Landesverband Sachsen des Deutschen Bühnenvereins ruft zur Demonstration auf

Die Dresdner Semperoper (© Matthias Creutziger)

Der Landesverband Sachsen im Deutschen Bühnenverein ruft für Montag, den 5. Oktober 2026, um 11 Uhr zu einer Demonstration auf dem Theaterplatz vor der Semperoper in Dresden auf. Beschäftigte aus Theatern, Orchestern und Kulturinstitutionen, Kulturschaffende sowie Unterstützerinnen und Unterstützer der sächsischen Kulturlandschaft sind eingeladen, sich an der Kundgebung zu beteiligen.

Unter dem Motto „Kultur braucht Zukunft – Sachsen braucht Kultur“ soll öffentlich auf die angespannte finanzielle Situation der sächsischen Theater, Orchester und Kulturinstitutionen aufmerksam gemacht werden. Zugleich soll die Demonstration ein sichtbares Zeichen für den Erhalt einer vielfältigen und leistungsfähigen Kulturlandschaft im Freistaat setzen.

Anlass ist unter anderem die am selben Tag stattfindende 14. Sitzung des Ausschusses für Wissenschaft, Hochschule, Medien, Kultur und Tourismus des Sächsischen Landtags sowie die laufenden Beratungen zum Doppelhaushalt 2027/2028. Der Landesverband sieht die im Regierungsentwurf vorgesehenen Kürzungen bei institutionell geförderten Theatern und Orchestern mit großer Sorge.

Viele Einrichtungen stehen bereits heute unter erheblichem finanziellem Druck. Tarifentwicklungen sowie gestiegene Kosten für Energie, Dienstleistungen, Material und weitere betriebliche Aufwendungen erhöhen die Belastungen zusätzlich. Nach Einschätzung des Landesverbandes lassen sich diese Kosten nicht beliebig reduzieren, ohne den Umfang des Spielbetriebs und die künstlerische Leistungsfähigkeit zu beeinträchtigen. Der Landesverband fordert deshalb, die institutionelle Förderung der Theater und Orchester mindestens auf dem Niveau des Jahres 2026 zu sichern und reale Kostensteigerungen bei der staatlichen Förderung zu berücksichtigen.

Dr. Christoph Dittrich, Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen im Deutschen Bühnenverein, verweist in diesem Zusammenhang auf die besondere Bedeutung der Theater und Orchester für die kulturelle Infrastruktur des Freistaates. Sie sichern kulturelle Teilhabe nicht nur in den großen Städten, sondern auch in kleineren Regionen und sind zugleich Orte der Begegnung, der kulturellen Bildung und der gesellschaftlichen Verständigung.

Dem Landesverband ist dabei auch die Solidarität innerhalb der gesamten sächsischen Kulturszene ein wichtiges Anliegen. Institutionell geförderte Einrichtungen und Freie Szene sind eng miteinander verbunden und tragen gemeinsam zur kulturellen Vielfalt im Freistaat bei. Vor diesem Hintergrund fordert der Landesverband zugleich, die vorgesehenen Kürzungen bei der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen zurückzunehmen und ihre finanzielle Ausstattung so zu sichern, dass eine leistungsfähige Förderung der Freien Szene auch künftig gewährleistet bleibt.

Mit der Demonstration möchte der Landesverband diese Bedeutung sichtbar machen und zugleich ein möglichst breites öffentliches Signal für eine verlässliche Kulturfinanzierung setzen.

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