Il Pomo d’Oro und Max Volbers veröffentlichen neues Album bei Berlin Classics

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Max Volbers hat sich als einer der virtuosesten und vielseitigsten jungen Musiker der Alte-Musik-Szene etabliert. Am 13. November 2026 veröffentlicht der Blockflötist und Ensembleleiter gemeinsam mit dem international gefeierten Ensemble Il Pomo d’Oro sein neues Solo-Album »WUNDERKAMMER« bei Berlin Classics.

Das von Max Volbers konzipierte Programm wandelt auf den Spuren Georg Philipp Telemanns (1681 – 1767), der wie kaum ein anderer Komponist zu Lebzeiten gefeiert und nach seinem Tod verschmäht wurde. Als »Vielschreiber« verspottet, weil er schlicht zu produktiv war, geriet der einstige Weltstar der Barockmusik über Jahrhunderte in den Schatten seines Freundes Johann Sebastian Bach. Erst seit dem 20. Jahrhundert erfährt er die Wertschätzung, die ihm zusteht – als kompositorisches »Stil-Chamäleon«, das französische Eleganz, italienische Opernseligkeit und osteuropäische Tanzrhythmen mühelos miteinander verschmolz und dabei für kein Instrument so kunstvoll schrieb wie für die Blockflöte.

Genau hier setzt Max Volbers an: Gemeinsam mit Il Pomo d’Oro, das er für diese Aufnahme selbst leitet, taucht er tief in Telemanns musikalische Schatztruhe ein und kreiert ein Programm, das neben Telemanns größten Werken auch kleine, beinahe vergessene Melodien sowie eigene Arrangements und Paraphrasen enthält.

Max Volbers und Il Pomo d’Oro lernten sich im Jahre 2024 unter außergewöhnlichen Umständen kennen: Bei einem gemeinsamen Konzert, zu dem Max Volbers als Blockflötist und Dirigent eingeladen war, erkrankte die ursprünglich vorgesehene Sängerin wenige Stunden vor Konzertbeginn. Daraufhin waren Max Volbers und das Ensemble gefordert, kurzfristig ein vollständig neues, rein instrumentales Programm zusammenzustellen – nahezu ohne Proben und unter dem zusätzlichen Druck einer Rundfunkaufzeichnung. Aus dieser spontanen „Rettungsaktion“ entstand eine musikalische Partnerschaft, der nun die erste gemeinsame Aufnahme entspringt:

Eröffnet wird »WUNDERKAMMER« mit einem von Max Volbers selbst zusammengestellten Suite-Pasticcio, das Sätze aus verschiedenen Telemann-Werken zu einem neuen Ganzen verbindet – von der zwitschernden Nachtigall im »Rossignol« über die grotesken Stimmungsschwankungen im »L’Hypocondre« bis zur tragikomischen Altersgebrechlichkeit in »Les vielles femmes«. Es folgen die ungewöhnlich düstere Sonate f-Moll, die traumhafte Schlafszene aus der Oper »Pastorelle en musique« sowie osteuropäisch inspirierte Tanzmusik, darunter zwei Polonaisen aus dem Rostocker Manuskript, arrangiert von Konzertmeisterin Alfia Bakieva. Den Abschluss bildet die monumentale Suite a-Moll für Blockflöte, Streicher und Basso continuo – eines der bedeutendsten Werke des 18. Jahrhunderts für dieses Instrument.

Ein besonderer Höhepunkt ist der »Hanakian Dance«(siehe Video oben): Max Volbers hat den letzten Satz der zwölften Fantasie für Flöte solo orchestriert und um eigene Kompositionen erweitert – eine originelle Verbindung von Telemanns Notentext mit Max Volbers’ eigener kompositorischer Handschrift.

„Dieses Album mit Max Volbers aufzunehmen war eine seltene und wunderbare Gelegenheit, das
unglaubliche Universum Telemanns zu erkunden! Am meisten begeistert hat mich, wie er barocke italienische, französische und deutsche Stile miteinander verschmilzt und dabei immer wieder plötzlich lebendige Volksmusik-Momente aufblitzen lässt. Ich bin sehr glücklich, Teil dieses Projekts gewesen zu sein!“
Alfia Bakieva, Konzertmeisterin von Il Pomo d’Oro

Max Volbers ist Gewinner des Deutschen Musikwettbewerbs 2021 und wurde unter anderem mit dem OPUS KLASSIK 2023 als Nachwuchskünstler des Jahres ausgezeichnet. Als Blockflötist, Cembalist und zunehmend auch als Ensembleleiter konzertiert er weltweit mit Ensembles wie Il Pomo d’Oro, Concerto Köln oder dem Concentus Musicus Wien sowie wie mit renommierten »modernen« Orchestern. Il Pomo d’Oro, seit 2012 eine feste Größe der historisch informierten Aufführungspraxis, ist für seine enge Zusammenarbeit mit herausragenden Künstlerinnen und Künstlern bekannt, darunter Joyce DiDonato, Jakub Józef Orliński oder Francesco Corti.

Mit der Neuveröffentlichung liefern Max Volbers und Il Pomo d’Oro eine Hommage an einen Komponisten, dessen Erfindungsreichtum bis heute verblüfft – lebendig, klangschön und mit spürbarer gemeinsamer Spielfreude, mit der sie eine musikalische Schatzkammer öffnen.

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