Marion Kracht und Jessica Ginkel in »Eine Mords-Freundin«

Eine Mords-Freundin ~ Komödie am Kurfürstendamm ~ Marion Kracht ~ © Franziska Strauß

In „Eine Mords-Freundin“ trifft britischer Humor auf amerikanische Chuzpe. Autor Steven Moffat fasst seine schräge Komödie, die im Original „The Unfriend“ heißt, so zusammen: „Ein Stück über zwei sehr freundliche Engländer, die es nicht schaffen, eine Amerikanerin loszuwerden.“ Moffat gibt mit dieser Komödie sein Theaterdebüt. Bekannt wurde er mit Drehbüchern für die BBC-Serie „Doctor Who“. Gemeinsam mit einem Freund entwickelte er das Konzept zu der international erfolgreichen Miniserie „Sherlock“ und schrieb dafür auch einige Episoden. Für eine davon wurde er mit einem Emmy ausgezeichnet.

Theaterdirektor Martin Woelffer verspricht: „‚Eine Mords-Freundin‘ wird sehr lustig, böse und etwas kriminell …“

Das Ensemble

Marion Kracht spielt Elsa Jean Krakowski – Amerikanerin, extrovertiert und exzentrisch. Sie ist sympathisch-manipulativ, schlagfertig, charmant, selbstironisch und hat es faustdick hinter den Ohren. Auf einer Kreuzfahrt lernt sie die Engländer Debbie und Peter (Jessica Ginkel und Stefan Kiefer) kennen und tauscht mit ihnen Adressen aus. Nie hätten die beiden vermutet, dass man sich wiedersieht, aber bald steht Elsa vor ihrer Tür und das Paar hat nicht den Mut, sie abzuweisen. Als die beiden Nachforschungen über sie anstellen, zeigt sich, dass sie verdächtig ist, acht Personen aus ihrem Umfeld umgebracht zu haben. Ist ihr Gast also eine mörderische Menschenfreundin? Oder sind das Fake-News?

Ihre beiden Kinder, dargestellt von Mathias Renneisen und Stefanie Darnesa, werden schnell warm mit der amerikanischen Besucherin, die im Umgang mit ihnen immer den richtigen Ton trifft. Und dann sind da noch ein nerviger Nachbar (Gerhard Mohr) sowie ein behäbiger, ziemlich diskreter Polizist (Daniel Kraus), der ins Haus kommt, um ein „Routinegespräch“ mit Elsa zu führen.

Eine wahre Geschichte

„Eine Mords-Freundin“ basiert auf einer wahren Geschichte, die Steven Moffat von einem Freund zugetragen wurde. Die Story ließ Moffat nicht mehr los. Also kontaktiere er das betroffene Paar und bat es darum, ihr Erlebnis verwenden zu dürfen. Die beiden willigen schnell ein, stellten jedoch zwei Bedingungen: Das Paar im Stück sollte ihre Namen tragen, womit Debbie und Peter gesetzt waren. Außerdem wünschten sich die beiden zwei Karten für die Uraufführung. Das ist britisches Understatement.

Der Regisseur

Der Österreicher Anatol Preissler ist im Staatstheater ebenso zu Hause wie im Kellertheater oder auf der großen Freilichtbühne. Sein Regiestil ist geprägt von einem intuitiven Gespür für Pointen, gepaart mit sensibler Personenführung. Aus seinen Anfangszeiten als Regisseur nimmt er das Augenzwinkern des Boulevards ebenso mit wie das Handwerk des exakten Timings und inszeniert stilsicher sämtliche Genres von Krimis über Klassiker bis hin zu Musicals, Opern und seinem Lieblingsfach, der Operette. Und jetzt mal wieder: Komödie!


EINE MORDS-FREUNDIN

Premiere am 22. November 2026
(Voraufführungen: 20. und 21. November 2026)
Vorstellungen bis 19. Dezember 2026

Komödie am Kurfürstendamm im Ernst-Reuter-Saal
Eichborndamm 213, 13437 Berlin
Karten ab 16 € unter (030) 88 59 11-88 und unter komoedie-berlin.de