Münchner Kammerspiele präsentieren Spielzeit 2026/27:
- MK:100
- Patriarchat Verlernen
- Neue Realitäten
In der vergangenen Woche stellten die Münchner Kammerspiele ihr Programm für die Spielzeit 2026/27 vor. Intendantin Barbara Mundel präsentierte gemeinsam mit Ensemblemitgliedern und Künstler*innen die kommende Saison.
Im Mittelpunkt stehen drei große Schwerpunkte: „MK:100“ zum 100. Jahrestag des Einzugs der Münchner Kammerspiele in die Maximilianstraße, „Patriarchat Verlernen“ sowie „Neue Realitäten“. Die Spielzeit beschäftigt sich mit Erinnerung und verdrängten Geschichten, mit gesellschaftlichen Machtstrukturen und mit den Folgen Künstlicher Intelligenz für unser Zusammenleben.
MK:100 – 100 Jahre Kammerspiele in der Maximilianstraße
Den Auftakt der Spielzeit bildet das Jubiläumsprogramm „MK:100“. Ausgehend von der Geschichte des Hauses richtet sich der Blick auf künstlerische Aufbrüche der 1920er Jahre ebenso wie auf die Verfolgung und Vertreibung jüdischer Künstler*innen ab 1933.
Vier Produktionen eröffnen die Spielzeit:
Danton
Eine revolutionäre Spurensuche mit dem Performance-Kollektiv Postparadies und einem inklusiven Ensemble.
Regie: Postparadies
Premiere: 23.09.2026
„Oft wollte ich weglaufen, nie habe ich es getan“Eine szenische Lesung über die Münchner Autorin Grete Weil.
Regie: Sapir Heller
Premiere: 15.10.2026
(Münchner) Verkehr
Eine choreografische Hommage an die Tänzerin Valeska Gert.
Regie: Marie Schleef
Premiere: 16.10.2026
Jugend ohne Gott
Nach Ödön von Horváth
Regie: Felicitas Brucker
Premiere: 17.10.2026
Patriarchat Verlernen
Der zweite Schwerpunkt widmet sich sexualisierter Gewalt und gesellschaftlichen Täterperspektiven.
Im Zentrum steht die Uraufführung:
The Truest true crime
Von Jelena Schulte
Regie: Anna-Sophie Mahler
Premiere: 11.12.2026
Ausgehend von ihrer eigenen Geschichte entwickelt die Autorin eine persönliche und politische Auseinandersetzung mit Gewalt, Justiz und öffentlicher Wahrnehmung. Begleitet wird die Premiere von Debatten, Gesprächen und weiteren Veranstaltungen.
Neue Realitäten
Der dritte Schwerpunkt beschäftigt sich mit den Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf Wahrnehmung, Körper und Identität.Drei Produktionen nähern sich dem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven:
Limina
Eine multimediale Theaterperformance zwischen Zeiten und Realitäten.
Regie: Lukasz Twarkowski
Premiere: 19.12. 2026
heaven will come
Uraufführung von Thomas Köck in Verbindung mit Deutscher Gebärdensprache.
Regie: Jan Bosse
Premiere: 27.02.2027
Becoming Data
Ein künstlerisches Datenexperiment von Laokoon und Theaterformen über KI und den Beginn menschlicher Biografien.
Premiere: Sommer 2027
Im Sommer 2027 werden die Produktionen des Schwerpunkts in einem gemeinsamen Festival zusammengeführt.
Starke Regiehandschriften und neue Stimmen
Auch in der zweiten Spielzeithälfte prägen internationale Künstler*innen und neue Perspektiven das Programm. Mit dabei sind unter anderem:
Eis
Uraufführung von Manuela Infante
Regie: Manuela Infante
Premiere: 12.03.2027
Haifischdisko
Eine Auseinandersetzung mit der Black Disco Culture der 1970er Jahre.
Regie: Joanna Tischkau
Premiere: 05.05.2027
Zudem setzen Jette Steckel und Hausregisseur Jan-Christoph Gockel ihre Zusammenarbeit mit den Münchner Kammerspielen fort.
Ein Theater der Stadt für diese Zeit – so präsentieren die Münchner Kammerspiele eine Spielzeit, die Geschichte und Gegenwart miteinander verbindet und nach Handlungsmöglichkeiten in einer sich wandelnden Welt fragt.
Alle Informationen zur Spielzeit 2026/27 finden sich online unter muenchner-kammerspiele.de.
