- Mit starken Stimmen und großen Gefühlen durchs Beethoven-Jahr 2027
- Intendant Benedikt Stampa stellte das Jahresprogramm 2027 im Festspielhaus vor
„Baden-Baden wird im kommenden Jahr zur Beethoven-Stadt. Zum 200. Todestag des großen Komponisten bieten wir unserem Publikum seine Meisterwerke – aber es gibt auch selten Gehörtes zu entdecken!“ Mit diesen Gedanken stellte Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa sein Programm für das Jahr 2027 heute (13.10.) der Öffentlichkeit vor.
Das Festspielhaus bietet 2027 große Opern, in Vorstellungen und Galas mit Stars wie Asmik Grigorian, Anna Netrebko, Elīna Garanĉa und Jonathan Tetelman. Es gibt Wiedersehen mit Freund*innen wie Anne-Sophie Mutter, Simon Rattle, Yannick Nézet-Séguin, Seon-Jin Cho und Daniel Hope. Neuentdeckungen aus der modernen Tanzszene und Meisterwerke des Balletts stehen ebenso auf dem Programm wie große sinfonische Abende – u. a. mit den Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra und dem Chicago Symphony Orchestra.
Beethoven-Jubiläum 2027
Im Jahr 2027 jährt sich der Todestag Ludwig van Beethovens zum 200. Mal. Aus diesem Anlass erklingen nicht nur die ikonischen Werke des Komponisten, sondern auch selten aufgeführte Schätze. „Obwohl Beethoven in einer Zeit der Krisen und Zerstörung in Europa lebte, besaß er die einzigartige Gabe, durch seine Musik Trost zu spenden. Sein Werk gibt uns Kraft und den Glauben an eine bessere Zukunft. Darum ist seine Musik auch 200 Jahre nach seinem Tod so lebendig und relevant ist wie eh und je“, so Festspielhaus-Intendant Stampa.
Beethovens einzige Oper „Fidelio“ steht im Beethoven-Jahr im Zentrum. Die Neuinszenierung von Regisseur Krzysztof Warlikowski (Goldener Löwe 2021) feiert am 20. März 2027 Premiere bei den Osterfestspielen Baden-Baden (20. bis 29.3.). Unter der musikalischen Leitung von Joana Mallwitz musiziert das Mahler Chamber Orchestra, die Hauptrollen übernehmen Vera-Lotte Boecker als Leonore und Sean Panikkar als Florestan. An den Staatsopern Wien und Berlin, der New Yorker Metropolitan Opera sowie bei den Festspielen in Salzburg und Aix-en-Provence zuhause, geben die beiden jungen Gesangstars bei den Osterfestspielen ihr Festspielhaus-Debüt.
Der programmatische Beethoven- Schwerpunkt setzt sich fort: Klaus Mäkelä präsentiert bei den Osterfestspielen mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Beethovens Missa solemnis, die der Komponist selbst für sein bestes Werk hielt (22.3.) und die siebte Sinfonie – an einem Abend mit dem Sibelius-Violinkonzert, gespielt von Renaud Capuçon.
Anne-Sophie Mutter interpretiert Beethovens Violinkonzert (23.5.) und Daniel Hope bei den Sommerfestspielen die Pastorale und das Tripelkonzert (11.7.). Ein außergewöhnliches Erlebnis steht im Oktober an: Jan Lisiecki präsentiert als Solist und Dirigent mit der Academy of St Martin in the Fields an einem Wochenende sämtliche Klavierkonzerte Ludwig van Beethovens.
Den krönenden Abschluss dieses Beethoven-Jahres bildet Beethovens neunte Sinfonie, interpretiert von Iván Fischer und dem Budapest Festival Orchestra bei den Winterfestspielen (17.12.). Die Sinfonie mit ihrer „Ode an die Freude“ kündet von weltumspannender Brüderlichkeit, Freiheit und der universellen Freude als verbindende Kraft der Menschheit und darf deshalb nicht fehlen.
Starke Stimmen
Von A wie Asmik Grigorian, mit der das Festspielhaus das neue Jahr in einer festlichen Opern-Gala begrüßt, bis zu T wie Jonathan Tetelman und Y wie Sonya Yoncheva, deren Silvestergala das Jahr im Festspielhaus glanzvoll beschließt: Das Jahr 2027 wird ein Jahr der starken Stimmen und großen Gesangsstars. Anna Netrebko, Elīna Garanča, Lisette Oropesa, Diana Damrau, Luca Salsi, Freddie De Tommaso und Andrey Zhilikhovsky garantieren hohe Sangeskunst.
Opern von Beethoven, Mozart, Wagner, Verdi, Bartók und Bizet
Neben der Neuinszenierung des „Fidelio“ bei den Osterfestspielen (20., 23. und 28.3.) folgt konzertant in einer Traumbesetzung „Herzog Blaubarts Burg“. Am 18. April singen Elīna Garanča und Christian van Horn; Chefdirigent Lahav Shani dirigiert die Münchner Philharmoniker. Musikalisch nicht weniger spannend und bildhaft sind Richard Wagners „Der fliegende Holländer“, zu erleben bei den Pfingstfestspielen, und Bizets „Carmen“ bei den Herbstfestspielen. Für die diesjährige Sommeroper „La Traviata“ konnte Met-Star Lisette Oropesa gewonnen werden.
Bei den Winterfestspielen setzt Iván Fischer seine Mozart-Reihe fort und inszeniert und dirigiert „Le Nozze di Figaro“ mit namhaften Solisten und dem Budapest Festival Orchestra.
Große Sinfonik
Erstmals in Baden-Baden zu erleben ist das Chicago Symphony Orchestra mit Klaus Mäkelä. Mit seinem designierten Chefdirigenten interpretiert das selten in Europa gastierende Orchester Mahlers neunte Sinfonie. Auch bereits im Januar zu Gast im Festspielhaus ist Jakub Hrůša mit seinen Bamberger Symphonikern, einem der renommiertesten deutschen Orchester. Die Berliner Philharmoniker mit Kirill Petrenko halten ihren Baden-Badener Fans die Treue. Sie gastieren Mitte November mit Schuberts fünfter und Mahlers vierter Sinfonie.
Der liebste Sommergast Yannick Nézet-Séguin hat sich für die Sommerfestspiele ein besonders reizvolles Programm ersonnen und konnte dafür seinen engen musikalischen Freund und Baden-Baden-Liebling, den koreanischen Pianisten und Chopin-Spezialisten Seon-Jin Cho, gewinnen: Zu erleben sind sie in zwei Konzerten mit Rossini-Ouvertüren, den Chopin-Klavierkonzerten Nr. 1 und 2 sowie den Dvořák-Sinfonien 8 und 9 „Aus der Neuen Welt“, die unterschiedlicher nicht sein könnten und den ganzen Kosmos der Komponisten eröffnen (16. und 18.7.).
Geistliche Chorwerke
Das Jahr 2027 bringt zwei große Werke gleich doppelt auf die Bühne des Festspielhauses – in ganz verschiedenem Licht: Die Matthäus-Passion von Bach und Mozarts Requiem erklingen musikalisch unter der Leitung von Simon Rattle (8.3.) beziehungsweise Joana Mallwitz (26.3.) und kehren im Herbst als Ballette von John Neumeier mit dem Hamburg Ballett zurück. Besonders die Choreografie zur Matthäus-Passion ist ein Jahrhundertwerk John Neumeiers und ein Schlüsselwerk des modernen Balletts. Der Tanz fügt den Werken eine weitere Ebene hinzu. Intendant Benedikt Stampa: „Dass die Matthäus-Passion und das Requiem nicht nur im Konzert, sondern getanzt zu erleben sind, zeigt, welche Dimensionen große Meisterwerke eröffnen. Das gelingt nur mit den allerbesten Künstlerinnen und Künstlern.“
Im Rahmen der Herbstfestspiele widmet sich Lionel Sow mit den Balthasar-Neumann-Ensembles der Chormusik: Cherubinis Requiem c-Moll, das Beethoven für seine Trauerfeier wünschte, verzichtet auf Geigen und Gesangssolisten: Chorgenuss pur.
Der Tanz bewegt Baden-Baden
Im Herbst 2027 verwandelt sich die Kurstadt wieder in „The World of John Neumeier“. Für das Tanzfestival vom 23. September bis zum 3. Oktober 2027 hat John Neumeier das Hamburg Ballett („Requiem“ und „Matthäus-Passion“), das Bundesjugendballett und die Ballettschule des Hamburg Ballett geladen. Ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Backstage-Einblicken und dem beliebten Tanzatelier in der Trinkhalle zum kostenfreien Mittanzen rundet das Festival ab.
Ballett aus dem Pariser Opernhaus ist am ersten Mai-Wochenende zu erleben: Das Junior Ballet de l’Opéra national de Paris tanzt Balanchine und zwei zeitgenössische Choreografien, die die klassische Pariser Handschrift elegant in die Gegenwart übersetzen (1. und 2.5.).
Beim Takeover Festival verbindet Amala Dianor Streetdance-Techniken aus aller Welt (30. und 31.1.). Nacho Duato führt mit seiner eigenen Compañía spanische Traditionen und zeitgenössisches Ballett zusammen (5. und 6.2.). Das Nationalballett der Ukraine verzaubert bei den Winterfestspielen mit dem klassischen Ballettmärchen „Giselle“ (10.–12.12.).
Once in a lifetime
2027 ist es 100 Jahre her, dass Fritz Langs inzwischen legendärer Stummfilm „Metropolis“ das erste Mal über die Leinwand lief. Das SWR Symphonieorchester wird die Filmvorführung bei den Pfingstfestspielen live auf der Bühne begleiten.
Sehr selten zu hören ist Gustav Mahlers Achte, die „Sinfonie der Tausend“. Sie ist in jeder Hinsicht monumental und überwältigend: Unter der musikalischen Leitung von Paavo Järvi werden mit dem Tonhalle Orchester Zürich, über zehn Solist*innen und vier Chören rund 300 Künstler*innen ein gewaltiges, beeindruckendes Konzerterlebnis bieten (26.11.). Mit diesem außergewöhnlichen Konzert schließt das Orchester seinen Mahler-Schwerpunkt im Festspielhaus Baden-Baden ab.
Teodor Currentzis’ Konzerte sind immer einzigartig; in Baden-Baden setzt er 2027 einen besonderen Akzent: Am 12. November wird er seine Fans mit einer halbszenischen Rameau-Gala begeistern, gemeinsam mit Jeanine de Bique und weiteren Solist*innen sowie dem Utopia Chor und Orchester.
Tickets für junge Menschen und mehr günstige Karten – passgenaue Liebhaberpakete
Ein Trend setzt sich fort im Jahr 2027: Junge Künstlerinnen und Künstler sind ungeheuer kreativ und atemberaubend virtuos bei der Fortentwicklung der klassischen Konzerttradition. Zu erleben ist dies u. a. beim Takeover Festival (29.1.–7.2.) wie auch in den Sonntagsmatineen der ECHO Rising Stars.
Der Nachfrage von jungen Besucher*innen nach diesen Formaten, aber auch nach dem Gesamtprogramm, trägt das Festspielhaus Rechnung und bietet künftig das U30-Ticket bereits zum Vorverkaufsstart an. In der Festspielhaus-App sind für alle unter 30-Jährigen die Veranstaltungen des Festspielhauses zum Preis von 10 Euro buchbar.
Des Weiteren wurden die Saalpläne und Kartenkategorien modifiziert, sodass künftig mehr Karten in günstigeren Kategorien verfügbar sind.
Erstmals gibt es preislich attraktive Kartenpakete zu den wichtigsten Programmschwer-punkten des Jahres, mit denen sich bis zu 20 Prozent sparen lassen. So gibt es einen Streifzug durch das Beethoven-Jahr, das Liebhaber-Paket für Tanzfans, Große Sinfonik oder auch die Highlights für Klassikeinsteiger, aus denen sich flexibel ein eigenes Lieblingsprogramm zusammenstellen lässt.
Private Unterstützung trägt und bestätigt
Intendant Benedikt Stampa würdigt im Rahmen der Programm-Präsentation das Engagement der privaten Förder*innen, Stifter*innen und des Freundeskreises des Festspielhauses Baden-Baden: „Man kann der ‚Festspielhaus-Familie‘ nicht oft und laut genug danken“, sagt Intendant Benedikt Stampa. Das unermüdliche Engagement all dieser Menschen trage dazu bei, dass in Baden-Baden Musik auf höchstem Niveau geboten werden kann und die Idee einer bürgerlichen Musikpflege aktuell bleibt. „Es ist großartig zu erleben, wie wir dadurch getragen und in unserem Programm bestätigt werden.“
Der Betrieb des Festspielhauses Baden-Baden gelingt dank großzügiger Spenden von mehr als 1500 privaten Förderinnen und Förderern. „Ich bin dankbar für den Zusammenhalt und den ungebrochenen Zuspruch, gerade in diesen herausfordernden Zeiten.“
Der Vorverkauf in der Festspielhaus-App startete am heutigen Dienstag, 13. Oktober, 11 Uhr,
Der Vorverkauf im Webshop und den Vorverkaufsstellen startet am Dienstag, 20. Oktober 2025, 9 Uhr.
Weitere Informationen und Tickets: festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierungen: Tel. 07221 / 30 13 101
