industriegebiet Suvilahti im Nordosten von Helsinki liegt nur einen Steinwurf von der Ostsee entfernt. Was 2004 als kleines alternatives Festival begann, gilt mittlerweile als eines der wichtigsten und coolsten Events in Nordeuropa. Fast 90.000 Musikliebhaber strömen Jahr für Jahr aus der ganzen Welt für ein Wochenende nach Helsinki, um dort eines der besten genreübergreifenden Festivals in Europa mitzuerleben, wie es die „Huffington Post“ nennt. Und es werden immer mehr. 2019 bot das Flow Festival vom 9. bis 11. August drei Tage grandiose Musik auf mehreren Bühnen, unter anderem auf der spektakulären Balloon 360° Stage. Das musikalische Angebot reicht von Folk-Pop über World Music bis zu Jazz und glänzt unter dem finnischen Augusthimmel mit einem umfangreichen Line-up nationaler und internationaler Stars.
ARTE transportiert die magische Atmosphäre des Flow Festivals zu den Zuschauerinnen und Zuschauern nach Hause – unter anderem mit Acts wie dem bejubelten Produzenten und Songwriter James Blake, der Indie-Folkpop-Legende Father John Misty, dem Jazz Drummer und Komponisten Makaya McCraven und der Indie-Rockband The Holy.


Diese Übersicht wird stets mehrere Wochen vor den jeweiligen Sendeterminen erstellt. Aktuelle Programmänderungen sind nicht berücksichtigt. Diese finden sich auf arte.tv.