HfMDK Frankfurt: Präsentation der Diplom-Eigenarbeiten Schauspiel 2026

HfMDK Frankfurt ~ Schau­spiel­ab­sol­vie­ren­de 2026 ~ © Max Borchardt
  • Zwi­schen Ab­schied und Auf­bruch
  • Sechs per­sön­li­che künst­le­ri­sche Po­si­tio­nen des letz­ten Di­plom­jahr­gangs Schau­spiel

Das tra­di­ti­ons­rei­che For­mat der Ei­gen­ar­bei­ten er­öff­net den Schau­spiel­stu­die­ren­den an der Hoch­schu­le für Mu­sik und Dar­stel­len­de Kunst Frank­furt (HfMDK) ei­nen Frei­raum, in dem sie ei­gen­ver­ant­wort­lich ihre künst­le­ri­schen Pro­jek­te ent­wi­ckeln – von der ers­ten Idee über Kon­zep­ti­on und Text­ent­wick­lung bis hin zur Um­set­zung und Or­ga­ni­sa­ti­on. Es ent­ste­hen sehr un­ter­schied­li­che Ar­bei­ten zwi­schen Thea­ter, Per­for­mance, Mu­sik und Film, die per­sön­li­che Hand­schrif­ten und die Er­fah­run­gen der ver­gan­ge­nen Stu­di­en­jah­re sicht­bar ma­chen.

Den Auf­takt am Frei­tag­abend ge­stal­tet Si­mi­on Mar­tin im Frank­furt LAB mit ei­ner Ar­beit, die auf poe­ti­sche und hu­mor­vol­le Wei­se die Nacht vor der ei­ge­nen Ab­schluss­prä­sen­ta­ti­on ima­gi­niert. Er­in­ne­run­gen, Träu­me und Er­leb­nis­se aus vier Jah­ren Schau­spiel­stu­di­um ver­dich­ten sich zu ei­ner viel­stim­mi­gen Col­la­ge. Eine be­son­de­re Rol­le spielt da­bei die Ein­bin­dung von Mit­ar­bei­ter*in­nen der Hoch­schu­le, die ge­mein­sam mit ihm auf der Büh­ne ste­hen. So er­wei­tert die Per­for­mance den Blick auf die HfMDK als viel­fäl­ti­ge Ge­mein­schaft und zeigt, dass künst­le­ri­sche Pro­zes­se weit über den Büh­nen­raum hin­aus­rei­chen.

HfMDK Frankfurt
Schau­spiel­ab­sol­vie­ren­de 2026

(© Max Borchardt)

Mit den Di­plom-Ei­gen­ar­bei­ten ver­ab­schie­det sich der Schau­spiel­jahr­gang 2026 der HfMDK Frank­furt auf be­son­ders per­sön­li­che Wei­se von sei­nem Stu­di­um. An zwei Aben­den prä­sen­tie­ren die Ab­sol­vent*in­nen ei­gen­stän­di­ge künst­le­ri­sche Ar­bei­ten, die über das klas­si­sche Rol­len­stu­di­um hin­aus­ge­hen und ihre in­di­vi­du­el­le Hand­schrift deut­lich wer­den las­sen.

Zu­gleich mar­kie­ren die Prä­sen­ta­tio­nen ei­nen be­son­de­ren Mo­ment in der Ge­schich­te der Aus­bil­dung: Der Jahr­gang 2026 ist der letz­te Schau­spiel­jahr­gang der HfMDK, der sein Stu­di­um mit dem Di­plom ab­schließt. Künf­tig wird der Stu­di­en­gang mit dem Ba­che­lor be­en­det.

Die Ab­sol­vent*in­nen 2026 brin­gen ne­ben ih­rer Aus­bil­dung an der HfMDK viel­fäl­ti­ge Pra­xis­er­fah­run­gen aus Ko­ope­ra­tio­nen und Gast­spie­len mit – un­ter an­de­rem an der Arts Uni­ver­si­ty Bour­ne­mouth, dem Stadt­thea­ter Gie­ßen, dem Staats­thea­ter Mainz, dem Na­tio­nal­thea­ter Mann­heim und dem Staats­thea­ter Wies­ba­den. Zu­letzt wa­ren sie ge­mein­sam in „Pla­net B“ von Yael Ro­nen am Staats­thea­ter Mainz zu er­le­ben und ent­wi­ckel­ten dort au­ßer­dem ei­nen ei­gen­wil­li­gen ABBA-Lie­der­abend.

Die Di­plom-Ei­gen­ar­bei­ten sind zu­gleich Ab­schied und Auf­bruch: ein letz­ter ge­mein­sa­mer Auf­tritt des letz­ten Di­plom­jahr­gangs der HfMDK und ein Aus­blick auf vie­le in­di­vi­du­el­le künst­le­ri­sche Wege.

Toi, toi, toi also den sie­ben jun­gen Schau­spie­ler*in­nen für den End­spurt – und für ih­ren Start in die pro­fes­sio­nel­le Lauf­bahn …


Pro­gramm im Frank­furt LAB am Frei­tag, 19. Juni2026

SI­MI­ON MAR­TIN – 18 Uhr: Dream on.

Der Druck steigt.
Die Ge­dan­ken spie­len ver­rückt.
Ich spie­le wie ver­rückt.
Ich spie­le. Di­plom.

Sei lus­tig. Sei krea­tiv. Sei per­sön­lich.
Sei tief­grün­dig, am bes­ten ge­sell­schafts­kri­tisch.

Nicht ohne Hose auf die Büh­ne ge­hen und kei­ne Tex­te durch­ein­an­der wür­feln.
Zwi­schen Büh­nen­auf­bau und Per­for­mance nicht den Kopf ver­lie­ren. Fuck. Wer bin ich noch­mal? Wel­che Rol­le spie­le ich?

The show must go on. Dream on.
Von und mit Si­mi­on Mar­tin und vie­len über­ra­schen­den Traum­ge­spins­ten

FRIED­RICH BRÜCK­NER – 19.30 Uhr: Wie mein See­len­vo­gel die Ba­lan­ce ver­lor und Flie­gen lern­te

Fried­rich Brück­ner be­gibt sich in sei­ner Di­plom-Ei­gen­ar­beit auf eine Rei­se in sei­ne ei­ge­ne Ver­gan­gen­heit. Er hin­ter­fragt Er­in­ne­run­gen und zeigt, wie er zum Schau­spie­ler ge­wor­den ist und was ihn auf die­sem Weg be­glei­tet hat. Ein au­to­bio­gra­fi­scher Abend über das Über­win­den von Hin­der­nis­sen und das Ver­fol­gen der Träu­me.
Con­tent No­tes: The­ma­ti­sie­rung von men­ta­ler Ge­sund­heit, Ma­nie, Psy­cho­se und De­pres­si­on
Mit­wir­ken­de: Fried­rich Brück­ner und Jan­ne-Li­sa­beth Pelz
Un­ter­stüt­zung: He­le­ne, Cor­ne­lia und Ge­org Brück­ner, Ca­ro­la Pei­fer, Ovi­diu Pe­tria, Iris Rie­de

AN­NE­KE GIES – 21 Uhr: Der letz­te Stich ist für den Mann

Con­tent No­tes: ex­pli­zi­te Dar­stel­lung von Blut; Body Hor­ror; The­ma­ti­sie­rung und ex­pli­zi­te Spra­che über Ge­walt un­ter der Ge­burt The­ma­ti­sie­rung von se­xu­el­lem Miss­brauch und Ver­ge­wal­ti­gung The­ma­ti­sie­rung von Tot­ge­burt, The­ma­ti­sie­rung / Be­nen­nung von Pä­do­phi­lie und Inst The­ma­ti­sie­rung von Ge­walt an FLIN­TA*
Von und mit: An­ne­ke Gies

Pro­gramm im Frank­furt LAB am Sams­tag, 20. Juni 2026

DO­MI­NI­KA HE­BEL UND DA­NI­EL KRIMS­KY – 18 Uhr: PRESS: Pre­quel To Love

Als die chao­ti­sche Jola und der kon­troll­süch­ti­ge Ni­ko­lai nach ei­nem Zu­fall auf­ein­an­der­tref­fen, müs­sen bei­de ent­schei­den, ob sie ihre Mau­ern ein­rei­ßen oder den Men­schen ver­lie­ren, ohne den sie nicht mehr le­ben kön­nen. In­ter­na­tio­na­le Film­pre­mie­re. Deutsch­land 2026.
Von und mit: Do­mi­ni­ka He­bel und Da­ni­el Krims­ky

FRANZ KEM­TER – 19.30 Uhr: Das Le­ben ist ein Kampf. Wer­de Sie­ger.

Wo hört das an? Wo fängt das auf?
Leis­tungs­druck und Pro­duk­ti­vi­tät sind im ak­tu­el­len Dis­kurs ge­ra­de wie­der zen­tra­ler denn je. Doch wie wirkt sich das auf ei­nen künst­le­ri­schen Pro­zess aus? Franz Kem­ter er­zählt an Hand per­sön­li­cher Ein­drü­cke die­se Dru­cker­fah­rung. Ein Ver­such zwi­schen Marx und Kaf­fee­ma­schi­nen.

Von und mit: Franz Kem­ter
Cho­reo­gra­phie: Gi­sel­le Tra­cia Co­hen
Tän­zer*in­nen: 2. Jahr BA Tanz

NOÉ­MIE NEY – 21 Uhr: Lei­der live

Eine Game­show mit ei­ner Mo­de­ra­to­rin, die of­fen­sicht­lich noch nie mo­de­riert hat und vier Gäs­ten, die of­fen­sicht­lich noch nie rich­tig auf ei­ner Büh­ne stan­den. Bit­te blei­ben Sie dran, wir ge­ben un­ser Bes­tes.
Mit­wir­ken­de: Noé­mie Ney, Je­re­my Ney, Gre­go­ry Ney, Josy Ney und Pa­tri­cia Ney

LISA FREI­BER­GER hat ihr Di­plom „ma­king a sce­ne“ über ge­schlechts­spe­zi­sche Ge­walt be­reits prä­sen­tiert, da sie am Lan­des­thea­ter Nie­der­ös­ter­reich schon in den Vor­pro­ben für die kom­men­de Spiel­zeit ist, wo sie ein Fest­enga­ge­ment hat.


hfmdk-frankfurt.de