Zweite und letzte Wiederaufnahme von »Ariadne auf Naxos« an der Oper Frankfurt

Ariadne auf Naxos ~ Oper Frankfurt ~ v.l.n.r. Ariadne (sitzend: Christina Nilsson), Scaramuccio (Theo Lebow), Brighella (Michael Porter), Truffaldin (Barnaby Rea), Harlekin (Mikołaj Trąbka) und Zerbinetta (Elizabeth Sutphen) ~ © Barbara Aumüller - www.szenenfoto.de

Die Inszenierung der Ariadne auf Naxos von Richard Strauss (1864-1949) durch Brigitte Fassbaender, die sich nach ihrer großen Gesangskarriere seit den 1990er Jahren als Regisseurin sowie von 1999 bis 2012 als Intendantin in Innsbruck einen Namen gemacht hat, gehört zu den großen Erfolgen der Spielzeit 2013/14. Publikum und Presse waren sich einig: „Das ist echtes Theaterhandwerk, allerbestes und allerschwerstes. Dem Zwitterwesen Ariadne auf Naxos stellt sich Brigitte Fassbaender nicht nur, sie durchschaut und verschränkt alle Ebenen. Mit größter Subtilität gelingt das, vor allem mit Geschmack, Musikalität und dem weisen Wissen um die Charakterisierung selbst der kleinsten Rolle. Humor ist in dieser Aufführung keine Sache des Glücks, sondern des Könnens.“ (Münchner Merkur) Nun wird die Produktion, die am 5. Oktober 2013 Premiere feierte, zum zweiten und letzten Mal wiederaufgenommen.

Das Werk besteht aus einem Vorspiel und der eigentlichen Opernhandlung: Im Hause des reichsten Mannes von Wien sollen die Oper Ariadne auf Naxos und das lustige Tanzspiel Die ungetreue Zerbinetta mit ihren vier Liebhabern gleichzeitig aufgeführt werden, um pünktlich zum Abendfeuerwerk fertig zu sein. Der Komponist der Oper ist verzweifelt, befürchtet er doch eine Entweihung seines tragischen Stoffes. Die kokette Zerbinetta kann jedoch seine Zustimmung erwirken. Die Aufführung beginnt. Ariadne, die von ihrem Geliebten Theseus auf der Insel Naxos zurückgelassen wurde, wünscht sich nur noch den Tod. Selbst die immer wieder erscheinende Zerbinetta vermag sie mit ihrem munteren Treiben nicht aufzuheitern. Erst als der Gott Bacchus eintrifft, wendet sich das Blatt – er und Ariadne verlieben sich. Zerbinettas „Mission“ ist erfüllt.

Die musikalische Leitung dieser Wiederaufnahme liegt bei Christoph Gedschold, seit 2015/16 Kapellmeister an der Oper Leipzig. 2014/15 sprang er an der Oper Frankfurt äußerst kurzfristig für einen erkrankten Kollegen in der Premiere von Weinbergs Die Passagierin ein und dirigierte die Produktion auch 2016 anlässlich eines Gastspiels bei den Wiener Festwochen. Zudem ist er regelmäßiger Gast an der Semperoper Dresden und der Staatsoper Hamburg.
Die junge schwedische Sopranistin Christina Nilsson ist Preisträgerin renommierter Wettbewerbe und machte kürzlich als Verdis Aida an der Königlichen Oper Stockholm auf sich aufmerksam. Die Partie der Ariadne führt sie nach dem Engagement in Frankfurt auch an die Opéra de Lausanne.
Bei allen weiteren neu besetzten Künstlerinnen und Künstlern handelt es sich um aktuelle und ehemalige Mitglieder des festen Sängerstamms der Oper Frankfurt. So war Elizabeth Sutphen bis zur vorigen Spielzeit Mitglied des Opernstudios und gastierte im Sommer 2018 als Sophie in Strauss’ Der Rosenkavalier beim Glyndebourne Festival. Vincent Wolfsteiner (Der Tenor / Bacchus) gehört seit 2015/16 zum Ensemble, wo er 2017/18 einen großen Erfolg als Brittens Peter Grimes feiern konnte. 2019 wird er als Hüon in Webers Oberon am Theater an der Wien gastieren. Als Dritte Dame in Mozarts Die Zauberflöte feierte Frankfurts ehemaliges Ensemblemitglied Paula Murrihy (Der Komponist) im Sommer 2018 ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen.
Auch alle übrigen Partien sind mit aktuellen und ehemaligen Mitgliedern des Ensembles und des Opernstudios der Oper Frankfurt besetzt, wovon die Wenigsten bereits mit der Produktion vertraut sind. Dazu gehören lediglich Publikumsliebling Johannes Martin Kränzle, der sich als Musiklehrer mit dem erstmals in dieser Produktion vertretenen Sebastian Geyer abwechselt, und Claudia Mahnke, die Alternativbesetzung des Komponisten, sowie Franz Mayer (Ein Lakai). Hingegen übernimmt Michael Benthin, ehemaliges Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt, erstmals die Rolle des Haushofmeisters.

Ariadne auf Naxos
Oper in einem Aufzug mit einem Vorspiel von Richard Strauss

Zweite und letzte Wiederaufnahme an der Oper Frankfurt: 2. November 18
Musikalische Leitung: Christoph Gedschold
Regie: Brigitte Fassbaender

Besetzung:

Primadonna / Ariadne: Christina Nilsson
Zerbinetta: Elizabeth Sutphen
Der Tenor / Bacchus: Vincent Wolfsteiner
Der Komponist: Paula Murrihy / Claudia Mahnke
Najade: Florina Ilie
Dryade: Zanda Švēde
Echo: Angela Vallone
Harlekin: Mikołaj Trąbka / Gordon Bintner
Scaramuccio: Theo Lebow
Truffaldin: Barnaby Rea
Brighella: Michael Porter
Ein Tanzmeister: Michael McCown
Ein Musiklehrer: Sebastian Geyer / Johannes Martin Kränzle
Ein Lakai: Franz Mayer / Mikołaj Trąbka
Ein Perückenmacher: Thomas Faulkner
Ein Offizier: Michael Petruccelli
Der Haushofmeister: Michael Benthin

Weitere Vorstellungen: 10. (18.00 Uhr), 15., 17., 22., 30. November 2018
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Preise: € 15 bis 105 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

www.oper-frankfurt.de